wiener 8ra6r-Lil)1iorIielL 143339 ^ : : ^ i MM z -L R WM israelitisches Aochbuch mit Berücksichtigung der österreichischen, ungarischen, deutschen, französischen und englischen Rüche, sowie der Ostevkuche. Enthaltend: 1000 auf mehr als fünfzigjährige Erfahrung gegründete Mriginal-Aüchenrezepte. von Mitwe Manie Sauders. Nebst Observanzen für den jüdischen Haushalt, Erklärungen der Namen mancher Speisen. Nachdruck sowohl des Ganzen als auch einzelner Rezepte verboten. Merle bedeutend vermehrte und verbesserte Auflage. Urag und ZSreslau 1903. Nert«s vsrr Ja Kot» K. Kvarrdet» 4 Druck der k. u. k. Hofbuchdruckerei A. Haase, Prag. Vorrede M vierten Auslage Der reiche Absatz, den die ersten drei Auflagen dieses Kochbuches erfahren haben, schafft mir Genugtuung für mein Bestreben, auf dem Gebiete der Kochkunst Anleitungen zur Herstellung einer guten Küche und Bereitung schmackhafter Speisen gegeben zu haben. Angeeifert nun von den mir wegen der rationellen Bearbeitung dieses Kochbuches gewordenen vielen mündlichen und schriftlichen Anerkennungen, sowie von den nicht weniger als neun Auszeichnungen, die dem Buche auf den bedeutendsten Kochkunstausstellungen*) Europas zuerkannt wurden, habe ich dasselbe bedeutend vermehrt, so daß es bei der nunmehrigen Zahl von tausend Original-Küchenrezepten auf die höchste Vollständigkeit Anspruch erheben kann. Marie Karrders. Prag, im Jänner 1903. *) Frankfurt a. M. 1894 bronzene Medaille, Hamburg 1898 goldene Fortschrittsmedaille, Hannover 1898 Anerkennungs- Diplom, Prag 1898 silberne Medaille. Stettin 1898 silberne Medaille, Triest 1898 Ehrendiplom nebst goldener Medaille, Ma gd eburg 1899 Ehrendiplom nebst goldener Medaille, Wien 1899 aroße Medaille mit der Silberpalme, Paris 1900 goldene Medaille. Inhaltsverzeichnis Praktische Winke. Seite Maß und Gewicht.1 Über den Gebrauch von hartem und weichem Wasser . 2 Verwendung von Semmeln . 3 Uber die Verwendung von .. Einbrenn.4 Uber Verwendung von süßen Mandeln.4 Bereitung des Schnees ... 6 Das Klopfen des Fleisches . 5 Zubereitung des Fleisches von _ Gänsen.5 Über den Gebrauch des Kochgeschirrs .6 Vortellhaftigkeit des Siebes - 6 l. Kuppen. 1. Biersuppe (milch.) . . 2. Bouillon oder braune Suppe.. 3. Braune Suppe .... 4. BrauneSuppe mit Reis 5. Braune Suppe v. Rebhuhn . 6. Brot-Suppe (gewöhnliche) . 7. Brot-Suppe. 8. Champignons-Suppe . 9. Durchgeschlagene Erbsen-Suppe . 10. Durchpaffierte Erbsen- Snppe. 11. Eiergräupchen-Suppe - 7 7 7 8 8 8 9 9 9 9 10 Seite 12. Einbrenn-Suppe ... 10 13. Einbrenn-Suppe (andere Art).10 14. Engl. Zwiebel-Suppe 11 15. Erbsen-Suppe .... 11 16. Ecdäpfel-Suppe ... 11 17. Fanzel-Supre .... 11 18. Fischbäuschel-Suppe . 12 19. Fischsuppe (milchig) . - 12 20. Fleisch-Krastsuppe - - 13 21. Fleischtascherl- oder Fleischkrapfel-Suppe . 13 22. Frucht-Suppe kalte . . 13 23. Frucht-Suppe (andere Art).14 24. Grüne Erbsen-Suppe 14 25. Hirn-Konsommee ... 14 26. Hirn-Fanzel-Suppe . 14 27. Hühnerknödel-Suppe . 15 28. Hühnerleber - Konsom- 15 mee .15 29. St- Julienne-Suppe . 15 30. Kalte Schale von Äier 16 31. Kalte Schale von Milch 16 32. Karsiol- oder Blumenkohl Suppe .16 33. Kartoffel-Suppe ... 17 34. Karlsbader Suppe - - 17 35. Klößchen- (Knödel-) Suppe.17 36. Konsommee-Suppe . . 13 37. Konsommee - Suppe (andere Art).13 38. Leber-Suppe.19 VI Seite 38. Leber-Fanzel-Suppe - 19 40. Lebernocken-Suppe . . 19 41. Leberreis-Suppe ... 19 42. Linsen-Suppe .... 20 43. Magronen-Suppe . . 20 44. Mehl-Fanzel-Suppe . 20 45. Mehl-Nocken-Suppe - 21 46. Nudel-Suppe .... 21 47. Panatel-Suppe (milch.) 21 48. Ragout-Suppe.... 21 49. Reis-Suppe (gewöhnl.) 22 50. Sago-Suppe .... 22 51. Spargel-Suppe ... 22 52. Schwämme- (Cham- pignons-)Suppe ... 23 53. Suppe ü Is, Ü-LU66 . . 23 54. Suppe s rsius . . 24 55. Suppe von Püree mit Erbsen und Reis 24 56. Ulmer Gerstl-Suppe . 24 57. Tropfteig-Suppe ... 25 58. Wein-Suppe .... 25 59. Weiße Suppe mit Kalbshirn .25 !>. Fleischspeisen. 60. Beefsteak.26 61. Boeuf ä ls. inockk . . 26 62. Boeuf L In Moäs(andere Art). 27 63. Bouletten.27 64. Braten von Rindfleisch 27 65. Eingelegte Zunge ... 28 66. Eingemachtes Hirn. . 28 67. Eingemachtes von Kalbfleisch .29 68. Englisch. Beefsteak mit Ei.29 69. Englisch-Braten ... 30 70. Englische Kalbspletze - 30 71. Englisch. Lungenbraten mit Äspik (kalt) ... 31 72. Englisch. Lungenbraten mit Aspik (warm) - . 31 73. Englischer Roastbeef . 31 74. Englischer Roastbeef (andere Art).32 Seite 32 33 34 34 34 34 75. Eßterhazy-Rostbraten - 76. Formierter Beefsteak - . 77. Farzierter Braten . . farzierte Kalbspletze . farzierter Rostbraten. fleischherzel m.schwarzer ?auce . 81. Fleisch mit Remouladensauce .35 82 . Fleischkaul(auch Fleischkeule, Fleischkugel genannt) .35 83. Gebackenes Lammfleisch 36 84. Gebackene Zunge... 36 85. Gebackene Würstel, Gemüse zu verzieren oder als Vorspeise .... 36 86. Gebratenes Rindfleisch 37 87. Gebratenes Rindfleisch (andere Art).37 88. Gedünstetes Fleisch - . 38 89. Gedünstetes Fleisch (andere Art).38 90. Gedünstetes Fleisch (andere Art).38 91. Gefülltes Halsel ... 38 92. Gefülltes Halsel (andere Art) - -.38 93. Gefüllte Kalbsbrust. . 39 94. Gemischt. Lungenbraten 39 95. Gepreßtes Fleisch - . 40 96. Gepreßte Zunge ... 40 97. Geschmortes Fleisch. . 40 98. Geschmortes Fleisch auf ungarische Art .... 41 99. Gewickelte Rostbraten. 41 100. Gewöhnl. Rostbraten - 41 101. Gewöhnliches Rindfleisch .42 102. Haschee.42 103. Hirnpofese (als Vorspeise) .43 104. Hulaner Braten ... 43 105. Koteletts.44 106. Kalbskotelette - - - - 44 107. Kalbfleisch gebraten. - 44 108. Kalbfleisch-Frikassee. . 44 VII Seite § 109. Kalbskotelette in Aspik 44 110. Kalbsfüße.45 111. Kalbssüße mit Gallertsauce .45 112. Kalbs-Karbonadel - . 45 113. Kalbs- oder Gansleber in Wein.46 114. Kalbsroulade .... 46 115. Kalbsschnitzel ... 47 116. Kalbssteek.47 117. Kalbszunge eingemacht 47 118. Kalt Ausgeschnittenes aus Rinderbraten . - 48 119. Karbonadel (andereArt) 48 120. Lammfleisch gedünstet - 48 121. Leberkaul (auch Leberkugel genannt) .... 49 122. Leberwürste zu braten - 49 123. Leberwurst mit Kartoffeln .49 124. Luugenbraten(selbstver- ständlich rituell gereinigt) .50 125. Matrosenfleisch.... 50 126. Paprikafleisch .... 50 127. Pariser Zunge.... 50 128. Pöckelfleisch.51 129. Pöckelfleisch (andereArt) 51 130. Pöckelzunge.51 131. Polnische Zunge ... 52 132. Ragout.52 133. Ragout (andere Art) . 53 134. Ragout in Muscheln . 53 135. Räucherzunge (warm) . 53 136. Rauchfleisch mit Erbsen 54 137. Reh.55 138. Rehpletze.55 139. Rindsstlet ü la Wellington mit Trüffel und Madeira .... 55 140. Rindfleisch in Wein gedünstet .56 141. Rindsgulasch .... 56 142. Rindskarbonade ... 56 143. Rindsmagen.57 144. Rollbraten.57 Seite 146. Roastbeef.58 i 147. Roastbeef (andere Art) 58 ! 148. Rostbraten (gewöhnt.) 59 149. Rostbraten bayrischer. . 59 150. Rostbraten englischer - 60 151. Rumpsteaks.60 152. Russischer Rostbraten > 60 153. Sauerbraten .... 61 154. Schöpsenfleisch mit Majoransauce .61 155. Schöpfenkeule .... 61 156. Scköpfenpletze gebraten 62 157. Tirolerbraten ... 62 158. UngarischesRinds-'oder Kalbsgulasch .63 159. Wiener Bäusche! ... 63 160. Wiener Rostbraten . . 63 161. Wiener Schnitzel ... 64 162. Zickel (junge Ziege) . . 64 III. Saucen. 163. Brot-Sauce .64 164. Fischsauce ä 1» tartars 64 165. Kapern-Sauce .... 65 166. Knoblauch-Sauce ... 65 167. Kopper-Sauce .... 65 168. Petersilie-Sauce ... 65 169. Pfeffer-Sauce .... 66 170. Polnische-Sauce ... 66 171. Radieschen-Sauce . . 66 172. Sauere Gurken-Sauce 67 173. Schnittlauch-Sauce . - 67 ! 174. Schokoladen-Sauce - . 67 ! 175. Schokoladen - Sauce ! (milchig).67 ! 176. Schwämmen-Sauce . 68 ! 177. Senf-Sauce.68 j 178. Suppenkren .68 179. Tomaten-oderParadies- äpfel-Sauce.68 180. Trockene Schwämme- Sauce.69 181. Vanille-Sauce .... 69 182. Zwiebel-Sauce.... 69 183. Zwiebelsauce mit Wein 69 Seite IV. Graten. 184. Entenbraten.70 185. Fasan mit Trüffeln . 70 186. Gansbraten.71 187. Rehbraten...... 71 188. Gespickter Rindsbraten 72 189. Kalbsbraten.72 190. Kalbsbraten ländere Art).73 V. Geflügel. 191. Besteckte Gansbrust. . 192. Besteckte Gansleber. . 193. Eingemachtes Huhn mit Pomeranzen. 194. Farzierte Gansbrust . 195. Farzierte Gansleber in Aspik . .. 196. Farzierte Krametsvögel 197. Galantine v. Kapauner 198. Galanline v. Kapauner (andere Zubereitung) - 199. Gansbrust wildbretartig . 200. Gansleber in Aspik. . 201. Gänsekeule eingemacht mit Kastanien .... 202. Gebackenes Huhn . - - 203. Gedünstete Tauben . . 204. Geflügel-Marinade . . 205. Gefüllte Gansbrust. . 206. Gefüllter gebratener Indian. 207. Gefüllte gebratene Taube. 208. Gespickte Gansleber . - 209. Huhu L 1a Montmo- 73 74 74 74 75 75 76 76 77 77 78 78 79 79 79 79 80 80 rency.80 210. Hühnchen mihZitronen- sauce.81 211. Hühnermayonnaise . . 81 212. Hühnermayonnaiselan- dere Art).81 213. Hühner Ragout ... 82 214. Junges von der Gans l Gänseklein)m.Blumenkohl .83 Seite 215. Junges von der Gans 84 (Gänseklein) mit Limonesauce .84 216. Junges von der Gans (Gänseklem) mit Reis 84 217. Junge Hühnchen ... 84 218. Lhaud-Froid von Rebhuhn .85 219. Kapauner.85 220. Rebhühner (gebraten). 85 221. Rebhühner (gedämpft) 86 222. Rebhühner mit Champignons .- 86 223. Schwarze Ente (Tauben, Rebhühner) ... 86 224. Schwarze Ente (andere Art).87 225. Steierischer Kapauner. 87 226. Tauben-Salme ... 87 227. Truthahn gefüllt mit Trüffeln.88 228. Überzogene Henne - . 88 229. Ungarisches Huhn mit Tomaten (Paradiesäpfel) .88 230. Ungar. Paprikahuhn - 89 VI. Grmüse. 231. Artischoken.69 232. Artischoken gebacken - - 89 233- Artischoken (als Gemüse oder Garnierung) - . 90 234. Blumenkohl (Karfiol) . 90 235. Blumenkohl (Karfiol) mit Buttersauce ... 90 236. Blumenkohl mitChau- deau.90 237. Bohnen.91 238. Braunkohl mit Kastanien .91 239. Eiergräupchen . - - - 91 240. Erbsen-Püree .... 92 241. Gebräunter Gries l Grütze).- . 92 242. Fisolen (Schneidebohnen) .92 243. Gries-Brei (milchig) . 93 IX Seite 244. Grüne Erbsen .... 93 245. Grüne Erbsen (als Gemüse) - - -.93 246. Hirsebrei (milchig) - - 94 247. Ka fiol (Blumenkohl) . 94 248. Karotten.94 249. Karotten mit Erbsen . 94 250. Kartoffel mit Einbrennsauce .94 251. Kartoffel-Croqnettes . 95 252. Kartoffel -Croquettes (andere Art).95 253. Kartoffel - Croquettes (andere Art).95 254. Kartoffel-Püree ... 95 255. Kartoffel-Püree sauer . 95 256. Kartoffeln roh gebraten 96 257. Kohlrabi (Oberrübe) . 96 258. Krautwürsteln (zürn Fleisch garnieren) ... 96 259. Linsenpüree.96 260. Linsenpüree (andere Zubereitung) -.97 261- Melange (Scholit) von Gansfleisch.97 262. Reis.97 263. Reis in Milch... 98 264- Reis mit Rosinen . - 98 265. Reisspeiie.98 266. Reisspeise «für den Sommer).99 267. Sauerkraut(Sauerkohl) in Wein oder Champagner .99 268. Schwämme.99 269. Spargel.100 270. Spargel mit Butter - 100 271. Spargel gebacken... 100 272. Spinat.101 273. Teltower Rübchen . . 101 V». Zatate. 274. Blumenkohl- (Karfiol-) Salat ....... 101 275. Bohnen-Salat.... 102 276. Brunnenkresse-Salat -102 277. Endivien-Salat . - - 102 Seite 278. Gemüse-Salat .... 102 279. Goldäpfel- oder To- maten-Salat.102 280. Gurken-Salat .... 103 281. Hering-Salat . . . 103 282. Hering-Salat (andere Art).103 283. Häupel-(Kopf-)Salat . 104 284. Hirn-Salat.104 285. Hopfen-Salat .... 104 286. Karfiol-(Blumenkohl-) Salat (andere Art). . 104 287. Kartoffel-Salat - . . 105 288. Kartoffel-Salat (andere Art).105 289. Kartoffel-Salat mit Hering und Gurken . . 105 290. Mixed-Pickled .... 105 291. Kohl-Salat.106 292. Pomeranzen - Kren (-Meerrettich) .... 106 293. Roher Kraut-Salat. . 106 294. Rote Rüben - -- 107 295. Saurer Gewürzsenf - 107 296. Sellerie-Salat - . - 107 297. Senf-Gurken .... 107 298. Spargel-Salat . - . 108 299. Welscher-Salat . - - 103 VIII. Kompotte. 300. Äpfel-Kompott .... 103 301. Äpfelmus . . . . . -10S 302. Aprikosen-Kompott . - 109 303. Birnen-Kompott ... 109 304. Brombeeren-Kompott . 109 305. Erdbeeren-Kompott . - 110 306. Gurken-Kompott . . - 110 307. Himbeeren-Kompott. . 110 308. Johannisbeer-Kompott 110 309. Kastanien-Kompott . . 110 310. Kirschen-Kompott. . . 111 311. Mirabellen-Kompott . 111 312. Orangen-Kompott - - 111 313. Pfirsich-Kompott - - - 111 314. Pflaumen-Kompott . . 111 315. Pflaumenmus (zur Fülle) .1l1 X Seite IX. Fische. 316. Backfisch .112 317. Blaufisch.112 318. Blaufisch (andere Art) 112 319. Blaue Forellen mit Remoulade-Sauce . .113 320. Blau gesottener Karpfen 113 321. Einmarinierter Fisch - 114 322. Einmarinierte Heringe 114 323. Einmarinierte Heringe (auf billige Art) . . .115 324. Farzierter Fisch ... 115 325. Fische mit Buttersauce 116 326. Fisch-Gulasch .... 116 327. Forellen gebacken... 116 328. Gebackener Karpfen. - 117 329. Gesülzter Karpfen . . 117 330. Gründlinge gebacken - 117 331. Hecht.- . . 118 332. Hecht gebraten .... 118 333. Hecht gedämpft (milchig) 118 334. Hecht (milchig zubereitet) .119 335. Lachs gekocht.119 336. Lachs (andere Zubereitung) .120 337. Lachs mit Mayonnaise 120 338. Mayonnaise von Lachs 120 339. Mandelfisch.121 340. Marinierter Karpfen . 121 341. Pfefferfisch.122 342. Pofesen vom Fische. . 122 343. Schellfisch.123 344. Schleie.123 345. Schwarze (Gallert-) Fische.123 X. Mehlspeisen. 346. Äpfel im Schlafrock - 124 347. Äpfel-Krapfen .... 124 348. Äpfel-Speise .... 125 349. Apfel-Speise (andere Art).125 350. Äpfel-Strudel .... 125 351. Altvater-Hütchen - - - 126 352. Anisschnitzel .... 127 353. Apfelbrot (milchig) . . 127 Seite 354. Aprikosen - Klöße aus Quark (Weißkäse) . . 127 355. Ausgelaufener Apfel- Kuchen .128 356. Biskuit-Koch .... 128 357. Biskuit-Kolatschen . . 128 358. Biskuit-Kuchen . . . 128 359. Biskuit-Rouladen . . 129 360. Böhmische Kolatschen - 129 361. Brotmehlspeise.... 129 362. Buchteln.130 363. Butlerbrot als Mehlspeise .130 364. Butter-Tascherln . . . 131 365. Butterteig.-131 366. Chaudeau-Körbchen. . 131 367. Chokolade-Koch ... 132 368. Chokolade-Koch (andere Art).132 369. Chokolade-Koch (andere Art) . . - ... 132 370. Chokolade -Kranz . 132 371. Chokolade-Kranz (andere Art).133 372. Chokolade - Kuchen französischer.133 373. Chokolade - Mehlspeise 133 374. Creme-Kuchen (milchig) 134 375. Deutscher Kuchen - . . 134 376. Deutscher Kuchen mit Schwarzbeeren.... 134 377. Dukatenbuchtel mit Vanillencreme (milchig) . 135 378. Eierkuchen.136 379. Eierspeise (im Sommer) milchig.136 380. Eierspeise (im Winter) 136 381. Eikräpfchen.137 382. Eiweißteig.137 383- Englischer Schnitz . . 137 384. Erdäpfel-Knödel . . .137 385. Erdäpfelrouladc . . . 138 386. Erdbeerkoch.138 387. Erdbeer-Kuchen . . - 138 388. Bäckerei zum Kaffee . 139 389. Falsche Muscheln. . . 139 390. Faum-Koch.139 X! ite 57 58 28 28 28 29 29 29 20 20 ll 21 21 22 22 22 !2 3 3 3 4 4 4 5 6 6 6 7 7 7 7 8 8 8 Z S ) Seite 391. Faum-Kuchen - - - . 140 392. Finger-Kolatschen . 140 393. Fladen von Früchten - 140 394. Französisch. Schokolade 141 395. Französische Mehlspeise 141 396. Französische Speise (genannt Vsguslsoeuk) mit Apfelsinen-Sauce(mil.) 141 397. Gebackene Kartoffelklöße 142 398. Gebackene Nudeln - . 142 399- Gefüllte Livanzen (milchig) .142 400. Gefüllte Semmeldalken (milchig) .143 401. Gegossene Dalken ohne Hefe, milchig.143 402. Geriebener Teig als Mehlspeise.143 403. Gerührter Weichselkuchen .144 404. Gesalzene Mehlspeise - 144 405. Griesbrezel.144 406. Griesdalken (milchig) . 145 407. Haselnußbrot.145 408. Haselnußkrapfen - - . 145 409. Hefenknödel Hefenklöße . 146 410. Hefenkuchen mit gerie- benerÄpfelfülle (milchig) 147 411. Hefenstrudel gefüllt (milchig).148 412. Hefenteig.148 413. Herzogskolatschen . . . 148 414. Hobelspäne . . - . - 149 415. Jour- und Soirspeise. 149 416. Kaffeekoch.149 417. Kaiserschmarren - . - 160 418. Karlsbader Kolatschen . 150 419. Karlsbader Kolatschen (echte).151 420. Kartoffel-Knödel(Klöße) 151 421. Kastanien-Koch.... 152 422. Kastanien-Kochlmilchig) 152 423. Kirschknödel ( Klöße) . 152 424. Kirschkuchen.153 425. Kirsckkuchen(andereArt) 154 426. Kirschkuchen(andereArt) 154 427. Kirschkuchen (andereArt) 154 Seite 428. Kirschkuchen (milchig). 155 429. Kirschkuchen feiner . . 155 430. Kirschkuchen(andereArt) 155 431. Kirschkuchen-Biskuit -155 432. Kirschkuchen-Bubleuino 156 433. Kleine französische Knödel (Klöße) .156 434. Knödel (Klöße), ganz gewöhnliche .156 435. Kolatschen mit Apfelmus .156 436. Kolatschen (milchig) . . 157 437. Krapfen.158 438. Krapfen (milchig) . - 158 439. Kräpfel (Tascherl) . . 159 440. Kraut-Dalken .... 159 441. Kuchen mit Konfitüren 160 442. Kuchen mit Königsnüssen .160 443. Kuchen zur Chokolade 160 444. Kuchen von Schwarzbrot und Äpfeln . - - 161 445. Kugel .161 446. Lempel.162 447. Lessie ..162 448. Limonekoch ..... 162 449. Limonekuchen .... 162 450. Linzer Kuchen .... 163 451. Linzer Kücheln.... 163 452. Livanzen.163 453. Livanzen mitErdbeeren gefüllt (milchig) . - . 164 454. Loksch gebacken .... 164 455. Maccaroni.165 456. Magronen (in die Suppe).165 457. Mailänder Blätter . . 165 458. Mandelkoch.165 459. Mandelspeise .... 166 460. Mandel-Strudel . . - 166 461. Mark-SonfflL .... 167 462. Maultaschen (fleischig) 167 463. Mohn-Polender . . -167 464. Nudelfransen .... 168 465. Nudeln.168 466. Rnl pros'-Otii. oder kalte Mehlspeise.168 XII Seite 467. Nußkuchen .169 468 Omelette .169 469. Omelettesouffle . . . 170 470. Pastetchen.170 471. Pfannkuchen mit Pomeranzen .170 472. Plewe.170 473. Polster-Zipfel ... . 170 474. Pomeranzen-Koch . . 171 475. Pomeranzen-Kuchen . 171 476. Quadrat ..171 477. Quark- (Weißkäse-) Knödel.171 478. Quark- (Weißkäse-) Kuchen .172 479. Quark-(Weißkäse-) Kuchen (andere Art) . . . 172 480. Quark- (Weißkäse-) Kuchen mit Creme ... 173 481. Quark- (Weißkäse-) Strudel (milchig) ... 173 482. Quark- (Weißkäse-) Strudel (fleischig) . . 174 483. Radel von Schokolade 174 484. Rahmstrudel.175 485. Rahmstrudel (andere Art).175 486. Reiskuchen., (milchig) . 175 487. Reis mit Äpfeln . - - 176 488. Reiskuchen (andere Art) 176 489. Reiskuchen mit Cho- koladen-Sauce .... 176 490. Reisnudel.177 491. Reisstrudel (milchig) . 177 492. Reisstrudel (andere Art) 177 493. Reiskranz mitChaudeau 177 494. Ribis- (Johannisbeer-) Kuchen.178 495. Rosenkrapfen . . . .178 496. Rumburger Kolatschen 178 497. Rumloch.178 498. Sächsische Dalken . - 178 499. Salami-Mehlspeise . . 179 500. Salami von Schokolade 179 501. Salzburger Königs- turban . 179 502. Salzburger Tarteus . 180 Seite 503. Semmelknödel (-Klöße) (milchig).180 504. Semmelschmaren - . . 180 505. Semmelspeise (fleischig) 181 506. Semmelspeise (milchig) 181 507. Semmelbaba (milchig) 182 508. Semmelbofesen .... 182 509- Semmelknödel (-Klöße) 182 510. Semmel Mehlspeise . - 133 511- Servietten-Knödel . . 183 512. Servietten - Knödel (milchig).183 513. Schanmspeise .... 184 514. Schkubanken. 184 515. Schleswigs Kolatschen 185 516. Schneeballen .... 185 517. Schneebälle landereArt) 185 518. Schunkenflecke .... 186 519. Schüsserln .186 520- Schwedische Körbchen . 186 521. Schweizer Kolatschen . 186 522. Spanisches Brot . . - 187 523. Speise aus geriebenem Teig (milchig) .... 187 524. Spritzkrapfen .... 188 525. Strudel (fein ausge- zogeu) . 188 526. Tag- und Nachtmehlspeisen .188 527. Tiroler Strudel ... 189 628. Tiroler Strudel (milch.) 189 529. Topfenwürstel .... 189 530. Überzogene Zwetschen (Pflaumen).190 531. Vanille-Krapfen . . .190 532. Vanille Kücherl . . . 190 533. Weichsel-Kucheiflrnilch.) 191 534. Weichsel- oder Kirschkuchen mit Überguß . - 191 535. Weinbuchtel.19 l 536. Weinkoch.192 ! 537. Weintrauben-Kuchen . 192 538- Wiener Kirschkuchen - 192 ! 539. Zimtkolatschen .... 192 § 540. Zimtkranzl.193 541. Zimtkuchen.193 ! 542. Zimtrollen.193 Seite Seite 543. Zwetschken - Knödel (Pflaumenklöße) fleisch. 193 544- Zucker-Erdäpfel . . - 193 545. Zucker-Hasen .... 194 546. Zwetschken-(Pflaumen-) Knödel ohne Hase... 194 XI. Torten. 547. Äpfel-Torte.195 548. Biskuit-Torte .... 195 549. Biskuit-Torte (andere Art).196 550. Blätter-Torte . . -196 551. Brot-Torte.197 552. Brot-TorteiandereArt) 197 553. Brot-Torte (andereArt) 197 554. Brösel-Torte .... 197 555. Creme-Torte .... 198 556. Dattel-Torte .... 198 557. Erdäpfel - (Kartoffel-) Torte.198 558. Französische Torte . . 198 559- Frittel-Torte .... 199 560. Gemischte Torte . . . 199 561. Gerührte Torte . . . 199 562. Gerührte Torte (andere Art).200 563. Gerührte Torte mit Schokolade gefüllt . . 200 564. ewürz-Torte .... 200 565. Glas-Torte.200 566. Gries-Torte.200 567. Gries-Torte (andere Art).201 568. Haselnuß-Torte . - . 201 569. Holländer Torte . . - 201 570. Humbold-Torte . . . 202 571. Jglauer Tort .... 202 572. Johannisbeeren - Torte 202 573. Kaffee-Torte.203 574. Kaiser-Torte.203 575- Kastanien Torte - . . 203 576. Kastanien-Torte(andere Art).204 577. Kastanien-Torte(andere Art).204 578. Kastanien-Torte (noch andere Art) ..... 204 579. Kranz-Torte.205 580. Kranzel- oder Körbel- Torte .205 581- Linzer Torte..... 205 582. Louisen-Torte .... 206 583. Magdalenen-Torte . . 206 584. Magronen-Torte . - - 206 585. Magronen-Torte (andere Art).206 586. Mandel-Torte .... 207 587. Mandel-Torte (andere Art).207 588. Mandel-Torte (andere Art).207 589. Mandel - Torte (noch and re Art) . - . - . 207 590. Mark-Torte.208 591. Marokaner-Torte - . 208 592. Marzipan-Torte - . . 208 593. Miker-Torte.208 594. Mohn-Torte .... 209 595. Moos-Torte.209 596. Moos-Torte (andere Art).209 597. Nuß-Torte.209 598. Nuß-Torte (andere Art) 2l0 599. Nuß Torte (andere Art) 210 600. Nuß Torte (andere Art) 210 601. Nuß Torte (andere Art) 210 602. Nuß-Torte (andere Art) 211 603. Nuß-Torte (andereArt) 211 604- Orangen-Lorte ... 212 605. Pfefferkuchen-Torte - . 212 606. Pilsner Torte .... 212 607. Pischinger-Torte . . . 212 608. Pistazien-Torte . . . 213 609. Polnische Torte . - - 213 610. Pomeranzen-Torte . . 213 611. Pomeranzen-Torte(an- dere Art).213 612. Punsch-Torte .... 214 613. Radel-Torte . . . . .214 614. Rahm-Torte.214 615. Rahm- oder Schwarzbrot-Torte .215 XIV 616. Reis-Torte. Sette 215 617. Russische-Torte. . . . 215 618. Sacher-Torte . . . - 216 619. Sand-Torte. 216 620. Sauere Mandelfülle zu einer Linzer Torte. . 217 621. Schmalz-Torte - . . - 217 622. Schmalz-Torte (andere Art). 217 623. Schokolade-Torte. . . 217 624. Schokolade-Torte (andere Art).218 625. Schokolade-Torte (andere Art).218 626. Schwarze Torte . t - 218 627. Spinat-Torte.... 218 628. Stachelbeer-Torte - . 219 629. Sulz-Torte.219 630. Torte ohne Eier - - - 220 631. Torte zum Kaffee . - 220 632. Traunkirchner-Torte . 220 633. Vanille-Törtch. (milch.) 221 634. Viktoria-Torte .... 221 635. Welsche Nußtorte . . 221 636. Welsche Nußtorte (an- ! dere Art).221 ! 637. Wein-Torte. 222 ! 638. Wein-Torte(andereArt) 222 639. Zimt-Torte. 222 ! 640. Zitronat-Torte.... 222 ! 641. Zitronen-Torte - . . 223 > 642. Zitronen-Torte (andere Art).223 643. Zucker-Torte .... 223 644. Zwieback-Torte . . . 223 645. Zwieback-Torte (andere Art).223 Xil. Mckerer. 646. Anis-Bäckerei .... 224 i 647. Anis-Brot. 224 .! 648. Anis-Kranzel .... 224 ! 649. Barches. 225 i 650. Barches (andere Art) > 225 > 651. Barches für Hochzeit und Beschneidungsmahl 226 ! 652. Bärenpratzen .... 226 ! Leit« 653. Baumwollspeise . . . 226 654. Bischofsbrot.227 655. Biskuits.227 656- Biskuit-Bögen .... 227 657. Biskuitteig.227 658- Bittere Magronen - . 227 659. Brantweinkranzel . - 228 660- Braune Stängel . . . 228 661. Brezel -.228 662. Brotkoch.228 663. Brotkolatschen .... 229 664. Butterbrezeln ... 229 665. Butterbrot.229 666. Buttergebäck .230 667. Butterplatzel. . . . - 230 668. Butterteig-Kolatschen - 230 669. Cakes (nach englischer Art).230 670. Dotterbäckerei .... 231 671. Dragant- (oder Tragant-) Teig.231 672. Eierkränze .231 673. Eierküchel.231 674. Englisch Plewe .... 232 675. Englischer Teekuchen . 232 676. Englischer Zwiebock - - 232 677. Familien-Krpfel . . . 233 678. Französischer Mandelkuchen .233 679. Französische Stängeln 233 680. Gewöhnliches Backwerk 233 681. Gewürz-Küchel.... 234 662. Glasbögen.234 683. Gugelhupf .234 684. Gugelhupf (biskuitart.) 234 685. Gugelhupf (fein) . . - 235 686 Halbmonde.235 687. Halbmonde (andereArt) 235 688. Hamburger Teekuchen 236 689. Haselnuß-Lebkuchen - . 236 690. Haselnuß-Stangeln . - 236 691. Hohe Bubleuina . - .236 692. Holländische Brezeln . 237 693. Jngwerküchel .... 237 694. Kaffee-Brezeln .... 237 695. Kaffee-Brezeln (andere Art).237 XV Leite 696. Kaffee-Kuchen .... 238 697. Kardinalküchel .... 238 698. Karten.238 699. Kauders-Küchel ... 238 700. Kinder-Anisbrot . . - 239 701. Kleine Bäckerei zum Dessert.239 702. Kleines Schokolade- Backwerk.239 703. Küchel.239 704. Laibel.240 705. Leipziger Brezeln . . 240 706. Magronen.240 707. Magronen (andere Art) 241 708. Mandelbäckerei.... 241 709. Mandelbecherl .... 241 710. Mandelbögen ... 241 711. Mandelbrot.242 712. Mandelgebäck . . . - 242 713. Mandel-Gewürzbögen - 242 714. Mandel'Kipferl . . - 242 715. Mandel-Kranzel - - - 242 716. Mandel-Kranzel (andere Art) .243 717. Mandel-Schnitte . - - 243 718. Mandel-Zwieback - - - 243 719. Mandel-Zwieback (andere Art).243 720. Mandorlatti.244 721. Mandorlatti (andere Art).244 722. Mandorlatti (andere Art).244 723. Marzipan.244 724. Maultaschen.245 725. Maultaschen (milchig) . 245 726. Melierte Kranzel . . - 245 727. Meringues.245 728. Mohnbrezeln zum Tee. 246 729. Mürbe Brezeln .... 246 730. Nußbrot.246 731. Nuß streifen.246 732. Oblaten!.246 733. Pariser Brezeln . . . 247 734. Pariser Stängeln . . - 247 735. Pariser Stängeln (andere Art).247 Seite 736. Pfeffer-Bäckerei . . - 248 737. Plewe.248 738. Pumpernickel ... 248 739. Quadersteine.248 740. Quark-Hörndl ... - 249 741. Rumänische Brezel . . 249 742. Schnee-Backwerk . . . 249 743. Schokolade-Magronen . 250 744. Schokolade-Schaumgebäcke .250 745. Spanischer Wind - . . 250 746. Spitzbuben.250 747. Spritzkränzchen .... 250 748. Striez (fein).251 749. Teebäckerei (genannt Hausfreund).251 750. Teebrezel.251 751. Teebrot.252 752. Teegebäck (Aniskolat- schen).252 753. Teestangen .252 754. Türkischer Turban in Kranzform (milchig) . . 253 755. Vanille-Bäckerei . - . 253 756. Vanille-Brot .... 254 757. Vanille-Kipfel .... 254 758. Vanille-Kipserl.... 254 759. Vanille-Stängel . . . 254 760. Vanille-Wannerl . . - 255 761. Waffeln.255 762. Zigarren.255 763. Zimt-Brezel.255 764. Zimtgebäck (einfaches) - 255 765. Zuckerbackwerk .... 256 766. Zucker-Brezel .... 256 767. Zucker-Schinken - . - 256 768. Zuckerteig-Bäckerei - . 256 769. Zwieback.257 XI». Pasteten. 770. Ganspastete.257 771. Leberpastete.257 772. Milchpastete.258 773. Straßburger Leberpastete 258 774. Trüffelpastete.259 XVI Seite XIV. Pudding (Auflaufe). 775- Äpfelpudding.260 776. Auflauf von Erdäpfelmehl .260 777. Biskuit-Pudding . - . 260 778. Biskuit-Pudding (andere Art).261 779. Braunkoch.261 780. Brotpudding.261 781. Brotpudding (andere Art) - -.262 782. Diplomaten-Pudding . 262 783. Englischer Pudding - - 263 784. Englischer Plumpudding 263 785. Erdäpfel- (Kartoffel-) Pudding (milchig) . . 263 786. Französischer Pudding (milchig).264 787. Griespudding .... 264 788. Griespudding mit Schokolade (milchig)... 264 789. Himbeerauflauf.... 265 790. Kartoffel-Pudding (milchig) .265 791. Kartoffel-Pudding (andere Art).265 792. Kastanienauflauf . . - 266 793. Kirschenauflauf.... 266 794. Mandelpudding . . . 266 795. Mandel-Auflauf (andere Art).266 796. Markpudding .... 267 797. Meblpudding (milchig). 267 798. Mehlpudding . . . .267 799. Mohnpudding .... 268 800. Nockenpudding .... 268 801. Nudelpudding (nach französischer Art).268 802. Obstschaum oder Souffle 269 803. Omelette-Auflauf . . . 269 804. Pudding (Auflauf) von Quark (Weißkäse). . . 269 805- Pudding aus welschen Nüssen.270 806. Reißpudding (milchig). 270 807. Reißpudding, milchig (andere Art).271 Seite ! 808. Reißpudding, milchig (andere Art).271 ! 809. Schokoladepudding . . 272 > 810- Schokoladepudding (an- ! dere Art).272 l 811. Semmelpudding ... 272 ! 812. Zimtpudding .... 273 ! 813. Zitronatpudding (mil- l chig).273 ! 814. Zitronenpudding . . - 273 XV. Getrr (Sülze), Fruchtsästr (Fülle), Creme und Marmelade. a) Gelees. ! 815. Äpfel-Gelee (zum Fül- ! len) .274 ! 816. Birnen-Gelee .... 274 817. ^eidelbeeren-Gelee . . 274 818. Himbeer-Gelee .... 274 819. Hirschhorn-Gelee ... 275 820. Kittenkäs.275 821. Pflaumen-Gelee ... 275 822. Punsch-Gelee .... 276 823. Schmetten-Gelee . . - 276 824- Schokolade-Gelee - . . 276 825. Vanille-Gelee . . . . 277 826. Weichsel-Gelee .... 277 827. Zitronen-Gelee .... 277 d) Fruchtsäfte. 828. Äpfelsaft.277 829. Himbeersaft.278 830. Himbeersaft (andere Zubereitung) .278 831. Himbeersaft (gegohren) 278 832. Johannisbeersaft . . . 279 i 833. Maulbeersaft .... 279 j 834- Rofensaft.279 ! v) Creme. ! 835. Eier-Creme.280 836. Erdbeereu-Creme. . -280 837. Himbeer-Creme . . -280 838. Kaffee-Creme .... 280 839. Mandel-Creme .... 280 840. Marmorierte Creme - 281 Seite 841. Nuß-Creme.281 842. Orangen-Creme ... 281 843. Schmetten-Creme. . .281 844. Schokoladen-Creme. . 282 845. Tiroler Creme .... 282 846. Vanille-Creme .... 282 847. Zitronen - Creme mit Wein . ,.283 ä) Marmeladen. 848. Äpfel-Marmelade . . 283 819. Aprikosen-Marmelade - 283 850. Erdbeer-Marmelade - 283 851. Gefüllte Pomeranzen. 284 852. Gemischte Marmelade. 284 853. Hagebutten-Marmelade 284 854. Himbeer-Marmelade - 284 855. Kirsch-Marmelade . . 285 856. Marillen-Marmelade . 285 857. Pfirsich-Marmelade . . 286 858. Ribis-Marmelade . . 286 859. Ribis- (Johannisbeer-) Sulz.286 860. Rosen-Marmelade . - 287 861. Zwetschen-(Pflaumen-) Marmelade.287 XVI. Obst einzumachen, zu dünsten und Früchte rinzulegrn. 862. Birnen einzumachen . 288 863. Dunstobst.288 864. Erbsenschoten-Extrakt als Suppenwürze . . 289 865. Esrogim (Zedernäpfel) einzumachen.290 866. Gedörrtes Obst dünsten 290 867. Grüne Erbsen .... 290 868- Gurken in Essig einzulegen .291 869. Himbeersaft mit Essig emsieden.291 870. Johannisbeeren als Dessert.291 871. Kastanien einzumachen 292 872. Kirbifse einzumachen . 292 873. Kirschen einzumachen . 293 Seite 874. Kirschen in Essig einzulegen .293 875. Kleine Essiggurken . . 293 876. Kraut einzulegen - . . 294 877. Melonen einzumachen > 294 878. Mirabellen einzumachen 295 879. Nüsse einzulegen . - . 295 880. Nüsse (grüne) einzumachen .296 881. Paradiesäpfel (Tomaten) in Dunst .... 296 882. Paradiesäpfel in Essig 296 883. Pfirsiche in Dunst . .297 884. Pfirsiche in Zucker einzumachen .297 885. Pflaumen (blaue reife) einzumachen.297 886. Ribisfülle.298 887. Ningloh (eigentl. Reinesclaudes) einzumacheu 298 888. Schwämme in Essig . 298 889. Schwämme einzulegen 299 890. Wassergurken einzu- - legen.299 891. Welsche Nüsse einzulegeu 299 892. Weichsel einzumachen . 300 893. Weichselfülle.301 894. Zitronat oder Zitronenschale trocken einzumachen 302 XV». Londons, Zettl und Überzuckertes. 895. Eis-Zettl.302 896. Erdbeerspeisen .... 302 897- Geröstete Mandeln - . 302 898. Gewürzzelteln .... 303 899. Kaffee-Bonbon,.... 