Wim,6!' 8iM-8ibIiotIieK 8486 >«MM.'«s MM 0 esang Un einem !nttvorffen / Und In der Kirche deren WW. EE. ??. donZre- SLtioni8 Orawrii 8. kkilippi I^Lrii zu der allerheiligsten Drevfaltigkeit in Wiemi an dem Heil. Kharsreytag umb fünff Uhr Nachmittag bey dem leiligen Urab Wbgesungen. ^ Wien«/ gedruckt bey Johann Jacob Kürner/ Ni.Oe. LandschasstS-Buchdrucker. ingende Wrsohnen. Tochter Lion. L^r»e« Tochter ^erutslem. Die Grausamkeit. 7e»c>f A e?M/o. Der Trost, Juden-Lhor. MW -MM Lochrer Lioa. * cant. 5. csnr. 5. * Lsnt. 5. Tochter Jerustl. Th wo bleibet mein Verlangen k Wo seynd jene süsse Freuden/ So in frischen Blumen weyden ? Hat genossen meine Seel / Meine Freude ist entwichen In den Blumenreichen Garten/ Da ich wolt der Rosen warten * Entspringen Schmertzenö-Luäl. kec. Uch L) Töchter von Jerusalem ich beschwere/ sa- e get an was ich begehre / gebet Trost der Betrübten/ findet ihr mein Geliebten/ zeiget ihn an / daß ich schwach vor Liebe seye/ ja nicht mehr leben kan. ^riu. O harter Wunden,Streich/ Den meine Seel empfindet/ Biß daß sie jenen findet Dem nichts auffErden gleich/ * Wo find ich jenen Lust/ Den ich so offt empfangen? Wo Purpur,Rosen prangen/ Mein Thron in seiner Brust. kec. Betrübte Seele! dein Hertzens-Weh/ so dich umbfaffet/ und kläglich an den Lag hast gege- A 2 ben rnc^m. den / mit Schmerßen ich anhöre/ ja selbsten mir mit harüm. trauren vollen Hertzen die Angst und Quall vermehre/ doch will ich anzeigen dein Seuffßen und Klagen/ jenen nach dem du eyffriges Verlangen thust tragen/ den deine Seele liebet/ und seine Abwesenheit dich also sehr betrübet. ^.ria. Sih / der Frühling kombt gegangen / Mit den Purpur-Rosen prangen/ Weyde deiner Augen Zthr/ Freud und Leyd findst du allhier / klatr. 26- Komme in OetklemLm Garten KanA bald deinen G'sponß erwarten/ Dan er halt zur duncklen Nacht/ Vor dich eine sichre Wacht. kec. Tochter^)§h weh! O Hertzens-Stich/ so ist dan meine 8 iOn. ZW Freud so bald in Leyd verkehret / den so der 1Aa- » Natt, dor hat verkläret / * durch Sünden Finsternussen wird *7- gefesselt / solt auch geben gar sein Leben / durch Verrä- . tyers falsches Küssen/ * Q Grausamkeit! OHertzens- 26 . Stich! wie quälest mich. kec. Grausam-Za^Olt dan von Israel der Held in disen ihme beten. vorstehenden Kampff und Marter - Feld uns zu Zuseher seiner Glory haben / er soll dem Todte selbsten unterligeu/ der meiner Grausamkeit G'walt wir obsigen. ^ria. ^ Auff/ auff mit Mord-Getümmel / kein Waffen brauchtder Himmel/ Ihr einverletbte Schaaren/ euer kuri thut nicht sparen In disem scharffen Krieg, Ergreifft die Höllen - Waffen / gebt Israel zuschaffen / Vergisst mit ?lmon8-Saamem streuet auß die Drachens ^Flammen/ Dem Helden last kem Sieg. Kec. Rec. Tochter 8MKH Himmel! O Sterne die in höchsten kirma- Jerulsi. AM ment mir gnädigst scheinet/ wan ihr doch die schwäre Betrübnuß meines verwundten Hertzens mit euer Bemitieydtgung könnet ansehen/ lasset meinen Geliebte» in Visen treffen Schmertzen--See zu Grund nicht gehen. ^ri». Ach stärckek nun ihr Engel » äpoc.7. Den ihr als eure Stärcke preyset/* Der wegen deiner Mängel L) Mensch zum Todt deß Creutzeö reyset/ Daß er dein hartes Hertz / Zur Liebe GOtteS bringet/ Vor unsre Schwachheit eytlen Schertz/ Er mit dem Tobte ringet. kec. Grausam/MjAs meine Grausamkeit nicht kan bezwingen/ reu. ZW muß deß NeybeS Macht mir eine Hülste bringen / bindet ihn / und führet ihn sicher auß dem *L,-n.