sesEreibung er tkchcßtAttgtk/ So in dem ürstl. WWensteinWen Ballast und Marken or der Wadt öniOZen DoMt/ Dem en UolnWen 0NWr. MMen rinZklt 8 . ever I ^ r Zur Butts- eines verhosten rzGerzogs gewidmet/ Auch wörtlich dergestalt verfertiget worden/ daß man nach dergleichen in der Stadt aufgeführten Gebäuden / auch mit Aufrichtung derselben schon im Begriff gewesen/ und die Beschreibung zum Zeitgewinn hat trocken lassen / so nunmchro zum Andenken der gemachten Anstalten aufgehoben wird. Das Werk tü angegeben/ und ausgeführet Von 6u5rLV Ihr» Römisch- Kaiserlich- und Königlich- Katholischen Majestät Naht / änciquicäten - und Medaglten - Inipe^Qr WIEN/ getrucktin der Kaiserlichen Reichs-Hof-Buchtruckerey. ^ , >^.^z ^.-.r^'r >' ^"/L .- 7 ^ «-», - * 2 , §Ie Beleuchtung / so an sich selbst nur ein Stück des absonderlich angestelten kcüms ist/ bestehet in sieben Theilen : i. Eines Triumph-Bogens am Eingänge. . 2. Des Vorhofes. z. Der vorderen kscigm des Pallastes. 4- Des durch und durch offenen Vcüibuli samt den obern Zimmern. 5. Der kacism nach der Garten- Seite. 6. Des Gartens. 7. Des zierliche» Lust>GcbäudtS am Ende des Gartens/ und zwar solcher Gestalt/ daß der lezte Gesichts-Punct mit dem Anfang eine ungehinderte offene Zusammenfügung gehabt. An dem Triumph-Bogen von 70. Schuh hoch (welcher samt nur einer Seiten des Vorhofs von des Herrn )olcpK 6slli Libienn» Kaiserlicher Theatral - Ingenieur. Bau-Art ist ) sitzet in der höchsten Spitze der Verdachung Ianus ; nicht nur als der Anfänger neuer Zeiten/ und derer in folgender Oiäinsrion angedeuteten Abtheilungen ; sondern auch vornemlich als der Vorsteher des Frieden- Tempels/ und der Stifter so guter Zeiten/ als Se. Kaiserliche und Katholische Majestät durch Dero beglückte Regierung einführen. Das Feld der Verdachung decket ein Schild/ worin eine Sonne (so das vornemste DcutungS-Bild desKircuS gewesen) mit ihrem Strahlen - Kreise den runden Namens - Zug Sr. Kaiserlichen und Katholischen Majestät umfasset. Des Schildes ledige Seiten sind ausgefüllet zur Rechten mit dem erlegten Pythischen Drachen und mit des Apollo (oder der Sonnen) Bogen und Köcher/ womit er denselben bezwungen hat/Sr.Kaiserl. Majestät Thaten gegen der Sonnen Aufgang anzudeuten; Zur Linken mit der bestrittenm vielköpf, A 2 figten figten Hydra/ und mit den Waffen des Hercules/ so den Muht g fasset hat fie zu überwältigen ; Sr. Kaiserlichen Majestät Tahte nach Westen anzuzeigen. Zur gleichen Bedeutung liegen noch an der abhängenden Vei dachung zwey Statuen. I. Der Vrient/ in der rechten Hand eine Sonne haltend ; i der Linken 4. Türkische Sieges-Zeichen tragend. 2. Der Occtde» eine Sonne in der Linken/ und in der Rechten ein Schiff-Ruder/ s mit Lorbeer umwunden / wegen der siegreichen See-Fahrten gegr Westen. An beyden Ecken stehen zwey Römische Gefäße/ worin Palme stecken/ nach der Art/ wie solche bey den alten Rennspielen gebräucl lich gewesen. An den Seiten stehen auch auf den vorspringenden Säule» zwey Lyuires äeiulrorü (oder Wett-Renner zu Pferde.) In der Friese liefet man aus dem Mrriali. i)iL/^v8 VMLä venir Die vorderste gekuppelte Säule» trage» in 4 . Schilden 4 . Syn bolische Bilder/ welche nach bereits auf der GeburtS--Medagli gemachten Vcrglcichung/ den Durchleuchtigsten Erz Herzog voi