Hirtenbrief an -ie Wiener akademische Legion und ihre Freunde. Von. Ihrem Feldpater, Anton Füster. „Es gibt keine Macht der Kanonen und der Bayonnette; die Idee des Jahrhunderts ist unwiderstehlich." Arnold Rüge. Mannheim, 1849. I. P. Grohe. 5 ^ Z.^. MM ?LÄ K'L:1^ >'^!L -s-H" M . < 'k -F-, »».V, 4!>'- > ^ÄLL .-t 'Hk > . "17, >E?^ ' > .« .^ 7L ^ .. ^ . ^>-- >' - 1 ^, Inton Füster, durch Las Vertrauen und die Liebe der ruhmgekrönten Studenten Wiens und ihrer Kampfesgenossen Feldkaplan der Legion, entbietet aus der Fremde allen Mitgliedern der Legion. seinen innigst geliebten Brüdern und Söhnen, Gruß und Kuß im Namen der Freiheit und der Liebe! Lieben Brüder und Söhne! Seit Monden drängt und treibt eS mich, an Euch, meine Freunde, einige Worte zu richten, meinen Gefühlen Luft zu machen. Vier lange Monate verlebte ich zu Kremsier in Trauer und Pein. Man folterte mich moralisch auf ausgesuchte Weise. Man grist meinen sittlichen Eharakter ingrimmig an und schnitt mir sogar die Möglichkeit der Rechtfertigung ab. Die jüngsten Ereignisse in Oesterreich, der Wort- und Treubruch, den man an den Völkern Oesterreichs begangen, die Ungerechtigkeit, die man gegen sie begeht, bestimmten mich, meinem Vaterlands Lebewohl zu sagen und in der Fremde ein Asyl zu suchen. Oesterreichische Polizeiagenten verfolgten mich selbst auf fremdem Gebiete. Man klagt mich des Hochverraths an und sendet Steckbriefe aus, um meiner habbaft zu werden. Ich bin stolz darauf, daß man mich einer so großen Aufmerksamkeit würdigt. Auch des Hochverraths schäme ich mich nicht. Hätte ich das Volk verratben, dann müßte ich mich dessen schämen und ein solches Bewußtsein wäre mir unerträglich. Daß ich die Hohen, die Gewalthaber verrathen, daß ich die Zwingherrschast der Volksbedrücker bekämpft, dessen rübme ich mich vor der ganzen Welt und der Steckbrief gewährte mir mehr Freude, als mir je das beste Zeugnis; deren verschafft. Daß ich aus dem Vaterlande geflohen, bedarf so wenig einer Rechtfertigung als die Flucht vor einer Räuberbande. Meine Verfolger unterscheiden sich nur dadurch von einer Räuber- und Mörderbande. daß sie ihr Handwerk als Staatsgeschäft, systematisch und großartig treiben und von Heuchlern oder von 1 * 4 Dummköpfen Huldigungen entweder freiwillig erhalten, oder waö noch häufiger ist, sie von ihnen erpressen. Die Bekämpfung dieser hoben Ränberhorde, welche Oesterreich in die Nacht des Clends brachte, nannte man Hochverrats Vor der ganzen Welt gestehe ich unumwunden — aber obne Nene — das; ich solchen Hochverrat!) geübt und beim Anblicke der Oktober-Leichen und Flammen sogar feierlich geschworen babe, diesen Hochverrat bis zum letzten Hauche meines Lebens zu üben. Dieses Sendschreiben dürfte wohl auch ein hochverräterischer Brief genannt werden. Desto besser; man gibt dem Kinde hiermit gleich den wahren Namen. Man wird es unterdrücken wollen; desto besser, dann hat cs gleiches Schicksal mit Jenen, an die es gerichtet ist. Was darin ausgesprochen wird, kann nicht unterdrückt werden, weil es die 'Wahrheit enthält, weil darin die Idee des Jahrhunderts ausgesprochen wird, jene Idee, der gegenüber es keine Macht gibt, keine Macht der Kanonen und der Bauonnette, jene Idee, welche unwiderstehlich ist. Freunde! ein taten- und erfahrungschweres Jahr ist an uns vorübergegangen, wir wollen es auch jetzt noch benützen, durch Rückblicke uns ermuntern zu eifrigster Lhätigkcit. Unwiderstehlich ist die Idee des Jahrhunderts, sie sprengt die Sklavenketten, sie besiegt die roke Macht, sie erleuchtet die Menschenkinder, „die in'der Finsternis; und im Schatten des Todes sitzen," sie schafft eine neue, bessere Zeit. Wenn irgendwo, hat in Oesterreich der schrecklichste Absolutismus geherrscht. Das sogenannte angestammte milde Regentenhaus blühte durch Jahrhunderte in einer Reihe von zumeist geistlosen und grausamen Abkömmlingen, es war regiert von listigen Ministern. Selbst Maria Theresia und ihr menschenfreundlicher Sohn konnten sich nicht der Herrschaft ihrer Minister, des Adels und der Geistlichkeit entziehen, die gleich dem Alp auf dem Volke lastete, die gleich Dem Vampnr sein Blut trank, die es gleich den Groß-Vezirs und Muftis in Unwissenheit und Aberglauben erhielt und seinen Charakter vergiftete. Oesterreichische Herrschaft und Barbarei galt ein und dasselbe. — „Die Idee des Jahrhunderts ist unwiderstehlich." Selbst die österreichische Nacht mußte dem Lichte der Idee unseres Jahrhunderts weichen. Selbst die österreichischen Sklavenketteu zerbrach die Idee des Jahrhunderts. 