10246 -ck ^UAU8N Veitli a 8eIiittl6r8berA 8. 6. et N. Xetnsl. Intim, nee non 8tat. et Lonkeren- tiar. Oonsilisrii et Oeneralis kationnm virectorii kr»esi6is ^ L M II 8 VKLI VIXVOLOXLX8I k^VXINVM V v L 6 O p k ^ ^ L k kOLÄIX ?tt 81 VAIVAI. Lälctit L 6 ject 3 ver 8 ione AermLnica ^nt. 8 teilt, Der Prater, ein beschreibendes Gedicht August Veith v. Schittlersberg, t. k. wirklichen geheimen, dann Staat»- und Conferenz-Rathe und Präsidenten de» General - Rechnung» - Directoriums. Aus dem Lateinischen überseht und herausgegeben Anton Stein, Professor der Philologie. ^ Wien, i 8 ii. > j i 1 kr r P ich j ^ G dö ^ nÄ 4j ^ rch"s s nr ^> .hn ktuj>rü> ,'jri-H j.'r,,'?ii»^ .:«ü djesLL »nri xMmyZ,tz n,^:.^rr« .4 .1 n-ii^lssan/ ^5:r 4 » it r tttGini-riH' nsS vttl-rT .. i r> » ' >, 1 r > kk 7 ^ t! , I ^' o » -«L «:6 , vu; i LS-: .!>!!,>,»L llülni: >1^>' Idilrn-K V o r k> e r i ch t det Herausgebers. Ä?ehr als eine Rücksicht hat mich zur Herausgabe deS gegenwärtigen Gedichtes bestimmt. Die Person des würdigen Verfassers, der Gegenstand, der wohl wenigen' Bewohnern der Kaiserstadt ganz gleichgültig ist, das viele Gute und Schöne seines Inhalts, endlich selbst (freylich nur für den kleinsten Theil des Lesepublicums) die Sprache, in welcher es geschrieben ist — dieses mannigfaltige In« teresse vereinigte sich, jenen Entschluß bey mir zu wecken, und zur Ausführung zu bringen. Ein Manuskript von des Verfassers eignen Hand, in dessen Besitze ich mich seit einigen Jahren befinde, veran- läßte, nach dem Hinscheiden desselben, in "mir den ersten Gedanken. Nur war das Manuskript nicht vollstan» dig. Der Verfasser hat, selbst noch in den letzten Jahren, vieles geändert und hinzugefügt. Eine vollständige Abschrift und ein eigenhändiges Manuskript des Verfassers, die man mir zum Gebrauch höchst gefällig mittheilte, haben mich in den Stand gesetzt, das Werkchen in dem Umfange und mit der Correctheit zu liefern, mit der eS aus den Händen des verewigten Verf. gekommen ist. Was das Gedicht anbelangt, so bedarf es meiner Anpreisung nicht. Wer mit der Sprache und Poesie VI des alten Roms einigermaßen vertraut ist, wird sich oft -eym Lesen desselben von ihrem Geiste frisch und kräftig angewehet fühlen. Eine glückliche Auswahl der geschilderten Gegenstände; feine, treffende Züge; kurze, flüchtig hingeworfene Reflexionen, .wodurch der Verfasser dem Gemählde lebloser Wesen ein höheres Interesse zu geben weiß; ein Anflug von Witz und satyrischer Laune von der gemüthlichsten, harmlosestenArt; großen Theils zarteWahl und Präciflon des Ausdrucks; Lebendigkeit, Energie und Wohllaut desselben; fast durchgehends virgiliamsche Gediegenheit des Versbaues und mahlerischer Numerus; endlich, was Dem allen die Krone aufsetzt, warmer Patriotismus und Humanität, die aus dem Ganzen ath- men, — das sind die vorzüglichsten Eigenschaften des Gedichts. Doch, indem ich dieses sage, vergesseich, daß ich viel-^ leicht eben dadurch über die beygefügteUebersetzung den kritischen ^tab breche. Man wird in ihx einen Theil der eben gerühmten Eigenschaften vermissen. Schon die so einförmigen deutschen Jamben anstatt des, unzähliger Abwechslungen Empfänglichen Hexameters, der — wenn irgend ein Vers .zum Schildern und Mahlen ganz vorzüglich geeignet ist!—Aberistdenn beyUebersetzungen die Identität des Versmaßes in jedem Falle wirklich etwas so Unerläßliches ? Dieser Meinung scheint Schiller nicht gewesen zu seyn, da er das 4. Buch der Aenerde in gereimte Stanzen übertragen hat. Der deutsche Uebersetzer Virgils, dieser wirklich große Künstler in deutscher Prosodie und deutschem Versbau, hat er in seinen Hexametern uns wirklich den römischen Dichter wicdergegeben? VII Es wäre überflüssig, die/Gründe anzuführen, welche mich bey derWahl des Versmaßes bestimmt haben. Gern lass ich es mir gefallen, daß man die gegenwärtige Urbersetzung für den nicht gänzlich mißlungenen Holzschnitt eines, hier und da mit titanischem Colorit ausgestatteten, Gemahldcs halte. Der sehr natürliche Wunsch, das Werk? chen zu einer Zeit ans Licht treten zu lassen, wo die Verdienste des würdigen Verfassers und sein Verlust noch in frischem Andenken sind, erlaubte nicht die Befolgung des Horazischen i^onum prematur in annnm, und gestattete nur eine flüchtige Feile. Findet das Original die Aufnahme- die es verdient, so dürfte vielleicht eine correctere, in dem Versmaße desselben verfaßte Ueber- setzung folgen. . Noch muß ich bemerken, daß der mit dem Prater in natura vertraute Leser die Schilderung einer Parthie vermissen wird. Es ist die, welche der Verfasser S. 11. v. 2 /,5 (durch ein Versehen steht 145) mit den Worten Nobilinm pompae ankündigt. Die zerrüttete Gesundheit des Verfassers und der Tod vereitelten die Vollendung einer Arbeit, die er bereits angefangen hatte. Daß viele Parthiecn dieses Gedichts dem geübteren Leser lateinischer Verse einen angenehmen Genuß gewahren werden, ist gewiß. Nur nimmt die Zahl solcher Le» ser immer mehr ab. Unsere jugendlichen Kopfe, selbst die besseren, beben zurück vor den Anstrengungen, die ein tieferes Studium der Sprache, der Tonmessung und des Versbaues fordert. Man sucht eine leichte Lectüre, und —findet sie.Man glaubt die größten Dichter in seiner Muttersprache lesen zu können, ohne durch Studium dazu vm vorbereitet zu seyn. Man wähnt bey einer oberflächlichen Kenntniß der deutschen Sprache und Prosodie ein deutscher Dichter seyn zu können. So haben unsere wahrhaft großen Dichter nicht gedacht. Sie alle waren eingeweiht in das Heiligthum der griechischen und römischen Musen, wenigstens der letzteren. Daher dichteten sie, nicht nur während ihrer scholastischen Laufbahn, sondern selbst später noch, zu Spiel und Zeitvertreib, nicht selten auch in lateinischer Sprache. Dazu scheint es der Heranwachsenden Generation immer mehr an Kraft und Willen fehlen zu wollen. Man deutet das koeta nuscitur im buchstäblichen Sinne. Man findet es so behaglich und leicht ein Natur dichter zu seyn. Ich füge noch die kurze Nachricht von dem Leben und der politischen Laufbahn des sel. Verfassers bey, so wie sie die Wienerzeitung vom iZten Marz iLii geliefert hat. „^Iin 24. Febr. d. I. starb Herr Augustin *) Veith v. SchittlerS- berg, Sr. k. k. Majestät wirklicher geheimer und zugleich StaatS- und Conferenzrath, wie auch Präsident des k. k. General-Rech- nungö-Directoriums, im 60. Jahre seines thätigrn und ruhmvollen Lebens.**) Non früher Jugend lag er de» Wissenschaften mit so glanzendem Erfolge ob, das; er bey der Universität zu Ollmütz zu der Doctorwürde der freyen Künste und Philosophie pro- August. Anm. des Herausgebers. ") Er war geboren in Wien» den tv.Sept. t7Ll. A.d. H. movirt wurde; und um denselben und ihrer Fortpflanzung auf Andere sein ganzes Leben zu widmen, trat er in den Jesuiken- Orden, durch dessen Aufhebung aber wurde er der Welt zu höheren Bestimmungen zurückgegebeu. Von nun an entschlossen, sich für den Staatsdienst ganz ausznbilden, studierte er die Rechte an der Prager Universität mit der rühmlichsten Auszeichnung. Das Robot-Abolitions-Geschäft auf den Staats - und Jesuitenfondsgütern in Böhmen unter der Leitung des Hofraths v. Raab, welcher dazu Männer von hervorragenden Talenten und Eigenschaften zu wählen wußte, verschaffte dem Verstorbenen die erste Gelegenheit, dabey nützlich miczuwirken, und wegen seiner allda bewiesenen Fähigkeiten wurde er im Jahr« 178Z als Rechnungs- Official bey der Camera! - Haupt - Buchhalterey angestellt. Diesen Charakter bekleidete er bis zum rg. May »789, an welchem Tage der damahlige Hofrechenkammer-Präsident, des nunmehrigen Staats - und Conferenz -Ministers, Grafen Carl v. Zinzendrrf Exzellenz, dessen Blicke kein hervorleuchtendes Talent entging, den Verstorbenen zu seinem Präsidial-Hofsekretär erwählte. Bey Aufhebung der Hofrechenkammer im November 1792 und durch den Eintritt der Staatshauptbuchhaltung traf mit andern auch ihn das Schicksal, in Ruhestand versetzt zu werden. Ihm, welchem Arbeit wie Lebensnahrung nothwendig war, zogdiese Ruhe Geistes» Melancholie und Krankheit des Körpers zu, und obwohl er bey der im I. 1794 errichteten obersten Slaatscontrole durch Decretvom 2. Aprill wieder als Hofsekretär in Wirklichkeit gelangte, so erhielt doch sein Geist erst wieder lebendige Schwungkraft im I. 1797, da er zum Hofbuchhalter und Vorsteher der Banco- hofbuchhaltrrey ernannt wurde. Ganz neue Arbeiten wurden hier das Mittel seiner völligen Genesung. Die zwar kurze Epoche seiner Oberleitung steht noch bey dem Personal jener Hofbuchhalterey in dankbarem Angedenken. Im darauf folgenden Jahre »796 wurde er zur Pflegung der Abrechnung über di« Niederländischen Schulden mit den französischen Commissären zu dem Nastädter Congreff« abgeordnet, und nachdem er auch dieses Geschäft mit allseitigem Deyfall geendigt hatte, ernannten ihn Se. Majestät am 6. November 17M zu Ihrem wirklichen Hofrath bey der obersten Staatsconkrole, und noch im nehmlichen Jahre zu einem Mitglied der Hof-Commis,ion im Classensteuergeschäfte. Zwar wurde auch die oberste Staarscon- trole gegen Ende des Jahres iLor wieder aufgelöset; aber die schätzbaren Verdienste und der iveitumfassende Geist des Verstorbenen war nun schon selbst Sr. Majestät zu sehr bekannt, als daß jener Umstand ihm in seiner-ferner» Laufbahn hinderlich gewesen wäre. Vielmehr wurde sein wirksamer Einfluß von nun an immer erweitert. Schon am 7. Dec. »8oi wurde ihm die Führung der Staats - Cenrralgeschäfte, unter der Leitung des Staats- und Conferenz - Ministers, Grafen v. Kollowrath, übertragen. Am 6. September 1802 wurden ihm a>S Mitrefe- renten der ausgestellten geheimen CreditS - Hof-Commission die Direction des Staats-Central-Rechnnngs-Departements, und gleich darauf am i2. des nehmlichen MonatS und Jahrs auch die Direction der Cameral-Haupt- und der Bancohofbuchhalrerey zugewiesen. In diesem Wirkungskreise entwarf er den allerhöchst genehmigten'Organisirungsplan zu der nunmehr selbstständigen Creditshofbnchhalterey. Weiter entwarf er ein des allerhöchsten Beyfalls eben so sehr gewürdigtes System des centra- tischen Staatsrechnungswesens, welches seit röo 5 wirklich besteht , und in Hinsicht auf Bündigkeit, Vollständigkeit und Evidenz kaum etwas zu wünschen übrig läßt. Im Jahre 1604 mußte er auch bey Organisirung des Hofbauamtes wirksamen Einfluß nehmen. Im I. i 8 o 5 war Se. Majestät von der Nothwendigkeit der Existenz einer eigenen Hofstelle überzeugt, welche das Rechnungswesen der Monarchie, die damit beschäftigten Vuchhalte- reyen und von diesen besorgte Controle ausschließlich und nach einem allgemein gleichförmigen Systeme zu dirigiren hätte. Auch der Organisirungs-Entwurf einer solchen Hofstelle war düs Werk des Verstorbenen. Se. Majestät ernannte denselben am 16. September i 8 o 5 zum ersten Chef dieser neuen Hofsiclle mit dem Titel eines General - Rechnungs - Directors. Diese war aber kaum durch ein Jahr unt er seiner weisen Oberleitung consolidirt, als er schon am 2. März »8o6 zum wirklichen SraalS- und Couferenz-Rath ernannt wurde. Am 2. July i6o8 erhoben ihn aber Se. Majestät zum Merkmahl der allerhöchsten Zufriedenheit mit seiner Dienst» lerstung/ bey dem StaatSrathe zum Präsidenten des nehmlichen General-Rechnungs-Direktoriums, und gleich darauf am 16. July wurde er auch mit der geheimen RathSwürde bekleidet. Und am 5 . Aprill 1809 beschlossen Se. Majestät, ihn neuerdings bey dem Staats - und Conferenz - Rathe zu verwenden, mit dem ausdrücklichen Beysatze, daß er auch das ihm anvertraute Präsidium, in so weit es thunlich wäre, ferner fortführen, und sich hierin, damit es geschehen könne, zu seiner Erleichterung die benothigte Hülfe verschaffen solle. Dieser doppelten Dienstleistung hat er sich auch während seiner langwierigen Krankheit bis zum letzten Tage seines Lebens mit der Hingebung eines Mannes gewidmet, welcher stets nur das gemeine Wohl und die Zufriedenheit seines Monarchen zu erringen wünschte, und die allerdeutlichsten Beweise dieser allerhöchsten Zufriedenheit sind ihm auch noch in den letzten Augenblicken seines Lebens zu Theil geworden. Mit diesem balsamischen Tröste schlummerte er hinüber aus einer Welt, in der ergänz allein durch seine Tugenden und seltenen Eigenschaften die höchsten Stufen der Ehre erstiegen, alles Eure , was in seiner Sphäre lag, gewirkt, sich die Verehrung aller guten Menschen, die Hochachtung aller derer, die neben ihm, und die Liebe und ewige Dankbarkeit all jener, die unter ihm standen, erworben hatte." *) Gesellschaft trat, deren Mitglieder SonnenselS, Blumauer, Ratschky^ Alxinger, Aetzer u. a. waren. Fast um dieselbe Zeit bildete sich wia XU von selbst durch die engl. Kabrittinhaber Lightthowlet, Hirkmann u. a. «i» litterarischer englischer Elubb, wovon «ine geborne Engländerinn, di« Wittwe des um Commerz und Litteratur gleich verdienten Re- gierungsrathes ».Taube, ».Schittlersberg, der allgemein wegen seines Herzens und Geistes geschätzt« Irländisch« Arancitkaner O-ikelly, der so bald seinem Busenfreunde Schittlersberg ins Grab nachgesolget ist, die Hauptzierden waren. Der Verstorbene verband daher mit feinen waren Bolingbroke, Robertsons Hume, Gibbon, vorzüglich Adam Smith seine Lieblingsschriftsteller. 2m Jahr« 17»; gab er des Frey, Herrn Binder». Kriegelstrin hinterlassene philosophische Schriften (mo- Erinnerung. Dast die Übersetzung nicht, wie zuerst der Antra, und das Gefällige des Druckes dadurch würde gelitten haben. Di« dem Deutschen bcygefügte Dersezahl bezieht sich durchgehends auf die Dersezahl de» lateinischen Textes. V er zeich niß drr k. I. Pränumeranten. Se. kaiserl. Hoheit Erzherzog Rudolph. Hr. Adler, Hör» der Philosophie. — Bernhard Joseph ». Anders. — Hofsecretär Ankerberg. — Mathias Carl Apathschnigg, k. k. Provincial Vice - Staatsduchhalter zu Gratz. — Benedict Arnstein. — August«, Hörer der Philosophie. — Bachmayer, — — — — — Carl v. Badenfeld, — — — — Wilh. ». Badenfcld. — — Se. Exc. ». Luibier, Viccprasident. Hr. Franz Bauer, Kanzellist Hey dem k. k. LandeSgubernium. — Boupgrd (Johann ».) Sohn. — I. F. Castelli. — Joh. Wenzel Chladek, Fürst Carl Auersperg. Wirthschaftsrath. — Eoeckclbergh« (Chevalier von) zu — David, Hörer der Philosophie. — Joseph ». Dalstein. — v.Dobrowsky, Hörer d.Philosophie. — Franz v. Ehrlinger. — Gabriel Graf ». Eichelburg. — Ernst, Hörer der Philosophie. — ».Ferro, Hörer der Philosophie. — Michael Fefil, in Pcsth. — Fischer von Weiffenburg. — Jos. Fischer von Weiffenburg. r Ex. — Friedländer. — Acrd. Frischherz, Hörer d. Philos. — 2-h- Frischherz, - — — — Holzapfel, Hörer der Philosophie. — Holzapfel. Ara» v. Holzmeister. — Joseph Ionisch, Saplan in Schurz. — Joseph v. Jeckl, Hofagent. — Jcndrolik, Hörer der Philosophie. — Kaps, — — — — Andreas Kästner. — Albert Mnccnz Keiler, RcchnuttgS« Rath der k. k. 1.2. StaatSbuchhal- tung zu Gräh, Z Ex. — Kißling, Hörer der Philosophie. — Klos, — — — — Knecht, k. k. Hofsccretar. — Anton Knecht, Profcfför in Briix. — Knoll, Hörer der Philosophie. — Kolbe. — — — — Kossu — — — — Kriegseisen, N. H. Kanal - Jnsxect. — Kriesche, Hörer der Pbilosophie. Oberstlieutenant ». Kuiffel. — Joseph Kroker, k. k. Felsapolhe« — Kuralt, Hörer der Philosophie. — Christoph v. Kußling,Weltpriester. — Laferl, Hörer der Philosophie. Hk. Lberstwachtmeister I.