ay erri! Jetzt gilt es die Ehre und Selbstständigkeit, den Ruhm und die Macht unseres Vaterlandes. Schon viele Stürme hat Bayern glücklich überstanden. Am Anfänge dieses Jahrhunderts, da Niemand wußte, wie man Land und Ehre vor dem Verderben retten könne, fand der geliebte Mar I. den Rettungsanker, und Bayern ging siegreich und herrlich aus den großen Stürmen hervor. Das geschah, weil er mit seiner Regierung die Ereignisse richtig beurtheilte, und weil Bayern im Vertrauen aus die Weisheit der Regierung den Anordnungen derselben willig Folge leistete. Bayern! Bürger und Bauern, Handwerker und Soldaten, ihr Staatsbürger alle! Aehnliche Stürme drohen jetzt unter Maren's geliebtem Enkel. Aber er durchschaut mit klarem Blicke die Bewegung, er ist von der Vorsehung an das Steuerruder des Staates gestellt, sein Wohl und Bayerns Wohl sind unzertrennlich. Darum vertraut ihm und seiner Regierung, und Bayern wird glanzvoll in Deutschland strahlen und die wahre Freiheit und dauernde Einheit begründen helfen. Dazu, Bayern! bedarf es jetzt nur eures kräftigen Beistandes, eurer Anhänglichkeit und Treue, um die Plane der Regierung durchzuführen. Was sie will, hat sie offen ausgesprochen; ihr könnet zu euerm Besten nichts Anderes wollen. Rettet und erhaltet darum eure Selbstständigkeit und mit ihr eure Ehre und euer Vermögen, euere Errungenschaften und Hoffnungen. Ganz Deutschland, ganz Europa blickt auf euch! Zeigt euch bieder und treu wie eure Ahnen, und euer Ruhm und Wohlstand wird wachsen von Geschlecht zu Geschlecht! München, den 29. April 1849. Der constitntionell - monarchische Verein für Freiheit und Gesetzmäßigkeit. > >