5 Selbst die colossale Niederträchtigkeit der im October, November und späterhin herrschenden Neaction, bestehend aus Eamarilla, Prätorianern, Psaffen, Aristokraten. Bürokraten und namentlich den „gutgesinnten" Wiener Bürgern, beweiset, daß die Idee des Jahrhunderts unwiderstehlich ist, da ohngeachtet derselben, trotz ihren (Korruptionen und ihren Henkern, doch in zahllosen Herzen die Freihcitsliebe nicht ansgelöscht, im Gegentheil noch mehr entstammt worden ist. Gerade die grenzenlose Niederträchtigkeit der „gutgesinnten^ Oesterreicher ist der kräftigste Beweis für die Siegeskraft der Idee des Jahrhunderts/da obngeachtet so zahlreicher, so mächtiger feindseligen Elemente, die Freiheit sich doch eine Gasse in Oesterreich bahnte und die Sklavenketten brach. Glaubt ihr etwa, daß die gegenwärtige Herrschaft der bluttriefenden Negierung lange dauern werde? Meinet ihr, die Idee des Jahrhunderts sei auf immer oder ans lange Zeit zurttckgedrängt? Ihr ließet Euch durch den überraschend schnell erfochtenen glänzenden Sieg im Marz und Mai täuschen und wolltet/daß selbst die ewigen Gesetze der Stetigkeit, des allmäligen Fortschrittes vor Eurer Begeisterung, vor Eurer innigst geliebten Idee eine Ausnahme erleiden sollten. Hatte die !Zdce des Jahrhunderts nicht überschwänglich mehr gewirkt. als man je hoffen konnte! Hatte sie nicht die schweren österreichischen Sklavenketten zerbrochen, Millionen Menschen ans der Nacht der Unwissenheit, des Aberglaubens an den Tag der Erkenntniß. des klaren SclbstbewußtseinS geführt? Mit feuriger Schrift schrieb sic in den Märztagen an die Thronen und Frohnvesten: „Gezählt, gewogen, ge- theilt," und die Schrift flammt noch immer. Selbst die Ungeheuern October-Flammen konnten sie nicht überstrahlen. Ein unabsehbarer Brand stammte, als Beweis der angepriesenen Milde und Liebe, die wuthentbrannten Retter des Thrones hatten die Kaiserstadt in Brand gelegt und sie selbst waren es, die in blinder Wuth die Burg ikres Kaisers angezündet und — furchtbare Ironie der Nemesis! — darauf mtt feurigen Buchstaben geschrieben: „Gezählt, gewogen, getbeilt". „Die Idee des Jahrhunderts ist unwiderstehlich," sie verbannt die GeisteSnacbt. Welche tiefe, düstere GeisteS- nacht lag über Oesterreich seit Jahrhunderten ansgebreitet! Wie emsig arbeiteten unter allerhöchsten Befehlen Schule und Kirche an der ungeschmälerten Erhaltung der Geistes- uachr. Die katholische Kirche mit ihrem gepriesenen Antori- 6 tatS-Grundsatze, mit den ihr anfgedrungenen Klagen über menschliche lkborheit und Sündhaftigkeit wurde von den Baalspfaffen fleisng ansgebeutet zur Verbreitung des Aberglaubens, der Denkschen, der Unwissenheit. Thron und Altar waren die beiden innig verbundenen Heiligthümcr zur Beunglückung des Volkes. Der Altar (des Baal) unterstützte mit seinem göttlichen Ansehen den Tbron und vom Throne flössen reichliche Spenden ans den Altar zum Lohne seiner Diener. Die Schule, unter Vormundschan der Kirche gestellt, von der wabrheitfeindlichen, wissenschaftverachtenden Beamtenherrschast streng überwacht, konnte nichts anders sein als eine blinde Führerin der Blinden. Wollte man im AuSlande einen unwissenden Menschen bezeichnen, nannte man ihn einen Oesterreicher. Die Idee des Jahrhunderts drang auch in Oesterreich ein; wie die Frühlingssonne ging sie auf den Völkern, ..die in der Finsternis; und im Schalten des Todes sasren," nnd wunderbare Wirkungen brachte . ne in den wissensarmen österreichischen Völkern hervor, (nne unersättliche Wißbegierde erfüllte die einst trägen Volksmassen; wohin ein Samenkörnlein siel, da keimte, grünte und blühete es; der gesunde Sinn schüttelte die Fesseln ab, in denen er befangen war; man dachte mit Lust und Freude nach