« Isolilc. — o. Mack. — Mark. — — — — Nachtigall, — — — — Nagy, 2 Cx. — — — — Joseph v. Neubauer, Hör. d. PH. — v. Pachner, Hörer der Philosophie. — Pallas, ju Mölk. — Parcar, Hofcapla». — Doctor Partisch. — Pasculi, Höre» he» Philosophie. — Professor Plcba», 7, Exempl. — Joseph Edler v. Portcnschlag d. >. M. D. — Puz, Hörer der Philosophie. — Joseph Nittcr ». RatoliSka, k. k. wirkt. Hofrath. — Mathias Nebel, k. k. Professor am — Reich. Sr, Exc. Freyhcrr v. Hofkirchen, — Reithiier. — Franz Joseph Reitter, k. k. N. Ä. Regieruugsrath und Hofagcut. k. k. Hofsccretar u. Büchercensor. — Fcrd. Jos. Riedl, Verwalter. XVl Statthalter. — Schlösi^^ — ^ . — v. Schreyber, Hörer d. Philosoph. — Schlicht, — — — -- Schuhmann. — >n°Dbs^" — Steinbüchel, Hörer der Philoso- — Ster/. — Achaj Freyherr v. Stiebar, Pfar- Hr.^tobäur, Hörer der Philosophie. Hr. Sturm, Hörer der Philosophie. — Tranz, Religio,iSlehrer am akademischen Gymnasium. Hr. Tschebulz^ Hörer der Philosophie. — Ullr^'' — ^b>l°s°ph>-. — Waschkc, Hörer der Philosophie. — W. E. Wehli. — Johann Weichsel, RechnungSrath. Philosophie. ^ ^ — Gras v. Wildscheek, Hosmarschalk. — Wimmer, Hörer der Philosophie. — Friedrich Winter, Edler». Sterm seid. Frau Witt. Herr^Witt, Hörer der Philosophie. W W d D et — girsky, Advocat. — Hauptmann Zscharny. XVI» ^ ä Nsnes auctoris. ^Imbra beata, piis erras «^uae laeta sub antris, CoiliZis et vitae praemia äiZna tuae! Li^sios tanZunt si l^uiä terrestria Klanes, Ut kortasse tibi nuntia kama venit, tzuoä tacitum cjuon6am ceeinisti carmen aä Istrum, 5 Ne vuIZante leZi jam manikuscxue teri; Ke tuus insonti puäor boe succenseat, oro: Lt nimius puäor est; nee vetuit pietas. Uäere cunctakar: cunctantem c^uae impulerit vis, ^eeipe. Kon nullum res ea numen babet. — »o Kuper ciileeta taeiturnus obambulo silva, Lt carpo violas, ^uas nemus omne Zerit. Lueceelo arkoribus, solis c;uae saepe sub umbris ^e meäitantem, alto te oeeuluere sinn, kopnlus est anti^na, inZens, alvo^ue cavata: ,5 Kimbis vexatas excipit illa teras. Laue bene tu nosti; mirantem saepe solebat Zravis aäspectu rletinuisse suo. Lruncus erat juxtu subversi roboris: illo t^onseäi, immotus, neseio cjuicl me6itans. 20 tzualia venturuin volitantia somnia kboebum kraeeeclunt, äubios euin male somnus babet; Sie eZo nee viZilans, nee somno eaptus aZebam: ^bsenti, praesens corpore, mente vaZor; Oum subito attonitas mibi vox acllabitur aures. 25 Horreo: populeae eontremuere comae: lüontremuit^ne eavum robur: äe partibus imis Divino tales clat vr) as ore sonos: „I.ente, Durch das Gezweig', und schwand im Wipfel. Da rief ich aus: „Gesiegt hast du, O Gottinn! willig übernehm' Ich dein Geheiß!" Fort eilt' ich dann Nach Hause, stracks es zu vollzieh». Ich hab's vollzogen. Nicht erlaubt Jst's Götterwinke zu verachten: Mit Racherfuße folgt die Strafe! N L M II 8 IIKLI VIXV0L0XLX8I kkOXILIVLl VVL60 k k ^ ? L k -!st!-"?77 'i ^ ','' " ->»<<<»« . - - ^ -- >7 >,Hr-r> ^ '.« ^..-^ . - . 5 -^ls- Z» .'7»'.»-»^ .'>K7--i» i., .^.;>^>' „>>«>.'-- ^ ^ -7-7. 7 A I M I Vl rL^ILixoA^l lö/i^^OLL-ILi/I j - . . ev»rsv ./I 3 x L /I 1 V icinum nemus auZustae eant!tbo Viennye. rieliäes, nemorumcjue juvet teZina e-lnentem! Ister ubi eaput imkern plsetelüuus urkem L l^mpliite sxeeulo sub i-ipis penäulL reä6it Alueni», et inveisis innix» palirtia teotis: lHonäe eoronatum, multL rate äitibus uncijs. ^eeols e»esi»ieite eriput eikert insul» se6i. Uio est illa keris Il»l>itatL et inlios^it» csuonäum 5i1vL, rudis Iioirens et «lensis invia «lumis: Uue aäitus vul^o vetiti, soli^ue pÄiel>anr ^unc venatriei xro saecl» moiilrus aulae; Aunc s:toi.i, m.iKNLnimo I05LktIl munere Divi, I-»etitise po^uli, sua eui äe6it omnm, secjue, Ail xrae cive silü, nil ivZuin ex sorte rerervLns Dulce nisi, et Suxeris munus eommune deitnäi llum?.num Zenus. ^uzustis nune jussibus ejus, Ljus »ä exemplum nemus »eeessidile cunetis, .^ecjuis umnizensm Zentenl compleetitui'umliris, Vei nsnlicjue sinu lset-uitem colligit urkem. 2 6ranZi8 ^n inZresku plani patet area eampi, 20 Orannne luxurians, amplo <^uam terrninat arsu 1)en§n8 et enoäi pubeseens stipite 1ueu8. Unne super extollunt veteranse culmina Stirpes: Vitibus implexae ramos silvestridus ulmi, tzuaecjue eolit kieoior vieinos populus amnes. 25 Hine »6itus seni 86 vasta per ostia panöunt, IZuot^ue patent aciitus, oculis tot silva clelriseenr Txiiibet attonitis penitus protenta tkeatra. Visseiäit inZentes kos Znava seeuris kiatus, Visus in immensum <^uo eireuni porriZeretur. 5o deines per scenae plaeiäos errare reeessus 1.on§a zuvenesruin eum tauris s^mina; eernes ?ur1)is urkieolum meäiis se terre ZreZatim dervos. <^uo§ eieure8 koininuni eonsortis erekra I^eeerunt, positoc^ue pati cioeuere pavore 35 Nnleenien» liextrani, nee non aeeeclere mensis, Innoeuo^ue clapes porreetas prenäere lakro. Visi et setiAeri per prata viasczue vakantes dum eatuiis propero pecle pone seciuaeikus apri: Üruta se6 kaee snimos nunc^uam positura leroees jo I. na KK^I^dI5dd8 pissit sterni omnia straZe, Venantum aversans mitis kera §au6ia eaesar, kunestunnpie uili öetestans peetore 1u6um. Ills per evulsae speetantikus vslia silvse 3 8e viee ter§einina reZio eireuuisita ruonstrat, 45 Lt toticiem semet veluti eoileeta videnllam kraedet imaZiuilzus. Laciiantes lriciis aren iLilte viäes vario8 rus äuiee rokerre eolores: ?Iune üavas seZetes, kuseo nune piuAuia suleo InZera, nune laetcr riüeutia prala virore, 5o ^tros zam saltus, eroeei zarn reZna I^aei, 7arn niti6as eireuut 6iLpersa mapalia villas, Lenic^ue lonZin^uos, »nontum ju»a eaeruia, sines. llaee luter orebro seienden tikus enneat unäis Danubius, latos^ue iilie clikiusus in amnes 55 Liparuin lanibit siuuamina eunetabunciur, Invite veluti lin^uens kelieia ^6^tl^)e. ^.räuus aä laevam sur^it, muncio^ue eoaevuin ^ubibus involvens eulnien. eireumspieit alto Ima su^ereilio Oetius mons inel^tus uvis, 6ö Vina ^uibus eoc^uit assiäuus sol nobitiora. Lxiles bine inäe ea8ae staut vertiee summo: 6asta saeeräotuni kuerant babitaeula cjuon6skn. Illis bortus inovs inojrem eireumsitus aeäem Lt eelso einetuni uemus irremeabile muro 65 Alunclus erat totus, vel vivis triste se^uleruin. Los intra ruuros, bis montibus in sua saevi Oor^rora, pallenter, Lrebic^ue elinZuibus umbris kereimiles, aevurn üevere, nefasr^ue xiarunt^ 4 Ut siki praesentem 8emper ineelitanäo tuentes 70 Venturain morteiu, 8preta pra68ente lutul am Vixerunt vitam. kroeul liine ea taeäia vitae. üe, ^no mille mo6is aevo kuZiente truare, ler^emina invitant amplarurn 8trata viarum, 8e^ue viae eomitos prae6ent utrinr^ne c;ua6rino ^5 Orcline ea8taneae, c^uae traetiku8 inüniti8 ^.retato aä 8ensum eoeunt eum ealle, 8i6ic^ue Lraeliia tenäeuäo to1Ü8 nm6raeula texunt. I8ti8 areentur 8olare8 ^esuper se^tus, ?erraäian8^ue 6iv8, klanclo moclerata virore, 60 kallidu8 inäueit traetum äe troncle eolorem. l)ua patet, inAenti8 8peeiem nemu8 incluit Iiorti. (^ui 8imul illees6ra8 a»8 et natura nünistrant. vextror 3 um, c^ua parte üiem 8oI Üueti 6 u 3 ekkert, ^xtremani penitng nemoris porreetv8 acl oram 65 Inünitu3 akit lato eum tramite x^8tu8. (^ontextum rami3 et viva tronäe 1aeun:-r Älokile 8i x)'8ti sudeas; en! ak 61 ta 8ilvae, H^8ii^ue patent 8eeeL8U8. Uxulat in6e ()uae nemorum re8iäet nox toriniäsnäa prosunäi8, 90 Lt eaeei8 liaditans 8Üvarum ankraetibus jiorror. Oktutu8 c^uoc^uo Üeeta8: nemus olüeio8L Uo8pitis ora rekert, et 1aeti8 leta ta^ernis Vmdra voeat. SnrZunt Lstine, aääunt^ue nitorem 5 Larjete ooneinne pieto ooeuaeula gratis, ' 0^ lunumeriscpie ruovet suspensas aura popiuis Alunera spon^entes liecleras ei Zaullia Laeelii. Lulmiua kuruosae proiuunt ibi uizra euliuae: Ilie liieuieku sukstrueta solo eellaria eonäunt, Lt super inZestus eustoäit kriZora eespes. roo 8nmenclis sud clio epulis auraec^ue salul^ri ^Zrestes en! prata toros mensas^ue rninistraut. Li hua parte ueinns rareseens pareiter uiulrras Insteruit eainpo: nemoris raclieikus esi l'roereseunt pietis ineineti sepidus liorti; io5 Lt^ne, een proprios, alis Zalliua tueiur 8upporitos ketus: valiclis sie silva laeertis Lurkinis a radie naseentes proteZit liortos. Insolitum visu! nemus, liorti, paseua, paZus, Lt simulaerurn urLis spatio soeiantur eocleni. rio Ilse e eongerie simul rrtc^ue eladere rara; 8olrria ie silvse, multoHue severior unilrra Lxeipit. ^rlroreae, ^use praeterlapsrr manenäo 8aeeula vieerunt. staut moles, inontilrus ae^uae. Lt sud maternis lento eouaiuine ramis ri5 In serös surZuut veuturi temporis usus Lronäikerae proles. Ilaeret eonlusa puäore Älens, tiomiuum üuxasc^ue viees kestina^ue kata lanto eoiuponsus aevo, tantae^ue veretur 6 Lxanlmem mvlis eonterrlta majestatem! i2o Mlle secl illeeebris speelem natura severam I.enlvlt nemorig, rlvalj Zoetius arte vulela proLeuis miscens. suklimia pulerls. ()uae moäo krönte Fravi terret, mnx kaselnat ore I^aetls arriäens genislis silva viretis. »25 Oramlnea nune planltle, velut arte loeatiu ^rl^ustls, vivl proeregelt 8eena tkeatrl; l^lune sese ambiZuo llensant krutieeta meatu. I^t volupes umkrls eonäunt panclunt^ue vlelsslm kam eonverAenäo, ^am 6lverAenc!n reee58us: iZy Ouallkus aut reeudant, tenuerve keruntur ut aurae kaelüea Ll^sil äueentes otia mane8. ^lternant gratis virläl ealiAlne mersis ?rata superkuso ra6iantia lumlnis auro. I.enllrus et tumuli8 plaeicio sinuamlne valles. »55 In mo6ie»8 aec^uor campi äum surzlt aeervos: Irls eeu positis pontus paeatior uuclat. lVlollls, et lnstrato tan^usm Zraäiere tapete. Imxurlosa kerbis, et Horum lllvits Zemmls. Oalee premens teneras, huas eornu ku6lt oäoro r^o OIrloris opes, cjueis vlneta nltet, spiratcpie Napaeis Oaesarle-, vr^allumcjue lial.mt ln verliee serta. Vuin plaurlunt, sat^ro ealamos ln6ante. elioreas. ^etliere, <;ul Superum stellata per atria kraZrat, 7 Hiapso veluti silvae, eireumüuu? ikis, »^5 Lal8amois V68«6N3 aurir, et väorikus innans, ()uk>8 verni exeutiunt repli^ri praeäoniku8 alis. ^küatu3 inter tepiäog, 1ene8^ue susurrog ^.nrarum eunetan3 ineeäes, perc^ne eanoros Hituuni eantu krutiees; sviäa Iiauriet auris »5o .Viktu8um li^uiäi per va8t03 aeris orde8 I^U8einiae meIo3, et Lensu8 übst?» per omnes HinZuIa titi1Ian3 va6et per meinkra voluptas. 8ie i5i3 ina^or mortali, te^ue äeorun» s)e nuniero ere6ens, äum 86 suk peetore ser»8us »55 .^Itior Irumano ver8at. Vos invoeo tegtes. O volles patrii! 8oIito ^uo8 Lerviäinre l8tkie ampiexu ?inäi äiZnantur alurnnae, i^t propiore csuikus praeeoräia numine ?koeki IZnegeunt, at^ue in earmen venit impetug uitro. »6o Vo8 ^uoc^ue pietor68! ^uiku5 Irie aut arkorearum Oratia kormarum, Ltirpumve «üinillima mnn8tris I^orma, 8enescjue lidri verruoae, alvurve liekiscens Alateriam praedent arti. ^uae eeite imitan6o ?iaturam in vitiis l^uo^ue puleram, ne8eio rpianan» »65 Vi maAiea nemora et eampo3 penetralidns inkert, Ut Zustanäa äomi 1onZinc;ua 6at otia rurir. Vo3 etiam o, mi8eros nimium, testamur amantes! er. 8oIa slrepunt, rumpnntcpie gilentia ripae Hie aäverso, illie üuvio eonnnereia prono. 8uäantum vi eornipeäum, suspensa ruciente 2io I.ONZL ratum series, äevietis viribus amnis Obnixi trst,itur, suleati et ZurZitis inter iVlurmura se maZno se^nis lert ponciere elassis. 8uleantes cirenm kremit unäa irata earinas, Lt lurit in proras, primis ciisseissa, se^uentes. 2r5 Hine nautae a transtris, iiine voeileratur LAaso Oeker ecjuos urzens, et eiamor litora eomplet. His ratilms veniuut opidus^ue viris^ue potenti kannonia sveiis eerealia rnunera re§n!s, 10 <)u3e^U6 reZum 8pnlN3nt, ip8i3^ne äeoeum 220 I)i§N3 korent P3t6l i3 , I'o^ini äon3 Oeeuernnt tr^ekis üuvio äelapsa seeunäo NuviZis: ii3ee Ai'aviäis, ^ii38 eoncinnt Üuetidu5, 3lvis 1'onto vioinis nvn not38 Zenti5n8 3rte8 , Oermannm^ue vekunt Isteo pl3nciente ludorem. 225 0^po8ii3ni eetro vet'818 odtutil^us or3m 8i 8p66t38 8ÜV36, 86eie8 per 638t3N631'UM Tminns 1nun6N838 tiki P3I-V3 viäeliitui' 36tle3 , kopnleis f36ie8 nmdri8 vel3t3 mocIe8t38: ?3l V3, seä Ii3ne inZen8 voluit 8 ÜI 1 c3683r 38^Inrn 2?o Vedis ad in§3no 8trepitu, t35tu^ne moIe8to. 8t3t A6mini8 M6cli3 H) 81!S, neinus intee et iiortum, Hieacsue äivinnm I08L?HI munu8 opu8^ne, ^etern3 in populuin 8tudii monument3 p3teini. iVumine N 3 M pl'365to n«5i8 et nkic^ue propin^uug 235 L856 8UO 6UP16N8 . 18108 8Üli 8trnxit 3M160S IneoIuitc;ue l3res, csuidu8 intee Z3n6i3 xer 86 kelieis poxuli, i'eZ.ili noete äie^ne In8u63i'6 opeei, §i'3näe3 et volvere our35 Impeiü 3oI1tu8 , tantorurn suniM3 laborurn L^o aetitiam! Dualis» Superorurn seäe relieta ^udibu 5 alta seäens oancienti luee eorusei 8 , ro 8 eis krontem sertis reäimita 8 er 6 nam, 25 o iVIuniüeig^ue ro 3 as manikus Areniikrl^u 6 8 inu<^u 6 Depronipta 3 8 parK 6 N 8 , propior zam Viva vekare vuie neinori; utc^ueäeae eomit 68 Zeniispie 86 ^uae 68 : ^Iipeäe 8 8 altus, p 1 au 8 N 8 , aZiIe 8 ^ue ekoreae, IHt 86 1 idrant 68 re80ni 8 uper aera eantu 3 , 255 Innumerumc^ue ^oeorum aZnren, 1 abii 8 l^ne venusti ?»i 8 U 8 , au 6 itiepie proeul patulo ore eaekinni, ^e eircum laete saliant, tn^ue ip 8 a seäili ' V 63 iiien 8 Ievi 8 aetlisreo, eoetu 8 tjue pereri ans Ielnpe 8 tat 6 ln animi 8 , et nukiia 1 ronti!ru 8 atra 260 Vi 8 entia 3 ; nee non ku 8 se eonviva per tierkam ^ 88 iäea 8 pleki, 1 auti 8 l^ue aeenmkere men 8 is viZnere; nt jukea 8 eoneoräeg poeula clextras ^un»ere, et exo 5 ae potars oklivia eurae. Sie miln te 8peetare veam, 8ie pinZere ta8 sit! 260 7 arn turri8 late äorniiian8, urki8lpie 8uperste8 lot vieikus, ru1)i6t3 , ^nei3 pulsat 8i6ers. 8axi8 ?i ima propin^uantem cle8i§nat nuntia kkoeknm; ^am euren iZnivomig aeto per inane c^ua 6 ri§i 3 12 ^linus ad oide reäux dno se 6 ^ntdiu 8 eltert. 270 Oeeurrens^ue äeo silvam eii' 6 umüuu 3 l 8 tee klamme 5 eente jndar tremuinin reüeetit ad unidr. kit viZil omne nei»lU 8 , reäiviviL per50nat oinne Voeidu 3 alituuin. 8 ervi nnne rore rna( 1 ente 3 I) 68 eru 6 re unidra 8 , et »xi'i 6 i 8 psdula gratis 2^5 Oaepunt; et tepi 6 i 8 vaeeae dndilidu 8 aetae Irrorata petunt inu»itn ^aseua laeto, (Zuo tanri äuei 8 aeia voeant penäentia eollo. I^n! eentnm re 8 erant valva^ue koreg^ue tadernae, U 68 terno 8 c^ue äapum koridn 8 In§at Lurug ociores. 260 Mox 8 eris tnedata exuli 8 eoru^ronitur 36(ie8 . LxLtruirul-Hiie koeu 8 : rutilant erepitantc^ue eulinas lA»idu3 , 6 t uiveum ^05iti8 lae fervet dl olds. Dl itur in cln 1 ee 8 laeti» ^uaegita 8 ^u»enaeo 3 8 oIe sud aetlenti reZni 8 tada nata 3 adaei 8 . 280 Lullit aromatidn 5 , <^uae venae aräoee 8 eneelanl Veeipiunt, ae 8 lU 8 eeclued mentita jnventae, Imdutu 8 li^nor, et 1 ^mpdi 8 iZnota parantne . IivnAaevae proavum zeutaeula simplieitati. krotinu 8 urde runnt, 8 tuäium c^uv 3 äueit e^uorum : 290 803 narn vita jnvat eae 1 ed 3 . nee maue niorantne eon^uZis amplexur tdalama. ketit »Zmine 8 ilvaln Nultu 5 e^neg, 8 par 8 U 8 ^ne vds, 8 a 1 tn^ue vaganclc» I^une animat linZua, nuue vd'Za et ealee katiZat, L5kii8isr;u6 manu lreni8 premit aeer ankelo8 tzuaäruperieg. 