Wisnss Stsclt- uncl l.snclssdid>ioi^ek 8bb7.^ klös . 8V 25.25.694 . 11551S - 38 Wlsnsi- Siscli- u^cl I_sncjssdid>loi>i6k 95 b/ 9 - 30 25 - 25 - 89^ - 115518 - 38 X- - Hl''» .. 1. L ^>>> -»^7 ' Merkwürdigkeiten ^ der H Haupt- und Residenz-Stadt Wien und ihrer nächsten Umgebungen. Ein Handbuch f u r Einheimische und Fremde. Heraus gegeben «on Franz Heinrich Böckh. - , 5 '^' Erster 7 >, > V ^ Auf Kosten des Verfassers. Wien, itt23. G e d r u rt t bcv B. PK Bauer. Wiens lebende Schriftsteller^ Künstler, und Dilettanten im Kunstfach».. Dann Bücher-, Kunst- und Naturschätze und andere Sehenswürdigkeiten dieser Haupt- und Residenz-Stadt^ Ein Handbuch für Einheimische und Fremde^ Heraus gegeben »on Franz Heinrich Böckh. Auf Kosten der Verfassers. Wien, 1822. Gedruckt r«y B. PH. Bauer. ^ - ^x'- »»»»»»»» Vorrede. ^iner Seits aufgefordert durch mehrere würdige Gelehrte zur Abfassung eines Handbuches dieser Art, anderer Seits, bey sorgfältigerem Nachsuchen, die Unzulänglichkeit der Hülfsmittel und die Schwierigkeiten deS Nachforschens wohl gewahrend, ließ ich mich dennoch nicht abschrecken, eine Dahn zu betreten, die, so mühsam und zeitraubend sie auch war, mich bey unernlüdetem Verfolgen auf Resultate brachte, welche nicht bloß für unsere Residenz, sondern für den Österreichischen Kaiserstaat überhaupt, höchst ehrenvoll sind, und ein erfreuliches Zeugniß von der Cultur der Wissenschaften und Künste in unserer Monarchie geben. Oder soll es nicht von regem, wissenschaftlichen Sinne zeugen, wenn man in einer Stadt von 25o,ooo Menschen Über 5oo Schriftsteller, 25 Zeitungen und Journale, über 40 größere Bibliotheken, 35 Mineralien-Sammlungen, >6 Münzen-, 26 Naturalien- und Präparaten-Sammlun- * 2 IV gen, und »6 Sammlungen von Antiquitäten, dann zmn Behufe der Physik und Astronomie, Heraldik und Technik findet? — Bewährt es da nicht hohe Liebe zur bildenden Kunst und ausge- breitete Thätigkeit für dieselbe, wo man, nebst einer großen Kunst-Akademie, auch eine kaiserliche Porzellan-Manufactur findet, die über roc» Künstler besoldet; — wo überhaupt mehr als 700 Künstler aller Art leben und wirke», und wo über 5 o größere Gemählde- und Kupferstich-Sammlungen bestehen? — Wien hat vor ganz Deutschland den Ruhm, eine sorgsame Pflegerinn und Schützerinn der Tonkunst *) zu seyn. Wen wird es daher befremden, hier, nebst einer großen, eins 45 c> NLtgliedern bestehenden Gesellschaft der .') Diese Angabe kcstätigen di« häufigen musikalischen Unterhaltungen, welche in Wien regelmäßig Statt finden; denn außer der Gesellschaft der Musik - Freunde bestehet hier noch ein anderer, der so genannte Privat-Be rein, der alleMonathc Ein Gesellschaft S- Concert gib»; dann sind noch hierher zu rechnen die Eoncerte, welche bei) Mad. Hoch«» ade l, Elarier- Meisterin», im Burgerspital- Nr. llü«; Herrn Kin- dcrmann, in der Krebsgaffe Nr. 447; Hrn. Kripp- nec, in der Preßgaffe Nr. 454; Fraulein von Para- biS, beym Sckabdenrüffel Nr. 4»r; Herrn Sonnleithner, im Gundeihof Nr. LS«, und die musikalischen Übungen, welche bey Herrn C. Pfaff, in Ver Niemerstraße Nr. S 17 , ic. gewöhnlich gehalten werden. V Musik-Freunde, noch 35o vorzügliche Tonkünstler und Dilettanten zu finden, und dennoch die Überzeugung haben zu müssen, daß ich bey weitem nicht alle der Besseren aufgefunden und genannt habe, ja, daß gerade in diesem Puyete meine Arbeit sehr unvollkommen sey. Man wird es hier auf eine einfache und schmucklose Weise nachgewiesen finden, wie Seine Majestät Franz der I., unser angebetheter Monarch, die öffentlichen wissenschaftlichen Sammlungen begnadiget; wie seine hohe Liebe zu den Wissenschaften sich auch in dem herrlichen. Zustande seiner Privat-Bibliorhek und seiner botanischen Gärten ausspricht; wie Seine Kaiserliche Hoheit der Kronprinz besonders die naturhistorischen und technologischen Wissenschaften seiner Achtung und seines Schutzes würdiget z wie alle Glieder des Kaiserhauses sich durch Ausübung *) und Pflege, so wie durch angelegte Sammlungen in den Wis- ') Man sehe Seite lo und 25 die Kaiserlichen Brüder alt Schriftsteller; Seite Z5l als Protektor der Gesellschaft der Musik-Freunde. Und wem ist nicht bekannt, welche Meister Seme Kaiserliche Hoheit der Kronprinz in der Zeichenkunst, und Seine Kaiserliche Hoheit Erzherzog Ludwig in der Mahlerkunst sind? Was Seine Kaiserliche Hoheit Erzherzog Johann zur Aufnahme der Landwirth- schafts-Gesellschaft als Protektor leisten- siehe Seite -vt> f. f. V! senschaften und Künsten sich hohe Verdienste um dieselben erwerben, und wie viele Große und Edle des Kaiserreiches ihre Fürsorge und Pflege allem demjenigen weihen, was in scientifischer und artistischer Hinsicht die Nation zu veredeln und wahrhaft hoher zu bilden vermag. Ich danke die erste Anregung zu diesem Werke und manche Materialien dazu der zur Forderung aller wissenschaftlichen Unternehmungen Österreichs stets bereitwilligen Güte des k. k. Regierungs-SecretarS und Vorstehers des k. k. Cen- tral-Bücher-Nevisions-Amtes, Herrn vr Franz Sartori, welcher, so wie Herr Joseph von Portenschlag, Stadt-Physicus und Pri- mar-Arzt des k. k. Provineial-Strafhaus-Spita- les, und Herr Andreas Rittig von Flammenstern, k. k. Artillerie-Hauptmann, mich mit Rath und Thar unterstützt, und mir durch ihre ausgebreitete Bekanntschaft sehr oft die Bahn geebnet haben. Ich bin mir bewußt. Alles gethan zu haben, was in meiner Macht lag, um das Werk möglichst vollständig zu machen. Zu mancher Sammlung, wegen manchen Schriftstellers oder Künstlers habe ich wohl zehn Mahl, ja noch öfter wandern müssen, um so viel zu erfahren, als ich zu meinem VII Zwecke bedurfte. Nicht immer unterstützte die Willfährigkeit derjenigen, deren Vortheil doch die Öffentlichkeit zu seyn scheint, meine erwiesen gemeinnützige Absicht, und eine besonders zeitraubende und Füße ermüdende Arbeit war das Aufsuchen der Künstler aller Art. Was meine Kräfte, als die eines einzelnen Mannes überstieg (der, von einer dreyjährigen Krankheit nur halb genesen, noch die Pflicht aus sich hat, die Tagesstunden, oder, so bald er diese einem anderen Zwecke opfert, die Nachtstunden seinen Berufsgeschästen zu seinem und zum Unterhalte seiner Familie thäligst zu widmen), glaubte ich durch nichts zweckmäßiger erreichen zu können, als wenn ich durch ö f- sen t l iche Au sford e rung alle Besitzer von wissenschaftlichen und Kunstsammlungen, alle Schriftsteller und Künstler einladen würde, mich ihres Beistandes theilhafcig werden zu lassen. Die Nummern 74, 79 und 65 der Wiener Zeitung von diesem Jahre enthalten die erwähnte Aufforderung wirklich; leider aber muß ich gestehen, daß sie von sehr geringer Wirkung war, und daß ich nur von jenen Gegenständen etwas Bestimmtes zu sagen im Stande bin, zu denen ich durch die Bekanntschaft des Herrn Sartori Zutritt erhielt, oder von welchen ich selbst Kunde bekam. VIII Auch mehrere» Herren Redakteuren der in Wien erscheinenden Zeitschriften bin ich Dank schuldig , daß sie das wissenschaftliche und artistische Publicum in, voraus auf die Erscheinung dieses Werkes aufmerksam machten, und die Schwierigkeiten würdigten, welchen die Bearbeitung desselben unterlag. Ich war Anfangs Willens, bey jedem Schriftsteller, bey jedem Tonsetzer und bildenden Künstler alle, oder wenigstens die vorzüglichsten seiner Werke*) anzuführen ; allein die erwähnten Schwie- ») Zur Probe» wie ich ei mache» wollte, diene Fotzendes: Rittig von Flammenstern (Andreas), k k. Hauptmann re. gab heraus: Handbuch derWaffcnlehre. Umgearbeitet nach Demian. Wien »8»2. S. — Encyclopädi- scheS Kriegs-Lexicon. Wien »8»3- S. — Die Helden des Tages. Berlin »8»3- — Milit. polit. Taschenwörterbuch. Wien »8,4. — Milit. GeschästShandbuch -e. Wien 18»S—»820. S THeile. s. (3 Auflagen).--Deutsch-Russisches rc. Taschenwörterbuch. Wien »813- ld. — Die Perlenfischer«:) im Dster, Kaiserstaate. Brünn »8t3—Die Insel St. Helena. Wien »815 —Feldherr Moreau, sein Leben ic. Wien »8»3 — Dandamme, sein Leben ic. Wien »8»3. (4 Aufl.). — Ezerny Georges. Wien »813.— Graf Wrede. Wien »814. — Holland und sein souveräner Fürst. Wien »8t4 — DaS HauS Bourbon. Wien »814. — Gencal. hist. Skizze »er Bourbons. »8»S. Mit Kupf.— Ludwig der X.V UI. ic. Wie» »8tb. (2 Aufl.). — Die Bogenbrücke zwischen vfen und Pest. Wien »820 u. s.f. Stelzhammer (Joh. Christoph), Director ic., lieferte: Beschreibung einer Flug-Maschine von Jacob Degen rc. Wien »808. 4- nilf l Kupf. — Jacob D-g-»< erstes Aufsteigen mit der Flug - Maschine in Gegenwart IX. rigkeiten (wozu auch die kam, daß sich mancher Vater nicht gern zu seinem Kinde bekennt), und und «uf Kosten Sr. Majestät am b. Sept. itzl0 zu Laxenburg. 4. — Denkschrift für Herrn Degen. Wien lSlv. «. mit"i. Kupf. — Beschreibung der vo» Madersperger erfundenen Nähe-Maschine. — Beschreibung einiger Modelle von Bohlendächer» >c. Wien lStl; mit einer Fortsetzung. — Durch den Steindruck ivurde von ibm veranstaltet: Abbildung (genaue) des Vernhard'schen Dampfschiffes. U. s. f.. Dierthaler (Fr. Michael), k. k. Nieder-österreichischer Rcgierungsrath und Director deS k. k. Waisenhauses, »erfaßte: Philos. Geschichte der Menschen und Völker. 7 Bande. Salzburg und Wien. — Beyträge zur Geographie und Geschichte derselben. Salzburg I7ys. — Geographie von Salzburg. Salzburg l7l)6. — Reise» durch Salzburg. Salzburg l7yq — Wanderungen durch Salzburg, Berchtesgaden und Österreich. Wien lSlb. — Geschichte deS Schulwesens und der Cultur in Salzburg. Salzburg ztz04 — Entwurf der SchulerzichungskuiiSe zum Gebrauche seiner Vorlesungen. Salzburg. — Elemente der Pädagogik und Methodik. Salzburg ,3>n (5 Auflagen). — .Geist der Sokratik. Salzburg, (2 Aufl.). — Bell und Lancaster, und ihr» Mee-.-:. Wie» isiq. — Die heilige Schrift- im Auszüge ic. Salzburg ,«02 — Episteln und Evangelien auf alle Sonntage re. d-S Jahres. Salzburg lsor (r Aufl.). — Denkbuch für Waisen. Wie» isib. Franz Traugot«. Eine lehrreiche Kinderge- schichte. — Anleitung zur Rechenkunst, u. s. f. — War auch Herausgeber der Salzburger Literatur-Zeitung lül») bis lS02; deS Intelligenz-Blattes lS00—l8»H. Kästner Joh., Porirät-Mahler« in öhl, Kunstwerket Erzherzog Anton in Lebensgröße: Johann Ritter ». Dan- kesreührr, Bischof zu St. Pölten ; K. M.L. Bianchi samnit Familie; General Minutillo sammt Gemahlinn; Graf * X die großen Kosten, welche mir dieses Werk durch seine starke Bogenzahl, die es dann erreicht hätte, verursacht haben würde, schreckten mich vor der Hand noch zurück. Hält mich das gelehrte uns artistische Publicum zu einer Arbeit dieser Art für fähig, und unterstützen die betreffenden Personen meinen Eifer und Fleiß, so werde ich alle Schwierigkeiten möglichst zu überwinden trachten. Was ich mit unverdrossenem Willen und mit dem Rathegelehrter Gönner, und wie ich cs sammelte, das liegt hier vor. Ich stelle es mit unbefangenem Sinne als den ersten Versuch meiner gewiß patriotischen Absicht dar. Wer sich die Mühe nehmen will, die einzelnen Materien zu würdigen, wird mir seine Nachsicht nicht versagen. Manches ist dürftiger ausgefallen, als es zur Symmetrie des Ganzen passend ist; Manches wird Manchem zu reichhaltig scheinen — das wird derjenige mir nicht zur Schuld anrechnen, der einmahl irgend eine ähnliche Sammlung selbst veranstaltet; — der eS mit den Wünschen vieler Menschen zu thun gehabt hat. — Ist nur vor- Eollalto. U. s. f. — Bey jedem Schriftsteller und Kunst- lcr der Geburtsort und das Geburtsjahr, dann eine kurte Biographie dazu: kars «rit üirtvrise »vientisrmu et «rtiun». XI erst die Bahn zu einem Auskunftsbuche dieser Art gebrochen: dann laßt sich auf dem Wege der Erfahrung Vieles verbessern.. Nicht eingebildeter Dunkel von Unverbesser- lichkeit, sondern reelles Verlangen nach gründlicher Kritik und nach der Angabe der Mängel meines Werkes sind die Bedingungen, die ich a» das Publicum mache, wenn das Buch sich einiger Theilnahme freuen, und einst eine wiederhohltc Auflage erleben soll. Eh« ich aber an eine solche denke, muß ich die dringendste Bitte an alle die- jenigen machen, welche entweder selbst Sammlungen besitzen, oder die in der Lage sind, mir behülflich seyn zu können, alle jene Sammlungen, als Bibliotheken., Mineralien- und Münzensammlungen, Gallerten rc., alle Schriftsteller und Künstler, welche mir entgangen sind, mich gütigst wissen zu lassen, indem ich sie entweder einer neuen Auflage einverleibcn, oder, wenn sie zahlreich genug seyn sollten, als Supplement liefern werde. Überhaupt ersuche ich aber alle Wis- senschafts- und Kunstfreunde, überzeugt zu seyn, daß ich jede Belehrung, jede Berichtigung und jeden Deyrrag mit dem größten Danke empfangen werde, da mir nichts so sehr ani Herzen liegt, als wahrhafte Gemeinnützigmachung XU und immer größere Vervollkommnung dieses Handbuches. Die Kunstgewerbe habe ich jedoch absichtlich nicht vollkommener geliefert, weil es außer meinem Zwecke liegt, ein Fabriks-Adressen-Buch zu schreiben, da ohnehin schon eines hier besteht, und ich nur dem Schriftsteller u. einige andeuten wollte. Wien am s. Julius isr«. Der Verfasser. Universität. Auf dem Platze gleichen Rahmens Nr. 7SÜ. Kaiser Fridrich der II. ertheilte im Jahre 12 ;? der Stadt Wien einen FreyheitSbrief, vermöge dessen er die Iffentlichen Lateinischen Schulen eingeführl, und den ersten Grund zur Universität in Wien gelegt hat. Herzog Rudolph der IV. erweiterte aber die Schulanstalten» und stiftete den 2t. März ir65 die hohe Schule, indem er den minderen Lateinischen Schulen, wobey auch die schönen Wissenschaften und di« Philosophie gelehrt wurden, Mit Genehmigung Papst Urbans des V. die Rechtsgelehrtheit und die Medici» bey- sügte, und die Schule, welche daniahls auf dem Platze des jetzigen Ehurhauses dey St. Stephan wer, in die Gegend des StubentboreS «ersetzte. Sbscho» «r aber die Universität, mit Ausnahme der Gottesgelehrtheit, errichtet hat, war» doch die Schule bey St. Stephan aufrecht erhalten, und in derselben wurden die freyen Künste von vier Meistern gelehrt. Sein Nachfolger, Herzog Albert der III., führte auch das theologische Studium ein, und ließ diese Einführung durch eine Bulle Papst UrbanS deS VI. vom 20 . Februar irsn t bestätigen. Unter den folgenden Beherrschern Österreichs erlitt sie mehrere Veränderungen» wie es di« Einsichten der damahligrn Zeiten gestatteten, und Kaiser Ferdinand der II. ühergah sie am lb. November ibrr den Jesuiten, welch« sie nach ihrem Plan« «inrichtete», und dabey Lehrer aus ihrem Sr-en anstellten. Im Jahr« 175!, unter der Kaiserin» Maria Theresia, ward der Bau eines neuen Universitäts-Gebäudes begonnen, und zu End« des Jahres 1755 vollendet, in welchem Jahre auch di« Sternwarte an der Universität errichtet wur- ^ de '). Di« feyerliche Übergabe des zur Universität gewidmi ten neuen Pallastes geschah am 5. Lprill i75b, und die » Dorlesunge» wurden nach dem neu entworfenen Studien- » Plan« des Areyherrn Gerhard »an Swielen begonnen. Im > Jahr« >7bZ wurde die Lehrkanzel über die Polizey- und Ca- I merai- Wissenschaften, und im Jahre 1775 rene der Länder- I Eultur eingefühtt. i Nach Aufhebung der Jesuiten am 14. September 1775, und seither zu verschiedenen Zeiten, hat sie eine Dermeb- i rung an öffentlichen Lehrkanzel» und »iel« Verbesserungen erhalten. I ') Sicho Sternwarte. Unter Leopold dem H. wurde die Universität unter die Nieder-österreichischen Stände ausgenommen, wo der jeweilige Rector sie auf der Prälaten-Bank repräsentirt. Sein« Majestät, der jetzt regierende Kaiser Franz der I., hat mit wahrer kaiserlicher Munificenz die Universität stet« bedacht, und die Einführung so vieler wichtigen Lehrkanzeln, wie z. B. der medicinischen Polizey und gerichtlichen Arze- nevkunde, der Augenheilkunde, der Landwirthschaft, des Ungarischen Privat-Rechtes »c., beweisen die Fortschritte dieser hohen Anstalt, j Sie ist nach alt hergebrachter Sitte in 4 Facultäten, nähm- ! lich in die theologische, juridische, medicinisch« und philosophische, und in 4 akademisch« Nationen eingetheilt, in die österreichische, Rheinische, Ungarisch« und Sächsische, wovon jede ihren Direktor und Präses, Vice-Direktor, Decan, Se- i «ior und Procurator hat. Alle drey Jahre wird der keclor «»gnilieo, gewählt» der sowohl einer von den wirklichen Professoren, als auch ein« andere mit der hiesigen Doctor- Würde bekleidete Person seyn kann. Die Universität hat »och , «inen Kanzler» Syndikus und einige Actuare. — An Pro- 1 festeren hat die theologische Sacultät 7 , Adjunclen 2; die ju- ^ rische v, I Adjuncten; die medicinisch« »7, i Prosector und > y Assistenten; die philosophisch« 14 , i Adjuncten; dann 4 ! iehrer der fremden Sprachen; l Lehrer der Kalligraphie» l i Lehrer der ökonomischen Rechnungs- und Contirungs- Kunde. Die Universität hat eine Bibliothek, «in naturhistorisches Musäum, eine Sammlung physikalischer und mechanischer Instrumente und Modelle, eine Sammlung anatomischer Präparate und «inen botanischen Garten ') Das Ausführlich- hiervon stehe in de» Folg« des Werkes unter den verschiedenen Rubriken. Verzeichniß der in und um Wien lebenden Schriftsteller, mit Angabe der Wissenschaftsfacher, in welchen sie sich vorzüglich bemerkbar gemacht haben, und ihrer Wohnorte. Adler Joseph Emanuel (Gärtner'), erzbischöflicher Churpriester (Erbauungsschriften. Schöne Literatur). Auf dem Stephans - Platze Nr. »74. Ai »sie dl Ignaz Peregrin, Registrant bey der k. k. vereinten Grundsteuer - RegulirungS - Hof - Commisiion (Rechenkunst und Gesetzkunde). In der Kärnthnerstraste Nr. 104». Allgaier Johann, k. k. pens. Hauptmann (Schachspielkunst). ') Pseudonym, falschnahmig. Alt Mütter Georg, Professor der Technologie am?, k. polytechnischen Institute (Technologie). In der Kruger- straste Nr. ivl». Aman Johann, k. k. Hof-Architekt und Ehrenmitglied der Akademie von St. Lucc« in Rom (Baukunst). In der Burg Nr. 1. An k erverg Wenzel Edler von, k. k. Hof-Secretär (Archäologie. Numismatik). Auf der Freyung Nr. irs. Antoine Franz, k. k. Hofgärtner (Gartenkunst). In dem Hofgarten auf der Bastey Appel Joseph, k. k. Commissär bey der Fahrication der Einlösungsscheine (Münzkunde). AufdemWildpretmark- te Nr. 5Ll. Arnstein Benedict David (schöne Literatur). In der Wollzeil Nr. 777. Arzi erg er Johann, Professor der Maschinen - Lehre am k. k. polytechnischen Institut«, Mitglied der k. k. Gesellschaft des Ackerbaues, der Natur- und Landeskunde in Brünn (Mechanik). Auf der Wieden Nr. iso. Auracher von Aurach Joseph, k. k. General-Major (Kriegswiffenschaft, Geometrie). In der Grünangergaffe Nr. gztz. Axt er Johann Michael, pens. Primär-Wundarzt des allgemeinen Krankenhauses (Wundarzeneykunde). In der Alfervorstadt Nr. lys. Dach Maria Aloys Edler von, Or. der Rechte, gewesener Decan (Rechtswissenschaften und ErbauungSfchriften). In der Schönlaterngaffe Nr. bkl. Badenfeld Eduard Edler von (schöne Literatur). Barth-Barthenheim Johann Ludwig Ehrenreich Graf von, Ritter des königl. Ordens beyder Sicilien und des Johanniter-Ordens, k. k. wirklicher Kämmerer und Nieder-Üster. Regierungs - Soncipist (Gesetzkunde). In -der vorderen Schenkenstraste Nr. 2S. 7 Bartsch Adam Ritter von, Ritter des kaiserlich Österreichischen Leopolds-Ordens, k. k. Hofrath, Custos an der k. k. Hof-Bibliothek, Mitglied der k. k. Akademie der vereinigten bildenden Künste (bildende Künste). ImBür- gerspitale Nr. t>«X). Bartsch FriSrich Ritter von, Scriptor an der k. k. Hof-Bibliothek (bildende Künste). 2m Bürgerspital« Nr. llvo. Bauer Easpar, Professor der practischen Geometrie und der Maschinen-Lehre an der k. k. Theresianischen Ritter - Akademie (Geometrie und Mechanik). Auf der Wieden Nr. töS. Bauer Wilhelm, Doctor der Philosophie, k. k. Rath, Professor der Llatlies!« lorensie und Direktor der Normal- Hauptschule, in dem Jahre l7gl geivesener Decan (Rechenkunst). In der Johannes-Tasse Nr. y?L. Bäuerle Adolph, engagirter Dichter des k. k. pri». Leopoldstädter Theaters, Derfaffer der Eipeldauer Briefe, Redakteur und Herausgeber der Wiener allgemeinen Theater-Zeitung, Agent vieler Deutschen Hof- und Provin- cial-Theater (schöne Literatur). In der Leopoldstadt Weintraubengasse Nr. sio. Berger Ferdinand, MagistratS-Rath (Gesehkunde). Auf dem Getreidemarkte (Laimgrube) Nr. 2. Bergmayer Ignaz Franz, k. k. Stabs-Auditor (Gesetzkunde). Aus der Melker-Bastey Nr. yy. Berlins Theodor, vormahli Schauspieler (schöne Literatur). Auf dem neuen Markte Nr. l050. Ber mann Sigmund, Official bey der k. k. Akademie der bildenden Künste (bildend« Künste). 2» der Rothgasse Nr. »qr." Bernard CarlJoseph (Flaxius), Redakteur der k. k. pri». Wiener Zeitung (schöne Literatur). 2n der Himmel- pfortgaffe Nr. ySl. Be rot Joseph- 0r. der Arzeneykunde, Professor der gerichtlichen Arjeneykunde und medicinischen Polijey an der Wiener Universstät, correspondirendcs Mitglied der Le- bensrettungs-Anstalt ju Prag (gerichtliche Arjeneykunde und medicinifche Polijey). 2» der Josepbstadt Nr. l5l. Beskiba Joseph, Professor der Elementar - Mathematik am k. k. polytechnischen Institute (Mathematik). Im Ja« rober - Gässchen Nr. sbo. Biedenfeld Ferdinand Ludwig Earl Freyherr »on (schöne Literatur). Auf der Laimgrube an der Wien Nr. 47. Biermayer Lorenz, vi-. der Arjeneykunde, pathologischer Prosecter und EustoS des Mufäums (Arjeneykunde). In der Alservorstadt Nr. ly5. Bi« sing er Joseph, Professor der Statistik an der k. k. Theresianischen Ritter - Akademie (Statistik). In der Herrngasse Nr. 26, Blahetka Joseph, Professor der Stenographie (schön« Literatur). In der Iofephstadt Floriani-Gasse Nr. 52. Blank Johann Eonrad, Abbö, Professor der mathematischen Wissenschaften und Rath der k. k. Akademie der bildenden Künste (Rechenkunst). In der Johannes-Gasse Nr. 873. Bleib treu» Ludwig, Buchhandlung« - Buchhalter (schöne Literatur). In der Herrngasse Nr. rö. Blumenbach W. C., siehe Wabruschek - Blumenbach. Bödccker Joseph Adolph, Dr. der Chirurgie (Arjeney« künde). Auf der Windmühl Nr. 57. Boer LucaS, vr der Arjeneykunde, ». k. Leib-Ehirurgus, Professor der theoretischen und practischen Geburtthülf« (GeburtShülfe). In der Ulscrporstadt Nr. iy7. BooS Franz, k. k. Rath, Hofgärt«»- und Menagerie-Di« rector (Botanik). Zu Schönbrunn. Boos Joseph, k. k. Hofgarten-Assistent, Ehrenmitglied der königlich Daierifchen botanischen Gesellschaft j» Re« geniburg (Botanik). Zu Schönbrunn. y L ö r Heinrich Xaver, 0r. der Arzeneykunde, k. k. Professor an der Wiener Universität, liefet über Frauenzimmer- und Kinderkrankheiten, dann über Receptir-Kunft (Arzeneykunde). Auf dem Iudenplatze Nr. 404. Braunhofer Anton, De. der Arzeneykunde, Professor der allgemeinen Naturgeschichte und Technologie an der k. k. Wiener Universität (Mineralogie). Auf dem Bauernmarkts im Gundelhof Nr. Lös. Bremser Johann Gottfried, vr. der Arzeneykunde, Kustos im k. k. Thier- und Pflanzen - Kabinette (Naturgeschichte. Arzeneykunde). In der Leopoldstadt Nr. 4(>2. Brenncr-Felsach Ignaz Ritter von, k. k. wirklicher Hofiath (.Reisebeschreibung). Auf dem hohen Markte Nr. zu. Bretfeld-ChlumczanSky Franz Joseph Freyhcrr von, Herr auf Wcsscliczko und Klein-Zbieschitz, Ritter de» Johanniter-Orden-, dann Kommandeur und Ritter mehrerer Orden, k. k. wirklicher Kämmerer, Schatzmeister der Sternkreuz-Ordens, wirklicher Staatskanzel- ley-Rath, Doctor der Philosophie, Ehrenmitglied der k. k. Akademie der bildenden Künste in Wien, corre- spondirendes Mitglied mehrerer gelehrten Gesellschaften und derzeit Decan der philosophischen Facultät im zwey- ten Jahre (Geschichte). Auf der Wasserkunst-Baste» Nr. ,zyr im eigenen Hause. Brosche Johann Joseph, Nieder-öster. Landes-Thierarzk und Mitglied der k. k. Landwirthschafti - Gesellschaft in Wien (vergleichende Anatomie und Thier-Arzcneykunde). Auf der LanLstrasse Hauptstraße Nr. ios. Budick Peter Alcantara, ConccptS-Practicant an der k. k. Hof - Bibliothek (schöne Literatur). Auf der Wieden Nr. zi. Bürg Johann Tobias Ritter von, Ritter des kaiserlich Österreichischen Leopolds-Ordens, k. k. Rath und Astro- l 10 »iom, rsrrespondirendes Mitglied der Gesellschaft zur Beförderung des Ackerbaues, der Natur- und Landes- > künde in dem Markgrafenchume Mähren und Herzog- ^ tbume Schlesien (Astronomie). In der Singerstrasi« j Nr. LS7. ! Buschmann Joseph Baron von, fürstlich Johann Liechtensteinischer WirthfchaftSrath, Mitglied der k. k. Land- wirthschaftS - Gesellschaft in Wien (ökonomische Eompta« ^ bilität). In der Herrngaffe Nr. 2Ll. ! Se. Kaiser!. Hoheit Erzherzog Earl Ludwig, kaiserlicher Prinz und Erzherzog von ästerreich, königlicher Prinz von Ungarn und Böhmen lc„ Ritter des goldenen Dlie- sies, Grostkreuz des militärischen Marien - Theresien - 0r- ' denS, der königlich Französischen Ehren-Legion und des grosiherzoglich ToScanischen Josephs-Ordens, Gouverneur und General - Capitän des Königreichs Böhmen, l k. k. General-Feldmarschall, Inhaber des Infanterie- Regimentes Nr. z und des Uhlanen-Regimentes Nr. z, Mitglied der k. k. LandwirthschaftS - Gesellschaft in Wien und der Privat-Gesellschaft patriotischer Kunstfreund« zu Prag ic. (Kriegswiffenschaft und Kriegsgeschichte). Cache Joseph, k. k. Hofschausxieler (schöne Literatur). Auf der Wieden Nr. 22l. j Carpani Joseph von, Abbate (vermischte Schriften). Auf ^ dem Kohlmarkte Nr. 2Ü2. ! Earro Johann von, 0r. der Arzeneykunde, csrrespvndi- ! rendeS Mitglied der k. k. Gesellschaft zur Beförderung .1 des Ackerbaues, der Natur- und Landeskunde in dem ^ Markgrafenthume Mähren und Herzogthume Schlesien» > auch Mitglied mehrerer anderer gelehrten Gesellschaften t f (Arzeneykunde. Ökonomie). In der Wollzeil Nr. LS7. U Eassati Johann von (schöne Literatur). Castelli Ignaz (Brüder FataliS, Rosenfeld), Nicder- äster. ständischer RechnungS-Official und Redacteur deS Konversation-Blattes (schöne Literatur). 2>u.Ballgäß- chen Nr. qzi. Castelliz Anton August, vr. der Arzeneykunde, k. k. Rath, StabSfeldarzt, Inspector der k. k. Militär-Medicamenten- Regie und Professor der sxeciellen Pathologie, Therapie und medicinifchen Klinik an der k. k. medicinisch - chirurgischen Josephs-Akademie, Beysitzer der permanenten Feld-Sanitäts-Commission, Arzt im Institute für 0f- ficiers-Töchter zu Hernals, dann Mitglied mehrerer gelehrten Gesellschaften (Toxikologie). In der Alservor- stadt Wahringer-Gasss Nr. 27t. Chimani Franz, 0r. der Rechte, Hof- und Gerichts - Ad- vocat (Rechtskunde). In der Bischosgasse Nr. S14. Ehimani Leopold, k. k. Schulbücher-Verschleiß - Administrator (Iugendschriften). Auf der Wieden Nr. 1. Eibbini Anton, vr. der Rechte, Hof- und Gerichts-Ad- vocat, dann Wechselgerichts - Advocat und beeideter Notar (Rechtskunde und National-Ökonomie). Auf dem Kohlmarkte Nr. 25Z. Coeckelberghe Gerhard von, Official bey der k. k. Camera! - Hauptbuchhallung (schöne Literatur). In der Io- scphstadt Nr. 77. Collin Matthaus von, k. k. Professor und Gouverneur des Herzoges von Reichstädt (schöne Literatur). In derTein- fallstraße Nr. b7. Collin Rosalie von (schöne Literatur). Costenoble C. L.» k. k. Hofschaufpieler (schöne Literatur). Unter den Tuchlauben Nr. 444. CrusiuS Christian, k. k. Rath und pens. Haupt-Postwagens-Directions-Controllor, Ehrenmitglied der königl. Akademie der Wissenschaften zu Erfurt, correspondiren- des Mitglied der k. k. Mährisch - Schlesischen Gesellschaft des Ackerbaues, der Natur- und Länderkunde zu Brünn, und Bürger der Haupt- und Residenz-Stadt Wien (Landeskunde). 2» der Grünangergaffe Nr. gztz. CiaplovrcS Johann von. gräflich von Schöubornscher Rath und Güter-Direktor, Mitglied der k. k. Land- wirthschaftS - Gesellschaft in Wien (Landeskunde und Landwirthschaft). 2n der Renngaffe Nr. 15L. Szech Franz Hermann, Religions-Lehrer am k. k Taubstummen - 2nstitute (ReligionS-Wissenschaften). Auf der Wieden Favoriten - Straße Nr. 1 H 2 . Czykaneck F»anz, 0r. der Arzeneykunde (Arzeneykunde). 2» der obere» Breunerstraße Nr. iiztz. Dapsul von Rosenoble Franz, k. k. Feldkriegs - Concipist (schön- Literatur). 2n der Alsersorstadt Währinger- Gaffe Nr. 2 a». Dcbrois 2ohann Edler von Vruyck, vr. der Recht« und Philosophie, k. k. wirklicher Hofrath, Beysitzer der k. k. Studien-Hof-Commission, Ehrenmitglied der k. k. Akademie der vereinigten bildenden Künste in Wien und de« Akademie der Wissenschaften uud Künste zu Padua, Mitglied der königlich Baierischen Gesellschaft der Wissenschaften, correspondircndeS Mitglied der k. k. Mährisch- Schlesischen Gesellschaft des Ackerbaues, der Natur- und Landeskunde, im 2»hre isi5 gewesener Decan, und in den 2ahren illlS und i«20 gewesener koctor wa^lüsi- cus (Geschichte). 2m Bürgerspitale Nr. lioo. Deinhardstein 2ohann Ludwig, Criminal - GerichtS- Ackuar (schöne Literatur). 2n der großen Schulerstrasi« Nr. yv4. Dietrichstein Graf Moriz von, Großkreuz des Constan- tinischen St. Georgs» Ordens von Parma, Commandeur des königlich Dänischen Danebrog- und Ritter des 2«- hanuiter-Ordens, k. k. wirklicher geheimer Rath und Kämmerer, Obcrsthofmeisters - Stellvertreter bey Sr. Durchlaucht Sem Herzoge von Reichstadt, k. k. Hof-Mu- 15 sik-Graf, Direktor der k. k. Hof-Theater, Protektor und Präses der Witwen- und Waisengesellfchaft der Tonkünstler, Ehrenmitglied der k. k. Akademie der vereinigten bildenden Künste in Wien und rorrespvndirendeS Mitglied der Landwirthschafts - Gesellschaft zu Florenz (schöne Literatur und Musik), In der Burg Nr, i. Dilg Peter Mathias, Controller beyin Zahlamle der k. k. geheimen Hof- und Staatskanzelley (schöne Literatur). Auf dem Äinoriten - Platze Nr. 4. Ditscheiner Johann (Tscheiner D. 2-), bürgerl. Seiden- händler (Naturgeschichte). In der Seilergaffe Nr. lvSZ. Dobblhof- Dür Carl Frcyherr von (Theorie der Tonkunst und orientalische Sprachsünde). Auf dem Grabe» Nr. Iirl. D o lliner Thomas, vr. der Rechte, Professor des Römischen, Civil- und deS Kirchenrechtes an der Wiener Universität, ordentlicher Beysitzer der k. k. Hof-Commission in Justiz-Gesehsachen und Mitglied der königlich Böhmischen Gesellschaft der Wissenschaften (Rechtskunde). In der Schönlaterngaffe Nr. 677. Dopfer Meinrad, l)r. der Arzeneykunde und Polizey-Be- zirks - Arzt (Arzeneykunde). In der Alservorstadt Carls- Gasse Nr. 2Sl. Drechsler Joseph, Capell - Meister, Professor der Harmonie-Lehre und des General - Basses an der k. k. Normal-Hauptschule bey St. Anna (Theorie der Musik). In der Leoxoldstadt Nr. 255. Drexler Anton Ferdinand, Adjunkt an der k. k. Forstlehr- anstalt zuPlaria-Drun» (schöne Literatur). Ebersberg Joseph (schöne Literatur). In der Singer- straste Nr. Sy5. Eckhardt Chevalier de, k. k. Oberstwachtmeister (Militär- Wissenschaften). Auf der Lanistrahe in der Bockgasse Nr. zu. Edel Georg, Tonsetzer (schöne Literatur und Musik). Auf der Schotten-Bastey Nr. l lr> —Siehe auch Künstler- und Musiker - Verzeichnis;.' Egger Franz Edler von, 0r. der Rechte, k. k. Nieder-Öster. Regierungsrath, Ehrenmitglied der Akademie der nützlichen Wissenschaften zu Erfurt, Professor des natürlichen Privat-, allgemeinen Staats-, Völker- und Cri- »ninal-Rechtes an der Wiener Universität (Rechtskunde). In der Bifchofgasse Nr. brs. Ehrenberg Johann Adalbert Dolkamer von, Besitzer des silbernen Civil-Ehrenkreuzes (schöne Literatur). Auf der Seilerstatt Nr. sotz. EhrenfelS Joseph Michael Frepherr von, Herr der Herrschaften Lichtenau, Brun, RagelSdorf re., Mitglied mehrerer gelehrten Gesellschaften (Ökonomie und Staatsivis- senschaft). Auf dem Kohlmarkte Nr. 262 im eigenen Hause. Ellison Wilhelm Nidlef von, Jngrossist bey der k. k. Ban- co - Hofbuchhaltung (schöne Literatur). In der Teinfalt, stratze Nr. by. Ellmaurer Joseph, beständiger Secretär und Rath, zugleich Professor der allgemeinen Theorie der bildenden Künste und Archivar an der k. k. Akademie der vereinigten bildenden Künste, Ritter des königlich Dänischen Danebrog-Ordens, Mitglied der Akademie der Wissenschaften und nützlichen Künste zu Erfurt und der schönen Künste zu Parma (schöne Literatur). Auf der Wieden Nr. SIS. Embel Franz Xaver, Magistrats-Rath und Stadt-Ober- kämmerer (Landeskunde). In der Rabcngasse Nr. 4SS- Erde lyi Michael von, 0r. der Arzcneykunde, Professor der Hippotomie, Anatomie und Physiologie am k. k. Thier-Arzeney - Institute (Hippolomie). Auf der Land- siraste Rabengasse Nr. 406. IS Eyk Wilhelm Freyherr von (schöne Literatur). Auf Lew FranciScaner-Platze Nr. yl l- Ey berg zu Eichbsrg und Wertenek Earl Ritter »»N, Vice- Prässdent des k. k. General-Rechnungs-Direktoriums, Tirolischcr Landmann (Geschichte). Auf der Laimgrude Nr. 2 . Eyerel Joseph, vr. der Arzeneykunde (Arzeneykunde und klassische Literatur). Auf der Schotten-Bastey Nr. lzo. Fahnenberg Ägydius Joseph Earl Freyherr von, k. k. Pens. Directorial-Minister (schöne Literatur und Politik). Auf dem Minoritcn - Platze Nr. 4l. Fahnenberg Anton Freyherr von (Ästhetik). Auf dem Minorite»-Platze Nr. 4l. Falls» Ludwig August von, Ritter des kaiserlich Russischen St. Wladimir - Ordens dritter Elasse und des königlich Preustischen Militär-Verdienst-Ordens, k. k. Oberster >m General-Quartiermeister-Stabe, Beysttzer und Referent der k. k. vereinten Grundsteuer- rc. Regulirungs- Hof-Commission (Mathematik). In der Schwertgasse Nr. ZL7. Fechner Ubald Gottfried, vr. der Arzeneykunde und ehe- mahlizer Direktor der k. k. Thier-Arzeney-Institutes, Mitglied der k. k. LandwirthschaftS-Gesellschaft in Wien (Arzeneykunde und Hippiatrik). In der Grünangergasse Nr. «zh. Felsenthal Ehristian Köpp Edler von, k. k.Nieder-Öster. Landschaft« < EaMer (Landeskunde). Auf der Wieden Nr. L4. Firlinger Anton, Vr. der Arzeneykunde (Arzeneykunde). In der Josephstadt Nr. 44 . F i sch e r Maximilian, regul. lat. Chorherr, Archivar und Vibliothecar des Stiftes Klosterneuburg (Geschichte). Fladüng Joseph, k. k. Feldkriegs-Protocollist (Mineralogie). Im Schotten-Hofe Nr. l2b. Fornasari Andreas, Professor der Italienischen Sprache j und Literatur an der Wiener Universität und an der ^ k.k. Theresianischen Ritter-Akademie (Sprachkunde). Auf dem Spitlberg Nr. ! Nranlk Johann Jacob von (Anck)> k. k. privil. Grosthändler j (schöne Literatur und bildende Künste). In der unteren i Breunerstraße Nr. tirs. Frank Joseph Salesius, vi. der Arzeneykunde. (Medicin und Münzkunde). In der Naglergaffe Nr. rys. Frank Ludwig, Leibarzt Ihrer Majestät der Herzogin» von Parma -c. (Arjeneykunde). ) Fridrich Carl, Registrant ben dem k. k. Kreisamte V. U. ^ W. W. (Rechenkunst). Auf der Wieden Nr. 248. ! Friedri ch Carl Julius, pens. Consistorial - Secrctär (schöne Literatur). Auf der Landstraste Nr. 2stsi. Friedrich Johann, Dr. der Chirurgie, k. k. Regiments- und j Augenarzt (Augenheilkunde). Auf der Seilerstatt Nr. yzg. ! Friedrich Joseph, vr. der Arjeneykunde (Medicin und Chemie). In der Salvator - Gaffe Nr. 37Y. - Frint Jacob, llr. der Philosophie, Abt der heiligen Jung- ! frau Maria in Pagrany, Domherr zu Grost - Wardein, ! Hof- und Burgpfarrer» Obervorsteher der k. k. höheren j BildungSanstalt für Weltpriester, gewesener Professor der > Religions-Wissenschaften an der Wiener Universität, Rcdacteur der theologischen Zeitschrift (Philosophie, Religions-Wissenschaft und Erbauungsschriften). In der Burg Nr. Frisch Jacob, Inhaber einer Erziehung« - Anstalt (Sprachkunde). In der Josephstadt. Vrohberg Regina (schöne Literatur). Auf dem JofephS- Platze Nr. llSL. Frölich Anton, v--. der Arzeneykunde, k. k. wirklicher Hof- s arzr und emeritirrer Dccan der mcdicinifchen Facultät (Arzeneykunde). Auf dem Bauernmärkte Nr. S7S. Füger Joachim, k. k. wirklicher Hofrath bey der obersten Justiz - Stelle (Rechtskunde und Philologie). I» der Al- fcrvorstadt Nr. iss. Fürst Nikolaus, Lehrer der Englischen Sprache (schöne Literatur). In der Spiegelgafse Nr. ioy7. Gaal Georg von, Biblisthecar bey Sr. Durchlaucht dem Fürsten Esterhazy »on Galantha (schöne Literatur). Zu Mariahilf Nr. 72. G ä rtn er Eonrad Freyherr »on, k. k. wirklicher Hofrath und Beysitzer der Hof-Eommission in Justiz - Gesetzsachen (Staatswirthschaft). I» der Schwertgaffe Nr. zzg. Genz Fridrich Ritter »on, Ritter deS königlich Ungarischen St. Stephans-Ordens, Besitzer des silbernen Cioil- Ehrenkreuzes und k. k. Hofrath (Politik und Geschichte). In der Teinfaltstrasie Nr. 74. Gerbe, Johann, vr. der Arzeneykunde (schöne Literatur). Aufdem Graben Nr. it22. Gerstner Franz Anton Ritter »on, Professor der practi schen Geometrie am k. k. polytechnischen Institut« (Geometrie). Auf der Landstraße Nr. 42t. Gift schütz Earl, Weltpriester, k-k. Rath und Direktor an der »on goller'schen gestifteten Hauptschule auf dem Neubau und Armen - Bezirks-Direktor (Religions-Wissenschaft, Erbauungs- und Jugendschriften). Auf dem Neubau Nr. 2t6. Glatz Jacob (Gutmann, Engelmann, Stille), k. k. Eon- ststori.il -Rat- (Erbauungs- und Jugendschriften). Auf der Wieden Nr. ISO. Gleich Joseph Aloys (Delarosa), Rechnungs-Ssficial bey deck. k. Proyincial-Staatsbuchhaltung (schöne Literatur). In der LeopolSstaLt Nr. 4t5. Glenk Wilhelm, fürstlich)Hohenlohe'scher Baurath, «or- mahls General - Mandatar der Hohenlohc'schcn Güter in (-. Preußisch-Schlesien und Pohle» (Badeschriften und En- eyclopädie). In der Leopoldstadt Praterstrasts Nr.sir.— Siehe auch Verzeichnis! der Künstler. GöliS Leopold Anton, 0r. her Arzeneykunde, k. k. Sanitäts-Rath, correspondirendeS Mitglied der k. k. medicinisch- chirurgischen Josephs - Akademie, Mitglied der k. k. Land- wirthfchastS-Gefellfchaft ju Wien, correspondirendeS Mitglied der Mährisch-Schlesischen Gesellschaft des Ackerbaues, der Natur- und Landeskunde, der kaiserlich Russischen Gesellschaft der Ärzte in Wilna und der medici- nisch - phyflcalischen Societät zu Erlangen, Director des klinische» Privat-Institutes für kranke Kinder in Wien (Arzeneykunde). In der Wollzeil Nr. 77y. Gömmel Franz Ferdinand (Fechtkunst und schöne Literatur). Auf der Landstraße Ungargaffe Nr. 324. Görgen Brun», vr. der Arzeneykunde (Arzeneykunde). Zu Gumpendorf Nr. 173. Görög Demetrius von, k. k. wirklicher Kämmerer und Hofrath (Landeskundo und Ökonomie). In der Burg Nr. l. Gottdank Joseph, k. k. Hof-Opern-Sänger (schone Literatur). An der Wien Nr. 26. G ouge Adolph, Privat-Secretär bey Freyherrn von Puthon (schöne Literatur). Auf dem Hof Nr. Z2y. Goutta Wilhelm Erhard, wirklicher Hof-Secretär bey der k. k. obersten Justiz-Stelle (Gefetzkunde). JmBür- gerspitale Nr. i ioo> Gräffer Anton (Musik). Auf dem Neubau In der Neustiftgaffe Nr. b4.—Sieh« auch Künstler- undMusiker-Der- zeichnist. Gräffer Franz (Eont-e, RittgräD- Antiquar-Buchhänd- i ler (Bibliographie und schöne Literatur). In der Rauhensteingaffe Nr. YZ4. Gr et sch Adrian, Priester des Benedictiner - Stiftes zu den Schotten, llr. der Theologie, Pfarrer z» Gumpendorf, in den Jahren 1747 und isro gewesener Decan der theo- IS logisch«» Facultät (Erbauungsschriften). Zu Gumpen- dorf Nr. ns. Gretz Müller Franz von, Registrant bey der k. k. allgemeinen Hofkammcr (Geschichte). 2m Kramergäßchen Nr. zzo. Griesinger Georg August von, Ritter deS königlichen Sächsischen Civil-Verdienst-Ordens, königlich Sächsischer Legations-Rath. (Geschichte). Auf dem Hof Nr. rry. Griffiths Julius, Or. (Länder-und Völkerkunde. Kunst). Am Tabor Nr. Z 62 . Grillparzer Franz, Hof-Theater - Dichter (schöne Literatur). 2» der Dorokheer- Gasse Nr. »izs. Groll Franz Xaver, vr. der Rechte, Hof- und GcrichtS- Advocat, dann beeideter Notar (Rechtskunde). Auf dem Graben Nr. tizg. Groß Johann Baptist (Sprachsünde). Auf der Wieden Nr. l. Grossing Joseph von, vr. der Philosophie (schöne Literatur). Gr über Earl Anton »on, Assessor des Schümegher Comi- tats und Bibliothekar ben Seiner Excellenz dem Grafen Anton von Appony (Geschichte und schöne Literatur). In der Alfervorstadt Nr. 16 s. Grünbaum Christian, k. k. Hof-Opern - Sänger (schöne Literatur). In der Wollzeil Nr. 772. Guetjahr Mathias, magistratischer Eonfcriptions - Com- missär (Topographie). Auf dem Spitlberg Nr. izs. Güldener von Lobes Eduard Bincenz, 0r. der Arzeney» künde, ProtomedicuS, k. k. Nieder-Üstsr. wirklicher Re- gierungSrath und Sanitäts-Referent, Mitglied der k. k. LandwirthfchaftS - Gesellschaft in Wien und der medici- nischen Gesellschaft zu Venedig (Arzeneykunde). Auf der Schotten - Bastey Nr. lvs im eigenen Hause. Gun, Johann, Lieutenant im k. k. Fuhrwesens-Corps - (schöne Literatur). Güster mann Anton, k. k. Bücher - Tensor, Professor des Lehen-, Mercantil- und Wechselrechtes, dann der Privat - Rechts - Praxis an der k. k. Theresianischen Ritter- Akademie (Rechtskunde und Geschichte). Auf der Wieden Nr. 207. Haas Ferdinand (schöne Literatur). Habermann Joseph Edler von, Ritter, vr. der Arzeney- kunde, k. k. wirklicher Hofrath und Leibarzt, Mitglied der k. k. Landwirthschafts-Gesellschaft in Wien (Sani- tats-Polizey). Auf der Seilerstatt Nr. y57. Häcker Georg Fridrich, Lehrer an der vereinigten Schulanstalt beyder protestantischen Gemeinden in Wien und Inhaber einer Erziehungsanstalt (schöne Literatur). In der Jägerzeil Nr. zz. Hadsry Anton von, königlich Ungarischer wirklicher Hof- Eoncipist, Beysitzer der Torner und Honter ComitatS- Gerichtstafel (Geschichte). In der Josevbstadt Nr. ,26. Hadatsch Franz, rrcceffist bey der k. k. Nieder-öfter. Landesregierung (schöne Literatur). Auf der Landstraße Nr. 277. Hammer Joseph Ritter von, Ritter des kaiserlich österreichischen Leopolds- und des kaiserlich Russischen St. Annen-Ordens zweyter Elaste, und des königlich Dänischen Danebrog - Ordens, k. k. Hofrath und Hofdolmetsch, Mitglied mehrerer gelehrten Gesellschaften, Rcdacteur und Derfaffcr der Meisten Aufsätze der Fundgruben des Orients (schöne Literatur, Geschichte, Landeskunde, Sprachkunde und orientalische Literatur). Auf dem Bauernmärkte Nr. SSZ. Hannusch I. Joseph, Nieder-öfter, ständischer Kanzellist (schöne Literatur). Auf dem Jordans-Platze Nr. 402. Ha » tschl Joseph, Professor der Mathematik am k. k. polytechnischen Institute (Mathematik). Auf dem Graben Nr. »l4ö. Harrach Earl Graf von, Ritter des Deutschen Ordens, k. k. wirklicher Kämmerer, 0,-. der Arzeneykunde und PhysicuS des Elisabethinerinncn-SpitalS in Wien, Ehrenmitglied der k. k. medieinisch-chirurgischen Josephs-Akademie und der medicinischen Societät zu Paris, Mitglied der k. k. LandwirthschaftS - Gesellschaft in Wien (Arzeneykunde). Auf dem Graben Nr. ii2>. Hartmann Earl Philipp, Or. der Arzeneykunde, Professor der Pathologie und Äl-teri» meclic» an der Wiener Universität (Philosophie und Arzeneykunde). In der Johannes-Gasse Nr. l>75. Harzfeld Leopold M. (Erbauungsschriften). In der Kärnth- nerstraße Nr. 104st. Haschka Lorenz Leopold, Professor der Ästhetik an der k. k. Theresianischen Ritter-Akademie und Eustos an der k. k. UniverfltätS-Bibliothek (schöne Literatur). In der grasten Schulerstraße Nr. «24. HaSlinger Tobias, HandlungS - Compagnon (Musik). Auf dem Kohlmarkte Nr. 2SY. Hass« »reck Franz, k. k. pri». Großhändler (schone jLi« teratur). Im Ballgäßchen Nr. yzo. Hauer Ferdinand Anton Ritter von, k. k. Major im General - Stabe (Kriegskunst). Hauer Joseph Edler von, k. k wirklicher Hofrath undBey- sther der k. k. vereinigten Grundsteuer - RegulirungS- Hof - Eommission (Landeskunde). Im Melker - Hofe Nr. loz. Hauser Georg Freyherr von, k. k. Sberstwachtmeister im Ingenieur - Corps (Mathematik). » Hausknecht Justus, k. k, Consistorial-Rath, erster Prediger der Wiener Gemeinde Helvetischer Konfession und Superintendent in Nieder-Österreich (ErbauungSschrif- ten). In der Dorotheer-Gasse Nr. lll4. Heinitz Carl, k. k. Oberstwachtmeister (Schwimmkunst). Auf der Landstraße im k. k. Invaliden-Haufe Nr. Heinke Joseph Procop Freyherr von, k. k. Nieder-Oster. Regierungsrath und landesfürstlicher Lehen-Propst in Österreich unter und ob der EnnS (Lehenrecht). Im Schotten »Hofe Nr. iztz. Heinrich Jacob, k. k. wirklicher Hofrath bey der obersten Justiz-Stelle (Militär-Wissenschaften). Im Bürger- spitals Nr. ltvo. Heintl Franz Ritter von (senior), vr. der Rechte, Hof- und Gerichts-Advocat, Herr und Landstand in Österreich und Steyermark, AuSschußrath der k. k. Land- wirthfchaftS-Gesellschaft in Wien, Mitglied mehrerer gelehrten Gesellschaften im In- und AuSlande, und der Gesellschaft zur Beförderung des Ackerbaues in Philadelphia, derzeit Decan der juridischen Aacultät (Land- wirthschaft). Unter den Tuchlauben Nr. sb3. Heintl Franz Ritter von (junior), vr. der Rechte und Philosophie, Herr und Landstand in Österreich und Steyermark, Mitglied der Mährisch-Schlesischen Gesellschaft des Ackerbaues, der Natur- und Landeskunde (Rechti- kunde). Unter den Tuchlauben Nr. sbr. Helm Jacob, vr. der Arzeneykunde und Chirurgie (Arze- neykunde). Auf dem Graben Nr. ivy«. Hennig Franz, bey der k. k. Hofkammer (Topographie UN» schöne Literatur). Auf dem Graben Nr. 6>z. Herbst Carl, vr. der Rechte (RechtSkunde). Auf dem hohe» Markte Nr. S2l. Serbin Joseph, DistrictS - Förster bey dem k. k. KreiSam- te im D. U. W. W. (Mathematik). Auf der Laimgrubs Nr. tSY. Herrmann Leopold, vr. der Arzeneykunde, Professor der theoretischen Arzeneywiffenschaf« für Wundärzte an der 25 """ Wien« Universität (Arzeneykunde). 2» LerRauhenstein- gaffe Nr. yzi. Hesi Albert von, k. k. wirklicher Nieder-Üster. Appella- tions - Rath (Rechlskunde und Musik). 2» der Kärnth« nerstratze Nr. 1075. Hestermann 2- L< (Staatswirthschaft). Auf dem 2uden» platze Nr. 4ll. -jeder Johann Franz Edler von, vr. der Arzeneykunde und Philosophie, k. k. Hofarzt, in den 2ahren lSl5 bis 1»l5 gewesener Decan der mcdicinischen, isib der philosophischen Facultät, k. k. Prüfungs - Commissär und Notar der medicinischen Facultät (Arzeneykunde). 2n der Kärnthnerstrasie Nr. yqtz. Hier sch 2oseph K., Rechnungs - Official bey der k. k. Hof- Post-Buchhaltung (Landeskunde). Auf der Landstraße Nr. 52. Pietzinger Earl Bernhard Edler von, k. k. Feldkriegs- Secretär (Statistik). 2n der Naglergaffe Nr. 2Y5. Hirsch Thomas, Rechnungs - Sfficial bey der k. k. Staats- Eredits- und Central-Buchhaltung und Professor der Kalligraphie an der Wiener Universität (Schriftsteller im genannten Fache). 2n der Riemerstcasie Nr. 7Y4. Hofmann 2ohann, Privat-Geschäftsführer (Rcchtskunde). Zu Sünfhaus nächst Wie». Höf streit Michael, Registranl bey der k. k. Hofkanzelley (schöne Literatur). 2» der Leopoldstadt Nr. 124. Hoheisel Johann, Beamter bey der k. k. Schulbücher-Der» schleiß - Administration (Sprachsünde und schone Literatur). Auf der Wieden Nr. isu. Hohler Emerich Thomas, Lehrer der Lateinischen Sprache :c. bey dem Fürste» »o» Schwarzenberg (klassische Literatur, Geschichte und Staatswirthfchaft). Auf dem neuen Markte Nr. ivL4. H ö l j l Heinrich Joseph, k. k. Eoncipist und zweyter Bü- cher-Revisor (Deutsche Sprachkunde und Literatur). Auf der Landstraße Nr. 2gtz. Hönigsberg Edler »an, Dr. der Rechte (ökonomie). Hopfen Joseph von, vr. der Arzeneykunde, Mitglied der Medicinischen Facultät, der k. k. LandwirthschaflS - Gesellschaft in Wien, der patriotisch-ökonomischen Gesellschaft zu Prag, correspondirendes und Ehrenmitglied des königl. Baierischcn landwirthschafrlichcn Vereines in München, Besitzerder HerrschaftJdolsberg (Landwirthschaft). In der Rothenthurmstraße Nr. 72ö deym Küßdenpfennig. -Hormayr-Hortenburg Joseph Kreyherr von, Ritter^dcs kaiserlich österreichischen Leopolds - Ordens, k. k. Hofrath und Historiograph, Ehrenmitglied mehrerer gelehrten Gesellschaften und Redakteur deL Archives für Geschichte und Geographie (Geschichte). In der unteren Bäckerstraße Nr. 747. Hofer Joseph Earl Eduard, Kr. der Arzencykunde, Magister der Gehurtshülfe, k. k. Hofarzt, Hofrath und Leib- «rzt bey Sr. Kaiser!. Hoheit dem Erzherzoge Earl, Mitglied der Prager und Wiener wedicinischen Facultät, Ehrenmitglied der königlich Böhmischen Gesellschaft der Wissenschaften und der königlich Preußisch-Schlesischen 'Gesellschaft zur Beförderung der Landes - Euitur (Landeskunde). In der Anna-Gasse Nr. yyz. Host Nicolaus, vr. der Arzeneykunde, k. k. Rath und Leibarzt (Botanik). In der Goldschmidgasse Nr. Zys. Hromadko Johann, Lehrer der Böhmischen Sprache und Literatur an der k. k. Wiener Universität und an dem k. k. polytechnischen Institute (Sprachkunde). In der Johannis-Gasse Nr. Y75. Hübler Franz, k. k. Ober-Kriegs-Eommissär und ökonomischer Referent des Nieder-öster. General-Comman- do'S (Militär-Ökonomie). In der Wollzell Nr. 7S2- 25 Hurtl Michael, Professor der Handels- und Gefchäftistylek am k. k. polytechnischen Institute (Sprachkunde). Zn Mariahilf Nr. 72. Huttenbrenner Anselm (Musik und Kritik). Auf dem Sulzgries Nr. 209. H ü tr en b r e n.n e r Heinrich (schöne Literatur). 2» der Leo- poldstad« grosien Hafnerzasse Nr. 4ssS. Se. Kaiserl. Hoheit Erzherzog Johann Baptist, kaiserlicher Prinz und Erzherzog von Österreich, königlicher Prinz von Ungarn und Böhmen >c., Nitter des goldenen DliesieS, Großkreuz des militärischen Marien - Tharesien-, des kaiserlich Österreichischen Leopolds- und des königlich Würtembergischen Militär - Verdienst - Ordens, Ritter des königlich Sächsischen Ordens der Rautcnkrone, k. k. General der Eavallerie, General-Direktor des Genie- u»> Fortifications-Wesens, der Ingenieur- und Wicner- Neustädter Militär-Akademie» Inhaber de» Dragoner- Regimentes Nr. l, Stifter des Joanneums zu Grätz, Protektor der Landlvirthschafts - Gesellschaft in Wie» und der Gesellschaft des Ackerbaues und der Künste zu Laibach, Ehrenmitglied d« Akademie der schönen Künste zu Mailand, der Gesellschaft zur Beförderung des Ackerbaues, der Natur- und Landeskunde in dem Markgrafen- «hume Mähren und Herzoglhume Schlesien rc. (Landeskunde). Iacquin Joseph Franz Freyherr von, vr. der Arzcney- kunde, k. k. Nieder-Öster. Regierungsrath, Ritter des königlich Dänischen Danebrog-Ordens » Professor der Chemie und Botanik an der Wiener Universität > Aus- schußrath der k. k. Landwirchschafts-Gesellschaft zitWien (Chemie und Botanik), In der oberen Bäckerstrasik Nr. 7bv. Jäger Earl, vr. der Arzeneykunde, Augenarzt (Augenheilkunde). Im Taschncrgäßchen Nr. 5Z7. 2 « Jager Fridrich, vr. der Arzcncy- und Wundarzeneykunde, Augenarzt (Augenheilkunde). In der unteren Bäcker- straste Nr. 746. Jaßnügger Johann, vr. der Arzeneykunde, Professor der Shemie, Technologie und Landwirthfchaft an der k. k. Theresianischen Ritter-Akademie, Mitglied der k. k. Landwirthfchasts-Gesellschaft zu Wien (Chemie). In der Anna-Gasse Nr. lvoi. Jeittele» Ignaz (schöne Literatur). In der Schwertgasse Nr. ZL7. Jenk» Johann, Professor der Elementar-Mathematik an der Wiener Universität (Mathemalik). In der Leopol»- siadt Nr. syo. Joel Felix, vr. beyder Recht« (schöne Literatur). Jordan Peter von, Ritter de« kaiserlich österreichischen Leopolds-Ordens, k. k. Nieder - Üster. Regierungsrath, Direktor der Patrimonial-Herrschaften Laxendurg und Vösendorf, Uusschußrath der k. k. LandwirlhschaftS-Ge- lellfchaft zu Wien und Ehrenmitglied der k. k. Mährisch- Schlesischen Gesellschaft zur Beförderung des Ackerbaues, »er Natur- und Landeskunde (Landwirthfchaft). In der Wollzeil Nr. 777. Joris Peter. k. k. Rath, Direktion» - Adjunct in der k. k. Porzellan- und Spiegel-Fabrik, k. k. Bücher-Tensor und Mitglied der k. k. Landwirthschafts-Gesellschaft in Wien (Mineralogie). In der Rossau Nr. ir?. Jtfordink Johann, Ritter des grosiherzoglich Dadenschen Verdienst-Ordens, vr. der Arzenep- und Wundarzene»- kunde, k. k. Rath, Stabsfeldarzt und Professor »er allgemeinen Pathologie, Therapie, N-teii» meckic» und Reccptir-Kunst an der k. k. medicinisch-chirurgischen Josephs-Akademie, Beysiher der permanenten Feld-Sanitäts-Commission und Sanitäts-Referent der Norm»- 27 kien - Commission bcym k. k. Hofkriezsraihe (Naturleh^ re). Auf der hohen Brücke Nr. 145. Jung Johann von, königlich Ungarischer Landes- und Gerichts - Advocat, Professor des Ungarischen Privat - Rechtes an der Wiener Universität und an der k. k. Theresianischen Ritter-Akademie (Privat-Recht und schöne Literatur). In der Landskrongaffe Nr. 54h. Jüstel Joseph AloyS, Ritter des Hster. kaiserl. Leopolds- Ordens» 0r. der Philosophie und Theologie, infulirter Propst von Alt-Bunzlau, Prälat in dem Königreiche Böhmen, k. k. wirkl. Hosrath, Beysiher der Hof-Commission in Studien- und Justiz-Gesctzsachen, Ehrenmitglied der k. k. Akademie der Wissenschaften und Künste zu Padua (Erbauungsschriften). Im Schotten-Hofe Nr. 15h. Iustinus Johann Christian, k. k. Hofgestüts - Inspektor (Pferdekunde). Auf dem Spitlderg in, dem Hofstallge- »äude Nr. i. Kachle» Johann, Samenhändler (Rechnungskunst). Inder Leopoldstadt Josephs-Gaffe Nr. 254. Kanne Tridrich August, Redakteur der musikalischen Zeitung (schöne Literatur und Musik). Auf »er Wieden in der Alleegaffe Nr. 55. Kaste» Eugen, Professor der Diplomatik und der diplomatischen Staatengeschichte an der k. k. Theresianischen Ritter - Akademie, dann des Natur-, Staats-, Völker-^ Handels- und Seerechtes an der k. k. Akademie der mor- genländischen Sprachen (Rechtsrunde). Auf der Wieden Nr. 72. Kastler Rudolph Michael, vr der Arzeneykunde, Augenarzt (physisch« Erziehung). Im tiefen Graben Nr. 22». Kaufmann Johann, Professor de« Römischen Civil- und des Kirchenrechtes an der k> k. Theresianischen Ritter- Akademie (Rechtskunde). Auf dem Hof Nr. 520. 2 ' r» Keeß Stephan Edler von, erster Commissär' bey der k. r. Fabriken-Jnfpection (GewerbSkunde). Auf der Schotten« Bastey Nr. 107. Ae in per Jacob, Lehrer der Englischen Sprache (Sprach- kunde). Kern Bincenz, vr. der Arzeney-undMundarzeneykunde, k. k. Rath, Leib-ChirurguS und Professor der praktischen Ehi- rurgie» dann Mitglied mehrerer gelehrte» Gesellschaften (Wundarzencykunde). Auf dem Stock im Eisenplatz« Nr. S7b. Kern »l Joseph Lorenz, Magister der Chirurgie, k. k. Jn- fectionS-Wundarzt und Todtenbeschauer (Chirurgie und Botanik). Im Elend Nr. 177. Khünl Jacob Rudolph, Weltpriester, erster Dom-Prediger an der Metropolitan-Kirche zu St. Stephan, Professor der Pastorat-Theologie an der Wiener Universität (Er- bauungSfchriften und schöne Literatur). Auf dem Stephans-Platze Nr. 874. . Klein Wilhelm, Direktor des k. k. Blinden-Institutes. (Erziehung), gu Gumpendorf Nr. 2tZ. Kle insch mi d Sridrich August, k. k. RegierungSrath (schöne Literatur). In der Seitzcrgasse Nr. 457. Kleyle Joachim, k. k. RegierungSrath und Hofrath bey Seiner Kaiserlichen Hoheit de», Erzherzoge Carl (Landeskunde). In der unteren Breunerstrasie Nr. it27. Klingenbrunner Wilhelm (Wilhelm Blum), Nicder- -Üster. landständischer Eaffier (schöne Literatur uns Musik). In der Leopoldstadt Nr. St». Kli» kowström Fridrich von (Kindmann), Inhaber einer Erziehungsanstalt (Erziehung). In der Alservorstadt im eigenen Hause Nr. yH. Kneift Reginald, Professor der allgemeinen Naturgeschichte an der k. k. Theresianischcn Ritter - Akademie (Naiurge- schlchi«> Auf de» Wieoen Nr. 15b. Knorr Bernhard Freyherr von, k. k. Hof-Secretär (Musik). In der oberen Bäckerstraste Nr. 7b7. Koch Carl Wilhelm, Handelsmann (schöne Literatur). In der Kärnthnerstrasic Nr. y4t. Kohl Lorenz, k. k. Hauptmann «on Baron Zach Infanterie- Regiment Nr. t5, Ritter des königlich Sardinischen St. Mauritius» und St. Lazarus-Ordens, Ehrenmitglied der k. k. Akademie der bildenden Künste in Wien, cor- refpondirendeL Mitglied der k. k. Mährisch-Schlesischen Gesellschaft zur Beförderung des Ackerbaues, der Nalur- t!Nd Landeskunde, provisorischer Unter - Direktor des k. k. lithographischen Institute» des Eatasters (Lithographie). In der Riemerstrasie Nr. Sty. Kolbe Anton, 0r. der Rechte, Hof- und Gerichts-Adpccat (Rechtskunde). Unter den Tuchlauben Nr. 4sr. Kollman« Leopold, Wundarzt und Geburtshelfer (Geburtshülfe). Kolltveg Maximilian, Weltpriester, Or. der Göttesgelehrt- heik, fürsterzbischöflicher Consistorial-Rath, emeritirter Dechant und Schul-DistrietS-Aufseher in dem Badner Bezirke (Erbauungsschriften). Zu Penzing nächst Wien im eigenen Haus«. Kopetzky Franz Joseph, Magistrats-Rath (Gesetzkunde). Auf dem Haarmarkte Nr. Kopitar Bartholomäus, Scriptor an der k. k. Hof-Bibliothek, k. k. Bücher-Eensor, rorrespondirendes Mitglied der Gesellschaft der Freunde der Wissenschaften zu Warschau und der literarischen Gesellschaft zu Krakau (sprach« künde). Im Iacober-Gäsichen Nr. 307. Kotz Marquard Joseph Freyherr »on, k. k. pens. Guber- nial-Rath (Gesetzkunde). In der Iägerzeil Nr. i. Kreil Joseph, emeritirter Professor der Philosophie an der Universität zu Pest (Reisebeschrcibung, Philosophie und ZO Mathematik). Auf der Landstraße «n Ser Spiegelgaste Nr. bs. Krem er Al. Sylver Edler »on, vr. der Rechte (Rechls- kunde). Im tiefen Graden Nr. ,77. Kreutz Johann Anton (Dolkischriften). In der Iosephstadt Kaifergasse Nr. 2l. Kritsch Dincenz, Priester aus dem Orden der frommen Schulen und Pfarrer in der Iosephstadt (klassische Literatur). Kuffner Christoph (Kosengarte E. H.), ». k. wirklicher Hofkriege-Eoneipist (schöne Literatur). Auf der hohen Brücke Nr. Lös. Kurländer Franz von, Nieder - Oster. LandrechtS- Secretär (schöne Literatur). Auf der Fischerstiege Nr. Lbs. LakoS Johann Frei,Herr »on, k. k. Major im General- Quartiermeister - Stade (Terrain - Bildung). Lang Kranz Innocenz, vr. der Philosophie, k. k. wirkt. Hofrath, Domherr zu Groß-Wardein des Lat. Ritus, Ehrenmitglied der k. k. Akademie der Wissenschaften und Künste zu Padua, Direct-r der Gymnasial-Studien in Österreich unter der Enns, im Jahre ISIS gewesener Rector magnikcn« (Philologie). Im Schotten-Hof« Nr. ,zü Lang Joseph von, vr. her Arzeneykunde (Medicin). Auf dem Lugeck Nr. 7ZS. Langendacher Johann, Professor der Theorie und Praxis des HufdeschlagcS, der chirurgischen Operationen, der chirurgischen Klinik und des Exterieurs de« Pferde« an dem k. k. Thierarzeney - Institute (Hippiatrik). Auf der Landstraße in der Rabengasse Nr 406 . langer Johann (schöne Literatur). In der Leopoldstadi Nr. 2»7. Lannoy Eduard Freyherr »on (schöne Literatur). Im Schulhofe Nr. 4lS. 51 Launay Theodor Edler von, k. k pens. Hof-Secretär» Mitglied der k. Akademie der Wissenschaften und ichönen Künste zu Brüssel und der Akademie der Wissenschaften zu Aließingen (Botanik). Aus der Landstraße Nr. so. Lehmann Franz Caspar, k. k. wirklicher Hofrath und Besitzer des silbernen Civil-EbrenkreuzeS (Geschichte). 2» der Weihburggasse Nr. Y24. Lehne Johann Fridolin, Scriptor an der UniversitätS-Bih- liothck (Poesie). Auf der Wieden Nr. ,44. Leithner Franz Frcyhcrr von, Direktor der k. k. Salmiak-, Vitriol-Ühl- und anderer chemischer Producte- Fabrik (Chemie und Technologie). Zu Nugdorf. kembert I. W., >. k. Hofschauspicler (schone Literatur). Auf dem Kohlmarkte Nr. ll74. Lenhossek Michael von, vr. der Arzeneykunde, Professor der höheren Anatomie und Physiologie an der Wiener Universität, gewesener Decan und keetvr m-gnisica» der Universität zu Pest, Mitglied mehrerer gelehrten Gesellschaften, Gerichtstafcl-Beysitzer einigerEomitale in Ungarn (Arzeneykunde). In der unteren Bäckerstraße Nr. 74S. Lenker Michael, Ingenieur-Oberstwachtmeister» Inspector des Ökonomie- und DiSciplinar - Wesens, und Lehrer der mathematischen Weltkunde an der k. k. Ingenieur- Akademie (mathematische Geographie). Auf der Laim- grube Nr. ibg. Leon Gottlieb »on, Custos an der k. k. Hof-Bibliothek (schöne Literatur). Auf dem Sulzgries Nr. lüS. Leonhard Johann,Michael, infulirter Prälat, Dom- ScholasticuS, k. k. wirklicher Nieder-Üster. Regierungsund fürsterzbischöflicher Eonsistorial-Raih, Referent des DolksfchuiwesenS bey der k. k. Studien - Hof-Commission, Direktor der k. k, Schulbücher-Verschleiß-Administration und Sberaufseher der Deutschen Schulen (Religions-Wissenschaften). In der Anna-Gasse Nr. c,so. """ zr Lewenau rirnold Joseph Ritter von, k. k. und fürstlich LiechtensteinischerRath (Landwirthschaft). JnderKärnrh- nerstrasie Nr. 1017. Libert Abbe, ^nmönier Seiner Durchlaucht des Fürsten Earl »on AuerSbcrz (schöne Literatur un» Moral). In der Josephstadt Nr. i. Lichtenberg Joseph, k. k. hofkriegsräthlicher Beamter (schöne Literatur). I» der Josephstadt Nr. »43. Lichtensteiner Meinrad, vr. der Philosophie, Priester des Lenedictiner - Stiftes zu den Schotten, Präfect des Gymnasiums daselbst, vice - Direktor der Gymnasial- Studien in Unter «österreich, i« Jahre ig»7 gewese- ner Deean (Religions-Wissenschaften). Im Schotten-Hof« Nr. ,36. Lieblein AloyS, k. k. ober-Lieutenant (Militär-Wissenschaften). Liedemann Samuel Ritter von, k. k. wirklicher Hofrath, Ritter des kaiserlich österreichischen St. LeopolbS-SrdenS, k. k. und königlich Ungarischer Truchsess, Beysitzer der Hof-Commission in Canal- und Bergbau-Angelegenheiten und Präses der königl. privil. Ungarischen Schifffahrts-Gesellschaft ( Sameraiistik). Im Bürgerspital« Nr. ,,oo. Liezenmayer Edler von Hochstädt Ignaz, öffentlicher Lehrer der Französischen Sprache (Sprachkunde undJugend- schriften). In der Leopoldstadt Nr. 314 . Linden Joseph, vr. der Rechte, k. ». Hof- und Nieder- Oster. ffammer-ProcuratorS-Adjunkt (Rechtskunde). I« der Jacober - Gaffe Nr. »07. Lindner Ignaz, Hauptmann und Professor der Mathematik im k. k. Bombardier, Corps (Mathematik). ^ Littrow Joseph, Direktor der Universitäts-Sternwarte und Professor der wissenschaftlichen Astronomie (Astronomie). In der Leopoldstadt Nr. »ir. 8 8 Lüpscher Anton, k. k. Lieutenant (Kechtkunst). Auf der Laimgrube (Getreidcmarkt) Nr. z. Machst Johann Baptist (Sprachkunde). Auf dem hohen Markte Nr. 54Z. Macher Matthias, vr. der Arjeneykunde (schöne Literatur und Arjeneykunde). In der Alservorstadt Nr. »45. Made rer Freyhcrr von (Bernhard K.) (Sprachkunde). Madlener Johann, Priester rer Congrcgation der Redemto- ristsn (Philosophie. Physik). In der Passauer-Gasse Nr. z(>7. Maillard Sebastian von, k. k. Feldmarfchall-Lieutenant bey dem Genie-EorpS, correspondirenteS Mitglied der königl. Gesellschaft der Wissenschaften zu Prag und der kaiserl. Russischen Akademie der Wissenschaften zu,Petersburg (Befestigungskunst). Auf der Seilerstatt Nr. sv4. Malfatti Johann, vr. der Arjeneykunde (Arjeneykunde). In der Himmelpfortgasse Nr. y55. Marter Kranz Joseph, k. k. pensionirter Professor der Naturgeschichte und Mitglied der k. k. LandwirthschaftS-Te- sellschaft in Wien (Botanik), arte rer Ferdinand von (Politik und Sprachkunde). »rton Joseph von, k. k. Professor (Sprachkunde). In der Rauhensteingasse Nr. Y27. Marsch Emanuel, Lehrer im Schmied'schen Institute (schone Literatur). Auf der Landstraße Nr. 7<). Marsch Peter Ealesanz, emeritirter k. k. Gymnasial-Professor und Magister der freyen Künste und Philosophie (Sprachkunde und Pädagogik). Auf der Landstraße Nr. 7st. , M attu l!k Earl, Direktor und Lehrer an der Hauptpfarr- schule auf Ser Landstraße (Jugendschriftcn). Mayer Joseph, Weltpriester, Bice-Director und Religions-Lehrer am k. ».polytechnischen Institute (Reli- gionS- und Erbauungsschriften). Auf der Wieden Nr. rs. Mayer Joseph, vr. der Philosophie, k. k. RegierungSrath, gewesener Professor der Philosophie an der hohen Schuld ' 7 e zu Wie», dann Director des philosophischen Studiums an der hohen Schule zu Löwen (Philosophie). Auf der Landstraße in der Sterngaffe Nr. rb7. Mayer Martin Joseph, Bürgermeister der Stadt Baden und Haupt-Schul-Director (Geschichte und schone Literatur). Zu Laden im eigenen Hause. Mayer Michael, 0r. der Arjeneykunde und Professor der Anatomie an der Universität zu Wien (Anatomie). 2m neuen Universitäts - Gebäude Nr. 7Lb. Mayr Christoph, 0r. der Arjeneykunde (Mineralogie und Arjeneykunde). 2» der kleinen Schulerstraße Nr. raH. Mayrhoser Johann, k. k. Bücher - Revisor (schöne Literatur). 2n der Wipplingcrstraße Nr. rsy. Megerle von Mühlfeld Earl, EustoS im k. k. Naturalien- Eabinette (Naturgeschichte). 2» der Burg Nr. i. Megerle von Mühlfeld Johann Georg, k. k. Rath und Director des Hofkammer-Archive», Ehrenmitglied der k. k. und ständischen Gesellschaft zur Beförderung de» Ackerbaues und der Künste in Steyermark und Kärn- then, dann correspondircndeS Mitglied der k. k. Gesellschaft jur Beförderung deS Ackerbaues, der Natur- und Landeskunde in Mähren und Schlesien und der ökonomisch-patriotischen Gesellschaft «u Prag (Gesetzkunde und Landwirthschafk). Im Bürgerspitale Nr. lioo. Meidinger Earl Srcyherr von, Nieder-Lster. Landrechkj- Secretär (technische Chemie). Im tiefen Graten Nr. »bst. Meier Carl, vr. der Arjeneykunde (Arjeneywissenschaft). Auf der Landstraße Nr. 2l7. Meiner« Joseph Georg, k. k. pens. Professor der Ästhetik, und Mitglied der k. k. Mährisch-Schlesischen Gesellschaft jur Beförderung des Ackerbaues, der Natur- und Landeskunde (schöne Literatur und Geschichte). MeiSl Carl» k. k. Marine-Kriegs-Cowmiffar (schone Literatur). I» der Leopoldstadt Nr. Sll. 25 Meißner M., Handlungs-Buchhaller (elastische Literatur). Auf der Wieden in der Heugass« Nr. 102. Meiß n e r Paul Traugott, Professor der speciellcu technischen Chemie, Mitglied der Gesellschaft zur Beförderung der gekämmten Naturwissenschaften »u Marburg (Chemie). Auf »er Wieden Nr. bs. Meta un Wenzel, Rechnung«-Sfficial bey der k. k. Nieder - Oster. Provincial - Staatsbuchhaltung (Unierhal- tungsschriften). 2» der Iosephstadt Nr »07. Mellitsch Johann, vr. der Arzeneykunde, Geburtshelfer und Mitglied der medicinifchen Facultät zu Wien und Prag (Arzeneykunde, Geburtshülfe und medicinische Po- lizcy). 2» der Kumpfgasse Nr. S20. Menner 2ofcph Stephan von, Kanzellist bey der k. k. Brücken- und Nieder-Üster. Landes-Wasserbau-Direktion (schöne Literatur). 2n der Leopoldstadt Nr. zso. Mikusch 2oseph, Lehrer des theoretisch-praktischen Unterrichtes in der ökonomischen Rechnung«- und EontirungS- Äunde an der Wiener Universität (Staatsrechnungs- wiffenschaft). 2n der Kellnerhofgaffe Nr. 72S. Mil lau er Philipp, magistratischer Grundbuchshalter (schöne Literatur). Auf der Windmühl Nr. bs. MISley 2ofeph, Dr. der Arzeneykunde, Mitglied der Wiener medicinifchen Facultät, wie auch der k. k. Land- wirthschafts - Gesellschaft in Steyermark/ emeritirter Direktor der Bade - Anstalten im Stcyermärkisch-stän- dischen Doppelbade nächst Grätz (Philosophie). Auf dem Peters-Platze Nr. Soy. Mitis Ferdinand Edler von, Nieder-Üster. Landstand, Amts« 2ng«n!eur bey der k. k. Brücken- und Wasserbau - Direktion (Baukunst). 2n der Leopoldstadt an der Holzgestätte Nr. sSq. Mitis 2«naz Edler von, Nieder-Öster. Landstand und Ausschuß (Chemie. Technologie)) In der Preßgaffe Nr. 4L». Mock Andreas, regul. lat. Chorherr zu Klosterneulurg und Kanzelley - Direktor (orientalische Literatur). Zu Klosterneuburg. Mosel Ignaz Franz Edler von, k. k. wirklicher Hosrath und Vice - Direktor der k. k. Hof-Theater (schöne Literatur und Musik). 2m Melker-Hofe Nr. ,0Z. Möser Johann, Sfficial bey dem k. k. Oberst-Hof-Mar- schallamke (schöne Literatur). Auf der Wieden Nr. lyr. Mras Earl von, Hauptmann im k. k. General - Quartier- Meister-Stabe (Terrain-Bildung und Kriegsgeschichte). Mühlibach N. Th., 0r. der Akjeneykunde (medicinische Topographie). Müller Joseph, .Lehrer an der Pfarrschule in der Rossan (schöne Literatur). In der Roffau Nr. 2d. Mull» Franz (schöne Literatur). In der Spiegelgasse Nr. ,oy7. Natter Johann Joseph, fürsterzbischöflicher Eonsistorial, Nach, Eommandeur und Pfarrer bey den Kreuzhcrren an der St. Earls-Kirche auf der Wieden (Erbauungs- schriften). Im Pfarrhofe auf der Wieden nächst der erwähnten Kirche Nr. yy. Natt« rer Johann, Assistent im k. k. Thier - Eabinelte (Naturgeschichte). In der Burg Nr. l. — (Dermahl auf einer Reise in Brasilien ) Natterer Joseph, Eustos im k. k. Thier»Eabinelte (Naturgeschichte). In der Burg Nr. l. Nell von Nellenburg und Damenäcker Franz Maria Ritter von, Hof-Concipist de, der k. k Eommerz- Hof - Commission und königl. Böhmischer Landstand (G-schtchte und schöne Literatur). In der Neuburger- Gasse Nr. ttlt. Netuschil Barbara, Vorsteherin» einer öffentlichen Mädchenschule (Jugcndschriften). Auf dem Grabe» Nr. H,s. Netuschil Franz, Vorsteher einer öffentlichen Mädchenschule (Jugendschriften). Auf dem Graben Nr. HlS.j """> Z7 Neumann Johann Philipp, Professor der Physik am r. r. polytechnische» Institut« (Physik und schöne Literatur). 2m Vallgäsiche» Nr. yZl. Meumann von Meiffenthal Marianne, geborne von Tielk (schöne Literatur). Neustädte« Michael Freyherr von, k. k. HofkriegL-Vice» Buchhalter, Bcysitzer der Trenchiner und Neograder Eo- Untat« - GerichtStafcl, corresxsndirendcS Mitglied der k. k. Mährisch-Schlesischen Gesellschaft zur Beförderung de« Ackerbaues, der Natur- und Landeskunde (StaatS- wirthfchaft). 2» de», DreyfaltigkeitS-Hofe Nr. 4H7. Novag Loren», Doctor der Arzeneykunde, PhysieuS im Bürgerspitale zu St. Marx und Professor der physischen Erziehung an der k. k. Normal-Hauptschule bey St. Anna (physische Erziehung). Aufdem Kohlmarkie Nr. nsr. Nuce Johann von, k. k. Hauptniann (KriczSivlsscnschaft). Ge. Excellenz Joseph Maximilian Graf in Tenczin-Os- solinSki, Eommandeur deS königl. Ungarischen St. Stephans-Orden«, k. k. wirkt, geheimer Rath, Präfect der k. k. Hof-Bibliothek, Oberst - Landmarschall in den Königreichen Galizien und Lodomer,en, Mitglied der k. k. LandwirthschaftS-Gesellschaft in Wien, der Gesellschaft der Wiffenichasten zu Prag, Göttingen, Warschau, Krakau und Wilna (Literatur-Geschichte). Auf der Wiede« Nr. irr. Lberleitner Andreas, vr. der Theologie, Priester de« Benedictiner - Stifte« zu den Schotten, Professor der Arabischen, Syrischen und Chaldaischc» Sprachen, dann der höheren Exegese an der Wiener Universität (Orientalische Literatur). Im Schotten-Hofe Nr. irtz. Obersteiner Benedict, Kr. der Arzeneykunde (Arzeney- kunde). Auf dem Grabe» Nr. bis. Ochse »heim er Ferdinand (Unklar Theobald), k. k. Hof« lchauspieler, Doctor der Philosophie, Mitglied der Ge- ;g fellschaft naturforschender Freunde in Berlin, der Wet- tcrauifchen Gesellschaft für dis gesawmleNaturkunde und der naturforfchenden Gesellschaft zu Halle (Naturgeschichte). Zu Mariahilf Nr. I0l. Ählinger Joseph (Steffens Johann Heinrich. — Em. Weber. — N. Fr. Z. Werner. — I. G. Mistelbach. — Zimmsrmann), gewesener Erzieher (»erwischte Schriften). In der Alservorstadt Nr. 200. üsterrei ch erI., 0r. der Arzeneykunde (Arzeneykunde, Che- mieundTechnologie). In der Dorotheer-Gaffe Nr. lt07. Üttel Carl von, Oberster im k. k. Genie-Corps, Genie- Archivs - Direktor in Wien (schöne Literatur). Pan na sch Anton, Ober-Lieutenant im k. k. General-Quar- ticrmeister - Stabe (schöne Literatur). Pass» Anton, Priester der Eongregation der Rcdemtoristen (Erbauungsschriften und schöne Literatur). In der Pas- sauer-Gaffe Nr. Zb7. Pass» Georg, Inhaber der theologischen Leih-Bibliothek und Herausgeber der Shlzweige (Erbauungsschriften und schöne Literatur). In der Dorotheer-Gaffe Nr. llvs. Passy Johann, bürgert. Handelsmann (schöne Literatur). In der Dorotheer-Gaffe Nr. liog. Pauly Carl von, königl. Ungarischer Hof-Concipist (Gesetzkunde). Auf dem Graben Nr. tziz. Pausa August Ludwig, StabS-Fourier im k. k. Fuhrwesen-Corps (schöne Literatur). -Pein Georg, Rath und Professor der Derzlerungszeichnung an der k. k. Akademie der vereinigten bildenden Künste in Wien (Baukunst). Auf dem Michaels-Platze Nr. llSZ. Peitl Joseph, Lehrer a» der k. k. Normal-Hauptschule bey St. Anna (Sprachkunde und Pädagogik. In der Anna- Gaffe Nr. ysg. Peppernick Jacob M., k. k- Militär - Derpstegs - Assistent (schöne Literatur). In der Rothenlhurmstraße Nr. 7Zl. Sy Perger Sigismund von, k. k. Hof-Tbiermabker, Historien- Mahler und Kupferstecher (bildende Künste). In der Alseroerstadt Nr. 27Z. Perin Josephine von, geborn« von Dogclsang (schöne Literatur). Petri Bernhard, Wirlhschaftsrath und Eigenthünper mehrerer Landwirthschaften, Mitglied der k. k. Mährisch- Schlesischen Gesellschaft zur Beförderung des Ackerbaues» der Natur- und Landeskunde (Haus- und Landwirthschaft). Zu Thercsien - Veld. Pezzl 2»sepb, angcstellt i» der k. k. Hof- und Staatskan« zelley im Chiffre-Eabinette (Geschichte und Landeskunde). In der k. k. Stallburg Nr. l>54. Pfeiffer F., Buchhalter (schöne Literatur). Pichler Caroline, geborne von Grciner, k. k. Nieder-äster. NcgicrungSrathes Gemahlin» (schöne Literatur). In der Alservorstadt Nr. 10Y. Pilat Franz Joseph, k. k. Hof - Secretär, Besitzer des silbernen Civil - Ehrenkreuzrs und Redactcur des Österreichischen Beobachters (Geschichte und schöne Literatur). Auf dem Michaels - Platze Nr. 2 LZ. Pi ringer Michael von, k. k. wirklicher Hofrath, correspon- direndes Mitglied der Mährisch-Schlesischen Gesellschaft des Ackerbaues, der Natur- und Landeskunde, Ehren- mitglied der Akademie der Wissenschaften und nützlichen Künste zu Erfurt (Staatskunde). In der Wollzeil Nr. 7»2. Pletz Joseph, k. k. Hof-Sapellan und erster Stud!len-Di- rector im weltpriesterlichen höheren Blldungs > Institute zum heiligen Augustin (Erbauungsfchriften). Im Augustiner-Kloster Nr. iiz». Poeckh Ignaz Freyhcrr von (schöne Literatur). Pollak Aaron (schöne Literatur und Hebräische Eprach- kunde). In der Wipplingerstraße Nr. zsb. P«rtenschlag -Ledermayer Frenz Edler von', vr^ der Rechte (Botanik). In der Schönlaterngaffe Nr. bsi. P orten sch la g-L e L er m ay er Joseph Edler von, Senior cher medicinischen Taciiltät, Dr. der Arjeneykunde (Arjeneykunde). In der Schönlaterngaffe Nr. bei. Portenschlag-Ledermayer Joseph Edler von (junior) , 0r. der Arjeneykunde und zwcytcr Stade - Phy- sieus, in den Jahren ISIS-Itzt« gewesener Decan, Primär-Arzt des k. k. Nieder-Oester. Srrafhaus-Spitales (Arjeneykunde). In der Singerstrasie Nr. Ly». Pratobevera Carl Joseph, vr. der Rechte, B-ysitzer der Hof - Commiffion in Justiz-Gesetzsache» und Vice-Präsident dey dem k. k. Axxellations- und Criminal-Obergerichte in Österreich ob und unter der Enns (Rechtskunde). Im Biirgerspitale Nr. llO». Prechtl Johann Joseph, k. k. Nieder-Oster. Regierungsrath, Dircctor des k. k. polytechnischen Institutes, Mitglied der k. k. Landwirihfchafts - Gesellschaft in Wien» der k. k. Gesellschaft des Ackerbaues, der Narur- und Landeskunde in Brünn, correspondirendeS Mitglied der königl. Baierischen Akademie der Wissenschaften, der Gesellschaft zur Beförderung der nützlichen Künste und ihrer Hülfswiffenschaften zu Frankfurt, ordentliches Mitglied der Gesellschaft der gesammlen Naturwissenschaften -u Marburg (Chemie, Physik und Technologie). Auf der Wieden Nr. 2». Primisser Aloys, Custos am k. k. Münj- und Antiken- Cabinette und an der k. k. Amtrascr-Sammlung ju Wien (Geschichte). Auf dem Rennwege im Belvedere. Prokesch A, Ober - Lieutenant im k. k. General-Quarlier- meister-Stab« (Geschichte und Mathematik). In der Schönlaterngaffe Nr. b7b. Pseiner Joseph, gewesener praetischer Landwirth (Land- wirthschgft). Auf dem SaljgrieS Nr. 2lv. , . Püchler Benedict Frcyherr von (schöne Literatur). Quiatkovska Joseph« von, gebornc von Gersdors (schöne Literatur). Auf der Wieden i» der Paniglgaffe. Quittfchrciber Christian, akademischer Künstler (bildende Künste). In der Allervorstadt Nr. 40. Rad da Joseph (schöne Literatur). Unter den Tuchlauben Nr. 440. Raima nn Johann, l)r. der Arzeneykunde, k. k. wirklicher Nieder-öster. Regierungsrath, Direktor de» allgemeinen Kranken- und des Findelhauses, dann der polizey- bezirksärztlichen Anstalten, Mitglied der k. k. medici- nisch - chirurgischen Josephs-Akademie, Professor der spe- ciellcn Therapie und der medicinischcn Klinik für Ärzte an der Wiener Universität (Arzeneykunde). In der Al» servorstadt Nr. iy5. Rasp Georg, vr. der Rechte, Hof-und Gericht» - Advocat, Professor des Natur- und Staatsrechtes an der k. k. Theresianischen Ritter-Akademie (Rechtskunde). In der Weih» burggasse Nr. Y24. RatakovSky Franz, Wirthschaftsralh (Kunst-Kritik). Auf dem Dallhausplatze Nr. 20. Reichard Carl (Rechard C., Richard, Buchholz E. F., Ehrenstein, Herzmann, Kunzweil), (vermischte Schriften). In der Wollzeil Nr. ssq. Reichenstein Franz Müller Edler von, Ritter des Ungarische» St. Stephans-Ordens und k. k. wirklicher Hofrath (Mineralogie). In der Krugerstrasie Nr. 1007. Reichttzer Franz, k. k. Bergrath, wirklicher Hof-Secre- tär und Mitglied der k. k. Mährisch-Schlesischen Gesellschaft zur Beförderung des Ackerbaues, der Nalnr- und Landeskunde (Geognosie). Auf dem Tranciseaner- Piatze Nr. Y20. Reif Lorenz, vormahls Lehrer, nun Bauholzhändler (Philosophie und Moral). In der Rossau Pramergaffe Nr. 72. Reil Fridrich, k. k. Hofschauspieler (schöne Literatur). 2» der Alservorstadt Nr. ty7. Neißig C. Ludwig, königl. Spanischer Oberster (schöne Literatur). Zu Hietzing nächst Wien. Sleisser Franz Michael, vr der Philosophie, Professor der Handels-Geographie, Handelsgeschichte, Weltgeschichte und Geographie, dann Dice-Director der commerciel- len Abtheilung am k. k. polytechnischen Institute (Geographie und Geschichte). Auf der Wieden Nr. ,go. Rembold Leopold, Professor der theoretischen und praktischen Philosophie, wie auch der Geschichte der Philosophie (Philosophie). Auf dem alten Fleischmarkte Nr.byo. Resler Hieronymus, Profest des Stiftes Heiligenkreuz (Moral). Zu Heiligenkreuz nächst Baden. Netzer Joseph Fridrich Freyherr von, k. k. Hof-Secretär und Bücher-Eenssr (schöne Literatur und Eamcralistik). Auf dem Heidenfchusie Nr. 22Ü. Ridler Johann Wilhelm, vr. der Philosophie, k. k. Nieder-Üster. wirkt. Regierungsrath» Vorsteher der Uni- versitätS - Bibliothek und Ehrenmitglied der k. k. Akademie der vereinigten bildenden Künste in Wien (Geschichte und schöne Literatur). In der Neuburgergaffe Nr. tlli. Riep l Franz, Professor der Naturgeschichte und Waaren- kuns« an dem k. k. polytechnischen Institute, Mitglied der Mährisch - Schlesischen Gesellschaft zur Beförderung deS Ackerbaues, der Natur- und Landeskunde (Mineralogie). Auf dem Bauernmarkt« Nr. kn>7. Riesch Franz Graf von (schöne Literatur). Aus dem Bauernmarkt« Nr. H07 Rinna Joseph — unter der Chiffre: — nn —(vermischte Schriften). In der Leopoldstgdt Nr. 240. Rittig von Flammenstern Andreas (Müller N„ Nittgräffh i. k. Artillerie-Hauptmann, angestellt bey der k. k »r General - Artillerie - Direktion (Encyclopädie der Kriegs- wiffenfchafien; Stylistik; Sprachsünde; Landeskunde; Kritik und Technik). Auf der Seilerstatt Nr. im k. k. Zeughause. Rittler Franz, vr. (vermischte Schriften). Auf dem Nennwege Nr. 470. Nizy Johann Sigmund, vr. der Rechte, Hof- und Gerichts -Advocat, dann beeideter Notar (Nechtskunde). Im Schotten-Hofe Nr. t;ü. Rollet Anton, Wundarzt und Mitglied der k. k. Land- wirthschaftS - Gesellschaft in Wie» (Topographie). Zu Guttenbrunn bey Baden. Rofchmann-Hörburg Anton von, k. k. pens. Nieder- -Vster. Regierungsrath und KreiShauptmann (Geschichte). Zu Srdberg Nr. ys. Rosenau Ferdinand, Direktor des k. k. pri». Theaters in der Iosephstadt (schöne Literatur). In der Ivsephstadt Nr. tor. Rosenzweig Dincenz von, k. k. Hof-Concipist, Dolmetsch und Professor der morgenländischen Sprachen an der k. k. Akademie der erwähnten Sprachen (orientalische Literatur). 2» der Teinfaltstraße Nr. 74. Rößler 2ohann Gottfried Ritter von, k. k. Nieder-öster. Regierungsrath, k. k. Hof- und Nieder-Oster. Kammer- Procurator, in den 2»hren lSOy — tütl gewesener Decan, im 2»hre >Ll2 gewesener Loutor rn»xniü-n-, Vice-Direktor der juridisch - politischen Studien (Gcsetz- kunde). Auf der Freyung Nr. 1Z7. Rossi 2osepb, Magistrats-Äanzellist (Herausgeber des Denkbuches für Fürst und Vaterland). 2n der Lcopoldstadt Nr. l78. Rothkirch und Panthen Leonhard Freyberr von, Ritter des Marien - Theresicn- und des Rustis» - kaiserl. St. Wladimir-Ordens dritter Elaste, k. k. wirkl. Kämme- rer und Oberster im General-Luartiermeister-Stabe (Strategie, Tactik, Befestigungskunst und schöne Literatur). In der Alservorstadt Nr. ly7. Rudtorffer Franz Edler von, I>r der Wundarzeneykun- de, Professor der theoretischen Ehirurgie an der k. k. Universität zu Wien, Mitglied der k. k. medicinisch-chi- rurgischen Josephs-Akademie und mehrerer anderer gelehrten Gesellschaften (Wundarzeneykunde). Im Melker- Hofe Nr. I0Z. Rummelsberger Maximilian, Priester des Benedictiner- Stiftes zu den Schotten (Erbauungsschriften). Im Schotten-Hofe Nr. irtz. Rupprecht Johann Baptist, bürgerl. Handelsmann (schöne Literatur). gu Gumpendorf Nr. 54 im eigenen Haufe. Nutten stock Jacob, EanonicuS von Klosterneuburg, k. k. Bücher-Sensor und Professor der Kirchengeschicht« an der Universität z» Wien (Religions-Wissenschaften). I» der Nenngaffe Nr. l5>. SaliS E. A. Th. Freyhcrr von, Lieutenant im k. k. Pionier-Dorpe (Mathematik). Zu Kornneuburg. Salo mon Joseph, Assistent für die Mathematik am k. k. polytechnischen Institute (Mathematik). In der Salvator-Gaffe Nr. Zb«. Sa mm er Rudolph, bürgerl. Buchhändler (Sprachsünde). In der Kärnthnerstrasie Nr. lOly. SannenS Sr. Earl, pens. k. k. Hoffchauspieler (schöne Literatur). Auf der Wieden in der neuen Gaffe Nr. 2d«. Sarenk Johann, vr. der Arzeneykunde (Arzeneykunde und Topographie). Zu Medling nächst Wien. Sartori Franz, llr. der A. K., k. k. Nieder-Oster. Re< gicrungS - Secretär und Borsteher deS k. k. Central-Bü- cher-Revisions-Amtes, Mitglied der k. k. und ständischen Gesellschaft zur Beförderung des Ackerbaues und der Künste in Kärnthon, dann der HumanitätS-Gesell- """ 45 sckaft zu Prag, der patriotisch - ökonomischen Gesellschaft in Böhmen und der großherjoglich-Sachsen-Weimarschen Mineralogische» Societät zu Jena. — Gab heraus : Die Annalen »er öfter. Literatur, »ie Wiener Literatur-Zeitung und die vaterländischen Blatter (Naturgeschichte, österreichische Länderkunde und Kritik). In der Leopold- stadt Nr. 24ü. Sattler, Dr. der Rechte (RechtSkunde). Unter den Tuchlauben Nr. 557. Sauer Ignaz, SchähungS - Kommissär in Kunstsachen bey den Rechtsbehörden, k. k. priv. Kunsthändler und Musik-Direktor des k. k. Waisen-JnstituteS in Wien (Schriften zur Volksbildung, Musik und ökonemie). In der Alservorstadt EarlS-Gaffe Nr. 25y. Schalbacher Joseph, bürgerl. Buchhändler (Buchhandel). In der Wallnerstrasie Nr. 2üst. Scheid lein Georg Edler von, vr. der Rechte, Hof« und Gerichts-Advocat, Svndieus und Notar der Universität in Wien, Professor des österreichischen Privat-Rechtes an der ertvähnten hohen Schule (Rechtskunde), In der unteren Bäckcrstraße Nr. 74g. SchelS Johann B. von, k. k. Hauptmann, Redacteur der militärischen Zeitschrift (Geschichte, schöne Literatur und KriegSrviffenschaflen). In der Leopoldstadt Pralerstrasie Nr. 55l. Schemmerl Joseph Ritter von Leyleubach, Ritter des kaiserl. österreichischen LeopoldS-OrdenS, HofbaurathS- Direclor und HofbaubuchhaltungS-Vorsteher, Hof-Eom- miffions-Rath und Beysitzer der Hof - Eommiffion in Canal- und Bergbau - Angelegenheiten, Rath der k. k. Akademie der vereinigten bildenden Künste in Wien (Straßenbau). Im Bürgcrspitale Nr. itlX>. Schenk Carl, l)r. der Arzcneykunde, k. k. SanitätS-Rath, Badearzt zu Baden UN» der Mkdicinischen Gesellschaft nr Eöttinge» correspondirendes Mitglied (Arzeneykunde un» Topographie). Zu Baden. Scherer Iohann, Ritter von, vr. der Arzeneykunde, Rit- ter des kaiserlich Österreichischen Leopolds-Ordens, Professor der speciellen Naturgeschichte an der Wiener Universität, Mitglied der k. k. Landivirthschafts-Gesellschaft zu Wien und der königl. Gesellschaft der Wissenschaften zu Prag (Physik). Im BUrgcrspitale Nr. tl00. Scherer Joseph Ritter von, vr. der Chirurgie, k. k. Rath, StadSfeldarjt, provis. Direktor, Professor der Anatomie und Physiologie an der k. k. medicinisch - chirurgischen Josephs - Akademie, Beysitzer der permanenten Feld- Sanitäls - Commission und Ehrenmitglied der medieini- schen Societät zu Paris (Anatomie). In der Alfervor- stadt Nr. 221 . Scherer Sigmund, k. k. Hauptmann (Elementar-Tactik). In der Ricmerstrgsie Nr. s,s. Schlecht« Franz Dreyherr von (schöne Literatur). JmBür- gerspitale Nr. ltvo. Schlegel Fridrich von, k. k. Legalions-Rath (Geschichte und schöne Literatur). Im Hühnergäßchen Nr. 540. Schmid Anton I., Scriptoc an der k. k. Hof-Bibliothek (schöne Literatur). In der Johannes-Gasse Nr. yb7. Schmid Franz, Professor Ser angewandten Botanik, Ökonomie und Forstwissenschaft an der k. k. Theresianischen Ritter-Akademie, Mitglied der k. k. Landivirthschafts- Gesellschaft in Wien (Botanik). Auf der Wieden Nr. iro. Schmid Johann, erzbischöflicher Churpricster (Erbautings- schriftcn). Auf dem Stephans - Platze Nr. «74. Schmid Maximilian Florian, der Arzeneykunde (Ar- zeneykunde und Krankenwärter - Lehre). In der Schulgaffe Nr. (>7l. Schmidl Michael, Duchhandlungs - Sompagnon und Redakteur des literarischen Anzeigers (Bibliographie und schöne 47 Künste). In der Singerstraße im Deutschen Haufe Nr. 870 in der Buchhandlung. Schmidt Ludwig, Elavier-Meister (Geometrie). Auf dem Michaels-Platze Nr. il5Z. Schmiedel Leopold, Rechnungsrath bey der k. Ungarischen und Siebenbürgifchen Hofbuchhaltung (Sprachkunde). In der Iofexhstadt Nr. tZZ. Schmitt Johann Anton, k. k. Professor der Forstwissenschaft an der Forstlehr-Anstalt zu Maria - Brunn bey Wien, Mitglied der k. k. Landwirthschafts-Gesellfchaft in Wien und der herzoglich Sachsen-Gotha- und Mei- nungen'schen Societäk der Forst- und Iagdkunde (Forstwissenschaft). Schmitt Wilhelm Joseph, vr. der Arzeney- und Wund- arzeneykunde, k. k. Rath, emeritirter Secretär und Professor der Geburtshülfe, gerichtlichen Arzeneykunde und medicinischen Kriegs - Polizey an der k. k. Josephs-Akademie, Geburtshelfer Ihrer Kaiserlichen Hoheit der Frau Erzherzogin» Henriette, Mitglied der medicinischen So- rietät zu Paris, der physikalisch - medicinischen Societät »u Erlangen und der königlichen Gesellschaft der Ärzte zu Kopenhagen (Geburtshülfe). Zu Döbling im eigenen Hause. Scholz Benjamin, vr. der Arzeneykunde, Professor der allgemeinen technischen Chemie an dem k. k. polytechnischen Institute (Physik und Chemie). In der oberen Bäe- kerstraße Nr. 7bo. Schvn selb Johann Ferdinand Ritter «on, des königl. Dänischen Danebrog - Ordens Mitglied (Gewcrbskunde). In der Woüzeil Nr. S57. Schottky Julius Max (schöne Literatur und Sprachkunde). In der Josephstadt langen Gasse Nr. bü. Schreibers Earl Ritter »on, vr. der Arzeneykunde, k. k. Rach, Direktor der k. k. Hof- Naturalien - Sabinette """ 48 und Mitglied der k. k. Landwirthschafts-Gesellschaft zu Wien (Naturgeschichte). I» der Burg Nr. l. Schreyvogel Joseph (West), k. k. Hof-Theatral-Secre- tär (schöne Literatur). Auf dem SalzgrieS Nr. isb. Schumann von Manscgg Ignaz, k. k. Hof-Kapellan (Religions-Wissenschaften). In der Johannes-Gasse Nr. yso. Schuster Ignaz, Schauspieler im k. k. pri». Leopoldstäd- ter Theater (schöne Literatur). In der Leopoldstadt Nr. 452. Schützcnberger Aloys, regul. lat. Chorherr (Topographie). Zu Klosterneuburg. Schwabe Johann, Di-, der Rechte, Hof- und Gerichtrund Hofkriegs-Advocat (Slaakswirthschaft). Auf dem Dauernmarkte Nr. LLy. Schwarz Ignaz Dominik Edler von Schwarzwild, k. k. Rath und Stampelgefälls - Directions - Adjunct (Gesetzkunde). In der Sinzerstraße Nr. tzgz. Schwitzen Sigmund Freyberr von, ». ».Staats- und Conferenz-Rath und geheimer Referendar, Ritter des königl. Ungarischen St. Stephans - Ordens, Ausschusirath der k. k. Landwirthschafts-Gesellschaft zu Wien (Rechls- kunde). Auf dem Haarmarkte Nr. b4>. Söeder Franz Johann» Director der Bolkszeichnungs- schulen an der k. k Normal-Hauptschule in Wien (Mathematik). In der Leopoldstadt Nr. 25S. Seitz Joseph, Assistent für die speciellen chemisch-technischen Fächer am k. k. polytechnischen Institute (Botanik). Auf der Wieden Nr. 28. Seitz Leonhard, Priester aus dem Orden der frommen Schulen, Präsect des akademischen Gymnasiums in Wien und Die«-Director des k. k. Convictes (Sprach- . künde). Selliers de Morainville Franz, k. k> Hofkriegs - Kanzek- list (schöne Literatur). Unter den Tuchlauben Nr. 4SL. H 6. Seniler David, Handelsmann (schone Literalur). 2» kr Stroblgaff« Nr. «57. Gervais E. M. de, vr. tz«r Rechte (Sprachsünde). Seyfried Ignaz Ritter von, Spern-Direktor, erster Ca- Pell - Meister und Tonsetzer im k. k. xrivil. Theater an der Wie» (schöne Literatur und Musik). Auf der Laim- grube in der Kothgasse Nr. lvs. Gcyfried Joseph Ritter von, Redacteur des Wanderers und deS Notizen - Blattes vom Sammler (schöne Literatur). Auf der Laimgrube an der Wien Nr. 2Z. Gilbert Peter, Lehrer der Französischen Sprache am k. k. Polytechnischen Institute (schone Literatur, Sprachsünde und ErbauungSschriften). Auf der Wiede» Nr. 177 . Skerbinz Pascal, Provincigl der ?. k. FranciScancr (Er- bauungSschristen). SlawikowSky Anton, Or. der Arzeneykunde (Arzeney- kunde). Soherr Conrad, 0r. derArzeneskunde (Arzeneykunde). 2» der Schulerstraste Nr. 85Z. Sommer Earl Eduard, 0r. der Arzeneykunde und Philosophie (schöne Literatur). onnleithner Franz, k. k. Rath (vermischte Schriften), onnleithner Ignaz, vr. der Rechte, k. k. Rath, Hof- und Gerichts - Advocat, öffentlich beeideter Notar, Lehrer des WechselrechteS an der Wiener Universität und -er HandlungStviffenschaft, des Handels- und Wechselrechtes a» dem k. k. polytechnischen Inst tute (RechtSkunde. Handelöwiffenschaften). Auf dem Bauernmärkte Nr. 5SS. Sonnleithner Joseph, k. k. Nieder - öfter. RcgicrungS- rath und Hof-Agent, perpetuirlicher Secretär der Gesellschaft adeliger Frauen zur Beförderung des Güten und Nützlichen, Secretär und Repräsentant der Gesellschaft der Musik-Freunde des österreichischen Kai- serstaateS (schöne Literatur). Auf dem graben Nr. ilää. r >K S K «K 50 Span Martin, Professor (klassische und schöne Literatur). Auf der Wieden Nr. 170. Spenden Joseph, vr. der Theologie, k. k. Nieder-Äste». Negierungsrath. Prälat, Dompropst und Sanjler der Wiener Unioersttät (Pädagogik). Auf dem Stephans- Platze Nr. «72. Speran,« Pascal, 0r. der Theologie, Chor- und Churpriester den St. Stephan (Religions-Wissenschaft). Auf dem Stephans-Platze Nr. S74- perl Franj (Pädagogik), tadler Maximilian, Abbä (Musik), t - inr! ch Wilhelm Georg »on (Chemie), teirel« Raphael, k. k. Nieder-oster. Regierungsrath und emeritirter Profesior der Geburishülf« an der Uni- »ersiiäk in Wien (GeburtShülfe). In der Singerstrage Rr. S«S. Stein Anton, Professor der Lateinischen Literatur und Griechischen Philologie an der Universität ju Wien (klassische und schöne Literatur). Auf der Landstrage Nr. 12?