über religiöse, politische, sociale Angelegenheiten, man bildete sich Nrtbeile darüber in bewundernswürdiger Klarheit und Scharfe; Redner erstanden, als wenn sie plötzlich aus dem Boden erwachsen wären, nnd sprachen mit bewunderungswürdiger Kenntnis; und Begeisterung. (fs war eine herrliche Zeit, wo der Geist Gottes gleichsam brütend über dem aus politischem (vhaos erstehenden, sich ordnenden Oesterreich schwebte. Wie armselig, wie nichtig erschienen vor diesen Rednern die Verkündiger und Verteidiger der veralteten Ansichten, wie wirkungslos war alle ihre wissenschaftliche alte Weisheit nnd Berühmtheit! Der Student beschämte den Professor, der Arbeiter den Bürger, der Gewerbsmann den Beamten durch (5'insicht, Wahrheitsliebe und Redekraft. (?s waren der schönste Frühling und Sommer, die es je gegeben; die neue geistige Welt crblühete in wunderherrlicher Schönheit. (?in rauher Spätherbst nnd eisigkalter Winter folgten darauf, hervorge- rnfen durch Nord- nnd Südostwinde. — (fin in alten Ansichten befangenes Heer, geleitet von Führern, die zumeist nichts gelernt, d.nen das Denken fremd, die Aufklärung ver- 7 haßt war, deren selbstsüchtige Interessen nicht im Volke, in der (Gleichberechtigung aller Staatsbürger, sondern in der Willkührherrschaft, in der Bevorzugung einer privilegirten Kaste ihren Schwerpunkt fanden, denen die bürgerliche Freibeit ein Greuel und nur die soldatische, rohe Gewalt ein Abgott war — dieses Heer, geführt von freiheithasscnden Prätorianern, die eine, kaum )e in solcher Ausdehnung geschehene Verschwörung zur Befestigung des von ihnen ausschließlich geliebten Thrones als einzigen Privilegiumsspen- bers, geschlossen hatten, zog wider die verrathene Burg der Freiheit, zerstörte ihren Tempel und wüthete auf unerhörte Weise gegen deren Verehrer. Der verschossene Purpur des Thrones ward mit Bürgerblute neu gefärbt und erglänzte in -einer Pracht wie der Thron der alten Prätorianer-Cäsaren. Ein Ministerium, worin zwei Prätorianer, ein jesuitisch-freisinniger Graf, ein Judas der Demokratie, ein cameralisti- sches Chamäleon und zwei „Ritter von der traurigen Gestalt" die Geschicke Oesterreicks leiten, übernahm unter dem allerhöchsten Schutze der Prätorianer, die den alten Kaiser zur Ruhe gesandt und einen Kadetten auf den Thron erhoben, die Beglückung Oesterreichs. Die Ideen des Ministeriums waren unwiderstehlich; beim von ihnen wurden ergriffen die „gutgesinnten" Wiener Bürger, die Belagerungspresse und die Centralbelden des Reichstages. In Berserkerwutb fochten die Miuistcrial- knechte gegen den Geist des Jahrhunderts und siegten — auf dem Papiere. Der arme verwiesene Reichstag, von der geistreichen Ministerialpresse in seiuen Mitgliedern und im Ganzen geschmähet, durfte einzig und allein die Idee des Jahrhunderts nennen. Aus der rohen obscuren Hanna drangen seine Worte wie ein elektrisches Fluidum in alle Länder Oesterreichs mit solcher Kraft, daß die Prätorianer ähre Erhaltung einzig und allein in der Auflösung des Reichstags erblickten und ihn auf echt militärische Art verabschiedeten. — Sie besetzten am letzten October die Aula und dachten den Geist der Studentenschaft zu verhaften; sie sprengten den Reichstag und dachten durch ihre Verfassung den Reichstag zu Schanden zu machen und die Idee des Jahrhunderts zu verdrängen. Sie haben die Mauern der Aula in ihrer Gewalt, der Geist der Aula ist ihnen entflohen und erfüllt unzählige Menschenherzen. Sie haben eine ganze Charte nebst mehreren organischen Gesetzen in vielen, vielen Paragraphen den österreichischen Völkern auf- gedrnngen. Das Heer der Ministerialparagraphe kann die wenigen, die fünfzehn Paragraphe des Reichstags nicht erdrücken. Ministerium, Prätorianer, Gutgesinnte werden vergehen, die fünfzehn Paragrapbe des Reichstags bleiben, denn fie sind getragen von der Idee des Jahrhunderts, die unwiderstehlich ist. Wofür kämpfen die Demokraten mit solchem Muth und mit solcher Beharrlichkeit? Was will man erringen, was ist der Endzweck der redlichen Kämpfe, die bereits Jahrhunderte lang dauern? — Politische und religiöse Freiheit, Glückseligkeit, eine neue bessere