stellen/ als die Liebe der Menschen/ unter der Gestalt des Luptde und zwar dessen/ der von den Alten der Himmlische genant worder wie er mit veränderten Bedeutungen noch anderwärtig vorkommt. Allhier 1. Träget er die Römische Ar/c«, (als ein Bild der mächtige Bündnüsse) und des Friedens Oelzweig/ mit der Überschrift: kOLOLk!8 L? kLCl8 NVNOV8 l'k8L VMH. 2. In der untern Feldung erscheinet er wiederum mit sein, Aackel (welche hier eine GeburtS Fackel ist) das dunkele der Nacl vertreibend / nemlich durch die Erleuchtungen/ worin Wien gleichst« brennet/ mit der Beyschrift aus dem Klan. non OLLLir kOkVl.0 1L VIL8. z. Das Liebes Kind/ wie es aufTcspheen ruhet/ und von der Frieden mit Lorbeer - und Oel- Kränzen sezieret wird. ' Unke> Unken aus dem OauälLNO : I.V5'rL^VI'l'<)VL 1V08 VId8.ic^ILV8 OLT'VS. 4. Wie er auf der Erd» Rage! sitzet / und als Jupiters Sohn/ dessen Scepter mit dem Adler führet. Unten aus dem VirZil. käLLIVM LL6L1 k^1L.H8 VIL1VH8V8; H. KMEr Vvrhof hat vorgestellet eine Römische Renn-Bahne (Qrcus, >Ws so die Griechen 8ca6ium genant) als eine der vornehmsten Herrlichkeiten des alten Roms/ so oft die Feyer einer glücklichen Begebenheit durch öffentliche FreudcnS- Bezeugungen dem Volk ange, saget wurde. Wie nun alles / was dieser Ort vor Alters gczeigrt hat / durch eine heimliche Bedeutung den Gonn«n»Lauff/ und die daraus entstehende Eintheilung der Zeiten abbildete ; ( wie OLlLoäorux jedes Srück besonders erkläret hat/) So wird die Erfindung nicht weit geholet seyn / wan sie in der Ausführung aller übereinstimmenden Theile zielet auf den erfreulichsten Ausgang des Neuen so lang er, warteten Lichtes / und zwar eben bey neulichst geschlossenem Friede»/ welcher der sicherste Vorbohte ist des Überflusses und der beständigen allgemeinen Wohlfahrt. Zu dieser Vorstellung hat der in gerader Linie sich endigende/ und in der Runde anfangende Hof selber Anlaß gegeben. Er bestehet in drey Theilen. i. Dem Eingänge. 2. Denen 12. Orceribu?, oder offenen Arcaden / woraus die Wett-Läuffer ihren Beginn nahmen, z. Der 8pinL, welche war eine lange Reyhe von Obelisken/ Statuen / Altären rc. An deren beyden Enden die KlerL. oder Zielr/stunden. Wo der Preiß gewonnen ward und der Lauff sich wieder anfienge. Also machet den ersten Prospekt die kaciarL des Einganges bestehend aus einer grossen Oeffnung in der Mitte / welche mit Säulen besetzet/ und an jeder Seiten verlängert ist mit sechs die Larce- rcs bedeutenden offenen Bogen; Weil "der Raum nicht zugelassen alle zwölff Larceres in einer Reyhe zustellen / wie es sonsten gebräuchlich gewesen. In den Oeffnungen der Bogen sind zusehen mit B zwey zwey/drey und vier Pferden zum Wettlauffbespannete Wagen/ deren Fuhrleute nach Art der Römischen so genanten kaNionen in denen die Jahrs Zeiten bedeutenden Farben gekleidet find. DieVerdachung des Bogens ist in der Spitze sezieret mit einer andern fitzenden Figur/ welche das ganze Fest ankündiget/ und die Stelle vertritt dessen / der denen in die Wette rennenden das Zeichen zur Abfahrt mit einer Fackel gab / bevor Kaiser Nero den Gebrauch aufgebracht/ solches mit einem weißen Tuche zu tuhn. Diese ist der Geburrs - Geist / ( 6c- nius) der also deutlich die Ursache des Festes/ so sott im Eintritt mit seiner GeburtS-Fackel ansaget. Die