Nene der Wiener Studenten. Von Ludwig Eckardt, Nazionalgardi^. (Geschrieben in der Nacht des IS. März, des >.Iäns Nsrtis snr die Finsterlinge.) ^)ott erhalte uns Studenten In dem Streite für das Licht: Auf daß Nacht und Jrrschein enden, Und die Knute wüthe nicht! Ist es Friede, herrscht die Feder, I» dem Kriege herrscht das Schwert; Darum doppelt stark ein Jeder, Der mit Beiden sich bewehrt. Gott erhalt die Nazionen Welche ohne Vorurtheil Aus des Landes fernsten Zonen Einig kämpften für das Heil! Würdig seien wir der Freiheit Für die jeder Bürger ficht, Und der Farben heilge Dreiheit Deute Liebe, Recht und Pflicht! Gott erhalte freie Presse, Deutscher Freiheit Unterpfand, Damit die Zensur nicht messe Des Gedanken weites Land. Frei wie Lust sei der Gedanke, Mächtig wie der Donaustrom: In der Pflicht jetzt Keiner wanke Aus dem Heilgen Hochschuldom! Gott erhalte den Befreier Und befreiten Ferdinand! Denn so manche Ungeheuer Standen zwischen Fürst und Land. Unser Blut für freie Lehre, Unser Blut für Bnrgerthum: D>e gefallen in der Wehre, Nennt die Zukunft bald mit Ruhm Gott ganz Österreich erhalte Welches jetzt das erste Land! Unser Eifer nicht erkalte, Nimmer ruhe unsre Hand! Wie in Dichtkunst, so im Leben Schaffen wir die Morgenrökh', Welche schön zum Herzerheben Über Deutschland stolz anfgeht! 6-0558