- Steinau Freyherr von, Inhaber des allgemeinen Anfrage- und AuSkunfts-Somtoirs, und Mitglied der k. k. Mihrilch-Schlesischen Gesellschaft zur Beförderung des Ackerbaues, der Natur- und Landeskunde (Landwirth- schaft). Auf dem Kohlmarkte Nr. 2«l. Steinbüchel Anton, Professor der AlterthuwSkunde «nt Numismatik an der Wiener Universität, Direktor des k. k. Münj» und Antiken-Cabinetter (Numismatik, Al- «ertbumskuilde und Philologie). In der Burg Nr. >. Steiner Joseph Johann Magistrats-Kanjellist (Erbauungs- schristen). In der Stadt im Wagnergäsichen Nr. Z7Z. Stelzhammer Ferdinand D. Edler von, Auskultant bey dem k. k. Nleder - Üster. Landrechte (schöne Literatur)- 2» der un.-ere» Bäckerstrage Nr. 74r. It Steljhammer Johann Ehristoph, Abbö, vr^der Theologie^ cmeritirter Professor der Physik an der k. k. Theresianischci» Ritter-Akademie, Direktor de» k. k. physikalisch-astronomischen Eabineltes, im Jahre irgsi gewesener Decan (Physik). In der Burg Nr. i. Stifft Andreas Joseph Areyherr von, vr. der Arjeney- »unde, Ritter des königl. Ungarischen St. Stephans-Ordens, Besitzer des silbernen Eivil-Ehrenkreuzei. Groß- dand des königl. Französischen St. Michael-, Eoinman- deur des königl. Portugiesischen EhristuS-, des königl. Sicilianifchen St. Ferdinands- und Verdienst-, dann des königl. Sächsischen Eivil-Verdienst-Ordens, k. k.wirklicher Staats- und Sonfcrenz-Rath» erster Leib- »nd Proromedieus, Jndigena des Königreiches Ungarn, Land- stand von Pirol und Steyermark, Mitglied der gelehrten medicinischen Gesellschaften zu London, Venedig und Padua, der k. k. Josephs-Akademie und der k. k. Land- wirthschafts-Gesellschaft, der k. k. Akademie der bildenden Künste in Wien, der königl. Böhmischen Gesellschaft der Wissenschaften zu Prag, der Mährisch- Schlesischen Gesellschaft des Ackerbaues und der Landeskunde zu- Brünn, der kaiserlich Leopoldinisch - Earoli- nischen der Naturforscher, wie auch der Russisch kaiserk. medieinisch-chirurgischen Akademie zu Petersburg nn» der Universität zu Krakau» im Jahre 1S05 gewesener und derzeit llecwr itl-gnü-ous, Direktor und Präses Ser medicinischen Studien und der medicinischen Aaeultät »l7 gewesener k-ctor magniücn« (Arzeneykunde). Auf der Seilerstatt Nr. 805. Unger Johann Carl, freyhcrrlich von Hackelberg-Landau'- schcr Wirihschafisrath. (Geschichte, schone Literatur, Pädagogik und Landwirthschaft). In der Isscphstadt Nr. 21. Baltin er Norbert Joseph (Müller Carl), k. k. wirklicher Hofkriegs-Kanzellist (schöne Literatur). Lus der Wiede» Nr. Z2I. Veit» Emanuel, vr der Arjencykunde, gewesener Direktor und Professor im k. k. Thierarzeney-Institute (Er- dauungSfchriften, Pflanzen- und Veterinär-Kunde, schöne Literatur). In der Passauer-Gasse Nr. rtz?. Venus Michael, Direktor des s k Taubstummen - Institutes (Erziehungskunde). Auf der Wieden Nr. rbr. Bering Gerard Edler von, Ritter der sämmtliche» Erk- lande, des kaiserl. österreichischen Leopolds-Ordens, des kaiserl. Russischen St. Wladimir-Ordens vierter Claffe uns des großherzoglich Badenschen Verdienst-Ordens, k. k. Rath» vr. der Wundarzeneykunde, dirigirender StabSfeldarzt am Militär-Hauptfpitale zu Wien, Bey- sitzer der permanenten Feld-Sanitäts-Commission, beständiges Mitglied der medicinisch-chirurgischen Josephs-Akademie, Ehrenmitglied der medicinifchen Societät in Paris und der medicinisch-chirurgische» Akademie in Petersburg (Wundarzeneykunde). In der Alservorstadl Nr. 221- Bering Joseph Ritter von, De. der Arzeneykunde (Arze< ncykunde). In der Weihburggasse Nr. ygo. Dierthaler Franz M.chael, k. k. Nieder-Üster. Regio rungsrath und Direktor LeS Waisenhauses (Geschichte und Landeskunde). In der AlscrvorstadtCarlS-Gasse Nr. 26t Vogel Wilhelm, »ormahls Schauspiel-Director (schöne Literatur) An der Wien Nr. Z4. Dozelhuber Joseph von, De. der Rechte, Hof- und Go richti-Advocat, in den Jahren l3(>S—l»os gewesener Decan (Rechtswissenschaften). Auf dem Iudcnxlase Nr. gay. Bogtberg Johann von, Rechnungs-Sfficial bey der k. k- Hokkricgsbuchhaltunz und Lehrer der Französischen Spra- 55 che und Literatur an der k. k Universität zu Wie» (Sprachkunde). In der Johannes-Gasse Nr. Y75. Dolkhart (Nogge Christ. Wilh. von), ehemahliger Professor zu Jena und Nassau - Usingenscher Hofrath (Haus- und Landwirthschaft). Doll Matthäus, Registraturs - Direktion»-Adjunct Hey der k. k obersten Justiz-Stelle (schöne Literatur). Auf der Wieden Nr. 7 . Doltig gi Joseph (Ital. Literatur). Auf der Windmühl in der «othgasse beym grünen Thor Nr. 4ü. Wabruschek-Blumenbach Wenzel Carl Wolfgang, vormahls Secretär des kosmozraphischen Düreau'S (Geographie, Statistik, Politik, Physik, Chemie und Technik) In der Iägerzeil Nr io. Wächter Johann, erster geistlicher Rath, Superintendent der evangelischen Kirchengcmeinden Augsburgischer Eon- frffion in Nieder-Österreich, Steyermark, Illyrien und Denedig, erster Prediger bey der Wiener Gemeinde und Aufseher der vereinigten Schulanstalt bey der protestantischen Gemeinde in Wien (Erbauungsschriften). In der Dorotheer-Gasse Nr. ll15 Wagner Dincenz, vr. der Nechte, Mährisch - Schlesischer Landes-Advocat, Professor des Lehens-, Handlung»- und WechfelrechteS, des gerichtlichen Verfahrens in und außer Streitsachen, dann des Geschäfts-Styles (NechtS- kunde). In der Nothenthurmstraß« Rr. 725. Wähner Fridrich (schöne Literatur). Walberg von Wallaschek Theobald, fürstlich Liechtensteinscher erster Hofrath, Mitglied der k. k. Wiener, Kärnth- ner und Erlanger Ackerbau-Gesellschaften, dann der k. k. patriotisch-ökonomischen Gesellschaft in Böhmen (Forstkunde und Landwirthschaft). In der Herrngasse Nr. 252. Waldinger Hieronymus, vr. der Arzeney- und Wund- arzeney-Kund«, Professorder speciellen Therapie, Kü- nik, Rahrungs- und Zeilmittellehre und der Gestütskunde an dem k. k. Thierarzeney-Institute, Mitglied der Gesellschaft zur Besördcrung der Veterinär-Kunde in Kopenhagen, und der mediciuisch - chirurgischen Gesellschaft in Petersburg (Thierarzeneykunde). Auf der Landstraße in der Rabengaste Nr. 406- Wall ich Enianucl, Or der Arzeneykunde und Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Erfurt (Arzcneykun- dc). In der Kärnthiierstrasi» Nr. ytzs. Walln er Franz, k. k. Hofkriegs-Concipist (schöne Literatur). In der Iosephstadt Nr. tbs. Wawruch Andreas, 0r. der Arzeneykunde, Professor der ined cinischen Klinik für Wundärzte an -er Wiener Universität (Arzeneykunde). 2n der Alservorstadt Nr. I4q. Wayna Joseph Edler von, k. k. prio. Großhändler (Han- delswiffenfchaften). In der unteren Dreuverstraße Nr. 744. Weber Johann, Pfarrer in der Leopoldstadt Nr. l7b (Er- bauungsschriftcn). Weidmann Franz S.. k. k. Hofschanspieser (Reisebeschreibung , Kritik und schone Literatur). In -er Kärnthner- straße zum wilden Manne Nr. y42. W«igl Nivard, Profeß des Stiftes Zwettel und Lehrer der Theologie im Stifte Heiligenkreuz (Religions-Wissenschaft). Weingarten Adam von, Ritter des Sardinischen Mauritius- und Lazarus - Ordens und Hauptmann !m k. k. General-Quarriermcister - Stabe (Geschichte und schöne Literatur). Weiß Earl Fridrich (schöne Literatur). Weiß Franz, Ingenieur Hauptmann und Lehrer derCivil- und Militär-Baukunst an'der k. k.Ingenieur-Akademie (Baukunst). Zu St. Ulrich Nr. sö. LZ rZ 6 Weis, enthur» Johanna Franul von, gekörnt Grünbcrg, k. k. Hofschausxielerinn (schöne Literatur). I» der Spie- gelgasse Nr. t7Y7. Wc ldcn Ludwig Fronherr von, Ritter deS k. k. Marisn- Thercsien- und Leopolds-, des Russischen Alexander-NevS- ky- und Sardinischcn Mauritius- und Lazarus - Ordens» k. k. Kämmerer und Oberster im General-Quartiermei- ster-Stabe (Kriegsgeschichte. Botanik), elling Johann, siehe Jung Johann von, Seite 27. endt Frcyhcrr von, k. k. Hauptmann (schöne Literatur), crner Fridrich Ludwig Zacharias, Canonicus (Erbauungs- schrifien und schöne Literatur). In der Paffaucr - Gasse im Redemioristcn - Ordenshause Nr. Zb7. Wert heim Zacharias, vr. der Arzeneykunde (medicinische Topographie). Auf dem Bauernmärkte Nr. 574 . Wcsch el Leopold, k. k. HofkriegS - Eoncipist (schöne Literatur). In der Leopoldstadt Nr. izz. Wevckhart Johann Christian von, Ritter des Österreichischen Leopolds-Ordens und k. k. Hofrath (Haus- und Landwirthschaft). LSepro eher Maximilian Ritter von, k. k. Unterbereiter (Zäumung der Pferde). In der Stallburg Nr. i>54- Wikofch Johann Martin, 0r. der Philosophie, Professor . der Universal- und der Österreichischen Staatengcschichte, der Diplomatik und Heraldik an der Wiener Universität, . im Jahre ISIS gewesener Decan (Geschichte). Im Ja- cober-Gastchen Nr. 807. * W ii!klcr Georg, Professor der Forst-Mathematik an der k k. Forstichranstalt zu Maria-Brunn (Geometrie und Forstwissenschaft). Wiser Engel Ulrich, k. k. Bcnefieiat >m Belvedere (Philosophie). Auf dem Rcnnweg im Belvedere. Wöber Joseph August. Rcchnungsrath ben der k. k. Staals- Hauptbuchhaltung in geistlichen und weltlichen Sliftungs-, 2 ' zu städtischen rc. Angelegenheiten und Mitglied der k k. Landwirrhschafls - Gesellschaft in Wien (Lehre der Obstzucht und des Baunifchnittes re.) In der Nassau Nr. 77- Wolf Ferdinand, Concepts - Practikant an der k. k. Hof- Bibliothek (schöne Literatur). Wolffsshn Sigmund, Brucharzt und Inhaber einer k. k. pri». Fabrik chirurgischer Maschinen, Bruchbänder und Berbandstücke (Wundarzeneykunde). Auf dem Bauernmarkts Nr. 5Y0. Wetzel Johann Carl, vr. (Freymund Walther), (Philosophie und Geschichte). In der Leopoldstadt Nr. 7. Wutka Antonia (Erziehung). Zang Christoph Donifacius, 0r. der Arzeney- und Wund- arzeneykunde, k. k. Rath, StabSfeldarzt, Professor der Chirurgie, Operationen und chirurgischen Klinik, Veysitzcr der permanenten Feld - Sanitäts - Commission, correspondirendcS Mitglied der mcdicinischcn Facultät zu Paris und der physikalisch - medicinischen Gesellschaft zu Erlangen (Chirurgie). In der Llfervorstadt Nr. 22l. Zängerle Roman, vr. der Gsttesgclehrtheit und Philosophie , geistlicher Rath Sr. Kaisers. Hoheit des Erzherzoges Ferdinand, Grotzherzoges von Toscana, des Bischo- feS »°n Krakau emeritirtcr Consistorial-Rath, Professor der Griechischen Sprache und der Lehrgegcnstände der neuen Bundes an der k. k. Wiener Universität, im Jahre 130h gewesener Decan der theologischen Facultät zu Salzburg, im Jahre isoy zu Krakau und lsiz in Wien (Religions-Wissenschaften). Auf derLandstrasie Nr. rl7. Zappert Earl, k. k. pri». Großhändler (schöne Literatur). In der Wipplingerstraße Nr. zzz. Zedlitz Joseph Christian Baron von (schöne Literatur). Zeiller Franz Edler von, Ritter des königl. Ungarischen 8t. Stephans-Ordens, Or. der Rechte, k. k. wirklicher Hofrath und Beysitzcr der Hof - Commission in Justiz- Gesetzsachen (RechtSkunde). 2m Jacober - Gässchen Nr. «07. 3 ««iker F. G-, erster Koch bey Sr. Durchlaucht dem Fürste» j.i Schwarzenberg (Kochkunst). Auf dem neuen Markte Nr. 1054. Zepharovich 2acod Edler »on, k. k. Tabak- und Stäm- pclgcfällS-Direktion;-Sccretär (Eameralistik und Geschichte). Auf dem alten Fleisch»,arkte Nr. byü. Zettler AloyS, k k. Hof-Concipist (schöne Literatur). Aus der Wieden Nr. yg. Ziegler Fridrich, k. k. Hofschauspieler (schöne Literatur). In der Wallfifchgasse Nr. 1011. Ziegler Gregor Thomas, 0r. der Gottesgelehrtheit und Philosophie, Consistorial - Rath »on Linz und Krakau, Professor der Dogmatik an der k. k. Universität in Wien, im Jahre 1317 gewesener Decan (ErbauungSschriften). Im Steinlgässchen Nr. 42«. Zimmerl Johann Michael Edler von, k. k. AppellationS- Rath, Beysitzer bey der k. k. Hof-Kommission in Justiz, Gefetzsachen und Referent bey dem k. k. Nieder-öster. Mercantil- und Wechsclgerichle (Gefetzkunde). In der Kärnthnerstrasie Nr. iai7. ZiNim ermann Ferdinand, vr. der Wundarzeneykunde» k. k. Nath, StabSfeldarzt, beständiger Sccretär und Professor der Chemie und Botanik an der k. k. medicinifch- chirurgifchen Josephs-Akademie, Beysitzer der permanenten Feld - SanitätS - Commission und Inspektor der k. k. Militär-Medikamenten - Regie ( Arzeneykunde und Philosophie). In der Alservorstadt Nr. 221. ZiSka Franz, Magistrats - Registrant (Sprachkunde und Geschichte). In der Dorothecr-Gaffe Nr. 1112 . ZiziuS Johann, vr. der Rechte, Hof- und Gerichts-Ad- vocat, Beysitzer der k. k. Hof-Commission in politischen Gesetzsachen, Professor der politischen Wissenschaften und Gesetzkunde an der k, k Theresianischen Ritter-Akademie uns Lcr Slaatenkunde an der hiesigen Universität (Statistik). In der Kärnthnerstraße Nr. loz». Zeitschriften, welch« in Wien erscheinen. Politische Zeitungen. i) ^)cobachter (Der Qesterreichische). — Redacteur: Joseph Pilat; Verleger: Anton Strauß. Auszabs- ort-: Dorvthcer-Gaffe Nr. ilOS. Diese Zeitung enthalt: Ausländische und inländische Nachrichten, so schnell als möglich mitgetheilt; officiel- le Acten - Stücke und Berichte; kurze Aufsätze, Be- urtbeilungen und verinischte Nachrichten aus dem Ge- biethe der Wissenschaft und Kunst; neue gemeinnützige Erfindungen, sbesondcrS im Felde der Landwirthschaft; Handelsberichte; di« meteorologischen Beobachtungen der Wiener Sternwarte; die Anzeige der Theater-Stücke, welche am Tage der Ausgabe dieser Zeitung und an dem darauf folgenden Tage aufgeführt werden. — Sie hat im Jahre l«Oy begonnen. Gründer war Fridrich von Schlegel. Die Ausgabe (in 4.) geschieht täglich, mit Ausnahme der vier höchsten Festtage (Sstern, Pfingsten, Frohnleich- namStag und Christfest). 2) litlrir (Ungarisch« Zeitung). — Neda« teur und Verleger: Daniel p-incLl-l ck« Aldi«. Ausgabsort: Himmelpfortzaffe Nr. yss. Enthält größten TheilS Übersetzungen aus anderen politischen Zeitschriften. Ausgabe: DinStagS und FreytazS in jeder Woche, z) ?ioi,ine 8lt>,Iee (Serbische Zeitung). — Redakteur und Verleger: Demeter Daoidovitsch. Aus- gabsvrt: Alter Aleifchmarkt Nr. 702- Inhalt: Wichtige politische Nachrichten, Eours der Wiener Börse, Preise der Früchte auf dem Wiener Platze, dann des Schweinfleisches und Fettes. — Die Bcylag« enthält: Serbische, auch Slawische Literatur, moralische Erzählungen, Miscellen, Anekdoten lc. Erscheint seit dem Jahre lktZ. Ausgabe (in 4): Dinstags und Frcytags in jeder Woche t Bogen. 4) (Telegraph). — Redacteur und Verleger:vr. Demetrius Alexandrides. Ausgabsort : Krongasse Nr. 727. Diese Zeitschrift (in Neugriechischer Sprache) ist politisch- literarischen Inhaltes. Die Nachrichten liefert sie möglichst schnell und in zweckmäßiger Beziehung auf das Interesse der Neu-Griechen. — Hat im Jahre lilir begonnen. Alle Wochen kommen 2 bis r Nummern heraus, ein halber Bogen in 4-, und alle 14 Tage ei» literarisches Blatt. 5) Wanderer (Der). Eine DolkSzeitunq. — Redacteur: Ignaz Ritter von Seyfried; Verleger: Anton Strauß. AuSzabsort: wie beym Beobachter Seite tzc>. Diese Zeitung enthält: Alle wissenswerthen Begebenheiten der Zeit und Beyträge zur Beförderung de« Guten im Baterlande; alles merkwürdige Neue im Gebiethe der Politik, Wissenschaften und Künste, der Sittengeschichte br «. s. w.; humoristische, satyrifche, philosophisch«, moralisch- Aufsätze, historische Züge, Räthsel u. s. w. Sie hat im Jahre »StZ angefangen. Die Ausgabe (in 4.) als Volkizeitung geschieht wöchent- lich drey Mahl, und zwar DinStagS, Donnerstags und Sonnabends; als Unterhaltungsbiatt aber wöchentlich »ier Mahl, nähinlich am Sonntage, Montag«/ Mittewoche und Freytage. An den »ier (Seite So) beym Beobachter bemerkten hohen Festtagen, wird kein Blatt ausgegeben. H) Wiener Zeitung, (k. k. privil). — Redacteur: Joseph Carl Bernard; Verleger: Edle von Ghe- len'sche Erbe». Ausgabsort: Rauhensteingasse Nr. Y27. Diese Zeitung enthält: Politische und andere merkwürdige Neuigkeiten, Geburts- und Sterbefälle der k. k. Familie und anderer merkwürdiger Personen, StandrS- erhöhuxgen u s. w. DaS damit verbundene Amtsblatt enthält die Verordnungen der Behörden, Vorladungen, Kundmachungen, Anzeigen erledigter Stellen u. s. w. Das Intelligenz-Blatt liefert: Anzeigen von Concursen, verlornen Sachen lc., Dicnstanträge, Licitationen, Nachrichten »o» zu «erkaufende» Sache» u. s. w., kurz alle Arten von Nachrichten, wodurch man etwas zu wissen machen will. (Für das Einschalten dieser Nachrichten wird eine, bestimmte Taxe für jede Zeile bezahlt.) Auster dem enthält das Intelligenz-Blatt die literarischen Anzeigen sowohl der Wiener als vieler fremden Buch- und Kunsthändler re. 2m Anhänge sind die Nahmen der «»gekommenen und abgerciseten Ausländer und Inländer; »er CourS der Staatspapiere; der Wasserstand der Donau; die Übersicht der Getreidepreis« von verschiedenen Märkte»; die Verstorbenen zu Wien; die meteorologischen Beobachtungen u. s. w. Sie hat unter dem Titel Wienerisches Diarium im Jahre 170L begonnen. 6 ; Die Ausgabe (in Folio) geschieht täglich, mit Ausnahme der Sonn- und Feyertage. — Die pösttäglichen Angel g e n aus dem k. k. Frag- und Kundschaftsamte Werren wöchentlich drey Mahl ausgegeben, und enthalten Dorsorderungcn, Derkaussnachrichten, Dicnstanträg« >c. L. Literarische Zeitungen, Wochen- und Mo« Nachschriften. l) Anzeiger (literarischer). — Redakteur: Michael Schmidt; Verleger: Jacob Mayer und Eomp Ausgabsort: Singcrstraste Nr. S7Y. Enthält ein Verzeichnis; der neuesten in- und ausländischen Büeber, Recensionen, Nachrichten von lebenden und verstorbenen Schriftstellern, Büchermerkwürdigkeiten, Entdeckungen und Unternehmungen in Wissenschaften und Künsten, Preisfragen, Gründung und Ausbildung wissenschaftlicher Institute u. s. w. Hat im Jahre tSIY begonnen. Alle Mittewoche erscheint Eine Nummer in 4. 2) Archiv für Geographie, Historie, Staats- unL Kriegskunst. - Redakteur: Joseph Freyherr von Hormayr; Verleger: Franz Härter. AusgabS- vrt: Freyung Nr. ,b4> Enthält: Seltenheiten der vaterländischen Diplomatik, wichtige Beyträge zur Geographie und Geschichte, Eharak- ter - Züge und Anekdoten aus dem Leben großer Männer, archäologische Blüthenlese, StaatSvcrträge, Bey- träge zur Statistik» Biographien verdienter Staatsmänner, Litcratoren, Künstler ic.< wichtige Reifcbeschrei- bunzen, schöne Momente SeS österreichischen Waffen- ruhmeS, vaterländische Gesänge und Kunstnachrichten» Beurtheilungen u. s. w. Hat im Jahre lLll angefangen. Am Montage, Mittcwoche und Freytag» in jeder Woche wir» Eine Nummer in Groß - Quart auSgegebe». z) Briefe des jüngsten Sipeldauers an sei« »e n Herrn Vetter inKakran. — Verfasser: Adolph Bäuerle; Verleger: Dormahls Rehm'fche Duchhqndlung. Ausgabsort: Schulhof Nr. 4 lZ. Diese Zeitschrift ist im Österreichischen gemeinen Volks- Dialectc »erfaßt, und schildert die gleichzeitigen Sitten, Eigentbümlichkciten, Tagesvorfälle -c. der Stadt Wien» geißelt auch Mißbräuche rc. mit Satyre. Seit ihrer Gründung durch 2 »feph Richter sind beynahe 200 Hefte erschienen. Alle Monathe wird Sin Heft von einigen Bogen in s. ausgegebcn, welches man entweder mit oder ohne Kupfer erhalten kann. 4 ) E o n c o r d i a..— Herausgeber: Fridrichvon Schlegel; Verleger: Johann BaptistWallishaUs- ser. AusgabSort: Hoher Markt Nr. 542 . Der Zweck dieser Zeitschrift ist: «Religiöse Begründung des Lebens und moralische Befestigung des Zeitalters,- und nach diesem Ziele zu arbeiten, hat sich eine bedeutende Anzahl Gelehrter und wissenschaftlich gebildeter Männer in Österreich und in dem übrigen katholischen Deutschland verbunden. Diesem Zwecke sucht auch der Inhalt zu entsprechen, der, weil die Gegenstände zu mannigfaltig sind, hier nicht angeführt werden kann. Begonnen im Jahre 1S20. Alle Monathe erscheinet ein Heft von mehreren Bogen in g. L)Conversation-Blatt. — Redakteur: Franz Ea stellt; Verleger: Earl Gerold. Ausgabsort: Slock- lmeiscn - Platz Nr. b 25 . Diese Zeitschrift in ihrer cncyclopädifchen Richtung widmet sich: Allgemeinen Lebensansichtcn, der Wissenschaft und Kunst, der Literatur und Kritik, der Industrie und dem Gewerbwesen, der Erheiterung, dem Theater, der Mu- ----- 6z sik u. s. tv Anzefangen im Jahre iSlst durch Franz Gräffer. Jede Mittewoche und jeden Samstag wird Eine Nummer in Gross-Octa» ausgegeben. Jährlich kommen einige Kupferstiche oder Musik - Blätter hinzu. 6) Fundgruben des Orients. — Herausgeber: Joseph Nitter von Hammer; Verleger: Johann Gstthelf Heubner. Ausgabsort: Bauernmarkt Nr. zyo. Diese Zeitschrift (in Groß - Folio) enthält Übersetzungen Orientalischer trefflicher Aufsätze, Gedichte re., Abhandlungen über Orientalische Literatur, Beschreibungen Orientalischer Gegenden u. s tv.; kurz, alle» Wiffenswürdige in Bezug auf Geographie, Geschichte, Alterthiimer ic. des Orients. Begonnen im Jahre lSl». Erscheinet in zwangslofen Heften (in Groß-Folio) mit Kupfern ic. geziert. 7) Geist der Zeit. — Herausgeber Wi lhelm Tief- Le; Verleger und Ausgabsort wie oben bey den Fundgruben. Dieses Journal enthält meistens vorzügliche Aufsätze, aus Schriften in SranzSsischer und Englischer Sprache übersetzt, für Geschichte, Politik, Geographie, Staaten- und Kriegskunde und Literatur. Hat im Jahre iSll (bey Trassier in Brünn) angcfangen. AlleMonathe erscheinet ein Heft von mehreren Bogen in 8. 8) ä (Hermes.) — Redacteur und Verleger: Konstantinos K«kki nak« S. > Ausgabsort: Krongaffe Nr. 727. Diese Zeitschrift (in Neugriechischer Sprache) hat ein« wissenschaftliche« mitunter streng gelehrte Tendenz. Mit Ausschluss der Facultäts - Wissenschaften umfasst sie Geschichte, Philologie, Politik, Philosophie, Literatur» Poesie :c. Ihr Hauptabsatz ist in der Levante, mit welcher sic auch in stäter literarischer Wechselwirkung steht. Äic hat im Jahre 181 t begonncu. Alle Monathe zwey Mahl erscheinet ein Heft »an 2 b>S z Dogen in Groß-Octa». y) Jahrbücher der Literatur. — Wurden »on Matthäus von Eolli» begonnen; jetzt redigirt dieselben I. Buch holt; Verleger und AuSgabSort wie bey Rr. 5 Eonverfation-Blatt. Diese Jahrbücher liefern in einem Quartal-Hefte etwa >2 biS 15 Siecensionen, und zwar meistens von esoterischen Werken. Das angehängte Anzeige-Blatt liefert kurz« charakteristrcnde Notijen in- und ausländischer Werke. Haben im Jahre ibtS begonnen. Alle Vierteljahre erscheinet Ein Band in Groß - Scta» 10) Jahrbücher tM-dicinifche) des k. k. Österreichischen Staates. — Herausgeber: Die Direc- toren und Professoren d«S Studiums der Heilkunde an »er Universität zu Wien; Verleger un» AuSgabSort: wie be» Rr. 5. Sie beschränken sich auf kurze Bücher-Reeensionen, auf die Mittheilunz neuer Edicte, Beförderung«« ,c., enthalten auch merkwürdige Heilverfahren und Krankengeschichten. Sie habe« im Jahre isil begonnen. Jährlich erschein« Ein Ban» von zwe, Stücken in Groß- Öcta». 11) Jahrbücher des k. k. polytechnischen Institutes in Wien. — Herausgeber: Der Direktor Johann Joseph Prechtl, in Verbindung mit den Professoren der Institutes; Verleger und AuSgabSort wie bey Nr. 5. Sie liefern eine fortlaufende Geschichte »es Institutes; Nachrichten un» practifche Ansichten der neuesten Entdeckungen, Erfindungen, deren Fortgang »c. Sie habe» im Herbste »cj Jahre« l»ig begonnen. Jährlich erscheinet Ein Band. 12) KceXXe, 7 rq (Kalliope). — Redact-ur und Verleger: Atha » asios S t a g i r i t e S. AuSgabSort: Kron- gaffe Nr. 727. Sie ist philologischen, geographischen und mercantilischen Inhaltes. Hak im Jahre uriy begonnen. Alle ,4 Tage erscheinet Ein Heft in 4- 1 L) öhlzweige — Herausgeber und Verleger: Geo Pasfy; Ausgabsort: Dorotheer, Gaffe Nr. tlOS Enthält: zur geistreich anmuthigen Unterhaltung und überhaupt j»r Weckung und Nahrung des religiösen Sinnet, Erzählungen, Dichtungen, Biographien, Anzeigen vorzüglicher Geisteiwerke, sowohl betrachtend« alt philosophische Aufsätze u. f. w. Hat im Jahre ISIS begonnen. Dies« Zeitschrift erscheinet wöchentlich zwey Mahl; nähm- lich Mittewoche und Sonnabends, in Grosi-Octa». 14) Sammler (Der). — Haupt-Rcdacteur: Joseph Edler von Portenschlag-Ledermayer; Redacteur des Notizen - Blattet und Verleger wie bey Wanderer. Inhalt: Kleine Romane, Erzählungen, Biographien, Eh«, rakter- Schilderungen berühmter Personen, kleine Reifebeschreibungen, Völker- und Länderkunde, humoristische und satyrische Aufsätze, Gedichte u. s. w., aus den Journalen Deutschlands ic. auigewählt. Die Notizen enthalten Rccenflonen über Theater-Stücke, musikalische und andere Kunstnachrichten von Wien, aus den österreichischen Provinzen und aus dem Auslande. Hat im Jahre isoy begonnen. Diese Zeitschrift wir» wöchentlich drey Mahl, nähmkich DinstagS, D«nnerS«azS und Sonnabends, auSgegeben. 1L) Theater-Zeitung (Wiener allgemeine) und U n« terhaltungSblatt für Freunde der Kunst, Literatur und des geselligen Lebens. — Redacteur und Verleger: 6 » Adolph Lauer le; Ausgabsort: Leopoldstadt Weintrau- bengaffe Nr. Lio. Enthält: Erzählungen, Novellen, Dialogen, Gedichte ic., meistens Originale. Theater-Kritiken und Eorrospondenz- Nachrichten; erster- sowohl der Buhnen Wiens, als der Bühnen in den Provinzen. Hat im Jahre lSOS begonnen. Erscheinet wöchentlich dre» Mahl, nähmlich DinStags, Donnerstags und Sonnabends Eine Nummer in Grog- Quart. lb) Zeitschrift (Hsterreichifche Militärische).— Redacteur: Johann Baptist Schels; Verleger und Ausgabsort wie bey Nr. 6. Ihr Inhalt umsagt alle Zweige der Kriegswissenschaft, besonders alte und neue Kriegsgeschichte, militärische Topographie, Militär - Verfassungen fremder Staaten, Memoires und andere Schriften Österreichischer Feldherren, kriegerische Anecdoten und Charakter-Züge, militärische Literatur und Landkarten«Kcnntniß, dann die Personal-Veränderungen der österreichischen Armee. Hat im Jahre t»l2 begonnen. , Alle Monathe erscheinet Ein Heft von mehreren Bogen in Octa». 17) Zeitschrift (Theologische).- Redacteur: I a- « ob § ri »t; Verleger: Joseph Geistinge r. Auszabs- ort: Kohlmarkt Nr. 27». Ist für die katholische Geistlichkeit, besonders für die jüngere, bestimmt. Sie enthält meistens Abhandlungen über dogmatische Gegenstände, öfter auch kritische Aufsätze oder Rceensioiie». Sie besteht feit dem Jahre l»iz. Jährlich erscheinen 4 Hefte von mehreren Bogen in S. 1») Zeitschrift (Wiener) für Kunst, Literatur, Theater und Mode. — Redacteur und Verleger: Johann Schicth; Ausgabsort: Auf dem Peters-Platze an der Ecke des Jungferngäßchcni Nr. bl2 beym goldenen Stern, oder de» Anton Strauß in de» Dorotherr-Gaffe Nr. 110 s. 2st ein Blatt, welches zunächst auf Unterhaltung berechnet ist, und nur original - Aufsätze liefert, die in Gedichten Und Erzählungen bestehen. Mitunter sind auch nützliche und anmuihige Belehrungen eingestreut. Die Theater-Kritik umfaßt alle Bühne» Wiens. Interessant sind die Eorrcspondenz-Nachrichten, vorzüglich aus London und Paris. Die MoSen-Bilder, welchen ein kurzer erklärender Text in Deutscher und Französischer Sprache beygefügt ist, können Allem, was Paris und London in diesem Fache liefert, zur Seite gestellt werden. Hat im Jahre is»7 begonnen. Wöchentlich erscheinen r Nummern, nähmlich Dinstags, Donnerstags und Sonnabends, in Groß-Lelav. ly) Zeitung (Allgemeine musikalische), mit besonderer Rücksicht auf den österreichischen Kaiserstaat. — Redakteur: Fridrich August Kanne; Verleger und AuSgabSorr: wie beym Beobachter. Enthält theoretische und praktische, allgemeine und spc- ciclle Aufsätze, Recensionen musikalischer Werke unb öffentlicher Productionen. Hat ims Jahre Itzt? begonnen Mittewoche und Samstags erschein« Eine Nummer in 4. A N h a N g. Die vaterländischen Blätter für den Österreichischen Kaiserstaat, bereichert durch die Chronik der Österreichischen Literatur und daS I » t e l l i g e nz - B l a tt, wovon >z Jahrgänge erschienen sind, haben mit dem Schluffe des Jahres >020 anfgehört, weil den Redackeur »mehrere »Umstände, vor Allem aber der Mangel an Zeit, bestimm- »tcn, die Redaktion »iederzulegen." — (Redakteur war: Or. 70 Franz Sartori; Verleger und AuSgabSort: wie bey Nr. i Seite bv- Inhalt: Geist dee Gesetzgebung in jeder Hinsicht, Darstellung öffentlicher Anstalten, BaterlandSkunde, Geschichte, vaterländische Reisen, edle, vorzüglich patriotische Handlungen, merkwürdige Ereignisse, Unglücksfälle ic.» Urtheile des Auslandes über Österreich mit Berichtigungen , Korrespondenz - Nachrichten aus allen Theilen der Monarchie, eine Übersicht der Österreichischen Literatur, und >m Intelligenz- Blatte Nachrichten aller Art, Almanache, Kalender, Schematismen und Taschenbücher, «eich« in Wien erschein», n. ^.Almanache. Kliman» ek ffo xookv> ooolensnt ff« eonte» rornone»- , ffeffiü a» lieon 8 d»e. Lvvc ÜA. Bey Joseph Grä- mer in der Grünangergaffe Nr. S25. Almanach für Freundinnon romantischer Lektüre. Mit Kupfern. Eben daselbst. Almanach und Taschenbuch zum geselligen Vergnügen. Mit Kupfern. Bey Franz Milde in der Wollzeil Nr. 7 Ll- Llumenkorh (Der). Ei» Almanach. Mi« Kupfern. Eben daselbst. Freund (Der) des schönen Geschlechter. Ein angenehmer Almanach. Bon Joseph Ritter von Seyfried. Bey Joseph Riedl im Schotten-Hof« Nr. 12b. Iduna. Ein Almanach. Mit Kupfern. Bey Fridrich Pfautsch in Ser Eurrcnt-Gasse Nr. 447- M i gnyn-Almanach. Bey Joseph Riedl im Echotten, H:fe Nr. izb. Trachten-Almanach (Ausländischer). Sowohl in Deut« scher als Französischer Sprache. Mit Kupfern. Eden daselbst. Lsbsvieilr. Ein Serbischer Almanach. Heraus gegeben und gedruckt auf Kosten des Demeter Daridovirsch bey den Mechitaristen. Enthält den Kalender, die Genealogie der Europäischen Regenten» ein Verzeichnis! der höheren Gristlichkeit der »ich« unirtcn Griechischen Kirche, die österreichischen, Mährischen und Ungarischen Märkte, romantische Erzählungen, Gedichte, Notizen, Anekdoten, auch Acten-Stücke zur Geschichte der Serbischen Nation. (Erscheinet seit dem Jahre l»l4 > L. K a l e n d e r. Blatt-Kalender. Bey Joseph Riedl im Schotten - Hofe Nr. »zb. Brieftaschen-Kalender. Eben daselbst Finger-Kalender. Eben daselbst. Freundschafts-Kalen Ser. Mit Kupfern. Bey Franz Milde in der Wollzeil Nr. 7Sl. Friedensbothe odor österreichischer National - Kalender für alle Einwohner des Österreichischen Staates. Ei» Zeitbuch ic. Bey Joseph Geistinger auf dem Kohlmartt« Nr. 27». Handelsstands-Kalender (si-ho Schematismen). Hans-Kalender (gemeinnütziger uns erheiternder) für das Österreichische Kaiferthum, vorzüglich aber für Freunde des Vaterlandes, oder Geschäfts-, Unterhaltungs- und Lesebuch für jedermann. Do» Uz. Franz Ssriori. 2» Quart. Bey Anton Straus, in der Dorothee» - Gasse Nr. i lvS. (Unstreitig der vorzüglichste Kalende» Wiens.) stem mesumonirn, oder Kalender für Israeliten. Ein nützliches und lehrreiches Geschäfts- und Unterhaliungs- buch für alle Stände. In s. Bey Anton Schmid unter den Tuchlaubcn Nr. 4ZY- Kalender zum Gebrauche des Österreichisch-kaiserliche« Hofes. In Quart. Dey den». Ghclenfchen Erben in der Rauhensteingaste Nr. 027. Kalender (alter und neuer Krakauer), oder stcrbefferter und auf Wien berechneter Schreib-Kalender. In 4- De» Georg Überreiter in der Alscrrorstadk Nr. »4Ü' Derselbe in lb Eben daselbst. » « 32. Eben daselbst. » » Quer-Kolio. Eben daselbst. Kalender (Österreichischer). In ib (Auch- Kleiner Kremser Bothe.) Bey B. PH. Bauer im Schotten-Hofe Nr. irb. Kalender (Österreichischer). 2» lb- Bey Leopold Grund auf dem Stephans-Platze im Zwettel-Hofs Nr. süs. Kalender (Österreichischer). In lö. Dey Anton Strauß in der Dorothcer - Gaste Nr. j t08. I-naeK oder Taschen-Kalender für Israeliten. Bey Anton Schmld unter, den Tuchlauben Nr. 43y. Peovi ncial-Kalend er (k. Österreichischer). In 4. Bey Anton Schmid unter den Tuchlauben Nr. 43<) Schreib-, Haus- und Wirthschafts-Kalender. In Quart. Im Schulhofe Nr. 41Z. Schreib-Kalender (Österreichischer). Mit Genealogie, Tabellen, Jahrmärkten, Posten ic. In Quart. (Auch unter dem Titel: Großer Kremser Bothe). Bey B. PH. Bauer im Schotten - Hofe Nr. itzb. Schreib-Kalender (Österreichischer). Mit Genealogie, Tabelle», Ialirwärlten. Posten ic. In Quart. Bey Leopold Grund auf dem Stephans-Platze im Zweitel-Hofe Nr. bbs. Schreib-Kalender (österreichischer). Mit Genealogie ic. Bey Anton Strauß in der Dorotheer-Gaffe Nr. 110S. Schreib-Kalender (Österreichischer). Mir Genealogie ic. Bey I. B. Zweck. 2» der Krongaffe Nr. 727. Taschen-Kalender. In Z 2 . Bey Joseph Riedl im Schotten - Hofe Nr. lZü. Taschen-Kaiender. In Z2- Bey Leopold Grund auf dem StcphanS-Platze im Zwettel-Hofe Nr. SbS. Tosletten-Kalender für Damen. In 24. Mit Kupfern. Bey Joseph Gramer i» der Grünangergaffc Nr. SZ5. Toleranz-Both- annter Dichter. Heraus gegeben von Schrey» »ogel. Mit Kupfern von John. Bey Johann Baptist Wallishauffer auf dem hohen Markte Nr. 54;. Erato. Eine Sammlung mannigfaltiger Original - Aufsätze. Heraus gegeben von Eb erst erg. Mit Kupfern. Klio. Ein Taschenbuch historischer Aufsätze und heilerer Dichtungen, von I. E. Unger und I. Peter Grafen von Ser mag«. Mit Kupfern. Bey Joseph Riedl im Schotten-Hof« Nr. »;6. Sträußchen (Dramatisches). Don I. F. Castelli. Bey Joh. Bapt. Wallishaufser auf dem Hohen Markte Nr. 545. Taschenbuch für Schauspieler und Schauspielfreunde. Mit Beyträgen rühmlich bekannter Schriftsteller. Heraus gegeben von Le mb er». Bey Tendier und »on Manstein auf dem Graben Nr, bis, Taschenbuch für die vaterländische Geschichte. Heraus gegeben durch die Arenherren »on Herma yr und von Medniansky. Mit Kupfern. Bey Anton Strauß in der Dorotheer-Gasse Nr. in»». Taschenbuch (Genealogisches). Heraus gegeben von Ema- »uel Weber. Bey Leopold Grund auf dem Stephans- Platze Nr. »H». Veilchen (Das). Ein Taschenbuch, guten Menschen geweiht von I. S. Unger. Bey Joseph Riedl im Schotten-Hof« Rk. »Zd. Xeehieöu^v, l(iackta Igar Lärnuei, kär-han kieirler tslnäi. (Taschenbuch. Heraus gegeben von Samuel Jgaj. Wien, gedruckt bey Anton Pichler.) Mit 4 Kupfern. Bey Samuel Jgaj auf der Laimgrub« in der Stiftgassk tum heiligen Lucas. """ 75 Plane von Wien und dessen Umgebungen. Änsich« »sn Wien und dessen umliegenden Gegenden »on Nutzdorf aus. Bey Moll» auf dem Michaels - Plage Nr. 253. Ansicht Ser Stadt Wien und ihrer Vorstädte »on Spinnerinn am Kreuz aus. Eben daselbst. Gr und ritz (Neuester) der Haupt- und Netzdenz - Stadt Wien sammt ihren Vorstädten, mit der neuesten Nmnme- rirung der Häuser sowohl der Stadt als »er Vorstädte. In Kupfer gestochen. 4 Blätter. Eben daselbst. Grundritz der k. k. Haupt- und Residenz-Stadt Wien, mit Nummerirung der Häuser uns den neuesten Verschönerungen. t Blatt. Eben daselbst. Grundritz der k. k. Haupt- und Residenz-Stadt Wien mit ihren Vorstädte» und den umliegenden Gegenden. I Blatt. Eben daselbst. Grundriss der inneren Stadt Wien, mit Anzeige der gegenwärtigen Nummerirung der Häuser und einer Lobelie, worauf die neuen und alten Nummern, sowohl in arithmetischer Solg«, als durch beygesetzt« Benennung der Plätze und Strassen zu finden sind. Jlluminirt. Auf zwo» Steinplatten. Bey Joseph Riedl auf dem hohen Mart!« Nr. L4l, und bey Anton Redl in der Weihburggasse Nr. yzy. Karte (Topographisch«) der Gegenden Wiens» nach einer «stwestlichenDurchschnittslinie »on Pretzburg bis St. Pölten. Don Ragginger. Bcy Mollo auf dem Michaeli-Platz» Nr. 253. Karte (Tops-hydrographische) der Stadt Wien mit ihren umliegenden Gegenden, mit dem Grundrisse des Wien- 4 ' Fluffei, seinem Canale von Burkersdorf ic. Don 2. I. Maire. Eben daselbst. Plan (Neuester) der Haupt- und Residenz-Stadt Wien, mit neuer Nummcrirung der Hauser und allen von Seiner Majestät allerhöchst genehmigten Verschönerungen. 2" Kupfer gestochen. Bey Ariaria und Comp, auf dem Kohl» marktc Nr. lt5l. Derselbe in kleinerem Formate. Eben daselbst. Plan (großer) der Stadt und Vorstädte Wiens, mit dei» »origen Nummern, welcher sammt dem Verzeichnisse der allen und neuen Nummern der Stadt und Vorstädte Wiens Le» vollkommensten Dienst leistet. In Kupfer gestochen. Eben daselbst. Derselbe in »ermiudertem Maßstabe. Sonst Alles wie vorstehend. Plan (Topographischer) der Stadt und Gegenden um Wien. Auf Befehl Seiner k. k. apost. Majestät gezeichnet von H. Iakubiska, Obersten des General-Quartiermeister - Stabes. 2» Kupfer gestochen. Eben daselbst. Plätze und merkwürdige Gebäude Wiens. Bey Mollo auf dem Michaels-Platze Nr. 25Z. Stade Wien (in Folio). Colorirt. Eben daselbst. Wie» von Hetzendorf aus anzusehen. Eben daselbst. Wien-Fluß (Der) milder Ansicht seiner Drücke und der Carls-Kirche. Eben daselbst. Wiens Umgebungen. Gezeichnet und geätzt von Schlotterbcck. Eben daselbst. Wiens Umgebungen. Gczeichnetvon Ianscha. Eben daselbst. Wiens Umgebungen. In kleinerem Maßstabe. In Kupfer gestochen. Eien daselbst. Beschreibungen (Topographien) und Schilderungen «»»Wien und dessen nächsten Umgebungen. B«. tschreibung der Haupt- und Residenz-Stadt Wien und ihrer Umgebungen. Don Johann Pezzl. Dünste Auslage. Bey Armbruster in der Singerstrastc Nr. yo>. Beschreibung (Neueste) der k. k. Haupt- und Residenz- Stadt Wien ic. Bey Binz in der grosten Schulerstrasie Nr. sbr. Beschreibung (Neueste) von Wien ic. Bey Joseph Gei- stinger auf dem Kohlmarkte Nr. 27». Drsaription (Bonrolle) sie Vienne, eo^itaie sie I'^n- tricire, zireeeeiee il'nii präeis Iiistori(^ue snr eette viilö et suivie «les enviress. ?ar stean ko 2 2 1. ^ is lihrairo ste glörselrner et 2asper^ K.oistniailet IXr. 227. stse VogaAsnre » Vienne, conteaent I» stescriplia» stes elioser ies plus remar^nslster czne 1er äteangsrs ent i» voir stans eette eapitals. t.ii -2 gitoli» et 6om^., liolllinerkl s>r. IlSl- Gedichte (Komische) über die Vorstädte Wiens. Don Ge- w » y. Bey Joseph Geistinger auf dem Kohlmarkte Nr. 27» (4 Hefte). Dieselben fortgesetzt von EarlMeiSl. Einige Hefte. Panorama (Humoristisches) von Wien, oder der frohe Zuschauer an der Donau. Don Dridrich August Kan n e. In Brünn bey I. G. Trastler, in Wien fast in allen Buchhandlungen. Topographie (Kirchliche) der Wiener Erz - Diicese. Ein Beytrag zur Kirchen-, Staats- und Cultur-Geschichte LsterreichS. Heraus gegeben von Diucenz Darnaur» Aloys Edlem »on Bergenstamm und AloyS Schüt- zenberger. Bey Anton, Strauß in der Dorotheer- Gaffe Nr. ilvs. Derzeichnisi (Vollständiges) aller in der k. k. Haupt- und Residenz-Stadt Wien und in ihren Vorstädten befindlichen Straßen, Gästen, Häuser (alte und neue Nummern), deren Schilde und Eigenthümer. Heraus gegeben »on Matthias Guetjahr. Siebzehnte Auflage. Bey Gerold am Stock im Eisenplatze Nr- 62;. Wanderungen nnd Spazierfahrten in die Gegenden um Wien. Neue, verbesserte Auflage. Don weiland Sr. v. P. GaheiS. c> Bände oder 72 Hefte. Bey Leopold Grund auf dem Stephans - Platze Nr. LbL. Wien und dessen Merkwürdigkeiten, oder unterrichtender Wegweiser für Fremde. Bey Artaria auf dem Kohlmarkte Nr. ilSl. Interessante Kupfer- und größere lithographische Werke, welche in Wien in neuerer Zeit erschienen sind. Abbildung der Uniformen der k. k. Lster. Armee. Be» Mollo auf dem Michaels-Platze Nr. 2SL. Abbildungen der vorzüglichsten Plätze und Gebäude Wiens. Bey Geister auf dem Graben Nr. iizz. Bilder-Gallerie (k. k.) im Belvedere zu Wien. Nach den Zeichnungen des k. k. Hofmahlers Sigmund von Perger in Kupfer gestochen »on verschiedene» Künstlern. Sr. Majestät Kaiser Franz dem I. gewidmet. Nebst Erklärungen in historischer und artistischer Hinsicht her aus gegeben »on Earl Haas» Buchhändler» unter den Tuchlauben Nr. stzl. Darstellung (Bildliche) der k. k. österreichischen Armee durch alle Waffengattungen. Mit Text, welcher die dargestellten Militär-Körper nahmentlich wiederhohlt, ihre StabS-Statione» und Werbbezirke, ferner die Inhaber rc., so wie die von dem Jahr« der Errichtung bis zur gegenwärtigen Zeit erlittenen NahmenSveränderun- gen anzcigt. Heraus gegeben durch das lithographisch« Institut auf dem Michaels-Platze Nr. r. Darstellung (Bildliche) des t. k. österreichischen Militärs. Nach der Natur gezeichnet von Pap i». Be» Joseph Trentsensky auf dem StephanS-Platze Nr. Sb». Darstellungen (Historisch-wählerische) von österreich. Don Anton und Christoph K öpp von Felsenlhal. In der Herrngaffe im Landhause Nr. zo. Donau-Ansichten vom Ursprünge bis zum Ausstusse in das schwarze Meer. Nach der Natur in Stein gezeichnet von Jacob Alt, gedruckt von Adolph Kunike, von beyden Künstlern heraus gegeben. (Alt: In der Al- servorstad« Nr. i« 4 ; — Kunike: in der Alservorstadt Nr. i4y.) Mit erläuterndem Texte von vr. Sartor i. Hauptgötter der Sabel in Kupfern, mit kurzer Erklärung. Die Kupfer von Franz S t öb e r, nach Laders und Enders Zeichnungen. Bey Härter auf der Freyung Nr. tL 7 . Kleide» trachten der österreichischen Monarchie. Gezeichnet von K i n i »g er, gestochen von Verschiedenen. 100 Blätter. Bey Mollo auf dem Michaels-Platze Nr.röZ. Mahlerische Neise durch Salzburg. Geätzt von Schlot- «erbcck. Eslorirt. Eben daselbst. Mythos alter Dichter, in bildlichen Darstellungen, nebst erklärendem Texte von H. F. Hölzl. Die Kupfer, nach Laders und Enders Zeichnungen, von Franz Stöbe r, Ho an »er Zahl. Bey Härter auf der Freyung Nr. «""> so Pannoniens Bewohner in ihren volksthümlichen Trachten, mit ethnographischer Beschreibung dieser Bildersammlung. Zeichnungen von Joseph Heinbuchcr Edle» von Bikkessy, Text von Johann von Csaplo- »ics. In der Lcopoldstadt Praterstraße Nr. 4t4, oder Hey Johann Eappi auf dem Kohlmarkte Nr. liL2. Porträte aller Römischen und Griechischen Kaiser von Julius Eäsar bis Franz dem H. Nach Münzen, Büsten und anderen zuverlässige» Originalen des AltcrthumeS gezeichnet und gestochen von Quirin Mark, akademischen Kupferstecher, ,s, an der Zahl. Vey Bauer im Schotten - Hofe Nr. t;b. Reise nach Maria-Zell. Gezeichnet und radirt von Ludwig Mohn. Colorirt. Bey Mollo auf dem MichaelS-Plahe Nr. 25Z. Reise nach Steyermark. Geätzt von Schlotterbeck. Eolorirt. Eben daselbst. Stammbaum (Der) deS allerdurchlauchligstcn Hauses HabSburg-Osterreich, in einer Reihe von Bildnissen HabS- burgischer Fürsten und Fürstinnen von Rudolph dem I. bis Philipp dem Schönen. Mit kurzen historischen und Kunstnachrichten begleitet von Aloys Primlsser. Heraus gegeben durch das lithographische Institut auf den» MichaelS-Platze Nr. 2. Zeichnungen nach dem gemeinen Volke, besonders so genannte Kaufrufe in Wien. Bey Mollo auf dem Michaels - Platze Nr. 2SZ. Zerrbilder menschlicher Thorheiten und Schwächen. Kupfer von Franz Stöber; Text von Franz Eastelli und Earl Meist. Boy Härter auf der Freyung Nr. lS7. Bibliotheken. » - ^ 2 ciner Majestät de« Kaisers Privat-Bibliothek. In der Burg Nr. l, — Gründer derselben sind Seine Majestät der jetzt regierende Kaiser Franz der I. von Österreich, welcher feit feiner frühesten Jugend au« Liebe zu den Wissenschaften diesen herrlichen Büchcrschatz anlegte, und von Jahr zu Jahr mit beträchtlichen Kosten au« seinem Privat-Vermögen vermehrte und bereicherte. Die Bibliothek ist in einem schönen, zwey Stockwerke hohen, an die kaiserlichen Gemächer stostcnden Locale aufgestellt. In dem ersten, welches drey geräumige Säle und vier kleine Zimmer hat, sind die Bücher in zweckmässiger Ordnung; in dem zweyten, aus zwey Sälen und einem Kabinette bestehenden Stockwerke ist die Knpferstichsammlung aufbewahrt. Die Bücher belaufen sich auf beyläusig 40.000 Bände, nebst vielen tausend Deduktionen, Abhandlungen und anderen kleineren Schriften, und umfassen die auserlesensten und kostbarsten Werke au« allen Fächern der Wissenschaften. Am reichsten besetzt sind die Fächer der Philologie und der classischen Literatur, der Reisebefchreibungen, der Geschichte sammt ihren Hülfswissenfchafte», der Naturgeschichte, in'« Besondere der Botanik, der Ökonomie und Technologie, dann der schönen Wissenschaften und der bildenden Künste; hierunter eine grosse Menge der vorzüglichsten und kostbarsten Pracht- und Kupfeewerke, welche Deutschland, England, Frankreich, Italien und Spanien hervor gebracht haben. Das Fach der Jurisprudenz erhielt vor kurzen eine» ansehnlichen und schätzbaren Zuwachs durch den Ankauf der von dem seligen Reichshofrath« Peter Anton Fre»herrn »»» 4 .« 82 Frank hinterlaffenen Büchcrsammlung. Das theologische Fach zeichnet sich durch mehrere Bibeln in verschiedenen Sprachen aus, worunter auch die prachtvolle Englische Bibel von Mark- lin. Alle typographischen Merkwürdigkeiten und Seltenheiten, welche die Bewunderung derjenigen auf sich ziehen, denen der Zutritt zu dieser Bibliothek gegönnet wird, hier anzuführen, gestattet der Raum »ich». Unter mehreren auf Pergament gedruckten Werken verdienen die folgenden einer besonderen Erwähnung, nähmlich: A. Lornelü krönten!» Oper» ineckita; invenit et illustravit änzelns Aajns. Ae- ckiolani ISIS; in 4. (Das einzige Exemplar, welches auf Pergament abgezogen worden ist). — klare meckiesle pai kr. Pierre Lkauineton. Paris L81ö—1820 z avee les peintures originales cko Ar. lurzrin et ele j>Iine. paneleoulee, et les planclie» impriinee» en kistre ; ^4 Lieferungen in Groß- Quart. (Wird fortgesetzt.) Don diesem Werke sind nur zwe» Exemplare auf Pergament abgezogen worden. Das zweyte besitzt der König von Frankreich.— Lneani pkarsslia, eurante Angela Ill^eioo. Vinckobonae tvpis et impensis ö Legen, in Groß - Quart. Aagna Lksrta Uegis ^oannis. Lontlini »puck ckoannem HVKittaLer I8lb. — In Folio, ganz mit Gold gedruckt. — Unter den Produclen aus den ersten Zeiten der Buchdruckerkunst, deren Anzahl sich auf mehr als 200 beläuft, und worunter viele von äußerster Seltenheit sind, sind merkwürdig ' Lionis Olir^sostorni prnsaei «le llegn» opnsenlnm s. L. et I., sscl I4by, in 4 . inin. — Ein schönes, vollständiges Exemplar des Pevr-IanL, beyde auf Pergament. — Auch besitzt die Bibliothek einige alt« Manuskripte. Die fehenswürdigsten, auf Pergament geschrieben, zum Theil« mit Miniaturen geziert, sind: ein sehr aller Liker Lrsngeliormn; Virgilii äeneis; ^uvenalis 8atzir»e; Ovickii Aetansurpkosae; 8vneeae ^pragoelliav; 1. Livü prima et seeunck» Leess cko Lello punieo, et cks üello maeeclonieo Lik X. ; Oornelin» Oelsns cke Aeckiein»; kranekini Lafurii Lauckensii llarmo- »3 ni» instrument»!,»; les I.ivic« dc 3. koccuee de» not»!, kornnies et keinmes inlorlunee», trsnglete de latiu en sinn- g»i« per Laurent de premieilait, LIerc du dxocdse da Iro/e». — Mehrere liturgische Werke, worunter das vre- in acht dicken Folianten, von diesem im Jahre »487 gestorbenen frommen Manne mit eigener Hand geschrieben. Diese drey Werke, welche nie gedruckt worden sind, benutzten die Bollandisten in ihren äoti»8anctorum (V. k°oppen»kibi!olk. kelg. Loa». II. p. b47); Psalmen in Jberisch-Gcorgianischer Sprache und Schrift; — Fragmente von Psalmen, Evangelien, Lektionen aus Briefen des Apostels Paulus in Koptischer Sprach« und Schrift, mit Arabischen Aufschriften; — ein Griechisches ^ntkologium; — ein Persisches Gedicht des öd-dalramsn Ken ^inned, genannt illoila disrni — datena »nrea etc. etc. — Unter den auf Papier geschriebenen Handschriften benicrkt Man: krancisci kstrerckae de remedii» utriugcfue. lortunae; — do. Longini Historiae poiavic»e lorui HI. in lolio etc. etc. Eine Zierde der Bibliothek sind auch drey Bände in Folio mit allerlei» Thieren, auf Pergament gemahlt von Georg Hoefnagel für Kaiser Rudolph den II. — Man trifft auch daselbst 33 Ehinesifche Werke. Die Sammlung der Kupferstiche und Handzeich- nungen bestehet aus Y30 grosien Portefeuilles, wovon 70t», lauter Porträte enthalten. Die Sammlung der einzelnen und auf Leinwand aufgezogenen Landkarten und Plan« beläuft sich auf mehr als 37 gebundenen Atlanten. Da diese Bibliothek bloß zum Privat-Gebrauche Seiner Majestät dient, so ist sie zum öffentliche» Einlaffe nicht bestimmt, und die Besichtigung derselben wird nur mit besonderer Allerhöchster Bewilligung gestattet. Seiner Kaiserlichen Hoheit des Erzherzoges Kronprinzen Ferdinand ic. ic. Bibliothek. 2» der Burg Nr. l. — Diese Büchersammlunz umfasit über 4000 Werke, da nach dem Tode Seiner Durchlauchtigsten Frau Mutter, der Kaiserin» Mari« Ludovica, auch Allerhöchstdero Bibliothek damit vereiniget wurde. Die herrlichsten Ausgaben Deutscher und Französischer Elaffiker, dann andere Prachtwcrke der Buch- druckcrkunst zieren diese Bibliothek, und Biicherkeuner werden daselbst auch viele Seltenheiten finden. Eine vortreffliche Sammlung von Porträten der berühmtesten Personen aus alle» Zeiten und Völkern (in Kupfer gestochen) ist ebenfalls hier vorhanden. Diese Bibliothek, bloß zum Gebrauche Seiner Kaiserlichen Hoheit bestimmt, kann nicht allgemein besehen werde». Seiner Kaiserliche» Hoheit des Erzherzoges Carl ic. rc. Bibliothek. Auf der Scilerstatt Nr. yüs. — Dießc Büchersammlung enthalt alles Vorzügliche alter und neuer Zeit über KriegSwiffenschaft und die verwandten Fächer; dann eine ansehnliche Sammlung von Karte» und Planen. Diese Bibliothek ist für den Erzherzog und diejenigen, welche seines Umganges genießen, von hohem Interesse und großer Brauchbarkeit. Da sie aber bloß eine Hand-Bibliothek für Seine Kaiserliche Hoheit ist, so wird sic nur auf besondere Er- laudniß eröffnet und vorgewiesen. Akademie (Der k. k.) der morgenländischen Sprache« Bibliothek. 2» der Jacobe»-Gasse Nr. 7<)y. — Diese Bü- chersammlung hat mit der Errichtung der Akademie, welche im Jahre ,75» auf Allerhöchste» Befehl der Kaiserin»'Königin» Maria Thercsi« Statt hatte, ihren Anfang genom- men, bey welcher Gelegenheit die zur Erlernung -er Türkischen, Arabischen und Persischen Sprache »öthige» Handschriften, nebst anderen wissenschaftlichen gedruckten Büchern, »an der Direction angeschafft worden sind. Seit dieser Zeit wurde die Sammlung der Handschriften auch durch die in ^kutari de» Eonstantinopel gedruckten Türkisch- Arabisch - Persischen Bücher beträchtlich vermehrt, unter welchen sich Arabische, Persische und Türkische Wörterbücher, mehrere historische Werke, und besonders die Geschichtschreiber der OSmaniden, nebst anderen, theilS mcdicinjfchen, «Heils die Muhammedanifche Religion betreffenden, wie auch geographischen Werken, befinden. Unter den Arabischen Manuskripten sind auch mehrere Marokkanische, welche die Akademie aus Tanger erhielt. Ferner sind in der Bibliothek in verschiedenen Sprachen juridische, philosophische, mathematische, statistische, geographische, historische und philologische Werke zum Gebrauche der Zöglinge, j» welchem Zwecke auch die nithigen Klassiker in verschiedenen Europäische» Sprachen vorhanden sind. Eine Sammlung von mehreren tausend Türkischen, Persischen und Arabischen Original-Aussätzen verschiedenen Inhaltes pflegt den Zöglingen zur Übung im Übersetzen vorgclegt zu werden. Da die Bibliothek zum Gebrauche der Zöglinge bestimmt ist, so ist kein allgemeiner Eintritt in dieselbe üblich. Akademie (Der k. k.) der vereinigten bildenden Künste, Bibliothek. Zn der Anna-Gaffe Nr. yso. — Diese Du- chcrfammlung enthält mehrere tausend Bände, und umfasit das Nothwendigste im Gebiethe der Kunst. Sie ist nur zun» Gebrauche der Professoren und der Zöglinge der Akademie bHrimmt; doch wird auch Fremden der Zutritt, auf vorheriges Ansuchen, nicht verweigert. — Der erste Vorsteher die- s«r Bibliothek war Rudolph Fueßli (ein Schwerer, Bruder des berühmten Mahlers Fueßli in London), der durch mancherley Schicksale von der Kunst abgezogen, erst später fein kritisches Derzeichniß der besten Kupferstiche nach berühmten Mahlern aller Schulen in Wien auSarbeitcn konnte. Der damahlige Protector der Akademie, Graf Philipp von Cobenzl, wurde auf ihn aufmerksam, und befriedigte den sehnlichsten Wunsch dieses Künstlers, ganz der Kunst leben zu können. Man trug dem Fueßli im Jahre tsoo auf, für junge studierende Künstler der Akademie eine Bibliothek und Kupferstichsammlung an-ulcgen, und gab ihm dabey die Stelle eines Archivars. — Dessen Nachfolger ist Joseph Ellmaurer, stehe Schriftsteller-Derzeichnist Seite 14. Alb recht (Seiner Königlichen Hoheit des Herzoge») zu Sachsen-Teschen ic. Bibliothek. Auf der Augustiner-Ba- stey Nr. tlbo. — Diese Büchersammlung enthalt ungefähr 25,lX« Binde. Sie wurde nicht in der Absicht angelegt, «ine in allen Theilen der Wissenschaften gleich »ollständege Sammlung zu bilden, welche zum öffentlichen Gebrauche hätte bestimmt werden können. Die erlauchten Altern des erhabenen Besitzers bemerkten die große Liebe für Künste und Wissenschaften, welche denselben schon in den ersten Jahren feiner Jugend beseelte, und diese bestimmte die Königin», seine Mutter, ihm ihre Privat-Bibliothek zu vermachen. Diese enthielt die besten, bis dahin erschienenen, Deutschen, Französischen und Jtaliänischen Werke im Fache der Geschichte und neueren Literatur; aber ihr mangelten jene über die Kriegskunst und ihre HülfSiviffenschaften, welche das Lieblings-Studium des jungen Prinzen waren, und dieser verwendete daher die ihm damahls zu Gebothe stehenden Mittel, sich dieselben anzuschaffen. Nach mehreren Feldzügen, hie er dazumahl machte» wurde er von der unsterbliche» Kaiserin» Maria Theresia an die Spitze des Ungarischen Gouvernements gestellt, und da vervollkommnet« er seine Bibliothek so viel möglich m>t Allem, was auf die Gesetze und Rechte dieses Landes und auf Staatswirthfchaft Deju, hat. Die Privat-Bibliothek dieser große» Kaiserin«, in der sich auch viele Prachtwerke befanden, und welche dieselbe ihm vermacht hatte, vergrößerte nach deren Tode noch um Vieles die Sammlung Seiner königlichen Hoheit. Die bedeutendste Vergrößerung erhielt sie aber zur Zeit, als Seine Königliche Hoheit Gouverneur der Niederlande war, sowohl durch den Ankauf aller diese Provinzen betreffenden Handschriften und Werke, welche man bekomme» konnte, als auch durch den der vorzüglichsten Französischen und Englischen Prachtwerke. Einen unersetzbaren Verlust erlitt diese Bibliothek jedcch bey Übersiedelung Seiner Königlichen Hoheit von Brüssel nach Wien, wobey ein Schiff, welches den kostbarsten Theil derselben geladen hatte, zu Grunde ging. Dieser Schaden konnte auch bis jetzt noch nicht ganz ersetzt werden, Sa es unmöglich war, sich die meisten dieser Werk« wieder zu »erschaffen, und der erhabene Besitzer beschränkte sich daher darauf, die neu erscheinenden, welche sich durch gediegenen Inhalt oder typographische Schönheit auszeichnen, »n kaufen. Vorzüglich reich bedacht sind die Fächer der Geschichte und ihrer Hülfswiffenschaften, der Kriegskunst, der Staats- wirthschaft, der Naturgeschichte und der schönen Künste. Auch enthält diese Bibliothek eine ausgezeichnete Sammlung der Elaffiker aller Nationen, sowohl in den besten älteren, als den schönsten neueren Prachtauflagcn, der intereffantesten Sleisebeschreibungen, der Deutschen, Französischen und mehrerer Englischen botanischen Werke, der meisten auf bildende Künste «nd Alterthümer sich beziehenden Kupfer« werke, der Kirchenväter ic. In einem an die Bibliothek stoßenden Saale befindet sich «ine sehr vollständige Samm« """ SS lung der besten im Stiche erschienenen Landkarte», dann eine grosse Anzahl gezeichneter Plan e.— Die Aufsicht über die Bibliothek hat ein eigens angestellter Bibliothecar, dessen Stelle nun durch den BiblisthekS-Kan- zellisten Carl Sengel Provisorisch versehen wird. Sein» Königliche Hoheit gestatte» jedermann den Zutritt in diese Sammlungen- Ankerberg (Des Herrn Wenzel Edlen von) Bibliothek. — Siehe Seite »4S Münzensammlungen. Apponyi (des Herrn Grafen Anton von) Bibliothek. Auf der hohen Brücke Nr. ,L0. — Diese Bibliothek wurde vor ungefähr 40 Jahren durch den (verstorbenen) Grafen Anton von Apponyi, k. k. wirklichen geheimen Rath und Kämmerer, Bater deS jetzigen Besitzers, mit einem großen Kostenaufwand» und mit nicht geringer bibliographischer Einsicht gegründet. Sie beläuft sich vermahl auf 20,000 Bänd«, und enthält Werke auS alle» Fächern der Wissenschaften. Vorzüglich gut ist dat Fach der Griechischen und Lateinischen Classiker besetzt. Bemerkenswert!, sind auch das naturhistorifche und das artistische Fach; dann die Französischen und Jtaliänifchen Classi- ker. Zu den Seltenheiten gehören: Ein pergamentener Codex dcS PrudcntiuS aus dem zehnte» Jahrhunderte; mehrere tiones peincisie» der alten Classiker; des ^Voilg„--»i 8eth- lenii Historie,; roruin Pransxlv-nioarum mit handschriftlichen Einschaltungen und Continuationen. (Bekanntlich gehet diese in« Schlosse Kreusch gedruckte Geschichte nur bis zum zehnten Buche, das Übrige des Werkes ist verbrannt; dieses Exemplar aber enthält auch einen Thcil LeS eilften Buches.) Nebst mehreren Prachtausgaben und einigen Manuskripten, z. B. dem Taktiker ^«liann, und Ono-Lockor, dem ptolomüeus (alle drey in Lateinischer Übersetzung auf Per» zamcnt mii Figuren), sind auch incnnnsdnl, >rtis tgpogr»- püicae vorhanden, worunter sich ein Augustinus cke civito- to voi, welcher im Jahre 14H7 be» Schweynheim und Pan- narz im Kloster Subiago gedruckt worden ist, befindet. — Vorsteher der Bibliothek ist Carl A. von Gruber '). Gelehrten oder kunstlicbendcn Individuen ist der Zutritt offen: vom i. May bis letzten September von y bis 12 Uhr Vormittags, und von z bis b Uhr Nachmittags; vom 1 . Lctober bis letzten Aprill von y bis 12 Uhr Vormittags, wen« mau sich vorher an den Bibliothecar wendet. Augustiner (Der ehrwürdigen ?. ?.) Bibliothek. In der Augustiner-Gasse Nr. 115s. — Diese Büchersammlung umfasst bey I 5 ,cmo Bände, welche i» einem grossen Saale im zweyten Stocke des KlosiergebäuLeS aufgestellt sind. Der Plafond dieses Saales ist von Bergler fresco gemahlt, und stellt die verschiedenen Wissenschaften in Allegorien vor; auch den berühmte» Pater David im Porträte. Über den Lücherstcllen sind die Gcmählde der Evangelisten, der Kir» X chenväter, anderer Heiligen und das Porträt des Paters Abraham a sanot» 6I«r» angebracht. Am zahlreichsten ist i» dieser Bibliothek für das theologische Fach gesorgt, und man findet daselbst nicht nur alle guten Ausgaben der Kirchenväter, fon, der» auch viele neue theologische Werke, welche zur Brniit» jung für die Zöglinge der höheren Bildungsanstalt für Weltpriester diene», denen, nebst den-Mitgliedern de« ehrwürdigen Conventes selbst, der Eintritt in die Bibliothek eigentlich nur gestattet ist. Diele seltene Manuskripte und Jncunnabeln, welche anzuführcn der Naum nicht gestattet, zieren, ausser den Werken mehrerer gelehrten Mön- ') Siche Schriftsteller Seite ly. che und Bibliothekare dieses Ordens, t- B. des p Tobias » I^stivilLte s. V. HI., welcher im Jahre l7Ll die bil>li->6rs- gori»n» beraub gab, des k> Michael » ssycl» Lstlioriv», dessen Werk: Vrinum perfeotum , Via, Verit»» et Vir» etc. Vom. m.tsu». Vin-iel. I7ll in kol. erschien» diese Bibliothek. Die vollkommene Sammlung aller von ? Abraham a sanol» Olara heraus gegebenen Schriften in Pracht»Exemplaren gehört unter die Seltenheiten dieser Büchersammlung. Die Kataloge über die meisten der vorhandenen Werke wurden im Jahre t7SZ von dem oben erwähnten?. Tobias eben so schön als nützlich verfaßt; bey jedem Autor ist eine kurze Biographie. Der jetzige Bibliothekar, k. Michael Böek, setzt sie fleißig fort. Dretfeld-Ehlumczansky (Des Herrn Franz Joseph Freyherrn von ') Bibliothek. Auf der Wasserkunst - Ba- stey Nr. tly«. — Diese, aus ungefähr sooo Bänden bestehende, von dem Herrn Besitzer seit seiner frühesten Jugend gssammelte Bibliothek hat erst vor kurzen durch die ihm nach dem Tode feines Vaters, des Consistorial« Kanzlers und Böhmischen Kronhüthers, Joseph Freyherrn von Bretfeld zu Eronenburg in Prag erblich zugefallene Familien-Bibliothek einen ansehnlichen Zuwachs erhalten. Diese letztere besteht gleichfalls aus beynahe eben so viel Bänden, hat dem alt vaterländischen Schriftsteller rühmlich bekannten k. k. Hof- kammer- und Ministeriell - Banco - Deputations - Nathe und Banro - Gefällen - Administrator, Johann Christoph Ritter von Borzek, ihre Entstehung zu verdanken, und enthalt einen Schatz seltener, vorzüglich für die Geschichte Böhmens schätzbarer Handschriften, Shroniken und Abhandlungen. Die von i ') Siebe Schriftsteller-Veezeichniß Seite y. yl dem Besitzer selbst gesammelte Bibliothek umfaßt hie auSge- zeichnetsten Werke über alle Zweige der Geschichte, Kunst, Literatur und Natur in Deutscher, Lateinischer, Französischer, Englischer» Jtaliänischer und Böhmischer Sprache. Am vorzüglichsten ist hierunter das historische Fach, und unter diesem wieder jenes der Böhmischen Geschichte, besetzt, zu welcher derselbe während seiner früheren Dienstverhältnisse, wo ihm die k. Böhmische Landtafel, das freyherrlich von Wunsch» witz'sche genealogische Archiv» das St. Wenzels-Archiv, die alte Statthalterey-Registratur, so viele Böhmische Kloster- Bibliotheken und Familien - Archive, ali Quellen zu Gebo- the standen» sehr viele Beyträge bereits lieferte, und eine «och weit größere Menge Materialien sammelte, an deren Herausgabe ihn bisher seine ernsteren Berufspflichten und seine wiederhohlten Reisen in das Ausland hinderten. Einen vorzüglichen Platz behauptet in dieser Beziehung die selten vollständig anzutreffende Sammlung Böhmischer Qriginal- LandtagSschlüfle von den ältesten Zeiten bis auf die unsrigen, welche der Besitzer mit unsäglicher Mühe und nahmhasten Kosten durch einen Zeitraum von beynahe ro Jahren zusammen brachte, und welche ihn allein in de» Stand setzen konnten, im Jahr« lglo di« bereits von dem »erstorbenen Guber- Nial-Rathe Ritter von Riegger in seinen Materialien zu einer Statistik von Böhmen, als ein wahres Vedürfniß angegebene »Historische Darstellung der Böhmischen Landtag»* mit einer treuen Angabe der historischen Deranlaffung, der Verhandlungen und der Folgen eines jeden Landtages, der merkwürdigsten Personen, welche demselben beygewohnt haben, dann der geschichtlichen Quellen, aus welchen der Verfasser geschöpft hatte, heraus zu geben. Nicht minder interessant ist das Fach der Münzkunde in dieser Bibliothek, welches aus ungefährsooBänden besteht, und di« seltensten Werke über die Münzen deS AlterthumeS, des Mittel- alter» und der neueren Zeit in allen Sprachen und in den vor- züglichsten Auflagen enthält. Diese Münz-Bibliothek, erst »Steinigen Jahren Lurch den Ankauf jener des zu Prag verstor- denen Professors Ritter von Mader ansehnlich vermehrt, ist «ine wichtige Beyhülfe zu der Münzensammlung des Herr« Besitzers, und verdienet um so mehr besonders berührt zu werden, als unstreitig kein Privat-Sammler in den österreichischen Staaten sich einer so zahlreichen Münz - Bibliothek zu rühmen vermag. In unmittelbarer Verbindung mit dieser ist das heraldische, genealogische und sphragistische Fach, welches ebenfalls die vorzüglichsten Werke der Wapen-, Geschlechts- und Sicgelkunde enthält. Zur Abtheilung der Kunst und Literatur gehören eine große Anzahl archäologischer Kupferwerke, Beschreibungen der vorzüglichsten Kunstsammlungen, Didots vollständige Stereotyp - Ausgabe der Französischen Dichter und Prosaisten, dann die vorzüglichsten Lateinischen , Deutschen und Englischen Klassiker in verschiedenen Auflagen. — Die Bibliothek steht jedem Fremden oder sonst von einem der Bekannte» des Herrn Besitzers eingeführ- ten Inländer a» Sonn- und Fcyertagen zwischen ir> und »k Uhr Vormittags zur Besichtigung offen. Castelli (DeS Herrn Ignaz Franz), RechnungS-Offi- cialS be» der LandfchaftSbuchhaltung, dramaturgische Bibliothek. In der Ballgaffe Nr. yzi. — Diese Bücherfammlung enthält: l) über lO.voo gedruckte Deutsche Stücke (hieF-e unter sin» auch Übersetzungen begriffen). Dies« Sammlung ist vorzüglich reich an Werken zwischen den Iahren l7«> bis 1780; doch befindet sich in derselben auch fast alles Neue. Unter den merkwürdigen Antiquitäten ist ein Stück vom Jahre iSlL (das älteste in dieser Bibliothek), unter »cmTitel: VolnzNatis cum virtute ckisULztstio, verfaßt von Cheli» donius, Abt zu den Schotten, in Wien gedruckt. (Herr Io» seph Freyherr von Hormayr hat «in« Beschreitung davon geliefert.) Merkwürdig sind auch dieEomödien des Schulmei- sterS Schmelzl vom Jahre 1S40 -c. — 2) Über soo Ma- nufcripte, worunter sich vorzüglich viele Skelette extempo- rirter Comödien und Arien aus mehr als 200 extemporirten, so genannten Hanswurst-Burlesken befinden. — r) Eine Sammlung von 400 Porträten von Schauspielern und Z(X> Porträten von Schauspieldichtern fast aller Länder und Zungen. — 4) Diele alteEomödien-Zettel von den Jahren tkXX» bis 1700, dann alle Ze.tel aller Wiener Theater von dem Jahre isoi an bis jum heutigen Tage, — Der Herr Besitzer ist geneigt, jedermann feine Sammlungen ju zeigen. Morgens bis tz Uhr ist er am sichersten ju treffen. Eonvictes (Des gräflich Löwenburgifchcn ) Bibliothek. In der Jofephstadt bey den k>. k>. PiaristenNc. izz. — Diese Büchersammlung wurde im Jahre 1746 dey Errichtung dieser Lehranstalt begründet, wo die nöthigen'Bücher angeschafft wurden. Ihre »achhcrige Vermehrung verdankt sie theils Geschenke» der Altern der Zöglinge, theils dem Nachlasse verstorbener Geistlichen. Es wurden aber auch jährlich um eine bestimmte Summe Bücher angekauft. Sie besteht aus beyläustg 4000 Bänden, und umfaßt Werke aus allen Fächern und den meisten Sprachen. Am reichlichsten ist für das Fach der Griechischen und Lateinischen Elassiker gesorgt, worunter sich sehr schätzbare Holländische, Französische, Englische und Jtaliänische Ausgaben befinden. Auch enthält diese Büchersammlung elastische historische Werke, so wie die wertbvollsten Lexica. — Die Bibliothek ist bloß zun» Gebrauche der Geistlichen und Zöglinge des Convictes bestimmt; wird aber auch auf Verlangen Fremden gezeigt. Y4 Dominicaner (Der ehrwürdigen p. ?.) Bibliothek. Auf dem Dominicaner-Platze Nr. büst. — Diese Büchersammlung umfasst an lo.ooo Bandeaus allen Wissenschafts- sächern. Reichlich besetzt ist das Fach der Gottcsgelehrthcit und ihrer Hills-Wissenschaften, dann der Geschichte und des Kirchenrechtes. Diele Werke aus den frühesten Zeiten der Buchdruckerkunst, auch manche sehr alte Manuskripte werden den Kenner interessiren, nnd «in Orientalist dürfte manches Denierkensiverthe finden. — Der Pater Bibliothecar ist ge-- neigt, nach vorläufiger Anfrage, die Bibliothek zu -eigen. Esterhazy (Des Herrn Fürsten Nikolaus von) Bibliothek. Zu Mariahilf Nr, so im fürstlichen Palais. — Der Gründer derselben ist der jetzt regierende Fürst Nikolaus Esterhazy de Galantha. Schon im Jahre I 7 yl legte er durch Bereinigung der verschiedenen kleinen Hand-Bibliotheken seiner Dorfahren und feines Bruders den Grund dazu, und erhob sie durch Ankauf zahlreicher Prachtwerk« zu dem Stande, worin sie jetzt ist. Sie enthält gegen 20,000 Bande, worunter die Fächer der Naturgeschichte, der Reisebeschreibungen, der Philologie, und hierin besonders jenes Ser Prachtausgaben Römischer, Jtaliänischer, Französischer und Englischer Claffi- ker, wie auch die Museen am glänzendsten bestellt sind. — Bibliothecar ist Georg von Gaal. — Da der fürstliche Eigenthümer derselben sich sehr emsig mit Ergänzung einiger noch mangelhaften Materien beschäftigt, wobey er «inen weit ausreichenden Plan zu beabsichtigen scheint, der die Gründung einer umfassenden Bibliothek zum Zwecke hat: so ist der Zutritt in dieselbe nur denjenigen gestattet, welche unmittelbar »on ihm selbst die Erlaubniß erhalten. Fries (Des Herrn Grafen Moriz »on) Bibliothek. Auf dem Josephs-Platze Nr. lISS. — Diese Dücher- sammlung besteht aus is bis lö.ooo Bänden, und enthält größten Theils Prachtwerke der neuesten Zeit in allen Sprachen; hierunter wollen wir nur stlaclolius Bibel anführen, ein Exemplar, welches der Herausgeber für sich selbst bestimmt har; die Werke Süslo-speore'-rc. Zu den typographischen Seltenheiten gehört auch Ein Exemplar der Prachtausgabe der sämmtliche» Werke von Uj (in 4.) auf Pergament» aus Degens Sfficiu in Wien, welches mit de» schönsten Arbeiten de« Auslandes Wetteifer» kann. (Es wurden im Jahre isv4 drey Exemplare auf Pergament gedruckt: eines für den Herrn Grafen Fries und das andere für den Herrn Fürsten Prosper von Sinzendsrf auf Bestellung; das dritte Exemplar widmete Herr Degen als Denkmahl vaterländischer Druckkunst der kaiserl. Hof-Bibliothek. Reichlich versehen ist diese Bibliothek mit den kostbarsten artistischen und nae »urhistorischen Büchern, dann mit Reifebeschreibungen. Diese Büchersammlung wird stets vermehrt. — Der Herr Besitzer »erweigerl den Eintritt zu derselben keinesweges» und er ist täglich gestattet» wenn m«n sich vorher meldet. Fuchs zu Puchheim (Des Herrn Ignaz Grafen von), k. k. Kämmerers und Oberst-Erbland - StabelmeisterS im Erzherzogthume Hsterreich unter und ob der Enns, Bibliothek. In der Weihburggass« Nr. ytS im eigenen Hause. — Diese Büchersammlung ist nur zu« Privat-Gebrauche de» Herrn Besitzers bestimmt. Sie enthält über sixx» Bände aus allen Theilen der Wissenschaften, darunter sich, nebst alten seltenen Druckwerken und Manuskripte« aus dem fünfzehnten und sechzehnten Jahrhunderte, eine große Anzahl der neuesten Prachtausgaben und kostbarsten Kupfcrwcrke befinden. Eines der vorzügliche» Werke ist die Sammlung »l- ler in und außer der Stadt Wien befindlichen Familien-Grab- steine und Epitaphien, getreu gezeichnet und gewählt durch den geschickten Künstler und Wapenmahlcr in dem gewesenen k. k. Niederländischen Departement der Heraldik, Gebhard Gartenfchmid; ein Werk, welches auf eigene Kosten des Besitzers durch mehrere Jahre gesammelt, und vor ei» paar Jahren vollendet wurde. In dieser Sammlung befinden sich auch alle im Jahre ttzlt und späterhin auSgebrschenen, nun veräußerten Grabsteine und Monumente. Unter anderen sel, tenen kompletten Sammlungen in dieser Bibliothek ist auch das Wiener Diarium »on fast 100 Jahrgängen, nähmlich vom Jahre 172» bis 1S2I. Die Musikalien-Sammlung, welche ebenfalls in Futteralen, als Bücher, aber besonders aufgestellet, und mit thematischen Catalogen zur bequemen Übersicht für Musik- Freunde (nach Angabe eines eigenen neuen Systeme» des Herrn Besitzers) versehen ist, bestehet aus viele» Sonaten, Duetten, Trios, Quartetten, Quintetten, Sextetten und mehrstimmigen Instrumental-Stücken, darunter einige seltene von Bach, Caldaro, Conti, Händel, Mann ic. sich befinden, dann aus mehr als taufend vollstimmigen geschri«- benen Symphonien der älteren und neuesten Zeit auf große Orchester Ouvertüren ungerechnet), von den berühmtest«» Meistern des In- und Auslandes, Geißler (Des Herrn Johann B.), Nieder-Äster. ständischen RechnungS - OfficialS und Ritterstandes - Agenten, musikalische Bibliothek. Auf der Melker-Bastey Nr. yb. — Diese Büchersammlung ist eigentlich noch im Entstehen, und bestehet größten TheilS aus den Erzeugnissen der »euere» Zeit. Unter den älteren Werken ist ei» schönes Exemplar der von Carl dem VI. veranstalteten Ausgabe deS Fuchsiscben teiilckus »ck xaliraosum vom Jahre 1725- Der Herr Besitzes beabsichtiget key seiner Sammlung hauptsächlich dieDermeh-- rung der Quelle», Materialien und Daten zur Ergänzung des Gerber'schen Tonkünstler-Lexicons» woran er in seinen (leider wenigen) Mußestunden arbeitet, auch in dieser Ar acht eine Sammlung von Bildnissen berühmter Tsnkünstlcr, Tonkunst - Beförderer >c. angefangen hat. — Der Herr Besitzer ist bereit, falls jemand seine Sammlung besehen will, si» in den Morgenstunden bis neun Uhr täglich zu zeigen» -Sarrach (Des Herrn Johann Grafen von) Bibliothek. Auf der Freyung im gräflichen Pallaste Nr. 2S<). — Diese Büchersammlung besteh« aus vielen tausend Bänden aller Wissenschaftsfächer, und wurde von der Familie seit langen Zeiten gesammelt. Sie wird auch noch jetzt durch den Ankauf des Neuesten und Vortrefflichen vermehrt. Diese Bibliothek kann nur» auf vorläufige Anfrage, in Abwesenheit des Herrn Grafen, besehen werde», weil sie in den vom Herrn Besitzer bewohnten Zimmern aufgestellet ist. Haslinger (Des Herrn Tobias), öffentlichen Gesellschafters der Musikalien-Handlung S. A. Steiner auf dem Graben Nr. s?2, musikalische Bibliothek. — Diese Bücher- lammlung bestehet aus beynahe soo Bänden, größten Theils theoretischer Werke; darunter vorzüglich die Werke von Ar- «eaga, Burnen, Beeren, Forkel, Fux, Gerber, Kirnberger, Koch, Kircher, Knecht, Martini, Marpurg, Mursckhauser, Matthcnson, Mitzlcr, Porimann, Paolucci, Riepel. Reichhardt, Scheiben, Sabbatini, Türk, Dalotli, Vogler, Weber, Zarlin» ,c.; ein komplettes Exemplar der allgemeinen musikalischen Zeitung (Leipzig bey Breitkopf und Härtel), LZ Jahrgänge ic. Interessant ist ferner die Sammlung von Autographien musikalischer Auloren älterer und neuerer Zeit, S worunter sich sehr seltene Kunstwerke befinden. Sin rühml!« cheS unternehmen des Herrn Besitzers der angeführten Sammlung ist, dag er die fämmtlichen Werke des Ludwig ro» Beethoven in Groß-Folio in Partitur bringen und auf Englisches schönstes Zeichenrapier schreiben ließ. Sin sachverständiger Mann (Herr M. Schwarz) hat mehrere Jahre haran geschrieben < und jede einzelne Linie des Noten- Svstemes ist mit Reißfeder» der Reinheit und Schärfe wegen, gezogen. Der geschickte Kalligraph, Herr Fridrich War- sow, (siehe weiter unten Kalligraphen), hat Titelblätter und Aufschriften dazu gemach«. Dieses Werk besteht aus SoGroß- Folio - Bänden, welche bey 4000 Musik-Bogen enthalten. Dürft« wohl ein ähnliches Werk wo epistiren?— Herr Haslinger kann seiner Berufsgeschäfte wegen seine Sammlung nur selten zeigen; doch ist er dazu nicht abgeneigt, wenn Künstler oder ausgezeichnete Beförderer der Kunst mit ihm über die Stunde Rücksprache nehmen wollen. Hof-Dibkiothek (k. k.). A/s dem Joseph«, Platzen der Burg Nr. l. — Dieser ungeheuere Dorrath von Allem, was die Wissenschaften WissenswertheS hervor gebracht haben, befindet sich in einem großes Gebäude, das für sich allein eine ganze Seite des Josephs-Platzes einnimmt, und auf Befehl Earls des VI. von dem berühmten Baumeister Fischer von Erlach gebauet, und im Jahre »7rb vollendet wurde. Im Jahre l7by, «eit es durch den Druck der daselbst aufbewahrtcn Schätze ungemein gelitten hatte, war» es i» dauerhaften Stand gesetzt und erneuert. In der Mitte dieses Gebäudes ist eine achteckig« Kuppel, auf welcher Minerva in einem mit 4 Pferden bespannten Triumphwagen sitzt, die den Neid und die Unwiffenheit unter die Füße trete». Zur rechten Hand der Göttin» ist Atlas» mit »er Him- welskugel auf feinem Racken, neben ihm sind r Figuren, welche die Astronomie «erstellen; links zeigt stch die Göt- tinn Tellus (die Erde), die Erdkugel tragen», neben ihr stehen zwey die Geometrie vorstellende Figuren. Der Hof hat einen besonderen Eingang von der Burg aus. Der allgemeine Eingang ist «on der Seite des Josephs-Platzes, an der einen äußersten Seite des Gebäudes. Eine prächtige, mit Brustbilder» und alten Inschriften versehene Treppe führt in den schönen Saal der Bibliothek; er ist 240 Fuß lang und S4 Nuß breit. Mitten über dem Saale ist eine auf S Säulen ruhende Kuppel, welche dem Gebäude das Ansehen eines Tempels gib«. In der Mitte dieses großen Saales isb die Statue des Stifters desselben, Carls des V., in Lebensgroße, von Cararischem Marmor, um welche 12 andere Statuen von Kaisern aus dem österreichischen Hause stehen. DaS Plafond - Gemählde ist »o» Daniel Gran, und stellt die Wissenschaften personisteirt vor, die stch freundschaftlich die Hand reichen. Die Gallerte, die rings um den Saal läuft, und zu welcher vier verborgene steinerne Treppen führen, und die großen, mit Medaillons gezierten Bücherschränke sind »on Nußbaumholz, mit viel Geschmack und Eleganz gearbeitet und stark vergoldet. Die ungeheuere Menge von Büchern, deren Zahl sich auf ungefähr ZOO,000 Bände be- läuft, die Schönheit der Auflagen, der prächtige und geschmackvolle Einband geben dieser Bibliothek einen unschätzbaren Werth; was sie aber noch wichtiger und interessanter macht, ist die große Sammlung »on Manuskripten und Kupferstichen. Erster« belaufen stch auf 12,000, und st- werden in 2 eigenen Zimmern aufbewahre«; die merkwürdigsten sind durch Lambeck, Nessel, Kollar und Denis beschrieben und im Drucke bekannt gemacht worden. — Unter die größten Seltenheiten dieser Bibliothek gehören (nebst dem ältesten gedruckten Büchern und vielen Manuskripte») die originalen Schriften der Mexikaner, aus lauter Figuren und Symbolen bestehend, welche Robertson in seiner Geschichte 5 ' »on Amerika hat abzeichnen lassen; die orientalischen Manuskripte, welche im Jahr« ,d77 in Sonstantinopel sind gekauft worden; eine Handschrift des DioscorideS, mit gewählten Pflanzen, aus dem achten Jahrhunderte; der Eo, dex, enthaltend die fünfte Decade des Titu« LiviuS; die Mauuscript« «on Kaiser Earl dem V.; da« Original von de« im Jahre »2b7 in der St. Stephans - Kirche in Wien gehaltenen Provincial-Eoncilium; die Handschrift vom b-frcyten Jerusalem, »on Torquato Tasso selbst; ferner die bekannt« so genannte Peutingerfche Landkarte; da« Original des bekannten Römischen 8en-w, eonrultnm, wodurch im Jahre der Stadt Rom 5Ü7 die Bacchanalien »erbothen wurden, auf einer Metalltafel; ein sehr alter Purpur-Eodex; die Sammlung der Türkischen, Arabischen und Persischen Bücher, welche in der zu Anfan- gr.deS achtzehnten JahrhundcrteS von.der Pforte in Eonstanti- nopel errichteten Buchdruckerey sind gedruckt worden; Blätter aus dem Koran mit alter Kufischer Schrift, aus dem neunten Jahrhunderte; Stücke von der echten alten Ägyptische» Papicrstaude; Itlicksel Serveti (sonst keve, genannt ') ') Der Verfasser dieses Werkes wurde km Jahre I50Y zu Dillanuova in Arragonien geboren, war längere Zeit Pro- sessor der Medicin und ausübender Arzt in seinem Datcr- lande. Die Sucht, sich hervor zu thun, verleitete ihn zu dem gefährlichen Schritte, die Dogmen »on »er Drey- «inigkeit unzugreifcn. Auch verstrickt« sich der verirrte Mann zugleich in einen Briefwechsel über diese und andere religiöse Gegenstände mit Ealvin, welcher ihn, als er sich »on Vienne, wo er arretirt und zum Feuertod« verurtheilt wurde, nach Genf flüchtete, fest nehmen und zum Scheiterhaufen verdammen liest, welche« ur- theil auch am 27. Sctober t5LZ vollzogen wurde. Servers Sarifien wurden nun, wo man deren nur immer habhaft werden konnte, vernichtet, und viele mit dem Autor verbrannt Am vollständigsten gelang dieses mit dem oben angeführten Werke, dai nur wenige Monathe tOl regno eoelssti, Lasivionis impiae caytivetate roluta, et Ln- ti - Lürirto cum «nie penitue lieet^ueto. Vle„n»e Lllobro- gnm (Vienne in der Dauphine) lL5r. Gr»ß-0ctav, 7Z» Seiten und t Blatt Druckfehler; dann viele andere Werke. Die Sammlung von Kupferstichen betragt über 700 Bände, wovon ri 7 bloß Porträte enthalten. Die vollständigste Sammlung in Europa; ste fängt mit Erfindung der Kupferstecher- kunst an; in Allem find gegen L00,!XX) Stück vorhanden, r; Bände sind voll Miniatur - Temählde, und in ar Bänden ist eine Sammlung naturhistorischer Temählde. Die Sammlung der ersten Drucke, vom Anfänge der Buchdruckerkunst bis auf das Jahr 1500 einschließlich, ist in einem besonderen Zimmer aufbewqhrt.—Die Geschichte der k. k. Bibliothek ist in Kürze folgende: Die erste Einrichtung derselben hat man dem Kaiser Maximilian dem I. zu verdanken; unter de« Kaisern Rudolph und Ferdinand wurde sie mit neuem Zuwachs« bereichert, und unter Leopold dem I. war sie bereits SV,voll Bände stark. Carl der VI. vermehrte sie wieder um «in Ansehnliches, indem er ihr drei- schon an sich nicht unbeträchtlich« Privat - Büchcrsammlungen, besonders »ene des Prinzen Eugen von Savoyen» einvcrleibte. Die Sammlung dieses Prinzen begriff 15,000 Bande der auserlesensten und vor des Verfassers Hinrichtung erschienen war. Man kennt nur zwcv Exemplare: das oben erwähnte, i» der Hof-Bibliothek befindliche, besser conservirtc, womit Graf Teleky dem Kaiser Joseph dem II ei» Geschenk machte, der ihm dann einen Ring von 10,000 Gulden im Werlhe dafür gab, und eines in Paris. (Ein Mehre- reS sieh« im Eonvcrsatio» - Blatte isiq, l. Band Nr. 8 und lärl Nr. >7.) kostbarsten Ausgaben, alle in Maroquin gebunden. Die Kaiserin» Maria Theresia sorgie für Sie Vermehrung derselben wieder aus eine wahrhaft kaiserliche Art: sie befahl zugleich, daß alle Doubletten »nd Tripletten an die Universitäten von Prag und Innsbruck abgegeben «erden sollen. Kaiser Joseph der II. endlich benützte seine Reisen auch dazu, dasi er alle kostbaren Bücher und seltenen Manuskripte einkaufen liest» die für würdig erachtet wurden, einen Theil der k. k. Bibliothek auszumachen, gnm gewöhnlichen Büchereinkaufe ist die jährliche Summe »o» tzoov fl. vom Hofe bestimmt, jedoch wird zur Herbeyfchaffung des Nothwendigen auch jeder Überschuß bewilliget. — Präses der Bibliothek ist Herr Graf Sssolini- ky'); dann sind noch ein erster Eustos") mit Hofraths-Eha- rakter, r Eustoden, 6 Scriptoren und 2 Livree-Diener. Die Bibliothek ist zur Winterszeit von y bis lr Uhr, im Sommer aber von s bis 12 Uhr Vormittags, und Nachmittags von z bis b Uhr für jedermann offen. In den Bü- chersaal wird ohne Begleitung eines Beamten niemand gelassen; aber der von Wißbegierigen fleißig besuchte Lesesaal ist mit Tischen und den nöthigen Schreib - Materialien zu aller Bequemlichkeit der Leser »ersehe»; es ist jedoch nicht erlaubt, di- Bücher mit sich nach Haus« zu nehmen. Geschlossen ist die Bibliothek l4 Tage zu Weihnachten, s Tage zu Ostern, ö Tage zu Pfingsten und im ganzen September. Ingenieurs-Akademie (Der k. k.) Bibliothek. Auf der Laimgrube Nr. isb. — Diese Büchersammlung hat vor mehreren Jahren noch aus beynahe 5000 Bänden bestanden, ist aber, weil viele Duplikate und unbedeutende Werke hintan gegeben wurde», bis auf zooo Bände vermindert worden, welche in zwölf Stellen in einem großen Zimmer ausgestellt sin». Nach dem geschriebenen Cataloge der Bibliothek umfaßt das Aach der Sprachkund« (Sprachlehren, Wörterbü- ') und ") Siehe Schriftsteller Seite 37 und Seite 7. roch» re.) b«y 200, der reinen Mathematik ebenfalls an 200, der angewandten Mathematik über 250, der bürgerlichen Baukunst bey 200, der Befestigungskunst über 200, der Taktik zzo, der Geschichte über 70V, der HülfSwissenschaften zur Geschichte über »so, der Naturgeschichte bey so, der Theologie bey so, der Philosophie bey so Bande u. s. >v. Aus vorstehender Übersicht ergibt sich schon, das! die Sammlung vorzüglich nur zum Gebrauche der Professoren und Qf- ficiere der Akademie geeignet ist, weil die Werke der hauptsächlichsten Lehrfächer der Akademie am häufigste» vorhanden sind. An Seltenheiten des AlterthumeS (luounoaliulis) findet sich nichts vor, wohl aber zeichnen sich unter den Werken neuerer Zeit viele Prachtauflagen ') aus. mit welchen diese Sammlung durch di« Güte der Herren Erzherzoge Kaiser!. Hoheiten und einiger Generale versehen wurde. Auch sin» mehrere Manuskript« vorhanden, hierunter: I/Ingenieur trenyoi, ou «colo clv 6enie, in 2 Folio - Bänden ; Kunstbuch der Büchsenmacher«?, mit der Jahreszahl tssg u. s. w. Institutes (DeS k. k. polytechnifchen) Bibliothek. Auf der Wieden Nr. 2». — Diese enthält die besseren Werke über die seinen Lehrfächern zugehörigen Wissenschaften, chemischen, physischen, mathematischen, technologischen und com- merciellen Inhaltes, sowohl zur Benützung für die Professoren, als für die Zuhörer. Zur Dotirung dieser Bibliothek «erden die ImmatriculirunzS - Gebühren, die von Privat- Priifungen entfallenden Honcrare und einige audere Zuflüsse verwendet. Zur Haltung gelehrter Journale ist ein jährliches ') Hierunter auch da» Werk Seiner Kaiserlichen Hoheit de» Erzherzoges Earl: Grundsätze der Strategie, erläutert durch die Darstellung de» Feldzuges von l7yü in Deutschland. Z Theile mit ll Planen und einer großen Übersichtskarte. Wien, gedruckt bev Anton Strauß. ^ 104 Pauschale bestimmt. Die Professoren machen von Zeit zu Zeit dem Direktor Vorschläge über diejenigen Bücher, deren Anschaffung in Bezug aus ihre Fächer sie vorzüglich wünschen, worauf der Direktor nach Verhältnis des zu »erauSgebenden Geldes bey der Anschaffung Rücksicht ninimt. Der Sekretär des Institutes führt die unmittelbare Aufsicht über die Bibliothek. Invaliden-HauseS (Des k. k) Bibliothek.— Siehe weiter unten GemählSesammlungen. Josephs-Akademie (Derk. k. medicinifch-chirur- gische») Bibliothek. In der Alservorstadt Währinger - Gaff« Nr. 22 l. — Diese Büchersammlung wurde so, wie die ganze Akademie, im Jahre l7S; von Kaiser Joseph dem II. gegründet. Die Zahl der Bände beläuft sich auf 6oov; sie umfaffcn die Fächer der Medicin, Chirurgie, Anatomie, B», tanik und Naturgeschichte. Die Anatomie und Botanik sin» vorzüglich gut besetzt. Auch sind mehrere vortreffliche Manuskripte auS dem Sache der Medicin und Chirurgie vorhanden; hierunter Beantwortungen von durch die Akademie gestellten Preisfragen. In dieser Bibliothek ist die Büste Kaiser Josephs des II. aus Cararischem Marmor, von dem berühmten Bildhauer Ce rachi gearbeitet, mit der Aufschrift: losspüu- ll., tlic pi-imu,.—Benützt darf die Bibliothek nur von de» Herren Professoren und den Cursisten der Akademie werden; für die letzteren sind vier Mahl die Wo- che zwey Stunden bestimmt. Kanonengiesierey (Der k. k.) Bibliothek. Auf der Wieden Nr. iü7. — Diese Büchersammlung besteht aus mehreren hundert Bänden solcher Werke, welche auf die Ma- ivz nipulation dieser Gießerey und Bohrerey Bezug haben. Die Werkzeuge und Maschinen, so wie die ganze Manipulation dieser Arbeit ist genau abgezeichnet, und diese Zeichnungen sind in großen Folianten hier aufgestellt, um dadurch de» von Zeit zu Zeit neu dabey anzustellenden Leuten einen ordentlichen vorläufigen theoretischen Unterricht zu ertheilen. Auch treffliche chemische Werke befinden sich hier. Da diese Büchersammlung bloß zum Gebrauche des Personales der Gießerey gehört, so kan» der Eintritt dazu nur sehr Wenigen , mit besonderer Erlaubniß, gestattet werden. KeglevicS von Buzin (Des Herrn Grafen Johann), k. k. Kämmerers, Bibliothek. Auf dem Schaumburger-Grunde Nr. ,4 im gräflichen Palais. —Diese Büchersammlung wurde von dem gegenwärtigen Herrn Besitzer im Jahre 1S0Ü gegründet, und wird beständig vermehrt. Sie bestehet bis nun aus mehr alS zcxxr Banden, umfaßt die Fächer der Geschichte, Geographie und Statistik, Ökonomie, Philosophie, Naturgeschichte, Rechtswissenschaft, Dichtkunst, Redekunst, bildenden Künste, Sprach- und Bücherkunde in allen lebenden Europäischen Sprachen, dann Lateinische und Griechische classische Literatur. Am vollständigsten ist diese Büchersammlung in den Fächern der Geographie und Statistik (vorzüglich in guten Reisebeschreibungen), Naturgeschichte und Dichtkunst. Sie ist reich an Prachtauflagen. Einige der vorzüglichsten und mitunter seltensten Prachtwerke sind: Itl»- gua 6»vts ktegir äoanni». Houston! tgl6 tolio (der Englische FreyheitSbrief), in glänzendem Golde auf pergament- artigem Papiere gedruckt. Dieses Werk befindet sich meinet Wissens in Wien nur noch in der Privat-Bibliothek Seiner Majestät deS Kaisers und in jener des Herrn Grafen FrieS. l. o« kenple« äe I» kusois, ou Oeocrlptio» sie« moeure, Nioze» et costnmee äs« äiveree, Nation» ä« I'üoipire ä« S " Lussi«, Paris 1312 elrer 6olas, mit in Mignatur gewählten Abbildungen; Voz^Lg« pittores^ue er liistorique äs 1'Lspagne par ^lexaväre Delslroräs, pari» clier Oiäot, 180 b—1320, (nunmehr beendiget); Vo^age pittorss<;u« et Iiistori^ue äe l'lstrre et äe la Dalinatie psr Osssas, Paris 1602 ; I^orä Amtierst'» Lmlrass^ to Llüua, L.oväon 1317; <>'aptain Ualp» vo^sZe ot Oiseover^ tc» tlrs vest coast ot <^orrea suä tks great l^oo-6doo Islanä, l.onäou 1318; ^olinson's ^ourne^ fron» Inäia to Lnglanä tlrrougll persia, Oevrgia, kussis, polavä avä prursia, L,onäon 1618; Uro Alieroeosme otI.oväoQ, or I^oiräon in Hliniature; pom- ^eians: tliv topogrspliz-, eäiüce» anä ornanients ok Pompeji» L«onäon 1317— 181 Y; Lesuties ot Rnglanä anä Waler, or Delineation» topogrsplüeal, lristorical anä äe- seriptive of eaolL oount^, 1601—1313, Mit mehr als 600 liirri, ^aeanrars et prornero^s par Luäel>vrt et Viellot, Paris 1802; Uistoire naturelle äe» pero^uets par lv Vaillant, pari»; Walästein et Litaikel icones ^lavtrrum rariornrn tlungai'iLe, Vieunae; I^er Ilore» par Ileäoute, Par!» oller Oiäot; Vo^age äe Äl. le Lornte äe porllio äans le I^evant en 1317 et 1318, Paris äe 1'iinp. royale, kollo atlanti^us; Reise nach Brasilien in den Jahren 1815 bis 1817 von Maximilian Prinzen zu Wied-Neuwied, Frankfurt 1820 rc. Übrigens sind die Bücher dieser Sammlung sehr geschmackvoll, und viele prächtig in alle Arten von Maroquin gebunden, vorzüglich wohlthuend für das Auge aber ist das Locale, in welchem dieser Dücverschatz zur Besichtigung und zum Gebrauche eines jeden Gebildeten aufgestellt ist. In 22 Kästen von MagahouirHokz, mit Glasthüren versehen, und von schöner architektonischer Bauart, welche die Wände eines -rosten Zimmers rund herum verkleiden, stehen die kleineren Formate, nach den Fächern systematisch geordnet. Das Ganze ruht auf einem vorfpringenden Sockel, in dem sich die 107 """ Folianten befinden. Über jedem di« Kästen abtheilendc» Pilaster steht die Lüste eines Gelehrte», von dem scl. Sta- tuar Robatz verfertiget, nähmlich: Hemer, Virgil, Horaz, Ovid, Anacreon, Pindar, Milton, Kloxstock, Tasse, Dol- laire, EamoenS, Gestner, Wieland, Schiller, Leibnitz, Reuten, Kant, Euclides, Livius, Montesquieu, Linne, Lavois ster, Thaer. — Den Raum über den Büsten bis zu dem schön gemahlten und mit aufgelegtem Golde »erjicrten Plafond lullen 4 meisterhaft vom Bildhauer Schrott, nach den Zeichnungen des Professors an -er Wiener Akademie der bildenden Künste, Joseph Redel, gearbeitete, allegorische Basreliefs auf Wissenschaften und Künste aus, in welchem Porträte der alten Dichter, Mathematiker, Gefchichtforscher» Bildhauer, Mahler ic. vorkomme». "Eben so geschmackvoll als kostbar sind alle übrigen Bestandtheile dieses Mufen-Tem- pels vom reich in Feuer vergoldeten Bronce-Luster bis zu dem schönen, mit der, gleichfalls von Schrott gearbeiteten» Statue der Minerva verzierten Ofen. Kesaer (Des Herrn Earl von), Hof-Secretäri bey der k. k. gehe »-N Haus-, Hof- und Staatskanzelley, Bibliothek. 2» der Stadt auf dem Haarmarkt« Nr. baü. —Dies» Büchersammlung enthält beyläuftg 4000 Bände, größten Theils aus den Dächern der Philologie, Geschichte und schönen Wissenschaften. Sie enthält die eckitione- optimse der Griechischen und Römischen Classiker, und viele bibliographische Seltenheiten. Vorzüglich zeichnet sie sich durch eine Sammlung Deutscher Dichter und Prosaisten von den Zeiten der Minnesänger bis auf Martin Opitz in den seltensten Original-Auflagen aus, welche mit dem dazu gehörigen philologisch-literarischen Apparate und einem Anhänge von Schriftstellern in Gothischer, Angelsächsischer, Isländischer und anderen «ltnordjschen Sprachen mehr als Svo Bänd« umfaßt. Knorr (Der Herrn Bernhard Freyherrn von) k. k. Hof» Eonpisten, Bibliothek. In der oberen Bäckerstraße Nr. 7H7.