Reue sehr mtrcßante AOMgmg in Herrn Müllers auf dem Koblmarkt Nro- 167. im ersten Stock, ober den bekannten Millamschen Koffehaus befindlichen Kunst-Kabinet ist eine Lebensgroß sprechend ähnliche Abbildung Seiner Maje st ät -er Mtgliln in Frankreich aufgestellet, welche um so intereßanter wird, weil es dem Künstler gelungen ist, das erhabene un- große in diese Bildung hinein zu bringen, welches er vor 7 Jahren in Versailles an dieser damahlS von ihren Volke so angebcteten großen Königinn selbst zu bewundern das Glück hatte. Man wird in dieser majestätischen Abbildung die Größe der Seele lesen, welche diese erhabene Unglückliche in ihren jezigen unermeßlichen seiden durch ihre bewunderungswerthe Standhaftigkeit zeiget, neben ihr sitzt nachdenkend ihr von seinen undankbaren verblendeten Volke so grausam gemordete Gemahl sudwig der XVI. König in Frankreich ebenfalls sprechend ähnlich, wie er vor 7 Jahren von Herrn Müller in Versailles gesehen war. ' Ausser diesen intreffanten durchlauchtigsten Abbildungen sind auch Se. Mgl. Hvhctt ker Erzherzog Karl, welcher sich durch seinen Heldenmuth und besondere Herzensgüte so sehr ausgezeichnet hat lebensgroß. Dem so allgemein geäuserten Wunsch Genüge zu leisten ist auch die kleine Erzherzogin königl. Hoh.ett Tochter unsers geliebtesten Monarchen lebensgroß mit allen möglichen Fleiß nach der Natur bearbeitet, sprechend ähnlich aufgestetlet. Oesterreichs Held Sr. Durchlaucht der Feldmarschall Prinz Kvburg sprechend ähnlich« Der von denselben wegen seiner wichtigen geleisteten Dienste so sehr angerühmte O d r i st e Mack auch sehr ähnlich. Nebst noch vielen andern Kunstwerken und prächtigen Verzierungen in diesen mit vielen Pracht eingerichteten Kabinct zugewachscn, wer es vor 14 Tagen gesehen, wird grosse Verschönerung finden, und wer es noch nie oder doch schon lange nicht besucht hat, wird gewiß angenehm überrascht, daß unermüdete Bestreben des Künstlers bewundern, welcher alle seine Kräfte aufbieret und keine Kosten scheuet um fortwährend den ihm hishero so allgemein gütigst geschenkten Beyfall verdienen. Genauer Beschreibung der in dieser—Kunstsammlung befindlichen Werke wäre'zu weirlän, fig, nur will man noch bemerken, daß sich darinn verschiedene pretiose mechanische Werke, und nmst« kalische Uhren befinden, durch welche abwechslend auch das Ohr des Zusehers ergötzet wird. Das Kabinct ist von Früh 8 Uhr bis Nachts i o Uhr für Jederm«nn offen , und zahlet die Perton beim Eintritt 20 kr. wofür sie ein Biller erhält, welches im Kabinet wider abgegeben wird. Bediente so auf ihre Herrn warten, bleiben in Vorzimmer wenn für sie keine Billets gelöset werdeu. Wer die in einen besonderen Zimmer befindliche anatomisch bearbeitete weibliche Figur zerlegter sehen H,ll, zahlet besonders 20 kr. für die Person. Auch find bei Her«« Müller sehr ähnliche Medaillons aus kolorirter Mafia verfertigt, von Sr. Majestät unfern geliebtesten Monarchen Kaiser Franz den Zweiten und von Sr. Durchlaucht den würdigen Helden Oesterreichs, Prinzen von Koburg auf Pränumeration das Stück pr. S Dukaten zu haben; jeder Pränume- ra»t bekommt sein bestellte Medaillon l Monat nach der Hestellun-, und kann eines von jeden in Augenschein nehmen, wenn er pränumeritt.