Zeit. Wer kann dies bewirken? Die Idee des Jahrhunderts, denn sie ist unwiderstehlich. Sie bnrchdringt als schaffender, belebender Geist die Menschen und treibt sie an, zu entsagen der Thorheit, den Sünden, „den alten Menschen auszuziehen und einen neuen anzuziehen," der geschaffen ist in Erkenntniß und Tugend, Freiheit und Weisheit. Sie treibt an zu widersagen den Vorurtbeilen. zu entsagen den ungerechten Vortheilen, willig das Kreuz der Selbstverleugnung, der Leiden auf sich zu nehmen und dem größten Märtvrer der Wahrheit, unserm Heilande, selbst auf dem blutigen Wege nachznfolgen, einen guten Kampf für die Freiheit zu kämpfen, bis Alles überwunden ist, das schwierigste, größte Opfer zu bringen, das Leben für die Brüder hlnzugebeu. Die Idee des Jahrhunderts schafft eine neue bessere Zeit. Diese Behauptung scheint zu Schanden geworden zn sein in unserem Vaterlande. Die alte Zeit des Absolutismus ist in Oesterreich wieder angebrochen, ja noch ärger als die alte Zeit ist die gegenwärtige, denn einst fügte sich die rohe Militärgewalt unbedingt der absoluten Negierung, die ans Politik öfters statt der Strenge Milde herrschen ließ. Jetzt herrscht über der eigentlichen Regierung die Militärgewalt. Die Prätorianer regieren mit mehr als drakonischer Strenge; die rohe, blinde, gänzlich unpolitische Gewalt berrscht. Der neue Wahlspruch viribus unitis! ist in seiner ersten Sylbe bezeichnend genug, da sie die Anfangsbuchstaben der drei Grundpfeiler des habsbur^ischen Thrones enthält. Wohin eine solche Herrschaft, eine solche allen Grundsätzen der Staatsknnst widersprechende, das Unterste zu Oberst kehrende Herrschaft führe, zeigt die Geschichte der Prätorianer, der Janitscharen und der Strelizen. Die stehenden Heere sind 9 die größten Feinde der Freiheit. Oesterreich liefert in seiner neueren Geschichte einen schauerlichen Beweis dieser Wahrheit. Wir wollen nicht sagen, daß alle Offiziere, daß namentlich die gemeine Mannschaft sich die obgenannten Garden znm Muster nehmen; wir wissen recht wohl, daß selbst das rauhe Militärkommando, das rohe Kriegcrleben die Denk- und Menschenliebe nicht verkennen können, daß es doch viele Soldaten gibt, die Geistesschärfe genug besitzen, um ans dem Nebel der Trugkünste, womit man unsere Armee auf eine Art umsponnen hat, von der selbst die Meisterschaft Macchiavelli's überirosten wird, den Stern der ersten Tugend im Staate, der Bürg erlügend zu sehen; wir erfuhren' selbst zur Zeit unserer Verhaftung im November vergangenen Jahres von einzelnen Offizieren und durchgebends von allen Gemeinen eine menschliche Behandlung: allein wir wissen auch, daß die größere Anzahl der Offiziere unseres Heeres entweder keine Einsicht oder keinen Willen besitzt, um dunastische und aristokratische Interessen, wo sie mit denen des Volkes in Widerspruch und Feindseligkeit gerathen, zu verlassen und sich zur Partei des Volkes zn schlagen. Wir wissen, daß in der österreichischen Armee viele fremdartige Elemente vorhanden find, die den geraden Gegensatz zn den patriotischen bilden. Wir wissen, daß im Allgemeinen in unserer Armee wenig höhere Bildung herrscht, die doch einzig und allein Freiheitsliebc begründet. So lange diese Zustände vorhanden sind, läßt sich keineswegs eine bessere Zeit hossen. Eine zweite, dem Fortschritte, der neuen bessern Zeit besonders feindliche Partei, die der Freiheit noch mehr gefährlich ist als jene der rohen Militärgewalt, ist die der Pfaffen. Oesterreich hat auch würdige, aufgeklärte Priester. Leider Gottes ist ibre Zahl zu gering und sie stehen zn niedrig an Rang, als daß sie ein großes Gegengewicht gegen die Pharisäer bilden könnten. Das geistliche Heer hat gleich dem weltlichen entweder politisch ungebildete, unwissende oder übelgesinnte Mitglieder in Masse, die zu den erbittertsten Feinden der Freiheit gehören. Die religiöse Heuchelei wuchert kaum in einem Lande so mächtig als in Oesterreich. Pharisäische Uebung des Formelwesens, blindes Festhalten am starren Dogmatismus, falsche Demuth blühen kaum in irgend einem anderen Lande so als in Oesterreich. Die ausgezeichnetsten Exemplare von Hosvfasten kann