50d84AhfchLehSgruß der Tiroler an Ihren geliebten E r z h e r z o g Z o h a n n. Wn unsren Gränzen keck der Feind schon stand. Doch herrscht im Lande wenig reges Lebe», Da kamst als Schutzgeist Du ins Alpenland Und hast Begeisterung dem Land hegeben; Dein Name war das schöpferische Werde, Das Kriegerschaaren stampfte aus der Erde. Auf Deinen Ruf zieht aus dem fernsten Thal Der Aelpler, um die Gränzen zu beschützen, Dem Feind zu biethen seine Brust als Wall, , Sein Blut für seinen Kaiser zu verspritzen. Sein Talisman gegen die Feuerschlündc Ist ihm bloß Deine weiß und grüne Binde. Hier hast Dn Deiner Sendung Werk vollbracht, Geschützet sind des deutschen Bundes Gränzen, Du siehcst nun in altgewohnter Pracht Den Ruhm, die Ehre dieses Landls erglänzen. Um gleichen Ruhm nun einem and'rcn Land zu geben, Ziebt Dich von uns Dein hohes edles Streben. Ein Blümchen, das gepflanzt auf üppigen Grund, Droht nun des Samums Gifthanch zu zerknicken, Die ganze Holl' ist mit dem Sturm' im Bund, Der Gärtner blicket an mit Tbränenblicken Das welke Blümchen, in der Blumenreibe Das edelste, genannt: die Bölkertrenc. Da schicket er als weisen Retter Dich, Der Leben geben soll der welken Blume, Und Du, Du rettest sie ganz sicherlich; Ja! Du gibst Wien zurück dem alten Ruhme. Zu kräftig und zu fruchtbar ist die Erde, Als daß die Blum' ein Raub des Sturmes werde. Auch dort wie hier in alter Liebe glüh'n Die Herzen für den angestammten Fürsten; Es ist umstricket nur der treue Sinn Von Leuten, die nach Oesterreichs Falle dürsten. Und welche Herzen einznschlummern wagen, Die für den besten Kaiser stets geschlagen. Im Jüngling sich der alte Keim noch regt Von Recht und Pflicht, von Liebe und von Treue; Er schlummert bloß, doch wird er aufgeweckt, So grünen diese Blumen ja auf's Neue. Ein Zauber hält die treue Stadt umfangen. Erfüllt die Schwesterstädtc wobl mir Bangen. Zu lösen diesen argen Zanberbanu Ist Dir, o edler Herr, nun Vorbehalten, Au retten Wien von jenes Mißtran'ns Wahn, Der wie des Nachtphantomes Truggestalteu In Hütten, so wie in Pallästen schleichet. Der Bürger Haupt vor Angst und Sorge» bleichet. Gelingen wird das Werk, es bürgt dafür Nicht bloß Dein Nam', auch selbst die Wiener Bürger, Du bannst das Truggespenst; Ein Wort von Dir, Der Wühler schweigt, der Freiheit ärgster Würger. Kaum läßt Dli dort Dein berzlich Wort erschallen. Als auch vom Geistesau.q' die Schuppen fallen.?" So zieh' nun mit dem Schutz des Höchsten fort, Und fübr' das Segeuswerk zum besten Ende, Führ' Oesterreich rettend in den sichern Port, Daß alle Völker sich die Bruderbünde Mit alter Lieb' sich reichen bald als Brüder, O tödte schnell der Sp rachen zw ietracht Hyder. Nimm der Tiroler Dankeszähre» mit. Für Alles, was Du warst und bist dem Lande, Dir dankbar jedes Herz entgegenglüht, .Und ewig währen uns'rer Liebe Bande. Ja, nach dem Kaiser, den wir hier besitzen. Wir gleich für Dich das Herzblut gern verspritzen. Und hast Du daun verscheut den Fiebertraum Mit Deiner Herzensworte Segensweihe, Und grünt, der Eiche gleich, als Lebensbaum Das Blümchen der gesammten Völkertreue, Dann laß, o Herr, bald diese treuenGauen Das Antlitz unsres Schutzgeists wieder schaue«. Innsbruck am IN. Juni 1848. Magner'sche Blichkeuckerei.