1repi6at via pul83 potente peäum kulvereamcjue 8v1o eava 8U8eitat unZula nukem. lum lasoi rapicli8 pera§rata eursibug ora l'erbore kumanti3 multo 8u6ore ealralli De8iliunt 6^nit68. Oerei8 8timuli aere 8onori8 kulvere äeeu830, tergo^ue a Ironte lakore, I^t po8tc^uam muleente manu pro mors soluta Oornipe6i eZreZio meree5 : suoee6itur umkrae ^rdori8 expangLe, larZum^ue 8eäetur in orlrem Durale8 eireum men338 , ulri lonZo SAitatu Xeeitam pul8are kamem pars maxima eurae. kera clein loeuli8, plir^Zia 8peetal>ili8 arte. Oua 8aera Vuleano i>!ieotia eon6itur lierda, Ut praelixa tudo, 8pumae^ue inei8a marinae Ora truei3 relerens Uureae, prokertur aeerra. lila äomi, illa fori8. eome8 illa 1iäeli8 udic^ue: OonMZi8 illa viee5 , et eari 8Upplet ^eliatis. De üamma in meclio, tanr^uam V68ta1il>u8 sri8, 8ervata viZili, 8ueeen8a euil^ue erematis Uumat aeerra lierdis, et vivum 8ustinet iZnein l'er pre88um 1adÜ8 anima in8pirata eanalem; l'er^ue viee8 verbi8, vel kumi nubitru8 ore Dmi88i8 truneu8 mi8eetnr sermo eorona; ^tc^ue ut nauta maris ea8Us. ut praelia miler i4 Lonimeinorat; sie, cj,ui6^uid ecjno veliortiter ausum, 32o Vel iemere: eursu praeversos praepete ventos, ^ransmis6as saltu Lossas , superatacpre sepia (Zuisciue rekert, proprii laudator c^uis^ue eaballi. ^t niArante proeul kumo, korrnae^ue noeivo Oarruia kennneis strepitat eonsessibus nnikra. 329 NeZIeeto stu6iose Iiaditu, leetocpie ealentes, .4ptae eonnndiis natae, matresljue, proei^ue, (Zuoscpie datis Lurtivus auior elani ^ussidus aeeit, (Lumina sed eeutnin eondens matrona eueullo Okkensos easu delusa putadit amantes) 33 0 Onnsoeiant sese; diseumditur, et sud opaeae ^6Zmine eastaueae e^atliis likatur eoum Ilstarum mixta nive laetis aroma kadaruni; Delieium sexus primuni exiremunu^ue venusti: Hoe. inkans, diseit inatris desueseere mamma; 559 Uoe, vetula. invisain solatur neetare kortem! iVlultiloc^uo dum sie ori stomaelio^ue litatur; Alentem alii doetis taeiturni xaseere elmrtis. 1'ars, eaput iunixi dextrae, re^uieseere truueo ^.rizoris eversae; pars meuibra sud arbore strati 5^0 IHi versare liirros , ei eliartis leeta Notare ; ?ars se kerre §ravi meditanlum pondere, secum Nulta volutantes, silvseHue reeessidus imis tznaerere non tritos eailes, tenedras^ue sdentes. Seilieet svAUSla uemorum esliZine r^uitlciain vivini resiäet, «^uocl Ar»näe8 peetore 86N8U8 I^xeitst, et ere3eentein «snimam, eeu eorpori8 »reti Oareere pertraeto, terrestridug eripit. Illie, l^onzus udi 8tirpunr rsmis eoeuntiI)U3 orclo kornieis in 8peeiem 8686 »reust, et vi» sulrtus LftuZien8 oeu1o3 in noetem elsliitur urudrae, Implexis ^unetiui juv»t Ire reciire laeertis, ^t^ue 8»1utikero inetnkr» exereere I»dore; ^iee non viviüeo feeun6»8 »etkere l^mplias, Oonuulno ^uil>us »rcsno potslrile kerruni 7unxit MLAN» psren8, e^atiio inulta u^ere lrull» vueere, et optatrnn pleno trskere ore 8»1utem. keclllunt lii Istiees, melliei8 8i ereäere !»3 e8t, ^.,ni88Uln nervi8 robur elisi) irisc^ue riZorein, Lt äoetae euin ventre alriZunt ineonnrio6» vitse. 8ie reruin Zenitrix irritsmenta nislorum, ^uxiliumcjue inslis utero pro^iZnit eoäem: II!» 8ec1 invitae rspimus vi »vul8» parenti; kontibu8 lioe noln3 ultro ip8» perennii)U8 oliert. llsee inter p» 88 nn 8 U»vi moäulsmins inuleent ^urem unimuni^ue elrori: proüatum lruxus elrur^ue HVlille korsmini!)U 5 tremulo meios aere miseent, .^.ere^ue eontorto not08 silvis^ue feri 8 ^ue Oornu» eon 8 oeiant 8 onitus, et tiki» voeeiu i6 kaueo eum strepitu toUens cleeumana virilem Z-^o Imdelles explet Lantus. I.evis innatat aurae, ^.tc^ue propulsa proeul repliz rorum remi»e penn» ^uäitur lonZe resono s^mplionia saltu. InAeminat motlulos lial»itans in saltilrus Uelio . vefieiens^ue melos volueres eoneentilrus au§ent. 3^5 Maliter innoeue laetanäo prima cliei kars alüt, et somno suktraetam vita lueratur. Vos, l^ueis clensa plieis tepiclum eortina eul)ile OLeaeeat, seZni^ue toro aL odtutidus areet ^uroram monitrieem operum, raäios^ue reeentis 3Lo ?ropitios solis, l^uae, ^uanta^ue Zauäia vitae, Ut Quantum vobis äe vita 6emitis ipsa! Olara resumenclis nune aera ladorilrus lroram ^urriku8 e eelsis sonuere. Äleatur in urdem, <)uo euranäa voeat äomus aut res pul>1iea ^uemesue. 5Ü3 kontieuere eliori, murmur strepituscjue kaeessunt, Lt late vaeuam turlris silet aura per oram. Leclnon lonAL cpaies : mox se impiZer^ospita eireum Leeta movere lakor, mox inoredreseere murmur. Nultipliei^ue operum miseeri silva tumultu. 3^0 Veeta venit plaustris suk mole Zementibus intens ^nnona, et pleuis aeZre portata eanistris, (Zuanta etkusurae multis se millidus urlris Lxsatiare lamem valeat, cprantamc^ue paranäa '7 L.auta 8il>i po8cunt centum convivia men8t3. 3^5 Itlico pcaekectae elamosa voce eu1int5 Vi3^tibuunt oper.-;8: ancillae ju88a capessunt, Immunclo^ue alaeres et nullte dlacliia 8e3e ^ceinZunt opeii: pars Üammi3 liZna mini8tl'ant; karg o11a8 8tatuunt, et aliena 1i^uori1>u8 implent; 4<»« Illae tl usta troum 1ati8 immania c1or5t8 ^X8ecta immerAunt nestu ex8u1tanti1)U8 unärs; ^vul8a3 >itu1i8 eosta8 , caesaz^ue kiclenteg ^^^an8ÜAunt aliae verudug, vimc^ue i§niku8 acläunt. l)uei8 , ope 8tnc1enlunt lente versata cotai um, 4o5 Ilrituc, et 1uman8 su6at eaco 8il)i1a succi3. Hake r^uo^ue kata in8tr»nt alilice vaZantibus ae6e Oallinae innurneti3 nulla koi un6ine pu11t8; Uaee anatum.8o1»o1t untlivaZae pavictis^ue eo1um!)i5; Haec 8imu1aturis 1epoi«8 p 08 t fair» cunic1i8. 410 IVIille 8ud immiti eultro manidus^ue cluentig Llieu! vix eoeptam lunäunt cum 8anZuine vitam. Intecea eireumc^ue ea6o8 ciieum^ue laAenas Impcoka eaupone8 exercet eura äo1u8^ue. Illi 8 ineelum vitiant, et kiauäe 8 t 1 »t ij) 8 i 3 41 /) ^.88imi1ant Lacelium, cjuo menäax inücietur Lt Z6NU8 , et natale 8o1um 8pretamcsue juventam. I^enta mert8 alii cjuae ne5cio toxica mi8cent, 11t re8tinZuenäo8 taucig licjuoc au^eat aestus, 2 r8 Inereseat^ue bibeuäo silis. 8uppletur et unäa, 420 8i cjna parte vaoat va8is mensura kalerno, ?ro^ue mero, reäolens uvas, ac^ua venit juemta. Lt zam maZniüee 8trueta8 ex oräine meusas Osteutsut late patulis trielinia portis; In pratis aliae, eoeli^ue su^» axe loeatae, 425 tzuas super exeel8ae 6um eurvant lirraeliia stirpes, l^ronclea mokilikus uutant la^uesria ramis, l-ueec^ue per fromäum tremulos raäiaute smaraAäos Uneta relert liilsrem ealiZans umdra virorem. Impeu6eut aliis expsnsa, leves^ue per auras 4^o Hum erispis uu6aut umdrseula liutea limbis. l-aeteus instratis eanclor nitet unäi^ue mensis ^ Oramineum^ue super äeseenäeus niappa tapetem vives er^Ltallis mieat, argentOHue superdit. Hoo urbem urdano eultu uemus exeipit kospes. 455 udi jam eoeli me6io 80 I iZrteus areu lustaus vertielkus kurit aestu, et 8trata kerarum kontraetis re^uiem eaptant armenta suk uml)ris: I^eee! velut eertas, kkoe^es virtute, per lioras Oeeanus ladeute vaelo sinuosa relin^uit 44^ lütora, äestituens uuüo eonek^lia kunäo; Vtl^uo re6ux, tunüclis uu6as urZentidus unäls Uorrisonus, sieeanu^ue super revolutus arenam Desertum ruit aä litus, spumansc^ue prokuuäo *9 Immen 808 terrae gesellt 8nb AurZite traetu 3 : 445 Ol>iuI5us kanä aliter portig in pulverulentas VrkZ esfn8a vias lien8is pecliturn^ue e^uitum^ue kluetuat aZminikus, rapiäo^ue iu3tantidu8 axe sluaüri^u^ig I)i^u§is 8idi eurridus ante relietarn In 8Üvain ruit. et late äiskunctilur ora. 45a Oauponuin extemxla proxeran3 turka okvia tardig, Nultacsne 86rvitii8 pube8 aeeineta, salutein Vant 8Uinta eonii tonso äe vertiee initra, Rxaeuuntcjue kamein lonzam reeitanäo eikoruin krolixi 8eriein. lune amx1i8 atc^ue relertis 455 Oon8iäunt mensi8 leeti aä eonvivia eoetu3. I'umant IraZrantes eurnulari8 Ianeiku8 68eas, ^tcsue pereArinain si1vi8 ölet unäic^ue silva 1.uxuriem. ? 08 itis ulzi laeta talerna laZenig Lxlnlarant epulag. atc^ue aurieolore eoru 8 eant, 460 kur^rureove rudent er^8ta11ina poeula Laeelio: laeunslae üunt inen3ae, Iin§ui3l^ue didencio Oe8eit amor fan6i, kanäo^ue libiclo didenäi, Inealuere inero mente8 , et, nt inAenio3us l-aetiüeog inter e^atli03 avet ornni8 Ka5eri, 465 I>t solet arZuti8 ainlriri Zlori» äietis; Alille 8ale3, et in »mlrizuis latitantia ver^is ^ion noeua inZenii vil>rantur seumina mille. ^88ic!uns xariter mensis ^mor ko8^e8 oximis 20 Alultimoäis luäens sua vibrat ne^uiter arma, 470 II»uä tarnen inZenui, laesic^ue eruore puäoris Lulkusura Zenas. vextris tum tinnula eireum Oraterum eonkerri aeies sublime levatis, Uliäil^ue se^pbo se^xkus, optari^ue tot snn!, s)uot kuerint ^otae resu^iuo verlies Zuttae. 47^ Interea eireum xlebs innumerabilis berdam l^usa suxer mollem, äurove loeata seäili 8eamnorum aeeumbit ruüibus nucio assere mensis, ^.e, ul eu^usvis patitur kortuna, labore ^Vttritas reparat vires mereecle laboris, 460 ^ntieipanäo bumilem reeuksns iu Zramine eoeuam, ^ut iteranäo 6omi sumta, et äisperäita pri6em kranäia, l^uae vuIZi stomaebus matura latratu koseit, l^uae^ue eupit lestis Zeminat» äiebus. Lie allata 6omo, nou leetis eon6ita ebartis 485 I?ereu1a promuntur, laeeri^ue poemata vatis kinZue Ministerium msppae lunZuntur et orbis; (korsitan in similes et nostra beu! seribimus usus) Illie exsurZunt voluerum, strue laneibus ulta, Manäuntur^ue labris a6ipem stillantibus srtus; 490 Hie exseeta boum terZis, et pinZuibus assa (^ratibus, innumeras exereet lamina malas. It laetuea eomes, Zallinae Letibus aueta, Vncia c^uibus servens, vitae ante exoräia, vilam 2l .^bripuit mollsm. Invat bos sieeata eamino, 4^5 Vi^ue SLÜ8 eeleri 8U3 sorti erepta putl'enäi; Ulis kal'eta plaeent extis spi88ove ernore Inte8tina suis, psopriis post kata sepultae Viseenibus; plebejae aliis bellaria mensae: Lut^rurn üavens. pressi^ue eosKula laetis. 5oo ^.ut sale respersi, morsus sub äente luentes, Noiclaees rapbani. Siinul unclic^ue labia se^boruni ?ulsa Zemunt, taräuin^ue voeant tinnitibus baustum. Alille li^uor Oereris äilutae kertur in urnis, In vires animosyue poteng. llie aerea vi 5o5 lerriüeo exeutiens proeul obturaela IraZore Irnpatiens vasis lermentnin ^»etat in auras . Lt ZenitLln lapsu, sublatis äeüuus urnis, In spuinarn surZens, e^atliis exuberat albus. Oraleres inensae^ue maclent, juvenis^ue I^aei 5io Oopia maZna iluit, vastis prolusa laAenis, Urmanäos operis subiturum robur in artus. 8o1vuntur Aemina virtute äeiczue äeae^ue keotora sineeras elamosa in Zauäia plebis. Innumerabilium laeta unäi^ue murmura voeum , 5i5 klancientum strepitus inanuum, inixtic^ue sonoris kisibus auäiri eantus, ^ni liberiori In6uIZere jubent Zenio. kreinit omne reäunäans L.aetitia nemus inZenti, kremit selber et Ister, L2 Ip83csue viein3e ksrit ur5is moeni3 <;l3inor. 52o ^1tern3nt epuÜ8 lucii, Sp66t3eui3 luäis, 0u3^ue p3tet, «ranäis speeiem kert süv3 P3l368tr36. karg, liumeros exut3, eit38 3Zit irrecMete <^el 8 a 8 ub 38tr3 PÜ38, reäuees^ue sub 38tr3 remittit; ?ar3 peäe vel puZno , nervosos N 1163 l3eertos . 525 I^o11e8 ex3§it»t teretes; 8663t 3ere tnrZen 8 Oompresso Zlodus immensos suk nukidus 3reus, Ooneeptis^ue novi 8 6X 638U viribus 3llum lixsilit, et resonos PUZNO 63pit obvius iotus. ?3rs per arenosum, äemisso popiite, planum 53o ^'or^uet in ereetos ii§nuin revolubile eono8; Sternenti^ue novem eum luero §1ori3 ce6it. ?31'5 viriäis l3kul36 k36Üi super 36ljUOre 8pb36r3L Viribus in^enio reetis eonOiZit ekurn38. kensiiis bis 3les porreeto plumbe3 p3io, 535 IpS3 seopus telis 3Ü38, bic rnissile telum, Alittitur in üxo speet3t3in lumine met3m. Suspensis 3Üi per in3ne seäibbus , im36 Oonspieui plebi, proprio se ponäere 1ibr3Nt, HeZ38eo ^3M^ue 3uäet e^u65, een ?erseus 3ller, 640 Impellens k 3 Stile 8 eopo, se kerre vol 3 tu; I3M volueri eurrn, nullo temone rotircsue, I3M r3te 60NS66NL3, remis velisljue e.uenle, kraeeipites^ue ruunt, attolluntur^ue per uuraru. 23 Leibet die e^uitinn priseos imitamine luäos , 5^5 ^xe rotata Luo, ver8atil»8 area eirei, ()ua 8uper ekkietis pndes elata eadallis ?^apta Lugit properi reineat^ue rotatidus ordi8, In^ue seopum rapiclo vix daustum lumine äextris Oon^ieit ineertis errantem 8aepius da8tam. 55o Materiein ri8U8 idi pietam monstrat, et aretam In eaveam suäaturas eiet distrio tnrdas. <^onvenien8 agitur vili eomoeäia 8oeeo, ^diegni^ue tremit krenntu eompago tdeatri. I8tdie ingpieitur tenedrosa eaviscjue pa.te8e.en3 555 ^.rea koraminidns, per c^uae eon6ensa vicientuin Inimina mirantur pietarum parvula rerum ker vitra in vanas exereseere eorpora inoles: Lxpeäit orator, c^uae panäat pervia luei Okarta per ine!nsa8 areas portenta tenedras. 56c» lila urdes, portns, peilueens portudng ae^uor, I^t veteri8 panäit 8eptem niiraeula rnunäi. ^8t ine attoniti czuicl 6ignius orig diatu, ^.emula naturae. eorain vis exdidet artis , Lt graviore rnonet rdetor speetsre tdeatro. 565 llie uarn eorpns iner3 eapit ex eoinpage rotarum, Ipsac^ue eompages ad inerti ponäere vitarn, !kt, velut imperio mentis, simulaera moventur. tZnantacjue vis lateat li^uiäa vitalis in anra, 24 Lxsueto vaeuis ostenäitur aere vitris, 5^o In <^ui5us etüatam eum 6isee6enti5us auris, I.anAuil1a prineipio, mittunt animantia vitam. ^es Huocjue, ne^uiä^uam pulsum, muteseit, et omnis Lmoritur 8vnitu8; subit ipsa evaniäa mortem Omnia viviüeans , eon8umen8 omnia üamma. 5^5 Ree non vis inZens iZnis, nostri^ue stupenäa In vires i^nis monstrantur temporis ausa. <)ui latitat eaeeus per maZni corpore muncii, ^Vflrietu vitri seintillans prosilit i^nis, 8erpie tudis Zlomerans üt formiclabile kul^ur, 56«> lit lovis Rorrencium kulmen, mortalibus aetum Imperüs, et mortali traetakile dextrae! 