303 900. Nüsse — die Kerne . . 303 901. Nüsse — die Schalen - 303 902. Paulaner-Zeltl.... 303 903. Pfefferminz-Zeltl. . . 304 904. Pfirsichkäs.304 905. Pomeranzen kandiert . 304 906. Schokoladen - Bonbon . 304 907- Überzuckerte Kastanien . 305 908. Überzuckerte Mandeln . 305 d XVIII Seite 909. Überzuckerte Orangenschalen .305 910. Vanille-Zeltl .... 306 911. Wieuer-Zeltl .... 306 912. Zucker-Ingwer .... 306 913. Zuckermandeln .... 306 914- Zuckerteig-Zeltl . . . 306 XVIII. Die wichtigsten Gattungen Eis oder Gefrorenes. 915. Erdbeer-Eis ..... 307 916. Haselnuß-Gefrorenes - 307 917. Himbeer-Eis.307 918. Orangen-Gefrorenes . 307 919. Schmetten- und Vanille- Eis .308 920- Schokoladen-Eis . . - 308 921. Tutti-Frutti-Eis ... 308 922. Vanille-Gefrorenes - - 308 923. Zitronen-Eis .... 309 XIX. Mktualieir aufzubewahren und frisch M erhalten. 924. Butter ranzige, wieder frisch zu machen . . . 309 925. Eier aufzubewahren . 309 926. Erbsen für den Winter zu trocknen.310 927. Grüne Erbsen aufzubewahren .310 928. Gurken aufzubewahren 310 929. Gurkensalat aufzubewahren .310 930. Kartoffeln aufzubewahren .310 931- Kopr aufzubewahren . 311 932. Mandelmilch aufzubewahren .311 933- Margarine von Butter zu unterscheiden . . . 311 934. Paradiesäpfel über den Winter aufzubewahren 312 935- Schmetten vor dem Gerinnen zu schützen . . 312 936. Schwämme aufzubewahren .-312 937. Schwämme zu trocknen 312 Seite 938. Weintrauben aufzubewahren .313 939. Zitronen und Pomeranzen frisch zu erhalten 313 940. Zwetschken (frische) für d. Winter aufzubewahren 313 XX. Getränke, a) Liköre- 941. Apfelsinen- (Pomeranzen-) Likör .314 942. Kirsch-Likör ..... 314 943. Nelken-Likör.314 944. Pfirsich-Likör .... 315 945. Pomeranzen-Likör . . 315 946. Schokoladen-Likör . . 315 947. Vanille-Likör .... 315 948. Weichselbranntwein . - 315 949- Zitronen-Likör . . . .316 b) Andere Getränke. 950. Eier-Grog.316 951. Eier-Punsch ..... 316 952. Eier-Schokolade . - . 316 953. Glühwein.317 954. Grog.317 917 956. Maiwein (Maitrank) . 317 957. Mandelmilch.318 958. Milchschokolade. - - 318 959. Punsch, gewöhnlicher - 318 960. Sorbet.318 961- Tee.319 962. Warm-Bier.319 963. Weinpnnsch ..... 319 964. Weinpnnsch, kalter . . 319 XXI. Passah- (jomtovvige) Speisen. 965. Fläumchen-Suppe - . 320 966. Gemüsesuppe .... 320 967. Hirnsuppe ... - . . 321 968. Ragoutsuppe.321 969. Schleimsuppe .... 321 Fleischspeisen, Braten und Geflügel. 970. Eingemachtes Kalbfleisch 322 971. Fleischkaul (Fleischkugel) 322 XIX Seite 972. Kalbsroulade .... 323 973. Leberkaul (Leberkugel). 324 974. Rostbraten (gerollter) . 324 Gemüse und Salate. 975. Kartoffelsalat für Ostern (NOS).325 Kompotte. 976. Kompott für Ostern (NOS).326 977. Kompott (andere Art) 326 978. Marmelade und Dunstobst für Ostern (NOS) 327 979. Fische.327 Mehlspeisen. Puding. Torten. 980. Äpfelpudding fürOstern (NOS).327 981. Äpfelpudding (andere Nrt).327 982. Äpfelstrudel für Ostern (NOS).328 983. Dalken fürOstern(NOS) 328 984. Grimserl.329 985. Knödel (Klöße) - . - 329 986. Kugel.329 987. Livanzen.330 988. Magronen.330 989. Mazzeloksch.331 990. Biskuit-Torte .... 331 991. Johannisbrot-Torte - 331 992. Oster°(NOS)Torte . -332 993. Oster-(i^OD)Torte (andere Art).332 994. Oster- (NOS) Torte (noch eine andere Art) 332 995. Plewe.333 996. Schokolade-Souffle . - 333 997. Schokolade-Torte - . 334 998. Überschlagene Mazze . 334 999. Überzogene Mazze - . 334 1000. Welsche Nußtorte . . 334 Seite XX». Arrangieren einer Tafel .... 335 XXi». Observanzen für den Haushalt. I. Einrichtung des Haushaltes nach jüdischem Ritus . . 336 II. Das Koschermachen .... 337 III. Behandlung des Geflügels vor dem Kochen od. Braten 337 IV. Behandlung der Fische vor dem Kochen oder Braten - 338 V. Behandlung aller Gemüsearten u. Hülsenfrüchte vor dem Kochen.340 VI. Vorbereitung zum Freitag- Abend und zum Vorabend eines Festtages.340 VII. Vorbereitungen zum Passahfeste (NOS) .341 VIII. Vorbereitungen zum Seder- abend.342 Mchenkalender.345 Register der in der Kochkunst im allgemeinen, in diesem Kochbuche insbesondere vorkommend, wichtigsten technischen Ausdrücke und Erklärungen d. Namen mancherSpeisen 357 - . - -L' '--< >H ^ r--r V V ' - - ' 7 -^77^ 77 ' ^-- 77 < H7 '- -r<^< --- n.'- ' ^r^. ^ . -»7^, ^ - ^7-.^-,^- B7?7 "7^ ^ . .- > -"E- , 777 -^?-^ Praktische Winke. Maß und Gewicht. Die Kunst zu kochen, besteht nicht allein in der Kennt- niß der zur Herstellung der Speisen nötigen Beigaben, sondern auch in der Einhaltung des richtigen Maßes und Gewichtes derselben. Es wird daher nicht unangezeigt sein, nach dieser Richtung einige Winke zu geben. So rechnet man gewöhnlich auf vier Personen '/g bis zu 1 Ly Rindfleisch, weniger von Kalbs- und Schöpsenbraten. Bei Geflügel stellt sich das Teilgewicht anders, man rechnet ungefähr eine Gans auf 6, eine Ente auf 2—4, ein Brathuhn auf 2, einen Kapaun auf 4—6, einen Indian auf 8—12 Personen, bei Fischen ungefähr ^ auf eine Person. Von Reis oder Gerste zur Suppe nimmt man ^2 Seidel von Mehl zu Nudeln in die Suppe ^ Seidel und 1 Ei oder 2 Dotter, zu Speisen von Hefenteig */§ ö oder 280 F (28 cky). Vom Fette zum Einbrenn von Gemüse reichen 2—3 Eßlöffel voll ebensoviel Mehl hin. Bei Saucen wird etwas mehr Fett und Mehl genommen. Wird ein Löffel voll als Maß angegeben, so ist ein Eßlöffel darunter zu verstehen. Würde ein Löffel voll Fett angegeben sein, so ist dasselbe meist in trockenem Zustande gemeint. Bei Angabe von Semmeln oder Weißbrote nach der Zahl kann man für je 50 F (5 ckLZ?) als Gewicht annehmen. Beim Salzen achte man sehr darauf, daß man 1 2 nicht zu viel Salz nehme, denn jede Speise läßt sich nachsalzen. So z. B. kann man Hefenteig leicht verderben, wenn zu viel Salz genommen wird. Auch darf das Wasser zu Hefenklöße (Hefenknödeln) nicht viel gesalzen sein, sonst werden sie schmierig. Im ganzen ergibt sich für jeden Haushalt das rechte Maß durch die Beobachtung. Gewicht. Es entfallen somit auf je 4 Loth 70 F (7 bei Fleischspeisen rechnet man das Wiener Pfund gewöhnlich als ein halbes Kilo 500 A (50 <^F), nicht aber wie in vorstehender Tabelle 560 F (56 <^F), weil überhaupt der Unterschied von 60 35 spickt, in Mehl einballiert, das Fetten lasse man auf der Ofenplatte lau werden, das Fleisch wird hineingelegt und 2 Stunden in der Röhre gedünstet; dann wird es mit Mehl eingestäubt, mit rotem Wein begossen und ein wenig Sauce von dem Fleisch dazu gegeben. Gurken, Kapern, klein gehackt dazu, alles auf das Fleisch und zum Dünsten gegeben. 82. Fleischkaul (auch Fleischkeule, Fleischkugel genannt). (Für 4 Personen.) V-r Rindfleisch, '/2 ^ Kalbfleisch, V2 ^ Schöpsenfleisch wird zusammen fein gehackt, zwei in kaltem Wasser geweichte und dann gut ausgedrückte Semmeln, ein Stück gutes Gansfett, einige ganze rohe Eier, ein wenig Salz, ein Stückchen gehackte Zitronenschale, ein wenig gestoßener Pfeffer dem Fleische hinzugefügt, ein wenig Blüte, 3 bittere Mandeln, Zwiebel und Knoblauch hineingerieben, eine Messerspitze Thymian dazu gegeben, alles das wird V 4 Stunde gut verrührt. Eine Kasserolle wird mit gutem Gansfett ausgeschmiert, mit Semmelbrösel bestreut, das so zugerichtete Fleisch hineingegeben, ^ Seidel (*/§ Wasser darauf gegossen, mit einer Stürze zugedeckt und in der Röhre 1 Stunde backen gelassen. Die so fertige Fleischkaul (Fleischkugel) kann entweder in Scheiben (Pritschen) geschnitten, zierlich arrangiert (angerichtet) oder auch ganz zur Tafel gegeben werden. 83. Gebackenes Lammfleisch. Über gleichförmige Stückchen Lammfleisch wird siedendes Wasser gegossen. Sobald dieses kalt geworden, wird das Fleisch herausgenommen, gesalzen, erst in Mehl, dann in zer- quirlte Eier und Semmelbrösel umgedreht und in Fett gebacken. Es wird mit gebratenen kleinen Kartoffeln oder mit Petersilie garniert. 84. Gebackene Zunge. Die Zunge wird weich gedünstet, in Scheiben geschnitten, in gemachtes Einbrenn einpaniert und in Fett herausgebacken. 3 * 36 85. Gebackene Würstel, Gemüse zu verzieren*) oder als Vorspeise. (Für 4 Personen.) Auf ^ fein gehacktes Kalbfleisch nehme man eine gut erweichte Mundsemmel, eine kleine fein geschnittene Zwiebel, ein wenig grüne Petersilie, Salz und Blüte, drei gerührte Eier und ein ganzes Ei, alles das wird zusammengerührt, zu Würstel formiert, dann wird es in einem abgeklopften Ei gerieben, eingewickelt und in Schmalz gebacken. 86. Gebratenes Rindfleisch. (Für 8 Personen.) Mau nimmt 2 Mittelpletze, klopft es ein wenig mit dem Fleischklopfer, schneidet 120 F (12 e^F) Rindsmark in kleine Würfel, nimmt ein Stückchen Ingwer, etwas weißen Pfeffer, beides gestoßen, salzt das Fleisch, legt es in eine Kasserolle, gibt in die Kasserolle 2 Zwiebel, etwas Wurzelwerk, 60 F (6 ckLZO Schmalz, schüttet dazu ^ ö roten Wein, stellt das Fleisch in die Röhre, läßt das Fleisch beim öfteren Begießen weich dünsten, gibt V4 ^ gute Suppe dazu, läßt damit das Fleisch V4 Stunde dünsten, nimmt dann das Fleisch aufs Brett, schneidet schöne Scheiben (Pritschen) daraus, passiert die Sauce durchs Suppensieb und gibt sie samt dem Fleisch zu Tische. 87. Gebratenes Rindfleisch (andere Art). Ein schönes Stück Rindfleisch (1 LZ? für 4 Personen) wird geklopft, damit es breit wird. In eine Mischung von 3 bitteren Mandeln, je einer Prise Salz, gestoßenem weißen Pfeffer, gestoßenem weißen Ingwer werden 70 A (7 ci/c^) klein geschnittenes Rindsmark eingewickelt, und mit demselben wird das Stück Fleisch besteckt, sodann wird dasselbe *) Auch mit gebackenen Schwämmen kann das Fleisch garniert werden. Zn diesem Zweck werden von den großen Schwämmen die oberen Teile in Scheiben geschnitten, wie Schnitzel einballiert und gebacken. 37 zusammengerollt wie eine Wurst, bindet es mit Spagat rings herum, das Ganze wird dann noch so viel als möglich gespickt. In eine Pfanne werden 2 Zwiebel, 1 Peterfilie- wurzel, 1 kleine Sellerie, 1 gelbe Rübe, alles klein geschnitten, 140 L (14 ciL^) Gansfett gegeben. Auf all dieses wird das gerollte, gespickte und gesalzene Fleisch gelegt, */4 ö weißer und ^ ^ roter Wein wird darüber gegossen, hierauf wird das Fleisch in der Röhre langsam gebraten, nur muß man es öfters mit der eigenen Sauce begießen; auch kann man, wenn die Sauce eingekocht ist, Vs ^ gute Suppe zugießen. Ist das Fleisch weich, nimmt man den Bindfaden weg, schneidet aus demselben schöne Scheiben. Von der Sauce schöpft man alles Fett herunter, läßt dieselbe durchpassieren, gibt etwas davon über das Fleisch, der Rest wird extra in die Sauciere gegeben. 88. Gedünstetes Fleisch. Man lasse Zwiebeln ein wenig auf Fett anlaufen, gebe dazu etwas Pfefferkörner und Neugewürz. Das mit Mehl bestaubte Fleisch lege man dann darauf und lasse es unter der Stürze dünsten, man muß es jedoch immer ein wenig angießen. 89. Gedünstetes Fleisch (andere Art). Pletze wird mit zertriebenem Knoblauch, Ingwer und Salz besteckt, mit etwas Mehl bestaubt und auf grünen Zwiebeln und Fett in eine Kasserolle gelegt und unter öfterem Wenden, gedünstet. 90. Gedünstetes Fleisch (andere Art). Man lasse 3 Zwiebel auf Fett etwas anlaufen, gebe das mit wenig Paprika und Mehl bestreute Fleisch (Pletze, Dickbrettl oder Kerngab genannt, auch Rostbraten) ins Kasserolle und läßt es langsam unter Umwenden dünsten. 38 91. Gefülltes Halsel. (Für 1 Person.) Gries (Grütze) wird mit heißem Schmalz abgebrüht, dazu genommen: ein Ei, geriebene Semmel, Salz, Pfeffer, Sirup soviel man notwendig hat. soll es gesalzen sein, wird kein Sirup genommen. 92. Gefülltes Hälfet (andere Art). Gut gehacktes Rindfleisch wird mit etwas geriebener Semmel, fein gehackter Zwiebel, Salz, Pfeffer und Eier gut verknetet in die Haut eines Gänsehalses gestopft und dieser an beiden Enden zugenäht. Hernach wird dieses gefüllte Halsel, nachdem es gebrüht und etwaige Stifteln von der Haut entfernt wurden, in eine Kasserolle gelegt und in Fett gebraten, wobei es öfter gewendet wird. 93 . Gefüllte Kalbsbrust. (Für 10 Personen.) Von der Kalbsbrust löse man die Knochen ab, höhle sie gehörig aus, nehme Pletze vom Kalbfleisch, hacke sie sehr sein, gebe erweichte Semmel, etwas bittere Mandeln, Ingwer, ein Stückchen Schmalz, auch einige Eier, fülle die Kalbsbrust, nähe eine jede Lücke zu, gieße Wasser darauf, 1 Stück Schmalz, Brosen (soviel als Brosamen, nämlich das innere Weiche des Brotes), und lasse die so gefüllte Kalbsbrust backen. 94 . Gemischter Lungenbraten. (Für 10 Personen.) Ein rituell gereinigtes und gut gespicktes Hinterfleisch Lungenbraten)*) wird mit einer weißen Zwiebel in eine *) Statt Lungenbraten kann man Rindspletze nehmen, doch muß dieselbe recht gut erlegen und gut geklopft sein- Auch muß dieselbe etwas länger dünsten als Lungenbraten. 39 schmale Pfanne gelegt, gesalzen, und nachdem man 210 F (21 MZl) frisches Gansinnerst dazu gegeben, läßt man ihn eine Stunde dünsten, gießt öfters etwas gute Bouillon darüber, nur darf der Lungenbraten nicht zu weich werden. ^ ^ weißer Essig wird mit 1 ö Wasser in einem Topf gekocht; in diesem Sud wird eine weiße große Stopfleber */„ Stunde gekocht, dann nimmt man die Leber langsam heraus und läßt sie kalt werden. Lungenbraten und Leber werden in gleich große Scheiben geschnitten und in eine nicht zu große, aber auch nicht zu kleine Pfanne derart gelegt, als wäre alles Lungenbraten, nämlich abwechselnd eine Scheibe Lungenbraten und eine Scheibe Leber, nur muß man darauf sehen, daß alles die Form eines Lungenbraten erhält. Hierauf wird auf nachstehende Art eine Sauce zubereitet. Helles, dickes Einbrenn wird mit ö Madeira, Vy rotem Wein und ^ 6 guter Suppe recht lange verkocht und durch in Haarsieb passiert. Mit der Hälfte der Sauce begießt man den Lungenbraten, den man noch 10 Minuten braten läßt, während die andere Hälfte der Sauce in die Sauciere gegossen und zum Lungenbraten serviert wird. 95. Gepreßtes Fleisch. Rindspletze wird geklopft, gut gesalzen und in einen passenden Topf samt Petersilie, Sellerie, gelbe Rübe, Neugewürz, Nelke, Pfeffer, Ingwer, Wachholderbeere gegeben und 1^/z Seidel kochender Essig darauf gegossen. Zwei Tage läßt man es stehen, dann kochen, bis es halb weich ist, gieße man etwas roten Wein und gebräunten Zucker darauf. Das Gewürz wird durchpasstert, dann nehme man Limoneschale dazu und lasse das Fleisch gut verdeckt in dieser Brühe weich dünsten. 96. Gepreßte Zunge. Die Zunge wird einige Tage in Salz gelassen, dann ausgewaschen, in einen Topf gegeben, 1 Seidel Weinessig, 1^/2 Seidel Wasser, 15 A (IV 2 Schmalz. Sellerie, Petersilie, gelbe Rübe, Zwiebel, Pfeffer, Ingwer, Neugewürz D 40 und Nelken, alles das wird mit der Zunge gedünstet, ist sie weich, wird sie abgeschält, kalt geschnitten, mit Meerrettig garniert und mit viel Limonesaft übergossen. 97. Geschmortes Fleisch. Ein Stück knochenlosen Röhrbratens wird in fingerdicke Scheiben geschnitten, diese werden auf beiden Seiten nicht allzustark, jedoch mürbe geklopft. Nun wird jede Scheibe mit Salz und Pfeffer eingerieben, mit in Streifen geschnittenem rohem Fett durchzogen und mit Mehl bestreut. Man gebe nun in einem tiefen Topf Gänsefett oder Abschöpffetten, lege die Fleischscheiben darauf und darüber wieder Fett, auf dasselbe wieder Fleischscheiben und darüber Fett, dann gieße man darauf ein Glas Wasser oder Wein. Im diesem Zustande verbleibt das Fleisch drei Stunden. Während dieser Zeit wendet man einmal den mit einer gut passenden Stürze zugedeckten Topf um, damit die zu Grunde liegenden Stücke obenauf kommen, und so alles in gleicher Weise schmort. Es wird sodann die Brühe durchgesiebt, ihr Zitronensaft und Kapern zugesetzt, dann wird sie auf das Fleisch zurückgegoffen. 98. Geschmortes Fleisch (auf ungarische Art). Junges Huhn oder Lammfleisch in Würfel geschnitten lasse man auf gelb gebräunten Zwiebelscheiben, Salz und Paprika in einer zugedeckten Kasserolle dünsten, ohne Wasser hinzugießen, da das Fleisch hinreichend safthaltig ist. Schließlich lasse man es, nachdem man den Deckel entfernt hat, braun schmoren. 99. Gewickelte Rostbraten. Man nehme die gewöhnlichen Rostbraten, klopfe sie gut, jedoch sehe man, daß sie beisammen bleiben, sodann nehme man einen Löffel Schmalz, Stückchen geweichte ausgedrückte Semmel, Salz, gehackte grüne Petersilie, Paprika, Blüt, bittere Mandeln, teile alles das gut ab, 41 bestreiche die Rostbraten damit, wickle dieselben zusammen, umbinde sie mit einem Faden, gebe sie ineine Kasserolle nebst Fetten, Petersilie, Sellerie, gelbe Rübe und lasse sie dünsten. Sobald sie weich sind, werden sie herausgenommen, der Faden abgelöst und die Sauce darauf durchpassiert. 100. Gewöhnlicher Rostbraten. Das Fleisch zum Rostbraten wird gut geklopft, aufs Omelettenblech gelegt und auf beiden Seiten gut abgedünstet, jeder Rostbraten ungefähr 5 Minuten, dann wird jeder extra mit ein wenig Mehl, Paprika und Salz bestäubt, hieraus in eine Kasserolle, worin zuvor einige feingehackte Zwiebel gegeben, aus diese gelegt, eine Stürze auf die Kasserolle gedeckt und dieses in eine nicht zu heiße Röhre hineingestellt, wo die Rostbraten schön langsam dünsten müssen. Nach einer Stunde wird die Kasserolle aus der Röhre genommen, die Rostbraten werden umgewendet und noch aus ^ Stunde in die Röhre gegeben, sodann aus derselben genommen, die Sauce wird passiert. Mit Kartoffeln garniert, wird der Rostbraten zur Tafel gebracht. 101. Gewöhnliches Rindfleisch. Man klopfe und koche ein gutes Stück Rindfleisch, lasse es kalt.werden,-und schneide schöne Scheiben daraus; in eine Kasserolle gebe man Zwiebel samt der Schale in kleine Würfeln geschnitten, ein Stückchen Sellerie, Petersilie, gelbe Rübe, alles in Würfeln geschnitten, einiges ganze Gewürz als: Neugewürz, Ingwer, Pfeffer, lasse selbes unter fortwährendem Zugießen von fetter ^ Suppe dünsten und braun werden, hierauf gieße ^man 1 Seidel Fleischsuppe darauf, bestreue dann die Scheiben von Fleisch mit Salz, geriebenen bitteren Mandeln und Ingwer, zerquirle dann das Gemüse und passiere es durch ein Sieb, auch das geschnittene Fleisch, und lasse das Fleisch noch unter einer Stürze t Stunde dünsten; hierauf gebe man es mit einer extra Sauce zu Tische. 42 102. Haschee. Rohe Fleischstücke (Vy LZ? für 4 Personen) werden auf die Platte gestellt. Es brauchen keine besonders schönen Portionen zu sein, es können Abfälle vom Braten dazu genommen werden, nur darf kein fettes Fleisch dazu kommen. Hat das Fleisch genug gekocht, daß man es durchhacken kann, so seiht man die Suppe ab, hackt das Fleisch nebst geweichter Semmel, deren Menge von der Menge des Fleisches abhängt. In der abgcseihten Suppe läßt man aus 2 Löffel Fett und 3 Löffel Mehl zubereitetes Helles Einbrenn gut verkochen, passiert sodann das Einbrenn durch das Sieb, gibt das gehackte Fleisch hinein, und läßt es zusammen gut verkochen. Haschee") wird beiläufig so dick gemacht wie ein Erdäpfelpüree. Wer Knoblanchgeruch liebt, gibt ein Stückchen Knoblauch hinein, dasselbe wird auf dem Brette mit einem Stückchen Ingwer und Salz gut zerdrückt. Auch kann man ein Stäubchen Pfeffer zugeben. Sollte die Suppe wenig gesalzen sein, so muß man das Hascheezusalzen. Zu jedem LZ? Fleisch können 2 rohe Eier kommen, die man mit dem Haschee einige Minuten verkochen läßt. 103. Hirnpofese (als Vorspeise). Einen Tag alte Mundsemmeln werden in ganz dicke Scheiben geschnitten, in weißen Wein schnell eingetaucht und mit gedünstetem, durchfarzierten Hirn bestrichen. Zwei Scheiben werden übereinandergelegt, in zerklopftes Ei eingetaucht und in Semmelbrösel garniert, in heißem Schmalz herausgebacken und damit das Gemüse oder Kartoffelpüree garniert. 104. Hulaner Braten. (Für 10 Personen.) 3 LZ? von allen Knochen befreites Rindfleisch wird nicht zu weich gekocht, nachdem es einige Minuten über- *) Ist es gehackte Lunge, so nennt es sich auch Lnngenmus. 43 kühlt ist, wird es in Scheiben geschnitten und jede Scheibe mit folgender Fülle bestrichen. Manlaßt120F (12 Gansfetten in einer Kasserolle auf der Platte zergehen, gibt 3 feingehackte Zwiebeln hinein, 180 F (18 geriebenes schwarzes Hausbrot, läßt dieses alles einige Minuten auf der Platte dünsten, gibt das gehörige Salz und etwas Pfeffer dazu, bestreicht damit die Fleischscheiben, dann stellt man sie knapp aneinander in einer Kasserolle, gibt einen Löffel Gansfetten dazu, läßt sie Stunde dünsten, nimmt dann ^ Eßlöffel lichte Einbrenn, 3 Eßlöffel Rindssuppe, mit welcher die Einbrenn eingequirlt wird, gießt es über die Scheiben, läßt es noch einige Minuten damit dünsten und gibt es dann heiß zur Tafel. 105. Koteletts (oder Koteletten). Kalbfleisch oon den Rippen, woran jedoch immer ein Beinchen bleibt, wird in Stückchen geschnitten, geklopft, gesalzen, zuerst in Mehl, dann in Ei und zuletzt in Semmelbröseln einballiert und in Schmalz gebacken. 106. Kalbskotelette. Kalbfleisch wird sein gemahlen, geweichte Semmel, Eier, Salz gut gerührt, in Mehl eingewickelt, in Ei und Semmel emballiert und im Schmalz ausgebacken. 107. Kalbfleisch gebraten. Gut geputztes Kalbfleisch wird iu gleich lange Stücke (Amouretten) geschnitten, dieselben in Wasser mit Essig mariniert, dann abgetropft, mit Mehl bestreut und in der Pfanne gebraten. 108. Kalbfleisch-Frikassee. In eine Kasserolle mit heiß gewordenem Fett lege man hübsch geformte Stücke von Kalbfleisch hinein und lasse sie 10 bis 15 Minuten schmoren, gieße sodann heißes Wasser und ein wenig weißen Wein dazu, gebe etwas Salz, 44 einige Pfefferkörner, geschnittene Petersilienwurzel, auch ein Lorbeerblatt daran und lasse die Fleischstücke nach und nach weich kochen. Bevor man sie zur Tafel gibt, kann man sie noch mit halbgekochten Spargeln, gekochten grünen Erbsen und Zitronenscheiben garnieren. 109. Kalbskotelette in Aspik. Kotelettes werden gut geklopft, gesalzen, eine schöne rote Rübe, ein Stückchen geräucherte Zunge, ein Stückchen Speck (Rippenfett), Champignon und Trüffel werden nudelförmig geschnitten und mit ihnen die Koteletts gespickt. Auf eine Omelettenpfanne wird hernach etwas Fetten, eine geschnittene abgeschälte Zwiebel, gehackte Zitronenschale gegeben, die Abfälle von den Champignons und Trüffeln gut ausgewaschen, alles das sowie auch grüne Petersilie klein geschnitten und in die Pfanne gelegt. Die Kotelettes kommen mit dem gespickten obenauf zu liegen, hieraus decke man sie zu, ohne jedoch die Spickung zu zerdrücken, lasse sie eine Stunde bei kleinem Feuer auf der Platte dünsten. Sobald sie fertig sind, lege man sie auf eine Schüssel, begieße sie mit zerlassenem, weißem Aspik und lasse das Ganze vor dem Fenster kalt werden. Sodann schneide man die Kotelettes mit dem Aspik heraus, lege sie schön geschlichtet auf eine andere Schüssel, garniere den Rand mit weißem und rotem gehackten Aspik. Um die Knochen kommen Papilloten. 110. Kalbssüße. Zuerst werden die Kalbsfüße in Wasser und Salz gar gekocht, nachher wird diesem Pfeffer, Gewürz, Zwiebel und Fett zugesetzt und mittels Einbrenn dicklich gemacht. In dieser Brühe werden die Kalbsfüße eingekocht. Von ihr wird ein kleiner Teil mit Zusatz von etwas Essig oder Zitronensäure und etwas Zucker auf den Kalbsfüßen zurückgelassen, der übrige Teil der Brühe kann zu Suppe verwendet werden. 45 m. KalbsfüßeMit Gallertsauce. Nachdem man die Kalbsfüße in Brunnenwasser mit Zusatz von Salz, Fett und etwas Einbrenne gar kochen ließ, bereitet man die Gallertsauce folgendermaßen: Man gebe gelben und schwarzen Pfefferkuchen, Sirup und Zimt, sein geschnittene Zitronenschale, gestiftelte Mandeln und große Rosinen in einen Topf und die Brühe von den Kalbsfüßen hinein. Gut verkocht gieße man diese Sauce auf die Kalbsfüße und lasse das Ganze wieder kochen. 112. Kalbs-Karbonadel. (Für 2 Personen.) Dazu: ^ ^ gehacktes Kalbfleisch, ^ Mundsemmel gerieben und */g Mundsemmel geweicht, ein wenig Salz, eine Zwiebel in Schmalz geröstet, zwei gerührte Eier und ein ganzes Ei; alles das wird zusammengerührt und zu Karbonadeln geformt, sodann in Ei und Semmelbröseln emballiert (gewickelt) und in Schmalz gebacken. 113. Kalbs- oder Gansleber in Wein. Wenn die Leber gebraten ist, so beschütte man sie mit Zimt, Nelken und Mandeln, gebe in einen Kasserolle Fette die Leber hinein, sobald sie halb gebraten, gieße man ^2 Seidel Wein an, lasse sie dünsten, bißchen Zitronengeruch, staube es mit Mehl ein, lasse es noch auskochen. Dann nehme man die Leber heraus, passiere alles durch über die Leber, welche in Scheiben geschnitten und mit Pertersilie verziert zur Tafel gegeben wird. 114. Kalbsroulade. Man nehme einen selbstverständlich rituell gereinigten (getrieberten) Kalbsschlegel, schäle ihn aus, mahle das Fleisch und passiere es durchs Sieb, schneide von 4 Mundsemmeln die Rinde ab, erweiche sie in kaltem Wasser, drücke sie fest aus, gebe die ausgedrückte Semmel in eine Kasserolle. 46 zuerst jedoch 1 Seidel (^o ^) gutes Gansfetten, stelle es auf die warme Ofenplatte und lasse es lau werden, schlage sodann 10 rohe Eier hinein, nehme es non der Platte, gebe das passierte Fleisch hinein, rühre alles sehr gut untereinander, nehme Salz soviel als nötig ist, eine Messerspitze Blüte, 2 bittere Mandeln, reibe hinein ein wenig grüne Petersilie, von einer Zitrone sein gehackte Schale, rühre alles mit der Massa zusammen, lege den ausgeschälten Schlegel aufs Brett, streiche die Massa darauf, nehme hieraus in Scheiben (Pritschen) geschnittene Räucherzunge, mache Figuren darauf, streue etwas Pistazien dazwischen, ebenso dünn in Scheiben geschnittene Champignons, rolle es zusammen, nähe die Wurst in ein reines Tuch hinein, lege diese in einen schmalen Becken, übergieße sie mit 2 Seidel (^/z §) guter Rindssuppe und lasse sie eine Stunde dünsten. Sodann nehme man sie heraus und stelle sie an einen kühlen Ort; schneide sie, nachdem sie kalt geworden, auf eine Schüssel und verziere sie mit Aspik und Limone und gebe die dann so fertige Kalbsroulade zur Tafel. 115. Kalbsschnitzel. Man zerklopfe ein schönes Stück von Pletze (1 LZ? für 4 Personen) in Scheiben, salze sie gehörig, tauche sie in Eier, bestreue sie mit Semmelbrösel und backe sie in heißem Schmalz. 116. Kalbssteeck. Vr (selbstverständlich rituell gereinigten) Schlegels wird gut geklopft, gesalzen, ein wenig bepudert (mit Mehl bestäubt) und 10 Minuten auf der Ofenplatte gedünstet. Sodann gebe man in die Omelettensorm ein Stückchen Gansfett, läßt es heiß werden, lege Kalbssteeck hinein, wende es, nachdem es auf einer Seite gut ist, um, lasse es 5 Minuten aus der anderen Seite, nehme es mit einer Gabel auf einen Teller, schütte das Fett von der Omelettenform ab und gebe einen Eßlöffel Fleischsuppe auf die Omelettenform, lasse es 2 Minuten aufkochen und schütte 47 es unter dem Kalbssteeck. Dieses muß beim schnellen Feuer gemacht werden. Diese Art Speisen werden niemals mit der Sauce über- sondern untergossen. 117. Knlbszunge eingemacht. (Für 1 Person.) Man koche die Kalbszunge, nachdem man sie rein ausgewaschen, weich, ziehe von ihr die Haut ab, schneide sie der Länge nach in 3 Teile; stoße ein Stückchen Knoblauch, 30 (3 Mandeln und einige Pfefferkörner zu Brei; reibe für 4 /r (4 Pf.) gelben, für 2 ^ (2 Pf.) schwarzen Pfefferkuchen, menge das alles im Mörser gut zusammen; gebe das so vermischte in ^ Seidel— 2/10 ö gute Rindssuppe und lasse es mit der Zunge ^ Stunde langsam kochen. 118. Kalt Ausgeschnittenes aus Rinderbraten. (Für 4 Personen.) 1 mageres Rindfleisch wird auf der Fleischmaschine fein zermahlen, ^ Selchfleisch wird ebenfalls sein zermahlen, man gibt diese Maffa in eine Kasserolle, salzt es genügend, gibt eine Prise gestoßenen Pfeffer dazu, reibt eine mittelgroße Zwiebel hinein, gibt 2 rohe Eier und 2 rohe Dotter dazu, gibt 2 in Wasser geweichte und wieder ausgedrückte Mundsemmeln dazu, 1 Eßlöffel festes Ganssetten, rührt dieses alles gut durch, formt eine längliche Wurst daraus, legt sie in eine dazu passende Pfanne, läßt sie in der Röhre eine Stunde mit ^ ö Wasser untergossen backen, stellt es dann samt der Pfanne in die Kälte, nimmt es, nachdem es ganz kalt ist, aufs Brett, schneidet mit einem scharfen Messer dünne Scheiben. 119. Karbonadel (anderer Art). Das an Kalbs- oder Hammelsrippen befindliche Fleisch wird so zerklopft, daß es breit und mürbe wird, ohne daß es vom Knochen losgelöst wird. Man salze es 48 dann gehörig, tauche^es in zerquirlte Eier, bestreue es mit Semmelbrösel und backe es in heißem Schmalz. Man serviert es gewöhnlich mit Spinat. 120. Lammfleisch gedünstet. Von einem geschlachteten schönen Lamm nehme man das Rippenstück, salze es nur wenig, hacke es auf der einen Seite so ein, daß jeder Einschnitt eine Portion ist. Man lasse es dann eine Stunde dünsten mit etwas in Scheiben geschnittener Sellerie und Petersilie, wieauch Körnern Neugewürz, Pfeffer und ein Stückchen Ingwer. 2 abgeschälten zerhackten Zwiebeln werden in gutem Gansfett gelb geröstet, 30 F (3 Mehl wird dann dazu gegeben, etwas Kümmel dazu, schütte nachher die Brühe von dem gedünsteten Lammfleisch dazu, schneide das Fleisch in die gehackte Portionen, gebe , es in diese zubereitete Sauce, lasse es ^ Stunde darin aufkochen, forme es dann zierlich auf der Änrichtschüssel, passiere die Sauce durch das Sieb und, gebe sie extra in der Sauciere und extra das Fleisch zu Tische. Diese Speise muß warm verabreicht werden. Man kann sie mit Rohschnitte oder 'kleinen Kartoffeln garnieren. 121. Leberkaul (auch Leberkugel genannt). (Für 4 Personen.) 1 LA .Kalbsleber wird fein geschabt, 2 geweichte, gut zerriebene Semmeln und ein Stück Fett werden ihr hinzugefügt und beides gut abgetrielen; dazu 6 rohe Dotter, etwas Salz, Pfeffer, Stückchen geriebene Zwiebel gegeben; nochmals alles gut abgetrieben, aus den 6 Eiweiß wird ein fester Schnee gemacht, langsam in die Massa verrührt, eine Kasserolle wird mit Gansfett ausgeschmiert, mit Semmelbrösel bestreut und die Massa hineingegeben und 1 Stunde in der Röhre gedünstet, sodann wird die Leberkaul (Leberkugel) auf eine Schüssel gestürzt, mit Kartoffeln garniert zur Tafel gegeben. 49 122. Leberwürste zu braten. Diese werden einige Augenblicke in heißem Wasser erwärmt und dann in Schmalz gebraten. Ein gleiches Verfahren wird bei Lungenwürsten angewendet. 123. Leberwurst mit Kartoffeln. Man gebe in eine Kasserolle Fett, lege in dieselbe die Leberwurst und lasse sie braten. Nachher wird sie aus derselben gehoben und in ein Gefäß, das man auf dem warmen Ofen stellt, gelegt. In das zurückgebliebene Fett, das man mit Salz und Pfeffer, etwas Mehl und mit Bouillon verrührt, lege man die in Pritschen (Scheiben) geschnittenen Kartoffeln, nachdem diese zuvor in der Schale gekocht wurden und lasse sie schmoren. Auf die Kartoffeln werden die Würste gelegt. 