— Diese Büchersammlung umfaßt ausschließend die Literatur der Tonkunst. Sie ist unstreitig eine der merkwürdigsten dieser Art, da sie bcy der Menge von Pracht-und seltenen Ausgaben, unter denen sich mehrere Incunnabeln befinden, vielleicht selbst di« des hiesigen Musik-Vereines überbiethet. Dcmerkenswerth ist die Eintheilung derselben, »ach welcher sie unter folgende Abtheilungen geordnet ist: Allgemeine Bemerkungen über die Tonkunst; Akustik; Geschichte der Musik; Lebensbeschreibungen berühmter Tonkünstlck; Ästhetik und Kritik; Tonkunst bey verschiedenen Nationen; Abhandlungen über den Bau einzelner Instrumente; Lchr-Methoden für den Gesang; Schulen zur Erlernung einzelner Instrumente; Kunst de» Tonsatzes; Kirchen-Musik; Theater-Musik; Wörterbücher der Tonkunst; Zeitschriften, Almanache, Cataloge ic. — Der Herr Eigenthünker (der durch die musterhafte Einrichtung des Archives und der Bibliothek des Österreichischen Musik- BereineS sich entschiedene Verdienste um diese Anstalt erworben und seine Kenntnisse rühmlich bewährt hat,) gestattet jedem, der auf Mittheilungen Ansprüche hat, die Einsicht und Benützung seiner Bibliothek, die, so geordnet, eine wahre Fundgrube der Literatur der Tonkunst ist, wodurch der Herr Besitzer dem wißbegierigen Forscher schon mehrere sehr schätzbare Nachweisungen:»nd Aufschlüsse verschaffte '). ') Diese Bibliothek, mit jener des Musik-Vereines verbunden , würde unstreitig die größte und »ollständigste Sammlung dieser Art liefern, die feit der Zeit des Paters Martini bis auf jene des der Vollendung seines unsterblichen Werkes zu früh entrissenen Forkel auf- znfinden war«. Schon war ein« Hoffnung dazu vorhanden, da Herr Baron Knorr bereit schien, seine Sammlung unter den mäßigsten Bedingnissen und langjährigen Theilzahlungen zu überlassen; allein die Mittel dor Kriegs-ArchiveS (Des k. k) Bibliothek. Dey dem k. k. Hofkcicgsrathe auf dem Hof Nr. 42k- —2m Jahre,soi wurde Seiner Majestät dem Kaiser von Seiner Kaiserlichen Hoheit dem Erzherzoge Carl, damahligen Kriegs- und Marine-Minister und Präsidenten des Hofkriegsrathes re., der Plan zur Errichtung des Kriegs-ArchiveS unterlegt, und von dein Monarchen genehmiget. Der Zweck deS Kriegs-Ar- chives ist: Alle auf den wissenschaftlichen, vorzüglich geschichtlichen Theil des Krieges sich beziehenden Gegenstände zu sammeln, zu ordnen und anfzubcwahren, um diese Materialien zum Studium der Kriegsgeschichte, zur Bearbeitung solcher Werke und zur Vorbereitung für künftige Kriege zu benützen. — Director dieses Archives ist der k. k. Oberste Ferdinand Ernst. — Eine Abtheilung des Kriegs-Archive» bildet die Bibliothek, welche ebenfalls im oben benannten Jahre von Seiner Kaiserlichen Hoheit dem Erzherzoge Carl gegründet wurde. Sie umfaßt Alles, was auf Kriegsgeschichte und Länderkenntniß Bezug hat, und enthält, da sie bis nun über Z7vo Werke (nicht Bände) stark ist, einen reichhaltigen Schatz über Erdebcschreibung, Statistik, Geschichte, Mathematik, Kriegswisscnschaft re. Vorzüglich gut sin» die Fächer der Länderkunde und Kriegsgeschichte, besonders der neueren, uns jener der Kriegskunst alter und neuerer Zeit, besetzt. — Vorsteher derselbe» ist der k. k. Hauptmana Wilhelm Tielke, der sie systematisch geordnet hat, und mit vieler Liebe für die Literatur verwaltet. Der Eintritt in de» Büchersaal ist Officieren, Militär - Beamten, Professoren und anderen distinguirten Personen gestattet, und sie können , wenn sie in Wien anwesend sind, unter den gehörigen Vorsichtsmaßregeln, welche bey jeder k. k. Bibliothek vor- geschrieben sind, dieselben benützen und Bücher daraus «e- Gesellschaft haben es noch nicht gestattet, deßwegen in Untekhandlung treten zu können. «"«» III» halten. Auch ist in dieser Bibliothek für diejenigen, welche Auszüge -c. machen wollen, ein gehöriges Locale von y Uhr Vormittags bis 2 Uhr Nachmittags offen. Landwirthfchafts-Gesellschaft (Der k. k.) Bibliothek. 2m Heiligenkreuzer-Hose Nr. -7Ü. — Die Bibliothek dieser Gesellschaft ist erst im Entstehen. Die Gesellschaft hält die bewährtesten Zeitschriften; auch werden von ihr die neuesten und brauchbarsten Werke über die Land- wirthschaft und die mit derselben zunächst verwandten Hülfs- wiffenschaftcn beygeschaffl; außer den« erhält die Büchersammlung fortwährend einen nicht unbedeutenden Zuwachs durch manche schätzbare Beyträge, die ihr sowohl von ihren eigenen Mitgliedern, als von ihren schätzbaren Gefährtinnen , den Ackerbau - Gesellschaften in den Provinzen, und von ihren auswärtigen Correspondcnten zum Geschenke verehrt werden. Liechtenstein (Des Fürsten Johann von) Bibliothek. 2» der Herrngaffe Nr. 25t. — Diese Bibliothek enthält beyläufig 50,000 Bände, in einem sehr schön decorir- ken Saale ausgestellt; hierunter mehrere zum Theile wichtige Handschriften und so genannte erste Drucke (In- cunnabeln); die vorzüglichsten encyclopädischen Werke für alle Theile des menschlichen Willens, insonderheit aber sind die Fächer >) der Philologie mit Inbegriff der Massiker, 2 ) der Geschichte mit allen ihre» Hülfswiffenschaften, s) der Kriegskunst und 4) der bildenden Künste sehr reichlich ausgestattet. — Die meisten so genannten llkn»e->, z. B. lllu- »oum ksiorontinum, kio-lllemeotinum etc. sind vorhanden. Unter die Seltenheiten, welche diese Bibliothek besitzt, gehört auch ein unter der Leitung des berühmten AnalomikerS und Physiologen Barth von dem vortrefflichen Zeichner und Augenarzt« Beer in Miniatur gewähltes Werk, welches beynahe Sie fämmtliche Anatomie in sich begreift. Die grossen und kleinen Prachtausgaben von DiSot, Bodoni und anderen berühmten Buchdruckern, Prachtwerke zur Naturgeschichte, besonders zur Botanik, sin» in bedeutender Anzahl hier, und werden stets vermehrt. — Vorsteher dieser Bibliothek ist Herr Wolf, ehcmahliger kaiserl. Reichs-Bücher - Revisor zu Frankfurt am Main. Metternich-Winneburg-Ochsenhausen (Des Herrn Fürsten Wenzel Lothar von) re. lc. Bibliothek. Auf dem Ballhaus-Platze Nr. ly im Staatskanzelley - Gebäude. — Diese Büchersammlung enthält, beyläusig 20,000 Bände. Die Grundlage dieser kostbaren Sammlung bildet eine Auswahl aus der Bibliothek der dem fürstlichen Hause durch den Reichs - Deputations - Receg vom Jahre »sor als Entschädigung zugefallencn säcularisirtcn Reichsabtev Schsenhau- sen, welche im Jahre is»b »ach Wien geschafft, und mit der fürstlichen Familien - Bibliothek vereiniget wurde. Seit de« wird diese Sammlung durch Ankauf der vorzüglichsten Werke sowohl der älteren als neueren Literatur fortwährend vermehrt, wobey auch immer auf Schönheit der Exemplare gesehen wird. Sie enthält Vorzügliches aus allen Fächern der Wissenschaften, am reichlichsten ist jedoch die Geschichte sammt ihren Hülfswissenschaften, nächst ihr die Philologie, dann die schönen Künste bedacht. An bibliographischen Merkwürdigkeiten enthält sie i) eine Sammlung von etwa 400 Bänden Producte aus den ersten Zeiten Deutscher Buchdruckerkunst. r)Die Lliltionee optim-«! in Folio und Quart der Lateinischen und Griechischen Klassiker, dann der Kirchenväter. s) Sine Menge von Prachlwerken, hierunter das »In,«- rr»oe»i»,chaschrotze, von der Französischen Regierung publi- cirte Werk über Ägypten, fämmtliche >>ittores^ues. die vorzüglichsten Ausgaben von Didot, Bodoni, Iba- r a :c. -c. Der Eintritt wird nur auf besondere Erlaubni- gestattet. Moser (Des Herr» Jgnaj), bürgerlichen Apothekers. Sammlung pharmaceutischer und naturhistorischer Werk«. — Siehe weiter unten Mineralien-Sammlungen. Musik-Freunde (DieGesellschaft der) in demüster- reichischen Kaiferstaate besitzt eine vortrefflich geordnete Bibliothek, welche aus beynahe boo Bänden besteht, und deren Grundlage die von der Gesellschaft um 200 Fridrichsd'or erkaufte Gcrbersche Büchcrsammlung bildet. Die Gesellschafts- Bibliothek, welche ausschliesiend die Literatur der Tonkunst «um Gegenstände hat, und über welche ein alphabetischer und ein systematischer Gatalog besteht, enthält mehrere äußerst seltene und kostbare Werke; hierunter bezeichnen wir als ganz vorzüglich eine vollständige Sammlung der Matthenson'schen und Marpurg'schen Werke, dann aller Deutschen musikalischen Zeitschriften in ihrer Reihenfolge bis auf die gegenwärtige Zeit ununterbrochen fortgesetzt. Über dieß eine Menge der seltensten Abhandlungen der ältere» Zeit, von denen, außer diesen, wohl'von mancher schwerlich ein zwey- teS Exemplar aufzufindcn s-yn dürfte; dann viele schätzbare, größten TheilS noch ungedruckte Handschriften, unter welchen die Materialien zur Fortsetzung des Gerberscken Künstler-Lexicons, von der Hand dieses verdienten Literators ausgezeichnet, besondere Aufmerksamkeit verdienen. Andere sehr schähenswerthe Manuskripte sind: von Klein, Knecht, Adelung, Gramer, Fuhrmann, Mitzler, Walther ic. ic., welche größte» Theils in der Urschrift sehr interessante Aufsätze enthalten , die bisher nicht zur Öffentlichkeit gelanget sind. An praktischen Werken (Musikalien) ist ein» Masse von 700« Kompositionen von mehr als 700 Tonkünstlern vorhanden, di« in einem alphabetischen und thematischen Verzeichnisse mit vieler Genauigkeit eingereihet sind. Ausgezeichnet tritt die Abtheilung der Kirchen-Musik unter dieser Sammlung hervor, welche durch Deyträgc der Stadt Lübeck ungemein bereichert worden ist. — Die Gesellschaft bat auch die Grundlage eines Museums von Kunstgegenständen gebildet; 1 Portefeuille mit Kupferstichen, seltene Srgel-Prospecte, dann mehr als 500 Bildnisse berühmter Musik-Gelehrter, Tonkünstler, Sänger >c., mehrere Euriositäle», z. B. Türkisch« und andere seltene Musik-Instrumente, Tact-Meffer, Münzen, GypSabdrücke, antike Handschriften bilden diese Sammlung. Sehr merkwürdig sind die Türkischen Instrumente, welche die Gesellschaft von dem Freyherrn von Stürmer zum Geschenke erhalten hat. Um geordnete Einteilung aller dieser Gegenstände, nähmlich der Bibliothek, deS ArchjpeS un» Museums, gebührt dem Herrn Baron von Knorr, alS theo- relifcher und praktischer Tonkünstler gleich hochgeschätzt, d«S Hauptverdienst; denn er ist ei, welcher die fchwierige Aufgabe, einen Plan zur Einrichtung der practischen Werke auS- »uarbeiten, so glücklich lösete, und die preiswürdige Orga» »tisirung der Bibliothek und deS Musik - ArchiveS mit umfassender Einsicht zur Ausführung brachte. Unter dem Nahmen eines jeden Tonkünstler« stehen von dieser Meisterhand äußerst schätzbare biographisch« und kritische Notizen im Cataloge. Di« Bibliothek, da« Archiv und das Museum werden durch Beyträge der Freunde der Tonkunst und der Mitglieder der Vereines in Geld un» Kunstgezrnständen erhalten. Die Oberleitung über diese drep Gegenstände führt Herr Bernhard Krep- herr von Knorr. Alle ersterwähnten Gegenstände sind imGun- delhofe Nr. br? auf der dritten Stiege im zwepten Stockt aufge- stcllet, wo sich auch der M u si k»S a al nebst dem übrigen, dieser Anstalt gewidmeten Locale befindet, und zugleich eine Wohnung für ein Individuum, da« die Besorgung der Kanzelley und die unmittelbare Aufsicht über alle diese Gegenstände übernommen hat, zu welchem Behuf« demselben ein Kanzellepdiener beygegebcn ist. Skasoumoffsky (Des Herrn Fürsten Andreas von) Bibliothek. Auf der Landstraße im fürstlichen Pallaste. — Diese Büchersammlung enthält bep 7M)0 Bände der kostbarsten botanischen Werk«, Kupfer-Prachtwerke und Reisebe- schreibungen. vorzüglich in Französischer und Englischer Sprache. Diese Bibliothek befand sich früher in einem dem Zwecke vortrefflich angemessenen Locale z da aber während de« Wiener Kongresse« im fürstlichen Pallaste Feuer ausbrach > welches die Bibliothek ergriff, so wurden die Bücher an einen anderen Srt gebracht. ES steht aber zu erwarten« daß Seine Durchlaucht wieder ein dem großen Werthe der Bibliothek angemessene« Locale zur Aufstellung bestimmen werden, und dann darf man auch hoffen» daß, so bald die Sammlung wieder geordnet feyn wird, Seine Durchlaucht die Besichtigung derselben gestatten werden. Retzer (Des Herrn Joseph Kridrich Freyherrn von), ». ». Hof - Secretär«, Bibliothek. Auf dem Heidenschuße Nr. 2öS. — Sie umfaßt mehrere tausend Bände, und enthält die elastischen Werk« der Deutschen, Engländer, Franzosen, Jtaliäner, Römer und Griechen. Eine möglichst vollständige Sammlung der besten Zeitschriften und Taschenbücher erhöhet ungemein ihren Werth. Bloß solchen, welche der Bekanntschaft de« Herr» Besitzer« sich erfreuen, wird sie »ergezrigt. Ritter-Akademie (Der k. k. Theresianischen) Bibliothek. Auf der Wieden Nr. lL6» — Diese Büchersammlung tis ist in 4 Sälen aufgestellet, und bey 40,000 Bände stark. De» größten Thcil der Bücher fasset der mittlere Saal, wo das kaiserliche Ehepaar Franz') und Theresia in zwei, Rund- gemählden, von Seybold gewählt, angebracht ist. Nebst dem bronzenen Brustbilde der Prinzessin» Emanuele"), Herzogin« von Savoyen, welcher das kl k. Theresianum in der Vereinigung ihres Stiftes mit demselben dankbar huldiget, und nebst der Büste des dermahligen Herrn obersten Kanzlers Franz Grafen von Saurau, welchem Seine sehr regierende Majestät das verdienstvoll ausgeführte Werk der Wiederherstellung "') und die oberste Leitung der Akademie zuerst anvertrauten, steht auch die Büste des Jesuiten Denis f) und das Dildniß des Erasmus Fröhlich, gewesenen ersten Bib- ') Franz der I., Josephs des II, Vater. ") Diesen Nahmen gab man der Herzogin« von ihrem Gemahl«, dem Herzoge Emanuel Thomas von Savoyen, zu dessen ewigem Andenken sie auch ihre Stiftung die Emanuelische genannt missen wollte. Aus dem fürstlichen Hause Liechtenstein entsprossen, erhielt sie i« der Taufe die Nahmen Maria Theresia Felicitas. '") Kaiser Joseph der II, hat dieselbe im Jahre l7S4 aufgehoben, die Zöglinge aber wurde» mit Hand-Stipendien betheilt, ihnen die Humaniora in einem eigenen Hause, dem so genannten Barbara-Stifte, gelesen, aut der Philosophie und Jurisprudenz Repetitoren gehalten, und Unterricht in lebenden Sprache» und in ritterlichen Übungen ertheilt, in das Theresianum aber di« Zögling« der Ingenieurs-Akademie von der Laimgrube verlegt; Kaiser Franz der I, von Österreich erhob jedoch im Jahre I7Y7 die Thcresianische Anstalt wieder zum ursprünglichen Musen-Sitze. f) Dieses Meistersangers der Barden, welcher als Biblio- «hecar an dieser, und später als erster Custos an der Hof- Bibliothek ««gestellt war, und dessen Werke (Sinedt und Ossiant Lieder ic.) hinlänglich bekannt sind. ^ b - liochecars, in der feyerlich Killen Versammlung der auserlesenen Geister. Der Nachfolger desDeniS, Ritter von Sartori. hat einen Catalog dieser Bibliothek, jum Thcile nach de» typographischen Jahrhunderte», versaht, der in »z Quart-Bänden gedruckt ist. Als Seltenheiten befinde» sich in dieser Bücherfammlung: Ein liturgischer Codex aus dem fünfzehnten Jahrhunderte mit Bildern und sehr seinen Randverzie- rungen ; k-iinü bistoris nsturalis. lix eclitione gosnnis 8pi- rae. Vsnetiie lghst; (satlrolieon ävannrs cko ^snus, dessen Ausgabe (nach Panzer und Anderen) älter ist, als jene in Mainz 14Ü0; mehr als 700 theils größere» theils kleinere Werke des ersten typographischen Jahrhundertes; die Werke des Oiouvvivi», lsraevius, l>fnrstori, Onnront, b»unig, l»on6orp, Moser, das Hisatruai Lnroxaeuin, die Biblia regia, üncxelopeckie clea arta et ckes melier», Lnexelops- ckie metboüi-zue, Buffo» in der Pariser Ausgabe; eine Sammlung von mehr als rov Folio-Bänden gedruckter,Deduktionen» von politischen und historischen MemoireS, von den Acten und Memoires der größeren Akademien (London, Pari«, Petersburg, Berlin, Güttingen rc.); mehrere seltene und große Werke für die Geschichte, Erd- und Naturkunde; viele seltene Ausgaben der alten Elassiker u. s. lv. Das Sach »er Geschichte, ins Besondere der politischen, ist am reichlichsten besetzt, nächst diesem das Fach der Staats- und Naturwissenschaften , rer Griechischen und Römischen Literatur. Zu dieser mit Quelle« und HülfSmitteln aller Art bereicherten Bibliothek haben auch Fremde (außer den für die Akademiker bestimmten Stunden, Vormittags von io bis t Uhr) Zutritt, und können sich in den zwey Lesezimmern (des Herrn Bibliothekars ') und Eustos ") Rathes erhohlen. i ') Des als naturhistorischen und topographischen Schriftstellers bekannten Herrn Reginald Kneift. ") Oe« Herrn Alexander Julisch, Professor der klassischen Literatur an dieser Akademie. ,17 — Schönborn-Duchhain (Des Herrn Grafen Fron» Philipp) Bibliothek. In der Renngaffe im gräflichen Pallast« Nr. ,55. — Die Bücher sind in drey Zimmern in prächtigen Schränken aus Kirschbauinholz, mit Glasfenstern versehen, aufgestellet, und belaufen sich auf 20.000. Sehr vollkommen ist d-s Aach der Reiscbeschreibungen besetzt, und gewiß fehlt nichts Gutes in diesem Fache von den ältesten bi« auf die neueste» Zeiten. Diesem zunächst sind die Fächer der Ökonomie und Geschichte die am besten versehenen. Auch find mehrere seltene Manuscripte vorhanden, hierunter ein« kilili» esora, mit der Jahreszahl ,542, und ein altes und neues Testament in Versen. Die Zahl der Jncunnabeln ist beträchtlich. Die besten Werke und Zeitschriften neuerer Zeit werden nicht »ermißt, 'und die Sammlung wird noch stets vermehrt. Der Herr Besitzer hat zwar diese Bibliothek bloß zu seinem Gebrauche bestimmt; indeffen ist der Eintritt nicht versagt, wenn man sich an den Erzieher Herrn Kraus wendet, der im gräflichen Pallaste wohnet, und welchem di« Aufsicht über die Bibliothek anvkrtrauet ist. Schotten (Des Denedicliner-StifteS) Bibliothek. Auf der Freyung im Schotten-Hofe Nr. ,ztz. — Dieses ansehnlich« Stift hatte schon seit langen Zeiten eine Büchersammlung; aber im Jahre ,52y bey der ersten Türkischen Belagerung erlitt es einen »nwiederbringlichen Verlust a» Büchern und kostbaren Manuskripten. Im Jahre »bLL, bey »er zweyten Türkilchen Belagerung, wurde sowohl das Kloster, als auch die Kirche, sammt den Glocken und der angebaute Schotten-Hof ein Raub der Klammen, bis auf einige Überbleibiel des Archives und mehrerer Handschriften, die hernach meistens Bernhard Petz in seinem ckiplom. Locke» in Druck heraus gegeben hat. Seit dieser Zeit haben sich Mehrer« würdige Vorsteher des Stiftes bemühe«, demselben eine so wichtige Zierde zu »erschaffen; und so besteht die Bibliothek bereits aus ir bis 13.000 Bänden, worunter, austek dem Bibel-Fache, vorzüglich das Fach der Geschichte am reichlichsten besetzt ist. Den ziemlich geräumigen Saal, worin die Bücher aufgestellt sind, liest im Jahre I7t>5 der letzt- verstorbene Herr Abt Benno Pointnep erbauen. Der Plafond, »on Bergler frcSco gemahlt, zeigt in der Mitte den »erklärten Erzvater Benedict, umgeben »on seinen Söhnen, die an der Seite der Weifen Roms und Griechenlands in aufze- schlagenen Büchern nach Weisheit forschen. — Die Bibliothek ist bloß zum Gebrauche des Stiftes; hat daher kein eigenes Lesezimmer. Der Eintritt ist nur auf Ansuchen bey dem Herrn Aste gestattet. Schwarzenberg (Des Herrn Fürsten Joseph zu), Herzoges zu Krumau >c., Bibliothek. Auf dem neuen Markte Nr. ioL4. — Diese Bibliothek wurde durch verschieden« Fürsten dieses Hauses vermehrt, und wird auch »och jetzt erweitert. Die Anzahl der Bände beläuft sich über zo.ooo, welche in vier zusammen hängenden Abtheilungen in Kästen »on Eichenholz aufgeflellet sind. Vorzüglich ist das Fach der Lateinischen und Griechischen Elafsiker besetzt, welches sich durch gute Auswahl, Mannigfaltigkeit und Seltenheit der Ausgaben auSzeichne». Auster dem sind noch die Fächer des Deutschen StaatSrechteS, des Eivil- und Kirchenrechtes, der Österreichischen Sraatengeschichte. so wie der Geschichte überhaupt, der Naturgeschichte und Ökonomie reichlich «uszcstat« tet. Auch »iele alte und neue Kupferwerke, Atlasse rc. gehören zu den Bestandtheilen dieser Bücherfammlung. — Der Eintritt ist nicht allgemein. Die Oberaufsicht über diese Bibliothek führ« Herr E. Th. Hohler '), an welchen man sich Wendel, falls man die Bibliothek zu besehen wünschet. ') Siehe Schriftsteller Seite 23- Ser »iten (Der ehrwürdigen k>. k.) Bibliothek. In der Rossau Nr. yv.—Diese Büchersammlung belauft sich über 22,tXX> Bände. Sie zählt einige hundert Jncunnabeln, über- Haupt meistens Werke der früheren Zeiten ; denn seit vielen Jahre» ist nichts nachgeschafft worden; im Gcgentheile wurde Mehrerer verkauft, wie auch die Conchylicn- und Mineralien-, dann Münzensammlung, deren Stifter der als Priester von der ganzen Gemeinde so verehrte ? Aloys Magis war, hintan gegeben wurde. Jedes Wissenfchaftsfach hat in der Bibliothek seine eigenen Schränke. Die Fächer der Gst- tesgelehrtheit, des Kirchenrechtes und der Geschichte sind aut reichlichsten besetzt. Die Sammlung, zum eigentlichen Gebrauche der Srdensglieder bestimmt, darf auch von Fremden besehen, ja sogar benützt werden; indem der Lrden sich her- bey läßt, gegen Sicherheit Werke aus der Bibliothek zu verabfolgen. Steffaneo (Des Herrn Franz Maria Freyherr» von Carnea-), k. k. wirklichen geheimen Rathes und Kämmerers, Bibliothek. In der Jägerzeil Nr. 20- — Der gegenwärtig« Herr Besitzer ist auch der Gründer derselben. Schon im Jahre tL62 sagte er den Entfchlusi, eine Bibliothek zu gründen; z» gleicher Zeit legte er auch Hand an di« Ausführung des Planes, und »erfolgte ihn standhaft mittelst verschiedener wichtiger Ankäufe, welche er in Deutlchland, Frankreich, Italien, nach den vorher bestimmt ') Der ehrwürdig« Greis endigte im Jahre isod fein der Seelsorge und den Wissenschaften gewidmetes Leben an der Brustwasserfucht. Noch die letzten Augenblicke seines DafeynS wcihete er den Betrachtungen der Natur; noch freucten ihn die Blumen feiner Zellenfenster, und seine welken Hände blätterten in de» Werke» Biiffon's und anderer Naturforscher. """ trr> ton Zweigen seines Planes, gemache hat. Diese Bibliothek enthält gegenwärtig schon über «b.ooo Bände, und umfasit verschiedene Fächer der Wissenschaften. ,) Di« Griechischen und Lateinischen Klassiker, unter welchen Horaj und Virgil von voeloui in den nähmlichen drey, vom Znfanten von Parma an Ludwig den XVl. geschickten Prachtbändcn, die er bey der Trennung von seiner Familie an seine später in Triest verstorbene königliche Schwester übergeben hatte, wo dieselben nach ihrem Tode von dem Besitzer erkauft worden sind. t>) Die großen diplomatischen und historischen Sammlungen, unter diesen jene von vumout, der Engländer Rymer und Holmes, des Muratori, Lunig, Mabillon, Herrgott, Leib- nitz, Baluce, DaloiS. o) Das Vorzüglichste alter und neuer Zeit in der Staatsverwaltung, StaatSverfaffung, Statistik, Gesetzgebung, Erziehung, ä) Die politische Geschichte verschiedener Völker» Regierungen, Provinzen, besonders von Deutschland, Österreich und Italien, unter welchen die Prachtausgabe von eie Tiiou, London 17LZ; von Ouiooiaräiui, Venedig 17LS; stl-ciuav-IIi, Florenz 1781: Verein, CölN172l; Oeuvres eie l.ouis XVI., Oeuvres posthumes eie kröeiö- rie ll., Schmidt, Karamsin. e) Alcerthümer und Numismatik. Hierunter vorzüglich die vollständigen Prachtsammlung«» »lelle isutichiie ei! Lrcoieuo, eii Pompeji; deS iklontleucon, die numismatischen Werke deS Veilient, 7,IvreII>, Spanheim, der Sicilianifchen Münzen deS Fürsten von Tvrremurv,, heraus gegeben auf Kosten des jetzt regierenden Königs von Sicilien. k) Schöne Künste und Wissenschaften. Unter diesen die Gallerte von Florenz, der Viiruv deS Naickese OaUiani, der p-IIackio von Lcomorri, die Denelianische Ausgabe des Lasso, die Parisische von Alelsstssio, die KönigSbergische von Voss, x) Philologie, Naturgeschichte» Ackerbau, Eom- merz, Geographie und Rcisebeschreibungen. Hierunter »er- schiedene Sammlungen literarischer und ökonomischer Verhandlungen, die botanischen Sammlungen von Plenk, der ätl»s Major dt» VIean, die 1°»dr>I, keutinxerian», di» Rtisebe- schreibungen von Pocock, Niebuhr, Ulloa, Eassas, Cook, Pallas, Denan, Neuwied. K) Einige typographische Seltenheiten aus dem fünfzehnten und sechzehnten Jahrhunderte» welche der Gründer dieser Bibliothek unter den Überresten einer alte» HauS-Bibliothek auf seinem Stammgute zu Ta- pogliano im Jahre l»l2 »orgefunden hat. Ein Theil dieser Bibliothek ist in anderthalb Klafter hohen, mir »ier Glas» stügeln versehenen Mahagoni-Kästen aufbewahrt, welche »or- mahls in dem fürstlich Stahrembergifchen Schioste zu Erlan standen. Der neue Besitzer derselben hat sie auf einen unter jedem dieser Kästen »orspringrnden, und »on zwey eichenen Vorschlägen gebildeten Sockel aufgestellt, auf welche.-.« ein grünüberzogener Divan geschmackvoll herum läuft. In dem an die Bibliothek stoßenden Saal« sind »ier nach echten antiken Originalen abgeformt« große Büsten Römischer Kaiser aufgestellt: Hadrian» , Antonint de» Gütigen, de« in Wien »erstorbenen Mare-Aurelt und de» Helviu» Pertinap. In der Bibliothek selbst siebt man die Köpfe Homer» und Sokrates, Scipio'» und Perikle»; die Statuen des Apoll» von Florenz und der Mediceische» Venu« in natürlicher Größe; eine klein«, aber «ohlgerathene metallene Büste de» regierenden Kaiser» Franz von Kückel» und di« allererste Eopie einer Büste in Bronce Seiner Kaiserlichen Hoheit des Erzherzoge» Kronprinzen Ferdinand in natürlicher Größe, welche der Besitzer der Bibliothek von dem nähmlichen Künstler im Jahr« 1 S 0 Z verfertigen ließ, und die er seinem damahl» noch lebenden Vater, Baron Johann Anton von Sarnea-Steffane» nach Tapoglian» geschickt hat, wo sie auf einem Korinthischen Postamente noch heut zu Tage in dem väterlichen Sterbe- zimmer sich ausgestellt befindet.— Der Eintritt in diese bloß zum eigenen Gebrauche bestimmte Bibliothek wird nur auf besondere» Ersuchen gestattet. S Sternwarte (Der k. k.) Bibliothek. Im Universitäts- Gebäude Nr. »02. — Die Sternwarte besitzt gegenwärtig einen großen Theil der nöthigstcn Werke; ist aber an Schriften der alteren Astronomen reicher als an jenen der neueren. An älteren zählt sie vorzüglich die Werke von Archimedes, Tyho Brahe, Kepler, Hevel, BoScovich, Bayer, Bradley» SlaMsteaL, Bouguer, Eassini, Slairant, T. Mayer, Halley, Eopcrnicu« und Anderen. — An neueren erfreuet sie sich der i Schriften von Laplace, Lagrange, LegendreS, Gauß, Bes- scl, Bugge, Ealandrelli, Lindenau, MaSkelyne, Zach, Piaz- zi, Bode, Borda, Burckhacdt, Lalande, Schubert, Monge, Lacroix >c. Die Zahl der Bände beläuft sich gegenwärtig auf 15LS. Durch die Großmuth deS Monarchen, welcher befahl» daß die vorzüglichen neueren astronomischen Werke und Karte» auf öffentliche Kosten angeschafft werden sollen, damit sie mit der Zeit fortgehen könne, und durch die jährlich hierzu bewilligte Summe von L 00 ft. EonventionS-Geld wird sie bald in einen kehr vollkommenen Stand »ersetz« werden. Ferner bewilligten Seine Majestät, daß die nöthigcn Lehrbücher angekauft, der Bibliothek der Sternwarte einverleibt, und den Hörern der höheren Mathematik und Astronomie durch die ganze Dauer der Vorlesungen überlasten werde» sollen. Fremde haben Zutritt, wenn sie sich an den Direktor der k. k. Sternwarte, Herrn Joseph Littrow '), wenden^ Teleki von 8rek (Des Grafen Samuel), königl. Siebenbürgischcn Hofkanzlers >c., Bibliothek ist nicht, wie Pczzl in seiner neuesten Beschreibung von Wie« Seite ldr «»gibt, in dieser Residenz-Stadt, sondern schon seit dem Jahre »7YS, zu welcher Zeit der Gras mit seiner Familie »SN Wien abrelsete, zu Naros-VaeärAelx (Lgrvxolis), einer I Siehe Schriftsteller Seite rr. 122 r. Sreystadt im Moroser Stuhle in Siebenbürgen, zum freye« Gebrauche des Publicums gcwivmet. Sie wurde von dem Herrn Besitzer selbst gegründet, welcher seit seiner frühesten Jugend eine große Liebe zu den Wissenschaften hatte, und seit seinem 21 . Jahre dieselbe mit unablässiger Sorgfalt, großem Eifer und beträchtlichen Kosten vermehrte und erweiterte. Um zu zeigen, was diese Kaiserstadt durch Übersiedelung dieser Bibliothek nach Maros-Vasarbel^ verloren hat, diene folgender Auszug aus dem chronologisch-geordneten Cataloge dieser Äüchersammlung. Die Bibliothek besteht aus mehr als 20,000 Bände» und wird durch den Ankauf der vorzüglichsten Werke vermehrt. An Autoren vor Homer (2200-tly2 vor Ehr. Geb.) zählt sie: 8>b),Il3rnm fatilo-iuaruin OraenI» oum notis et cummentariis Opsopaei etc. .^mstel. Ibtzy. — Hermes, k^inansser et ^esenlap. ast äiomon. s?r. Unssatis Ilanclaliae incluetria. 6r. et 1,3t. Lurcligalae 1574. — Ilri HieroAl^pbica eum Lugostini ?>ipki eie ängnrüs l,i,.^l. Rasileae IL.Z4. — Orpkei Nrgonontica, D^nrni, I.ibellas ste I.opiclibn8 et lrogmenta. üraject. ast Rbenum Ißgst. — Mnsaen, sie Herone etl.eanrlro Osrmen. Kat. 1727 — üares pbi^^ius et Diet^s 6reteasis, belli trojani seripto- res etc. Lasiieae 3P. Rernam 1572, und von allen diesen Autoren auch noch andere seltene und schöne Ausgaben. An Griechischen Autoren seit Homer (Y72—h) bis zur Zeit Alexanders des Großen: Don Homer 15 Ausgaben in verschiedenen Sprachen, hierunter auch Nomeri Ilias per Ranr. Voll» lat. laxta. Oolonise 1522. — Don Hesiodus 5 Ausgaben , hierunter Ilesiolli opera cnm not. vor. et leetionib. I. beorg. Kraorii ecl. Ibom. Robinson gr. et lat. in 4« Oxonii 1727- — Don Tyrtäus 2 Ausgaben. — Don AlcäuS: g.Icaens gr. et lat. ex eclit. Maittairii in 4. I.oollini 1725, d) Mit dieser Bibliothek ist auch «ine sehr schätzbare Mineralien-Sammlung »erbtinden. d ' cnm änserconte eiue^. eclit. r»r. — Von Archilochus dio^ Ausgabe von Jgnaj Liebel l»l2, —Don derSappho: k'rsA- mool» et kiloAi», cur» lilir. vvoI!s. 6r. et I»t. in 4. n»m!>. I7ZZ , e6. opt. — Don Äsopus 7 Ausgaben, hierunter Ac,o- pi sliornmczue kshulae, Ar. et Ist in toi. Venet. aputl äl- «Iftm lS05 — DonPhalaris Lpi«tol»e ctc. OroninAse t777 — Bon Theognis, Phocylides, Anacreon, Pherecydes, Pythagoras, Scylax, Occllus, Lucanus, Äschylus, PindaruS» Phemistocles, Herrdotus, Empedocles, Euripides, Sophokles, HippocraleS (hierunter Oper» omni», Ar, ot Is«. (ol. 6enev»e 1 HZ 7 , e6it. opt.), Artstophanes, EebeS, Äfchines» PhucydideS, Lysias, AntimachuS, Jsocrates, Aenophon (hierunter Oper», xr. et Ist. uns cum ckronoloAi» Xeuoplion- te» OoZvelli etc. Oxonii 170Z, «lii l. opt. et rari»«.), Ete- tias (hierunter Lxcerpt», xr. ex eiiit. II. Stepiisni. ksri» «ZS7), Timäus, Plato (hierunter Oper, omni», Ar. et Ist. l»I. IS7S), Ehion, Demosthenes, Äfchines Athen.» Lycurgus, Aristoteles Stagirites sehr schöne und seltene Ausgaben. — Eben solche sind von den Griechischen Autoren seit Alexander bis zu Augustu» vorhanden, und jivar: Don Hecatäus, Heraclides, Theophrastus Eresius, Philemon, Menander, Pa- laephatus, Demetrius Phalereus, SuclideS, Megasthenes, Lycsphron, Theocritus (hierunter Lkeocriti, illosclli ctvia- «t ist. psrnrse t^pis Loclouisuir 17Y1. t.» ; — aus dem ehernen (vor Christi Geburt ibr—450): rr ; —aus dem eisernen („N 450 —774): 10. Die Sammlungen Griechischer und Lateinischer Autoren sind sehr zahlreich in den besten Ausgaben. Nicht minder enthalt diese Bibliothek sehr schöne Ausgaben der Kirchenväter im Einzelnen und in ganzen Sammlungen. — Unter de» ziemlich zahlreichen Bibeln deS alten und neuen Testamente« sind: K,h- ks hehrstes, cnm commentsr. ktmehtsnts etc. ksrtstt- I5ZH—154t, eäit. rsrirs. — ^tovurn lsstementnm s^riseunL, eurante 1. ste. Viennes 1555- Hegne in»- pensis Olrereeteridns 8^r!s exenrum. Opns rarirs. — 8idli» esers V. et IV. l'estLMenti. Loäex 8. in inemirrsna ts- nui8rimL ea<^ne leviZ»t» literir rninaseulir (Folirioie siezen- ter ersr»tu5 st pieturir, surc» eoloril-ns^ne voriszatis, ui- kiäe eLorn»Lus, Leeuli ut viäetnr X.!. Ü. ^seeesit escteuL »st die Bibliothek mit theologischen Werken versehen; an diese reihen sich die Werke der Lkeolozorusr relormatorni», hierunter I^itderi I^ueulrrstioss» et«, kol. basil. 1520. I-n- kirsri 8erini) ^e virtute exeomornniestioner. 4- laips. 15^18, und noch andere seltene Ausgaben; fern e der rer-ipwi-u» ^tlreisnri suirpevt! in^sliei st ^Araäoxi, hierunter 8srrsü Lsiristianisini restitutio, lVlsnuso. in kolio ex original! erli- tione 1ZLZ >n 8. t^pis excns,, Likliotkeeee kslstinse Vin- tlobonensi 178h äono liste; endlich der Zeriptornm eil re- ligionem et inores Inrearum pertinentinin, hierunter -l!- corani textns nniversus, srafi. et ist. euns rekutstione, no- tis et proüromo I,sli. filsrsocii, lol. katsvii tfiyg, tont II. UN« vol. eiiit. oxt. — Für Beyiräge zur Kirchengcschichte ist reichlich gesorgt, und mehr als 4l>o Werke und Schriften sind in der Bibliothek ausgestellt. Zahlreicher aber sind die juridisch-politischen und philosophischen Werke.— Zur Kenntnis, der Alterthümer, für Geschichte und Geographie, für Geschichte der Literatur und Kunst find die trefflichsten Werke vorhanden. — Der dritte Band des Cataloges enthält grösiten Theils Werk- zur. Kenntnis; Ungarns und Siebenbürgens, und zwar : 61sssisl. kihliotsiee» Iristoi iea. 6 iss- »is II. biiil. geoArspiiioo-ststisticL, pitz-sios et irist. irs- liir. 6 Iassis III. Lilrl, juiistios. 6 I -> ssis IV. Libl. ee- eiesisstiea» liiassis VHii>I. iitsesls» ktlsLsis VI. 8eeip- t-l perioci, et > »,!> aeArooeltti. — Dann folgt das Verzeichnis, der in Ungarischer Sprache »erfaßten Wecke, welche von- der Frau Gräfin« Susann« Teleki, gebornen Gräfin« Beth« len von Iktar, gesammelt, und nach Ihrer Anordnung der Bibliothek einverlcibt worden sind. — Ein großer Theil des dritten Bandes und der ganze vierte Band knthalten Supplemente der beyden ersten Bände. Universität. Die Bibliothek derselbe» ist auf dem Dominicaner-Platze Nr. b72. — Di« Büchersammlung der Jesuiten wurde mit der Windhagischen und Gschwindischen vereinigt, und durch die Bücher der aufgehobene» Klöster bereichert. Sie hatte einen jährlichen Fond von 2200 st. E. M., um das Nöthige anzukaufen. Dies« Bibliothek ist st sowohl Vor- als Nachmittags, mit Ausnahme der Sonn- >md Festtage, offen; im Monathe August aber geschloffen; title Anordnung, wodurch die Studierenden auch währender Herbst-Ferien, um welche Zeit die Hof-Bibliothek geschloffen ist, eine Bibliothek ju besuchen im Stande sind. »»»»»»>»? Mineralien - Sammlungen. Ä nkerb erg (Des Herrn Mensel Edlen von) Mineralien-Sammlung. — Sieh« weiter unten Müntensamm- l u n g e n. Augustiner (Der ehrwürdigen p kV) Mineralien- Sammlung. — Siehe weiter unten Naturalien-Sa mm- tun gen. Esterhäjy (Des Hxrrn Fürsten Nikolaus von) Mineralien- und Conchylien-Sammlung. Zu Mariahilf Nr. 40 ') Siehe Schriftsteller Seit« 42- ,2g i« fürstlichen Pallaste. — Sie ist hinsichtlich der Größe, Schönheit und Menge der Schaustücke die vorzüglichste Mineralien«Sammlung in Wien (nach der des k. k. Naturalien-Eabineltes), obwohl sie mehreren anderen an Auswahl der Ladenstücke und an Vollständigkeit nachstehet. Die Schaustücke füllen in zwey Zimmern l« Alasschränke. Vorzüglich bemerkenSwerth sind: Gold- und Tellur-Erze aus Siebenbürgen, gediegenes Silber und Nothgülden-Erz aus Mexiko und Peru; Malachite aus Sibirien; Smaragde aus Süd-Amerika; Berylle aus Sibirien; Prehnii vom Vorgebirge der guten Hoffnung, Schwefel aus Spanien; groß« Platten von Labrador-Stein aus Nord-Amerika u. s. w. Besondere Erwähnung verdienet die Sammlung von rohen Edelsteinen; unter diesen sin»: Mehrere große Krystalle von Diamanten; große Geschiebe von Saphir; ein prächtiges Stück Chrysopras; edler Opal und eine schwer zu übertreffende Suite von rothem Turmalin (Nubelit »der Siberit) aus Sibirien, worunter ein Krystall von der Stärke und Länge eines Daumens ist. — Die in dem nähmlichen Locale aufgestellte Eonchylien-Sammlung enthält ebenfalls nicht nur viele seltene, sondern auch lauter gut erhalten« Exemplare. Ala düng (Des Herrn I. A F.)» k. k. hofkriegsräth- lichen Beamten, lithologische Sammlung. Im Schotten-Hofe Nr. irß, Stiege Nr. y im l. Stock. — Diese Sammlung (in kleinem Formale) umfaßt alle Gattungen und Arten der Edelstein« im geschliffenen und natürlichen Zustande, dann in den möglichsten Färbungen und Abarten. Da sie den Nebenzweck als Behelf zur AlterthumSkunde hat, so dehnt sie sich auch auf Steine aus, die von älteren und neueren Künstlern bearbeitet wurden. — Der Herr Besitzer zeigt seine Sammlung Liebhabern mit Bereitwilligkeit vor. FricS (Des Herr» Moriz Grafen von) Mineralien- Sannnlung. Auf dem Josephs-Platze Nr. ll5S — Diese Sammlung besteht: l) Aus der vom seligen Hofrathe von Bor» beschriebene» Sammlung des Fräuleins von Raab, welche »och ganz nach der in Druck gelegten Beschreibung geordnet ist, und in dieser Hinsicht einen der merkwürdigste» Beiträge für den Zustand der Mineralogie zu Born s Zeiten, und die seither gemachten Fortschritte und Veränderungen dieser Wissenschaft gibt. Fossilien, welche die neuere System- Kunde anders benennet, und weit von einander geordnet hat, finden sich hier mit ihren damahligen Benennungen, und oft sehr nahe» mehr ihrem äußeren, als chemische» Charakter nach, familienweise (sippschaftenmäßig?) neben einander. Der berühmte Mineraloge Ka r st e n bemerkte darin: Kalkstein von Fiume mit Pholaden. Testungsartig gebogenen schaligen Titan-Sihörl.— L) Aus einer Sammlung von Mineralien in größerem Formate, welche noch immer ergänzet wird. Zu den vorzüglichsten Stufen darin gehört: Brauner Eiscnrahm aus dem Banate; strahliger Bleyglanz von Mies; krystallisirtes Glaser; von Joachims-Thal. — li) Aus einer Sammlung von Schweizer-Gcbirgsarten. — 4) Aus einer Sammlung von Krystall - Modellen, von dem Mineralogen Hauy in Paris, zur Erklärung seines auf die Krystallform gegründeten mineralogischen Systemes. Diese letzter« Sammlung ist, außer der am kaiserlichen Mineralien - Kabinette vorhandenen vollständigeren, da sie auch die neuesten, von dem berühmten Crystallographek späterhin und bis »Sly erkannte» und ausgemittcltcn Formen enthält, und auch noch den Vorzug hak, Last sie unter unmittelbarer Leitung und Aufsicht desselben angeferliget uns zusammen gestellt wur:e, vielleicht in Deutschland die einzige, und daher gewiß jedem Freunde der Mineralogie sehr wichtig. — Über dicß besitzt Herr Graf Fries «och eine Sammlung Griechischer und Römischer Münzen. b " GerSdorf (Des Herrn Johann Rudolph »on), k. k. General - Land- und Hauptmllnz - Probierers, Mineraliensammlung. Auf der Landstraße an dem Glacis Nr. «2S. — Schwerlich dürft« eine Sammlung in Wien sich befinde», wo alle Arten »on Gold- und Silbererjen, »war in kleinen, aber höchst ausgezeichneten Stücken »on alle» Orten und in allen Arten der Begleitung Vorkommen, wie hier. Außer dem findet man noch bey den übrigen Mineralien nicht nur seltene, sondern auch belehrende Suiten. Hoppe (Der Frau »on) litholsgische Sammlung.— Siehe weiter unten Gemähldesammlungen. Joris (DeS Herrn Peter), k. k. RatheS und Directions- Adiuncten an der k. k. Porzellan-Fabrik, Mincralien-Samm- lung. In der Roffau Nr. 137. — Dies- Sammlung besteht aus beylaufig ioo<> Stücken in zwenzölligem Formate, und ist vorzüglich zum Unterrichte gesammelt worden; daher wurde besonders auf frische und charakteristische Stücke Rücksicht genommen. Von einigen Gattungen sind lehrreiche Suiten vorhanden. Keeß (DeS Herrn Stephan Edlen von), ersten Eom- MissiirS bey derk. k. Fabr.ken-Jnfpection, Mineralien-Sammlung. Auf der Schotten-Bastey Nr. 107. — Diese Sammlung, welche Herr »on Keeß noch besitzt, ist nicht sehr zahlreich; denn die große technische Sammlung, welche mehr «lS 1 Z 00 rohe Stoffe und bey tv.ooo Fabrikate umfaßte, wurde an das königliche Ungarische National-Museum zu Pesth abgetreten. Nach der Grundlage dieses technischen EabinetteS ward das allgemein geschäht« Werk: ^Darstellung des Fabriks- und GewerbswesenS im österreichischen Kaiserstaate" bearbeitet. """ irr L«ndwirth schaf ts- Gesellschaft (Der k. k.> Mineralien-Sammlung. — Siehe weiter unten.tech Nische Sammlungen. Leithner (Des Herrn Franz Freyherrn von), Direktors der k. k. Salmiak- re. Fabrik zu Rüßdorf, Mineralien- Sammlung. — Diese ist nicht außerordentlich zahlreich un» in großen Schaustücken, aber für den Zweck des Herrn Besitzers tnstructi» eingerichtet. Lethenyey (Herr Joseph von), k.k.Artillerie-Sberst- Lieutenant und Stückgießerey - Direktor (Wieden Favoritcn- Straße Nr. ib?) besitzt eine Sammlung von S bis b«X> Stücken in der Größe von z bis einen halben Zoll; doch sin» von der letzteren Größe nur sehr wenige, aber äußerst seltene vorhanden. Diese Sammlung enthält manche Seltenheiten, hierunter ein Naturspiel, welches einen Vogel »or- stellet, aus krystallisirtem Schwefelkiese. Die Größe mag beyläusig vom Schnabel bis zum Steiße Z, und von einem Flügelbuge bis zum anderen »Zoll betragen. An diesem Naturspiele ist nicht die geringste Künstele» »der Nachhelfen mit irgend einem Instrumente zu bemerken, selbst mit bewaffnetem Auge nicht. Der nun »erstorbene Oberbcrgrath Karsten besah diese Sammlung wenigstens lL Mahl, und studierte sie gleichsam. Derselbe fand nachfolgende Stücke vorzüglich bemerkenSwerth: Hohle Würfel gediegenen Goldes (der mineralogisch« Veteran Werner maß «ine Seite Ser Würfel mit freyem Auge, und fand sie r un- eine halbe Linie lang; auch both derselbe dem Besitzer tSO Sächsisch« Thaler); gediegenen WiSmuth in dreyseitigen Tafeln kr»- stallisirt; Kupfer-Lasur in drey Viertel-Zoll lange» Krystal- len; hellblaue« Kupfererz (Sammterz) »onoravitza aus dem Banat« (dieses ist von dom Besitzer analysier und als mit Kupfer blautingirtes Zinkerz anerkannt worden); grünlichgraues Katzenauge von Atzkersdorf nächst Wien (ein Findling aus einem Gebirgsbache); BaikalitauS Sibirien; dunkelsmaragdgrüner Augit; sehr merkwürdiges großes Holzzinn; nebst mehreren kleinen Varietäten aus Süd-Amerika ic. — Die in dieser Sammlung befindlichen Edelsteine find allerdings unterrichtend, doch nicht so ausgezeichnet, daß sie der besonderen Erwähnung vor den übrigen Fossilien würdig wären. Die Sammlung Peruanischer Fossilien, welche Herr Helms, königl. Spanischer Hütten-Director, hinterlaffen hat, wurde nach seinem Tode von der Witwe den Liebhabern um soo Ducaten angebothen. Der außerordentlich Hobe Preis, noch mehr aber die üble Beschaffenheit der Stücke, welche beym Verpacken und Transxortiren viel gelitten haben , schreckte die Käufer zurück, und die ganze Sammlung gerieth dann in die Hände des Freyherrn Carl von Puthon, welcher (laut der Annalen der Österreichischen Literatur) dieselbe dem Herrn Oberst-Lieutenant von Lethenyey grvßmü- thig verehrte. Sie enthielt vorzüglich eine große Stufe kry- stallisikten Schwefels aus Spanien; viele Varietäten von Zinnober von 6u»ne» vollic»; große Stücke von Silber- rothglllden, besonders aber zwcy Stück von derbem Hornsilber, mit gediegenem Hornsilber» eines von i Pfund ^ das andere von 2 Pfund ^ aus der Provinz Lric», Berg- Revier Qu-nr-jax,, 2 Stunden vom stillen Meere; «ine Menge interessanter Tebirgsarten von den Cordillere». Alle diese Stück« wurden »o» ihrem jetzigen Besitzer verkleinert, wodurch sie sowohl neu« Bruchflächen erhielten, als auch der Besitzer in den Stand gesetzt wurde, von den besonders ausgezeichneten Fossilien, vorzüglich von den Silber-Horn- erzen, Stücke mitzutheilcn. — Das Gold befindet sich in den seltensten Key stallen in dieser Sammlung, nähmlich msos- """ 1ZZ artig, i» gediegenem Tellur, blätterig, in Wolybden, im Kraueneis in Blättern und moosartig; Hornfllbcr in 2 v Da» rictäten, Niekel krystallisirt; unter Len Erdarte» und Stei« »en befindet sich vorzüglich der im Bruche stänglichte, auf Ser Oberfläche krystallisirte Siberit, Rubellit, rubinfarbige Turmalin. — Der Besitzer macht sich ein Vergnügen daraus, feine Sammlung wissenschaftlichen Personen -u -eigen; nur wünschet er, daß man sich vorher mclde, um die Stunde bestimmen -u können. Liechtenstein (Des regierenden Herr» Fürsten Johann von), Ritters des goldenen Vließes, Großkreu-cs des Marien - Thcresien-Ordens, k. k Kämmerers, Feldmarschalls und Inhabers des Husaren-Regimentes Nr. 7 ic. re., Mineralien-Sammlung. In der Herrngaffe Nr. 25l. — Der verstorbene Fürst Aloys von Liechtenstein kaufte die reichhaltige Sammlung des Herrn Grafen Kollowrath um Zo,lXX)sl.: hatte auch selbst auf seiner letzten Reise nach Italien eine Menge Jtaliänischer Fossilien gesammelt, und dem durch seine mineralogischen Kenntnisse rühmlich bekannten Herrn Sridrich MohS die Aufsicht über die Sammlung sowohl, als über die fernere Erweiterung derselben übertragen. Nach dem Tode des Herrn Fürsten riß der Eifer, seine Erfahrungen -u vermehren, und das Bewußtseyn einer thätigeren Bestimmung, »en gelehrten Forscher von dieser Sammlung, welche nun» nach mehrmahUger Veränderung ihres Aufstellungsortes, sich in den fürstlichen Appartements befindet, hinweg. AlS Karsten sie besah, gefielen ihm vorzüglich: Di« prächtigen Malachite, die reichen Golderze, dunkles Roth» güldener- von Joachimsthal und die Hüttenberger Eisensteine.—In dem nähmlichen Locale ist auch eine sehr schön» Eonchylien-Sammlnng. — Bcyde Sammlungen »ön- «en nur mir besonderer Erlaubniß de» Herrn Besitzers besehen werden. Lobkowitz (Des Herrn Fürsten Ferdinand von), Herzoges zu Raudnitz an der Elbe rc. »c. Mineralien-Sammlung. Auf der Landstraße in der Ungar-Gaffe Nr. L4S im fürstlichen Sommer - Pallaste. — Diese Sammlung umfaßt einig« taufend Stücke, worunter sich vorzüglich die Böhmischen und Mährischen Foffilien-auszeichnen. Mayr (Des Herrn Christoph), Doctors der Arzeney- kunde, Mineralien - Sammlung. In der Schulerstraße Nr. «46. — 2» dieser Sammlung befinden sich alle Mineralien, welche in Bergrathes Werner letztem Mineral-Systeme, nach den neuesten Entdeckungen heraus gegeben und mit neuen Beobachtungen und Zusätzen vermehrt von Christoph Mayr rc. (Wien tSly bey Leopold Grund) beschrieben sind; ja einige noch mehr, weil sie der Herr Doctor erst nach Herausgabe des Werkes erhalten hat. Man findet in dieser Sammlung also unter anderen alle kry- stallisirten Gold« aus Siebenbürgen und Sibirien, schöne, seltene Tellure, seltene alte Anbrüche von Mineralien, welche nicht leicht mehr oder vielleicht gar nicht zu bekommen sind, nebstbey alle neuen Entdeckungen. Es sind viele große Stücke mit in der Sammlung, aber auch lehrreiche kleine; kurz, der Herr Besitzer hat sich hier theils nach der Gelegenheit, wie ec sie erhalten konnte, theilö nach dem Erfordernisse der Deutlichkeit desjenigen gerichtet, was sie lehren sollte» —DerHerr Besitzer ist nicht abgeneigt, feine Sammlung gelehrten Mineralogen zu zeigen, ja dieselbe, falls sich ein Käufer fände, hintan zu geben. Megerle von Mühlfeld (Des Herrn Carl') Mineralien - Sammlung. 2 » der Burg Nr. t. — Diese Sammlung in kleinem Formale, da di« größten Individuen nur fünf Viertel-Zoll lang und einen halben Zoll breit sind, bestehet aus mehr als ;ooo Nummern. Sie ist sehr vollständig» selbst in Rücksicht der neuesten mineralogischen Entdeckungen» und zeichnet sich durch die krystallisirten Diamant« und andere Edelsteine, vorzüglich durch den Reichthum an Gold, »vorunter, nebst anderem krystallisirten, auch eine Gruppe von würflichem ist, und Silber aus. Die Sammlung ist nach dem eigenen Systeme des Herrn Besitzers geordnet. Sie kann im Winter täglich Nachmittags; im Sommer hingegen nur Sonntag Vormittags besehen werden. Mineralien-Cabinett (K. K.). — Sieh« weiter unten Natucalien-Eabinette (K. K. vereinigte). Moser (Des Herrn Ignaz), bürgerlichen Apothekers, Mineralien-Sammlung. Auf der Wieden Nr. y im eigenen Hause. — Sie besteht aus ungefähr 2200 Fossilien, deren jedes Stück im Durchmesser zwey Quadrat-Zoll beträgt. Diese Sammlung ist »ach des Bergrathes Werner zuletzt erschienenem Mineral-System« geordnet. Die Exemplare zeichnen sich Lurch ihre äußere Form hinsichtlich der Deutlichkeit und Erkennbarkeit vorzüglich aus. Obgleich diese Sammlung keine hervor stechenden Naturfeltenheiten anfiveifen kann, so ist sie doch wegen ihrer vielen Varietäten vorzüglich zum Studium der Mineralogie geeignet, und wird jedem Freunde dieser Wissenschaft, gegen Vorerinnerung eines Tages in der Apotheke, mit Vergnügen gezeigt werden. — Außer dem besitzt Herr Moser eine reichhaltige ') Siehe Schriftsteller Seite Li.; tZS Sammlung vorzüglich schätzbarer pharmaceutischer und natu» historisch«» Werke früherer Zeit. Moser (Des Herrn Joseph), bürgerlichen Apothekers, Mineralien - Sammlung. In der Iosephsiadt Nr. tZ2 im eigenen Hause. — Diese Sammlung besteht aus zwar kleinen, aber deutlichen Stücken, und entspricht daher den» Zwecke, welchen der Herr Besitzer dabei, hat, nähmlich eigene Belehrung und Unterricht für Pharmaceuten. Dem berühmten Mineralogen Karste» fiel vorzüglich auf: Faseriger bräunlich - schwarzer Baryt aus England. Null (Des Herrn AriLrich von der) Mineralicn- Sanimlung. Auf dem Michaels - Platze Nr. 253- — Diese Sammlung ist reichhaltig an seltenen »nd schönen Exemplare», die in belehrender Folge geordnet sind. Die Länge der Stücke beträgt z, die Breite 2 Zoll. Diese Sammlung wurde von dem Herrn Besitzer im Jahre I80l angefangen, und durch den damahlS möglichen Ankauf von zehn Sammlungen schon im Jahre 1807 auf eine Höhe gebracht» daß sie von einheimischen und fremden Mineralogen alS eine der ersten oryctognostischen Sammlungen angerühmt wurde '). Sie bestehet aus mehr als 5000 Stücken, worunter sich keine Doubletten befinden. Der im Jahre »so» von dem dermah- lige» k. Sächsischen Bergrathe Aridrich Mobs über dieses Eabinetk geschriebene ausführliche Eatalog gehet blosi bis auf Nr. 3yrh. Man findet in demselben einen grossen Thcil der Seltenheiten und Prachtstücke beschrieben, welche aber durch den weiteren Ankauf oder Tausch merkwürdiger Exem- ') Siebe Stütz: über Wiener Mineralien -Kabinette- — Leonhard's Taschenbuch der Mineralogie. 2. Jahrgang. T. 37l. — Conversaüon-Blatt lL2l. l. Band. Nr. q. """ 1L7 plare vermehrt wurden. Man will bloß anführen, daß 200 Stufen mit gediegenem Golde (hierunter so der reichsten und seltensten alten Tellur-Erze), roo Silber«,ifen aller Gattungen und tzr verschieden ckrystallisirte Diamanten vorhanden sind. Die Aufbewahrung des Ganze» in drey geschmackvoll gearbeiteten Mahagoni-Schränken, von außen mit Bronce verziert, 144 Schubladen enthaltend, deren jede mit einem in Bronce gestochenen Schilde, inwendig mit Bronce - Abtheilungsleisten, »ersehen ist, macht den Anblick der auf schwarzem Casimire liegenden Stücke sehr angenehm. Die dazu gehörige lithologjsche Sammlu , in einem rolhcn Maroquin-Futterale, bestehet in drey Abtheilungen, als: i) in feinen Edelsteinen oder Gemmen, in lob Ringen gefaßt, worunter qo mit kleinen Brillanten umgeben sind. Don ir als Solitärs gefaßten Brillanten (von L —12—iS Gran) zeigt jeder eine andere Farbe. Eben so zeichnen sich die Saphire» Rubine und Smaragde rc. bis zum Berg» krystalle hinunter in verschiedenen Farben und Nuancen deutlich, scharf und belehrend aus. Mehrere dieser Exemplare, z. B. der dunkelblaue Brillant von 11 ^ Gr., der vollkommen weiße von iz^ Gr., der grüne von ioj Gr. ic., dürf. ten vielleicht einzig in ihrer Art seyn; so der dunkelblaue Saphir, der Snint, Rubin und Peruaner Smaragd. 2 ) In Halbedelsteinen, ungefaßt, 77 an der Zahl, vom Bergkry» stalle in den seltensten Farben und mit Einschlüssen aller Ar«, Onyxe, Mokka - Steine, Chalcedone, Katzenaugen, Feldspat-, Lumachellen, Opale, Plasma, Flußspath, GypS, bis zum Obsidian hinunter, z) 2» seltenen Agathen, versteinerten Holzern, Jaspissen, und zuletzt in allen Hauptmetallen, in Stein cingewachsen, 77 Stück von gleichem Formate, in eine» Ring passend geschnitten. — Während der sechs Som- mermonalhe, die Herr von der Nüll auf seinem kandgul« im Dorfe Weinhaus nächst Wien zubringt, bleibt Ser Zutritt ju diesen Sammlung.-!: geschlossen. In den Wintermonathcn i;s werde» sie Mineralogen gezeigt, wen» man sich mit dem Herrn Besitzer über die Stunde und den Tag in's Einvernehmen setzt. Part sch (Des Herrn Paul) Sammlung von Versteinerungen, von Land- und Süsiwaffer-Conchylicn; dann Herbarium. In der Leopoldstadt Nr. 11. — In der Sammlung von Versteinerungen ist die Ablheilung von fossilen Eonchp- lien vorzüglich reich. Die meisten derselben sind auö dem Hcrzogrhume Piaeenza und aus der Gegend von Paris. Da die Gegend von Wien selbst einen grasten Rcichthum von Versteinerungen besitzt, so wird diese Sammlung in der Folge auch Lurch diese einen neuen Zuwachs erhalte». — 2 » Ser Sammlung vo» Land- und Süstwasscr - Conchylien werden die Freunde dieses feit mehreren Jahren stark cultivirten Theiles der Naturgeschichte viel Interessantes, vorzüglich aus Italien, der Schweiz, Österreich und Ungarn finden. — D«S Herbarium umsastt die Europäischen phänerogamischen Pflanzen, und zeichnet sich vorzüglich durch Vollständigkeit in der österreichische» Flor« aus; nebstden, schön- Pflanzen aus Spanien, dem südlichen Frankreich, aus Creta ic. Es ist nach sturiieu geordnet. — Der Herr Besitzer ist geneigt, Liebhabern der Natur feine Sammlungen zu zeigen. Pittoni (Des Herrn Johann) von Dannenfcldt, öffentlichen HandlungSgesellschasterS, Mineralien-Sammkung. — Dieselbe ist nach dem chemischen Systeme des Berzelius geordnet, und besteht aus beynahe rsoo Stücken, im Formate von r Zoll. Sie wird thätig fortgesetzt, und nähert sich so nach und nach der möglichsten Vollständigkeit. AuS, gezeichnet sind in dieser Sammlung all« Mährischen Fossilien, vorzüglich weiße Topase, Apyrite, Retinasphalt ic. Von anderen Fossilien zeichnen sich aus: Li'.'.ite von Elba» Mo« iry lybbaen, Silber, Blatter-Tellur, Nepheline, EiSspath, Pleo- nast, Chrysolith, C-rlefchin, Orthit lc. — Der Herr Besitzer macht es sich, ungeachtet seiner mannigfaltigen Berufsgeschäfte, zum Vergnügen, seine Sammlung Mineralogen vor- zuzeige», wenn »sie sich vorher über Tag uns Stunde i»it demselben einvernehmen. Er ist im Comptoir der Herren I C. Pittoni und Sohn unter den Tuchlauben Nr. 5br zu treffen. Rainer (Seiner Kaiserlichen Hoheit des Erzherzo- geS). Dice-König-S d-S Lombardisch-Venetianisch-n Königreiches re. rc„ Mineralien - Sammlung. 2n der Burg Nr. l. — Diese Sammlung, reich an herrlichen Schaustücken, besieht aus beyläustg 4000 Stucken, und wird mit de» neueste» Entdeckungen bereichert. Sie wird nicht allgemein gezeigt. — Custos derselben ist (dem Vernehmen nach) Herr Abb- Gapp von Tammerburg. Reichen st-in (Des Herrn Franz Müller Edlen von), Ritter des königl. Ungarischen St. Stephans-Ordens und k. k. wirkl. HosratheS, Mineralien - Sammlung. In der Kru- gerstraß« Nr. 1007 . — Diese Sammlung, eben so reichhaltig, als instructiv, kan» vor der Hand aus besonderen Ursachen nicht gezeigt werden. Steichetzer (Des Herrn Franz), k. k. BergratheS und Hof - Seeretärs, Mineralien - Sammlungen. Auf dem Fran- ciscaner-Platze Nr. y20. — Herr Sleichetzer hat eine oryk- tognostische und eine geognostische Sammlung, welche er icyde seit zo Jahren selbst gesammelt, und sie nach Wcrner's, feines Lehrers» Systeme geordnet hat. Er bediente sich derselben, so lange er Profeffor a» der Schem- »itzer Berg-Akademie war, bey seinen Vorträgen. Die «ryk» 140 tognostjsche Sammlung besteht aus Z5V0 Stücken in 2 bis Lzölligcm Formate. Die geognostische Sammlung (in SMi- gem Formate) ist nicht aufgestellt. Rumpler (Des Herrn Joseph), »ormahligen Arren- datorS her königl. Opal-Bergwerke in Ungarn, Mineraliem und Eonchylie» - Saminlung. Auf der Wiede« in der großen Neugasse Nr. Ahr. — Diese Sammlung hat der Herr Besitzer während eines Zeitraumes von mehr alS Zo Jahren Mit großem Eifer zusammen gebracht. ES befinden sich in derselben über 200 sehr schöne, reiche Gold- und Silberstufen, so wie auch nach diesem Maßstabe viele 1000 andere Gattungen von Mineralien nnd geschliffenen Steinen, sowohl in großen Schaustücken, als im kleineren Formate. Bon Opalen sind alle Gattungen, welche bisher zum Vorscheine kamen, sowohl roh als geschliffen, vorhanden. — Was die Sonchplien betrifft, f» hat der Besitzer getrachtet, reine und seltene Exemplare zu erhalten. (Diese Sammlung wird verkauft, oder auch auf Leibrente hintan gegeben.) TihawSky (Herr Franz von), k. k. General-Major und Commandant des Wiener Sterzeugamtes und Garni- sonS-Artillerie-Districtes in Österreich ob und unter der Enns ic. (auf der Seilerstatt Nr. Y5S)> besitzt, nebst einer systematische« Mineralien-Sammlung, noch eine sehr interessant« Sammlung von »ulcanischen Produkten, vorzüglich des Vesuvs. Sein längerer Aufenthalt in Neapel boih seinem Sorschunzsgeiste die schönste Gelegenheit dar, die merkwürdigsten Mineral-Producte Ser dortigen Gegenden zu sammeln. Die schönsten Stücke von »esuvifchen Fossilien, welche die Wiener Privat - Sammlungen aufweise», verdanken sie der gütige,i Mürheilung deo Herr« von TihawSky. — Mit die- ftr Sammlung siebt noch eine andere von solchen, besonders metallischen Artefacten in Verbindung, welche ans den von der Lava überdeckte» Gebäuden zu lorre -lei 6reoo u. dgl. heraus gehöhlt und durch die Einwirkungen der erhöheten Temperatur und der mineralischen Dämpse verschiedentlich verändert worden sind; eine Sammlung, die für den Chemiker und Mineralogen äusierst interessant ist. Oberbcrgrath von Karsten führt an: Roche Rapilli» P>c°»aste, Leucite (von anderthalb Zoll im Durchmesser) und Sommite von grosser Deutlichkeit; ausser dem aber auch seltene Krystall« von Lnalcym (das Granatdodecaeder) und Chabasie. — Gesehen kann diese Sammlung nur aus Ansuchen bey dem Herrn Besitzer selbst werden. u d V a rn ob y von Kis - I »ka (Des Herrn Ludwig Edlen von), Hof-Agenten bey der königl. Ungarische» und Sie- benbürgischen Hofkanzellcy, Agenten Seiner Kaiser!. Hoheit des Erzherzoges Joseph in Wien, dann Landes- und Gerichts-Advocaten, Mineralien-Sammlung. In der Spiegelgaffe Nr. »0Y7. — Sie besteht zum Theile aus Schau-» zum Theile aus Ladenstückc», welche letztere (von drey bis fünf Zoll in der Grösse) nach Werner'S Systeme geordnet sind. Sie umfasst über i5vt> Stück. Als selten und sehr schön bemerkt man : Andalusit in sechs Zoll langen Säulen in der Mutter als Schaustück; krystallisirien Schwer- spath jn sechsseitigen Säulen (Todtenbcin); krystallisirien Zinnober mit gediegenem Quecksilber; gediegenes Silbe«' Mit Titan und Chlorit in weissem TepaS eingeschloffen (drey Zoll gross); gediegenesAntimonium schalig und körnicht, aus Allem«»; rothes Antimonium aus Sachsen; Leucit in der Mutter aus Rom (grosse Krystall«); edlen Granat, in Säulen krystallisirt, au» dem Banat; Axinit; Titan, auf-und ein« geschlossen in Amethyst, aus Sibirien; schön geträufte Chalce- Loire, worunter der selten gcträufte Carnjol; krystallblau« Chalcedone; edlen Opal mit Hyalith »erwachsen und auf einer Mutter; Zeolithe »on besonderer Erysialllsation, auS England; Skapolite; Paulit oder Labradorische Hornblende; Tremolit in schwarzen, braunen Tafeln krystallisirt in phoSphoreLcirendcm Sande; psirsichrothen Kalksinter; Aragone in der Mutter aus Spanien; eine schöne Suite »on Braunstein, worunter auch der rosenrothc mit Tellur, aus Siebenbürgen; rothen Schwersnath in Tafeln kry- stallisirt; mehrere blaue Schwerspathe in Tafeln krystallisirt; Cölestin, krystallisirt auS Sicilien; Kryolithe^ reiche Golderze; gediegenes Silber aus Peru und Ehili, so wie auch Hornsilber; Krostallsilbcr-Amalgam auS Zweybrücken; Ku- pferschwärze mit krystallisirtem falzsaurcn Kupfer auS Chili; Oliven - Erz strablig , aus England; schöne Malachite; Rothkupfcrerze; PhoSphorsaureS Erz; Pallas-Eisen; würf- lichtei PhoSphorsaureS Eisen aui Schotlland; in Würfeln krystallisirten goldhaltigen Thon-Eisenstein aui Sibirien; rothe, braune und orangenfarbige krystallisirte Bleyerze ic. — Die Sammlung kann täglich «on S bis y Uhr früh besehen werken, uns der Herr Besitzer macht sich «in Vergnügen daraus, dieselbe »orzuzeigen. Wrb n a un d F r eudenth a l c., Mineralien- Sammlung. Zn der Spiegelgaffe Nr. ivHH. — Diese Sammlung, welche auS mehr als qovc» Stücken in drey- bis vier- zölligem Formate bestehet, wurde in früheren Zeiten von de« «lS Mineralogen bekannten AbbS Estner, und später «on MohS geordnet. Besondere Auszeichnung verdienen die Böhmischen, Ungarischen und Besuvischen Mineralien. Unter ersteren: herrliche Stücke von Rothgüldenerz aus IoachimSthal und R»- tiborschih, di, man nicht leicht schöner sehen kann, Schwer- ft-athe, Bleverze, Weißspießglanz-Erz von Przibram, Mies -e. Unter den Ungarischen: vorzüglich die zu Schemnih cinbre« chenden Erze und die herrlichen Stücke von Rutil aus Boinik. — In den letzteren Jahren hat die Sammlung eine» reichen Zuwachs von Vesuvischen Mineralien erhalte», worunter grosse und prächtige Schaustücke von Besuvian» Mesonit, Nephelin ,c. besonders bcmerkenSwerth sind. — Der Sammlung steht eine neue Anordnung bevor. Sie wird dann mit mehr Bequemlichkeit, als cS dermahl der Fall ist, auf Ansuchen de» dem Herrn Grafen, von Kennern besichtiget werden können. Wutky (DeS Herrn Michael), LandschaftSmahlerS, Mineralien-Sammlung. Im Schotten-Hof« Nr. izü. — Diese Sammlung enthält Schaustücke von der größten Art, mitunter auch kleinere, wenn dieselben der Aufnahme werth waren. Sie beläuft sich auf zooo Stück, und ist in mehr als 20 Kisten eingepackt, daher sie nicht besehen werden kann. Sie soll bedeutende Seltenheiten enthalten, vorzüglich ein merkwürdiges Stück doppelt krystallisirtenAmimoniumS. — Der Herr Besitzer hat Liefe Sammlung auf seinen Reisen in den Jtaliänischen Staaten, vorzüglich in Neapel und im Kirchenstaate, begonnen, und nach «N» nach vervollkommnet. Zimmermann (DeS Herrn Ferdinand), k. k. Ra- »heS re.'), Mineralien-Sammlung. In der Alservorstadt, Währinger-Gasse Nr. 221. — Diese Sammlung umfaßt an 4000 Nummern in 4—szölligem Formate, und ist nachWer- ner's Systeme, mit einigen Abänderungen, geordnet. Die Stücke sind mit großer Sorgfalt gewählt, besonders in >n- ') Siehe Schriftsteller-Derzeichniß Seite Lg. struetiver Hinsicht, und sehr gut erhalten. Di« Suite der Edelsteine ist sowohl in Hinsicht der mannigfaltigen Farben- Nüancen, als der verschiedenen Erystallisations-Formen sehr interessant. AIS besondere Seltenheiten verdienen ausgehoben zu werden: Unter 2t krystallisirten Diamanten 2 in Würfeln, der eine mit abgestumpften Kanten, der andere mit abgestumpften Kanten und Ecken; und «in Euboctaeder. Unter TopaS-Nummern: Ein vierseitige« Prisma von weißer Farbe, 4S4 Karat schwer, aus Brasilien, nebst 2 großen Geschiebe» von gleicher Farbe. Ein drey Viertel-Zoll großer, vollkommen ausgebildeter Euclas - Krystall aus Brasilien. Grüner Turmalin in einem Prisma von 100 Karat; indigblauer Turmalin prismatisch von L4 Karat, beyde auS Brasilien; herrliche Smaragdsäulen; Prachtstücke von edlem Lpal re. — Unter de» übrigen Steinarten sind die Sodali- then» Eudialithen und Kryolithen aus Grönland von ausgezeichneter Schönheit. — An Metallen hat diese Sammlung nicht nur kostbare, sondern ebenfalls instruktive Stücke. Unter dem Golde zeichnen sich besonders die krystallisirten Stücke mit mehreren Würfelabänderungcn aus, so wie unter den Silberstufen sehr reiche Mexikanische, Norwegische, Sächsische, Böhmische und Schcmniher gediegene Silber; die Stl- ber-Hornerze mit Inbegriff des strahligen grünen von Guan- tabay» in Per«; reiche Tellur-Erze; Meteor-Eisen aus Sibirien und Böhmen; Kupfersmaragd; Allaint aus Grönland ie. — Der Herr Besitzer macht sich rin Vergnügen, Mineralogen sein« Sammlung zu zeigen. Münzensammlungen. - umfaßt nicht bloß die Periode des Mittelalters und der neueren Zeit» sondern auch jene deS Griechischen und Römischen AlterthumeS, obne irgend einen Zweig dieses aus- gebreiteten Faches, selbst die orientalischen Münzen mit inbegriffen, auSzuschließen; Gold hingegen wird i» dieser Sammlung nach einem streng beobachtete» Grundsätze nur bey jenen Münzfürsten eingelegt, die entweder nie in einem anderen Metalle geprägt haben, oder von welchen keine anderen Münzen zu haben sind. Diese Sammlung wurde zwar größten Theils von dem Herrn Besitzer selbst seit seiner frühesten Zugend mit unendlichem Fleiße und beträchtlichen Kosten zusammen gebracht, wozu ihm seine häufigen Reisen >m Auslands, und besonders seine in England. Frankreich, Ztalien, Dänemark, Schweden und Deutschland angeknüpften wissenschaftlichen Verbindungen außerordentlich behülflich waren; allein sie hat auch durch den Ankauf mehrerer größeren Sammlungen» als jener des im Zähre isos zu Prag verstorbenen Professors der ReichSgeschichte und deS Lehenrechtes, Wenzel Dinzenhofer; jener deS Aschacher Pfarrers p. Ernest Koch; jener deS k. k. HofratheS Leopold khonhauser; eines ansehnlichen TH-ileS der in LaS Ausland veräußerten und vorzüglich im Gebiethe d«S Mittelalters' reichen Sammlung deS »erstorbenen RatheS und Professors, RltterS von Mader, dann einiger kleineren Privat - Sammlungen, bedeutende Zuflüsse erhalte», und wird bey des Besitzers Vorliebe für die Numismatik und bey feiner in allen Theilcn Europa'S ausgebreiteten, durch seinen DiensteSstaiidpunct noch mehr erleichterten Korrespondenz beynahe täglich ver, mehrt. Diese Sammlung wir» in einem eigenen, zu dessen Unterkunft schon nicht mehr hinreichenden Zimmer in zwanzig Münzschränken aufbcwahrt, wovon jeder seine besondere, zur augenblicklichen Auffindung einer jeden Münz« wesent- 7 ' sich bevtragende Abtheilung enthält. Die Einteilung einer jeden Sectio» ist, da der Herr Besitzer sich, tcy verschiedenen Gelegenheiten und mit entscheidendem Beyfalle der ersten Gelehrten des MünzfacheS, gegen die so vielen zufälligen, willkührlichen und sich von Zeit zu Zeit'Lndernden Bestimmungen unterliegende geographische Eintheilung öffentlich erklärt hat, die alphabetische, welche wieder in die natürlichste Unterabtheilung, nähmlich die chronologische zerfällt; so zwar, Last z. B. bcy einem irden Staate, bey einer jeden Provinz, oder bey jeder Stadt, j« nachdem cs ein« oder die andere Abtheilung betrifft, die ältesten Münzen voraus kommen, und auf diese Weise in chronologischer Ordnung, mit möglichster Vollkommenheit in den Serien der Regenten, bis auf die neuesten Zeiten fortgefah- ken wird. Bey jedem Münzfürsten liegt ein kleiner Zettel, auf welchem, nebst der Bransche, wenn nähmlich sich der Regenten - Stamm in verschiedene Zweige abgethcil« hat, auch das Jahr seines Regierungsantrittes und seines Todes bezeichnet wird, auf diese Art aber jedes einzelne Münz- lädchcn den Überblick der Geschichte eines jeden Landes gewähret. — Die Hauptabtheilung der ganzen Sammlung in diesen, zwanzig Schränke» ist folgende: ->) Griechisch« Münzen in Silber und Bronce. b) Römische Eonsular- und Familien-Münzen, größten Theils in Silber, o) Römische Kaisermünzen von Julius Cäsar bis auf den Untergang dcS abendländischen Kaisertumes. -l) Geistliche Fürsten. Dieser Schrank enthält, nebst de» Päpsten und kardinalen, alle Erzbischöfe, Bischöfe, Äbte und Äbtissinnen, Propstryen und Stifte, vom Anfänge des Mittelalters bis auf den heutigen Lag, in seltener Vollkommenheit. «) Die Kaiser; und zwar die Deutschen von Carl dem Großen angefangen; ferner die Französische» Kaisermünzen, dann die österreichischen, und zuletzt die Russischen, f) und g) Die Königreiche, und zwar jedes. Reich für sich in seiner alphabetischen Reihenfolge, d) und i) Di« weltlichen Fürsten, nähmlich alle unmittelbar regierenden Herzoge, Fürsten, Markgrafen, Grafen und Freyherren. >e) Die Republiken, worunter die beynahe vollständige Suite »er Benetianifchen Dogen und der Schweiz besondere Erwähnung verdient. I) Die Städte; alle wieder in alphabetischer Ordnung. Hierunter sind besonders merkwürdig die in großer Anzahl vorräthigen Nothmünzen und Belagerungsklippcn von Silber, Kupfer, Zinn, Bley, Leder und Papier, m) Die Aamilien-Münze», worunter sich wieder die Böhmischen auS- zeichnen. o) Die beynahe vollständige Sammlung der Na- polednstchen Medaillen in Bronee, von der schönste» Eonserration. o) Der Orient. Dieser Schrank enthält (nach dem Ausspruche Sestini's und anderer Kenner) »ebst den Türkischen, -inen Schatz an Kustschen, Arabischen und Persischen« zum Theile noch von niemand beschriebenen Münzen, p) Berühmte Männer, als z B. Feldherren, Gelehrte, Künstler und Staatsbeamte. Di» ganz» San-nelung «lt»» seit dem Regierungsantritte der Kaiserin» Königin» Mari» Theresia erschienenen, von Seite der Wiener Kammer-Medailleur - Akademie verfertigten Medaillen, in Englische«, Zinne ausgeprägt, u) Doubletten, zum Eintausche gegen andere brauchbare Stücke, wovon bey dem Besitzer immer mehrere taufend Stücke zur Auswahl für jeden Münzlieb- haber »orrüthjg sind, der sich hcrbey lasten will, die Lücken dieses Eabinettes durch sein- Duplikate zu ergänzen. Zu diesem Eabinette gehört eine äußerst merkwürdige Sammlung aller Gattungen von Papiergeld, welche in Form eines großen Tab- leau's hinter Glas zusammen gelegt sin», und die »orstellen- den Münzzeichcn aller Staaten in wohlerhaltenen Originalen begreifen. Endlich sind mit der eben beschriebenen Münz- und Medaille» - Sammlung die bereits Seite yo unter den V Bibliotheken angeführte, aus ungefähr tzao Bänden bestehende Münz - Bibliothek, und deS Besitzers eigene, für den Druck rorbcreitete Münjschriften und kritische Anmerkungen, nebst einer großen Sammlung von Münjkupfern, Zeichnungen und Abgüssen seltener oder unrichtig beschriebener Münzen, in unmittelbarer Verbindung. Dikmann (Der Frau Johanna Edlen von) Münzensammlung Auf dem Kohlmarkte Nr. 27S. — Diese Sammlung besteht vorzüglich aus der zwar nicht sehr beträchtlichen» aber seltene Stücke umfassenden des Mahlers Herrn Herbst, woran er mehr als zwanzig Jahre mit großem Eifer und mit Sachkenntnis, sammelte; denn seine Kenntniß, die wahren modernen Stücke von den nachgcmachten nicht allein zu unterscheiden , sondern auch jede künstliche Nachhülfe zu entdecken, ist so bedeutend, daß man seinem AuSspruche sicher trauen kann. Da die Frau Besitzerin» schon vorher eine beträchtliche Sammlung hatte, und nun die Herbst'sche damit vereiniget »»»»de, s» f»hl» «a »>«s-r Thalersammt»«-» nicht an Interesse, Frank (DeS Herrn Joseph Franz SalesiuS), vr. der Arze- «eykundc. Münzensammlung. In der Naglergassc Nr. 2YS-- Eine nicht sehr beträchtliche, aber in historischer Rücksicht merkwürdige Sammlung größten TheilS moderner Münzen, Streng auf die Echtheit haltend, hat Herr Frank kein Stück ausgenommen, was nur irgend zweifelhaft ist. Die Serien seiner Kaiser- und KonigSmünzen sind von dem Momente, wo die Thaler anfangen, möglichst vollständig, bei, den übrigen bat er größten TheilS nur auf die historisch-merkwürdigen gesehen. — Mit der Sammlung antikrr Münzen hat rr erst seit einigen Jahren begonnen. 151 Fries (Des Herrn Morij Grafen von) Münzensammlung. — Siehe Mineralien-Sa mmlung Se,:e i2y. Megerle von Mühlfeld (Des Herrn Johann Carl ') Münzensammlung. Zn der Burg Nr. i. — Diese Sammlung, aus Silber- und Kupfermünzen bestehend, zerfällt in drcy Abtheilungen, nähmlilb erstens in die antiken aus der Griechischen und Römischen Zeit-Periode. Ihre Anzahl kann sich beyläusig auf >500 Stück belaufen und der grösite Thcil derselben ist aus Kupfer oder Erz geprägt. Die zwepte Abtheilung umfasit Silbermünzen aus dem mittleren Zeitalter, und ist in Rücksicht der Anzahl der ersten Abtheilung gleich. Die dritte Abtheilung, welch- Münzen aus den neueren und neuesten Zeiten enthält, bildet zwey unterabiheilun- gen, nähmlich die Münzen aus Silber und die aus Kupfer. Die ersteren, welche ein eigentliches Groschen - Eabinett bilden , und an Zahl die ersten zwey Abtheilungen übertreffen, zeichnen sich vorzüglich durch eine Suite von Kaisern und anderen eigentlichen, mit der Zahl 5 , oder mit 5 Kr., so wie auch Mit Hl. kr. bezelchneken Groschen aus, deren Unzahl allein die Summe »on 2 übersteiget. Die Zahl der neueren und lieuesten Kupfermünzen wird nur wenig jene der Groschen überschreiten. — Der Herr Besitzer zeiget seine Sammlungen jedermann mit Vergnügen, jedoch ist zu bemerken, dass dieses im Winter nur täglich Nachmittags, im Sommer hingegen nur Sonntag Vormittags geschehen könne. Müller (Des Herrn Joseph Frepherrn von), gewesenen k. k. privil. Grosihändlers, Münzensammlung. In der Singcrstrasie Nr. yoi im eigene» Hause. — Diese Samm lung umfaßt 7—bOOO Stück, welche meistens i» Currcnt- Münzen und Medaillen von Silber bestehen. Sie fängt von ') Siehe Seite 155. isr Carl dem Großen an, und enthält sehr selten« numi »vliti, dann virle gut erhalten« kaiserliche, königliche, Päpstliche» erzbischöfliche, bischöfliche re-, alt- und »cufürstliche, gräfliche, repub- licanische und städtische Münzen aus Italien un^er Schweiz. Meistens findet man in dieser Sammlung solche Stück«, welche unter das so genannte Groschen-Cabinett gezählt werden; auch find viele Guldenstücke und seltene Thaler, wenn keine kleineren Münzen geschlagen wurden, vorhanden. Di« ' nöthigen numismatischen und Hülfsbücher befinden sich be» Sieser Sammlung. Münz- und Antiken-Cabinett (K. K-). In der Burg Nr. 1, in dem so genannten Augustiner-Gange; der Eingang ist über die Stiege, welche zu den Redouten-Sälen führt, gleich neben der Trabanten-Stube. Seine eigentliche Entstehung «ich Errichtung in dem gegenwärtigen Zustand« verdankt dieses Cabinett erst der Gnade Seiner Majestät des jetzt regierenden Kaisers Franz, welcher die von Alters her bey dem kaiserlichen Hause bestehenden, aber lheil« >» anderen k. k. Cabinetten, «Heils in den verschiedenen k. k. Lustschlössern verwahrten Sammlungen der geschnittenen Steine, der Antiken, Münzen und andere» Alterthümer vereinigen liest. Die antiken Kunstwerke in Maruwr, woruntee einige kostbare Basreliefs, besonders der schöne Sarcophag mit dem Gefechte der Amazone», mehrere Statüen, Büsten u. f. w. sich vorzüglich auszeichnen, sind im ersten Zimmer ausgestellt. Das zwcytc enthält die in ltz Kästen aufgestellten Sammlungen antiker und moderner Münzen und Medaillen» wovon letztere (die Sammlungen der modernen) eigentlich von Kaiser Franz dem I. gegründet, bestimmt die einzige ihrer Art an Ausdehnung, Vollständigkeit und Neichthum der Stücke in Gold und Silber; erster« aber eine der ersten unter de» bestehenden ist. Wenn man weist, hast es sichere lg; Münz«» gibt» welche 500 Jahre vor Ehrist! Gekurt geprägt worden sink, so umfaßt dieser Münzschatz, der bis auf die neuesten Münzen herab geht, einen Zeitraum von beynahe dritthalbtaufend Jahren. Man bemerkt unter den moderne» Medaillen mehrere Stücke zu ZOO Ducatcn in Gold, eines im Gewichte von 2055 Ducaten. In dem dritten Zimmer ist eine herrliche, durch ihre Zahl und Auswahl einzige Sammlung kleiner Bronccn. Manches kleine Figürchen hier erhält uns das Bild verloren gegangener Meisterwerke der berühmtesten Künstler des AlterthumeS. Man findet hier auch das HauSgcrätho der Alken, ihre Waffen, Lampen und dergleichen mehr, Alles von Erz; die in Ungarn gefundenen GolL- gefäße ic. Das vierte Zimmer enihält die Schätze antiker» geschnittener Steine, der prachtvollen Gefäße aus Onyx» und der anderen antiken Gefäße aus Gold und Silber. — Eine Beschreibung des Vorzüglichsten wäre hier eine beynahe in's Detail gehende Beschreibung des Ganzen, da Alles vortrefflich ist. Man erwähnt nur der großen Schale aus Agat- onyx aus einem Stücke, im Durchmesser 2 S eine» halben Zoll; der so genannten Apotheose des Kaisers August; LeS prächtigen Adlers; des Onyxes mit den Brustbildern Alexanders des Großen und seiner Gemahlin». Im letzten Zimmer ist die wirklich prachtvolle Sammlung der alkgriechischen gemahlten Vasen, welche an zwölf hundert Stück betragen, ausgestellt. Durch Erhaltung, Mannigfaltigkeit der Formen und Auswahl der Vorstellungen nicht weniger als durch Zahl ausgezeichnet und einzig. DaS k. k. Eabinett hatte schon vorher eine bedeutende Sammlung dieser Base», durch den Ankauf der. gräflich Lambergischen aber erhielt das Ganze seine jetzige Vollendung. — Man hat sich wegen der Bestimmung eines Tagei zur Befuchung dieses k. k. Ca- binetteS in dem genannten Cabinette früher anzumelden. 7 " Ritter-Akademie (Der k. k. Theresianischen) Münzensammlung. Auf der Wieden Nr. 156. — Sie ist in dem Bibliotheks-Saale in »irr hundert Schubladen »erfahret» und, obgleich nicht sehr vollständig, dennoch hinreichend zur Belehrung in dieser, und rücksichtlich zur bildlichen Aufklärung in der Liplomatifchen Wissenschaft. Sie besteht ungefähr LUS tr^ivo Stücken, hierunter viele vergoldete un- silberne rc. Roux (Der Frau) Medaillen - Sammlung. In der Erünanger-Gaffe Nr. Lös im ersten Stocke. —Diese Sammlung umfaßt die Französischen Medaillen, welche auf verschieden« merkwürdige Epochen geprägt wurden, vorzüglich jene der »eueren Zeit. Spötl (Der Frau Maria Anna), bürgerlichen Sveze- rev-Händlers Witwe, Münzensammlung. Auf dem Kohl- rnarkte Nr. 260 im eigenen Hause. — Diese sehr reichhaltige Thalersammlung ist (wie mir die Fra« Besitzers»!, versicherte) nach Madai geordnet. Stahremberg (Des Herrn Grafen Heinrich von) Münzensammlung. In Ser Grünanger-Gaffe Nr. «z». — In dieser Thaler- und Medaillen-Sammlung sind viele von Madai als höchst selten beschriebene Stücke von der besten Eonservation. Keiner einzigen Serie fehlt es an Seltenheiten, besonders zeichne» sich aber die Münzen »0» Kaisern und Königen aus. — Der Herr Graf kaufte die Sammlung des »erstorbene» Herrn Joseph Roux, die an sich schon äußerst schön und inhaltsreich ivar, die der jetzige Herr Besitzer aber so bedenkend vermehrte, daß wohl nicht leicht «ine Lhaiersamm- """ 155 lung von solcher Vollständigkeit und Schönheit zu finde» seyn durfte. Welzl von Wellenheim (D-r Herrn Leopold), «virklichen HofralheS den der ». k. allgemeinen Hofkammer, -»gleich Beysitzers der k. k. Commerz-Hof-Commission, dann Ehrenmitgliedes der Akademie der Wissenschaften, Literatur und Künste in Padua, Münzensammlung. Auf dem Haarmarkte Nr. b4b. — Diese Sammlung umfaßt antike und moderne Münzen und Medaillen, und gehört in Rücksicht der Echtheit, guten Erhaltung.und großen Anzahl von merkwürdigen, seltenen und theils noch unbekannten Stücken unter die vorzüglichsten Privat-Sammlungen. Die Zahl der antiken Münzen erstreckt sich auf b50v Stück in Gold, Silber und Erz, jedes von verschiedenem Gepräge, Metall« oder Größe. Hierunter sind über 1500 Griechische, das ist: Völker-, Städte-, Republiken-, Eolonien-, und Köuigsmün- zcn; über soo Römische Familien-Münzen; dann gegen 4200 Münzen der Römischen Kaiser, Kaiserinnen, Cäsaren und Tyrannen. Sie find nach den von Abbe Eckhel aufgestellten Grundsätzen vollständig geordnet, und enthalten viele Seltenheiten vom ersten Range. Einige der Griechischen AnecSoten-Münzen sind in de» neueste» Nettere e ckisser- tSLioni nunnsmstielie des berühmten Antiquars Oomenieo Lestini bekannt gemacht worden. Die Zahl der modernen Münzen und Medaillen, jener nähmlich vom Mittelalter und der neuesten Zeiten, in und außer Europa geprägt, beläuft sich über 4000 von verschiedenen Metallen und Größen. Sie sind nach Ländern gereihet. In's Besondere zeichnen sich darunter die der Römischen Kaiser, der Erzherzoge von Österreich, der Könige von Ungarn und Böhmen, der Doge» »o» Venedig nnL der verschiedenen Städte aus. Nicht unbedeutend ist auch die Zahl der Medaillen auf berühmte Mönner. Don -en Kufifchen Münzen sind einige der selten« »so >Ii Stets»» >is glsinoni, Mlilano Hll)66. ?.) Naluralien-Samm» lung. In der Augustiner-Gasse Nr. H5S. — Die Eonchy- lien - Sammlung ist zwar nicht sehr beträchtlich, hat jedoch viele seltene Stücke; hierunter ein schöne« Exemplar einer Wendeltreppe und eines Pohlnischen Hammers. Der Eata- leg der Eonchylicn wurde von ?. Tobias (stehe Seite yo) meisterhaft bearbeitet. Alle zu seiner Zeit hier gewesenen Eon- chylien sind in schönen Zeichnungen nach der Natur, nebst einer kurzen Naturgeschichte des Thicres, i» demselben enthalten. — E ne kleine Sammlung ausgestopftcr Thiere und anderer Naturseltcnheiten ist ebenfalls hier vorhanden. — ') Die Minerakien-Sammlungen. mit Ausschluß einiger wenigen, welche sich von den hier folgenden Sammlungen nicht wohl trennen kiesten, sind von Seite 127 bis Seit- i«» angeführt. Ich weist wohl, daß sie hier schicklicher ihren Platz gefunden hätten; allein mich bewogen zwey Umstände, sie vorn anzussihren: erstens hatte ich' den größten Thcil der Mineralien - Sammlungen schon ausgenommen und geordnet, wäbrend mir noch mehrere der hier folgenden Sammlungen fehlten - ich konnte also mit dem Drucke des Werkes forlfahrcn; zweytens schien es mir für Mineralogen bequemer, wenn sie einen großen Theil der Mineralien-Sammlungen in einer Reihenfolge durchgehen können, als daß sie dieselben sich erst aus anderen Sammlungen hervor suchen sollen. """ 15S Zn der Minerakien - Sammlung werden Kenner manche« Schähenswerkhe finden. (Siehe auch weiter unten Hey Physikalischen rc. Sammlungen.) Ereutzer (Des verstorbenen Herrn Christian), k. k. Hofratbcs, Käfersammlung. Im Hause über dem Schstten- thore Nr. 10 ; Hey Herrn Ernest von Hönigshoff. — Dies« Sammlung ist sehr gut confervirt und systematisch geordnet in 5 Kästen, jeder mit 24 Schubladen »ersahen. Der Herr Hofrath hat!m Jahre t?yy eine Schrift unter dem Titel: Entomologischer Versuchte. heraus gegeben, von welcher diese Sammlung die Grundlage war. — (Sie ist zu »erkaufen, und kann von Liebhaber» an oben erwähntem Srte besehen werden.) Gerl (DeS Herrn Kranz), k. k. Hofkanzellisten, Jnsec- ken - Sammlung. In der Sradt Rr. yso. — Diese Sammlung umfaßt t) beyläufig qoa Gattungen von Schmetterlingen, worunter sich auch mehrere exotische befinden; dann 2) eine Sammlung vo» mehr als 250l> in- und ausländischen Käferartcn. — Wer sie zu besehen wünscht, muß sich mit dem Herrn Besitzer wegen Bestimmung des Tages und der Stunde in das Einvernehmen setzen. Goldegg und Lindenburg (Herr Aloys von und zu), des h. R. R. und der österreichischen Erblandc Ritter, Tyrol. Sandmann, k. k. Rittmeister, (zu Mariahilf in der großen Kir- chengaffe Nr. 150) besitzt eine aus allen Klaffen Europäischer 2 n- srcten bestehende große Sammlung aus den meisten Provinzen des österreichischen Staates, als aus Österreich, Steyermark, Kärnihcn, Jllyrie», Tyrol» Währen, Schlesien, Böhmen, Galizien, Ungarn. Croatien; kann aus mehreren Provinzen Deutschlands, alS: Baier», Würtembrrg, Preußen ic.; ferner aus Nicdcrland, Frankreich und der Schweiz ; auch Einiges aus Pohlen, Podolien, der Moldau und Wallachen, Dalmatien und Venedig. Diese Sammlung wurde im Jahre t?7g begonnen, und bis isoi allmählich fortgesetzt; das Meiste aber vom Jahre igo» bis jetzt gesammelt. Über dies) besitzt Herr von Goldegg auch auS anderen Ländern Europas mehrere eingetaufchte und angekaufte Arte», welche er noch zu vermehren sich bestrebt. ES hat diese Sammlung den besonderen Vorzug, daß sie vom Jahre l77st an, als er seine dermahlige zweyte Sammlung (die erste, auch beträchtliche, wurde 1773 hinweg gegeben) anstng, mit wissenschaftlichen I o ur n a l en versehen ist ; diese Journale sind freylich in kriegerischen Jahren sehr gering, oder fast ganz unterbrochen, desto genauer und reichhaltiger aber von dem Jahre «I0l an bis jetzt fortgesetzt. Sie enthalten, in s» weit cS bemerkt werden konnte, über alle gefangenen Stücke genau die Zeit ihres Fluges, der Gegend, deS Aufenthaltes, der Pflanze, worauf sie leben ic. ;'über alle erzogene» Stücke aber auch deren R-mpenbefchreibunz, Nabrungspflanzc, DerwandlungSar« uns Zeit, auch andere Eigenschaften und Bemerkungen ic. Jeder Jahrgang fängt mit einer neuen Journal - Nummer an. Nach diesen Journalen ward das Gesammelte mit den Nummern in Behältnisse gesteckt; aus diesen wurden die erforderlichen Stücke auSgehoben, und dar Museum gebildet, wo jedes Stück mit der Journal-Nummer und dem Jahrgänge zu seinen Gattungen, Ordnungen und Classen gesteckt ist. ES kann also be» jedem einzelnen Jnsecte (eS Möge (Slus-attnn, isisutUerslum, ^ntlistum, k-eL-tum, IN,v„golui,i ete. etl-, seyn) aus dieser Nummer im Journale alles Beobachtete über Flugzeit, Ort, nähere Detaillirung der Gegen» uns des Aufenthaltes; ben Erzogenen aber auch auS de» unter eben diese Nummern gestellten Siaupenzekteln di« Beschreibung der Raupe, ihr WachSthum, ihre Ernährungs- ic. Geschichte oder besondere Eigenschaften gefunden werden. Solche Journale, von allen Sammlern geführt, würden nicht nur dem eigenen Gedächtnisse der Beobachter zu Hülfe eilen, sondern auch Lurch Bekanntmachung ihrer Beobachtungen zur wahren Naturgeschichte dieser Geschöpfe, so wie zur Bekanntmachung neuer, und zur Auseinandersetzung zweifelhafter Arten viel bcytragen. Es mug bemerkt werden, dass, obschon der Herr Rittmeister mehrere Kästen mit mehr als SO Gläserladen und bey 200 graste doppelte Korkfchachteln und andere Behältnisse hat, dennoch nicht hinreichender Raum vorhanden ist, um Alles in gehöriger Ordnung aufgestcckt zu sehen. Ich führe also nur kurz an, was, ohne Varietäten, diese Sammlung enthält: p-pilio lanu. über 200; Lpliiux l,. (Lplünx 2^gaei>», äesia kak.) bey SO; komkxx I.. über 150; Kuvtua s,. über 450; 6eo- metr» l,. über 450 Arten. (Bey dieser Sammlung grösterer Schmetterlinge sind, nebst mehreren neuen Arten, vorzüglich merkwürdig zwey Hermaphroditen: papilio pliia, selbst gefangen, links Mann, rechts Weib; bomkxx Pi-ifolü, selbst erzogen, rechts Mann, links Weib.) — k>x- ralie I.. über 420; Portrix l,. über 400; Hüttler mit flügellosen Weibchen (nach Einigen Psyche) über 40; Scheidenschaben (bcyde Geschlechter geflügelt) über bo; Mne»o über SOO; Aluciten über 50 Arten. — Die Eleulheraten lassen sich, der Menge der Gattungen wegen, im Detail nicht anführten. Also kurz: sie sind, wie die Sammlung der Piezateil, Antlialen und Rhyngoten, sehr zahlreich. — Minder bedeutend sind die Sammlungen der Ulonaten, Synistaten, Odonaten, Mytostaten, Polygonalen, Unoga- ten. Auch sind einige hundert gut aufgeblasene Rau- P e n von grossen Schmetterlingsarte» und von kleinen Schaben w.» dann Tenthredines vorhanden. Die Summe aller Jnsecten mag sich auf 150,000 belaufen» und «S sin» dar»»- ter mehrere neu«, noch unbeschriebene Arten, deren Zahl sich (wie mir der gelehrte Herr Entomologe versicherte) auf Hos belauft. — Zur Sammlung dieses Museums hat Herr Johann Mittenzwey, der den Herrn Rittmeister auf seinen naturhistorifchen Reisen seit fünfzehn Jahren begleitende Gehülfe, sehr viel heugetragen, besonders bey Ausfindigmachung kleiner neuer Arten durch seine außerordentlich« Geduld zum Aufsuchen. Gysselen (DeS Herrn I. von), k. k. Lieutenants, In« secten-Sammlung. Auf der Landstraße im Invaliden-Hause Nr. l- — Diese Sammlung, die Frucht zehnjähriger Bemühungen, so weite- die Verhältnisse des Herrn Besitzers erlaubten, beschränkt sich bloß auf Europäische und vorzugsweise auf österreichische Insekten. Sie enthält iey 2200 Spe, cieS von Käfern (Ooleoxter-), über »SOOSpecieS von Schmetterlingen (l,-piäop»«r->), und über 2500 SpecieS aus den übrigen Elassen (Hemiptera, »uropters, II^iaenoptsr.1, vlpter» und.Sptera), in Allem de» 20,000 Stück; hierunter viele seltene, auch «»«». JosephS-Akademie (Der k. k medicinisch-chirurgischen) Naturalien-, Instrumenten- und Präparaten-Tamm» lung. In der Alservorstadt Währinger-Gasse Nr. 22l. — Der erste Saal der Sammlung, aber eigentlich der vierte Saal des Gebäudes , enthält Stücke aus allen drey Neichen der Natur, besonders aber Produkte, welche für die «»teri» ineckic» und Ehymie wichtig sind. Saal Nr. 5 enthält anatomisch-pathologische Präparate, «Heils getrocknet, theilS im Weingeist« aufbewahrt, theilS in Wachs geformt. Die Zahl dieser Präparate beläuft sich auf 400 Stück. Die wichtigsten darunter sind die Gallen- und Blasenstein«, dann die Schlagadergeschwülste. Saal Rr. 0 umfaßt chirurgisch« und ge- i6r burtShiilflich« Instrumente alter und neuer Zeit, auch einige physikalische und geometrische Instrumente; ferner Bandagen und chirurgische Maschinen. Saal Nr. r bewahrt die auserlesene und höchst wichtige pathologische Knochcnsammlung »es k. k. RatheS und dirtgirenden FeldstabsarzteS am hiesigen Militär-Haupt-Spital«, Herrn DoctorS Gerhard Edlen von Bering welche Seine setzt glorreich regierende Majestät Kaiser Franz der l. -um Behuf« der Vorlesungen an dieser Akademie von demselben im Jahre «Stv erkauft hat. Auch enthält dieser Saal eine sehr zweckmäßige Sammlung von Gehör-Präparaten des Menschen, von Herrn Doctor Georg Jlg, dermahligen Professor an der Prager Universität, und Gehör-Präparaten von Vögeln und Fischen, von dem Zootom Herrn Herrmann. Nr. s ist zum Hörfaale bestimmt, wo die Eollegien und akademischen Functionen gehalten werden. In Nr. y fängt die Aufstellung der ceropta- stischen Abbildungen (WachS-Präparate) an, welche in Florenz, unter der Leitung des Abbö Fontana, von MoScagni verfertiget wurden. Sie sind Meisterstücke deS menschlichen Kunstfleißes, und werden in Schränken von «-f-nh»,, auf- bewahrt, welche alle mit Denetianischen Spiegelgläsern »ersehen sind. Weißfeidene Draperien und grünsciden« Vorhänge dienen zur Zierde dieser Schränke. Über diesen WachS- Präparaten ") hängen colorirte Zeichnungen in Nahmen, ebenfalls von Nosenholz, mir vergoldeten Kanten. Dieser Saal enthält die Bänder- und einen Theil der MuSkcl-Prä- parate. Die Fortsetzung und daS End- der Muskeln umfaßt der Saal Nr. lv, wo auch der Anfang der Eingeweide, dann mehrere Mißgeburten, und in Ser Mitte eine liegend« ") Siehe Schriftsteller Seite 54. ") Abbildungen dieser Präparate Mit erklärendem Text« «on Joseph Ritter von Scherer (siche Seite 4 b) sind in den meisten Buchhandlungen Wiens zu haben. Wachs-Figur zu sehr« sind. Auf der erwähnten Figur sin» die oberflächlich liegenden Lymph-Gefäße besonders schön dargeyellt. Im Saale Nr. ll ist die Fortsetzung und Endigung der.Eingeweide; dann sicht man wieder mehrere Mißgeburten, und in der Mitte eine liegende Figur, worauf die Denen des ganzen Körpers Largestellt sind. Saal Nr. ir enthält die Darstellung der Gefäße im Einzelnen, und an zwey liegenden Figuren im Ganzen. Auch befindet sich in diesem Saale ei» Kasten mit feinen Einspritzungen mehrerer Eingeweide deS menschlichen Körpers, bearbeitet von Herrn Doctor Römer, dermahligem Prosector an der Akademie. Saal Nr. ir umfaßt das Gehirn, Rückenmark und die Nerven. Saal Nr. rg enthält eilf Kästen mit großen Figuren, woran Muskeln, Gefäße und Nerven dargestellt sind. In der Mitte deS Saales ist eine Eopie der Mcdiceischen Venus. Saal Nr. iS (>m zweyten Stockwerke) enthält geburlS- hiilfliche Präparate; hierunter KoetuS nach allen Perioden der Zeugung. — Nur Gelehrten, Naturforschern, Physikern, Ärzten und Wundärzten wird der Eintritt in die Säle, w» die Präparat« aufgest-llt sind» erlaubt. Die der Hebammen- kunst sich widmenden weiblichen Individuen erhalten den Zu» «ritt nur, wenn sie sich mit einem Zeugnisse von ihren Professoren auSweifen. Anderen Frauenzimmern und Kindern ist der Eintritt nicht gestattet. Der Einlaß ist am letzten Donnerstage einer jeden MonatheS; wenn aber an diesem Donnerstage ein Festtag fällt, so ist am ersten Donnerstage im nächstfolgenden Monathe Einlaß (von 10 bis ll Uhr Vormittags). Während der Schul-Ferien (September und Oktober) wird der Zutritt nicht gestattet. Eintrittskarten ertheilt am Mittewoche vor dem Einlaßtage von l<) bis 1l Uhr Vormittags der Herr Vice - Direktor der Akademie» welcher im Akademie-Gebäude wohnt. Kininger (Des-Herrn Vincenz Georg), akademische» Rothes und Professors der Schabekunst an der k. k. Akademie der bildenden Künste, Schmetterlingsammlung. Auf der Wieden Nr. 2g. — Diese Sammlung enthält, unter viele» anderen merkwürdigen Exemplaren, eine neue Art von Spllinx, nähmlich die Lpkiiix 1 >emnl»e, und die eben so seltene Ltx- xi» Lustrsli« »der PerredeUuni. Lod er (Des Herrn Martin), LandschaftsmahlerS, Schmet, terlingsammlung. Zu Mariahilf Nr. 4Z- — Herr Lodcr macht es sich zum besonderen Vergnügen, in seinen Mußestunden vorzüglich die um Wien lebenden Schmetterlinge zu sammeln, wo er von allen Gattungen zwey gut erhaltene Exemplare besitzt. Den Naturfreund werden auch viele schöne Brasilianische Schmetterlinge anziehen. Mazz » la ( Des Herrn Abbate) Schmetterling- sammlung. In der Wallsischgaffe Nr. lkilg bey de,» Herrn Grafen von Samberg. — Diese Sammlung ist wohl die reichhaltigste in Wien. Eine ungeheure Menge von Tagfchmetlerlingcn in den sonderbarsten Abänderungen findet man darin. Bey der Gattung 8z>Kiux die so selten« Vorfall, bisher die einzige in Wien. Don Zygänen einige verschiedene Arten in Begattung gefangen; von Eulen (noctuis) viele neue Arten, von Hübner (in dem besten und vollständigsten Werke, welches existirt) abgebildet. — Die Spanner (üeumetroe) -sind wohl schwerlich in irgend einer Sammlung so vollzählig, als hiev. 1 Megerle von Mü-lf-ld (Des Herrn Iohann Earl ') Jnsecten- und Conchylien-Sannnlung, In der Burg Nr. 1 . — Die Jnsecten-Samml unq beschränkt sich bloß auf Europäische Arten, und enthält, nimmt man dir blasse der Gloffaten (welche fehlet) aus, lvchbl Arten der ührigen Elast, n nach FabriciuS, als: Llcutlierata 5225 Arten, wovon die folgenden Linneischen Gattungen, wie Lcarshsens 505 ; lAirvsomela 455 ; (tarohos Sbb; Llator 22S; stuprcstie 14b; und 6 urcnlio 1027 Arten zählen. — kh^ngota b58 Arte», unter welchen 413 aus der Gattung Liniex des Linnä. — vermaptera 8 ; vlonsts 141 ; Ockonr- ta 52 ; Isix-sonnr-, 4; 8 )-nielat!