man in Oesterreich finden. Die Idee des Jahrhunderts ist ihnen 10 unaussprechlich verhaßt, weil sie der Pharisaerberrschast ein Ende machen will. Sie wird ingrimmigst bekämpft. Die Freunde der Freiheit werden verleumdet, mit diabolischer List wird ibr guter Name verunglimpft, ihr Nus vergiftet, ihre Bestrebungen werden als religionsfeindlich geschildert und die unwissende Masse, die Mnth genug hatte, das göttliche Recht des Psarrzebents zu bezweifeln und sogar eine Entschädigung bei dessen Aufhebung zu verweigern, bat nicht den Much, das Netz des Aberglaubens — wir verstehen darunter keineswegs die reine katholische Religion — zu zerreißen. „Politik verträgt sich nicht mit dem geistlichen Stande; der Geistliche soll höher stehen als die politischen Bewegungen/" sagen die Baalsdiener in Oesterreich. Die Denkfaulen verehren den Ausspruch und wirken mit Mer dahin, daß auch ihre Pfarrkinder außer der Politik stehen; die Klngen thun desgleichen mit Trug und List. In unfern Provinzen herrscht noch eine Geistesnamt, wovon man in den aufgeklärten deutschen Ländern keine Ahnung hat. Wien kämpfte, opferte sich für die Befreiung aller österreichischer Länder und erntete dafür — Undank. Die Märzrevolution fand Lob — die Mairevolution bereits Tadel, und doch war die letztere ebenso notwendig als die erstere. Die Provinzialbewohner, mit Ausnahme der Böhmen, rührten weder im Marz noch im Mai einen Finger für die Freiheit, sie genossen in Frieden die Früchte, die ihnen von den Wienern erkämpft wurden, sie sandten im März Adressen und Deputationen nach Wien und im Mai — beschimpften sic den Wiener dafür, daß er ihnen die vollste Freiheit, den constitnirenden Reichstag erkämpft. Wie viele Reichstagsabgeordnete hörten wir selbst ihre Verwunderung über die Haltung des Wiener Volkes und ihr Eingeständnis aussprechen, daß sie ganz verkehrte, falsche Ansichten über Wien und dessen Bewohner gehabt. Die October-Revolution, durch den schändlichen Treubruch der Regierung, durch die niederträchtigste Verschwörung der Reaktion hervorgebracht, systematisch angeregt, wurde in den Provinzen vollends verkannt und gänzlich nach der unglückseligen Ermordung des Kriegsministers bcurtheilt, der als Opfer der Eamarilla und seines falschen Spieles in Betreff der ungarischen Angelegenheit gefallen war. Wir rechtfertigen den Mord so wenig als die redlich gesinnten Verteidiger der Dynastie die schauderhaften Hinrichtungen in Wien auch nur entschuldigen können. 11 Wir hoffen, daß durch die neuesten Maßregeln der Negierung, die ärger sind als der Absolutismus sie vornehmen kann, da sie unrer den Formen der Constitution ihrem Wesen Hohn sprechen, daß namentlich die gewaltsame Auflösung des Reichstages jeden Oesterreicher, der nicht das Ehrgefühl gänzlich verloren hat, endlich zu besserer Einsicht bringen müsie — und meinen, daß die niederträchtig kriechenden Manifestationen beim Empfange der aus Gnaden geschenkten Verfassung nur in den servilen Zeitungen Statt fanden. Nichts desto weniger sind wir fest überzeugt, daß in Oester- auch noch eine Geistesnacht herrscht, die nicht so bald weichen wird, daß die Verfinsterungs-Erziehung Millionen Menschen auf ihr Lebelang verdorben hat. Besonders bedauerlich erscheint in den sogenannten höheren Elasten, die daselbst herrschende Charakterlosigkeit, wovon Wien leider in dem Servilismus und der Denunciationssncht der „Gutgesinnten" sammt seinem auf ewige Zeiten gebrandmarkten Gemeinde- ratbe ein in der Geschichte in solchem Maße nie gesehenes Beispiel geliefert. Der Absolutismus, die zum Theile ange- borne, zum Theil systematisch beförderte große Neigung des Wieners aus sogenannten höheren Elasten zu sinnlichen Genüssen haben seinen Charakter gänzlich vergiftet und er ist der moralische Proletarier in vollster Herabwürdigung und der sogenannte Proletarier ist sein Gegensatz an Mutb, Biederkeit und Sittlichkeit. „Eher wird ein Kameel durch ein Nadelöhr geben, als ein Reicher in den Himmel," diesen Spruch unseres Lehrmeisters muß man den Wiener Gutgesinnten zurufen. Es wäre hier noch Vieles zu bemerken von der Bürokratie, die in Oesterreich