124. Lungenbraten (selbstverständlich rituell gereinigt). (Für 6 Personen). Man nehme einen Lungenbraten, wasche ihn sauber aus, dann lasse man 2 Seidel (^/,g H Essig kochen, schneide 3 Zwiebeln hinein, gebe dazu Lorbeerblätter, Thymian, Nelken, Neugewürz, Ingwer, Pfeffer, lasse' alles zusammen kochen, dann auskühlen und gieße es über den Lungenbraten. Dann wird er mit Brettl befestigt und tagtäglich umgekehrt, im Sommer lasse man ihn so 4 und im Winter 8—14 Tage liegen. Dann nehme man ihn heraus, lasse ihn in einer Kasserolle braten, die Hälfte von der Beize wird daraufgegossen, 1 Stück Schmalz und */„ Seidel — ^ guter Wein auch darauf gegeben und lasse ihn so braten. Dazu kommen geröstete Erdäpfel. 125. Mutrosenfleisch. Eine große Zwiebel wird geschält und in Scheiben geschnitten, eine gelbe Rübe ebenfalls geschnitten, eine Sellerie, eine große Petersiliewurzel, 2 Nelken, ein Stückchen Ingwer, einige Körner Neugewürz, 6 Körner Pfeffer. 4 50 Dieses alles wird in eine Kasserolle gegeben. Nun gibt man 2 Eßlöffel Gansfett dazu und röstet alles gut durch, nimmt 2 gutes Rindfleisch, wo möglich niedern Schuß, schneidet 6 Stück daraus etwas dicker wie Rostbraten, gibt das Fleisch zu dem gerösteten Gemüse, dazu etwas Essig, nachher läßt man es zugedeckt eine Stunde dünsten, nimmt das Fleisch heraus, passiert die Sauce durch, gibt einen Kaffeelöffel Senf und ein wenig Zucker dazu, läßt das Fleisch 1/4 Stunde in dieser Sauce aufkochen. 126. Paprika-Fleisch. Kalbfleisch (1 ^ für 6 Personen) wird in Stückchen geschnitten. In eine Kasserolle, worin ein Stückchen Gänsefett, werden 2 große feingeschnittene Zwiebel, diese goldgelb gedünstet, und dann die gesalzenen Stückchen Fleisch hineingegeben, etwas Paprika dazu, bis es weich gedünstet ist, dann ein wenig weißes Einbrenn und Essig und lasse das Ganze aufkochen, gebe herum Nockerl mit Gänsefetten geschmolzen. 127. Pariser Zunge. Eine Rindszunge wird, nachdem man den Schlund abgeschnitten hat, gut gewaschen und mit einem reinen Tuch ganz gut abgewischt, damit sie von allem Schleim befreit wird, hernach nimmt man in einen Topf eine Zwiebel, eine Petersiliewurzel, eine kleine Sellerie, einige Körner Neugewürz, ein Stückchen Limoneschale, für 2 ^ (2 Pf.) ganze Blüte, ein Stückchen Ingwer, eine gelbe Rübe, ein Stückchen Lorbeerblatt, etwas Salz. Die Zunge läßt man nun 3 Stunden kochen, nimmt sie aus der Suppe, zieht die Haut ab, läßt sie etwas überkühlen, schneidet dann dünne Scheiben daraus, stäubt dann diese auf einer Seite mit gestoßenem weißen Pfeffer, die andere Seite mit wenig Salz, läßt hernach 80 F (8 Gansfett mit 80 F (8 ci/cg) Mehl auf der heißen Platte 10 Minuten stehen, gieße ^ L Helle Fleischsuppe daraus, lasse es 5 Minuten durchkochen, nehme dann 4 rohe Eidotter, sprudle selbe mit einem Eßlöffel Suppe ab und quirle sie 51 in der dicken Sauce, bis diese recht fest und kalt ist, tauche die Scheiben von der Zunge recht in die Sauce ein und sogleich in zerklopftes Ei und Semmelbrösel, lasse die Zungenscheiben schnell in heißem Fetten backen, ordne sie schön auf einer Schüssel und garniere sie mit Teltower Rüben. 128. Pöckel-Fleisch wird auf folgender einfachen Weise sehr wohlschmeckend zubereitet. Es wird dazu eine Portion Brust ohne Knochengewicht nach Belieben genommen. Nachdem es nun koscher gemacht ist, wird auf je 2 eine Hand voll Salz, 1 Teelöffel Salpeter, 1 Teelöffel gestoßener Zucker gemischt, auf 4 Lg das doppelte u. s. w, Das Fleisch wird auf allen Seiten mit dieser Salzmischung gut verrieben, in ein reines Gefäß hineingegeben. Auf das Fleisch wird eine Stürze gelegt, diese mit einem Stein beschwert. Das Gefäß verbunden, wird im Keller 12—14 Tage gelassen (im Sommer genügen 12 Tage), sodann ausgewaschen, etwas Wasser zugesetzt, zugedeckt, nach Bedarf immer etwas angegossen, bis es weich ist, hie und da gewendet. Es kann auch in der Röhre gemacht werden und schmeckt als kalter Aufschnitt sehr gut. Rindszunge kann in derselben Weise gepöckelt werden. 129. Pöckel-Fleisch (andere Art). Das Fleisch wird mit Salpeter an allen Stellen verrieben in eine Kasserolle gelegt, sodann gehörig gesalzenes Wasser darauf gegossen, so daß darüber geht. Das Fleisch so zugerichtet wird dann auf 14 Tage auf Eis oder in einen Keller gegeben. Während dieser Zeit kann es 2—3 Mal gewendet werden, sodann wird es ausgewaschen und weich gekocht. 130. Pöckelzunge. Die Zunge wird ein wenig mit Salz verrieben (zu 2 Zunge 2 Hände voll Salz), in eine Kasserolle gelegt, einige gehackte Zwiebeln werden auf der Platte 2 bis 4 * 52 3 Stunden gut geröstet, dieses wird aus die Zunge gelegt, mit einer Stürze zugedeckt und beschwert, sodann aus 14 Tage, im Winter auch länger, aufs Eis oder in den Keller gegeben, nachher ausgewaschen und weich gekocht. 131. Polnische Zunge. (Für b Personen.) Eine oder mehrere Zungen werden mit Grünzeug weichgekocht, in ein Kasserolle blattweise geschnittene gelbe Rübe, Petersilie, 1 Sellerie, 1 große Zwiebel, ein wenig Schmalz gegeben und braun geröstet, wobei zu achten ist, daß diese nicht anbrennen, dazu gebe man ein wenig Mehl, damit eine Sauce daraus werden kann, etwas Zucker, wenn es bräunlich gedünstet ist, gieße man von der Brühe, in welcher die Zunge liegt, darüber, lasse es gut durchkochen, dann passiere man es durch und gebe von einer Zitrone länglich geschnittene Schalen, den Saft und etwas Essig dazu, damit es einen pikanten Geschmack bekommt, länglich geschnittene und geschälte Mandeln, eine Handvoll große Rosinen; garniert wird es nach Belieben. Sollte es wenig braun sein, so gehe man gebräunten Zucker dazu. 132. Ragout. Reis (1 Kilo für 4 Personen) wird mit Fett im Wasser gekocht, sobald er kocht, wird eine Pastetenform mit Fetten geschmiert, der Reis hineingedrückt, die Form aufgemacht und weggegeben, die Reispastete wird sodann gebacken bis sie rot wird, dann in ihrer Mitte ein Loch gemacht, das Fleisch hineingegeben und mit Champignons oder Trüffel verziert und obenauf eine Kalbsbrust gegeben und dazu das Kalbfleisch. Zuvor wird jedoch das Kalbfleisch in Stückchen geschnitten, in Schmalz ein wenig gedünstet, dazu Suppe, Pfeffer, Salz, Petersilie und eine ganze Zwiebel gegeben, diese jedoch dann wieder herausgenommen. 53 133. Ragout (andere Art). Man nehme Schmalz nach Belieben, schneide gliedweise Hühner in dasselbe hinein, sodann wird ein Stückchen Kalbfleisch in Würfeln geschnitten, ein Stückchen Sellerie, Petersilie, Spargelköpfe. Blumenkohl (Karfiol) und Zwiebel, alles das lasse man dünsten, was früher weich ist, wird herausgenommen, dann aus weißem Einbrenn mit Rindssuppe eine Sauce gemacht, darüber gegossen, ein wenig aufgekocht und mit Nockerln oder Markteig verziert. 134 . Ragout in Muscheln. (Für 6 Personen). Man nehme 2 Pfund (1 Lg) Kalbsschlögel, brate ihn nicht zu weich, lasse ihn kalt werden, schneide daraus schone viereckige Würfel, ebenso schneide man 1 Pfund (V 2 Kilo) gekochte Räucherzunge gleichfalls in Würfel, mische beides zusammen, nehme eine kleine Büchse Trüffeln, zerschneide jede Trüffel in 4 Teile, ebenso einige Champignons, schneide selbe, nachdem sie gedünstet sind, iu Scheiben, mische alles unter das Fleisch, mache jetzt in einer Kasserolle ein gutes weißes Einbrenn, das aus einem Stück Gänsefetten und 3 Eßlöffel Mehl besteht, lasse das Einbrenn mit ? guter Suppe aufkochen, nehme, um es pikant zu machen, von 1 oder 2 Zitronen den Saft dazu, Passiere die Sauce durch ein Sieb, sprudle es mit 3 Dottern ab, mische diese geschnittenen Sachen hinein, wenn es zu Tische gegeben wird, hülle man diese Masse in Muscheln (aus Paksong oder Silber) oder kleine Pasteten, nehme hierauf eine Anrichtschüssel, schlichte dieses Ragout in hübscher Form darauf. 135 . Räucherzunge (warm). Eine Räucherzunge wird schneckenförmig gebunden, man nehme hierauf 1 ö gewöhnliches Bier, 2 ^ Brunnenwasser, 1 Eßlöffel Salz, gebe in ein Stückchen Organtin ein wenig Kümmel, binde den Organtin zu und gebe ihn 54 ins Wasser. Die Zunge wird in diese Mischung gelegt, alles zusammen 3 Stunden gekocht, die Zunge sodann herausgenommen, die Haut derselben abgezogen. Unterdes tauche man ein reines Tuch in diese Beize ein, wickle die Zunge hinein und stelle sie an einen kleinen Ort. Will man sie warm zu Tische geben, wird sie gleich, nachdem sie abgehäutet ist, mit einem scharfen Messer geschnitten und mit Kren (Meerrettig) verputzt. 136. Rauchfleisch mit Erbsen. Es ist häufig gebräuchlich, auf Samstag Erbsen mit Rauchfleisch zu kochen, wobei man sich nach nachstehender Anleitung zu richten hat. Man nehme z. B. für 6 Personen 1^/2 ^ große Zuckererbsen, klaubt alles Unreine aus diesen heraus, wäscht sie und gibt sie in einen 2 Litertopf. Jetzt schüttet man weiches Wasser über die Erbsen, doch nur so viel, daß die Erbsen damit gedeckt sind, da dieselben nicht im Wasser schwimmen dürfen. Dies bereitet man am Abend, bevor man die Erbsen braucht. Früh nimmt man ca. ^ fettes Rauchfleisch, wäscht es, und läßt es weich kochen. Die Erbsen setzt man womöglich in keinem eisernen Topf zu, weil sie nicht rasch kochen sollen. Im Anfang gießt man '/g 6 leichte Fleischbrühe zu, und ist darauf zu achten, daß keine Flüssigkeit über die Erbsen geht, dieselben müssen oben nur feucht sein. Sie werden eng gekocht. Nachdem das Rauchfleisch weich genug ist, wird es in schöne Scheiben (Pritschen) geschnitten, die fette Suppe hievon wird über die Erbsen gegossen, die Erbsen, wenn es nötig sein sollte, gesalzen. Fleisch und Erbsen werden sodann in einer nicht zu heißen Röhre zugedeckt bis zum Gebrauche stehen gelassen. Man kann auch anstatt oder zu dem Rauchfleisch Würste, Salami oder geräucherte Ganskeule verwenden, wobei selbstverständlich alles weich gekocht werden muß, bevor es den Erbsen beigesetzt wird; auch in diesem Falle wird die Suppe zugegossen. Salami werden in Scheiben geschnitten und auf die Erbsen gelegt. Wer Salami nimmt, muß auch etwas 55 fettes Fleisch dazu nehmen, sonst würden die Erbsen nicht gut sein. 137. Reh?) Fleisch selbstverständlich von geschlachtetem Reh wird acht Tage zuvor eingesalzen, mit Wachholder bestreut, in ein Gefäß gegeben und mit einem Stein zugedeckt, jeden Tag wird es gewendet, jedoch ungewaschen gelassen. Sobald man es braucht, wird es sauber abgewaschen, gut abge- häutelt und gespickt, von jedem Gewürz etwas, länglich geschnittene Limoneschale und ein wenig Fett gegeben und dünsten gelassen, bis es weich ist, dann mit ein wenig Suppe untergossen, jetzt wird Einbrenn gemacht, ein wenig Zucker eingebrannt, eine Sauce daraus gemacht, und ein bißchen Limonesaft darüber gegossen. t38. Rehpletze (selbstverständlich von geschlachtetem Reh). (Für 6 Personen.) Man häutet die Rehpletze ab, spickt sie recht dick in gleichmäßigen Reihen, salzt sie, legt sie aus die Bratpfanne mit dem Gespickten nach unten, nimmt 100 F (10 Deka) Gansfetten, ebensoviel Rindsmark, schneidet eine weiße Zwiebel dazu, bratet die Pletze bei öfterem Begießen bis sie bald weich ist, wendet sie dann um, läßt sie noch eine halbe Stunde durchbraten, gibt sie dann aufs Brett, schneidet das Fleisch von den Beinen ab, formt einen Schlegel daraus, passiert die Sauce durchs Sieb, gibt etwas davon über den Braten, das andere ins Sauciere, gibt dann die Rehpletze mit Preiselbeerkompot zu Tische. 139. Rindsfilet L !a Welinglon mit Trüffel und Madeira. Lungenbraten, nämlich nach Vorschrift gereinigtes (getriebertes) Hinterfleisch, wird ganz rein abgehäutelt, *) Wildpret-Beize wird folgendermaßen bereitet: Man nehme V 2 Seidel (V« Liter) Essig. Vs Seidel Ö/g Liler) Wasser, schneide Zwiebel. Lorbeerblatt, Limone, von jedem Gemürz etwas, auch Rosmarin, einige Wachholder, alles das lasse man gut sieden, dann gieße man es über das Wildpret und decke es zu. 56 dann in fingerdicke Scheiben (Pritschen) geschnitten, diese ein wenig geklopft, mit weißem Pfeffer, ein wenig Mehl und Salz bestreur. In eine Omelettenpfanne lege man dann ein Stückchen Fett und stelle sie auf die Platte. Sobald das Fett heiß ist, wird das Filet hineingelegt und einige Minuten aus beiden Seiten überdünstet; hierauf schlichte man sie auf eine Anrichtschüssel, schneide einige Trüffeln zu dünne Scheiben, geben sie in die Omelettenpfanne hinein, schütte ^ Seidel — V,» ^ (1 Deciliter) Madeira hinzu und lasse sie einige Minuten aufkochen, gieße sie sodann auf das Filet, garniere es nach Belieben und gebe es dann zur Tafel. 140. Rindfleisch in Wein gedünstet. Ein ^ Stück Fleisch lasse man einige Tage in Salz liegen, dann wird es gut geklopft, sodann in eine Kasserolle gegeben, etwas roten Wein und Gewürz darauf gegossen, gut zugedeckt. Man lasse es weich dünsten, und wenn es weich ist, staube man die Sauce mit ein wenig Mehl oder Semmelbrösel an. 141. Nindsgulasch. Das Fleisch (l ^ für 6 Personen) wird in Würfeln geschnitten, mit Mehl eingestäubt, dann Zwiebel in Fetten geröstet, dann das Fleisch hineingegeben und bei gelindem Feuer 1 Stunde gelassen, bis das Fleisch Sauce von sich gibt. 142. Rindskarbonadel. (Für 4 Personen.) Vs ^ Rindfleisch und */§. /cF Kalbfleisch wird gut gehackt, oder auf der Fleischmaschine gemahlen. Das klein gemachte Fleisch wird in eine Kasserolle gegeben, dazu kommt geriebene Zwiebel und eine in Wasser geweichte und wieder ausgedrückte Mundsemmel, eine Prise weißen, gestoßenen Pfeffer, dann wird es gut gesalzen und gehörig untereinander verrührt. Sodann formt man aus dem Fleisch Karbonadel, und läßt es in einer Kasserolle dünsten, in 57 welcher man zuvor in gutem Gansfetten eine klein geschnittenen Zwiebel hat gelb werden lassen. Hat man die Karbonadel ^ Stunde dünsten gelassen, staubt man etwas Mehl darüber, und läßt sie weiter dünsten, wendet sie dann um, daß das Obere zu unterst kommt, und läßt sie wieder ^ Stunde dünsten. Sollte wenig Sauce sein, gibt man etwas Bouillon dazu und garniert sie mit Erd- äpfel-CroquetS. 143 . Rindsmagen. (Für 8 Personen.) Nachdem der Rindsmagen gut gewaschen ist, setze man ihn mit vielem Wasser zu, stelle ihn auf die Platte, lasse ihn einige Minuten aufkochen, nehme ihn dann von der Platte, schütte das Wasser ab, wasche ihn nochmals aus und lasse ihn dann mit ein wenig Salz und Ingwer einige Stunden weich kochen. Man nehme ihn dann aufs Brett und schneide schöne Streifen daraus; dann mache man ein Helles Einbrenn, lasse es mit ^ ö guter Rindssuppe, einem Stückchen grüner Petersilie, ein wenig Blüte und gut verriebenen Knoblauch gut aufkochen und schütte diese Sauce über den geschnittenen Rindsmagen, lasse ihn in derselben ^ Stunde langsam kochen, seihe die Sauce von dem Magen ab, gebe in eine Anrichtschüssel gut gedünstete Kartoffeln, lege den Magen schön zierlich um dieselben, gebe ihn dann zur Tafel, die Sauce extra in die Sauciere. 144 . Rollbraten. (Für 6 Personen.) 1 niederer Schuß oder geschälte Brust wird tüchtig geklopft, mit Petersilie, Sellerie, gelber Rübe gespickt und wieder geklopft. Mit geriebener Zwiebel, Pfeffer, Neugewürz, Salz, gehackten Gurken, Kapern, alles gut zusammengemengt, wird das Fleisch bestrichen, dann dasselbe zusammengerollt und fest gebunden. In eine Kasserolle mit Salz und Wasser wird es zu dünsten gegeben, bis es weich ist. Dann kommt V- ? Kochwein zur Sauce. . 58 145. Roßschweif. (Für 6 Personen.) 1 LZf Rindfleisch von der Rippe wird schön dünn abgeklopft, gesalzen, dann werden zwei Zwiebeln abgedünstet, mit diesen wird das Fleisch beschmiert, jetzt fest zusammengerollt und mit weißem Spagat zusammengebunden, dann läßt man eine Beize aus Essig, Gewürz und Grünzeug kochen und auskühlen, gieße sie über das Fleisch, decke es zu und wende es jeden Tag und läßt es dann in der Beize dünsten. Dann wird eine Sauce wie beim Reh gemacht, nur ein Stückchen geriebenes Hausbrot dazu gegeben und durchpassiert. 146. Roastbeef. (Für 6 Personen.) 1 Niederschuß vom Rindfleisch wird stark geklopft, gesalzen, dazu fein gehackte Zwiebel, Ingwer, Neugewürz, Pfeffer, Grünzeug, gelbe Rübe gegeben und in wenig Wasser in der Röhre gedünstet. 147. Roastbeef (andere Art). (Für 6 Personen.) Man nehme vom niedrigen Schuß 3 ÜA, löst das Fleisch ganz vom Knochen ab, schneidet die Haut samt dem Fetten vollständig ab, klopft es mit dem Fleischklopfer, salzt und pfeffert es ein wenig, gibt 3—4 Eßlöffel Gansfetten in einen Becken, läßt es auf der Platte heiß werden, gibt das Fleisch hinein, läßt es beim öfteren Begießen mit eigenem Saft 25—30 Minuten in einer heißen Röhre recht schnell braten, nimmt es dann aufs Tranchierbrett, schneidet dünne Scheiben daraus, arrangiert selbe auf einer Schüssel, gießt von dem Becken, wo das Fleisch gedünstet hat, das Fetten ab, gibt einige Löffel gute Fleischsuppe hinein, stellt den Becken mit dieser Sauce einige Minuten auf die Platte und nachdem die 59 Sauce gut durchgekocht ist, schüttet man es über den Roastbeef, garniert es nach Belieben und gibt es recht heiß zur Tafel. 148. Rostbraten (gewöhnlicher). wird gut geklopft, jedes einzelne Stück aufs Brett gelegt, mit Salz, Pfeffer und wenig Puder eingestreut. Die Omelettenform wird sodann auf die Ofenplatte gegeben, ein Stückchen Schmalz in dieselbe gegeben und jeder Rostbraten 5 Minuten gedünstet, dann nehme man zu jedem eine kleine Zwiebel, läßt sie in Schmalz gelb werden, gebe ein Stückchen Ingwer, einige Körner Neugewürz und lege die Rostbraten hinein, lasse sie ^ Stunde dünsten, nehme sie vom Feuer und lege die unteren nach oben, gebe sie dann in eine andere Kasserolle, passiere die Sauce durch und gebe sie recht heiß zu Tische. 149. Rostbraten bayrischer. Die Rostbraten werden von den Knochen abgelöst, ein wenig geklopft, mit Salz und Pfeffer bestreut. Dann nehme man zu jedem Rostbraten 20 F (2 c?LF) Gans- inners, ein gekochtes Eidotter, etwas Salz, eine Prise Pfeffer, mische alles gut durcheinander, schmiere es aus den Rostbraten, belege diesen mit feinen Scheiben von gekochten Kartoffeln, rolle den Rostbraten wie einen Strudel zusammen, lege die Rostbraten reihweise in eine zuvor mit Zwiebelscheiben, auch mit einigen Kapern belegte Pfanne. Ehe man dann die Rostbraten hineinlegt, kann man ihnen etwas Fett, auch dicke Scheiben geschnittenes Rauchfleisch unterlegen. Hierauf gebe man die Rostbraten in die Röhre, lasse dieselben unter öfterem Begießen eine Stunde dünsten, lege sie dann auf die Anrichtschüffel, stäubt sie mit ein wenig Mehl. Sodann nimmt man 2 Eßlöffel guter Fleischsuppe, von ^ Limone den Saft. Nachdem alles gut verkocht hat, passiert man es siedend über die Rostbraten. 60 150. Rostbraten englischer. 3 niederer Schuß werden vom Fett und Bein Losgelöst, gewaschen, geklopft, gut eingesalzen, mit gestoßenem weißem Pfeffer bestreut und 24 Stunden in die Kälte gestellt. Man nimmt sodann 3 Eßlöffel Gansfetten in eine Kasserolle, gibt das Fleisch hinein, läßt es beim schnellen Feuer eine halbe Stunde in der Röhre dünsten, stellt es dann zum Kaltwerden und schneidet ganz seine Scheiben davon, garniert es mit geschabenem Kren (Meer- rettig) und gibt es zu Tische. 151. Rumpsteaks. Niedriger Schuß (1 für 4 Personen) wird wie Wiener Rostbraten geschnitten, geklopft, gesalzen, bestaubt es mit etwas Mehl und gibt ein wenig Pfeffer dazu. Eine Omelettenpfanne wird mit einem bißchen Schmalz auf die Platte gestellt, und das Rumpsteak schnell auf beiden Seiten gebacken. Man gießt das Fetten ab, und gibt einen Löffel Suppe auf die Omelettenpfanne unter das Rumpsteak. Man gibt etwas geschabten Kren (Meerrettig) dazu und oben auf das Fleisch gehackte grüne Petersilie. 152. Russischer Rostbraten. Die Rostbraten C /2 für 2 Personen) werden vom Knochen gelöst, auf der Fettseite werden einige Einschnitte gemacht nur so weit die Fettseite ist, dann werden sie mit dem Fleischklopfer ein wenig geklopft, mit Pfeffer und Salz bestreut und in eine Kasserolle werden 3 Löffel Schmalz hineingegeben, dann legt man die Rostbraten einen neben den anderen hinein, bestreicht die Oberfläche des Rostbratens mit einem aus 3 Eiweiß geschlagenem Schnee, reibt ein Stückchen schwarzes Hausbrot, bestreut damit die Rostbraten, 2 kleine Zwiebel werden fein gehackt und auf die Rostbraten gegeben, betropft alles das gut mit zerlassenem Gansfetten, deckt einen reinen Bogen Papier über die Rostbraten, deckt die Kasserolle mit einer 61 Stürze zu, läßt diese Rostbraten in der Röhre dünsten, gießt einige Eßlöffel Suppe zu und probiert nach einer- halben Stunde; wenn sie genug weich sind, entfernt man den Deckel wie auch das Papier, fettet die Sauce ab, läßt die Rostbraten einige Minuten in der Röhre, passiert die Sauce durch und gibt sie rasch zur Tafel, garniert sie nach Belieben. 153. Sauerbraten. Gewürz, Zwiebel und Lorbeerblätter werden in Essig gekocht und nach dem Erkalten über das Fleisch gegossen, das in demselben acht Tage liegen bleibt. Nachher wird das Fleisch wie jeder andere Schmorbraten behandelt. Sobald es hübsch weich und saftig gebraten ist, wirdesauf einer Schüssel angerichtet und ringsherum mit Kartoffelklößen garniert. Zum Braten serviert man die Bratensauce, die kurz und feinig eingekocht ist. 154. Schöpsenfleisch mit Majoransauce. (Für 6 Personen.) Nachdem man 1 Schöpsenkeule recht weich dünsten läßt, mache man in einer Kasserolle aus einem Stück Ganssett und einem Eßlöffel voll Mehl ein Helles Einbrenn, gebe dazu ein bißchen Majoran, lasse es mit einem */§ ^ guter Rindssuppe aufkochen, schneide schöne Scheiben von dem Fleische, lege sie recht zierlich auf eine Schüssel und gebe ringsherum gute gedünstete Kartoffeln und schütte die Sauce recht heiß darüber. 155 . Schöpsen-Keule. (Für 6 Personen.) 1 Schöpsenkeule wird, nachdem es vom Bein abgelöst ist, gut geklopft, dann stoße man ein Stückchen Knoblauch, Rindsmark, Salz im Mörser gut zusammen, mache auf der Oberfläche der „Keule kleine Öffnungen mit einem Messer, gebe in jede Öffnung ein klein wenig von dem Gestoßenen hinein, salze das Fleisch noch ein wenig 62 und gieße etwas mehr Wasser als zu andern Braten hinzu, stelle es zugedeckt in die Röhre und lasse es, bis es beinahe weich ist, stehen. Dann nehme man die Stürze herab, gebe das Fetten weg, streue etwas Kümmel auf das Fleisch, begieße es mit gutem Gansfetten und lasse es schön goldgelb braten. Dieser Braten kann nur warm gegessen werden. 156. Schöpsen-Pletze gebraten. Die Schöpsenpletze (1 für 4 Personen) muß einige Tage liegen, damit sie würbe wird, dann wird die obere Haut abgezogen, gut geklopft und gespickt, in eine Bratpfanne gibt man 200 F (20 c?/cF) Schmalz, legt die gesalzene und wenig gepfefferte Pletze daraus, dann schneidet man 2 Zwiebel in Scheiben, gibt es dazu, nimmt 1 ö schwache Fleischsuppe dazu und läßt die Pletze bei immerwährendem Begießen weich dünsten, wann sie genügend weich ist, wird sie aus der Sauce genommen, auf die Schüssel gegeben und die Schüssel samt der Schöpsenpletze in die Röhre gegeben, damit sie warm bleibt, nun wird die Sauce durchpassiert und entfettet, die Schöpsenpletze mit kleinen Kartoffeln garniert. Sauce und Schöpsenbraten muß heiß zu Tische gegeben werden. 157. Tirolerbraten. (Für 6 Personen.) 2 /cF mageres Rindfleisch, womöglich Mittelpletze, wird V 2 Stunde gekocht und sodann in dünne Streifen geschnitten. Während das Fleisch kocht, werden 70 F (7 Rindsmark fein gehackt, 2 Zwiebel werden fein geschnitten, 140 F (14 ^Lc/) schwarzes Hausbrot wird gerieben, diese Sachen werden nach Zutat von einer Prise weißem gestoßenem Pfeffer und einer Prise Salz recht gut abgedünstet, gut durcheinandergerührt. Sobald diese Mischung überkühlt ist, bestreicht man damit die Fleischscheiben, die man sodann knapp aneinandergelegt in eine Pfanne stellt und in gutem, kräftigen Bouillon mit etwas gutem Fetten und einem 63 Löffel Einbrenn dünsten fäßt; man bildet eine kurze Sauce daraus, nur darf man das Fleisch nicht zerkochen lassen, die Fleischscheiben müssen ganz bleiben. Man legt die Scheiben schön schräge auf eine Schüssel, so daß immer eine Scheibe auf der anderen zu liegen kommt, begießt es mit heißer Sauce und gibt die andere Sauce extra in einer Sauciere recht heiß zu Tische. 158. Ungarisches Rinds- oder Kalbsgulasch. Rippenstück vom Rind oder Kalb (1 für 6 Personen) wird enthäutet, in Stücke geschnitten, mit etwas Gansfett und Zwiebelscheiben in der eigenen Brühe gedünstet, sodann gesalzen, Paprika und etwas Mehl daran gegeben und mittelweich gedünstet. 159. Wiener Bausch el. (Für 2 Personen.) Man planschiere ein Bäuschel gut ab, wasche es im kalten Wasser gut aus, lasse es mit einem Stückchen Salz eine Stunde kochen. Man nehme es dann heraus, hacke es mit zwei geweichten Semmeln ziemlich fein, mache ein lichtbraunes Einbrenn, nehme 1 Seidel — ö Fleischsuppe, lasse selbe mit dem Einbrenn aufkochen, gebe das gehackte hinein, schlage dazu 2 Eier, ein wenig Pfeffes und Salz und wenn alles gut verkocht ist, gebe man er mit Kartoffeln garniert zu Tisch. 160. Wiener Rostbraten. Schöner Rostbraten für 2 Personen) wird geklopft, gesalzen, mit Mehl bestaubt, etwas papriziert (wenn man Paprika liebt), und auf einer Omelettenschüffel, auf welcher man ein Stückchen Schmalz heiß werden läßt, auf beiden Seiten abgebraten, dann wird das Fett von der Omelettenschüssel abgeseiht, der Rostbraten auf einen Teller gegeben, ein Löffel Fleifchsuppe wird in die Pfanne gegeben, 2 Minuten auf dem Feuer stehen gelassen und 64 dann über den Rostbraten als Sauce gegossen. Hierauf wird der Rostbraten mit Erdäpfel zu Tische gegeben. 161. Wiener Schnitzel. Ein schönes derbes Stück Kalbfleisch wird in Scheiben geschnitten, diese werden mit einem hölzernen Küchenhammer breit geschlagen und langrund geformt. Sobald dies geschehen werden sie mit Pfeffer und Salz bestreut in Ei und geriebene Semmel emballiert und in Schmalz ausgebacken. Beim Anrichten tropft man Zitronensaft darüber und garniert sie mit Zitronenscheiben. 162. Zickel (junge Ziege) wird gewaschen, wenig gesalzen, mit der Haut nach unten gelegt, gutes Gansfett und wenig Wasser dazu gegeben und zugedeckt in der Röhre gebraten. Gewöhnlich wird es auch wie Wiener Schnitzel zubereitet und als Auflage zum Spinat gegeben. III. Saucen. 163. Brot-Sauce. Man nehme Abfälle von Brot und lasse sie auf der Platte trocknen, so daß man es auch im Mörser stoßen kann, man nehmet */z ö guter Rindssuppe, lasse mit ihr ein Stückchen Lorbeerblatt, Stückchen Knoblauch, bißchen geriebenen Ingwer, ^ ? von dem zerstoßenen Brot, einige Körner Kümmel 10 Minuten aufkochen und gebe es zum Fleisch. 164. Fischsauce a la tartars. Man nehme zu diesem Zwecke die Dotter von zwei hartgekochten Eiern, ein kleines Weinglas Salat-Ol, einen 65 Eßlöffel Essig, einen halben Teelöffel Senf, Salz und Pfeffer, mische alles das unter einander und füge Kapern hiezu. 165. Kapern-Sance. Ein Seidel (*/z ?) schwacher Rindssuppe und 140 F (14 Mg) Kapern lasse man 10 Minuten kochen, in ein anderes Gefäß gebe man zwei Löffel Einbrenn, '/g ö Wasser, ebensoviel Essig, 70 A (7 Zucker, der zuvor an einer Limone abgerieben wird, lasse alles gut verkochen, gebe es dann zu den Kapern hinein, koste sie und wenn sie pikant genug ist, gebe man sie zur Tafel. 166. Knoblauch-Sauce. Ein Helles Einbrenn wird gemacht; im Mörser werden 2 Knoblauch auf Brei zerstoßen, hierauf nehme man V» ? Rindssuppe, zerhacke ein wenig Petersilie ganz sein, nehme ein Stäubchen Blüte, gebe alles in einen Topf und lasse es 10 Minuten aufkochen. 167. Kopper-Sance. Der Köpper wird gut ausgewaschen, mit schwacher Fleischsuppe und wenn solche nicht ist, mit reinem Wasser zugesetzt, nachdem er ^ Stunde gekocht hat, wird das Wasser durch ein Sieb durchpasstert, dann wird ein ganz weißes Einbrenn gemacht, verhältnismäßig in das Wasser hineingegeben, salze es ein wenig, gebe etwas Essig hinein, Stückchen Zucker und lasse es einige Minuten aufkochen, zerquirle es recht gut, nehme es vom Feuer und sprudle es mit einigen rohen Dottern gut ab und gebe so die Sauce zu Fleisch oder Knödel (Klöße) zur Tafel. 168. Petersilie-Sauce. Man hacke grüne Petersilie recht fein, in eine Kasserolle wiederum gebe man einen Eßlöffel Gansfett, stelle es auf die Platte, nehme dazu 2 Eßlöffel Mehl, und 5 «6 rühre alles das auf der Platte bis eS gelblich ist, hierauf nehme man Vs ^ reiner Fleischsuppe, gieße sie darauf und lasse alles 10 Minuten kochen; eine Messerspitze Blüte und wenn es nötig ist, gebe man noch ein Stäubchen Salz dazu, rühre alles gut ab und gebe die Sauce dann zu Tische. 169. Pfeffer-Sauce. Dazu vor Allem: Für 6 ^ (5 Ps.) gelben Pfefferkuchen, für 6 /r (5 Pfennig) schwarzen, 20 /r, (15—20 Pf.) süße Mandeln. Diese werden nicht gebrüht, sondern in einem reinen Tuche abgewischt, ein Stückchen Knoblauch und die Mandeln werden zusammen in einem Mörser zerstoßen, der Pfefferkuchen wird gerieben, alles zusammen in einen Topf gegeben, etwas gestoßener Pfeffer dazu gegeben, dann quirle man alles das in Vs ^ schwacher Fleischsuppe gut ab und lasse es auf der Platte bei schwachem Feuer abkochen, sollte es zu wenig gesalzen sein, so salze man es zu. Die Sauce gebe man zum Rindfleisch oder zu Kalbs- oder Nindszunge; sollte aber die Sauce zu dick sein, so kann man sie mit Fleischsuppe verdünnen, auch kann man Hirn damit einmachen. 170. Polnische Sauce. Man mache ein dünnes Einbrenn, hacke fein grünen Knoblauch und grüne Zwiebel, etwas Schnittlauch und grüne Petersilie, gebe dies alles ins Einbrenn, gieße Rindssuppe darauf und koche es ein. 171. Radieschen-Sauce. Man putze und wasche einige Radieschen rein, koche fie^in einem bißchen Wasser weich, nehme ein wenig gute Fleischsuppe, mache einen großen Eßlöffel voll lichten Ein- brenns, dazu ein wenig Salz, ein wenig Mnskatenblüte, alles das gebe man in die Fleischsuppe und quirle es darin recht gut ab, gieße es sodann zu den Radieschen und lasse alles zusammen einige Minuten aufkochen. Diese Sauce wird bloß zum Rindfleisch verwendet. 67 172. Sauere Gurken-Sauce. Die Gurken werden abgeschält, jede Scheibe (Pritsche) in 4 dünne Teile geschnitten, man läßt sie dann eine halbe Stunde weich kochen, nehme dann goldgelbes Einbrenn, ein Stückchen Zucker, ein wenig Salz und wenn es nötig wäre, auch ein bißchen Essig, lasse alles zusammen einige Minuten kochen und die Sauce ist fertig. 173. Schnittlauch-Sauce. Sechs gekochte Eidotter passiere man durchs Sieb nehme 70 A (7 Tafelöl, rühre es tropfenweise in die Dotter unter fortwährendem Treiben, wenn das Öl gut verrührt ist, so nehme man etwas weißen Essig, rühre diesen auch langsam hinein; hierauf schneide man ganz fein ein wenig Schnittlauch in die Sauce und gebe sie dann zum Fleisch. Sie kann auch wie Petersilie-Sauce (Nr. 168) zubereitet werden. 174. Schokoladen-Sauce. In einer irdenen Kasserolle erwärme man 125 F (12*/g ck/r^) Schokolade, sobald sie erweicht ist, zerdrücke man sie mit einem Löffel und verdünne sie nach und nach mit heißem Wasser zu ^ quirle sie gehörig und stelle sie in ein Wasserbad. Dann verklopfe man 3 Eidotter und ein Messerspitze Kartoffelmehl in ^ ö Wasser, ziehe die Sauce damit ab und füge noch etwas Zucker hiezn. 