> Y 2 Arten; pienata 2705 2lrtcn, wovon nach Linn« llbo zur Gattung Ichneumon und 503 zu lenthreöo gehören; 3ntliat» lbS7; Lnoplnra 2b; flhoiösatk» 14; I-nogst»42; Äl^loslsta 24, und pol^go- nst» 2b Arten. Diese Sammlung ist reich an Österreichischen Individuen, enthalt aber auch sehr seltene und schätzbar« Jllyrische, Russische, Schwedische, Portugiesische und Spanische Arten, und, was so selten der Fall ist, am öftesten bcyde Geschlechter derselbe. Die Eonchylien-Sammlung, aus kleinen Stücken bestehend, zählet lybl Arten, und enthält, außer verschiedene» Wendeltreppen, den flsäonull, und Admiral rc., auch in so fern die anderen seltenen Arten, als es möglich war, sie in kleinem Formate aufzutreiben. Sie zeichnet sich vorzüglich in Rücksicht der Lund- und Süßwaster-Jndividuen aus, und ist, nach der des k. k. Naturalien - Eabinettes in Wien, vielleicht die reichhaltigste. — Der Herr Besitzer macht sich ein Vergnügen daraus, seine Sammlungen zu zeigen: im Winter täglich Nachmittags; im Sommer nur Sonntag Vormittags. *) Sieh« auch Seite 15L und Seite lSl, iHH Nakuralicn-Eabinette (Die k. k. vereinigten). 2» der Burg Nr. «. — Das k k. Mineralien» oder Stein-Kabinett, welches seine Entstehung der Groß- Mulh und LLiffenschaftsliebe Seiner Majestät des Römischen Kaisers Franz des I und der Kaiserin» Maria Theresia ver- danlt, behauptet sowohl in Beziehung auf Grösie und Aus» dehnung als auf Pracht und Kostbarkeit der Stucke den ersten Rang unter allen Sammlungen der Ar» in Europa, zu welchen cs Ser Reichthum der Monarchie an »atürlichen Schätze» aus diesem Reiche, der Fleisi und die Betriebsamkeit der jeweiligen Vorsteher, und die Großmuth und WisscnschaftS- liebe mehrerer auf einander folgenden Regenten erhoben und fortwährend bey demselben erhalten haben. ES ist dieses 8a- hinett iw dem so genannten Augustiner-Gange, und besteht, nebst einem Vorzimmer, wo Dubletten aufbewahrt werden, «uS 4 Säle», welche mit jenen des k. k. Münz- und Antiken-Kabinette» in einer Reihe fortlaufen. 2» dem ersten Saale befindet sich eine große Menge »on Versteinerungen aller Art; als: Thierknochem worunter mehrere Schedel »on Rhinoceroten und Elephanien, unter anderen zwe» enorme halbversteinerte Elcphantenzähne. der eine aus Mähren, 107 Pfund; der andere von Mastricht, ilZ Pfund schwer; Eo»- chylien- und Korallen - Versteinerungen; Fisch- uns Pflan- zenabdrücke; versteinerte und inHalb-Spal verwandelt« Holzarten und davon ganze Baumdurchschnitte und Stämme. 2» diesem Saale befindet sich auch die Sammlung von Meteoro- lithen, Luft- oder Meteor-Steinen. Sie begreift außer einer zahlreichen Suite von jenen Steinen- welche im 2ahre löl-S bey.Stancrn in Mähren aus der Luft gefallen sind« noch 2 ä andere eigentliche Meteor - Steine, die zu verschiedenen Zeiten und an sehr entfernten Orten unter ähnliche» Erscheinungen ebenfalls aus der Luft gefallen sind, uns worunter sich mehrere ansehnlich große und ganz erhalten« finden; ferner tl) eben so verschiedene Meteor - Eisen-Mai- seit, worunter eine, die im Jahre ,75l be» Agram in Eroas «ien gefallen, 70 Pfund, eine andere, welche seit Jahrhunderten im Stadthause zuElbogen in Böhmen unerkannt aufbewahrt lag, Hey »50 Pfund wiegt. Im zweytcn und dritten Saale befindet sich die eigentliche Mineralien-Sammlung. Sie enthalt wohl an tOO.lXX) Stück, und darunter s bis blXX) grosie Schaustücks, welche in 45 Kästen hinter GlaS ausgestellt sind. Die systematische Sammlung ist in Schubladen ausbewahrr, deren be» boo sind. Der eine Saal enthält die Erd- und Steinartcn. Daselbst befinden sich in einem Kaste» die eigentlichen Edelsteine, worunter bey den Schaustücken die großen Berille, Topase, Granaten, vorzüglich aber die höchst seltenen und kostbaren SmaragdLru- sen aus Peru in ihrem rohen natürlichen Zustande beson» ders merkwürdig sind. Die Laden dieses Kastens, und vorzüglich 4 davon, enthalten alle bekannte» Edelsteine, theils im rohen Zustande, thrilS geschliffen und als Rinzsteine gefaßt. Die kostbaren Suiten von Diamantsni Saphiren, Rubinen, Topase», Berillcn u. s. w. in den verschiedensten Farbenabänderungeni so wie die große Anzahl der einzelnen Stücke von alle» Arten von Ganz- und Halbedelsteinen verschaffen gewiß eben so viel Interesse und Vergnügen, als sie Bewunderung Ser Pracht und Kostbarkeit erwecken. Die übrigen Kästen enthalten in prächtigen Schau- und instruktiven Ladenstückcn von großer Mannigfaltigkeit die kiesel- erdigen Steine, als: Amethyste, Vcrgkrystalle, Ehrysoprase, Opale; von diesen letzteren viele kostbare edle, und darunter einen von der Größe einer Mannsfaust, 34 Loch am Gewichte; prachtvolle Ehalcedone, Earneole,. kostbare Snyxe- eine große Menge von Achaten, Jaspissen, Labradore» und Lasursteinen in allen ffarbenabänderungen, und die übrigen Erd- und Steinarten aus den verschiedenen Ordnungen und Geschlechtern des Mineral-SystemeS. Der andere Saal enthält, nebst Sen Salze« und Jnflammabilten, di« Metalle. ttzs Gediegenes Gold von allen Arten des Vorkommens und aus allen Ländern, die reichsten, kostbarsten und größten Schaustücke aus den Ungarischen und Siebenburgischen Bergwerken , die reichste» Golderze und Kiese. Gediegenes Silber in großen Massen aus Mexiko, Peru, Potoss,. Sibirien, Norwegen, Sachsen u. f. w. Ferner die Quecksilber- und Zinnobererzc, dann das Bley. Das Kupfer gediegen, ver- «rzt und in seinen verschiedenen Zustande» und Verbindungen, als Kupfer, Lasur oder Kupferblau, und als Malachit oder Kupfergrün, in großen Stücken von den herrlichsten Farben und Zeichnungen. Das Eisen in allen Arten feines Vorkommens. Endlich das Zinn und die verschiedenen Lalbmetalle, als: Arsenik,. Kobalt, Nickel, Wismuth, Zink, Braunstein, Spießglanz u. f. w. Das letzte Zimmer enthält endlich eine höchst kostbare Sammlung von Mosaik-Arbcieen, Tische und Bilder, welche Seine Majestät Kaiser Franz der l. mit großem Kostenaufwand« in Florenz verfertigen ließ. In diesem Zimmer befindet sich auch der eben so prächtige als kostbare Blumenstrauß, aus feinen Edelsteine» sehr ge» schmallvoll gruppirt und zusammen gesetzt, welchen Ihre Majestät die Kaiserin« Maria Theresia dem Eabinettc einst zum Geschenke machte, und die eiue Wand ziert ein großes Gemählde, von den Künstlern Mesmer und Kohl, welches auf di« Stiftung dieses Cabinettes bindeutet, und Kaiser Franz den I., als de» erlauchten Stifter, sitzend und Naturgegenstände betrachtend, umgeben von Len damahligen Vorstehern dieses, des Münz- und physikalischen Eabinettes, und von dem Leibärzte van Swieten, in Lebensgröße und wohlgetroffencn Porträten darstellet. — Dieses Eabinett ist für Gelehrte, Fremde und vorher gemeldete ansehnliche Gesellschaften täglich von y bis 12 Uhr offen. Für das Publicum ist der Dinstag in jeder Woche zum Eintritte bestimmt, wozu es weder einer Vermeidung, noch einer Karte bedarf,. DaS k. f. -»»logisch-botanische, gemeinhin Thi«r-Cabinert genannt, ist eine Stiftung Seine» Majestät des jetzt regierenden Kaisers, und war auch bis t»m Jahre lgli ein allerhöchstes Privat - Sigenthnm. ES befindet sich dasselbe im rechten Flügel des Hof-BibliotbekS- GebäudeS auf dem Josephs-Platzt, dicht an der k. k. Hof- Bibliothek, und bestehe aus folgenden Abteilungen, welche so mit einander in Verbindung stehen, daß man die hier ausgestellten großen und weitläufigen Sammlungen aus dem Thier- und Pfla»ie»reiche in systematischer Ordnung durchgehen und übersehen kann. In der rosten, aus drcy Zimmern und einem Dorgemache bestehenden Abteilung jU ebener Erde links vom Eingänge sind die Affen und affenarti« gen SSugethier«; darunter, nebst de» bekannteren, sehr viele seltene Arten, «. B. der wahre Orang > Outang» der langarmige Affe, Gibbon des Buffon. mehrere große Paviane, dann besonders viele Arten von Amerikanischen Affen u. s. w. Dann die fledermausartige», darunter zwcy sehr große Vampyre aus Ost-Indien und Neu-Holland. Die Beuteltiere, vielerley Arten aus Nord- und Süd-Ame» rika und aus Neu-Holland; ferner die Wiesel, Bären» Dachse u. s. w. Endlich die Hunde- und katzenartigen Raubtiere, unter welchen bcy denTiegerarten ein besonders schöner KönigStieger, ein prächtiger Afrikanischer Löwe und der Amerikanische braune Tieger, nebst den merkwürdigsten Hunde-Raffen, die Schakale, die weißen, blauen und schwarten Polar-Füchse, die gestreifte Hyäne u. s. w. vorjüglich Merkwürdig find. — In der jweyten, aus einem viereckigen und einem langen hohen Saale bestehenden Abteilung jU ebener Erde rechts vom Eingänge sind die Nagethic- r e, worunter Känguruhs von jedem Alter und Geschlecht in verschiedenen natürlichen Stellungen, Springbasen, Stachelschwein« , Biber u. dgl.; ferner die zahnlosen Thiere» «lS: Ameilenfreffer, Schuppe»-, Gürtel- und Saulthier«, von » welche» seltenen Thiergattungen vielerlei) Arten Vorhand«!» sind, das höchst merkwürdige Schnabelkhicr und zwei) Arten von dem noch weniger bekannten Stachelschnabelthiere. Hierauf folgen die vielh ufigen Thiere; die Schweine, worunter ein merkwürdiges, sehr großes Mastschwein aus Böhmen» Elephant, Rhinoceros, Tapir in herrlichen Exemplaren, und das große Nilpferd, von welchem man erst neuerlich ein sehr großes ausgewachsenes Exemplar aus Ägypten erhielt, und wovon schon früher ein Junges und der Schede! eines Alten vorhanden waren. — Im langen Saale find die jwe y- hufigen Thiere, und zwar die Kamehle, die Lama, die seltenen Bifamthiere, dann die Hirscharten, worunter mehrere Exemplare von Slennthieren, das seltene Elendthier, der gesteckte Indische und der Mexikanische Hirsch; ferner die An- tilopen-Arten, hierunter viele seltene, als: die Pasan, Eondoma , Wald- und Brüsten - Antilope, endlich die prächtige Giraffe oder der Kamehlparder, unstreitig das schönste und größte Exemplar von diesem schwer zu verschaffenden Thie- rr, das in Europa existirt- (Das Skelett dieses Exemplars befindet sich im Univerfitäts - Museum.) — Über diesem Saale im ersten Stocke desselben Gebäudes ist ein ähnlicher zweyter, in de« man vom Ausgange des ersten über die Hintere Stiege gelangt, und in welchem die übrige» tweyhufigen Thiee, Ochsen, Ziegen und Schafe, ausgestellt find; unter diesen find zwey schöne Büffel und der bcynahe ganz ausgerottete Aucrstier, mehrere schöne Exemplare vom wilden Steinbocko- aus dem Oriente, und eines vom Europäischen, die Angorische Ziege und die verschiedenen Abarten der wilden Schafe bemerkenswerth. — Im »wcyten Stocke desselben Gebäudes ist ein dritter ähnlicher Saal, welcher den Schluß der Säugethiere - Sammlung, nähmlich die einhufige» Thiere, Pferde, Zebra'S, und endlich die See-Säuqethiere enthält, als: Die Seehunde, wovon allein neun verschiedene Gattungen, besonders alle die sel- tenen «US Grönland Vorkommen; die wallstfchartigen Thi«- re, einen Schedcl, die Barthe», RipKen, ein Schulterblatt und die Hälfte der unteren Kinnlade des gemeinen Wall- fischeS; ferner die Zähne vom Narwal oder See-Einhorne, und jwey Köpfe desselben, von denen der männliche Schedel mit den beyden langen Borderzähnen versehen ist.— Nun folgt in ununterbrochener Fortsetzung die aus vier großen Zimmern bestehende Abtheilung, welche die eben so reichhaltige als prachtvolle D ög elfamm lu ng enthält. DaS erste Zimmer umfaßt die Raubvögel: Geyer, Adler, Falken, Eulen. Unter den Geyern sind jwey sehr schöne und gute Exem- Vlare von dem berüchtigten Vogel Greif, Kondor auS Süd- Amerika, so viel bekannt, dje einzigen, welch« in einer Sammlung in Europa existiren. Das zweyte Zimmer enthält die wöitläuftige Ordnung der Singvögel in weiterer Bedeutung, die eigentlichen Singvögel, die Raben, die sxecht- und papageyartigen Vögel, worunter besonders die vielen Arten von Collbri'S, Papageyen, Paradiesvögeln, Pfeffer- fresscrn u. f. w. ihrer Seltenheit und Schönheit wegen auffallen. Im dritten Zimmer sind die hühnerartigen und die Sumpfvögel ausgestellt. Unter erstcren die Strauße, und zwar der Afrikanische und Amerikanische, wie auch der Asiatische und Neu-Holländische Casuar, Trappen «. f. w-, dann die verschiedenen Arten von Fasanen, worunter ein prächtiges Exemplar von dem Argus-Fasan ist. Unter den Sumpfvögeln, Wasserhühnern und dergleichen befinden sich viele schöne Exemplare vom Flamingo, von Löffelgänsen und Säbelschnäbel.', die eben so merkwürdigen als seltenen Wehr- und Trompetcnvögel, und die sonderbaren Kahn- und Tcheibcn- schnäbel, so wie bey den kranich- und reiherartigen die prächtigen purpurrothen. Brachvögel, der Pfauenreiher, die Ibis« Arten und der Amerikanische und Neu - Holländische Iabiru ; endlich Im vierten Zimmer sind die eigentlichen Wasser- oder Schwimmvögel, uns zwar: die pelikanartigen, die Fregatt » ' """ 172 ten-, die sonderbaren Schlangenvögel oder Anhingas, die bekannten Tropik- und Sturmvögel, Mewen und Seeschwal- ben in mannigfaltigen Arten; ferner dieAlbatrosc und Tau« cheränten, die zahlreichen Arten von Schwänen, Gänsen und Anten, worunter der gemeine zahme und der wild«, so genannte Singschwan , der schwarze Neu - Holländisch« Schwan, die Eidergans u. dergl., endlich die tölxiichen, schwerfälligen Penguine oder Settgänse. Aus dem letzten Zimmer der DSgelsammlung gelangt man in einen Gang, und durch Liesen in ein Zimmer, welcher die zum Gebrauche der Beamten der Anstalt bestimmte Hand-Bibliothek enthält, und mit der Büste des erlauchten Stifters in Marmor von Zauner geziert ist. Aus diesem gelangt man auf Lie Hauxtstiege des Gebäudes. —Diesem Ausgange gegen über, in demselben zweyten Stocke des Hauptgebäudes, ist eine Abtheilung von vier Zimmern, welche zur Aufnahme der nächstfolgenden Thier-Slasse», der Amphibien, Tische und Znsecten, bestimmt ist. Diese Sammlungen stehen in keiner Beziehung den vorher gehenden nach. Das erste Zimmer ist zum Arbeitsorte der Eustoden dieser Lbthei- lung und zur Aufbewahrung der Doubletten von Jnsecten bestimmt. Das jweyte Zimmer enthält die höchst reichhalti- «ige Sammlung der Insekten, als: der Käfer, Schmetterling« und »»geflügelten Jnsecten. Im dritten Zimmer ist die in ihrer Art einzige Amphibien - Sammlung aufge- stcllet. und zwar der größte Theil der eidechsen-, fchlangen- und froschartigen Thiere in Glas - Eylindern in Weingeist, die übrigen aber und die Schildkröten ausgestopft. Diese Sammlung ist sehr zahlreich an seltenen und merkwürdige» Arten, worunter die M->t»m»t- und die große RiesenschilS- kröte, viele Arten von Krokodillen von 2—11 Fuß Länge, die Ehamäleone und Lj« schlangenähnlichen Eidechsen, die Riesen-, Klapper» und Brillenschlangen, der Riesen-Salamander, die Sirene u. f. w. alle Lutmerksamkeit verdienen. Über dieß befinden sich in der Mitte desselben Zimmers noch 2 Schranke, welche zur Aufnahme der übrige» Ordnungen derJnsecten, nähmlich: der Halbst igker, Florfiiegen, Wespen und Fliegen bestimmt sind. Di« Sammlung von Fischen» welche vorzüglich reich an Seefischen des mittelländischen Meeres und der Südfee ist, wird in dem vierten Zimmer aufgestellt werden. Zu dieser Abtheilung kann» «eil noch Vieles zu ordnen ist, der allgemeine Zutritt noch nicht gestattet werden. Inzwischen werden Einzelne und kleine Gesellschaften auf besonderes Verlangen doch dahin geführt, in'S Besondere aber einzelnen Gelehrten und Wisteuschafts- freunden alle daselbst enthaltenen Gegenstände, in so weit nur immer möglich ist, vorgezeiget. Die Treppe hinab im ersten Stocke gelangt man zu einer ähnlichen llbtheilung von 4 Zimmern, in deren erstercm gleichfalls der betreffende Eu- Pos arbeitet. In dem zweyten ist eine sehr merkwürdige, viele seltene und einzige Stücke enthaltend« Sammlung von Mollusken und anderen Seethieren der untersten Elasten aus dem Adriatischen Meer« in sechs hundert Glas-Eylin- dern in Weingeist aufgestellt, woran Professor stkenier in Padua einige dreyßig Jahre gesammelt hat. Im dritten Zimmer ist die prächtige Eonchylien-Sammlung. Die Schau- und Prachtstücke find, schöne Bilder darstellend, in vier großen Glaskästen ausgestellt; in acht unter denselben befindliche» GlaSpulten sin» aus der Zahl der Doublet- ten so viele eingelegt, dag man dadurch «ine systematische Übersicht des Ganzen erhält. Die eigentliche Sammlung ist in den unterhalb dieser Pulte befindlichen Schränken in 7» großen Schubladen systematisch geordnet. Den Eonchylien gegen über sind drey Glaskästen und eben so viele Pulte»; die Krebse und Krabben auf eine geschmackvolle Weise i» de» Kästen und systematisch in den Pulten «ufgestellet. Auch diese Sammlung steht nicht leicht einer anderen nach. Im letzten Zimmer endlich sind die Zoo.phyten, Schwan»- ,74 me,Korallen u. s. w.; eine Sammlung , welche an Reichhaltigkeit nn» Schönheit der ausgestellten^ Exemplare wohl nicht leicht von einer anderen übertroffen wird. Auch befindet sich noch in diesem Zimmer die Sammlung von «hicrischen Ei n g e wei d e w » r m er n, welcher keine andere de» Rang ie streitig machen wird. In ungefähr lboo kleinen Glas - Eylindern findet der Beschauer an luftleeren GlaSkügelchen aufgehängt, in Weingeist wohl aufbewahret» wenigstens fünf Sechstel der bis jetzt gefundenen Eingeweidewürmer auf eine dem Auge nicht mißfallende Art aufgestel- let. Die systematisch geordnete Sammlung befindet sich in dem Unkc-satzkasten in mit eingeriebenen Glasstöpseln »ersehenen Gläsern. — Die Treppe noch weiter herab kommt man zu einer ähnlichen Abtheilung von vier Zimmern, der Portiers-Wohnung gegen über» welche für das Pflanzenreich bestimmt ist. ES ist hier ein reiches Herbarium von getrockneten Pflanzen aus allen Theilen der Welt; dann eine sehr kostbare Sammlung ro» getreu der Natur in Wacht nachgebildeten Pflanzten, die sich ihrer, Beschaffenheit nach nicht wohl auf eine andere Art auföewahren lassen, eben s» von Früchten und Schwämmen, — Von dieser Abthei- lung die Treppe vollends hinab gelangt man wieder zu« Haupteingange zurück, nachdem man 25, Zimmer und Säle durchgegangen ist. Um WiffenfchaftSfreunden < in's Besondere Studierenden und Lehrern mit ihren Zöglingen, welche dieses Kabinett zu wiedcrhohlten Mahle» im Jahre und fortgesetzt zu besuchen wünschen, einen minder gestörten Genug und eine vollkommuere Benützung dieser Anstalt zu verschaffen, besteht die Einleitung, dag für diese die Som- mermonathe hindurch an jedem Donnerstage, (wenn ein Feycrtag fallen sollte,) ausgenommen, auch des Nachmittags von z bis ü Uhr dai Kabinett geöffnet wird. Man hat sich der Erlaubniß und der Erhaltung einer eigenen, kür diese Besuche gültigen Eintrittskarte wegen an den Vorsteher der An- 175 statt zu wenden. Die erhaltene Karle, worauf der Nähme des Besitznebmers geschrieben wird, und die für Einzelne sowohl als für eine kleine Gesellschaft gültig ist, bleibt dem Besitzer für beständig, und darf beym Eintritte bloß vorge- seigt werden. Einzelnen Gesellschaften von Fremden oder angesehenen Inländern, welche durchaus verhindert seyn sollten, zu den gewöhnlichen Stunden an dem öffentlichen Besuchstage von dem Zutritte Gebrauch zu machen, wird wohl, auf vorläufiges ausdrückliches Verlangen, an demselben Tage ein späterer Eintritt, nähmlich zu den Mittagsstunden selbst, nur selten aber, und nicht ohne sich wenigstens einen Tag vorher zu melden, ein besonderer Tag zur Besichtigung dieses Cabinettes im Ganzen zugestanden, indem die Eröffnung s» vieler Säle, Zimmer und Aufbewahrungsbehältniss« zeitraubende Vorkehrungen nothwendig macht, und dieses nicht ohne Störung und Unterbrechung der nothwendige» und ordnungsmäßigen Cabinetts - Arbeiten und der Beschäftigungen der Beamten geschehen kann. — Dagegen wird einzelnen Gelehrten und besonderen Wiffcnfchafit- freunden, nach vorläufiger Besprechung mit dem Vorsteher der Anstalt ') oder einem der Beamte», an jedem Tage der Zutritt zu irgend einer einzelnen Abtheilung «der Sammlung, die für dieselben ein besonderes Interesse hat, auch die nähere Betrachtung , und, mit Einvernehmen und unter Aufsicht der, der betreffenden Sammlung vorstehenden Beamten» selbst di« wissenschaftliche Bearbeitung eines einzelnen Gegenstandes gestattet. Der öffentliche Zutritt zu diesem Kabinette ist auf den Donnerstag jeder Woche, von y Uhr früh bis Mittag» und falls ein Fest- oder Feyertag einfallen sollte, auf den voraus gehenden Mittewoche fest gesetzt. Um dabey einen für Raum und Genuß der Anwesenden allzu großen Zudrang zu vermeiden und di« Zahl der Besuchenden ') Siehe Schriftsteller Seite «7. «iniger Maße» reguliren zu können, besteht die Einrichtung, laß der Zutritt, einzeln oder in Gesellschaft, nur gegen Abgabe einer Karte gestattet wird, welche alle Tage i» der Woche beym Portiere gefordert werden kann. Angesehenen, tuinabl bekannten Personen wird inzwischen auch ohne solche an diesen Tagen der Eintritt nicht verweigert. Schsenheimer (De« Herrn Ferdinand'), k. k. Hof- schaufpiclers, Sammlung Europäischer Schmetterlinge. Zu Mariahilf in d-r Siebensterngasse Nr. toi im ersten Stocke. — Diese Sammlung hat einen vorzüglichen Werth, indem sie die Grundlage seine« geschätzten Werke« (die Schmetterlinge von Europa, Leipzig bey Gerhard Fleischer dem Jüngern) geworden ist. Sie enthält die meisten bekannten Arten, mehrere neue und eine« Neichthum der merkwürdigsten Abänderungen» oft in ganzen Reihen von Übergängen, und ist daher in wissenschaftlicher Hinlicht, wo nicht »i« größte, doch vielleicht die instructivste Sammlung in Deutschland. Besonder« find nachstehende Seltenheiten zu bemerken: p-pilio. Thors, (.'hsrisies. ^uthe. pocksroe. Noxslgns (im Sommer 1620 in Mebadia von Herr» Kollar, Assistenten bey dem k. k. Naturalien-Eabinette, gefangen). Toi-,-. ^poUiuus. 6dk>- neue Art. — Ll^gasu». Lr^thrus. Pluto. Stoeekacki« mit ') Siehe Schriftsteller Seit« Z7. Herr Schsenheimer ist seit beynahe zwe» Jahren beschäftiget, die ungemein reiche Sammlung von Schmetterlingen de« ». k. Naturalien- Eabinette«, mit Zuziehung der Europäischen Arten, systematisch zu ordnen, wodurch ein Stillstand in der Fortsetzung seines Werkes entstanden ist; doch ist zu erwarten, daß er die Resultate seine« wissenschaftlichen Forschen« dem «ntomologischen Publicum baldigst mitthei- ten werde. Abänderungen, Iucunü». kaust!»». — 8 e »i ». Sechs und zwanzig Arten. — 8 ps,iax. 6 roatiea. Uippoplrses. ^iioss». — kougli^». povoiii» tl^krict». Zwitter »onp^ri, L-rpiui Und Viuul», — 6 oeouo lerebr« und li-estruin in beyden Geschlechtern. — Uspiolu« Qanna. — Eine beynahe vollständige Sammlung der Gattung ksxclie, nebst den dazu gehörigen Säcken, in welchen die Raupen leben. — Lomlix» srctri. kalustriL. Vevonicss. I.spiclee. 6lrr^sLnlsievai. Doau- r-ta, rupiool-, kuiiebri», purznirite», «xric». Laloris amoe- ua, eoujuncla, pscts elo. ela. Parisch (Des Herrn Paul) Herbarium und Schneckensammlung. — Siehe unter Mineralien-Sammlun- gen Seite 1ZS. Po de» in (Des Herrn Benedict), Franjöstschen Sprachlehrers, Schmettcrlingsammlung. In der Wollzeil Nr. ssk >M jweyten Stocke. — Diese Sammlung ist merkwürdig durch einzelne Seltenheiten, vorzüglich aber durch die große Anzahl kleiner Schmetterlinge (pxralicler, 'I'ortrioes und lineae). — Serr Podevin besitzt auch eine beträchtliche Büchersammlung. Portenschlag-Ledermayer (Des Herrn Franz Edlen von), Doctors bcyder Rechte. Sammlung von getrockneten Pflanzen. In der Schönlatern - Gaffe Nr. btzl.— Diese Sammlung besteht ungefähr aus 12,000 Arten und Varietäten. Die Grundlage derselben macht eine beynahe vollständige Österreichische Flora, mit Einschluß von Ungar», Siebenbürgen, Illyrien, Dalmatien und Lbcr-Italien. S " 17S """ welche der Zerr Besitzer in einem Zeiträume von brynahe dreyßig Jahren auf seine» häufigen Reisen gesammelt hat. Mi» Vieser Sammlung wurde eine von dem berühmten Pflan« zcnkennec Wallenberg gesammelte Lapponifche un» «ne von Marschal gesammelte Kaukasisch« vereiniget. Nebst dem enthält dieselbe viele Sicilianifche und Spanische Pflanzen, worunter mehrere neueSpccieS sind; r Stück von verschiedener Grösie. Dem berühmten Mineralogen Karsten siel bey der Besichtigung dieser Sammlung ein vortrefflicher Gammarholith auf. Auch bemerkte er «me Sammlung von Krystall- Modelle» in Alabaster» wie st» Bekkerhin und Kramp in ihrem krystallographifchen Werke gezeichnet habe». Sie ist «in Geschenk des Herrn Grasen Franz von Saurau. — Das chemische Laboratorium hat sich durch den rühmlich bekannten Herr» Professor Iast- nügger"), welchem im Jahr« isi l für die daselbst zu Stande gebrachte Bereitung der Soda Z0,000 Gulden als Staats- belohnung zu Theil wurden, berühmt gemacht. — Das schriftliche Verzeichniß über die vorhandenen einzelnen Stücke aller vier Sale ist ungemein bequem eingerichtet, und dienet zur nützlichen Besichtigung der Gegenstände. Der Zutritt ist Kunst- und Naturliebhabern gestattet, wenn sie sich an dc» betreffende» Professor wenden. ') Der von den Herren Brüdern von Colomus erfundene Rüstwagen, welcher mit zwei» Pferden eine Last fortbi wegt, an der sonst vier Pferde ziehen, wurde schon im Modelle hier ausgestellt. "> Siehe Schriftsteller Seite 2 ff. Ritkig von Flammenstern (Herr Andreask k. Artillerie - Hauptmann, auf der Scilerstat« Nr. yss, ist im Besitze einer sehr reichhaltigen inländischen Perlensammlung» die wohl die einzig« Sammlung ihrer Art seyn mag; sie enthält nähmlich vom ersten Keime des Per- lenanfatzes bis zur vollendeten Reife der jeder orientalischen Len Rang streitig machenden Perle alle B i l- dungsabstufunaen, Variationen und Farbe n-Rüan- cieungen, die sich an den Perlen von Frauenberg bi« Ho- henfurth im Moldau-Strome in der morgsritiler» vorfinden, nach jener Eintheilung geordnet, welche der Herr Hauptmann in feinem Werker Über die Perlenfisch e- rey in dem österreichischen Kaiserstaate, Brünn ISll, so wie in Andre'S Hesperus l«l2 bezeichnet. Sie besteht eigentlich aus ganz reifen Perlen vom schönsten Wasser und herrlicher Emaile, dann aus schichten- oder lagenwei- scn, — von einem Puncte aus in exccntrischen Kreisen» — von beyden EnLxuncten des Durchmessers in gleichen Abständen nach innen zu gereiften, — im Fleische der Muscheltiere ganz oder nur zum Theile gereiften, — am inneren Echalenrande zur Reife gediegenen, dann ganz unreifen Perlen, und deren Abarten vom ersten dunkelbraunen Perle « ansahe an, bis zur mattweißen, im Reifen begriffenen Perle, in Allem aus 2222 Stüek, ohne hierzu Hie besonders sortirten Perlen muscheln und die getrockneten M u sch e l thi e r e, welche Perlen im Kopfe, in de« Lippen, im Magen, in den Muskeln und Füßen haben, und di« besonderen Spielarten von Perlen zu rechnen, welche, dem Wahn« der Perlensischcr nach, aus Überreife zerflossen. Jede dieser Perlen, so wie jede dieser Muscheln und getrockneten Muscheltiere hat in dem Fache des Kästchens» wo sie aufbewahrt liegt, hen Ort und die Zeit be- ) Siehe Schriftsteller Seite 42 . »elchnet, wo und wann sie aufgesunden wurde; über dieß ist jede Perle, jur Beseitigung alles Mißtrauen», undurchbohret, da, wie bekannt, die orientalischen nur durchbohret zu unt gelangen. Naturforschern wird diese Sammlung von dem Besitzer mit Vergnügen gezeigt. — Außer dieser Perlen- fammlung besitzt Herr' von Slammenstern eine Gemmen- Sammlung von Giovanni Pikler's Meisterhand. Von dieser Sammlung, aus irsr Stück bestehend, haben unsere ersten Dactyliologen nur geringe Kenntniß, und doch sind die Pikler'schen Abgüsse von einer Reinheit, Zartheit in Len Umrissen, Gediegenheit und einer plastischen Fülle, die sie, gegen die Lippcrt'schcn gehalten, zu wahren Meisterstücken stämpeln. Diese Sammlung umfaßt dermahl 674 Ägyptische, Etruskische und Griechische, dann Zbs Lateinische und riZ moderne Gemmen, theilS Eameen, theilt Jntagliosen. Auch befindet sich dabey «in achtbalb Bogen starker, räsonnirender Catalog von Giovanni Pikler's eigener Hand. Schmidt (Des Herrn Ludwig Joseph), der Arzeney- kunde DoctorS, Käfersammlung. 2» der Himmelpfortgasse Nr. yso. — Diese Sammlung ist sehr reichhaltig an Europäischen Käfern aller Akten; über dieß enthält sie noch mehrere exotische Sie ist nach dem von Herrn Johann Earl Me- gerle von Mühlfeld ") heraus gegebenen Systeme geordnet. Seycrkammer Edlen von Lreuenstein (DeS Herrn Josepb), Zahlmeisters und Ober-CommissärS bey der k. r vereinigten Einlösung»- und LilgungS-Drputation, Sabine» lebendiger Amphibien. Auf dem Dominioaner- ) Siehe Schriftsteller Seit« 24- Platze Nr. bby im ersten Stocke. — Die Besichtigung wir» Naturforschern vom Herrn Besitzer nicht verweigert. Treitfchke (Des Herrn Fridrich Schmetterling» fammlung. Auf der Laimgrub« an der Wien Nr. 2Z. — Diese Sammlung umfaßt bcynahe die meisten Europäischen Schmetterlinge. Die häufigen Dcrufsgeschäft« deS Herrn Besitzers erlaube» jedoch nur/ dieselbe selten j» jeigen. Universität. Naturhistorisches Museum, in der Schulgaffe Nr. 7L7. — Die Wiener Universität verdankt die Entstehung ihres Museums theil« dem als Physiker bekannten Er-Jesuiten ?. Franz, theils dem (verstorbenen) Frcyherrn Nikolaus von Jacquin; auch hat der (verstorbene) Professor Well und der jetzige Regierungsrath und ehemahlige Professor der fpecicllen Naturgeschichte Herr Jordan die Sammlung durch Ankauf der zum Unterrichte erforderlichen Fossilien vermehrt. Der für di« Naturgeschichte der österreichischen Erblande so thätig gewesene Freyherr Sigmund von. Zois hat eine beträchtliche Sammlung inländischer Fossilien dahin geschenkt. Das Ganze ist in zwcy großen Sälen und in einem daran stoßende» Zimmer ausgestellt. Jni ersten Saale, dessen Größe von der kühnen Bauart früherer Zeiten zeuget, und dessen Plafond von Pozzo gcmahlt ist, ist in an den Wänden stehenden Glasschränken die Klaffe der Bögcl nach den Ordnungen des Blumenbach'schen Systemes ausgestellt. Zwei) der Länge nach in der Mitte des SaaleS stehende Reihen von Schränke» enthalten Mineralien, An» phibien, Fische und Würmer. Unter den letzteren ist ein« von der Direktion des k. k. Naturalien-Cabjnettes hierher *> Siehe Schriftsteller Seite 5b. 1»L geschenkt« Sammlung von Eingeweidewürmern. Der dabtp sichende Nähme B r e in sc r belehrt, dag diese Sammlung »on dem die Wurmkrankheiten mit so gutem Erfolge heilenden und durch seine Schriften in diesem Fache berühmten Manne angelegt worden ist. Eine Mineralien-Handsamm- Inng, die beym Unterrichte »orgezeigt wird, befindet sich in sechs mit Schubladen »ersehenen Kästen; die übrigen Mineralien stehen, als Schaustürke» in den Glasschranken. Die Insekten werden hier in kleinen Kästchen aufbewahrt. — 2m zweyten großen Saale ist in sechs Glasschränkcn der größt« Thcil der Süugethiere; ein siebenter Schrank enthält einzelne Theile des Thierkörpers. 2« der Mitte stehe», nebst Skeletten größerer Thiere, ein ausgestopfter Elcphant und das sehr seltene, »ollkommcne Skelett einer Giraffe. Seitwärts stehen ein junger Delphin und daS Knochengerüst eine« Pferdes. 2» diesem Saale ist auch die Cvnchylien - Sammlung in 20 Schubladen aufbewahrt, und ein Exemplar dcS Springhafen (vipu« jaculus), welches sich hier befindet, dürfte seines Gleichen wohl nirgends mehr haben. In dem daran stoßenden, emige Stufen höher liegenden Zimmer ist die vom Professor der Anatomie an der Prager Universität, Herrn 2lg mit bewunderungswürdigem Fleiß« präparirte Skeletten-Sammlung mehrerer Säugethiere, Vögel und Amphibien in 4 Käste«. Die Gehörwcrkzeuge der Vögel und Fische, letztere von Herrmann, und das Knochengerüst eines Arabischen Pferdes, in einem eigenen Kasten aufgestellt, auf welchem ein menschliches Gerippe sitzt, verdienen ihrer Schönheit wegen, so wie letzteres der seltenen Idee halber, die Aufmerksamkeit jede« Naturfreundes. Universität. Sammlung anatomischer Präparate. 2m zweyten Stocke deS neuen Universität« - Gebäudes Nr. istzi — Hier ist in zwey Sälen die reiche Sammlung der erwähnten Präparate »on Ruylch, Albin, rieberkühn ,e. auf- gestellt, welch« van Swieten gekauft und dem mediciuischen Kollegium geschenkt hat. In dem großen Saale ist die Büste Kaiser Josephs des II. aus Eararifchcm Marmor (mit der Jahreszahl »78b), eine besondere Zierde. Hier sind, außer einer Menge mikroscopischcr Präparate, vorzüglich bemerkenswert-: Die große Sammlung von FoetuS, seltenen Geburten, die schönen Präparate der Augenkrankheiten, ein Kind mit der Elephantiasis (im natürlichen Zustande), ein Stein, welcher bey einem Manne bey dessen Sceirung (nn Jahre >bS7) in der linken Niere gefunden wurde, Z4 both schwer, eine Ante mit zwey Köpfen ic. I» dem kleinen Saale: Die Sammlung, von Knochen, SoetuS, Gehörwerkzeugen »c„ welche dem Herrn NegierungSrathe von Prohaska um b Präparate zur Belehrung eines jeden wis- senschastlich Gebildeten, in'S Besondere der Ärzte. Bearbeitet und »ersehen wird es feit seiner Gründung von dem eigens hierzu besoldeten und mit dem -ränge eines außerordentlichen Professors honorirten Doctor, Herrn Biermayer» k. k pathologischen und Gerichts-Anatom, dann Eustos oder Vorsteher dieses Museums. Alle Präparate sind in einem Eataloge umständlich beschrieben, mi! nummerirten Signaturen «ersehen, die meisten davon mit Krankheitsgefchichten belegt, und über soo in einem eigenen, von erwähntem 0r. Biermayer «erfaßten Werke unter dem Titel: Museum »n»- sehen dürfen diese Anstalt vorzüglich Ärzte, Gelehrte überhaupt» Künstler und andere wissenschaftlich Gebildete» mit Ausnahme des jugendlichen Alters, wöchentlich Ein Mahl. Des Einlasses wegen hat man sich bey dem im allgemeinen Krankenhaus« wohnenden Eustos dieser Anstalt zu melden. WSdl (Der Frau Antonia) Eonchylien-Sammlung. Auf der Freyung Nr. lötz — Der selige Apotheker Herr Joseph Wödl sammelte während eines Zeitraumes von zwanzig Jahren, und sparte weder Mühe noch Kosten, um seine Sammlung zu erweitern und zu vervollkommnen. Sie besteht aus »lSl Stück, ist systematisch geordnet und gut erhalten. Der Herr Besitzer hat auch ein systematisches Derzeichniß davon eigenhändig »erfaß«. Aus diesem Eataloge möge» (mit den Bemerkungen des Verfassers) einige Stücke hier ausgeführt stehen: Liexton szmsmosus, besonders groß und schön; aiigust»t», ein seltenes und großes Eabinetts - Stück; l.»poe t>»I»au», ein sehr schönes und seltenes Exemplar; brasi- lieusis und incru«t»t» , sehr selten; Oral» compress, r„ii,t», ; Exemplare, verschiedene Abarten, und ein Exemplar über g Zoll lang; 6-rckium mognum, ein sehr großes Exemplar; stlotr» reenrr», sehr selten; Venu, ziuiier Di IN», isb wegen seiner Stachel» selten; Venus iwpuk. ist»n. sind einige Gattungen (Eener»), die keine Sammlung bisher aufzuweisen vermag, z. B. 2o»st», Sli- rvpkorus-ix. Andere Europäisch« Arten kommen nur in äußerst wenigen Sammlungen noch vor, als: 2xgi» k°.> Leist,!, n. g. ic. Eben so verhält es sich mit den Arten (spe- oie») selbst, wo eine sehr große Menge davon in den bisher lg? erschienenen Werken noch nicht aufgeführt oder «»gebildet ist, und daher als neue Entdeckungen anzuschen sind. — Die Lnliist» k»!>. (H^menopter» (lnv.) zeiget in Herrn Ziegler'- Sammlung ebenfalls theils eine Menge neuer Entdeckungen, »Heils sehr seltener Gattungen und Arten. Sie sind nach dem slügelader- Systeme des verstorbenen Iurine, Professors in Genf, geordnet; nach einem Systeme, welches vielleicht bloß der Schwierigkeiten wegen, mir dem feine Ausführung verbunden ist, bisher nicht gehörig beachtet wurde, das aber der Herr Besitzer sich (nach seiner Meinung «IS das vortrefflichste für diese Claffe der Jnsecten) gewählt hat. rss Sammlungen von Antiquitäten, dann zum Behilft der Physik und Astronomie, Heraldik und Technik. <4 Md roser Sammlung (K. K.). Aus dem Rennwege im Belvedere. — Diese merkwürdige Sammlung von Original-Rüstungen, kostbaren alten Gefasten, Bildern und Kunstgegenständen, alten Handschriften und einigen Naturalien wurde i» dem uralten Schlosse Ambras, bey Innsbruck in Tyrol, w» Erzherzog Ferdinand, der jweyte Sohn Kaiser Ferdinands des l. und TyrolS Landeifürsten, sie gründete, bis zum Jahre isod, als Tyrsl an Baiern abgetreten wurde, «ufbewahre». In diesem Jahre kam der größt« und wichtigste Theil derselbe» nach Wien, und wurde in dem unteren Gebäude des k. k. Belvcdere'i ausgestellt. Der Hauptwerth dieses Eabinette« beruhet auf seiner geschichtlichen Grundlage, und seine Errichtung im sechzehnten Jahrhunderte ist für die Kenntniß jener Zeit und ihrer eigenen Eulturs.-Stus« «den so lehrreich, als sie ihrem Stifter und seinem gebildeten Gcschmacke zum unvergänglichen Ruhme gereicht. Die Sammlung befindet sich in neun Sälen und einigen kleineren Gemächern. Der Saal zunächst am Haupteingange enthält gegenwärtig nichts als die große, von Jacob Ra- faelli gearbeitete Mosaik des berühmte» Abendmahles von Leonardo da Vinci in dem Refectorium der Dominicaner zu Mailand. Diese ungeheure Sopie erwartet hier die aüerhöch- ste Entscheidung über den Sri ihrer bleibenden Ausstellung. Sonst sah man in diesem Saale die setzt in die Rüstkammern »ertheilten Rüstungen zu Pferde, y an der Zahl; in der Mitte die Hochzeitrüstung des Stifter«, Erzherzoges Ferdinand, weiß mit incrustirten Streifen und Verzierung non Gold; an bryde» Seiten die Rüstungen »on folgende» Personen. Recht«: Kaiser Maximilians des I. (Sie zeichnet sich durch ihre besondere Form, durch Größe und*Schwere aus). Kaiser Ruprechts, Pfalzgrasen am Rhein ;— des Groß-Deziers Mehmed Sokolowitsch (lebte unter Suleyman dem II.) kostbare Pferderüstung; — eine unbekannte Mailändische Rüstung, »on ausnehmend schöner Arbeit »on getriebenem Eilen, und mit Gold eingelegt; — Links: Des Grafen Christoph »on Fugger; des erwähnten Erzherzoges Ferdinand schwarze Rüstung von getriebener Arbeit, wovon der Schild .vorzügliche Betrachtung verdient; — die Panzerrüstung eines ungenannten, wahrscheinlich Österreichischen Fürsten; — die Pferderüstung des Herzoges Alexander Farnese »on Parma« von vorzüglicher, getriebener Arbeit. Rechts kommt man in dre, Säle, welch« di« Rüstungen berühmter Männer, meistens aus dem sechzehnten Jahrhunderte, in zwey Reihen von Nischen, mit beygefchriebcnen Nahmen aufgestellt» enthalten. Der erste Saal begreift meistens österreichische Fürsten» worunter die Rüstungen Kaiser Albrechts des I., Maximilians des I.» Philipps des II. von Spanien, Maximilians des II.» mehrere vom Erzherzoge Ferdinand und seinen Söhnen Andreas und Earl »on Burgau, jene des berühmten Do» Juan, natürlichen Sohnes Earls des V.» sich desonders auszeichnen. An den Seitenwänden sind hier, wie in den übrigen Harnischkammern, einzelne Stückt mit dem Nahmen ihrer Besitzer, angebracht. Der zweyte Saal saßt meistens Deutsche Fürsten und Feldherren. Man sieht hier des berühmte» Ehurfürsten Johann Fridrich und seines Gegners Woriz von Sachsen Harnisch«, jene des Landgrafen lyo Philipp »on Hessin, Ulrichs und Christophs »on Würtem- berg, des'in der Österreichischen Geschichte so merkwürdigen Erzbischofes von Salzburg Matthäus Lang, des ritterlichen FeldhauprmanneS Georg von Freundsberg und seines Sohnes Caspar, des Grafen Niklas »on Salm, »on Fürstenberg, der Herren »on Rogendorf, »on Schwendi rc. Das nun folgende kleine Cabinett enthält eine schöne, nach der Zeitfolge sehr gut geordnete Sammlung von Gewehren aller Art, Schwerter, Degen, Armbrüste, Pfeile und Feuergetvehre, »on dem alten Doppelhakcn ohne Schloss bis zu der fein gearbeiteten Pistole. Als Kunstwerke verdienen die in den Heyden GlaSschränken am Fenster aufbewahrten Gewehrs die grösste Bewunderung. Der dritte Harnischsaal umfasst di« Leibrüstungen 2 >aliänischer und Spanischer Fürste» und Helden. Alphons der II. von Este, Sosmus »on Medici, mehrere aus den Häusern Gonzaga, Urbino, Bcntivoglio, Markgraf ron Pescara, und die Spanier Alba, Lciva.Verduzo, Mondra- gone erinnern den Freund der Geschichte an alle die grossen und blutigen Ereignisse des Zeitalters Carls des V. und Philipps des II. Für die Anerkennung der Echtheit aller dieser ehrwürdigen Überreste hat Ferdinand iveise dadurch gesorgt, dass er durch seinen Rath und Gcheimschreibcr Schrenek von Notzingen die Lebensbeschreibungen der Helden verfassen, und sammt den Abbildungen der Männer und ihrer Rüstungen in Druck bringen licss. Der fünfte Saal enthält eine äußerst merkwürdige Sammlung von Ebenbildern aus dem durchlauchtigsten Erzhause sowohl, als »on anderen berühmten Personen. Die zwei, grossen Stammbäume der Fürsten ans dem Habsburgischen Stamme, mit den Bildnissen derselben, reichen von Rudolph von HabSburg bis zu Maximilians des I- Sohn Philipp, und sind ehrwürdige Reste der Kunst aus Maximilians Zeit. (Die Abbildungen dieser Porträte, nebst vielen andere», deren Zakl sich an 1000 beläuft, sind in «nem eigenen Gemache in dem linken Flügel des Gebäudes.) Der lange Marmorfaal begreift in is großen Wandschränke» eine Menge von Gegenständen Ser Kunst und Natur, theilS wirkliche Seltenheiten, theils nur mit Bezug auf die Stiftung und den Stifter, als integrirende Theile der Sammlung Merkwürdig. — Der I. und II. Kasten verwahren Gegenstände aus dcnr Thierreiche, worunter ein.sehr grostes Och- fenhorn, ein großer Elcphantenzahn, große RhinocersS-Hör- ner, sich auszeichnen, nnd eine beträchtliche Menge von Ko- raliengcwächsen. Der Eichstock, mit dem eingewachsenen Hirschkopfe und den Geweihen, verdient als besonderes Naturspiel die Aufmerksamkeit des Naturforschers. — Der III. und IV. Kasten enthalten Fossilien. Unter den Steinen ist eine schöne Sinaragddrufe beynahe LaS eiiijige wirklich bedeutende Stück. Don den Metallen zeichnen sich aus: einige große Stücke Pepit (Gold aus Peru), mehrere sehr große Exemplare gediegenen dendritischen Silbers aus Peru, und die in Form von Bergwerken und dergleichen »erarbeiteten SilberglaSerze von Schwa; in Tyrol. — Der V-, VI. und VIl. Kaste» sind mit antiken Gefäßen, Lampen, kleinen (doch größten TheilS Modernen) Statuen aus Bronze angefüllt. — 2m VIII. bis XII. Kasten sieht man herrliche Arbeiten »on Stein, Horn, Holz, Elfenbein, Wachs, Pappe re. Unter denen aus Holz bewundert man mit Recht drey Schnitzwerke des geschickten Alexander Colin; desselben, der Len größten Theil der marmornen Reliefs an dem Mausoleum Kaiser Maximilians des I. >n Innsbruck verfertiget hat. Sie stellen den Raub der Sabinerinne» uns zwei, Schlachtstücke vor. — Im Xlll. UN» XIV. Kaste»: Glasgemählde, gläserne und steinerne Gefäße, eine Sammlung s» genannter Raphaez'scher Vasen. Im XV. Kasten: Uhren, Mathematische Instrumente. Im XVI,, XVII. Und XV IN, Kasten: allerlei, HanSgcrätde und viele alte musikalische Instrumente. — Das so genannte Goldzimmer verwahrt in Glasschränken eine Menge Kostbarkeiten von Gold, Silber, Edelsteinen „uv Perlen; silberne und goldene Trink« gefäße von den verschiedensten Formen, daS hochberühmt« goldene Salzfaß, welches Benvenuto Celli»! für König Frans den I. von Frankreich verfertigte, eine ungemein schöne, mit Diamanten und Rubinen reich verzierte Theekanne von Onyx, «in goldenes Hiefhorn, «ine große Anzahl krystallener Gefäße. Merkwürdig sin» die Sammlung der Waffen CarlS des V. und die von den Pävsten den Siegern über die Un- gläubigen geschenkten geweihten Schwerter, nebst den Mit Perlen gestickten, großen sammtenen Hüten; Geschenke, welche Kaiser Ferdinand der l. und sein Soh» gleichen Rahmens von dem päpstlichen Stuhle erhielten. Di« Handschrift« n» und Kupferstichsammlung begreift meistens all« Gebelhbücher, zum Theile mit herrlichen Gemählden; Turnier- und Kriegsbücher, und einige Bände mit Altdeutschen Gedichten. Die linke Seite des Gebäudes (links vom Eingangssaale) ist für die G emäh lde bestimmt. Auch dieser Theil der Ambraser Sammlung hat einige sehr bedeutende Stücke, vorzüglich im Fache der altdeutschen Kunst, aufzu- weisen. — Diel« k. k. Sammlung kann täglich Vormittags von y biS ir Uhr, Nachmittags von r bis b Uhr (im Winter nach Maßgabe der TageSlänge) besehen «erden. — Eine ausführliche Beschreibung und Geschichte dieser berühmten Anstalt des Tyrolischen Ferdinands liefert dai von dem Cu- st«S derselben heraus gegebene Werk: »Die k. k. Ambraser Sammlung, beschrieben von AloyS Primisser.- Mit zwei) Stcindruckblättern. Wien isiy.« Es ist sowohl im Sammlimgs-Locale« als auch bey Heubner (Bauernmarkt Nr. hyo) zu habe«. Augustin«» (Der ehrwürdigen k>. I». ') Kunstsammlung. In der Augustiner - Gasse Nr. iiss. — In dieser Sammlung befinden sich, unter vielen, sowohl von dem berühmten Mechaniker Frater David » 8t. 6-jet-no, als auch von Anderen verfertigten Instrumenten, vorzüglich zwey vom ersterwähnten Frater trefflich gearbeitete messingene Winkelmesser und Ei» Quadrant. DaS größte Meisterstück aber, welches diese Sammlung ziert, ist eine von diesem kunstreichen Frater verfertigte, am 2t. März t7by vollendete, astronomische Uhr, wovon im Jahre i77l eine Beschreibung mit der Abbildung des Inneren ^md Äußeren dieses Kunstwerkes erschienen ist, von welcher man noch Exemplare bey dem «hrwürdigen Eonvente erhalten kann. — Außer dem befinden sich in diesem Eabinette: Kaiser DitelliuS, aus Eara- rischem Marmor (Meisterstück), und mehrere andere Büsten; — «in Tisch, Ungarn (aus Mosaik) vorstellend; — eine Sammlung berühmter Personen, auü Eonchylien geschnitten, und auf schwarzem Marmor aufgesetzt; — Abbildungen in GypS berühmter Männer, und auch aus der Mythologie; — Abbildungen (ebenfalls in Gyp») der Päpste, Erzbischöfe, Bischöfe, Kaiser, Könige und die Reihe der Ketzer; — Modelle und andere Schnitzwcrke von Donner, hierunter die Abnahme Ebristi vom Kreuz sehr vortrefflich. — Eine Sammlung von Gigillen darf hier ebenfalls nicht übergangen werden. — Der Eintritt wir» Fremden, auf vorherige Anfrage, nicht verweigert. Bretfeld-Ehlumczansky (DeS Herrn Franz Joseph Freyherrn »oü ") Sammlungen. Auf der Wasserkunst- Bastey Nr. iryl im eigenen Hause.— 1 ) Antiquitäten- ') Siehe auch Seite sy und Seite l57. ") Siehe auch Seite yk> und Seite l-ltz. y I Eabinett. Dieser enthält mehrere sehr schätzbare Alter- «hümer, welche theilS auL der unter Kaiser Joseph dem II. veräußerten Collection Kaiser Rudolph» de» II. im Prager Schlöffe, theil» auS der Sammlung de» verkorbene» Kreii- bau»tmanne» Ritters vo» Bienenberg, herstammen. Hierunter verdienen, nebst mehreren Rüstungen und Waffenstücken, einer besonderen Erwähnung: ein großes, wellensörmig aus- gejacktes Eeremonien - Schwert der Böhmischen Könige; ein großes, breit-S, zweyschneidigcS Richtschwert, welches (nach der erhaltenen glaubwürdigen Bestätigung) zwey hundert Jahre de» dem Altstädter Magistrate zu Prag aufbewahrt worden war, folglich ohne allen Zweifel zur Bestrafung der am 2t. JuniuS it> 2 l auf dem Altstädter Markte Hingerichteten Empörer verwende« wurde; ein kleiner beweglicher Streitkolben aus den Zeiten der Huffitischen Unruhen in Böhmen, mit eiserne» Stachel»; drey alte Schlüssel zu dem ebemahligen Behältnisse der Böhmischen Krone auf dem Schlosse Earlstein, wovon der kleinste mit dem Monogramme Kaiser Earls d«S IV. geziert ist; ein mehrere hundert Jahre altes Kleinodien - Kästchen, mit Elfenbein ausgelegt, und mythologische Darstellungen enthaltend; ein gläserner vergoldeter Pokal mit dem ritterlich Zeller'schen Wapen i» GlaSmahlerey, und den Anfangsbuchstaben L. L. 2. und I). n-bst »er Jahreszahl isyß auf einer, dann dem Trinkspruche »II-lstlOULstl OOüIPOPslOKLPl Olli auf der anbercn Seite; zwey flache irdene Familien - Speisetel- ler aus der Waldstein'schen Nachlassenschaft, mit dem in Farbe» entworfenen, alten, gräflich Waldstein'schen Wapen, de» Anfangsbuchstaben I. IV., und mit der Jahreszahl lt>L7; verschiedene alte, zum Theil« in Sarkophagen Vorgefundene Ringe und andere weibliche Putzkleinodien; verschiedene irdene Lampen, Asche- und Thräncngefäße aus Römischen Gräbern; eine aus der Rudelphinischen Sammlung herrührende kleine Statue des berühmten Anführers der Tabori- IYS """ t«n, Johann Zijka von Trocznow, und ander« Merkwürdige keilen aus der älteren Geschichte Böhmens; verschiedene kleine Statuen in Bronce, Laoten- und Pfeilspitzen u. Serzl.; das Original - Tagebuch deL ehemahligen Hoch- und Deutsch. Meisters, Printen Earl Alexander von Lothringen» bis zu seinem Todestage fortgeführt re. 2) Genealogisch-Heraldische Sammlung. — Diese wird in einem sehr großen, die ganje Seitenwand eines Zimmers einnehmenden, in 24 Sacher» abgctheilten Schranke »crivahrt. Sie enthält fast alle Stammbäume» Wapen, Diplome und Familie,i-Documente LeS Böhmischen» Mährischen und selbst eines großen TheileS des Üsterreichi» schen AdelS, mit einer beträchtliche» Anzahl von Original- Tauf-, Trau- und Todtenfchcinen, Testamenten, Landtafel- Extracten und genealogischen Nachrichten, und ist dergestalt geordnet, daß Alles, was eine Familie im Entferntesten be» trifft, in einem mit dem Nahmen bejeichneten Hauptum- schlagibogen eingelegt ist, diese Familie aber wieder in der genauesten alphabetischen Ordnung i» den 24 Fächern (wovon jedes immer nur einem Anfangsbuchstaben gewidmet bleibt) cingereiht find. Da bcv jeder einzelnen Familie wieder die Beziehungen über Sie Fortsetzung oder Seitenver- zweigung der Filiation mit anderen Familien anzemerkt er« scheinen, und abermahlS eine eigene, äußerst bedeutende Ab« «Heilung der Bibliothek (mehrere hundert der ausgezeichnetsten genealogischen und heraldischen Werke enthaltend) mit dieser in Verbindung steht, so ist leicht zu begreifen, daß ihr Besitzer sich in der Lage befindet, den meisten Sainilien wichtige Aufschlüsse und Beweismittel bey Legung ihrer FiliatiouS- und GeschlechtSproben zu liefern, welche» derselbe auch bisher in allen Fällen, wo er darum angegangen worden ist, mit der größte» Bereitwilligkeit ge« ihan hat. Zu dieser Sammlung gehört auch ein eigene» lleuieS Diplomatorium, in welchem sich ungefähr bey y ' tausend sich größten Lheils auf Kamillen-Rechte, Standei» erhöhungen, Lehen- und Kirchenstiftungen u. s. w. beziehende Original - Diplome und Urkunden mit ihren wohlerhaltenen Siegeln, meistens auf Pergament, mit Gold und Karben ausgeziert, befinden. — Diese Sammlung ist dai muhevolle und kostspielige Werk von mehr als zwanzig Jahren, während welcher der Besitzer, dem in seinen günstigen früheren Dienstes- und Kamilien-Derhältnissen in Böhmen alle Staats-, ständischen, Kloster- und Samilien-Archi- »e geöffnet waren, immer einige verläßliche Kopisten und Wapcnmahler beschäftigte, die unter seiner Leitung Auszüge machen und Abschriften nehmen mußten. Ein großer Theil dieser Extracte und Kopien ist von des Besitzers eigener Hand, und zeigt von der seltenen Vorliebe, Anstrengung und Beharrlichkeit, mit welcher derselbe, schon von der geit seiner Studien - Jahre «ngcfanzcn, diesen Zweig der Geschichte betrieben bat. z) S iegelsaw mlung. Diese, wenn sie gleich inBe- ziehung auf Zahl, Eintheilung und kritische Beschreibung »ei, weiten nicht mit der nunmehr dem k. k. geheimen HauS- Archive einverleibtcn Smittmerisch-Löschnerischen Aphragio» Lothe« (der vielleicht einzigen ihrer Art) verglichen werden kann, behauptet doch sicher einen vorzüglichen Platz unter den Privat-Sammlungen in den Österreichischen Staaten. In den freundschaftlichsten Verhältnissen mit dem letzten Besitzer erwähnter Sammlung, dem verstorbene» geheime» Kabinetts-Official Wenzel Löschner, während eines Zeitraumes von mehr als zehn Jahren, beseelt von gleichem Esser, tbellten beyde Sammler einander ihre neue» Akquisitionen und die Früchte ihres mühevollen geschichtlichen Korscheni mit, und bereicherten auf diese Weife wechselseitig ihre Sammlungen. Sie besteht aus einigen hundert Stücken Original-Siegel-Lyparien in Stein, Silber, Messing und Slahi, aus L bis h«x> Stück wohlerhaltener Original-Sie- 1-)7 gcln in Wachs» ungefähr eben so viel Abgüssen in GypS, und beyläufig io,rx»o Abdrücken in Siegellack. Oie Ty- paricn sind grössten Theils von dem überflüssige« Theile des metallenen Griffes abgeschnikeen, und gewähren in ihrer dickthalerähnlichen Form einen schönen Anblick. Die Siegel in Wachs und die Abgüsse in Gyps sind in einem eigenen Kasten mit seichten Schubladen, und die Siegclabdrüc- ke, ausser lenen, die bey den einzelnen Familien der genealogischen Sammlung Vorkommen, in einzelnen» hohl ausgeschnittenen Rahmen von Pappendeckel in alphabetischer Ordnung dergestalt einzepatzt, dass diese Ralzmen auf einander gelegt werden können, ohne den Siegelabdruck im Geringsten zu beschädigen. 2» Verbindung mit dieser Sammlung ist abermahls eine Abtheilung der Bibliothek, welche die vorzüglichsten älteren und neueren Werke über die Siegelkunde enthält. Convictes (des gräflich Löwenburgischen) physica- lisch-mathemaiisches Museum. 2» der 2 osephstadt bey den p- k. Pigristen Nr. »rz. — Diese Sammlung wurde später, als die Bibliothek (siehe Seite yr), angelegt. Sie ward, wegen der Fortschritte, welche in den beyden Wissenschaften (der Physik und Mathematik) gemacht wurden, auch jährlich mit dem Besten vermehrt, und enthält nun treffliche Maschinen, Modelle, Instrumente u. s. w. — Dieses Museum ist bloss zum Gebrauche der Geistlichen und Zöglinge gewidmet ; es wird jedoch Fremden auf Verlangen der Zutritt nicht verweigert. Esterh-izy von Talantha (Des Herrn Johann Nepomuk Grafen), k. k. wirklichen geheimen Rarhes, Kämmerers und ObergespanS des Biharer Eomitates, dann königk. Siebenbürgischen wirklichen Hofrathes, Antiquitäten- »n» lys Münzensammlung. Auf dem Kohlmarkte Nr. 2»l. — Diese Sammlung enthalt vorzüglich Römische, Ungarische und Sie- benbürgische Münzen, welche letzter« wohl die vollständigste unter allen bekannten Sammlungen der Münzen dieser Landes ist. Unter den vielen Antiquitäten sind vorzüglich zwey Räder eines Römischen Triumph - Wagens, im Ganzen aus Erz gegossen, merkwürdig, welche in Siebenbürgen gefunden wurden. Dann verschiedene metallene und steinerne Büsten; viele seltene alte Waffen, hierunter alte Tatarische und Ungarische. — Die Kupfersti chsammlung, in mehr als zwanzig Folio-Bänden, enthält viele Porträt« berühmter Ungarischer und anderer merkwürdiger Personen» Ferdinand »li) nach dem von dem I. k. Fabriken - InspectionS - Commissär Stephan von Keeß verfaßten Plane begründet» unter dessen Leitung das Ganze steht, und der hieran mit dem Herrn W. E. Wawruschek - Blumenbach ") fortgesetzt arbeitet. Institutes (Des k. k. polytechnischen) Sammlungen. Auf der Wieden Nr. 2S. — Dies- machen eine eigene Seite des Institutes aus, in der «S, von seiner Eigenschaft als Lehranstalt zum lheil unabhängig, die Stelle eines technischen Museums oder einer Erhaltungsanstalt für Künste und Gewerbe vertritt, welche durch die zweckmäßig und vollständig «ufgcstellten technischen Sammlu»a<» eine anschauliche Darstellung des Zustandes der Industrial-Cultur und der ihr zugehörigen Wissenschaften und Hülfsmittel enthält. Außerdem dienen diese Sammlungen als instruktives Hülfsmittel ') Sieh« Schriftsteller Seite 2» und 55. "-»» 200 für di« Lehrvorträge. Der Zutritt zu d«u Sammlungen -rht dem Publicum gegen, bei, dem Herrn Direct-r abzu- hohlende, und dem Saaldiener de« Cabinettes abzugebende bintriltskarten vom ersten April! bis letzten Octobcr alle Samstage Vormittags von s bis « Uhr offen. — Auster einer Mineralien- und geognosti scheu Sammlung jum Behuf« des Unterrichtes, einer Sammlung »on Zeichnung S - 0 r i g i n a l i e n für die verschiedenen ZeichnungS- facher und den erforderlichen geographischen Hüls s- Mitteln, dann einer Bibliothek (siehe Seite io;) enthalt dieses Institut: Das FabrikS-Producten-Cabinett, welches «um Zwecke hat, durch die Aufstellung charakteristischer Muster aus fammllichen Productioneu der nützlichen Künste eine Übersicht sowohl des gegenwärtigen Zustandes der Vervollkommnung in diesen Arbeiten, als auch des allmählichen Fortschritte»» derselbe», und dadurch ein Bild der Eultur- Stufc des inländischen Industrie-Zustandes zu gewähren. Dieses Eabinett gibt daher eine möglichst vollständige Übersicht testen, was die Cullur eines jeden NabricationS-Zweiges zu einer bestimmten Zeit auf eine ausgezeichnete Weise t» charakterisiren vermochte und vermag, so dast in und aus demselben zu ersehen ist, welche Stufe jeder der verschiedenen Industrie-Zweige dermahl «der bis zu einer bestimmten Zeit erreicht hat. Jedem Musterstücke sind die Jahreszahl und der Nähme des Fabrikanten und der Fabrik beygefügt. Dieses Eabinett ist in einer Reihe »on Sälen in dem ersten Stocke des linken KlügesL deS Hauptgebäudes aufgestellt, und erhält fortwährend Bereicherungen. Mit diesem Eabinett« ist eine Sammlung der verschiedenen Werkzeuge, theils in Natur, lheilS in Modellen nach einer vollendeten Ausführung verbunden. Der Professor der Technologie ist unmittelbarer Vorsteher dieser Cabinettes. 201 Das physikalische Kabinett enthält «ine vollständige und wohlgeordnete Sammlung der physikalischen Apparate und Vorrichtungen, wie sie sowohl zu einem vollständig experimentellen Dortrage der Physik, als auch zur Anstellung der diese Wissenschaft, zumahl in praktischer Hinsicht, erweiternden Versuche nothwendig sind. SS ist in dem iweyten Stoche des linken Flügels des Hauptgebäudes aufgestellt. Der Prosestor der Physik lst Vorsteher dieses Ca- binettes. Die Modellen-Sammlung für dio praktische Maschinen-Lehre und die Baukunst. Sie enthält eine möglichst vollständige Aufstellung aller bekannten Maschinen in wohl ausgearbeitetcu, nach paffende» Maß- stäben und nach der besten Einrichtung verfertigten, für die Ausführung im Große» berechneten Modelle. Do» den neuen wichtigeren Ersindungen im Gebiethe der Mechanik werden hier fortwährend die Modelle aufgestellt, so daß diese Sammlung nicht nur eine vollständige Übersicht der praktisch anwendbaren mechanischen Erfindungen aller Art gewährt» sondern zugleich ein Sammelplatz ist, von welchem aus die praktischen Kenntnisse des Maschinen-Baues sich »ach allen Seiten verbreiten. Die Modelle werden -um Theil nach und nach in der mechanischen Werkstätte des Institutes verfertigt. Diese Modellen-Sammlung steht unter der Aufsicht des Professors der Maschinen < Lehre. — Die zunächst für den Land-, Wasser- und Brückenbau bestimmten Modelle und Vorrichtungen mache» eine kleinere Abthcilung dieses CabinetteS ans, welche unter der Aufsicht des Professors der Land- und Wasserbaukunst steht. Diese Sammlung ist in dem ersten Stock« des rechten Flügels des Hauptgebäudes ausgestellt. Die Sammlung für die Waarenkunde, als instruktives Hülfsmittel für den Vorlrag dieses Lehrfaches in 9 " rer commerciellen Abtheilung des Institutes, enthält sämml« wche Material-Maaren - Artikel im charakteristischen Zustande, welche als natürliche und zum Theil künstliche Erzeugnisse im Handel Vorkommen. Sie steht unter der Aussicht des Professors der Waarenkundc. Die Sammlung chemischer Präparate und Fabricate. Eine besondere Abtheilung des Laboratoriums für die allgemeine technische Chemie enthält eine möglichst vollstäi dize Sammlung Ser chemischen Präparate in gehöriger Reinheit. Ferner eine vollständige Sammlung der eigentlichen chemische» F/>bric»te, wie sie im Trösten gewonnen und in den Handel gebracht werden, nach den verschiedenen Stufen ihrer Qualität. Die Aufsicht über diese Sammlung hat der Professor der allgemeinen technischen Chemie. DaS mathematische Eabinett enihält diejenigen mathematischen Werkzeuge und Vorrichtungen, welche zur Darstellung und Ausübung der Lehre» der practischen Geometrie gehören; ferner inländische und fremde Maste und Gewicht«, Wagen u. s. w. Dies« Sammlung steht unter der Aufsicht des Professors der practischen Geometrie. Die mechanische und mathematische Werkstätte ist eine Anstalt, in welcher zunächst die Modelle für die Modellen - Sammlung, austerdcm phvsicalische und mathematische Apparate für das physicalüche und mathematische Eabinett verfertiget, und auch solche Vorrichtungen ausgc- führt werden, die zur Anstellung nüstlichcr Versuche diene». 3» dieser Werkstätte werden nunmehr auch die geodätische» und astronomischen Instrumente für den k. k. General-Stab, den k. k. Cataster und die k. k. Sternwarte nach Reichen- tach'scher Construction verfertiget. Die dazu erforderliche« Hülss-Maschinen find von dem Herr» Ritter von Reichen- io; dach in München sammt allen erforderlichen Detail-Planen angekauft worden, f» dag Liese Werkstakte nunmehr die Instrumente von gleicher Güte liefert, wie vermähl« die Anstalt in München. Die dazu gehörige große, von Ritter von Rcichenbach angefertigte Theil - Maschine, welche wohl die vollkommenste feyn dürfte, die gegenwärtig cxistirt, ist in einem eigenen Zimmer de» Instituts-Gebäudes «ufgestellt. LandwirthschaftL - Gesellschaft (Der k. k.) Sammlung landwirthschaftlichcr Modelle und ökonomisch- technisches Museum. In der Schönlaterngasse Nr. tzkb, inr Heiligenkrcuzer-Hofe.— Sämmtliche Modelle sind nach richtigem Verhältnisse gearbeitet, und zwar die von dem Gekell- schaftS - Modellisten verfertigten zu einem Sechstel ihrer natürlichen Größe; Maschinen von mittlerem Umfange zn einem Achtel; endlich große Maschinen, Mühlen und andere Werke von bedeutender Ausdehnung zu einem Zwölftel ihres wirklichen ÜmfangeS. Die einfachen Handwerkzeuge der Land» wirlhschaft, obschon sie einem jeden xractifchen Landwirthe ohnehin bekannt sind, sind zur Vollständigkeit des Ganzen ebenfalls hier aufgestellet, nähmlich: l) Einfache Land- wirthschaftS-Geräthe, 32 an der Zahl.— 2) HauS- wirthschaftS-Geräthe, nähmlich Werkzeuge zur Zubereitung des Flachses, deS HanfcS, der Butter, Wasch» Maschiuen, Rübenwolfe >c. Hierunter z. B. ein Butterfaß für große Meiereyen. Der Erfinder dieses Butterfasses, Heinrich Ernst, Mechanik»« in Leipzig, hält die quirlende Be, wegung für die wirksamste, um den Rahm in der kürzesten Zeit aufzulösen, und beruft sich hierüber auf die Versuche de« Grafen von Eharane, so wie auf seine eigenen Erfahrungen. Er versah daher feine eigene Maschine mit einem zweckmäßigen Mechanismus, um diese Bewegungsart hervor zu bringen. — Da« Wiezenbutterfaß» aus Sinclair'« Grundgesetzen des Ackerbaues. — Ei» der Gesellschaft durch Herrn Georg Grafen von Erdödy ic. im Modelle glltigst gum Geschenke übersendetes Butterfaß, an welchem das Auf- undNiedergehcn des Stößels Mittelsteines angebrachte» Perpendikels sehr erleichtert wird. — Verschiedene Käsepressen.— Ein« Wasch-Maschine von Whietfiold's Erstndung, deren Nutzbarkeit noch unentschieden ist. — Dann eine andere Wasch - Maschine, von 0r. Schäfer im Jahre «750 erfunden. Sie ist in mehreren Häusern in Wien in Anwendung. — Der einfache Rübenwsif, für eine Person eingerichtet, «ach de» in DösenSorf verfertigten Mustern. (Dieses Werkzeug dient zur Verkleinerung der Rüben und Wurzelgewächse.) — Der doppelte Rübenwolf, zu gleicher Absicht dienlich re. re. — r) A ck e rw er k j e» g e und Maschinen. Hierunter vorzüglich: Ein Hand - Drillkarren für Rü- bensame»; auch zum Rübsen- und Rapssamen brauchbar, von Willcy, mit Thaer's Verbesserungen. — Ein Handfäe- karren für MayS, nach Professor Burger'S Angabe.— Der durch die Verbesserungen Arbuthnot's berühmt gewordene Pflug, gewöhnlich »ach seinem zweylen Verbesserer, James Small, der Small sche genaunt. — Ein Schwing- pflug, nach der Theorie des Johann Bayle». Landwirthes zu Ehillingham in Northumberland auSgcarbcitct. — Ei» Französischer Näderpfiug, von der Erfindung des Herrn G u i l- laume, nach dem in Vöseudorf befindlichen Originale inr Großen. (Dieser Pflug brauchte» den angestellten Versuchen zu Folge, die geringste Zugkraft, und erhielt deßwegen den von der Französischen Regierung ausgesetztefi Preis. — Der Belgische Pflug, zum Theile nach der Angabe von Schwarz, vorzüglich aber nach einem auf der dem Herrn Freyherr» Christoph von Barte »stein zugehörigen Herrschaft Lri- buSwinkel befindlichen Originale bearbeitet. — Der Äärnth- 'iierische Gcbirgs-Doppelpflug oder Wendebock, für Äcker a» steilen Anhöhen anwendbar. — Ein vxrschariger Pflug, zur Unterbringung -er Saat, nach einem von Herrn Werner eingesendeten Muster-Modelle. — Der von Herrn Ax ter, Burggrafen auf Liechtenstein, erfunden« Säe- und Egepflug, nach dem Originale des Erfinders, womit auf Liechtenstein und in DösendorfDerfuche gemacht worden find. —Der österreichische Doppelpflug, »ach der Angabe des Herrn Regie« rungSratheS Jordan, nebst den von demselben höchst vereinfachten Säckasten. — Der Kartoffelpflug, gewöhnlich unter dem Nahmen »der Müller'sche Kartoffel - Schaufelpflug- bekannt, und einer der ersten, der für Kartoffel - Kultur im Großen erfunden, und mit V-rtheil angcwendet wurde. — Der Minir-Pflug von Watt, um mit demselben auf Äckern und Wiese» unterirdische Abzugsgräben ziehen zu können. — Der Lrautenaucr Schwinghaken, mit einer wesentlichen Verbesserung desselben. — Der Dupxauer Ge- birgShaken. (Derselbe gilt für de» besten der Böhmischen Streichhaken.) — Die Dornege, zur Reinigung der Wiesen, nach Thaer'S Angabe. — Eine Ege zum Heuwendsn, nach der Erfindung des Engländers BloyS von TreSlong. (Nach der Versicherung des Erfinders dieses Werkzeuges kan» damit, mittelst eines Menschen und eines Pferdes, eben s» viel ausgcrichtet werden, als so Arbeiter auf die gewöhnliche Weise zu leisten nicht vermögen.) — Der Döscndorfer Queckenrechen. — Die Vöscndorfer Drillharke. — Ein« Säe- Maschine für MayS und Waid, von Anton Burg'S Erfindung. — (Von demselben der Gesellschaft dargcbracht.) — Die Eook'sche Säe-Maschine. — Ein Exstirpator. — Herrn vo» F e lle » b c rg'S Paüauf, »ach der Zeichnung in de» Hofwyler Blättern, in der Form eines cinscharigen Exstir- paiorS mit bcygefüzter Ege. — Die Saatharke, ein Werkzeug zu»! Uitterbrinze» des Samenkornes, ein, s der nutzbarsten Instrumente, von der Erfindung des Herrn Regie- rungSrathes Jordan, vo» dem es auch den Nahmen Jor- dan'sche Saacharke insgemein erhalten hat. — Der Vö- 206 sendorfer Furchenzieher oder Marqueur mit liehen Schaufeln. — Ein Furchenzieher mit fünf Füßen, nach Herrn von F e l- lenberg'S Angabe. — Sin Eulrivator von Bergen, nach des Herrn StaatSratheS Thaer Verbesserungen mit unbeweglichen Streichbretcrn. — Die Smilh'sche Ernte-Ma- fchine (keapinF rnackin«). — Der Döscndorfer Wiesenho- bel. (Dieses Werkzeug kann mit gutem Erfolge angewcndet werden, um Wiesen und Kleefelder von Maulwurfshügeln, die dai Abm-ihen deS Grases sehr erschweren, zu reinigen.) — Ein anderer Wiesenhobel von der Herrschaft des Herrn Barons von Droll. — Der Kartoffelheber, von Herrn von Witt mann, Ober-Regenten den Seiner Königlichen Hoheit dem Herzoge Albrecht von Sachsen - Tefchen. — Ein« Erdschaufel zum Planiren. (Planirungen kommen in der Feld- wirlhfchaft öfter vor, und können mit dem Pfluge selten gehörig -ergestellt werden. Herr Trier auf Blankenberg bediente sich daher dieses Werkzeuges, »m SbnungSarbeiten zu vollbringen, ohne Menschenhände miethen zu müssen.) — Eine Maschine zum Einsainmeln des Wiesenklees und Heu- samcnS '), — Ein zweyräderigeS Fuhrwerk zum Begießen der Pflanzen bey großen Anlagen derselben. Nach der Angabe deS Herrn RegicrungSratheS Jordan.— Ein Jauche- fag zur Verführung und Verbreitung der Jauche, (gum Geschenke eingesendet von Herrn Grafe» Georg Erdödy, Mitglied der Gesellschaft.) — Eine Maschine zum Wenden deS Heues, das Modell i» England verfertiget. (Ein Geschenk Seiner Kaiser!. Hoheit des Erzherzoges Johann.)— ') Man bedient sich dieses Werkzeuges in der Grafschaft Suffolk zur schnelle» Gewinnung dieser Samengattung. Dasselbe wird von einem Menschen geleitet und von einem Pferde gezogen. Man kann mit diesem Werkzeuge in Einem Tage die Kleeköpf« von beuläufiz österreichischen Joch einerntea. - 207 Sin« Maschine zum Ausstreuen des Gypses auf Kleefelder, mit einem horizontalen Siebe nach Frikes Angabe ic. — Eine Schottische Hand - Dreschmühle nach Lester's Angabe mit einer beweglichen Trommel über der Dreschwalze. (Don Seiner Kaiserlichen Hoheit dem Durchlauchtigsten Protectoe Erzherzoge Johann aus England mitgebracht, und der Gesellschaft gnädigst übergeben. — Die »on Herrn Dannin- ger auf dem Gute Rutzcndorf ausgestellte Walzcn-Dresch- Maschine. — Sine vortheilhafte Kornharf« zur Reinigung des Getreides. (Diese KornreinigungS - Maschine ist vor vielen Jahren von dem Schwedischen gelehrten Landwirthe Eli and er erfunden, aber von Lorenz Cla ufe n so verbessert worden, daß sie von der Dänischen LandhauShaltungS- Gcsellfchast den Preis von 50 Rthlru. erhielt.) — Eine Schwäbische Gärbe- und Enthülsungsmühle für Spelz (Dinkel, Besen), auch Lein- und Kleefamen. — Eine Schälmühle für Spelz, Kleesamcn rc., erfunden und der Gesellschaft im Modelle dargebracht von Anton Burg. — Ein Englischer Dampf-Apparat, womit i» einer Stunde gegen zwanzig Eentner Kartoffel weich gekocht werden können. — Apparate zum Destilliren-des Branntweines durch Dämpfe ic.— Eine Branntweinbrennerey nach der von Herrn von Mat- z i eingeschickten Zeichnung in Modell gebracht. — Leinen- gerüsie, um Getreide trocken »nd gegen Beschädigung gesichert zu verwahren. — Eine Lhlprefse, von der man vorzüglich in Saniarcand, der Hauptstadt in Bucharien, auch in Indien Gebrauch macht, um aus Sesam. Mohn rc. Ühl zu pressen. (Nach einer Zeichnung aus dem Archise der Agrikultur-Chemie 7. Bandes l Heft.) — Eine Holzsäge, um gefällte Baumstämme in Scheit- oder Klasterholz mit wenigem Kraftaufivandc zu schneiden, erfunden von einem Steyer- inärkischc» Holzhauer. — Eine Maschine zum Ausziehen der Baumstöcke, von Hi n tc r l a nge r. — Die Schutzmann'- sche Haiidhäckscl-Maschine. (Sehr schön iu Modell gearbei- 20g t«t «SN dem Diseudorfer Werkmeister, Anton Hirt, U!id der Gesellschaft überreicht durch Herrn Regieruugsrath Jordan). — Eine Strohschneide-Maschine nach der Erfindung von Wilhelm Eder. — Die von dem Trafen von Riesch im Jahre I7yr erfundene Handhäcksel-Maschine, nach der Abänderung des Mechanicus Riedel- — Ein SchöpfraS mit doppelten Zellen, nach der Angabe des Mechanicus Ernst in Leipzig. — Ein verbesserter Englischer Kornspeicher, um das Umschaufeln des Getreides in Ersparung zu bringen. Nach der in Sinclair's Grundgesetzen des Ackerbaues enthaltenen Beschreibung und Abbildung. — Mehrere Arten verbesserter Futterraufen für Schafe, um die Verunreinigung der Wolle möglichst zu beseitigen. — Modelle von Dachtiegeln von einer neuen, auf größere Dauerhaftigkeit der Dachungen berechneten Gestalte sammt der zu deren Erzen- gung erforderlichen Form, von der Erfindung des Freyherrn von Puteani. — Auch sind viele Schafscheren von verschiedenem Formate zur Einsicht vorhanden, wovon t» aus der Fabrik in Sorby, von Seiner Kaiserlichen Hoheit dem Erzherzoge Johann aus England mitgebracht wurden re. ic. — In einem Gewölbe zu ebener Erd« befindet sich endlich stets ein Borrath landwirthschaftlicher Werkzeuge, Pflüge und Maschine» im Großen, die theilS aus der Vöfendorfer Werkstatt« hervor gegangen sind, »Heils aber auch von andere» Orten der Gesellschaft zur öffentlichen Ausstellung übergebe» wurden. Außer diesen Maschinen besitzt die Gesellschaft instrnc« tive Sammlungen aus den drey Reichen der Na tur. Zu de» Gegenständen des Mineral-Reiches gehöret die Sammlung der merkwürdigere» Gebirgsarten und der auf der Erdoberfläche am allgemeinsten vrrbreitetcn einfachen Fossilien, von dem eben so unterrichtete», als patriotisch gesinnten Wiener Material-Händler, Herrn Joseph Pittoni Edle» von Dannenfeldt der Gesellschaft «um Geschenke verehrt; außer dem ater noch ein« Sammlung »an den verschiedenen ökonomischen Bodenarten nach allen Abstufungen. — Aus dem Gewächsreiche biethen sich dem Wißbegierigen dar: Eine sehr reichhaltige Sammlung von Eerealien, mit sorgfältiger Auswahl in ihrer Steifungs-Periode in Blumentöpfen eingesetzt, mit ihren gewöhnlichen Deutschen und Lateinischen Nahmen. Vom Weilten sind in allem «7 Arten und Abarten aufgestellt; vom Rocken b Arten und Abarten; von der Gerste y; vom Hafer S; vom MayS S Sorten; eben so auch mehrere Hirse- und Moorhirse - Arten und Abarten. — Auf die Eerealien folgen in einer eigenen Abtheilung die zur Fütterung dienende» Pstanzen ic. Eigene Abthcilungen bilden auch die Hülfen- srüchte, Gartengewächse und Gewürzkräuter, dann dieHand- lungz- und Karbepslanzen. Die Sämereyen sind in einem eigenen offenen Schranke in Zuckerzläsern mit Bezeichnung ihres NahmenS geordne-. Obenan stehen die Samen der Cerealien, dann die der Hülsenfrüchte, ferner die Samen der Suttergräscr und Futterpflanzen, hierauf das Gartengesäme: endlich die Samen der HandelSkräuter. Der k. k. Hof-Samen- händler Herr B a u m a n n, Mitglied der Gesellschaft, hat zu derselben ansehnliche Beyträg« geliefert. — 2» Ansehung der Blätter und Blüthen der Waldbäume und Sträuche dienet ein, unter der Anleitung des Herrn Professors Franz Höß, von den Zöglingen der k. k. Forstlehranstalt zu Maria-Brunn der Gesellschaft überreichtes Herbarium von überaus sorgfältig getrockneten und eingelegten Exemplaren. Die Zapfen, Früchte, Beeren und Samen der Waldbäume und Sträuche (ebenfalls ein Geschenk des Herrn Hiß) sind in einem Kasten unter Glas sehr geschmackvoll aufgestellt. — Über diesem Kasten sind in einem anderen die inländischen Holzarten, mit Rind«, Sägeschnitt, mit gehobelter und polierter Fläche; die Kohle» von den verschiedene» Holzarten, und di« übrigen wichtigeren Forst-Produkte. Ei- «« überaus fleißig und treu gearbeitete plastische SaMM- lung der verschiedenen Sorten von Kern- und Steinobst, in Wachs geformt von dem Frcyherrn Dubsky von Wittenau, ist von dem seligen Leopold Gutmannsthal als ein grosi- ' müthiges Legat der Gesellschaft, deren Mitglied er war, zum Eigenthume überlassen worden. Diese Sammlung enthält in twey Kaste» unter Glas, nach dem dabey befindlichen Eata- , löge, raq Abarten verschiedenen Sbstes. gur Versinnlichung der verschiedenen Methoden, wie Wildlinge veredelt tu werden pflegen, sind dieselben durch getreue Darstellun- gen anschaulich gemacht. — An die bisher erwähnten Sammlungen aus dem Gewächsreiche schließt sich noch eine von ökonomisch-technischen Erzeugnissen aus Pflanzen und aus deren Samen an. Hierher gehöret: die Benutzung der Ge- treidesamen zu Graupe, Mehl, GrieS, Stärke und Stärk- tvcker; die verschiedenen technischen Erzeugnisse aus Kartoffeln ; die Product« der HandelSkräuter, so weit sich der Land- wirth mit ihrer Zugutmachung befassen kann; endlich eine sehr instruktive Sammlung von »renn- und Lafelöhl - Sorten, aut den Samen einheimischer Gewächse, von der Erzeugung des Freyherrn von Lilien zu Erczin in Ungarn - Unter den Erzeugnissen aus dem Thierreiche kommt hier bloß die Schafwolle in Betrachtung. Zur Beurtheilung derselben und der verschiedenen Grade ihrer Veredelung dienet rine pragmatische Sammlung von Wollmustern aus den vcr- tüglichsten Schäfereien der Monarchie, mit Bezeichnung der Herrschaften, der Besitzer derselben, und derzeit, wann die Muster abgenommen wurden. Sur dieselben ist «in eigener, zur Verwahrung von Insekten gut eingerichteter und »erschlossener Schrank gewidmet. Zugleich findet sich hierbey kos durch die k. k. Mährisch-Schlesische Ackerbau - Gesellschaft als gütigstes Geschenk überm« Oie« von Herrn Rudolph Andr- entworfene Wollfeinheits - Schema, so wie der Wollfeinbeits- «esser» welchen die Wiener LandwirthschaftS-Gesellschaft z» ihre»» Gebrauche »durch den hiesigen Mechanicus Doigts »ander hgt verfertigen lasse». — Um diese Sammlungen besichtigen zu dürfen, wendet man sich an die Gesellschafts' Kanzelley, im oben erwähnten Hause im ersten Stecke. Legrady (Des Herrn Emerich von), Hof-Agenten bey der königlich Ungarischen Hofkanzelley, Beysitzers der Biharer Eomitati - Gerichtstafel, zugleich Landes- und Gerichts - Advocaten in dem Königreiche Ungarn, Antiquitäten- Sammlung. In der Plankengasse Nr. tvfiv im r. Stocke. — Bon diesem Kunst-Cabinette hat Herr Rittig von Flammenstern im Eonverfation-Blatte (»S20. Nr. 4 , l. Band) eine Beschreibung geliefert, welche ich auszugsweise hier mittheile: „Herr von Legrady besitzt eine weibliche Mumie aus Theben, welche zwar ohne Sarcophag, doch sonst vollkommen eingewickelt gewesen war. Der Herr Besitzer hat sie sodann aufgerollct. der Binden und des umgeschlagenen mehrfarbigen ByffuS-Zeuges entlediget, einen eigenen Glaskasten zu deren Aufstellung verfertigen lassen, in welchem sie sich nun in aufrechter Stellung (etwa 5 Schuh z Zoll hoch) trefflich erhalten, befindet. Auf einem Seitentifche liegt di« abgencmmene Embellage, rosen- und nankingfarbiger Byssui- Zeug. Auf den ersten Blick überzeugt man sich, dasi hier di« Einbalsamirung (nach Diodors so oft bestrittener Angabe) wirklich, mithin auf die damahlS theuerste Art geschehen sey. Durch «inen Einschnitt auf der linken Seite wurden die Eingeweide heraus genommen, und mit Byssus-Fäden ausge- stopft. Das Gehirn ist hier ebenfalls heraus genommen, und Mit einer Harz-Masse, ausgegossen; die Haare zsind allenthalben trefflich erhalte», iene am Kopfe sind blond, gelockt, noch elastisch, und scheinen mit einer Art Shl getränkt gewesen zu seyn. Die GesichtSzüge sin» noch charakteristisch, »er Mund »oll Zahne, das ganze Äußere deutet auf ein dreh- siigiähriges Lebensalter. Der Körper ist im Zusammenhänge, jedoch ausgetrockuet. Herr von Legrady ist der Meinung, dasi dieses Geschöpf in Kindesnöthen gestorben sey; denn, abgesehen von den übrigen dießfallsigen Andeutungen, hat er in der rechten Schulter dieser Mumie einen sehr kleinen Finger, dessen Nagel vergoldet war, gefunden. Die beym Aufrollen Vorgefundenen, mit der hieratischen oder der Papyrus- Schrift beschriebenen Byssus-Binden sind der Mumie flatternd angeheftct. Nach genauer Besichtigung dieser Mumie traf die Reihe die ausgewählte Gemähldesammlung. Mit Vergnügen erblickt man hier treffliche Gemählde von Aldcgracf, Albani, Lucas Eranach, Giorgione, Teniers ic. Mit Ent- tücken weilt das Auge auf Antonius von Padua mildem Chri- Aus-Kinde. Auch aus Ungarns thatenreicher Geschichte findet sich hier manches Köstliche: Matthias Corvinus, Ladislaus von Ungarn, Michael Szilaghi, und ein Tableau: Auslug alter Ungarn. Ferner: Verschiedene Bildhauerarbeiten, hierunrer ein Basrelief von Tyroler Marmor, einen alten Landsknecht mit seiner Schönen «orstellend; Holjschnihwer- ke, hierunter ein Basrelief mit fünf Tableaux aus dem Mittelalter; musikalische Instrumente» kurz seltene Stücke aut dem Deutschen Mittelalter, aus Ungarns und Ägyptens Dor- seit.« — Seit dem aber Herr von Slammensteru diese Beschreibung lieferte» hat die Sammlung noch mehrere interessante Seltenheiten erhalten, als: Papyrus-Rollen und Blätter mit Griffeln ohne Schwärze und mit einer Schwärze beschriebe«; Ehinefische Anzüge für Männer und Frauen; Gemählde von Leonardo da Vinci, Snayers >c„ Arabische Messer und manches für Naturforscher Bemerkenswerthe. Der Herr Besitzer ist geneigt, sein Kunst-Cabinett, gegen vorherige Anfrage, zu zeigen. Physikalisch-astronomisches (K. K.)Eabinett. In der Burg im Schweizer-Hofe. — Es bestehet vermahl Nicht mehr in seiner ursprünglichen Form; denn das eigentliche physikalisch« Eabinett wurde im Jahr« I8t5 auf Befehl Seiner Majestät des Kaisers pon dem k. k. polytechnischen Institute übernommen. Es hatte schon seit dem Jahr« lSio, als es »om Josephs - Plahe in Len Schweizer-Hof übertragen wurde, keinen fest gesetzten Tag, um besehen werden zu können, und überhaupt keinen allgemeinen Eintritt, da das kleine Local, welches damahls nur zur schnellen Aushülfe angewiesen worden war, nicht verändert werden konnte. Noch weniger kann jetzt zur Besichtigung der nicht mehr zahlreich vorhandenen Gegenstände ein Tag zum freyen Eintritte fest gefetzt werden, da es, nach den abgegebenen merkwürdigsten Stücken, nur zum Gebrauche des Allerhöchsten Hofes, und, mit gnädigster Bewilligung, zu den Privat- Dorlcsungen, welch« der Direktor Herr Abbe Stelzham- lner für Liebhaber der Physik beyderley Geschlechtes in den Wintermonaiben zu geben bisher forlfuhr, dienet. — Das Nähmliche gilt von dem astronomischen Thurme» welcher ebenfalls nur zum Gebrauche deS Allerhöchsten Hofes bestimmt ist, und nur einzelnen Liebhabern, auf «orher gehendes Ansuchen gezeigt wird; da eine Camera vbrcur», deren dermahl mehrere .n Wien auf Privat - Häusern aufgerichtet sind, nur Wenige fasten kann, und das, was zu einem astroncmischeu Observatorium im strengeren Verstände des Wortes gehört, an der k. k. Sternwarte der Universität zu finden ist. Schatzkammer (Die k. k.) besteht «uS einer Galleri e und vier Zimmer», und ist im Schweizer - Hofe. — Das erste Zimmer enthält «ine grosse Anzahl kostbarer und künstlicher Gegenstände aus Elfenbein und Nhinoceros-Horn; «in Anlipendium aus Silber, welches von dem Stifte St. Dl» siu» in Schwären gerettet wurde; viele alte und kostbare Uhren. Eine der besonders merkwürdigen ist jene Stockuhr, welche Ihren Majestäten Franz dem I. und Marien Theresie« von Ludwig dem Vlll., Landgrafen von Hessen-Darmstadt, im Jahre 1750 überreicht worden ist; sie hat «o,000 st. gekostet, und es wurden daju soo Mark Silber verwende«. Nach jedem Stundenschlage erscheinen die wohlgetroffenen Porträte des Kaiser» und der Kaiserin», des Landgrafen und anderer merkwürdige» Personen. In eben diesem Zimmer sind auch drey kleine Staiuen zu Pferde von Leopold dem l„ Joseph dem I. und Earl dem VI. aus Elfenbein, zwey Basreliefs von Donner, viele merkwürdige Stücke aus Bergkry- stall und Rauch-Topas, und «in kleines Modell von der Säule auf dem Hof, aus Metall und Marmor, mit kostbaren Steine» geziert. — Das jweyle Zimmer enthalt acht Behältnisse; darin ist eine große Menge von Vasen aus Agath, Porphyr, Korallen, Lapis Lazuli >c., eine Reihe Bildnisse Römischer Kaiser in erhabener Arbeit u. s. w. Was die Aufmerksamkeit vorzüglich verdient, sind das große Gefäß aus einem Stücke Smaragd, tisi Karat im Gewichte, und ein anderes Gefäß aus einem weißen und braunen Achate, welches drey Wiener Maß hält. — In dem dritten Zimmer befindet sich der Taufzeug des kaiserlichen Hauses; ein Gefäß »»»Silber und vergoldet, an welchem die kunstreiche Arbeit von unschätzbarem Werthc ist; »leine Statuen, Lasen, Eamer» und Dosen von großem Werth«; die metallenen Büsten von Franz dem l- und Maria Theresia auf einem Fußgestelle von weißem Marmor; endlich einige GcmählSe auf Porzellan, von den großen Meistern der Römischen Schu le, Raphael von Urbino und Giulio Romano, verfertiget. — In den drey Behältnissen des vierten Zimmers wird der vollständige Krönungs-Ornat eines ehemahligen Römischen Kaisers »ach dem in Nürnberg vorfindigen Originale, samnik Krone und Schwert, ausbewahrt; in dem Behält,»ff« Nr. t2 -»»"> 2ir befindet sich die unschätzbare Sammlung »on Kran-Diamanten, unter welchen -er große Diamant, der Florentinische genannt, vorzüglich die Bewunderung deb Liebhabers kost- barer Seltenheiten auf sich zieht; er wiegt irqj Earat, und wurde zu Ende de« »origen Jahrhunderte« auf l,v»r,rö4 si. Rhn. geschätzt. — Endlich ist noch eine Menge kostbarer großer und kleiner ordenskreuze, nebst anderen unzählbaren Seltenheiten aus dem höchsten Alterthume und Meisterstücken aus neueren geilen, die unmöglich aufgezählt werden können, und worüber Las vorhandene eigene Verzeichnis, aller dieser hier gesammelten Schätze zu Rath« gezogen werden Musi, hier vorhanden. — Wer die Schatzkammer besehen will, hat sich einige Tage vorher im Schweizer-Hof« bey dem k. k. Schatzmeister zu melden, wo man ohne allen Anstand Eintrittskarten erhält. Schönfeld (Des Herr» Johann Ferdinand Ritter» von) diplomatisch - heraldisches Adels - Archiv. In der Wollten Nr. SS7. — Es besteht aus der beträchtlichen Sammlung genealogisch-heraldischer Urkunden, aus dem Nachlass« des berühmten Nix „er, des Verfassers des Deutschen Turnier-Buches vom Jahre 1S72; aus dem Familien > Archive des zu Prag verstorbenen Archivars Joseph Klauser; a»S der Sammlung des Herrn »on Streitenfeld; aus der großen Sammlung der merkwürdigste» Handschriften des gelehrten Herrn KreishauptmaiuieL »on Bienen berg, des Verfassers der Böhmischen Alterthümer; aus dem Nachlasse des kirchlichen Historiographen Earl Nohn; aus der Sammlung der Familien - Dokumente des Ritters von Wokau- nius; des landtäfliche» Registrators und EensorS der Familien-Kalender Preisler; des Gencalozisten und Regi» stranten der k. Böhmischen Landtgsel Herrn »on Mähern; aus einem großen Theile der genealogischen Bibliothek des Freyherrn von Hentfchl, dann aus der zahlreichen Sammlung derSiegelabdrücke, ins Besondere der Reichs > Familien, welche Herr Reichshofraths-Sfficial und k. k. Truchseß, Bincenz Ritter von Seidel, vom Anfänge der Gründung der kaiserl. Reichs- kanzelley bis zur Auflösung derselben anlegte, und durch «inen systematisch bearbeiteten Katalog dergestalt brauchbar machte, daß man dieses Werk dermahl als die einzig« Hülfs- quelle über die reichsadeligen Geschlechter annehmen kann, wen sogar auf die Verehelichungen der Familien durch di« weiblichen Doxxelwapen besondere Rücksicht genommen wurde, auch dermahl alle dießfallstgen Urkunden nicht mehr hier Landes aufzufinden sind; «in umstand, der »on jedem Sachverständigen als wichtig geschäht werden muß, und zwar um so mehr, als man über dieß darin nie ein Wayen aufnahm, außer es war vorher durch da» Reichs-Archiv untersucht und controllirt worden. Zudem hat dies« Collection »och das Besonder« an sich, daß sie bey den einzelnen Waxen auch zugleich die Abweichungs - Sigille »on dem Originale, «Lhmlich di« willkührlichen Abänderungswapen mehrerer WaxenbilLer, in allen Formen enthält. Hierzu kommt nun noch die »on Herrn von Schönfcld selbst Lurch Aufhebung der vielen Stifte und Klöster in und außer Landes veranstaltete Sammlung einzelner Stücke in diesem Fache, die beynahe einen eben so großen Dorrath, als vorberührte einzelne Sammlungen zusammen, betragen. Es wird kaum «inen förmlichen Staat in der Welt geben, welcher Adcls- «erleihungen ertheilte, »on dem nicht dieses Archiv aus den ältesten, mittleren und neuesten Zeiten Beurkundungen und Waxen aufbewahret hätte. Um aber allen erst genannten achtungsvolle» Sammlern von Familien,Urkunden jeder Art Len ihnen gebührenden Nachruhm zu erhalten, so hat Herr von Schönfeld das ganze Werk in achtzrh» Abtheiluu- gen geordnet, und jeder derselben den ursprünglichen Nah» men beybelassen, damit man sich im Talle eines Anstandes desto gewisser dieEontrolle der Auffindung bestimmen könne. Schönfeld (De» Herrn Johann Ferdinand Ritter» ron ') Museum der practischen Technik zum Nutzen und Vergnügen. Auf der Wieden nächst der Earls-Kirche, Nr. , 05 . — Eine weitläuftige Sammlung menschlicher Handarbeiten, welche Herr von Schönfeld seit mehr als 40 Jahren zusammen zu bringen bemühet war und noch ist. Sie wurde gegenwärtig so aufgestellet, daß eS niemanden schwer wird, au» dem Ganze» einiges Gute zu ziehen. In dem 54 Schuh langen und 20 Schuh breiten Saal« find die meisten Kunst- und und Manufactur» - Werke in Glaskästen und Sturzgläsern zur allgemeinen Übersicht geordnet. Diese Kästen, an der Zahl so, sind so gestellt, dast man jedes einzelne Stück der Sammlung mit freyem Auge gut betrachten kann. Oberhalh des Einganges in den Saal ist das in Bronce gegossene Bildnig Seiner Majestät Kaisers Franz des I. Rings umber wird dieses Bildnist von den Wapenschilden her Erzherzoge geziert. An den acht Fensterpfeilern des Saales sin» zr Pan- neaux angebracht, von oben bis unten mit Kunstarbeiten ge- jiert. In diesem Saale findet »er Künstler die Classification der Porträte, nach den Gesichtszügen und Leidenschaften geordnet. An den »bersten Abtheilungen durch die ganze Länge des Saales sind die Bildnisse lener Ungarischen, Böhmischen und Slavifchen Regenten älterer Zeit, die bemühet waren, Kunstfleist zu schützen und zu belohnen; auch sind die Wa- »cnschilde jener adeligen Familien, welche feit Jahrhunderten Künste und Gewerbe gehoben ic. haben, hier aufgestellt. — ImNeben-Cabinette sind b Glaskästen, worin d„ ') Sieh» Schriftsteller Seite 47, «uch Seite ri;, ll» 2l» Jncunnabeln (von beyuahe jedem Jahre seit ihrer Entstehung «in« Auflage) der Reihe nach ausbcwahre« werden. Hierhey kann man auch die Bilderdruckerey, die Farbendruckerey, die Gold- und Lederdruckerey »c. beurtheilen. Die Sammlung der Holzschnitte ist sehenswürdig. — Die e r ste Dem on- strations-Stube enthalt die bildliche Darstellung aller anschaulichen Dinge der Welt, in 24 Sacher eingetheilt. Von allen riefen Fächern sind mehrere Gegenstände zugleich un, ter Glas gebracht, um hierdurch eine Übersicht des Ganzen zur Darstellung zu bringen. Oberhalb dieser Tafeln sind die Nahmen der Vorsteher und Lehrer jener Männer auf Wa- penschilden angebracht, welche sich an de» Akademien und Anstalten zur Verbreitung der bildenden Künste in den k. k. Erbstaaten auSzeichneten. Die zweyteDemonstrationS- Stnbe enthält vorzüglich die Kupferstichwerke der alten Meister der Deutschen, nähmlich Dürers, CranachS, Böhms, Amens, Alttor'ers, Holbeins, Mcchelns, RembrandtS re. Da rin gedruckter Eatalog de« Museums vorhanden ist, auch ein grcssei allgemeines Kunst-Register bereits zusammen getragen , und darin jedes im Museum vorkommende Stück umständlich beschrieben wird, welches Herr von Schönfcld der Presse baldigst zu übergeben gesonnen ist, so enthalte ich mich aller weitläuftigen Beschreibung. — Die grössten Seltenheiten dieser Sammlung sind: Das Vesperbild des terühmien Wallenstein, Herzoges von Friedland, den sterbenden Heiland darstellend, in Elfenbein geschnitten, mit ter grössten Wahrheit und Kunst gearbeitet von Al brecht Dürer (als er noch die Bildhauerkunst ausübte); di« zwe» einzigen Figuren seiner Rundarbeit, Adam und Eva; aus dem Nachlasse des im Jahre ibvl zu Prag verstorbenen Litho de Brahe, Hof - Astronom» Rudolphs de» II., der grosse parabolische Brennspiegel des im Jahre «47Ü »erstorbenen Johann Regi»montanus;daS prächtige Schachspiel aus Elfenbein uns Ebenholz, von Kaiser Rudolph dem H. im Jahre izya selbst verfertiget; ein Tobten- topf ') von der Trotze einer Haselnutz, ganz aus Bold gearbeitet, den Sie Geschichte Baphomet nennt, und welchen der Großmeister der Tempelritter m ihren Versammlungen an einer rothen seidenen Schnur um den Hals bangen hatte; der goldene und emaillirte Handrinq tzlu- dolphs des II mit einem rosenrothen Steine von bis jetzt unbekannter Art; ein Abbild des Mailänder Domes von S Schuh Länge und 2 Schuh Breit- (eS kann in z Abtbei- lungen zerlegt werden); die katholische Hofkirche in Dresden, aus b zerlegbaren Abtheilungen bestehend (das Deckengemälde dieses Modells ist von Raphael Mengs eigenhändig gemahlt); ein Pracht-Exemplar des berühmten altdeutschen Gedichtes: derTewrdank.in Holzkafeln geschnitten (dessen Echtheit durch chen k. k. Hofrath von Bartsch, einen entscheidenden Kunstkenner, bestätiget worden ist); das so genannte Million-Fräulein (eine r Zoll lange weibliche Figur» ganz aus echten kleinen Perlen zusammen gesetzt, deren Anzahl nach einer mit dem Vergrötzerungs- glase vorgenommenen Zählung gerade Eine Million beträgt. Bloß die Augensterne sind Granaten. Gewand und Unterleib ') Dieser» durchaus mit Feuerglanz (Email) übergossen» Kopf hat daS Außerordentliche, Satz sich die Stirn oberhalb der Augenbeine dergestalt aus einander theilen lässt, Latz die Hirnschale in ein Scharnier zurück fällt, wo man dann im Inneren des Kopfes ein regelmäßiges menschliches Skelett erblickt, welches unter seinem Kopfe eine Sanduhr liegen hat. Auch der kleinste Theil des Körpers ist vollkommen ausgearbeitet. Diese wahre Filigran - Arbeit konnte nur durch eigene Mitglieder des Ordens selbst und durch ganz besondere Werkzeuge gearbeitet werden; denn gewöhnliche Menschenhände, Feilen, Grabstichel >c. reichten zu einem Kunstwerke solcher Art nicht hin. bestehen aus größeren Perlen).