Lcrostciia halten Römische Hieroglyphische Zeichen des Friedens / und der mächtigen Bündnüsse/ mit weichen die Geburt einen glorreichen Anfang gemacht. In der Friese stehet der Oviä. Vers: 8LL6L.08.VK1 08.1)0. Die Pfeiler eines jeden Bogens tragen eine symbolisirke Statua/ so nach der Ordnung das Zeichen eines jeden Monats zeiget/ und zugleich Sr. Kaiserlichen und Katholischen Majestät Tahtm und Tugenden bedeutet. So bildet 1. Den ab klar«, welchem dieser Monat/ als seinem Urheber/ gewiedmet. Er hält sein Zeichen den Widder / in Gestalt des alten Sturm-Widders (äricx,) so die Römer in Belagerungen gebrauchet/ behängen mit zwey Mauer,Leonen/ vor die Eroberungen von TemeSwar und Belgrad/ auch mit zwey Lorbeer »Lrän» zen vor die Siege bey Peterwaradein und Belgrad. 2. Den Stier fihet man unter den Füssen des Hercules/ wie ihm dieser Held ein Horn (so bey den Alten ein Bild des Mondes gewesen) abgerissen/ und daraus das bekante Füllhorn/ oder Zeichen der gemeinen Glückseligkeit/gemachet hat. z. Die Zwillinge stehen bey der Römischen Wölfin / auf einem Schilde/ welches />om führet/ und zeiget unter dem Bild 8 o- rnull und kcmi, (davon jener diesen überlebet) das unvergängliche Reich an durch die Worte Virz. klLOttkL 8?L8 KOKläL 4. Den Lrebs zeiget das dem Kaiser Augustus insgemein zu, geeignete geeignete Sinnbild eines Meer-Krebses/ der die Flügel eines Sommer- Vogels fasset / samt der Beyschrist : 1-LdHL kLNEilO auf eiSchilde/ so die Gleichmckhttgkeit hält; kennbar an einer gleichförmig und ruhig Hangenden Bley-Waage. 5. Den Löwen führet/ als ihr gemeines Zeichen die Tapferkeit/ ruhetaber zugleich aufeiner Säulen der Beständigkeit/um in einer Vorstellung beyde Haupt, Tugenden Sr.Kaiferl. Majestät abzubilden. 6. Die Iungfer ist eine VcÜLlis. so durch den bey ihr stehenden Altar mit dem ewigen Feuer das unvergängliche Reich vorstellet. Auf dem Altar stehet: Alle von aussen zu erleuchtende Stellen / wie auch die SchkO- Steine der Bogen kragen vcrguldüe Licht - Arme/ und sind mit der G - gentlichen Abzeichnung eines jeden Himmels-Zeichen bemerket. Unter jedem runden Bogen stehet ein zum Ablaufffertiger Wagen samt feinem Fuhrmann. Bevor der andl-n, gt-gmüber stehenden sechs Bogen und Monaf Meldung geschiehet/ist der in der Mitten stehenden zu gedenken. Diese hätte wohl billig nur einen Obeliscus in der Mitten haben ^ sollen / wan man nicht mit Recht mehr zusehen gehabt hätte auf die gute Würkung/ st) der durch das offene Vcstibulurn -es Pallastes biß an das Ende des Gartens gehende / und mit so mancherley Ansätzen überall beleuchtete Mittel-Punct dem Auge machet. Demnach stehen in der 8pina 2. durchscheinende mit Hierogly-e phen gezierte Obelisken/ und an beyden Enden die Ziele/ so vergrübet. Zwischen diesen stehen an den Orten / wo das Gesicht offen zu behalten / brennende Altäre. Welche mit unterschiedenen Festonen von Blumen/Kornähren/ Früchten / und Gewand die4. Iahrs- Zeiten bedeuten. Die Spitzen des ersten Zieles / welche im Anfang zu Gesicht kommen/ und vor alterö Westen bedeutet haben / sind zwar nach Römischer Manier in Gestalt eines Kegels anzusehen ; Aber nicht wie sonst dreyfach/ sondern nur zweyfach / als Seiner Kaiserlichen Majestät unter dem Bild Dero Herkulischen Gäule, /und äussersten Tahtcn gegen