175. Schokoladcn-Sance (milchig). Man löse ^ feine Schokolade unter langsamem Rühren mit einer Tasse heißer Milch auf, gebe einen Teelöffel Maismehl, ein wenig Zitronenschale, ein wenig Salz, 75 ^(7^2 ck/rZ^) seinen Zucker und allmählich 2 bis 3 Tassen heiße Sahne dazu, so daß man eine dickliche Sauce erhält, die bis zum Gebrauch im Wasserbade heiß gestellt wird. 5 * 68 176. Schwämme-Sauce. Herrenpilze werden in dünne Scheibchen geschnitten mit Wasser zugesetzt, ein wenig gesalzen und weich gekocht; jetzt nehme man goldgelbes Einbrenn, gebe verhältnismäßig in die Schwämme hinein ein wenig Kümmel, grüne Petersilie, lasse alles das einige Minuten aufkochen und gebe die Sauce zu Klöße (Knödel) oder Fleisch. 177. Senf-Sauce. Man nehme einen gewöhnlichen Senf (Mostrich), je nachdem man Sauce braucht (zu 1 Seidel für 20 fl — 16 Pf. Senf), ebenfalls eine schwache Fleischsuppe dazu, einen Eßlöffel voll schönes Einbrenn, sollte die Sauce zu dünn sein, kann man noch ein Stückchen Einbrenn nachgeben. Ein wenig Zucker und von einer Zitrone den Saft hinzu. 178. Snppenkren. */g / Rindssuppe wird rein geseiht und hierauf ein Stück Meerrettig (Kren) gerieben; sodann rühre man aus einem Eßlöffel feineres Mehl, 70 F (7 gestoßenen Zucker, 70 F (7 c?LF) gestoßene, gebürhte Mandeln, einen Eßlöffel voll gestandenes Abschöpf einen Klumpen zusammen, gebe ihn in die Suppe hinein und lasse selbe unter unaufhörlichem Rühren kochen, salze sie ein wenig, gebe dazu ein Stäubchen Blüte, sollte die Sauce zu dick werden, so kann man einige Löffel Wasser dazu nehmen. Selbe Sauce kann man sowohl zum Rindfleisch, als auch zu Knödeln (Klöße) geben und kann sie auch mit einigen Eidottern absprudeln. 179. Tomaten- oder Paradiesäpfel-Sauce. Man nehme 10 Tomaten (Paradiesäpfel), koche sie in */g i! schwacher Rindssuppe weich, gebe dazu 2 Eßlöffel Einbrenn, lasse es mit verkochen. Sodann wird ein Stückchen Zucker an einer Zitronenschale abgerieben, in die Sauce gegeben, der Saft von der Limone hineingedrückt, 69 alles gut verkocht, ein wenig Essig dazu genommen, hierauf die Sauce durch ein Sieb (einen Seiher) passiert, diese gekostet, damit sie weder zu süß noch zu sauer ist. 180. Trockene Schwiimme-Sauce. Trockene Schwämme werden gut gewaschen, mit kochendem Wasser abgebrüht und in ^ ö Wasser weichgekocht, sobald sie weich sind, werden sie abgeseiht, klein gehackt und in das gekochte Wasser zurückgegeben; jetzt nehme man einen Eßlöffel Einbrenn, ein wenig gute Fleischsuppe, ein bißchen Blüt, etwas Kümmel, gebe die Schwämme samt dem Wasser dazu, stelle es auf die Platte und lasse es einige Minuten lang aufkochen, hierauf gebe man ein klein wenig gehackte Petersilie dazu. Diese Sauce kann sowohl zum Fleisch als auch zu Knödeln (Klöße) gegeben werden. 181. Vanillen-Sauce. In mit einem Stück Vanille und ein wenig Zucker gekochte Milch quirle man ein wenig Kartoffelmehl und kalte Milch, der man einige Stäubchen Salz zugesetzt hat, hinein, schlage Eidotter, ungefähr zwei auf V« ^ Milch hinein und quirle so lange bis die Milch abgekühlt ist. 182. Zwiebel-Sauce. Man schäle eine grotze Zwiebel ab und hacke sie recht fein, gebe sie in ein Stückchen Fetten, lasse sie schön gelb dünsten, nehme ein Stückchen Einbrenn dazu und gieße, je nachdem man Sauce braucht, eine schwache Fleischbrühe darauf, lasse alles zusammen aufkochen und seihe es dann durch ein Sieb (Seiher). Diese Sauce kann zu Knödel (Klöße) oder Fleisch gegeben werden. 183 . Zwiebelsauce mit Wein. Man hacke eine Zwiebel recht fein, röste sie mit einem Stück Gansfett goldgelb, reibe ein Stückchen Hausbrot, 70 gebe alles das nebst V 2 Löffel feines Mehl zur Zwiebel und lasse es ein wenig bräunen. Hierauf lasse man alles das mit ein wenig guter Suppe, einem wenig guten Weines, so wie auch mit einem wenig Weinessig zusammen recht gut aufkochen und gebe ein klein Stückchen Zucker dazu, auch kann man einige Kapern und Zitronenschale ganz klein Hineinschneiden. IV. Srate».') 184. Entenbraten (für 4 Personen) wird so wie Gansbraten (siehe Nr. 186) gemacht. Sauce zu diesem Braten wird von demselben gemacht, nur daß das Fett abgenommen wird. 185. Fasan mit Trüffeln. (Für 6 Personen.) Nachdem der selbstverständlich rituell geschlachtete Fasan rein geputzt und ausgewaschen ist, wird die Brust desselben recht zierlich mit geschnittenen Trüffeln gespickt; dann wird er gespeilert und gesalzen in eine Kasserolle ge- *) Braten, die nicht ausgesprochen Braten sind, jedoch den Namen als solche führen, finden sich unter „Fleischspeisen". Allgemeine Bemerkungen. Ern Braten muß langsam gebraten werden, sonst wird er schnell gefärbt, bleibt aber inwendig hart. Ein paar Tauben sind in ca. 1 Stunde gebraten, ein junges Hühnchen ist in ca- V, Stunde fertig, Ente hat im Sommer ca. 1 Stunde zu braten, eine Gans ca. 2 Stunden, Kalbsbrust ist in IV, Stunden fertig, ein junger Fasan ist in ca. 1 Stunde gebraten, ein steirischer Kapaun braucht ca. 2 Stunden, ein Indian ca. 3 Stunden, ein junges Rebhuhn 1 Stunde, Rehrücken 2 Stunden, Rehfchlegel etwas längere Zeit, großer Kalbsschlegel 2 Stunden, eine große Portion gut durchlegener Nindsbraten 3 Stunden. Ein jeder Braten muß mit dem eigenen Safte begossen werden, damit er saftig bleibt. 71 geben, womöglich mit einer Ganshaut umwickelt, dann mit Spagat gut verbunden, ^2 ^ Wasser dazugegeben, einige Körner Wacholderbeeren daran geworfen und zugedeckt in der Röhre gebraten. Nachdem er ^ weich ist, wird daS Fett heruntergenommen, man lasse ihn schön goldgelb dünsten, tranchiere ihn und lege ihn so auf die Schüssel, daß Brust und Keule obenauf kommen, und mache herum einen Kranz von Petersilie, gebe etwas Saft auf den Braten und diesen dann zur Tafel. 186. Gansbraten. (Für 8 Personen.) Nachdem die Gans mit wenig Kümmel und mehr Salz gut eingerieben ist, wird sie gespeilert, mit dem Rücken nach aufwärts gelegt, in die Röhre gestellt und ein wenig Wasser hinzugegossen. Sobald sie beinahe weich ist, kehre man sie um mit der Brust nach aufwärts und lasse dieselbe schön goldgelb braten. Nachdem sie etwas überkühlt ist, wird sie der Länge nach in 4 Teile geteilt und dann erst tranchiert. 187. Rehbraten (selbstverständlich vom geschlachteten Reh). (Für 4 Personen.) 1 Rehschlegel (geporscht)*) wird, nachdem er einige Stunden in reinem Wasser gelegen ist, abgehäutelt. Dann mache man aus ungefähr 100 F (10 süßen Mandeln eine Mandelmilch und lege das gereinigte Reh hinein, laste es 24 Stunden liegen. Sodann nehme man eine Kasserolle, schneide etwas Zwiebel, gelbe Rübe, Stückchen Petersilie, Stückchen Sellerie, einige Wacholderkörner, Stückchen Zitronenschale, etwas Lorbeerblatt, Thymian und Rosmarin hinein, lege das Reh, nachdem es gesalzen ist, hmein, gebe dazu ein Stück reines Gansfetten, decke es zu mit einer Stürze, stelle es in die Röhre und lasse es so langsam weich braten. Nachdem es weich ist, nehme man ein anderes *) Porsche«---purgieren, reinigen. Siehe Register. 72 Gefäß, Stückchen Fetten, ein wenig Mehl, noch ein nicht gar Helles Einbrenn, */z ? roten Wein, gieße auf das Einbrenn und lasse es aufkochen, gieße selbes in die Kasserolle, wo das Reh gebraten wurde und passiere alles durch ein Sieb. Dann lege man den Braten in die Sauce, lasse ihn ein wenig überbraten, schneide dann mit einem Messer schöne Scheiben, gieße die Sauce darüber und gebe selbes mit kleinen Pasteten garniert zur Tafel. 188. Gespickter Rindsbraten. (Für 6 Personen.) 1 /cF niederer Schuß wird gut geklopft, hierauf werden in einer Kasserolle einige Zwiebel samt Schale klein geschnitten, klein geschnittene gelbe Rübe, Sellerie, ganzes Neugewürz, ganzer Ingwer, ein Stückchen Lorbeerblatt gegeben, sodann wird ein Stückchen rohes Räucherfleisch in viereckige Würfel geschnitten und mit diesen der Schuß gespickt. Unter „spicken" versteht man: Ins Fleisch werden mit einem spitzigen Messer Löcher gemacht und in diese das Räucherfleisch fest hineingesteckt, das Fleisch mit der Haut wird, nachdem es gesalzen ist, in die obenerwähnte Kasserolle, worin sich das Grünzeug befindet, auf das Grünzeug gelegt, zwei Stunden mit einem Seidel Wasser in der Röhre gedünstet, sobald es weich genug ist, werden aus dem Fleische schöne dünne Scheiben geschnitten, die Sauce wird durch ein Sieb passiert und über das geschnittene Fleisch gegossen, dieses noch */„ Stunde gedünstet. Mit Gemüse garniert, wird es zur Tafel gegeben. 189. Kalbsbraten. Kalbsschlegel (selbstverständlich purgiert oder getrie- bert) oder Kalbsbrust wird gut eingesalzen, dazu ein Stück Gansfett gegeben und zugedeckt in die Röhre gestellt und weich gedünstet. Wenn es Kalbsbrust ist, so bestreue man die obere Seite mit braunen Semmelbröseln und begieße diese mit Ganssett, gebe es dann wieder in die Röhre zu- 73 rück, lasse es goldgelb backen und gebe es garniert mit Kartoffeln zur Tafel. 190. Kalbsbraten (andere Art). Man nehme eine schöne Kalbsbrust, wasche sie rein, trockne sie mit einem reinen Tuch gut ab, entferne die Beine davon, salze sie gut, spicke die Brust mit folgendem: 100 A (lO ä^A) Rauchfleisch, schäle 4 kleine sauere Gurken und noch 2 Karotten, schneide etliche Stückchen daraus und spicke die Brust damit, dann gebe man in eine Kasserolle folgendes: eine in Scheiben geschnittene große weiße Zwiebel, eine schöne rote Möhre, eine schöne Sellerie, 80 F (8 eUgO gutes Gansfett, dazu Vs ^ Wasser, gebe das Kalbfleisch dazu, lasse es zugedeckt eine Stunde in der Röhre dünsten, nehme dann den Deckel ab, lege das Fleisch in eine andere Kasserolle, seihe die Sauce durchs Sieb und schöpfe das obere Fett auf der Brust, lasse sie damit in der Röhre schön goldgelb braten. Die übrige Sauce läßt man dick einkochen, damit sie schön braun wird. Ehe man den Braten zu Tische gibt, wird er schön geschnitten und wieder so zusammengelegt, als wäre es die ganze Brust. Die Sauce wird extra in der Sauciere dazu gegeben. Man kann den Braten mit schönen kleinen Radieschen garnieren. V. Geflügel. 191. Besteckte Gansbrnst. (Für 2 Personen.) Ein Stückchen Knoblauch wird auf einem Brette nebst etwas Salz mit einem Messer zerdrückt, so lange bis derselbe einer Salbe ähnlich sieht; dann wird derselbe nebst etwas geriebenem Ingwer, einer geriebenen bitteren Mandel und einem Stückchen festem Fett, recht gut abgetrieben. Dieses Gemisch wird sodann in Öffnungen gegeben, die 74 schräge mit einem Messer in die Gansbrust angebracht wurden. Die Gansbrust wird hierauf in einer Kasserolle, nachdem etwas Schmalz und ca. ^ ö Wasser dazu gegeben wurde, eine Stunde gedünstet und mit Kartoffeln garniert. 192. Besteckte Gansleber. (Für 6 Personen.) Die Gansleber wird mit gestiftelten süßen Mandeln, ein Stückchen Zimt, Nelken besteckt, in recht viel Fetten in einer Kasserolle in der Röhre gebraten. 193. Eingemachtes Huhn mit Pomeranzen. Man gebe in eine Kasserolle ein wenig Mehl, ein wenig Wein, Zitronensaft und Schale sowie Stückchen Zucker und lasse es kochen, dann gebe man das in Suppe abgekochte Huhn hinein, schneide Stückchen Pomeranzen und Schale hinein, ein wenig Suppe, lasse es darin dünsten, zuletzt, wenn man es auf die Schüssel legt, gebe man in Zucker gebeizte Pomeranzenscheiben darauf. 194. Farzierte Gansbrust. (Für 6 Personen.) Das Fleisch wird vom Bein abgelöst, von 2 Mundsemmeln wird die Rinde abgeschnitten und das Innere in Wasser eingeweicht; nachdem es 5 Minuten geweicht hat, drücke man es gut aus, nehme 140 A (14 c^/rA) Rindsmark, die ausgedrückten Semmeln, das Fleisch von der Gansbrust, welches in' kleine Stückchen geschnitten wird, hierauf wird alles auf einer Fleischmühle einigemal abgemahlen, hierauf gebe man das Fleisch in eine reine Kasserolle, dazu ein wenig Salz, 2 geriebene bittere Mandeln, fein gehackte Schale einer halben Limone, Stückchen Zwiebel hineingerieben, 1 ganzes Ei und 1 Dotter, rühre alles das gut durcheinander, richte das Bein derart in einer Kasserolle, daß es hineinpaßt, formiere die Masse darauf, so daß es wieder einer Gansbrust ähnlich sieht, streiche ein 75 Eiweiß auf diese Gansbrust, so daß sie recht glatt wird, stiftle einige süße Mandeln und bestecke damit recht schön die Gansbrust, stelle sie in die Röhre, gieße darauf ^2 Seidel (V« H Wasser, ein wenig Salz und ein wenig reines Gansfetten und lasse sie dann 1 Stunde in der Röhre dünsten. 195. Farzierte Gansleber in Aspik. In eine Kasserolle werden 100 L (10 in kleine Würfel geschnittene GanShaut, sodann 70 F (7 c/Ll und gebe Pfeffer dazu. 285. Hopfen-Salat. Der Hopsen wird bis zum holzigen Teil abgebrochen, dann im Wasser gut gereinigt, nachher in Salzwasser 15 Minuten gekocht, schnell herausgenommen, Essig darüber gegossen und zum Auskühlen gestellt. (Der Essig kann mit gekochtem Dotter je nach Bedarf abgetrieben werden). Das gekochte Weiße vom Ei wird fein gehackt, so auch gestoßener Pfeffer, Schnittlauch geschnitten, alles das obenauf gestreut und schön garniert. Es kann auch Öl dazu gegeben werden. 286. Karfiol-(Blumenkohb)Salat (andere Art). Der Karfiol (Blumenkohl) wird auseinander gepflückt und in Salzwasser gekocht. Nachdem er derart angerichtet ist, daß die Röschen nach oben kommen, wird eine aus Pfeffer, Essig und Öl bestehende Sauce, in welcher einige hartgekochte Eier verrührt sind, darüber gegossen. 105 287. Kartoffel-Salat. Ungeschälte Kartoffeln werden gekocht, nachher geschält, in dünne Scheiben geschnitten, diese mit Salz bestreut, in Essig gelegt, darunter fein geschnittene Zwiebeln, Salatöl und Pfeffer gemengt. Wäre der Essig zu scharf, so kann er mit Wasser verdünnt werden, wollte man den Salat süßlich haben, so gibt man fein gehackte Äpfel und etwas Zucker hinein. 288. Kartoffel-Salat (andere Art). Einige schöne, runde Kartoffeln, die nicht zu weich gekocht werden, schäle man ab und lasse sie kalt werden; man hacke nun eine Zwiebel ganz fein, einige Kapern hacke man gleichfalls recht fein, nehme von einem Hering den Rücken, nachdem er rein gewaschen ist, schneide daraus kleine Stückchen, man kann auch andere Fischarten dazu nehmen, wie z. B. Sardellen, Sardinen. Man bereite sodann aus zwei hart gekochten Dottern, ein wenig Essig und ein wenig Öl eine nicht gar zu dicke Mayonnaise, schneide aus den Erdäpfeln dünne Scheiben, lege sie in eine Salat-Schüssel, salze sie, begieße die Erdäpfel mit dieser Mayonnaise, mische die Zwiebeln mit den gehackten Kapern zusammen, bestreue damit den Salat und formiere aus diesen Fischgattungen einen Kranz auf dem Erdäpfel-Salat. Man gebe ein wenig weißen Pfeffer daraus, lasse den Salat eine Stunde in einem kühlen Raume stehen und gebe ihn dann zur Tafel. 289. Kartoffel-Salat mit Hering und Gurken. Die Kartoffeln werden wie zu dem gewöhnlichen Kartoffel-Salat zubereit,jedoch nicht so gesalzen und der Salat gerade so wie dieser behandelt, jedoch mit den in kleine Stücke geschnittenen Heringen und Salzgurkscheiben gut durch mit einander vermischt. 290. Mixed-Pickles. Man koche in 5 ö guten Essig 125^ ( 12 V 2 Knoblauch, ebensoviel gestoßenen Ingwer, 70 F (7 weiße Senfkörner, 106 60 F (6 schwarze Pfefferkörner, 30 F (3 Zimt, 12 Gewürznelken, 2 kleinen Löffel Pfeffer und ^ ^ Salz und vermische alles das gut mit einander. Man nehme nun die dazu gehörigen Gemüse als: Bohnen, gelbe Rüben, Zwiebeln, Blumenkohl, kleine Gurken, grüne sauere Äpfel, Radieschen Schalotten, Sellerie und Paprika, bestreue alles das mit viel Salz, lasse sie so drei Tage stehen, wische sie ab und gebe sie in Dunstgläser. Man übergießt sie sodann mit dem vorangeführten Gewürzessig und überbindet die Gläser mit Blase. Die so gefüllten Gläser bewahrt man an einen kühlen Ort. 291. Kohl-Salat. Rother *) und weißer Kohl werden, nachdem man die ersten harten Blätter von ihm entfernt hat, in zwei Hälften geschnitten, jede derselben wird in kaltes Wasser getaucht, dieses wieder abgespritzt, der Kohl fein geschnitten oder auf dem Krauthobel gehobelt und mit siedenden Essig oder siedenden Wasser abgebrüht. Würde das einmalige Abbrühen den Kohl noch nicht weich gemacht haben, so wird eS wiederholt. Man läßt ihn nun in dem zugedeckten Gefäße abkühlen, sodann schüttet man ihn in einen Seiher, so daß die Flüssigkeit rein ablauft. Dann wird der Kohl mit Salz, Essig, Ol und Pfeffer zubereitet und, wollte man ihn süßlich haben, auch Zucker dazu gegeben. 292 . Pomeranzcn-Kren (— Meerrettig). Zu geriebenem Kren (Meerrettig) gebe man Weinessig und Zucker und schneide Pomeranzen und Stückchen Zitrone würfelförmig hinein. 293. Roher Kraut-Salat. Zu fein geschnittenem rohen Kraut gebe man fein gehackte Zwiebel, etwas Salz, verrühre es gut, gieße Wein- *) Die Beibehaltung der roten Farbe wird durch Abbrühen mit Essig erzielt. 107 essig darüber, ^auch Provenceröl und bestreue eS mit Pfeffer. 294. Rote Rüben. Nachdem die Rüben gewaschen und nach und nach weich gekocht worden sind, werden sie geschält, in Scheiben geschnitten, sodann mit Salz, Kren (Meerrettig), ganzem Pfeffer und Lorbeerblättern in einen irdenen Topf gelegt und mit Essig, der zuvor gekocht wurde und nachher erkaltet ist, übergossen. 295. Saurer Gewürzsenf. Geschnittene Zwiebeln, Dragon, Lorbeerblätter, Dill, Knoblauch, Pfefferkraut, ganzer Pfeffer, Nelken und Salz werden in scharfem Essig gekocht, dieser durchgeseiht und nachdem kalt geworden, mit feinem Senfmehl angerührt. 296. Sellerie-Salat. Man putze und wasche einige schöne Sellerie, koche sie in Salzwasser, jedoch nicht zu weich; nehme die Sellerie hierauf hinaus und lege sie dann ins kalte Wasser; wenn sie hinreichend kalt sind, schneide man schöne runde Scheiben daraus, nehme dann weißen Essig, schäle und schneide einige eingelegte Gurken in Scheiben, nehme zwei Pomeranzen, reibe 140 F (14 Zucker an der Schale derselben ab, stoße ihn dann und gebe ihn in den Essig hinein. Aus der Pomeranze schneide man ebenfalls dünne Scheiben, entferne jedoch aus ihnen die Körner, ordne dann eine Schichte Sellerie, einige Schichten Pomeranzen und eine Schichte Gurken abwechselnd über einander. Dieses Verfahren wird fortgesetzt, bis alles verbraucht ist, dann lasse man diesen Salat zugedeckt 3—4 Tage stehen. Bevor der Salat zur Tafel gebracht wird, wird er recht zierlich hergerichtet, so daß die Pomeranzen nach oben kommen. 297. Senf-Gurken. Dazu werden große grade Gurken genommen, geschält und der Länge nach auseinander geschnitten. Nachdem man 108 nun daraus die Mandeln entfernt hat koche man die Gurken in Bieressig, dem man Salz beigemischt, ab und lasse sie ungefähr 24 Stunden stehen. Nachher wird der Essig abgegossen, die Gurken werden mit einem Leinen oder einer Serviette abgetrocknet und unter Beifügung von ganzem Pfeffer, Lorbeerblätter, Nelken, Senfkörnern, Chalotten und seingeschnittenem Kren (Meerrettich) in Dunstgläser geschichtet. Unterdes koche man Weinessig gieße ihn über die Gurken, daß er über diese reicht, lasse ihn kalt werden und gieße ihn ab. Nachher wird er zwei Tage nach einander aufgekocht, einmal heiß das andere Mal siedend darüber gegossen. Nachdem nun die Gurken in den Gläsern verkühlt sind, verbindet man diese mit Pergamentpapier. 298. Spargel-Salat. Spargel wird rein geputzt, immer einige Stäbchen werden zusammengebunden, hierauf lasse man sie in Salzwasser einige Minuten aufkochen, nehme sie sodann behutsam heraus und schneide den Zwirn, mit dem die Stäbchen gebunden waren, entzwei, lege die Köpfchen zierlich auf eine Schüssel uud begieße den Spargel mit gutem Weinessig. 299. Welscher Salat. Man formiere alle Gattungen von Fischen als da sind: Bricken, Sardinen, Sardellen, Lachs, geräucherten Lachs, Matjes-Heringe zu einem Kranz, gebe ringsherum einen guten Aspik. (Siehe Register: Aspik.) VI!I. Lompote. 300. Äpfel-Kompott. Man schäle einige Äpfel recht rein ab, nehme Zucker, lasse ihn nicht zu fest spinnen, seihe den Saft von zwei 109 Limonen in den Zucker hinein, stelle jetzt die Äpfel in den Zucker hinein und lasse sie unter einer Stürze dünsten, jedoch so, daß sie ganz bleiben. 301. Apfelmus. Man schale Mischensker-Äpfel, spinne hierauf 170 A (17 Zucker, gebe Stückchen Zitronenschale, Stückchen Zimt, schneide die Äpfel in vier Teile, nehme das Innere derselben heraus, gebe sie dann in den gesponnenen Zucker, rühre sie und bis sie ganz klar sind, stelle man sie vom Feuer weg. Mit diesem Mus kann man Torten, überhaupt alle Mehlspeisen füllen. 302. Aprikosen-Kompott. Abgeschälte Aprikosen werden in eine Kompott-Schüssel gelegt, für jede Aprikose wird ca. 13 F (1^/4 Zucker gesponnen und nachdem dieser gesponnen und überkühlt ist, gieße man ihn auf die Aprikosen. 303. Birnen-Kompott. Birnen werden abgeschält, wenn sie groß sind in zwei Hälften geschnitten; Zucker wird gesponnen, Saft von zwei Limonen hineingedrückt, unter einer Stürze gedünstet; wenn die Birnen weich sind, nehme man sie vom Feuer und gebe sie als Kompott zum Braten. 304. Brombceren-Kompott. Von den Brombeeren werden die kleinen durch einen Seiher gepreßt. Der dadurch gewonnene Saft wird mit Zucker gekocht. In diesem Saft, dem man etwas Zimt, Zitronenscheiben und einige Nelken hinzufügt, werden die großen Beeren langsam einige Minuten gekocht, dann herausgenommen und der etwas eingekochte Saft darüber gegossen. 110 305. Erdbeeren-Kompott. In 250 A (25 <2LA) dickgesponnenen Zucker wird V- große Erdbeeren gegeben, 1 Minute aufgekocht und dann schnell vom Feuer genommen. 306. Gurken-Kompott. Die Gurken werden abgeschält, in die Hälfte geschnitten, nachdem das Kerngehäuse herausgenommen, werden sie zu seine Nudeln geschnitten; auf ^ LA Gurken nimmt man V-r ^ Zucker und 1 Seidel Weinessig, etwas Zimt, Nelken, und läßt dies alles 1 Stunde kochen. Sobald eS verkühlt ist, gibt man es in ein Glas, welches sodann mit einer Blase gut verschlossen wird und bringt es an einen kühlen Ort. Wenn davon etwas entnommen wird, muß es immer wieder gut verbunden werden. 307. Himbceren-Kompott. In */„ sehr dick gesponnenen Zucker gebe man die Himbeeren hinein, lasse sie 2 Minuten aufkochen und nehme sie dann vom Feuer. 308. Johannisbeer-Kompott. In Vs sehr dick gesponnenen Zucker wird LA rein geklaubte Johannisbeeren gegeben, lasse sie 2 Minuten aufkochen und gebe sie dann vom Feuer. 309. Knstanien-Kompott. Man nehme ein beliebiges Quantum Kastanien, entferne von ihnen die harte Schale, gebe sie in siedendes Wasser, bis auch die zweite Schale losgeschält werden kann. Dann gebe man die Kastanien in eine Kasserolle, in welcher man 140 A (14 c?LA) Zucker mit ^Seidel Wasser hat kochen lassen, lasse die Kastanien langsam weich dünsten, gebe sie dann auf eine Schüssel, drücke in den Zucker den Saft von einer Pomeranze, begieße sie noch mit siedendem Wasser und damit die Kastanien. in 310. Kirschen-Kompott. Kirschen werden abgezupft, in kaltem Wasser gewaschen und zu je V« Kirschen wird 140 F (14 Zucker verwendet. In den dick gesponnenen Zucker werden die Kirschen gegeben, zwei Minuten darin aufgekocht und dann vom Feuer gegeben. 311. MirabeÜen-Kompott. V4 Zucker wird gesponnen, in denselben V? ^ Mirabellen auf einige Minuten gegeben, doch müssen sie ganz bleiben. 312. Orangen-Kompott. Man schäle die Orangen, rechne zu einer Orange 35 F (3V>2 Zucker, gebe die Orangen in eine Kompottschüssel, lasse den Zucker recht fest spinnen und gieße ihn noch im warmen Zustande darüber. 313. Pfirsich-Kompott. Pfirsiche werden in kaltem Wasser eingeweicht und nachdem sie einige Minuten darauf gelegen und abgetropft sind, spinne man Zucker und zwar für jede Pfirsiche 13 F (1^/4 gebe eiu wenig Zitronensaft dazu und die Pfirsiche hinein, doch dürfen dieselben nicht zerkochen. Nachdem sie einige Minuten im Zucker gelegen waren, nehme man sie weg. 314 . Pflaumen-Kompott. Pflaumen begieße man mit siedendem Wasser, ziehe die Haut recht langsam ab, lasse sie dann in dick gesponnenem Zucker 2 Minuten aufsiedeu, nehme sie jedoch dann gleich vom Feuer weg. 315.7 Pflaumenmus (zur Fülle). Man nehme zu einem Schock Pflaumen ^ Zucker, lasse ihn fest spinnen; nachdem man die Pflaumen 112 ein wenig aufs Feuer gesetzt, hierauf durch ein Sieb passiert hat, gebe man sie dann in den gesponnenen Zucker und lasse selbes unter fortwährendem Rühren dick einkochen. IX. Fische. sie. Backfisch. (Für 4 Personen.) Die schwache Seite von einem Karpfen wird in Stücke zerteilt, ausgewaschen, eingesalzen; hierauf stelle man eine Pfanne mit ausgelassener Butter auf die Platte, schlage je nach der Anzahl der Fische aus einen Teller Eier aus und zerklopfe sie mit einer Gabel, wickle jedes Stück Fisch in Mehl ein, balliere es in Ei und wickle hierauf den Fisch in braune, geriebene Semmelbrösel ein und backe sie goldgelb. 317. Blaufisch. Die Fische werden geteilt und ein wenig gesalzen, man lasse sie 2 Stunden liegen, gieße kochenden Weinessig darüber, lasse sie so lange liegen, bis sie hübsch blau sind, dann gebe man in die Pfanne Sellerie, Petersilie, Neugewürz, Nelken, Pfeffer und Zitronenschale und lasse sie dann kochen. 318. Blaufisch (andere Art). In eine Kasserolle gebe man 4 geschnittene Zwiebel, 20 Neugewürzkörner, ebensoviel Pfefferkörner, etwas weniger wie Vy ? scharfen Essig, doppelt soviel Brunnenwasser, einen gestrichenen Eßlöffel Salz, alles das lasse man stark kochen. Der Fisch (1 /eA für 4 Personen) wird in Stücke geschnitten, neben einander in eine Kasserolle gegeben und nunmehr behutsam jedes Stück mit der kochenden Beize 113 begossen, was überbleibt, gieße man dann über den ganzen Fisch, so daß der Fisch mit der Beize ganz überdeckt ist, sodann decke man den Fisch zu, lasse ihn ^ Stunde kochen, dann kalt werden, gebe ihn dann in ein Porzellan- oder Tongeschirr, die Beize darüber und, stelle es in die Kälte. Dieser Fisch wird mit Essig und Öl serviert, wenn mau ihn zu Tische gibt. 3l9. Blaue Forellen mit Remouladen-Sauce. Blaue Forellen werden im warmen gesalzenen Wasser, Petersilie, Sellerie, Zwiebel, Neugewürz, Pfeffer, Zitronenschale, ein wenig Essig zugesetzt, ^ Stunde gekocht und mit Essig abgeschreckt, sodann herauögenvmmen und mit Zitrone, Aspik und dergleichen garniert. Die Sauce wird folgendermaßen zubereitet: fein gehackte Gurken, Zwiebeln, Kapern, gekochte durchpassierte Dotter, ein wenig Aixer Öl, Senf, Mayonnaise, grüne, gehackte Petersilie, Essig, Salz und weißer Pfeffer werden gut zerrührt, sodann in eine Sauciere gegeben. 320. Blau gesottener Karpfen. Zu diesen Fischen nimmt man gewöhnlich Spiegelkarpfen von 2—3 LZs (1 LA für 4 Personen). Man bereitet einen Sud folgendermaßen: man nehme dazu 1 ö weißen Essig, zweimal soviel Brunnenwasser, 3 weiße Zwiebel in Scheiben geschnitten, für 2 L (2 Pf.) weißen Pfeffer, ebensoviel Neugewürz, Ingwer, alles ganz. Eine Sellerie wird in runde Scheiben geschnitten und dazu gegeben, eine Petersiliewurzel wird einmal in der Mitte durchgeschnitten, dann auch aus lange Streifen geschnitten und auch dazu gegeben. Eine Möhre wird ebenfalls in runde Scheiben geschnitten und dazu gegeben. Die gelbe Schale von einer Limone wird dazu gegeben, ein Lorbeerblatt, ein Löffel Salz, nun läßt man alles das in einer irdenen Kasserolle '/g Stunde kochen. Der Fisch wird aufgemacht, in Stücke zerteilt, ausgewaschen und ausgesalzen, man legt ihn sodann in den Sud und läßt ihn */„ Stunde damit 8 114 kochen, dann stellt man die Fische zum überkühlen. Nun legt man die Fische schön geordnet auf eine Schüssel, läßt in diesem Sud 4 Blätter Schirlatin aufkochen, seiht dann die Sauce durch ein reines Tuch, so daß das Gemüse in der Kasserolle zurückbleibt, schüttet das Durchgeseihte langsam über den Fisch, stellt sodann die Schüssel auf einen kalten Ort und läßt sie sülzen. Diese Fische können im Winter einige Tage stehen. 321. Einmarinierter Fisch. Man schneide einen Karpfen von 4 Pfund (2 (für 4 Personen 1 entzwei (gebe Kopf und Schweif weg), salze selben recht gut ein, lasse ihn eine Stunde so liegen, und gebe von allen Wurzelwerk in eine Pfanne mit Lorbeerblättern, Limoneschalen, */z ö Wein, */§ ^ Weinessig, spanische Zwiebel, Vz ^ Wasser, dies zusammen lasse man einige Minuten kochen, dann wasche man die Fische durch 3 Wasser recht rein aus, gebe sie in diesen Sud hinein, lasse selbe einige Minuten kochen, man gebe jedoch früher Salz soviel nötig ist, dann nehme man die Fische heraus, leere die Sauce herunter, gebe ein Stückchen Eiklar hinein, lasse sie abstehen, dann lege man die Fische in einen Topf oder in eine Kasserolle, siebe die Sauce zweimal durch ein reines Tuch, gieße sie so auf die Fische, daß selbe darüber geht. Auf diese Weise kann man auch Hechte einmarinieren. 322. Einmarinierte Heringe. Man nehme Häringe in beliebiger Anzahl, schlichte sie womöglich in ein irdenes Gefäß, gieße darauf Milch, bis die Heringe nicht mehr zu sehen sind, schütte den anderen Tag die Milch ab und gebe frische darauf und setze dieses Verfahren 8 Tage fort. Nehme dann die Heringe, lege sie auf ein Sieb, öffne sie, nehme die Milch hinaus, die Heringe putze man rein ab, passiere die Milch durchs Haarsieb, nehme einen guten nicht zu scharfen weißen Essig, quirle die durchpassierte Milch mit dem Essig recht gut ab. 115 Dann nehme man einige weiße Zwiebel, schäle sie und schneide schöne Scheiben daraus, nehme Kapern, einige Stück eingelegte, in Scheiben geschnittene (Znaimer) Gurken, einige gekochte, in Scheiben geschnittene gelbe Rüben, ferner Zitronenscheiben, und lege am Boden des Gefäßes eine Schichte dieser Mischung und ordne dann die Heringe daraus, verfahre so fort, bis beide Sachen verbraucht sind. Nun schütte man den Essig darüber, doch so, daß der Essig die Heringe überdeckt, bringe das Gefäß samt dem Inhalt an einen kühlen Ort und lasse es daselbst 8 Tage. 323. Einmarinierte Heringe. (Auf billige Art.) Heringe (Milchner) werden in frischem Wasser gut gereinigt und abgeschuppt; hieraus lasse man sie 24 Stunden in frischem, kaltem Wasser, das man während dieser Zeit dreimal wechselt, Weichen. Dann nehme man sie heraus, ziehe die Haut von den Heringen ab, nehme die Milch aus denselben, passiere diese mit gutem nicht allzuscharfen Essig durch einen Seiher, gebe in die dadurch gebildete Sauce etwas ganzen Pfeffer, ganzes Neugewürz, gestoßenen Pfeffer und einige in Scheiben geschnittene Zwiebel und lege die Heringe in diese Sauce. Beim Anrichten zur Tafel kann man nach Belieben darauf etwas Kapern, Gurken und reines Tafelöl geben. 324. Farziertcr Fisch. Der Fisch wird am Rücken aufgemacht, das Rückgrat samt Fleisch herausgenommen, das Fleisch von den Gräten abgelöst und sehr fein gemahlen, 2 Zwiebeln fein gerieben, fein gehackte Petersilieblätter, gehackte Zitronenschale, in Würfeln geschnittene Fischmilch, 140 bis 250 A (14 oder 25 Sardellen, aus denen das Innere herausgenommen wird, werden fein gehackt und durchpassiert, auf 3 ganze Semmel wird Aixeröl gegossen, auf die Platte gestellt und mit 5 ganzen Eiern gerührt und dazu das gemahlene Fleisch gegeben. Die Fischfvrm wird mit Öl recht gut ausgeschmiert und mit 8 * 116 Sewmclbröseln bestreut, das Farzierte hineingelegt. Nun lasse man ihn langsam backen. Man kann auch einen Hecht auf diese Art farziereu. 