—Unter den Nothmünzen eine tesondere Sammlung van Papiergeld verschiedener Staaten, selbst »er Amerikanische» nicht ausgenommen, seit dessen erster Entstehung (in Schweden) bis auf die neuesten Zeiten; eine Sammlung von Gcbethbüchern auf Pergament mit Miniatur - Bildern und vergoldeten Initial-Buchstaben; das kostbare Goldmacher buch Kaiser udolphs deS II., gleichsalls auf Pergament und mit Miniatur - Gemählden (vor dem Titel befinde« sich Kaiser Rudolphs Monogramm); ein Schuh P rje m i Sl'S, ersten Herzoges der Böhmen (der freylich durch den Zahn der Zeit kehr gelitten hat. Man sieh« noch die natürliche» Klauen des Thie- reS daran, welche die Alten an der Haut ließe», mit der sie Im rohen Zustande den Fuß umschlungen hatten); ein Schuh der gegenwärtigen Herzogin» von Angouleme, Maria Theresia, Tochter deS unglücklichen Königs Ludwigs teS XVI. '); das Ave-Maria-Bild von Albrecht Dürer; das Schwert, womit im Jahre tbri die r» Böhmischen Herren zu Prag hingerichtet worden sind (die Nahmen der, selbe» ha« der Scharsrichter auf seine Kosten in die Klinge einätzen lasten); Rudolphs dei II. Kunstwebestuhl, welcher «inen Beweis gibt, daß man schon damahlS Dersuche machte, Webestühle durch Gewichte statt durch Menschen zu betreiben. Die größte Zierde dieser Sammlung und eines der ältesten Stücke ist daS original-Manuskript der bekannten gedruckten 8il-i>a pauperuin (Bibel der Armen), die theure Handschriften nicht bezahlen konnten. Dieses kostbare Manuskript, höchst wahrscheinlich aus dem neunten oder eilften -) Er ist von gemeinem Leder, mit Wolke gefüttert, und hat im Absätze dre, eiserne Zwecke eingcschlagen. Sie trug diesen Schuh während ihrer Gefangenschaft im Temple, und als sie sich im Jahre tlstd in Prag aufhielt, hatte Herr von Schönfeld Gelegenheit, ihn durch ihre Kammerfrau von Slernstcin zu erhalten. Jahrhunderte, enthält die bewunderungswürdigsten Hand- jeichnungen auf Pergament, welche später be»m Drucke der Bibel in Holt nachgeschnitten wurden. ES befand sich in der Rudolphinischen Sammlung. — Merkwürdig sind ferner: Eine Landschaft auf Spinnengewebe gewählt; eine Sammlung von Handjeichnungen der Wiener Meister , feit der Errichtung der Akademie der bildenden Künste in Wien; ein Griechisches Alterthum in Tatarischem Marmor en Larrsliet gehauen, IS Zoll breit und ir Zoll hoch (eine der größten Seltenheiten) re. ic. — Zur Besichtigung dieses Museums braucht man die Bekanntschaft dei Herrn Besitzers zu machen, welcher mit großer Bereitwilligkeit jeden Kuiistfreund und Künstler empfängt. Sternwarte ( k. k.'). Im Universität« - Gebäude Nr. «or im dritten Stocke und in dem über demselben er« baueten Thürmchen. — Sie besitzt die meisten »u astronomischen und meteorologischen Beobachtungen nöthigen Instrumente, prächtige Teleseop« u. s. w. Sie wurde im Jahre t7L!i errichtet, und der Jesuit Pater Maximilian Hell von dec Kaiserin« Maria Theresia als Hof-Astronom berufen, der sie, waS sie noch jetzt ist, nebst seinen Nachfolgern LieSga- »>ig, TrieSnecker und Johann Nitter von Bürg, »u einer der vornehmsten in Europa machte. Durch die Großmuth Seiner jetzt regierende» Majestät Ara», de« l., so wie durch die außerordentliche Verwendung und durch die große Vorliebe für die erhabene Wissenschaft (für die Astronomie) de« jetzigen Herrn Direktor« Joseph Littrow ist sie auch in den Stand gesetzt, nicht nur allein mit ihren älteren Schwestern, sondern auch mit den neue», dem gegenwärtigen Zustande der Wissenschaften angemessenen Instituten dieser Art in Göt- ') Siehe auch Bibliothek Seite lrr stingeu, Gotha» Königsberg, München -c zu wetteifern. Das zu Beobachtungen bestimmt« Mittazsrohr oder Passagen-In- strument wurdet statt der vorherige» sehr mittelmäßigen Gläser, mit ganz vollkommenen, aus der optischen Werkstatt« der Herren Utzschneider und Frauenhofer in München angekauften Gläsern »ersehen. Der rühmlichst bekannte Wiener Optiker Schönstädt nahm die Versetzung und die Ccn- trirung der neuen Gläser vor, und vollendete sie zur allgemeinen Zufriedenheit der Astronomen. Sehr vortrefflich in Richtigkeit des Ganges ist die auf der Sternwarte an einest« der Pfeiler, welch« das Mittagsrohr tragen, im sechsten Stockwerke befestigte Grahamische Pendul.-Uhr. Seit der Ankaufs (im August >«20) de» von Seiner Majestät erkauften, von Reichenbach und Exil im k. k. polytechnischen Institute vollendeten, trefflichen Multipliealions-Kreises ist die Sternwarte in den Stand gefetzt, alle Meridian-Beobachtungen vollständig zu machen, wobey das in der That bewundcrns, würdige Fernrohr dieses Kreises di- vorzüglichsten Dienste leistet. Durch die Anschaffung ein es Äquatorials aus Utzschnei- ders mechanischer Werkstätte in München ist auch dem Mangel, Beobachtungen außer dem Meridian, da eS an eener varallectifchen Maschine gebrach, abgeholfen. Auch wurde, weil Astronomen öfter Beobachtungen außer ihrer Sternwarte machen müssen, wozu eine transportable Uhr fehl, te, ein vortrefflicher Englischer Chronometer, verfertiget von dem berühmten Arnold, angekauft. Ferner ist ein hierzu nö« thiger zwölfzolliger Theodolit in dem k. k. polytechnischen Institute für die Sternwarte verfertiget worden. Nicht minder ist die k. k. Sternwarte mit dem unter der Benennung eines Universal-Instrumentes »o» Reichenbach verfertigten Instrumente, wobey dieser Künstler die ganze Stärke seines mechanischen Talentes zeigte, »ersehe» worden. Dieses Instrument vereiniget ein Mittagsrohr, einen Bertical - Kreis und einen Theodoliten in sich. — Da es der Sternwarte immer noch an den großen fixen Meridian - Instrumenten fehlt«, so ward auch hierin dem Wunsche des thätigen Herrn Direktors willfahret, und eS wurden in dem k. k. polytechnischen Institute die Haupt-Instrumente dieser Art bestellt, nähmlich: ein großes Passagen-Instrument; ein Meridian - Kreis von drey Fuß im Durchmesser, mit silbernem LimbuS; ein großer achromatischer Refraktor von acht Zoll Öffnung mit getheilten Stunden und mit einem DeclinationS - Kreise, in jeder Lage balancirt, und durch eine Uhr mit einem Eentritugal-Pendul der Bewegung der Gestirne folgend. — Jeder Gebildete hat täglich Zutritt, wenn er sich an den Herrn Direktor der k. k. Sternwarte wendet. Universität. Physikalische und mechanische Maschinen, Instrumente und Modelle. Im ersten Stocke des neuen UniversitätS-GebäudeS Nr. 7Lb ist der mechanische und physikalische Hörsaal, in welchem an den Wänden in GlaSschrän- ken viele künstliche Modelle und Maschinen aufgestellt sin». Rechts neben dem Hörsaale ist ein größten TheilS den physikalischen Instrumenten gewidmeter großer Saal, dessen herrlich bemahltcr Plafond zeiget, Laß hier früher ein Hör- oder BersaurmlungSsaal für Theologen gewesen ist. Die in diesem Saale befindlichen Instrumente >c. sind theilS inGlaSschrän- ken verwahrt, theilS frey aufgestellt. Aus der großen Anzahl derselben ersieht man, daß alle« zue Demonstration in den beydcn Wissenschaften, über welche hier »orgelesen wird, Nothwendige vorhanden ist ') Siebe auch Seite irS, lsr bis isr: dann weiter unten Gemähldesammlungen. Zeughaus (k. k.). In der Renngaffe Nr. 140. — Bekanntlich eines der sehenSwertheste» in Europa. Die herrlich d-corirlen Waffensäle find reichhaltig mit Waffen aller Art geschmückt, die hier durch die SiegeS-Trsphäen, welche Österreichs tapfere Heere in Osten und Westen, in Süden und Norden feindlichen Kriegern abgenommen haben» »nit dem Glanze des Ruhmes überstrahlet werden. In einem der Säle ist die metallene Büste des Fürsten Wenzel von Liechtenstein, welche die verewigte Kaiserin« Maria Theresia demselben im Jahre >7SS mit der Inschrift: kestou- rator rei tormeulari-e setze» ließ. Diesem Brustbilde gegen über befinden sich, ebenfalls aus Metall, die Büsten von Kaiser Franz dem I. und Maria Theresia aufgestcllet. In allen diesen Waffensälen vertheilet findet man Alles, was die Waffenkunde seit den Kreuzzügen den Streitlustigen und den Kampfgenoffen als Schutz- und Trutzwaffe (zum Angriffe, so wie zur Dertheidigung) nur immer darbiethen konnte: Armbrüste» Köcher, Pfeile» Pfciltogen» Mordäxte, Streitkolben, Streitäxte, Morgen, Perne, Hellebarden, Partisanen, EzakanS, Dolche, Stillet«, Pike», Sturmmesser, Sturmsenfen, Sturmspieß«, Sturmhauben, Pallasche, Schwerter, Lanzen, Panzer, Panzerschürze, Panzerhemden, Panzerstecher, Helme, Harnische. Turnier» schwerter, Turnierfpieße ic. lc.; dann eine große Menge von Säbeln, Degen, Pistolen, Terzerolen, Tetfchinken, Musketen, MuSketoni, Kugel-, Schrott- und Windbüchfen, Doppethac» ken, sonstigen Feuerröhren zum Handgebrauche, altartigen Flinten, Gewehren, Kanonen »on seltenen Constructionen und »emerkcnSwerthen Dorrichiungen, Orgelgeschützen, Allarm- töllern, Mörsern, und noch eine bedeutende Zahl sonstiger H a u-, Sti ch- und Feuerwaffe«. Außer dem finden sich hier die merkwürdigsten militärischen Seltenheiten, z. B. Harnische und Kleider berühmter Feldherren; doch gestattet der Raum nicht» sie alle aufzuführen, und einzelner er- 225 — wähnen, biege dos Ganze beeinträchtigen. — Der große Hof des Gebäudes bildet ei» längliches Viereck, und an den Augenwänden des Gebäudes, welches den Hof umschließt, sind viele Kekteukugeln und die große eiserne Kette (seit lbrr) aufgehangen, womit die Türken bev Ofen die Donau sperrten. Sie hat «ovo Glieder; jedes derselben wiegt io Pfund. Die ganze Ketie ist iboo Zentner schwer. — Billette zur Besetzung des Zeughauses werden sowohl in der General-Artil- lerie-DirectionS-Kanzelleo, als vom Wiener GarnisonS - Ar- tillerie-DistrictS-Eommando uncntgeldlich erttzeilei. Der Einlaß in Las Zeughaus findet Montags und Donnerstags in jeder Woche Statt. Zeughaus (bürgerliche»). Auf dem Hofe Nr. 337. — Jeder, der dieses schöne Gebäude nur von außen steht, wird gleich an den Kriegs-Armaturen und Trophäen, welche daselbst angebracht sind, den Zweck erkennen, zu welchem, et erbauet wurde. Der Bau desselben hat im May 173 t auf Kosten der Stadt begonnen, und ward nach Inhalt der Aufschrift: Imperant« (larolo VI. in»t»ur»vit 8. p. l^. V. Ln- no 1737 vollendet. — Im Frühjahre isrl wurden die Waf- stnsäle nach der Anleitung des MagistratS-NatheS und Stadt- vberkäinmererS Herrn Franz Lover Embel ') neu und geschmackvoll eingerichtet. All« drey Säle (welche aber, da sie durch keine Mauer, sondern nur durch Beugungen unterbrochen sind, gleichsam nur Einen Saal ausmachen) find mit Solon- naden nach Tsscanischer Ordnung, aus neuen brauchbaren Infanterie-Gewehren zusammen gesetzt, geschmückt. Oberhalb ,'e jweyer solcher Säulen steht immer eine Trophäe von alten Waffen, mit einem glänzenden Harnische, und die fortlaufende Gallerie der Säle ist mit Küraffen der ehemah« ') Siehe auch >M Schriftsteller-Derzeichniffe Seite l». io > lizen bürgerlichen Reiterev verziert. Am Ende der Gallerie, über Len Eingangsthüren, wurden große, zierlich zusammen gesetzte Trophäen »»n alten Bürgerfahnen und Türkischen Fahnen von den beyden Belagerungen »on isry und lb»; aufgerichtet, welche die ganze Breite de« Saales einnehmen. Unter der Gallerie ist immer zwischen zwey Säulen ein Geharnischter nach den verschiedenen Costümen des Zeitalters chronologisch geordnet, aufgestellt, und hinter den Säulen sind glänzende Harnische mit Waffen aller Are angebracht. In der Mitte des Saales steht die Büste Seiner Maiestät Franz »eS l (Mit der Jahreszahl I7Y7) ; dieser zur Rechten die Seines Durchlauchtigsten Bruders des Erzherzoges Earl, demselben «on dem bürgerlichen Artillerie- und Schützen-EorpS im Jahre l»oo gewidmet; zur Linken des Kaisers die Büste des Feldmarkchalls London; — alle Lrey aus Cararischem Marmor »on Herrn Fescher gearbeitet. Jede dieser drey Büsten ist in einem Tempel nach Dorischer Ordnung aufgestellt, von welchen der des Erzherzoges Earl sehr sinnvoll mit Französischen, jener LoudonS mit Türkischen Waffen'geziert ist. Außer diesen sind hier noch die Büsten Seiner Königlichen Hoheit deS Herzoges Ferdinand von Wür- temberg (I7st7), des (damahligen) Herrn Regierungs-Präsidenten Franz Grafen »on Saurau (I7Y7)> beyde aus Cara- rifchem Marmor, ebenfalls »on Fischer; dann die des Herrn Rudolph Grafe» »on Wrbna, Stellvertreters Seiner Majestät im Jahre tS05, aus Metall, »on Zauner gearbeitet. Sämmtliche Büsten wurden auf Kosten des Stadt-Magistrates und der Bürgerschaft errichtet, und bezeichnen denkwürdige Epochen für die Stadt Wien. Nebst den vielen brauchbaren Waffen findet man aber in diesem Zeughause eine groß- Menge alter Waffen aus allen Zeiten, hierunter vorzüglich viele Türkische. Zu ebener Erde sind die sechs Kanonen, welche Seine jetzt regierende Majestät der hiesigen Bürgerschaft für di« «ährend der feindlichen Invasion vom Jahre isoy geleisteten Dienste in da» bürgerliche Zeughaus übergeben ließ» und deren jede die Aufschrift Hut: »Franz 1 . »den Bürgern der Stadt Wie» für erprobte Treue, Anhänglichkeit und Biedersinn. 1S10-* — Merkwürdig ist noch» tast während der feindlichen Invasion «Los da» Zcughaut ganz unangetastet blieb, nur im 2 »hre isoy kamen die sechs Kanonen weg, welche Kaiser Leopold der I. den Bürgern für di« während der Türkischen Belagerung im Jahre tbSZ treu geleisteten Dienste geschenkt hatte, welche aber durch die oben erwähnten ersetzt wurden. — Wer diese« Zeugdau« zu besehen wünscht, kann sich an den daselbst wohnenden Herrn Stadtzeugwart wenden. ZimentirungS-Amt (Städtische-). In der Alservors stadt auf dem Glaci-Nr. r. —Sine sehen-würdige Anstalt, welche, in wissenschaftlicher Hinsicht, in der Art in Wien noch nicht bestanden hat. Die Beamten sind über ihre ma, thematischen Kenntnisse bey dem k. k. polhtechnischen Institute strenge geprüft, und nicht, wie ehemahl«, Gewerb-leute ohne Bildung und Kenntnisse. Die Anstalt ist mit den rich, tigsten Originalen aller eingeführten Maste und Gewichte »ersehen, und jede« Zimmer, bezeichnet mit einer Aufschrift, hat seine besondere Bestimmung. Hier werden alle neu verfertigten und alle alten ausgebesserten Wagen, Maste und Gewichte streng geprüft, und zur Bestätigung ihrer Echtheit Mit eine« Srämpel »ersehen. 'j-^-7-'^ V"' »>'- ' . . ° '7 -7- ^ ,'- ''- / '-c - " ^ . .. .. »7—rv-1», /'' .7' '' :. . «s?» » <«7'. ^ V-. /' ^7--7>^ ^ v " >- ' - ' ..i^Ki- ' » . ^ ,<>- ' -1 - - -^ . >. -'».^ «<» <7.- - - ^ .. - ,j^ >»-' >»> > I- . ^ 7 ^ . .-',' -i i» ..'i - u '' . z»ü ^. ,«»Ä -."- 'i^v -- . »7'-. '7 .^--r. -5!:: .7- ^ -s ». i'^>" f ^ >.- >7^.^ - ,-, '-7,^ ' -7 ' -H . 7 '> Vr'k , >7^ < ,7' - , ^ .-> ..>.-" .ch; ^,-^.-5> ^ '?r . :'r?' ^«»» -/- - '. «<-M4-'.'' ?> 1 .. > LMMM» II. A b L h e i l u n g K. K. Akademie der vereinigten bildenden K'ü nste. 2» der Anna-Gaffe Nr. yso. ^L^iese ist ebenfalls eine der trefflichen Anstalten, welche der österreichische Staat seinen Herrschern verdankt. Für diese hohe Schule der Kunst isthier Alles vereint, was die Bildung junger Künstler erfordert; ausgeteichnete Lehrer im Theoretischen und Praktischen der Kunst, vortrefflich« Sammlungen von Gemählden und Handjeichnungen grosser Meister, gute Abgüsse antiker Statuen, und eine wohlge- wählie Bibliothek '). Über die Entstehung der Akademie hier einige kurze Nachrichten: Ein Künstler, NahmenS Peter Srrudel (im 2. lhHo in Tyrol geboren) bildet« sich unter E. Loth in Venedig zum ausgezeichneten Historien-Mahler. Nachdem er seine Studien in Italien beendiget hatte, kan« er nach Wien, und bauete sich mit seinem Bruder, einem geschickten Bildhauer, in einer der Vorstädte Wien« an. D« beyde Brüder, vorzügliche Meister in ihrem Fache waren, s» suchten angehende Künstler bey ihnen Unterricht. Dieses bewog erster«», auf seine Kosten Akademie zu halten. Kaiser Leopold der l. wurde aufmerksam, und bildete im Zahre «704 hieraus eine k. Mahler- und Bildhauer-Akademie; Peter Strudel wurde zum Director ernannt, und in den Freyherrnstand erhoben. Nach feinem Tode blieb die Akademi« neun Jahre geschloffen, bis Kaiser Carl der VI. den Grafen Alt Han zum Protektor wählte, und dieser, den ) Siehe Seit« ss. -liederländischen Mahler I o h a n n van Schuppen der Akademie zum Direktor gab, welcher derselbe» die Schule der Architektur beqgescllte. Die Kunst blühete unter ihm ; die Werke von Gran, Troger, Christian Hülfgott Brand i» der Mahlerei); von dem Bildhauer Raphael Donner» und von den .Kupferstechern Andreas und Adam Schmutzer sind aus jener Zeit. Nach van Schuppens Tode sank di« Thätigkeit der Akademie, bis Martin von Mcy tenS, ein Schwedischer Porträt-Mahler, Direktor wurde. Dieser wußte das Ansehen der Akademie zu heben; Maulbertsch. Samba ch, Christian Brand, Wutky alS Mahler; Fischer, Hagenauer, Mefserfchmid und Zauner alS Bildhauer; Jacob Schmutzer, Zacobä und Fridrich Brand als Kupferstecher, bildete» sich in dieser Periode. — Schmutzer wurde, auf Verwendung seines Gönners, dcS Freyberrn von Kettler, dem damahligen Protector der Akademie, dem Fürsten Kaunitz, und Lurch diesen der Kaiserin» Maria Theresia empfohlen, welche ihn auf ihre Kosten zur weiteren Ausbildung an Wille nach Paris sendete. Im Jahre l7k>H kam Schmutzer zurück. Auf feinen Vorschlag errichtete die Kaiserin» eine freye Kupferstecher- und Zeichnungsschule, die lltzS durch ein Hof- Decret bestätige?, und von Schmutzer mit großer Thätigkeit geleitet wurde. Nur war dies» neue Akademie größten TheilS eine Wiederhohlunq der alten, und Man sah ein, daß eine Vereinigung nothwendig sey. Zm 2°brc l770 starb der Direktor MeytenS. Die Kupferstecher- Akademie, so wie die zeiihcr noch getrennt-» Elassc» der Erz« Verschneider und Stämpelgraber. wurden nun mir der alten Akademie vereiniget; da» Ganze, unter dem Nahmen der k. k. Akademie der vereinigten bildenden Künste, in vier Haupt-Elaste» oder Schulen getheilt, taS Haupt - Direktorat aufgehoben, und jede Elaste bekam ihren Direktor, so wie mehrere Professoren uns Adjunkten. Joseph der II. gab der Akademie, die, nach verschiedenen Ab, 2Z5 Wechselungen ihres Standortes, bisher in dem Uni'i-ersitäts- Gebäude ihren Sitz hatte, ein größeres Locale in dem che- mahligen Noviciat-Hause der Jesuiten be» St. Unna, wo dieses Institut sich gegenwärtig noch befindet. Sie wurde, wie die Aufschrift über dem Eingänge des Gebäudes zeigt, im Jahre 17SÜ hierher »ersetzt, (üonis litteris ingenuie^n« »rtibu» äoeepilu» II. 17kß). — Hier hat sie geräumige Säle und Zimmer für alle Elas- sen und Arbeiten; auch ist im Hofe des Gebäudes ein eige« nes Haus zu den Arbeiten der Bildhauere» und eine Gießerei- für metallene Statuen. Die Akademie stehet unter einem Kurator, dermahl in der Person Seiner Durchlaucht des Fürsten Klemens Wenzel Lothar von Metternich- Winneburg - S chse n h a u se n, Herzoge« »on Portella, Grafen »on Königswart re.» Großkreuzes und Ritters der Meisten Europäischen Orden, k. k. wirklichen geheimen Rothes, Kämmerers, Haus-, Hof- und Staatskanzlers, Staatsund Konferenz-Ministers, dann dirizirenden Ministers der auswärtigen Angelegenheiten rc. Durch diesen großen Kunstfreund und Kenner hat die Akademie eine neue Organisation ') mit viele» Verbesserungen erhalten. Der akademische Rath besteht aus dem Präses (Seiner Excellenz dem Herrn Grafen Anton »on Lamberg - Sprinzenstein, k. k. wirklichen geheimen Rathe und Kämmerer ic.)> dem beständigen Sekretär und Rathe (Herrn Joseph Ellmaurer "), mehrere» außerordentlichen und ordentlichen Rächen.—Die vier Kunstschulen der Akademie sind: l) DieSchule derMahler, Bildhauer» Kupferstecher und Mosaik 2) der Architektur; ') I» der Zeitschrift: Prometheus, bep Geistinger, wurden die neuen Statute» abgedruckt. ") Siehe Schriftsteller Seite 14. '") Die Direktoren, Professoren und Korrektoren aller Schulen siehe iu dem Künstlcrverzeichnisse Seite 242 und fort. """ 234 z) der Gravier-Kunst; 4) der Anwendung der Kunst «uf Manufakturen. Alle drey Jahre findet eine Kunstausstellung Statt, wo, hin Künstler ihr» im vaterlande verfertigten Gemählde -c. zur öffentlichen Beschauung und Beurtheilung bringen. Die erste war im Jahre ISlr; die jweyte lStr, und die dritte isro. Der in dem Akademie-Gebäude wohnende Thürhiither ha« die Erlaubnifi, Fremden die Säle re., mit Dorwiffen des Herrn Secretärs und der Herren Professoren, zu zeigen. Die kaiserliche Akademie, als Kunstgesellschaft betrachtet» bestehet aus Kunst- und Ehrenmitgliedern. Zu Ersteren «erden nur Künstler von ausgezeichneten, Talente und bereits öffentlich anerkanntem Verdienste und Ruhme, zu Ehrenmitgliedern aber vorzügliche Liebhaber der Künste und Beförderer derselben gewählt. K. K. Porzellan - Manufactur. 2» der Nossau Nr. l!7. >^is wurde im Jahre 17lS von dem k. k. Hof-Kriegs- Agenten Claudius Jnnocenz du Paquier errichtet; denn das von Kaiser Carl dem VI. der Manufactur auf 2S Jahre verliehene ausschließende Privilegium ist zu Laxenburg am 27. May I7l« unterzeichnet und besiegelt. In diesem erscheint der Errichter in Gesellschaft dreyer zur Verstärkung des Fon» deS angenommenen Mitglieder '). Der Erfolg bei Unternehmens entsprach aber den Erwartungen nicht; denn der durch Paquier von der Meißner Fabrik (welche im Jahre 17l>6 durch den Chemiker Böttger — die erste in Europa — errichtet wurde) hierher gebrachte Werkmeister Christoph Conrad Hunger wurde mißvergnügt, weil du Paquier seine Verheißungen nicht erfüllen konnte, und kehrte nach dem Ende des zweyten JahreS wieder heimlich nach Sachsen zurück, nachdem er vorher die Mastcvorräthe der Fabrik unbrauchbar gemacht hatte. Du Paquier war durch die Entweichung de» Sächsischen Werkmeisters in öußerster Verlegenheit, und mußte einige Zeit mit der Aabrication aussetzen, bis die inländischen Lehrlinge durch Nachahmung fremder Geschirre sich di« ^ erforderliche Kunftfähigkeit erworben hatten. Damit konnte er aber auch größten Pheils nur die leichteren Geschirrsgattungen verfertigen, welche wenig Abgang fanden, weil der Gebrauch des Porzellans dem großen Publicum damahls fast ') Ein Weiteres hierüber siehe in der Schrift: Zur Säcu- lar-Fever der k. k. Porzellan-Manufaktur zu Wie«. Gedruckt bey Carl Gerold lSlS. 255 -«Nj unbekannt war, der Adel hingegen sein« Tafel allgemein Mit Silbergeschirren besetzte, dar Porzellan aber nur alsZim- merverzierungen betrachtete, und sich hierzu lieber ausländisches anschaffte, als inländische unansehnliche Kopien. Du Paquicr gerieth in Schulden, und wendete sich im Jahre »744 an die Kaiserin» Maria Theresia mit der Bitte, die Mit so viel Mühe und Kosten errichtete, für die Lamahligen Zeiten in guten Stand hergestellte Manufaktur mit den darauf haftenden Schulden <25,000 ff.) zu übernehme», ihm auf Lebenszeit die Administration der Fabrik gegen freye Wohnung und Unterhalt zu verleihen, auch nach seinem Tode feine Gattin» mit einer Pension zu begnadigen. Die Kaiserin» befahl, die Manufactur der Ministerin!-Banco-Hof- Deputation zu übergeben, welche mittelst Kauf - Kontraktes vom ,o. May «744 die Manufactur gegen Bezahlung der Schulden übernahm, wobey dem Krrichtcr die Direktion mit jährlichen 1500 fl. Gehalt und freyer Wohnung überlassen, seiner Witwe aber eine Pension von jährlich boo ff. zuge- sichert wurde. Die Oberaufsicht führte, unter dem Präsidium der Banc» - Präsidenten Gundacker Grafen zu Stahrem- berg, Philipp Grafen von Kinsky und Rudolph Grafen von Ehotcik, ein eigener Manufakturs-Administrator, Franz Carl Mayerhoffer von Grünbühel. Unter seiner Administration, die bis t75S dauerte, wurden die Werkstätten vergrößert, und viele Arbeiter und Zöglinge aufgenommen; auch warb durch Vervollkommnung des Fabrikates ein größerer Absatz zu bewirken getrachtet, der endlich, da der Gebrauch des Porzellan« allgemeiner wurde, auch stieg, so daß im Jahre t7ÜO schon ein Überschuß (der erste) an Barem zur Ban« ro-Kassa geliefert werden konnte. Der eigentliche Wohlstand der Fabrik fing erst 42 Jahre nach ihrer Entstehung an, es wurde als» bcynahe ein halbes Jahrhundert zu ihrer Begründung erfordert. Ein Privat - Unternehmer würde zu f» langer Ausdauer schwerlich Kräfte und Willen gehabt ha- """ 2Z7 ben. Seit dieser Epoche machte die Fabrik immer einigd Fortschritte, vorzüglich aber unter der Leitung bei im Jahre 1770 zu ihrem Ehef ernannten k. k. Hofrathes von Keßler. Die Zahl der Arbeiter war damahls bereit« 200 , im Jahre »730 mehr als roo Köpfe. — 2m Jahre »788 »er- «rdnetc Kaiser Joseph der ll. die öffentliche Keilbiethung der Fabrik '), welche allerhöchste Entschließung dem Publicum durch Ankündigung vom rb. May 1784 bekannt gemach«, und der Tag der Versteigerung auf den ro. Julius desselben Jahres fest gesetzt wurde. Der erste AusrufSpreis wurde auf Z5SM00 st- bestimmt, aber es erschien nicht ein einziger Kauflustiger, worauf der Kaiser unter dem z. August »784 stch entschloß, die Manufaktur ferner auf Rechnung der Banco- Gefälle fortführen zu lasten, und dem Hofrathe Conrad Freyherrn von Sorgenlhal die Direktion ju übertragen, mit besten Direktion die dermahlige vervollkominnete Aa- triks-Verfastung anfängt und seither in beständiger Aufnahme fortwährt. Es liegt außer dem Bereiche meines Werkes, Alles anjuführen, was dieser wackere Staatsbeamte zum Besten der Manufaktur leistete, und ich verweise deßwegen auf die mehrmahl angeführte Schrift. Der Antheil, welchen der gegenwärtige Direktor, Herr Hofrath Matthias Niedermayr'), an den vom Herr» Hofrathe von Sorgenthal während seiner rühmlichen 21 jährigen Direktion getroffenen Vorkehrungen hatte, war die Veranlassung, daß derselbe im Jahre »SOZ «um DirectionS-Adjuncten mit dem Charakter eines Nieder-Üsterreich. RegierungsrathcS ernannt» bey dem am »7. Lctober »805 erfolgten Ableben des »erdienst- «ollen Hofrathes von Sorgenthalaber ihm Sie Direktion sowohl der k. k. Porzellan-Manufactur, als auch der Spiegel-Fabrik ') Die Ursachen stehe in der zu Anfänge dieses Aufsatzes angeführten Schrift: Zur Säkular - Feycr ic. ") Mitglied der k. k. Akademie der bildende» Künste. 2TS zu Neubaus übertragen wurde. Seine Majestät, stets gewohnt, echte Verdienste zu belohnen, haben auch Sen ferneren Eifer und die Talente dieses wackeren Direktors nicht unbeachtet gelassen, und denselben in diesem Jahre (l82l) bey Gelegenheck seines fünfzigjährigen Dienst-Jubiläums mit dem Klein- krcuze des LeopoldS-Ordens belohnt. — Außer dem Direktor und dessen Adjunkten, dem k. k. Sialbe undBuchcr-Eensor, Herrn Peter Joris '), sind noch tS Beamte zur Leitung der Aa- brikS - Geschäfte und zur sämnitlichen Verrechnung angestellt. Die Manufaktur beschäftiget gegenwärtig bey 50ü Arbeits-Individuen, welche in verschiedene Branschen abge- getheilt sind, deren jede einen eigenen Vorsteher hat. Di« Mahlercy steht unter dem als Künstler und Chemiker allgemein bekannten Herrn Joseph Leithner. Das Mahle- rey - Personal, welches über 100 Individuen ") zählt, theilt sich in vier Elasten, jede unter Einem Sbermahler; diese sind: Die Elaste t) der Historien-Mahlerey unter Johann Wcirlbaum. Die Leitung des höheren Kunstfaches führt Herr Professor Eaucig; 2 ) der Blumenmahlerey unter den Herren Nigg und Hirschler; z) der Ornamentisten und Dessein- Mahler unter Herrn Fridrich Reinhold; — zu dieser Elaste gehört auch noch die Abtheilung der Gold-Polierer unter Herrn Michael Pollack; — 4 ) der Blaumahler unter ihrem Öberinah- ler Herrn Johann Schmidt. Das Einbrennen der Mahlerey besorgt der Obcrmahler Herr Hirsch mit seinem Adjunkten Herrn Georg Steßl und z Email-Brennern. Endlich gehören zu dieser Abteilung noch t Laborant bey der Farben-Fabrication und ') Mitglied der k. k. Akademie der bildenden Künste und der LandwirthfchaflS - Gesellschaft in Wien. (Siehe auch Schriftsteller-Derzeichniß Seite 2b.) ") Sie sind unter den Künstlern Seite 242 und fort angeführt., wo überhaupt die Nahmen und Titel aller jetzt hier angeführten Personen ausführlicher Vorkommen. 4 Farbenreiber, nebst den unter dem Stersteinschneider Herr« Johann Otter stehenden Steinschleifern und Polierern ic. — DieBildncrey und das Weißdrehen wird von den Modeleuren der Manufaktur geleitet, von welchen aber Herr Johann Schalter mit Bewilligung deS Kaisers bereits tr Jahre zu seiner höheren Bildung in Rom abwesend ist. Gegenwärtig besorgen die Führung dieser Kunstabtheilung Herr EliaS Hutter und Herr Joseph Reinhold. Einige Kunstarbeiten Schal- ler'S in Marmor und Metall, j. B. JacquinS» SonnenfelS, Haydns rc. Büsten, dann alle Büsten der kaiserlichen Familie und mehrere schöne Gruppen von den Herren Hütter» Reinhold, und viele nette, schön gearbeitete Vasen und anderes Geschirr deurkunden die Kunstfähigkeit der Herren Modeleure sowohl» als des ihnen unterstehenden Personals von tS Individuen. Unter ihnen, besonders unter Herrn Hüt- tcr's Leitung, steht auch die Abtheilung der Dreher, 47 an der Zahl, und zwar der Maschinen- und Freydreher unter dem Vorsteher Heinrich Welsch, und der Oval- und Bossier- Arbeiter unter ihrem besonderen Vorsteher. Hierzu gehören auch die 4 GypSformer und Modell-Dreher. Di« Aabrica- tion führt der Verwalter der Fabrik, Herr Wenzel Zach, nebst einem Beamten und FabricationS-Adjunctc», und st« erfordert die Schlämmarbeirer und Masscmacher, Ll an der Zahl; die Eaffetten, oder Eapseldreher rc.; die Gkasurer, Brenner und Einsetzer rc. — DaS Arbeits-Personal consumirt täglich über isoo Pfund Porzellan-Erde und andere zur Komposition nöthige feine weisie Erden. Dom ordinären, zu den Eapfeln gehörigen feuerfesten Töpferthone täglich an ly,000 Pfund. An Brennholz consumirt die Fabrik jährlich L—bowr Klafter; an Kohlen 7—soo Stübich. Diese Materialien bezieht sie. mit Ausschluß eines TheileS der erforderliche» Porzellan - Erde und des Brennholzes, aus dem Jn- lande; die zum Brennbedarfe erforderlichen Floßbäume komme» auf der Donau aus Baiern, aus dessen Gediethe zu- nächst an Pasta» au» die Porzellan-Erde erkauft wird, deren sich dieManufaciur schon seit dem Jahre «740 bediente, ihre Verwendung aber feit dem Anfänge dieses Iahrhunder- tes bedeuten» beschrankt, und durch inländische Erde» ersetzt hat. Die Konsumtion »er zur Sarbenerzeugung nöthigenPro- ducte ist nicht sehr bedeutend, mit Ausnahme des Goldes, wovon jährlich ein Viertel - Zrntner in seinem reinsten Zustande verwendet wird. — Der Absatz der erzeugten Waare ist beträchtlich, und betrug in den Jahren «Slb und «S17 über Eine Million im Papiergelde; hat aber jetzt, besonders durch die Eoncurrenz der Böhmischen Porzellan-Fabriken in der ordinären Waare, etwas abgcnominen. Alle von der Fabrik verfertigten Waare» sind mit dem Fabriks - Zeichen, dem erzherzoglich österreichischen Wapenschilde, «ersehen. — Der Verkauf geschieht in den geräumigen Verkaufs-Magazinen der Manufactur. Sie bilden eine Galle« rie von 44 Klaftern Länge, bey einer Breite von z Klaftern 4 Schuh, welche in ü Abtheilungen zerfällt, deren jede für sich ein Ganzes ausmacht. Sie wurden nach der Aeich- nug des Architekten Ritters von Moreau vom Architecten Riegel ausgeführt, und von den teyden Künstlern Hurtet und Kolb, welche die Mahlerey und Vergoldung besorgten, geschmückt. Die Abt-eilung am Eingänge dient zum Com- toir; die übrigen zwey sind für das blau bemahlte Geschirr bestimmt, in der vierten Abtheilung sind Geschirre mit purpurnem Rande, mit Rosen, grünem Laube, Bouquets, Kornblumen und Vergißmeinnicht re. 2» der letzten Abtheilung sind Porzellan-Gefäße mit reicher Vergoldung, mit Blumen- Bouquets, mit ländlichen Gegenden re. ic., geschliffene und bemahlte Gläser rc.; kurz, hier ist Alles aufgestellet, was den schönsten Beweis liefert, wie weit es diese Manufactur in der Mahlerey gebracht hat, und man ist kaum im Stande, sich von den schönen Gemähldcn auf Porzellan-Tafeln, vorzüglich von den herrlichen Blumengemählden des Herrn Nigg, zu trennen. Neben diesen findet inan: «ine Madonna mit dem Jesu «Kinde nach Correggio; die heilige Katharina nach Carlo Dolce; die ruhige See am Abende, dann ein Seesturm, beyde nach Loutherburg; alle von Claudius Heer; — die Madonna, die heil. Barbara und Katharina nach Leo« nardo da Vinci; dann zweyGefiügelstücke nach Hondecoeter. von Lorenz Heer; — zwe» sehr große Blumenstücke und drey grofie Vasen mit Blumen, von Joseph Nigg; — vier kleine Blumenstücke, eigene Erfindung, pon Joseph Fischer. Ferner, außer viele» kleineren Vasen: Eine große Base mit einem bunten Blumenkränze auf Goldgrund gemahlt, die Blumen in natürlicher Größe, von Joseph Nigg nach eigener Zeichnnng; — 2 Vasen mit Blumenkränzen in Goldgrund, von Joseph Fischer; — 2 Vasen, eine von Joseph Klos, die andere von Ignaz Wiltmann gemahlt; — dann drey Vasen mit Kopien nach Rubens Deciui Mus, von Leopold Lieb, welche auf lÄov Ducaten sollen geschätzt worden sev« ic. — Das Magazin ist täglich von r bis 12 Uhr Vormittags und von 2 bis b Uhr Nachmittags für jedermann offen. Auch die Arbeitszimmer find sehenswerth» wozu der Herr Director die Erlaubniß zum Eintritte ertheilt. In de« Gebäude der Porzellan-Manufactur ist auch dir Hauptniederlage der k. k. Spiegel-Fabrik zu Neuhaus im V. U. W. W.; eme für jedermann sehens« »errhe Anstalt. Dirse Vasen >c. waren daselbst, als ich dieses niederschrieb ; manche mögen sei« der Zeit verkauft und durch ander« ersetzt worden seyn. Verzeichniß ' d « r in «nd um Wien lebenden (bildenden) Künstler und Diletanten Mit Angabe ihrer Wohnorte. ^damek Johann, Miniatur - Porträt-Mahler. In Ser Stadt juin EiSgrübel Nr. bos. Agricola Earl, Historien- und Porträt-Mahler, auch Kupferstecher. In der Weihburggaffe Nr. ylü. Aichinger Earl Joseph, Fourier im k. k. jweyten Feld- Artillerie-Negimente, lithographirt im k. k. lithographischen Institute «es Katasters, jugleich Kalligraph. An der Wie» bey den drey Hufeisen Nr. rr. Ai gentler August, Lithograph. Auf der Wieden in der Paniglgaffe Nr. 74. Alcaini Cajetan Graf »on, Lithograph. In der Kumpf- gaffe Nr. 827. Alram Johann, Kupferstecher. Auf der Windmühl Nr. 2». Alt Jacob, Landschastsmahler und Zeichner, auch Liths-- graph. 2» der Alfervorstadt Nr. 144- Altmann Joseph, Landschastsmahler. Auf der Laimgrude an der Wien Nr. 7. Aman Johann, k. ». Hof-Architekt und Ehrenmitglied der Akademie «0» St. Lucca in Nom. In der Burg Nr. ». (Siehe Schriftsteller Seite 6.) Ampichel Tr., Landschaftsmahler. In der R°th(nthurm- straste Nr. 64S. Anreiter von Zirenfeld Gottfried (der Ältere), Blumenmahler in der k. k., Porzellan-Manufactur. 2m Lichten thal Nr. 16. Anreiter von Zirenfeld Gottfried (der 2ü»gere), Blumeumahler in der k. k. Porzellan - Manufactur. 2m Lichtenthal Nr. 16. Afcha Joseph, Graveur und Büiger. Auf der Schotten- Bastey Nr. ilb. Ast 11 er Johann, bürgerl. Stein- und Stahlwapen-Traveur. In der Josephstadt Nr. 6s. August Johann, akademischer Mahler und Bilder-Restaurateur. Zu Mariahilf Nr. ,0S. Auracher von Aurach Ludwig, lithographirt im k. k. lithographischen Institute des Katasters. In der Trün- angergaffe Nr. ssd. Armann F. Joseph, akademischer Kupferstecher. Auf der alten Wieden Hauptstraße Nr. 242. Balassa Franz von, Portral-Mahler. Auf dem Kohlmark, «e Nr. 260. Barth Franz, Kupferstecher. Zu Mariahilf Nr. 20. Bartsch Adam Ritter von, Ritter des kaiserlich österreichischen Leopolds-Ordens, k. k. Hofrath, Custos an der k. k. Hof-Bibliothek, Mitglied der k. k. Akademie der vereinigten bildenden Künste. Im Bürgerspitale Nr. 1 ux>. (Siehe Schriftsteller Seite 7.) II Bartsch Fridrich Ritter von, Scriptsr an der k. k. Hof- Bibliothek. 2m Bürgerspitale Nr. lioo. Diletant in der Zeichenkunst. (Siede Schriftsteller Seite 7 ) Bauer Ehristian, Historien-Mahler. I» der Spiegelgaffe Nr. I0Y7. Bauer Franz» Bildhauer. Zu Mariahilf Nr. l 2 S. Bauer Ignaz, Corrector bey der Bildhauerey an der k. k. Akademie der vereinigten bildenden Künste. Auf dem Spitlberg Nr. zr. Bauer Johann, k. k. W apenmahler. Auf der Sischerstiege Nr. ztzst. Bauer Mathias, Kupferstecher. Auf dem Strohischen Grund Nr. Baumann Johann, DecorationS - Mahler in Gold i» de» k. k. Porzellan - Manufactur. In der Roffau Nr. yg. Bare» Leopold, Kupferstecher. Auf dem Strohischen Grund Nr. Sl. Bayer S non, Blumenmahler in der k. k. Porzellan-Ma- »ufaeeur. Auf dem Himmelpfort-Grund Nr. 5-1. Beck Joseph, DecorationS-Mahler in Gold in der k. 5. Porzellan-Manufactur. In der Roffau Nr. «z. Be>tenkain Wilhelm, Porträt-Mahler. Aus dem Sulzgries Nr l»7- BeeS Engelbert, Mahler. Auf »etn Schottenfeld Nr. 126. Benedetti, Kupferstecher. — (Vornahme und Wohnung mir unbewußt.) Benedict Anton, Kupferstecher. Zu St. Ulrich in derNeu- degger-Gaffe Nr. yl be» St. Joseph. Benedict, Leopold, lithograpbirt im k. k. lithographischen Institute des Katasters, zugleich Kupferstecher. In der Iosephstadt Nr. t2d- Beringer Ludwig. Graveur. Zu Mariahilf Nr. iS. ve'rka Anton, Kupferstecher und k. k. priril. Kunst- und Musikalien-Händler. In der Seilergaffe Nr. »0S2. 24L B e s/s wetz Joseph, Kupferstecher.AufdemNeubauNr.l 20 . Bernard Johann, Kupferstecher. An der Wien Nr. »br. Bernhard Kranz, Decorations-Mahler in Gold in der k. k. Porzellan-Manufactur. Auf dem Thury Nr. ;r. Bern hart Franz, Mahler. Auf dem SalzgrieS Nr. 202 . Biller Bernhard, Kupferstecher der kalligraphischen Schrif» ten, wie auch in geographischen und historischen Gegenständen. In der Josephftadt Nr. 87. Billmayer Kranz, Bürger, Landfchafts- und Thiermah- ler. Zu Mariahilf Nr. 15 . Dirk Joseph, Equipagen-Aeichenmeister. In der Josephstadt JofcphS-Gasse Nr. l4. Birner Kranz, Bildhauer. Zu Mariahilf Nr. lvr. Bittner Carl, Decorations - Mahler in Gold in der k. k. Porzellan-Manufaktur. Auf dem Himmelpfort-Grund Nr. zy. Blank Johann Conrad, Lkb-, Professor der mathematischen Wissenschaften und Nath der k. ». Akademie der vereinigten bildenden Künste. In der Johannes - Gasse Nr. 878, Baukunst. (Siehe Schriftsteller Seite 8.) Blaschek Kranz, Blumenmahler. In derAlservorstadtWickenburggasse Nr. is. Blaschke Conrad, Kupferstecher. Auf der Wieden Nr. 242. Bla sch ke Johann, Kupferstecher. Auf der Wieden Nr. lyr. Bodemer Jacob, Email-Mahler. Zu Mariahilf in »er Stiftgasse Nr. 87. Boeckhout H. I. van, Inspektor der Kupferstichsammlung Seiner Aon,gl. Hoheit des Herzoges Albere zu Sachsen- Tesche» >c. In der Grünangergasse Nr. 8Z8. Böhm Carl, Blumenmahler in der k. k. Porzellan-Manu- factur. Auf Sem Thury Nr. io. Böhm Daniel, Bildhauer. Auf der Wieden in der Ai- leegaffe Nr. 5S. Böhm Johann, Kupferstecher. Zu Mariahilf Nr. »rS. 2 »S Böhm Simon, Blumenmahler in der k. k. Porzeu.ttkMa- nufackur. In der Alservorstadt Nr. ior> Dondi Anton, Lehrer der geichenkunst an der k. k. There- sianifchen Ritter- Akademie. 2» der Iosephstadt Nr. q7. Borofsky Ferdinand, Kupferstecher. Auf dem Schottenfel» Nr. t<1. Losfi I. D., Hofmahler Seiner Majestät des Königs von Schweden, Porträt-Mahler und Mitglied der k. k. Akademie der bildende» Künste. Auf dem Graben Nr. »144. Bouc Front, Graveur» Zeichenmeister am gräflich Löwen- burgischcn Eonvicte. In der Iosephstadt Nr. »6ki. Brandin Fridrich Wilhelm, sticht, itzt in Stein, un» zeichnet mit der Kreide (hat sich durch längere Zeit auch mit Leitung von Steindruckereyen beschäftiget). Auf der Landstraße Hauptstraße Nr. »2ü. Braun Adam, ConversationS-Mahler und Mitglied der k. k. Akademie der bildenden Künste, k. k. N. Ü. Land« rechts-Schätzmeister. 2» der Rauhensteingaffe Nr. y;7. Breitenauer Franz Aaver, Bildhauer. In der Johannes- Gasse Nr. yso. Brritenauer Joseph» Porträt-Mahler. In der Iosephstadt Nr. 74. Brknner Martin, Mahler. Auf der Freyung Nr. »02. Brinke Johann, Mitglied de« k. k. privil. Theaters in der Leopoldstadt un»Decorateur. Jn der L-opoldstadt Nr. s»l. Brun Johann, Blumenmahlee. Auf dem Thur, Nr. Sl. Brunner Joseph, Mahler. Auf dem Neubau Nr. 77. Brunner Leopold, Blumen und anderer naturbistorifcher Gegenstände Mahler. Auf der Freyung Nr. »z». Vr»e » ek Joseph, Figuren - Zeichner. In der Alservorstadt Währing»-Gaffe Nr 275. Buchberger Franz, Blumenmahler. In Schönbrunn. Earl Christoph, Graveur. In »er Iosephstadt Nr. rr. Earl Ernest, Graveur. Zu St. Ulrich in der Neuschottengass- Nr. >07. Earl Franz, k. k. Münz-Graveurs-Adjunct. Zu St. Ulrich Nr. z. Earl Wolfgang, Graveur. In der Iosephstadk Nr. z>. Carmanioly Johann, DecorationS - Mahler in Gold in der k. k. Porzellan-Manufactuc. Zu Mariahilf Nr. yg. East» er Earl, Blumenmahler in der k. k. Porzellan-Ma- nufactur. In der Rossau Nr. 1 . Eastner Lorenz, DecorationS - Mahler in Farben in der k. k. Porzellan - Manufaktur. In der Roffau Nr. r. Eaucig Franz, k. k. akademischer Rath und Professor der Historien - Mahlere». An der Wien Nr. L4Z. Eerachi Joseph, Kupferstecher und Künstler in der Mosaik. In Ser lllferporstadt Nr. »o. Eeregetti Franz, bürgerl. histor. ählmahler «nd befugter Fabrikant chemischer Maaren. Auf der Wieden Nr. rbo. Hat seinen Verschleiß in der Spiegelgaste Nr. llÜZ. Serini Franz Edler »on, k. k. N. Ü. Eivil-Ober-Bau- Director und Rath der k. k. Akademie der vereinigte» bildende» Künste. In der Rauhensteingasse Nr. yzr- Chargan Wenzel, k. k. Hof-Theater-Dekorateur. IM Hof - Theater - Gebäude. Eimbal Jacob, akademischer Mahler. In der Leopoldstadt Nr. >St. Ei rin Easxar, Graveur in Gol». Auf dem Spitlberg Nr. 5. Ela rot Johann Baptist, LandschaftSmahler und Lithograph'. Im Lichtenthal Nr. 7t Elerc Jacob Fridrich von, Kupferstecher. In der Leopoldstadt Nr. rbo. Eloo 8 Joseph, Blumenmahler in der k. k. Porzellan - Manufaktur. In der Alservorstadt -lr. zz. C« er« d in i Anton, k. k. Hofbildhauer. In »er Leopoldstadt Nr. >>. 24» / E »l anS ier Kerdinand, Zeichner, Lithograph und Form- schneider in Holz. Auf der Wieden Nr. 270. Eosandier Aridrich, Schriftenmahler. Auf der Wieden Nr. 225. Daffinger Moriz Michael, Miniatur-Porträt - Mahler. In der Kärnthnerstraste Nr. yar. Dallinger »on Dalling Alexander, Thiermahler und Reparateur beschädigter alter Gemählde. Auf der Laimgrube an der Wien Nr. yq. Dallinger von Dalling Johann, fürstlich Liechten« stein'scher Gallerie-Jnspector und Landschaftsmahler. In der Rossau Nr. >zo. Daniel Leopold, Schriftstecher. Im Llt-Lerchenfeld Nr. 16s. D»»id Johann, Kupferstecher. Auf der Wieden Nr. »2l. Decker Stephan, Porträt-Mahler. Auf der hohen Brücke Nr. 14». Delakosta Joseph» Blumenmahler. Auf dem Neustift Nr. so. Denck Joseph, Porträt-Mahler. Auf der Laimgrube an der Wien Nr. 22. Denzel Kranz. Mahler und Bilder - Restaurateur. In der Jofephstadt Kaisergaffe Nr. l22. D « ttl « r Kranz. Graveur und Mitglied der k. k. Akademie »er vereinigten biloenben Künste. Auf dem Slrotzischen Grunde in der Roverani-Gaffe Nr. r. Dies E. A-, Landfchaftsmahler. In der Leopoldstadt Nr. ;i». Dernbacher Kranz, Kupferstecher. An der Wien Nr. 105. Dirn Hof er Ignaz, Lehrer der Zeichenkunst an der k. k. Normal - Hauptschule bey St. Anna. Im Kischhof Nr. 515. Docker Georg» erster Architekt bey der k. k. N. ö. Eivil- Bau-Direktion. In der Leopoldstadt Nr. iz». Doll in er Stephan, Decoraieur des k. k. pri». Theater» i» der Leopoidftabr. In der Lcopoldstadt Nr. sn. Donhoffer Franz, Kupferstecher. Auf dem Ihury In der Flecksiedergaffe Nr. 58. Döring Anton, DecorationS-Mahler in Narben in der k k. Porzellan-Manufactur. Im Lichtenthal Nr. 207. Dorneck Joseph, Kupferstecher. Auf »cm Unter-Neustift Nr »l. Drafchkowitz Wilhelm, DecorationS - Mahler in Narben in der k. k. Porzellan - Manufactur. Auf dem Thur» Nr. y5. , Drechsler Caspar, DecorationS - Mahler in Narben in der k. k. PorzeUnn-Manufackur. Im Lichtenthal Nr. 70. Dl?echSler Jacob» Porträt-Mahler. In der Iofephstadt Nr. 124. Drechsler Sigmund, Schriftstecher. Auf der hohen Drücke Nr. 55ü. DubSky Freyherr von Wittenau Johann Georg» N. Ü. stän». Kanzcllist, Inhaber eines WachS-Kiguren- CabinetteS, WachSboffier.r. Auf der Wieden Nr. 584. Dunkel Joseph, Biumenmahler in der k. k. Porzellan-Ma- nufactur. Auf dem Himmelpfort-Grund Nr 75. Ecker Anton, Kupferstecher und Mahler. Auf der neuen Wieden Nr. 421. Edel Georg, Zeichenmeister. Auf der Schotten-Baste» Nr. iir. (Siehe Schriftsteller Seite 14.) Edler Johann Peter, Graveur und Guillocheur. Zu Mariahilf in der Stiftgaffe Nr yz. Egger Jacob, Kupferstecher und Bibliothek-Aufseher an der k. ». Akademie der vereinigten bildenden Künste. Zn Margarethe» Nr. 155. Ehrenreich Abraham, Kuvferstecher. Auf der Wiede» tm fürstlich Stahremdergifchen Freyhause Nr. i» Hof tz, Stiege Nr. ZV» im zweyten Stocke. Ehricht Ferdinand, Miniatur-Mahler. Auf der Wieden «r. rqr. »i " Ehrnreitter Jacob (der Älter«), Decorations. Mahler in Farben in der k. k. Porzellan - Manufaktur. Auf de« Thury Nr. io. Ehrnreitter Jacob (der Jüngere), Blumenmabler in der k. k. Porzellan-Manufaktur. Auf dem Thury Nr. »0. Eifenmeyer Johann Paul, Porträt-Mahler. Zu Mariahilf Nr. 2y. EiSner Joseph, akademischer Kupferstecher. In der Jofeph- stadt Nooerani-Gaff- Nr. 145. End er Johann, Kupferstecher. Auf dem Neustift in der No« «erani - Gasse Nr. itz. En dletSberg er Johann, k. k. Münz-Graveur. Auf der Windmühl Nr. 20. SNgel Franz, Architect, fürstlich Johann Liechtenstein'scher und gräflich Nicolaus EsterhLz,scher Bau - Direktor. In der Herrngaffe Nr. 252. Enger« EraSmuS, Historien-Mahler. Auf dem Spitlberg Nr. ir. Erminy Ludwig, Miniatur-Mahler. In der Josephstadt Nr. 4l. Eßlin Ferdinand, Graveur, Schrift- und Stämpelstecher. Zu Mariahilf Nr. 104. Esterhazy Graf Nikolaus von, Diletant im Nadieren. In der Krugerstraß« Nr. t0lZ im eigenen Pallaste. Fahrländer Franz, Miniatur - Porträt - Mahler. An der Wien in der Kothgasse Nr. »r. Farmberger Georg, Blumenmahler in der k. k. Porzellan-Manufaktur. Auf dem Thury Nr. 2l. Fauner Joseph, Decorations - Mahler in Gold in der k. k. Porzellan - Manufaktur. In der Roffau Nr. k>7. Ftchenberger Fridrich , .Blumenmahler in der k. k. Porzellan-Manufaktur. Im Lichtenthal Nr. Y2- Fel send erg Georg Joseph, k. k. Hofzeichenmeister. In der Anna-Gaffe Nr. roor. '-' 251 Selsenberg Mari«, geborne Fischer, radiert in Kupfer. 2» der Anna-Gaffe Nr. 1002 . Fendi Peter, Zeichner und Lithograph am k k. Münj- und Antiken-Eabinette. Auf dem Rennweg Nr. 4L». Nerstler Johann, Lehrer der Geometrie, Baukunst und des Zeichnens a» der Hauptschule deS Ordens der Pia- risten in der Josephstadt (beschäftiget sich auch mit historischen Temählden, sowohl in Ühl, als in Miniatur und Email). In der Alservorstadt Nr. 200. Diala Johann, Decorations-Mahler in Farben in der k. k. Porzellan-Manufaktur. In der Alservorstadt Nr. z. Fischer Anton, Blumenmahler in der k. k. Porzellan-Manufaktur. In der Roffau Nr. yl. Fischer Jacob, Kupferstecher. Auf dem Schottenfeld Nr. 7 . Fischer Johann, Adiunct der k. k. Civil-Bau-Direktion und Mitglied der k. k. Akademie der vereinigten bildenden Künste, Architekt. In der Herrngaffe Nr. 2Lr. Fischer Johann, Architekt und Mitglied der k. k. Akademie der vereinigten bildenden Künste. Auf dem Spitlberz Nr. 172 . Fischer Joseph, k. k. akademischer Rath, Kammer-Kupferstecher, außerordentlicher Professor der LandschaftSzeich- nung, und fürstlich Esterhäzyscher Gallerie-Director. In der Rauhensteingaffe Nr. y4S. Fischer Joseph, Blumenmahler in der k. k. Porzellan- Manufactur. Im Lichtenthal Nr. 50. Fischer Rudolph, RechnungSrath bcy der k. k. Hosbauraths- Buchhaltung, dann Lehrer der Baukunst und des Zeichnens. Auf dem Spitlberz Nr. 17. Fix Adam, Bildhauer. Aus der Laimgrube an der Wien Nr. 12 s. Kleichaus Johann, Mahler. Auf der Windmühl Nr. 27 . Fl oder Anton, lithographirt im k. k. lith. Institute des Katasters. In der Alservorstadt Nr. 21. 252 Franz Christoph, Porträt » Mahler. 2m tiefen Graben Ne. 222 . Frattini Felix, Blumenmahl^ in der k. k. Porzellan-Ma- nufactur. 2» der Nassau Nr. 25. Freut er Bernhard, Landschaftsmahler. 2» »er Leopoldstadt Nr. 5. Frey Franz, akademischer Mahler und Zeichenmeister. 2» der Bischofgaffe Nr. bZ4 nächst Ser Brandstakt i« vierten Stocke rechts Frey 2acol>, Kupferstecher. 2m Bürgerfpitale Nr. tioo. Frey Martin, Kupferstecher und Mitglied der k. k. Akademie der vereinigten bildenden Künste. 2» der Singer- straste Nr. LS5. Arie dl Anton, Deeorations - Mahler in Farbe» in deck. k. Porzellan- Manufactur. Auf dem Himmelpfort - Grund Nr. 22. Frisier Eduard, Porträt-Mahler in der Teinfaltstrafic Nr. 74. Frister Johann, erster Lehrers-Adiunct für die historische Elementar-Zeichnung an »er k. k. Akademie der »«reinigten bildenden Künste (Mahler). Auf der Wieden Nr. 527. Frister Joseph, Kupferstecher, gu Mariahilf Nr. 20. Fronhold Martin, Biumeuinahler in der k. k. Porzellan- Manufactur. Auf dem Thury Nr. y. Fruhwirrh Ernst Earl, Stcinschrifistecher und Steindrucker. 2n der Iosephstadt Nr. 42. Fuchs Carl, Blumcnmabler in der k. k. Porzellan-Manufactur. Auf dem Thury Nr. 25- Fülle nbau m 2oseph Edler von, Historien - Mahler. Im Bürgerfpitale Nr. itlX». Fünfkirchen Theresta Gräfinn von, Tochter der Fran Joseph« Gräfin» von Fünfkirchen, gebornen Gräfinn von ShorinSky, Diletantinn im LandschafkSzeichnen. Auf der Fischerstiege Nr. 2d«. 255 Fureder Jacob, Landschaftsmahler. In der Leopoldstadt neuen Gasse Nr. >V7. Gaal Georg von, Bibliothecar bey Sr. Durchlaucht dem Fürsten Esterhazy. Diletant in der Mahlerkunst. Zu Ma- r,ahilf Nr. 72- (Siehe Schriftsteller Seite ,7.) Gäbet Johann, bürgerl. Handelsmann, Diletant in der Radier-Kunst. Auf der Brandstait Nr. b52- Ga it Matthias, k. «. Hof-Theater-Mahler. Zu Mariahilf Nr. 24. Garo Johann, Blumenmahler in der k. k. Porzellan-Ma- nufactur. Ja^der Alfervorstadt Nr. 252. Gartenschmid Gebhard, Wapcnmahler des chemabss bestandenen Niederländischen Departements der Heraldik. Auf dem Lugdck Nr. 755 . Garter Dionysius, Porträt-Mahler. In derAlservorstadt Nr. 55. Gärtner Franz, Decorations - Mahler in Farben in der - k. k. Porzellan-Manufactur. In der Alservorstadt Nr. 225. Gärtner Gregor, Graveur. In der Joscphstadt Nr. 55. Gastier Franz, Bildhauer und Mitglied der k. k. Akademie der vereinigten bildenden Künste. Auf der Laimgrube Nr. ss. Garter Franz, Landschaftsmahler. Zu Erdberg in der Hgupt- strastc Nr. 5b. Gauermann Jacob, LandschaftSmahler und Mitglied der k. k. Akademie der vereinigten bildenden Künste. Auf der Laimgrube an der Alle» Nr. 27. Gayling Joseph, Historien- Mahler. Zu Mariahilf Nr. 1 . Geiger, Bürger und Graveur. Auf dem Spitlberg Nr. l55. Geiger Andreas (der Ältere), akademischer Kupferstecher und Zeichen neister. In der Joscphstadt Nr. 24 . Geiger Andreas (der Jüngere), Kupferstecher. I» der Josephstadt Nr. 2Y. Geiger Johann, Kupferstecher. In der Josephstadt Nr. 2g. Geisel er Peter, akademischer Bildhauer, WachSboffie- rer, und in BildhauergegenstänLcn beeideter Schatzmeister des k. k. Hofmarschall-AmteS und Stadt-MagistrateS. In der Roffau Nr. 255- Gerig Johann, Porträt-Mahler. In der Plankengaff» Nr. robo. Gerig Joseph, Bossierer. Im Lichtenthal Nr. ly4. Geringer Johann, Porträt-Mahler. Auf der haimgrube an der Wien Nr. 7. Gerstner Josexha, Schrift- und Waxen - Graveurtnn. Auf der Wieden Nr. h. GeSwald Sridrich, Vlumenmahler. In der Alservorstadt Nr. ros. GeSwald Philipp, DecorationS - Mahler in Gold in der k. k. Porjellan - Manufactur. In der Alservorstadt Nr. 205. Geyer Joieph, DecorationS-Mahler in Gold in der k. k. Porjellan - Manufactur. Auf dem Himmelpfort-Grun» Nr. 52. Giacobbe Peter, Mahler. In der Singerstrage Nr. sgo. Gleditsch Paul, Kupferstecher. Auf der Wieden in der Alleegaffe Nr. 55. Glenk Wilhelm, fürstlich Hohenlohefcher Baurath, «or- «nahlS General-Mandatar der Hohenloheschen Güter in Preugisch - Schlesien und Pohlen; Architect, besonders in Errichtung von Bade - Anstalten jeder Art. In der Lcopoldstadt Praterstrage Nr. 5:2. (Siehe Schriftsteller- vcrjeichnig Seit« ,7). G men dt Johann, DecorationS - Mahler in Gold in der k. k. Porzellan-Manufactur. Auf dem Thury Nr. 26. Gübel Carl Peter, Historien- und Porträt-Mahler. Auf der neuen Wieden Nr. 277. Gold hann Franz, Diletant in der Mahler- undlZeichen- kunst, Eisenhändler. In der Kärnthnerstrage Nr. »077. Gollizdorfer Matthias, Graveur. 2» der Josephstadt Nr. tZ2. Golz Anton, Porträt-Mahler. Auf den, SalzgrieS Nr. i»7. Götz Georg Edler von Schwancnffies, akademischer Landschaftsmahler. Auf dem Neubau Nr. 242. Gouge Johann, k. k. Börse-Sensal, Diletank in der Landschaftsmahlerey. Auf dem Heidenschust Nr. 2Z7. Grab ner Franz, k k. akademischer Rath und Director der Schule der Anwendung der Kunst auf Manufakturen. Im tiefen Graben Nr. 2lL. Gräffe* Anion, in der Kunsthandlung bey Artaria und Eompagnie, Diletant im Radieren. Auf dem Neubau in der Neustiftgaffe Nr. b4. (Siehe Schriftsteller Seite lS.) Greineisen Earl, Porträt-Mahler. Im Alt-Lerchenfeld Nr. iü«. > Gruber Georg, Mahler. Zu St. Ulrich Nr. 128. Grüner Dincenz, Kupferstecher. In der Joscphstadt Nr. 24. Grüner, Graveur. (Vornahme und Wohnung mir unbekannt.) Grünling Joseph, Diletant im Zeichnen und Radieren, (besitzt eine vortreffliche Sammlung der seltensten Kupferstiche und Sriginal-Handzcichnungen aus allen Schulen). Auf dem hohen Markte Nr. 4yl. Gsch ladt Lorenz, Decorations - Mahler in Farben in der k. k. Porzellan-Manufaetur. Im Lichtenthal Nr. tyst. Gsellhofer Earl, Historien - Mahler und Professor der historischen Elementar-Zeichnung an der k. k. Akademie der vereinigten bildenden Künste, Zeichenmeister Seiner kaiserl, Hoheit des Erzherzoges Ludwig. Auf der Wieden Nr. läy. Guerard B-rnard von, k. k. Kammermahler. Zu Penzing nächst Wien. """ 2SÜ Guldenstein Freyherr von, lithographirt im k. k. kith. Institute des Kataster», zugleich Kalligraph und Zeichner. Auf dem Hoden Markte Nr 545. Guntrich Joseph, Bildhauer, fürstlich Esterhäzyscher Sta- ruar und Mitglied der k. k. Akademie der vereinigte» bildenden Künste. In der Wallnerstraße Nr. 27Z. Gurk Joseph, LandschaftSzeichner, in Dienste» Seiner Durchlaucht de» Fürsten Nikolaus von Esterhazy. g» Penzing Nr. l7» im eigenen Hause. Gut ln er Ignaz, Bildhauer. Auf der Wieden Wienftraße Nr. 5Lki. Haan Joseph Freyherr von, k. k. N. Ö. "Stadthauptmann uns XegierungSrath, Diletant in der LandfchaftSmahle- rey. In oer Kärnthnerstraße Nr. Y4Ü- Habermann Franz Edler von, k. k. GtaalSrathS-Ssficial, Diletant in der Landschaf-s- und Schlachtenzeichnung. Auf dem Bauernmärkte Nr. LS«. Hab er stock Franz, Bildhauer. Auf der Laimgrube an der Wien Nr. 2Z. Hall Andreas, Porträt-Mahler. Auf dem Neubau Nr. 2L2. Hampfelmeycr Georg, akademischer Kupferstecher. Zu Mariahilf Nr. :;q. Hanke Anton, Mahler. Zu Mariahilf Nr. 224 - Harnisch Johann, k. k. Kammer-Medailleur, Sber-Münz- Gravcur und Direktor der Kunst - Scholaren-Akademie. In der Himmelpfortgasse Nr. yb4. ^ Hauck Anton, Blumcnmadlrr in der k. k. Porzellan e Ma- »ufaciur. Im Lichtenthal Nr- 47. HailL lab Franz Edler von, k. k. Ingenieur-Lieutenant, Lehrer der SituationS-, Geometral- und Pcrspective- Zeichnung an der k. k. Ingenieur-Akademie. In der unteren Bäckerstrasie im Fähnrichhof Nr. «S2. Hautzenberger Franz, DecorationS-Mahker in Gold in ter k. k. Porzellan-Manufaktur. Auf dem Thury Nr. 4Z. 2L7 Hautzenberger Job«»» , Decorations-Mahler in Erlitt der k. k. Porzellan - Manufaktur. Auf dem Thur» Nr. 4Z. Hawliczek Anton, k. k. Wasserbau-Amts-Ingenieur. 2» der Leopoldstast Nr. bl. Hebergcr Augustin, Graveur. Auf der Laimgrube nächst dem Spitlberg in der breiten Gasse Nr. lSY. Heideloff Joseph, Landschaftsmahler und Mitglied der k. k. Akademie der vereinigte» bildenden Künste. Auf dem Sulzgries Nr. 214- H"» in buch er Edler von Bikkess», k. k. Oberst-Lieutenant« Diletanl im Zeichnen und Mahlen. In Ser Leopoldstadt Praterstraste Nr. 4l4. Heinke Joseph Procop Freyherr von, k. k. Nieder-Oster. Regierungsrath und landesflirstlichcr Lehen-Propst in Österreich unter und ob der Enns. Diletant in Ler Zeichen- und Radier - Kunst. 2>» Schotten-Hose Nr. »Sb. (Siehe Schriftsteller Seite 2r.) Heinz Andreas, Kunstholzschneider. Auf dem Unter-Neu- stift Nr. so. H empel Joseph von, Historien - Mahler. In der Seiler« gasse Nr. io»Z. Hendl Joseph, Historien - Mahler. Zu St. Ulrich Nr. sb. Henrion Ferdinand , k. k. pensionirter Ober - Lieutenant, Lithograph. In der oberen Breunerstraße Nr. tlSb. -ens ler Martin, Kupferstecher. Zu Anfänge der Lerchen- felder Hauptstrake Nr. tbS. Herbst Franz, Landschaftsmahler. Auf der Wieden Nr. 47> Hermann Earl, Miniatur - Porträt - Mahler. In der Al- fervorstadt Nr. LZ. Hermann Johann, Blumcnmahler. Auf der Laimgrube Nr. zr. Herr Claudius, Historien - Mahler in der k. k. Porzellan- Manufacrur. In der Alfervorstadt Nr. bl. 2LS Aerr Lorenz, Historien-Mahler in der k. k. Porzellan-Manufaktur und Inhaber einer lithographischen Anstalt. 2« der Alservorstadt Nr. 203. Herrold t Johann, Dekorations-Mahler in Gold in der k. k. Porzellan-Manufactur. Auf dem Thury Nr. 24. Herr er Earl, DecorationS - Mahler in Gold in der k. k. Porzellan > Manufactur. Auf dem Thury Nr. 26 . Herzog Georg, Bildhauer. Auf der Laimzrube in der Kothgasse Nr. 42. Hetz Johann, Landfchaftsmahlcr. Auf der Windmühl Nr. 4». Hetz Johann Michael, Historien-Mahler und Lehrer der freyen Handzeichnung in der k. k. Ingenieur-Akademie. Zu Mariahilf Nr. 24. Hetz Joseph, Historien-Mahler. Zu Mariahilf Nr. 24. Hildtvci» Adam, Architekt. In der Leopoldstadt Nr. 12/. Hiller Caspar Adolph, Zeichner und Kalligraph. In der Singerstraße Nr. SYS. Hinterberger Carl (der Jüngere), DceorationS-Mahler in Gold in der k. k. Porzellan - Manufaktur. Auf dem Althan-Grund Nr. io. (Mahlt auch in Öhl und Wasserfarben.) Hjnterberger Joseph, Blumenmahler in der k. k. Porzellan-.Manufactur. Auf dem Althan-Grund Nr. io. Hirsch Johann, Blumenmahler in der k. r. Porzellan-Manufaktur. Im Lichtenthal Nr. b;. Hirschl er Kranz, Obermahler in der Blumen - Classe i» der k. k. Porzellan-Manufaktur. Auf dem Thur» Nr.yg. Hlawatschek Quirin, Landschaftsmahler. Zu Mariahilf Nr. Sy. HSchle Johann (Vater), k. k. Kammermahler. In der Him- melpfort-Gasse Nr. c>5l. Höchle Johann (Sohn), Landschafti- lind Schlachtenmahler. Auf der Landstraße Nr. r. Hochnccker Joseph, Bildhauer. In der Alferporstadt Nr.71. Höfel Johann, Mahl». In der Rothenthurmflraste Nr.728. Höfel maoer Jacob, akademischer Bildhauer. In der Leopoldstadt Nr. 44l. Hoff Philipp, DecorationS - Mahler in Farben in der k. k. Porzellan - Manufackur. Auf dem Michaelbayerischen Grund Nr. 4. Hoffmann Franz, Bildhauer. Aufdem Spitlberg Nriitz. Hoffman» Ignaz, Bildhauer. Auf dem Spitlberg Nr. 1 iS. Hoffman« Johann, Porträt-Mahler. Auf dem Spitlberg am Glacis Nr. izg Hoffmann Joseph, Bildhauer. Aufdem Spitlberg Nr. iiS. H s f li ng e r Joseph, Historien - Mahler. In der Alscrvor- stadt Wiekenburggaffe Nr. 21. ^ Hofmann Thomas. Decorations - Mahler in Farben in der k. k. Porzellan-Manufactur. Im Lichtcnthal Nr. 47. Högel Joseph, Landschaftsmahler. Zu Gumpcndorf Nr. 2Z. H o hen egg Wilhelmine Freyinn von, Sternkreuz-Srdens- Dame und Hof-Dame, Diletantinn in der Landfchafts- mahlercy. In der Burg Nr. i. Höhenrieder Johann, Ingenieur bey der k. k. General- Hofbau-Direction. In der Burg Nr. l. Holbein Therese Fräulein von, Diletantinn, radiert und mahlt in Guache Landschaften. Unter den Tuchlauben Nr. 4LS. Hölbling Leopold, Historien-Mahler in der k. k. Porzellan- Manufactur. Auf dem Himmelpfort-Grund Nr. st. HollauS Franz, Blumenmahler. Auf der Laimgrube Stiftgaffe Nr. yr. Hörlein Johann Kilian, Mahler. Auf dem Spitlberg Nr. 18 . Hübner Johann, k. k. Kammer-Wapen- und Pctschier- stecher. Auf dem Neustifr Nr. 24. Hummel Carl, Porträt - Dsahler. In der Leopoldstadt im Diana-Bade Nr. y. 2Ü0 Hurtl Franz (Dater), Architektur - Mahler. Bürger und Hauiinhaber. Auf dem Schottenfeld Nr. yo. Hurtl Franz (Sohn), LandschastSmahler. Auf dem Schot- tenfcld Nr. qo. Hurtl Joseph,Historien-Mahler. Auf demSchoktenfeldNr. yo. Hutt Ignaz, k. k. Münz - Graveur. Auf dem Rennweg Nr. 477. ^ Hüttcr Elias, Bossierer in der k. k. Porzellan-Maniifatur. 2m Lichtenthal Nr. l7. (Modeleur in Thon, Wachs und Gvps, verfertiget Büsten nach der Natur ic. ic. Leitet die Staff« der Bossierer und Weißdrehcr.) Hyrtl Joseph, Kupferstecher. In Ser Lcopoldstadt Nr. zz. 2 aich Johann , Wachsdoffierer am k. ». Naturalien - Cabi- nette. Auf der Wieden Nr. »r. Jacobi Thomas, Graveur. Zu Mariahilf Nr. ly. Jacoby Joseph, Historien - Mahler. Auf der Laimgrub«, rückwärts auf dem Spitlberg Nr. i«y. Ianitz Johann, k. k. Hof-Theater-Mahler. Zu Mariahilf Nr. ,oz. Ianscha Franz, DccorationL - Mahler in Karben in der k. k. Porzellan-Manufaktur. Zu St. Ulrich Nr. y». Jarefch Johann, akademischer Kupferstecher. Auf der Wieden Nr. ros. 2 a sch ke Franz, LandfchaftS- und Kammermahler bey Ihren Kaisers. Hoheiten den Herren Erzherzogen Rainer und Ludwig. Auf der Laiingrube Nr. l7r. Jebmeyer Johann, Blumenmahler. Auf dem Schottenfeld in Ser Herrngaffe Nr. »7 im eigenen Hause. Jeppmeyer Peter, Blumenmahler in der k. k. Porzellan- Manufackur. Im Lichtenthal Nr. Lb. John Fridrich, Kupferstecher. Zu Mariahilf Nd. 4ll. Jordan» Joseph, DccorationS-Mahler in Farben in der k. k. Porzellan - Manufaktur. I» Ser Alservorstadt Dre»- wohrcngaffe Nr. 27». Jorgy Andrea), Zeichner. Zu Et. Ulrich Nr. 5a. Jung Joseph, Kupferstecher. In der Josephstad« Fuhrmanns gaffe Nr. 1S7. Junker Christian, Kupferstecher. Auf dem Saljgries Nr. 2vl. K a i se r Fridrich, Kalligraph und Schriftstccher. Auf den» Saljgries Nr. 205. Ka ll ia u er Anto», Professor der Anatomie an der k. k. Akademie der vereinigten bildenden Künste. In der Al- serporstadr Nr. izz. Kaltner Johann, pens. königl. Baierifcher Hof-Miniatur« Porirät-Mabler. In der Wallfischgaffe Nr. loio. Kaltner Theresia, mahlt in Pastell. In der Wallfifchgaffe Nr. lvio. Kangel Joseph, Bildhauer. An der Wien in der unteren Gestättengaffe Nr. tis. Kaposkay Victoria Fräulein von, Untervorsteherinn im k. k. Civil-Mädchen>Pensionat, Diletantinn im Miniatur-Mahlen. In der Alseroorstadt im Instituts-Gebäude Nr. lotz. Karl Johann, Mahler, k. k. Zimmeraufseher zu Laxenburg. Karner Aloys, Historien- und Porträt-Mahler. Unter den Tuchlauben Nr. 557. Käß mann Franz, Bildhauer. Zu Mariahilf Nr. 20 im eigenen Hause. Käsiman» Joseph, Bildhauer. Zu Mariahilf Nr. 20. K a stn e r Johann, Porträt-Mahler in Ahl, Naturgröße. In der Alfervorstadt Nr. 20». Keller August, Historien-Mahler. In der LeopoldstaLt Ta- borstraß« Nr. 5IS. Kemvel Joseph, Bildhauer. Zu Mariahilf Nr. l57. Lettner Ferdinand, Miniatur - Porträt« Mahler und Kunst-Requisiten- und Musikalien-Händler. Zu Mariahilf Nr. io. Kinin ger Dincenz Georg, k. k. akademischer Rath und Professor der Schabekunst. Ans der Wieden Nr. 2st. Kirchl Joseph, Bildhauer. Auf dem Neubau Nr. 2b0. KiSling Leopold, k. k. Hof-Statuar. Auf Ser Wieden Feld- gaffe Nr. 12 Y. Klein Franz, Bildhauer. An der Wien in der Kothgasse Nr. izs. Klertz Joseph, Graveur. Auf dem Neustift Nr. lZ5. Klieb er Joseph, k. k. akademischer Rath, Direktor der Schule der Gravier-Kunst an der Akademie der vereinigten bildenden Künste. Auf Ser Wieden Nr. 24. Knapp Johann, Kammermahler bey Seiner Kaiserlichen Hoheit dem Erzherzoge Anton. In Schönbrunn im so genannten finsteren Gauge letzte Thür, der Eavallerie- Reitschule gegen über. Knies check Philipp, Kupferstecher. Zu Mariahilf Nr. zy. Koch Ernst, k. k. Hofbaumeister. Auf dem Sulzgries Nr. 214. Koch Joseph Michael, bürgert. Graveur und Fabrikant gepreßter Metallwaarcn. Zu Mariahilf Nr. lvl. Koch Lorenz, Bildhauer. Zu Mariahilf in der Kirchengaffe Nr. izs. Koffler NicolauS, LandschaftSzeichner und Mahler. Auf dem JosephS-Platze Nr. tlSL. Kehl Lorenz '), k.«. Hauximann von Baron Zach Infanterie- Regiment Nr. tL, Ritter Sei königlich Sardinischen St. Mauritius- und St. Lazarus-Ordens, Ehrenmitglied der k. k. Akademie der vereinigten bildenden Künste in Wien, correspondirendeS Mitglied der k. k. Mährisch- ') Er war der Erste, welcher eine Beschreibung über die Lithographie und Autographie im österreichischen Kai- serstaate lieferte, stehe dessen Werk: Practische Anweisung zur Li th og rap h i«. Wien bey Kaulfuß. «. >S2V. Schlesische» Gesellschaft zur Beförderung des Ackerbaues, der Natur- und Landeskunde, Provisorischer Unter-Di- rector des k. k. lithographischen Institutes des Kataster». Diletant in den freyen ZeichnungSkünsten. In der Rie- nierstrage Nr. 8ly. (Siehe Schriftsteller Seite 2 y.) Kohl Hof er Johann, Blumenmahler in der k. k. Porzellan - Manufactur. Im Lichtenthal Nr. zr. Köhler Michael, Historien-Mahler in der k. k. Porzellan- Manufactur. 2» der Alfervorstadt Nr. 4Z. Kolb Franz, akademischer Kupferstecher (Schabekünstler). Auf der Melker-Bastei) Nr. ilbb. Kölbl Anto», Drahkzugs-Verwalter im k. k. Hauptmünz- amte, Diletant in der Kupferstccherkunst. Auf der Landstraße Nr. 42S. Koller Johanna, k. k. pri». Großhändlers«Witwe, Dile- tantinn in der Blumenmahlerey. Auf dem Michaels-Platze Nr. z. Sopizky Marcus, Kupferstecher. Auf dem Schottenfeld in der zieglergaffe Nr. 10 im eigenen Hause. Köpp Ilnton Edler von Felsenthal, Lehrer der bürgerlichen Baukunst und der freyen Handzeichnung an der k. k. Theresianische» Ritter - Akademie, LandfchaftS- und Historien-Mahler. Auf der Wieden Nr. S4. Koppel Sebastian, Mahler. Auf der Wieden Nr. St7. Korn Peter» DecorationS-Mahler in Farben in der k. k. Porzellan-Manufactus. In der Alservorstadt Nr. sh. Kornhausel Joseph, Architekt und Mitglied der k. k. Akademie der vereinigten bildenden Künste. 2» derHerrn- gaffe Nr. 2S1. Kovatsch 2ofeph, Kupferstecher. 2n der2osephstadtNr. lZl. Kostka Barbara Fräulein von, Wachsboffiererinn in Blumen und Früchten. 2» der lZofephstadt Nr. 40. Kothgasfer Anton, Glasmahler. In der Alservorstadt Währinger-BaffeNro. 27S. 284 Kraft« Joseph, Miniatur-Porträt-Mahler. In der Nagler- gaffe Nr. 2Y«. K rafft Peter Paul, k. k. Hofmahler, Miniatur» und auch Porträt-Mahler in Öhl, dann Historien-Mahlcr und Mitglied der k. k. Akademie der vereinigten bildenden Künste. Auf dem Salzgries Nr. «87. Kramer Andreas, Zeichner. Auf dem Stretzifchen Grund Nr. 1 «. Kr» mm er Anton, Blumenmahler in der k. k. Porzellan- Manulactur. Auf dem Thur» Nr. 8. Kraus Joseph, EonverfationS - Mahler und Mitglied der k. k. Akademie der vereinigten bildenden Künste. 2» der Naglergaffe Nr. 2 » 2 . Kraus Joseph, Landschaftsmahler. In der Wallnerstraße Nr. 27«. Kretzer G. S., Graveur und Schriftstecher. Auf der Wieden Nr. 380. Kreuleder Johann, Porträt-Mahler. In der Weihturg- gaffe Nr. y«c>. Kreuzinger Johann, k. k. Hofmahler und Kupferstecher. Au Mariabilf Nr. l3. Krieger Franz Edler von, geichenmeister am k. k. Eon- »icle. Auf der Landstraste Nr. 14 . Krois Lorenz, Kupferstecher. Zu St. Ulrich Nr. 22. Kronberger, Graveur. (Vornahme und Wohnung mir , unbekannt.) Kr 0 nes Ludwig , k. k. wirkt. Eentral - Haupt - Postwagens- Directions-Officier, Diletant in der Zeichen- und Radier- Kunst. 2» der Leopolbstadt Nr. 4»2- Kronowetter Franz, Blumenmahler in der k. k. Porzellan - Manufactur. Im Lichtentbal Nr. 7 . Kudriaffiky Johann von, Ritter des kailerl. Russische« St. Wladimir - Ordens vierter Elaffe und Direktor des 2b; k. k. Banco-Brücken- und N. Ü. Landes-Wasserba»- amtes. 2» der Leopoldstadt Nr. ssb. Kühnel Paul, AmtSzeichner tey der k. k. General-Hof- Bau -Dircclion. In der Iosephstadt Nr. >74. Kunike Adolph, Lithograph, Zeichner, Inhaber einer Steindruckerey. In der Alservorstadi Nr. isy. Kupelwieser Leopold, Portrat- (in Ähll und Historien- Mahler. In der Schönlaterngasse Nr. bSl. Kurka Adalbert Joseph. Kalligraph und Steinfchriftstecher. Auf dem Bauernmärkte Nr. 57». KÜrner Joseph, DecorationS-Mahler in Gold in Lrrk. k. Porzellan - Manufaktur. 2n der Alservorstadi Nr. 2l7. Kurz Joseph, Historien-Mahler Aus dem Graben Nr. bis. l.»Vigne (Carl August), Bildhauer. 3n der Alservcr» stadt Nr. 1Y7. Lachel Joseph, Blumenmahler in der k. k. Porzellan-Manufaktur. In der Alserrorstadt Nr. ll». Lampi »ranz Ritter »on, Porträt-Mahler. (Zur Zeit in Pohlen). Lawpi Johann Baptist Ritter von, k. k. akademischer Rath und Professor der Historien-Mahlerey. In der Leopoldstadt Ne. ;zl im eigenen Hause. Lampi Johann Baptist Ritter von (Sohn), Porträt-Mahler und Mitglied der k. k. Akademie der vereinigten bildenden Künste. In der Leopoldstadt Nr. rrl. Lamprecht Georg, Historien - Mahler in der k. k. Porzellan-Manusactur. Zu Währing Nr. roo. Lang Andreas, Historien- und Bataillen-Mahler. In der Alfervorstad» Blumengasse Nr. ,,r. Lang Franz, Graveur. Aus der Wieden Nr. — Lang Joseph, k. k. Münz - Graveur, Mitglied der p. k. Akademie der vereinigten bildenden Künste in Wien, und Chrenmitglied der Akademie der Wissenschaften und Künste zu Carrara. Auf der Wieden Nr. 47. ir Lang Julie, Diletantinn in der Porträt- und Landschafts- mahlerey Auf der Wieden Nr. 270. Lang Ludwig, Porträt-Mahler. In der Alservorstadt Blu- mengasse Nr. 112 . Lange Joseph, k. k. penssonirter Hofschauspieler, Historien- und Porträt-Mahler. Auf dem Graden Nr. 1122 . Langer Sebastian, Kupferstecher. Luf der Laiingrubc Nr. 12 . Lanzedelly Johann, Lithograph. Auf der Windmiihl Nr. ,. Lauch Ignaz, Schriftstecher. Auf der Wieden Nr. 46 s. Lefebre Franz, Jnspector der Sammlungen von Zeichnungen und Planen Seiner Königlichen Hoheit des Herzoges Albert zu Sachsen-Tesche». In der Wallfischgafse Nr. rv 22 . (grichenkunst.) reicher Joseph, Schätzmeister bey den k. k. Landrechten, Blnmenmahler. In der Rothenthurmstraste Nr. »llZ. Leithner Anton, Kupferstecher. In der Alservsrstadt Carls- Gasse Nr. 2L7. (Har eine Kupferstichhandlung in der Sei, lcrgaffe.Nr. 1064.) Lepy Nikolaus, Bildhauer. Auf der neuen Wiede» Nr. Llh. Lerchenthalt von, Inhaber einer gcichenschule. Zu Erd- tcrg Hauptstraste Nr. zyH. Leybold Carl, Historien- und Porträt-Mahler. In der A»na-Gasse Nr. 677. Leybold Fridrich, k. k. akademischer Nath und Professor der Kupferstecherkunst. In der Anna-Gasse Nr. 377 . Leybold Fridrich (der Jüngere), Porträt-Mahler. I» der . Anna - Gaffe Nr. 677. Leybold Gustav, Kupferstecher. In der Anna - Gasse Nr. 677. Lieb Joseph, Lehrer der Zeichenkunst an der k. k. Tbere- stanischen Ritter-Akademie. In der Alservorstadt Nr. l2l>- Lieb Leopold, Historien - Mahler in der k. k. Porzellan-M«- nufactur. In der Roffau Nr. br. 8 3 Lieder Franz, Portrat-Mahler. Auf dem Kshlmarkle Nr. 2 ^ List Joseph, Kupferstecher im geographischen und kalligr«* phischen Fache. Zu Mariahilf Nr. 24. Loder Matthäus, Historien- und Landschaftsmahler. Zu Mariahilf Nr. 4L Loos Earl. Bürger und Graveur. An dem Nothcnthurm- thore Nr. 7lü. Loos Fridrich, Kupferstecher. Auf der Landstraste in der Rauchfangkehrcrgaffe Nr. 78. L 0 rcnj 0 Christian Joseph von, k. k. Wasserbauamts-Zeich- ner. In der Lcopoldstadt Praterstratze Nr. 5l4. LossiuS Emanuel, Historien - Mahler. Zu Gumpendors Nr. 172- Mahler Joseph, Sfficial he» der k. k. geheimen Haus-, Hof- und StaatSkanzelley, Dilctant in der Portr«t>Mah« lerei). Auf dem Graben Nr. b»7. Mahl kn echt Shristoxh, Mahler. Auf dem Salzgriet Nr. 207-' Mahnse Earl, Porrrät - Mahler. Auf dem Bauernmarkt« Nr. 5S2. Mainelli Earl, Miniatur - Porträt-Mahler. Auf dem Ju- denplatze Nr. Z42. M-leg Joseph, Historien-Mahler und Kupferstecher. I» der Lcopoldstadt Schmelzgaffe Nr. 454. Man Hardt Ignaz, Kupferstecher und Mahler. Auf dem Spitlberg Nr. >7. Mannsfeld Johann, akademischer Kupferstecher. In der Alfcrvorstadt Nr. ly7. Mansfeld Heinrich, k. k. Graveur. In der Löivclstraß« Nr. iz. Marenzeller Johann, Blumenmahler in der k. k. Pcr- zellan-Manufactur. Auf dem Himmelpfort-Grund Nr. 7 g. atthay, Emaileur. Auf dem Spitlberg Nr. l2. aper Anton, Historien-Mahlcr. In der Wollzeil Nr. S 5 ». 12 ' <""" 2k8 Megerle Joseph, DccorationS-Mahler in Gold in der k. f. Perzcllan-Manufactur. Im Lichtenthal Nr. ,bz. ' Meier Antoit, Zeichner, Kupferstecher und Mahler. Auf der Wiede» Nr. 242- Menzel Franz, bürgerlicher Handelsmann, Diletant in der Landschaftsmahlerey. In der Schottengaffe Nr. 102 . M es m er Joseph, k. k. akademischer Rath und Professor der Landschaftszeichnung. Auf der Laimgrube Nr. 4 ;. Meyer Joseph«, k. k. Hofkanzelley-Wapenmahlerinn. Auf dem Franciscaner - Plage Nr. yly. Michaelfen Wilhelm, Porträt-Mahler. In der Leopoldstadt Nr. 28t. Mitii Ferdinand Edler »on, Nieder-Äster. Landstand, Amts-Ingenieur bey »er k. k. Brücken- und Wafferban- Direction. In der Leopoldstadt Nr. stzy. (Siehe Schriftsteller Seit« Z5.) Möcker Joseph, akademischer Blumen- und Landfchafti- mahler. Zu Mariahilf Nr. 4t. Mohn Gottlob, GlaSmahler. Auf der Wiedner Hauptstraße (auf dem Hungelbrunn) dem k. k. Transports-Hause gegen über, Nr. 4 . Mohn Ludwig, Landschaftszeichner, radiertauch. Auster Landstraße in der Grasgaffe Nr. ZSb. Mollii Franz, Kupferstecher (auch Kupferdrucker). Auf der Wieden Paniglgaffe Nr. 74 . Monsorno Johann, Porträt-Mahler. In der Laurenzer- Gaffe Nr. 7tb. Mora weck Sophia, Mahlerinn. Auf der Wieden Nr. l80. Moreau Earl» k. k. akademischer Rath, Ritter der königs. Französischen Ehren - Legion, und fürstlich Esterhszyfcher Architekt. In der Leopoldstadt Nr. y. Müller Adolph, Schriftstecher. An dem Rothenthurm« Thöre Nr. bLS. Müller Franz, Kupferstecher. Auf der Wieden Nr. 4ZÜ- 6 ki K 6 Müller Franz, Professor der Situation;-, Teometral- und perfpectivischen Zeichnung, und Pyrotechniker. 2m Prater. üller 2»bann, Graveur. Zu Margarethen Nr. ra. üller AloyS, Graveur. Eben daselbst, üller Leopold, Kupferstecher. 2m Alt-Lerchenfeld Nr. 26. »tterer Joseph Anton, Historien- und Porträt-Mahler. 2m tiefen Graben Nr. >76. Neeffe Hermann, Mahler im k. k. privil. Theater an der Wien. An der Wien Nr. >7. Neidl 2ohann, Kupferstecher. 2» der 2°fephstadk Nr. y7- (Hat einen bedeutenden Verlag von Kupferstichen, Bilderbücher», Billetten und Kunstwerken aller Art.) Nesselthaler Michael, Bildhauer. Auf d:ui Neubau Nr. 24y. Ne »mann Christian , Blumenmahler in der k. k. Porzellan - Manufaktur. 2»> Neu-Lerchenfeld Nr. , s. Neunlist Carl, Kupferstecher. 2" der Iosephstadt Nr. >>s. N cuwirth Earl, lithographirt im k. k. lith. Institute des Katasters, Landschaft;- und Blumenzeichner, auch Kalligraph. 2n der Alfervorstadt Nr. 2t. Niedermanu Johann, Porträt - Mahler. Auf dem Salz- grieS Nr. >87. Nigg Joseph, Blumenmahler und Lehrer der Eleven in diesem Fache in der k. k. Porzellan-Manufactur. Im Lichten lhal Nr. >6L. Nobile Peter, k. k. Hofbaurath und akademischer Nach, Director der Archieeclur-Schule an der k. k. Akademie der vereinigten bildenden Künste. Auf der Scilcrstatt Nr.yZ7. Noel Franz, Ählmahler. Auf der Laimgrube an der Wien Nr. 4Z. Nowotny Simon, Faschinen-Werkmeister bey dem k. k. Vanco-Drücken- und N. Ö. Landes-Wasserbaumte. In der Lccpoldstadt Nr. rzy. 270 Oven Siegler Ignaz, Decorations - Mahler in Gold in der k. k. Porzellan-Manufaktur, Auf dem Thury Nr. y4. LSerburg Fridrich Freyherr von, lithographirt im k. k. lilh. Institut« des Katasters. In der ILgerzeil Nr. ,z. Oberhoffer Joseph, Lithograph und Diletant im freyen Handzeichnen. Nächst dem Kärnthnerthor-Theater Nr. 1037- Hehlers Franz, Mahler. (Wohnung mir unbekannt.) L'Lioier Ferdinand, Landfchaftsmahler. Auf der Wieden Nr. lso. -Vrtner Anton '), k. k. Hof - Theater - Architect und Mitglied der k. k. Akademie der vereinigten bildenden Künste. In der Augustiner-Gaste Nr. IIL7. Ostertag Wilhelm, Eorrector in der Architektur-Schule an der k. k. Akademie der vereinigten bildenden Künste. Auf der Wieden Nr. ry. Otto Christoph, lithographirt im k. k. lith. Institute »es Katasters. Auf dem neuen Markte Nr. lOS4. Papi» Heinrich, Miniatur-Porträt-Mahler und Lithograph. Auf der Stubenthor-Bastey Nr. l 1 S 7 < umreit der Stiege am Earolinen-Thore. Passini Johann, Kupferstecher. In der Jofephstadt Io- sephSgaffc Nr. is. Pauer Johann, Kupferstecher im geographischen Fache. Auf der Windmühl Nr. 5i. Paul Joseph, Graveur, gu Mariahilf Nr. 4L. Peil Andreas, Blumenmahler in der k. k. Porzellan-Manufaktur. In der Nostau Nr. ,. Pein Georg, k. k. akademischer Nath und Professor der architektonischen DerzierungSzeichnung, der Optik und Perspective. Unter den Tuchlauben Nr. sc>7. ')V°n ihm erscheint b-y Gerold: Die Baukunst in ihrer Anwendung nach dem Zeitzebrauche für Privat- und öffentliche Gebäude. Perg er Cajeta», Corrector i» der Schule der Gravier- Kunst an der k. k. AkavelNie Ser hildenSen Künste. 2m Schotten-Hofe Nr. löü. Perg er Sigismund von, k. k. Hof-Thiermahler, Historien« Mahler und Kupferstecher. In der Alserrorstadt Wah- ringcr-Gasse Nr. 27Z. Perl ad ca Dominik, Kupferstecher und Kalligraph. In St. Ulrich in der Neuschottengaffe Nr. iZl. P«rnold Joseph Edler »o», Ritter von Berwald und Dern- thal, k. k. Hof-Agent, Diletanl in der Landschaftsmah- lerey. 2» der Singerstraße Nr. H»s. Perfche Johann, Lehrer der vierten Claffe an der Schule deS k. k. Waisen«Institutes. (Zeichnungen jeder Art zur Volksbildung.) In der Alserrorstadt Earlszaffe im k. k. Waisenhause Nr. 2ß2. Petter Anton, Historien-Mahler, «usierordenllicher Professor und Mitglied der k. k. Akademie der bildenden Künste. Zu Mariahilf Nr. 4L. Petter Zranj, Eorrector der Blumen- und Nrüchtenmah- lere» a» der k. k. Akademie der bildenden Künste. Zu St. Ulrich Nr. 7. Pfeiffer Earl, Kupferstecher und Mitglied der k. k. Akademie der bildenden Künste. In der Salvator - Ga,s- Nr. zh«. Pfetten Johann Freiherr von, Lithograph und Kupferstecher. In der Rauhensteingaffe Nr. yzü. Pfnotfch Jacob, Decorpcions - Mahler in Narben in der k. k. Porzellan - Manufactur. Im Lichtenthal Nr. y. Pfretschner Ferdinand, Portrat-Mahler. (Zur Zeit in St. Pötten.) Phillisdort Philipp von, Lithograph, auch Inhaber einer »Ithograxhischen Anstalt. Auf der Landstraße Nr. 4st. P,an Anton dc. k. k. Hof-Theater-Mahler. Auf derLaim« grübe an der Wie» Nr. lös. Pia» Sebastian de, Porträt-Mahler und Bilder - Repo- rateur. Auf dem Neubau Nr. 2Ü7. Pichl Aloys, Mitglied der Akademie zu Rom, Architect Sr. kouigl. Hoheit des Ekjherjoges Franz, Herzcges von Modena, und Ihrer König!. Hcheit der Frau Erzherzogin» Maria Beatrix von Este. In der Kärnthnerstraße ^ Nr. ybs. Pichl Ferdinand, Architect, ehemahliger Lehrer der Baukunst Ihrer König!. Hoheiten des Erzherzoges Franz» Herzoges von Modena; des Erzherzoges Maximilian, des Erzherzoges Carl >c. In der Hinteren Schenkenstraße Nr. Lt>. Pichler Joseph, Bildhauer. Zu Mariahilf Nr. «7. Pichler Ludwig, Professor der Medaillen- und Geminen- SchneiLekunst an der k. k. Akademie der bildende» Künste. Auf der Melker-Bastei, Nr. S 7 . PienczykowSka Caroline, Miniatur - Mahlerinn. Auf der Wieden nächst der CarlSkirche Nr. io«. P »hack er Joseph, Historien - Mahler. Auf der Laimgrube an der Wien Nr. 47 . Pölt Johann, Archiiectur- und Landschaftszeichner, gewesener fürstlich Ssterhazyscher Architeet. In der Alservor, stadt Nr. zy7. Ponheimer Kilian. Kupferstecher. Auf der Wieden nächst der Earlskirche in der Paniglgasse Nr. r«. Pönninger Laurenz, k. k. Münz - Graveur. In der Jo- sephstadt Nr. i4l. Poppel Georg, DecorationS - Mahler in Farben in der k. k. Porzellan - Manufactur. Im Llchtenthal Nr. 7l. Psratzky Leopold, Kupferstecher. Auf dem Neubau Nr. 2- Pofchek Jaeob, Graveur. Auf dem Neubau Nr. 2SY. Pö sch l Georg, Gold-Graveur. Auf dem Spitlberg Nr. t2- Pranter Carl, Architect be» der k. 2. n. -S. Civil-Bau- . Direclion. In der Hinteren Schenkcnstrasie Nr. Lb. """ 27Z Precht er Joseph, Blumenmahler in der k. k. Porzellan- Manufaciur. 2m Lichtenthal Nr. bz. Prohaska Dincenz, Modellen - Mahler an der k. k. Ingenieur-Akademie. Auf der Windmiihl Nr. 22 . Prokopp Franz, akademischer Bildhauer. In der Alferpor- siadt Floriani - Gaffe zum heil. Prokop Nr. «7. Puchecker Leopold, Blumenmahler in der k. k. Porzellan- Manufackur. Auf dem Thury Nr. 74. Pu check er Philipp, Blumenmahler in der k. k. Porzellan- Manufactur. Auf dem Thury Nr. 74. Pumperrer Joseph, DccorationS - Mahler in Farbe» in der k. k. Porzellan-Manufactur. 2m Lichtenthal Nr. 17 . Quittschreiber Ehristian, akademischer Künstler. 2» der Alseroorstadt Nr. 40 . Na bl Jacob, Blumenmahler in der k. k. Porzellan - Manu- factur. Auf dem Thury Nr. 52. «adlmacher Earl, Blumenmahler in der k. k. Porzellan- Manufaclur. 2» der Wcihburggaffe Nr. YVS. Radnitzky Joseph, akademischer Graveur. Auf der Wiede» Nr. rok>. Ra hl Earl, Kupferstecher und Mitglied der k. k. Akademie der bildenden Künste. In der Alservorstadt Wickenburggaffe Nr. 17 . Rahn E., k. k. Hof-Papier-Tapeten - Fabrikant, Landschaftsmahler. Zu Gumpendorf Nr. 2Y0. Raimund Peter, Bildhauer. Zu Mariahilf Nr. 77. Rammcl Michael, Historien- und Portrat-Mahler. Auf der allen Wiede» Haupistraste Nr. 2 . Rechberger Franz Edler von Rechkron, gräflich Fries'- scher Gallerie - Direktor und Bibliolhecar, Landschaftj, mahlerund Kupferstecher. Auf demJofephsplatze Nr. 1155 . Reindl Franz, Eorrector in der Schule der Anwendung der Kunst auf Manufakturen an der k. k. Akademie der »ereiuigten bildenden Künste. Im Lichtenthal Nr. y. 12 ' Rodel Jos,pH, Eorrector bey der Historien - Mahlerey an der k. k. Akadeu::« der vereinigten tildenden Künste. An der Wien Nr. 40. Rein hol» Fridrich, Sbermahler in der Elast« der Ornamenten und Dccorationen sowohl bunt als in Gold, in der k. k. Porzellan»Manufaktur. Auf dem Himmel- pfort - Grund Rr. 2Z. Reinhold Fridrich, LandschastSmahler. Zu Mariahilf Nr. 45. Re! nhold Joseph, Bostierer in der k. ». Porzellan - Manufaktur (Modelleur). In der Alservorstadt Dreymohren- gaffe Nr. 245. Reister Iran), Kupferstecher und Lehrer der geometrischen und architektonische» Zeichnungen am k. k. polytechnischen Institute. An der Wien Nr. iso. Remy Ludwig von, Ritter der kinigl. Franz. milit. Ludwigs-Ordens, k. k. Rath, austerordentlicher Rath der Akademie der vereinigten bildenden Künste-, Kanzelley- Direcror bey der k. k. General - Hof-Bau - Direktion. Auf der Kärnthner - Thor-Bastey Nr. ii5y. R Homberg Joseph Anton, Historien - Mahler. Auf dem StephanS-Platze Nr. b27. Richard Albert, Lithograph beym k. k. N. ö. Wafferbau- anite. In der Josephstadt Roverani-Gaffe Nr. 2. (Macht all« lithographischen Arbeiten, vorzüglich aber SituationS- Plane, Maschinen-Zeichnungen, Tabellen, kalligraphische Blätter und Bistt - Karten.) Rieder Lorenz, Kupferstecher. Auf der Wieden Nr. 2Sl. Rieder Wilhelm, LandschaftSmahler. Auf der Wieden Nr.255. Ri« dl er Georg, Mahler. Zu Mariahilf Nr. >51. Riegel Antonin, fürstlich AuerSberg'scher Architekt. In der Leopoldstadt Praterstraste Nr: 415. Riegler Franz, Mahler. In der Alservorstadt Nr. 126. Rob au sch Anton, k. k. Wasserbau- Amts - Inspektor. In der Leopoldstadt Nr. L2S. 27- Rosa Joseph, erster Eustos an der k. k. Gemahlde - Tarierte, Historien - Mahler. 2m k k. Belvedere. Rostner Bernhard, Decorations - Mahler in Gold in der k. k. Perzellan - Manufactur. 2n der Roffau Nr. bl. Rothenburg Rudolph von, geographischer Kupferstecher und Miniatur - Mahler. 2» der Alservorstadt Floriani- gaffe Nr. 40. Roth Müller Anton, Custos der fürstlich Esterhaxy'schen Gcmählde - Gallerte und Kupferstichsammlung, 2»spec- «or der Mineralien-Sammlung, Ehrenmitglied der k. k. Akademie der vereinigten bildenden Künste, Landschafis- mahler und Kupferstecher, auch chemischer Producten- Fabrikant. Auf dem Neubau Mariahilser-Straste Nr. 270 Rottner Heinrich, Mahler. 2n der 2osephstadt Kaisern gaste Nr. z«. Roux 2oseph Ferdinand, bürgerl. Leinwandhändler, Dilt- tant im Radieren. 2» der Grünangergaffe Nr. »zg. R u v ck Ferdinand, Landschaftsmahler. Auf der Laimgrube, an der Wien Nr. 24. Runk Morij, Landschaftsmahler. Auf dem alten Fleisch- nl»rkte Nr. bys. Rust Earl, zweytcr Custos an der k. k Gemählde-Gallerie, Historien-Mahlec und Kupferstecher. Im k. k. Belvedere. G « a r Alexander von, Landschaftsmahler. 2m Bürgerspi- tale Nr. noo. Kack Franz, Controllsr bey der k k. Staatsschulden - Tilgungs-Fonds-Haupt-Eaffe, Diletant in der Kupferstecher- kunst. 2» der Sladt im Heiligenkreuzer-Hofe Nr. b77. Sack Gotilieb, Bildhauer und Lithograph. Auf der Laimgrube Nr. 2 . Satine 2»cob, Porträt-Mahler. Auf der Wieden Nr. l. Sales Carl, Porträt-Mahler. Auf dem SalzgrieS Nr. >8ü. Salomon Joseph, Historien - Mahler. Auf der Wiede« Nr. 242. ----- 270 Sandner Michael, Mahler und Lithograph. In der R»r» sau Nr. ,oz. Sartory Franz, Landschaftsmahler in der k. k. Porzellan- Manufaktur. 2» der Alservorstadt Nr. 275. Sauer Ignaz (Zeichnungen zur Volksbildung), k. k. privit. Kunsthändler und Schatzmeister in Kunstsachen. 2» der Alservorstadt CarlSgaffc Nr. 25Y. Sautner Johann, Bildhauer und Mitglied der k. k. Akademie der vereinigten bildenden Künste. Auf der Laiin- grube an Ser LSien Nr. so. Schaller Anton, Corrector an der k. k. Akademie der bildenden Künste, Histerien-Mahlcr in der k. k. Porzellan- Manufactur. In »er Alservorstadk Nr. 20. Schalter Johann, Modelleur in der k. k. Porzellan-Ma- nufactur. (Derzeit alt Pensionär in Rom.) Schefer von LeonartShof Johann, Historicn-Mahler. In der Alservorstadt Herengasse Nr. tzo. Scheiblauer Franz, Blumcnmahlec in der k. k. Porzellan - Manufaktur. In der Wallnerstraste Nr. 2k>7. Scheller Christian, Miniatur - Porträt - Mahler. Auf dem SalzgrieS Nr. 205. * Schenk Joseph, Mahler und Bilder - Restaurateur. Auf dem Spitlberg Nr. so. Sch eurer Johann, Landschaftsmahler. Auf dem hohen Markte Nr. 525. Schiavone Natale, Porträt-Mahler. Auf der hohen Brücke Nr. 554 (Derzeit in Italien.) Schiavone Peter, Porträt - Mahler. Auf der hohen Brücke Nr. 554. (Derzeit in Italien.) Schiefer Carl, erster AmtSzeichner bey der k. k. N. Ü. Civil - Bau - Direktion. In der kleinen Schulerstraste Nr. 05y- Schiff» uer Johann, Blumenmahler in der k. k. Porzellan-Manufaktur. Auf dem HiMMelpfort-tKrund Nr. 50. Ä 6) H s ^ s 277 Schiller Ludwig Eduard, »kchi- und Hydrotect. 