Westen, gewiedmet/ auch dero Kriegs-und Friedens- Künste andeutend. Die Erste umgeben als in halb erhobener Arbeit drcyerley Krieges-Kränze/ eine Schiff-Krone/eineMauer- B 2 Krone Mauer - Krone / und ein Lorbeer - Kranz wegen Seiner Kaiserlichen und Katholischen Majestät Sre - Fahrten / eroberten Festungen / und befochtenen Siege; Die andere zieren drey Kjedens- Kränze/ eine von Oliven wegen des erworbenen Frieden; Eine von Palmen wegen erhaltenen Gotteö-Dienstes; Eine von Eichen-Laub wegen der erhaltenen Bürger/ am Fuß-Gestelle/ so mit grünen Festonen behängen / sthet man die Herculische Säulen «rind Ehrenzeichen. Auf dem mittleren Streiffe der Ersten ist zulesen : LOL-IHVOII^I »LL.cVLI5. Aufder Andern: co»8iL»n^L »LL.cvr.i8. ersten Zieles der Helm des Mars/die Spitze des andern der Helm der Minerva. Die Gedächtnüs des Hercules schicket sich nicht ohne Absehen auf den Ort/ weil Hercules der Erste gewesen/ so die Olympischen Spiele erfunden/ davon diese cirö nur eine Nachahmung gewesen. Das Ziel gegen über am andern Ende nach Osten/ so den Aufgang bedeutet hat/ bleibet wie gewöhnlich dreyfach/und ist unter der Bedeutung des schönen Osten s oder Morgen-Sterns Ihro Majestät der Kaiserin gewiedmct/ so vor dißmal den grösten Theil an der aufgegangenen Sonne würde gehabt haben.* Hier bleiben die gewöhnliche Knöpffe an den Spitzen/ aber in Gestalt der drey güldenen Aepffel / so Ihro Majestät auf der Hun- garischen Krönungs-Medaglia beygeleget worden / und ist also ein jeder in Ansehung Ihrer drey Königreiche mit einer Löntzliche» Leone bedecket. Hergegen zielen die goldene Zicrrathen der drey Kegel auf die in der Person Ihrer Kaiserlichen Majestät vereinigte Vollkommenheiten dreyer Göttinnen / deren nur eine einen goldenen Aepffel hat verdienen können. So zeiget der erste Oonus die Gaben der Göttin des Standes mit der Überschrift des mittleren Streiffes. lVdlo»! vic'LL.lcl. Der Andere der Göttin der Weisheit mit der Aufschrift: M»LK.VLL ViciL-ici. Der Der Dritte der Göttin der Schönheit mit der Aufschrist: VMM! VILHULI. Die Gedächtnüs der Venus ist hier auch nicht fremde/ weil eben dieser Ort der Vcncri ^lurcise, oder ^i^rrbese, der mit Myrrhen gecrönten Venus gewiedmet gewesen/ und das Thal dieser Gegend in Rom daher den Namen Vallis Ameise geführet. Die 2. durchscheinende Obclilci in der Mitten stellen dieMorgen- und Abend-Sone für.Nufder Westlichen ist die Feldung ausgeziertt mit einem Romanischen See-Trophee wegen Er- Kaiser!. Majestät See- Fahrten nach Westen / auch mit andern daselbst erworbenen Siegeszeichen. Nächst der Spitze ist der Abend - Stern/ um welchen Pfeile herunterwärts fallen in Hieroglyvhischer Bedeutung der Dünste/ so des Abends sich niederlassen. In der Feldung des Fuß-Gestelles sihet man die Schiffahrt des JasonS/ wie er seine erste ex. pccürion zur Eroberung des goldenen Vlieses angetreten. Auf der Oestlichen ist die Feldung ausgefüllet mit Türkischen Tropheenund Armaturen / als verguldet auf einem Porphyrnen Grunde. Nächst der Spitze ist der Morgen-Stern/um welchen einige Pfeile aufwärts steigen in Hlewglyphischrl Vrdcutung dcr Dünste/ so des Morgens aufgehen. In der Feldung des Piedestals ist die Fabel des Iasons/ Wie er durch Überwindung des Drachens das güldene Vließ in Kol- chis