325. Fische mit BlUtcrsnirce. Man schuppe, wasche, offne, zerteile und salze den Fisch (1 L-A für 4 Personen), lasse Sellerie und Petersilie in Brunnenwasser weich kochen, lege den Fisch hinein und lasse ihn 10 Minuten kochen, seihe den Fisch ab, gebe in eine Kasserolle ein Stückchen Butter, mache ein Helles Einbrenn, zerhacke ein wenig grüne Petersilie sein, das Wasser von den Fischen verwende man zu Einbreun, zerquirle es recht ab und mache eine gute Sauce daraus, welche weder zu dick noch zu dünn sei, gieße dieselbe über die Fische und lasse sie noch 10 Minuten kochen. 326. Fisch-Gulasch. Zu diesem Zwecke kann man verschiedene Fische verwenden. Diese werden geschuppt, entgrätet und aus ihnen die Eingeweide entfernt, nachher, wie bei dem Fleischgulasch, in kleine Teile zerschnitten, diese mit Salz und Paprika bestreut und mit dem Blute und gehackten gelb angelansenen Zwiebeln in heißer Butter geschmort. Sodann gibt man Wasser hiezu, so daß es die Fischteile bedeckt und laßt es dann zu einer dicken Suppe kochen. 327. Forellen, gebacken. , Man nehme hiezu die kleinsten Foi^tzn, entschuppe sie sorgfältig, wasche sie in frischem Wässer, schneide sie auf beiden Seiten messerrückendick ein, salze sie ungefähr eine halbe Stunde, bevor sie gebacken werden, trockne sie sodann ab. Hierauf wende mau sie zuerst in Mehl, dann in Ei und geriebener Semmel, dann backe man sie in Butter. Man serviere sie aus einer mit einer Serviette bedeckten langen Schüssel und gebe dazu auf eineri separaten Schüssel Häuptelsalat. 117 328. Gebackener Karpfen (milchig). Der Karpfen (Ifür 4 Personen) wird abgeschuppt, aufgemacht, das Innere heransgenommen, dann in Stücke zerteilt, eingesalzen und 2 Stunden liegen gelassen, dann nimmt man auf einem Teller Mehl, auf einem anderen Teller seine dnrchgesiebte braune Semmelbrösel, ans einem dritten Teller schlägt man einige Eier aus, zerklopft die Eier mit einer Gabel, tunkt jetzt den Fisch in Mehl ein, dann in die Eier, zuletzt in die Semmelbrösel, stellt eine Kasserolle mit Butterschmalz auf die Platte, läßt es heiß werden, backt die Fische schön goldgelb heraus, gibt sie mit geschabtem Kren (Meerrettich) zu Tische oder im Hochsommer mit grünem Häuptelsalat (Kopfsalat). Der Fisch soll Stunde in der Butter backen, damit er gut durchgebacken ist, die Semmelbröseln werden, ehe der Fisch einpaniect wird, durchgesiebt. Dieser Fisch soll frisch zu Tische gegeben werden. 329. Gesülzter Karpfen. Man putze sorgfältig einen Karpseii^(1 für 4 Personen) und öffne ihn, schneide ihn in kleine Stücke, falze ihn ein, nehme eine Kasserolle und gebe hinein: Wasser, ein Seidel Essig, Sellerie, Petersilie, gelbe Rübe, Zwiebel, ganzes Nengewürz, Ingwer, Thymian, Lorbeerblatt, ganze Blüte, man stelle dies alles auf die Platte, lasse es 10 Minuten kochen, gebe jetzt den Fisch hinein und lasse ihn lO Minuten kochen, man seihe den Fisch ab, nehme 2 Eiktar, kläre mit dem Schnee davon die Sauce; gieße von dieser in eine Sulzform den Boden voll und lasse sie kalt werden, richte den Fisch zierlich hinein, gieße die übrige Sauce darüber, stelle das Ganze auf einen kühlen Ort, bevor man es zur Tafel gibt. Sobald man sie jedoch auftragen will, wird dieForm zuerst auf eine Schüssel gestürzt. 330. Gründlinge gebacken. In mit Salz vermengtes Mehl werden gequirlte Eier gegossen. In diese verrührte Masse werden die Gründlinge, 118 nachdem sie zuvor gut abgetrocknet wurden, getaucht oder gewälzt und in Butter gebacken. 331. Hecht. Man schneide den Hecht (1 ^ für 4 Personen) in Teile, salze ihn und gebe Sellerie, Petersilie in die Pfanne, lege die Hechtstücke darauf, gieße Wasser zu und lasse sie kochen, nehme einen tiefen Löffel Mehl und mache Einbrenn, aber nicht fett, nehme einen kleinen Topf, gebe gestoßene Mandeln mit wenig Knoblauch, Wasser soviel als notwendig ist, brenne es mit besagtem Einbrenn ein, gieße sie über die Hechtstücke, lasse sie ein wenig aufkochen; wenn sie einen Tag im Salze liegen, sind sie mürber. Sollen die Hechte milchig zubereitel werden, dann wird Einbrenn von Butter gemacht. 332. Hecht gebraten. Der Hecht (I ^ für 4 Personen) wird gut abgeschuppt, ausgenommen, gewaschen, eingesalzen, dann schneide man am Bauche des Hechtes einige lange Schnitte ein, gebe in diese Schnitte einige reingeputzte Sardellen, bestreue es mit Semmelbröseln, gebe ein Stück Butter dazu, lege den Fisch in eine Pfanne mit dem Rücken nach oben, stelle ihn in die Röhre, lasse ihn beim schnellen Feuer Stunde bei öfteren Begießen braten, gieße dann V-, ^ saueren Schmetten dazu, lasse dann den Fisch noch 10 Minuten in der Röhre braten, lege den Hecht auf eine lange Fisch-Schüssel, garniere ihn mit grüner Petersilie, passiere die Sauce durch einen Seiher und gebe sie in die Sauciere zu Tisch, ein Karpfen kann auf dieselbe Art zubereitet werden. 333. Hecht gedämpft (milchig). Der Hecht wird mit einem scharfen Messer entschuppt, zwar derart, daß die Haut weiß wird, hierauf wird er gespalten und in Stücke in beliebiger Größe geschnitten, diese werden mit frischem Wasser begossen, sodann in Salzwasser IIS gegeben, in welchem man sie einige Minuten kochen läßt; dann werden sie in einen anderen Topf gelegt. Mittlerweile wird die Sauce zubereitet. Dazu nimmt man etwas Fischwasser, weißen Wein, Zitronensaft und Zitronenschale, ein großes Stück frischer Butter und ein wenig geriebene Semmel. Diese Sauce wird über den Hecht gegossen, worin man ihn 15 Minuten schmoren läßt, dann gießt man die Sauce in ein anderes Gefäß, rührt ein Eidotter daran und bringt den Hecht heiß zur Tafel. 334. Hecht (milchig zubereitet). Der Hecht wird, was sein öffnen, Reinigen, Salzen und Teilen betrifft, wie andere Fische behandelt. Es wird sodann Petersilie und Sellerie in Scheiben geschnitten, diesen etwas Zwiebel, weißer Pfeffer, Stückchen Ingwer zum Kochen zugesetzt, die Stücke Fische darauf nebst einem Stück frischer Butter gekocht. In einem Topf wird je nach dem Quantum der Fischstücke etwas gute Milch mit Mehl gequirlt, etwas gestoßener Pfeffer hineingegeben. Nachdem nun die Fische 10 Minuten mit dem Grünzeug gekocht, wird diese Sauce darauf gegossen, wieder 10 Minuten gekocht und sodann vom Feuer abgesetzt. Die Fische werden herausgenommen, die Sauce wird separat zu Tische gegeben. Zu diesen Fischen schmecken gut frisch gekochte Kartoffeln. 335. Lachs gekocht. Man schneide den Lachs in Teile, salze diese gut, lasse sie 1 bis 2 Stunden ruhen. Es werden sodann Mandeln recht fein gestoßen, etwas ganze Blüte, ein wenig grüne Petersilie fest zusammengebunden, Pfefferkörner, Neugewürz in Wasser gekocht, desgleichen werden die Zitronenscheiben gekocht, und etwas Mandeln, die fein gestoßenen Mandeln werden mit etwas Blüte zu einer Sauce zusammengekocht. Sobald der Fisch eingekocht ist, gieße man diese Sauce darüber, gebe ein Stückchen Zucker dazu, sollte sie zu wenig gesalzen sein, so gebe man noch etwas Salz hinzu, 120 hierauf gieße man die Sauce ab, quirle sie mit Eidotter, lasse sie auskühlen und gebe sie separat zur Tafel. 336. Lachs (andere Zubereitung). (1 für 4 Personen.) In eine Lachspfanne gebe man einen Teil Essig, einen Teil Wasser, je nach Bedarf, immer muß das Wasser über den Lachs gehen, man schneide Zwiebel, Sellerie, Petersilie, gelbe Rübe in kleine Scheiben, gebe etwas Neugewürz, Pfefferkörner und Ingwer, alles ganz, jedes um zwei /? (2 Pfennig), lasse alles das kochen, gebe den gut eingesalzenen Lachs hinein, vom Beginne des Kochens lasse man den Lachs ^ Stunde kochen, sollte es eine größere Portion sein, lasse man ihn 10 Minuten länger kochen, sodann den Lachs auskühlen, hebe ihn behutsam heraus, gebe ihn auf einen kalten Ort, schneide ihn, wenn man ihn zu Tische geben will, mit einem scharfen Messer fingerdick, ein Finger lang, zwei Finger breite Streifen, arrangiere ihn schön aus einer Fischschüssel, verputze ihn mit Aspik, Zitronen und grüner Petersilie, gebe nach Belieben Mayonnaise oder Sauce Tartare dazu. 337. Lachs mit Mayonnaise. Der Lachs (1 für 4 Personen) wird wie jeder andere Fisch in Salzwasser mit Essig gekocht, dazu kommen gelbe Rüben, Blüt, Ingwer, Zwiebeln, ^ Stunde lasse man ihn kochen, dann wird er mit Zitronensaft bespritzt und stehen gelassen, bis er fest ist und dann wird er zerschnitten. Mayonnaise wird folgendermaßen zubereitet: Zn je 2 gerechten Dottern, die durch das Sieb passiert werden, wird ein rohes, zu 10 gekochten Dottern 140 § (14 Aixeröl tropfenweise hin- eingegoffen, daun Zitronensaft, weißer Pfeffer und Stäubchen Salz. 338. Mayonnaise von Lachs. Man gebe einige rohe Dotter in ein Gefäß, welches man wo möglich aus Eis stellt, tropfe unter unaufhörlichem 121 Rühren feines Aixeröl in die Dotter hinein. (Man nehme zu 5 Dottern für 80 /, (70 Pf.) Aixeröl.) Man gebe schließlich ein Weinglas voll zerlassenen weißen Aspik hinein und rühre alles bis zu einer dicken Masse, nachdem man noch ein wenig Salz, weißen Pfeffer hinzugefügt hat, nehme man Abfälle von allen Gattungen Fisch, aus welchen alle Gräten entfernt werden, forme alles dieses auf einer Schüssel, streiche den dicken Mayonnaise recht zierlich darüber, verputze es mit schön gefärbtem Aspik, Zitronenscheiben, grüner Petersilie und gebe dann selbes zur Tafel. 339. Mandelfisch. Dieselben (1 /cy für 4 Personen) werden ebenso zugesetzt wie Schwarzfischc (Siehe Nr. 345), nur mit dem Unterschiede, daß keine Zwiebel, dafür aber Neugewürz, Ingwer, Knoblauch, Zitronenschale alles ganz dazu kommen. Dasselbe lasse mau 10 Minuten kochen, gebe dann die Fische hinein, einige Tropfen Essig darauf und lasse sie wieder 10 Minuten kochen. Sauce wird folgendermaßen zubereitet: Äbgeschälte trockene. Mandeln werden mit ein wenig Mehi ganz fein gestoßen (2 Loth zu einer Portion) und darauf ein wenig kaltes Brunnenwasser, das Wasser von den Fischen lasse man abstehen, die Mandeln werden gut zertrieben, die Sauce gieße man hinein und lasse sie wieder mit den Fischen 10 Minuten kochen. 340. Marinierter Karpfen. Der Fisch (1 für 4 Personen) wird geöffnet und geschuppt, in Stücke geschnitten und gesalzen, in eine Kasserolle gießt man feines Tafel- oder Olivenöl. Wenn es heiß geworden ist, gibt mau die Fischstücke darauf und läßt sie in der Röhre weich braten, währenddem macht man folgende Beize. Man nimmt etwas über Vs ^ Essig und noch einmal soviel Wasser, drei weiße Zwiebeln sein geschnitten, eine gelbe Nübe, eine Wurzel Petersilie, Sellerie, alles in dünne Scheiben geschnitten, für 2 /?. (2 Pf.) ganzes Neugewürz, ebenso viel ganzen Pfeffer, etwas Thymian, 1 Stückchen ganze Limoneschale, 3 Lorbeerblätter, alles das 122 läßt man eine Stunde gut kochen, legt den warmen Fisch in ein irdenes Gefäß, gießt die noch warme Beize darüber, damit der Fisch ganz überdeckt ist, läßt ihn kalt werden und bewahrt ihn auf einem kalten Orte auf. Forellen, Lachs, Schiele können auf selbe Art mariniert werden. 341. Pfefferfisch. Pfefferfische (1 für 4 Personen) werden ebenso zugesetzt wie die Mandelstsche, es kommt Grünzeug hinein, dasselbe lasse man 10 Minuten kochen, dann mit den Fischen wieder 10 Minuten. Mandeln mit Schale werden in ein reines Tuch gegeben und rein abgerieben, im Mörser wird ein Stückchen Knoblauch zerstoßen und die Mandeln dazu gegeben und gestoßen. In Stückchen geriebenen schwarzen und gelben Pfefferkuchen (auf eine Portion um 2 ü (2 Pf.) Pfefferkuchen) lasse man eine Brotrinde backen und diese schmiere man mit Knoblauch ein. Das Wasser wird vom Fisch abgeseiht und nachdem man gestoßenen Pfeffer hinein gegeben, wird es auf die Fische gegossen, die Brotrinde dazu gelegt und 10 MinutenUekocht. 342. Powesen vom Fische. (Für 4 Personen.) 70 F (7 t^F) frische Butter, 3 Eier, 2 Löffel Schmetten, die Schale von '/^ Zitrone, je eine Prise Salz und Blüte, eine Semmel, die man, nachdem von derselben die Rinde abgerieben wurde, in Milch geweicht und wieder ausgedrückt hat, Vs Fleisch von Fischen, am besten von Karpfen, fein gehackt, das fein Geriebene von drei Mundsemmeln, von denen ebenfalls zuvor die Rinde abgerieben wurde, dies alles wird gut durcheinander gerührt, die so bereitete Masse wird in Form von Käseln umarbeitet; die so geformten Stücke werden in zerklopften Eiern und dann in dem Geriebenen von Semmeln einballiert, und in heißer Butter goldgelb gebacken. Man kann auch folgende Sachen dazu machen: in 20 § (2 Butter werden 1 spanische Zwiebel und 123 etwas Gewürzkörner, wie Neugewürz, Pfeffer, 1 Nelke, etwas Ingwer, Zimt, 1 Lorbeerblatt, einige Kapern und ein Stückchen Zitronenschale schön goldgelb abgeröstet, lasse dieses sodann in Vr § Rindssuppe und */« ^ Essig einmal aufkochen, begieße damit die Powesen, lasse sie damit aufkochen und gebe sie dann zur Tafel, selbstverständlich kömmt die Sauce extra in eine Sauciere. 343. Schellfisch. Nachdem dieser Fisch geschuppt und gewaschen wird, die Eingeweide aus ihm entfernt worden sind, wird er in mehrere Stücke geschnitten. Man stellt ihn nun mit kaltem Salzwasser zu, kocht ihn in demselben eine Viertelstunde, gießt es dann ab und gibt als Sauce darüber braune Butter und Senf (Mostrich). 344. Schleie. Diese Fische werden abgeschuppt, aus ihnen die Eingeweide entfernt und wenn sie groß sind, in Stücke geschnitten, gesalzen und mit Essig übergossen. Sie werden dann in Wasser, nachdem in demselben Salz und Pfeffer gekocht wurden, mehrere Minuten weich gekocht. Die Sauce wird wie die bei Lachs (Nr. 335) zubereitet. Kleinere Schleien werden nicht in Stücke zerschnitten, sondern in ihrer Gänze gekocht. 345. Schwarz-(Gallert-)Fisch. (1 Kilo fürZ4 Personen.) Petersilie,^Zwiebel, Sellerie in runde Scheiben geschnitten, ganzes Neugewürz, ganzer Zimt, ganze Nelken, Stückchen Zitronenschale, gestiftelte Mandeln, große Rosinen werden mit Brunnenwasser zugesetzt und läßt es 10 Minuten kochen; dann gibt man den Fisch hinein, schreckt ihn mit Essig und läßt ihn wieder 10 Minuten kochen, davon wird die Sauce gemacht. Gelben und schwarzen Pfefferkuchen, Sirup und Zimt, fein geschnittene Zitronenschale 124 und ein Stückchen Zucker gebe man in einen Topf und die Sauce vom Fisch hinein. Wenn dieselbe kocht, gieße man sie auf den Fisch und lasse beides wieder 10 Minuten kochen. X. Mehlspeisen.') 346. Äpfel im Schlafrock. Man nehme 250 // (25 Mehl, 200 A (20 Mark, den vierten Teil vom Mehl knete man mit einem ganzen Ei und einem Dotter, ein wenig Branntwein so lange, bis er Blasen wirft, lasse den Teig unter einer- warmen Kasserolle 1'/» Stunde rösten, das übrige Mehl wird mit dem Mark gut geknetet, dann lasse man es 1 Stunde rosten. Hieraus nehme man beide Teige zusammen und walke sie einige Male gut durcheinander, nehme dann die Äpfel, schäle sie ab und hohle sie aus, fülle sie mit Eingesottenem, schneide aus dem Blatt viereckige Stücke und lege die Äpfel hinein. Man kann auch mit Zwetschkenmus (Powidel) füllen. Man bestreue das Blech mit Mehl, lege die Schtafröcke hinein, bestreiche sie mit Dotter oder auch mit ganzen Eiern und lasse sie warm backen. 347. Äpftl-Krapstn. Man mache Butter- oder Markteig, schneide gute Äpfel in Blätter, walke den Teig mcsserdick aus, steche ihn von der Große der Äpfelblätter in Krapsenform aus, lege ein Äpfelblatt mit Zucker und Zimt bestreut darauf und decke es mit einer Lage Butterteig zu, bestreiche es mit Ei, bestreue es mit Mandeln und Zucker, lasse es in *) Bei Mehlspeisen, Bäckereien. Torten und Pudding müssen alle Formen erst mit Fett, wenn fleischig zubercitct, oder mit Butter- Wenn milchig zubercitct, ausgeschmiert werden und dann mit Semmel- bröiel oder Mehl bestreut werden, um das Anlegen zu verhüten. 125 nicht zu heißer Röhre backen. Das Blech bestreue man mit Mehl. 348. Äpfel-Speise. Man schäle 6 gute Borst orser (Marschanskeräpsel) Äpfel, schneide sie zu dünnen Scheiben, kehre diese in Mehl und backe sie, wollte man sie fleischig, in Schmalz, wollte man sie milchig, so in Butter, jedoch nur gelb, bestreiche ein Geschirr mit Fett, wollte mau sie milchig, so mit Butter, gebe die ausgebackenen Äpfel hinein, dazwischen Weinbeeren, Zitronenschale, Zucker und Zimt, dann schlage man 4 Eidotter in ein Häsen, gebe ^ ^ süßen Schmetten dazu, rühre es gut ab, gebe es über die Äpfel, lasse es in der warmen Röhre aufgehen und gebe es zur Tafel. 349. Äpfel-Speise (andere Art). (Für 6 Personen.) 10 gute Äpfel werden geschält, in Scheiben geschnitten und in einen Kasserolle mit 140 ^ (14 Zucker, ca. um 1k O Pf.) Zimt, der Schale von einer Zitrone, 70 F (7 Mg) gestoßenen Mandeln, 70 F (7 c/L^) fein gehacktem Zitronat und 70 § (7 geklaubte Sultanen, etwas mehr wie V« ^ Kochwein, ö Wasser dünsten gelassen. In ein gut mit Schmalz ausgeschmierte Kasserolle wird eine recht seste, fingerhvhe Schichte geriebenes Schwarzbrot gelegt, und mit Fetten so betropst, daß das Brot angefeuchtet ist, darauf wird eine Schichte der Apfelfülle, dann wieder eine mit Fett angefeuchtete Brotschichte und so fort, bis die Äpfel verbraucht sind, obenauf kommt wieder eine mit Fett angesenchtete Brotschichte. Das Ganze wird in der Röhre ca. 1/2 Stunde gebacken, dann auf eine Schüssel gestürzt und mit Zucker bestreut. 350. Äpfelstrndel. In '/» Mehl gebe man eine Messerspitze Salz, einen Kaffeelöffel Zucker, einen halben Kaffeelöffel Gansfett, 126 Seidel laues Wasser, ein ganzes Ei. Alles das wird auf dem Nudelbrett zu einem Teig angemacht und recht gut durchgearbeitet. Ein Gesäß mit Wasser wird auf die Ofenplatte gestellt und sobald das Wasser siedet, wird es ausgegossen und das Gefäß über den Teig gestürzt. Man lasse nun den Teig Stunde rasten, währenddem nehme man 2 gute Äpfel, schäle sie und schneide sie in dünne Scheiben, bereite in einer Kasserolle etwas geriebene Semmel, gebe einen Eßlöffel guten Gansfettes dazu, lasse die Semmel rösten. Sodann werden 140 F (14 klarer Zucker mit 70 F (7 ck/c^) Mandeln, für 1^(1 Pf.) gestoßenem Zimt, 70A (7 ckL^) fein geschnittenemZitronat, von einerLimone die Schale gut vermengt. Eine Pfanne wird gut mit Gansfett ausgeschmiert und mit Semmelbröseln bestreut. Auf einen Tisch gebe man ein reines Tischtuch, bestreue es mit Mehl, nehme den Teig und walke ihn etwas aus, nachher wird er ringsherum ganz dünn gezogen. Sobald der Strudel ganz gleich gezogen ist, schneide man ringsherum den Rand ab, streue zuerst die Semmelbrösel über den ganzen Teig, gebe dann die Äpfel auf die Hälfte des Teiges, setzt die Mischung von Zucker und betropfe alles das gut mit Gansfett, rolle den Strudel zusammen, gebe ihn in die ausgeschmierte Pfanne, schmiere ihn obenauf mit Gansfett und lasse ihn schön goldgelb backen, stürze ihn dann auf eine Schüssel und gebe ihn zu Tische. 351. Altvater-Hütchen. 210 F (20 Butter werden in einer Schüssel flaumig abgetrieben, 1 ganzes Ei, 1 Löffel Wasser, 5 Löffel Zitronensaft hineingegeben, man rühre es so lange, bis es sich vermengt, gebe dann ^ Mehl aufs Nudelbrett und vermenge obiges gut damit, mache Kügelchen daraus und stelle es in die Kälte. Dann nehme man 6 Dotter, ein ganzes Ei, 100^ A 00*/» ckL^) fein gestoßenem Zucker, 140 F (14^2 Mandeln, von einer halben Zitrone den Saft und Schale, rühre alles das sehr gut, dann nehme man wieder den Teig, walke jedes Kügelchen so dünn als möglich aus, gebe einen Löffel von der Fülle 127 hinein und bilde ein dreieckiges Hütchen daraus, bestreiche eS mit Ei und grobem Zucker, lasse es in einer gut geheizten Röhre backen. 352. Anisschnitzel. (Für 1 Person.) Zwei Eidotter werden mit Zucker gerieben, dann wird extra aus 2 Eiweiß Schnee gemacht, 140 F (14 Mehl, 140 F (14 Zucker und auch ein wenig Limoneschale hineingegeben, alles daS zusammengerührt und auf ein mit Wachs bestrichenes Blech gegeben, der Teig mit Anis obenauf bestreut und gebacken. 353. Atzfelbrot (milchig). Geschälte, fein gehackte, gute, süße Äpfel, auS denen zuvor die Grvbse (das Kernhaus) entfernt wurde, werden mit geriebenen süßen Mandeln, Zitronenschale, gestoßenem Zwieback, Zucker, Korinthen und guter Milch verrührt, diese dicke Massa wird in einer Pfanne mit etwas Butter gelb gebacken. Mit Zucker und Zimt bestreut, wird die Speise zur Tafel gegeben. 354. Aprikosen-Klöße (-Knödel) aus Quark (Weißkäse). (FürZ4 Personen.) V-r guter, nicht sauerer Quark wird gut abgetrieben, bis derselbe ganz glatt wird. 70 F (7 c^F) Butter wird damit gut zertrieben, 5 rohe Eidotter, */z ö Mehl und etwas Salz dazu verrührt. Stückchen dieser Masse werden auf einem Nudelbrett breit gedrückt, mit je einer Aprikose, aus welcher der Kern entfernt wurde, gefüllt, mit etwas Zucker bestreut, und drückt dasselbe wieder in Form eines Knödels zu. Eine Pfanne wird mit harter Butter gut beschmiert, und werden die Knödel einer neben dem anderen hineingelegt, beschmiert alle obenauf gut mit Butter, backt sie dann recht rasch, bestreut sie mit Zucker und gibt sie warm zur Tafel. 128 355. Aufgelaufener Äpfel-Kuchen. (Für 4 Personen.) 105 F (10^2 Zucker werden fein gestoßen, in einer Topf gegeben, 6 Eidotter hinein geschlagen, alles das zu einer dicklichen Masse zusammen gerührt. Dann werden 6 Borstorfer (Marschansker) Äpfel geschält, gerieben und sogleich unter dem gerührten Zucker gegeben. Von Eiweiß schlage man einen Schnee, rühre ihn auch darunter, ebenso eine kleine Handvoll Semmelbröseln, mache den Geruch nach Belieben von Zimt und Zitronenschalen, gebe es in ein Geschirr, backe es langsam und gebe es mit Zucker bestreut zur Tasel. 356. Biskuit-Koch. (Für 4 Personen.) 140 A (14 durchgestebten Zucker, 3 Eidotter, Stückchen Vanille werden eine halbe Stunde gerührt, dazu 3 Eßlöffel guten Wein und wieder eine halbe Stunde gerührt. 105 A (10 ^ feines Mehl, Schnee von 8 Eiweiß darunter gerührt und eine halbe Stunde gebacken. 357. Biskuit-Kola tscheu. (Für 6 Personen.) 140 F (14 frischer Butter, 105 F (10 zerlassene Butter, werden ^ Stunden gerührt, dazu 8 Dotter, 1 ganzes Ei, 6 Löffel Milch, 70 A (7 c/L^) Zucker, 3 Löffel Hefe, 245 F (24^ Mehl wieder solange gerührt, bis der Teig am Kochlöffel kleben bleibt. 358. Biskuit-Kuchen. (Für 6 Personen.) 140 § (14 ciLZf) Zucker, 8 Dotter, etwas Limoneschalen werden eine Stunde zusammengerührt, zerrühre dann 3 Lot feines Auszugmehl und auch einen festen Schnee von 4 Eiklar leicht darüber, gebe es dann in 129 eine Schüssel bestrichen mit Schmalz und bestreue es mit Semmelbröseln und lasse es langsam backen. Dann mache man von */g ö Wein, 5 Dotter und Zucker, bis es süß genug ist, einen Chaudeau darüber. 359. Biskuit-Rouladen. (Für 6 Personen.) 10 rohe Dotter werden mit 250 F (25 seinen Zucker dick abgetrieben, dazu wird dann der steife Schnee von 7 Eiklar gegeben und langsam 60 F (6 ckLZO Mehl während des Rührens hineingestreut. Das Backblech bestreicht man ganz wenig mit Butter, bestäubt es mit Mehl, streicht die Biskuitmasse zwei messerrückendick darauf, bäckt sie in der Röhre lichtgelb, bestreicht sie dann gleichmäßig mit Marmelade, rollt sie wie einen Strudel zusammen und schneidet mit einem sehr scharfen Messer fingerbreite Stücke daraus, bestreut es mit Vanillezucker und verwendet es nach Belieben. Diese Biskuitroulade wird kalt in Scheiben geschnitten. 360. Böhmische Kolatschen. (Für 10 Personen.) V? Mehl, Vg ^ Butter, Schnee von 7 Eiweiß, 3 Löffel Schmetten, 1 Löffel gute Hefe werden gut untereinander gerührt, daraus ein Teig gemacht, dieser auf ein mit Mehl bestreutes Brett gegeben, in die Kälte und 1 Stunde zum rasten gestellt, und daraus Kolatschen gemacht, die man gähren und dann backen läßt. 361. Brotmehlspeis. (Für 6 Personen.) Gutes Hausbrot, nachdem es hart geworden ist, wird gerieben und auf einem Teller wird folgendes zubereitet: Zucker, ein wenig Zimt, gestoßene Mandeln, Zitronenschale und Sultanen, alles dieses wird mit einander vermischt. Auf einem zweiten Teller schneide man gute Äpfel in S 130 dünne Scheiben. Man bereite nun diese Speise in folgender Weise an. Man gebe eine Schichte Brotbrösel in eine mit hartem Schmalz recht gut ausgeschmierte Kasserolle, betropfe diese mit etwas Gansfetten, gebe darauf eine Schichte Äpfel und auf die Äpfel die Mischung von Zucker, Zimt, gestoßenen Mandeln, Zitronenschale und Sultanen, und so fährt man abwechselnd fort, bis alles verbraucht ist. Hierauf lasse man die Speise V 2 Stunde zugedeckt in der Röhre backen und nachdem man sie gestürzt, wird sie zur Tafel gegeben. 362. Buchteln. (Für 6 Personen.) Dazu: V? ^ Mehl, 17 F (1^ Hefe, rohe Dotter, 70 F (7 Zucker, 140 F (14 Fetteu, ein wenig Salz, Stückchen Zitronenschale, ein wenig Blüt und bittere Mandeln. In das gut abgetriebene Fetten gebe man das übrige, zuletzt das Mehl hinein und mache einen Teig, der Hefe wird ein wenig lauwarmes Wasser und ein wenig Zucker beigegeben, geht die Hefe in die Höhe, so ist es ein Beweis, daß sie gut ist. In der Mitte des Teiges mache man ein Grübchen, in welches man die Hefe gießt, lasse ihn einige Minuten stehen nnd mache dann den Teig mit lauwarmem Wasser fertig, schlage ihn bis er Blasen wirft, lasse ihn an einem lauen Orte aufgehen, formiere dann kleine Buchteln, fülle sie nach Belieben, schmiere eine Pfanne gut aus, gebe die Buchteln hinein, schmiere sie obenauf wieder, lasse sie V» Stunde gehen und backe sie dann in einer nicht zu heißen Röhre schön goldgelb, bestreue sie mit Zucker und gebe sie dann zur Tafel. Auch milchig kann man diese Buchteln machen, nur nehme man dann statt Fetten Butter, statt Wasser Milch. 363. Butterbrot als Mehlspeise. 140 § (14 <^-F) Butter, 6 Dotter, Zimt, Nelken, feingehackte Zedra werden zu einer Masse verarbeitet, diese 131 gieße man auf das mit etwas Mehl bestreute Brett, knete sie durch und mache ein Laiberl, beschmiere dies mit Ei, bestreue es mit Schokolade und backe es. Sobald es kalt ist, schneide man es, bestreiche die Schnitte mit Glasur und lasse es übertrocknen. 364. Butter-Tascherln. (Für den Sommer.) Man nimmt 200 F (20 Butter, rührt sie gut ab, nimmt 3 ganze Eier, 70 .7 (7 Zucker, ein klein wenig Salz, 120 F (12 <7^) seines Mehl, rührt alles gut durch, füllt es in einer geschmierten Form, läßt es V-, Stunde backen, macht dann mit dem Messer kleine Schnitte hinein, gießt ^ ö gute Milch darüber, läßt selbe in der Röhre einziehen, nimmt abermals ^ ö mit 40 F (4 ck/ch) Zucker, schüttet selbes nochmals darüber, läßt es wieder in der Röhre einziehen, stürzt die Speise aus die Schüssel, bestreut selbe mit Vanillezucker und gibt im Sommer frischen Himbeergnß dazu. 365. Butterteig. 280^ (28^/r«/) Butter werden mit ein wenig Mehl zu einem Teig gemacht und in die Kälte gestellt, ans 280 (28 Mehl, 1 oder 2 Eier, ein wenig Essig oder Punsch wird ein weicher Teig gemacht und ausgewalkt, dann wird die Butter ausgewalkt und übereinander gelegt und dreimal ausgewalkt. Nun zerschneide man ihn und fülle ihn. Soviel Eier, soviel Lot Mandeln, soviel Zucker, V2 Zitrone, Saft und Schale von V2 Orange, Schnee, ein wenig Mehl mit Semmelbröseln gemischt und verrührt. 366. Chaudean-Körbchen. Aus 1/4 Seidel (^12^) weißen Wein, 2 ganzen Eiern, 70 A (7 Zucker, an der Zitrone abgerieben, 105 F (10Vg Mehl wird ein feiner Tropfteig gemacht, ein wenig Salz dazu gegeben und in heißem Fett ausgebacken, c)* 132 dann mit Chaudeau gefüllt. V» 2 Wein, 10 Dotter, 140 A (14 ckLg) Zucker. 367 Chokolade-Koch. 2 Semmeln werden in 1 Seidel (*/g H Schmetten geweicht und gekocht, während des Kochens werden 3 Tafel geriebene Chokolade hineingegeben und ein wenig gekocht, dann weggestellt; hierauf werden 35 A (3^ ^Lg) Butter- getrieben, 8 Dotter, Zucker, Zitronenschale, Vanille, geschnittener Zitronat und zuletzt Schnee von 6 Eiweiß damit verrührt. 368. Chokolade-Koch (andere Art). (Für 6 Personen.) 8 Dotter 140 F (14 ä^) Zucker, 210 F (21 gestiftelte Mandeln, 2 Tafel Chokolade, ein wenig Vanille, 35 A (3^/2 Zitronat werden 1 Stunde gerührt, sodann das Klar von den 8 Eiern gleich darunter gerührt, das Ganze in eine Form gegeben und in Dunst gekocht. 369. Chokolade-Koch (andere Art.) Man nehme ^ (^ Pfd.) Zucker, läutere diesen mit ein paar Löffel Wasser in einer kleinen Pfanne, wenn es dick gesotten ist, so gebe man es in eine Schüssel, darunter 6 Tafeln Chokolade, rühre es mit dem Zucker gut ab, schlage 8 Eidotter, eines nach dem andern rühre man dazu, gebe von 3 Eier Schnee darunter, sowie auch ein wenig gestoßenen Zimmt oder Vanille, gebe es in ein Geschirr, lasse es in einer nicht zu heißen Röhre backen nnd gebe es, mit Zucker bestreut, zur Tafel. 370. Chokolade-Kranz. (Für 6 Personen.) 280 F (28 ckLZH Chokolade, 210 F (21 ä^A) Zucker, 70 F (7 ckLZO geriebene, 140 A (14 M^) gestoßene Man- 133 dein, Stückchen Fett werden in einer Kasserolle an die Ecke der Platte gestellt und gerührt, bis es sich auflöst, dann wird es mit rotem gutem Weine abgelöscht, doch muß die Masse fest bleiben, sie wird so lange gerührt, bis sie kalt wird, dazu noch 12 Dotter, 1 Zitrone, Schale und Saft von einer Orange. Bis die Masse kalt ist, Schnee von 8 Eiweiß hinzu. 371. Chokolade-Kranz (andere Art). (Für 10 Personen.) 280 F (28 ck/cg?) Chokolade, 145 F (14^ geriebene Semmeln, 12 Dotter, 210 F (21 Zucker mit Vanille, 140 F (14 ungeschälte gestoßene Mandeln, Schnee von 8 Eiweiß, Saft und Schale von einer halben Limone und ein wenig Fetten, alles das vermengt und zu einem Kranz formiert. 372. Chokolade-Kuchen französischer. (Für 8 Personen.) 140 F (14 gesiebter Zucker, 8 Eidotter, 210 F (21 ckLgO fein gestoßene Mandeln, 2 Taferl geriebene Chokolade, etwas Limoneschalen, auch ein wenig Vanille, 35 F (3*/2 LÜLF) geschnittene Zitronat werden eine Stunde znsammengerührt, dann von den 8 Erklär ein fester Schnee gemacht, leicht darunter gerührt, in eine blecherne Form gegeben, diese wiederum in eine Kasserolle, das bis an die Hälfte mit kochendem Wasser gefüllt sein muß, stelle die Kasserolle in die Röhre und lasse den Inhalt in Dunst kochen. Alles dies geschieht jedoch erst, wenn man zu Tische geht. Die Kasserolle braucht im Anfänge nur bis zum vierten Theile voll zu sein, dann muß man aber immer kochendes Wasser zugießen, bis es genug gekocht hat. 373. Chokolade-Mehls-eise. (Für 6 Personen.) 2 kleine Seidel (bei 6) Schmetten werden siedend gemacht, ein dicker Brei von geriebenen Mundsemmeln, so 134 als notwendig ist, eingekocht, dann ausgekühlt, hierauf mit beiläufig 70 F (7 ä/n/) abgetriebener Butter, 8 Dottern, 105 § (10*/2 Zucker untereinander gemengt, mit dem Brei gut getrieben, 53 A (5^ c?^) Mandeln, darunter etwas bittere, für 6 /r (5 Pf.) Zitronat, 4 Tafeln Chokolade und zuletzt Schnee von 8 Eiweiß hinzugefügt und in mittelmäßiger Hitze gebacken. 374. Cremekuchen (milchig). (Für 6 Personen.) 