die glänzendsten Prachtexemplare besitzt — allein sie ist gekannt und gehaßt. Nur Eins müssen wir erwähnen. Das größte Unglück des Reichstages waren die Bürokraten, die niederträchtigen Ministerialknechte, die Eentralverräther der Volkssache. Volk, wirst du noch je verrottete Beamte als deine Vertreter in den Reichstag senden? Hast du nicht einsehen gelernt, was dir selbst in der Kirche so oft in Erinnerung gerufen wird: „Niemand kann zwei Herren dienen," der volksfeindlichen Regierung und dem Volke! Die Namen der bürokratischen Volksverräther deS österreichischen Reichstags sotten dem Oesterreicher ein, Greuel sein. Diese zuvorkommend servilen Verräther hätten- wenn das Ministerium auch ein Anlehen von Tausend Milk 12 lionen Gulden gefordert, zwei Tausend Millionen votirt. Was im Reichstage Volksverrätberisches geschehen, haben sie auf dem Gewissen. Waren sie nicht gewesen, so Kälten die czechischen Deputirten nicht die Freiheit Oesterreichs und ihrer Nation verrathen können. Cine große Masse verdorbenen Volkes lebt in Oesterreich, freiheitfeindlich. jedem Fortschritt abhold — entweder aus Unwissenheit oder auö Schlechtigkeit und liefert der bluttriefenden Regierung Gelb und Soldaten in die Hände zum eigenen und der Mitbürger Schaden. (§6 ist eine Generation an der sich die Wahrheit: „Die Idee des Jahrhunderts ist unwiderstehlich," nicht zu bestätigen scheint, eine Generation, die sich selbst verurteilt, lieber in der Wüste des Absolutismus zu sterben, als das gelobte Land der Freiheit zu erreichen. — „Wer den Wind säet, wird Sturm ernten," dies Sprichwort bestätigt die Wahrheit des Ausspruches: „Die Idee des Jahrhunderts ist unwiderstehlich." Ihr Alle werdet Sturm ernten, die ihr Wind gesäet. Sturm wirst du ernten, Haus Habs- burg-Lothringen! du hast die Forderungen der Zeit und der Völker Oesterreichs nicht versieben wollen, du hast ihnen nur Worte und keine Freiheit gegeben, du hast dein durch zwei deiner Söhne bekräftigtes Wort, „dasi sich Oesterreichs Völker selbst die Verfassung geben sollen", im Angesichte der Welt gebrochen, den Reichstag auf empörende Weise gesprengt, du hast deinen Purpur mit Menschenblnt färben lassen, du hast die Mahnung des Weltenrichters: „Mir allein gebührt die Vergeltung" verhöhnt, da du eine Monate lange bluttriefende Politik der Rache geübt; du hast dir unzählige Menschenherzen entfremdet und nichts gewonnen, dein großes starkes Oesterreich ist nur eine Schmeichlerphrase, es ist wie jener biblische Kolosi. der auf tbönerncn Füßen ruht, es ist ein verwittertes Konglomerat. Du hast das -Dtammvolk des Reiches, die Deutschen, verhöhnt; du hast die Slaven wider sie gesandt und sie besiegt und du hast den Slaven für ihre Bemühung die Cbarte octrovirt; du hast die Ungarn, als sie bittend zu dir kamen, von der Tbür gewiesen, du hast den Cid. den du ihnen geschworen, gebrochen, und einen Gräuelkrieg der Nacen entzündet und gefördert; du hast die Italiener durch den greisen Attila mit eiserner Ruthe gepeitscht und zur Verzweiflung getrieben, du hast deinen Sohn Ferdinand vom Throne gestoßen und einen unerfahrenen Jüngling darauf gesetzt — doch nein, dies Altes thatst du nicht, sondern deine 13 treuesten Diener traten es! Du hast ihnen alle Gewalt übergeben, du hast dich selbst so weit gedemütbigt, daß du deine Gewalt in die Hände der Prätorianer gelegt und dir selbst Vormünder gesetzt, welche die Menschheit verabscheut. Du hörst nicht die Stimme des biedern Volks, seine Worte dringen nicht durch die „ehernen Mauern" die deine Beschützer um dich gebaut. Du wolltest nicht die Wahrheit anerkennen: „Alle Gewalt geht vom Volke ans," du wolltest nickt durch des Volkes Vertrauen regieren und herrschest jetzt durch die Gnade der Prätorianer. Du fürchtest nicht, denn du hast den Moskoviter zum Verbündeten! Man hat dich schmählich verrathen — deine alten und neuen Freunde haben dich verratben, da sie dir einen solchen Bundesgenossen zuführten. Die Sympathien der gebildeten Welt hast du «ingebüßt. Russische Freundschaft ist ein elender, trauriger Erjatz für die Svmpathien der gebildeten Welt! Ihr treuen öffentlichen