erobert; nach geheimer Bedeutung des Toison-Ordens/ welche nunmehro in Orient erfüllet worden / wie die leztere Friedenö- Medaglia deutlicher erkläret. Zwischen diesen stehen 4. brennende Altäre mit dem Zeichen der 4. Jahres-Zeiten. Die Länge dcr 8xma, welche von der Erden erhoben / ist mit Lampen besetzet. Den Umfang des Qrcu; hclffen sehr besseren 80. Statuen und Vasen/ womit der ganze Vorhof umringet ist. Die Balustrade/ worauf sie stehen / ist durch und durch mit Lampen besetzet. Aus den Vasen brennet oben heraus ein Helles Feuer. Das andere mit einer geraden Linie aufhörende Ende des Lir- cu8 hilft.den Pallast selbst besseren/ und machet m. KMZe vordere kaciaea, an derselben sind ohnedem offene Bogen/ welche bezirret sind mit einer neuen /UcKireLtur von durchschei« § nendrn nenden Säulen und 7 . Bogen. Einem in der Mitte zum Durchgang/ und 6 . gegen über denen anderen obgemeldeten/ um die übrige Larccres abzubilden. Der mittelste Durchgang ist zum Unterscheid der andern Bogen mit 2 . Schutz- Engeln / so den Ertzherzogli, chen Namens-Zug in einem Schilde halten/ und einem pavillou,. reicher sezieret. Unten ist zulesen folgende Inschrift: IKU>. 0/^8. äVO. 0^601.0 VI. Ll-18^6. äV6V81^L. k^RLl>l'ri 6 V 8 -klQ OlVI I.LOk. 06 6 V 6 I.. Auf den übrigen Postamenten der Balustrade stehen die folgende 6. Statuen der Himmels - Zeichen/ als : 7 . Die Waage / so von der Gerechtigkeit gehalten. 8 . Den Scorpion hält die Llugheit. Die in ihrem Spiegel zu- lesende Schrift r machet die Erklärung / daß dieser Tugend gröffeste Würckung sey/ aus den gefährlichsten Sachen einen Vortheil zu stiften. 9 . Den Schützen bildet Apollo ab/ seinen gefpanneten Bogen gegen den vollends zuerlegenden Drachen kehrend. 10. Der Gteinbock/ wie er von allen Alten vor das Glückseligste Zeichen gehalten ; so wird er hier von dem Glück« getragen. n. Des Wasser«Mannes Stelle vertritt die Dona» mit dem denen Flüssen zukommenden Wasser-Kruge/ ein Sicges-Zeichen/und einen Fricdenö-Stab zugleich haltend/ welche er mit Verwunderung anzusehen hat. 12. Die Fische hangen hier als gefangene Fänger an zwey Angel-Ruthen/ so die wachtfämkeit hält. An einem Stein/ worauf sie tritt/ ist zu lesen: OLk^LI'08. Oäk1V8. An drey Fenstern zur Rechten / und drey Fenstern zür Linken werden in der untern Reihe die sonst ausgesteckte besondere verguldete Windlichter getragen von zwey steyschwebenden weist«« Adler» Sr. Königl.Majcstät in Polen. Und in ihrer Mitten von zwey aneinander gestellte« schwatzen Keichs-Adlerir/ die einen doppelte» ausmachen. Ein Ein jeder von diesen Körperlichen Adlern führet nebst den Wind- lichtern einen Wunsch - Schild (Ovpcum Vorivum,) welcher mit seinem Sinn-Bilde alleine durchscheinend ist. Dieser sind sechs: in vieren / so von den Königlich-Polnischen Adlern gehalten / erscheinet das Sächsische Wappen ; In denen zweyen Kaiserlichen (i.) Auf Se. Majestät den Kaiser/ der Römische Phönix; Überschrift aus dem Poeten: HLOILKL IN ?LI8HN^ VIKL8. 