8unt alii eenturn luäi, speetaeula eentum, Imäorumc^ue kre^uens per totam musiea silvam kestivos auZet strepitus. Noclo eaeeus ad aure 565 I^xspeetans eittiaroeäus opem trivialia nervis Oarmina pulsatis iterat; modo e1au(iu8 edurui» ?ro1i!ius auäitus Lclieen, moäuiamine pleetri Ineitat infantum per mollia prata eRoreas. (>uinc^ua§inta ekori ^uvenum, c^uos eoneolor ornat 5go Vestitus, toli6em nune äe suAZestibus altis Lonsona multilori soeianäo eornua 5uxo Ileclclunt plauäenti nuper eantala tkeatro. Rune tonat inAenti, strepitus superat^ue tumultu r5 Larbara ^uae saevo eomes it 8^mplionia Narti, 5^5 Ineenäens aeies, turma8ljue in proelia äueens. ^sa per arAUt08, c^uo8 tollit Ü8tula, eantU8 (^inbala tinnitU8 sännt, aura^ue rnoratur ^ollisis elanZor 613018 exeu38U3 alienis. Verliere ^ani erebro, vaeui8 inten8a e^1inäri3 , 600 Inerepitare enti8; jam raneuni t^mpana niurrnur, lain valiäe pul8a niiseere tonitrua pelle, (!lararum^ue proeul eoelo eanor Ire tubarum. Ke3 nova, re- inZ6N3 8peetatu! pnl)1iou8 urlii3 Oonvietu3 tantae, eonvivarum^ue tot unum. 6o5 ÄlilliI)U8 1i08pitiuni, tantu3 talemc^ue tuenäum 8e prael)en8popn1u5! kroeul liine temulenta ma6en8<^ue Ll>rieta8 , eomit68Hue proeul spuinantia labrig lurZia, et un§ue luren3 in erine3 rixa ernento, ^t^ue ea, ^uae ee1e!ire8 plelii8 mi8eran6a per urli68 6i o lurpior ex nreäio ka8tu gpeetatur, 6Zesta8. Omnia eoneoräem, loeupletem, et in arte peritsm InZenue parti3 , et libertate lruenäi. kelieem^ue Proliant Zentern, reZinienc^ne paternum! k.aeta 8e6 liaee rerurn 1aeie8 , popnliisne loei^ue 6i5 kroli! czuanturn 8Üii 6i38iniili3 , r^uantum^ue 8evera Lxtremo patriae kuit in 6i8eriniine nuper! Lola cliu vietrix proprÜ3 proeul ^U3tria 8aevum kinibu3 areebat bellum, yuo (^allia eoepto 26 Omnibus exitium reZnis inkensa paravit: 620 Insolitis bellum Luriis, nee in aAmina leetis Oestum militibus, tori seä in arma eoaetas Oallorum §enti: bellum beu! super omnia saevum lurato illorum tune libertatis aä aras In ctiaäema oäio. re^is^us eruore peremti: 625 lZuum subito säversis kortuna laventior armis kaets, 6ueem^ue eomes terrac^ue mari^ue seeuta est. Insi6ias bae ille äomi, bellicjue sinistros Tvasit easus : bae aueti irena prebenäens Imperii eonsul Oallorum restituit rem. 65 o UrZo per Italiam vietori Nantua lonZis kressa lamis morbi^ue malis ubi äe6ita eessit: ^eres lulmineus bi^uZos eurrum^ue eruentum ^ustriaeas propius lVIavors immisit in oras; ^e ut vere novo, clum Zurgite turbiäus atro 655 Danubius truäens Zlaeiati kra§mina ilorsi Oonvulso rapit eliraetas tutamine ripas, lVlox lubrieas areto eoaeervans littore moles' 5 urZit in borrilieas rupes, tumiäis^ue propellens I^Iuetibus AKZestos montes, proeul omnia eireum 6^o NerZit a^uis, sternitc^ue 6omos, sternit^ue tenaees kunclitus everso kulerorum robore pontes, In^ue iras soeiat üuitantem Zur§ite straZem, Lt Aeminat Zlaeie eommixta ruina ruinab: 2 ? Hauä 8eeus» Italiae eonvul8i8 redu8 ad imo. 6^5 Vireg äevietas sil)i belli junxit in iram Oa11u8 , et an8triaei8 ma§nas minitantia elaäes ^Zmina 6ikku6it terri8 , eentumciue per anno8 bxperte3 do8tis eomplet terroridu8 urde8. Oontinuo trepicli8 a11sp8a per aera penni8 65a k°ama per attonilam vulZat daeedanäo Vienuam . Ip8um aä reAnorum eaput auAustos^ue penate8 lenäere jam toti8 Ie8tinum viridu8 dostem, ^tc^ue 8e6ere animo. eomdu8tae in moenidus urbis Vura8 supplieidus paei8 prae3eridere leZes. 655 His^ue üclem äietig tot ad urdidus alüua keeit Vi3 inZen8 dominum , laridug luZitiva re1ieti8, <)uae trepiäe ereptam teeti3 dellicsuv rapinae hartem veetadat p1au3tris ini3eranlla donorum, k^t Ismentsnäo miZraverat aZmine, vi8am 66o ^vitan8 urdem, vixcjue evitata periela. I'une popu1u8 8uditis et maZnig motiduz aetus In 6iver8a ruit. kartem pavor anxiug urZet kraeeipitare kuZam; partem kuror aeer in d»8te8, In§ent68(pie animi, et patriae in äi8erimine 8ummo 665 8ummns amor patriae rapiunt aä kortia faeta, Ala^norum proavum memorati8 aemula laetis, tzuorum elara 1ic1e8 at^ue imperterrita virtu5 Istam, ^uam eolimus, lerro üamnns^ne petitam 26 lurearum a kurÜ3 3a1vsm 8ervaverat nrdem, 670 I^t Huibus Iiane auram, patriain kano st^ue i8ta nepote8 I^idera 8ervili äekemug oompeäe inemdra. Inäe, per ineu8sum tnrbata mente pavorem, (Quantum 1u8trati3 trepiäe eoncMrere teetig kortunae lieuit, c^nantum^ue prekenäere raptim 6^5 ()uL3c^u6 8uae poterat, proenl anxiug a6äi6it imi8 Leereti^ue 6omn8 Iate6ri8, terraeve parenti keääiäit inko83um, vel tuta8 mi8it in aree5. ^8t, hui 1ortuni8 potior, pnäor intemeratns VirZinitaZ^ue 8ata8, proviäag^ue ante omnia matres 660 ^.eeelerare LuZam juket. Illae, üelnle vi8n! Inter 8inAuItu3 laerimasc^ne, trementidu8 nlni8 6o11a maritorum 8trinZent68, 1ri8te 5upremum ^fkanäo äixereVale; p08t, peetore mo63ti (^on^nZis avulsae, zu88u virtutis seerbo 665 (^uni nati8 nnri6u8ljue eveetae moenidu8 urki.3 8aepe retro8peeti8 kuZiunt, repntant^ue Zementeg. (Zuanta relin^usntur, l^uantiscpm okjeeta perie1i8! 1^688» äeinäe anni8 veneranäs^ue lonZaevorvm ?ar8 parat ire patrum, Quorum (c^uo totus in nnam 690 ^iune patriam verten6u8 amor, pieta8^ue 8atorum ^iil illam praeter. ^uoä tutaretur, iiaberet) kectore äeeretnm knit liine miZrare, piam^ue 6snitiem perezre teeti3 interre roZanäiv, 29 fernere uki tuto tantos suksiäere üuetus 6 c )5 vetur, et ln reäitus aevuni proäueere üulees. eeipiunt a 1 vi 8 . UrZentur pondere in imuni, l'annoniamcjue Zraveg tendunt prono amne earinae. 74 » Dum^ue Ki 8 pro 8 pieitur: l^uid^uid zuvenumc^ue virum^ue Huri et in urlie kuit, velut impellente deum vi <^on 5 urAunt, 8tatunnt, zurant pia ponere ürmo ?eetora pro vallo, et pulerae kerre obvia morli. ^.rma animis, arm» ore roZant, striclenteciue xanäunt 745 Oarcline lerratas armamentaria xortas. Irruitur: ^>ars korrentes 6e ^rar^ete vellunt knses» latileras pars tela vomentia Zlanäes lu^ieiunt liumeris ; 6um nil super, ipsa petuntur krisea et aclesa situ spoliatis arma tropaeis. 76a Ille Zravem elavis liastam, rapit ille lripennem, ki paeula invaclunt, lii sieas lmrkara äuclum Viseera rimatas: ru6is instrumenta neeanäi Xrtis, et in nostrum minus apta noeentius aevuin! Venatus amor ipse piis sua Zauclia llextris , 755 Vulniüeas et eessit opes, eeüsitc^ue suarum knris amor psrtem; 6ant kalei, äant^ue liZonl 8aevitiein eot68, spiratc^ue imdelle eruorem ^Zrieolae terrum. Ke r^ualibet arma parantur. Lis ^uatuor nonclum vieibus se kl^oelrus eoa 760 Lxtulerat, ser^ue liesperia ciemerserat uncls: Iamc;ue parata omnis pukes liorrelrat in armis, kroüeui lauclem leti arclens, in^ue eoliortes lam kuerat Ae8Lri8 6886 äomnm, l^uol^ue ineliuatÄ reeumiz^t Ke8 xatrise, O^rolum, velletc^ue, ut nune l^uo^ue vietor lot köret odtentis aäRkienum iLtrumc^ne triun»^)iii8. 635 Hane et proxitie üs^rantem in ^iroelia pudem Ke 3 xiceret, re^rutang äextris simuk In8ee surunmet Dekenäi e3U8am, kurÜ8 ^uia nos3et Ü3ciem, Uoe l^ui6u8 in^ruerit delkum, 3na äirnta templ», ^ra8 8L6riieZe ver8Ä8, ^ro8trat«^ue 8aers. L 40 UrZo 8ui8 prae8to ^uo^ue äeken3oridu8 e8set, I)tilibuZ patriae mi8ere3eens pareeret annis, I^t kseeret, äeturbato 6e Lni6u8 Ii03te, ^rma revisenäis laetos su8jzenäere teeti8, : 35 ^.e remeare prokos traetsnäss paeis aci artes. 6^5 Vellet ei turne populum, re§es et srera verentem. ^tl^ne karre, imperio ^uippe instar earctinis, nrkem Lervare ineolurnes, et elauso äeni^ue lano keZna snd austriseis sineret per saeela mauere. Ilt nune, ntl^ue otim, semper kelieia seeptris. 65Amen smieorum, eertatc^ue 8udire keren6n 63o >nnonae armorum^ue oneri, primunu^ue levare Älal ti8 inÄ88U6ta manantern krönte ladorem. 5tant, proku§i8 relicpiae, per propuZnaeulamatres Deila ex8eeratae, ä^olataeczue sorore3 , kei ^ue 388urAentem Zlomerato pulvere nudem, 6Ü5 Dum potuere, oeuÜ8 votis^ue 8e^uuntur eunte3. lot vicluata viri8 et üore ordsta zuventae, Od8688ae 8peeieni kerre areis vi.8a Vienna. ?varior in trivÜ3 populug, rsric^ue tuinultu8, Dt 6olor omnia mutug Iiadet. 6ommereia 8taZnant, 6po InZenuae lanZuent arte8, innpe8<^ue 1aeerti8 Dadrileg torpent operae, neo voeidus ullae Di8eentum 8trepuere 8elio1ae, tora lite vaeadant; I^iam 8ua jam nuili, 8eä 5olum pudliea eurao. 1 u HnoHue, laetitiae 8aera, inoestnm, 8ÜVÄ, 8ilel>L8! 695 ?lau8iku8 urki alia3, tune tempori8 aeinula luetu. Zeigte tui patuere 8inu8 , et non ni5i vanas Komplex:» v8 Al'emio laeti8 pro eivilrn8 umkrag. llo8pita inoerebant koribus tu» teeta 8eratis, iVee 8onuit l»uxu8, nee elinr, nee eornua eantn: 900 Lola 8nos 8vlam, nullic^ue auäita per orain I)i8peräit pkilomela inoäos; vox 8ola kerarum, NuANug^ne lroum resonant, 9uei8 nullit Luturi ^nxia men3. nee amor patriae, nee eura penatum. ^utauclL6 iuteres lalror omn«8 oeeupat urdig. 908 6ivil»u8 aZrieolae äeserto vomere mixti l^oete äie^ue 8oluni eklo^iunt, et moenia lonxe I'o88arum9ue mori 3 . praerupto^ue aZ^ere einZunt. Itur in LNNOS08 8 altu 3 , inzeu^ue 8 eeuri kit late 8tlaZes. Volvunt äe montibug altis, 910 Ht kalrrieant 8tirp68 in aeutog enspicle vallo3; Oornipelleg^ne auro raäiantes clueere eurrus ^.S3oliti, nullo rlomini lligerimine, plaustris l'ro kagtu immanem gilvae traxere ruinam. (!ontinuo tral>ibu8 ürmantur valla praeu8tis, 9i5 ^.e, ul»i 8pe 1on»ae sepes plsntata ^uietis I'ronclil)U8 umkrabat vallum, mvx liorruit aren» Cn8piclil>UL 6en8i8 eireum munimina 8altus. ^ion mora, nee rer^uies operi: replentur liiantes ZVlurorum rirnae, lonZae vegligia psei8; Vsidus aptantur eentum von taeta per anno8 kortaruni elaugtra, et 8eakri kerruZine veete8. Lubveetantur 6Hui8, et per turrita Ineantur lVloenia multiplieem torrnenta voinentia rnortein, Ut jaeulanäa proeul kera1i8 ponclers kerri. 8exu3 et iinke1Ii8 , ^uanäo sor8 ur§et seerka , ^KHeeto8 eelerat ea1atko8 niutare liZone, Ht 8ukit auxiliang operi, virescsue äat inKens Vrbi8 amor. kleetunt aliae 6e vimine eorke8 , InZ68t.^ue impient muninien inokile Kiek»; Vina kerunt urni8 alias, Oererem^ue eani8tri8 IUxpeäiunt pleni3 , operi^ue siti^ue levsmen. lVlille viis aliae patriae 8ueeurrere eertant. <^ae6ikus exliangtig, 6a8tri8^ue agperrima pas8i3 Nilitibug matre8, virtute et ranAuine elarae, keetore rnaZnanimo properant §olalnini3 ornne kroeurare Kenu8; par3 ve8tirnenta parakant, kar8 tenui e tela meäieanäi8 vineula plsZig; kilar^ue seinclekant kortem bikitura eruorem; kar8 voti8 arrlent et relliKione juvare: 8^ualiäa eireuineunt tune 8aer« altaria luetu. ^ttl^ue reäemtorem plsnKentia teinpla peremtum kro3tratae Zeniku« verrunt, et peetora tun8»e. <^ontenäere ornne8 korte8^ue xiae^ue prokarj. 2.9 lila etiam, nostrae stuäio eelebrata Oamoenae, 945 Silva petebatur, nimis beu! vieina Viennae, Immiti^ue rleclit Zemitus pereussa seeuri. Uie ^uoczue eaesa Ingens ruit ulmus, et ineubat umbris Immoritura suis; ruit aräua populus illie, kacliees^ue, soli nutriois ab ubere raptae, 960 Ventir, ^uos vieere äiu, luclibria nune sunt. ^.vulsae ri^iis saliees, virgulta viretis, ?leetenäa in vastos xugnantum tegmina eoebes. Hlollia, c^uae eboreis et servivere ^alaesteae. Lud saevo in koveas nune prata ligone äebiseunt, g 55 Lt multa borreseens assurgit eusxiäe vallum. Ipso in laetitiae saerati liinine luci Terrorum oeeuesant kaeies, kaeiescsue minarum. Lt xar Llz^sü kelieibus insula eampis lloreenäLk speeiem prae se kert Naetis aeenae; 960 ^bkueratc^ue paeum, ^uin ateox exitiales llue etiain Lellona kaees jaetaeet, et ingens Omne ruina nemus, kumans^ue kavilla jaeeret, <)ua su^er, ungue genas laeerae s^arsis^ue eapilli», Oaesorum ob patriam natorum kunera inatees Z 65 klorarent tumulis. Leä verterat omnia justum In melius numen. Ooelo äeseenäit ab alts. Lt terras tanclem kax exoptata revisit, kax oleae ramum äextra, cornuyue sinistra 4c> vives trüge tereiis, kilari ^uam eanäiäa vultu. 970 vaetitia iu86^uimr, rogeis 8iki temxora 8ertis, Lt roseo gesium eratereur üore eoronan3. Lrgo iremus 8idi saeratum, Leclein^ue relielam Viva re6ux xetiit. I'ulso rerrore minisc^ue kur8U8, io! regiere eliori, eonvivia, x1au8us, ke8ta 5 - 7 «' ^er Nachbarhain der hohen Vindobona r) Ist mein Gesang. Seyd ihr, o Pieriden 2), Und du, der Haine Königinn 3), mir hold! Dort, wo der Jster 4 ) an des Reiches Hauptstadt Vorüberströmt, daß in der Fluchen Spiegel Die Mauern abwärts schweben unterm Ufer, Und die Palläst' auf ihren Dächern stehn. Erhebt aus schiffbedeckter Wellen Schooß, Dem Kaisersitz benachbart, eine Insel Zhr büschumkranztes Haupt. Hier ist die Au, Des Wildes Aufenthalt, unwirthbar einst. Von Dornen starr und unwegsam von Hecken. Verschlossen damahls war der Menge sie. Und offen nur dem Hofe, der nach Sitte Der Zeit die Jagdlust liebte: j-tzt von Joseph, Dem Göttlichen, geweihet dem Vergnügen DeS Volkes, dem er all das Sein', und selber Dahin sich gab, vorm Bürger nicht- voraus. Vom Herrscherloose nichts sich vorbehaltend. Als nur das süße, götterahnliche Geschäft, die Menschen zu beglücken. Jetzt, Auf sein erhabenes Geheiß, umfängt Der Hain, zugänglich Allen wie Er selbst. Mit gleichen Schatten jegliches Geschlecht, Im Blürhenschooß die frohe Stadt versammelnd. Am Eingang streckt, mit Grase wuchernd, rings Sich eine Fläche, die mit weitem Bogen Ein Wäldchen, dicht und jugendlich, begranzt. Hoch über diesem ragen mir der Scheirel Uralte Stämm': umflochten von der Rebe Des Waldes, Ulmen, und die Espe, die Zweyfarbig, naher Flüsse Strand umwohnt. Sechs Eingänge mit weiten Mündungen Thun hier sich auf, mit deren jeglichem Der Hain, tief gähnend, dem erstaunten Blick' Ein unermeßliches Theater zeigt. Geschäftig schuf die weiten Öffnungen Die Axt, daß unbegränzt, unaufgehalten Das Aug' umher nach jeder Ferne schweife. Da, wo die Scene seitwärts in die Schatten Sich sanft verliert, wirst Herden du von Kühen Mit Stieren weiden seh'n, und hier und da, Sich unter Städter mischend, einen Trupp Von Hirschen, die der Umgang zahm gemacht. Und ohne Scheu die Hand, die streichelnde. Gelehrt zu dulden, ja zu Tischen hin Zu treten, und die dargereichte Speise Mit harmlos ruhiger Lippe zu empfahn. ö) 45 Auch borft'ge Eber sah man über Wiesen Und Wege frey mir ihren Jungen ziehn, Die hinterher mit trippelndem Fuße folgten; Doch dieses Wild, den rohen Sinn zu band'gen Unfähig, ward auf Franzens Wink auf Ein Mahl Erlegt all insgesammr. Der sanfte Fürst Verschmäht der Jager wilde Freuden, und Verabscheut jede Lust, die irgend wem Verderben bringen kann. Wenn fernhin du Des ausgehau'nen Haines Öffnungen Durchblickst, zeigt sechsfach dir die Landschaft sich Umher, und gibt, wie aufgefaßt in gleich viel Gemahlde, deinem Auge sich zu schau'n. Von JriS 6) Bogen strahlend siehest du DaS holde Land in tausend Farben spielen: Itzt falbes Ärntefeld, itzt fette Hufen Mit brauner Furch', itzt Wiesen heiter lachend Mit muntrem Grün, bald einen dunklen Forst, Bald das Gebiet deS krokusfarben Bacchus, Bald Hütten, rings zerstreut um schone Villen, Zuletzt der Berge Blau, deS Land's Begranzung. Hervor aus diesem allem glanzt mit häufig Auffchimmernder Fluth der Jster, der umher In mächt'ge Ströme vielfach ausgegossen, Der Ufer Windungen sanft zögernd küßt. Als ließ er ungern dieses selige Tempe. 7) Kühn steigt empor zur Linken, und den Gipfel, Der Urwelt gleich an Alter, in Gewölk' 4o 45 5o 55 Einhükend, blickt mit stolzen Augenbraunen Auf Niedriges umher Berg CetiuS, 8) Der Trauben halber oft genannt, woraus Die Sonne rastlos befsre Weine kocht. Umher auf seiner Scheitel ragen Hütten, Armselig, einst die Wohnung frommer Priester. 9) Am dürft'gen Haus ein dürftig kleines Gärtchen, Ein Wäldchen, rings umfaßt mit hohen Mauern, Zur Rückkehr nie sich öffnend, war für sie Die ganze Welt, selbst für die Lebenden Ein traurig Grab. In diesen öden Mauern, Auf diesen Bergen, unerbittlich gegen Die eignen Leiber wüthend, blaß, des Orkus 10) Sprachlosen Schatten gleich, beweinten sie Die Welt, und büßeten begangne Sünden, Und schauten stets, verloren in Betrachtung, Den Tod, den künftigen, als gegenwärtig; Und statt des gegenwärtigen, das sie Verschmähten, lebten sie der Zukunft Leben. Doch fern ist solcher Lebensüberdruß Von hier. Dich ladet, tausendfach des Daseyns Nur allzuflücht'ge Stunden zu genießen. Sechsfacher Wege stattlich breite Bahn. Dich zu begleiten stehn, vierfach gereiht, Endlose Strecken hin, Kastanienbäume, Die, wie der Pfad dem Auge sich allmahlig Verengt, sich nah«, und, sich die Arme bierend, Mit dichten Zweigen Schattengänge weben. Die wehren oben ab der Sonne Glut; 4 ? 