140 F (14 ciL^) Zucker, ebensoviel gebrühte, geriebene süße Mandeln, ebensoviel frische Butter und Zucker, eiue Messerspitze Salz, von ^ Limone die fein gehackte Schale, 180 F (18 L^F) Mehl, alleF das wird aufs Nudelbrett zu einem Teig angeknetet, messerrückendick ausgeknetet, ferner wird ein Backbrett mit einem Stückchen Butter ausgeschmiert, der Teig darauf gelegt, dieser oben mit zerklopftem Ei beschmiert. Den Kuchen läßt man dann bei mäßigem Feuer- gelb backen. Ist der Kuchen gebacken, stellt man das Blech samt dem Kuchen zum Kaltwerden, bestreicht den ganzen Kuchen messerrückendick mit einer Marmelade; dann wird aus 6 Eiweiß ein fester Schnee geschlagen, gibt 70 § (7 e^e?) feinen Zucker in den Schnee, verrührt ihn langsam, bestreicht den Kuchen mit diesem Creme, gibt ihn noch einmal in die Röhre, bis er gut durchgebacken ist, läßt ihn kalt werden, schneidet schöne Streifchen daraus und bestreicht ihn mit Vanillezucker. 375. Deutscher Kuchen. Man bereite aus ^ Butter, 2 Eier, Hefe, lau warmes Milch, 1'/^ ö Mehl, geriebenem Zucker und etwas Salz einen Teig. Dieser wird in einer mit Butter ausgestrichenen Form gegossen und gebacken. 376. Deutscher Kuchen mit Schwarzbeeren. (Für 6 Personen.) Ein guter Hefenteig wird angemacht; soll der Kuchen milchig sein, so wird Butter und Milch, wenn fleischig, so 135 wird Abschöpffett oder RindSmark und Wasser dazu genommen. Zu 1 /cg Mehl nimmt man um ca. 5 ^ (4 Pf.) Hefe, V-r Butter (eveittuell Fett oder Rindsmark), '/r ^g Zucker, 2 rohe Eidotter, etwas Salz, etwas Blüt, bittere Mandel. Die Hefe wird lau mit Milch (eventuell Wasser) angesetzt. Butter Dotter und Zucker werden gut abgetrieben, dann kommt das Mehl mit der Hefe dazu. Der Teig wird gut durchgerührt. Wie viel Milch (event. Wasser) man zum Anrühren braucht, läßt sich nicht bestimmen, keinesfalls darf zu viel davon in den Teig geschüttet werden, sonst wird derselbe zu flüssig und das darf ein Hefenteig nicht sein. Der Teig wird so lange getrieben, bis derselbe Blasen wirft, dann läßt man ihn gut aufgehen, schmiert dann einen Becken mit Butter oder Schmalz, legt den Teig singerhoch hinein, läßt ihn wieder etwas aufgehen, schmiert ihn dann mit zerlassener Butter, eventuell Fetten, gibt geklaubte Schwarzbeeren aus den Teig, streut darauf um ca. 5 /r geriebenen Lebkuchen, etwas gestoßenen Zimt, 70 g (7 c//cg) gestoßenen Zucker, betropft dieses alles mit Butter oder Fett, läßt es noch beiläufig 10 Minuten stehen und backt dann den Kuchen langsam in der Röhre. Den gebackenen Kuchen bestreut man dann wieder mit Zucker. 377. Dnkatcnbuchtel mit Vanillecreme (milchig). 1/4 /cg Butter, 4 rohe Eidotter, 80 g (8 c/Lg) Zucker, ein wenig Salz, von einer Limone die Schale, 2 bittere Mandeln, eine Messerspitze Blüt, dieses alles wird gut abgetrieben, für 5 /r (5 Pfennig) Hefe wird wie zu jedem anderen Hefenteig vorbereitet, ^ ^ Mehl und mit nötiger guter Milch ein schöner Hefenteig angerichtet, ein wenig lockerer wie der bei Buchteln. Man läßt den Teig aufgehen, walkt (wälzt) ihn fingerdick aus und schneidet viereckige Teile heraus, schmiert eine Pfanne mit guter harter Butter aus, legt die Buchtel eine neben der anderen hinein und schmiert sie oben mit zerlassener Butter, läßt sodann die Butter nochmals aufgehen und die Buchten in der Röhre schön goldgelb backen. Zur Sauce nimmt man V» / leichten Schmetten, 6 rohe Eidotter, 80 g (8 c/Lg) 136 Zucker, für 10 ^ (15 Pfennig) Vanille und läßt alles das unter unaufhörlichem Rühren kochen. Die Sauce gibt man in eine Sauciere mit den Buchteln zu Tische. 378. Eierkuchen. 10 frische Eier schlage man in eine Assiette, quirle sie mit etwas Salz, Pfeffer, etwas Wasser und einige Stückchen Butter recht zusammen. Dann lasse man in einer Pfanne ein Stück Butter nur zergehen, keinesfalls braun werden, gieße das Gequirlte hinein und, um zu verhüten, daß es nicht anklebt, schüttle man die Pfanne. Wenn der Eierkuchen fast gut ist, lege man noch ein kleines Stückchen Butter oben auf, lasse es zergehen und richte nun den Eierkuchen heiß an. 379. Eierspeise (im Sommer), milchig. (Für 5 Personen.) V4 schöner Spargel wird geputzt und, sofern er nicht holzig ist, in kleine Stückchen geschnitten, 70 A (7 c^F) Butter wird sodann in eine Kasserolle auf die Ofenplatte gestellt und wann sie zu schäumen beginnt, gibt man die Spargelköpfe hinein, läßt sie 5 Minuten dünsten, gibt 10 Eier in ein Töpfchen, zerquirlt sie gut, gibt gehörig Salz dazu und rührt beständig, gibt die Spargelköpfe hinein, läßt alles das solange auf der Ofenplatte, bis die Eierspeise fertig ist. Diese Eierspeise darf nicht zu fest werden und muß sogleich zu Tische gegeben werden. 380. Eierspeise (im Winter). In 2 Löffel Butter läßt man eine Zwiebel, klein gehackt, gelb anlaufen, nimmt dann einen Bückling, putzt ihn rein, schneidet ihn in kleine Stücke, gibt sie in die Zwiebel, läßt sie einige Minuten dünsten, nimmt dann Eier, soviel man braucht (man rechnet gewöhnlich 3 Eier auf eine Person), zerquirlt selbe mit ein wenig Salz, gibt sie in die Kasserolle zu den Zwiebeln und Bückling und läßt sie unter 137 unaufhörlichem Rühren 5 Minuten dünsten. Die so fertige Eierspeise gebe man sogleich zu Tische. 381. Eiskräpfchen. (Für 6 Personen.) 70 A (7 fein gestoßene Mandeln, Saft und Schale von einer Zitrone, ^ LA fein gesiebter Zucker, Schnee von 3 Eiweiß werden gut getrieben, sodann aus Oblaten Häufchen gelegt und auf einem geschmierten Blech gebacken. 382. Eiweißteig. (Für 6 Personen.) 1/2 ^ Mehl, Vs frische Butter, 125 A (12'^ LA Butter, aus V, LA Mehl zubereitet und auf einem Blech gebacken; sodann wird er mit gut angemachtem Quark beschmiert; der Quark wird so wie zu einem Quarkstrudel angemacht. Aus 6 Eiweiß wird fester Schnee geschlagen, 100 A (10 ^LA) feiner Zucker, 40 A (4 äLA) feines Mehl werden in den festen Schnee eingerührt und zuletzt auch die 6 Eidotter dazu; dieses alles wird lose durcheinander gerührt und damit der Quarkkuchen beschmiert, den man sodann noch einmal backt und mit Vanillezucker bestreut. Dieser Kuchen ist ein beliebtes Kaffeegebäck. 481. Quark-(Weißkäse-)Stmdel. (Für 6 Personen.) Aus Vi ö Mehl, 2 ganzen rohen Eiern, 30 A (3 MA) Zucker, einer Prise Salz, ebensoviel Blüt, 1 Eßlöffel nicht zu warmen Wasser, Stückchen frische Butter mache man einen lockeren Teig, arbeite ihn am Brett gut mit der Hand ab, gebe in einen Topf Wasser auf die Platte, lasse 174 das Wasser kochen, schütte das Wasser aus und stürze den Topf schnell über den Strudelteig. Indessen macht man folgende Fülle an: Vs ^ Quark wird gut in einer Schüssel abgetrieben, 40 F (4 Butter, 100 F (10 c/L^) Zucker, 70 F (7 gereinigte Sultanen, von einer Limone die fein gehackte Schale, eine Prise Salz, ebensoviel Blüt wird gut mit 6 rohen Dottern abgetrieben. Zuletzt kommt von 6 Eiweiß der feste Schnee dazu, man schmiert eine Kasserolle oder Becken mit guter roher Butter aus, bestreut es mit geriebenen Semmeln, zieht den Strudelteig wie jeden anderen Strudel auf einem reinen Tuch aus, füllt den Quark hinein auf die Hälfte des Teiges, rollt den Strudel zusammen, gibt ihn in den geschmierten Becken, läßt ihn in der Röhre goldgelb backen, stürzt ihn, nachdem er gebacken ist, auf eine Anrichtschüssel und gibt ihn gut mit Vanillezucker bestreut zur Tafel. 482. Quark-Strudel, imitiert (fleischig). lFür 6 Personen.) Der Teig wird auf dieselbe Art gemacht wie der des milchigen Quarkstrudels, nur gibt man anstatt Butter ein Stückchen reines Gansfetten in den Teig hinein. Die Fülle wird folgendermaßen gemacht: Man nehme anstatt Quark (Weißkäse) 140 <7 (14c^A) feinen Reis, brühe ihn einigemal durch, lasse ihn dann bei lindem Feuer langsam weich dünsten, passiere den Reis durchs Passiersieb, nehme 100 F (10 ckL^) feinen Zucker, 40 A (4 äLg) Gansfett, etwas Salz, 6 rohe Eidotter, treibe alles das gut ab, gebe dann 70 F (7 ckLg) gereinigten Sultanen, von V2 Limone die fein gehackte Schale, zuletzt den fest geschlagenen Schnee von 6 Eiweiß hinzu, schmiere einen Becken mit Schmalz aus, bestreue ihn mit Semmelbröseln und verfahre wie beim milchigen Strudel. 483. Radel von Schokolade. 2 Eier und 1 Eiweiß werden gerührt, 280 A (28 c?LZl) Zucker, 280 F (28 aAg) geriebene Mandeln mit der Schale, Saft und Schale von einer Limone, Nelken, Zimt, 175 2 Taferl Schokolade, eine handvoll Mehl werden eine Stunde gleichfalls gerührt, auf Oblaten gestrichen und Kränzchen gemacht. 484. Rahmstrudel. (Eine Mehlspeise für Tischebeaw.) (Für 6 Personen.) 100 A (10 frische Butter wird in einer Schüssel gut abgetrieben. 10 rohe Eidotter, dazu 80 A (8 Zucker, 6 ^ (5 Pf.) gestoßene Vanille, ^ 6 saueren Schmetten, zuletzt von 5 Eiweiß den festen Schnee, der Schnee wird sehr langsam in die obere Masse hineingerührt, man macht einen gewöhnlichen Strudelteig, zieht ihn aus, bestreicht ihn mit zerlassener Butter und gibt ganz vorsichtig die abgetriebene Masse daraus, rollt den Strudel behutsam zusammen, gibt denselben in eine ausgeschmierte Kasserolle, bestreicht ihn oben mit Butter und läßt ihn V§> Stunde langsam backen. 485. Rahmstrudel (andere Art). (Für 6 Personen.) 6 Dotter, 100 F (10 ckL^) Butter, 380 F (38 ^A) Zucker, ein wenig Zitronenschale, ^ Seidel (*/g H Schmetten, Schnee von 6 Eier, 2 geriebene Semmel werden zu einem Teig gemacht, dieser ausgezogen und mit Rosinen gefüllt. 486. Reiskuchen (milchig). 250 A geklaubten, gewaschenen und blanschierten Reis lasse man in gekochter Milch mit etwas Zitronenschale ausquellen. Sobald er erkaltet ist, gebe man noch ein wenig Salz, 125 A Zucker, 4 ganze Eier und 4 Dotter hiezu, während von diesen das Weiße zurückbleibt. Nachdem alles das geschehen, bestreiche man eine Kasserolle mit Butter, bestreue sie mit geriebener Semmel, schlage das Weiße zu Schnee und mische ihn nach und nach unter den Reis, gebe 176 dann das Ganze in die Kasserolle und lasse es im Ofen eine halbe Stunde backen, '487. Reis mit Äpfeln. Süße Äpfel werden geschält, in Viertel geschnitten, die Gröbse herausgenommen, in einen Topf gegeben und Wasser oder statt dessen Wein, oder aber zur Hälfte Wasser, zur Hälfte Wein daran gegossen, dazu Zimt, Zitronenschale, Fett und Rosinen und falls die Äpfel nicht süß wären, auch Zucker gegeben. Man läßt sodann mit allem diesem gebrühten und in Wasser mit Fett und Salz aufgequollenen Reis über gelindem Feuer kochen. Sobald es gar ist, rührt man es untereinander und angerichtet wird es mit Zucker und Zimt bestreut. Diese Speise muß süß und recht fett sein und darf keine Brühe haben. 488. Reiskuchen (andere Art). 125 A guten Reis lasse man erst in Wasser und dann in Milch ausquellen und nachher erkalten. Sodann mache man von 1 ? Mehl, etwas Salz, vier Eiern, 250 A Butter und dem Reis einen Teig, bestreiche ihn mit gequirltem Ei und lasse ihn, nachdem man zuvor ein rundes Butterpapier darüber gelegt hat, eine Stunde im Ofen in einer Tortenpfanne backen. 489. Reiskuchen mit Schokoladen-Sauce. In 1 ? Milch wird */- Reis dick eingekocht, dazu werden 4 Eier, von denen das Weiße zu Schnee geschlagen wird, sodann 90 A (9 Zucker, an dem etwas Zitronenschale abgerieben wurde, ferner 30 § (3 abgezogene, fein gestoßene Mandeln und etwas Zimt gegeben. Aus dieser Masse backe man den Kuchen in einer mit Butter ausgestrichenen, mit gestoßenem Zwieback bestreuten Kuchen- 'pfanne auf beiden Seiten schön gelb und reiche Schokoladensauce (stehe Nr. 174) dazu. 177 490. Reisnudel. Reis wird sehr fest in Wasser gekocht, dann sehr gut getrieben, bis er kalt wird, dann einige Eier, ein wenig Salz, Blüte, etwas Zucker mitgerüht, dann aus ein mit Mehl bestreutes Nudelbrett gegeben, in das Mehl eingewalkt, Nudel daraus nach beliebiger Größe geschnitten, aus dem Fetten gebacken und Schaudeau darüber gegossen. 491. Reisstrudel (milchig). (Für 6 Personen-)? Man kocht */§ Reis in guter Milch recht weich, passiert ihn, solange er warm ist, durchs Haarsieb, nimmt 120 A (12 Zucker, 6 rohe Dotter, ganz wenig Salz, 70 § (7 ckLA) geriebene, geschälte süße Mandeln, 70 F (7 fein geschnittenes Zitronat, von einer Limone die fein gehackte Schale, rührt alles das gut ab und bereitet einen Strudelteig wie auf jeden anderen Strudel, zieht ihn aus und schmiert diese Reismasse darauf, betropft ihn gut mit Butter, rollt ihn zusammen, schmiert einen Becken mit Butter, bestreicht ihn mit geriebenen Semmeln und gibt den Strudel hinein, läßt ihn langsam backen und gibt ihn dann, mit Vanillezucker bestreut, zur Tafel. 492. Reisstrudel (andere Art). In gewöhnlichen Strudelteig werden hübsch dick gekochter Reis, nach Belieben Zucker, Eidotter, Rosinen und Mandeln gegeben, zusammengewalkt und gebacken. 493. Reiskranz mit Chaudeau. 140 A (14 a^F) Reis und Zucker lasse man in 1 Seidel (^ /) Milch kochen, rühre ihn bis er auskühlt, nachher gebe man 3 Stamperl (Gläschen) Vanillepunsch, einen Tropfen Alkermessaft, die Schüsserl werden mit Butter ausgeschmiert, darauf wird die Masse gegeben und., zu einem Kranz formiert, dann mit Mandeln und Zitronat besteckt. 12 178 494. Ribis-(Johannisbeer-)Kuchen. Derselbe kann wie der vorstehende Kuchen gemacht werden, indem an Stelle des Quarks Ribisfülle genommen wird, nur muß der Ribis (Johannisbeeren) gut eingekocht sein, und zwar mit den Körnern, Marmelade würde fließen. Soll dieser Kuchen fleischig sein, wird anstatt Butter Mark genommen. 495. Rosen-Krapsen. 1 Seidel Mehl, 1 Stück Butter, 2 Dotter, 1 Ei, 3 Löffel guten Obers (Sahne), 3 Löffel Wein, etwas Zucker und Salz werden gut durchgeknetet und wie auf Nudeln ausgewalkt. Man sticht dann mit der Form aus, lege drei Blatt aufeinander, beschmiere es mit Eierklar, backe es auf Butter und gebe dann in die Mitte ein Stückchen Eingesottenes. 496. Rumburger Kolatschen. Dazu 1 Seidel Milch, 4 Dotter, 140 Zs (14 <^L) zerlassene Butter, 4 Löffel Hefe, ein wenig Zucker, Zitronenschale, 2 Seidel (Vg ö) Mehl, 140 F (14 MZs) Mandeln, 140 Zs (14 ^L) Rosinen. 497. Rumkoch. Man treibe 70 Zs (7 MZs) Butter ab, schlage 2 Dotter, nehme 1 Löffel Rum, 2 Löffel Mehl, dann noch 2 Dotter, 1 Löffel Rum, 70 Zs Zucker, dann noch 2 Dotter, 1 Löffel Rum, 70 Zs (7 ÄLZO Zucker und von 3 Eiweiß Schnee und lasse es langsam backen. 498. Sächsische Dalken. 10 Dotter, 70 Z? (7 ci^Zs) Zucker an einer Zitrone abgerieben, in einem Gefäße abgetrieben, bis ersteres weiß ist, dann von 10 Eiweiß Schnee hineingegeben, so groß wie andere Kolatschen gemacht, mit Zucker und Mandeln bestreut oder von Zucker und Zitronensaft eine Glasur darüber gemacht. 179 499. Salami-Mehlspeise. (Für 8 Personen.) Man treibe 140 A (14 frische Butter flaumig ab, vermische mit ihr 140 A (14 geriebene Mandeln mit Schale, 1 Zitronenschale, etwas Zimt, Nelken und Pigment,6 Dotter, 4 ganze Eier, 6 Tafeln Schokolade, 3 geriebene Semmel, 140g (14 Zucker, eine Handvoll große Rosinen und ebensoviel gestiftelte Mandeln anstatt Speck. Man formiere aus dieser Masse eine dicke Wurst, nähe selbe in mit Butter bestrichene Leinwand ein und lasse sie eine Stunde im Wasser kochen, dann nehme man sie heraus, schneide sie blattweise, bilde einen Kranz auf der Schüssel und in die Mitte gieße man Chaudeau. 500. Salami von Schokolade. 140 A (14 MZ,) Mandeln werden abgeschält, fein gestoßen, so auch 140 F (14 Zucker sein durchgesiebt, dann gebe man 4 Tafel Schokolade in ein neues Reindl, laste sie warm werden, dann gebe man den Zucker und die Mandeln dazu, laste sie warm werden und bei fortwährendem Rühren trocknen, dann menge man am Feuer einen festen Schnee von 3 Eiklar, laste es an Kohlen anziehen. was man glaubt, daß es nicht zu feucht ans Brett kommt, dann schütte man Zucker hinzu, und formiere alles dasauf einem Brett zu einer Wurst; sollte sie zu trocken sein, setze man sie auf 24 Stunden auf einen feuchten Ort und dann wird sie blattweise geschnitten. 501. Salzburger Königsturban. (Für 8 Personen.) 140 A (14 Reis, 70 F (7 Zucker, 30 F (3 ganze Mandeln und 1 Löffel Fett werden auf der Platte gut geröstet, die Maste im Mörser gestoßen, dann gieße man ^ Seidel (^ H Wein hinein, laste ihn mit der Maste auskochen und rühre sie fortwährend. Bis sie kalt ist, gebe man 8 Dotter, eine Pomeranzenschale und Fleisch 12 * 180 von derselben, Saft und Schale von einer halben Zitrone, rühre Schnee von dem Eiweiß langsam hinein, schmiere die Form mit hartem Schmalz aus und belege sie mit halben Mandeln, dann gebe man die Hälfte der Massa in die Form hinein, umgebe die Massa mit einem Kranz von Pomeranzenscheibeu und eingesottenem Ribis, die andere Masse darüber und lasse so die Masse eine Stunde backen. 502. Salzburger Tarteus. 70 F (7 Rindsfett wird mit 140 A (14 cö/rF) Zucker eine Viertelstunde getrieben, 100 <7 (10 fein gestoßene Mandeln, ebenso die Schale einer halben Zitrone und Pomeranze dazu genommen und damit 3 Eidotter und 140 A (14 Mehl gut verrührt, von 4 Eiweiß ein fester Schnee gemacht, ein bißchen Mehl aufs Brett gegeben und darauf der Teig gelegt und ausgewalkt, mit einem Ausstecher schöne Formen herausgestochen, ein Blech mit Wachs bestrichen und die Tartims darauf gelegt, ein Eiweiß Schnee geschlagen, die Tartans damit beschmiert und dann mit gehackten Mandeln, Zucker und Vanille bestreut. 503. Semmelknödel (milchig). Um 20 k (15 Pf.) harte Mundsemmelu werden in kleine Würfel geschnitten, in Butter geröstet, bis dieselben schön goldgelb sind; ein Stückchen grüne Petersilie wird gewaschen, klein gehackt und einige Minuten geröstet. Aus 1 ? Mehl, 3 Eier, etwas Salz und etwas Milch wird in einer Schüssel ein Teig gemacht, mit welchem man die gerösteten Semmeln gut durcheinander rührt; man formt sodann schöne Knödel daraus, kocht sie zirka eine Vs Stunde in Salzwasser, zerteilt sie in 4 Stücke, läßt Semmeln in Butter rösten und gibt dieselben auf die Knödel, bevor man sie zu Tische gibt. 504. Semmelschmarren. (Für 8 Personen.) 6 harte Mundsemmeln werden auf kleine Würfel geschnitten, Vs ^ gute Milch quirlt man mit 4 Eier, 70 A 181 (7 LiLA) zerlassener Butter, einer Prise Salz und 100 F (10 ckLy) Zucker ab. Dies alles wird über die Semmeln gegossen und gut verrührt, worauf man die Semmeln eine Stunde stehen läßt, dann läßt man 100 A (10 Butter in einer Pfanne heiß werden, gibt den angerührten Schmarren hübjr^ gleichförmig darauf, gibt 40 A (4 ckLA) Sultanen, 40 F (4 ckLg) geschnittene Orangenschalen, 40 L (4 geschnittene Cädra über den Schmarren, den man so backen läßt, bestreut ihn mit recht viel Zucker und gibt Obstguß extra in einer Sauciere dazu. 505. Semmel-Speise (fleischig). (Für 6 Personen.) Von vier Tags zuvor gebackenen Mundsemmeln wird die Rinde abgerieben, die Semmeln werden in dünne Scheiben geschnitten, sodann werden dieselben in Schmalz gebacken und in eine reine Kasserolle gelegt. — 1 2 Rotwein wird mit 280 A (28 <2^) Zucker, etwas Zitronenschale, etwas Zimt, 2 gestoßenen Nelken recht gut abgekocht, so daß der Wein bis zur Hälfte einkocht, und werden damit die gebackenen Semmeln begossen. Eine Form wird ausgeschmiert, sodann mit Papier belegt und hierauf immer eine Schichte Semmel, je eine Schichte gut eingekochter Ribis so lange abwechselnd gelegt bis alle vorbereiteten Semmeln verbraucht sind. Das Ganze wird V« Stunde in die Röhre in Dunst gestellt, wenn es gebacken ist, gestürzt, das Papier weggenommen, und mit Zucker bestreut. 506. Semmel-Speise (milchig). (Für 4 Personen.) Von 2 Mundsemmeln, die nicht weich sein dürfen, wird die Rinde abgerieben, Die von der Rinde ganz freie Semmel wird in dünne runde, kreuzergroße Scheiben geschnitten und in guter Butter schnell herausgebacken. In V« § Schmetten werden 3 rohe Eidotter, 60 A (6 ^L^) süße Mandeln (ganz fein gebrüht und gestiftelt), 70 § 182 (7 Zucker gegeben und gut abgesprudelt über die gebackenen Semmeln geschüttet. Eine Auflaufform wird mit Butter bestrichen, mit Papier belegt, das Papier wieder mit Butter bestrichen, hierauf wird die angerührte Masse in die Form gegeben, in der Röhre cirka. ^ Stunde in Dunst backen gelassen und auf eine Anrichtschüssel gestürzt. Das Papier wird weggenommen und die Torte recht zierlich mit Obst und Früchten belegt. Jede Mehlspeise kann, wenn sie aus der Form gestürzt wird, mit Vanillezucker, bestreut werden. 507. Semmelbaba (milchig). (Für 8 Personen.) Altgebackene Mundsemmeln schneide man in dünne Scheiben, tauche jede in Milch ein, lege sie aufs Sieb und lasse sie abtropsen, hieraus schmiere man eine Kasserolle mit harter Butter gut aus, bestreue sie mit Semmelbrosen, lege eine Schichte vorrerwähnter Semmelscheiben auf den Boden und eine Schichte dünn geschnittene Äpfelscheiben, gebe auf die Äpfel eine Mischung von Zucker, Zimt, Sultanen, gestoßenen Mandeln, dann wieder eine Schichte von Semmelscheiben und verfahre so, bis die Kasserolle voll ist, feuchte das Ganze mit zerlassener Butter an, gebe es zum Backen, gieße ein Seidel Schmetten mit 6 Dotter abgesprudelt darauf und lasse es fertig backen. 508. Semmelbofesen. (Für 1 Person.) 1 Semmel wird in dünne Pritschen geschnitten, in Rotwein getunkt, nachher in Zucker und Ei, in Semmelbrösel emballiert und in Fetten gebacken. Dann wird eine Pritsche (Scheibe) mit Eingesottenem beschmiert, die nächste daraus gelegt und mit Zucker bestreut. 509. Semmelknödel (gewöhnliche). (Für 6 Personen.) Von 6 altgebackenen Mundsemmeln schneide man ringsherum die Rinde herab, mache daraus kleine 4eckige Würfel, 183 brate sie schön gelb in Schmalz, nehme 1 feines Mehl, 2 ganze rohe Eier, ein wenig Salz, 2 k (2 Pf.) Hefe und rühre die Semmel, Eier und gebräunte Semmel schön zusammen, schneide mit einem Schöpflöffel runde Knödel heraus, koche sie ^ Stunde in Salzwasser, nehme sie heraus, schneide runde Scheiben (Pritschen), schmelze sie und gebe nach Belieben eine oder die andere Sauce darauf. 510. Semmel-Mehlspeise. Man schneide Mundsemmeln auf Scheiben (Pritschen), backe sie in Butter, bespritze sie mit Marasquin, bestreiche sie mit Eingesottenem, lege zwei Scheiben auseinander, mache festen Chaudeau und so fort, gebe es in die Röhre, auch etwas Zucker, auch kann man Schnee von einem Ei obenauf geben. 511 . Servietten-Knödel. (Für 8 Personen.) Um 20 /r (18 Pf.) Semmel werden in dünne Scheiben geschnitten, mit ^ § Mandelmilch genetzt, 140 A (14 c^A) Rindsmark wird gut abgetrieben, 6 rohe Eier, 2 rohe Eidotter ; dies alles wird vermengt und mit einer Prise Salz und weitern 140 A (14 M^) in Würfel geschnittenem Rindsmark gut durchgerührt. Eine reine Serviette wird in kalten Wasser getaucht, ausgedrückt, und wird die Maffa in die Serviette gegeben und fest zugebunden, doch so, daß der Knödel Raum zum Quellen hat, läßt es ca. 1 Stunde in Salzwaffer kochen, gibt den Knödel auf eine Anrichtschüffel und schneidet ihn mit einem Zwirnfaden in schöne Scheiben, bestreut die Knödel mit gerösteten Semmelbröseln und gibt sie recht warm zu Tische. 512 . Servietten-Knödel (milchig). (Für 2 Personen.) 70 F (7 ciLA) Butter, ein wenig Zucker, Schmalz (von Butter), Blüt, Mandeln, 3 Eier werden getrieben, 140 § 184 (14 eUg) fein geriebene Semmeln hineingegeben, dann wieder getrieben, damit es nicht zu dünn werde, forme daraus einen Knödel, dann lasse man Wasser auf der Platte kochen, binde den Knödel in eine Serviette, so daß die Serviette nicht an den Knödel kommt, gebe diesen in den Topf, decke ihn zn und lasse den Knödel kochen, je nach der Größe ^ oder 1 Stunde. Zu Tische gebracht, wird er abgeschmolzen, entweder in Scheiben (Pritschen) geschnitten oder mit gestiftelten Mandeln bestreut. Auch kann Chaudeau dazu gegeben werden. 513. Schaumspeise. 150 F (15 Zucker werden mit einer halben Schote Vanille und einer Prise Salz gestoßen. Hierauf schlägt man das Weiße von acht Eiern zu steifem Schnee und vermischt mit diesem das vorangeführte Pulverisiert. Es wird sodann eine Zylinderform aus Blech mit Butter ausgestrichen die Schneemasse hineingegeben und in eine Kasserolle mit heißem Wasser gestellt, wo sie ^ Stunden zum Garwerden verbleibt, das Wasser jedoch darf nicht kochen. Während dieser Zeit bereitet man eine gute Schokoladensauce (stehe Nr. 175), mit einem Teil derselben überfüllt man die auf eine heiße Schüssel gestürzte gar gewordene Schaumspeise und reicht den Rest der Sauce hinzu. Das Gericht muß sofort serviert werden. 514. Schkubankeu. (Für 6 Personen.) Für 20 K (18 Pf.) Erdäpfel (Kartoffeln) werden gewaschen, abgeschält und in einem engen Topfe weich gekocht, hierauf mit 2 Seidel (^ H Mehl auf der Platte bei gelindem Feuer einige Minuten stehen gelaffen; sodann wird es von der Platte genommen, gut durchgerührt, nachdem zuvor Salz dazu gegeben wurde, und werden mit einem in heißes Gansfetten getauchten Löffel Stücke herausgeschnitten, mit gestoßenem Zucker, der mit Mohn 185 vermengt ist, bestreut, mit Schmalz begossen und zur Tafel gegeben. 515. Schleswigs Kölnischen. Man mache aus 3 Dottern, 1 Ei einen geriebenen Teig, lasse ein wenig Schmetten kochen, koche den geriebenen Teig ein, rühre 4 Dotter hinein, gebe 35 § (3^ an Zitronenschale abgeriebenen Zucker und rühre es. Bis es kalt ist, nehme man Mehl auf eiu Brett, lege den Teig darauf, zerwalke denselben fingerdick und mit der Dalkenform schneide man runde Scheiben. Dann schneide man aus der Mitte wieder heraus, tunke beides in Ei und Semmelbrösel und backe es in Fetten aus, bestreue es mit Zucker und gebe in die Öffnung Eingesottenes. 516. Schneeballen. In einen guten Brandteig, der mit Zucker gut abgetrieben wird, wickle von einigen abgeschälten Mandelu jede einzelne ein, bestreiche ein Blech mit Wachs, gebe dann Oblaten darauf, lege die eingewickelten Mandeln auf die Oblate, backe sie goldgelb, schneide sie dann von der Oblate ab und gebe sie zum Dessert. 517. Schneebälle (andere Art). Dazu nimmt man 250 § (25 Mehl, 200 F (20 Butter, 65 5/(6^ Zucker etwas weniger als einen V2 ^ Milch. Die Milch lasse man mit Butter, Zucker und Salz aufkochen, schütte dann unter schnellem Rühren das Mehl hinein und lasse den Teig heiß werden bis er sich von der Kasserolle löst. Ist sodann der Teig kalt geworden gibt man 6 bis 8 Eier hinzu, formt runde Klößchen, wirft fie in kochendes Fett oder Butter, je nachdem man sie fleischig oder milchig haben will, läßt fie schön goldgelb backen, nimmt sie wieder heraus und läßt sie auf Löschpapier abtropfen. Man vermeide, zu viele Bällchen gleichzeitig in die Butter zu werfen. Die Bällchen werden sodann mit Zucker und 186 Zimt bestreut und mit einer Vanillensauce (stehe Nr. 181) serviert. 518. Schunkenflecke. (Für 6 Personen.) Nudelflecke in Salzwasser werden gekocht, 140 F (14 fettes Rauchfleisch in Würfeln geschnitten, Zitronenschale, Schmalz und 3 Eier werden gut gerührt, eine Kasserolle ausgeschmiert und ausgebröselt, alles hineingegossen und gebacken, nachher mit Mandelmilch und drei Eidottern begossen und noch ein wenig gebacken. 519. Schüszerln. 140 F (14 Mehl, 140 A (14 Butter, 70 F (7 Zucker, ein halbes Ei werden mit 50 A (5 süßen, 8 Stück bitteren Mandeln, fein gestoßener Limoneschale durchgearbeitet, man lasse diesen Teig Vn Stunde zugedeckt, dann treibe man ihn wie einen starken Nudelteig aus, steche ihn mit der Schüßlie aus und gebe die Flecke hinein und backe sie gelblich; dann werden sie herausgenommen und mit Eingesottenem gefüllt. 520. Schwedische Körbchen. Man nehme zum Anfertigen eines Teiges ^ Seidel (Vs 6) weißen Wein, 2 Eier, 70 (7 feinen durch- gefiebten Zucker, ein Stückchen Zitronenschale, 105 A (10^ ckLZs) Mehl, lasse in einem Reindl Schmalz heiß werden, in dasselbe tauche man die Form und lasse sie so lange darin liegen, bis sie heiß wird, tunke sodann die Form in den Teig und lasse diesen in dem Schmalz goldgelb backen. Dieses Verfahren wird fortgesetzt, bis aller Teig verbraucht ist, dann stelle man die Körbchen auf eine Schüssel, mache einen dicken Chaudeau, fülle die Körbchen damit und gebe sie dann gleich zur Tafel. 521. Schweizer Kolalschen. Ein Pfund (i/g Lg) Mandeln, Vs ^ Zucker, ^ getriebene Butter, 1 Pfund (^ L§) Mehl, 17^ A Zimt, 187 für 2 k (2 Pf.) Nelken, Muskatennuß, die Schale von einer Zitrone, 2 ganze Eier, alles das wird gestoßen. Das Blech wird mit Butter bestrichen und darauf gelegt, dann die Kolatschen mit Ei bestrichen und mit Mandeln und Zucker bestreut. 532. Spanisches Brot. Sechs Semmeln werden in lange Streifen geschnitten und auf Fetten geröstet, ^ Seidel (Vg Wein wird mit ein wenig Zucker, Zitronenschale, Zimt, Nelken eine Viertelstunde gekocht, die Semmeln werden in eine Kasserolle gegeben, darauf gieße man den durchgeseihten roten Wein, lasse es stehen, bis die Semmeln ihn aufgesogen haben. In eine mit Fetten ausgeschmierte und mit Semmelbrösel bestreute Kasserolle wird zuerst eine Schichte Semmeln, und dann eine Schichte Eingesottenes und so fort gelegt lasse das Ganze eine Viertelstunde backen. 523. Speise aus geriebenem Teig (milchig). (Für 4 Personen.) Aus einem ganzen Ei und 2 rohen Eidottern macht man geriebenen Teig, kocht denselben in guter Milch ein und läßt ihn sodann verkühlen; 3 rohe Eidotter und eine Prise Salz werden eingerührt und das Ganze auf einem mit Mehl bestreuten Nudelbrett fingerdick ausgewalkt; mit dem Krapfenstecher sticht man sodann runde Scheiben auS diesem Teig, balliert diese Scheiben in Mehl, sodann in einem zerklopften Ei und schließlich inseinen weißen durchgestebten Semmelbröseln, backt alle diese Scheiben in guter Butter schön gelb ab, beschmiert eine Kasserolle gut mit frischer Butter, legt eine Schichte der gebackenen Scheiben hinein, bestreut sie gut mit Zucker und Zimt, und verfährt so fort, bis die Form ziemlich voll ist, dann gießt man 1 ö guten Schmetten darüber, läßt es in der Röhre gut durchziehen, stürzt es auf eine Schüssel und bestreut es mit Zucker und Zimt. 188 524. Spritzkrapfen (Für 6 Personen.) ^2 Seidel ('/§ H Wasser wird zum Kochen gegeben, Seidel (^/g H Mehl, Zucker und Salz wird mit einem Stückchen Fett fest eingekocht. Sobald es gekocht ist, gebe man ein Stückchen gut zertriebenes Fett dazu und lasse es auskühlen; dann werden nach und nach 6 Eier dazu gerührt. Dann wird es in die Spritze gefüllt und in heißem Fett gebacken. 525. Strudel (fein ausgezogen). Ungefähr ^ ^ Mehl, 1 Ei, etwas laues Wasser, eine Messerspitze Fett, ein Stäubchen Salz, etwas sein gestoßener Zucker werden zu einem nicht zu festen Teig gemacht und gut getrieben. Dieser Teig kann mit verschiedener Füllung wie Äpfel, Kirschen, Weichsel, Trauben und anderen Früchten bereitet werden. Der fertige Teig wird rund gemacht und unter einen warmen Topf gesetzt. Man läßt ihn so einige Zeit ruhen, sodann wird er auf ein mit etwas Mehl bestreutes Tischtuch ganz dünn ausgezogen. Wenn der Rand dick bleibt, so wird er abgeschnitten, auf den ausgezogenen Teig hingegen etwas auf Fett gelb geröstete Semmelbrösel oder geriebene Semmel gestreut, etwas Fett getropft, die geschälten, in Scheiben geschnittenen Äpfel zur Hälfte des Teiges belegt, gestoßener Zucker, etwas gestoßener Zimt, fein gehackte Zitronenschale, Stückchen gehackten Zitronat und etwas gestiftelte Mandeln, dies alles gerollt in einem ausgeschmierten Becken oder Kasserolle schön gelb gebacken, kommt mit Zucker bestreut zu Tische. Auf dieselbe Art wird mit anderer Füllung verfahren. 