2. Auf Ihre Majestät die Römische Kaiserin: der Juno fruchtbare Pfau; Überschrift: OLIVMEH8 LI^8. Oviä.' Zwischen den Fenstern stehen an der Mauer grosse verguldete 6i- ranäolei! von 10. Armen/auf einem dazu besonders orclimrten Fuße. In der mittleren besten Wohnung sind an den übrigen frey gelassenen sechs grossen Fenstern unten an statt der Windlichter Kreutz« weiß gestellt Frucht-Hörner/als Zeichen der Glückseligkeit/ zum beleuchten mit Feuer angefüllet. Oben tragen in den beyden mittleren freyschwebende Liebes -Linder/ in der einen Hand rechtbrcnnende Geburts-Fackeln/ mit der andern halten sie entweder die Verdachung eines Baldachins/ oder Blumen-und Frucht-Festonen/ welche unten wieder aufgefasset/ und mit dem Sächsischen Rauten - Cranze/ (dessen Spitzen brennende Lampen tragen) durch die ganze Länge hin abgewechselt sind. Andere halten in der Mitte einen Schild. Der zur Rechten führet unter einer Kaiserlichen Krone des Kaisers und der zur Linken der Kaiserin Namens - Buchstaben; Diese Schilde allein sind von inwendig erleuchtet / dergestalt/ daß zwischen diesen Zicrrahten das Fenster zum Ausschauen offenbleibet. Die Bedeutung ist/ daß/ nachdem sich die Liebe der Christlichen Welt wieder eingefunden / diese Liebes - Linder auch wiedergekommen / und ihre Freude bezeugen/ welches der am Gesimse dieser 2. Fenster angeschriebene Virgilianische Vers besser erkläret: KWVW L.VVVXI 8IKMM'riLV8 /U.I8. In den übrigen 4. Fenstern sind brennende Fackeln tragende grosse Schilde deren Füllung allein durchscheinend ist. K 2 Das Das erste stellet vor die Göttin Koma/ sitzend mit einem Kind in dem Schooß/ welches das sonst von ihr gehaltene Bild der vic- tone traget. Oben flieget als in einem ^vAurio zum guten Zeichen der Römische Adler mit seinem Lorbeer-eLran; das Kind zucrönen. Beygeschriebener folgender Ovidianische Vers wünschet / daß dieses mit eben so glückseeltgenZeichen geschehen möge/ als bey der Geburt des Hn. Vaters/ wessen GeburtS, Monat drey herrliche Siege wieder den Erb-Feind verherrlichet haben: OAlllM 8llsci?l^r, (ZVO OKW 0«V8! Ov. Das zweyte zeiget den Neugebomeu Hercules eine Schlange zerreißend/ mit dem Vers des Martialis: MN kOIVH ILRLi;L8 LI^ll8. In dem dritten erscheinet die Donau / ruhig liegend / und eine Sieges-Fahne schwingend/ worin zulesen aus dem Martialis: ROVL kLMORici OL.OKIL LLI.l.1. In dem vierdten ein brennendes Rauchfaß stehend auf einem Stück der Erd-Kugel/ worauf das Ruder des wiedergekommenen Glückes lieget. Die Überschrift ist der folgende Theil obigen Martialischen Verses: 0IMI8 RO RVRO 1-HL1 LKL VVCLN. Die Mitte der Fenster über den Eingang durch die offene Bogen bedecket von oben herunter ein grosses von aussen hell erleuchtetes Gewölle/ worinn gegenwärtige glückseelige Lonjuncturen der mächtigen Bündnüffe/ und eines so glorreichen Friedens abgebildet sind durch zwey schwebende Figuren/ deren eine die Römische kalces Hab tend/als das Zeichen der durch Bündnisse und Einigkeit vermehrten Starke / die Andere Friedens - Zeichen wagend / das Himmlische Lind von oben herunter lassen und der allgemeinen Wohlfahrt in die Hände reichen / die Beyschrift ist : IVI.LLVR'I' 8^Lcvi.H. cisuä. In der dritten Reyhe der Dach - Fenster enthält ein jedes einen von Sternen brennenden Buchstaben; So daß die Zahl eben ausmachet den mit dem Volke übereinstimmenden Glück-Wunsch r VIV^ L^KOL.V8 VI. IV IV. !As Vellibulum; deme das Ansehen sein eigener/allenthalben offe- ^ ' ner/und die Durchsicht des Gartens freymachender Bau gie- bct/ so daß denen Gesichts Linien/ nur mit dazu verfertigten 