8o Durchschimmernd streut der Tag, durch sanftes Grün Gemildert, auf den Pfad des Laubes Farbe. So weit er sich erstreckt, rings wird der Hain Zum ungeheuren Parke, den zugleich Natur und Kunst mit ihren Reitzen schmücken. Rechtshin, wo sich der Tag der Fluth enthebt. Lauft endlos, zu des Haines letztem Saum, 65 Mit breitem Pfad' ein Schattengang hinab. Hat dich des Schattengangs bewegliche. Aus laubigem Gezweig' und frischen Ästen Gewebte Deck' empfangen, sieh! dann schließt Sich seitwärts das Verborgene des Hains, Sich ein Elysium dir auf. Verbannt Zst hier die graunerfüllte Nacht, die in 90 Dem öden Schooß' entlegner Wälder brütet. Verbannt der Schauer, der in dunkler Förste Verworrnen Labyrinthen wohnt. Wohin Dein Blick sich immer lenkt, da trägt der Hain Des gastfreundlichen Wirths gefäll'ge Miene, Und, voll von munteren Tabernen, ruft Der Schatten dich. Der Wiese Grün durch zierlich ^5 Bemahlte Wand' erhöhend, heben sich Hier Speisesal', indeß an hundert Schenken, Vom Hauch der Luft bewegt, die Kränze gaukeln. Des Bacchus Gab' und Freuden dir verheißend. Dort ragt berauchter Küchen schwarzer Giebel Aus grünem Laub; im Erdreich ausgehöhlt. Bewahren Speicher hier im Schooß den Winter, Und frische Kühle birgt des Daches Wasen. 4 » Das Mahl im Freyen und gesunde Luft Hier zu genießen, sieh! beut ländlich dir Die Wiese Sitz und Tisch; und wo, verdünnt, Der licht're Hain nur sparsam auf den Boden Die Schatten streut, da sprossen über des Verwesten Waldes Wurzeln Garten auf, ro 5 Mit buntbemahlten Zäunen rings umfaßt, Und wie das Huhn die unterschobne Brut, Als wär' es eigne, mit den Flügeln deckt; So schützt der Hain mit riesenstarken Armen Vor Sturmes Wuth die jugendlichen Gärten. Ein sonderbarer Anblick! Wald und Gärten Und Trift und Dorf und eine Art von Stadt no Zm traulichsten Verein auf Einer Stelle! Wenn du aus diesem seltenen Gemisch' Entschlüpfet bist, empfängt dich alsogleich Des Haines nüchterner, viel ernstrer Schatten. Nachdem an Dauer sie Jahrhunderte Besieget, stehn sie da, die Baumkolosse, In Bergeshöh', und unter ihren Asten, Den mütterlichen, steigen, langsam strebend, n 5 Zu künftiger Jahrhunderte Gebrauch Die grünbelaubten Kinder. Wie beschämt Steht da der Geist, der Menschen fälliges Geschick, ihr flüchtig eilendes Verhängniß Mir solcher Dauer messend, und betrachtet Mit Furcht und Scheu so ungeheurer Massen 120 Leblose Majestät! Indessen hat Das Düstere des Haines die Natur Durch tausendfachen Reitz gemildert, weiser Als ihre Nebenbuhlerinn, die Kunst, Das Nützliche mit Angenehmem, mit Dem Schönen das Erhabene verbindend. Der Hain, der erst mit finstrer Stirne schreckt, Bezaubert bald mit freundlich heitrer Miene, Aus schön umlaubten Fluren festlich lachend. Auf einem Rasenplan erhebt sich hier Aus Baumen, wie durch Kunst gepflanzt, die Scene Von einem selbstgewachsenen Theater; In ungewissen Gangen dort verdichtet Sich das Gebüsch, und birgt in Schatten itzt. Und itzt entdeckt es wechselnd, je nachdem Es sie verenget oder sie erweitert, Einsame Plätzchen, wonnevoll, wie jene, Worauf in nie gestörter Ruh die Schatten ElysiumS sich lagern, oder schweben Wie zarter Lüftchen Hauch. Mit Wiesen, Gesenkt in grünes Dunkel, wechseln Wiesen, Die überströmt mit goldnem Lichte strahlen; Mir leisen Hügeln sanft geschweifte Lhalchen Da, wo des flachen Erdreichs Plan zu kleinen Erhöhungen schwillt, wie nach vertobtem Grimm Beruhiget, das Meer gelafssner wallt. Weich gehst du hier, wie auf gespanntem Teppich, Mit üppigem Kraut und Blumenschmelz besa't; Trittst auf die zarten Schatze, welche Chloris n) Aus duft'gem Horne goß, wovon umschlungen 4 5o Das Lockenhaar der Limonaden » 2 ) glänzt, - - Und der Dryade i5) Scheitel.Wohlgeruch - , . ,.v s Aus Kränzen athmet, wenn mit seichtem Fuß-!n;i/>7: ' Sie zu des Satyrs »4) Rohr dey Reigen ' Als hätte sich des Äthers Duft, der in - Der Götter schöngestirnten Hallen weht,: ^ . Hernieder in den Hain gesenkt, umflosien - -ü Gehst du einher, balsam'scher Luft genießend ' i' Und schwimmend in Gerüchen, die der West - - , . Der Blüthen Schooß' mit räuberischem Fittig';. ^ " Entlockr. Im leisern Anhauch lauer Lüfte, . .» " Im lieblichen Gesäusel, durch Gebüsche, ^ Die von den Symphonien der Vögel tönen, »5c> Wallst zögernd du, und gierig schlürft ds.in. Ohr Der Nachtigall Gesang, der weit umher Sich in des Äthers lichte Kreis ergießt, . , Und so von allen Sinnen eingesaugt, . - Durchbebet jedes Glied dir süße Lust! - So wallst du hin, mehr als ein Sterbliche^-, . Dir selbst ein Gott, indeß im Busen dir - - a-M Sich übermenschliche Gefühle wälzen. Euch ruf' ich hier zu Zeugen auf, ihr Dichter Der Vaterstadt! euch, die das Schwesternchor Vom PinduS i.5) heißerer Umarmungen . , / Hrer würdiget, und denen Phöbus »6) Gottheit Hier naher die Brust beflammt, und ungerufen »dv. Des Lieds Begeist'rung kommt. Auch euch,, ihr Mahler, Euch, denen hier der Baume reitzende . - ^ Gestalt, ihr abenteuerlicher Wuchs, - ^ Der Rind' uralt verwachs'ne Knoten, oder Des Stammes Bauch, weit gähnend, Stoff darbiethet Zur holden Kunst, die die Natur, oft selbst In Fehlern schön, geschickt nachahmend, mit Ich weiß nicht was für Zauberkraft, Gefild' Und Hain in Zimmer setzt, und uns zu Hause Des fernen Landes Lust zu kosten gibt; Ihr auch, bejammernswerthe Liebende, Seyd Zeugen, die ihr die verschmähte Gluth Und das Bestreben zu gefallen, hier (So thöricht ist die Liebe!) nichr'gen Schatten/ Und tauben Stammen klagtet, oder die ihr, Begünstigt durch ein besser Loos, die heilig Verschwiegne Flamme stummer Einsamkeit Verborgner Plätzchen sorglos anvertrautet!——* O! rufst du aus, wer du in diese Gegend Auch immer kommst — o! selbst der Herrscherin» Der Haine würd'ger Aufenthalt! ja würdig. Daß sie, die Königin», den goldnen Köcher An blendend weißer Schulter, in den Purpur- Kothurn 17) das Bein geschnürt, vom Lager hier Das Wild aufjag', und mit dem Bogen dränge! Und wirklich ist, zunächst des Haines Saum', Der Göttinn Sitz, wohin durch Krümmungen Ein Pfad dich zögernd führt. Es hat der Ister, Mit rastlosem Bemühn vom Ufer raubend. Zu einem weiten Bogen dort den Wald Tief ausgeschweift, und mit des Wassers Mache Sich in das ausgehöhlete Gestade 52 Gesenkt, die Liebe fordernd, fordernd die Umarmungen der ihm vermahlten Au, i 85 Um die der Gott die beyden Arme schlingt, In deren Schooß, an die gestürzte Urne Sich lehnend, er, mit buschigem Schilf bekränzt, i6) Tue Scheitel legt, und süßer Ruh sich hingibt. — Hast endlich du auf angenehmem Umweg Des Ufers Windungen zurückgelegt; So stehr in deS getrennten Haines Mitte Dianens Haus vor dir. 19) Nicht ragt es stolz empor, noch glanzet es 190 Von Libyens 20) Marmorsäulen, nicht ersteigt man Auf prachr'gem Stufenbau die hohe Schwelle; - Nicht blinkt daS Dach von schimmerndem Metalle; Nicht strahlet Gold an buntbemahlten Decken : Einfach — so steht es da, einnehmend durch Bescheidnen Schmuck: so ziemr's der Göttinn, die 195 Gebüsch'und Wälder liebt, so ziemr's der Jungfrau. Acht Pfeiler stehn, dickschafrig, rings umher, Den Erker tragend, der das Haus umlauft. Und luftig schwebt, und in sich wiederkehrt. Hoch an den Mauern ragt, von Hirschen einst Erbeutet, stattliches Geweih, breitästig. An Häuptern drohend, durch die Kunst geformt. 2ui- Des Daches Höh' entsteiget eine Kuppel, Die mit acht Fenstern sich im KreiS umschattend, Die Sonn' empfangt, die Sonne rings begleitet. Von da erblickst du, unter dem Gewölbe 53 DeS unermeßlichen Olymps 21), des Landes Weit ausgespannte Flach', und fern in Nebel, Wo der Gesichtskreis schwindet, sanft verloren, 2o5 Des dreyfachen Gebiethes Nachbargränzrn. 22) Rückwärts vom Hause wälzt der Jster sich Mit stillen Wogen ernst daher. Nichts tönt. Nichts unterbricht der Ufer tiefes Schweigen, Als die Transporte, die den Strom hier aufwärts. Dort abwärts gleiten. Rosse, schweißbenetzt, Ziehn mit Gewalt, von Schiffen, an ein Tau 2i» Gefesselt, eine lange Reih', besiegend Des Stromes Macht, der trotzig widerstrebt. Und, trächtig von der ungeheuren Last, Bewegt sich, unter des gefurchten Strudels Gemurmel, langsam nur die Flott' einher. In Schaum vor Grimm, umbraust die Fluth die Kiele, Die furchenden, und stürmt, zerschnitten von 2i5 Den ersten Schnäbeln, auf die folgenden. Von den Verdecken hallt das Schiffsgeschrey, Es hallt der Knechte Ruf, die Ross' antreibend. Und weit umher ertönen die Gestade. Auf diesen Schiffen sendet das an Schätzen Und Männern fruchtbare Pannonien 23) Den Schwesterreichen Ceres 24) holde Gabe, Und, was in königlichen Bechern schäumt, 22 ' O Freude! wie, der Götter Sitz verlassend , > Und thronend auf der lichrbcglänzten Wolke, ' ' Die heitre Stirn umkränzt mit Rosen, Rosem 25o Mir vollen Händen aus dem Schooße streuend-/ Du näher itzt dem Haine schwebst, und wie Die Göttinnen, die d,ch begleiten , wie Die nie von dir getrennten Genien, Der flügelfüßige Sprung , da- muntre Stampfen, Die luft'gen Reihentänze, die: Gesänge > Die hallend in der Luft sich wiegen - und 255 Der Scherz' unzählig Heer, das Lachen Mit holder Lipp', und das aus weitem Munde Fernschallende Gelächter, fröhlich dich Umgaukeln; du vom Athersitze dann Leicht niederhüpfest, und den Hain durchschwärmend Die Stürm' aus: den Gemüthern, von den Stirnen L6o Dte schwarzen Wolken scheuchst; wie zu dem Völkchen, Ins Gras gegossen, du als Lischgenoß Dich lagerst , und es nicht verschmähst, zum Mahl, Dem köstlichen, dich hinzusetzen; wie. Auf dein Geheiß, mit eintrachtvollen Händen 56 An Becher Becher stoßend, sie die süße Vergessenheit verhaßter Sorge trinken: So sey es mir vergönnt, o Göttinn, dich 265 Zu schaun, so dich zu schildern! Schon kündigt an der Thurm , der weitumherrschend So manchen Wechsel Vindobonens sah. Durch röthlichtes Gestein, womit er kühn Zum Äther steigt, des Phöbus Nähe. Schon Erhebt, nachdem mit flammenschnaubendem Gespann er durch das Unermeßliche Gejagt, aus tiefern Welten wiederkehrend, 270 Sein Strahlenhaupt der holde Cynthius. 28) Dem Gott entgegeneilend, wirft der Ister, Den Hain umfluthend, mit beflammtec Welle Des Sonnenglanzes zitternd Licht zurück. Wach ist der ganze Hain: es tönet rings Der Vögel neuaufiebender Gesang. Der Hirsch verlaßt die thaubenetzten Schatten, 2^5 Und rupfet Gras auf hellbesonnter Flur; Getrieben eilen Kuh' aus lauen Stallen Auf die bethaute Trift, wohin die Glocke Am Hals des Stiers, des leitenden, sie ruft. Sieh! Thür und Fenster schließen sich an hundert Tabernen auf, und von den Thüren scheucht Der Ost des gestrigen Mahles Düfte weg, 260 Bald wird, zerrüttet noch vom spaten Schmause, Das Haus zurecht gemacht, und auf dem Herde Holz angehauft. Es knistern von der Flamme Die Küchen röthlicht schimmernd, und es siedet 5 ? Schneeweiße Milch in aufgestellten Töpfen. Mit diesem Naß sie lieblich zu vermahlen. Wird sie gebrannt, die fern in Saba's Reich' 29) 26L Am heißen Sonnenstrahl erzeugte Bohne. Mit dem Gewürz, das durch der Adern Gluth Das Alter tauscht, und Iugendfeuer lügt, Gemischt, wallt hoch der Quell, und man bereitet Ein flüssig Morgenmahl, der Einfachheit Uralter Ahnen unbekannt. Der Stadt enteilen itzt, die ihre Lust 290 An Rossen finden: ehlos Hausen sie. Und keiner Gattinn zärtliche Umarmung Halt auf dem Lager morgens sie zurück. Im Zuge jagt der Reiter muntre Schaar Dem Haine zu, und theils zerstreut auf Wegen, Zum Theil durchschwarmend das Gebüsch, befeuern Durch Zuruf itzt, und itzt ermüden sie Durch Gert' und Sporn, und treiben hitzig kühn. Die schlaffen Zäum' in loser Hand, die Rosse, 2 g 5 Die keuchenden. Von den Füßen gewaltig geschlagen Erzittert die Bahn, und unter dem wölbenden Huf Dem Boden entlockt, erheben sich Wolken von Staub. Sind so mit raschem Flug die Gegenden Durchschwarmt, ermüdet springen dann die Reiter Vom Rücken der mit Schweiß benetzten Rosse. 3 «s Jetzt abgeschüttelt von den Stiefeln, die Vom Erz der Sporne klirren, wird der Staub; Die Arbeit von der Stirn gewischt, und wenn Mit schmeichelndem Geklatsch des Reiters Hand Dem edlen Renner den gewohnten Lohn Entrichtet hat/ so tritt man unter eines Breitast'gen Baumes schattend Dach / und setzt In weiten Kreisen sich um einen ländlich- Einfachen Tisch, wo den durch rüttelnde Bewegung aufgereitzten Hunger zu Besänftigen die größte Sorge ist. Dann aus dem Sacke wird der Beutel, der Mit Kunst gestickt, des Nicor 3o) dem Vulcan 3i) Geweihtes Kraut bewahrt, Und die, geschnitzt Aus Meerschaum, einen wilden Türkeukopf Vorstellende, mit Rohr verseh'ne Pfeife Hervorgehohlt. Dis ist zu Haus und auswärts. Die überall der treueste Gefährte: Die ist die Gattinn, die der vielgeliebte Achates. 32) Angezündet an der Flamme, Die man, wie auf vestalischem 33) Altar Stets in des Kreises Mitte wach erhalt, Dampft itzo eines jeden Pfeife vom Gebrannten Kraut, und, eingehaucht durch die Mir sanften Lippen leicht gepreßte Röhre, Erhalt deS Athems Kraft die Gluth lebendig. Jndeß dem Mund itzt Wort', itzt wechselnd Wolken Von Rauch entströmen, wird, ofr abgebrochen. Im Zirkel das Gespräch gemischt: und wie Von Abenteuern auf der See der Schiffer, Der Krieger von Gefechten spricht; nicht anders Erzählt ein Jeder, was mit Heldenmuth, Was mit Gefahr sein Roß gewagt: wie es Den Winden oft an Schnelle vorgeeitt. Mit kühnem Sprung oft über breite Graben Gesetzt, und Zäun' und Hecken überflogen: Kurz, Zeder hebt und preist das eigne Roß. Vom Rauche fern, der schwärzt, und Schönen schadet Ertönt von Frauenzirkeln frohgeschwätzig Der Schatten dort. Im N6KUZ6, vom Lager Noch warm, gesellen sich zum Frühmahl Töchter, Dem Hymen 34) reif, und Mütter, Freyer auch. Und die verstohlne Lieb' auf heimliche Bestellung hergeführt: doch die Matrone, Die unterm Oapuekon die hundert Augen Des Argus 35) birgt, sie glaubt getäuscht, daß sie Zufällig hier sich treffen. Unter eines Kastanienbaumes Schattendache setzt Man sich umher um einen Tisch, und trinkt, Zum Schnee der Milch gemischt, aus bunten Schalen, DeS Orients gebrannte, würz'ge Bohne: Die erst' und letzte Lust des reihenden Geschlechts! Mit diesem Neckar lernt, Als Kind, es sich der Mutter Brust entwöhnen; Mit diesem tröstet es sich, alternd, über Sein traurig Loos! — Jndeß dem Gaumen so und der beredten Zunge Geopfert wird, bewirthen Andre schweigend Den ernsten Geist mit kenntnißreichen Schriften. Ein Theil, das Haupt auf einen Arm gestützt. Ruht hierund da auf eines Stammes Rumpf; Ein andrer, unter einen Baum gestreckt. 