2» der Alfervorstadt Nr. 124- Schilling 2»d»"N, DecorationS - Mahler in Gold in der k k. Porzellan - Manufactur. Auf dem Aithan-Grund« Nr. io. Schimon Ferdinand, Porträt-Mahler. Auf der Windmühl in der Rosengafsc Nr. b2. Schindelmeyer Franz, Kupferstecher. In der Alservor- stadt Herrngaffe Nr. Ho. Schindler Johann, Lehrer der Zeichcnkunst an der k. k Normal-Hauptschule bey St. Anna, LandschastSmahler und Mitglied der k. k. Akademie der vereinigten bildenden Künste. Auf der Laimgrube an der Wien Nr. 25. Schindler Joseph, Blumcnmahler in der k. k. Porzellan- Manufactur. Im Lichtenthal Nr. Hz. S ch l v g l«Johann, Blumenmahler. Auf der Laimgrube Nr. ibb. mal Earl, Kupferstecher. Im Alt-LcrchenfclL Nr. ir». mal Johann, Mahler. Im Alt-Lerchenfeld Nr. izs. mcistl Michael, Lehrer der Zeichenkunst. Auf dem Sxitldcrg Nr. 104. S chmelier Joseph. Bildhauer. Auf der Laimgrub« an der Wien Nr. 4». Schmidt Earl, Porträt-Mahler in Miniatur. In der Stadt Karnthncrstrastc Nr. 1072. Schmidt Gottfried, DecorationS-Mahler in Farben in der k. k. Porzellan - Manufactur. 2m Lichtenthal Nr. 10S. Schmidt Joseph, k. k. Münz - Graveurs - ASiunct. Auf dem Strotzischen Grund Nr. ir. Schmitt Jgna,, Decorationj-Mahler in Gold in der k. k. Porzellan - Manufactur. Im Lichtenthal Nr. 207. Schmittbauer Joseph, Graveur. Auf dem Spitlberz Nr. 17. K K mutz Wenzel, Graveur Zu Mariahilf Nr. los. mutzer Johann, Bildhauer. Auf der neue» Wieden Nr. Sl5. Schmutzer Mathias, Blumenmahler. Auf der Windmühl Nr. 27. Schmutzer Philipp, k. k. Münz - Graveurs - Adjunct. Zu Mariahilf Nr. qb- Schneck Franj, Porträt-Mahler. Auf der Wieden Nr. 260. S chneider Ferdinand, Graveur. Auf dem Neubau Nr. 17. Schneitmann Earl» Historien > Mahler. Auf der hohen Brücke Nr. l44 Schnell Franz, Decorations-Mahler tu Gold in der k. k. Porzellan - Manufaktur. 2m Lichtenthal Nr. 140. Schnorr Ludwig §. von Carlifeld, Historien-Mahler. Auf der Landstraße Graszass« Nr. Z5b. Schober Hermann, Blumenmahler in der k. k. Porzellan- Manufactur. Im Lichtenthal Nr. 30. Schödelberger Johann, Landschaftsinahler, Mitglied der k. k. Akademie der vereinigten bildende» Künste- und Lehrer der Zeichenkunst an der von goller'schcn gestifteten Hauptschule auf dem Neubau. — Auf dem Neubau Nr. 2lh. Schonberg Johann, Kupferstecher und Kupferstichhändler. Auf dem Neubau Nr. 2b3. Schönborn Marie Gräfin» von, Diletantinn im Land- schaftsmahlen. In der Renngasse Nr. iss. Schön laub Franz, k. k. Hof- und akademischer Bildhauer. Zu St. Ulrich in der Neufchottengasse Nr. l>4. Schö-nlaub Franz (der Jüngere), Bildhauer. Zu St. Ulrich in der Ncuschottengaffe Nr. 114. Schön mann Joseph, Blumenmahler. An der Wien , in Ser Pfarrgasse Nr. 5S. Schön schütz Joseph, k. k. Lieutenant, Lithograph. In der Teinfaltstraße Nr. 74. s> N 279 Schottne« Gottwill, Blumenmahler in der k. k. Hof-Po, pier-Tapeten-Fabrik der Herren Spörlin und Rahn. Zu Gumpendorf Nr. 2Y0. chraub Joseph, Bildhauer. Zu Mariahilf Nr. ;«. chröckenstein Johann, Kupferstecher. Auf dem Neue stift Nr. Hz. Schröder Joseph. Blumenmahler. In der Leopoldstadt Praterstraße Nr. 531. Schroth Jacob, Bildhauer. An der Wien Nr. 37. Schrotte» Bernhard Edler von, Portrar - Mahler Auf der hohen Brücke Nr. 357- Schubert Earl, LandfchaftSmahler. I» der Roffa» im Schulhause Nr. >47. Schubert Ferdinand, Lehrer an der Trivial - Schule im Alt, Lerchenfeld, Ornamenten, und Landkartenzeichner. Im Schulbause daselbst Nr. 234. Schubert David, Graveur. Im Alt - Lerchenfeld Nr. 127- Schufried Jacob, Landschaftsmahler in der k. k. Porzellan - Manufactur. In der AlscrvorstaLt Nr. rb4. Schulz Franz, Decorations-Mahler in Gold in der k. k. Porzellan - Manufactur. Auf dem Thur, Nr. 32. Schürer von Waldheim Peter, zweyter Amtszeichner der k. k. N. Q. Eioil - Bau - Direktion. In der Himmel- pfort-Gasse Nr. Y 4 q. Schwöd Jacob, Bildhauer. Zn Mariahilf Nr. 3». Schwod Joseph, Bildhauer. Zu Mariahilf Nr. yo. Sccker Adalbert, k. k. Wasserbau - Amts - Ingenieur. In der Leopoldstadt Nr. ÜL- Sedelmayer Ferdinand Edler von, Porträt-Mahler in Ohl und Miniatur. Auf dem Salzgries Nr. i»7. Seeder Franz Johann, Director des Kunstfaches sämmt- licher mit Sen Volksschulen vereinigten Zeichnungs-Elas- sen. In der Lecpoldstadt Nr. 25». Seidl Mathias, Graveur. (Wohn»'g mir unbekannt.) E V « V 'L K VG 2L0 e i p Earl, Kupferstecher. Auf dem Unter-Ncustift Nr. 4st. eltzam Melchior, Landfchafts- und «rchilectonischer Mahler. Auf der Laimgrubc Nr. 177. enneterre Earl Eduard, Ingenieur K)-Zr»u!!<öber Joseph, Kupferstecher. Im Alt-Lerchenfeld Nr. 7l 2z, Stell Franj, Wachsbossierer am k k. Naturalien-Sabinet- te. Zu Schönbrunn. Storr Joseph, Blumenmahler. Im Lichkenthal Nr. 7 . Strenzl Ignaz, k. t. akademischer Raih und Professor der Manufaktur-Blumenjeichnung. In der oberen Brcuner- straße Nr. t,ztz. Stribel Joseph«, Diletantinn in Handzeichnunzen und in der Portrat-Mahlerey. Auf dem Salzgrits Nr. 214- S < u b e n r « u ch Earl Philipp von, Esstume- und Garderobe^ Director bey den k. k. Hof-Theater». In der Rauhelistcintzaffe Nr. y27. Stu mböch Michael, Porträt-Mahler. Auf dem Schotten- fetd in der Fuhrmannsgaffr Nr. 2tt- Suchy Adalbert, Porträt-Mahler in Miniatur, Pastell und Lhl. Auf der Seilerstatt Nr. «vtz. Tepplar Anton, Kupferstecher. Zu St. Ulrich i» der Neu- degger-Gaffe N.r- Y 0 . Teufel Johann, Dccorations-Mahler in Geld in der k. k> Porzellan - Manufactur. In der Alservorstadt Nr. 257. Thenring Johann, Münz-Graveur. Zu St. Ulrich Nr. zy. Tirtpsch Andreas, Porträt-Mahler. In der Josephstadt Knisergasse Nr. 102 . Timltch Earl, Kupferstecher. Auf der Fischerstiege Nr 20ff Tkadlik Franz, Historien- und Porträt-Mahler. In der Mallerstraste Nr. 2 br. Topola Leopold, Historien - Mahler in der k. k. Porzellan- Manufactur. Auf dem Thury Nr. 5l- Told Alexander, Blumenmahler und Melangeur in der k. k. Hof-Papier-Tapeten-Fabrik der Herren Spörli» und Rahn zu Gumpendorf Nr. 2Y0- Tomfort Mathias, Adsunct des Zcichnungsfaches am k. k. polytechnischen Institute, Vlumewnahler. I» der Leo- poidstadt Nr. b,o. 227, Tornowsky Johann, Bildhauer. An der Wien in der K-thgasse Nr. ztz. Trentsenskn Joseph, Lithograph, auch Inhaber einer lithographischen Anstalt. Auf dem StephanSplatze im gwettel - Hofe Nr. 8ü«. Überlacher Joseph, Brückenmeister den dein k. k. Banco- Brücken» und N. S Laudes-Wafferbaiiamte. Am Tabor Nr. ZS7. Uhrl Franz, Bildhauer. Aus der Windmühl in »er oberen Pfarrgasse Nr. bo Un termüllcr Ferdinand, Graveur. ZuMariahilf Nr. ,«l. Derflassen Jacob, Historien-Mahler. 2luf der Wieden Nr.». Di eh deck Earl Ludwig Friedrich, k. k. Hauptman», Dilatant im milit. Zeichnungsfache und i» Ser Landschaft-, zeichnung. Auf der Landstraße Hauptstraße Nr. 42. D i tt in g ho ff Earl Frcnhcrr von, Director der fürstlich Paar'schen Kuxferstichsaminlunz, mahlt Landschaften un» Thiere, radiert auch in Kupfer. Auf der Wieden Wienstraße Nr. 4S7. l>n Vivier Joseph, Ritter des königl. Franz. St. Michaeli- Drdens, LandschaftSmahler und Mitglied der k. k. Akademie der vereinigten bildenden Künste. I» der Singerstraße Nr. yo«. Vogel Andrea», Graveur. Auf dem Thur» Nr. s l - Vogel Franz, k. k. Hofbildhauer. Auf der Wieden in her Alleegasse Nr. 28 Vogel Johann, Bildhauer. Auf der Windmühl Nr. rc> 2 . Vogel Joseph, Bildhauer. Auf der Laimgrube Nr. qh. Vogel Joseph, Blumcnmahler. Auf dem Neubau Ne. löst. Dolkmann Johann, Bildhauer. Zu St. Ulrich in der Rovcranigasse Nr. 7ü. Volkmar Joseph, Mahler. In der Alscrvorstadt Nr. ß2- Doll Franz, akademischer Bildhauer. Auf »cm Spitlbsrg Nr. 27. 2K4 Wagner Franz, Graveur. Auf dem Spitlberg Nr. 12 ;. Wagner Leopold, Mahler. Auf dem Althan - Grund Nr. ,2- Wald müll er Ferdinand, Porträt - Mahler. 2m Eomö- dicn-Gäßchen Nr. l040. Wappcnstein Ascher, schneidet erhaben und in Tiefe Wa- pen, Portrate, Figuren und Antiken in E» n, Stahl -c. In der Leopoldstadt Praterstraße Nr. ;ro. Wappenstein Joseph, Zeichner und Graveur. Eben daselbst. Weber David, Landschaftsmahler. 2n der Pastauer-Gaste Nr. Zb;. Weber Joseph, Theater-Mahler dcS k. k. privil. Joscph- städtcr Theaters. Auf dem Breitenfelde Nr. g. Wegmayer Sebastian, k. k. akademischer Rath und Professor »er Blumen- und Fruchtmahlerey. 2» der Josephstadt Nr. bg. Weingarten Adam, k. k. Hauptmann, Lithograph. In der Schauflcrgaffe Nr. 24. Wein polter Georg, akademischer Bildhauer. Zu Maria- hilf Nr. 34. Wein'rauch Anton, Kupferstecher und Bürger. Aus der Wiede» Paniglgasse Nr. 77. Weiß David, Kupferstecher. In der Josephstadt Nr. H7. Weiß Franz, k. k. Ingenieur-Hauptmann und Lehrer der Civil- und Militär-Baukunst an der k. k. Ingenieur-Akademie. Zu St. Ulrich Nr. Sü. Weiß Franz, lithographirt im k. k. lith. Institute des Katasters, zugleich Porzellan - Kunstmahler. Zu Mariahill Nr. izy. Weixelbaum Johann, Sbermahlcr in der Elaste der Hi- storien-Mahlerey, und Decorations-Mahlcr in Farben i» der k. k. Porzellan-Manufaktur, mahlt auch in Ähl und emaillirt. I» der Atserrorstadt Nr. 255. SS SS S S S S S S . S SS Welker Crnst» Landschaft«- und Thiermahler. (W^hiniug mir unbekannt.) enzel Johann, Blumenmahler. Zu Mariahilf Nr. , 7 . erndle von ALelsfried Johann, Lehrer der Archi- tectur und freyen Handzeichnung an der k k. Akademie der morgenländischen Sprachen. Auf dem Haarmarkte Nr. b4>. esse ly Joseph, Kupferstecher. Auf dem Strotzischen Grund Nr. Lt. estermayer Peter Paul, Kupferstecher. Auf der Laimgrude Nr. t?r. . jedermann Georg, Architekt. Auf dem Salzgrle« Nr. ,LS. ilder Christian, Kupferstecher. Auf der hohen Brück« Nr. rstz. ildmann Ignaz, Dlumenmahler in der k. k. Porzellan- Manufactur. In der Alservorstadt Nr. 24l- immer Anton, Blumenmahler in der k. k. Porzellan- Manufactur. Auf dem Ncustift Nr. L7. int er Carl, Schriftkupferstecher, lithographirt im k. k. lith. Institute LeS Kataster», nio er zugleich die Kalligraphie der Wagen besorgt. Auf dem Nennweg Nr. 470. iringer Christian, DecorationS - Mahler in Karben in Ser k. k. Porzellan-Manufactur. Im Lichtenthal Nr. 20 z. ithalm Andreas, Kalkograph im topographischen Bureau Lei k. k. General-Quartiermeister-Stabe«. In der Alservorstadt Nr. 45 . ittmann Joseph, Grareur. Auf der Landstraste Nr. Z72. öder Bernhard, Blumenmahler i» der k. k. Porzellan- Manufactur. Im Lichtenthal Nr. IYL. Wolf Kranz, Portrat-Mahler. Auf der Melker-Basten Nr. yy. Wolf Peter, Portrat-Mahler. Auf dem Strotzischen Grund Hauptstratze Nr. 4 . 286 """ Wöl'flinger Michael, Decorations-Mahler in Harden in der k. k. Porzellan - Manufactur. Auf dem Thur, Nr. y. Wollein Franz» Blumenmahler in der k. k. Porzellan« Manufactur. Im Lichtenthal Nr. 4l. Wrani tzky Joseph, Graveur. Auf der Wieden Nr. 506. Wrenk Hranz, Kupferstecher und Lehrer der freyen Hand- zeichnung in der k. k. Ingenieur - Akademie. Auf der Wieden Nr. 580. Wiirth Johann, k. k. Münz - Graveur. In der Himmel- Pfort-Gasse Nr. y64. Wutk» Michael, Landschaflsmahler. Im Schotten-Hofe Nr. 156. Zalab « k» Benjamin, Mahler und Zeichenmeister. Zu Mariahilf Nr. i, rückwärts auf die Windmühl. Jauner Hranz Edler von, k. k. akademischer Rath und Hof» Statuarius» Ehrenmitglied der Akademie der bildenden Künste in München. In der Johannes-Gaste Nr. yso. Zeichner Franz, k. k.Münz-Graveur. Zu Mariahilf Nr. 7Y- Ziegler Joseph, Porträt-Mahler. Auf Ser Wieden Nr. 4YS Zinke I. W., akademischer Kupferstecher und Lithograph. Auf dem Neubau Nr. »4. Zinsmeister Joseph, Bürger und Wapenmahler. In de« Rossau Dreymohrengaff« Nr. ns. Zistler Joseph, Decorations-Mahler in Harden in der k. k, Porzellan-Manufactur. In der Leopoldstadt Nr. ,y7. Zobel Johann» k. k. Titular-Hof-Architekt. Zu Maria- hilf Nr. ly. Zöhrer Bartholomäus, Porträt-Mahler. Zu Gumpendorf Nr. 54. Lutz Ignaz, Kupferstecher. In der Leopoldstadt Taborstrabi zum weißen Schwan Nr. 5ro. » LS7 """ Kalligraphen (Kunst- und Schönschreiber). -»^,/r. Hirsch Thomas. (Siehe Schriftsteller Seite 2!.) — Kurka Adalbert. (Siehe Künstler Seite 2bS). — Mink AloyS, Lehrer an der St. Josephs - Pfarrschuk« i» der Leopoldstadt Nr. Zir. (Auch L'thograph). — Payer Joseph, Schreibmeister und Kalligraph (k. k. hofkriegsräthlicher Beamter), gibt mit hoher Bewilligung in allen Schrifkgattunzen gründlichen Unterricht, und übernimmt alle Arbeiten in der höheren Kalligraphie. In der Salvator-Gasse nächst dem hohen Markte Nr. L78. Dessen Wohnung ist im Änderungsfalle stet« in der Buchhandlung deS Herrn Earl Gerold auf dem Stephans-Platze oder i» der Kunsthandlung des Herrn Bermann zur goldenen Krone auf dem Grabe» zu erfragen. — Warsow Ferdinand. In der Dorotheer-Gaffe Nr. llb 4 - nächst dem vormahligen Easin». Gemahlde-, Kupferstich- und andere Kunstsammlungen. -»!bl brecht (Seiner Königlichen Hoheit de» Herzoges) zu Sachsen-Tesche» re. rc. 8ammlu n g von Kupferstichen. Auf der Augustiner-Bastey im zweyten Stocke des herzoglichen Pallaste» Nr. tiSo '). — Diese Sammlung enthält l57.ysr Kupferstiche, welche in s«4 Portefeuille». in Form von Carlo»», mit Maroquin überzogen, sich befinden ; die Römische Schule mit Einschluß der Florentlnischcn füllt »50, die Benelianische 54, die lvslozner 54, die Lombardische >», die Deutsche >75, die Flammandische und Holländische >7l, die Französische ISS, die Englische 5rs. Die letzter« Abtheilung enthalt alle Meister «u» Spanien, Portugal, Dänemark, Schweden, Pohlen, Rußland, au» der Turkey und China; Stücke in Schwarz- »unst seit der Zeit ihrer Erfindung durch den Lieutenant von Siegen, überhaupt da» Vorzüglichste der Engländer und Anderer in diesem Fache; Abbildungen alter und neuer Denk- mähler; Ansichten öffentlicher Gebäude, Gärten-c.; Abbildungen der Alterthümcr, die man in Herculanum und Pompeji gefunden hat; Abdrücke von den Mahlereyen Raphael» und anderer Meister; colorirte Ansichten von Gegenden aller Länder, sogar au» Indien; Jagden wilder Thier« >c. ic. — °2n der Römischen Schule zeichnet sich durch seine Seltenheit vorzüglich ein Kupferstich von Peter Perugin «ui. Sr ist mit ') Siehe auch Bibliothek Seit« bs. p. k. bezeichnet, und stell» die Abnahme de» Erlöser» osm Kreuze vor. Hr. Hofrath Bartsch hat ihn im Le k>einlre z, «ve»r Vol. Xlll. p. rü« beschrieben. Eben so auch der Kindcrmord nach Raphael von Marc-Antoine» von welchem sich ein Abdruck vor der Schrift und mit dem Nahmen Naphael in dieser Sammlung befindet. Überhaupt sind die meisten Kupferstiche von Marc-Antoine und feinen Schülern in sehr schönen Abdrücken hier vorhanden, und füllen »5 Bände. Be, sonders merkwürdig ist die Deutsche Schule durch die Arbeiten aus den ersten Zeiten der Kunst durch die Monogramisten Martin Schöngauer, Israel »an Mechen und vor allen durch das Kupferwerk von Albrecht Dürer, welche alle von gleicher Schönheit sind. Noch befinden sich hier zwei) äußerst seltene, bisher nirgends aufzefundene, unvollendete Stücke: Nr. i Adam und Eva und Nr. 7 ;: Wirkung der Eifersucht. — In der Flammändischen Schule ist außer dem Werke des Lucas »an Leyden vorzüglich zu bemerken: Die groß« Agar; ein eben so seltener als schöner Abdruck. Unter den Arbeiten Nembrandt's sind auch mehrere sehr seltene Stücke; eben so unter den Leistungen seiner Schüler Bol, LiedenS, »an Dliet, Neueste, »an Battuno und I. de Hptt. Auch aus der Holländischen Schule sind die seltensten Stiche aufzuwei- sen. Die Französische und Englisch« Schule zeichnet sich vorzüglich durch die schönsten Abdrücke »or der Schrift von de» berühmtesten Meistern aus. Hierunter: Dreoct, Edelinck, Maston, Nanleuil, Dalechou und Poilly; —Woollett, Sharp. Sherwin, Strad ic. Die Sammlung der Handzeichnungen enthält ungefähr «4,000 Stück sin 257 Bänden) der berühmtesten Meister aus allen Schulen, und besonders selten« Stücke der ältesten Florentinischen Künstler »om Jahr« ,« 2 S, nähmlich «on Oiotlo lii storillvne, stean Liinakue und I^icolao I>i- »no; »om Jahre «200 bis «5yo; 25 Meister »on «ZOO bi» «400; und 4b Meister »on «400—ILOO; rb Zeichnungen »»»Michael ir """ 2Y0 Angel», 30 von Andreas de! Sari», ,12 von Raphael in 3 Banden u. s. w. bis auf unsere Zeit. — Die Handzcich- »ungen aus der Deutschen Schule von Schöngaucr und Israel van Mceiicn sind eben so berühmt und selten, als die von Albrecht Dürer, von welchen 157 Zeichnungen in 3 Theilen vorhanden sind; ferner: sr von I. Heinrich Ross, 270 von E. W. E. Dietrich >c., kurz, jede Schule besteht aüs einer großen Anzahl Blatter von den berühmtesten Meistern, irie z. B. von Rubens 14b; von Rembrandk 140; von Nicolaus Poufsin 12b; von Elaude Lorrain 42, worunter die Flucht in Ägopken soo fl. Silbermünze kostet; von Mig- nard 30; von Sebastian Bourdon y: von I-e 8u«i»i- 23; von le kenn 2b ; von Oo^par vugliet, genannt k>ou8,in, 24 -c. -c. — Bevde Sammlungen werden in bestem Zustande erhalten und noch vermehrt; auch ist die Besichtigung derselben nicht verweigert. Als Direktor der Sammlung der Zeichnungen ist Franz Lefcbre'), und als Direktor der Kupferstichfammlung Joseph »an Boeckhout") angestellt. Artaria und Eompagne (Die Herren Dominik), k. k. privil. Kunst- und Musikalien-Händler, besitzen (nebst ihrem Verlage und Assortiment) eine bedeutende Sammlung von Kupferstichen sowohl alter als moderner Meister aus alle» Schulen; dann einen ansehnlichen Dosrath von Hand- zeichnungen. In ihrer Gcinäbldesammlung werden Werke der berühmtesten Mahler alter und neuer Zeit nicht »er mißt. Die Hsrrcn Besitzer sind geneigt, Kunstliebhabern und Kennern die Besichtigung dieser Gegenstände zu gestalten. , ') und ") Siehe Künstler Seile 2 bb und Seite, 242- 2Y1 Badenfeld (Des Herrn Carl »on),HlGutSbesitz«rff «nd Mitgliedes der k. k. Landwirthfchafts-Gesellschaft in Wien -c. Gemähldesammlung. Zum Stoß im Himmel Nr. Zb4 iin eigene» Hause. — Diese Gallerie enthält vorzüglich« Gemählde aus allen Schulen. Bräu.« (Des Herrn Adam '), beeideten Kunstschätzmeisters und Mahlers, G e m ä hl d e sa m m ln n g. In der Rauhensteingaffe Nr. yz? im r. Stocke. — Diese Sammlung besteht aus ungefähr SV Stück, worunter vorzüglich bcmerkenswerth sind: Die Geburt Christi von E. Quelli- nus; Seestück von »an den Velde; Mädchen mit Blumen von G. van Eckhout; Thierkopf von P. Pottcr; die heilige Agnes von Guercino; Einsiedler von Baudiz; Landschaften von Renibrandt und WynantS; Historien-Stück vom Solimena; der englische Gruß von Procaccini; der Erlöser der Welt von R. Mengs; Geflügelstück von Hondekoetcr; Salomons Urtheil von G. Barbarelli; Köpfe von A. 2. Braun selbst. — Die Gattinn des Herrn Braun besitzt ebenfalls eine treffliche Sammlung von beyläufig 5V Stück moderner Bilder. — Kennern und Kunstliebhabern wird die Besichtigung dieser Gemählde nicht verweigert. B r etfeld > 8 hl« mcz a n s k y (Des Herrn Franz Joseph Freyhcrrn von ") Gemählde- und Kupferstich- lammlung. Auf der Wasserkunst-Baste» Nr. ,iy, im eigenen Hause. — Die G< mä hld e fa in m l u » g besteht iwar nur aus ungefähr hundert Stück- jedoch größten Shells aus wohlerhgltenen Originalen vorzüglicher Meister, ') Siehe Künstler Seite 246. ") Siehe auch Seite Sy, lL7 und lyz. «"«« 2Y2 durchgehends in schönen vergoldeten Rahmen. Diese Sammlung hat einen zweyfachcn Zweck zum Grunde, nähmlich, netst jenem der Kunst, auch den, daß sie zugleich ein wichtiges Beyhülfsmittel zur Geschichte bildet. Daher kommt es, daß der größere Theil derselben aus Original-Porträten berühmter Männer von dem Pinsel ausgezeichneter in- und ausländischer Meister besteht, als z. B. von Albrecht Dürer, Holbein. Rembrandt, Nicolaus Mignard, Bronzin», Manfred!, Skreta, Kupetzky, Lucas Eranach, «an der Helst, keniers, Hallwar, Seibolt, Ferdinand Bol, Mengi, Luini, Sstade, Porbus, Maximilian Handel rc. Einen vorzüglichen Platz hierunter behaupten: Porträt Kaiser Maximilians des I. »on Albrecht Dürer; Porträt der Eleonore von Portugal, Gc- mahlinn Kaiser Fridrichs des Ul. (V.) von Holbein; Porträt Meisters von Frankreich und unglücklichen Lieblings König Ludwigs des XIII. IKniestück fast in Lebensgröße »on Nikolaus Mignard); Porträt Earls deS I., Königs »on England (nach »an Dyck) »on »an der Helst; Original-Porträt Rem- brandts, von ihm selbst gewählt; Original-Porträt Luini's, »on ihm selbst g-mahlt; Original-Skizze »an Dyck's zu dem großen Porträle Earls des l., welches er in Lebensgröße nach London verfertigte; Judith, »on Lucas Eranach; zwey Porträte Kupehky'S, von ihm selbst, in der nähmlichen Kleidung und Stellung, jedoch ein Mahl in seinem Zv. und dann in feinem 40 Jahre; Porträt des Herzoges Hercules »on Ferrara, von Bronzino; Wenzel Eusebius Fürst »on Lobkowitz und Maximilian Graf »on Lamberg, beyde Oberst- Hofmeister Kaiser Ferdinands deK III., »on Earl Skreta; Maximilian Piccolomini, aus Rubens Schule; schöner Frauen- koxf, »on Nitton Raphael Mcngs. Die K u p fe rst i ch sam mlung dürft« sich leicht aus zehn tausend Stück belaufen, ist jedoch nicht nach Ländern, 2y; Schulen und Meistern abgetheill, sondern noch Gegenständen, welche die verschiedenen Kupferstecher der älteren und neueren Zeit behandelt haben. In dieser Sammlung zeichnet sich vorzüglich die Abtheilung der Porträte aus, welche ablei» ungefähr drey tausend Bildnisse der berühmtesten oder berüchtigtsten Personen aller Zeitalter und aller Länder enthält, und abermahlS nebst dem Zwecke der Kunst zugleich den der Geschichte »erfolgt. — Unter der Abheilung von Holzschnitten, mit welcher auch eine eigene Sectio» der Bibliothek (viele Incunnabeln und andere seltene Werke aus den ersten Zeiten der Buchdrucker- und Sormschncide- kunst enthaltend), in Verbindung steht, verdient besonders der berühmte, aus 40 Blättern bestehende Triumph-Einzug Kaiser Maximilians de» l, von HannS Birkmayer, an welchem aber auch Albrecht Dürer Anfangs selbst gearbeitet haben soll, Erwähnung. Dieses schon an und für sich kostbare und seltene, von Sandrat im r. Theile Seit« 2Z2 angerühmte Werk, welches niemahlS ganz fertig geworden sey» soll, und von welchem nur hin und wieder einzelne Probedrücke erschienen sind, erhält ein noch weit höheres Interesse, feit dem man bestimmt weist, dast eS ganz nach deS Kaisers eigener Angabe verfertiget wurde, indem in dem Archive zu Innsbruck der Aufsatz des Entwurfes selbst, nebst vielen von ihm gedichteten Reimen, zur Ausfüllung der leer gebliebene» Schrifttafeln »orgefunden worden ist. Collalto (De» Herrn Trafen Eduard von), k. k. wirklichen geheimen Slathe« und Kämmerers, Gemähl- desammlung. Auf dem Hof Nr. 4ro im eigenen Pallaste. — Diese Sammlung ist sehr zahlreich, und um- sastt Gemahls- der besten Meister aus allen Schulen, vorzüglich aber aus der Jtaliänischcn. Herrliche Stücke von Guido Ncni und Dominichino werden den Kunstkenner be« sonders «»sprechen. Schade, daß die Sammlung wegen Mangels an Locale nicht ganz aufgestellt, daher auch nicht allgemein besichtiget werden kan». — Der Herr Graf besitzt auch eine Bibliothek, vorzüglich reich an Italienischen Werken, und eine Mineralien-Sammlung. Czernin-Cludenzith (Des Herrn Grafen Rudolph von), k. k. Kämmerers re., Gemähldefammlung. In der Wallerstraße Nr. 2ö; im eigene» Pallaste. —Ihr Gründer ist der jetzig« Herr Besitzer, und die Zeit ihrer Gründung fällt i» das Jahr lsoo. Sie zählt über ;oo Gemähl- do, worunter, ausier Gemählden der Italiäner, Franzosen und Spanier, meistens Darstellungen Niederländischer Meister sind. Vorzüglich im historischen Fache: Sine heilige Familie von Sasso Ferrato; eine heilige Familie von Carlo Maratta; eine heilige Familie von B. Luini; der zwölfjährige Jesus im Tempel unter den Schriftgelehrten von Luc. Giordano; ein Bethender vor einem ChristuS-Bil- de> die büßende Magdalena, beyde »on Titian; Esther roc AhaSveruS »on Dominichino; die Abnahme Christi vom Kreuze von Daniel von Bolterra; Salomo'S Urthcil von Eir» Ferri; Venus den Amor kosend, »on M. A. FranceSchini; Johannes am Jordan von Seb. Bourdon; Cleobis und Bi- ton ziehen ihre Mutter im Wagen zum Tempel der Juno, von Nic. Loir; die Taufe Christi »on Nie. Poustin; EliaS läßt die Tsdten begraben, ebenfalls »on Poufsin (wahrscheinlich aus seiner früheren Zeit); Opferung des Jesus im Tempel »on Michael Corneille; daS Traumzesichk Alcmcnen«, und die bey ihr wachende Juno, »on Eh. Al- phonsus FreLnoy; die drei) frommen Frauen bey dein Grabe Christi, von RubenS; die bethende Mari« »on 3- Holbein; die Abreise de» »erlornen Sohne» ans dem """ 2Y5 väterliche» Hause von I. Weenix; eine Bataille (vorzüglich schön) von Heine. Derschuuring; die Beschneidung Ehristi von van Eyk; Eorioian und seine Mutier Deturia mit ihrem stehenden Gefolge, dann eine liegende Magdalena, von Füger; DionS Rückkehr nach SyracuS, HerodiS Versöhnung mit seinen Heyden Söhnen, Phocion verschmäht die Geschenke Alexanders des Großen, EypseluS öcsänf ige« durch sein Lächeln die an ihn abgefchickten Mörder ; alle vier »on Fr. Eaucig. — Die vorzüglichsten SonversakionS-Stücke sind: DaS Atelier eines MahlerS, der eben ein Mädchen Mahlt, von Peter de Hoghe; Svielgelellschaft von Gerb. Dow; musicirende Gesellschaft von Rembrandt; eine auf edle Art sich unterhaltende Gesellschaft, nebst einem Gegenstücke einer gemeineren Unterhaltung von David Ryckaer«; Ser Mahler C. Netscher selbst, mit seiner Frau und seinem Kinde; eine Dame mit einem Herrn von Gerh. Terburg; dann mehrere Gemählde »on Ostade und TenierS. — Landschaften: Mehrere, worunter ein Gemählde ganz vorzüglich, und ein anderes, einen Seesturm »orstellend, eine Seltenheit ist, von 2ac. Ruysdaal; jwey überhöhete Darstellungen von Wasserfällen in nordischen Gegenden »on Aid. Ever- dingen; dann noch Landschaften von Pynacker, Derghem. Eornel. HuvSmann, Ealxar Poussin, Zoh. »an Goyen. ArtoiS -c. — Thierstücke: Eine vorzügliche Zierde dieser Sammlung ist ein ausserordentlich schöner P. Potter. An einem heiteren FrühlingSmorgen dränge» Kühe sich zum ersten Mahle in'S Frcye auf die Weide. Dieses ist der Gegenstand LeS in jeder Hinsicht vortrefflichen BildeS; denn Eoni- position, Zeichnung, Beleuchtung und Färbung, mit auster- ordentlich netter und doch freyer Plnselkührung ge»aart, bringen die höchste Wahrheit hervor. ,» Bernh. Strozzi; ein männlicher Kopf» Lebensgröße, dann ein kleiner, beyde von Altrecht Dürer; Rembrandt'S Mutter, bethend »orgestell«, »on ihm selbst gemahlt; Admiral Abercrombi« »on Josua Reynolds. — Ein Blumenstück »on I.». Huysum, zwey kleine »lumenstücke »on Rach« Ruysch; ein schöne« Architectur-Slück, da« Innere einer Kirche »erstellend, »on Em.de Witte io. :c. —Don derzeit der Abreise dos Herrn Grafen» die gewöhnlich zu Anfänge de« JuniuS Statt findet» ist bi« zu Anfang« Oktober« täglich gestattet, diese Gemähl- desammlung zu besehen. Währen» der Anwesenheit de«Herrn EigenthümerS (im Winter) ist der Besuch derselben in so fern erschwert, als der Herr Graf die Gemächer» in denen die Sammlung ausgestellt ist, selbst bewohnt. Seine Humanität hindert jedoch keinen Künstler »der Kunstfreund, auch während dieser Zeit »on ,2 Uhr Vormittag« bis 2 Uhr Nachmittag« dies« Kunstschähe zu genießen. Man beliebe sich nur dießfall« an »en H««S»erwalter Herrn Fabririu« zu wenden. Drack (Dei Herrn Johann ».)« Inhaber« und Diree- tor« eine« Erziehung« - Institute«, Temäbldesamm- » lung. Auf dem hohen Markte Nr. 54Z. — Diese Gemähl- desainmlung ist nicht sehr zahlreich, besteht aber «u« Werken »er besten alteren und neueren Meister «uS verschiedene» Schulen. Eisvogel (Des Herrn Leopold), Bürgers und HauS- inhaderS »Kunstsammlung. In der Leopoldstadt Pratcr» stragc Nr. 513. — Diese Sammlung, in geschmackvoll dc- corirten Zimmern »rrtheilt, enthalt: i) Gemählde; hierunter vorzüglich: zwey Winterstücke vonl'Srient; zwei» Schlachtenstücke aus dem Türkenkrieg« von Bredael; jwey Gemählde »onMurillo, Bettelnde »erstellend; militärische Unterhaltung von EornelliS; Bauernaufruhr von Breughel; jwey Schlachtenstücke von Bourgignon; Kind in einer Landschaft von Guido Reni; — von vaterländischen Künstlern: Cavallerie- Gefechte und Thierstücke von Höchle Sohn; Schweizer Volksfest (in Niederländischer Manier) von Höchle Vater. — 2) Aus Schnitzwerken; ») aus Elbenbein, hierunter vorzüglich eine Dose, worauf »er Tod des Priamus und der Lhis- ie aus Elfenbein vorgestclltist (meisterhaft gearbeitet); dann herrlich« Arbeiten des berühmten Heg; l-) aus Holz; hierunter eine Pyramide, worauf die Lebensgeschichte und der Tod des heil. Franciscus Seraphicus (aus lyq Figuren bestehend) in Hantrelielä dargestellt ist; ferner rin Becher, aus Elfenbein gedreht, den (wie mir der Herr Besitzer versicherte,) König Philipp der II. von Spanien verfertiget, und aus welchem Kaiser Carl der V. bevm Religions-Frieden zu Augsburg getrunken haben soll. 2) AuS Schmelzmahlcrey ; hierunter vorzüglich ein Gemählde von Raphael. 4 ) Aus Mosaik; hierunter einige interessante Früchtenstücke. Außer dem Angeführten sieht man noch viele andere Merkwürdigkeiten. — Mit Vergnügen und wahrer Freundlichkeit zeiget der Herr Besitzer seine Schätze, wenn man sich wegen Bestimmung der Stunde vorher an ihn wendet. 13 " Esterhazy von Gal« ntha (DeS Herrn Fürsten Nicolaus '), k. k. wirkl. geheimen Rathes, Kämmerers, General - Feldjeugmeisters ic. rc. ic., Gemählde- un» Ku- Pferstichfammlung. Zu Mariahilf Nr. 40 im fürstlichen Pallaste. — Alles, was von Gemählden, Handzeichnungen, Kupferstichen ic. vorher jerstreuet zu Laxenburg, Pottendorf und in anderen Schlössern des Herrn Fürsten war, wurde seit mehreren Jahren in diesen (nun vergrößerten) Pallast gebracht, wo sie in einem besondere» Theilc des Gebäudes, ganz zur Gallerte gewidmet, in großen Sälen aufgestellet sind. Die Gcmählde sind nach Schulen geordnet. Di« Jta- liänische Schule enthält ly4 Stück (in 4 Zimmern), worunter die vorzüglichsten von Raphael, Ghirlandaio, S. dek Piombo, E. da Sesto, G. Basirri, Roffelli, Oominichino» Guido Reni, Albani, Dignali, Cigoli, L, Giordano, Salvator Rosa und Romanelli sind. Die Spanische Schule (in Einem Zimmer) enthalt zz; darunter sind die merkwürdigsten von Delasqucz, Murillo, Ribera, Mofa, Pereda, A. Sans und Zenego. — Die Deutsche Schule, der auch noch die Engländer Rein, Best und Moreau angeschlossen find, umfaßt S2 Stück (in r Zimmern). Di« ausgezeichnetsten sind L. Eranach, Elzheimer, Dietrich, Meng«, Ange- lica Kaufmann. — Die Niederländische und Holländische Schule, aus 27q Stücken bestehend, ist in 4 Zimmern aufgestellet. Unter denselben zeichnen sich vorzüglich aus: Rembrandt, Teniers, Breughel, H. Roos, Metzu, Ostade, I. und S. Ruysdaal, I. Bolh, van der Neer, Artois, van Goyen, Derkhryden. — Aus der Französischen Schule sind sy Ge- mähide in zwey Zimmern aufgestellet. Die bemerkenswerthe- sten hierunter von Douek, Poussin, -ls In Hiro, S. Bourdon, le Brun, Blanchard, Claude Lorrain, Rigaud, Mig- nard und Huel. — Die Summe aller Gemählde besteht «l» ) Sieh« auch Seite ys und »27. st au» 647 Stück in fünfzehn Zimmern aufgestellet. — Nebst dieser Gallerte ist noch ein neues Gebäude der Aufbewahrung »an Kunstfchätzen gewidmet, wa in Einem großen Saale 5r vorzügliche Gcmählde aus allen Schulen aufgestel- let sind, und zwar »ou Leonardo da Vinci, Luini, Bellino, Francia, Garafolo, Palma, Correggio, Mola, Guercin», Holbein, H. Roos, Supp, RuySdaal, Dckker, Wynantt, Ruthardt, Berghem, S. de Bürger, Wouwermanns, »an Dyck, Mirevelt, PH. de Champagne, Pouffin, Stella und Claude Lorrain. — In eben diesem Saale sind auch Statuen »su Eanova, Schadow, Tartolini, Labaureur und Fabr«. Die Sammlung »on Kupferstichen und Handteich nun gen ist in der Gallert« in dre» Zimmern »er» theilt. Die Kupferstich« bestehen ungefähr aus sb,v Stück; hierunter ausgezeichnete Lau» fort«. Diese Sammlung ist ebenfalls in Schulen geordnet. Die Unterabtheilungen der Schulen richten sich nach de» Gegenständen, und diese wieder nach chronologischer Ordnung, damit der Künstler und Kunstliebhaber, jeder nach seinem Wunsche, die »erlangten Gegenstände beosammen findet. Die Sammlung der Handjeichnungen bestehet aus mehr als rooo Stück; hierunter befinden sich »iele »orjügliche »on Jtaliänischen, Altdeutsche», Niederländischen und Holländischen Meistern. — Es verdient bemerkt zu werden, daß -er bc» weitem größte Theil dieser schätzbaren Sammlungen erst seit ungefähr jwanjig Jahren »o» dem jetzigen Fürsten Nikolaus durch beträchtliche Ankäufe in Italien, Frankreich, England und Deutschland zusammen gebracht worden ist. Den Grund zur Kupferstichsammiung legte der Ankauf der berühmten Kollowrath'schen Sammlung zu Prag, welche aber kaum den vierten Tbeil des jetzigen Ganzen ausmacht. — Die nötbigen Werke über die Kunst im weitesten Umfange findet man im Gallcrie - Gebäude zu ebener Erde in der fürstlichen Bibliothek ausgestellt.-Direktor der Galleri« ist Herr Joseph ->»>«> zaa Fischer ^); Custoj der Gallen« ist Herr A. Rothmüller— Zum allgemeine» Eintritte ist der DinSiag gewidmet. Fechtspieler (Des Herrn Martin), kürgerliche» Handelsmannes, Gemähldesammlung. In der Teinfalt- straß« Nr. üs. Felsenberg (Des Herrn Georg Joseph ""), k. k. Hofzeichenmeisters, Temähldefammlunz. 2» der Anna- Gasse Nr. loor im Herzogsnburger-Hofe. — Ein« wohlgewählte dedeutende Sammlung »on Gemählden der vorzüglichsten Meister, und zwar «ine 5 Schuh Hobe, 4 Schuh l> Zoll breite Madonna von Albrecht Dürer, dann Gemahl« de von A. del Sarto, »on »anDyck, Poelenburg, »an Kessel, Paul Veronese, Locatelli, A. Ostade, »an Goyen, Ossenbeck, Albani, Breughel (Höllen), M. A. Caravaggio, »an Eckhout, G. Hoet, Pasqualins da Vicenza, Brauer rc. — Der Herr Besitzer ist geneigt, Kunstkennern und Liebhabern, wenn man sich mit ihm über die Stunde vorher einversteher, seine Sammlung zu zeigen. Fischer (DeS Herrn Joseph), RatheS und Professors an der k. k. Akademie der vereinigten bildenden Künste ic. f), Gemähldesammlu 11 g. In Ser Rauhensteingaffe Nr. y4». Diese Sammlung ist zwar nicht sehr beträchtlich, doch wohl- gewählt. Mehrere Landschaften »on Everdingen, Montber ') Siche Künstler Seite 251. ") Siehe Künstler Seit- 275. . «») Siche Künstler Seite 250. f) Siehe Künstler Seite 25l. und Gkauber sprechen vorzüglich an.— Über dieß besitzt Herr Tischer ein« Sammlung schöner Kupferstiche uns Antiken. Franck (D«S Herrn Johann Jacob Ritters von), Nieder-österreichischen Landstandes uns k. k. privil. Großhänd» lerS, Ku P fe r st i ch sam m l u ng im Porträt-Fache. In der unteren Breunerstraße Nr. lirs. — Diese Sammlung nmfafie ungefähr gooo Stück, und ist besonders wegen der Schönheit der Abdrücke vor der Schrift und wegen der vielen Blätter von den besten Künstlern merkwürdig. KrieS (DeS Herrn Grafen Moriz von '), Gemähk- defammlung. Auf dem IosephS-Platze Nr. >155 im eigenen Pallaste. — Im Parterre ist zuerst ein Museum von Gegenständen älterer und neuerer Skulptur und Bronce-Arbeiten. Im ersten kleineren Zimmer stehe» mehrere Hetrurische Gefaste, nebst kleinen Bron- ce-Figuren, von F. Richetti im Jahre l7S7 iu Nom ausge- fiihrt. Römische Mosaik- und Scagliola-Arbeiten hängen an den Wänden. Im zwcyten großen Zimmer glänzt in d«r Mitte ThescuS auf dem erschlagenen Minotaurus ; eine Gruppe in Lebensgröße, aus Cararifchem Marmor von Canova im Jahre 17s; verfertiget; das erste große Werk, womit Ca- nsva sich in Rom bekannt machte. (Raphael Morghen hat diese Gruppe gestochen; die Platte besitzt Herr Graf Friese) Unter den Sculptur - Arbeite» an den Seitenwänden diese- Zimmers sind vorzüglich ^u bemerken: Ein Gladiator von Ägyptischem schwarzen Marmor, welchen der verstorbene Graf Joseph von Fries, Bruder des jetzigen Besitzers, aus Italien mitbrachte; Paris, halbe Lebensgröße, antik, aber restau- ') Siehe auch Seile ys und l 2 y, zor »iri, In der Gegend von Rom gefunden; die Büsten de» Herrn Grafe» Fries und seiner Gemahlin», einer gebornen Prinzeffinn Hohenlohe, von Cdaudet in Pari« im Jahre i»k>4 verfertige»; Hvmcn, an einem Altäre stehend, vom Professor Zauner in Eararischem Marmor. — Dir Gemählde- sammlung, durch den ganzen Pallast »ertheile, besteht aus ungefähr zoo Stück. Die Haupt-Suite ist in drei, Zimmern des ersten Stockwerkes. Im ersten Zimmer: Die sterbende Maria von Burgund, von Albrecht Dürer, (mit der Jahreszahl »5lS); Jupiter und Merkur, von Eckbout; Bauernschenke von Adrian van der Neer (alS TageSland- schaft dieses Künstlers selten); FlammändischeS Fest von Pe- terCodde; der tobte Christus von Anton »an Duck; Schlachtstück von PH. WouvermannS; Winterlandfchaft von Jsaac »an Sstade; — jweyteS Zimmer: l.» Msckonn» oal d-lliiino von A del Sarto; Landschaft mit Wasserfall von Annibale Carracci; Amor von Gu,do Reni; Svbillen-Kopf und Christus von Giorgione; heilige Familie von Parmesan; ckonus veiat» von Saffoferrato ; Papst Clemens der XII. von MengS; — im dritten Zimmer vorzüglich Gemählde neuerer Meister: Orpheus, Madonna mit dem Kinde, beydo von Füger; Eonradin von Schwaben von Tischbein; Tod der Cleopatra von Heisch; Tod des AnrouiuS von Pitz; Eruption des DesuvS und La»a-Stromes von Wutky; Hasenhct- ze von Wilhelm Kobcll >c. — In einem Billard-Zimmer hängen drey grosie Scestücke »onCasanova; im GesellschaftS- faale ist eine Reihe vorzüglicher Gemählde aufgestellt, die der kunstliebende Herr Graf auf einer Reise durch Frankreich in den Jahren isoz-IS04 sammelte; hierunter: Sonnenuntergang von Hermann Saftleven; Landschaft von Pous- sin; BertummuS und Pomona von Rembrandt; Porträt des Rembrandt von Ferdinand Bo! ic. — In den Zimmern dcS Herrn Grafen sind : Aurora und EephaluS von Alban«, EhristuS und die Samäkiterinn von L. Carracci; Porträt der !k>; Königin» von Sicilien, Johann» von Arragonien, von Raphael; Marine in »ollem Sonnenscheine von Claude Lor- rani; Brutus mit seinen Söhne» rc. von Füger; Flucht der Destalinnen von Caucig; Landschaften von Schönberger '). In der Sammlung von Handzeichnungen und Kupferstichen (aus mehr als ilxxooo Stück) find vor anderen bemerkenswerlh: Eine Grablegung von Raphael, Entwurf mit der Feder; Multer GorteS, Christus und Johannes, von A. Sarracci mit Rorbstein gezeichnet; Entwürfe auf Pergament von Parmeaqianino; Zeichnung mit Gold aufgehöbt von Marsaccw; Entwürfe von Guercin», Claude >c.; Viehgruppen von H. RooS; Sepia-Zeichnungen nach Raphael und Julia Romano von Girgenti; — von neueren Künstlern eme grofie Suite von Zeichnungen von Wächter, Dies, Molitor, Rechberqer, Schallhas. Vom Director Füger find 20 Entwürfe zu KlopstockS Messiade ") hier; die Com- pofitioncn find auf blaues Papier mit Tusch entworfen und weiß aufgehöht. Von Wilhelm Kobell ist eine reichhaltige ') Sehr viele Gemählde aus der Kunstsammlung desHerrn Grafen find von Agricola radiert, von Rabl gestochen» und von Piringer in ä^ua tinto geätzt rc. worden. ") Diese vortrefflichen Entwürfe find von John für die Holländische Überlegung der Meffiade von Meerman, mit Ausnahme von Rr. l, in gemilchter Manier (in Grofi- Quart) und mehrere Blätter von Leybold (Vater) mit dem Grabstichel (in der Grofie des Originales, in Grofi- Folio) in Kupfer gestochen worden. Bey Nr. t, wo der Mittler seinem göttlichen Vater verspricht, das große Werk des Erlösers zu vollenden, nahmen die Holländer einen Anstand, die Gottheit in menschlicher Gestalt qb- zubilden. Der Kupfer zu dem ersten Gesänge ist daher nicht nach Füger's Zeichnung, sondern nach einer von Herrn Professor Caucig gemacht, welche den göttlichen Mittler allein, vor einer Lichlvolke stehend, »orstellt. » Suite Militärischer Scene» von Russischen, Französischen nnd österreichischen Truppen in Aquarell-Zeichnungen vorhanden. Die Kupferstichsammlung enthält die besten Arbeite» älterer und neuerer Künstler. Einen eigenen Werth hat diese Sammlung für die Kupferstecher dadurch, datz »on mehreren berühmten Meistern Ätzdrücke ihrer größeren Arbeiten vorhanden sind; z. B. von Woollett. Hier ist auch eine vollständige Sammlung radierter Blätter von Vivant Deüon, berühmt durch sein Prachtwerk über Ägypten. Diese Sammlung enthält über 400 Blätter. — Herr Graf Fries hat «um die große interessante Sammlung von Porträten und anderen Materialien, welche Lavater zu feinem physsogno- mischen Werke benützte, »on feiner Familie erstanden. — Die Abdrücke der Kupfer sind ausgezeichnet, so wie auch die Eonservation derselben vortrefflich. — Fr. »on Rcchberger ein geborner Wiener, welcher sich bcy Fridrich Brand bildete, ist Inspekteur der Kunstsammlungen, und steht diesem Geschäfte mit eben so viel Bildung als Liberalität vor Gemählde-Gallerie (K K.) im Belvedere, einem kaiserlichen Lustschloss-. Auf der Landstraße Rennweggaffe Nr. 544. — Diese Gallen« ist nicht allein durch den Werth und die große Anzahl der Gemählde, sondern auch dlirch die Beyträge, welch- sie zur Geschichte der Kunst reichlich dar- biethet, ungemein merkwürdig. Ihr Entstehen und Anwachsen verdankt sie der Liebe der Österreichischen Fürste» zu den Künsten. Kaiser Earl dem IV., vorzüglich aber Maximilian dsm l., verdankt die Gallerie Werke ihrer Zeit, die man nirgends in solcher Anzahl und Schönheit antrifft, nähmlich von Albrecht Dürer ic.; — Rudolph dem II. aber die Ge- Siehe Künstler Seite 275. "> Bertuch's Reise »on Thüringen nach Wien rc. so; »nählde Correggio'« und anderer großer Meister, vorzüglich de« Bartholomäus Spanger. Den wichtigsten kunstfchatz erhielt sie sedoch von Erzherzog Leopold Wilhelm von Ästerreich, General-Gubernator der Niederlande, dessen Kabinett« - Mahler David Teniers (der Jüngere) war, und der für seinen Herrn eine kostbare, meisten« au« Jtaliänifchen Stücken bestehende Gallerie in Brüssel sammelte, die um da« Jahr ib57 nach Wien kam, wo sie einen wichtigen Theil in Jtaliänifchen und Niederländischen Gemählden und die vortrefflichen Stücke von Tenier« selbst erhielt. Don dieser Zeit an blieb diese^Sammlung immer in Wien und am gleichen orte in der so genannten k. k. Stallburg. Hier empfing sie von Zeit zu Zeir Vermehrungen, am meisten aber durch Kaiser Earl den V!., der sie im Iahr« »72» unter der Aufsicht de» Ober-Bau-Direktor« Grafen Gundacker von Althann vergrößern und in ll Zimmer vertheilen ließ. S» blieb sie unverändert, bis sie hinter Marien Theresien« und Kaiser Joseph« de« ll. Negierung in den Jahren »77d und 1777 in da« obere Belvedere »ersetzt wurde, wo sie noch ist. Wer Wien und die dortige Lage kennt, wird mit einstimmen, daß e« nicht möglich sey, Kunst und Natur besser zu vereinigen. Zum Vortheile dieser Lage kam noch ein zweyter, nicht minder wichtiger, die Schicklichkeit des Gebäude«. Diese« von Eugen, Herzog von Savonen, im Jahre >7r» erbauet« Lustschloß fand sich durch inwendige Zimmereintheilung und Höhe der Stockwerke so bequem zu dieser Absicht, daß man denken sellte, dieser Held hätte damahli schon den Gedanken gehabt, der Kunst einen Tempel zu bauen. Kaiser Joseph der ll. ließ nun die Gallerie durch Christian von Me- chel, welchen er im Jahre »77» von Basel nach Wien berief, in eine systematische Ordnung bringen, deren Ausfiihrung im Herbste de« Jahres l7S> vollendet ward. ES wurden zu allen Gemählden neue gleiche, vergoldete Rahmen gemacht, welch« 7v,ooo Gulden kosteten; jede« Gemählde erhielt eine zog Nummer, und den bekannten »der doch vermuthlichen Nahmen deS Meisters. Erftgcdachker Mechel verfertigte nach dieser Hinrichtung und nach diesen Nummern ei» »verzeichnist derGemähldeder k. k.Bilder-Gallerie (gedruckt Wien l7»r),- welches 1300 Gemahlde enthält. In den folgenden Jahren hob Kaiser Joseph der II viele Kloster anf, und liest die guten Gemahlde aus denselben, besonders «uS den Niederlanden und Italien, nach Wien bringen; auch vermehrte er durch Ankauf und anderen Erwerb seine Gemähldesammlung. Dies-Umstände machten, dast der neue Gallerie-Direktor Joseph Rosa im Jahre »7Sb mehrere Veränderungen daselbst »ornahm. — Leopold der lk. konnte, vom Tode ereilt, seine großen Entwürfe nicht ausführen» dafür aber brachte di« Kunstliebe Seiner jetzt regierenden Majestät einen neuen Glanz in diese herrliche Gemähldesammlung. Denn unter so «ielen Schätze» der Kunst waren bis zu den Jahren lkyo biS 17YL nur sehr wenig von den ersten Florentinischen Künstlern. den Wiederherstellern der Kunst. Kaiser Franz der l. aber brachte zu Stande, was feine Vorfahren lange gewünscht hatten; durch Tausch nähmlich suchte er die kaiserliche Gallerte und die grostherzogliche zu Florenz mit Werken, di« hier und iort mangelten, wechselsweise zu bereichern. Denn dadurch, dast beyde ihren Überflug abgaben, gewannen bey- Le, und verschafften sich einen neuen Glanz, ohne von dem alten zu verliere». Diese Veränderungen veranlastten den oben erwähnten Herrn Rosa zur Herausgabe eines CatalogeS, unter dem Titel: »Gemählde der k. k. Gallerie. In r Abteilungen. (Gedruckt Wien l7yst-)" Bey den seinbliche» Invasionen in den Jahren 1305 und liiOst wurde der größte Theil der Gallerie anderSw» in Sicherheit gebracht, und daS Zurückgebliebene hat einigen Verlust erlitten. Seit der letzteren Zurückkunft der Gemählde ist daS Ganze in folgend« Ordnung gebracht. Der Eintritt in die k. k. BilLer-Gallerie führt in eine» großen Saal, welcher ganz von Gold und "«"> rar Marmor glänzt, und dessen Decke mit allegorischen FreSco-Ge- mählden von Carlo Earloni »ersehen ist, weicht Arbeit diesem Mahler vom Herzoge Eugen übertrage» wurde. Die ar- chitectische» Nebenwerke sind von Marc-Anlo« Chianini und dessen Schwiegersöhne Cajetau Fanli. In diesem Saale ist dal Porträt des Erzherzoges Leopold Wilhelm, von dessen Hof- niahler Johann »an denHoecke; das Porträt Carls des VI., gewählt von Franz Solimena, di« Köpfe deS Kaisers und des Grafen von Althan ausgenommen, welche von Johann Gottfried Auerbach sind; Porträte in Lebensgröße von Maria Theresia und Kaiser Joseph dem II , gewählt von Anton von Maron (eine« gebürtigen Wiener). Dieser Saal «heilt das Gebäude in zwey Flügel, deren jeder sieben Zimmer und zwe» Cabinette enthält. In den sieben Zimmer» rechts vom großen Saale sind die Gemählde »on der Jtaliä- nischen Schule, und zwar im erste» LS Stück aus der Vene« tianischen Schule feit der Zeit des Giorgione; hierunter sind besonders merkwürdig: Christus »on Paul Berones«; die Ehebrecherin» vor Christus von Aleffandro Barotari; die Feldmesser von Giorgione; der Leichnam Christi von G. Palma; Porträt der Königin» Katharina Cornara »on Cypern, von Tintoretto. Im zweyten Zimmer sind ebenfalls Gemählde aus der ersterwähnten Schule, 5y an der Zahl; hierunter: Christus dem Volke vorgestellt (das größte Bild in Deutschland von Titian), und dessen Grablegung, ebenfalls »on Titian; die heil. Justin« von Pordenone; Maria Heimsuchung von Palma Vecchio ic. Im dritten Zimmer jene der Römischen Schul- feit Raphael, s« Stück; hierunter zeichnen sich aus: Die heilige Margaretha und die heilige Familie, beyde von Raphael Sanzio; die heil. Maria von B. Pe- ruzzi; das Hinscheiden deS heil. Josephs von Carlo Maratr ta ; Maria Verkündigung von NengS; Moses »on M. Valentin; Maria von Sasso Ferrato >c. In diesem Zimmer steht die Büste Seiner Majestät Franz des I. von Pacettj, ros Professor an der Akademie in Mailand (mit der Jahreszahl k8lb). Im vierten Zimmer sind die Gemählde »er Florenti- nischen Schule seit Michael Angelo und Andreas del Sarto, Zy an der Zahl Besonders merkwürdig sind: Ein Jüngling, «elcher den Globus hält, von Michael Angelo, auf Stein gemahlt, unter dem Nahmen >l 8>,gnio ckl Medasle Xngelo kuonaeotti hekannt; Leichnam Christi von Andreas del Sarto ; heil. Mari« von Carlino Dolce; Herodias von Leonard» da Vinci; heil. Familie von Bronzino ic. Im fünften Zimmer sieht man die Gemählde der Bolognesischen Schule oder der Earracci, ZS Stück. Meisterstücke sind: Dic kaufe Christi «on Guido Reni; Johannes, in der Wüste predigknd, von Barbier,; Venus und Adonis von A. Carracci; Grablegung Christi, von eben demselben rc. Im sechsten Zimmer wnr- den die Gemählde aus der Lombardischen Schule seit Correggio, 4Z an der Zahl, aufgestellt. Hierunter zeichnen sich «US: Jo »on Correggio; Ganymcdes von eben demselben; Sims« wird »on seiner Tochter im Gefängnisse gesäugt, »on Cigniani; der verlorene Sohn »on Barbieri; Johannes der Täufer von Murill»; das Rosenkranzfest »on Caravag- gio; heil.FranciScuSSeraphicus von Ludov. Carracci; Christus unter den Gelehrten »on Ribera; die sterbend« Cleopatra von Canlassi; Judith von Allori -c. Im siebenten Zimmer fanden die Bilder aus allen oben genannten Schulen und noch einige »on Neapolitanischen Mahlern ihren Platz, 27 Stück. AlS vorzüglich nennt man: Der Sturz des Bösen von Giordano; heil. Pelrus von Mengs; verlorne Sohn »on Battoni. — Das schöne Plafond-Gemählde, den Cur- tins, wie er sich in den Abgrund stürzt, verstellend, ist von Paul Veronese. — In den sieben Zimmern links vom Mit- telfaalt findet man Gemählde aller Gattungen aus der Niederländer Schule, 4b an der Zahl; hierunter sind vorzüglich bcinerkenswerth im erste» Zimmer: Adam und Eva von Champagne; Mannskepf von Hoozstraten; »er Bohnen- zoy »»»»-> könig von Jordaens; Rembrandts IMutter und Rembrandt» von ihm selbst gewählt rc. Im zweyten Zimmer 27 : Landschaft von Rnisdaal; Christus vor Pilatus von Hont» Horst; Familien - Stück von Velasquez, wobey er sich selbst «bgebilbet hat; Seestadt von Dackhuysen; Petri Gefangenschaft von Steinwylk; Maria Verkündigung von Caspar Erayer ic. Im dritten 25: heil. Hermann, Samson's Ge» fangennehmung, ASnig Earl der I. von England, heilig» Rosalia ic., alle von »an Dyck. Im vierten 25: Mit lauter Werken von Rubens geziert; hierunter: Maria Himmelfahrt, der heil. Ambrosius; der heil. Ignaz; der heil. Lover; Ru: bens eigenes Porträt. Im fünften iS: Bildnis) der Gemahlin» de» Rubens, Helena Ferman; heil. Ildefonfus, Bischof von Toledo >c. Im sechsten St: Landschaften von Artois; heil. Ignaz, von demselben; Vogelschießen von Teniers; Gemählde-Kabinett, von eben demselben; Thierstücke von Euyp ic. Im siebenten »2: Leichnam Christi von Diepen» deck; Früchtenstück von Ioh. de Heem, üarcUn «i'-moni-, von Rubens ic. — Im zweyten Stockwerk« im ersten Zimmer rechts sind 107 Gemählde aus der Altdeutschen Schule; hierunter: ein Altar von Wolgemuth; ein anderer (wahrscheinlich) von HansBurgmayer; Stücke-von Eranach, Amber- ger; di« Marte» der ersten Christen (mit der Jahreszahl 150S) und die heil. Dreyfaltigkeit (mit der Jahreszahl 1511), von Aldrecht Dürer; Stücke von Holbein ic. Im zweyten: Stücke aus der alten Niederländer und alten Italiänischen Schule, 7v an der Zahl: hierunter: Grablegung Christi von An- tonello da Messina; Maria von G. B. Cim»; Lntiochus von «an Orlay; Madonna von P. Perugino; Petrus und Andreas von Baxaitj (mit der Jahreszahl 1515); Maria von Fr. Francia rc. Im dritten: Gemählde aus der alten Alain- mändischen Schule. Unter SZ sind vorzüglich bemerkeniwerth: Maria von »an Eyk, einige von LucaS »an Leyen, Hieronymus von Qmulin Messis; Grablegung Jesus und heil. LI0 -»"»> Johannes der Täufer von Gceard von Harlem ic. Im vierer» Zimmer wurden di- Gemählde aus dem Mittelalter, 114 an der Zahl, aufgestellt. Als die schätzenSwerthesten erkennt man: Christus zum Kreuztode verurthcilt und noch mehrere andere von Johann Breughcl, die vier Jahreszeiten von Falkenbourg, CrSsus und Solon von Franz Frank re. Links im zweyten Stocke sind im ersten Zimmer Gemählde Jtaliänifcher Meister aus der alten, mittleren und neuen Zeit. Unter 46 Stuck schätzt man: Landschaften von C. Poussin und Zuccarelli; Ansichten von Eanaletto ic. Im zweyte» Zimmer fanden LS Stück von Flanrmändischcn Mahlern aus dem Mittelalter und von einigen Deutschen Meistern der neueren Zeit ihren Platz. Den Vorzug behaupten: Christus und die Kleinen von Maurer(1SI4 im 77. Jahr« seines Lebens gewählt); Landschaften von Rebell; Geflügel von Tamm; Blumenstück von Knapp; Porträte (die Kinder) von Seybolt !c. Im dritten Zimmer sind Gemählde von Deutschen, besonders von österreichischen Mahlern, So an der Zahl. Als die achtbarsten wurden anerkannt- Christus von Strudel; Porträt von Kupetzky; Klopstocks Ankunft im Elysium von Abel; Hermann und Thusnelde von Angelika Kaufmann; Architektur-Stück von Platzer; dreh von Füger; zwey von Dietrich; Blumenstück von Drechsler; die Schlacht von Hochkirchen am 14. Oktober 175g von Christian Brand ic. Im vierten Zimmer sind 45 Stück von Slammändischt» und Deutsche» Künstlern. Als vorzüglich be- merkenswerth erkennt man: Allegorien von Anton Lens; Landschaft »0» Schönberger; Thierstücke von Jofevh Rosa; Wasserfall von Tivoli; 2 Mahl, einer von Hackert, der andere von Wutkh; Rachtftijck von Wutky; des Land- wehrmaUneS Abschied und Ankunft, beyde von Peter Krafft >e. — An jeder Eck« des Gebäudes ist eine achteckige Rondelle angebracht. Das «ine dieser Eck < Eabinette, genannt das grüne, enthalt neunzig Stück; hierunter der """> z,, Urin-Doctor »on Dow; die Kranke von Mieris; Landschaften von Berghem; Dorfbarbier von Jsaac »an ostadc; Räuber zu Pferde »on Wouwermanns; Seesturm von Peters; Gesiügelstück von Sy«; Bauern««», von Peter Laar; Seesturm von Loutherbourz rc.; das andere, genannt das meiste, 55: Die Einnahme! »on Namur »on Huchtenbourg; «in Mädchen beym Schreibtisch« »on Therburg; ein Mädchen mit einer Laterne »on Schalken;. Landschaft »on »a» der Reer; 2 Köpfe von Valth. Denner, Landschaft »on Jacob Artois. 2m dritten, das goldene genannt, ist Las marmorne Brustbild des Staats-Ministers Fürsten Wenzel von Kaunitz-Rietberg, welches im Jahre 178t aufgestellt wurde. ES ist aus Eararischem Marmor »on Joseph Ceracchi feinem Römer) »780 verfertiget worden» hat aber wenig Ähnlichkeit mit dem originale. Hier ist auch da» allegorische Bild auf die beglückte Rückkehr Seiner Majestät dc»j jetzt regierenden » Kaisers im Jahre t«I4 von dem k. k. Hofmahler Heinrich Füger. Das vierte Cabinctt ist zu einer Capelle des Pallastes eingerichtet, woselbst täglich Messe gelesen wird. Das Altarblatt ist »on Solimena. — Zu ebener Erde sind sechs Zime mer und zwey Eabinettc, worin viele interessante Gemählde von den ersten Meistern aus allen Schulen sind; j. D. im ersten Zimmer links Thierstückt von Snayers, Steen, Baffan», Teniers, Titian >c. Im zweyten Zimmer Stücke »on Salvator Rosa, Bourguignon, das Englische Parlament von Hickl (mit y5 Porträten). In diesem Zimmer steht auch die Statue des Erbauers des Belvedere, Prinzen Eugen. Im dritten Zimmer: Pferde von I. G. Hamilton; Allegorien van Jansens tc. Das Eck-Cabinett w!rd als Magazin verwendet. — Im ersten Zmimcr rechts Gemählde »on Oltck Vennius, Pesaro, Paul Deronese rc. Hier ist die Statue Kaiser Carls des VI. Im zwcytcn Zimmer Stücke »on Padua- nino, Tintoretto, Bembi -c., welche Herr Dice-Director Rosa aus Venedig mitgebrachl hat. Im dritten Zimmer Stücke »on Darozzio; Isoeoonni (4 Stück) von L. Caracci»; von Salvator Rosa; Palma Vecchio rc. Im Eck-Cabinette sind jwey Basreliefs in hartem Metalle von Donner; Mars, Venus und Amor (Gruppe) aus Eararischem Marmor von Leopold Kiesling; Perseus und Phineus, Gyps-Modell von Käsimann.— Die Gallerie hat gewohnlich einen Director und jwey Cu- j sioden '). Sie ist Dinrtags und Freytags für jedermann offen, und jwar vom rc>. September bis 25. Aprill von y Uhr Vormittags dis r Uhr Nachmittags; vom 2». Aprill «der bis SO. September von q bis ir Uhr Vormittags und ^ von ; bis b Uhr Nachmittags; doch find die Festtage und j solche Tage ausgenommen, an welchen sehr schmutziges Wet- ^ «er ist. Es ist nicht erlaubt, mit Stock oder Degen in di« ! Gallerie ju gehen. Junge Künstler, welche Original« dieser Gallerie copiren wollen, habe» sich deßhalh an den Director »u wenden. Geymüller (Oes Herrn Ritters von), Gemähl- »esammlung zu Petzleinsdorf nächst Wie», umfaßt einige hundert Stück; hierunter sind »orjüglich bemerkens» werth: Schwcinsjagd von SnayerS; Spanische Reiter von Casanova; Schlachtenstücke »onBourgignon; Thierftücke von Luthardt; Parade-Pferde von Hamilton; Tod AbelS von Füger ; Landschaften von Dies und von Carl Schallhas; mehrere gut« RuisdaalS; Landschaft von Everdingen. Grittn er (Des Herrn Michael), bürgerlichen Handelsmannes, Gemähldesammlung. Auf der Brandstatt Nr. b2S. — Diese Sammlung besteht aus Werken verschiedener alter und neuer Künstler. — Der Wunsch ") Siehe Künstler Seite 275. »es Herrn Besitzers geht dahin, nichts Weiteres darüber z» sage». Grünling (Det Herrn Joseph), k. k. privik. Großhändlers , Sammlung von Handzeichnungen und Kupferstichen. Auf dem hohen Markte Rr, sr; zur silbernen Schlang« im dritten Stocke. — Beyd« Sammlungen verdienen nicht soivohl der großen Anzahl der Blätter, wegen, alS vielmehr wegen der geprüften und anerkannten guten Qualität der Gegenstände einen Platz unter Wiens vorzüglichen Privat-Sammlungen. — Unter den Lriginal-Hand- zeichnungen, aui r« Portefeuille» mit ungefähr rvoo Stück,, befinde« sich vom Jahre lS00 bis auf unsere Zeiten von den vorzüglichsten Künstlern aller Schulen eine grosse Anzahl Zeichnungen, welche in früheren Zeiten dem kunst- liebenden Publicum alS «ine Zierde der Sammlungen der Herren P. I. Repnolds, Peter Lely, Johann Barnard in London; P. Mariette undEayluS in Paris; Becker undSchou- man in Dresden; Schmidt in Hamburg, bekannt und beliebt waren, und welche der dermahlige Herr Besitzer im Laufe von t«hn Jahren mit strenger Auswahl und beträchtlichem Kostenaufwand« an sich gebracht hat. Da der Herr Besitzer mehr auf Verschönerung und Verbesserung, alS auf Vermehrung der Anzahl bedacht ist, so gewinnt Liese Sammlung durch Taufchverkehr fortwährend an Gehalt. — Die an Kupferstichen in bedeutend größerer Anzahl vorhandenen Portefeuilles enthalten vorzüglich alte und seltene Blätter aus allen Schulen, und unter den gesammelten Werken Albert Dürers, LucaS Lenden» und Marc - Antonie'S »ermißt man nur wenige der seltensten Blätter. Don einzelnen großen Seltenheiten verdient da» 6 !oc» cki Aantegna in so Blättern einer Erwähnung. Diese sind im original«, außer die, ler Sammlung (meines Wissen»), nur in der k. k. Hof-Bibliothek in Wien, und »osteten den Besitzer 2000 Franc» in Pari» l« zi4 in öffentlicher Versteigerung. (Die alten Kopien dieser Karten wurden in Wien vor 7 Jahren um SOO st. auctionSmätzig erstanden.) —An radierten Niederländer Blättern »onRooS, Potter, Rembrandt, Sstade, Watterl», Breenberg, Ber- ghem, van der Neer >c. ist ein reicher Vorrath in den testen Abdrücken vorhanden. Aber de« Besitzers Vorliebe und Hang für alte Blätter entfernen sein Streben für neue und lebende Künstler nicht, und ihre schätzbaren Werke utnsaffen «inen wichtigen Theil feiner Sammlung; so findet sich daS vollständige Wer» des k. k. HofratheS Adam von Barts» in den ersten Abdrücken hier vor. — Kunstliebhabern wird die Besichtigung dieser Gegenstände täglich von 2, bis 5 Uhr Nachmittags mit Vergnügen gestattet. Harrach (Des Herrn Johann Grasen von') Gemä hl- r e - und Kupserstichsammlung Auf der Areyung im Eigenen Pallaste Nr. 2 ZY — Die Gemähldesammlung enthält Stücke von verschiedenen Schulen, worunter sich besonders aus der Jtaliänischen Schule ausgezeichnete Stücke befinden. — Die Sammlung der Kupferstiche, in bev- nahe 200 Portefeuille» aufbewahrt, enthält ausgezeichnete Stücke der verschiedenen Schulen. Dieser Sammlung liegt die chemahlige Hertellische zum Grunde, welche der Herr Graf ui» 22,000 Gulden erkauft hat. Sie wird stet« vermehrt. Die damit verbunden« Sammlung von Earrica- turen ist auserlesen und einzig in ihrer Art. — Da dies« Sammlungen di« von dem Herrn Grafen bewohnten Zimmer einnchmen und einen Theil seiner Beschäftigung auS- machen, so können sie nur, auf vorläufig« Anfrage, in Abwesenheit de« Herrn Grafen Kunstkennern und Liebhabern gezeigt werden. " ') Sieh« auch Seit« yr z,z Hauser (Der Herrn Aloys), k. k. Dorliffcations- und' bürgerlichen Steinmehmeistcr», Gemähldesammlung. In der Alservorstadt Nr. roo. — Diese Sammlung besteht aus Gcmählden älterer und neuerer Meister. Bemerkenswerth sizid unter vielen anderen: Flora von Tamm, -wey sehr schön ausgeführte Landschaften von Umergang, Eonverfa- «ions-Stücke »on Janny ic. Hosbauer (Des Herr» Johann Caspar), k. k. Hof- und bürgerlichen Stück- und Glockengießers, dann Haus» inhabers in der Kothgaffe Nr. ib», Gcmähldesamm- lung. — Diese Sammlung ist zu Mariahils im Fleisch- tnannischen Hause Nr. q; im ersten Stocke ausgestellt, und enthält be, LlX) Gemählde der besten Meister aus alle» Schulen, vorzüglich aber Stücke von Jtaliänischen, Niederländischen, Fran-ösischen und Deutschen Künstlern. — Der Herr Besitzer ist geneigt, feine Sammlung zu -eigen, wenn man ihm vorher Nahmen und Charakter bekannt gibt, und sich über di« Stunde mit ihm «inversteht. Hoppe (Der Frau von) Eabinett. Im Bürgerfpitale Nr. iicx>. — Unter mehreren anderen Gemählden sind hier eine Landschaft »on Paul Potter und der Kops eines Armenischen Juden »on Nembrandt ') fehenSwürdig. Dieses Ca- binrtt enthält auch sechs Tableaux und mehr als tzo Hand- -cichnungcn des berühmten hiesigen Künstlers von Molikor. Aber nicht nur der Kunstkenner findet in diesem Eabinett« manches Vortreffliche, sondern auch der Mineraloge. Diesen wird eine Suite «on Edelsteinen von minderer Große, Mit des Mahlers Nahmen und der Jahreszahl ztzro; wie als» der Mahler r» Jahre alt war. 1 » ' «l>e» von gewählter Schönheit, wovon her größte Theil aut dem beruh,nte» Cabinette de« »erstorbenen Herrn 6'Lugnx aus Paris kam, ansprechen. Jäger (DeS Herrn Andreas), Bürgers und HauSin- Habers zu Mariahilf Nr. 24, G e m ähld esam m lung, bestehet aus Gcmähldcn der vorjüglichsten Meister, unter anderen: Das Urtheil des Paris von RubenS; Pferdestücke von StubbS; zwcyGemählde von WouwermannS; Bauern-Con- versation von Zorg; der heil. HieronvmuS von Guido Reni; Landschaft von van der Hagen; Landschaft von Wceitix; Schlachtenstück von Bourguignon; zwey Landschaften von Ferg; Geburt Christi von van Lint; Knabe von Dietrich; Hi- storien-Stült von Lazarini; Jnfecten von Elias van der Brocck; Früchtenstiiek von de Heem; EhrjstuS vom Kreuze abgenom- men, von van Leyen; eine Madonna von Maurer (eines der vorjüglichsten Gcmäblde dieses Künstlers); vier Landschaften von Brand ,c. >c. — Der Herr Besitzer ist geneigt, gegen vorherige Übereinkunft wegen deS Tages und der Stunde, sein« Sammlung zu zeigen. Jnvaliden-HauS (K. K.). Auf der Landstraße Nr.,. — Die Denkmihler der Kunst in diesem Hause theilen sich in jene von geschichtlichem Bezüge und in die des besonderen Interesses für Kunstverständige. Zu diesen gehört der marmorne Altar in der Hauskirch« und dessen Tabernakel, die Abnahme Christi vom Kreuze verstellend, von dem berühmten Bildhauer Georg Raphael Donner, einem gebornen Nieder - Österreicher. — Unvergänglichen vaterländischen Werth hat das Bild (in Lebensgröße) des großherzigen Gründers der ehrenvollen Versorgung der Invaliden in Nieder-Österlich, de« kaiserlichen HosratheS Ferdinand Freyherrn von """ 317 Lhavonnat, gcmahlt von Maximilian Hannl, welches sich in der Auditoriats - Kanzelley befindet. — Die großen Gemähl- de von Pclcr Krafft ') der für den österreichischen Waffcn- ruhm ewig denkwürdigen Schlacht von Aspern und jenes großen universal-historischen Sieges bey Leipzig ") find die Zierde des Saales, das erst« von den Bürgern Wiens, das zweyte von den Ständen Nieder - Österreichs dem Hause gewidmet. Auf dem ersten Bilde zeiget sich der königliche Sieger in der unwiderstehlichen Persönlichkeit seiner wahrhaft plutarchischen Schlacht-Momente. Hinter ihm Fürst Johann von Liechtenstein. Den Generalissimus umgeben die Generale Bellegarde, Hiller, Rosenberg und Hohenzollern. Weiter rückwärts zeigen sich die General« Wimpfen, Stipsitz, Trünn«, Wartensleben, Stutterheim; die G. Adj. Steinin- ger und Collored», Ge». Smola, O. L. Rothkirch, Fürst Kinsky von der Böhmischen, O. L. Saint-Quentin von der Öster. Landwehre. Vorn links der sterbende heldenmüthige Artillerie-Lieutenant Sadraczil, rechts die gestorbenen Generale Fouler und DuroSnel. — Der Moment des zwepten Bildes ist, wie der Feldmarschall Sürst Carl zu Schwarzenberg, zu Pferde heran sprengend, die drcy erhabenen Allürten» Franz» Alexander und Fridrich Wilhelm, mit der Kunde von dem entscheidenden Siege begrüßt. Die Corps-Comman- danten Grafen Glulay, Klenau, Eolloredo - Mansfeld, der Erbprinz von Hessen-Homburg, Sürst Moriz Liechtenstein, F. M. L. Bianchi, die Grafen Bubna, Neipperg und Mcer- veld, die F. M. L. Reisner und Koller, der Adjutant Graf Stephan Szechenpi, der Schwedische General Löwcnhielm, der F. Z. M. Baron Duka, G. Adj. F. M- L. Kutscher«» ') Siehe Künstler Seite 2b4- ") Nach beyden Gcmählden sind Kupferstiche vorhanden, und zwar der Sieg bey Leipzig von Scott in London, und die Schlacht von Aspern von Rahl j» Wien gestochen. Sürst Wolkawsky, Graf Suwarof, General Knesebeck und Graf Ernst Wallenstein, Graf Radetzky, die Generale Langenau und Trapp, die Adjutanten Fürst Wenzel Liechtenstein, Graf Johann Paar, Clam-Maetinitz und Schullenburg, Baron Wernhardt und Pfeil ic. sind porträtirt. — Diese Heyden Denkmähler Österreichischer Kunst.und Ruhmes, welch: sich im Saale einander gegen über befinden, verbindet een CycluS von Büsten der berühmtesten Österreichischen Helden, von Herrn Klieber, Direktor der hiesigen Graveur- Akademie, aus Sandstein gehauen und broncirt. Die Nahmen dieser gefeyerte» Feldherren sind: Raimund Fürst von Montecuculi, des Siegers bcy St. Gotthard am Raab-Flusse den 2». Julius ibva; Ludwig Wilhelm Markgraf von Baden, des Siegers bey Szlankement zwischen Peterwardein und Semlin den iy. August ibqi; Guido Graf von Stahremberg, des Siegers bey Sarragoffa am 20. August 1710; Franz Eugen, Herzog von Savoyen-Earignan, der fünfzig Jahre den Sieg an Österreichs Fahnen fesselte, und die gefahrvolle Kriegsmacht der Ssmanen und Ludwig« de» XIV. durch die überraschendsten Siege zertrümmerte; Lud, wig Andreas Graf von Khevenhüller, des Wiedereroberers von Österreich im Jahre 1742; Leopold Graf von Dauu, des Siegers bey Planian, den is. JuniuS 1757; Gideon Ernst Freyherr von London, des Siegers in den Feldern von Schlesien und furchtbaren Bezwingers der Ssmanen; Franz Moriz Graf von Lacy, des grossen wissenschaftlichen Gründers von Österreichs Kriegsmacht. Die Bibliothek des Hauses ist im Entstehen, und wird in der Folge ein Mehrere« darüber gesagt «erden. Kaunitz-Rietderg (Des Herrn Aloys Fürsten von), k k. wirkl. geheimen Rathes und Kämmerers ,c. ic., Ge« """ ZIY mähldefammlung. 2m fürstlichen Gebäude in der Do- rotheer-Gasse Nr. 1110 . — Diese Sammlung ist in den fürstlichen Wohnzimmern »ertheilt, und enthält viele vorzügliche Stücke, z. B.: Mutius Scävola vor Porsenna von Rubens; den heiligen Ambrosius, dem Kaiser TheodosiuS de« Eingang in di« Kirche versagend, von eben demselben; Sa- lomons Urtheil von Poussin (radiert von Agricola); das Bild- Nisi des Herrn Surften von Kaunitz von Iagemann ic. KeglevicS »onBuzin (Des Herrn Johann Grafen '), k. k Kämmerers, Gemähldefammlung. Auf dem Schaumburger - Grund Nr. 14 im eigenen Pallaste. — Sie wurde von dem gegenwärtigen Hcrkn Besitzer im Jahre 1813 gegründet, und besteht bis jetzt nur aus 43 Stücken» jedoch sind diese von vorzüglichen Meistern der Jtaliänifche» und Niederländischen Schule gut erhaltene Gemählde. Die vorzüglichsten sind Bronzino: Venus, Amor und eine Gruppe »on zwey Kindern vorstellend; Jacob Jordaens: Die Fluchs in Ägypten "); 1 Syt: Thier« und Sruchtstück '"); Schi- done: Heilige Familie ; »an Steen; Peter Laar (Bambocco genannt): Eine Schmiede; Thomas Wyck; 2 Brackenburg» zwey vorzüglich schöne Landschaften »on einem wenig gekannten Mahler, »an Niemegen. ') Sieh« auch Seite it)5. ") Der gleichzeitige, von Pontius gestochen« Kupferstich dieses Gcmähldes ist in diesem Eabinette vorhanden. Selten wird man einen Syt mit einer menschlichen Figur finden» und eben diese ist die größte Zierde dieses Bildes, vielleicht »on dem Meister de S»t> Rubens, . selbst hinein gemahlt. zro LamSerg-Sprinzenstein (Des Herrn Grafen Anton von), k. k. wirklichen geheimen Rathes und Kämmerers, Präses der k. k. Akademie der vereinigten bildende» Künste, Gemähldesammlung. In der Wallsischgassc Nr. tvlst im zweyten Stocke. — Der erwähnte Herr Graf war eine Zeit lang k. k. Minister in Neapel, und benützte diese Gelegenheit, seinen Geschmack für Alterthümer und Kunst zu be» friedigen. Er machte eine Sammlung von etruskischen Vasen und von Gemählden, welche er de» seiner Zurückkunft in Wien aufstellte. Die Basen - Sammlung ist um so mehr j» schätzen, da sie gegenwärtig, feit dem die berühmte Sammlung des Ritters von Hamilton vom Meere verschlungen wurde, eine der ersten in ganz Europa ist. Sie befindet sich fetzt im k. k. Antiken - Kabinette *). — Die Gemähldesammlung besitzt der Herr Graf noch, und sie besteht aus wohlgewähltc» Stücken der Slammändischen, Niederländischen und Italiänischen Schule, hierunter z. B : Der Lieger von Rubens; die Familie Carls de» I., Königs von England, dann Eupivo von »an Dyck; eine Frau vonRem- brandt; Bacchus Mit Ceres, DenuS mit zwey Amoretten von Poelemboarg; Thierstücke von Weenix; MeereSsturm mit Schiffbruch von Loutherbourg; zwey Schlachtstücke von Cour- toiS; dann mehrere Stücke von TenierS, P. Potter, Wouwer- mans ic., welche in fünf Zimmern eingetheilt sind. Auch sind daselbst zwey Kunstwerke der Bildhauerey aufgestellt, eines ein antiker Triton aus Bronce, das andere Herkules ali Kind, eine Schlange tödteus, aus Marmor von Paros. Der Herr Besitzer gestattet Kunstkennern ohne Schwierigkeit den Zutritt. ') Siehe Münzen- und Antisen-Cavinett (s. k.) Seite 1S2 rri """ Lei cher (Des Herrn Joseph '), deeideten Dilderschäh- meisterS bey dem k. k. N. ö. Landrechle, und Mahlcrey- fchätzmeisters-Adjunct bey der k. k. Jollgefällen-Administra- tion in Österreich unter der Enns» Gemählde- und Ku- pferstichsammlung. In der Stadl nächst dem rothe» Thurm beym Schabdenrüsscl Nr. 4«; im jweyten Stock«. — Die Gemähldesammlung besteht aus mehr als »00 Stück» »vorunter sich vorzüglich auszeichnen: Die Taufe im Jordan von Bordone; eine Landschaft von «an der Velde; der fchla« sende Adonis von Franceschini; Mannskopf von Titian; Abrahams Opfer von Battoni; zwey mythologische Vorstellungen von Teniers (Vater); zwey Landschaften von Bianchi; der Durchgang durch das rothe Meer von Nieulant; der Heiland von Earaccio; zwey Landschaften von Jacob von Artois; Maria mit Jesu von Paul Mathei; die Kreuzigung Ehristi von Franck (dem Jüngeren); zwey Ansichten von Venedig von Eanaletti, staffiert von Tiepolo; Loth mit feinen zwey Töchtern von Tintoretto; Josephs Entfliehung von Po- tiphars Weib, von Johann Michael Baron von Nothmayer; ein Krüchtenfiück von Hamilton -c. — Die Kupferstichsammlung enthält viele Blätter der besten Meister. Liechtenstein (Des regierenden Herrn Fürsten Johann von "), Nitters des goldenen Vließes, Großkreuzet des Marien-Theresien-Ordens» k. k. wirklichen Kämmerers» Feldmarschalles ic. tc.» Gemählde- und Kupferstichsammlung. In der Siossau Nr. izo. — Schon am EiN- gangsthore in den Dorhof »cS Pallastes und Gartens wird »edermann durch die Attribute der Künste und durch die eben so bündige als wahre Aufschrift: Oer L.uuzt, ckeu K.üust- ') Siehe Künstler Seite 266. ") Seite llv und iz;. »4 ' lern godonn I'ürst von l^isodtonrtein , angekündiget, welch' eines herrlichen Genusses er sich zu erfreuen hat. Der Sri, wo die Gemählde aufgestellet sind, ist Lurch die schöne Architektur einer Lee sehenswürdigsten Palläste Wiens. Er wurde ju Anfänge des letzten Jahrhundertes von dem Fürsten Adam von Liechtenstein nach dem Grundrisse des Do- uiinicuS Martinelli erbauet; von dem nähmlichen Fürsten, welcher die Gallerie zu errichten anfing, und sie als ein unveräußerliches Fideicommiß erklärte, die aber seine Nachfolger, die Fürsten Wenzel, dessen Mosaik-Porträt in der Gallerie sich befinde«, und Franz und AloyS, sowie der gegenwärtig regierende Fürst, bey jeder Gelegenheit zu bereichern suchten. Schade, daß seit der »ckoecriplion S Gemählden, worunter die d großen Gemählde auf Leinwand von Rubens, die Geschichte deS DeciuS »orstellend, sich befinden. Diese Reihe von Darstellungen wurde aus der Derlaffenschaft eines Herzoges von Eleve um 80/XX» st. erkauft. Auch sind hier 4 Gemählde von FranceSchini. Unter vielen Antiquitäten, metallenen Statuen, Büsten ic. ist besonders der Raub der Sabinerinnen alL Pocal, aus einem Stücke von Elfenbein geschnitten von Rauchmüller im Jahre ib70, «IS ein Meisterstück, nebst Modellen von 2 Bologna, sehr merkwürdig. Die s Gemählde der Plafonds, so wie iene dei sünsien und sechsten Zimmers, sind von FranceSchini. — Fünftes Zimmer mit 48 Gemählden, größten TheilS von vau Dyck. Bon besonderer Schönheit sind die Prinzessin« Taxi« und Wollenstem und di« Grablegung Ehristi. Nebst anderen von Rubens ist auch noch hier das triumphierende Rom, zur Geschichte de« DeciuS gehörig, dann Gemählde von »an der Helst. —Sechstes Zimmer mit S4 Gemählden, worunter besonders die Himmelfahrt und die Porträte der Söhne de« Rubens, von Rubens selbst gemahlt, sich befinden. — Siebentes Zimmer mit 44 Gemählden ausgezeichneter Schönheit von Berghem re. Der Plafond ist von Belucci. Zweyter Stock. Aus der Italiänischen Schule. Erstes Zimmer, in welchem SY Gemählde sich befinden von Tie- Pol», die Kreuztragung von Bassan», Gemählde von Fu- rini re. Die Plafonds sind so, wie in den folgenden Zimmern, von Belucci. — ZweyteS Zimmer mit 4r G-mählden, worunter sich auSzeichnen: SnayerS, Sofia, Valentin, de Maß, und eines von Peter Krafft — Drilles Zimmer mit 4» 's Sieh« Künstler Seite 2ö4. X Mt Gemählden. Vorzüglich sind: Die Fürstinnen Liechtenstein und Esterhazy von Madame 1.« vrun; Proeaccini, Rubens. Sstade. Schalken, Meng«, Guido Reni, H. RooS-c.— Viertes Zimmer mit Z 4 Gemählden. Hierunter: Swaneveldt, Spagnoleto, Adam Braun, Risbrecht, Brand -c. ic. —Fünftes Zimmer mit 57 Gemählden, worunter besonders gut er- baltene von Titian, Raphael, Dominichino, Tempesta, Tin- »oretto, Pouffin und der berühmte von ^ul. Ilom»- no stch befinden. — Sechstes Zimmer mit sr Gemählden von Eanaletto, Raphael» Andr. del Sart», Tinlorelto, Par- Megianino -c. — Siebentes Zimmer mit «l Gemählden von A. Sacchi, Titian, FranceSchini '), Albani, Bronzino, Leon, da Vinci, Morillo, FerraboSci >e. — Aus der Niederländer- Schule. Achtes Zimmer mit is; Gemählden von Wouwer- mannL, Berghem, Vernet, TenierS, Romain, van der Dolden, van der Neer ic. — Neunlei Zimmer mit loz Gemähl- ten von Rembrandk, Wouwermanns, Er. QuellinuS, van Huyfum, TenierS, Ruthardt, Rothenhamer, Gherard ScgherS. — Zehntes Zimmer mit iri Gemählden von Rombout«, Hainh, Breughel, Moucheron, Dornffith, Peters, Potter, Ruthardt, Untcrberger ic. — EilfteS Zimmer mit irL Gemählden aus dem fünfzehnten Jahrhunderte, meistens der Deutschen, Niederländischen und der Holländischen Schule, als Th. Hartem, HaeringS» Luc. Sranach, Holbein, Breughel, L. Leyden >c. — Zwölftes Zimmer mit s» Thier-, Früchten- und Blumenstücken von Weenip, de Heem, Ruthardr, GnayerS, Tamm, Segheri, Hondekoeter ic. — DreyzehnteS Zimmer Mit 7b Gemählden von TenierS, Bourguigno», Bock, Huy- Don diesem Künstler» welcher Hofmahler des Fürsten Liechtenstein war, befinden sich r7 Gemählde in der Tal- lerie; eine für das Studium der Kunst gewiß seltene Suite; die Gemählde sind meistens aus der Geschichte »eS Apoll» und der Dian«. sum, Wynauts, Sandrare ec. — Dierjkhnles Zimmer Mit 22 Gemählden. Herrliche Stücke von Marco Ricci, Eafano« »a, Loutherbourg, Milet, Rosa ic. — Fünfzehntes Zimmer Mit 4L Gemählden; meisterhafte Arbeiten von Bourgouig« non, Weenix, Poussin, Perin Lel vag», Quercino, Abelic.— Sechzehnte« Zimmer mit 40 Gemählden; ausgezeichnete von Dineli, Muschcron, Solimena, Euyp, Weenix, Sanaletto» Procaccini, Both, Frank ic. Di« Plafonds alle von Belncci. Diese (nach der k. k. Gallerte die erste in Wien) enthalt über lwo vorzügliche Gemählde. — Sie ist so, wie die Kupfer« stichsammlung, unter der Direction der beyden Galler,e-Jn» spectoren Herren Joseph Ba»er und Johann Dallinger von Dalling '). Bey schönem Wetter im Sommer kann ste tag« kich besehen werden, und man hat sich bey dem Portier deß» wegen zu melde». — Zu Ende des Gartens ist ein schönes, von Marti,lelli erbautes Gebäude, dessen sechs Zimmer ebenfalls Mit Gemählden verschiedener Meister geziert find. Die Kupferstichsammlung verdankt dem Fürsten Franz Aloy» ihr Entstehe», welcher die berühmte Baron von Gundel'sche Sammlung an sich brachte. Sie wurde seitdem sehr erweitert, und wird beständig fortgesetzt. Sie ist in dem Pallaste des Fürsten in der Herrngasse «ufbewahret. List (Des Herrn Franz "), Kupferstechers, Gemähl- desammlung. Zar Mariahilf Nr. r«. — Eine eben so mohlgewählte als gut confervirte Sammlung. Sie enthält Gemählde von Rubens, le Duc, Ruisdael, TenierS (dem Vater), Grasbek, Poelembourg. A. Ostade, »an der Velde, Weenix (dem Vater), Höllen - Dreughel, Saftleven ic. Siehe Künstler Seite 24S. ") Siehe Künstler Seite rb7. Mechetti (DeS Heren Peter), k. k. privik. Kunst-, Alabaster- und Musikalien-Händlers, Gemähldesamm- lung, dann eine bedeutende Sammlung von Cameen und geschnittenen Carniolen, Onyxen und anderen Steinen, welche von Pichler, Eabara und anderen berühmten Künstlern gearbeitet sind, kann man täglich am Michaelsplatze Nr. tlSä besehen. Vorzüglich ist in dieser Sammlung merkwürdig: Christus» aus Elfenbein, zo Zoll in der Länge, aus Einem Stücke gearbeitet, welches von allen Kunstverständigen für die Arbeit des Benvenuti Cel- lini gehalten wird; ein Stück von solcher Schönheit, daß bekanntlich sich in Deutschland kein ähnliches findet. Paar (Der Erben des Herrn Fürsten Carl von) Kupferstichsammlung. 2 » der Wollzeil Nr. 7 yr im eigenen Pallaste. — Sie bestehet ans mehreren Tausenden der ausgesuchtesten Blätter, und wird stets vermehr». — Die Oberaufsicht hat der als Künstler rühmlichst bekannte Herr Baron von Vittinghoff'). RatakowSky (Des Herrn Franz von), MrthschaftS- rathes, Gemähldesammlung. Auf dem Ballhausplatze Nr. 20. — Diese Sammlung bestehet aus beynahe 200 Stück von den vorzüglichsten Meister», worunter sich besonders auS- zelchnen: Landschaft von Pouffin; der Fifchzug Petri von Nubeus; Andromede von eben demselben; der Schwur der Circe von JordacnS; Madonna »°n Correggio; Porträt von Rembrandt; Landschaft mit Figuren und Vieh »on Verghem; waldige Landschaft und Seestück von Ruisdael; Seestück von Claude Lorrain; Landschaft von »an der Neer; «in Gehar- ') Siehe Seite rsr. nischter von Salvator Rosa; Mutterliebe von Quellinust; Madonna von Guido Reni; zwcy Landschaften von Wildens; der ungläubige Thomas von Titian; badende Sreade von Dominichino '); Landschaften von Heinrich RooS, Earl du Jardin, Johann Both und Waterloo; ländliches Fest von TenierL; zwei, Blumenstücke von Drechsler (von seiner letzte«, teste» Art); Landschaft von Pynackcr; Thierstück von WouwcrmannS; zwe« Landschaften von Dietrich; der Erlöser von Andreas del Sarlo; Madonna mit Jesu und dem heil. AntoniuS von »an Dyck; Christus unter den Schriftgelehr- ten von Ribera (Spagnoletto); Susann« im Bade von Schalken »c. — Der Herr Besitzer macht sich ein Vergnügen daraus, wenn Kunstliebhaber und Kenner sowohl, als auch ausübende Herren Künstler seine Sammlung besehen wollen; nur wünscht er, vorher von dem Besuche benachrichtiget z» «erden. Ritter-Akademie (Der k. k. Theresianischen ") S e- henswürdigkeiten der Kunst. Auf der Wieden Nr. lLS. — In dem mittleren Saale des rechten Flügels der Akademie ist ein marmornes Denkmahl, aus welchem von Bronce das wohlgetroffene Brustbild Seiner Majestät des Kaisers (von Zauner"') zu sehen ist: mit der Inschrift kr-nc-isoo 1l. styaclemiics l^erosisnaeKesLituloii AI. k. Lowes lsrsneis- ens 8»ur»u, ezusclew ^erxiemiao oiim »lumous, nune Lu- r»toe. lVIDLLXLVIU. — In eben diesem Saale befindet sich ein 2l Schuh langes und lg Schuh hohes Bild von Du Visier s), die Schlacht bey Aspern «orstellcud, welches Sein» Majestät der jetzt regierende Kaiser Franz der l. dahin geschenkt hat. — In dem akademischen Gotteshaus« ist das de« ') Wurde von Herrn Rabl gestochen. ") Siehe auch Seite 1 , 4 , lL4 und ,7». "') und s) Siehe Künstler Seite r«3 und rsS. srs Hochaltar schmückende Gemählde, den Erzengel Michael verstellend, wie er, mit dem Flammenschwerte in der Hand, den Engelsturz bewirkt, von Peter Strudel Freyherrn von Strudeldorf merkwürdig. — In dem Empfangszimmer des Herrn Direktors ist die Abbildung Seiner seht regierenden Majestät in Lebensgröße, von dem berühmten Künstler und Rathe der k. k. Akademie der vereinigten bildenden Künste, Ritter von Lampi "), und in der Capelle daneben ein vortreffliches Altarbild, die Jünger in Ennnaus, von demKünst, ler Nocchi in Rom. Ruß (Des Herrn Earl), Custos an der k. k. Gemählde-Gallerte, Sammlung eigener Gemahlde. In dem oberen Belvedere auf dem Rennweg Nr. 544. — Dieser eben so geschickte als fleißige Künstler, welcher ei sich zur Lieblingsbahn gemacht hat, Ler G e sch i ch t mah le r unseres Kaiserhauses zu scyn, hat in seiner Wohnung eine reichhaltige Sammlung herrlicher Gemahlde aus RudolphS des l, thatenreichem Leben, und aus jenem des ritterlichen Max. Auch hat er viele andere merkwürdige Scenen aus der Geschichte Österreichs dargestellt. Eine ausführliche Airzeige und die vollkommene Würdigung der Arbeiten x-n Ruß findet man in Hormayr's Archiv (Jahrgang ,siy: Nr. ytz. — 1«rl: Nr. 55.) und im Converfation - Blatte !c. ic. — Mit wahrer österreichischer Freundlichkeit und Biederkeit führt der Künstler jeden, »er ihn besucht, in sein kleines Heilrgthum. Schau fpieler-Gallerie. In zwep Zimmern sin» in dem k. k. Hof- Theater nächst der Burg nachfolgende Ge« mählde berühmter Schauspieler aufgestellt: Joseph Weidmann; Maria Anna Adainbcrger; Ioh. H. Fridrich Müller; Joseph Lange alt Hamlet; Conrad Steigentcfch; Mad.Stierl«; Mad. Nouseul; Anna Stephanie; Weitzkern; Katharina Ia- quet; Christian Weidner; Prehauser; Ma». Sacc» und Brockmann. SaMMtlich« Gemählde sind von Hickl, und be» jedem die Geburtsjahre und andere Notizen der betreffenden Personen angeführt. — Noch sind in dieser Gallerte: Dar Porträt des Schauspielers Siegfried Gotthard Eckart» genannt Koch (das beste Gemählde dieser Sammlung); — dann Hr. Korn alS Hugo in MüllnerS Schuld, und Herr Koberwein «lS Correggio, bepde von Schimon gemahlt; Madame Roofe von einem unbekannten Mahler. — Die Erlaubtlist zur Besichtigung dieser Gemählde wird von der k. k. Hof-Theater «Direktion ertheilt. Schönvorn-Buchhaim (De« Herrn Franz Philipp Grafen von '), k. k. wirklichen geheimen RatheS und Kämmerers ic., Gemähldefammlung ist «heil« im gräflichen Pallastein der Stadt Renngaffe Nr. iss, theilS in dem graf« H Siehe auch Seite 117. rro kichen Gebäude in der AlsekvvrstadtHerrngaffe Nr. sy- —Die Gemählde, welche in dem Stattpallaste aufgestellet sind, de, laufen sich über 100 , und sind unstreitig die vorzüglichsten. Hierunter: Bier Stück von Jehann Weenix; schreibende Frau von Metzu; Diana und Loco üumo von Guido Reni; heilige Katharina von Earl» Dolce; zwey männliche Porträte von Giorgone Barbarelli; BcnuS von Guercino da Cento; jwcy Landschaften (die mit der Jahreszahl lb7Z vorzüglich schön) von Whnants; Diana von Schalken; Amor von van Dvck; Teller mit Früchten von Johann de Heem; vier Stück von Holbein; vier Stück von Huysum; Bauern- zeche von Adrian Sstade; zwey Stück von WouvermannS; Thetis, von Tritonen und Najaden umgeben, von NubcnS, Christus rufet die Kleinen zu sich, und SamfonS Gefangen- nehmung, von Nembrandt; ein Alker sitzt bey einem Globus mit brennendem Lichte von Gerhard Dow; zwey Landschaften von Nuyidael; Barcnhetze »onRudhardt; vier Stück von Tenieri; eine Cinkehrhalle von Johann le Duc (in Hinsicht der Grösie des BildeS schon eine Seltenheit) ir. ic. — SS ist nicht nur erlaubt, die Sammlung zu besehen, wenn man sich an den Haus-Inspektor wendet, dem die Aufsicht darüber aufgetragen ist, sondern «S sin» auch Staffagen bereit, wenn Mahler >c. copiren wollen. Zum Besehen der Sammlung.sind die DormittagSstunden (von g Uhr an) die geeignetste«. Sonnleithner (DeS Herrn Joseph) » k. k. Negie- rungSratheS '), Gemähldesammlung. Auf dem Graben Nr. llZZ. — Diese Sammlung besteht aus Porträten (Ählgemählden) der vorzüglichsten Tonkünstler, und das ') Siehe Schriftsteller Seite und Tonkünstler Seite 24st. ""»> zzl Bestreben des Herrn Besitzers geht dahin, sie den Zeit zu Zeit in vermehren. Solchen, welchen es zu ihrem Zwecke dienlich scyn könnte, nimmt der Herr Besitzer kein«« Anstand, seine Sammlung zu zeigen. Stadion-Thannhausen (Des Herrn Johann Philipp Grafen zu), GroßkreuzeS und Ritters vieler Orden, k. k. wirklichen geheimen RatheS, Kämmerers und Staats-, Conferenz- und Finanz-Ministers ,c. -c., Gemählde- kammlung. In der Himmelpfortgaste Nr. yb4. — Ein« wohlgewählte Sammlung der ausgezeichnetsten Künstler. Hierunter ein Bachanal von Honthorst, sowohl seiner Ausführung als feiner besonderen Größe wegen ein sehr vorzügliches Gemählde. Thurn-Hoffer und B a l so s si n a(DeS Herrn Franz Grafe»), k. k. Kämmerers und Präses der Gesellschaft des Ackerbaues, der Künste und des Handels in Görz ic., Gemählde sa m,» m lu n g. Aufgestellt i» einem Saale der k. k. Burg im Amalien-Hofe. — unter den vielen herrlichen Werken, welche sich in dieser Sammlung befinden, seyen hier nur einige wenige aufgeführt: Die Geburt des Erlösers von Raphael; Christi Himmelfahrt von Dominichin«; Christus von Leonardo da Vinci; die heil. Familie von A. del Sakko; Galathea von Fr. Albani; Bethlehemischer Kindermord von Delasquez; Johannes der Täufer von Correggio; heil. Familie von Titian; die heil. Eäcilia von Guid» Reni; der heil. Hieronymus von Spaqnolttto; eine Winter- landfchaft von Breuzhel; eine Pinta von Hannibal Caraceir iwey Landschaften von Salvator Rosa r«. ic. z;r Pugendfam (Des Herrn), Bürgers und Handelsmannes bey der weiße» Ras« im Paternoster - Gässchen Nr. Lbs, Gemähldesammlung. — Diese Sammlung enthält vorzüglich« Gemählde aus verschiedenen Schulen. Uni » er sa l-S pi ta le (In dem) oder im allgemeinen Krankenhaus« in der Alservorstadt Nr. iy; ist in dem so genannten Augen-Klinik- «der ophthalmologischen Saale di- Büste Seiner Majestät deS jetzt regierenden Kaisers mit der Inschrift: kranIisoi I'iimi August: l-stris kstliae III- «titnti üujus opütlralmosciAiLi sunssatoris pise so gratae et »loLLLVI. In eben diesem Saale ist auch das Porträt deS (verstorbenen) Professors der Augenheilkunde, Beer, von Frank gemahlt. — In dem Saale der medicinischen Klinik ist das Porträt Kaiser Josephs des H., dann deS verstorbene» Direktors Valentin von Hildenbrand. — In dem Saale der medicinisch - chirurgischen Klinik die Porträte deS letzigen Direktors Raimann, von Niedermann, und des Professors Reinlein^ von Maurer gemahlt. — In dem Saal« der chirurgischen Klinik das Porträt deS Professors Kern. Universität '). Gemählde mehrerer Ileotorum maZnisieorum. In dem alten Universitäts-Gebäude Nr. 744 in dem so genannten Consistorial-Saale. — In diesem Saale sin» an der oberen Seite die Porträte Ihrer Majestäten Franz des I., Römischen Kaisers, und feiner Gemahlin« Maria Theresia von Krcuzinger; dann Franz deS I., österreichischen Kaisers, und seiner Gemahlin» Maria Theresia, von Ritter von kampi, angebrach.. Ferner sind hier di« Sieh« auch Seite 126, IS 2 —l«L. A5Z Porträt« Seiner Königl, Hoheit des Herzoges Ferdinand «on Würtemberg, als Anführer der Studenten im Jahre 17Y7 '), und Sr Excellenz des Grafen Saurau »on Ritter »on Lampe. Die Büste des Freyherrn »on Quarin (aus Cararischem Marmor »on Fischer) ist ebenfalls eine Zierde dieses Saales. Rings herum hängen die Porträte mehrerer kectornm ma- gnikcoi'um, und -mar: Haiden, Paulus de Sorbai, Johann Georg KeeS, Jacquin (»on Ritter »on Lampi), Zeiller und Stifft von Siegel. Universität. Gemählde berühmter Docto- ren. In dem medicinischen Hörsaale (imztveytenStocke des neuen UniversitälS - Gebäudes Nr. 75b) ist die Büste des Freyherrn Gerhard van Swicten, welche ihm die Kaiserin« Maria Theresia !m Jahre I7by hat fetzen lassen. Sie ist aus hartem Metalle »on Messerschmidt verfertiget worden. Dann sind hier noch die Porträte »on Jacquin, Leber, Pro- haSka, Rudtorfer, Hartmann und Mayer. In eben diesem Gebäude, im juridischen Hörsale (im ersten Stocke) sind die Porträte der Freyherre» von Kresse! und Qualtenberg, des Freyherren Bourguignon von Daumberg, Peheck, Pehem, Stephan Rautenstrauch» Simon »on Stock, Joseph Eybel, SonnenfelS, Schroter» Martini, Riegger, Joseph Edlen »»» Heinke, Scheidlein, Fölsch, Zeiller und Egger. — Im ersten Stockwerke eben dieses Gebäudes ist in dem grosien Saale, der sich durch seine kühne Bauart vorzüglich auszeich- net, und welcher zu den Versammlungen der Professoren, 1 » feyerlichen Verhandlungen und össentlichen Disputationen seine Widmung hat, der meisterhaft »»» Guglielmi gemahl- ») Hier sind auch die Fahnen aufbewahrt, welche daS akademische Corps in den denkwürdigen Epochen «on »b«2 und l7y7 a» seiner Spitz« hatte. <"" LL4 «r Plafond, welcher die Porträte Franz des I., Römischen Kak- sccS und Marien Tberesiens, die y Musen und andere allegorische Figuren der Wissenschaften zeiget. An den »ier Wänden dieses Saales sind allegorische Vorstellungen der »Ier Facultäten. 2» tiefem Saale wird nächstens ein »on Knapp (siede Künstlcrverzeichnist Seite rb2) verfertigtes Gemähld« zu Ehren des Frevherrn Nikolaus »on Iacquin aufgestellt werden. Dieses Gemädlde stellt einen Saal vor, durch Säulen »on rothem Marmor mit grünen Vorhängen einfach verziert/ und an den Wänden mit Nischen «ersehen. Ein Blumenstraus! , au« allen r» Elasten des Lmneischen Systeme«/ die ausgezeichnetste» Lieblinge FlorcnS enthaltend / erhell» sich aus einer Dronce-Dafe auf einem Piedestale/ an testen rronat» über Iacquin's Büste zum sinnvollen Kranz« verschlingen '). Wezlar-Plankenstern (Des Herrn Johann Freyherrn von) Gemädldesammlung. In der Alfervorstadt Herrngaste Nr. 5Y. — Diese Sammlung besteht aus beynahe rtX> Gemäblden, worunter sich vorzüglich «uszeichnen: die Tortur in den Kerkern der Spanischen Inquisition! gemahlt »on Atessandrini / welchem der König den Eintritt in diese Kerker erlaubte; Iagdstück von Snaoers; Landschaft »on Lucas »on Uden; historisches Stück von Procaccini; Madonna von Paul Veronese; Madonna von Alexander Veronese; Landschaft »on Roland Savcr»; zwei, große Seestücke »on Man- glard re- — Kunstliebhabern wird dir Besichtigung dieser Gemädlde nicht verweigert, wenn man bey dem Herrn Bar»» «M die Erlaubniß hierzu ansucht. ') Eine ausführliche Bckchreibung dieses Bildet siehe in Hormayr's Archiv ic. Jahrgang z«r>. Nr. LS. AZ5 """ Merkwürdige Duften, Grabmahler und Statuen *). ^4 ugustiner (In dem Hofkloster der ehrwürdigen p. p. —) >» der Augustiner-Vaste Nr. NS», stnd besonder» merkwürdig: >) Die Schatzkammer. 