-s. Garten. * Juden. Er wird von uns bald seinen Lohn erwarten. Iuden-Lhor. Anjetzt seynd wir vergnüget / Weil Finstcrnuß obsiget Den Nazarener Mann/ Die Nacht uns geben kan- kec. Grausam- MAAn er dan überwunden/ der nun hier ligt ge- reit. ZW bunden / Sig-prangender Held/ der in der Grausamkeit Gewalt nun ist gestellt, ^riu. Fahret fort ihr Mörder-Schaaren/ Keine Marter thut nicht sparen/ Alle Peyn und Creutzes-Spott Seynd bereit tu seinem Todt/ __ Az West L-chrer Herulal. 2 6cu. z» 2i.uc.2z. T-chrek Lion. k^3rc.L5. 6 en. 2. *k>s3l. l6. * ^is!- 4 * Weil der Held darnider fählt / Durch deß Neydes G'walt und Grimmen/ Soll in seinem Blut selbst schwimmen/ Dlß wird sehn die gantze Welt. kec. Ohin Geliebter / wohin ? Ach wo führet dich verrückter Menschen-Stnn. Verbottne Apffels-Speiß Davon hat so vermessen Das Menschlich Gschlecht gegessen/ Verluhr das Paradeyß/ * Deß Creutzes schwäre Last/ Der Baum deß neuen Leben/ Die Frucht thut wider geben/ So du verlohren hast. Rec. DXUn O betrübte Tochter! sth an dein Bräuti- Wb gam/ den die Grausamkeit der Juden führet auß/ beschwäret mit Kreußes-Stammen. * KkMH Schmertzen ! was sehe ich/mein Geliebter AM wird unschuldig an das Kreutz geheistet/ O Her- tzens-Stich/ die Liebe seiner Braut mit disen trostreichen Worten er vertraut: Ich bin dein Heyl/ O süsser Liebes-Pfeil/ so will dan dise edle Frucht den Baum deß Lebens besteigen / und unter den Schatten seiner außgespanten Armbm mir eine sanffte Ruhe anzeigend ^ria. Unter deiner FlügebSchatten * Mir O JESU thu gestatten/ Mach vor Welt-Httz mich besteht/ Daß ich drunter ruhig sitze / Weil mich brent dein Liebes-Hitze/ O du Sonn der Gerechtigkeit/ * Laß Laß dem Liebs - Hitz mich verzehren / Lhu die süsse Schmertzen mehren / Weil dein Schatten mich erquickt. kec. Tochter Akv Grosse Liebe / so unsre verwundte Seelen durch Zerulsi. 8M dein schmerzlichstes Leyden woltest Heylen/ dar- umb wir Mich dir mit Gegen-Lieb zueylen. T-chrer8!on. Tochter ^eru 5 Tochter 8ion. Tochter lerus. Tochter 8ion. Tochterjsrus. Be^de. Tochter 8iQn. Tochrer^smü Ouetto. Lieb O Tochter dein Geliebten/ Ich lieb hertzltch mein Geliebten/ Der Hat geben sein Blut für dlch/ Der hat geben sein Blut für mich / Mich zu seinen Füssen setze/ Dich zu seinen Füssen setze / Mit den Thränen sie benetze/ Dein Leyd in Freud wird wenden sich / Mein Leyd in Freud wird wenden sich. kec. DerTrost.A^Ey getröst/ sey getröst mein Volck/ stehe auff/ stehe auff O Lion, leg ab die Band von deinem ik 52. Hals du Gefangene Tochter Jerusalem / dan nun- mehro ist die Zeit deines Elends erfült/ deine Misse- thaten seynd dir nachgelassen / und du hast von der Hand deß HErrn zweyfaltig empfangen. ^ria. )oel. 2. Nun frohlocke O Tochter 8!on vor Freud / Weilen übermeistert ist die Grausamkeit/ rki. i »5. Dein Geliebter hat zerbrochen die Band deß Todts/ Daß seineFeind worden vollSchimpffund voll deßSpotts/ ^poc. 5. und hat als der Löw auß Juda überwunden / rki. 7z. Uns also das verlohrne Heyl wider g'funden/ Ey so vergeh/und verschwind all Traurigkeit/ Weilen übermeistert ist die Grausamkeit. Lec» kee. LZ»,, z. ^MEHet derowegen hinauß O ihr Töchter 8ion, und W8 sehet den wahren König 8Llomon in seiner Krön/ mit welcher ihn gecrönet hat seine Mutter am Tag der Freud seines Hertzens/ Heilig/ Heilig/ Heilig bist du HErr allmächtiger GOtt/ würdig bist du zu ^po-. 4 > empfangen alle Ehre und Glori / weil du bist vor uns getödtet worden / und uns erlöst durch dein allerheu ligstes Blut/ Benedeyung/ Klarheit/Weißheit/und Dancksagung/ Ehr/ Krafft und Stärcke sey dir um fern GOTT in alle Ewigkeit. Lkvrus. Allhier O starcker grosser GOTT / Zu dir wir alle fliehen/ Hilff uns von Sünden/ Angst und Noth/ Dein Gnad thu nicht entziehen/ Wir bitten dich O höchstes Gut / Woist uns doch nicht verflossen/ Gedenck/ daß du dein theures Blut Heplsam vor uns versoffen. „^u W M7