6o Durchlauft ein Buch, und merket das Gelesne Sich auf ein Blatt; mit sinniger Betrachtung Schwerfall'gem Ernste tragen Andre sich Einher, im Busen Vieles bey sich walzend. Und suchen in des Haines tiefsten Stellen Noch unbetretne Pfad' und stillre Schatten. Ja! in der Haine majestat'schem Dunkel 3^5 Wohnt etwas Göttliches, das in der Brust Erhabene Gefühle weckt, und das Die sich erweiternde, gestärkte Seele, Des Körpers enge Fesseln wie durchbrechend. Dem Irdischen entreißt. Dort, wo der Stämme Endlose Reih' mit dichtverschlungnen Zweigen Sich wölbt, und unter ihr der Pfad, dem Aug' 35» Entschwindend, sich in Schattennacht verliert; Dort mit verschränkten Armen auf und ab Zu wandeln, welche Lust! wie frommt's, den Leib Durch heilsame Anstrengung hier zu üben Nicht minder auch das ätherschwangre Naß, Womit, durch ein geheimes Band, die Mutter 355 Natur trinkbaren Eisenstoff vermählt. Aus perlenschaumendem Pokale schlürfend, Gesundheit, dich, ersehnte, in vollen Zügen Zu trinken! Darf man Askulapen 36) glauben. So schenkt dieß Naß die schon verlorne Kraft, DeS Stahls Gediegenheit den Nerven wieder. Und bannet hülfreich des gelehrten Lebens 36» Beschwerden mit des Leibes Last hinweg: Und so gebiert die Allerzeugerinn Der Übel Stoff und Hülfe gegen Übel Aus Einem Schooß; doch mit Gewalt entreißen Wir jenen ihr/ der Mutter; diese beut Sie selbst uns daraus nie versiegtem Quell! Ringsum wird unterdessen Ohr und Geist Durch muntrer Chöre Harmonien ergetzt. Der Burus haucht, es haucht das Elfenbein Aus tausend Öffnungen melodische Töne, Die bebend sich mit zarter Luft verschmelzen. Gewunden aus Metall, gesellt dazu Das Horn den Wild' und Wald bekannten Laut. Mit dumpfem Ton die ernste Stimm' erhebend. Füllt der Fagott die weicher» Harmonien. Leicht schwimmt in lauen Lüften das Concert.. Und von der Weste Flügeln fortgetrieben, Ertönt es fernhin hallend durch den Hain, Und Echo, die in Wäldern wohnt, vervielfacht Den süßen Schall, und den hinsterbenden Belebt der frohen Vögel Vollgesang. So schwindet unter harmlos heirern Freuden Der erste Theil des Tags. Dem Schlaf entzogen. Wird für das Leben er Gewinn. Ihr, denen Das laulichte Gemach mit dichten Falten Der Vorhang schwärzt, und ab vom tragen Lager Der Arbeit Weckerinn, Auroren, und Der güt'gen Sonne frische Strahlen wehrt, O welche Freuden, welche Wonne raubt Dem Leben ihr! wie kürzt ihr selbst das Leben! Helltönend hat, die Arbeit zu erneun, 62 Von hohen Thürmen itzt das Erz die Stunde Verkündet. In die Stadt geht man, wohin Das Amtsgeschäft, des Hauses Sorge ruft. 335 Die Chöre sind verstummt, verschwunden sind Lärm und Tumult, und weit umher durch die Vom Schwarm verlass'ne Gegend schweigt die Luft. Doch lang herrscht Ruhe nicht: bald fangt sich Arbeit Geschäftig um die Hütten an zu regen. Die gastlichen: der Lärm erwacht: der Werke Vielstimmiges Geräusch erfüllt den Hain. ^ Z 90 Geführt auf Karren, seufzend von der Last, Und mühsam theils in hochgefüllten Körben Gerragen, kommt des Nahrungsstoffes Vorrath, So ungeheur, als die stets rege Eßlust Der großen Stadt, die bald zu Tausenden Sich ausströmt, stillen kann; als hundert Schmäuse Zur Rüstung reichbesetzter Tafeln fordern. 3g5 Sogleich vertheilen die, so in den Küchen Das Ruder führen, mit Geschrey die Arbeit. Die Mägd' empfangen der Gebietherinnen Befehl', und rüsten hurtig sich, die Arme Entblößt, zu dem nicht säubern Werk. Ein Theil Legt Holz der Flamme zu; ein andrer stellt Die Töpf' umher, und füllt geräum'ge Kessel 4 o« Mir Naß. Hier taucht man ungeheure Stücke, Gehaun auS breiten Rinderrücken, in Die sprudelndheiße Fluth; dort stecken Andre Gewölbte Rippen, Kälbern erst entrissen. Und Lämmer, kaum gewürgt, an Spieß', und schüren Des Feuers Macht, woran allmählich nur. Herum durch knarrend Räderwerk gedreht. Das Fleisch hochdampfend bratet, und von Saft Lautkreischend trieft. Kein besser Loos erwartet Der Henne Kinder ohne Zahl,' die furchtlos/ Nichts ahnend noch, im Futrerhause schwärmen; Kein besseres der Ante fluthgewohntes Geschlecht und scheuer Lauben Brut; kein beß'res Das muntere Kaninchen, das bestimmt ist Des Hasen Roll' im Tode noch zu spielen. Mit grausem Messer, von barbar'schen Händen Dahingewürgt, verbluten Tausende Das süße, ach! kaum angefangne Leben! ^ Indessen treibt um Fässer und um Flaschen Die Wirrhe Sorg' und Trug rastlos umher. Den lautern Bacchus fälschend, machen sie Den Gott sich selber gleich, daß lügenhaft Er sein Geschlecht, den mütterlichen Boden- Und die verschmähte Zugend keck verlaugne. Noch Andre mischen zu dem Saft der Rebe Ich weiß nicht welch ein schleichend Gift, damit Das schnöde Naß der Kehle Gluth, statt sie ' Zu löschen, mehr', und Durst im Trinken wachse. Auch Brunnenquell muß des Gefäßes Maß AuSfüllen, wo ihm Wein gebricht, und so Verkauft, statt Weines, man nach Weine riechend, Und ungekauftes Wasser. ' Schon zeigen Speisesäl' aus offnen Thuren - ' Der Tafeln Reihn, mit großem Prunk gerüstet. 64 Auf Wiesen stehn und unterm Himmelsbogen 425 Dort andere. Mit leichtbewegten Zwergen Wankt über ihnen die belaubte Decke, Durch hoher Äste Wölbungen gebildet. Gefärbt vom Licht, das durch der grünen Blätter Sanft zitternde Smaragde strahlet, spielt Der Schatten schwarze Nacht in Heitres Grün. Straff schweben, über andern, Linnendecken 4^o Dichtschattend ausgespannt; und mit des Saumes Gekrausten Fransen flatternd in der Luft. . . Milchweiß erglänzen die gedeckten Tische, Und niederwallend zu beS GraseS Teppich Blinkt stolz das reiche Tischtuch von Krystall Und Silberprunk. Nach stadt'scher Sitt' empfängt 435 Gastfreundlich so der Hain die Nachbarstadt. Itzt steht die heiße Sonn' im Mittelpunct Der Himmelsbahn, und ras't, die Scheitel sengend. In flammenreicher Gluth, und hingestreckt In die gekürzten Schatten ruht das.Wtld Umher, und sieh! wie zu bestimmten Stunden, Durch LunenS 3^) Kraft, mir abwärts gehender Fluch Der Ocean des Ufers Krümmungen 44» Verlaßt, auf nacktem Grund die schaligen Bewohnerlaffend, und wie wiederkehrend er Mit schrecklichem Gebraus gethürmte Wogen An Wogen drängt, und über dürren Strand . s: ^ . Gewalzt, auf die verlassenen Gestade Sich wirft, und ungeheure Strecken Landes « 65 Wildschäumend tief in seiner Strudel Schlünden 445 Begrabt: nicht anders wogt aus allen Thoren Auf die Mit Staub' erfüllten Wege sich Ausströmend itzt die Stadt in dichten Haufen Zu Pferd' und Fuß', und rollt daher mit Zwey- Und Viergespann, auf heißer Achse sich Verfolgend, in den erst verlaßnen Hain, Und füllr die Schattengegend weit umher. 45c» Den Schaaren eilt sogleich der Wirthe Schaar Und jugendlicher Wärter Trupp entgegen: Die grüßen sie mit abgezognem Käppchen, Und sagen stracks, des Gaumes Lüsternheit Aufreibend, leckrer Speisen lange Liste Weitläuftig her. Dann zu den stattlichen, 455 Reich angefüllcen Tischen setzt sich die Zum Mahl gelesene Gesellschaft. Duftend, In vollen Schüsseln, dampfen die Gerichte, Und allenthalben riecht nach Leckereyn, Sonst Wäldern fremd, der Wald. Sobald, in Flaschen Rings aufgestellt, der muntre Traubensaft Das Mahl erfreut: hier der krystallne Becher 46 s Sich mit des Bacchus Purpur röthet, dort Vom Golde blinkt; dann wird der Tisch beredt: Der Zungen Sprechlust mehrt durch Trinken sich, So wie die Trinkbegier durch Sprechen wachst. Die Herzen glühn vom Wein: und da Bey froher Becherklang doch jeder Für witzig gelten will, und durch das Salz 46 b Sinnreicher Sprüche gern nach Ruhme hascht; 5 66 So spielen tausend Scherz', und tausend Bolzen Harmlosen Witzes werden abgeschossen. Schlau in der Worte Doppelsinn versteckt. Zugleich drückt Amor, der bey leckern Tafeln Nie fehlt als Gast, bey tausend Landeleyn Die Pfeile schalkhaft ab: doch färbt er nicht 470 Die Wangen mit dem Blut verletzter Scham. Im Kreis herum, mit hochgeschwungner Rechte, Reiht man hierauf der Becher Heer zu Heer, Laut klirrend in der Luft; stößt Glas an Glas, Und wünscht sich so viel Jahr', als Tropfen man Mit weit zurückgebognem Nacken trinkt. 4?3 Jndeß, auf weiches GraS gegossen, oder Auf Harrer Banke Sitz gepflanzt, umlagert Die rohen Tisch' umher aus nacktem Brett Zahlloses Volk, und stärkt des Körpers Kraft, Geschwächt durch Arbeit, durch der Arbeit Lohn, 4 L 0 Theils, hingestreckt das kleine Abendbrod Schon itzt verzehrend, theils das schon zu Haus Genommne, langst verrauchte Mittagmahl Erneuend, welches der Plebejer Magen Laut murrend früher fordert, und an Festen Gedoppelt heischt. Von Hause mitgebracht. In nicht gelesenes Papier gewickelt/ 485 Hohlt mancher ein Gericht hervor, und eines Zerrissenen Poeten Verse leisten Des Tischtuchs und des Tellers fetten Dienst. (Vielleicht ach! schreib' auch ich die meinen hier Zu ähnlichem Gebrauch!) Dort/ hochgethürmt 6 ? Auf Schüsseln, ragen Glieder des Geflügels: Man speiset sie mit schmalzbekrieften Lippen. 4yo Enthaun der Kälber Rücken, und gebraten Auf fettem Rost, beschaft'gen Schnitte hier Zahlloser Backen Fleiß: zur Seite geht Der Kopfsalat, auf ihm der Embryo Des Huhnes, dem die wallend heiße Fluch Noch vor des Lebens wachem Anbeginn Das Leben nahm. Dem einen hier behagt 4y5 Das Schwein, gehärtet im Kamin, und durch Das Salz der Fäulniß Loos, dem eilenden. Entrissen; jene freut, mit dichtem Blut Und Speck gefüllt, des Schweines Magen, das Sein Grab im eignen Eingeweide findet; Noch Andere der Nachtisch des Plebejers: Der Butter Gelb, ein Lab gepreßter Milch/ 5oo Und beiß'ge Rettige, bestreut mit Salz, Die unterm Zahn für ihre Bisse büßen. Zugleich erseufzt, gestoßen, ringsumher Der Becher Rand, und weckt durch sein Geklirr Den schlaffen Trunk. Zn tausend Blüzern trägt Man das gebraute Naß der Ceres her Zu stärken Muth und Kraft. Durch die Gewalt 5o5 Der Luft, mit fürchterlichem Knall, schnellt es Die Stöpsel weit hinweg, und das Gefäß Nicht länger duldend, sprüht es hoch empor Die Gährung in die Luft, und niederströmend Aus dem gehobnen Krug, steigt es vom Fall Zn Schaum empor, und überwallet weiß 66 Der Becher Rand. Tisch' und Pokale sind 5rA Genetzt: aus ungeheuren Flaschen rinnt Des jugendlichen Bacchus reicher Quell, Und strömet neue Kraft in alle Glieder, Die er zur Arbeit stählt. Es lösen durch Des Gottes und der Göttinn Doppelmacht Des harmlos biedern Volkes Busen sich Zu lärmerfüllten Freuden. Rings erschallt Zahlloser Stimmen froh Gewirr, der Hände 5r5 Geklarsch, zu wiederhallendem Gelächter Gemischte Lieder, die zu freyerem Genuß des Lebens laden. Ringsum braust Der Hain, von Wonn' und Freuden überfließend; Es braust die Luft, der Zster: selbst die Mauern Der Nachbarstadt erreicht das Lustgeschrey. 22o Dem Schmause folgen Spiel', und Spielen Schau. ES gleicht der Wald rings einer ungeheuren Palästra. Rastlos jagt man hier, die Schulter Entkleidet, himmelan den raschen Ball, Und auf zum hohen Himmel sendet man Den wiederkehrenden zurück. Den Arm, Den nervichten, entblößt, verfolgen Andre 522 Mit Fuß und Faust den stattlichen Ballon. Geschwellt von eingepreßter Luft, durchschneidet, Den Wolken nach, er ungeheure Bogen, Und frische Kraft gewinnend durch den Fall, Springt hoch er auf, und hascht, der Faust begegnend, Die ihm entgegen harrt, den lauten Schlag. Noch Andre drehn, auf sandbestreutem Plan, Das Knie gesenkt, das sich umrollende Holz Mit Macht nach ausgestellten Kegeln hin. Und Vollgewinn und Ehr' erwartet den. Der alle neun mit Kraft zu Boden streckt. Dort Andre schlagen Ball an Ball, gedreht Aus Elfenbein, auf grüner Tafeln Flache Mit kluggelenkter Kraft. Hier wird ein Vogel, Sonst der Geschosse Ziel, jetzt selbst Geschoß, Geformt aus Bley, und luftig niederhangend An einem Seil, gesandt nach einer Scheibe Mit unverwandtem Blick. Noch wiegen Andre Auf leichtem Sitz', in freyem Raume schwebend. Durch eigne Schwere sich, vom nieder» Völkchen Begafft. Bald stiegt, ein zweyter Perseus, 38) Ein Reiter, kühn, wie auf dem Flügelroß, Daher, und stößt die Lanze nach dem Ziel: Bald seht man sich in einen fliegenden Wagen, Dem Rad und Deichsel fehlt, bald in ein Schiff, Das Ruder nicht noch Segel kennt, und fahrt Im Sturz herab, und schwingt sich auf zur Luft. Dort stellt ein Zirkus Ritterspiele vor Auf leichtbewegter Bahn, die kreisend sich Auf ihrer Achse dreht. Hochragend auf Geschnitzten Rossen sitzt hier muntre Jugend, Die, von der Scheibe raschen Schwingungen Mit fortgerafft, itzt flieht, itzt wiederkehrt. Und nach dem Ziel, das kaum mit Blitzesschnelle Das Aug' erhascht, mit ungewissem. Arm 7 « Die Lanze schwingt, die oft es schon verfehlt. Zum Lachen Stoff, in Farben dargestellt, Zeigt dort ein Harlekin, und ruft das Volk Zum wahren Schwitzbad' in die enge Bude. Ein Possenspiel, des schlechter» Sokkus 3g) würdig. Wird aufgeführt, und tief in seinen Fugen Erbebt vom Lärm das bretterne Theater. In einen finstern Kasten guckt man hier Mit manch gehöhltem Loch, durch das die Augen Der Schauer, dichtgedrängt, mit Staunen sehn. Wie winz'ge Körper buntgemahlter Sachen Durchs Glas zu nichtigen Kolossen wachsen. Ein Sprecher lehrt, was in des Kastens Dunkel Durchscheinend das Papier für Wunderdinge Dem Auge zeig'. Es stellet Städr' und Häfen, Dabey des Meeres Fläche dar, durchsichtig, Zuletzt der Welt gepries'ne sieben Wunder. Doch etwas Größeres, und würdiger. Daß man erstaunt in vollerm Tone spreche. Zeigt, der Natur nacheifernd, dort die Kunst, Und ernster ist das Schauspiel, das zu sehn Der Redner räth. Hier wird ein träger Körper Belebt durch Räderwerk, das Räderwerk Durch der Gewichte Last, und wie nach Willkühr Bewegen sich die gaukelnden Gestalten. Und was in flüssiger Luft für Lebenskraft Verborgen sey, zeigt sich an Glasgefäßen Nach ausgeschöpfter Luft. Zn diesen läßt Das Thier, zuerst hinschmachtend, mit dem Äther 7 - Dem weichenden, sein ausgehauchtes Leben. Du schlägst umsonst daS Erz der Glocke: sie Verstummt, und jeder Laut erstirbt. Sie selbst. Die allbelebend, allzerftörend waltet, . 5^5 Die Flamm' erlischt, und unterliegt dem Tode. Auch wird dsd Feuers Kraft, dis ungeheure. Gezeigt, und die erstaunlichen Versuche, Die über dieses Elements Gewalt Gewagt die spätre Zeit. Das Feuer, > Das dieses Weltalls Körper unsichtbar Bewohnt, springt durch des Glases Reibung hell In Funken aus, und sich in Röhren häufend, 56o Wird es zum fürchterlichen Blitz', es wird Zum Wetterstrahl des Zeus, dem schmetternden. Auf Menschenwink gesandt, von Menschenhand Geschleudert! Noch hundert andre Spiel', und hundert andre Schauspiele sind, und sie begleitend mehrt Bunt tönende Musik rings durch den Hain Den festlichen Tumult. Dort wiederhohlt 565 Ein Harfner, blind, vom Ohre Hülf' erwartend. Durch Saitenschlag, dem Volk bekannte Liedchen; Hier weckt, behorcht von Kleinen, mit dem Griffel Von Elfenbein, ein lahmer Zitherspieler Auf weichem Gras der frohen Kinder Tanz. Jetzt stimmen dreyßig jugendliche Chore, 690 Gehüllt in gleich Gewand, auf gleich viel Bühnen, Des Waldes Horn gesellend zu dem Buxus, - Dem vieldurchlöcherten, die Weisen an. 72 Die neulich das Theater laut beklatscht. Mit mächtigem Tumult deS Haines Lärm Besiegend, donnert itzt die rauhere Musik, des wilden Mars Begleiterin», 5^5 Wenn Reihen sie entflammt, und die Geschwader Ins Schlachtgemenge führt. Zum Hellern Ton Der Pfeife klingt die Zymbel; das Getös', Entlockt durch den Zusammenschlag der Becken, Der ehernen, weilt schwirrend in der Luft. Bald tönet von der Hand erneuten Schlägen Das im Zylinder ausgespannte Fell; 600 Bald mischt die Trommel drein ihr dumpferes Gewirr, und bald deS Donners laut're Schlage, Und fernhin trennt der weiten Lüfte Raum Mit schärferm Laut die schmetternde Drommete. Ein Schauspiel, neu und groß! Solch eine Stadt Im traulichsten Vereine zu des Lebens Geselligem, gemeinsamen Genuß! 