2 ) Die Herzen aller verstorbenen Glieder aus dem Crzhause Österreich in silbernen Töpfen mj» passenden Inschriften in der Maria - Loretto - Capelle 3) Die Familien - Grüften vieler ansehnlichen Adeligen. 4) Die Monument« Kaiser Leopolds des N., von gauner verfertiget, dann des k. ». AeldmarschalleS Leopold Grafen von Daun und seines Vaters f) in der so genannten Todten-Eapelle. ') Siehe auch Seit- yq, 104, t07, US, irl, t»4, 1Y3, Ist», 214, 224, 22b, 231, 24Ü, 2<>Y, 301, 302, 307, 311, 31b, 31Y, 322, 323, 327, 332 Und 335; dann weiter unten be» Brunnen, Gärten, Kirchen und Pa llästen. ") Siehe auch Seile sq, 157 und lyz. "') Hierunter auch die Herzen des Kaisers Matthias dei l., dann dessen Gemahlin» Maria Anna, welche früher in dem Kloster der Elarisserinnen waren; ferner das Her, Kaiser Ferdinands des II-, welcher zu Griitz in Steyer- mark den 15 . Februar tk>37 starb. h) Inden neueste»Beschreibungen »»»Wien steht, »dasi die Kaiferinn Mari» Theresia ihrem Leibärzte Gerhard van Swieten ein prächtiges marmornes Denkmahl in der Augustiner-Kirche hat setzen lasten, welches aber später daraus wcggenommen wurde (um für das Grabmahl Kaiser Leopolds de« u. Platz ,u gewinnen), und seitdem in LZb S) Diele Reliquien und Heilig thümer. b) Dar von dem berühmten Fresco-Mahler Anton Maulberlsch gemahlte Hoch- allarblatt, den heiligen Augustin als Bischof in der Glorie »erstellend. 7) Das Grabmahl Ihrer Königlichen Hoheit Christin«, Gemahlin» des Herzoges Albert zu Sachsen« Teschen ic. ic. Dieses Gral mabl kostet 20,000 Ducaten. Es drückt die geistigen Vollkommenheiten der Verstorbenen, ihre Wohlthätigkeit, Entschlossenheit» ihren Muth, mit Hindeu« tung auf di« Trauer des Gatten aus. Der berühmte Bildhauer Ritter Eanova stellte dieses allegorisch auf folgende Weis« dar: Man erblickt aus der Wan» der Kirche etwas hervor tretend eine 2S Fuß hohe Pyramide von »iolettgrauem gesteckten Cararischen Marmor, welche auf einer b Fuß b Zoll breiten und 2» Fuß langen Basis ruht. Don der Basis führen jwcy breite Stufen zu einer Pforte, die sich als Eingang zu dem Grabe in der Mitte der Pyramide öffnet. Eben hat sich linker Hand ein Irauerzug genähert, und schreitet feyerlich über die Stufen nach dem geöffneten Grabe zu. Zunächst der Pforte sieht man die Tugend, ein« weibliche Gestalt in langem Gewände mit aufgelösetcn Haaren re. Ali Begleiter umgeben die Tugend zwey Fackelträ- gerinncn, zarte Mädchen, welche sie in das geöffnete Grab geleite», und mit ihr Lurch Blumengewinde zurGruxxe sinnreich verbunden sind. In einer kleinen Entfernung auf der unteren Stufe folgt die W oh lt h ä tig kci t, eine weiblich« Figur. Sie führt am rechten Arme einen hülflosen, blinden Greis, »essen Rechte sich an einem Stabe fest hält» während einem Gange des Klosters gezeigt wird." 2« wehmüthiger Trauer liegt dieser Genius auf den Stufe«, und gibt sich in die Arme des MutheS das Sinnbild der ihm entrissenen Gattinn. Er blickt nach dem hinter dem Löwen gelehnten Teutonischen Schilde, auf dem das österreichisch« Wapen «ingegraben ist. Die linke Hand des Genius ruht auf einem runden, Etruskische» Schilde, weil Sachsen durch die Herzoge von Braunfchweig aus dem Hause Este «bstammt '). ') Mausoleum oder Grabmahl Ihrer Kaiserlichen Hoheit Maria Ehristina, ausgesührt Lurch Herrn Ehcvalier Anton Eanov«. AuS dem Französischen des Herrn von Le Viverre. Wien 1S0L bey Artaria und Compagnie, mit einer Abbildung von Jacob Merz. Außer dem ist auch «ine Abbildung dieses Monumentes i» einem großen, prächtigen Kupferstiche, gezeichnet von del Frate, und gestochen von P. Bonalo, be» Artaria und Lompagni« in Wien erschienen. iS ««"» ZZ8 Hofkriegsratht-Gebäude (2m ». k.) auf dem Hof Nr. 4rt. — Hier sind im Saale, worin die Sitzungen des k. k. HofkriegSrathcs gehalten melden, die auf Anordnung Kaiser Josephs de« II. »on Joseph Eerachi aus weißem Sararischen Marmor verfertigten Büste» der Feldmar- schalle Lacy und London ausgestellt. Sie sind um so bemer- kenSwerther, da der erhabene Monarch die Inschriften selbst dazu angegeben hat. Auf dem Pie- destale zu Lacy's Düste steht: stlsnritio kavx, ennimo ea- «troium praoleeto, Kolli »e^ue ao paoie »rtibu» ela- ru,, illi» vineors, ki» palriom iuviclam reckelere ckocuit, eui in «cienti» rnilitari inetitutoris et »mioi loeopkns II Lug. gr-li »niini «ui inouuuienlum keio (kic) poni ju«- ,it > 788 ; — auf jenem von London'« Büste aber: tlelleo- poni voluit l7»r. — (Bedarf Held Loudon noch eines anderen Monuments» als das ihm in dieser Inschrift di« Hand seines Monarchen setzte?) Statuen auf öffentlichen Plätzen. Graben (Auf dem) steht dieDreyfaltigkeiissäule, welche Kaiser Leopold der I. im Jahre lbyZ zu Folge eines Gelübdes, das er wegen der im Jahre lb7y ju Wien stark grassierenden Pest gethan hat««, fetzen ließ. Die Säule ist aus weißem Salzburger Marmor, bb Fuß hoch. An der Haupt- seite des Fußgestelles ist eine in Form eines Berges zusammen gesetzte Sieinmaffe, worauf die symbolische Figur des Glaubens steht; zu besten Füßen die Pest (ebenfalls Symbol), von einem Engel mit einer Fackel zu Boden gestürzt, liegt. Auf dem Sußgestell, oben kniet Kaiser Leopold, und zu feiner Seit« sind Worte, welche er zu sprechen scheint, «ns ein« Kupfertafel mit vergoldeten Buchstaben -> »gegraben. Die Wapen der Österreichischen Monarchie sind an den Eckfeiten des Susigestelles. Auf der drcyseitigen Pyramide über dem Fußgestelle sind die neun Chöre der Engel, und ganz oben ist die heil. Dreyfaltigkeit. Die Gruppen an der Säule stellen die Ankunft des heil. Geistes, das Abendmahl Jesu, die Erschaffung der ersten Menschen und die Noah'fche Familie vor, und sind, nebst Len an der Säule befindlichen Engeln, am besten gearbeitet. Der Bildhauer dieses Kunstwerkes war Strudel. Es hat bb,b4ü fl. gekostet. H o f (Auf dem) ist eine Säule, welche di« heil. Maria vorstell«. Sie wurde im Jahre iH67 ebenfalls von Kaiser Leopold dem I. errichtet. Sie ist aus gegossenem Metalle, 24 Susi hoch, und steht auf einem Piedestalc von Marmor. Oben ist das Bildnisi Mariens (aus Metall), mit dem Drachen zu ihren Füsie», unten stehen vier Engel auf steinernen Eckgestellen, höllische Ungeheuer bekämpfend. Die Säule sammt Len Figuren wiegt 205 Zentner an Metall. Das Ganze, mit einer marmornen Ballustrade umgeben, hat 22-2LZ Gulden gekostet. Hobe» Markte (Auf dem) ist ein Denkmahl, von Kaiser Carl dem VI. im Jahre l7L2 errichtet. Es stelle» einen auf vier Corinihifchen Säulen gestützten Tempel vor, worin der hohe Priester Marien mit dem heil. Joseph vermählt. Über dem Tempel schwebt der heil. Geist. An jeder Säule steht ein Genius in Lcbensgrösie, mit einem Trauungszeichen in der Hand. Das Ganze ist aus Marmor; der Tempel von 2»r»n Fischer, di« Figuren von Anton Eonradini, einem 1L " 340 Venetianer. Schiere wollen den Kennern nicht gefallen; aber angelheilt »er Beyfall, dem man der Arbeit an dem Tempel, vorzüglich an der Kuppel desselben, zollt. Josephs-Platze (Auf dem) ist die Statu« Josephs de« II. — Der jetzt regierende Kaiser Franz der I. hat seinem unvergeßlichen Oheime Joseph dem II. ein erhabenes Denkmahl errichten lassen. Dieses besteht in der kolossalen Bildsäule Josephs, in Bronce gegossen, von Zauner, welcher bey der Ausführung des Ganzen seinen eigenen Ansichten, die in der Kunst des Metallgusses Epoche machen werden, folgte '). Dieses Meisterwerk wurde am 24. November 1SV7 (also nach lt Jahren, von 17YS an) beendiget und feyerlich eingeweiht. Auf dem Josephs-Platze waren rechts die k. k. Arcieren-, links die k. Ung. Selb-Garde, beyde zu Pferd,- aufgestellt. Vor- und rückwärts des Monuments aber, welches durch ein Zelt verhüllt war, stand die k. k. Prabanten - Leibgarde. Außer diesen Garden bildete ein Grenadier-Bataillon ein zwcvteS Viereck. Sowohl innerhalb desselben, als auf den im Umkreise errichteten, mit Tuch behangenen Gerüsten, waren gegen booo Zuschauer aus den gebildeten Ständen versammelt. Auf dem SpitalSplatze war ein Bataillon Infanterie, auf dem Michaels-Platz« aber rin Bataillon Bürger-Garde in Parade aufgestellt. Um >2 Uhr erschienen Seine Majestät der Kaiser, begleitet von der Durchlauchtigste» Familie, von den obersten Hofämtern und den Kapitänen der Leib-Garden auf dem Balcone, und wurden mit klingendem Spiele von den paradierenden Truppen ») Es ist hier nicht der Ort, dieselben anzuführen. Man findet das Ausführliche hierüber in Earl Bettuchs Bemerkungen auf einer Reise aus Thüringen nach Wien »on tsos bis isvß. Weimar isos. Z4I """ bewillkommne». Jetzt näherte sich Herr Zauner Seiner Majestät, und überreichte Allerhöchstderfelben ein Exemplar der in Degen'« ") berühmter Sfficin gedruckten Prachtausgab« der Beschreibung dieses Denkmahles, durch welches er sich in den ersten »lang der Künstler seines Jahrhunderte« em, vor geschwungen hat. Mit Huld nahmen Seine Majestät das Werk aus. Zauner entfernte sich, und auf ein gegebenes Zeichen fiel die Decke, welch« das Monument verhüllt hatte. Trompeten und Pauken ertönten, alle Glocken in Wien wurden geläutet, von den Wällen donnerten die Kanonen» und das Militär gab drey Salven. Abends war Frey-Theater. — Zum Beweise der ausgezeichnetsten Zufriedenheit über di« glückliche Ausführung dieses Denkmahles hat der Kaiser den Hof-Staluar Zauner mit der taxfreyen Erhebung in den Adelstand, einer,goldenen, mit Brillanten reich besetzten Tabatiere, in welcher lo.ooo st. lagen, und einer lebenslänglichen Pension von drey tausend Gulden jährlich belohnet. Die be» der Einweihung übergebene Beschreibung hat folgenden Titel: »Denkmahl Josephs des II., auf Befehl Seiner Majestät Franz des I. errichtet durch Kranz Zauner, k. k. Hof-Statuarius und Director an der k. k. Akademie der bildenden Künste in Wien; erklärt von Joseph Ellmau- rer, Archivar und Eustos der Bibliothek und Kupferstich» sammlung an derselben Akademie. Wien gedruckt bey Degen >807." Fol. mit einer Abbildung des Monuments, von Jacob Merz radiert. Über di« Bedeutung der Statue sag» Herr Ellmaurer: »Auf dem ganz massiven Piedestale sitzt der Kaiser zu Pferde im Römischen Costume, mit der flach ausge- streckten Rechten seinem Volke den Schutz verkündigend, den ') Damahls k. k. privil. Buchdrucker und Buchhändler; nun k. k. N. Ü. RegierungSrath, Director der k. k. Hof- und Staats-Ärarial-Druckercy, und der Fabrikation der Staats-Eredits-Papiere, auch mit dem Prädikate Edler von Slsenau in den Adelstand erhoben. jede seiner Handlungen bezeichnet«, mit der Linken den Zaum haltend. Der Krott verrathende, aber gemäßigte Schritt des Pferdes ist der dargestellten Handlung feines GcbietherS ent- shrechender, als jede andere Bewegung. Der Kenner wird an dem Baue desselben den Deutschen Schlag finden >c.« Die Höhe des ganzen Monuments beträgt s Klafter z Schuh « Zoll; die Höh« de« Pferdes vom »orderen Standfuße bis über die Mähne des Kopfes 2 Klafter i Schuh z Zoll; die Aigur des Kaisers wäre stehend 1 ZH Schuh. Der Granit des Piedestals wurde unter Herrn Zauners Leitung in Matthausen gebrochen, und zwar so glücklich, daß jede der vier Le- saincn aus einem Stücke seyn konnte. Das Piedestal hat durch drey Tußplattcn und durch die weit »orspringenden Sockel eine groß« breite Basis. Auf den beyden langen Seiten des PiedestalS sind zwey Bronce-Tafel« eingelaffen, mit Allegorien auf die Verdienste Josephs um sein Reich, und zwar eines bezieht sich auf Josephs Reisen, auf denen er Kenntnisse zur Verbreitung wahrer Cultur und Aufklärung für seine Länder sammelte; das andere deutet auf die Frep- machung des Hafens von Triest. Diese Basreliefs haben I Klafter 4 Schuh l Zoll Breite, s Schuh 4j Zoll Höhe. In die schmale vordere und Hintere Seite des Piedestals sind Schrifttafeln (s Schuh z Zoll hoch, s Schuh 2 Zoll breit) eingelassen, die gleichfalls samm« der Schrift im Ganzen gegossen sind. Die Inschriften entwarf zuerst DcniS, sie wurden aber von dem Numismatiker Abbe Neumann etwas abgeändert. Auf einer liefet man: ckoseplio II., qui »aluti pud- lioae virit nou ck!u, seck Lotus; auf der anderen: draneis- ous kam. et Xustr. Imp. ex Iratre uepos alter! pareuti, posuit I8ütz. Um das Monument stehen vier große Pilaster von Granit, i Klafter 2 Schub S Zoll hoch. Die auf denselben angebrachten Medaillons (l Schuh 7 Zoll im Durchmesser) bezeichnen die (nach den unter Joseph dem II. geprägten Schaumünzen) merkwürdigsten Epochen seiner Re- gieruug. Die erst« auf dem »orderen rechten Pilaster wurde auf Josephs Geburt geprägt; sie stellt den Herkules »er, wi« er die zwey an ihn gesendeten Schlangen zerdrückt. Die Inschrift ist: IVotus ,741. ,r I>I»rtii. — Die zweyte, auf Josephs erste Vermählung (den Hymen, wie er seine Fackel am Spferaltare anzündet, vorstellend) hat die Aufschrift: Lol!» oonnnhinw eelohrst Vinckoh. l). Oetoh. ,7(>0 — Die dritte, auf Josephs Krönung zum Römischen König«, stellt eine Frau »vr, welche eine Thurmkrone auf dem Haupte ha«, auf einem Thronseffel sitzt, uns ein Steuerruder und daS Horn des Überflusses hält. Di« Umschrift laute«: Olori» nuvi »«- ouli. LI. et dar. Lraucok. ,7b4 — Die vierte (AuSwurfte Münze bey dieser Krönung) zeig« eine über den Wolken schwebende Weltkugel, und über derselben das Auge GotteS. Umschrift: Virtute et Liemplo. — Auf dem »orderen Pilaster links ist die »on Joseph gestiftete militärische Verdienst- Medaille. In einem über Trophäen schwebenden Lorber- kranze stehen di« Worte: Der Tapferkeit. — Die zwey- te, auf Josephs und Leopolds, feines Bruders, Ankunft in Rom daselbst geprägte Münze stell« die Stad« Rom in einer weiblichen Figur «or, welche in einer Hand einen Speer, in der anderen eine Kugel hält; zu ihren Füßen ruhet der Liber-Flug. Die Umschrift heiß«: Kon,» erultan» oh frotram tluigg. ockvontiun ,7tist. — Die dritte, auf Josephs Reifen nach Italien geprägt, stellt den Kaiser im Römischen Eostume zu Pferde »or, Minerva »or ihm einher gehend Inschrift: Itali» » 6»e»»re perlu-iral» I7dst — Die vierte, auf Josephs erste Reise nach Siebenbürgen, zeigt unt den Kaiser, wie er, von der Frevgebigkeit begleitet, zu einem mit Siebenbürgens Wapen geschmückten Stadtlhore ein- reitet. Aufschrift: 8. t>. t^. v. opt!,n. princ. äckventu, --NA. , 77 ;. — Auf dem Hinteren Pilaster links ist das erste Medaillon ebenfalls auf Josephs Ankunft in Siebenbürgen; der Kaiser sitzt in Römischer Kleidung zu Pferde; »»r ihm steht eine Frau, .Siebenbürgen »erstellend, und reicht ihm di« Hand. Umschrift: kelicitss vaeise. krofectio ^ug. 1775. — Das zweyte, auf die Organistrung Galiziens (eine männliche Digur im antiken Eostume hält die Urkunde in einer Hand, und reicht die ander« über «inen Kornscheffel) ha« die Aufschrift: Oonventu Olstiu.»Perpetua in üallcia et l,oü, coo- «tiluto l7S2. — Die dritte Münze, zum Denkmahle der in Lemberg errichteten Universttät; eine mit Lorbern umwundene Lyra (neben derselben eine Eule und das Galizisch« Wapen) »orstellend, hat die Inschrift : Optimer. »rt. luclisiu Oslieis coust^tut. ^»»stemia I-eopol. 1784.— Auf der vierten schweben zwcpKefetztafeln in Wolken; die Umschriften: 0i- ligs Oeuiu super omn. prox. ut te ipsum; und kauperum Institut!» Viuclod. 1734, deuten auf di« Errichtung des Armen-Institutes in Wien. — Die erste auf dem Hinteren Pilaster rechts (zwey au» den Wolken ragende Arme sich die Hände reichend) wurde auf di« Toleranz geprägt. Aufschrift: Ooncoxli» Relißiunum. — Die zweyt«, die Hauptfeite des Gebäudes der medicinisch - chirurgischen Josephs - Akademie »orstellend, deutet auf die Errichtung derselben, und hat die Inschrift: Lurauüis militum morbi» et vulneridus. srs- üemis meüico - clururgic» institutn Vieunae 1785. — Die dritte (der Genius der Kunst die Jugend zum Tempel der Minerva führend) wurde auf die Erweiterung der Akademie der bildenden Künste geprägt, wie dieses die Worte: luxe- 178b. beweise». — Das vierte Medaillon stellet den Lehrer deS Taubstummen-Institutes mit zwey Zöglingen vor. Die Umschrift heifft: Lurcii mutiyue sollieituüiue et wuuiüceu- ti» priucipis soaietati sil>icj»e utile, reüüiti. — Diese tb Haut - Reliefs sind mit matt gearbeiteten Lorberkränze» um- geben. Zwischen diesen vier Denkmählern tragen kleinere Granitpfeiler die Ketten. Piaristen-Platze (Auf dem) in der Josephstart vor der Pfarrkirche steht eine schöne Saul« vom Grafen Simich errichtet. Diese Säule ist aus Sandstein, von beträchtlicher Höhe, und ju oterst derselben ist die unbefleckte Einpfäng» Niß Mariä »orgestellt. Auf der Säule, selbst sind mehrere Engelsköpfe in Wolken angebracht. Auf der Vorderseite des Piedestales ist die Inschrift: äd lU. Oll. Oeorgio Oonstso- tino Oomite et 8. ll. Imp. l^snoiero Oih. ösr. cke 8imiciL in Imolckoill Itium ^.uZUStilliwaeum Oeopolcki I., Baseler Inschrift befindet sich das gräfliche Wapen, welches twey Geharnischte halten. Zur Rechten der Säule stehet die Statue des heiligen Josephs; oe l>ake kil ae Joachim, «l flnoae cko- seph. Oivae 8ponsao Ilonori. — Rechts: Ose etwa io Pes- «eiam «psianck»« 8»Ioti» grassante I.os posit» sei. — Aus den als Ehronographicum größer gearbeiteten Buchstaben gehet die Jahres-ahl lb7Z hervor. Dieses De»km«hl wurde von dem Bildhauer Prokop vor kurzem renovirt. '' - ^ .. 7 ^ - ' ' - 1. ^»-o, ,« -i,^H,ir r -^' x,»« itt!«^> ««*-- »»2 l'.'-ri >»O»!?:»M.»»< ^ -'^.. » . 's-. .! j' ' -»L-:'n!kr 7«tz>M, , . -^--rsi^s . 7,' >-7»< k-rii,' .-, 7»«e -1« ^. -,-- 7.7 7-'-^7^j 77^.^»^,tztL. .7 : 7..-ji 7.7.7 7»»»-'- !>»»»L 4"» 7 - ^ 7 i > >1», "7 -7 7>«I-7 . 7»-.-7»«-7 7 '7 -7 Ir » ,k ll lii. !s-r)i1,-LM ^ il-i.Vr-'r-ki.ikl >!,»t rr .»»!> .i!L,»t»-l»2^» .r «/§ ->- ! -.-- - i»-.-:»ii«».»»^»»i»»»k: . 7 '". . >-,.M»itz.»»« »»- »r^ich-j P-»r»;«L '»>- ^ 7 .<««:-> -/ /. - .,»- .ui s;r>7'7^u»v Btz»k»«»«K _ 7? ' >.-/!- . -7. . 7 '«.-»7»:! 7-Oiftr 7 -i-Tt-t.,. .r, 7 E - > .7 , 'i7s^--.».k7Hr!-<-i:»-->» . I-. »rt r 7 t. < il ! I--'^7 ' . 7 ' , -7.'^ - I t-i ^ 7 7'.'- .77 .j .7^7, 7,7 !»^.tt ,1 --°»^< »vt> - ,»<4»,^.»->«^-77 .-77 !-.- 7 - 777.7 ^-7'«7!-,--!...tz 7-7, -H' ri-»!M-»>>S««-7.7»S> Ui^chik -.'- ,7. - -k" 7 -u 7> -,i 'r4r«rr>»t»»,»»0^»»i >»t»r 7 -.-.7.7 7 - 7 7 .7. ,^7,-^j.. ' ' '-77-r-. 7-^ ... 7.7 .- 7 7,,. 7 " §.- 7 ^', 7^ . 7 7 7 . .t '^,'7.7 ' 7 7 7 7 ' 7 7 -.-77>5--,-i ;-- k7'7->u-7-7 7 ^- 77 . ' > ». / """ Z4Y D i - Gesellschaft derMusik-Frcunde in dem österreichischen Kaiserstaate *). >^ie wurde im Jahr« durch den Herrn RegiernngS- rath von Sonnleithner —) gegründet, welcher am 2Y. No« »emder t»l2 Handels große Cantate (Timotheus) von mehr als 700 Dilctantcn im Saale der k. k. Reitschule zur Ausführung gebracht hat. Der große Effect und der herrliche Dortrag dieses Meisterstückes« dieser größten musikalischen Darstellung, welche bisher in Europa Statt hatte, erregten bey erst erwähntem Herrn RegierungSrathe den Wunsch, daß sich eine so große Menge der ausgezeichnetsten Kunstfreunde nicht wieder trenne» möchte; er vereinte daher Alle zu Einem Zwecke, entwarf Statuten, welche von der Gesellschaft geprüft und zur Ausführung gebracht wurden. Aus diesen Staturen erhellet die Tendenz LeS Vereines: »Die Emporbrin- gung der Musik in allen ihren ^heilen— Selbstbetrieb ^ und Selbstgenuß derselben sind nur als untergeordnete Zwee- ke erkannt. Bald batte die Gesellschaft sich des hohen Schutzes Seiner Kaiserlichen Hoheit des Erzherzoges Rudolph, und des Veytrittes der achtungswürdigsten Männer zu erfreuen. Hiervon wollen wir hier nur wenige, des beschränkten Raumes wegen, anfübren. Ge. Ercellenz der Herr Hof-Ceremonien- Meistkc, k. k. Kämmerer und Präses dieser Gesellschaft, Herr «) Die GefellschaftS-Kanzellcy und der Musik-Saal sind auf dem Bauernmarkt« im Gundelhofe Nr. 6r7, L. Stiege, 2. Stock. ") Siehe Seite 44 und zzo. ISO Ego» Landgraf zu Fürstenberg, belekt mit eifriger Thiitig- kcit diese Anstalt in allen ihren Theilen. Hr. Hofrath von Kieseivetter hat wesentlichen Anthcil an den gelungene» Leistungen der Unterrichtsanstalt. Di« nach der Angabe des Herrn RechnungSrathesDincenz von Hauschka in dem Gesell- fchaftSsaale nach akustischen Grundsätzen erbaut« Orchester- Bühne wirkt ungemein günstig auf den musikalischen Effect, und es dürft« manchem nach Wien kommenden Künstler, der durch die Auffindung eines schicklichen Eoncert-Saales oft in große Verlegenheit geräth, sehr erwünscht seyn, diesen geräumigen und so zweckmäßig eingerichteten Musik-Saal benützen zu dürfen. — Um die Bibliothek und das Museum') hat Herr Baron Knorr wesentliche Verdienste. Eintritt in die Gesellschaft hat» »ermöge d«r Statuten: 1) Jeder, der den Gesang oder das Spiel auf irgend einem Instrumente zu dem Grade der Vollkommenheit gebracht hat, welcher »othwendig ist, um in einer Bocal- oder Instrumental-Slipien - Stimme zur Aufführung Mitwirken zu können (wirklich ausübende Mitglieder). 2) Jeder, der, ohne die Kunst selbst auszuüben, di« Absichten der Gesellschaft durch Deyträge und anderweitige Mitwirkung zu ihren Zwecken unterstützen will (wirklich unterstützende Mitglieder. z) Hat die Gesellschaft auch Ehrenmitglieder; diese sind solche, welche die Gesellschaft selbst, und zwar der leitende Ausschuß, aus den Tonsetzern, musikalischen Gelehrten und Tonkünstlern vom ersten Range zum Be»tritte «inladet , und in Rücksicht ihrer ausgezeichneten Kenntnisse als Rathgeber zu besitzen wünschet. —Das leitende Personal und die ausübenden Mitglieder diese s Äanzellen (stehe Seite Z4Y), wo ein ordentliches Protokoll darüber geführt wird, erfahren kann.. zzr Secretär. Herr Joseph Sonnleithner. (Siche Seit« 4Y.) Leitender Ausschuß. Die Herren: Bartenstein Anton Carl, Freyherr von, k. k. wirkl. Hofrath, Mitglied mehrerer gelehrten Gesellschaften (Molin). In der oberen Bäckerstraße Nr. 767 . Castelli 2gnaj. (Siehe Seite io.) Dob! Hof Enianuel, Freyherr von. Hauschk« Vincenj, k. k. Rechnungsrath ic. (Bioloncell). In der Schottengaffe im Melker-Hofe Nr. ivr. Kiefewetter (siehe Stellvertreter). Kr ebner Georg, k. k. Secretär ic. (Singen). Auf dem alten Fleifchmarkte Nr. 70l. Salieri Anton, k. k. Hof-Capell-Meister rc. (Sberleiter der Singschnle). 2» der Spiegelgaffe Nr. lOSS. Schönpichler 2ohann, Güter - 2nspector rc. (Molin). Auf der Melker-Bastey Nr. llb6. Sonnleithner 2oseph. (Siehe oben Secrerär.) 3 itius 2»hann, 0r. der Siecht« ic. (Molin). In der Kärnth- straße Nr. l,2S. Zmeskal von Domanoveh Nicol., k. Ung. Hof-Secretär ic (Dioloncell). 2m Bürgerspitale Nr. iivl). Nepräse DieH Bartenstein (siehe Ausschuß). Barth 2oseph, k. k. Hofsänger rc. (Singen). Bogner Ferdinand (Flöte). Braun Carl Freyherr von (vast). 1 t a n t « n. rren: Brentano Anton Freyherr von (Clarinett). Bridi Joseph (Tenor). Call Freyherr von Kulm- bach Carl (Baß). Castelli (siehe Ausschuß). C « »rian» Max. Graf von- 35 ; """ Ehimani Franz (Singen). Leeret Peter Edler von (Singen). Doblhof (siehe Ausschuß). Doblhof Earl Freyh. von. Esterhazy Michael Graf «on (Singen). Förstern Heinrich Freyherr von (Violin). Fr« dl Earl (violin). Gebauer Fr. (Violoneell). Gymnich Aug.». (Singen). Hau schka (siehe Ausschuß). Henickstein Earl Edler «on (Clarinett). Henickstein Joseph Edler »on (Singen). Huber Franz (Singen). Jonak Edler »on Freywald Joseph (Singen). Kiefewetter (siehe Aus- schuß). K! rchlehner Franz (Singen). Kißling Joseph. >Kcebner (siehe Ausschuß). Kueffncr Franz (Singen). Tanghammer Jacob (Dio- l,n). Di » lio Knorr Bernhard Freyherr und iir.) Mayer Michael (Violin). Neuling Dinccnz (Violin). Neuwirth Augustin, Vater (Violin). Piringer Ferdinand (Di»» lin). Prcindl Joseph (Viola). Reich Joseph, Vater (Violoncelli. Rizy Sigismund (Viola). Rudolph Anton, Vater (Violin). Salieri (siehe Ausschuß). Schönpichlee (siehe Ausschuß). Sonnleithner Ignaz, Vater (Singen). Sonnleithner Joseph (siehe Sccretar und Ausschuß). Steinmetz Ignaz (Singen). Th - ser Franz, vr. ll. (Violin). Tusch er Matthias (Singen,. Worzizerk Johann Hugo (Clavier). ZmeSkal Victor »on. Jizius (siehe Ausschuß). t h e c a r. «on (siehe Seit« 2y, iE« »Expedient und Archisar. Langhammer Joseph (Eontrabast). Im Gundelhof« Nr. 617, in der Gesellschaft» - Kanzclley. Lehrer der Zöglinge des ConservatoriumS. Bogner Ferdinand (Flöte). Im Bürgerspital Nr. ilvo. (Siehe Repräsentant.) — (Unbesoldet.) Böhm Joseph (Violin). Auf dem Haarmarkte Nr. 645. Friedlopsky Joseph (Clarinett). An der Wien in der Sanalgasse Nr. yr. Fröhlich Anna (Dlle.) (Singen). In der Singerstrasj« Nr. syz. Frühwald Joseph (Singen). In der Leopoldstadt Nr. kl HelmeSberger Georg (Violin - Lehrers - Substitut). In der Rossau Nr. 45. Herbst Michael (Waldhorn). Auf dem Neubau Nr. 2yy. Kbayll Joseph (Oboe). — (Unbesoldet). Korner Philip» (Singen). Auf der Wieden Nr. i. Merk Joseph (Violoncell). Auf dem neuen Markte Nr. lv66. Mittag August (Fagott). In der Dischofgasse Nr. 658- Salz mann Gottfried (Elaviek). — (Unbesoldet.) Seltner Joseph (Lboe). Auf der Wieden Nr. 6. Vogl Johann (Singen). In der Neuburger-Gaff« Nr. 1065- (Unbesoldet.) Ausübende Mitglieder '). Adamberger Anton Theodor I Adamberger Joseph (Molon- (Viola). I ceU). ') Die Meisten deS leitenden Ausschusses und Repräsentanten - Körpers wirken a u S ü b e n d mit, wurden jedoch, zur Vermeidung der Nahmenwiederkohlung, hier weggelassen Die unterstützenden Mitglieder der Gesellschaft, eben so zahlreich, als die ausübenden, blieben, al« nicht zu dem Zweit« meines Werkes gehörig, ebeiifalls weg.. ««-> rs; Adamberger Theobor Johann (Diola). Albergotti Joseph Freyherr von (Molin). Anders Julie (Singen). Angermayer Joseph (Diola). Anston Maria (Singen). Arming Franz (Diolin). Bär Eugenie, geb. Sulny (Singen). Baumgartner Maximil. (Mola). Baumgartner Michael (Diolin). Benda Franz (Diolin), Bendl Joseph (Singen). Berger Joseph (Singen). Berger Thaddäus (Diolin). Berndl Joseph (Singen). Berndt Melchior (Diolin). Bill Deit (Singen). Bittermann Ferdinand (Diolin). Btttner Felix (Singen). Blumenthal Joseph »on (Viola). Bobies Carl August (Diola). Bobies Hieronymus (Contrabali). DobieS Johann Michael (Singen). Bobies Maximilian (Singen). Bogsch Fridrich (Singen). Bohacz I. A. (Singen). Borges Joseph (Diolin). Bouvard Franz SaleS Ritter von (Contrabaß). Brabbee Franz (Diolin). BrettschneiderHedwig ». (Singen). Brücker Joseph (Contrabaß). Brunner Christian (Diola). Buber Anton (Flöte). Cameslna Joseph (Singen). Chimani Joseph (Singen). ChalupSky Joseph (Diola). Eimer Joseph (Singen). Sollet Anton (Contrabaß). Conradi Georg (Flöte). CriSnitz Barbara (Singen). Dattel Maximilian (Diolin). Demel Joseph (Diolin). Defeö August von (Singen). Dollinger Joseph (Diolin). Domuffevi» Leopold (Flöte). Drathschmid Fridrich ». (Diolin). Dreger FranciSca (Singen). Dürseld Louise von (Singen). 356 Eckler Sigismund (Violon- cell). Eckmann Ignaz vr. (Singen). Eder Peter (Viola). Ehrlinger Johann (Viola). Eltz Fridrich (Viola). Engelhart Julie (Singen). Engelmann Kranz (Singen). Expinger Leopold Joseph, vr. ck. (Singen). Erb Johann (Singen). Fechner Ubald, vr. (Singen). Kedrigotti Joh. (Diolonell). Fischer Johann (Viol-n). - Fitzinger Ignaz (Singen). Franchetti Fortunata (Sin- gen). Fried Franz (Singen). Fries Moriz Graf von (Dio- lin). Frischherz Ferdinand (Diolon- cell). Fröhlich Barbara (Singen). Fröhlich Eugen (Diolin). Fröhlich Katharina (Singen). Fürstenberg Theresia Landgra- stnn zu (Singen). Gaber Anton (Violin). Gabrieli Earl Edler von (Violoncell). Gähn Franz (Viola). Gahy Joseph (Violin). Gauster Martin (Violin). Geißler Johann (Violoncell). Gerl Franz (Violin). Gepinüller Rofalie von (Sin- gen). Giannatasio Francisca (Singen). Graziös! Maria (Singen). Grill Johann (Dingen). Groß Earl (Violin). Gruber Michael (Viola). Grüner Josephine (Singen). Grünfeld Peregrin (Singen). Grünwald Carl Dincenz (Violin). Gsiller Carl (Singen). Gulielmo Aloys (Singen). GulyasTheresia». (Singen). Gütter Elisabeth (Singen). Guttmann Franz (Violoncell). Hammerschmidt Earl (Violin). Hardt Albert (Vkolin). Häring Franz von (Contra- basi). Hauer Joseph (Singen). Haunolt Franz (Singen). Hauser Joseph (Violin). HauSner Carl (Singen). Hawelka Augustin (Oboe). Heger Matthäus (Viola). Heinemann Florian (Flöte).' Hein« Earl von (Viola). Hein« Franz von (Violoncell). Hellinger Franz (Singen). Henickstein Johann von (Singen). Herren Franz, 0r. (Singen). Herdich Peter (Violoncell). Herr! Therese von (Singen). Hcrrmann Louise ». (Singen). Herzenkron Hermann (Singen). Heuzerath Andreas Wilhelm (Singen). Heyne Fridrich Wilhelm (Fagott). Hilleprandt Franz Edler von (Violin). Hindle Johann (Eontrabaß). Hochenadel Katharina (Singen). Hochcnadel Thomas (Singen). Hofstätter Cäcilie (Singen). Höger Johann (Violin). Höger Matthäus (Viola). Hollauer Joseph Edler von Ho. henfels (Violin). Holler Georg Johann (Singen). . Holz Earl (Violin). Holzmeister Joseph (Viola). Lösch Joseph (Singen). Hoser Eduard, 0r. (Singen). Huber Franz Xaver (Singen). Huebcr Johann B. (Singen). Hummel Anton (Violin). Hütter Franz (Klavier). Hütter Joseph (Singen). Jäger Earl (Violin). Jansa Leopold (Violin). Jansch Francisca (Singen). Jaus Anna (Singen), Kapler Franz Xaver (violin). Kaufmann Joseph (Violin). Kernhofer Anton (Flöte). Kesaer Joseph von (Singen). Kindermann Therese (Singen). Kirchlchner Joseph (Violin). Klieber Therese (Singen). Klingcnbrunner Wilhelm(Flö- te). Klöckl Joseph (Viola). Knaipp Joseph (Violoncell). Kobeck Johann (Violoncell). Kohn Albert (Violin). König Freyhcrr von (Flöte). Kraus Earl (Violoncell). Kraus Joseph (Viola). Krauß Joh. Rep. (Violoncell) Kraußeneck Fridrich Heinrich, De. (Violin). Krewmrr Joseph (Violoncell)» zz» Kriegteisen Antonia. KriegSeisen Vincenz (Biotin). Krischker Wilhelm (Biotin). Kuhn Eleonore (Singe»). Kühnel Anna (Singen). Kummernecker Dominik (Con- trabaii). Kunz Johann Michael (Singen). Landschult David Jul. (Singen). langer Theresia Maria (Singen). Langer Heinrich (Diolin). Langhammer Joseph (siehe Expedient). Lannoy Eduard Freyhcrr von (Singen). Lasinigg Theresia (Clavier). latzel Franz (Contrabasi). Leber Peter von (Violin). Lederer Johann (Violin). Liebman» Emanuel Edler von Lietenberg (Orgel). Licbmann Leopold Edler von Liebenberg (Diolin). LindnerJoseph Edler». (Violin). Linhart Amalie (Singen). Linhart Sophie (Singen). Lissel Ferdinand (Flöte). LocaleM Rochub (Violin). Lotzky Johann (Singen). Lucam Johann Ritter von (Singen). Lugano Peter (Singen). Luz Regina (Singen). Macher Joseph (Singen). Maik Joh. Edler von (Viola). Magner Joseph (Violin). Männer Eaietan v. (Diolin). Mark Ferdinand Freyherr »an der (Violin). Matiegka Wenzel (Diolin). Matoscheck Joseph Leopold v. (Elavier). Mayenberg Joseph Freyherr von (Violin). Mayer Arnold (Diolin). Mayer Johann (Diolin). Mayer Joseph« (Singen.) Mayer Michael (Violin). Mayr Ignaz (Horn). Mechetti Peter (Singen.) Mehoffer Johann von (Singen). Milani Joseph« (Singen). Minetti Theresia (Singen). Mollick Wenzel (Diolin). Wötzel Joh. Georg (Singen). Mozzati Joseph, (Singen). Mühlberg Joseph (Singen). Mühlberg Wilhelm (Singen). Z5Y Natorp Aloys Freyherr von (Biolin). Narorp Theodor Freyherr von (Biolin). Nehammer Franz (Biolin). Neiebse Menzel (singen). Nestro» Johann (Singen). Neugebauer Franz (Contrabast). Ncuhauscr Peter Joh. (Biolin). Neumann Andreas (Diola). Neuwirth Augustin, Sohn (Bivloncell). Neuwirth Johann (Biolin). Vbenaus Elisabeth, geb. Riedl (Singen). Sdelga Joseph« »on, geborne Ireyinn von Spielmann (Singen). Pasqualati Joseph Freyherr von (Biolin). Pechaczeck Franz (Singen, Bivloncell). Pick Anton, 0r. st. (Singen, (Biola). Peck Barbara (Singen). Perin Christian von Gradenstein (Singen). Peschke Johann (Singen). Petenegg Carl (Diola). Petters Joseph« (Singen), peyerl Franz (Singen). Pfaller Albin (Clavier).' pfendlcr Georg (Flöte). Pfusterschmid Joseph (Diola). Plachi Wenzel (Singen). Pockh Joseph (Singen). Pockh Leopold (Singen). Pohl Aloysia (Clavier). Polack Bernhard (Biolin). Poller Fridri» (Singen). Posch Anton (Biolin). Pöschel Heinrich (Singen, Bivloncell). Poy Joseph (Diola). Puliti Leopold (Biolin). Puz Eduard (Biolin). Puz Joseph (Bivloncell). Radinger Ernest (Singen). Rahn Heinrich (Biolin). Rechberger Lcop. (Trompete). Redlpacher Ludwig (Biolinz. Reghem Francisca von (Sin» gen). Rehs Ignaz (Biolin). Reich Joseph (Bioloncell). Reichard Joseph (Singen). Reitmanns Michael (Biolin). Rektorzick Carl (Singen). Reschauer Conrad (Flöte). Reschny Thomas (Bioloncell). Revenatz Franz (Dior,«). Riedl Franz (Diolin). Riedl Joseph (Singen). Riedl Matthias (Violin). Riedl Theresia (Singen). Riegler Andreas (Violoncell). Ritter Andreas (Viola), diiji) 2°h. SigisM., 0r. 1. (Viola). Rohmann Joseph (Singen). Rohmann Marie, ged. von Schwad (Singen). Rohrer Anton (Violin). Rohrer Franz (Diolin). Röhrich Anton (Eoutrabasi). Rosthorn Matthäus (Singen). Roth Rudolph (Violoncell). Rudolph Amon, Dr. (Bio- lin). Rudolph Georg (Violin). Rzehaczech Franz (Violin). Saam Leopold Edler v. (Singen). Sailer Franz (Diolin). Stbauff Julie (Singen). Scheidlein Joseph (Singen). Scheidlein Louise (Singen). Schimmer Wenzel lDiolin). Schindler Earoline (Singen). Schindlöcker Franz (Violon- cell). Schlager Johann (Singen). Schmid Joseph (Flkte)e Schmid Jos. Eal. (Singen). Schmiedel Johann (Singen). Schneider Joseph (Viola). Schnitzer Eolumban (Viola). Schober Franz (Flöte). Schöldl Joseph (Viola). Schöller Franz (Horn). Schönauer Johann (Viola). Schönauer Therese (Singen). Schuhmann ». Mansegg (Dior lin). Schulz Andreas (Viola). Schurz Anton (Singen). Schurz Joseph (Viola). Schwinner Fridrich (Violin). Seelinger Moritz (Flöte). Scmler Salomon (Singen). Sengel Christine (Singen). Sidorowicz Franz (Viola). Sieber Anton (Diolin). Simoni Joseph, k. k. Hof« und Kammersänger. Singer Johann L. (Viola). Smrczka Joseph (Viola). Sonnleithner Eduard (Sin» gen). Sonnleithner Ignaz, Sohn (Violoncell). Sonnleithner Leop.(Singen). Sonnleithner Marie (Singen). Sonnleithner Moritz (Singen). zvl Spangler Joseph (Viola). Spanl Johann (Fagott). Epeil Franz (Contrabaß). Stadler Franz (Singen). Staudinger Eleonore, (Singen). Staudinger Leopold (Molin). Stein Caroline (Singen). Steiner Elise (Singen). Steiner Sigmund Ant. (Singen). Steinhäuser Franz (Oboe). Stenzl Sridrich (Viola). Stehlick Franz (Singen). Stlfft Andreas Freyherr »on (Diolin). Stockher Johann (Conlrabaß). Stöhr Anton (Violin). Stuck Marie (Singen). Stummer Johanna (Singen). Stumpf Marie (Singen). Sturm Joseph (Diolin). Swoboda August (Singen, Pedal-Harfe). Ehre Fridrich (Flöte). Tassara Louise (Singen). Teltscher Fridrich (Violin). Theser Johanna (Singen). Thomas Henriette (Singen). Thomas Josephine (Singen). Tinti Johann Nex. Freyherr »on (Viola). Toben» Franz (Diolin). Tobiaschck Joseph (Singen). Troyer Ferdinand Graf von (Clarinett). Troyer Franz Graf von (Ela- rinctt). Tschoffen Joh. V. Edler »»>» (Violin). Türk Ignaz (Diolin). Übel Joseph, Or. ck. (Contrabaß). Umlauf Johann (Singen). Unger Carl (Singen). UnkrechtSberg Elise Edle »«» (Singen). Danossi Louis (Dioloncell). Vogel Anton (Singen). Dorauer Franz (Viola). Wagner Anton (Viola). Wagner Anton Jos. (Diolin). Wagner Franz (Singen). Wagner Joseph (Singen). Wagner Vincenz Aug. (Singen). Wallaschek Joh. B. (Singen). Wallis Rudolph Graf von (Violin). j Waßhuber Johann (Singen), ltz sür Ibatteroth Dincenz (Diolon- ccll). Weckse^erFridrich, Vr. (Singen). Weibel Franz (Singen). Weigert Georg (Diolin). Weigel Joseph (Diolin). Weis, Franz (Singen). Weiß Franz de Paula (Singen). Weiß Marie (Singen). Weiß Marie Mathilde (Singen). Wenzel Louis (Dioloncell). Wertheimstcin Eharlotte Edle von (Singen). Wertheimstein Ignaz Edler von (Violin). Wertheimstein Leopold Edler »on (Dioloncell). Wertheimstein Sophie Edle »on (Singen). Weyher Fridrich (Dioloncell), Weyher Johann (Diolin). Wiidtler Joh. Andr. (Flöte). Winkler »on Mohrenhof M, T. (Singen). Würth Heinrich (Diolin). Wutky Emanuel (Diolin). Zagiczeck Joh. B. (Diolin). Zaitschek Martin (Diolin). Zenker Franz (Clarinett). Ziegler Anton (Singen). Zimmer Joh. Nep (Diolen- cell). Zimmermann Jos. (Singen). Zwanziger Joseph (Singen). Zweigel Philipp (Diolin.) Zwerger Jgna, (Dioloncell). L63 Verzeichnis -er in und um Wien lebenden Tonkünstler, dann vorzüglichen Dilettanten *), mit Angah « ihrer Wohnorte. ^dl«r Joseph, Tonsctzcr (Violin). Aigner Engelbert, Tonsetzer und Dilettant im Orgelspie- len. Auf der Landstraße Nr. 2HS. Aloisi Joseph, Klavier - Meister. Auf dem Franciscaner- Plahe Nr. Y2l. Altendurger Katharina Dem., k. k. H»f-2pern-Sün- gerinn. In der Wiplingerstraß« Nr. ZLü. Alten köpf Joseph, Lehrer an der Hauptschule des k. k. Waisen-Institutes, Dioli»-Spieler. In der Alservor- stadt Nr. 2b2. Die zahlreichen, bey der Gesellschaft der Musik-Freunde angeführten Dilettanten habe ich, der Wiedcrhohlung wegen, hier weggelassen, überhaupt stehet hier nur, wai ich mit Veudülfe einiger Freunde erfahren konnte, den» bcy dem Umstande, das, jetzt in Wien fast in jeder Familie die Musik mit Fifer betrieben wird — wer möchte da di« Vorzüglichen all« aufzeichnen können! tb ' Alkmutter Mathias, k. k. Hof-Violinist. 2« der ÄrU- gerstraße Nr. ,0,4- Andrea Eduard, Dilettant im Dioloncell- und Fiötenspie- le. Auf der Schotten-Bastey Nr. , 54 . Angermayer Christian, Hörer der Rechte, Dilettant im Singen. Auf der ia-mgrube Nr. 2. Aß mayer Ignaz, Tonscyer und Claoier. Meister. Im Schotten-Hofe Nr. ,5b. Bartenhchlag Michael von, k. k. HofzahlanitS - Control- lor, Dilettant im Paukensxiele. Auf dem MichaeiS-Platze Nr. l,5Z. Barth Joseph, k. k. Hofsänger. Auf dem neuen Markte Nr. ,054. Bathioli Franz, Tonfeher und Dilettant im Guitarre- Spielen. 2n der Wolkzeil Nr. 780. Bau mann FriLrich, k. k. Hofschauspieler, auch Sänger. 2m Comödien-Gäßchen Nr. ,040. Bayr Georg, Orchester-Mitglied des k. k. privil.Theaters an der Wien (Flöte). Zu Mariahilf Nr. 75. BeckerL Joseph, Dilettant im Diolin - Spielen. Beethoven Ludwig von, sehr berühmter Toufetzer. Auf der Landstraße Nr. 244. B'ellonci, Virtuos auf dem Horne, Mitglied des Orchesters der k. k. Hof-Theater. Vevcrl Heinrich, bürgcrl. Bäckermeister und HauSinhaher in der Roßsau Nr. gy, Dilettant im Violin- Spielen. BtLel Anton, Tonfeher (Pianoforte). Diler FranciSca von (Fräulein), Dilcttantinn auf dem Pianoforte. Auf dem Hof Nr. 522. Binder Sebastian, Dilettant im Orgelspielen und Singen. 2» der Naglergaste Nr. 2Y4. Llacho Joseph, Sänger im k. k. privil. Theater in der LeopoldstaLt. In der Leopoldstadt Nr. LlO. Blähet ka Lcopoldine, Diriuosinn auf dem Pianofort«. In der Iosephstadt Florian, - Gaffe Nr. 52. Llumenthal Iosepd von. Tonseyer und Orchester-Mitglied des k. k. privil. Theaters an der Wien. An der Wien Ne. 27. ztzs Donmasfar Antonia von, Dilettantinn im Singen. In der Schönlaterngasse Nr. b7Z. Bondra Anna Dem., k. k. Hof - Opern - Sänzerinn. In der Spiegelgaffe Nr. ll6Z Bondra Bartholomäus, k. k. Hof-Tenorist. In der Spie- gelgassc Nr. llkiZ. Brie gl Franz Laver (Diolin). Eachs Joseph, k. k. Hofschauspieler, auch Sänger. Auf der Wieden Nr. 22l. Cam pi Antonia Mad., k. k. Kammer- und Hof-Spein- Sängerinn. Auf dem Peters-Platze Nr. 5b3. Canzi Katharina, Sangerinn. In der Breunerstrasie Nr. ll2tz. Caudella, Tonseher (Pianoforte). ^ Cibbini, gehorne Kozelu», Fr., k. k. Hof-und Gcr!chl§-Ad» vocalcn und beeideten Notars Gattinn, Dilettantinn im Piansforte - Spielen. Auf dem Kohlmarkte Nr. 253. Clement Franz, erster Orchester - Direktor im k. I. pri- vil. Theater an der Wien. A» der Wien Nr. 27. Com per Therese von, Dilettantinn im Singen. Aus dem MichaelS-Platze Nr. 1«55. Czerny Earl, Tonsetzer und Clavier - Meister. In der Krugerstraße Nr. lvob- Czerny Joseph, Tonsctzer und Clavier - Meister. Auf der Schotten-Bastey Nr. l27. Czerwenka Joseph, k. k. Hof-Oboist. In der Iosephstadt Nr. Hy. Czcyk a Valentin, Orchester-Mitglied des k. k. priv. Theaters an der Wien (Fagott). An der Wien Nr. 4tz. Danzel Joseph Georg, biirgerl. ginngießer, Dilettant im Violoncell- und Biolin - Sp.ielcn. Zu St. Ulrich Nr. z». Oe le Oomte Fr. von, k. k. Sborstcn - Witwe, Tonsetzerini» für da6 Pianoforte und Mrtuostnn auf demselben. Del»bsh er Ignaz, k. k. Hofkriegs- und Militär-Gränz- Agent, Dilettant im Violoncell-Spielen. Auf dem Kohl- Markte Nr. 27». Demmer Earl, r. k. Hof - Oxern-Sänger, zugleich k. k. Hofschausxieler. Auf der Wieden Nr. l»0. "«"> zbü De mmer Christ.» k. k. Hof-Opern-Sänger. An der Wien Nr. zs. Demmer Fridrich, Sänger im k. k. privil. Theater an der Wien. Im Theater-Gebäude daselbst Nr. 2b. Demmer Joseph« Dem., Opern - Sängerin» im k. k. privil. Tbeater an der Wien. Eben daselbst Nr. rb. Demmer Thekla Dem., k. k. Hof-Opern - Sängerin«. Auf der alten Wieden Nr. ISO. D « rmer (Dem ), Sängerin» im k. k. prlv. Theater an der Wien (Sopran). Daselbst im Theater - Gebäude Nr. rb. Defsar, Johann, k. k. Hof- und Feldtrompeter. In der Josephstadt Nr. SS. Diabelli Anton, Kunst- und Mustkalien - Händler und Tonfetzcr. In der Teinfaltstraße Nr. Hz. DigumaJ., Dilettant im Pianoferke-Spielen. In der Strauchgasse Nr. 2 »». Dir,ka, k. k. Hof-Opern - Sänger. Im Dürgerspital Nr. lioo. D 0 mm Franj (Singen und Guitarre). In der Kumpfgaffe Nr. S2S. Dönst Joseph (Diolonccll). Dottly Johann (Pianoforte, Diolin und. Flöte). In der Kumpfgaffc Nr. ssi. Drech s l er Joseph, Tonfetzcr, Professor der Harmonie- Lehre und des General-BaffcS an der k. k. Normal- Hauptschule bei) St. Anna. In der Lcopoldstadt Nr. 2SS- Drobny Johann, Orchester-Mitglied deS k. k. privil. Theaters in der J-scphstadt (Flöte). In der Josephstadt Kaisergaff« Nr. 7ü. Edel Georg, Tonfetzcr. Auf der Schotten-Dastey Nr. lir. Eljner August, Sänger im k. k. privil. Theater an der Wien. Auf der Laimgrube in derDreyhufeisengaffe Nr. rr. Essin ger Johann, gibt Unterricht im Diolin-, Pianoforte- Spielen und im Singe«. In der Kumpfgasse Nr. SSt. 1 Eulen stein Sigora von, Tonsetzer. Eybler Joseph, k. k. Vice-Hof-Eapcll-Meister, Tonsetzer, Im Schotten - Hof-Nr. i rb. """ Ll>7 Kaistenberger Joseph, Musik - Direktor. Auf der Wieden in Lee Wiidemanngasse Nr. 4»Z. Fichtner Joseph (Oboe). Förster Em. Al., Tonsetzer, gibt Unterricht im Pianoforte und Generat-Baff«. Auf dem Kienmarkie Nr. «sy. Förster Franz, Orchester-Mitglied des k. k. pr>». Theaters an der Wien (Contrabast). An der Wie» in der Gärtner- -gaffe Nr. «tz. Forti Anton, k. k. Hof-Opern-Sänger. In der Planksn- gaffe Nr. tOvo. Franz Jeannette, erste Sängerin» des k. k. privil. Theaters in der Josephstadt. In der Josephstadt Fuhrmanns- gaffe Nr. irr. Franz Stephan, k. k. Hof-Violinist, Tonsetzer. Auf de« Stockimisen-Plahe Nr. lOSt- Krieblon>s/y Joseph, Lehrer des ClarinettS Hey der Gesellschaft der Musik-Freunde des Oster. Kaiserstaalcs und Orchester-Mitglied de» k. k. priv. Theaters an der Wien. An der Wie» in der Canalgaffe Nr. qr Friedrtch Johann, Orchester-Mitglied des k. k. pri». Theaters an der Wien, Lehrer im Flöten- und Fortepiane« Spielen. Auf der Laimgrube Nr. l7Z- Srömmel Theodor (Pianoforte.) In der Weihburggaff« Nr. 7 ^ Früh« old Joseph, k. k. Hof-Opern-Sänger und Lehrer an der Singschule der Gesellschaft der Musik-Freund« des Aster. Kaiscrstaates. In der Leopolbstadt Nr. il. Fuchs Anna, k. k. Hof-Opern-Sängecinn. Fu»S Peter, k. k. Hof-Violinist. In der Singerstraß» Nr. S7<). Fup Benedict (Horn). Sur Francisca Dem., Dilettantin,, im Singen. Auf der Wieden Nr. »L7. Gallenbrrg Robert Wenzel Graf pon, Tonsetzer. Gebauer Franz Xaver, Capell-Meister an der Hofpfarrkirche bey den k>. k>. Augustinern. Auf der Brandstalt Nr. tzro """ 3bs Gelinek, Abbö, Tonsetzer. 2» -er Wallerstrasie im fürstlich Esterhazyschcn Pallaste Nr. 27h. Gläser Franz, Tonsetzer und Capell-Meister am k. k. privil. Theater in der Josexhstadt. Zu S«. Ulrich in der Reuschottengaffe Nr. 127. Gollenhofer Joseph«, geborne Müller, k. k. Hos-Har- fenmeisterinn uns Kammer - Mrtuosinn. Auf der Schotten-Vastey Nr. 1 Z 4 . Gottdank Joseph, k. k. Hof-Opern - Sänger. Ander Wien Nr. 2b. Gott lieb Caiekan, k. k. Hof-Violoncellist. Auf der Seilerstatt Nr. y57. Götz Joseph, k. k. Hof-Capell- und Hof-Oper« - Sänger. Auf den, neuen Markte Nr. ivS4. Gräffer Anton, Tonsetzer, vorzüglich für Guitarre. Auf dem Neubau in der Ncustiftgasse Nr. b4. Groß Fridrich, Dilettant auf dem Violoncell. In der Steinlgaffe Nr. 4ZV. Griestbacher Fr., Orchester-Mitglied des k. k. privil. Theaters an der Wien (Diolin). Auf dem Spitlberg Nr. hh. Grünbaum Christian, k. k. Hof -Opern - Sänger. In der oberen Bäckerstraße Nr. 772. Grün bäum Theresia, k. k. Hof- und Hof-Opern - Sängerin», geb. Müller. In der oberen Bäckerstrastc Nr. 772. Grutsch Franz (Violin). Gyrowey Adalbert, Capell-Meister der k. k. Hof-Theater, Tonsetzer. Auf dem Minoritcn - Platze Nr. 4 i. Haas Earl, Dilettant im Pianoforte-Spielcn. In derHim- melpfort-Gaffe Nr. ybz. Hackcnsöllner Johann, Kanzellist bey dem k. k. Oberst- Hof- und Land-Jägermeister-Amte, Dilettant im Tenors Singen und im Violoncell - Spielen. Auf dcr Windmühl Nr. 2ö. Hackcnsöllner N., gräflich Sternbergischcr Secrclär, Tonsetzer und BirtnoS auf dem Pialioforte. In der WipP- lingerstraße Nr. zbä. Ztzst Haijinger Anton, Sänger im k. k. pripil. Theater an der Wien. Auf dem Schottenfeld Nr. 206 . Halm Anton, Tonsetzer und Elavier-Meister. Auf der Landstraße Nr. 4L. Hansel Peter, Tonsetzer und fürstlich Lubomirskischer C«. pell-Meister. Auf der Melker-Bastry Nr. i tb5. Hanß Michael, Reg«», Okor! in der Pfarrkirche zu St. Joseph auf der Laimgrube und in der Pfarrkirche zu 8 t. Carl auf der Wieden. Auf der Windmühl Nr. zh. Haslinger Tobias, Kunst-'und Musik-Handlungs-Gesell- fchaftpr, Tonsetzer, Dilettant auf dem Dioloncell. Auf dem Kohlmarkte Nr. 2 l. Heinschild Johann, Flöte und Biolin. In der Neuburgergasse Nr. iob2. Henneberg Joseph, k. k. Hof-Organist, Tonsetzer. Auf der Freyung Nr. 156 . -erbst Michael, Lehrer des Waldhornes bey der Gesellschaft der Musik - Freunde des Oster. Kaiserstaatek und Orchester-Mitglied des k. k. priv. Theaters an der Wien. Auf dem Neubau in der Dreylaufer-Gasse Nr. 2yy. Heß Albert von, k. k. N. Ü. AppellationS-Nath, Dilettant, Tonsetzer für das Pianoforte. In der Karnthnerstraße Nr. l07Z. (Besitzt eine schätzbaro Sammlung älterer klassischer Musikalien.) Henfsenstam Graf, Tonsetzer. Hindle Johann, Geigen-Machcr, Virtuos auf dem Con- trebaß und Orchester-Mitglied des k. k. xrivil Theater» an der Wien. Auf der Wieden in der großen Neugassr Nr. 27». Hochschartner Leopold (Diolin). Hoffmann Joachim, Tonsetzer (Pianoforte). H »fh o lz er Franz, k. k. BerpflegS - Assistent, Dilettant im Baß-Singen. In der Alfervorstadt Nr. 204. Hofmann Joseph, k. r. Hof-Violinist. In der Leopoldstadt Nr. 4Z2. 4 S l lm a vr Franz, k. r. Hof-Fagottist. In der Leopold« stadt Nr. ZLS. ; 7 <> Honig Josephs, Mod., k. k. Hof-Opern - Sänzerinn. Auf der Seilcrstatt Nr. YS7. Hörbeder Franz, Orchester-Mitglied deSk. k. pri». Theater» an der W»en (Posaunc). Auf demSpitlberg in derFuhr- mannSgaffe Nr. sr. Horn ick Johanna Dem., Sängerin» im k. k. privil. Theater an der Wien. An der Wien Nr. 46. HoyoS Marie Gräfinn von, Dame des adeligen Savoyi- schen Stiftet, Dilettantin» im Pianoforte-Spielen. In der Johannes - Gaff- Nj, Y77. Hradezky Fridrich» k. k. Hof-Waldhornist. In der Juden- gaffe Nr. Sll. Hudler Anton, k. k. Hofpauker. Auf derWindmübl Nr.b;. Huglmann Joseph, Tonfetzer und Clavier-Meister. Auf Ser Laimgrube an der Wien Nr. Hüttenbrenner Anselm, Tonfetzer, Zögling Salieri'S. Auf dem Salzgriet Nr. 20Y. I« cquin Freyinn von, geborne Freyinn von Natorp, k. k. N. Ä. RegierungSratheS und Professors der Ehemie und Botanik rc. re. Gemahlinn, Dilettantin» im Clavier- Spielen. In Ser oberen Bäckerstraste Nr. 760. Jäger Franz, Sänger im k. k. pri». Theater an der Wien. An der Wien Nr. 2b. Jähnl Joseph Emanuel, Tonseher. Auf der Laimgrube in der Rosengaffe Nr. 64. Kaiser, Orchester-Mitglied dcS k. k. privil. Theaters in der Leopoldstadt (Flöte). Auf dem Salzgriet Nr. 201. Kanne Fridrich August, Tonsetzer ic. (Siehe Schriftsteller - Verzeichnis, Seite 27.) Karl Anna (Mad.), k. k. Hof-Spern-Sängerinn. Auf der Wieden in der Schleifmühl Nr. S2. Kalter Joseph, k. k. Hof-Violinist und Orchester-Direktor bey den Hof- Balletten. Im Bürgerspital Nr. llvo. Kauer Ferdinand, Capell-Meister und Tonfetzer. In der Josephstadt Nr. lvZ. Kern Johann Caspar, Slavier-Meister. Auf dem Itrotzi- schen Grund Hauptstraße Nr. rv. """ 37l Keßler ErasmuS (Diolin). Khayll Aloys, Orchester-Mitglied Lek k. k. Hof-Theater (Flk- te). Auf der alten Wieden in der Gemeindegaffe Nr. »72- Khayll Anton» k. k. Hof-Trompeter und Mitglied des Hof- Opern-OrchesterS. Auf der neuen Wicken in der Preß- gaffe Rr. rv4. Khayll Joseph, k. k. Hof- und Kammer-Oboist und Mitglied des Hof-Opcrn-SrchesterS. Auf der Wieden in der Prestgaffe Nr. zoq. Khayll Joseph. (Dem)., Virkuosinn im Pianoforte-Spielen. Kiker Katharina (Dem.), Sänzerinn im k. k. pri». Theater in der Leopoldstadt. Im Theater - Gebäude. KinSky Joseph, Vice-Capell-Mcister der k. k. Hof-Theater. Auf der Laimgrube an der Wien in der ÄothgaffeNr.b2. KjSling , k. k. Hof - Opern - Sänger. Auf der Landstraße Nr. 52. Klein Georg, k. k. Hof-Elarinettist. Auf der Wieden Nr. i. Klemm Fridrich, Tousetzer. Im Bürgerspital Nr. ilvo im 5. Hof, Stiege Nr. y, dritten Stock. KletschinSky Johann, k. k. Hof-Diolinist und Orchester- Director der k. k. Hof-Theater. I» der Schloffergaffe Nr. bog. Klingenbrunner Wilhelm, Tonseher und Dilettant im Klauten-Spiele. (Siehe Schriftsteller Seite 2S). Koblitz Kranz, Musik-Lehrer (Orgel, Elavier und Vio- lin). Ju der oberen Bäckerstrasie Nr. so; im z. Stock. Konradt Anna, SchullehrerS-Tochter, Dilettantin» im Pianoforte-Spielen. In der Leopoldstadt Nr. Zl2. K orner Philipp» Archivar der k. k. Hof-Eapelle, k. k. Hof-Tenorist, Singmeister der Hoffängerknaben, und erster Lehrer an der Singschule der Gesellschaft der Musik-Freunde des Oster. Kaiserstaates. Auf der Wiede» Nr.». KowalowSky Joseph, Orchester-Mitglied des k. k. xri- »il. Theaters in der Josephstadt (Horn). Im Alt-Lerchen- feld in der Alleegaffe Nr. 5«. Krähmer, Mitglied des Orchesters der k. k. Hof-Theater (Oboe). Kraus Anna, geb. Wranitzky, k. k. Hof-Sängcrinn. 2« Ser Himmelpfort-Gaffe Nr. yütz. Krickel Joseph Adalbert, Gcgenhändler im k. k. Waisen- Znstitute, Tenorist, Dilettant im Violin- und Guitarre- Spielen. 2» Ser Alservorstadt Carls-Gasse Nr. 2bl. Kriesche Adalbert, Doctor der Chirurgie und Arzt des k. k. Waisen-Institutes, Dilettant im Diolin-Spiele». 2» der Alfervorstadt Carls - Gasse Nr. 2 s>l. Krommer Franz, k. k. Hof-Compositeur und Kamm«r-Ea- pell-Meistcr. Zu St. Ulrich Nr. 222- Kurzbcck Magdalena Fr. von, Dilettantin» im Pianoforte« Spielen. 2» der Kärnthnerstraße Nr. t07Z. La cd mann Belli und Constantia, Dilettantinnen im Piano- Forte-Spielen. Auf der Freyung Nr. izg. Lange Louise (Mad), gewesene k. k. Hof-Opern - Sängerin», ertheilt Unterricht im Singen. Be» Herrn Lem- dcrt Kohlmarkt Nr. »174 oder Hrn. vr. Fcistmantcl Seilerstatt Nr. Y57 im L. Stock zu erfragen. Langer Franz (Pianoforte, Diolin und Guitarre). 2» der unteren Brcunerstraste Nr. ll27. Lannoy Eduard Dreyherr von, TonscHer. 2m Schulhof Nr. 4tb. (Siehe Schriftsteller Seite zo.) Laroche Dominik, Sänger im k. k. privil. Theater an der Wien. Auf der Laimgrube Rosengasse Nr. b2. Laucher Antonia (Dem), k. k. Hof-Opern-Sängerinn. Auf dem neuen Markte Nr. ross. Lazansky Graf Procop von, Dilettant im Singe». Unter den Tuchlauben Nr. 4ZS. Lechner Fr., der Ältere (Diola). rechne» Kr., der Hungere (Diola). Leidesdorf Maximilian 2 , Tonseher und Clavier-Meister. 2n der Seilergaffe Nr. l0SZ. Lembcrt Wilhelmine (Mad.), k. k. Hof-Opern-Sängerinn. Auf dem Kohlmarktc Nr. il47. Lickl Carl. Dilettant im Pianoforte-Spielen. 2» derMip»- lingerstraste Nr. rüt. zrz Lickl Georg, Dilettant im Pianoforte-Spielen. InderWipP- lingerstrasie Nr. röl- Liepold Georg. Orchester-Direktor im k. k. pri». Theater in der Iofephstadt (Diolin). Zu St. Ulrich Nr. 24. Linke Joseph, Tonsetzer und erster Violoncellist im k. k. priv. Theater an der Wien. An der Wien in der Pfarr. gaffe Nr. bk> im l. Stock. Ldb Joseph (Violin). Lobpreis N., Dilettant im FlStenspielen. Lother Willibald, k. k. Hof-Waldhornist. In der Alser- «orstadt Nr. 62- Mähler Willibrord Joseph, Official bcv der k. k. geheimen Hof- und StaatS-Kanzelley, Dilettant im Singen. Auf dem Graben Nr. üzs. (Siche auch Seite 2b7). Ma ratschet Carl, k. k. Hof-Violinist. In der Leopold- stadt Nr. 17. « Maschek Paul, Klavier - Meister und Tonsetzer, Secretär der Witwen- und Waisengcsellschaft der Tonkünstler. Auf der Wieden Nr. 4L4. Matiegka WenceSlauS, Tonsetzer, kegsn- LKori an der Hauptpfarre St. Leopold und zugleich an der Filial- Pfarre St. Joseph i» der Leopoldstadt. In der Leopoldstadt Herrngaffe Nr. 2L4. Matuschek Wenzel, k. k. Hof-Fagottist. In der Joseph, stadt Nr. 27. Maver Sebastian, k. k. Hof - Opern > Sänger. Mayscder Joseph, Tonsetzer, k. k. Hof-Violinist und Solo - Spieler der k. k. Hof-Theater. In der Naglergaffe Nr. Z07 im eigenen Hause. Metzer Joseph, k. k. Hof-Kontrabassist und Kontra - Fagottist. Zu St. Ulrich Nr. II. Menzel Zen- Franz, k. k. Hof-Violinist. Auf der Laim- grubc Nr. 18. Merk Joseph, k. k. Hof-Violoncellist und Mitglied de» Orchesters der k. t. Hof-Theater. Lehrer des Violoncelk Hey der Gesellschaft der Musik-Freunde des Österreichischen KaffcrstaateS. Auf dem neuen Markte Nr. ivotz. """ 374 Metz Eajetan, Orchester-Mitglitd de« k. k. privil. Theaters in der Jofephstadt (Diolin). Auf dem Sch-ttenfel« in der Kirchengaffe Nr. ztzz. Michelmann Franz (der Jüngere), bürgert. Strumpfwirker, Dilettant im Singen und Violin-Spiele». Auf dem Schottenfeld Nr. 2lS. Nil« chn er Basilius, k. k. Hof-Violinist. In der Doro» theer-Gaffe Nr. lll>7. Minutillo Charlotte Freyinn von, Dilettantin» im Piano- forte-Spielen und !m Singen. In der Alscrvorstadt Nr. 200. Mittag August, Mitglied des Orchesters der k. k. Hof- Theater, Lehrer des Fagottes bey der Gesellschaft der Musik-Freunde des Üster. Kaiserstaates. In der Bischof» gafss Nr. bzs. Moreau Julie (Mad), k. k. Hofschaufpielerinn, auchSätt- gcrmn. Moscheles Ignaz, Compesiteur und Virtuos auf dem Pianoforte. (Auf einer Kunstreise.) Mosel Babctte Edle von (Fräulein), Dilettantin» !m Singen. Im Melker-Hofe Nr. ll>3. Mosel Ignaz Franz Edler von, Docal-Composition, vorzüglich dramatische. (Siehe Schriftsteller Seite z(>.) Mosel Katharina Edle von (Frau), geborne Lambert, Dilettantin» im Piancfort« « Spielen. Im Melker - Hof Nr. 103. Mozatti Joseph, Tons-Her und Singmeister. Im Bürger- spital Nr. um). Muhr Joseph, Dilettant im Lautenfpielen In der Him- melpssrt-Gaffe Nr. Y65. Müller Wenzel, Tonsctzerund Capell-Meister im k. k. pri». Theater in der Leopoldstadk. In der Leopoldstadt Nr. Ll0. Neu mann Sr., Tonsetzer und Clavier-Meister. ES dürfte jetzt wohl Wenige geben, welche die Laute, ein Instrument, das durch die Guitarre verdrängt wurde, spielen. — Herr Muhr har auch eine intercffanke Sammlung dieses Instrumentes. Nicarufsi Katharina, geborne Darvar, Griechischen Handelsmannes Ehegattin», Dilettantin» im Pianoforte- Spielen. Auf dem alten Kleischmarkte Nr. dys. Oehler Georg, Orchester-Mitglied der k. k. Hof-Theater, spielt Violin und Flöte. Im Lichtenthal Nr. 4 ;. Ohmayer Joseph Franz Edler von, der Rechte Doctor, Dilettant im Diolin-Spielen. Aufhem Salzgries Nr. iyr. Olivier Fridrich, Dilettant im Singen. Auf der Wieden Nr. zy. Dpa tr schilt Philipp, Elavier-Meister. In der Kumpfgaffe Nr. L7y. Otter Joseph, k. k. Hof-Violinist. Auf dem Franciscaner« Platze Nr. yro. Pammer Michael, Musik-Director im Saale zum Schwan in der Roffau. Paradis Therese von, virluostnn auf dem Pianoforke. In der RothenthurmstraZe be»m groHen Schabdenrüffel Nr. 4»r- Payer Hieronymus, Tonsetzer und Clavier-Meister. Im Bürgerspital Nr. l tOO. P « hatschek Franz, zweyterOrchester-Director im k. k. pri». Theater an der Wien. Auf der neuen Wieden Nr. 5lZ. P e rn i ck Matthias, Clavier - Meister. In der Josephstadt langen Gaffe Nr. ss beym goldenen Stern. Petter Franz, Corrector der Blumen- und Früchtenmah- lerey an der k. k. Akademie der bildenden Künste, Dilettant im Divlin-Spielon. Zu St. Ulrich Nr. 7 . Pfeiffer Elisabeth (Mad.), Sängerinn im k. k. privil. Theater an der Wien. Pfeiffer Leopold, k. k. Hof-Daffist, zugleich Sänger de« k. k. privil. Theaters in der Leopoldstadt. In der Jager« -eile Nr. s. P i ckh er Franz Edler von, k. k. kandrath, Dilettant und Besitzer einer sehr schöne» Sammlung von Musikalien für die Kammer-Musik, vorzüglich einer großen Anzahl Symphonien auf Quintette» gesetzt. Im Bür- gcrfpital Nr. zirx». """ Z 7 b Pietsch Franz, gräflich Max. Wallis'fcher Secretär, Tou- setzer, Dilettant im Flötenspielen und im Singen. Auf dem Kohlmarkte Nr. 1,4«. Piringer Ferdinand, k. k. H-fkammer-Registraturs-AdiUnct, Dilettant im Violin-Spielen. In der Schlosserzasse Nr. sys. Pi sch et Franz, Violin und Flöte. 2 n der Grünangcrgaffe 'Nr. r;h. Pixis Johann Peter, Tonseher. Auf der Wieden Nr. 6 , Stiege Nr. 4 im 2. Stock. Plachy Wenzel, Tonsetzer und Clavier-Meister. Au Mariahilf Nr. «0. Pl» ck Franz, k. k. Hof- und Feldtrompeter. In der Joseph- stad« Nr. zg. PSsinger Franz, k. k. Hof-Violinist, Tonsetzer. In der Kothgaffe Nr. Sy. Poysel Theodor, gibt Unterricht im Violin-, Clarinett- und Guitarre-Spielen >c., Lehrer an der öffentlichen Mädchenschule im Trainier-Hof Nr. b,g. Pratoberera Fräulein von, Dilettantin» im Singen. Im Bürgerlxital Nr. tim. Preindl Joseph, Capcll > Meister an der Metropolitan- Kirche bcy St. Stephan und an der Pfarrkiche St. Peter. In der Singerstrasie Nr. SYI. Preisinger Joseph, Dilettant im Pianoforte-Spielen und Singen. Auf dem Stockimeisen-Platze Nr. lOSI. Preis» st Ludwig, gräflich HoyoS'scher Schwemmholz - Inspektor, Tonsetzer und Dilettant im Violoncell-SpiclcN. Prinz Leopold, k. k. Hof-Opern - Sänger. Im Comödien- Gäsichen Nr. > 04 l. Przihoda Anton (Contrabast). Purebel Joseph, k. k. Hof-Elarinettist. Auf dem Neubau Nr. isv. Radiochi Jul., gibt Unterricht im Singen und auch in der Jtaliänische» Sprache. Rauscher Jacob, Sänger im k. k. privil. Theater an der Wien. Auf der Wieden Nr. ry 4 . Z77 Stecher Philipp, Tonseher für Clavier- Musik. 2» der Do- rotheer-Äaffe Ne. iios. Reingruber Benjamin, erster Tenorist -es k. k. pripil, Theaters in Ser Jvsepbstadt. Auf dcni.Neustifl Nr. zy. Neistert, Orchester-Mitglied der k. k. Hof-Theater, gibt Unterricht auf dem Pianoforte. Ribbini Antonia, Dilettantin» im Pianoforte - Spielen. Auf dem Minoriten-Platze Nr. 41. Nieder Ambrosius, Aegens lAiori zu Berchtholdsdsrf u»> Tonsetzcr, vorzüglich für Kirchen-Musik. Nigel AntoninuS PiuS ro», fürstlich Carl AucrSberg'fcher Architect und gräflich Joseph BrunSvik'scher Bau-Di- rector, Dilettant im Glavier-Spielen. I» der Leopoldstadt Praterstrasie Nr. 41S. Niott e Jacob Philipp, Tonsetzcr und ehcmabliger Capell« Meister des k. k. privil. Theaters an der Wien. Daselbst Nr. 27. Rose ii bäum Theresia, k. k. Hof- Opern - Siingerinn. Nosenfe ld Victor, k. k. Hof-Opern - Sänger. Nofer Franz, Tonsetzcr und Capell - Meister im k. k. pri» Theater an der Wien. An der Wien in der Dreyhufeisen- gaffe Nr. 12 . NoSner Franz, k. k, Hof-Opern-Sänger. In der Augustiner-Gasse Nr. i!Z4. Ruzjzka Wenzel, k. k. Hof-Organist. In der Dorotheer- Äasse Nr. ioir. Rzehaczek Anna, Tochter des k. k. Hof-Concipisten Franz Rzehaczck, Dirlnossnn ') auf dem Pianofortc. I» der kleinen Schulcrstrastc Nr. S4Ü. Saal Ignaz, k. k. Hof-Bassist und Hof-Opern-Sänger. Im Bürgerspital Nr. l ioo. -) Siebe: Allgemeine musikaliset!« Zeitung Jahrgang l«2t Nr. 3y. Sic spielte ii» 7. Privat-GefcllseyaftS-Concerte zum ersten Mahle öffentlich ei» Concert (in »-n-.dll) von Hummel mit allgemeinem Venfalle; ist aber nicht, wie eS dort angeführt'wurde, iS, sondar» erst 12 Lahre alt. SackGsttlieb, Bildhauer, Dilettant im Diolin-Spielen. (Siehe auch Seite 275.) Sack Michael (Horn). 3»int-l.ul>i» (l.eoack«') Virtuos auf der Diolin, Schüler von Spohr. Auf der Wiede» Nr- b bey Herrn Pixis zu erfragen. Salieri Anton, erster k. k. Hof-Capell-Meister, Nitter des königlich Fran>ösischen.cSrdens der Ehren - Legion, Vice-Präses der Witwen- und Waisengescllschaft der Toukünstler, leit. Ausschug der Gesellschaft der Musik- Freunde des österreichischen Kaiserstaates und Sberleiter der Singschule dieser Gesellschaft, Mitglied der königlich Schwedischen musikalischen Gesellschaft, dann des Kranjösifchen National-Institutes und des musikalischen Conservatoriums Hoftaxamte, Tonfetzer. Auf dem Kahcnsteig Nr. 4b5- Sauer Barbara (Dem.), Dilettantin» im Clavier» nnd Guitarre-Spielen. 2» der Alservorstadt Nr. 25Y. Sauer 2g»a,, Musik-Director des k. k. Waisen - 2»stitü' tes, Tonseher re. (Siehe Seite 4L und Seite 27b.) Sch an 2ohann, gewesener militörischer Eapell-Meister, gegenwärtig Guitarre - Moister, auch Tonsctzcr. 2« kaj- zen-Hof« Nr. rvb, 4. Stiege im l Stocke. Schindlecker Philipp» k. k. Hof-Violoncellist. 2» der 2»sephst»dt Nr. 40. Schleifer Antonia (Dem.), Dilettantin,, im Singen. 2« Schotten-Hofe Nr. izb. SchmiS Anton, Slechnungs-öfficial bey der k. k. Cameral- Hauptbuchhaltung, Tonseher und Dilettant im Diolo"' cell-Spielen. 2» der Alservorstadt Währinger - Gaff« Nr. 225. (Don Michaelis an auf der Schotten-Bast>» Nr. irr. ') 3«<»lk 2ahre alt 57Y Schmiedel Joseph (Diolin). Schneider Matthäus, Lehrer an der Hauptschule det k. k. Waisen - Institutes, Elavier- und Diolin - Spieler. In der Alservotstadt Nr. 2SY. Schober Hermann, Biumcnmahler in der k. k. -Porzellan« Fabrik, Dilettant im Diolin - Spielen. Im Lichtcnthal Nr. zo. Scholl Joseph, Tonsetzer (Flöte). Schröder Wilhelmin-, k. k. Hof-Opel» - Sängeelnn. Schroth Franz, Tonsetzer. Schubert Ferdinand» Lehrer an der öffentlichen Schul« im Alt - Lerchenfcld, Tonsetzer» Organist und Diolin» Spieler. Im Alt - Lerchenfeld Nr. rZ4. Schubert Franz, Tonsetzer. In der Mpplingerstraß» Nr. Z50. Schubert Ignaz, Lehrer an der öffentlichen Schule In der Nostau, Elidier» und Diolin «Spieler. Im Schulhaus» Nr. l47. Schulz, Dirluos auf der Guitarre. In der Niemerstraß« Nr. si7. Schunke Earl, Dirluos auf dem Pianoforte. Schuster Anton, Sänger im k. k. privil. Theater in der Lcopoldstadt. In der Leopoldstadt Nr. LSI. Schuster Ignaz, k. k. Hof« Bassist und Sänger im k. k. privil. Theater in der Lcopoldstadt. In der Lcopoldstadt Nr. 452. Schütz Amalia (Mad.), Sängerin» im 5. k. privil. Theater an der Wie». Auf der Laimgrub« in der Pfarrgass« Nr. Ho Schütz Earl, Sänger im k. k. privil. Theater an der Wien. Auf der Laimgrube in der Pfarrgasse Nr. Ho. Tchwanenberg Joseph Franz Ignaz, gewesener Tonkunst» ler der beyden k. k. Hof-Theater und des k- k. privil. Theaters an der Wien, vormahliger fürstlich Kurakin'scher Kammer«Virtuos und anderer hoher Herrschaften auf der Pedal-Harfe, Lehrer im Gesänge, auf der Diolin und dem Pianoforle, auf der Pedal- und Hackenharfe, """ 380 dann auf dek »an ihm erfundenen Amphiona und Davi- i dica. An der Wien nächst dem Theater Nr 35. Schwarz Matthias, Organist an der Pfarre zu St. Carl ) auf der Wieden, Clavier-Meister (auch Violinist); Ver- ! faffer mehrerer Tanz - Musiken, Militär-Musiken re. Auf l der Windmühl Nr. 32. , Schwarzböck Ludwig, Sänger, Regisseur der Oper und Chor-Direktor im k. k. privil. Theater an der Wien. An der M««!i Nr. 28. S chw e i g l Lorenz, Musik-Direktor. Auf der allen Wieden Nr. 8. Sechter Simon, Musik-Meister im^k. k. Blinden - Institute. Auf dem Schottcnfeld Nr. 7. Eedlak Wenzel, fürstlich Johann Liechtenstein'scher Ca- pell-Meister. Im Brunngäsichen im fürstlichen Hause Nr. 2b». Sedlaczek Johann, Virtuos auf der Flöte. (Auf einer Kunstreise.) Sedler Georg , k. k, Hof - Contrabaffist. Auf dem Spitl- berg Nr. tlX). Seegner Franz, Tonsetzer. Segner Leopold, k. k. Hof-Trombonist. Auf der Wieden Nr. 175. Seipelt Clara (Mad.), Sängerinn i« k. k. privil. Theater an der Wie». Daselbst Nr. 2b. Seipelt Joseph, Sänger im k..k. privil. Theater an der Wien. Daselbst Nr, 2b- Seltner Joseph, Tonsctzer, Oboist und Orchester-Mitglied des k. k. privil. Theaters an der Wie», Lehrer des Oboe bey der Gesellschaft der Musik-Freunde des Oster. Kaiserstaates. Auf der Wieden Nr. b, Stiege Nr. 4 im zweyteu Stock. Sessi Victoria, Sängerinn. In der Leopoldsta-t Prater- sirasie Nr. 534. Sessi Eugenia. Sängerinn. In der Leopoldstadt Prater« straßerNr. 534. Seyfried Ignaz Ritter von, Opern - Direktor, erster Sa- »ell-Meister und Tonsetzrr im k. r. privil. Theater an der Wien. Zu Mariahilf Nr. 72. Siebert Franz, k. k. Hof - Opern - Sänger. Im Schulter» gäßchen Nr. 2Y7. Simoni Joseph, k. k. Hof-Tenorist, zugleich Kammersänger. In der Klostergaffe Nr. ic>55- Svini Paul, bürgerl. Seidenzeug » Fabrikant, Dilettant im Singen. Spa ngler Ignaz, Magistrat« - Rath , Dilettant im Singen. Auf der Laimgrube Nr. 2. Spi tzeder Henriette (Mad.), Sängerinn im k. k. privil. Theater an der Wie». Daselbst Nr. 47. Spitze der Joseph, Sänger im k. k. privil. Theater an der Wien. Daselbst Nr. 47- Stadler Maximilian, Abbe, Ehren-Domherr von Linz, Tonsetzer, vorzüglich für Docal-Musik, Pianoforte- und Orgelspieler. Starke Fridrich, Tonsetzer und Eapell - Meister. In der Alservorstadt Nr. 1Y7. Steiner Joseph, Klavier-Meister. Auf der Landstraß« Nr. 7Y. Stirzenhofer Thomas, gibt Unterricht auf der Diolin, dem Elarinette, Pianoforte und der Guitarre. I» der Roffau Nr. ,. Streicher Andreas, Dilettant im Pianofortc-Spiele. Auf der Landstraße in der Ungargaffe Nr. Z7l im eigene,; Hause. Streicher Anna, gcb. Stein, Dilettantin» im Pianoforte- Epiele. Auf der Landstraße in der Ungargaffe Nr. A7». Szalay Joseph von, Virtuos im Pianoforte-Spielen. Legt Johann, Klavier- Meister. In der Leopoldstadt Rothesterngaffe Nr. 444.. Leim er Barbara (Dem), k. k. Hof-Oper» - Sängerinn, Auf der Wieden Nr. 1. Teyber Anton, k. k. Hof-Eompositeur und Klavier- Me«- ster. Auf cher Wiede» Nr. 227. ssr Tomaselli Joseph, k. k. Hof-Tenorist, gitt quch Unterricht im Singen. Auf »er hohen Brücke Nr. 14Z. Treidler Joseph, Clatier »Meister. In der Alserrorstadt Nr. ,y7. Trnka Wciijel Joseph, Tonsetzer für das Elavier, Secre- tär des Grasen Johann Srnest von Hopos. Unter den Tuchlauben Nr. 440. TrölS Earl, Sänger im k. k. privil. Theater in der Lep» poldftadt. In der Lcopoldstadt Stiftgasse Nr. bo. Troyer Josephine Grästnn von, Tonsetzerinnfür das Piano» forte. Tusch Joseph«, Dilettantin« im Pianoforte-Spielen. Zn St. Ulrich Nr. 131 . Tuttowiksch Benedict, Tonsetzer, Violinist und Mitglied des Orchesters der k. k. Hof-Theater, gibt Unterricht auf der Violine. In der Eurrcntgalse Nr. 405. Uetj Anna, Dilettantin,! im Singen, «of dem Spitlberg in der Herrngaste Nr. Y5. Ulbrich Anton Michael, k. k. Hof - Trombonist. Auf dem Neubau Nr. 124. Umlauf Michael, k. k. Hof-Theater« Eapcll - Meister, Tonsetzer und Kassier der Witwen« und Waisengcsell- fchaft der Tonkünstler. In der unteren Breunerstraste Nr. uro im eigenen Haufe. Unger Earoline, k. k. Hof-Opern-Sängerinn. In der Josephstadt Nr. 22- D io Barbara (Dem.), k. k. Hof-Opern-Sängerinn. An der Wien Nr. 34. Vogl Johann Michael, k. k. Hof-Opern-Sänger, i»« gleich Negiffcur.(stehe S. 554 ). In der Neuburger-Gast« Nr. ioS3. Vogl Katharina (Mad.), k. k. Hof-Opern-Sängerin«. Vogler Johann, Abbö, Tonsetzcr. Auf der Schotten-Ba- stey Nr. ,lt>. Dbkel Marlin, Orchester-Mitglied des k. k. privil. Theaters in der Leopoldstadt, spielt Diolin, Trompete und Waldhorn. Im iichtenthal Nr. HH. 8 8 «""> z«; Volker« Johann, Tonsetzer und Eapell-Meister im k. «. prioil. Theater in der Leopoldstadt. Im Schotten - Hof« Nr. ,rd. Do rau er Franz Xaver, »ürgerl. Handelsmann, Dilettant auf der Mola. Auf dem PeterS-Platze Nr. bia. Wald Müller Katharina (MaL.), k. k. Hof-Opern- Sängerinn. Im Comödicn - Gässchen Nr. iv40. Wapplinger Leopolds Musik-Meister im k. k. Blinden: Institute. Auf der Laimgrube Nr. 1Z7-^ Weber Franz, Elavier-Meister (auch Biolin und Guitarre), Verfasser einiger Werke für Pianoforte. Auf de» Wieden nächst der Paulaner - Kirche im kleinen Neu§ mann'schen Hause im vierte» Stocke. Wegfcheider Johann, k. k. Hof- und Feldlrowpetek. In der Iolepbstadt Nr. 40. Weidinger Anton, k. k. Ober - Hof- und Feldtrsmpeter. In der Iosevbstadt Nr. 105 . Weiding er Joseph, k. k. Hof- und Feldtrompeter, Orchester-Mitglied Lei k. k. privil. Theaters in der Iofeph- stadt, Virtuos auf dem Waldhorn«. In der Iosephstadt Nr. io». Weigl Joseph, Tonsetzer, Eapell-Meister und Opern- Director der k. k. Hof-Theater. In der Seilergasse beym Türkenkopf. einkops, k. k. Hof-Oper»-Sänger, einmüller Earl, k. k. Hof-Bassist und Kammersänger. Auf der hohen Brücke Nr. 151. Weist Aloys, Regent Ckoii und Messner an der Pfarrkirche am Schottenseld (Orgel und Diolin). Auf dem Schot- tenfcld Nr. i04. Weiß Franz, Tonsetzer, fürstlich Rasoumoffskyscher Kammer-Virtuos. Auf der Landstrasse im fürstlich Nasou- moffskyschen Pallaste Nr. 78. Wenariizky Wenzel, Dilettant aus dem Fagott. Auf dem Schottenseld Nr. tzy im eigenen Haufe. Werner Earl (Trompete, Flöte, Posaune). ZS4 """ Wieninger Georg, diirgerl. Handelsmann, Dilettant im Diolin-Spielen. Auf dem Lichtensteg Nr. sry. Wilde Joseph, Musik-Director im k. k. großen Redouten- Saale und auf der Mehlgrude. In der Ofenlochgasse ' Nr. 4Z4 im l. Stock Winter Ignaz, Lehrer im Diolin-, Klöte- und Clarinett» Spielen. In der Kumpfgaffe Nr. ssi. Wital« ck Wenzel, Elavier-Meiffer. Zu St. Ulrich Nr. bi. Witmann IvOmn, Mußk-Director. Auf dem Michaeldaye- rischen Grund Nr. ly. Worzischek Hugo, Tonsetzer «nd Clavied-Meister. (Auf einer Kunstreife.) Wranizky Anton, Violinist und Mitglied des Orchester» der k. k. Hof-Theater. Auf dem SpitalSplatze Nr.'tivt. Wranizky Aridrich, Violoncellist und Mitglied des Orchesters der k. k. Hof-Theater. Auf dem Spitalsplatz« Nr. ttvr. Zück, Joseph, Schüler Mayseder's. Auf dem Peters-Platz« Nr. tuo Zeillner Carl, Dilettant im Pianoforte-Spielen. ImViir- gerspital Nr. il00. Zeltner Dran«, k. k. Hof-Opern«Sänger. Im Bürger- spital Nr. tioo. 2S5 """ »»»»» Erfinder neuer Instrumente. "^äckl Anton, Erfinder der Phys - Harmonika. An der Wien Nr. Hs. Kühle Earl, Erfinder der Pedal-Harfen von neuer Bauart, worauf er ein Alleinrecht hat. Auf dem Schotten- feld Nr. 17L. Maljel Leonhard, Erfinder des SrpheuS-Harmoni- con, Panharmonicon mit einer Tastatur von fünf Sctaven. In der Leopoldstadt Praterfiraße Nr. Z20. Müller Mathias, Erfinder der Ditanaclafis, der Lanor- phica, der Orphica-Piccola, des PanmelodiconS mit sechs Sctaven» und der Harfe mit Elaviatur '), bürgerl. Instrumenten-Macher. In der Leopoldstadt Praterstraße Nr. ror im eigenen Haus«. Schwanenberg Joseph Franz Ignaz, Lehrer im Gesänge, auf der Diolin und dem Fortexiano, auf der Peda!- - und Hackenharfe, dann auf »er von ihm erfundenen Arn- phiona und Davidiea. An der Wie» nächst dem Theater Nr. zz. ') Di«anaclasis ist ein Saiten-Jnstrument, das zur Erhöhung des gesellschaftliche» Vergnügens »o» mehreren Personen zugleich gespielt werden kann. Diesem Behuf« gemäß hat das Instrument zwey einander gegen über stehende Tastaturen, wovon die eine vom contra k bis in das dreygestrichene », Las ist: S Sctaven und » Hall e Töne darüber, die andere aber vom großen O bis in das vtergestrjchene s, ebenfalls 5 Oktaven und sechs Halb» «ön« darüber« fortläuft. Di« Form des Jnstrumrnlcs ist . 17 3SH aufrecht stehend: die Breite, wie die Tiefe desselben, betragt r Schuh. Di« Höh« ist gerade so, das, die Spielenden durch eine »er Derzierung wegen angebrachte Apollo-Leper einander bequem sehen können. Neben dem Tautenjug« und der aufgehobenen Dämpfung kann auch noch durch einen Druck mit dem Fuße der Anschlag der Hämmer augenblicklich doppelt oder einchörig hervor gebracht werden. Don den gewöhnlichen bisher verfertigte» Tasten-Instrumenten, deren Bezug von Metall-Saiten ist, unterscheidet sich die DitanaclasiS durch eine besondere Schönheit und Dille des ToneS, welcher viel» Ähnlichkeit mit jenem teS Bassel - HorneS hat, und zugleich alle Schattirungen von Fortcpian» und EreScend» re. darbicihet, die der geschickte Spieler zu jeder Gattung des musikalische» DortrageS bedarf.— Die Zlänorphi- e a ist ein Geigenbogen-Instrument mit einer Elaviatur. ES bestehet nicht, wie die von Hans Händen, le Doir», Hohlfeld und Mayer verfertigten Clavier - Gamben, aus einem Flügel, wobey der Anstrich der Saiten durch Räder, »der auf- und nicdergezogene Roßhaargebünd« und Rollenbebel >c. -c. hervor gebracht wird, sonder» aus einem Tische, der in der Breite 2 Schuh 5 Zoll, und im »er Länge 2 Schuh 7 Zoll enthält. Dorn Ist die gewöhnliche Slavier-Tastatur; am entgegen gesetzten Ende ade» erhebt sich in perpendikulärer Richtung die Orphica, an deren Hauptstäben die Saiten (» jonr), wie bey der Harfe, befestiget sind. Jede Saite hat ihre» eigenen, wirk, lichen Geigenbogen. Ein längliches Viereck, worin di« Geigenbogen hängen, umschließt in horizontaler Lage alle Saiten, und ruhet auf Wagebalken. Die Bewegung, welch« mit dem rechten Fuße geschieht, kann augenblicklich, schwach oder stark, vor- oder rückwärts, zu- oder abnehmend, mit Leichtigkeit hervor gebracht werden. Wer bey der Bewegung den Fuß nicht gebrauchen will, kann mit der einen Hand die Bogen dirigiren, und mit der anderen das Instrument nach Wohlgefallen behandeln. Der Fall der Tastatur ist so gering, daß »r kaum eine Tinie Französischen Maßes (pisck ck» ros) betragt. Jede niedergedrückte Taste bewegt an ihrem entgegen gesetzten Ende einen von allem Rollen- und Räderwerk« befreiten Hebel, der den mit ihm In Verbindung stehenden Bogen an die Saite, und von einer Extremität zur anderen führet. Die Angabe der Töne ist dabey aller Mo- dificationen von Stärke und Schwäche fähig. Der Bogenstrich ist >b und einen halben Zoll wirksam, und kann, wenn das Bogen-Quadrat um 2 Zoll verlängert wird, 2l Zoll erhalten. Der Umfang des Instrumentes ist fünfthalb Qctaven. Die Stimmung geschieht wie bey der Harfe. Der Bortrag gehört zur ernsthaften Gattung, und wird nach dem Erfordernisse ungedämpfter Saiten eingerichtet. In der Elassification der Solo-Instrumente folget die Länorphica unmittelbar auf die Harmonica. Bey Gelangstücken gehört sie zur Begleitung des ReritativeS. Als Gesellschafts-Instrument, in Verbindung mit dem Pianoforte, oder dem Pianofort« und der Singstimme re» führt sie bald den General-Baß, bald einig« Solo-Sätze, oder sie übernimmt mit anshaltenden Accorden die Stelle der blasenden Instrumente, wozu nach Maßgabe des Stückes oder des Instrumentes sich die Gelegenheit darbiethet. — Die 0 rp h i c a-P i c c o la ist ein Instrumentchen, welches aus der Qrphica entsprungen ist. Die Neuheit und wesentlichen Eigenschaften desselben sind, dag sie mit der Französischen sechsfältigen Guitarre gleichartig, daher für diejenigen Liebhaber bestimmt ist, welche den Schwierigkeiten der Guitarre bey ihrer Erlernung auSweichcn, und auf eine sehr leichte Weis« doch derselben Wirkung hervor bringen wollen. Der Um, fang der Tastatur enthält zwey »olle Qctaven, und durch einen Druck bekommt man drey und eine halbe Qctave hervor, welches nun leicht begreiflich ist, daß ein jeder Elavier-Spieler dieses Infirumentchen zugleich spielen kann, entweder Stückchen von dem Elaviere oder von der Guitarre, Das Instrument hat eine dem Auge wohlgefällige, von allen »orhantenen verschiedene Fern», und 17 ' ZSS """ einen ganz fremden, sehr angenehmen, und im Verhältnisse mit ihrem kleinen Körper auch sehr kraftrolle» Ton. Bequemlichkeit bey dem Gebrauche iss «ine wesentliche Eigenschaft der Orphica-Ptccola, die nach dem Urtheile der vorzüglichsten Kenner den besten musskalifchen Instrumenten an die Seite gesetzt werden kann. — Ein verbessertes Panmelodicon, indem Las des Herrn Müller sechs Sctaven doppeltönig hat, wovon eine Octave um einen Ton tiefer iss. — Die Harfe mit Klaviatur ist ein neues Instrument, das der Künstler nächstens öffentlich hören zu lassen gesonnen ist. 2VY Sammlungen von Instrumenten. Sammlung von Lauten. M e uhr Herr Joseph. (Siehe vorn unter Lonkünstler.) Sammlung von Saiten-Streich-Jnstrnmenten. Nzehaczek (Herr Franz), in der kleine» Schuler- straße Nr. S4ü, besitzt sehr viel« Violinen, Diolen und Dio- loncelle der vorzüglichsten Italiänischen und Deutschen Meister. Unter jenen nehmen die Instrumente von ^ntoniue 8lr» 344 Armaturs-Gegenstände- und Antiken-Verschleiß der Franz Küßmann. In der Iägerzeil Nr. 6. Bürgerliche Buchbinder. Altenburger Andreas. In der Zosephstadt langen Gaff« >., Nr. «2. Axmann Theresta. Auf dem Slrohischen Grund Nr. 24. Baumann Anton 2»seph. 2» der Zohannei-Gaffe Nr. 472. Bi «hier Anton. Auf der Windmühl Nr. 27, Drizzi Engelbert. Zu St. Ulrich Nr. l. Burger 2»l«ph. In der Leopoldstadt Josephs,Gaffe Nr. rsq. Dell Joseph- 2n der Singerstraße im Deutschen Hause Nr. «74. Eckmann Magdalena. Zn der Alfervorstadt Nr. 236. Giry Franz. 2» der Rauhensteingaffe Nr. yzz. Grämmer Joseph. In der Grünangergaff« Nr. szz. Gr » ner Anton. Zn der Schultergaffe Nr. 3t)6. Hail Leopold. Zn der Noffau Nr. St. Ha lick Franz. 2» der Himmelpfort-Gaffe Nr. 444. Ha » slich Anton. Zn der Leopoldstadt Iofephs-Gaffe Nr. 25». Herr mann Franz. Auf der Landstraße Nr. 32. Herrmann Matthaus. Auf der Laimgrub« Nr. l 5«. H - using """ zgb Gheiensche Erben (Joseph von). 2» brr Rauhe,istein« gaffe Nr. «22. Gerold Carl. Auf dem Dominicaner-Platze im eigenen Hause Nr. 667»; zugleich Buchhändler. G r u iN Leopold. Auf der Landstraße Hauptstraße Nr. 242; den Verlag auf dem Stephans - Platze im Zweitel« Hof« Nr. Lös. Haykul Anton von, die Druckerey in der oberen Bäcker« straße Nr. 7y«; die Wohnung, eine zweyte Officin und Schriftgießerey auf der Laimgrube an der Wien Nr. 20. Holjinger Georg. 2» der Alservorstadt Herrngasse im eigene» Haufe Nr. yo. (In Hebräischer Sprache.) Iah n's Joseph Witwe. In der Teinfaltstrage Nr. 74. Ludwig Franz. In der Alfervorstadt Dreqznohrengaffe zum goldenen Engel Nr. 27«. Mausberger Ludwig. Auf der Wieden Nr. 542. Pichler Anton. Zu Margarethen Nr. 20; den Verlag in der Plankengasse Nr. tobt. Sch Mid Anton. In der Alservorstadt Strudelhofgaffe im eigenen Haus» Nr. 257 (auch in Hebräischer Sprache); hat «ine zwe,te Üfficin, unter der Firma »k. k. privil. N. Q. ständische Landschaflsbuchdruckerey- und den Verlag unter den Tuchlauben. (Siehe auch Papier-Fabrikanten.) Schmidbauer LhaddäuS von. Im Bürgersxitale Nr. l tSV; ha« auch das Bücher-Auctions«Institut. (Siehe weiter unten.) Schmidt Matthias Andreas sel. Erbinn. In der Ioseph« stadt Nr. 20. Schni «rer Johann. In der Leopoldstadt Rr. 214. (Auch in Griechischer Sprache.) Schrämbl's Franz Witwe. In der Alservorstadt Herrelt- gaff« Nr. Ho; den Verlag in der Dorotheer - Gasse Nr. tttb. zq? Slöckholzer von Hirschfeld Felix. 2v der Nothen- thurmgasse Nr. b48 im ersten «leck; den Verlag in der Himmelpfort-Gaff« Nr. YÜS. Strauß Anton. An der Wien Nr. 24; den Verlag und LaS Comptoir verschiedener Zeitschriften in der Dorotheer- Gaffe Nr. iios. (Auch in Griechischer und Hebräischer Sprache.) Siehe Papier-Fabrikanten und Schriftgießer. Überreuter Georg. In der Alserrorstade im eigenen Hause Nr. 14b. Ullrich Ferdinand. Auf der Wieden Hauptstraße Nr. 2lv. Wallishausser Johann Baptist. In der Neuburger-Gasse Nr. litt; zugleich Buchhändler. Zweck Johann Bartholomäus.. In der Stadt Krongass« Nr. 727. (In Griechischer Sprache.) Dücher-Auctions-JMtut. Dasselbe ist im Bürgerspitale Nr. ttoo, im Hofe Nr. «, zu ebener Erde. In dieses Institut rönnen Bücher, Gemähl» Le, Kupferstiche, Zeichnungen, Landkarten, mathemaiisch«, Physikalische und musikalische Instrumente, überhaupt Kunstwerke aller Art, und zwar zu ieder beliebigen Zeit, auch ohne vorherige Anfrage, in größeren oder kleineren Partien, zur öffentlichen Versteigerung übergeben werden. De« Interessenten stehet eS frey, ihre überbrachten Werke in ein Verzeichnis! zu verfassen, und den Preis, unter welchem ff« dieselben-nicht veräußern wollen, beyzusehen; jedoch könne« sie sich auch dieser Mühe entheben- in welchem Salle Alle» durch das Institut auf das pünctlichste und gewissenhafteste besorgt werden wird. Die zum Verkaufe übergebenen Werke werden alfogleich in ein nach Nummern laufende! Derzeich, »iß gebracht, und den Sigenthümern «in Empfangsschein darüber ausgestellt, in welchem die Nummern der von ihnen zur Versteigerung übergebenen Werke bemerkt sin». Diese« Verzeichnis, wir» dann ungesäumt im Druck« herauj geze« rgs be«, un- auf demselben -er lag und Ort -er Versteigert«?!) bestimmt; je-och wird jede abzuhaltendeLieitalio» noch außerdem durch die Wiener Zeitung und durch einen besonderen Anschlagzettel bekannt gemacht. Drei, Tage nach beendigter Auction wird den Interessenten das für ihre »ersteigerten Werke gelösete Geld, mit Abzug von ti Procenten und gegen Entrichtung »o» b Kreuzern Druekgebühr für jede Nummer (dieselbe mag aus mehreren Bänden »der aus einem Bande bestehen) hinaus bezahlt. Die allenfalls liegen gebliebenen Bücher werden zurück gestellt; jedoch können sie auf Verlangen deS EigenlhiimerS zusammen hintan gegeben werden. Buchhändler. Armbruste« Earl. In der Singerstraß« Nr. yoi. (Siehe auch Leih > Bibliotheken.) Hat die Sammlung Deutscher Dichter und Prosaisten (verstorbener), dann »on Gsc- the'S Werken (Original) in 12. re. Ban er B. PH. Auf der Freyung im Schotten-Hofe Nr. l,z6. (Siehe auch Buchdrucker.) Verlegt die beliebte Taschen- Aormat-AuSgabe Deutscher Dichter und berühmter Dramatiker, Bertuch'S Bilderbuch für die Jugend, Bildnisse der Römischen Kaiser (Supferprachtwerk), die »ormahlige Schrämblische Sammlung Deutscher Dichter und Prosaisten, Hand-Bibliothek für National-Ökonomie, Marlons Ungarischen Lexicon, eine neue Ausgabe »on Schul» Elassikern io. Beck Carl Ferdinand. In der Seihergasse Nr. 427. Binz Jdhann Georg. In der Schulerstraße rückwärts bei von Henikstcin'fchen Hauses Nr. «Hz; zugleich AntiquariuS und Bücher-Schätzmcister bey dem Stadt-Magistrate und Stiftgerichte Schotten- (Siehe auch Buchdrucker.) D 0 l l AloyS. Auf dem StephanS-Plahe im Deutschen Hause Nr. srg. Verlegt vorzüglich medicinische Schriften. Doll Unton. In der Bischofgaff« Nr. br». Hat di« schönen Ausgaben von Schiller, Wieland, Meißner, Bürget nnd Kohebue in S. und l2. rc. Funk Joseph, Aatiquariusund BücherschätzmeisterS-Adjunct bey dem N. ä. Landrechte. In der Noffau Nr. 7y. Getstingrr Joseph. Auf dem Kohlmarkte Nr. 27». Führt viele Schulschrifken und Hülfsdücher; Hübler's Militär» Ökonomie rc. Gerold Earl. Uufdcm Stockimetsen-Platze Nr. 625. (Sieh» auch Buchdrucker.) Hat viel« inländische interessant« Werke und Zeitschriften ic. Gräffer Franz, AntiquariuS. (Derzeit abwesend.) Gräffer Katharina. In der Weihburggassc Nr. yo». <8 rund» Franz Witwe und Kuppitfch, Antiquar-Buchhändler. In der Augustiner-Gasse Nr. ll»7. HaaS Earl. Unter den Tuchlauben Nr. 56t. Verlegt da» Kupfcrprachtwerk: K. K. Bildcr-Gallerie im Belvedere, Lafonlaine'S, Herder'S, Alxinger's Werke rc. Härter Franz. Auf dem Michaels - Platze Nr. 255. Hat die Kupferprachtwerke: Mythos alter Dichter, Haupt- götter der Sabel, Zerrbilder menschlicher thorheiten und Schwächen; dann Bibliothek historischer Elassiker aller Nationen, Biidungs »Bibliothek für Nichtstudierend«, Taschen-Bibliothek unterhaltender Lectüre ic. Hafelmay er. 2nderSchulerstra8-Nr.s»5.Bücher-Schätz- meister bey dem N. Ü. Landrechte. Heubn « r Johann Totthelf. Auf dem Bauernmarkt« Nr. zyst. Herzl Philipp. Auf dem Kohlmarkte Nr. HL 2 - Laulfust Ehrist. Gottfried. In der Plankengass« Nr. loht. Kupffer Earl. In der »beren Breunerstraß« Nr. ,z; 7 . Bücher, Schatzmeister b«, dem N. Ü. Mrrcantil- und Wechfelgerichte. Mayer Jacob und Eomp. In der Singerstraß« Nr. S7y. Führt die besten Werke alter und neuerer Zeit, worüber stets ein wohlgeordneter Eatalog vorhanden ist. Mörschner und 2 asper. Auf dem Kohlmarkte Nr. 257. Mösle Elisabeth von. Auf dem Graben Nr. 1144. Verlegt vorzüglich Gesetzsammlungen und viele juridische Schriften. Nath'sche (K.) Antiquar-Buchhandlung. In der oberen Bälkerstraße Nr. 7bl. Rhem'fche Buchhandlung, Im Schulhof Nr. 4l5. Tammer Rudolph. In der Kärnthnerstraße im freyhcrr- lich von Loprcstischen Hause Nr. l lr4. Tch'albacher Philip» Joseph. In der Wallerstraße Nr. 2bst. Führt die vorzüglichsten Werke der Engländer, Franzosen, Jtalianer, Portugiesen und Spanier. Schaumburg Earl und Eomp. In »er Wollzeil Nr. 77z. Herr Carl Schaumburg ist Bücher-Schatzmeister bey dem N. Ü. Merkantil- und Wechselgerichte. lauer Johann, Antiquarius. In der Eurrent - Gaffe Nr. 4lS. (Siehe auch Leih-Bibliothek.) Tendier Joseph und von Man st «in. Auf dem Graben im von Trattner'schen Freyhofe Nr. 6lS. Volke Fridrich. In der oberen Bälkerstraße Nr. 764. Führt die vorzüglichsten Werke der Jtaliänischc« Literatur, auch viele schöne Ausgaben Griechischer und Lateinischer Clas- stker. Wallishausser Johann Baptist. Auf dem hohen Markte Nr. 545. (Siehe auch Buchdrucker und Leib-Bibliothek.) Verlegt viele dramatische Schriften, das Taschenbuch Aglaja >c. Wimmer Franz. In derDorotheer-Gaffe Nr. 1107. Hatun- ter anderen ein wohlgewähltes Lager theologischer Werk«. Zehetmayer und Kiermayer, Antiquare. Im Essig- gäßcheu Nr. 764. Chemische Maaren siehe Fabrikanten Seite 4v;. Claviatur - Macher. Bösendorfer Ignaz. Auf der Laimgrube Nr. l2r. Glas Fridrich. Auf der Laimgrube Nr. 88- Rottenburg Anton. Zu St. Ulrich Nr. 80 . Za mb ach Franz. Au Margarethen Nr. t>. 'Clarier - Capsel - Macher. Kunden er Joseph. Auf der Wieden >n der Alleegaffe Nr. 7ü. Clavier-, Fortepiano- und Orgel-Macher. Amberg Caspar, auf »er Landstraße Nr. TS8. Angst Joseph. Auf dee Wieden Nr. 275. Agfa ly Remigius.-An der Wie» in der unteren Gestillten - Gaffe Nr. irr Bayer Franz. Auf dem Neubau in der Krongaffe Nr. isr Böhm Joseph. Zu Mariahilf Hauptstraße Nr. 77 Bojavsky Wilhelm. An der Wien Nr. 88. Brodmann Joseph. In der Jofephstadt am Glacis Nr. 20. Müller Christian. Auf der Laimgrube an der Wien in der Canalgaffc Nr. yl>. Müller Johann. Auf der Wieden im fürstlich Stahrem- bergischcn Frevhause Nr, ». Stieg« ro, Thür 7Z. Popp Joseph, Tiosen- und Galanterie-Steinschneider. Auf der Laimgrub« nächst dem Getrcidcmarkie Anfangs der Kothgasse im Stärkmacher-Hause Nr. - Reineker Joseph. Zu St. Ulrich Nr. 70. Schiffmann Michael. Zu St. Ulrich in der Neudegger- gaffe Nr. y7. Schleimer Wenzel. Zu Mariahilf Nr. 7S bey der heil, Dreyfaltigkeit im >. Stock. Theer Joseph. Aus der Laimgrub« nächst dem Getreidemarkte in der Kolhgaffe Nr. Lü. Fabrikanten chemischer Maaren und anderer für Zeichner, Mahler r«. nokhwendigen Producte. Achaß Georg. Im Alt-Lerchenfeld jur goldenen Säul« Nr Sd. Adam Johann. Zu Matzleinsdorf auf der Siebenbrunner- Wiese im eigenen Hause Nr. >05; die Niederlage in der Rauhensteingaffe Nr. «ii. Alleg re Louis Ritter vo». In -er Alservorstadt Nr. >28. Ceregetti Franz, Mahler und Bürger. Auf der Mieden Nr. 5«6. Hat den Verschreist feiner Ühlaemählde und geriebener chemischer Maaren in der Spiegelgaffe Nr. >0y7. Doby Johann. Zu Hüttcldorf nächst Wien. Macht Mahlerund Pastel» Farben, Reistkohlen und Silberstifte. Fe rary Franz. In der Alfervorstadt im eigene» Hause Nr. >28. Fock Christian, der r. k. Hof-Apotheke gegen über IN der Hütte. 4 risch au Anton Ignaz. Zu Hernals Nr. > 40 . Hat die Niederlage in der Himmelpfort, Gaffe Nr. it>07; verfertiget Berg-, Ehemisch-, Englisches und Kalkblau, dann Indigo-Waschblau, Saft- und Kaisergrün, Earmin, Eesar, Kugel- und Wiener Lack, Kaiser- und Krongclb-Tusch. Geiger Johann. In der Jesephstadt Nr. yd. G st ätte n b aue r Johann. In der Alser»»rstadt Nr. >d7 im eigenen Lause. Guth Joseph. Auf dem HundSthurm Im eigenen Hauke Nr. 25. Hat den Verschleiß mit geriebenen ühl- UN» Leimfarben in der Kärnthnerstraße Nr. lv7t. 3 de Adam» bürgerl. Anstreicher. Hat den Verschleiß auf dem Hof bey den fünf Kronen Nr. 576. 2 orI Bartholomäus.. Auf der Wieden Nr. 545- 2ori Michael. Hat seine Niederlage in der unteren Däcker- straße Nr. 7y», an der Ecke der Schönlatcrngalse. Lamp« Johann. Auf dem Schaumburger Grund im eiger nen Haufe Nr. 52. Müller Fridrich und Thomai. Haben ihrx Niederlage auf der neue» Wieden in der große» Neugaffe> im eigenen Haufe Nr. 55Y. Mit >r Ignaz von. Zu Hietzing im eigenen Haus»; hat di« Niederlage bey dem bürgert. Handelsnianne Mathias Strubccker, in der Bischofgasse Nr. b7ö. Lffenheimer Gebrüder. Haben ein auSschlicßendet Privilegium auf das von ihnen erfundene und nach ihnen benannt« Noih (Offenheimer - Noth); di« Niederlage ist auf dem Graben Nr. 1144. Pfann Joseph. Auf der Laimgrub« in dcr Kothgasse iM eigenen Hause Nr. y7. Macht Buchdruckerfarben und Firniß. P » or Johann Nep. Edler von. Hat die Fabrck auf der Mauer nächst Wien im eigenen Haufe Nr. it2; die Niederlage in der Wollieil Nr. «27: macht Reublau aus feinem Indigo, all» Gattungen Berggrün und Lackfarben, Mineral-Gelb, Kalk- und Indigo-Blau, Earmin, Kreide und alle chemischen Farbwaaren. Reh mann Anton, bürgerl. Handelsmann. Hat di« Fabrik i» Schleinj bey Wiener-Neustadt; die Niederlage in der oberen Breunerstraße Nr. 1262. Nieger Anton, bürgerlicher Mahler. Auf der Laimgrube Nr. 51. Hat den Verschleiß in Ser Naglergassc zumSar- benkeiber Nr. 54«. 