526. Tag- und Nachtmehlspeise. In ein halbes Seidel (Vs Milch wird, wenn sie warm ist, ein Seidel Mehl gekocht, dazu kommen 100 A (10 ciLgs) Zucker mit Zitronengeschmack. Alles das wird auf der Ofenplatte gerührt bis es steif ist. Hierauf läßt 189 man die Masse auskühlen, gibt zu ihr 70 F (7 Butter und schlägt 8 Dotter, einen nach dem anderen hinein, und verrührt es gut, fügt dann noch 30 A (3 fein gestoßene Mandeln, von 8 Eiweiß Schnee zu der Masse, verrührt sie langsam und teilt sie in 4 Teile. Den 1. Teil läßt man mit Schokolade, den 2. mit Alkermessast, den 3. mit Spinat, den 4. Teil gelb eine Stunde in Dunst kochen. " 527. Tiroler Strudel- (Für 8 Personen.) 240 A (24 c^A) Rindsmark wird mit 350 A (35 cöLA) Mehl auf dem Nudelbrett gut abgearbeitet, sodann nimmt man 3 rohe Eidotter, ein ganzes rohes Ei, 70 L (7 fein gestoßenen Zucker, 4 Löffel Punsch, 1 Löffel Rosenwasser, 2 ä, (2 Pf.) Hefe, 1 Prise Salz, von einer Zitrone die fein gehackte Schale und macht einen Teig daraus, walkt ihn auf dem Nudelbrett aus, legt ihn dann wieder zusammen, walkt ihn abermals aus, wiederholt dieses zweimal sodann wird er messerrückendick ausgewalkt. Man belegt ihn sodann mit Mohn, Äpfel oder Marmelade, rollt ihn zusammen, beschmiert eine Pfanne mit Gansfett, läßt ihn eine Stunde aufgehen, bestreicht ihn mit zerklopftem Ei und läßt ihn in der Röhre backen. 528. Tiroler Strudel (milchig). Ein Butterteig wird auf ein Blech gegeben, mit Mandelfülle oder Eingesottenem gefüllt und darüber abermals ein Teig gegeben. Dieser wird mit Eier oder Fetten bestrichen und darauf grob gestoßene Mandeln und Zucker gestreut, sodann zum Backen gegeben. 529. Topfen-Würstel. Man treibe 35 F (3^ ^F) Butter, 140 F (14 Mg) Topfen, 2 Löffel Hefe, etwas Zucker, 52^ A Sultanen, 3 Dotter, 2 Eier gut ab, salze die Masse, gebe sie auf ein mit 190 Mehl bestreutes Brett, arbeite sie in Mehl ab, daß es nicht anklebt, mache ^4 Elle lange, fingerdicke Würstchen, lasse sie gahren, backe sie nachher schön in Butter und balliere sie in Zucker. 530. Überzogene Zwetschken (Pflaumen). Man nehme nach Belieben Zwetschken, entferne aus ihnen die Kerne, gebe in jede Zwetschke eine Mandel hinein und drücke sie gut zu, dann lasse man sie in Wein und Wasser gut aufkochen. Man zerklopfe sodann ein Ei, gebe eine Messerspitze Mehl dazu, tauche die Zwetschken ein, lasse sie in Fetten gelbbraun backen und wickle sie in geriebene Schokolade ein. 531. Vanille-Krapfen. (Für 6 Personen.) 140 g (14 Mehl, 40 F (4 Rindsmark 1 Prise Salz, ebensoviel Blüt, 60 F (6 gestoßener Zucker, 1 rohes Ei und 1 rohes Dotter; aus diesem allen wird ein Teig bereitet, dann dieser zu dicken Nudeln ausgewalkt. Man bereitet nun folgende Fülle: 70 A (7 gebrühte, gestoßene Mandeln, 40 A (4 ckLy) feiner Zucker, von Vg Limone Schale und Saft, 2 rohe Eidotter, all das wird gut abgetrieben, zuletzt von 2 Eiweiß Schnee. Mit dieser Masse wird obiger Teig gefüllt und Krapfen daraus geformt. Man stellt eine Kasserolle Gansfett auf die Platte, läßt es heiß werden und backt diese Krapfen schnell heraus, bestreut sie, so lange sie noch warm sind, mit Vanillezucker und gibt sie als Mehlspeise zur Tafel. 532. Vauille-Kucherl. (Für 8 Personen.) Vs sein gesiebter Zucker wird mit 7 ganzen Eiern mittels einer Schneerute recht gut durchgearbeitet und 50 § (5 Vanillezucker, sowie V 4 ^ feines Pudermehl 191 langsam hineingegeben. Von der Masse wird mit einem Löffel auf ein mit Fett beschmiertes Blech kleine kreuzergroße runde Häuferl gelegt; dieselben werden 3 Stunden an einem lauwarmen Ort stehen gelassen, sodann werden sie bei mäßigem Feuer gebacken und mit einem Messer vom Bleche abgelöst. 533. Weichselkuchen (milchig). Vs Butter, 300 A (30 Zucker, eine Prise Salz, 600 F (60 Mehl, von einer Limone Saft und Schale, 3 ganze rohe Eier und 2 Eidotter. Butter und Zucker und Eier werden gut abgetrieben, zuletzt gibt man das Mehl löffelweise hinein nnd rührt es unaufhörlich, gibt auf ein Blech einen Bogen weißes Papier, schmiert es mit ein wenig Butter, streicht den Teig gleichartig darauf, läßt ihn einige Minuten backen, belegt den Kuchen sodann mit guten Weichseln und läßt ihn dann bei wenig Feuer durchbacken. Nachdem der Kuchen kalt geworden, schneidet man ihn in lange Streifen, bestreut sie mit Vanillezucker und gibt sie zur Tafel. 534. Weichsel- oder Kirschkuchen mit Überguß. 140 F (14 Zucker, 140 F (14 Mehl, 2 Dotter werden zu einem Teig angemacht und am Brett ausgewalkt, eine handvoll Mehl wird zum Auswalken genommen und 2 große Kuchen gemacht, auf dieselben gebe man aufgelöste Kirschen oder Weichsel, streiche mit von 4 Eiweiß geschlagenem festen Schnee, den man mit 15 feinem Zucker vermischt hat, auf den Kuchen und backe ihn langsam. Der Geschmack kann von Zitrone oder Vanille sein. 535. Weinbuchtel. V2 ^ Butter, 4 Seidel Mehl, 2 Dotter, 2 ganze Eier, ein wenig Wein, 4 Lot — 70 F (7 ckLgl) Zucker werden zu einem seinen Teig geknetet und ganz dünne Blättchen ausgewalkt. Man streift die Fülle, welche aus 192 Zucker, Mandeln, Zitronat, Zimt besteht, auf die Blättchen und rollt sie zusammen. 536. Weinkoch. 140 A (14 fein gestoßener Zucker, 6 Dotter, 105 F (10*/z fein geriebene Mandeln, Semmelbrösel, 35 F ( 3^/2 stiftlig geschnitene Mandeln, 6 Eiweiß Schnee, alles das wird gut verrührt und gebacken, mit rotem Glühwein begossen. 537. Weintrauben-Kuchen. V 4 Pfund — 140 F (14 Butter, ebensoviel Mehl, ebensoviel Zucker, 70 A (7 Mandeln, 4 Dotter, etwas Limoneschale und Saft werden gnt abgetrieben aufs Blech gestrichen und halb gebacken, dann mit Trauben oder Erdbeer belegt, von 4 Eiweiß Schnee mit Vanille und Zucker daraus gegeben und nochmals kühl gebacken. 538. Wiener Kirschkuchen. Man nehme 210 F (21 Butter, 150A (15 Mandeln, 3 Eier, 14 Dotter, rühres jedes gut, dann gebe man hiezu 150 A (15 feine Brösel, 280 g (28 äLgf) Zucker, etwas Gewürz, Nelken recht gut verrührt, zuletzt nicht ganz */§. Kirschen ganz leicht hineingerührt, sodann wird eine Form mit Butter ausgeschmiert und ausgebröselt und die Massa darin gebacken. 539. Zimtkolatschen. 380 A (38 Butter werden gut abgetrieben, hiezu kommt: 1 Ei, 70 A (7 Zucker, 70 A (7 ungeschälte Mandeln, 70 A (3^ äLZf) geschälte, 4^ A Zimt, 1 Tafel feine Schokolade, 3 Nelken gestoßen, 20 A (2 geriebenes Zitronat, von einer Zitrone die Schale, ein wenig Salz, 140 A (14 Mehl, 1 Stunde wird dies getrieben. Kolatschen werden geformt, mit Ei bestrichen 193 und mit Mandeln und Zucker bestreut, und in die Mitte desselben eine Weichsel gesteckt, sodann auf Oblaten in lauer Röhre gebacken. 540. Zimtkranzl. Man gebe 140 F (14 Butter, 140 A (14 Zucker, 140 A (14 Mandeln, 140 F (14 ciLZs) Mehl und 1 Ei auf ein Brett, arbeite alles das durch, füge Zimt, Nelken, Saft und Schale von einer Zitrone dazu, forme Kranzl, bestreiche sie mit Wasser, Zucker und Mandeln und backe sie. 541. Zimtkuche». 250 A (25 Zucker rühre man mit 2 ganzen Eiern, 2 Dottern, 9 F Zimt, Schale von einer Zitrone, 250 F (25 Mehl zu einem Teig, bestreiche ein Blech mit Wachs, mache kleine Kuchen aus dem Teig, streue darauf Zucker, fülle es mit Mandeln und lasse es langsam backen. 542. Zimtrollen. 1/2 ^ Mehl, 210 A (21 Butter, wenn sie milchig, oder Mark, wenn sie fleischig sein sollen, ein wenig Salz, 1/2 Seidel ('/§ ö) Wein, ^ Seidel ('/i 2 ?) saure Schmetten, wenn sie milchig, oder Mandelmilch, wenn sie fleischig sein sollen, werden recht abgeknetet, auf einem Teller in der Kälte eine halbe Stunde gelassen, dann ausgewalkt wie Nudelteig, daraus viereckige Stücke gemacht, um die Zimtform gerollt, lose mit Bindfaden gebunden und dann in heißem Schmalz gebacken. Dann kann man sie, wenn sie kalt sind, inwendig mit Creme füllen. 543. Zncker-Erdiipfel. 260 F (26 gebrühte, geriebene Mandeln werden mit 140 F (14 «UZ-) feinem Zucker und 3 rohen Eidottern zu einem Teig geknetet, runde Klöße daraus geformt, in 13 194 Schokolade eingewickelt und in jeden Erdäpfel ein kleiner Querschnitt gemacht und dann an der Sonne getrocknet. 544. Zucker-Hasen. 120 A (12 süße Mandeln, 70 F (7 ck^A) bittere, 140 F (14 Zucker, 140 F (14 Schokolade, 2 ^ (2 Pf.) Zimt, Limoneschale, 70 § (7 trockenes Brot, Nelken, Neugewürz mit Schnee werden gut vermengt und einem Hasen ähnlich formiert, dann mit Sirup bestrichen, mit Zitronat gespickt und dann gebacken. 545. Zwetschken-Knödel (Pflaumenklöße, fleischig). Dazu nehme man */» Mehl, in Wasser geweichte Semmel und zwei ganze Eier nnd wird so behandelt wie die milchigen Zwetschken-Knödel (Pflaumenklöße). 546. Zwetschken-(Pflaumen-) Knödel ohne Hefe. (Für 6 Personen). Bon 2 Mundsemmeln schneide man die Rinde ab und weiche die Semmeln in Milch, drücke selbe gut aus, nehme V 2 LZf Mehl, 140 A (14 riLA) Quark, 70 A (7 c^A) Butter, 4 Eier und mache daraus einen schönen Nudelteig, walke ihn am Brette aus, schneide schöne Vierecke daraus, gebe in jedes eine Zwetschke, schließe das Viereck, indem man es gut zusammendrückt, lasse so die Knödel 10 Minuten in Salzwasser kochen, hebe sie dann heraus, gebe braune Butter und nach Belieben Zucker und Zimt oder geriebenen Käse daraus. 195 XI. Horten?) Auf jede Torte kann man einen Guß machen, wodurch die Torte einen schönen Glanz bekommt. Man gibt nämlich Vs Staubzucker die Masse backen. 606. Pilsner Torte. ! 140 § (14 Schmalz werden abgetrieben, dann > mit demselben 210 A (21 Zucker, 14 gekochte Dotter, ein wenig Zimt, Nelken, Schale von einer Zitrone zu einem Teige gut verrührt, der Teig wird in 2 Hälften gebacken, warm mit Eingesottenem gefüllt, beide Hälften übereinander gelegt und gebacken. 607. Pischinger Torte. 140 (14 gute Butter, 3 rohe Dotter, 140 L Zucker werden gut öurchgetrieben, dann wird 140 F Vanille- Schokolade mit einem bißchen Wasser dick gekocht, ein bißchen davon in die Masse gegeben, damit sie braune > 213 Farbe bekomme, dann werden 5 Karlsbader Oblaten genommen, mit der Massa bestrichen, auf einander gelegt und die oberste mit der Schokolade glasiert. 608. Pistazien-Torte. Man gebe 350 A (35 Zucker, 350 F (35 äLg) gebrühte, 180 A (18 gestoßene und 180 F (18 sein gehackte Mandeln in eine Kasserolle und röste es auf der Platte, treibe mit 10 Dottern diese gebrannte Masse */., Stunde ab, rühre sie mit Saft und Schale von einer Limone gut untereinander, schmiere eine Tortenform mit Schmalz, bestreue sie mit Mehl, schneide gebrühte Pistazien in die Hälfte und mache auf dem Boden der Tortenform einen Kranz, in der Mitte einen Stern, gebe die Hälfte der Masse darauf, lasse es langsam backen, fülle die eine Hälfte, nachdem sie gebacken ist, gebe die andere darüber, bestreiche sie oben mit eingesottenem Obst und bestreue sie mit Pomeranzenzucker. 609. Polnische Torte. 35 F (3^/2 Butter werden flaumig abgetrieben, dazu 6 Eier, 140 F (14 fein gestoßene Mandeln, ebensoviel Zucker, 4^ § Nelken, ebensoviel Zimt, Zitronenschale, etwas Blüt, 1 Lot Semmelbrösel gegeben. Alles verrührt man gut, gießt es in eine Tortenform und läßt es langsam backen. 610. Pomeranzen-Torte. 280 F (28 Zucker an einer ganzen Pomeranze abgerieben, 12 Dotter, 280 F (28 fein gehackte Mandeln werden eine Stunde gut gerührt, dann werden aus 8 Eiweiß Schnee und geriebene Semmel mit Pomeranzensaft geweicht, eingerührt und gebacken. 611. Pomeranzen-Torte (andere Art). Man nehme 6 gekochte Dotter, 6 rohe von 5 Eiweis Schnee, 220 g (22 c?/cA) fein geriebenen Zucker, 220 A 214 (22 geschälte geriebene Mandeln, alles das gut verrührt, sodann nehme man von einer Orange Säst und Schale, von einer halben Zitrone ebenfalls Saft und Schale, diese Masse treibe man ^ Stunde fortwährend nach einer gleichen Richtung ^ Stunden wird die Torte vorsichtig gebacken, sobald sie vollständig ausgekühlt ist, wird sie in zwei gleiche Flächen geschnitten, mit Marmelade gefüllt und mit folgender Glasur übergoffen: — ^ ^ Staubzucker mit Zitronensaft und einem Eßlöffel kochendem Wasser abgerührt übergoffen und mit Orangen-Scheibchen verziert. 612. Punsch-Torte. 380 F (38 äLg) Zucker und ebensoviel Butter werden zu Schaum getrieben, 9 rohe Dotter werden einzeln dazu genommen, Saft und Schale von einer Limone, ein Eßlöffel Arak. Diese Maffa wird 20 Minuten gut abgerührt und fester Schnee von den 9 Eiweiß gemacht. Nachdem nun der Schnee zu der Masse gegeben wird, werden 200 F (20 «UZO Puder auf den Schnee gegeben und sodann alles durchgerührt und wie jede andere Torte gebacken. Sobald die Torte kalt ist, glasiert man sie mit Punschglasur. (Siehe Register Glasur.) 613. Radel-Torte. V» feines Mehl wird mit 220 A (22 Schmalz, nachdem dieses mit ^ Zucker gut abgetrieben und 6 gekochte Dotter und ein ganzes rohes Ei hineingegeben wurde, zu einem Teig geknetet, mit Eingesottenem gefüllt, obenauf mit Eiern beschmiert nnd gebacken. 614. Rahm-Torte. 380 A (38 Butter, 16 Dotter, ^ Zucker, ^ Mehl, ein wenig Salz, eine Zitronenschale werden gut getrieben, von 8 Eiweiß Schne dazu gegeben, mit Biskuit bestreut und gebacken. 215 615. Rahm- oder Schwarzbrot-Torte. Mit 150 A (15 ckL^) gestoßenem, durchgefiebtem Hausbrot werden nachstehende Gewürze vermischt: für zirka 2 k (2 Pf.) Zimt, ebensoviel Nelken, 6 Körner Neugewürz, alles gestoßen und gut durchgesiebt, 140 § (14 Cädra fein geschnitten, Saft und Schale von 1 Zitrone und von 1 Pomeranze und 170 F (17 süße Mandeln, die zuvor mit der Schale auf einem Reibeisen gerieben wurden. Das Ganze begießt man mit etwas mehr als ^ ? süßen Schmetten und läßt es stehen. Inzwischen werden 4 Eier, 15 Eidotter und 280 A (28 ck^) Zucker recht flaumig abgetrieben und mit dem übrigen wieder tüchtig durchgerührt. Zuletzt kommt der Schnee von den 15 Eiweiß dazu. Me Torte wird in 2 Springformen gebacken. Nachdem beide Teile überkühlt sind, wird ein Teil mit Marmelade bestrichen, der andere Teil darauf gelegt und die ganze Torte mit einer Punschglasur überzogen. 616. Reis-Torte. 100 A (10 äLgH Reis wird gut gebrüht, fest in Mandelmilch gekocht; dann treibe man 1 Löffel Gansfett, 210 F (21 Zucker, Saft und Schale von 1 Zitrone, 1 Messerspitze Blüt, ebensoviel Zimmt und Salz, für 20 L (18 Pfennig) Vanille */§ Stunde gut untereinander, rühre dann den Reis hinein, jedoch so, daß er ganz bleibt, dazu von 8 Eiern Schnee und die Dotter, hierauf schmiere man 2 Tortenformen gut aus, bestreue sie mit Semmelbröseln, backe es Vz Stunde, fülle die eine Hälfte der Torte mit Obstmarmelade, decke dann die andere Hälfte darüber, bestreue sie mit Vanillezucker und verziere sie mit Obst. 617. Russische Lotte. Man mache einen Biskuitteig wie folgt: Von 8 Eiklar schlage man einen festen Schnee, rühre nach und nach 12 Dotter hinein, 140 L (14 ^L^) fein gesiebten Zucker, nnd zwar immer nach 20 § (2 ^) Zucker ein Dotter; 216 beschmiere einen Bogen Papier mit Tafelöl oder Fetten, lege es auf ein Barchesblech, schmiere diese Masse darauf, lasse selbes beim gelinden Feuer mehr trocknen als backen, entferne es sodann vom Blech, schmiere dann ein zweites Papier mit Tafelöl oder Fetten, stürze den gebackenen Biskuitteig darauf; dann nehme man 2 runde tortengroße Formen und schneide damit 2 gleiche Blätter hinaus; die Abfälle zerschneide man in schöne viereckige Stückchen, teile dieselben in 3 Teile, färbe einen rot mit Alkermessaft, den zweiten mit Schokolade und den dritten Teil lasse man gelb, mische alle diese 3 Teile gut in einer Kasserolle zusammen, nehme für 10 /r (8 Pfennig) weißen Punsch, gieße ihn auf den gemischten Biskuitteig, schüttle es gut durcheinander, lege einen Teil dieser Blätter auf einen Tortenteller, schichte die gemischten Teile egal darauf, drücke es fest zusammen und lege dann den 2. Teil oben darauf. Man mache schließlsch eine Glasur darüber. (Siehe im Register das Wort „Glasur".) 618. Sacher-Torte. 80 A (8 <^LA) Butter werden gut abgetrieben, 160 A (16 M^) feiner Zucker, 10 rohe Eidotter werden einzeln hineingerührt, 80 F (8 vs). Eine Zwiebel wird in feine Scheiben geschnitten, diese werden in ein Töpfchen gegeben, darüber wird weißer Essig gegossen, das Töpfchen dann zugedeckt. Nun nehme man gekochte ausgekühlte Kartoffeln, schneide sie ebenfalls 326 in dünne Scheiben, gebe etwas Tafelöl darauf, salze sie, schütte den Essig darüber, arrangiere es auf einer Salatschüssel. Man kann auch fein geschnittenen Schnittlauch wie auch weißen Pfeffer dazu geben. Kompotte, wie sie in diesem Buche angeführt sind, können sämtlich an Passahtagen zubereitet und genossen werden. Ein sehr gutes Kompott bildet auch: 976. Kompott für Ostern (liOD). Man schneidet schöne rote Möhren, zirka 6 Stück, zu feinen Nudeln, wäscht sie aus, gibt sie in eine irdene Kasserolle, gießt 6 weißen Wein, V8 ^ Wasser, drückt von 2 Pomeranzen den Saft dazu, schneidet die Schale von den 2 Pomeranzen ebenfalls zu kleine Nudeln, vermengt sie mit den Möhren, gibt ^ LA Zucker dazu, läßt alles das unter einer Stürze langsam dünsten, sobald es weich ist, nimmt man es vom Feuer weg, läßt es kalt werden, gibt es auf eine Kompottschüssel, garniert es ringsherum mit frisch geschnittenen Pomeranzenscheiben, sollte der Saft nicht genug eingekocht sein, so läßt man ihn noch extra einkochen und schüttet ihn sodann über die Möhren. 977. Kompott (andere Art). 10 Stück Borstofer Äpfel werden abgeschält, nachdem man aus ihnen das Kerngehäuse entfernt hat, schneidet man sie in Blätter, und diese dann auf feine Nudel, gibt sie auf eine Kompottschüssel, preßt den Saft von 2 Orangen darauf, nimmt 100 A (10 fein gestoßenen Zucker, gießt */s ^ weißen guten Wein darüber, reibt von der Orange die Schale hinein, läßt dieses Kompott zugedeckt V» Stunde beim gelinden Feuer auf der Platte durchziehen (nicht kochen), läßt es dann kalt werden und gibt es mit Pomeranzenscheiben garniert zur Tafel. 327 978. Marmelade und Dunstobst für Ostern Alle Obstgattungen können als Marmelade, wie auch als Dunstobst zu Ostern verwendet werden, nur muß man nach unseren Speisegesetzen die Platte früher kaschern, und hiezu neue oder eigens für die Osterfeiertage aufbewahrte Geschirre verwenden. Auch kann man von Ostern hiezu Osterzucker aufbewahren. Dann kann man auch Ostern alle Torten mit Marmelade füllen, Livanzen damit schmieren und zum Braten Kompotte verabreichen. 979. Fische. Von den in diesem Buche in der Abteilung IX angeführten Fischen dürfen ihrer Zubereitung nach an Passahtagen nur Blaufisch, gesülzter Karpfen, Maudelfisch, Lachs jedoch ohne Mayonnaise serviert werden. Mandelfische sind am üblichsten. Mehlspeise«, Pudding, Torten. 980 . Äpfelpudding für Ostern 10 Stück Borstofer Äpfel werden geschält und gerieben, 200 A (20 feiner Zucker dazu genommen, 120 § (12 süße, geriebene Mandeln, für 2 Heller- gestoßenen Zimt, von einer Pomeranze und von 1 Limone die abgeriebene Schale, 10 Eidotter, alles dieses wird 20 Minuten in einer Schüssel gut abgetrieben, zuletzt wird ein fester Schnee von 10 Eiweiß geschlagen und 70 A (7 Ostermehl wird langsam damit vermengt, eine Form wird gut mit Fetten ausgeschmiert und mit geriebenen Mazzen bestreut, die Masse hineingegeben und 1 Stunde langsam backen gelassen, dazu gibt man einen Wein-Chaudeau oder Obstguß. 981. Äpfelpudding (andere Art). Zu 6 Stück geschälten und geriebenen Äpfeln werden 120 A (12 gemahlene Mandeln, für 1 Heller (i Pf.) 328 Zimt, Schale von 1 Limone, 10 Eidotter, 10 Stück gestoßene Biskuits, 140 F (14 feiner Zucker genommen, alles das wird Vs Stunde gut gerührt. Dann wird eine Form mit festem Schmalz ausgeschmiert und mit geriebenem Mazzes bestreut. Von Eiweiß macht man unterdeß einen festen Schnee, gibt ihn in die Mafia, verrührt ihn mit dieser und auch den aus 5 Stangen gestoßenen Biskuit mit 1 Kaffeelöffel voll Puder und lasse alles Vg Stunde backen. 982. Apfelstrudel für Ostern (NOD). Eine Kasserolle wird gut mit hartem Gansfetten ausgeschmiert, mit geriebenen Mazzes gut bestreut; auf einem Teller bereitet man folgendes vor: man schneidet 10 Äpfel in feine dünne Scheiben, von V 2 Limone die feingehackte Schale dazu, von 2 Heller (2 Pf.) Zimt die Hälfte, 140 A (14 gestoßenen Zucker, 12 gebrühte, geriebene süße Mandeln, man nimmt auf einen Teller ^ ö süßen Wein, gibt 40 F (4 feinen Zucker hinein, sucht 6 hell gebackene Mazzos aus, tunkt jede Mazze auf den Boden des Kasserolle, belegt diese Mazze mit einer Schichte, diese mit ein bißchen Salz, verfährt so fort, bis Äpfel und Mazzes verbraucht sind, stellt es in die Röhre und läßt es ^ Stunde langsam backen, stürzt es auf eine Schüssel und gibt es mit Zucker bestreut zur Tafel. 983. Dalken für Ostern (NOD). Aus 8 Eiweiß wird ein fester Schnee geschlagen, dazu kommen 70 F (7 fein durchgesiebter Zucker, von Vs Limone die fein geschnittene Schale, 40 F (4 Ostermehl und 10 Dotter; alles das wird in den festen Schnee lose eingerührt, auf einem reinen Barches-Blech wird ein Stückchen Gansfett gegeben und in die warme Röhre gestellt, dann wird die Masse auf dem Blech fingerdick aufgestrichen, in die Röhre gegeben und goldgelb gebacken. Nachdem es kalt geworden ist, nimmt man einen Krapfenstecher, formt aus jener Masse Dalken, welche dann mit Marmelade 329 beschmiert, mit süßen geriebenen Mandeln bestreut, und so zur Tafel gegeben werden. 984. Grimserl. (Für 6 Personen). Man weiche 3 Mazzos, drücke sie gut aus, treibe sie gut ab, nehme 1 LA ausgekochten Hochbalg, lasse ihn kalt werden, ferner */» Zucker, ^ LA Sirup, für 2 L (2 Pf.) gestoßenen Zimt, ebenso viel Pfeffer, Schale von einer Zitrone, 6 ganze Eier, 3 Seidel (1 ö) geriebene Mazzos, rühre alles das recht gut zusammen, stelle es ein wenig in die Kälte, formiere jetzt eine Art Kolatsch, lege darauf gedünstete Zwetschen, mache dann wieder einen Kolatschen, decke den ersten damit zu und formiere eine Art Krapfen, schmiere dann eine Kasserolle gut aus, gebe dieselben hinein, lasse sie ^ Stunde backen und bestreue sie dann mit Limone- oderZimtzucker. Dieselben gebe man warm zur Tafel. 985. Knödel. 210 A (21 ÄLA) (gestandenes) Abschöpffetten (für 6 Personen) treibe man recht flaumig ab, dazu 3 geweichte und recht fest ausgedrückte Mazzos, etwas Salz, 6 ganze Eier, 3 Seidel geriebene Mazzos, treibe alles das recht flaumig ab, fülle die Knödel mit Zwetschen, koche sie */§ Stunde in Salzwaffer, hebe sie mit einem Schaumlöffel behutsam heraus, lege sie aufs Brett, lasse sie einige Minuten überkühlen, bestreue sie sodann mit Zucker und Zimt, schmelze sie mit gutem Gansfetten ab und gebe sie dann zur Tafel. Auch kann man selbe ungefüllt machen, wo man sie dann mit in Schmalz gebräunten Zwiebeln abschmalzt. 986. Kugel. Die Rinde von den Reibmazzos wird einige Stunden früher eingeweicht, sobald sie weich ist, ausgedrückt; zu einer Kugel für 6 Personen nehme man ungefähr 3 Händevoll 330 geweichte Reibmazzos, welche mit 1 ganz fein zerhacktem Micker gut abgetrieben werden, dazu gebe man 6 ganze rohe Eier, Vr Sirup, beiläufig 130 F (13 Zucker, für 2 k (2 Pf.) Pfeffer, für 2 /r, (2 Pf.) gestoßenen Zimt, von 1 Zitrone die Schale, 2 Seidel geriebene Mazzos, etwas Salz, alles dies wird gut durchgeknetet, dazu noch ein gekochter geriebener Kartoffel. Nunmehr wird eine Kasserolle dick mit Schmalz ausgeschmiert, mit geriebenen Mazzos bestreut. Die Hälfte der Masse wird nun hineingegeben, man fülle mit Äpfelscheiben, die mit Zucker, Zimt, Zitronenschale gut vermengt werden, die Kugel, gebe die andere Hälfte darauf und lasse sie 3 Stunden in mäßiger Wärme backen. 987. Livanzen. (Für 6 Personen.) Man reibe vorerst 2 kalte Erdäpfel, treibe 10 Eidotter, 180 F (18 Zucker ^ Stunde gut ab, reibe 1 Zitrone am Reibeisen ab und gebe die abgeriebenen Zitronenteilchen dazu, richte von 10 Eiweiß einen festen Schnee an, rühre diesen in den Zucker hinein, rühre jetzt die geriebenen Erdäpfel hinein, gebe 70 A (7 äL§) Mozzosmehl dazu, stelle Schmalz auf die Platte, lasse es heiß werden, schneide mit einem Löffel aus obiger Masse Stückchen hinaus und gebe sie in das Schmalz hinein und lasse sie auf beiden Seiten schön goldgelb backen, beschmiere sie, sobald sie kalt sind, mit eingesottenem Obst, bestreue sie mit Mandeln und gebe sie dann zur Tafel. 988. Magronen. Man nehme 140 A (14 äLg) Mandeln, */» Zucker und 30 A (3 ck/A) geriebene Kartoffeln. Der Zucker wird an Zitronenschale abgerieben, aus 2 Eiweiß mache man Schnee und 1 Eiweiß gebe man zu den Mandeln. Alles das wird zu einer Masse gemacht, in Größe von Taler oder Markstücken auf Papier gespritzt, in eine warme Röhre gestellt und gebacken. 331 989. Mazzeloksch. (Für 8 Personen.) 4 weiße Mazzes werden in Wasser geweicht, nachdem sie weich sind, recht fest ausgedrückt, in einer Schüssel mit */§ LA Zucker so getrieben, daß von den Mazzes nichts zu sehen ist. Hierauf nehme man 3 große Eßlöffel gestandenes Gans fetten, 1 Likörgläschen (Stamperl) guten Wein, ein wenig Salz, ein wenig gestoßenen Zimt, Saft und Schale von ^ Zitrone und ^ Pomeranze, 6 gebrühte Mandeln werden gestiftelt, 2 kleine Äpfel geschält und Hineingetrieben, 7 c?LA reiner Micker wird in kleine Vierecke geschnitten und hineingeworfen, 7 durchgefiebte geriebene Mazzos, 15 ganze Eier, alles das wird gut getrieben, eine Kasserolle mit gutem Gansfett ausgeschmiert und mit geriebenen Mazzes gut ausgestreut, die Masse hineingegeben und 1 Stunde lasse man sie langsam backen. 990. Biskuit-Torte. 12 Eidotter, 140 A (14 Mazzos-Puder, 200 A (20 cöLA) Zucker, Schale und Saft von einer Limone, von den 12 Eiweiß der feste Schnee. Der Zucker wird löffelweise mit einem Dotter verrührt, bis Zucker und Dotter verbraucht ist kommt die an einem Reibeisen geriebene Limoneschale wie auch der Saft dazu, dann wird diese Masse ^ Stunde gut getrieben. Zuletzt kommt der feste Schnee löffelweise dazu je auf 1 Löffel Schnee ^ Löffel Puder. Dieses wird langsam in die Masse eingerührt und dann in 3 Formen gebacken. Diese Torte darf nicht bei schnellem Feuer gebacken werden. Füllen kann man sie mit Marmelade und macht dann eine Glasur wie folgt: */s Pfund Staubzucker wird mit ^ Eiweiß, von Vdr Ferner legt sie auf das Gedeck des Gatten oder des Hausherrn zwei weiße Brote, Lurekög genannt, welche sie, womöglich, selbst bereits am Vormittag des Freitags oder des Rüsttages eines Festtages gemacht und von denen sie 6ka1ad (,-,7N) d. i. ein Opferstück genommen und unter dem Segensspruche: Ml l'Nl2V2 M'-ls) "IlLN 271PN ^ ,-lPliZ 7ji-l2 ins Feuer geworfen hat. Auch stellt sie vor das Gedeck des Gatten oder Hausherrn ein Fläschchen mit Wein und einen Pokal oder ein Weinglas. Am Vorabende des Versöhnungstages, wo bereits vor dem Gange in die Synagoge das Abendessen eingenommen wird, unterbleibt die Beistellung des Weines. VII. Vorbereitungen zum Passahseste (>iOD). Die jüdische Hausfrau entfaltet an den Tagen vor dem Passahfeste in wirtschaftlicher Beziehung eine Rührigkeit und Gründlichkeit, die ihr nur zur Ehre gereichen, sie steht ein, wie wohltätig unsere religiösen Institutionen sind, und daß alle religiösen Vorschriften ihre Begründung haben. Die Vorbereitungen, welche da zu treffen sind, werden von 342 der jüdischen Hausfrau nicht oberflächlich behandelt. Die ganze Wohnung, weiß sie, muß von Grund aus gereinigt, die Kleiderschränke gesäubert, die Speiseschränke, die Küchentische, die Holzgefäße gescheuert, erstere mit Holzplatten oder starkem reinen Papier belegt, Brot, Mehl, Hülsenfrüchte, Gräupchen, kurz alles, was während der 8 Tage des Passahfestes nicht genossen werden darf, muß entfernt werden. Das im Laufe des Jahres verwendete irdene Speisegeschirr, Messer, Gabeln, gußeiserne Geräte müssen auf die Dauer des Passahfestes an einen Ort, wohin man während dieser Zeit nicht mehr gelangt, gebracht werden. Das Porzellan-Geschirr, Gläser und Flaschen können jedoch benützt werden, nachdem man sie vor dem Feste drei Tage hindurch an jedem derselben mit frischem Wasser gefüllt hat. Eisengeschirr (nur nicht gußeisernes) muß geglüht, nachher dreimal mit kaltem Wasser begossen werden. Hölzerne Gefäße werden gründlich gescheuert, nachher mit Wasser gefüllt, in welchem man ein glühendes Eisen oder einen glühenden Kieselstein verlischt. Silber- und andere metallene Geräte werden geputzt oder gescheuert, dann an einander gebunden, in siedendes Wasser getaucht, in welchem man zuvor drei glühende Holzkohlen verlöscht hat. Hierauf werden sie wieder mit kaltem Master begossen und sodann abgetrocknet. VIII. Vorbereitung zum Sederabeud. An den ersten beiden Abenden des Pastahfestes wird zum Abhalten des Seder dieser von der Hausfrau angerichtet. Zu diesem Zwecke verwende sie eine große flache Schüssel und eine in Quadrat fachförmig gelegte Serviette; in jedes der durch das fünfmalige Übereinanderlegen derselben entstandenen Fächer wird eine Mazze gelegt. Die hiezu verwendeten Mazzos sollen die größten, fehlerfrei und ganz sein. Auf den obersten Teil der Serviette, welcher die oberste Mazze zudeckt, wird eine flache Schüssel mit folgendem Inhalt gestellt: 1. Brunnenkreste, wo diese nicht vorhanden wäre, grüner gewaschener Lattig, 2. ein 343 Stück Kren (Meerrettich), woran das Grüne ist, 3. Monatrettiche, 4. ein Gefäß mit Salzwasser, 5. ein in Asche gebratener Knochen, 6. ein hart gesottenes Ei, wo mehrere Personen, mehrere hart gesottene Eier, 7 0boro868 (5M1N). Dieses wird in folgender Weise zubereitet: Geschälte und fein gehackte oder geriebene Äpfel werden mit Zucker, gestoßenem Zimt, gestoßenen Mandeln oder Nüssen, zuweilen auch mit etwas Wein vermischt zu einem Teige gemacht und in ein kleines Gefäß gegeben. Dieses kann, falls es auf der Sederschüssel keinen Platz haben könnte, neben derselben stehen. Die Sederschüssel wird an derselben Stelle placiert, wo sonst das Gedeck des Hausherrn ist. In der Nähe der Sederschüssel wird ein mit Wein gefüllter Pokal, vor jedem der Tischgenossen, also auch vor dem Hausherrn, ein mit Wein gefülltes Glas gestellt. Nach der ersten Hälfte des Seder erhält jeder einen Teil des gesottenen Eies. Hierauf wird die Tafel gedeckt. !«! Kürlferr-Kerten-er:. 4 l ! W ! / ! Menu. (Auch für die Tage der anderen Wintermonate geltend.) 1. Jänner. Mit 3 Hängen: Mit 4 oder 5 Hängen: Suppe mit Eiergräupchen. Leberreißsuppe. Schöpsenfleisch mit Kartoffeln. Warme Räucherzunge mit Äpfelstrudel. Spinat. Rindsbraten mit Kartoffeln. Griesbrezeln mit Chaudean. 2. Jänner. Suppe mit Ei und Brotschnitten. Brotsuppe. Farzierte Gansbrust mit Roh- Fleisch mit Sardellen-Sauce. scheiben. Karlsbader Kolatschen. Schunkenflecke (bestehend aus ge- Gebratene Ganskeule, räuchertem Fleisch). 3. Jänner. Griessnppe. Schwämme-Suppe- Gedünstete Zunge mit Kren. Abgeschmalzene Linsen. Abgeschmalzene Nudeln. Rindsmagen mit Erdäpfeln. Deutscher Kuchen. 4. Jänner. Suppe mit Mehlnocken. Panatel-Suppe. Fleisch mit Pomeranzenkren. Eingemachtes Kalbfleisch. Gebräunter Gries mit Stopf- Apfelstrudel, leber. Gebackene Kalbsleber. 5. Jänner. Erbsensuppe. Suppe. *) Kalbsbraten mit Kompott. Hirn mit schwarzer polnischer Buchtel. Sauce. Erdäpfelpüree mit Bratwürstel». Nudelfranseln. *1 Wenn bei Suppe keine niihere Bezeichnung steht, so ist darunter beliebige Suppe verstanden. 