42. Oiranäolen und Heng- Leuchtern/ auch versetzten Orangen -Bäumen geholffen worden. Ob zwar die Beschreibung des FestinS/ von welchem diese Beleuchtung nur ein Theil ist/nicht hieher gehöret/ so sind doch in diesem Vorhause nicht zuübergehcn/ zwey besondere Anstalten in Aufrichtung zweyer grossen Schenk-Läden. Eines vor Zuckerwerk und Erfrischungen / des andern zu allerhand Weinen für vornehme nicht eingeladene. Ausser beyderseits gleichen Zierrahten (von durchscheinendem Licht/daß einem güldenen Grund gleichet/ und die von fornen gestellt grüne Pomeranzen - Bäume erhebet; auch von Blume» »Festonen tragenden Liebes-Kindern/ und an den Säulen herabhangenden Leuchtern/) ist derer ste unterschieden durch eine Frucht- Festonen haltentende ?omona, wegen der hier befindlichen Früchte/ auch durch die Beyschrift: OLOH KILMäL kläl'Ü.I kLVOIkMäL Nemlich der Aybclc/ anzudeuten/ daß dieser? Jahres reiche Frucht- und Wein-Erndtc einer hohem und noch weil beglücktem Fruchtbarkeit zuweichen habe. Des andern Schenk-Laden Unterscheid bestehet in einem jungen Bacchus mit seinem gewöhnlichen Stäbe (ikvrlus,) woran eimLorbeer Kranz Hanger/ wegen des bekandten Sieges in Orient mit der Ovrdianischen Bcyschrift : OK.ILN8 1!LI VI01V8. Er hält Festonen von Weinreben. Zu beyden Seiten stehen in zwey Bilder-Blindten zwey Statuen/ nemlich zwey Satyrcn/welche in einer schlichen ^ötion mit Schlangen umwundene Lorbeer- Zweige tragen als Orientalische Sieges - Zeichen. Der grosse Saal/ welcher unter die schönste in Teutschland zu zehlen / wie auch die doppelte Marmorne Stiegen und die Oallerie werden oben besonders zur Bewirthung der Hohen eingeladenen beleuchtet. V. Je kaciara nach dem Garten/ hat unten fünff offene Bogen/ zwischen welchen allezeit ein Fuß mit den grossen Oiranöolm D stehet. stehet. In der Mitten fasset der Königlich Pollnische Adler mit dem Sächsischen Brust-Schilde eine grosse durchscheinende grüne Feston/ von dem Sächsischen Rauten-Krantze/ welche an den fünff nächsten Fenstern über den Bogen wieder aufgefaffet wird. Die Bogen selber sind Stuffenweise mit Lampen besetzet/ welche durch zwey gestechte» ne Palm-Zweige die Flammen auf eine Art durchspielen lassen. In der andern Reyhe wird ein jedes Fenster erleuchtet durch z. vergoldete Römische Fackeln/ welche ein besonders ornamcnr träget; Bestehend auö zwey ineinander geflochtenen Adlern mit der Weit- Kugel/ und den Lreutzweise gesteckten zwey Reichs - Schwerdeern/ Sie sind wegen jetzigen glorreichen Stande der Kaiserlichen Waffen mit Lorbeer und Palmen umwunden. Alle Bewachungen der mittleren Fenster sind Stuffenweise mit Flammen besetzet/ um die Ordnung der Architecktur beyzubehalten und das Mittlere ledige reich zu beleuchten. Alle übrige Fenster tragen z. vergoldete Arme/ worinn verguldete Römische Fackeln stecken. Die obersten Dach - Fenster enthalten wiederum einzele grosse Buchstaben von leuchtenden Perlen/ die Zahl bringet wieder heraus: VIV^ vr. KMEr grosse Garten/ worinn alle Statuen beleuchtet sind/ alle Vasen DU Flammen tragen/ alle grüne Striche von Lampen/als mit brennenden Blumen/ in einen angenehmen Widerschein leuchten/ und die mit Lampen besetzte Einfassungen der Spring-Brunnen/ ihr Licht im Wasser verdopple«/ lässet sich nicht so sehr durch eine