nud geheimen Näthe der Krone, wir danken euch im Namen der Freiheit für die großen Dienste, die ihr vorzüglich seit dem Octvber v. Jahres der Sache der Freiheit geleistet. Hätten wir jahrelang die Freiheit gepredigt, so würden nicht so Viele ihr gewonnen worden sein, als ihr unwillkürlich unserer Partei zngeführt habet. Alle Aufklärung des Volkes fruchtete nicht so viel, verschaffte nicht so viel Licht, als die Oktober-Flammen, durch rohe unaufgeklärte Janitscharen angezündet. Wem da nicht das Lickt anfgegangen ist, der bleibt in Ewigkeit blind. Ihr Verrälher der Krone und des Volkes, ihr Habel ein neues, mit größter Schnelligkeit verfahrendes Gericht zur genauen Erfüllung des am zerschossenen Burglhore prangenden Wahlsprnches errichtet und Tbron und Staat durch Justizmorde gefestigt, ihr habet den Tbron gerettet und Oesterreich befreit — in der Einbildung und auf den Papierblättern der servilen Presse. Ihr habet das freie Wort unterdrückt und die Schandpresse gefördert und bestochen. Dank euerm Unverstände! durch eure Lügen und Verleumdungen sind die Oesterreicher besser belehrt worden als es durch die Reden eines politischen Heilandes geschehen wäre. Ihr habet die Centralverräther bestochen im Reichstage; nehmet dafür unfern wärmsten Dank; die künftigen Reichstags- und Landtagswahlen werden sich vor den Verräthern hüten. Ihr habet den Großhenker nach Ungarn gesandt — oder besser, er ist selbst dahingegangen — und commandirt 14 von Pesth aus Oesterreich. Vortrefflich, der Thron hätte keinen bessern Feldherrn finden können als den Großaristo- kraten, und die Nemesis hat nie ein so herrliches und so schnell erfülltes Beispiel der Wiedervergeltung zur Warnung ausgestellt als den Fürsten aller nobeln Mordbrenner mit seiner tapfer» Armee. Ihr habet den Staat bereichert mit Papier und Credit-lsröffnungen. Vortrefflich, ihr habet die unverbesserlichen Reichthumsverehrer so ganz pädagogisch auf jener Seite gefaßt, welche die empfindlichste ist/um ihnen freisinnige Ideen beiznbringen. Ihr zieht unwiderstehlich einen Staatsbankerott herbei, das beste Bekehrungsmittel für jene welche in fanatischem Glauben an Absolutsten befangen sind. Ihr fordert von Tag zn Tag mehr Rekruten, entreißet die einzigen Söhne den Familien, ja ihr entreißet den Frauen ihre Männer, den unmündigen Kindern ihre Väter und schleppet sie auf die Schlachtbank nach Ungarn und Italien, damit sie dem Eidbrnche, den man an Ungarn begangen, Nachdruck geben, und damit sie die Italiener belehren über die österreichische Gemüthlichkett. Nur noch mehr Rekruten, nur noch mehr Kanonen- und Sumpfsntter! Schröpft die Völker Oesterreichs — denn ohne dieses empfinden sic nicht! Wachet mit aller Strenge, daß eure liberalen Ordonnanzen genau erfüllt werden in Betreff der Entschädigung der Grundherrn, der Vereine und der Presse! Lasset in aller Ueppigkeit wuchern die Polizei! Seid Beschützer und Freunde der Baalsdiener und gehorsame Untergebene der Prätorianer, und Oesterretch wird stark und groß sein, der Thron Habsburgs wird nie wanken und die Republik von Oesterreich in (Ewigkeit fern bleiben!! „Die Idee des Jahrhunderts ist unwiderstehlich," sie schafft eine neue bessere Zeit. — Mit der alten Zeit des Absolutismus, der konstitutionellen Heuchelei liegt im Kampfe die Idee des Jahrhunderts. Der Niescnkampf zwischen der alten und der neuen Zeit wird geschlagen. „Die Welt ist ans den Fugen; wehe den dvnastischen und aristokratischen Zwergen, die geboren zn sein glauben, um sie wieder einzn- richten nach alter Art. durch Belagerungszustand, durch Kanonen und Bayonnette! Wehe ihnen, die Verrath üben an den Völkern, wehe ihren Henkersknechten, wehe ihren Verehrern und Freunden! Sie haben Wind gesäet und werden Sturm ärnten. Sie ärnten ihn schon, den Sturm der Wiedervergeltung, der Rache. AuS Ungarn wehet der Sturm 15 mit unwiderstehlicher SicgeSkraft; Habsburgs Hans wankt, Oesterreichs Thron kracht, seine Armeen sind zerschmettert, seine Prätorianer und Ianitscharen zu Schanden geworden! Ziehe heran, du wahrhaft „unübertreffliches." du wahrhaft „herrliches" Heer! Du bist das schönste Heer, das