si»«unll»«v7 l Zm Patz Bureau. «raniter. Also direct nach Frankfurt geht die Reisender. Barrikadenmaan. — . R^s»?-kharakter »dr Beschäftigung? «,« «t, r. »! - s »v» »»hl' - reisen also wahr- . Reisender. Zu diene«! - «'ist jetzt der rekle», scheinlich in «»schäften? te-e »rtikel. — Frankfurt a. M. (Aufklärung tber die letzten Ereignisse. — Ger- main Metternich gefangen.) Despotische Gesetz-Anträge folgen Schlag auf Schlag: Aufhebung des Verein srechtes — neue Iujurien und Aufruhrgesetze, Eensur und Demoeraten-Jagd, kurz die ganze Litanei unseres alten schändlichen Systems wurde uns vorgekäut und mit neuen Zusätzen vermehrt. — Die Majorität (Mehrzahl) wirft keck ihre Maske ab, klagt an, verfolgt, verdächtigt, will sich rächen, sie späht und sucht nach einer weitverzweigten Verschwörung; Lügen und Derläumdungen aller Art gegen die Linke werden ausgestreut und colportirt — «er nicht glaubt — der wird bedroht, die Majorität hat, was sie will — den Belagerungs-Zustand, das Standrecht, Ausnahmsgesetze, Vertrauensvota für ein Ministerium, daS unterm Jubel der Majorität gestürzt wurde und sich jetzt-auf die Säbel und Bajonette der rohen Gewalt stützt. — Spione und Emissäre berichten, war ihre Herren wünschen, Dutzende von Schreibern stehen in hohem Solde und erbiethen sich zu bezeugen und zu beschwören, was geredet und verschworen worden sein soll — die eine Hälfte des deutschen Volkes soll die andere Hälfte verfolgen, fesseln, einkerkern, richten und hinrichten. — Auf dem Wege stehen wir jetzt in Frankfurt. — Du arme deutsche Ehre und Treue! in welche Hände wirst du gerathen! Wir sind das Volk, sagen die Herren der Rechten laut, das andere ist der Pöbel. — Merke dir das, du deutsches Volk! — Die Obe rPostamts-Zeitung, das offizielle Organ, verlangt die schleunige Auflösung aller demokratischen Vereine, selbst in Wien und Berlin, dazu sei die Central-Gewalt geschaffen und dazu werde ihm der Gehorsam und der gute Wille der Einzelregierungen nicht versagt werden. — Also dazu ist die Centralgewalt da! — Allgemein sprechen die Bürger es hier aus, daß dieser Kampf mit Gewalt herbeigezogen sei. — Gestern war die Zahl der gefallenen Soldaten schon auf 72 — * die der Verwundeten aus 145 berechnet, — von den Bürgern 40 Todte und 18 Verwundete. — Der Anlaß des Todes Lichnowskys ist noch nicht klar. Er ist gebethen und be- schworen worden, sich keiner Gefahr auSzuse- Hen, er hat aber keinen Rath gehört. Am lg. Abends wurden zwischen 30und 40 Gefangene unter scharfer Bedeckung zur Launus-Eisenbahn gebracht, um auf derselben nach Mainz tranzportirl zu werden. — Ger» main Metternich wurde heute Morgens, als er ruhig über die Straße ging, von Soldaten verhaftet und ist schwer in den Hals durch Stiche verwundet worden. Berlin. (Plünderung durch Soldaten. — Soldaten-Rüstungen) Die Aufregung ist unbeschreiblich. — Einem weit verbreiteten Gerüchte zu Folge hat man hier nicht weniger zu erwarten, als die Wiederholung der Frankfurter Ereignisse. Es heißt, daß eine Reaktions-Parthei das Volk aufwiegeln und zum Aeußersten treiben wolle, um auf einen Schlag viel zu gewinnen, nämlich die Sprengung der Nationalversammlung, die Auflösung der Clubbs, die Blockade und das Bombardement von Berlin, den Belagerungs- Zustand, die Vernichtung aller Errungenschaften und die Herstellung des Absolutismus — daran glaubt wenigstens mehr als die Hälfte Berlins. — Bemerkenswerth ist — und dieß wird hier im Volke vielfach hervorgehoben — daß die erste Plünderung, die hier in Berlin erfolgte, von Soldaten verübt ist, an einem Tage, an welchem der General von Wrangel mit denselben Soldaten den Heerd der Bür- ger zu schützen verhieß. Dem ganz un- brtheiligten Kaufmann Wigaart, dessen ganzes Vergehen darin bestand, daß ein von den Sol» daten verletzter Constabler in seinem Laden Schutz suchte, wurden von den Soldaten 15,000 Cigarren geraubt. — Die Soldaten sind in ihre Casernen consignirt, sie führen rin jeder 60 scharfe Patronen. — In Char« lottenburg steht ein Artilleriepark, unter dem sich dieselbe Haubitze befindet, mit welcher am 18-März die Kämpfer auf der breiten Straße niedergeschmettert worden sind^ — Die Infanterie in Charlottenburg ist mit neuen Zündnadelgewehren armirt, mit denen sie auf 400 Schritt kaum ihren Mann verfehlen dürften. Nachrichten aus Wiens Umgebungen. Auf den Stationen der Nordbahn Lun» denburg und Gänserndorf sind beträchtliche Truppenmaffen zusammengezogen, die noch täglich verstärkt werden unter dem Vorwände der Deckung der Gränze gegen Ungarn. — Aus Prag vernimmt man, daß daselbst die demokratische (volksfreundliche) Parthei bei den Gemeinde-Wahlen und bei den Wah» len der Nationalgarde - Offiziere vollständig gesiegt und daher lauter Männer des Volkes durchgesetzt habe. — Wien nehme sich ein Beispiel. — Die Herrschaft Königswart in Böh« men, welche dem Fürsten Metternich gehörte — wurde eingezogen und als Staatsgut erklärt. — Die Herrschaftsbeamten erhielten die Weisung, sich als Staatsbeamte zu be» trachten. — (Auch eine Wirkung einer Interpellation (Anfrage) im Reichstage! Aus der Wallach «i läuft die Nachricht ein, daß in der Gegend von Widdin ein auf 12,000 Mann sich belaufendes türkisches Armeekorps sich gesammelt habe. SuKman Pascha — der den Wallachen in ihren Freiheitsbestrebungen' gute Hoffnung gab — wurde von der hohen Pforte durch Tant Effendi ersetzt — welcher (hört! hört!) die Weisung erhielt^ im Einverständnisse mit Rußland den alten Zustand in der Wallachei wieder her- zustellen. 50,000 Mann Russen werden zu diesem Zwecke aus der Moldau in die Walla» chei einrücken. — Neuestes. Die österreichisch - ungarische Frage geht offenbar ihrer Lösung entgegen. Die Ernennung des Grafen Lamberg zum Mi» litär - Gouverneur von Ungarn und den dazn gehörigen Ländern, Croatien nicht ausgenommen, und ein gegenseitiges Annähern beider Parteien wird daher diesem unseligen Bürgerkrieg ein Ziel setzen. Zu haben beim Herausgeber, Breitenfeld Nr. 6- — Gedruckt bei M. Lell. 9. 48.