Beschreibung/ als einen grossen Riß erkennen. Die beste Würkung machet die von dem ersten Gesichts-Punct an/ biß auf das äusserste korcal gerichtete Zusammenfügung. vii. KMIe lczte Endigung machet der schöne Bau des vclucäcrc, der zu einem Friedens-Tempel geworden / indem seine 6. Fenster verdecket sind mit 4. FnedenS-AItauen/ so nach des Vespaliani ara kacis gezeichnet worden / und deren Flammen durch Verzehrung der Waffen den Frieden noch besser abbilden; Auch in deren Mitte von 2. Türki- Türkischen Tropheen / welche mit grünen Palmen bestecket. Die zwey freystehende Säulen/ so den mittleren offenen Bogen besetzen/ tragen zwey Welt-Kugeln. Die Erste ist mit dem Lreutz gezeichnet/ und stellet die§hristlich-§atholischeKirche vor; DieAnderemit einem Römischen Adler/und ist ein Bild des Römischen Reiches. Wie nun beedrn von der Heil. Schrift eine Unvergänglichkeit zugesprochen worden: So erscheinet in der mittleren Oeffnung in einem durchsichtigen Gewölle die Zeit ihre Arme ausstreckend/ und diese beede Säulen als Sr. Kaiserlichen Majestät Sinnbild anzeigend/ auch den Ausspruch machend mit dem VirZiliamschen Vers / der mit einzeln leuchtenden Buchstaben oben über der Lornickezulesen r NI8 L60 Mlü ^131^8 LLkVkl NL6 l^kOkä. kONO Virz. Alle Lraruen des oberen Gesimses tragen Römische Fackeln/ die Geländer des Daches / der Seiten und der ganzen Stiegen/ sind so wohl/ als der Brunn/ den sie einfassen/mit brennenden Lampen besetzet. In der mittleren ledigen Mauer ist folgende Inlcripüoa mit leuchtenden Buchstaben: kläQ'I'L HOL '818 kLI.IX OLLI8 c»Ll8H/u>rl LLcros. 8V6ILLH 81'^IOR. 6LVO1VK1 kk.3881 8kL8 ' I.I3LLI ^^08. l Den lezten Gesichts - Punct machet eine feurige konrana, so mit brennenden Lampen gleich denen Wasser-Brunnen besetzet. In der Mitten lieget eine vergoldete 8mruL des Friedens/ so aus dem Füll- Horn ein 5. Stunden lang springendes Feuer 12. Schuh hoch/gleich einer Wasser-Kunst/ auöläffet. Dieser Ort war zur besondern Music vor Sr. Königlichen Majestät in Polen gehörige virtuosen gewtkdmrt / und ist zu dem Ende an D 2 beyden beyden ledigen Seiten des Lelucöcre ausqezieret mit einem auswendig rrhclleten grünen Bogen-Gang von Dindwcrk (rreillaze,) woran die Oessiiungen der Bilder-Bltndten mit flachen Gäulen besetzet/ deren Streifte von Grotten-Art. DaSdurchspielende Grüne träget Blumen und Früchte. Die Glückseligkeit des Erndcrcichsten Herbstes vorzustellen/ ist in der ersten Bilder - Blindte die Leres/ wrtcherin Frucht-Horn ausschüt- , tet; In der mittleren eine Groppe von Kindern/ so eine auS Lorbeer- Zweigen geflochtene Garbe halten; In der dritten das wiedergckom- mene Glück ; welches nunmehr» sein wankelbahres Rad unter dem Fuß trettcn soll. Auf der andern Seite in der vierdten dücke ein tanzender Faunus ; In der fünften mittleren wiederum eine Groppe von Kindern/ so eine von Palmen gemachte Garbe tragen; In der sechsten eine tanzende Nymphe/ die Freude der Wälder/ Felder und Ströme anzudeuten/ über die reiche Sieg « und Friedens > Erndtc/ so diese Geburt verherrlichet. Die auf den Pilastcrn stehende Vasen find mit freyen Lichtern besetzet/ über die blieben der Kinder mit den Lorbeer- und Palmen -Garben fasset die ganze Bedeutung in stch dcrVirgilia- nrsche Vers: 8VH> LUKLdUVN. ML88L5. Virg. UM?