je die Erde siegreich durchschritten, denn du bist ein Völkerheer, . ein Freiheitshcer; du erkämpfest den Völkern die Freiheit, ? du erkämpfest ihnen eine neue bessere Zeit. Eilet in die siegreichen Reihen des neuen Völkerheeres ihr Jünglinge und Männer aller Völker! Vs gilt den großen, es gilt den größten Kampf der je geschlagen worden ist, den Kampf zwischen der alten und der neuen Zeit. Eilet in die Schlachtreihen des Völkerheeres das der Sonne gleich von Osten herschreitet, lichtbringend, freiheitspendend. Es mögen die Freiheitsmörder von ganz Europa wider das freie Völkerheer ziehen! Sie werden es nicht besiegen, denn wenn Ein Volk will, so kann es nicht besiegt werden, und wenn Völker wollen, können sie von allen Söldlingsheeren nicht besiegt werden! Jünglinge, Männer, eilet zu den herrlichen Magyaren, Polen, Deutschen, S!aven, die vereint unter den glorreichsten Führern nlcht allein für Ungarns Befreiung, sondern für die Freiheit Enropa's kämpfen! Vereinzelte Aufstände vermögen nicht den Kampf siegreich zu bestehen; nur ein vereintes Heer, das von der Idee des Jahrhunderts beseelt ist, vermag die alte Zeit mit allen ihren Söldlingsheeren zu zerschmettern! Ihr Krieger in den Fürstenheeren, die ihr noch nicht vergessen, daß ihr auch dem Volke angehört, daß ihr dem Volke mehr angehört als euern Führern und den Gewalthabern, die ibr einseht, daß man euch als blindes Werkzeug gebraucht, um die Völker, um eure Väter und Brüder zu knechten, daß Euch dynastische und aristokratische Verräther mißbrauchen zum Verratb des Vaterlandes — verlasset die Reiben der freiheitsmörderischen Prätorianer und Ianitscharen, verlasset die Echlachtreihen der Henkerhcere und eilet zu dem freien Völkerhecre! Sehet an euer Werk! Ihr habet Schmach und Verderben gearntet! Eure aristokratischen Führer haben euch ins Unglück gebracht, eure Tapferkeit kämpfte vergeblich, eure Brüder bluteten und sanken in das Grab zu Tausenden, ohne daß die großen Opfer nur Eine Frucht getragen, ohne Erfolg, daß sie die Geschichte mit dem Lorbeer- 16 kränz schmückt; sie fielen als Opfer des Eidbrnches, des Verrathes, den die Gewalthaber geübt, zu dessen Bestärkung sie Euch ans die Schlachtbank sandten. Ihr Verehrer der absoluten Gewalt, ihr Knechtsseelen, die ihr den Prätorianern dafür, daß sie eure Brüder gemordet und geknechtet, Dankes-Adressen gesandt, und euch ge- frenet über die Justizmorde, die im Namen des milden Regentenhauses die Henker geübt, die ihr geschmähet die Freiheitskämpfer! zittert, flieht, die Stunde der Vergeltung hat geschlagen; weil ibr nicht geschont, soll euch keine Schonung zu Theil werden! Weil ihr den Vaterlandsverräthern gehuldigt, sollet ihr auch deren Loos theilen! Wir hatten Schonung gepredigt und geübt und ärnteten Verfolgung dafür; man hat unsere Brüder gemartert, man bat sie gemordet, man hat sie in Ketten geschlagen, man hat sie in die Fremde getrieben. Rache ist jetzt Pflicht, Schonung Sünde! Keine Schonung mehr! Blut ist mit kalter, überdachter Rachsucht vergossen worden! (5s soll furchtbar gesühnt werden! Ihr Haber Wind gesäet und sollt Sturm ernten! Dn Seraph mir dem flammenden Schwerte des Weltenrichters steigest auf im Osten und führest das Volkerheer auf der Bahn des Sieges, der Nemesis, der Rache! Ihr meine Brüder und Söhne. Ihr wisset, daß ich einst Schonung gepredigt und Dienern der Krone das Leben gerettet; zum Danke dafür hat man meine Brüder und Sohne getödtet! zum Danke har man mir die ruhmgekrönten Kinder geraubt! Gebet mir meine Legion wieder! Gebet mir meine Brüder und Söhne, die ihr gemordet! — Erstehe Legion! Deine Schwester, in Trauer gehüllt aber mit nnver- welklichem Lorbeerkrauze geschmückt, nahet von Osten! Auferstehung, Frühlingslust, Siegcsfreude! ertönt es weit und breit, sammelt euch, ihr verfolgten, zersprengten Freiheitskämpfer Oesterreichs und Europas. Scharet euch um die Legion, die von Osten kommt! Der Seraph mit dem flammenden Schwerte der Wiedervergeltnng führe euch; der Herr der himmlischen Heerscharen'stärke euch; der Vater der Freiheit segne euch! Amen! Druck der Vereinsbucbvruckerei in Leipzig. x>