348 6. Jänner. Mit 3 Hängen: Wit 4 oder S Hängen : Gräupchensuppe. Graupensuppe. Rindfleisch mit Gurkensauce. Erbsen mrt geselchtem Fleisch. Abgeschmalzene Linsen. Spritzkrapfeu mit Obstguß. Kalbsbraten. 7. Jänner. Erdäpfelsuppe. Weinsuppe. Gansbraten mit Kraut. Rindsgulasch. Griesknödel. Gansrücken mrt Melange (Scholit). Biskuit-Livanzen. 8. Jänner. Suppe mit Fleischtascherl. Erdäpfelsuppe. Fleisch mit Remouladeusauce. Farzierte Gansbrust. Omelette. Erbsen mit Rauchfleisch. Mohnbaba. Nudelsuppe. Pfefferfische. Dukatenbuchtel. Gräupchensuppe. Gedünstete Gansbrust. Gesalzene Mehlspeise. Paradiessuppe. Eingemachte Gänseklein mit Kastanien. Lammbraten. Mohnpolenta. 10. Jänner. Suppe. Gewöhnliches gekochtes Rindfleisch. Gebratener Kapaun mrt Krr- schenkompott. Hobelspäne mit Chaudeau. Kuödelsuppe. Fleisch mit Zwiebelsauce. Semmelbaba. 11. Jänner. Suppe. Farzierte Gansbrust. Rostbeef. Reispudding mit Himbeerguß. Chiliensuppe. Fleisck mrt Gemüse. Bisknit-Kolatschen. 12. Jänner. Suppe. Fleisch mit Senfsauce. Gebratenes Rebhuhn. Maultaschen. 349 13. Jänner. Mit 3 Hängen; Mt 4 oder 5 Hängen: Suppe. Suppe. Fleischherzel m. polnischer Sauce. Haschee von Bäusche!. Erbsenpnree. Kalbskoteletts mit Limone. Kirschkuchen. 14. Jänner. Konsommee-Suppe. Suppe. Fleisch mit sauren Gurken. Fleisch mit Pomeranzenkreu. Knödel mit Schwämmensauce. Gebratene Ganskeule mit Kartoffeln. Hefenknödel mit Weichselsauce. Sago- Suppe. Beefsteak mit Ei. Sauere Linsen. Tropfteigsuppe. Fleischkugel. Tiroler Strudel. 15. Jänner. Suppe. Blaufisch. Rostbraten mit Rohschnitten. Mohntorte. 16- Jänner. Suppe. Ragout in Pastetchen. Fasan mit Weinkraut. Semmelbaba. 17. Jänner. Suppe a la Reine. Suppe. Gebratene Kalbsbrust. Farzierter Beefsteak. Lempel. Junges vom Indian mit Nudel. Reisstrudel. 18. Jänner. Suppe mit Griesnocken. Suppe. Fleisch mit Sardellensauce. Fleisch mit Znaimer Gurken. Powidel'l-Tascherl. Ganskeule mit großen Erbsen. Sauere Mandeltorte. 19. Iänner. Suppe mit Semmelnocken. Suppe. Fleisch mit gedünsteten Möhren.**) Eingelegte Gansbrust als Wild. Gebackene Loksch. Esterhazy-Rostbraten. Krapfen. *) Powidel — Zwetschkenmuß. — **) Möhre — gelbe Rüben. 350 20 . Mt 3 Hänge«: Suppe mit Leberknödel. Fleisch mit Reis. Weintorte. Jänner. Mit 4 oder 5 Hängen: Suppe. Fleisch mit Majoransauce. Geräucherte Gansbrust mit Kraut. Zwetschkenbuchten. Linsensuppe. Gespickter Riudsbraten. Dalken. 21. Jänner. Suppe- Rindfleisch mit Gurkensauce. Dichten mit Kastanien. Griesbrezeln mit Marasquin- sauce- Suppe mit Gräupchen. Fleisch mit Koppersauce. Spritzkrapfen. 22. Jänner. Suppe mit Ei. Fleisch mit Suppenkren. Lammbraten nnt Kartoffeln.*) Griesknödel. Kuttelslecksuptze. Fleisch mit Kohlrabi. Mandelkuchen. 23. Jänner. Suppe. Fleisch mit Selleriesauce. Gefüllte Kalbsbrust mit Zwetschkenkompott. Schkubanken mit Mohn. 24. Jänner. Braune Suppe mit gebackenen Suppe. Erbsen. Fleisch mit Frühlingssauce.. Polnische Zunge. Poulard als Braten mit Äpfel- Semmelknödel mit Koppersauce. kompott. Kirschenknödel. 25. Jänner. Selleriesuppe. Suppe. Gewöhnliches Rindfleisch mit Rindsgulasch. Knoblauchsauce. Gebratene Tauben mit Weichsel- Geriebener Teig als Mehlspeise. kompott. Hefenknödel mit Zwetschkensauce. 26. Jänner. Gulasch-Suppe. Suppe. Gebratene Kalbsbrust mit Gansrücken mit Gräupchen. Zwetschkenkompot. Gebratenes Rindfleisch. Schkubanken. Linzer Torte. *) Mus heiß zu Tische kommen. 351 27. Jänner. Mit 3 Hänge»: Mit 4 oder 5 Hängen: Suppe. Suppe. Farzrerter Rostbraten mit ge- Rindfleisch mit Gemüse. dünstetem Reis. Gebratene Gans. Mandelstrudel. Knödel mit Sauerkraut. 28. Jänner. Suppe. Fleischkrapfelsuppe. Lungenbraten mit Krokets von Beefsteak mit El. Kartoffeln. . Kalbsbraten. Chadeau-Körbchen. Pomeranzenpudding mit Chan- dean. 29. Jänner. Suppe. Reissuppe. Gebratene Gansleber mit Erb- Kalbsfrikassee. senpüree. Rindfleisch mit kalter Sauce. P fannkuchen m. polnisch. Sance. Taubenbraten. Knödel mit Ei- Jänner. Schwämme-Suppe. Wiener Bäuschel. Schöpsenkeule mit Kartoffelpüree. Süßer Reis. Maultaschen. Jänner. Suppe. Welscher Salat. Garnierter Rindsbraten. Gespickte Gansbrust mit Selleriesalat. Zwetschkenknödel. 30. Suppe. Ueisch mit Remouladensauce. Überzogene Apfel. 31. Suppe. Rindfleisch mit Mixpickles. Gebackene Locksch. Als einfache Nachtmahle können dienen: Gulasch nnt Mehlnocken garniert. Kalbskoteletts mit Limone. Dichten (Gansbügel) mit Reis. Junge Gans mit Klößchen- Hirn mit Ei. Rostbraten mit Kartoffeln. Paprika-Gulasch- Tauben mit Zwetschkenkompott. Krenwürstel. Rindermagen mit Kartoffeln. Englischer Rostbeef. Eingemachte Dichten mit Kasta- mensauce. Kapaun mit Selleriesalat. Kalbsleber eingemacht. 352 Milchpastete. Backfische. Geselchtes Fleisch. Schill mit Butter u. Hollandais. Gebratene Ente. Kalbsfrikassee. Pöckelzunge. Ganspastete. Nachtmahl für Freitag Ästend. Nudelsuppe. t Junge Gans eingemacht mit Knöderl. .. ! Jndianbraten mit Äpfel- < kompott. Dazu Barches?) ' Suppe (beliebig). Kalbsbraten. Fische gesotten entweder mit Mandel- oder Pfeffer- oder polnischer Sauce. Dazu Barches?) Mittagwahl für Samstag. Suppe. Suppe. Kaiserfleisch mit Erbsen. Rindsbrüten. Kugel. Gebratene Gans. Dichten mit Melange (Scholit). Sauere Mandeltorte. Suppe. Kalbsbraten. Erbsen mit Rauchfleisch. Loksch. Diner für ferne Tafel Schleimsuppe mit gebackenen Maccaroni. Mandelfische. Rostbeef a la Wellington, dazu Gemüse. Brauner Ragout. Gebratene Rebhühner mit Kompott. Schwarze Torte. *) Rezept für ein gewöhnliches Barches: V 2 Mehl, um 4 K (5 Pf.) Hefen, 2 Eidotter, 7 äks Zucker, ein wenig Salz, ein wenig Blüte, 3 geriebene bittere Mandeln, ein wenig Limoneschale. Zubereitung: Man gebe das Mehl aufs Nndelbrett, gebe in einen tiefen Löffel laues Wasser, nehme */, cUr-r Zucker, gebe ihn in das Wasser und dann für 4 Ii Preßhefe hinein, stelle es auf einige Minuten zur Seite, und wann die Hefe nach oben gegangen ist, macht man den Terg damit er nicht zu fest, aber auch nicht zu locker, man laßt den Teig auf einem Platz zubedeckt mit einen weißen Tuch aufgehen und sobald er zur Genüge gegohren hat, flechtet man ein BarcheS, läßt es geflochten nochmals gähren, setzt es dann zusammen, schmiert es mit Ei, bestreicht es mit Mohn, läßt es abermals gehen, und gibt es dann in die Röhre oder in den Backofen zum Backen. Gewöhnlich wird Barches ein Tag früher gebacken, weil man cs fnschgebacken nicht gut schneiden kann. 353 (Falsche) L-childkröteiisuppe. Lachs mit S->uce-Tcirtare. Filet mit Trüffeln und Madeira. Kotelettes mit Gemüse. Rehrücken mit Preiselbeeren. Figuriertes Eis. Sacher-Torte. Mokka. Suppe n ln isius. Blauer Hecht mit Sardellensauce. Salme von Tauben. Gespickter Rinderbraten mit Mixpickles. Steyrifiber Kapaun als Braten mit gemischtem Kompot. Kaffeetorte. Mokka. Leberreissupve. Farzierter Karpfen. Gedämpftes Rindfleisch. Lammskoteletts mit konsumierten Erbsen. Lendenbraten. Russische Torte. Fleischnockensuppe. Blaufisch. Englischer Rostbeaf. Ragout in Pastetchen. Lammbraten. Krakambusch. Konsommee-Suppe. Galantin vom Kapaun. Rindsfilet garniert. Weißes Ragout in Krustaten. Fasanbraten mit gemischtem Kompott. Klößchensuppe. Pfefferfische. Boeuf ü lg. Nocks. Backhuhn mit grünen Erbsen. Gansbraten mit Kraut. Linzer Torte. Ragoutsuppe. Kalbsroulade. Tauben als Wild. Indianerbraten mit Salat. Charlottenmuß. Suppe. Lachs in Aspik. Lendenbraten. Fasan mit Preiselbeeren. Figuriertes Eis. Mokka. Suppe. Leberpastete. Nostbeef. Backhuhn mit Gemüse. Viktorracreme. Suppe. Trüffelpastete, Gespickter Rindsbraten, ilet mit Gemüse, rakambusch. 23 354 Souper. Ulmer Gerstel-Bouillon mit Limone in Becher. Lachs mit Mayonnaise. Entenbraten mit Weinkrant. Creme mit Waffeln. Braune Bouillon in Becher. Forellen in Aspik. Zunge Hühuchen als Braten. Figuriertes Eis. Spargel. Gansbraten mit Gurkensalat. Hamburger Eistorte. Frisches Obst. Sckill mit Hollandais. oulard mit Kompott, ußtorte. Geflügelsuppe. Hecht mit Mayonnaise. Gerollter Rinderbraten. Ruffischer Tee. Kalter Braten. Farzierte Kalbspletze. Menu für Eintropfsuppe. Fleisch mit Radieschensauce. Eingemachte Gansleber. Erbsenpüree mit Bratwürsteln. Grüne Erbsensuppe. Junges Huhn mit Spargel. Kalbsbraten mit Kartoffeln. Lempel. _ Spargelsuppe. Gefüllte Taube. Rauchzunge mit Kren. Reisstrudel. Karfiolsuppe. Leberpastcte. Rostbraten s, la miuuts. Chaudeau-Körbchen. Leu Sommer. Morchelsuppe. Junge Gans mit Karfiol. Rindfleisch mit Erdapfelsalat. Frittel-Torte. Suppe. Hirn mit Limonesauce. Mohnbuchtel. Rindfleisch mit Salat. Karfiolsuppe. Gebackenes Hirn mit Limone. Frittel-Torte. Lammbraten. Leberfanzel-Suppe. Junge Gans mit Reis- Kalbskoteletts mit Spinat. Mohnwürstel- 355 Griesfanzel-Suppe. Kalbszunge mit Pfeffersauce. Datteltorte. Gebratenes Huhn mit Salat. Suppe. Lammkoteleits mit grünen Erbsen. Gebratenes Huhn mit Tutti- frutti in Kompott. Kirschstrudel. Grüne Erbsensuppe. Junge Gans mit Knöderl (Klößchen). Rindfleisch garniert mit Reis. Souffle von Ribis-Marmelade. Nachtmahl Gebackenes Zickel mit Spinat. Nierenbraten mit Gurkensalat. Suppe. Farzierter Karpfen. Weißes Ragout von Hühnchen. Gansbraten mit Salat. Suppe. Forellen in Aspik. Rindsfilet. Kapauner. Stephaniecrcme. im Sommer. Suppe. Fleisch mit Erdäpfelsalat. Schöpsenfleisch m. gelb. Rüben. Kalbspletze gebraten mit Häupel- salat. Suppe. Gedünstetes Rindfleisch. Schunkenfleck. Gansbraten mit Salat. Suppe. Fleischkimel. Junge Gans mit Karfiol. Weintorte. Herrenpilze mit Ei. Gerollter Rostbraten. Punschrumee. (Juni bis Juli.) Suppe. Ganssteak. Schokoladekranz mit Bischofmütze. Truthahn als Braten, dazu Marillenkompott. 23 * 366 Menu für Panatel-Suppe. Gesülzte Fische. Quarkknödel. Schwämme gedünstet. Milchsuppe. Bratfisch. Semmelbaba. Milchspeisen. Einbrennsupve. Fische mit Buttersauce. Hefenknödel mit Weichselsauce. Karlsbader Suppe. Schwarze Fische. Quarkstrudel. (Für den Sommer.) Fischsuppe. Backfisch mit Häupelsalat. Buchtel mit Vanillecreiue. ' Arrangieren eines kalten Griffet. Farzierter Kalbsschlegel. Pastete von Kalbskotelette in Aspik Krokets belegte. Kalter Indian. Kalter Rostbees- Henne in Nest. Konfekt. Torte. Obst. Punschrumee. Register drr in der Kochkunst im allgemeinen, in diesem Koch- imche insbesondere vorkommenden, wichtigsten technischen Ausdrücke und Erklärungen der Namen mancher Speisen. Abklären, klar machen. Abschäumen, den Schaum mit dem Löffel abnehmen. Absrhöpfsetten, das Fetten, welches von der ersten Suppe abgehoben wird. Abschrecken, einen erhitzten Körper mäßig mit Wasser oder Wein besprengen, z. B. den Fisch mit Essig schrecken. Abtreiben, rühren (zur Sahne rühren). Atkrrlnessaft, ein aus Alkermes idie amerikanische Scharlachbeere) gewonnener Saft, aus dem man eine rote Farbe macht. Anlaufen, anschwellen, leicht in Fett oder Butter schwitzen. Arrangieren (franz. sprich arran- schieren), ordnen, die Tafel arrangieren. Artischoke, eine im zubereiteten Zustande genießbare Frucdt, welche nur in südlichen Gegenden wächst. Aspik besteht darin, daß man Sellerie, Petersilie und gelbe Rüben, Neugewürz, Thymian, Gelatin (siehe Gelatine), Essig und Schnee zusammen in einer Kasserolle auf der Platte kocht, hierauf im warmen Zustande filtriert. Will man den Aspik gefärbt haben, so gebe man ein wenig Anilin dazu. Assiette (franz.), Zwischenschüssel mit irgend emer feineren Speise. Auflauf (Puddings, ein Gebackenes, welches hoch aufläuft. Aufgehen, wenn der Teig durch eine innere Gährung ausgedehnt wird. Saba (böhm.), eine große runde, oben und unten flache durch - gebackene Mehlspeise mit Fülle in den Schichten. Sähen (Rösten und Backen der Semmeln). Geröstet wird die Semmel in einer Pfanne mit Fett. Zum Backen werden frische Semmeln genommen, in Würfel 358 geschnitten, sodann in heißes Rmdschmalz gegeben und gelb gebacken. Barches (auch Berches), aus werßem Mehle gebackene, längliche und geflochtene Brote. Siehe S. 225. Lärme, Hefe. Lecken, ein flaches, meist langrundes Gefäß, welches breiter als tief ist. Gestecken, spicken (siehe dieses Wort). Beuschel siehe Peuschel. Biskuit (lese Bisquit), eine Art trockenen, süßen, schmalen, kleinen, länglichen Brotes, welches zweimal gebacken wird. Blanchieren, weich kochen. Bouillon (spr. Bulljong), Fleischbrühe, Kraftbrühe. Boulrtten, flache Klößchen. Brägen (nordd.), das Gehirn. Braise (klare), durchgeseihte Brühsuppe. Braisteren, dämpfen oder dünsten; besteht darin, daß etwas in einem verdeckten Geschirr mit ein wenig Flüssigkeit, von welcher sich Dunst entwickelt, gekocht wird. Brritlaus, wenn der Zucker beim Kochen gehörig geläutert ist, so läßt man ihn so lange fortkochen, bis daß er vom Schaumlöffel, wenn man denselben in die Höhe hebt, in breiten Dropsen abläuft. Zum Breitlauf wird der Zucker gekocht, wenn man ihn zum Einmachen gebrauchen will. Brezel oder Prezel, ein Gebäck von Weizenmehl, welches die Gestalt zweier ineinander geschlungenen Ringe hat. Brosen (Brosamen), der innere weiche Teil des Brotes oder der Semmel. Bröseln siehe Brosen. Bruch ist der sechste Grad beim Kochen des Zuckers. Bublenina (vom böhm. bubenöti, Blasen werfen, sprudeln), eine Art Mehlspeise. Buttersauce, jedes weiße Einbrenn. Charlotten, eine Art kleine Knoblauch. Chaudeau (sprich Schodoh), der warme Aufguß über Pudding (Auflauf). Wird folgendermaßen zubereitet: Man läßt Weißwein mit Zucker, Zimt und dünn geschälter Zitronenschale in einer Kasserolle heiß kochen, gießt dann diese Flüssigkeit durch ein Sieb in den aus Weißwein, ganzen Eiern und Eidotter über dem Feuer bereiteten Schaum und schlägt fortwährend diese Mischung brs sie fast kocht. Dem so fertigen Chaudeau kann man dann etwas Rum beifügen. Couvert, Gedeck für eine Person. Creme, Milchrahm, Schaumgericht. Sie wird entweder von Sahne, Schlagsahne (siehe das.) oder Wein durch Eier verdickt. Croquette, gebackene Fleischklöße. Dichte, Ganskeule, Gansbügel. Dmer auch Dine, Mittagsmahl. Dinieren, zu Mittag speisen. Dragant siehe Tragant- Dressieren, zurichten. Gierklnr, das Weiße im Ei, das Eiweiß. 339 Einbrenn, besteht aus einem Stückchen Fett und etwas Mehl, welches in einer Kasserolle auf der warmen Ofenplatte zerlassen und verrührt wird. Das Einbrenn kann hellgelb oder braun sein. Gis, das zn Schnee geschlagene Eiweiß. Auch wird mit dem Ausdrucke „Eis" das Gefrorene bezeichnet. Fanxel (suppe), eigenst. Pfanzel-, das verkleinerte Wort Pfannkuchen von Pfanne, einem stach vertieften Gefäße. Larre (spr. Farß) klein gehacktes, mit Semmel, Gewürz rc. vermengtes Fleisch zur Füllung. Farzieren (faschieren unrichtig), ans dem Französischen tarcs, füllen, spicken. Faum, Schaum. Fenchel (unrichtig Fenigl), der Name einer doldenartigen Pflanze. Filet, Lende, auch ein wie Nudeln länglich geschnittenes Backwerk, auch Mürbebraten. Filtrieren, durchseihen, durch den Seiher laufen lassen. Flug (oder Blase), wenn man beim Kochen des Zuckers den Schaumlöffel heraushebt, ihn erst etwas ablaufen läßt und dann auf der inneren Seite dagegen bläst, sich hinter den Löchern auf der äußersten Seite des Löffels Blasen ansetzen oder auch ganz kleine abfliegen. Frirandeau, ein gespicktes und gedämpftes Stück Kalbfleisch. Frikasstrren besteht darin, eine lichte Sauce mit Limonensaft gesäuert, mit mehr Dotter als beim Legieren auf dem Herde schaumig zu sprudeln. Das Fleisch wird vorher aus der Sauce gelegt, diese geseiht und heiß zu den etwas mit kalter Brühe schon gesprudelten Dottern gerührt. Galantine, Zwischengericht von fettem Hinterfleisch und Fischen. Gallerte, ein zu einer schleimigen zähen Masse verdickter Säst (Sulz). Gehen, anfgehen oder gähren. Gelatine (sprich Schelatihn), Dicksaft, Geronnenes, besteht eigentlich aus aufgelöster Hausenblase, die mit einem großen hölzernen Hammer so weich geklopft wird, daß sie sich zer« schneiden läßt, sie wird dann in kaltes Wasser gelegt und eine Nacht Weichen gelassen, hierauf aufs Feuer gestellt und V4 Stunde gekocht. Sie muß sich beinahe ganz auflösen und wasserhell sein. Die Flüssigkeit wird dann durch ein loses Tuch getrieben, die in Wasser geweichte Hauienblase kann gleich in Milch, Wein u. s. w. gekocht werden. Zu 2 Liter Gelee werden etwas über 8 Deka gute Hausenblase gebraucht. Bei Zubereitung der Speisen nach ritueller Vorschrift darf Hausenblase nicht verwendet werden, wogegen man sich Hirschhorn (vom geschlachteten Hirschen) oder Kalbsfüße bedienen kann. Hirschhorn muß in diesem Falle recht klar gewaschen werden. Man stelle davon V, Kilo mit etwas über 2 Liter Wasser aufs Feuer und lasse es, ohne darin zu rühre«, langsam kochen, bis es recht fest wird. Vs Kilo Hirschhorn 360 gibt V« Kilo festen Rückstand, von dem etwas über 1 Liter Gelee bereitet werden kann. Das billigste Material zur Bereitung des Gelees sind die Kalbsfüße. Will man sich derer bedienen, so nehme man 2 . 4 oder 6 Kalbsfüße, koche sie in Wasser bis sie zerfallen, 3 bis 4 Stunden, während des Kochens schäume man sie gehörig ab, die gut eingekochte Brühe wird durch ein Haarsieb getrieben und bleibt bis znm anderen Tage stehen. Sodann werden Fett und Bodensatz abgenommen, wonach die weitere Verwendung erfolgen kann- Die Gelatine wird nur in Wasser über Kohlenfeuer aufgelöst und kann dann Weiler verwendet werden. Grlre (sprich Schelä) die durch die Beimischung des Gelees entstandene feste Masse, wie Fruchtgelee, auch Gallerte, Dicksaft. Germ, Hefe (siehe das.). Gestehen, gerinnen oder eine flüssige Masse durch Kälte fest werden lassen. Glasieren (mit einer Glasur versetzen) nennt man bei Fleischspeisen das glänzend Braunmachen durch Bestreichen des dicklicht eingekochten, oder mit Glace oder Fleischextrakt gemischten Saftes. Feine Gemüse glasiert man durch Dünste mit Butter, Zucker u. s. w. Mehlspeisen durch dickes Bestreichen mit Zuckerglasur oder Eis (siehe Glasur). Glasur, ein glasähnlicher Überzug. Zur Erzielung desselben nehme man V, Eiweiß. 8 V 2 Deka fein gesiebten Zucker, 1 Kaffeelöffel Punsch, treibe alles dies ab, bestreiche die Torte damit und stelle sie auf fünf Minuten in die Röhre zum Trocknen. Oder: der Saft von einer Pomeranze wird mit 14 Deka Staubzucker sehr lange gerührt. Man kann, wenn die Pomeranze zu wenig Saft gibt, einen Eßlöffel kaltes Wasser dazu nehmen. Man begießt die Torte damit und läßt sie t'vcknen. Grammel, Griebe oder Griefe, ein übrig gebliebenes Stück von dem ausgelassenen Fette. Griebe siehe Grammel. Griefe siehe Grammel. Grimferl auch Chrimserl, eine spezifisch jüdische, rund geformte und braun gebackene Mehlspeise (Klöße) mit Fülle. Gulyasfleisch (ungarisch, sprich Gulasch), eine Fleischspeise. Hachee, fein gehacktes Fleisch. Hafen, eigentl. Hafen (von haben, in sich fassen), ein Geschirr, ein Gefäß, Topf; daher der Hafner, Töpfer. Hefe, der Bodensatz des Weines oder Bieres, der durch die Gährung desselben entsteht. Siehe Bärme, Germ. Hörndl (das verkleinerte Wort „Horn"), ein hornförmiges Gebäck (siehe Kipfel). Ingwer, eine Pflanze, besonders die getrocknete scharfe Wurzel derselben, welche als Würze an die Speisen gebraucht wird. Kandieren, einen Überzug von Zuckerkristallisation geben. Kapern, die Blumenknospen des Kapernstrauches, welche an Speisen genoffen werden. 361 Karaffinr (eigentl. eine kleine Flasche), ein Gestell, aus dem sich eine kleine Flasche Ol, eine mit Essig, ein kleines Gefäß mit Pfeffer und eines mit Salz befindet. Karamel, auch Karmin, der durch das Kochen etwas bräunlich gewordene Zucker, von dem ein Geruch aufsteigt. Sobald dieser wahrgenommen wird, muß der Zucker sofort vom Feuer weggenommen werden. Karfiol, Blumenkohl, eine im zubereiteten Zustande genießbare Pflanze. Karmin siehe Karamel. Karotten, kleine gelbe Rüben. Keule, das Hintere Dickbein bei lebendigen und geschlachteten Tieren. Kipfel, für Hörndl gebraucht. Siehe daselbst. Klauben (von dem Worte Klaue), nach und nach mit - den Fingern wegnehmen zu dem Zwecke, etwas von fremden Körpern zu entfernen, z. B. Erbsen klauben, die guten von den wurmstichigen, wie überhaupt von nicht dazu gehörigen Dingen absondern. Glabs, ans gehacktem Kalb- und Rindfleisch, rohem, gehacktem Fett, Senimelbrösel, fein gestoßenem Gewürz, Salz und Eiern gut durcheinander gekneteten Masse, zu ovalen Klößen geformt und in Schmalz gebacken- Klöße siehe Knödel. Knödel (oberdeutsch so viel als Klöße, in nicdersächsischer Mundart Klump), eine rund- ! liche, aus Mehl bereitete eßbare Masse. Goch, gebackene oder in Dunst gekochte Speisen. Gollatsch (böhmisch von Kolo, ein Rad), ein kleiner runder Kuchen. Konfitüren, eingemachtes Zuckerwerk. Konsommee, Kraftbrühe. Koscher, nach jüdisch religiösen ! Gesetzen zulässig, zubereitet, genießbar. Koschern (kaschern), reinigen. Goteletten, eigentlich Nippen- stückcken. Krapfen (auch Krüppel oder Kräppchen), eine Art kleiner, i runder, lockerer, rötlich ge- ! backener Kuchen. Kren, eine lange, dünne, scharfe, eßbare Wurzel; auch Meerrettich genannt. Krume, die Rinde des Brotes oder der Semmel. ! Küchel, ein kleiner Kuchen, z. B. Eierküchel. ! Kuttelflrcke (Kaldaunen), die i eßbaren Eingeweide (Wampe) - größerer Tiere. ^ Kuvert siehe Couvert. ! Lage, Schichte. Lottig, Gartensalat. Legieren, das Vermischen roher Dotter mit einer Sauce, Suppe oder dgl. gerade vor dem Anrichten. Mischt man die Dotter etwas Heißem bei, so muß man sie vorher mit etwas kalter Suppe, Milch oder Wasser absprudeln. Lrmprl, ein jüdisches Backwerk mit Fülle in Dreieck oder eckiger Quadratform. 362 Limone, Zitrone. Livanxen (böhm- livansc), eine gegossene Talke oder Dalke. Locksch (wahrscheinlich von dem Worte „Locke" herrührend), eine breitgebänderte Mehlspeise zu einem runden, hohen, oben und unten flachen Kuchen gebacken. Murcaroni (ital.), gerollte Nudeln. Magrsnen, rund geformte talergroße, aber auch größere aus Mandeln, Zucker und Eiweiß gemachte Bäckerei. Majoran, eine gewürzhafte Pflanze. Mandelfülle, man lasse 7 Deka gestoßene Mandeln, 7 Deka Zucker, 7 Deka geschnittene Cedra, 7 Deka Rosinen in Weißwein (ungefähr ein Glas) aufkochen. Mandelmilch wird zu Speisen, die mit Milch gemacht werden sollen, aber fleischig sind, anstatt der Milch verwendet. Mandelsciure, 21 Deka geriebene Mandeln, 7 Deka geriebener Cedra, 10Vs Deka an Zitronenschale abgeriebener Zucker und Saft von einer Zitrone und Orange zusammengerührt. Marinade, scharfgewürzte Sauce zum Einlegen, namentlich von Fischen. Mark, das Fett in den Knochen. Marmelade, ein mit Zucker zu einer Gallerte eingekochter Saft mancher Früchte. Matte siehe Quark. Mayonnaise (sprich Majonnähs), Gericht aus kaltem Fisch, siehe S. 120, Nr. 337. MaWs, aus rituell zubereitetem Weizenmehl zu dünnen Scheiben gebackene, ungesäuerte Brote. Meerrettich siehe Kren. Melange (franz., sprich Me- lansch), Mischung von Erbsen und Graupen oder Bohne» und Graupen, oder Erbsen und Reis, oder Bohnen und Reis. Unter Melange versteht man auch Scholit (siehe daselbst). Melieren, mischen. Meringue (sprich Meräng), mit Schlagsahne gefülltes leichte- Gebäck- Mischansker- oder Maschansker- Äpfel sind Borsdorfer Äpfel, welche diesen Namen von Borsdorf bei Meißen haben. Mirker, ein gewisses Rindsfett. Morchel, eßbarer Schwamm- Mostrich, Senf (siehe daselbst). Mus, eine zu einem Brei gekochte Masse wie Apfelmus, Pflaumenmus. Nocken, Klößchen von gehacktem Fleisch oder von Mehl und Eiern. Nudel, eine aus Mehl und Eiern dick- oder dünnfadenartige Speise. NudelbretL, ein Brett, auf welchem der Nudelteig mit dem Nudelholze gewalkt wird. Obers, Sahne (siehe daselbst). Oblate, ein aus Mehl und Wasser bereitetes, sehr dünn Gebackenes, wird zum Boden für allerlei Konfekt benützt. Omelette, Eierkuchen. Panachee (sprich Panasch), buntstreifiges Gefrorenes. 363 Panieren, mit geriebenerSemmel- krume bestreuen. Passieren (durchtreiben) besteht darin, etwas Dickeres mit einem Löffel oder schwammförmigem gerippten Passierholz durch ein grobes Haarsieb streichen, welches man mit dem schmalen Rande in der Höbe über eine Schüssel gestellt hat. Pastete, eine in einen kuchen- förmigen Teig geschlagene und gebackene Speise. Prnatel, die von Semmeln abgeschnittene Rinde, die in Wasser geweicht und nachher gut ausgedrückt, in eine Kasserolle mit gutem Gansfett (zu einer Semmel 7 Deka Gansfett) auf die Platte gestellt wird. Sobald es warm ist, schlage man 3 ganze rohe Eier dazu, nehme es sogleich von dcr Platte und rühre es gut untereinander. Penateln werden zu Pasteten verwendet. Perle, hat der Zucker beim Kochen den Breitlauf (siehe das.) durchgemacht, so lasse man ihn noch so lange kochen, bis daß er sich beim in die Höhe heben des Schaumlöffels von demselben in einem Faden herabzieht, an welchem ein Tropfen oder eine Perle hängt, dieser Tropfen muß abfallen und der Faden sich wieder an dem Schaumlöffel zurückziehen. Peuschl auch Paischl (eigentlich das Eingeweide), gehackte Lunge. Pigment, ein Färbestoff. Pistazie, der eßbare Kern des Pistazienbaumes. i Planchieren (sprich planschieren), früher mit kaltem Wasser ab- kochen. Pletze (aus dem böhm. plecko), das Vorderfleisch beim Ochsen, Kalb, Schaf, Kerngab u. s. w- Polenta iital.), ein Breigericht aus Maismehl mit Butter, Ol und Parmesankäse. Pritsche, Scheibe. Pudding (engl.), ein engl. Kloß, ein Auflauf (siehe daselbst). Puder, entweder Mehlstaub oder feinst gestoßener Zucker. Püree, durchgeschlagene Erbsen, durchgeschl. Linsen und durch- geschl. Kartoffeln. Purgieren (porschen), das Hinterfleisch oder den Schlegel reinigen, d. h. bei diesen gewisse Adern nach ritueller Vorschrift entfernen. Mark (auch Topfen, - Matte, Weißkäse genannt), der dicke zusammengeronnene Teil der Milch nach den davon geschiedenen Molken. Merl, ein Holz, um welches an dem einen Ende Äste rund herum abgeschnitten sind und welches dazu dient, um durch Drehung des Stiels zwischen den Handflächen flüssige Körper in Bewegung zu setzen. Gurrten (das Verkleinerungswort von Queren), wenden, überhaupt schnell im Kreise herumdrehen, etwas Flüssiges durch starkes Bewegen mit dem Sprudler, mit etwas anderem gut mischen oder auch schäumig machen. Radieschen, kleine Rettiche. Rasten, stehen lassen. 364 Rribnmrxos, aus rituell zubereitetem, jedoch schwärzerem Mehl zu dicken Scheiben gebackenes ungesäuertes Brot. Reindl, eine kleine Kasserolle. Nagout, ein wohlschmeckendes Mischgericht. Rrrne-Claudrs, Ringloh. Rose, der obere blumeuartige Teil des Karfiols, auch wird das Wort „Rose" bei jenen Fleischteilen angewendet, die von der Rippe abgclöst, au einem Teile mit ihr noch Zusammenhängen. Roastbeef (engl., sprich Rostbiff), engl. Rostbraten. Roulade, ein gerolltes Backwerk. Rumstraks (engl., sprich Rom- stehks), Rind fleischstücke aus dem Lendenstück. Sahne siehe Schmetten. Salami, eine Wurstgattung. Salme, Ragout von gebratenem Geflügel. Lautieren, auf beiden Seiten in Fetten oder Butter schwitzen und gar machen. Schaff, ein hölzernes Gefäß. Lchkubanken (böhm. sllubLneK, Mehrzahl ZkubLnk^), Sterz, eine Art Knödel (Klöße). Schlagsahne wird aus dickem Rahm von Milch hergestellt, welche 12 bis 15 Stunden gestanden hat. Die abgehobene Sahne bleibt nach einigen Stunden auf Eis stehen und wird dann mit einem Schneebesen in einer Schüssel zu Schaum geschlagen, versüßt und mit etwas Vanille versetzt. Schlegel (von schlagen), die Hintere Keule eines geschlachteten vierfüßigen Tieres. (Siehe Keule.) Schmetten (Rahm, Sahne), der fetteste Teil der Milch, der sich oben ansetzt (s. „Obers"). Schmolle, die Krume der Semmel. Schneerutr, ein einfaches Instrument, das aus übereinander gelegten Drähten besteht, deren Enden in der Öffnung eines Stieles festsitzen. Schnee schlagen, aus Eiweiß Schnee machen. Dabei ist vor allem notwendig, daß man frische Eier nimmt und beim Aufichlagen der Eier nichts von den Dottern zum Eiklar kommt. Schollt (aus dem franz. abmut, warm, und lit, Bett, in welches vor Alters die Juden am Samstag den aus dem Wärmofen gebrachten, zugedeckten Topf mit Melange, damit sie nicht wieder erkalte, bevor sie zu Tische gegeben wurde, gesteckt hatten), siehe übrigens „Melange". Schöpsenkeule siehe Keule. Schüßli, eine Form zum Ansstechen des Teiges. Schwinge, eine flache runde Scheibe aus Weidenruten geflochten oder ein viereckiger Holzrahmen mit geflochtenem Holzboden, auf welchem das ausgesalzene Fleisch zum Ablaufen des Blutes gelegt wird. 365 Seihen, eine dickere Suppe, Sauce und dgl. durch ein Passiersieb, klare Brühen durch ein feineres Sieb fließen lassen, Säfte oder Sülze jedoch durch Leinwand (gewöhnlich ältere Serviette), die man vorher mit heißem Wasser befeuchtet und wieder ausdrückt, rohe Säfte durch Flanell oder einen Filzsack, den man befeuchtet. Sellerie, eßbare Wurzel eines Gewächses aus dem Geschlechte der Petersilie. Semmel, weiße aus Weizenmehl gebackene, kleine, zumeist rund geformte Brote. Senf, der mit Weinessig zubereitete Senfsamen. Sieb, eine löcherige Fläche mit einer Einfassung» die feinen Teile eines trockenen Körpers damit durch Hin- und Herbewegen von den gröberen abzusondern. Haarsieb, wenn die Löcher sehr klein sind. Siebrn, mit dem Siebe reinigen. Sieden im Dunst, die Speiseform samt der Speise in einer Kasserolle mit Wasser kochen lasten. Soiree (französ., sprich Soareh), Abendgesellschaft, Abendfest. Sorbet, ein Kühltrank von Wasser, zerstoßenen Rosinen, Zitronensaft, Zucker, Ambra u. s. w. Louflers, leichte Schüffelgebäcke. Souper auch Soupe (spr. Supeh), Abend- oder Nachtessen. Soupieren, zu Abend speisen. Speck, alles Fett unter der Haut, besonders aus den Rippen der Tiere- Speisern, einen Speiler (spitzig zugeschnittenen Span) durchstecken. Spicken, ein Verfahren, bei dem man mit der Messerspitze in das Fleisch fährt und in diese dadurch entstandene Öffnungen Knoblauch oder Trüffeln oder Gewürze st.ckt. Spinnen wird vom Zucker gesagt und besteht darin, daß mau ^2 Seidel Wasser auf den Zucker gießt und ihn bei gelindem Feuer so lange kochen läßt, bis er sehr dickflüssig geworden. Spreizen (von spreiten, soviel als breiten), ausbreiten, ausdehnen. Sprudeln, quirlen. Stärke, soviel als Reisstärke. Stifte, wenn Mandeln in längliche Teile geschnitten werden. Strähne, eine bestimmte Anzahl von Fäden aus gesponnenem Garn, zuweilen auch Faden selbst. Striez, eine Art feine Barches. Sultanen, Rosinen. Terrine, ein Suppennapf, eine Suppenschale. Tomate, Goldapfel, Paradiesäpfel. Topfen siehe Quark. Tragant, kleines gummiartiges Zuckerwerk zum Verzieren der Torten. 366 Tranchieren (aus d. franz.), zerschneiden, verschneiden. Trefe (vom hebr.), das Zerrissene, das nach jüdischen religiösen Gesetzen Ungenießbare. Triekern, purgieren. (Siehe daselbst.) Vanillezucker, getrocknete Vanille mit Zucker (ungefähr für 40 ü ---- 32 Pf. Vanille auf V 2 ^8° Zucker) fein gestoßen und gesiebt. Verkühlen, kühl werden lassen. Walken (unrichtig Walgern oder wälgern), ein längliches rundes Holz auf dem weichen Teige hin und her rollen. Zibebe, Rosine. Zickel, eine Ziege. Zuretsche oder Zwetschke, Pflaume.