6o5 Ein einz'ger Ort, der so viel Tausende Gastfreundlich pflegt im Schooß! Ein Volk, so zahllos, Und so sich zeigend! Fern ist Trunkenheit, Die, weindurchnetzt, betäubt und sinnlos taumelt; Fern ihr Gefährte, mit beschäumter Lippe Der Zank, und Hader, der mit blutgen Nägeln Ins Haar des Gegners wüthet; fern, die sonst In großen, hochgepriesnrn Städten mitten 6 io AuS Pomp und Glanz nur häßlicher hervorblickt. Der niedern Meng' armsel'ge Dürftigkeit! Kurz, Alles zeigt von einem eintrachtvollen. Wohlhabenden, und in der Kunst, die Freyheit Und das, was es durch Fleiß und Redlichkeit Erwarb, auch zu genießen wohlerfahrnen. Beglückten Volk', und väterlichen Zepter. Doch dieser Anblick, sonst so froh und heiter, Von Volk' und Hain, wie ungleich ach! sich selbst. Wie ernst war jüngst er in deS Vaterlands, Des vielgeliebten, drohendster Gefahr! 4c>) Lang hielt, allein und siegend, Österreich Von eignen Grenzen fern den grausen Krieg, Durch welchen Gallien 4i) den Königsthronen Den Untergang bereitet': einen Krieg, Mit nie gesehner Wuth geführt, geführt Von Kriegern nicht, die man zum Kampf gelesen, Nein, von dem ganzen Frankenvolke, das Man schaarenweise zu den Waffen trieb, Geführt ha! mit der unersättlichsten Erbitt'rung, ob dem Haß, den ander Freyheit Altären sie dem Diadem geschworen, Und ob des Königs Blut, des hingewürgten: Als plötzlich, sieh! das Glück der Gegner Waffen Zu lächeln itzt begann, und ihren Feldherrn Zu Land' und Meer begleitete. Durch dieß Entrann er jedem Fallstrick' in der Heimath Und jeder Kriegsgefahr; durch dieß, als Consul Die Zügel des gemehrten Reichs ergreifend, Stellt' er der Franken Sache wieder her. Als siegreich nun er durch Italien Gezogen, und, durch Seuchen und durch Hunger 6,5 620 62 fr 63o 74 Schon lange schwer gedrängt, sich Mantua Ergebend fiel; da wandte blitzschnell Mars Sein feurig Zweygespann und den mit Blut Bespritzten Wagen hin nach Ostreichs Fluren. Wie wann beym ersten Urbeginn des Lenzes Der Jster, trüb, mit nächtlich dunklem Strudel Des eisbedeckten Rückens Trümmer wälzend, Die Dämm'erstürmt, und die durchbrochnen Ufer Hinwegrafft, bald, bey engerem Gestade, Die schlüpfrig ungeheuren Massen häufend, Zu furchtbar« Felsen sich erhebt, und mit Geschwollner Fluth Eisberge vorwärts treibt, In Wassern Alles weit umher begräbt , Und Häuser niederreißt, und trotzige Brücken, Der Pfeiler mächt'gen Schaft von Grund aus kehrend, Darniederstürzt: wie er hie fluchende Verheerung dann zu seinem Grimm gesellt, Und, ringsumher die Trümmer der Verwüstung, Zum EiS sich mengend, die Verwüstung mehren: So zog, nachdem die Macht Italiens Geworfen war, die kaum besiegte Kraft Der Frank' an sich zu wutherfülltem Krieg', Und goß auf Österreichs Gefild' umher. Unzählig Unglück drohend, Schaaren aus. Und füllte Städte, die durch hundert Jahr Kein feindlich Antlitz sahn, mit tausend Schrecken. Sogleich auf scheuem Fittig durch die Lüste Herbeygeeilr, verkündet Fama 42) laut. Die Straßen des erstaunten Wiens durchstürmrnd: Schon eile mit gesammter Macht der Feind Zur Herrscherstadt und zu des Kaiserhauses Erhabenen Penaten: 43) tief sitz' ihm Im Busen der Entschluß, nur auf den Mauern Der gluthverzehrten Stadt den Flehenden Des Friedens harte Worte zu dictiren. — Und es bestätigte der Kunde Wahrheit Der Menschen ungeheure Zahl, die von So vielen Städten, flüchtig, ihre Heimath Verlassend, herwärts strömten. Einen Theil DcS in der Angst dem Hauff und Räuberhanden Entrissnen Guts auf Karren führend, wallten In mitleidswürd'gem Zuge sie daher. Die Stadt, die sie erblickten, und mit ihr Die kaum vermiedenen Gefahren meidend» Von plötzlicher, gewaltiger Bewegung Ergriffen, stürmt itzt nach verschiednen Seiten Das Volk: den treibt die Angst sich in die Flucht Zu werfen; jenen, auf den Feind ergrimmt. Reißt hoher Muth und allgewalt'ge Lrebe Des Vaterlands, so groß als die Gefahr, Zu Heldenthaten hin, wetteifernd mit Ruhmvoller Ahnen hohen Lhaten, deren Gepries'ne Treu und unerschrockner Muth Die Stadt, die wir bewohnen, einst bedroht. Mit Feu'r und Schwert, vor Türkenwuth bewahrt. Und denen wir, wir Enkel, diese Luft, Und dieses Vaterland, und diese freyeu. Von Sklavenfesseln freyen Glieder danken! Hierauf, so viel der Habe man in Angst In dem durchwühlten Haus' aufbringen kann, So viel zu raffen Jeglicher vermag/ 6^5 Verbirgt erbebend indes Hauses fernstem, Geheimstem Winkel, oder eingegraben Gibt er's der Mutter Erde wieder, oder Er sendet's fort in eine sichre Burg. Doch die, die besser ist, als Gold und Habe, Jungfräulichkeit und unverletzte Scham, 6 ko Gebeut den Töchtern und erschrocknen Müttern Vor allem schnelle Flucht. Schon, unter Schluchzen Und Thronen des geliebten Gatten Hals Mit heissen» Arm' umschlingend, (rührend war Der Anblick!) stammeln sie das Lebewohl. Dann von der Brust des Traurenden gerissen, Fliehn, auf der Tugend bitteres Geheiß, 685 Mit ihren Töchtern sie, mit ihren Schnuren, Zurück oft blickend nach den süßen Mauern, Oft unter Seufzern bey sich überlegend. Welch theure Pfänder sie verlassen, und Welch schrecklichen Gefahren ausgesetzt. Ehrwürdig und gebeugt durch Alter, schickt Ein Theil der Väter drauf sich an zu gehn. 690 . Darnit der Söhne Lieb' und feste Treu, Itzt auf die Vaterstadt allein geheftet. Nichts als die Vaterstadt zu schützen hätte. Beschlossen sie hinaus zu wandern, und Ihr graues Haar, daS tadellose, unter Erbethnem Dach', auswärts zu bergen, »vo Sie sicher so gewalt'ger Stürme Ziel Abwarten, und zur süßen Wiederkehr Die Tage fristen könnten. Zärtlich also Umarmten sie und segneten die Sohne, Und eilten aus der Stadt, die sie der Treu, Dem Muth derselben sorgsam anempfohlen. Auch, deren Vaterland einst Gallien, Itzt aber Feind war, sie auch stöhn, und fanden Auf unserm Boden, dem gastfreundlichen. Das Ende nicht von Flucht und bangen Leiden. Dann Jene, deren Treu verdächtig schien, Und endlich Alle, die das Ausland zeugte. Verließen, auf Geheiß, die Stadt, die zu Bewundern, fernher sie gekommen waren. Zuletzt — daß auch noch dieser Schmerz die tief Gebeugte Stadt, wiewohl nur später, träfe. Entfernte sich des Kaiserhauses Jugend, Des großen Reiches Hoffnung, heiß erfleht; Nicht minder auch die hohe Brüderschaar, Der göttlichen Theresia zur Stütze So vieler Reich' emporgewachsine Sprossen. Auch du zogst hin, beklagenswerrh und groß Im grausamen Geschick! du, Enkelinn Von großen Königen, ein Theil des Bluts, Wornach man dürstete, des grausen Mords Der Deinen Überrest, vom Vaterland Zu gleichem Loos in Ketten einst bewahrt. Itzt fesselfrey, gebannt aus seinen Grenzen, Doch glücklich noch, daß Du verbannet bist-/- Und nicht, schon Staub, auf dem feindseligen/ Mit deiner Eltern Blut gefärbten Boden Itzt, ungeehrt und unbegraben, liegst! So Haufen sich drey Tag' und Nachte lang Dieflücht'gen Schaaren rings auf allen Straßen^ Und mühsam nur durch die geräumigen Thvre Sich windend, eilen sie auf offne Bahn. Des Horns gewundenes Metall, geblasen Vom Fuhrmann, tönt, die oft gehemmte Flucht Beschleunigend. Staubwolken steigen wirbelnd Empor, und weithin schimmert auf den Wegen, Den nächtlichen, der Fackeln flammend Pech. Schon sucht man, da die Erde kaum genügt Zur Flucht, selbst Rettung auf dem Isterstrom. Auf diesen wird der Staatsarchive Last, Die ungeheure, die der schlaue Feind Verderblich nützen könnt'; auf ihn die Gelder Des Staats in Kisten, die von Eisen starren. Gehäuft; auf ihn die in den Prunkgemächern Des HofeS schimmernden, uralten Schatze Von Königen, das kostbare Gerathe: Des Gold's und Silbers, in getriebner Arbeit, Unsägliches Gewicht, und Edelsteine, Ein großes Königreich an Werth' aufwiegend. So manches Prunkgewand, Halsketten auch, Von großer Diamanten Lichte blitzend. Und heil'ge Köntgszepter, und, rvas man Dem laut geschwornen Hass entrücken wollte. Die Kronen allzumahl, womit geschmückt 79 Der Fürsten lange Reih' auf festlichem/ Urväterlichem Thron zu sitzen pflegte. — Das alles nehmen hundert Schiffe/ harrend Am Ufer/ auf in weit gehöhlten Raumen. Die schweren Kiel'/ abwärts gebogen von Der Last/ gehn mit deS Stromes Falle nach 740 Pannonien. Jndeß / waS immer sich von Jünglingen Und Männern in der Stadt und auf dem Lande Befindet/ — wie von Göttermacht ergriffen Steht's auf/ beschließt und schwört/ die treue Brust Als festen Wall vor's Vaterland zu stellen/ Dem schönen Tod' entgegen sie zu tragen. Nur Waffen heischt/ nur Waffen Mund und Herz: 748 Und stracks / mit lauten Angeln raffelnd/ thun Zeughäuser auf die eisendichten Thore. Man stürmt hinein: ein Theil reißt von den Wänden Die starren Schwerter ab; ein anderer Wirft auf die Schulter sich ein eisern Rohr/ Das/ Tod umher versendend/ Kugeln speyr. Wenn nichts mehr übrigt, macht man sich sogar An alte/ schon vom Rost zernagte Waffen/ 75» Und plündert so der Vorzeit Siegstropha n. Der rafft hier einen Spieß, von Nägeln schwer; Der eine Streitaxt dort; die greifen nach Wurfspießen; die nach Dolchen, welche einst Zn Eingeweiden von Barbaren wühlten: Werkzeuge, roh noch in der Kunst zu morden. Und minder anwendbar für unsre Zeit, Die besser sie versteht. Die Iagdlusi selbst Tritt ihre Freuden ab dem treuen Arm' Und ihre besten Schatz'; ihm überläßt Die Landlust einen Theil der ihrigen. Der Wetzstein gibt dem Karst', er gibt der Sense Reitzbaren Grimm: des Landmanns friedlich Eisen, Es dürstet Blut: kurz. Alles wird zu Waffen! Noch hatte Phobus nicht zum achten Mahl Sich aus Aurorens Ocean erhoben; Noch nicht in Hespers 44 ) Fluthen sich getaucht Und schon bereit stand die gesammte Jugend In starrer Rüstung da, nach Ruhm' entbrannt. Wie Nettertod ihn gibt. Schon in Cohorten 4Z) ^ War sie getheilt, und jedem Phalanx 46) Gegeben eigne Fahnen, eigne Führer, Die Ehre sich und Ruh durch Wunden einst Erkämpft, und itzo neuerdings drauf sinnen Was Großes zu bestehn, und einzuflechten Ins graue Haar des Sieges Lorbeerkranz. Bald trug der Haufe mitten durch die Stadt Sich stolz daher, und zog harmonisch in Gemeßnem Schritt, mit buntem Federbusch Und frischbelaubten Reisern höher xagend. Den Hut inS Aug' gedrückt, und trotzig ernst. Gegraben stand und gkanzr' an ihrer Brust Das goldne Losungswort: Für Vaterland Und Kaiser Alles! Auf den Fahnen führten Sie dieß, und dieß im Herzen, dieß im Munde. ^ Erschienen war der Tag, wo festlich man Zum Zeugen Gott, und ihn zum Beystand rufen. Vor seinem Aug', am heiligen Altar, Durch feyerlichen Eid dem Fürsten und Dem Vaterland das Leben weihn, und stracks Dem nah'nden Feind' entgegen eilen sollte. Kaum also hat der Morgenstrahl die Sterne Vom Pol 47) verscheucht, so zieht das Heer, gerüstet, Dreymahl zehn tausend Streiter, aus der Stadt, Und stellet sich gereiht auf weiter Flache Zunächst dem Wall. Voran in leichten Waffen, An Muth zuvor den Jahren eilend, glanzt Die wißbegier'ge Jugend 48), hinter ihr Der Männer Kern und die, zu Kriegsgefahren Heranaereift, so Kraft als Ungestüm Zu Schlachten ruft. Ein Lheil, auf Rosten ragend. Umschloß in dichten Reih'n des Heeres Flügel. Von fern indeß, mit ungemeßnem Kreis' Umgürtete die Stadt, entströmt den Thoren, Das Heer, zu schaun die Hoffnung und die Hülfe, Aus eignem Schooß für Noth und Drang erzeugt. Vor Allen hielt auf euch, ihr Zöglinge Der Musen und des Mars, euch Blum' und Zier Des Vaterlands, nicht freudige Erwartung Ihm nur, schon itzt im Drange Zuversicht! Auf euch hielt sie den zarten Blick geheftet, Wohl eingedenk des Schutzes, welchen ihr Dieß Alter damahls schon gewahrt, als sie Von schrecklicher Belagerung gedrängt, 82 Der Türken Wuth und Grau'l umdonnerten. Für eure Sitten nur ist sie besorgt. Weil sie des Mars zwanglose Freyheit kennt, Besorgt für eure Tage, tief erwägend Die schönen Hoffnungen, die, wär'tihr, ach! Zum Fall bestimmt, mit euch zusammensänken. Gekommen war der Fürst, hoch überragend 606 Auf stolzem Roß, auf Schmuck und Schönheit stolz, Und dicht umringt von grauer Feldherrn Kreis. Auf goldnem Wagen folgt, von blendend weißem Gespann der Stadt entführt, die Gatrinn ihm. Urplötzlich schallt auf voller Flach' umher Der Freudigen, Heilwünschenden Geschreyi Mit niederwärts gesenkten Fahnen wird Itzt Huldigung gezollt; die Schwerter blinken Gezückt, undfiammensprühend blitzt entlang Der Waffen starrer Wald mit freud'gem Donner. Fernher aus schmetterndem Metall' ertönten Drommeten, Trommeln rolleten, entfaltend Dte schwarzen Adler flackerten die Fahnen Hoch in der Luft. Dann mustert die Geschwader 6io Der Fürst der Ordnung nach, mit holdem Wort, Mit Vaterblicken Jedem zugewandt. Und sieh! vom nähern Strahl der Majestät Entflammen sich von Neuem alle Busen, Und Liebesgluth erglänzt aus allen Augen: Wie, wann aus Eos 49) Fluth der holde Titan 5 c») 61 5 Sich hebt, daö Meer von seinem Strahl entbrennt, Und flammig wogt, und hoch am Horizont 83 Zerstreut Gewölk im Feuersaume schimmert. Frey unterm Himmel, in der Mirte stand Von Fackelschein umglanzt, umdampft von Weihrauch/ DeS Ewigen Altar. Im Opfe; kleide. Die hehre Stirn geschmückt mit goldner Insel, 6sü Bringt hier der Priester dar das heil'ge Opfer, Und söhnet Gott, und fleht zum Himnust auf, Hieher dringt jeder Fahnenträger sein Panier, geschmückt mit Bändern, die herab . ^ Von der mit Lorbeern frisch umlarrbten Spitze Die Luft durchwehn. Den Bändern harte selbst 6s9 Die Fürstinn eingestickt den eignen Nahmen > Und Worte, voll dankbaren Angedenkens. Itzt auf die Fahnen, die mit frommer Ehrfurcht Die Scheitel senkten, legt nach Brauch der Prieste.p Die heil'gen Hand', und zündet Weihrauch an, Und netzt sie mit dem Thau geweihten Quells. Demüthig dann, die Hände hoch erhebend, 63« Fleht er zum Ewigen mit Mund und Herz: Beglücken mög' er ihn, den Kaiser, segnen Des Kaisers Haus und Karln, auf dem, gefährdet. Des Vaterlandes Sache ruh', daß er Nach so viel SiegStropha'n am Rhein und Ister Auch itzt als Sieger kehr'; anschauen mög' er Mit gnad'gem Blick auch dieser Streiter Schaar, Von Schlachtendurst entbrannt, bedenkend, das; Auch seine Sach' ihr treuer Arm verfechte; Er wisse ja, wie schon dieselbe Wuth, Die diesen Krieg entflammt, auch seine Tempel 64 Zerstört, Altäre frevelnd umgestürzt, 840 Und jedes Heiligthum in Staub getreten. Zur Seite stehen mög' er drum auch seinen Verteidigern, des Alters schonen, das So großen Dienst dem Vaterland verheiße, Daß sie den Feind aus unfern Grenzen schlagen, Und in der Heimath, die sie wiederschaun. Die Waffen froh aufhängend, zu den Künsten DeS Friedens, unverderbt, zurücke kehren. 045 Auch woll' er es bewahren, dieses Volk, ^ Das Fürsten ehr' und die Religion, Bewahren diese Stadt, des Reiches Haupt, - 'r ' Und, kehr' er einst zurück, der holde Frieden, Sie fürder lassen unter Ostreichs Zepter Die Nationen all', Äonen lang, 5i) Wie jetzt und vormahls immer, hochbeglückt! 65o' Kaum hat er so gefleht, so schwüren Alle, Gen Himmel, den sie schaun, d!e° Recht' erhebend: Zu Land' und Meer, rings durch die weite Welt, Für Fürst und Vaterland, die mehr sie liebten. Als ihrer Tage Rest, sich mukhig in Der Femde Schwall zu stürzen, Tod und Leben 855 Nicht achtend, und zu Boden sie zu strecken Mit tapfrem Arm, die Fahne nicht zulasten, Es sey, daß Leib und Leben sie verlasse. Es sollte diesen Schwur die Erde Horen, Ihn hören hoch der Sterne Kreis, ihn hören DeS Meineids Rächerin«, die Unterwelt! Als dieß der Fürst vernahm, und still erwog, - 660 65 Mit welcher Treu das Volk, das er mit Treu Beherrscht und mit Gesetz, 52) mit welcher Lieb' es Die milde Herrschaft lohne, feuchtet' ihm Der Wangen Blüthe sich mit Wonnethranen, Die aus des Herzens tiefster Tief' ihm quollen: Und nirgends sah die Gottheit, niederblickend Vom Himmel auf die meerumflofs'ne Erde, 665 Was menschlich Größer-, ihrer Würdigers, Als solche Volkstreu, solche Fürstenliebe! Schon tönt zum Abmarsch das ersehnte Zeichen: Zugleich erheben Waffen sich und Fahnen Und muthiges Geschrey. Das Volk macht Platz: Mit weitgeschwenkten Flügeln wogt daS Heer 670 Wie Meeresfluth: und schon beginnt's den Marsch, Und scheidet von der Stadt, der traurenden. Zurück oft blickend nach der süßen Heimath. Voran der Adler Flug, der leitenden; Geschlossen Mann an Mann, in gleichem Schritt; . 675 Ununterbrochen folgend Trupp auf Trupp. Zum Himmel steigt ein unermeßlich Tosen, Und von der Stadt erhabnen Wällen hallt Zurück, sich viel durchkreuzend, der Drommeten Geschmetter, der Waffen Geklirr, der Trommeln Geröll. Zur Seite geht, die Rechte herzlich drückend Den Wallenden, der Freunde Schaar, wetteifernd 660 Des Vorraths und der Waffen Last zu tragen. Und so des Kriegs Beschwerde zu erleichtern, Die von der Stirn, der ungewohnten, trieft.. Der Kriege Wuth verwünschend, stehn umher 86 Die Mütter, die nicht floh'n, auf Wall und Mauer«, Und Schwestern abgehärmt, durch Staubgewölk, Das wirbelnd sich erhebt, so weit sie können, 895 Den Scheidenden mit Aug' und Wünschen folgend! So vieler Männer, so der Jugend Blüthe Beraubt, glich einer Feste Vindobona, Vom Feind' umlagert. Sparsam auf den Straßen Erscheint das Volk: nur selten ein Tumult; Und stummer Schmerz herrscht überall. Des Handels 89c, Getriebe stockt; die edlern Künste schlummern; Entblößt der Hand' und Arme starren die Werkstätten; keine Schul' ertönt vom Laut Der Lernenden; leer stehe»» die Gerichte: Denn für das Eigne nicht, nur für den Staat War jeder itzt besorgt. Auch du, o Hain, der Fröhlichkeit geweiht, 8^5 Schwiegst traurig itzt: an lauten Freuden sonst Wetteifernd mit der Stadt, damahls an Trauer. Dein Schooß stand öd' und leer; dein Busen Umfing statt froher Bürger nicht'ge Schatten. Die Thür verschlossen, trauren deine Hütten, Die gastlichen: kein Bux ertönt, kein Horn, 900 Kein Elfenbein. In öder Gegend, einsam Und unbehorcht, verschwendet Philomele Ihr Lied. Des WildeS Stimme nur, der Rinder Gebrüll ertönt; denn ach! sie ängstet nicht Der Zukunft Loos, sie kennen nicht die Liebe Zum Vaterland, nicht Sorge für das Haus, Jndeß beschäftiget sich Alles mit 90!? «7 Befestigung der Stadt. Den Pflug verlaßt Der Landmann, mischt zu Bürgerschaaren sich. Und wühlet Tag und Nacht den Boden aus, Mit steilem Wall' und tiefgehöhlten Graben, Des Feindes Zögerung, die Stadt umschlingend. Zn alte Förft' eilt man mit scharfer Axt, Und richtet große Niederlagen an: 910 Von hohen Bergen wälzt man Stamme nieder. Und bildet sie zu spitzen Palisaden; Und Rosse, sonst von Gold umstrahlte Wagen Zu ziehn gewohnt, itzt sonder Unterschied Des Herren, schleppen ste, anstatt des Pomps, Auf Karren ungeheure Waldrmnen. Befestigt wird mit angebrannten Pfählen 9 »5 Der Wall, und wo, in Hoffnung langer Ruh Gepflanzte Hecken sonst mit frischem Laub Die Wäll'umschatteten, da starrte jetzt Um die Verschanzungen mit dichten Spitzen Ein dürrer Wald. Nicht Aufschub gilt, noch Rast! Die Spuren eines langgenoßnen Friedens, 920 Der Mauern Risse, gähnend, füllt man aus; Der Thore Schloß, durch hundert Jahre nicht Berührt, und die vom Rost zerfreßnen Riegel Macht man zurecht. Mit Rossen führet man Herbey, und stellt auf den bethürmten Wall Umher das eherne, vielfachen Mord Ausspeyende Geschütz, und tödtend Eisen, 92!) Zu weitem Schuß bestimmt. Selbst, da daS Loos So bitter drängt, so eilt das schwächere. 68 Unkriegrische Geschlecht die Nadel zu Vertauschen mit dem Karst, und unterzieht Der Arbeit helfend sich; und Kräfte gibt Die hochgeliebte Stadt. Die flechten Körb' Aus Ruthen hier, und füllen es, 9Z0 Das Schanzwerk, das bewegliche, mit Erdreich. In Krügen bringen Andre Wein, und reichen Aus vollen Körben Brod, für Durst und Arbeit Zur Linderung. Auf tausend Wegen eifern Noch Andre beyzustehn dem Vaterland. Den Kriegern, die erschöpft durch Wunden schon Das Härteste im Feld' erduldeten. Verschaffen Frauen, glanzend so durch Tugend 9^5 Wie durch Geburt, großmüthig jede Art Von Hüls und Trost. Ein Theil bereitet Kleider; Ein andrer schafft aus feinerem Gewebe Verband', und zupft, das tapfre Blut zu trinken Bestimmte Faden; noch ein andrer glüht Durch Andacht und Gelübd zu nützen. Diese . 940 Besuchen die in heil'ge Trauer damahls Gehülleten Altar', und hingeworfen. Mit ihren Knieen kehren sie die Tempel, Die des Erlösers Tod beweinten 53 ), sich Die Brust zerschlagend. Alle zeigten Muth Und fromme Treu dem theuren Vaterland! Auch er, den meine Muse preist, der Hain, ' 94^ Ach! allzunah den Mauern Vindobonens, Ergriffen ward auch er, und von der Axt , Der grausamen, verwundet, stöhnt' er laut. LS Gehauen stürzt auch hier die hohe Ulme, Und sinket sterbend in die eignen Schatten; Die Riesenpappel stürzt, und ihre Wurzeln, Der Erde Mutterbrust entrissen, sind g5o Der Winde Spiel, die lange sie besiegt. Dem Ufer wird die Weide, das Gesträuch Der Flur entrafft, und ungeheure Körbe Zu Schutz und Schirm der Streiter draus geflochten. Der weiche Wiesenplan, der sonst zu Spiel' Und Tanz gedient, eröffnet abwärts gähnend Dem rohen Grabscheit sich zu tiefen Gräben, y55 Und starr von tausend Spitzen steigt ein Wall. Selbst an der Schwelle des der Fröhlichkeit Geweihten Hains begegnen Schreckenbildcr Und drohende Gestalten, und die Insel, Elysiums beglückten Fluren ähnlich. Sie gleicht dem grausen Tummelplatz des Mars. 960 Und wenig fehlte, daß die wüthende Bellona die verderbenschwangre Fackel Auch hieher schleudert', und der ganze Hain Ein ungeheurer Schutt in Asche rauchend. Da lag, auf dem der Mütter Schaar den Tod Der für das Vaterland erschlagnen Söhne Am Hügel ihres Grabs beweineten. Z65 Doch die gerechte Vorsicht wendet' Alles Zum Besseren. Vom hohen Himmel stieg, Zur Erde kehrend, der ersehnte Friede, Der Fried', in seiner Rechten die Olive, Der Früchte Füllhorn in der Linken tragend. 97« 9« Zhm folgt, im Strahlenglanz, mit heiterm Blick, Die Freude nach, mir Rosen sich die Schlafe, Den Becher, den sie trägt, mit Rosen kränzend. So zog die Göttinn wieder in den Hain, Den ihr geheiligten, verlaßnen Sitz. Verscheucht sind Graus und Schrecken, und es kehren Die 2"bel, Chor', und Schmaus, es kehrt der Festtanz 975 Und die gewohnten Spie!', io! 54) zurück. 9i Einige erläuternde Anmerkungen. 1) Der frühere» in den Schriften der Alten verkommende Nahmen des Fleckens oder der Stadt, auf deren Stelle das heutige Wien steht» 2) Die Musen» die Göttinnen der schönen» edleren Künste» besonders der Dichtkunst, sogenannt von dem ihnen geheiligten Berge PieruS i« Thessalien. Andere leiten die Benennung aus andern Quellen ab. 3 ) Diana, die Vorsteherin» der Wälder und Haine» daher auch der Jagd. 4) Die Donau. Die römischen Schriftsteller nennen sie bald Danubius, bald Jster, fkioominis Istrr, Orick.) wiewohl die letztere Benennung mehr den unteren Theil derselben, von dem Einflüsse der Save an» bezeichnet. 5) Was der Verfasser von den Hirschen sagt, gilt seit mehreren Jahren nicht mehr. Seit zwey Jahren sind sie völlig verschwunden. 6) Eine Tochter des Thaumas und der Elektra, Dienerinn und Gesand- tinn der Inno. In der fabelhaften Meteorologie ist sie der Regenbogen. ?) Ein anmuthiges, von Bächen oder Flüssen durchschnittenes Thal» eine paradiesische Gegend. Das berühmteste Tempe war in Thessalien, (He,- »alr l'empe, Horst.) vom Peneus durchströmt. Eine kurze Beschreibung desselben gibt Älian, Var. Histor. I». HI. o. I. s) So nannten die Römer den Kahlenberg. V4onfe» Lerü, die von demselben auslaufende Bergkette. y) Das Camaldulenserkloster; das unter Josephs II. Regierung aufgehoben ward. io)Srkus, die Unterwelt, das Schattenreich, auch sein Beherrschet Pluto, 92 11) Die Götkinn Flora. Zephyr liebte die Nymphe, und machte sie zur Herrscherin» über Blüthen und Blumen. — Llilori, eram, c;u»e Lloru vocor: corruxNL latino Noioioi, ert nostri ütsrn Arueoa , 000 . LLIori, eraro cnmpi kelici,. Oviä. I'ustor. L. V. v. iy5. 12) Nymphen der Wiesen, von Limon, Wiese. 2>n Original sind die Napäcn genannt, Thalnymphen, von Is»s»e, Waldthal. 13) Dryaden, Nymphen der Bäume, von vr),, Eiche, Baum. 14) Wer kennt nicht diese gehörnten, docksußigen, gewandten, leichtfertigen, lüsternen Dämonen, womit die kindliche Phantasie der griechischen Vorwelt die Wälder bevölkerte? 15) Ein den Musen geheiligter Berg in Thessalien. 1b) Apollo, der Vorsteher der Musen. Sonst führte er diesen Nahmen als der strahlende Honnengott. 17) Kothurn, eine Art hoher Halbflirfel» dergleichen auch in den Tragödien Helden und Halbgötter trugen. iS) Die gewöhnlichen Attribute und Lage der Flusigötter. ly) Das sogenannte LusthauS. 20) Eine Landschaft in Afrika, oft Afrika selbst , woher die üppigen Römer zu ihren Prachtgebäuden kostbaren Marmor und Steine höhlten. 21) Olvmp» in der Dichtersprache der Himmel; eigentlich der Nahmen mehrerer Berge, besonders des höchsten in Thessalien, den die frühere Vorwelt als den Wohnsitz der Götter betrachtete. 22) Don Österreich, Ungarn und Mähren. 23) Ungarn. Eigentlich nannten die Römer den am südlichen Ufer der Donau gelegenen Thril des heutigen Ungarns, den Theil Österreichs bis an den Kahlenberg mitgerechnet, ksanonis. 24) Die Götlinn des Getreides. 25) kontu» Luxion,, das schwarze Meer. 2hm benachbart sind die Walachey, die Moldau, Bulgarien und Rumelien. 2b) Der Augarten. 27) Wohnung, Haus. Laren waren im alten Rom eigentlich Schutzgötter, besonder- der Häuser und Wohnungen. 2eveS Haus hatte sein LurAriuni, eine Kapelle, worin die Bilder der Laren standen, denen man Weihrauch und Speisen opferte. 28) Der Sonnengott: eigentlich ein Beynahme des Apollo» von EynthuS» einem Berge aus der 2nsel Delos, wo er mit seiner Zwillingsschwester Drana geboren war. 2 y) Saba, die Hauptstadt der Sabäer, eines ehmals reichen Volkes' im südlichen Arabien. Bon dorther zogen die Griechen und Römer chren Weihrauch. ^.radum ziroptsr rdurn clarissi-ni. klia. Für unsere Welt ist jene Gegend dadurch interessant geworden, daß sie Las Vaterland der beliebten, Griechenland und Rom unbekannt gebliebenen, Kaffehbohne ist. 7,0) 2oh. Nicot, aus Languedoc, brachte um das Jahr löbl aus Portugal!, wo er französischer Geschäftsträger gewesen war, die Taback- pflanze mir nach Frankreich, wo er sie in die königlichen Garten verpflanzte. Don ihm erhielt sie den Nahmen lierbu Vivcni'saa. 31) In der Dichtersprache, dem Feuer. Vulkan» AphroditenS Gemahl, der Gott des Feuers und der Künstler, die im Feuer arbeiten. 32) Der unzertrennliche Gefährte und Freund des Helden ÄneaS; daher das siäus Skates zum Sprichworts geworden. 33) Es ist bekannt, daß eine Vestalin«, die das ihr anvertraute heilige Feuer der Vesta erlöschen ließ, hart gezüchtigt, und von dem Lber- priester, kontisex muxinau», mit Ruthen gegeißelt ward. 34) Der Gott der Ehen. 35) So hieß bekanntlich der hundertäugige Wächter, welchem Jupiter die in eine Kuh verwandelte Jo anvertraute, um sie vor den Nachstellungen seiner eifersüchtigen Gattin« zu sichern. Nur je zwey seiner Augen schlummerten abwechselnd. 2b) Den Ärzten. Äsculapius, ein Sohn des Apollo und der Nymphe Eoronis, Erweiterer der Arzneywissenschaft, die sein Vater erfunden hatte. Da er durch seine Kunst sogar Todte zum Leben erweckte, ward er auf die von Pluto deßhalb gemachten Beschwerden, von Jupiter mit dem Blitzstrahl gerödtet. 37) Luna, oder Phöbe, der Mond, eine Schwester des Sol, Phöbus. ^ 36) Sohn des Jupiter und der Danae, einer der glänzendsten Heroen der griechischen Dorwelt. Don den Nymphen mit Flügelschuhen» von Pluto mir Tasche und Helm, von Merkur mit einem diamantnen Schwerte, von Minerven endlich mit einem Spiegelschilde beschenkt und ausgerüstet, flog er durch die Lüfte nach dem schrecklichen Aufenthalte der schlangenhaarigen Gorgonen, und schlug der furchtbaren Medusa» während sie schlummerte» das Haupt ab. Aus dem hervorsprudelnden Blute entsprang das geflügelte Roß, Pegasus. Per, seus schwang sich darauf, durchschnitt die Lüfte, und befreyte die Königstochter Andromeda, indem er das Seeungeheuer tödtete, dem zur Beute sie an einen Felsen gekettet war. Beyde schimmern als Sternbilder am Horizont. 94 zy) Eine Art flacher, niederer Schuhe, deren sich Schauspieler in der Comödie bedienten: daher wird dieses Wort oft für Comödie, so wie Kothurn für Tragödie, gesetzt. 40) In» Jahre 17Y7. 41) Der ehmalige, alte Nahmen von Frankreich. Dieses Land ward im 5ten Jahrhunderte von einem deutschen Volke, den Franken, erobert. Indcß scheinen die Hauptzüge i» dem Nationalcharakter der alten Gallier keine grosse Änderung erlitten zu haben. 42) Bey den alten Dichtern eine Tochter der Erde, und Schwester der Giganten Cöus und Enceladus. Ovid setzt Ihren Wohnsitz zwischen Erde, Himmel und Meer. Der Dorhof ihres stets und von allen Seiten offenen Pallaftes wimmelt von einem unstäte» , müßigen und geschäftigen Völkchen. Aus und ein gehen da die Leichtgläubigkeit/ -er kecke Wahn, die grundlose Freude, die zagende Furcht, der schleichende Aufruhr, das Geflüster u. s. w. Treffend und interessant sind die allegorischen Beschreibungen der Fama in Virgils ^.c-neick. L>. IV. v. 174, und Lvlds sVIetumorzili. I,. XU. v 2Y. 42) Wohnsitz, Burg. Die Penaten waren Schutzgötter sowohl ganzer Völker als einzelner Familien. Man verehrte sie im Innern des HauseS; daher dieses Wort, so wie Lures, von denen sie nicht viel unterschieden waren, oft das Haus bezeichnet. 44) Hesperus, der Abendstern. In der Fabel ist er der Vater oder Bruder des Atlas, und Vater der Hespenden. 45) Eine Gohorte war bey den Römern der zehnte Theil einer Legion. War diese, wie z.B. in den letzten Zeiten der Republik, 4200 M. stark, so bestand jene , ohne die Reiterey und die Hülfstruppcn , aus 420 M. 4b) Phalanx — ein Truppencorps bey den Macedoniern, dessen Stärke nickt »mmer gleich war. Einige Schriftsteller geben dem einfachen Phalanx 8060 Mann, 47) Himmel. Der Theil für das Ganze. 48) Die Studierenden, welche ein eigenes Corps bildeten. 4Y) Die griechische Benennung dex Morgenröthe, Jurors. 50) Sohn des Hyperion , Enkel des Titan, hier als Sonnengott, in welcher Eigenschaft oft PhöbuS mit ihm verwechselt wird. 51) Äon — ein Jahrhundert, eine Ewigkeit. 52) Lege et ticke — der Wahlspruch Kaiser Franz l. 52) Man feyerte damahls eben die Charwoche. 54) Freuden-und Triumphausruf der Alten, unserm Juheh ! oder Juch- Hey ! an Gestalt und Bedeutung ähnlich, mir daß das letztere für die höhere Schreibart nicht edel genug ist. M-