407 Schliers Fridrich. Auf der Laimgrub, an »er Wien Nr.;4;' (Berg-, Kirchbergcr und Kaisergrü», Mineral-Gelb). Schober Johann. Auf der lfneuen Wieden Hauptstraße Rr. 4k>y; hat die Niederlage in der Klostergaffe imBür- gerfxitale Nr. 1 , 00 . (Miniatur-und feine Ühlsarben> Seyschab Leonhard und Fridrich. Auf der Landstraße indes Steingaffe im eigenen Hause Nr. l«r- Sil» er Joseph. Zu Erdberg Nr. tör. Wallenfells EonraL. Zu Siinering im eigenen Haufe Nr. 2 vH; die Niederlage in der Doroiheer - Gaffe Nr. ,lbr. Walter Andreas und Fridrich Serst Sie. Auf der neuen Wieden bei, den drey Sternen nn eigenen Haufe Nr. Zlt,. Haben die Niederlage im Strobelgäßchen nächst der k. k. Post im Würthischen Haufe Nr. sttz4. (Kaiser-, Kirchber- ger- und Bcrggrün, Englisch-, Kalk-, Wasch« und Mineral-Blau, Kugel- und Wiener Lack.) Weber Joachim H. Auf der Wieden in der Wehllebengaffe Nr. s;. Weikmann Franz. Hat seine Glanzlack-, Firniß- und Far- tenhandlung in der Jägerzeil im eigenen Hause Nr. 27. Wurzinger Anton. Zu Gumpendorf im eigenen Haus« Nr. lb7. Ziolczky Elisabeth von. In der Alservorstadt Nr. 2?»; die Niederlage auf dem Peters-Platze Nr. d5l In dieser Fabrik werden Bley- und Nokhstifte» elastisch« Rechentafeln» künstlicher Biinsenstiln und Neapel-Gelb verfertiget. (Auch bekommt man Farben und Zeichnungs-Materialien, Pinsel ic. in den Material- :md Nürnbergcr-Waaren- Handlungen). Geistliche Leih-Bibliothek stehe Leih-Bibliotheken- 480 !s Gemähldehändler. Buhlmaycr Franz, auch akademischer Mahler. Zu Maria- hilf detzM weiße» Stern Nr. 15. Goldman». In der Hcrrugasse Nr. ;o im ersten Stock rechts. Hof - Theater - Musik - Verlag. An der k. k. Burg, nächst dem HanPkeingange jul» k. k. Burg - Theater. Jnsirumenteu - Macher stehe verferti ger »c., dann auch Seite 401. Kunst-/ Landkarten- und Musikalien-Händler. Artaria Dominik, magistratischer Schatzmeister In Kunstsachen, unter Ser Firma Artaria und Comp. Auf dem Kohlmarkte Nr. ll5l. Berka Anton. In der Seilergaffe Nr. ivsr. Berman» Jeremias. Auf dem Graden zur goldenen Krone Nr. biy. Cappi Johann. Auf dem Kohlmarkte Nr. llLI- Cappi Peter, unter der Firma Ca-Pi und Dia belli. Auf dem Graden Nr. 1155. Mechetti Peter. Auf dem Michaels - Platze Nr. », Riedl Joseph. Auf rem hohen Markte Nr. 54l. Sauer Ignaz. (Siche Seite 45.) Sei» Verschleiße« ist in Commission bey Herrn Kunsthändler Mü l le r auf dem Kohlmarkte Nr. tlba, oder in seiner Wohnung in de» Alservorstadt Carlsgasse Nr. 2LY. Sprenger Daniel. Auf dem Kohlmarkte Nr. rsv. -»>»-> 40Y Steiner Sigmund Anton- zugleich Inhaber der k. k. pripil. chemischen Druckerey, unter der Firma S. A. Steiner und Comp., welche auch der öffentliche Gesellschafter Tobias Haslinger per Procura führt. Auf dem Graben im Paternoster-Gässchen Nr. 572. Stockl Franz. In der Seitzer-Gaffe im Seitzer-Hose Nr. 427. Weigl Thaddäus. Auf dem Graben Nr. li44 (Siehe auch Antiquar-Musikalien-Händler und Musikalien-Leihanstalt). Kupferdrucker. ivorofsky Ludwig. Auf dem Schottenfeld Nr. 10 . Dumbacher AloyS. Auf der Windmühl Nr. 42. Herzog Johann. Zu Mariahilf Nr. yt. Hofbauer Franz. Zu Mariahilf Nr. t5. Hutter. Auf dem Strotzischen Grund Nr. 22. Kar gl Andreas. Auf dem Neubau in der Mondscheingaffe Nr. ,65. Kargl Franz. Zu St. Ulrich Nr. zy. Kesiler Joseph. Auf dem Magdalena-Grund Nr. ,6. > Kistner Michael. In der Ro«erani - Gaffe Nr. 76 im erste» Stock. Klapper Johann. Auf der Laimgrub« Nr. 57 Klein Jacob. In der Iofephstadt Nr. 64- Kopitzky Marcus. Auf dem Schottenfeld Nr. ,0. Mo!l!S Franz (auch Kupferstecher). Auf der Wieden Nr. 74. Muck Mathias. 2» der Iofephstadt Kaiserstraße zur Reichs- kröne Nr. 54 zu ebener Erde. Nitsche Jacob. Auf der Windmühl in der Kothgasse Nr. 42- PerlaSca Cäsar. Zu Sr. Ulrich in der Neu-Echottengaff« zur Parforce-Iagd Nr. 15t. Prey Georg. Auf dem Salzgries Nr. iy2. Pyr» Johann. Aus dem Neuftift zum goldenen Kreuz Nr. by. i« »""> 4ir> Sluff Jacob. In der Josephstadt Kaiserstraß« zur grünen Schlange Nr. 2Y. Schnitjbauer Adam. In der Josephs»«»« Nr. 152. Strobl Johann. Zu Mariahilf in der Nittergasse Nr. 1S4 Deigl Joseph. Im Alt-Lerchenfeld auf der Hauptstraße an der Eck« der großen Roßmarinzaffe im Binderhauf» S!r. 24. Wagner Ägydiu«. Aus dem Spitlberg Nr. iS. Kupferplatten - Schleifer. Gold Michael. Auf der Windmühl Nr. 21. Nabu ton Earl. Zu Mariahilf in der kleinen Kirchengaffe Nr. 2b- Landkarten - Händler flehe Kunsthändler Seit« 40 ». Leih-Bibliotheken. In diesen erhält man gegen ein klein,«» nach dem Wertste de« verlangten Buche« bestimmte« Einlagsgeld und gegen DorauSbejahlung (jährlich, halb« oder »icrteltährig, mc- nathlich) einer billige» Summe Bücher -um Lesen nach Haufe, ja sogar über Laub, welche man sich au« den »orhandc- nen gedruckten Katalogen «»«wählt. — Der Leih-Bibliothc- ken sind in Wien gegenwärtig vier: 1) de« Buchhändler« Earl Armbrust« r. In derSinger- strafle Nr. yo> ; 2) de« Antiquar-Puchhändler« Johann Tauer. In de« Eurrent-Gasse Nr 415. r) de« Buchdrucker« UN» Buchhändler« Johann Walli«- hausser. Auf dem hohen Markte Nr. ira? 4) de« Georg Passy In der Dorotheer-Gass« Nr. «007- (Diese, so genannte geistliche Leih-Bidliothek beschränkt sich hieß auf Werke der katholischen Theologie nutz die in d,«selbe einschlagenden Pacher.) Leinwand-Grundiere»' Jnfeld Katharina. Auf der Landstraße Anfang» terUngar- gasse im Goldspinnerhause Nr. 422 im ersten Stock. (Man bekommt vorrathig grundierte Leinwand «on l bi» 4 Ellen breit, auch schon auf Rahmen in gewöhnlichen Größe» aufgejoge»; dann Mahlerfarben.) Lithographien stehe Steindruckereyen Seite 4l4. Mahlerpinsel-Macher. Flie (de) Joseph In der Jofephstadt Piaristen-Gaffe «um goldenen Schlüssel Nr. >2Z. Schmidt Johann. Zu St. Ulrich Nr. tt>2. Maschinisten stehe Verfertiger. Mineralien-Händler. Murawe «k. Auf der Landstraße Nr. zz;. Stephan Johann. Zu Sumpendorf in der Dorotheer-Gal- f« Nr. 4l im ersten Stocke link«. Unterholjer Johann. Auf der Wieden in der kleinen Neugaff« Nr. z?2 beym Aruchtbaum. Musikalien-Händler fiehr Kunsthändler, Antiquar-Mustkalien-Handlung und Mu- filalien - Leihanstalt. Mustkalien - Leihansialt de» Herrn Sridrich Main» er. In de» Deretheer - Ggff« Nr. l>27 412 N o t e n st e ch e r. Dauchinger Joseph. Aus dem Strotzischen Grund Nr. iS Fischer Joseph. In der Josephstadt JvsephS-Gaffe Nr. n Mösch Conrad. In der Josephstad« Fuhrmannsgaff- im eigenen Hause Nr. ik>». Ncm et sch eck Wenjel. Zu St. Ulrich Nr. 57. Schönwälder Franz. Zu Mariahilf in der kleinen Kir- chengaffe Nr. 2b- Schönwälder Johann. Zu Mariahils in der kleinen Kir- chengaffe Nr. 2 b. Sück Joseph. In der Josephstadt Kaiferstraße Nr. ivo. Papier - Fabrikanten und Papierhändler. Bloß, Martin. Zu Schottwien im D U. W. W. Hat die Niederlage auf dem Stephans-Platze im Deutschen Ham se Nr S7Y. Gundramsdorfer Papier-Fabrik. Pächter derselben ist Hr. Jonathan Gabriel Ussenhcimer. Hat die Nie Verlage auf dem Peters - Platze Nr. S77. Kleudgen Franz Ludwig, Fabriks-Niederlage gepreßter und gefärbter Papiere, Inländer, Englischer, Holland und Jtal. Schreit- und Zeichenpapicre, nebst einem sehe nen Kupferdruck- und den gewöhnlichen Druckpapieren Hamburger Federkielen, allen Schreib-Materialien Aut dem Peters-Platze Nr. 57b Pachncr's Ignaz Theodor Edler von Eggensdorf Witwe Die Fabriken sind zu Klein-Neustedel und Leesdorf iw D. U. W. W. ; die Niederlage ist unter den Tuchlauben Nr. Sb2. Pefchie r Ludwig Ritter von, Inhaber der k. k. priv. Franzens- «Haler Papier-Fabrik nächst Ebergaffing im D. U. W. W. i die Niederlage ist in der Kärnthnerstraße Nr. Y4S Zeichnungs-Materialien-Händler *). Axt I. C- In der Weihburggasse Nr. yoü. Singer Florian. Auf dem alten Fleischmarkte Nr. byo. Lrentsensk, Joseph. Ruf dem Stephans-Platze im Zweitel» Hofe Nr. »Sü. Schriftgießer. Brunner Leopold. In der Alservorstadt Gärtnergasse Nr. ss. Haykul Anton non. An der Wien nächst dem Theater Nr. 20. Dkgnsfeld Joseph Georg. Auf dem Strohischen Grnu» i»r schbn«« Lalrrne im eigenen Haus« Nr. 42 Schade Ehristian. Auf der Landstraße im eigenen Haus« Nr. l 70 . Schneller Johann. In der Iosephstadt Josephs-Gasse Nr. 14 . Strauß Anton. An der Wie» Nr. 24 . Steindruckereyen (Lithographien **). Herr Lorenz. In der Alservorstadt Währinger-Gasse Nr. 202. Aunike Adolph. In der Alservorstadt Nr. 149., ') Siehe auch Dinten-Fabrikant, Papier-Fabrikanten, Fabrikanten chemischer Maaren. ") Es sollen noch mehrere Befugnisse.für Steindruckereyen ertheilt worden seyn, auch habe ich im literarischen Anzeiger die Zahl eilf angczeigk gefunden, konnte aber nicht mehr als di« angeführten erfahren. PH i lli sdorf Philip» von. Auf der Landstraße Nr. 40 ; (druckt in Stein Schriften, dann auch auf Baumwolle und Seidenicuge.) Pötting Graf, unter der Firma: Lithographische« Institut. Auf dem Michaels-Platze Nr. 2 nächst der Borg. Die Drucker«» auf der Landstraße Waggaff« Nr. 4 äst Strnadt Vincent- gu Mariahrlf Nr. >2L. (Druckt Baum- wollwaaren.) Trentsensky Joseph »0» Die Druckerey i» der Riemerstraße Nr. Std; da« Derschleißgewölb feiner lithographischen Produkte und aller Schreib - Materialien auf dem Stephans-Platze im Anette!-Hofe Nr. sbs. Winter Joseph. Zu Mariahilf Rr. 6 (Druckt Baumwoll- waaren.) laschen - Copir- Maschine. Bey dem Kunstdrechsler Christoph Dreher in der großen Schulerstraße Nr. stzz—(Mittelst dieser Maschine kann man Briese >c. in jedem selbst beliebigen, sogar Folio-Formate, sehr schnell copiren. Die Maschine besteht aus einer 4 Zoll langen Presse nebst einem kleinen Eplinder» in w«l- chem sich Tinte, Federn ec. befinden.) Theologische Leih - Bibliothek stehe Leih - Bibliotheken. Topographisches Landkarten - Büreau des k. k. General-StabeS. In der oberen Breunerstraß« Nr. ltrq — (Hier «erde» auf Kosten des k. k. Hofkriegirathes, hauptsächlich -um Gebrauche der k. k. Armee und «ur Zierde der Kartensamm- lungcn, sehr schon gestochene Landkarte» heraus gegeben, welche von den Individuen des General-Quartiermtister-Stabes ausgenommen und gejeichnet worden find.) 4tk> Verfertiger chirurgischer Instrumente. Gockel Mathias, chirurgischer Instrumenten - Macher der k. k. Josephs-Akademie. 2» der Aiservorstadt nächst der Währinger-Gasse, in der Kirchengaffe am k. k. Militär- Hauptspitake im eigenen Haufe Nr. 2lZ Maillard Jgnaj. In der Aiservorstadt Währinger - Gaffe Nr. 204. Verfertiger chirurgischer Maschinen. Bauer Johann. In der Strauchgaffe Nr. 2 öl. Vraunstetter Joseph. In der Singerstraße Nr. Y54 Schlösser Anton (der Ältere). Auf dem Strohischen Grund im eigenen Hause Nr. 2 ! die Niederlage im Schotten- Hofe Nr. tZS- Schlosser Anton (der Jüngere). Auf dem Strohischen Grund Nr r, »i- Rikvercag« auf dem Graben Nr. bro. Wolfffohu Sigmund. Auf dem Bauernmärkte Nr. tzry. Verfertiger mathematischer, optischer und physikalischer Instrumente. Bolllnger Nudolph und Samuel (technisch-mechanische Kunstwerke), sind auch Inhaber einer Metallgießer«». In der Leopoldstadt Ejernin-Gaffe Nr. 540 . Degen Jacob. Auf der Landstraße Nr. z,o. Eder Albert. Auf dem Peters-Platze an der Kirche. Gronemann Joseph. Zu Mariahilf Nr. » 4 Y. Güntermann F. A. In der Iosephstadt Nr. Sz.» Hamberg er Joseph, r. k. Hof-Opticus. In der Alser, Vorstadt an dem GlaciS im eigenen Hause Nr. » 4 . Huck Gregor. Zu St. Ulrich, nächst der Iosephstadt, in der Neu-Schotlengaffe Nr. 114 . Leitkam Aloys Auf dem Schotkenfeld Nr. l 4 si. Lenderer Johann. Auf der Landstraße Nr. 242. Lux Johann Georg. Auf »er Wieden Nr. 27L. """ 4 t 7 NcuhauS Hermann. I» der Alscrvorsiadt Nr. 7 l. Reiß Anton. Zn Gumpendorf Nr. »is. Richter Sranj Paul. Auf der Laimgrube Nr. 50 Nos» in i Joseph, k. k. Hofdrechsler. Auf dein Stephans- Platze Nr. btzy. N 0 fpin 0 Sranz. In der Wallerstraße Nr. 262. SchSnstädt Gottlieb und Johann Burghardt. Zu 8k. Ulrich in der Neudcgger-Gaffe Nr. L 4 ; den Verschleiß in der Rauhensteingaffe Nr. y 4 S. Stadtler Gerard, auch r. k. FortificationS - Modellen- Schloffer. Auf der Laimgrube, rückwärts auf dem Spillberg Nr. l» 7 . Steiner Michael. Auf dem Breitenfel» im eigenen Hause Nr. l 7 . Straßburger Joseph. Auf dem Himmelpfort-Grund im eigenen Hause Nr. s; den Verschleiß in der Grünanger- gaffe Nr. 015. Tentamenti Peter. In der Roffau Nr. Y 4 : den Verschleiß auf dem Kohlmarkte Nr. 1144. T sch eck Joseph, k. r. Hof-Instrumenten-Macher (mathe- mat.). Auf dem Graben im Trattner-Hofe Nr. blS. Doigtländer Brüder. Zu Gumpendorf Nr. lttz. Doigtländer Fridrich. Auf der alten Wieden Nr. 5 L 7 . (Hat «in ausschließendes Privilegium auf die Verfertigung der perifcopischen Glaser.) Wie» holt Bernhard. In der Le»poldstadt Praterstraß« Nr. » 5 . Wunsch Michael. Auf dem Neubau nächst der Mariahilfer Straße Nr. iqü. Verfertiger musikalischer Kunst-Maschinen. Maljel Leonhard, Erfinder des Orpheus - Harmonicon, Panharmonicon mit einer Tastatur von fünf Oktaven. In der Leopoldstadt Praterstraß« Nr. 520. lg -» Verfertiger ökonomischer Maschinen. Burg Anton. Auf der alten Mieden an der Favoriten-Stra« ße Nr. r;. (Ackerbau-Maschinen.) Jobst Sebastian. In der Jägerzeil Nr. 6- (Ackerbau-Maschinen.) Markart Franz. Auf dem Hungelbrunn Nr. S. (Zwirn, und Spinn - Maschinen.) Verfertiger verschiedener Maschinen. Bausemer Johann. Aus der Wieden Nr. 2 lS- Fuchs Balthasar. Im Lichtenthal Nr. 206. G i randoni Bartholomäus» k. k. Hof-Theater-Malchinist. Auf der Laimgrube Nr. 7. Huber Eonrad. Zu Gumpendorf Nr. 1 lS- Jaworsky Andreas von, MechanicuS und leitender Werkmeister der mechanischen Werkstatt« am k. k. polytechnl« schen Institute. Kiesling Joseph. Aus dem Schottenfeld Nr. t»6. Klinke August Zu Gumpendorf Nr. zor K u bitscheck Wenzel, Mechanicu» bey der k. k. Fabrica- rion der Einlösungsscheine. In der Laur«nzer - Gaste Nr. 7 Ül- Lang Johann. Zu Margarethen Nr. Luchs Johann Georg. Auf dem Schottenfeld Nr. lk. Man per Georg, k. k. Hauptmünzamls-Maschinist. Im sa genannten Münzgraben Nr. iroy. Verfertiger messingener DlaS- und anderer Instrumente. Hammig Fridrich. In der Leopoldstadt Neugaste Nr. tl2, (Siuellen und andere Instrumente.) Körner Ignaz und Anton» k. k. Hof-Kammer-Waldhorn- und Lrompeten-Macher. In der Schulgaste Nr. bkl Lauterer Franz. 2» der Alservorstadt Blumengasse Nr. rrz. Mazagato Franz. Auf dem Spitlberg Nr. LZ; den Verschleiß in der Naglergaffe Nr. Zl« Sliedl Wenzel. Auf der Laimgrube Nr. iso; den Verschleiß in der Kärnthnerstraße Nr. y»r. Verfertiger hölzerner BlaS-Instrumente. Griesbacher Raimund, k. k. Hof-Instrumenten-Macher. Auf der Wieden Nr. 3bi. Harrach Franz. 2n der Leopoldstadt Nr. rrr. Koch St. Auf dem Neubau Nr. ior. Kuß Wolfgang. 2» der Leopoldstadt Nr. 3l4. Lemp Martin, k. k. Hof-Instrumenten-Macher. 2n der Al- servorstadt im eigenen Hause Nr. 4L. Merk lein 2oha»n. Zu St. Ulrich Nr. izo. Riedl 2°seph. 2n der Leopoldstadt Nr. zza. Rorarius August. 2» der Alservorstadt Nr. SS. Schulz Anton. 2» der Rauhenfteingaffe Nr. grr. Tauber Eafpar. In der Leopoldstadt Nr. S2l- Uhlmann Tobias. Zu Mariahilf Nr. ys. Verfertiger der Clavier-Bestandtheile. Edelhofer Anton. Auf der Laimgrube Nr. irb. Kahn Franz. Auf der Landstraße Nr. 4S4- Müller Eustachius. An der Wien Nr. >04. Verfertiger verschiedener Saiten-Instrumente» Bücher Johann. Auf dem Neustift in der Roverani-Gaff« zum goldenen Wallfisch Nr. r. (Guitarren, Lyren und Mandoline.) Enzensberger Bernard. In der Leopoldstadt nächst der Ferdinand« - Brüche Nr. syo. (Guitarren und Geigen.) Ertl Johann. In der großen Schulerstraße Nr. szs. (Teigen und Guitarren^ 420 Feilnreither Franz. Auf der Laimgrub« beym Einhorn Nr. iso. (Geigen und Guitarren.) Fischer Anton. Im Seitzer-Hofe Nr. 427. (Teigen und Lauten.) Hindle Johann. Auf der Wieden Nr, zso. Hofmann Joseph. Auf der Wieden Nr. iy2. Arasn» Jacob. Auf dem Thury Nr. 4L- (Harfen und Guitarre» ) Kulhawy Anton. In der Adlergaffe nächst dem rothen Thurm Nr. 720. Rietz Franz. Auf dem alten Fleischmarkte Nr. 7LY- Stampser Sebastian. In der Wcihburggaffe Nr. yvS. (Lauten und Geigen.) Staufer Johann Georg. Auf der Laimgrube Hauptstratze, nächst den k. k. Stallungen Nr. 177, 4. Stiege i. Stock. (Lauten und Geigen.) Stotz Martin, k. k. Hof-Geigen- und Lauten-Macher. In rer oberen Breunerstratze Nr. i»4l. Werner Franz. Auf der Windmuhl in der SrongaffeNr.48. Zeltler Andreas. Zu St. Ulrich Nr. iz. (Guitarren.) Verfertiger musikalischer Instrumente aller Art. H o y e r Gebrüder, aus Schimbach Sey Eger in Böhmen. Haben die Niederlage in der Rothenthurnistratze zum braunen Hirsche Nr. 728- Verfertiger gepreßter Goldrahmen rc. , Seid«« Johann, Graveur, Fabrikant gepresster Basreliefs und architektonischer Verzierungen aus gefärbten, versilberten und vergoldeten Papieren, vergoldeter Bild- und Sxiegelrahmen, Ochsenaugen, Hohlkehlen und Stäbe, tief- gexrctzter Papier-Tapeten, worauf er seit 2Z. Oktober igro ein ausschlietzendes Alleinrecht für die gesammt« Monarchie auf ü Jahr« hat. In der Leopoldstadt Pratepstratze Nr, L2S. Vergolder. Albkich Joseph. 3» Mariahilf Nr. 25. Aufmuth Georg. Auf dpm Neubau Nr. 25g. Bloch Ignaz. An der Wie» Nr. yr. VS hm Eonrad. Zu Mariahilf Nr. 41. Lolhomer. Au Mariahilf Nr. iS. Bürge» Wenzel. Auf der Laimgrube Nr. lbv. Dille» Georg. Zu Mariahilf Nr. «7. Li sch er Joseph. Zu Mariahiif Nr. LS- Gott »leben Michael. Au Mariahilf Nr. 72 Haa» WIlibald. Zu Mariahilf Nr. rs. Herzinger Philipp Auf der Wieden Nr. LOS. Holjmann Johann, k. k. Hofvergolder. Zu Mariahilf Nr.,. Härger Joseph Auf dem Magdalena-Grund Nr. i. Kamberg er Joseph. Au Mariahilf Nr. 2. Kolb Joseph. Zu Mariahilf Nr. 4Z. Kolb Mathias sel. Witwe. Zu Mariahilf Nr. 45. Kraft Anton. An der Wien Nr. sy. Kringer Johann. Zu Mariahilf Nr. l04. Kunart Ignaz. Auf dem Neustift Nr. z. Lang Franz. Zu Mariahilf Nr. 2S. Lechner Raimund. Zu Marihilf Nr. ,22. Ltmmermeyer Joseph. Zu Mariahilf Nr. iss Libitz Joseph. Aus dem Spitlberg Nr. Sy. Marzini Heinrich. Zu Mariahilf Nr. 2 . Meyer's Tran, Witwe. 7. k. Hofvergolderinn. Auf »er neuen Wieden Nr. 26 s - Miller Peter. Zu Mariahilf Nr. 2 , Müller Jacob. Zu St. Ulrich in der Neudeggergaffe. Pariert Franz. Auf dem Spitlberg Nr. ,zz. Pauler Johann. Auf der Laimgrube Nr. ,sy. Paur Joseph. Zu Mariahilf Nr. ,42. Querder Jacob. Zu Mariahilf Nr. L». Reger Andreas. Auf dem Neubau Nr. ly-, Riedler Johann. Zu Mariahilf Nr. »5l. Saip. Zu Mariahilf Nr. ,rs. Scalnik Johann. Auf der Windmühl Nr. bv. Scalnik Leopold. Auf der Windmühl Nr. bo. Schanz Ignaz. Zu Mariahilf Nr. Scherer Dominik. Auf dem Neubau Nr. rra. Schwickart Sigmund. Zu Mariahilf Nr. 7b. Sichler Anton sel. Witwe. Zu Mariahilf Nr. SS. Singer Anton. Au^ der Windmühl Nr. 20 . Stöber Cbristoph (auch Schriftenmahler). Auf der Wieden Nr. L4b. Stöber Ignaz. An der Wien Nr. yg. Vogel Joseph. Zu St. Ulrich Nr. 23. Vogt Johann. Auf dem Neubau Nr. 2ZY. Völkl Michael sel. Witwe. An der Wien Nr. yr. Weide Müller Paul. I» der Josephstadt Nr. l5. Weidner Ignaz. An »er Wien Nr. 103- Zach Anton. Zu Mariahilf Nr. 14 . Zach.Franz. Zu Mariahilf Nr. tZ. Zentner Andreas, k. k. Hofvergolder. Zu MariahilfNr. l». Zinnplatten-Zurichter für Musikalien. Zamboni Peter. Zu St. Ulrich beym goldenen Adler Nr. 40 . r ! . A n Hang. Auskunftsanft alten. Anfrage- und AuSkunfts-Comptoir. Auf dem Kohlmarkte Nr. 281. Unter der Leitung de« Herrn 2 »sepb Züttnec. ^Vie nothmendig in einer so volkreichen Hauptstadt« als Wien ist« ein Qrt fey, wo man über alle im bürgerlichen und Privat-Geschäftileben vorkommenden, jedermann zu wissen erlaubten Falte die möglichst schnellste und zuverlässigste Auskunft erlangen kann, wird jeder« selbst der in Geschäften und in der Localitat von Wien Bewandertste , einsehen Jedermann hat sein bestimmtes Geschäft, und kümmert sich in der Regel wenig um das» wa« nicht zu demselben gehört, hat auch wohl gewöhnlich nicht Zeit und Gelegenheit dazu. Für den Fremden »der Provinz- Bewohner ist daher eine solche Anstalt, an die er sich um Auskunft und GeschäftSbesorgung wende» kann, um so nothwen- bizer, weil er »ft in Wien ganz unbekannt oder der Deutschen Sprache nicht mächtig ist« wie z B. viele Ztaliäner, Un, garn >c., und be» dieser Gelegenheit Zeit und Geld verlier«, ohne seinen Zweck zu erreichen. Da Wien aber bisher keine Anstalt besag, die den Forderungen der verschiedenen Stände und Erwerbtarlen Genüge leisten konnte, so behalf man sich indessen mit Lohndienern ic. Wer ssch aber dieser je bediene» mußte, wird von der Unzulänglichkeit derselben überzeugt feyn. Schneider, Schuster, Friseure re. wissen sie wohl, aber fragt man sie um Wien'S Merkwürdigkeiten, oder um die vorzüglichste« artistischen »der wissenschaftlichen Anstalten, oder an welche Stell« man sich in dieser oder jener Angelegenheit wenden soll, so erhält man entweder gar keine »der eine sehr unvollkommene Auskunft. Man sicht daher wohl, daß ein Anfrage- und Auskunfts-Eomptoir «Nter die Institute gehört, welche ungemein zum leichten Verkehr« im bürgerlichen Leben beytragen. Die vorzüglichsten Punrte seines Geschäftskreises sind: Local - Auskünfte über Behörden und Beamt« in Wien und allen österreichischen Staaten; — über hier anwesende Fremde, Doktoren, Künstler, Lehrer, Fabriken >c.; — über alle in den öster- reichlschen Staaten sich befindenden öffentlichen Lehr-, Wohl- thätigkeiti- und Kunstanstalten ,c.; — über hiesige StaalS- und Privat-Merkwürdigkeiten; — über Anstalten aller Art, ihre allgemeinen Verhältnisse und Einrichtungen, und ob sie gesehen werden können; — über Wohnungen, Magazin«, Stallungen ic.; — über Dienstsucheude und Dienstgebende, Erzieher und Erzieherinnen, Privat-Beamte, HandlungS- und andere Subjekt«, Haus - Officiere >c.; — über Handlung) - und alle wie immer Nahmen habenden Kompagnie, Geschäfte; — über Verkauf- und Pachtanschläge »on Realitäten und Maaren; — über Darleihen auf Hypotheken und Maaren ic.; — über Häuser-Jnspectionen ic,; — über in de» Österreichischen Staate» erzeugte Natur- und Kunst- Product« aller Art für Käufer und Verkäufer; — über Fuhrgelegenheiten, alS: Postwagen, Landkutsche» ic.; — Über Abschreiben und Übersetzen alter und neuer Sprachen rc. Anzeigen (posttagliche *) werden in dem k k. privil. ZeitungS-Comptoir in der Nau- hensteingasse Nr. yr? wöchentlich drei) Mahl ausgegeben, nähm'.ich DinstagS, Donnerstag» und Sonnabends, und sind tür Fremde und Einheimische gleich nützlich. Sie enthalten nachfolgend« Gegenstände, welche man zwar, mit Ausnahme einiger wenigen, auch in dem Intelligenz-Blatt« der Wiener Zeitung findet "): Berforderungen, Einberufungen und Tagsatzungen wegen Berlassenschaften oder Anforderungen; Sachen, welche in öffentlichen Versteigerungen (Licitationen) verkauft werden (hierunter auch di« im k. k. Versatzamt« nach Verlauf Eines Jahres unberichtiget gelassenen Pfänder); obrigkeitliche Verordnungen, Decrete, Notifikationen >c. i«. Brücken (merkwürdige). OerdinandS-Drücke über den Wiener Donau-Canal, welche die Hauptvcrbindung zwischen der Stadt (am Nöthen- thurm > Thore) und der Leopoldstadt unterhalt. — Sie war« ') Diesen Nahmen haben sie daher, well sie sonst an den Hauptposttage» (Mittewoche und Sonnabend) anSgege- ben wurden. ") Man braucht jedoch hier nicht, wie te» der Wiener Zeitung, voraus zu bezahlen (pränumeriren), sonder« man erhält jede» Blatt, dai man haben will, einzeln, wodurch sich diese Angaben eben so wohl, als durch den geringen Preis von dem Intelligenz-Blatte unterscheiden. über die Wiener Zeitung und das Intelligenz-Blatt als Anfrage- und AuSkunftSblatt sieh« vorn Seite Ü2. 428 de auf Befehl Seiner jetzt regierenden Majestät statt der (im Jahre 1774 erbauten) so genannten Schlagbrücke, deren eichene Joche schon zwc» Mahl unterstützt wurden, und welche durch die Zeit so schadhaft geworden war, dag sie im Julius Isis abgetragen werde» musite, erbauet. Seme Majestät genehmigten de» Plan des dermahligen Wasserbau- amtS - Direktors Johann von KudriaffSky '), eine Pracht- brücke aus gespannten Rösten mit Landjochen, und Sinem Mittelpfeiler aus gehauenen Quadersteinen, welcher vermittelst eines schwimmenden Senkkastens erbauet werden soll, (eine Bauart, die in der österreichischen Monarchie bisher noch nicA- auSgcführt worden war) herzustellcn. Nachdem Ser Bau des Mittelpfeilers binnen sechs Wochen di« beiläufige Höhe deS gewöhnlichen Wasserspiegels Mit dem besten Erfolge erreicht hatte, wurde an demselben, auf Allerhöchsten Befehl und im Nahmen Seiner Majestät, von Seinem Kaiserlichen Hoheit dem Durchlauchtigsten Erzherzoge Kronprinzen Ferdinand, in Gegenwart und unter Mitwirkung der Durchlauchtigste» Erzherzoge Franz Earl, Carl mit seiner Durchlauchtigsten Gemahlin» Henriette, Anton Ludwig und Rudolph Kaifcrl. Hoheiten, dann mehrerer k. k. Minister, Präsidenten und Mitglieder der auf den Brückenbau Einstufi nehmenden Behörde», der Vorsteher deS hiesigen Magistrates, als Grundobrigkeit» und mehrerer dabei) erschienenen hohen Standespersonen am ly. JuniuS isil) Mittags um ir Uhr der Grundstein in die dazu frey gelassene Öffnung feyerlich gelegt. Die Einsegnung wurde durch den Herrn Fürst-Erzbischof Anton Sigmund »on Hohenwart verrichtet. Der Bau der Brücke ward mit außerordentlicher Schnelligkeit betrieben. DaS rechte Landjoch sowohl - als das linke, wurde noch im Jahr« isis bis auf eine Höhe von s Schuh oberhalb 0 «ufgeführt. Dom Anfänge ) Siehe Künstler Seite 2fi4. »es Mär»«« dis Ende Lctobers isiy ward das linke Land- jo» vollendet, der Mittrlpfeiler ganj erbauet, und die Brücke selbst aufgestellet, so, daß sie schon am 24. Sctober für Fußgeher, und am 28. November iSly auch für Wagen allgemein geöffnet werden konnte. Zum Andenken des Durchlauchtigsten Grundsteinlegers haben Seine Maiestät der Kaiser dieser Neuen Brücke, in der sich eben so sehr Schönheit, als Solidität und Einfachheit ausspricht, den Nahmen Fer- dinandS-Brüeke beyzulege» angeordnet. — Hier eine kurze Beschreibung dieses Meisterwerkes der Wasserbaukunst. Die ganze Entfernung vom Bogen-Auflager eines Landpfeilers bis zum anderen beträgt 34 Klafter l Schuh. Der in der Mitte stehende Pfeiler hat zur Basis l3 Klafter Länge und 2 Klafter Breite, springt aber schittcnweise von 12 bis auf q Schuh zurück, in welcher Stärke er aufgeführt ist. Derselbe ruhet auf 4l3 Piloten, welche mit einer einfachen Winkelsäge bey 7 Schuh unter k> und im Durchschnitte y Schuh .ater Wasser abgeschnittcn wurden. Die Erbauung der ersten und zwcyer Drittel der zwenten Lage geschah in einem Kasten, lbo Klafter oberhalb des nunmehrigen Standpunctes der Brücke, von wo derselbe, mit einer Last von beyläufiz arvo Eentncrn beschwert, 7 Schuh getaucht, herab geführt und an dem nunmehrigen Orte »oll- kcmmen erbaue« ward, worauf die Seitenwäude des Kastens, nach Wegnahme der Schrauben, aufgehoben un» theil- weise abgenomincn wurden. Die ganze Schwere des Pfeilers beträgt bey 30.000 Centner. — Die gesammte Anzahl der Bögen beläuft sich auf tzv, wovon 12 Stück die Geländer, 48 aber die 10 Klafter z Schuh breite Brücke selbst bilden. Die lichte Sehne eines Bogens beträgt ib Klafter 2 Schuh; jene des Bogens sanilnt Auflage 17 Klafter, die Höhe 3 Schuh k> Zoll, also die Sprengung den 2». Theil der ganzen Länge. — Der Anlauf der Bögen liegt 18 Schuh ober V. — Die Geländer sind mit Kupfer eingedeckt; — die Brücke ist gepflastert, so» daß Schotter und Pflaster keyläufig t0,o Semner betragen. — Dem erwähnten Herrn von KudriaffS- ky wurde auf Befehl Seiner Majestät mittelst hohen Hos- kammer-Dekretes am lv. Jänner isro in dem AmtSgebäu- de des WajscrbauamtcS, in Gegenwart des ganzen AmtS- PersonalS, durch den Hofrath und N. ö. Regierungi-Dice- Präsidenten Freyherr» von Werner, unter Abhaltung einer anpaffendcn Rede fcverlich die allerhöchste Zufriedenheit ,üb«r dieses gelungene Meisterwerk" zu erkennen gegeben» und dem wafferbauäintlichen Brückenmeister Joseph Überlacher, welcher den Bau ausführte, die grosie goldene Ehren-Medaille mit öhr und Band verliehen. Die wasierbauämtlichen Arbeiter, welche bey dem Brückenbau« Hand anlegten» erhielten Belohnungen in Geld. SranzenS-Brücke über den Wiener.Donau Eanal, dienet zur Verbindung der Seopoldstadt mit der flyeikgärber-Dor- stadt. — Der Plan zu dieser Brück« wurde vom Kreyherrn von Pakaffy verfertiget, und Seine jetzt regierende Majestät» stet- bedacht, zur Verschönerung und Bequemlichkeit der Residenz- Stadt alles Mögliche beyzutragen, genehmigten nicht nur denselben, sondern haben den ersten Grundstein zu dem Miktek- pfeiler, wie weiter unten ausführlicher erzählt wird, gelegt, wcstwegen diese Brücke von den dankbaren Bewohnern Menden Nahmen SranzenS-Brücke erhielt. Der Bau wurde unter den Regierungs-Präsidenten Grafen von Saurau und Baron von Wöbcr angefangen, und unter dem Regierungs- Präsidenten Freyherrn von Summeraw und dem Referenten im Baufache, Freyherrn von KillmanSegge, vollendet. Die Brücke ist unstreitig ein Meisterstück der Wasserbaukunst, und nicht nur wegen ihrer festen Bauart, sondern wegen der weiten Spannung bey einem sehr flachen Bogen merkwürdig. Sie ruhet «uf zwey soliden steinern«» Laudiochen und auf einem von großen Quaderstücken ') aufgeführte» Mittelpfeiler und besteht aus mehreren hölzernen so genannten gespannten Rösten. Sie ist zum Theil ein Häng-, zum Theil ein Spreng- werk; den» die unteren fünfzehn gespannten Röste, welche aus mehreren Stücken zusammen gesetzt find, bilden eben sa viele hölzerne gewölbte Bogen, welche mittelst der Durchzüge unter einander und mittelst der Hängsäulen an die vier gespannten Röste befestiget sind. Die letzteren find unter der Derschallung der Barriere, und bilden aus dre» über ein« ander einzezahnten Tramen einen ganzen Bogen, der einerseits auf einem Landjoche', andererseits auf dem Mittelpfeiler rubet. Die äußere Linie der Pilotirung LeS Mittelpfeilers bestehet aus runden, hart neben einander geschlagenen, die innere, an diese anstehende, aber aus viereckig zugehauenen, mit Kal» und Ruth versehenen Piloten. Innerhalb diese- eingeschloffenen Raumes find noch drey nach der Läng« des Pfeilers laufende Reihen hart an einander stehender Piloten, die die Mitte des Pfeilers unterstützen. ES sind in Allem 450 Piloten. Da die AnzugSschwelle rund herum über die äußeren Piloten um b" vorstehet, so wurde das Mauerwerk (welches zur Basis 10 ° 4" Länge hat) um eben so viel zurück gezogen. Um aber den Steinen die größtmöglich« Verbindung nach der Länge und Breite d«S Pfeilers zu geben, ward die äußere Reihe der Steine rund herum mit t' r" langen eisernen Klammern, die mit Bley vergossen wurden, an einander gehäugt, und in der Breite noch drey «» 5 > »>« lange schwer« Schließen eingezogen. Diese Verklammung ward bey jeder nachfolgenden Stcinlage wicderhohlet. Zu de» Stein- und Holzklammern, nebst Schrauben, wurden brbr Pfund Eisen verwendet. Der gegen den Fluß stehende Eckstein ist «n seiner Spitz« mit einem halbrunden eisernen Kopf« ver, sehen. Dieser Eckstein ist zugleich der Grundstein des Mittel- ') Hierunter mehrere an 100 Zentner schwer. 4Z2 Pfeilers. Der«,» am l2 September rüvo wurde mit der Pi- lotirung dieses Pfeilers angefangen, allein'aus verschiedenen Ursachen die Legung des Grundsteine» bis -um 12 September 1801 verschoben. An diesem Tage Nachmittags um vier Uhr, nachdem der Herr Weihbifchof und Dompropst Gras von Arzt den Grundstein eingesegnet hatte, wurde dies« Feyerlichkeit von dem Monarchen in Begleitung Ihrer Kaiserlichen Hoheiten der Erzherzoge Earl, Rainer, Ludwig und Rudolph, wie auch Seiner Königlichen Hoheit des Herzoges Albrecht zu Sachsen-Teschen und des Feldzeugmeisters Herzog Ferdinand.von Würtcmberg vollbracht. Dieser Stein ist einer »er größten, denn er beträgt an si Zentner; die erste Steinlag» aber 2710 Zentner y2 Pfund an Gewicht. Der ganze Pfeiler hat ir Stcinlagen, das Gewicht desselben (Stein, Mörtel, Ziegel und Eisen) beträgt 27,585 Zentner. Die eigentlich« Grundlinie de« Mauerwerkes eines Ländisches ist 7° I' 8". Da die Stärke und Dichtigkeit »er Landjoche und des Mit- tclpfeilers erlaubten, die kleinen Uferhöhen aber »erlangten, dag die allzu starken Ausfahrten auf die Brücke beseitiget wurden, so ward zu den Bögen der Röste «in Halbmesser angenommen, welcher 57<> lang ist. Die Streuhölzcr, welche im Fahrwege liegen, haben 4° 5', die in den beyden Gehwegen i» 8" Länge. Sie find mit Moos und Erde bedeckt. Alles Holzwerk ist mit Thcer überzogen, die eigentlich« Bedeckung der Geländer mit Kupferblech bedeck», und di« äußeren Seiten der Brücke, so wie jene der Geländer, sin» mit starken Bretern wasserdicht verschallet, und endlich mit Lhlfarbe angestrichen. Am 7. November 1803 wurde die Brücke zum erstell Mahl auf eine fcyerliche Art eröffnet; denn JI. MM. der Kaiser und die Kaiserin», 2. K. H. die Erzherzoge Earl, Anton und Ludwig und S. K. H. Herzog Albrecht zu Sachsen - Teschen fuhren um 11 Uhr Vormittags dahin, und wurden daselbst von dem Finanz-Minister Grafen Zichy und dem Regierung» - Präsidenten Fees- .S5N """ 4;r Herrn von Summeraw empfangen» und in das am linken Ufer aufgcschlagene Zelt geleitet. Auf ein gegebenes Zeichen stürzte das von dem Bau noch übrige Gerüst zusammen, und die a» dem Mittelpfeilcr befindliche Inschrift k". ll.ir. I. s. stellte sich plötzlich den Augen der zahlreichen Zuseher dar. — 2m Jahre l«oy wurde das Holzwerk dieser Brücke wegen der feindliche» Invasion abgebrannt, im Jahre ISIS aber ward di« Brücke wieder in ihrem vorigen Zustande hergesteller. Gumpendorfer Brücke über den Wien-Fluß, welche zur Verbindung der Vorstädte GumpenLorf undHundi, thurm dienet. Schon lange war es der allgemeine Wunsch, daß sowohl zur Bequemlichkeit, als zum leichteren Handelsverkehre (außer der so genannten steinerne» Brücke, welche unfern des Kärnthner-Thorös über die Wien führt), «ine zwente Fahrbrücke') in der Nähe der sehr volkreichen und von Geschäftsleuten aller Art bewohnten Vorstädte Gum- peudorf, Mariahilf, HundSthurm, Margarethen ic. über de» Wien-Fluß gebaut werden möchte, der zwar bey anhaltend trockenem Wetter an mehrere« Stellen so seicht ist, daß er leicht durchfahren werden kann, jedoch nicht selten einen ungemein hohen Wasserstau» erreicht: aber manche Hindernisse mögen der Ausführung dieses Wunsches entgegen gestanden seyn, bis endlich im Jahre löly die Höchsten und Hohen Behörden dieses so gemeinnützige Werk auszuführen befahlen. Das Ganze wurde mit großer Schnelligkeit betrieben, und in einige» Monathen des erwähnten Jahres stand LaS Meisterstück einer in Wien, ja vielleicht in ganz Österreich hier zum ersten Mahle angewendeten Bauart, eine so genannte Bohlenbrücke, fertig da. Sie besteh« aus zwey Landjc- chen und Einem Dogen. Die Entfernung von einem Land- ') Denn schöne Gehbrücken sin» an mehreren Orten. iS 454 joch« zum anderen beträgt 14 Klafter. Die Breite im inneren Lichten bei Fahrweges ist z Klafter t Schuh; im Lichten des Gehweges 1 Klafter. Die Basis des Mauerwerkes der randjoche hat 2 Klafter 4 Schuh Breite, und springt auf 2 Klafter 1 Schuh b Zoll zurück; die Länge sammt den Flügel- bögeu beträgt 14 Klafter, Diese Flügel, deren jedes Joch zwey hat, bilden einen stumpfen Winkel, und verlieren sich in di- ufcrbcpflanzung. DaL Mauerwcrk eines icdcn Joches, theil« aus Quader-, «Heils aus Backsteinen erbauet, ruhet auf yo Piloten und Einem Roste von Lärchenholz, welcher über dieß mit einer Anzugsschwelle und mit Falz - Piloten von außen gesichert ist. Die Brücke selbst bestehet aus 7 vierfachen Boh- lcnbögen, welche mit Schrauben und Halseifen befestiget sind. Der Anlauf der Bögen liegt lg Zoll oberhalb des angenommenen höchste» Wasierstandes. Auf diesen Bohlenbögen ruhet das obere Buudwcrk; hierauf die so genannte Brücken- ßreu; auf dieser eine kupferne Decke über die ganze Brücke mit Einschluß der Jochpfcilcr; dann auf der Kupfereindeckung eine feine Beschüttung 4 bis b Zoll hoch; endlich das Pflaster, durchgehends von Granit, tvürfclartig gehauen. Auf Heyden Seiten der Brücke und zur Trennung des Fahr- und uns Gehweges ist sie mit soliden eiserne» Geländern versehen. Diese Brücke ist um so merkwürdiger, da sie, obgleich sehr flach gespannt und aus 7 Bohlenbögen bestehend, dennoch die schwersten Lastwagen ohne die mindeste Erschütterung tragt. — Der Plan und die Kostenanschläge wurden auf höhere Anordnung bcy dem städtischen-Untcrkammeramte »erfaßt, und von den höheren Behörden genehmiget. Der ganze Bau ward unter der Aufsicht des Untcrkammeramtes und unter der Leitung des magistratischen Bau - Inspektors Herrn Ante» Behsel «usgeführt. Brunnen (sehenswürdlge). »^a es Zweck meines Werkes ist, alles Vortreffliche dev Kunst anzuführen: so dürfen die Anstalten, welche sowohb zur Herbeyfübrung eines der ersten Lebensbedürfnisse für- viele tausend Bewohner, als auch zur Zierde dieser Kaiser- stadt dienen, nicht unbemerkt bleiben, um so weniger, d» sse in Rücksicht der Hindernisse, welche allein durch die Kunst überwunden werden konnten, sich dem Unternehmungsgeists ähnlicher Werke der Römer nähern. Hierunter stehen die Albert-Ehristina-Brunnen oben au. Die (»um verstorbene) Erzherzogin» Christin» faßte zuerst den groß, Müthigen Gedanken, für die höher gelegene», weitlänftigcm und volkreichen Vorstädte Wiens, Mariahüf, Schotkcirfeld » Gumxendorf re., welche von je. her Mangel an Wasser lit- ten, und Lessen Entbehrung oft schmerzlich fühlten, eine Wasser» leitung anzulegen. Sie machte zu diesem Endzwecke i» ihrcur Testamente ein Legat, und der wirklich wohlthäüge GcninS- Lsterreichs, Herzog Albert zu Sachscn-Tcfchen, führte das rrw seiner hochherzigen Frau Gemahlinn angedeutete Werk mi l der- ihm eigenen, unbegränzten Freygcbigkeit aus. Das Wasser- kommt aus drei? hinter Hütteldorfsr Stunden von Wien) allst der so genaimten hohen Wand, einem herrlichen Buchenwald«, reichlich fließenden Berzquessen. Bis nahe an Hüt- teldorf (etwa eine halbe Stunde vom Ursprünge) wird rS in einem Eanale, der unten und an den Seiten gemauert» eben aber durchaus mit breiten Schieferstücken beleg« ist, im «ine große, ganz von Stein erbauet« Brunnstube geführt-. ist ' deren Länge 45 Schuh, die Breite aber Z4 Schuh beträgt. Bon hier aus wird das Wasser in mehr als ib.ooo doppelt neben einander liegenden eisernen Röhren bis in die weiter unten benannten Vorstädte geführt. Die beyden Haupt- qucllen liegen höher als der Stepbans-Thurm, und die inwendige Lichte des Wasserlaufes der vereinigten Quellen bis zur Brunnstube ist ungefähr > Schuh breit und l und einen halben Schuh hoch. Die Gründung geschah den24. May lLVZ, die Vollendung im Jahre lS0S; eine gewiß kurze Zeit für eine solche Riesenarbeit. Das Ganze hat eine halbe Million gekostete — Di« Vorstädte, welche Brunnen theils mit zwar einfachen, aber Loch niedlichen Bassins, thcilS ohne dieselben, besitzen, sind: Gumpendorf (zwey, einen bey der Kirche, einen in der Nähe der Marchetti - Gaffe) ; Josephstadt (zweo, einen vor der Pfarrkirche, einen in der k. k. Caval- lerie-Easerne); Laimgrube und an der Wien (zwey, einen i» der k. k. Ingenieurs-Akademie, einen in der Kotbgasse); Mariahilf (drey, einen vor der Kirche, einen in der Nähe des fürstlich Esterhäzyschen PallastcS und einen in einiger Entfernung davon); Neubau (einen auf dem Holzplatze); Schottenfeld (einen in der Nähe der Pfarrkirche); Spitlberg (einen in der breiten Gasse '); 'St. Ulrich (einen auf dem so genannten Plahel). ') Diese Dorstadt konnte nach den obwaltenden Umständen gleich bey Errichtung der AlberkS - Brunnen in den Umfang derselben nicht mit eingeschloffen werden; dieses geschah aber setzt dadurch, daß auf Veranlassung der N. Ö. Landesregierung, im Einvernehmen mit dem Herrn Fürsten Nikolaus von Esterhäzy, den Albertinischen Wasserleitungen, mittelst ergiebigerer Benutzung der fürstlichen Wasser-Maschine a» der Mariahilfer Linie, ein stärkerer Wafferzuflufi »erschafft und der Gemeinde zugeführt wird. Am g. May d. I. wurde von dem k. k. N. ö. Regicrungi-Präsidenten Freyherrn von Hochkirchen im 437 Alservorstadt (Brunnen in der) Hauptgaffe, wo sie sich zur Weite eines Platzes öffnet. Dieser Brunnen ist ein herrliches Denkmahl der väterlichen Sorgfalt der N, Ü. Landesregierung und des (damahligen) k. Rothes und Stadt- UnterkämmererS Stephan Edlen von Wohlleben, nunmehrigen RegierungSratheS und Bürgermeisters der Haupt- und Residenz-Stadt Wien. Er ist für diese, eben nicht sehr wasserreiche Vorstadt ein wahres Bedürfnis!, und dienet durch die meisterhaft aus Metall gearbeitete S«a>ue (das Symbol der Wachsamkeit, weibliche Figur, eine Lampe in der Hand haltend, einen Kranich zu den Fügen), von Fischer, welche auf einem Piedestale mit vier Löwen -» k»-rol>-k, aus deren Rachen daS Wasser in «in rundes steinernes Becken strömt, derselben auch zur Zierde. Franciscaner-Platze (Brunnen auf dem). Er wurde im Jahre l7st« errichtet, und mit einer Statue des Moses, wie er Wasser aus dem Felsen stiegen macht, geziert. Die Statue ist ebenfalls von Fischer aus welchem Metalle gearbeitet. Graben (Brunnen aufdem). Die beyden Brunnen dieses Platzes erhielten im Jahre ISO« neue Statuen, wovon eine den heil. Joseph, Christo seinen Stammbaum erklärend, die andere den heil. Leopold, mit dem Plane von Klosterneuburg, vorstellet. Sie wurden von Fischer aus Bley-Ccm- position verfertiget. Deyseyn des Herrn Fürsten Esterhäzy und vieler angesehener Zuscher der Grundstein zum neuen Bassin in der breiten Gasse gelegt. """ 4ZS Hof (Brunnen auf dem). Am 2S August I7^r liest man in den daselbst stehenden zwei, Brunnen (von Loren» Matbieli verfertiget) »um ersten Mahle da» Wasser springe». Im 2«hre isir wurden sie mit neuen Statuen geziert. Die Gruppe de» einen Brunnens bezeichnet die Treue der österreichischen Nation gegen Fürst und Vaterland. Die Österreichische Monarchie ist al» eine Frau daegestellt, (mit einem Schilde an der Seite, worauf da» Äaiserwapen angebracht ist, mit der Kaiserkrone auf dem Haupte, in der Rechten den Zepter, in der Linken eine Rolle, worauf krinci»- ru, krimu» zu lesen Ist ,) wie sie einen in «in« Toga gekleideten Bürger empfängt» der den Eid der Treue leistet. DI« Attribut«, welche zu seinen Füsten liegen, bezeichnen den Eifer der Österreichischen Nation für Wissenschaft und Kunst. Die Inschrift heißt: In teile unio, in nnione ssius. Die Gruppe des zweyten Brunnens bezeichnet den Ackerbau; einem auf feinem Pfluge stehenden Landmanne sichert der Schutzseist Österreich», mit dem erzherzoglichen Wapen zur Seite', »nd die Österreichische HauSkrone bcy seinen Füsten, und über seinem Haupte die Flamme de» Eifer» für den Dienst Gotte» schwebend, den Segen de» Fleißes vom Himmel zu. Die Aufschrift: Lnepioo ?!uin!lle Haustür. Am Nustgestelle sicht: XlI. Sud Lsnrul« 3 ^Voüllehen. Professor Fischer hat diese Statuen au» weichem Metalle verfertiget. Hohen Markte (Brunnen auf dem). Linksund recht» an dem Seite ZZss beschriebenen Monumente sieben zwe» -Springbrunnen mit marmorne» Wasserbecken, wahrscheinlich von Lorenz Mathieli «erfertigcti wozu daS Wasser aus dem Dorfe Ottakring hergeleitet wird. Sie sind ganz einfach, und durch keine Statuen geziert. 43Y Josephs-Akademie (Brunnen »or der k. k. inedicl- nisch-chirurgifchenl. In der Alservorstadt Währinger - Gaffe Nr. L2l. Dieser ist mit einer meisterhaften, ron Fischer auS weichem Metalle »erfertigten Statue der Hygiea geziert. Neuen Markte (Brunnen aus dem). Er wurde »nr 4- November 1734 , dem Festtage de- heil. Carolus Borro« maus und Nahmenstage Kaiser CarlS des Vl, zum erste» Mahle eröffnet. Die Statue» dazu hätte Mathieli aus Stein machen sollen» da sich aber zu gleicher Zeit (»737) der berühmte Bildhauer Raphael Donner anboth, dieselben ebenfalls um den Preis von boo st. zu verfertigen, so liest sie der Magistrat, «i« dieses eine in dem städtischen Archive vorhandene Urkunde enthält» durch den »ohne Zweyffel überlegenen »Maister und Künstler Donner" bearbeiten, »um sich allhier »in pni-Iioo ein« immerwehrend« Ehre machen zu können," da er, »die Statue» von Bronze oder harter ärzerner Eom- »poiition um eben den Preyst, als der Matthielli machen wolle." Nebsibe» zog der Magistrat in Erwägung (wie dieses ebenfalls die Urkunde enthält), daü di« Statuen aus Stein einer öfteren Reparatur bedürfen würden, Donner's Arbeit aber, obgleich der Aufwand für Zinn und Bley vor der Hand mehr betrüge, doch auch in der Hinsicht, hast das Metall jederzeit eine» Werth hätte, Len Vorzug verdient«. In der Mitte dieses Brunnens hat der Künstler eine die Vorsichtigkeit (mit dem doppelten Janus-Kopfe) verstellende Säule verfertiget, und an deren Postament vier Genien, welche die Donau durch AuSgiestung des Walsers aus »ler Fischen behenden. auf dem Baffin herum aber in mahlerischcn Stellungen die vier Hauptflüffe Österreichs, die Traun, die Enns, die YpS und die March, welche sich in die Donau ergießen, und durch ihre Attribute kennbar sind, angebracht. Diese vier Statuen wurden in der Folg« weggenommen, in dem bür» 440 """ S-rlichen Zeuzhause aufbewahrt, im Jahre l«vl «der wieder aufgestellet. Rathhauses (Brunnen in dem Hofe des) oder Magistrates in der Wipplingerstraße Nr. ZS5. Derselbe hat, vermöge einer Urkunde im städtischen Archive, schon >740 in feiner jetzigen Form bestanden, und die daselbst aufgemachte Statue Ser Andromede, an den Felsen gebunden, wurde ebenfalls von Donner in Metall verfertiget. Auch^iese Sta» tue wurde in der Folge weggenommen, im Jahr« >7Y5 aber wieder aufgerichtet. Universitäts-Gebäude (Brunnen vor dem). An dem erwähnten Gebäude stehen zwey Springbrunnen, wovon der rechts neben dem Hauptthore Mit einem stehenden Genius, welcher das zu seinen Füßen liegende Seeunthier mit einem Dolche zwingt, den Rachen zu öffnen, und jener links, ebenfalls mit einem Genius, der in einer Hand einen Dolch hält, und mit der anderen dem Seeunzethstine den Rachen aufreißt, geziert ist. Aus dem Rachen dieser Thiere stießt das Wasser in eine Muschel, und von da in ein großes Bassin. Garten (fehenswürdige). ^§e i ner Majestät des Kaisers Gärten. — Die Vorliebe Seiner Majestät für Botanik, Verbesserung der Garten - Kultur und Veredelung aller im Elima der Monarchie fortkommcnden Obstgattungcn wirkt auf die Bildung und Kultur Ihres Volkes und Landes auch in diesem Fache auf ein« sehr ersprießliche Weife. Unmittelbar in der Stadt selbst, nächst der k. k. Burg, find folgende Gärte» Seiner Majestät: DerHofgarten links des großen neuen Parade-Platzes ist ganz neu angelegt, und in Terrassen, Alleen und Partien eingetheilt, die wechselweise mit aus- und inländischen seltenen Obst- und anderen Bäumen, Pflanzen und Blumen besetzt sind. 2m unteren Theile dieses Hofgartens steht Las neu gebaute Haus, worin der k. k. Hofgärtner samnitPersonal wohnet, und a» diesem das nach den Befehlen und Angaben Seiner Majestät ebenfalls neu erbaute große Glashaus. Dieses Gebäude zeichnet sich vor allen Glashäusern, die dermahl in Europa bestehen, aus, sowohl in Rücksicht seiner architektonischen Schönheit und seiner Höhe, als durch seine zweckmäßige Eintheilung, vielen Bequemlichkeiten und dauerhafte solide Beschaffenheit. Die Mitte dieses Prachtgebäudcs ist durch acht steinerne, so Wiener Schuh hohe Säulen in Corinthisck-er Proportion, jedoch Mit Sapilälern, die dem Charakter des Gebäudes angemessen und eigens dazu entworfen worden sind. Diese Eolon- nad«, deren Zwischenraum Mit Fenstern nnd Doppelthüre» lg " pon vorzüglich rein bearbeitetem Eisen und feinem Glas« geschlossen sind, bildet die Vorderseite bei hinter denselben angebrachten architektonischen herrlichen Blume» sänkes. Zu beyden Seiten desselben sind die zwe» großen Pflan» zenhäufer, worin, wie im Blumensaale» die größten Exemplar« -ehe» können, und der Raum zu einer botanische» Sammlung vorhanden ist, wie ihn mir der wissenschaftlich« Gärtner wünschen kann. Alle Senstorrahmen und Thüren dieser Häuser sind an der äußeren Seite von Eisen. An d-yden Enden der Pstanzenhäuser sind Eon »er sa ti, ns» Salons. Ihr Verhältnis und ihre Dekoration ist rein ar« chireclonisch, und die Spiegel» welche in den Bögen der Ernster und Thüren gegen über angebracht sind, wiederhoh- lc» die Ansi-bten in den Garten, und verlängern die Durchsicht der ganzen Länge des Hauses von einem Ende zum anderen, was einen herrlichen Effect macht. Die einfachen, Ober edlen architektonischen Dekorationen, dann die Haupt- «nd einzelnen Proportionen sowohl im Inneren als Äußeren dieses Gebäudes erfreuen den Kenner, und qualificiren dieses Werk unter die ersten Merkwürdigkeiten Wiens. Dieses» lind die fämmttichen neuen, damit in unmittelbarer Verbindung stehenden Gebäude sind von dem k. k. Rathe Herrn Ludwig von Rem» (siehe Seite 274) entworfen, und unter unmittelbarer Leitung dieses Herrn RatheS ohne Bau- und Zimmermeister, lediglich durch die Mannschaft des vortrefflichen k. k. Pioniers-Eorps ausgeführt worden. Der Genuß deS HofgartenS und dieses merkwürdigen Gebäudes als Wintergarten ist für den Allerhöchsten Hof dadurch erleichtert» daß eS> durch einen unterirdischen, lichten, lüftigen und trockenen, auch beheitzten Gang und durch eine Stiege mit den Glashäusern auf der Terrasse verbunden ist, welch« zwischen der k. k. Burg und dem Pallaste Seiner Königlichen Hoheit deS Herzoges Altert zu Sachsen - Tesche» über dem Augustiner-Gange avgeregt sind, und unmittes- bar an die Allerhöchsten Wohn-Appartements und die Privat-Bibliothek (siehe Seile 8l) Seiner Majestät stoßen. ES kann daher dtp Allerhöchste Hof in die oberen Tcrraffe-Blas- häuser, von da in daS neue große GtaShaus, und eben so in den Hofgartcst, durch unmittelbare, »on niemand sonst betretene Eommunicationcn, und ohne der üblen Witterung ausgesetzt zu seyn, sich begeben. — Die älteren Glashäuser auf der Terrasse sind in verschiedene Temperaturen einge« theilt, und ihr botanischer Inhalt, vereiniget mit jenem des tuvor beschriebenen großen neuen Glashauses, bildet eine Sammlung, die unter die ansehnlichsten und merkwürdigsten» besonders an Pracht-Exemplaren, gehört, und über dieses fortan reichlich »on Seiner Maicstät vermehret und vervollkommnet wird. Ein großer Theil dieser Sammlung besteht aus Fettpflanzen (plante, gra,^,), dann in Cap- und Neu- holländischen Gewächsen. — Sowohl der Garten als die Glashäuser Seiner Majestät in der Stad« stehen unter der Wartung deS HosgärtnerS Antoine, der Seine Maicstät nach Frankreich und Italien begleiten durfte, um aus Sen dortigen öffentlichen und Prwat-Gärten die kaiserliche Sammlung in Wien zu vervollständigen. Unter dieser Menge der seltensten und schönsten Pflanzen aus allen Welttheilen leben viel« Ost- und Westindische Vögel, und zwar: der Mino-Grakek (6r,e>ula rvliz-io,,) aus Ost-Indien; der kleine schwarze Pirol (Orivlu, vlinvr) aus Brasilien; der goldköpftge Parkit (psitt-an, crolinen-i,) aus Nord-Amerika; der blaüköxßge Papagen (p. mansia-nu,) aus Brasilien; der große Hals- band-Parkit (l>. LIexsnsil-i) aus Afrika; der gelbstirnige Pakkit (k>. p«rt,n,x) aus Brasilien; der Bart- oder Iudcn-Par- kit (p. pon-livei-iallu,) aus Ost-Indien; der rothhaublge Kakadu (?. molnvven«!») aus Ost-Indien; der kleine rothe Ara (k>. äraernz,); der große rothe Ata (P Slacao); der blaue Ara (?. -kiar-un-); der Amazon, Papagcy (?. nerti- der goldplättiz« Parkit (?. aurie.plllu,); der grüne 444 Pari» (p. viriäi-simns), sämmtlich aus Brasilien; der gelehrige Halsband «Parkit (?. ckocilis) aus Afrika; de« große Lory-(?. granckir) aus Sst-2ndicn; der Königs-Trauervogel (Lmkerir, rsgi»); der Paradies-Trauervogel (L. pa- I»lii«e»), beyde aus Afrika; der weißköpsige (l.o»ia SI»j») und der Reiß - Kernbeißer (I,. O-i-ivor»), beyde «US Ost- Indien; der rothe Capjsche Kernbeißer (L>. Orx«), der Abyffinische Kernbeißer (l-, und der wilde Ca- uarien-Vogel (?lingiil» icteri»), alle drey aus Afrika; der punctirte Bengali oder GefelllchaftSvogel (k. Xmanäor») aut Ost-Indien; der graue Papagey (k>»itt»cue er^tliacur aut Afrika; der gelbhaubige Kakadu (k- -mlpln-reu-) aut Ost- Indien; der Maracana-Ara (k>. Illar»o»oi>) aus Brasilien; der Guiana- Parkit (?. gui-i>en,i,) aus Süd-Amerika; der Helm-Kakadu (?. g-leiiwr) aut Neu-Holland. Dan» auch einige Affen, und jwar: der Paras (8imi» lUiseu,') aus Afrika; der Wiefel- oder Eapuciner-Affe (8. oapucin») aus Brasilien und derMaimon (8.nemeetrli>») aus Afrika, gleichsam wie in ihrer Heimath, da sie die Pflenjen ihres Vaterlandes nicht »er- »niffen.—Eine »orjügliche Zierde des Hofgarteni ist auch die Statue Franj deS I., Römischen Kaisers, welche »ormahlS auf der Burg - Bastey in dem so genannten Paradies- oder Kaisergarten stand. Der Kaiser ist in Lebensgröße und in Spanischer Mantelkleidung zu Pferde aus weichem Metalle von B. Moll, einem Wiener Künstler, verfertiget. Der Nähme deS Künstlers ist auf der Pferdedecke eingegraben. Seine jetzt regierende Majestät haben diese Statue von der Familie des Künstlers, gegen eine derselben gnädigst bewilligte jährliche Leibrente, an sich gebracht, und bey Übersiedelung der Statue aus dem vormahligen ParadieS-Gärtchen von der Bastey hierher, dieselbe auf «in schönet Piedestal mit folgender Inschrift: üivi kroneieoi k. Lom. Imp. Lt-tuae Dieser gebar am h. Märj lS2l NachtS «in Junges. krancieou« I. p,u»t. Imp. stvi opti. SlaximI wemoriom X«- «eralis Kuno iooui» optaxit, ut in suorurn conrpeclll ve»n- z-vr esset. filOOLLXkX. Ein zweyter (Privat-) Gatten Seiner Majestät ist auf der Landstraße in der ^lngar - Gasse Nr. 34Y, der vermähltste gräflich Harrach'sche Garten, welcher auch unter dem Nahmen »Zucker-Raffinerie" bekannt war. Seine Majestät haben ihn gekauft, und in «inen ungebeuren Obstgarten «er» nrandelt, in welchem all« in dem Klima von Wien gedeihenden Obst-Serken gezogen werden. Den Reichthum dieser Sammlung mag man daraus beurtbcilcn, Last allein an bvo Rebcn-Sorren aus allen Gegenden der Monarchie durch Herrn Hofrath GSrög hier zusammen gebracht wurden. Auch tiefer Garten steht unter der Leitung d-S Hofgärtnerk.Antoine, der sich in einem eigenen Werke »über die Pfirsiche um die Cultur dieser kostbarsten unter allen Obstgattungen bey de» Pomosogen gewiß verdient gemacht hat. Dieser Obstgarten, vielleicht der größte in Europa, wird von den kvohlrhätigsten Folge» für die Monarchie, indem Pfropfenreiser von allen Sorten an die Freunde der Sbst- baumzucht abgegeben werden. Um das Nützliche jedoch auch hier mir dem Schönen zu verbinden, find an dem unteren Ende des Gartens einige Glashäuser angebracht, in' «eschen man viele seltene- vorzüglich Brasilianische Pflanze» ') Abbildungen ron si Pfirsich-Sorten na» der Natur. Fünfzig Blätter in 4. enthalten Zl Pfirsich-Sorten, nach der Natur, getreu mit Frucht, Fleisch. Holz, Blatt und Blume abgrbildet, in Kupfer gestochen- -uf schönem Holländer-Papiere gedruckt, und schön il- luminirt. Der Text ist Deutsch, Ungarisch, Jtaliänisch und Französisch. Da« Ganze kostet so st C. M. findet. Zerr Johann Antoine, Bruder der rnehrmahls erwähnten Hofgärtners, besorgt diese Gewächshäuser. Seiner Kaiserlichen Hoheit des Erzherzoges Earl ic. re. ic. Garten. Aus ver Landstraße Hauptstraße Nr. 2S4, an dem Pallaste des Erzherzoges. Er ist sowohl durch seine herrliche Lage und bedeutende Größe, (die Länge desselben beträgt an l(X>, die größte Breite an ba Klafter.) als auch durch seinen kostbare» botanischen Schatz ausgezeichnet. Eine höchst vollständige Sammlung von Ro- sen>Sortcn, die der Erzherzog mit großem Aufwand« aus England und den Niederlanden tcmmen ließ, eine ebenfalls beträchtliche Sammlung von Magnolien und die Pflanzung von Reben werden den Gartenfreund vorzüglich anfprechen. Die Art der Bewässerung des Gartens verdienet bemerkt zu werde». Durch eine ganz einfache Maschine, von einem Pferde, welches alle zwe» Stunden abgelöset wird, am Tage betrieben , wird bas Wasser aus einem Brunnen in den nahe daran gelegenen, von zahlreichen Goldfischen belebten Teich gepumpt, von welchem eS durch einen Abfall in einen Bach fließt, der den größten Theil des Gartens dnrchschlangelt, nnü durch schöne Brücken geziert ist. Die Grotte ist aus petrificirtem Schilfrohre (in Ungarns Morästen gesammelt) zierlich zusammen gesetzt. Zuni Bebufe der Aufbewahrung der »ielen Pflanzen aus warmen Ländern dienet das vom Hof- Architee.en Aman erbaute Gewächshaus, über dem Thell« des PallasteS, dessen Ka^ade in den Garten geht, ist Saturn« auf einem Kelsen fitzend, von z Genien umgebe»; eine schöne Gruppe. Die Inschrift heißt: Pompore progreckimur. Weiter unten steht dir Jahreszahl fllvLOl.XXXV. Xagarten (Der). In der Leopoldstadt auf der großes Donau-Insel. Er bildet ein fast regelmäßiges Viereck, nnd stoßt nördlich an den vorbey fließenden Donau «Arm. Er wurde schon unter Kaiser Ferdinand dem UI. angelegt, unter Leopold dem I. erweitert, unter Joseph dem I. v-rfchi, verr, und der große Saal von dem berühmten Pozzo gewählt. Kaiser Joseph dem U. aber war eS Vorbehalten, ihn in seiner jetzigen Gestalt bcrzusteüen, und er bestimmte ihn am L0. April! 1775 zu einem öffentliche« EegrhungSorte, »vie dieses auch die Inschrift über dem Haupuhorc: »Allen Mensche» gewidmeter Belustigungsort von ihrem Schätzer« hcweiset. Bey diesem Thore kommt man in den großen Hof» der mit einer vierfachen Allee besetzt ist, und an der Krönt« ein Gartengebäude hat, worin zwey große, schön decorirt» Säle, und einige Nebenzimmer sind. Am ersten May einest jeden Jahres und auch sonst manches Wahl werden hier musikalische Unterhaltungen gegeben. Der Garten leibst hat viele schattenreiche Gänge und angenehme Partien, aber weder Statuen, Grotten, Wasserkünste, noch andere Verzierungen. Übrigens gewährt die schöne Aussicht von der Terrasse an der Seite »er Brigitten-Aue, in welche man durch den Garten kommen kann, auf die nah« gelegenen Gebirgsgegenden, t- B nach dem Leopolds- und Kahlenberge, ein angcnekmet Vergnügen. Der damit verbundene, aber geschlossene Obstgarten enthalt «ine große Menge der edelsten Pfirsiche, Weintrauben re. > Bel»ed«r« (Im k. k ^ auf der Landstraße Rennweg- zasse Nr. 544 , Garten für die Österreichische Klora. — Dieser wurde auf Befehl Seiner Majestät des jetzigen Kaisers angelegt, und für alle jene Gewächse bestimmt, welche i« Kreyen auSdauern, damit die Gewächse der verschiedenen Provinzen, »orzüglich aber di« schweren Kamilien an Einem Orte beobachtet werden können. Herr vr. Hoff ') hat die Anlage derselben besorgt, zu diesem Behuf« verschiedene Reise« in den Österreichischen Provinjen gemacht, und dadurch »aS Ganze zur größtmöglichste» Vollkommenheit gebracht, so, daß schwerlich eine ähnliche Anstalt in Europa bestehen dürfte. Die Früchte von Host's Eifer für di« Wissenschaften, feines BeobachkunzSgcisteS und seiner Reisen stitd: Lz-nozisis plankorum in ^n-tris provinciisc^uv olljocontihn» aponte creenentinni, Vinclobonso I7Y7, welche 576 Geschlechter (2522 Gattungen) beschreibt, wovon im Garten selbst da» Meist« »es Beschriebenen vorhanden ist. — Dann: looneo e» tiner Menge auszemablier Kupfer. (Die Monographie der L»Iix, dann eine vollkommene klar» snotriooo werden das gelehrte Publicum baldigst erfreuen) Studierenden und Freunden der Botanik ist der Eintritt in den Garten gestattet. Belvedere (3m k. k.) Garten zum öffentlichen Vergnügen. Er ist ziemlich geräumig, bildet vom Hauptgebäude au» einen gelinden Abhang von 250 Schritt, und ist hier ganz ohne Bäume, um dem Pallaste die Aussicht nicht za benehmen, welche man über die Stadt und die Vorstädte Wiens genießt. Am Fuße dieses Abhanges ist er mit Alleen und Blumenbeeten geziert; auch die zur Zierde eine» Gar, tenS nöthigen Bassin» werden nicht vermißt. Die Abwechselung »er Partien ist nicht sehr groß; auch hat er wenig Schatten, wird aber von dem Publicum gerne besucht, wozu vorzüglich seine Nähe bei, der Stadt einladet. Recht» neben dem Hauptgebäude war vormahlS eine Menagerie, die nun in einen Spaziergang verwandelt ist. ') Siehe Schriftsteller Seite 24, Held (Die Herren Johann und Joseph) besitzen «n ihrem auf der Landstraße in der Siennweggasie liegenden Hause Nr. 474 -ine weillänfiige Baumschule und eine» vorzüg- lich mit Handelskräutern bepflanzten Garten. Josephs-Akademie (Der k. k. medicinisch-chirur, gische») botanischer Garten. In der Alfervorstadt Währinger- Gaffe Nr. 22l. — Dieser Garte», obgleich er nicht die best« Lage genießt, und an Raum ziemlich beschränkt ist, liefert doch für den Botaniker so manches Merkwürdige, und hauptsächlich scheint auf die Kultur der Österreichischen Flora ein besonderes Augenmerk gerichtet zu se»n, da sich wirklich eine groß« Anzahl Österreichischer Gebirgspflanzen und auch eine nicht unbeträchtlich« Sammlung von der so beliebten Alpen-Flor »orfindet. — Dieser Garten entspricht übrigens ganz dem Zwecke, die an der Akademie studierenden Ärzte Nicht allein mit den auf vaterländischem Boden wildwachsenden Arzeneygewächsen und Giftpflanzen, sondern auch mit den diätetischen, ökonomischen und technischen Pflanzen bekannt zu machen. Rebstdem enthält das Treibhaus so manche schöne exotische Gewächs-, welche allerdings bemerkt zu werden verdiene«, und den genauen Beobachter für feine Kxcursion schadlos halten. In dem wohlgeordnete» so genannten Samenzimmer ist ein Katalog vorhanden, welcher all« im botanischen Garten cultivirten Pflanzen, deren Anzahl sich auf 2L0l> Species beläuft, enthält. Die Besichtigung dieses Gartens wird Freunden un» Studierenden der Botanik nicht verweigert. Leihend ey (Des Herrn Joseph von) Garten, bei) der k. k. Gtückgießerey auf der Wieden Nr. lsi 7 , ist vorzüglich darum bcmerkenswerth, weil sich in demselben «in« in- « teressanle Rosensammlung und eine artige Sammlung von Bellargonicn befindet, nebst einer nicht unbedeutenden Menge anderer Zierpflanzen. Liechtenstein (Des Herrn Fürsten Johann von) Garte». 2» der Roffau Nr. iro. — Dieser Garten ist durch die Gnade deS Herrn Fürsten dem Publicum geöffnet, und gewiß sehr einladend ist die oberhalb »cS HauptkhoreS bey dem Eingänge in den Garten angebrachte Inschrift: Der IVatur nn«s ihren Verehrern. DIDLLOXIV. Der Garten (eine fo genannt« Englische Anlage) ist nicht sehr weitläufttg, aber mit schönen Buschwerken, Alleen, mancherley exotischen Pflanzen, angenehmen Rasenplätzen und einer Grotte geziert. Der durch einen Theii des Gartens fließende, mit einer schönen einfachen Brücke »ersehene Bach bildet eine kleine Insel, auf welcher die in der Nähe derselben durch ihre blendende Weiß« gleich auffallenden Schwäne ihr Schutzhau» und ihre» Ruheort finden. Zu Ende des Gartens ist das von Martinelli erbaute Gartengebäude, dessen Zimmer mit Gc- mählden verschiedener Meister verziert sind. RafumsffSky (DeS Herrn Fürsten Andreas von) Garten. Auf der Landstraße Nr. 78. — Dieser Garten ist sowohl in Hinsicht auf die Menge, als auf die Seltenheit der Gewächse einer der vorzüglichsten Gärten Wiens, nicht bloß daß er vortreffliche Glashäuser und «ne höchst angenehme Lage besitzt, so ist auch seine Anlage mit seltenem Geschmack« gedacht. — Schöpfer dieses Gartens war der rühmlich bekannte Gartenkünstler Herr Rosenihal, dem Wien und seine Umgebungen manchen schönen Garten, und manch« alte Gärten Wien» mehrere neu« Pflanzenarten verdanken. 4SI Stitter-Akademie (Oer k. k. Theresianischen) botanischer Garten. Auf der Wiede» Nr. I5b.—Er stehet unter der leitenden Pflege des Professors der Botanik, Forst- und Gartenkunde, Herrn Franz Schmid. Dieser Garten, in der Mitte von einer mit Zwergbäumen und Pflanzen besetzten Brust- »vehre durchschnitten, bestehet aus einer doprcltenLbthcilung, jede mit einem wafferhäitigen Springbrunnen geziert. Ein hinreichendes ÜberwintcrungshauS sammt dem Zimmer für den Sbcrgesellen bewährt die Sorgfalt, das Gepflogen« oder Erzeugte unbeschädiget zu erhalten und fortzupflauzen. Unter den mannigfaltigen Gewächsen spreche» den Freund derLand- wirthfchaft besonders an: die in- und ausländischen Spiel, arten oder Gattungen von Futterkräutern und vetreidepflan- zen, die man hier alle mit ihren eigenen Nahmen auf Blechtafeln um so zweckmäßiger beysammen trifft, da ihre Nennt- niß dem künftigen Gutsbesitzer und Lurch ihn dem Staat« die wichtigste Nutznießung zusichert. Zum Schluffe glaubt man noch anführen zu mfiffen, daß in dem große» Garten des k. k. Theresianums ein dickstämmiger Acaeien-Baum steht, dem gelehrte Forscher der vaterländischen Baumzucht das Zeugnis, geben, daß er der älteste in üsterreich sey. Nupprecht (Des Herrn Johann Baptist) Garte» zu Gumxendorf Nr. L4 ist für de» Liebhaber von Blumen Und exotischen Gewächsen in jeder Hinsicht sehr merkwürdig. Bey dem Herrn Besitzer erhält man ein wohlgeordnetes Tausch- »erzeichniß seiner Blumen- und Gewächssamen. Schwarzenberg (DeS Herrn Fürsten Joseph zttz Garten außer dem Kärnthner-Thore auf der Landstraße Renn, weg Nr. S4ü. — I» diesem Garten findet man vom Anfall« ge des Frühlinges bis in den späteste» Herbst die schönsten «lumen, worunter meistens auch solche sind, die, nebst d«m. 452 -atz sie d«S Auge ergehen, die Luft mit ihren Wohlgerüche» «md balsamischen Düften erfüllen. Die auserlesene Aurikel- Flor, Gruppirunge» von Hyazinthen und Tulpen, diese lieblichen Kinder der Flora, zeigen die verschwenderische Farbenpracht der Natur. Die große Sammlung exotischer Baume und Sträuche unterhält den Kenner bey jeder Gruppirung, wo er feinen Spaziergang nimmt. Die bedeutende Orangerie, wovon sehr große, schöne Exemplare vorhanden sind, Versetzt unsere Gedanken in das Land, wo die Citronen blühen. Nicht minder anziehend sind die reihenweise auf Stellagen gestellten so genannten kalten GlaShauSpffanzen, welche dem Liebhaber und Kenner zur Unterhaltung und Belehrung dienen. 2>n Granathause reifen alle Iqhre Früchte, und daS hohe Alter der Feigenbäume, welche im Feigenhause ihre Unterkunft fanden, ist aus der Größe der Bäume zu erkennen. Eine kleine Baumschule von den vorzüglichsten Baumen und Sträuchen ist zur zweckmäßigen Fortpflanzung sehr gut angelegt. Unter einem Prunns gfaiealep von vorzüglicher Größe und Schönheit» der für sich allein schon eine Gruppe bildet, sind viele EanapehS angebracht, auf welchen das Publicum sich an den Wohlgerüchcn dieses BaumeS erquickst. Da Seine Durchlaucht der rcgicronde Fürst des Hauses Schwarzenberg diesen Prachtgarten, wie ihn das Publicum zu nennen pflegt, zum allgemeinen Vergnügen bestimmt hat, so ist daher auch der Garten täglich mit Menschen aus den gebildeten Ständen angefüllt. — Der fürstliche Hofgärtner F. Piper gibt sich alle Mühe, jedem Gartenfreunde de» Besuch so angenehm als möglich zu machen. Der ersterwähnte Gärtner hat Seiner Durchlaucht, dem hochstieligen Fürsten Carl zu Schwarzenberg, k. k. Feldmarschalle, ein lebendes Monument gesetzt, und zwar au» solchen Bäunren, welche Sie Anfangsbuchstaben des erhabenen Rahmens bezeichnen. In dem ökonomischen Garten sind Ananas-, dann ander« Glashäuser, worin Treibereyen «on Zwetschken, Mirabellen, 4SZ Pfirsichen, Trauben und Erdbeeren sich befinden; dann Treibe re»en von Melonen ic., von welchen Früchten man eben sowohl um billige Preise, in so lern dieselben nicht alle zum fürstlichen Gebrauche nöthig sind, «IS auch von exotischen Pflanzen haben kann. Schönbrunn (Botanischer Garten in). Obgleich eh außer dem Plane meines Werkes liegt, die Natur- und Kunstschätze ') außer den Linien Wiens (bis auf einige wenig« Ausnahmen, Seite Z 12 und in der Anmerkung bei, Savoyl- schem Damen-Stifte weiter unten bei, Gebäuden) anzu» führen: so konnte ich doch nicht umhin, den erwähnten Garten mit aufzilnchmen; einmahl, weil Schönbrunn sehr nahe bey der Kaiferstadt, und für jeden Fremde» ein sehr angenehmer Spaziergang dahin ist; für'S zweyte, weil für de» Liebhaber der Pflanzenkunde und für Len Naturforscher dieses einer der Hauptorte in Österreich.ist, um feine Kenntnisse zu vermehren. Obgleich sich, wie ich weiter unten S. 45y angeführt habe, die Gründung der botanischen Gärten in keilt hohes Alter zurück führen läßt, da auch dieser Garten durch den Römischen Kaiser Franz den l. erst im Jahre I7SZ gegründet wurde: so hat er doch durch die Vorliebe dcS erwähnten Monarchen, vorzüglich aber durch Joseph den II,, diesen warmen Freund der Wissenschaften, und durch Seine »etzt regierende Majestät, Franz den I., diesen «HStigen Beförderer der Garten-Cultur, eine solche Wichtigkeit, daß dai allgemeine Urtheil des AuS- und Inlandes ihn als einen der schönsten in Europa erkennt. Bcyde Monarchen scheuetcn aber auch keine Kosten, ihn zu diesem Range zu erheben. ') Denn diese werden, falls mich die günstige Aufnahme dieses Werkes im Publicum dazu geeignet findet, nächstens »on mir erscheine». 454 Der erste Gärtner war Hadrian Steckhoven; dieser hatte den Richard van der Schot zum Nachfolger, welcher Jacquin (den Vater) im Jahre irzs nach den Amerikanischen Inseln und auf das feste Land begleitete. Herr von Jacquin brachte bey seiner Rückkehr im Jahre 17SY eine grosse Menge Pflanzen mit, wodurch der Garten bereichert wurde. Kaiser Joseph der II. schickte ebenfalls Gelehrte und Gärtner nach Afrika und Amerika, um die seltenste» Pflanzen für Schönr brunn zu sammeln. Unter Anderen liest er Herrn Kranz BooS ') und Herrn Bredcmeyer (von 17S2—SL) nach Nord- Amerika und den Bahama-Inseln; 17SS-SS »ach Afrika» nach demSap, Isis cks krauce und Bourbon reife», aus welcher letzteren Reise ihn Herr Scholl begleitete, der daselbst 14 Jahr« blieb. Was diese Reisen nützten, zeigt di« Menge und di« schöne Vegetation der Pflanzen, die er enthält, und die den Pfleger derselben (Herrn BooS, dem seit feiner Zurückkunft-von dem Cap die Direktion auvertraut ist)/ In den Rang derjenigen setze», denen eS vorzüglich gelungen ist, ausländische Gewächse in unserem Kijma zu ziehen. Wollte man Beyspiele von dem schönen Triebe einiger Pflanzen anführen, so könnte man folgende nennen: 6»rolin» insignis, Soer eaoeliarinuin, Ilamlms arnncio, I,aÜLQitera ehineneis, Llramaerope eioelea, ssnoc» clrscoiiie, piioen^x ckaetililera, vracaeii» clraoo, Dlegnolia, l.rurue esrnzüa- r», tlaokia, Dl-Ipig!»!» ete. — Der letzt regierende Monarch nahm auch die Hofgärtner Antoine und BooS auf seinen Reifen iü Frankreich, Italien ic. mit, welch« manches Herrliche sammelten; auch vermehrte er die Treibhäuser ") von vier bis auf »ierzehn, welche in drey Abtheilu»- ') Siehe Schriftsteller Seit« tz. ") Worunter die geräumigsten »4 bis 2ZS Schuh lang, ic» bis 2ü Schuh breit, und 14 tiS 2L Schuh hoch sind. 4LZ gen gesondert sind: t) in kalte, wo die Gewächse bloß gegen die rauhe äußere Luft geschützt werden; 2 ) i» t cm verirre, welche Abthcilung lauter Sap - Pflanzen enthält; L) in warme, wo di« Pflanzen der heißen Zone sieben. 2» mehreren dieser Gewächshäuser trifft man auch schön« und seltene Vögel aus fremden Ländern, welche die kalt« Luft nicht vertragen können, und hier die Gewächse ihrer Hcimath bewohnen. Neben den Gewächshäusern ist eine Anlage für die ausländischen Pflanze», die in freyer Luft fort- kommen, und an welche ebenso, wie an die freistehenden inländischen Pflanzen, Täfelchen befestiget sind, die den systematischen Nahmen der Gewächse anzeigen. Für die Wasserpflanzen ist ein eigenes Bassin vorhanden. Außer dem sind hier noch mehrere Bassins zur Bewässerung der Pflanzen, und in denselben viele Goldkarpfen. Als vorzügliche Zierden dieses Gartens stehen hier: 1 ) Die Büste Kaiser Franz des I-, des Gründers, vor dem großen Treibhause auf dem Platze, wo er sich am öftesten aufzuhaltcn pflegte; sie ist von Balthasar Moll aus Bronze verfertiget und gut getroffen. Die auf dem steinernen Piedcstale ruhenden Adler sind ebenfalls Bronze, und halten die Reichs-Insignien. Die Inschrift b«-; sieht sich auf die Gründung des Gartens. 2 ) DaS Modell des auf dem Josephs-Platze ausgestellten Monumentes, zehn Jahre früher verfertiget, ebenfalls aus Bronze, von Zauner. Vorzügliche Werke über diesen Garten sind: klantarnni ieones Viennao I7Y7, von Jacquin, in 4 Folio-Bänden; — Schönbrunns botanischer Rcichthum, ein nützliches Taschenbuch für Alle, welche diesen merkwürdigen Garten besuchen und schätzen, von Franz Boos, Wien bey Teistinger; und Flora von Schönbrunn, von Joseph Boos (gibt dir systematische Beschreibung aller in diesem Garten befindlichen Gewächse); ebenfalls bey Geistinzer. — In der Wiener Moden- Acituvg (siehe Seite bv) erscheint regelmäßig ein Verzeichnis «;6 der in den Gewächshäusern Schönbriinns blühenden Merkwürdigen Pflanzen. Schönbrunn (Botanische Anlage zum Selbstuntcr- »ichke in der GewächSkunde oder zur Elementar - Kenntnig dieser Wissenschaft), ganz nahe am Schloßgebäude. Diese Anlage besteht aus 2» Beeten oder Abteilungen, deren jede eine der 24 Elasten des Linnöischcn Systemes enthalten. Jede dieser Elasten zerfällt in ihre Ordnungen, und jede Ordnung umfaßt wieder eine oder mehrere Pflanzen aus de» Unterabteilungen der Ordnungen. Wer sich dem Studium der Pflanzenkunde widme» will, kann sich durch diese an- schauliche und leicht faßliche Methode leicht selbst praktisch unterrichten. Die Aufsicht, unter der Oberleitung des Direktors H. Boos, hat Herr Franz Bredcmaycr. Schönbrunn (Sammlung österreichischer Alpenpflanzen Seiner Kaiserlichen Hoheit des Erzherzoges Johann ). Seine Majestät räumten Ihrem Durchlauchtigsten Bruder, diesem Freunde und Beförderer alles Guten, vorzüglich der nakurhistorischen Wissenschaften, mit Vergnügen zu dieser Anlage einen Theil des Schönbrunner Gartens ein, der zwischen dem Gloriette und dem großen und kleinen Fafangar- ten liegt. Hier brachte der Erzherzog größten TheilS selbst eins Sammlung inländischer Gewächse, für die Heilkunde, Landwirtschaft und Farberey anwendbar, zusammen. Einen anderen sprechenden Beweis von den Kenntnissen der Erzherzoge in diesem Fache gibt die Pflanzung von rohen oder ursprünglich wild gewachsenen Übstbäumen, die bloß durch eigenhändige Pfropfungen der Erzherzoge veredelt wurden. Das erfreulichste Aeugniß der Vorliebe deS Erzherzoges Johann für die Naturschätze der Alpen - Länder aber ist dis Sammlung crbländischer Alpen-Pflanze» in diesem Bezirke, wozu eine geräumige Felsengrubc besonders eingerichtet wurde. Don dem Jnnipernü I^iana, welcher an dem Rande dieser Selsen wächst, wußte man gar nicht, dag er in den Oster- reichischen Staaten verbanden sey, bis ihn der scharfsichtige Pflanzenkenner zuerst im Jahre l»or auf ben Sontschinee Alpen in Steyermark entdeckte. Für einige Alpen-Pflanzen ist eine Art von Alpcnhütte erbauet. Die Gewächse wurde» zuerst in den Jahren isor und lsor auf dem Schneeberg« und auf anderen österreichischen und Stcyrischen Gebirge» von dem Erzherzoge Johann gesammelt. Im Jahre »SV3 begleiteten ihn auch seine Brüder die Erzherzoge Anton und Rainer, in die Alpen ober - Steyermarks. I» den Jahren 1So4 und IS05 wurde durch die Fortsetzung der botanischen Reifen der Erzherzoge diese Alpen-Flor SchönbrunnS sehr- rer»,ehrt. — Bey Liefen botanischen Anstalten ist auch ei» chemisches Laboratorium, das sehr gut eingerichtet ist. Die Aufsicht über Liese botanischen Anlagen der Erzherzoge hat Herr Bredemayer. Auster dem botanischen Garten sind auch die Oran- g e r i e, «IS ein vorzügliches Werk der Gartenkunst» und die Menagerie hier an ihrem Platze. — Er» stere bestehet aus einem hundert Klafter langen, hohen, durchaus gewölbte» Hauptgebäude» an welches sich ein halbzirkelförmltzes anschließt, das obstzimmer und Cebral-Haus genannt. Bor der Orangerie sind sechs andere Glashäuser, deren zwey für den Bau der Ananas, zwey für Pfirsiche, und zwey für Weintrauben bestimmt sind. Diesem Gebäude gegen über, welches an der große» Allee liegt, die von Schönbrunn nach Meidling führt, ist eine ebenfalls geschloffene Abtheilung, welche «in Ananas-, «in Pisang-, ei» Blumenhaus, eine kleine Orangerie, dann Treibhäuser für Pflaumen, Mirabellen ,e. enthält. Bor der Orangerie ist ein freyer Platz, wo in der warme» Jahreszeit die Orangerie- Gewächse den wohlthätigen Sonnenstrahlen ausgcfetzt wer-c den, und durch ihre wohlriechenden Düfte den im Garte» Lustwandelnden erquicken. 20 45« Was man auch immer gegen die Haltung von Gär!«», wo solche Thiere aufbewahrcl werden, die keinen wesentlichen Nutzen »erschaffen, ja große Auslagen verursachen, einwenden mag: so ist gewiß eine Menagerie, wie die ju Schön- drunn, welche mit der größtmöglichsten Wirthschaft betrieben wird, und als die einzige in diesem großen Kaiserreiche besteht, kein Überfluß, wenn man bedenkt, welchen Nutzen sie erstens dem Naturforscher gewährt, und daß sie zwcytenS vielen Tausenden Einheimischer und Fremder wovon eine große Zahl bloß wegen der Besichtigung der fremden Thte- re nach Schönbrunn pilgert, Vergnügen machet. Die Menagerie wurde unter Franz dem I. im Jahre 175L hier angelegt, und seit dem vom Hofe stets unterhalten. Sie zeichnet sich durch ihre jweSmäßige innere und äußere Bauart auS; denn sie ist im Kreise um eine» achteckigen Garten- Salon angelegt, auS dessen Fenstern man in die dreyzehn Hauptabtheilungen sehen kann. Hier ergeht« sich die Kai- serinn Maria Theresia öfters in Betrachtung dieser fremden Thierschöpfung. Zwischen dem Salon, welcher mit Abbildungen verschiedener Thiere geziert ist, und den erwähnten Abthcilungen ist ein geräumiger Platz. Außer der Menagerie sind auch »och der große Fafan- gartcn auf dem Berge hinter dem Gloriette, und der kleine, an einem Theile des so genannten Schönbrunner BcrgeS, bemerkenswert« , i» welchen sich prächtige Gold- und Silberfasane befinden. Die Menagerie steht, wie alle k. k. Hofgärten, unter der einsichtsvollen Direktion dcS k. k. RalheS, Herrn Franz Boos, dessen ich im Vorhergehenden öfters zu erwähnen Gelegenheit hatte. ES ist gewiß interessant, zu sehen, wie um die Behältnisse dieser Thiere Hunderte stehen, vorzüglich bei) di» Elephanten ünb Bären, welche letzteren durch ihre Dlumx heit «ft die hachlust errc-gcn. 454 Thierarzeney-JnstituteS (Des k. k.) Garte«. Auf der Landstraße i» LerRabengasse Nr. 406. — Er enthält die zur Thierheilkunde nöthigen, in unserem Klima im Freuen forlkommendc» und eine große Anzahl ökonomischer Pflanzen, wie dieselben in Emanuel Deith'S Werke (Beschreibung der in Österreich wachsenden Arzeneygewächse und ökonomischen Pflanzen. 4.) beschrieben sind. Er ist vorzüglich zum Gebrauche der Hörer der Vorlesungen an diesem Jnstiiute gewidmet. Universität Garten (botanischer) der. Auf der Landstraße Rennwcggasse Nr. 544. — Die Gründung der botanischen Gärten Wiens geschah erst in der neueren Zeit, und zwar unter der Negierung der Kaiserin,! Maria Theresia, welche auf Anrathen des großen Arztes van Swleten tey Ge» legenheit der Reformation der medicinifchen Studien tm Jahre 17ZH einen großen Garten auf der Landstraße kaufte, und ihn zum Behuf« der Lehre von der Kräuterkunde Herstellen ließ. Ein Franzose, Nahmen» Robert kaugicr (aus Nan- ey) wurde der erste Direktor desselben, und gab auch den ersten botanischen Unterricht. Lauzier kam aber bald alS Professor nach Modena. Der erste Gärtner war Numnet. ES bestanden damahlS nur zwei, Gewächshäuser, und eS wurde kaum der halbe Garten der Botanik gewidmet. Im Jahre 1770 übernahm ihn Nikol. Jos. Jacquin. Unter diesem Vorsteher wurde das dritte Gewächshaus aufgeführt, die noch fast ganz mangelnde Sammlung exotischer und einheimischer Bäume durch Anlegung der großen Alleen und der oberen BoSquete bergestcllt, und die Abtheilung für officinelle Pflanzen angelegt. Dieser große Botaniker war er auch, der diesem Garten und dem von Schönbrunn den verdienten Ruf verschaffte; denn er brachte nicht nur die Sammlung von Pflanzen zur möglichsten Vollkommenheit, sondern er machte 20 ' durch seine vortrefflichen Werke') mildemNeichthume bekannt, welcher in diesen Gärten enthalten ist. Nachdem er ry Jahre lang umerrichtel hatte, «rat er im Jahre ,7Y7 die Professur an feinen Sohn ab, der ihm in Betreff der Talente und Be- scheidenheit nachgefolgt ist, und durch seine Neife» in England, Frankreich, Italien und Deutschland sich eben so, alS durch seine Schriften ") rühmlich bekannt gemacht hat. Seitdem wurden di« Gewächshäuser beträchtlich vergrößert, der Platz für die im Frcyen fortkommenden Pflanzen möglichst erweitert, und die Sammlung von Bäumen und Sträuchen durch Anlegung der Parterre'L und der Weidenarten bedeutend vermehrt. Die Beherrscher von Äfterreich, stet» gewohnt, wahre Verdienste zu belohnen, haben dem Vater den St. Stephans - Orden und Freyherrnstand, »nd dem Sohn« den ReqierungSrathi-Titel verliehen. Der Garten faßt bey- läufig zwey Joch, hat eine regelmäßige Anlage, und besteht erstens aus sechs großen, für die pcrennirenden und jährigen Pflanzen bestimmten Feldern, die zusammen in viele Betten abgetheilt sind, wovon ein jede« rb Pflanzen faßt. Die jährigen Pflanzen sind von den perennirenden abgesondert, jede Abtheilung für sich nach dem Linneischen Systeme geordnet, und mir Täfelchen »ersehen, worauf die Nahmen der Pflanzen gewählt sind. In den zwe» zwischen diesen Feldern liegenden Bassins befinden sich die Wasserpflanzen, und in den nebenher laufenden Alleen die Weiden. ZweytenS ist in der große», mittleren und der am westlichen Nande befindlichen ') klortns Vinclobonon-io, z vvl.;— klar» »nstrix:», 5 vol. z — IHnurnerstio plsntsimm sgri VinclotzonaLsis j drnnoeneis, 4 voi. (wobey auch fein Sohn mitarteitet«) ") Anleitung zur Pflanzenkennlniß. Wie» >i>00; Lelvg»« plantorung etc. / Alle«, dann auf den jwey Parterre'-QuarreS beym EingaN« ge, und in dem großen BoSquet eine Sammlung von mehr als 500 Arten von Bäumen und Sträuchen, wovon die in der große» Allee auch nebst den Lateinischen Nahmen mit den Deutschen bezeichnet sind. Auf dem officinellen Platze» der aus vier Feldern, einer dazwischen liegenden Allee und aus einem Bassin besteht, stehen über 200 officinelle Pflan- »cn mit den Lateinischen und Deutschen Apotheker-Nahmen, dann den systematischen Nahmen bezeichnet. — Hieraus fleht man, daß dieser Garten unter der glorreichen Negierung dei fetzigen Monarchen so erweitert wurde '), daß nichts fehlet, wai in Betreff des Unterrichtes nöthig ist. Er ist daher der einzig« Garten in Österreich, wo man regelmäßig alle Theile der Botanik erlernen kann. — Für die auf der Universität studierenden Jünglinge werden die Vorlesungen über die Pflanzenkunde im Garten selbst, oder bcy übler Witterung im.Gartensaale ") gehalten, also die Botanik auch gleich »ractisch betrieben. Er ist auch jedem Freunde der Botanik re. offen. Außer den hier angeführten, in welche auch bry mehreren kein allgemeiner Eintritt Statt findet, haben die Vorstädte Wiens noch eine große Menge schöner Gärten, deren ') Hierher soll das Seite zzg erwähnte Gemählde zu Ehren JacquinS zu stehen kommen; doch sind die Meinungen noch getbeilt, und Mehrere glauben, wie ich auf der erwähnte» Seite angeführt habe, daß eS in dem großen UniversitätS-Saale wird ausgestellt werden, ") Erst im verflossenen Jahre wurde er durch die Gnade Seiner setzt regierenden Majestät. Allcrhöchstwclche der Universität die an den Garten stoßenden, ehemahlS zum Belvedere gehörigen Äcker fchenkten, um ein Bedeutendes vergrößert. Besitzer vorzüglich hohe StandeSpersonen sind, j. B. auf der Landstraße: GrafSzecheny Nr. 2Z7; Fürst Lobkowitz Nr. Z47 ; Graf Carl Palffy Nr. 40«; Graf Chorinsky Nr. 4l2; die Erzherzoginn Bearrix Nr. 4lZ und 44Z; Fürst Metternich Nr. 47Z; Graf Dietrichstein Nr. 474; — zu Mariahilf: Fürst Esterhazy Nr. 40; — in der Josepbstadt: Fürst Aucrsberz Nr. l (bierbey auch ein schöner Wintergarten); —in der Al» servorstadt: Graf Schöndorn Nr. 6v; Fürst Liechtenstein Ne. ,26; Sürst Dietrichstein Nr. 272; — in der Althann- Vorstadt: Johann Edler von Pouthon Nr. i ic. re. Ein sehr schöner Garten mit einem in prächtigem Style «ufgeführten Gebäude ist auch der des Herrn Eonrad Rosenthal auf der Landstraße Nr. isz; so ist auch bey Nr. t7l in eben dieser Vorstadt ein schöner Garten. 0 « Gebäude (sehenswürdige) und Pallaste > n älterem und neuem Vaugeschmacke. Wibrecht (Des Herzoges) zu Sachsen-Tefchen Pallast. Auf der Augustiner Bastey Nr. ltdo. — Er wurde in den Jahren i«0l—4 so hergestellt, wie er fetzt ist, und zeichnet sich in «der Hinsicht vor allen Pallüsten Wiens aus. Auersberg (Des Fürsten Carl von) Pallast. In der Josephstadt an dem Glacis Nr. l. — Mit einem schönen Garten. Ba »c o» G eb L n de (k. k.). In der Singerstraße Nr. ss6. Von Maria Theresia erbauet. Jetzt ist daselbst di« k. k. privil. National-Bank, deren Gebäude in der »orderen Schenkenstraffc Nr. 24, unter der Leitung des Architekten Herrn Moreau auf'S prächtigste wird hergestcllt werde». Batthiany (De» Fürsten) Pallast In der Hcrrngaffe Nr. 5g. Beatrix (Der Erzherzogin») Pallast. 2» der Her»n«^ gaffe Nr. 27. B e a t r i x (Der Erzherzogin,!) Pallast. Auf der Land- straffe in der Nabengaffe Nr. 4t2.. Belvedere (k. k. Lustschloß). Auf der Landstraße Nennweggaffe Nr. 544. Mit einem öffentlichen Garten (stehe Seite 447) E« wird in das obere und untere eingetheilt. 2 m oberen ist die k. k. Gemähldesa,»n>,una (stehe Seite 504); im unteren die k. k. Ambraser Samminng (siehe Seite lSS). Von dem oberen, welches da» Hauptgebäude (ein längliche- Viereck, mit einer prächtigen Fronte) ist, und ganz frey steht, hat man die herrlichste Aussicht über ganz Wien.s DaS untere Belvedere ist von minder prächtiger Bauart, alS das obere. Bibliothek (k. k. Hof«), siche da» nachfolgend« Burg. Burg (Die k. k.). 2n der Stadt Nr. l. Die sowohl in Hinsicht ihres AlterthumeS, alS auch der hohen Personen, die sie von je her bewohnten und noch bewohnen, sehr merkwürdige, aus mehrere» Gebäuden, welche zu verschiedenen Zeiten aukgesührt wurden, bestehende Residenz de» Österreichischen Kaiserhauses. Die inneren vier Hauplseiten der Burg bilden «inen regelmäkigen ansehnlichen Platz, b4 Klafter in der Läng« und 25 in der Breilc. Aus diesem Platze hat gewöhnlich t Eompagnie Grenadiere, welche mit fliegender Fahn» und klingendem Spiele hier aufzieht, täglich die Wache. — DaS Gebäude an der Lstseite ist der älteste Lheil der Burg, und war, wie man noch zum Theile sehen kann, mit eincin Graben umfangen und mit einer Zugbrücke »ersehen. Da« 4b4 von Herzog Leopold dem III. erbaute Gebäude brannte im Jahre 1275 ab; Lttokar der ll. ting es l27b »u erbauen an, kam aber «277 um; Albert der l., Kaiser Rudolphs des I. Sohn, setzte jedoch Len Bau fort, und endigte ihn gegen Ausgang des dreyzehnten Jahrhundertes. Kaiser Fridrich der kV hat die Burg im Jahre l44L ausgcbeffcrt, Ferdinand der l. hat sie tSZü gegen dene^ohlmarkt erweitert, und 1552 gang erneuert, wie die über dem Thor« stehende Inschrift lehret. Sie harte auch vor Zeiten 4 Thürme, von wel- chcn aber der erste (bey der Hof-Capelle) den tb. Julius r> i -4 abbrannte; der zweyte (gegen das Burgthor) 1755 abgetragen; der dritte (nächst der Reitschule) 175b weggeris- sen; der vierte endlich (gegen di-R-ichSkanzelley) »ermuth- lich schon Lurch s--di„ands Erweiterung weggebrochen wurde. Die Kaiserin» Maria Theresia hat manch« Berschöiterun- gen und Bequemlichkeiten machen lassen, z. B. die so genannte Botschafter- und fliegende Stiege von schöner Bauart. Im gewöhnlichen Sprachgebrauchs nennt man dieses Gebäude den Schweizer-Hof (weil ehemahli die Schweizer Garde, welche nun durch di« Trabanten-Leib«Garde ersetzt ist, ihren Posten hatte); auch manches Mahl die alt« Burg. — Dieser gegen über, gegen Westen, lieg« der Amalien-Hof, so genannt, weil Kaiser Josephs de» I. Witwe Amalia von t7t l bis an ihren Tod hier residirte. Dieses Gebäude ist wahrscheinlich zu Ende des sechzehnten Jahrhunderte» angelegt worden; den» KischerSbcrz meldet in feinem Verichtbuche, dag die kaiserliche Burg issy erbauet, tblü» und iboz aber erneuert worden fey, welches wohl von diesem Gebäude verstanden werden must, weil die oben angeführte alte Burg schon 1552 ganz erneuert war. Maria Theresia hat sie im Jahre l?btz »on innen erneuern und die Zimmer prächtig einrichten lassen. Sie steht jetzt meistens leer, und wird hohen Fremden, wie dieses im jetzigen Jahrhunderte öfter Der Fall war, als Wchnung angewiesen. — 4b; Den großen Flügel an der Südseite des Burgplatzei, worin die Hauptwache ist, vor welcher jwc» Kanonen stehen, bat Kaiser Leopold der I. ini Jahre tbbl» ju bauen angefangen. In» Jahre ibbs brannte sie bis aus das unterste Stockwerk ab, war aber ib70 schon ganz wieder hcrzestellt. Maria Theresia hat auch hier Vieles von innen verschönern, die Feilster erhöhen, all« Gemacher erneuern und Treppen anlegcn lassen. In diesem Theile sind die größten Säle, nähmlich der Spiegels«»!, der Rittersaal ic. > welche zu verschiedenen Hoffeyerlichkeiten, z. B- zu Belehnungen, OrdenSfesten, großen Tafeln u. s. w. gebraucht werden Im Jahre lkvs wurde an diesen Tbeil der Burg ein gegen die Bastcy vorspringender Flügel gebauet, wodurch der so genannte Rittersaal um ein Beträchtliches vergrößert war». Durch dieses Gebäude! gehen drey Thor«; jwey für Fußgänger, und eine» (das mittlere), wodurch gefahren werden darf, welches aber einer Erweiterung bedürfte. — An der Nordseite der alten Burg liegt das k. k. Theater, welches 174l nach einem vom Actcur Weißkcrn entworfenen Plane erbauet, 174Z durch den Schauspiel «Jmprcssar Setter erweitert; t75l von Baron Lopresti abermahl vergrößert, und l7ßO durch den k. k. Hof-Theater-Director Grafen Duraz- i» mit einem Fronten geziert, auch von innen erneuert wurde. — Nächst dem Theater ist di« große prächtige Reitschule. Sie wurde von Kaiser Earl dem VI. nach den» Plane des Hofbau ueisters Fischer von Erlach erbauet. Sie ist unstreitig eines der schönsten Werke dieses berühmten Baumeisters, und man hält sie für die schönste in Europa. Sie Macht ein großes längliches Viereck, und hat zwei» von 46 steinerne» Säulen unterstützte Gallerien. Ln dem einen Ende ist -in Schauärker (Loge), und d-selbstM Kaiser Earl der VI. zu Pferde abgebildet. Der Dachstuhl dieses Gebäudes wir» nebst der davon ohne Stütze abhängendcn großen und breiten Gypsdecke, als ein Meisterstück der gimmcrkunst betra-h- 20 " ------ qHH tei. I« diesem Gebäude wurden mehrere große Fcyerlichkei- .ten gehalten, worunter, das Fest am ir. Jänner 1744 und »ie Bälle während deS Wiener Eongreffes, auch die durch die Gesellschaft der Musikfreunde anfgeführten Musiken vorzüglich gehöre». In dieser Reitschule vstege» täglich Vormittags Ska»deSs>ersoncn zu reiten, wobei) sedermann zusehen darf. — In jenem Thcile der Burg, welcher an Sie Reitschule stoßt, gegen den Josephs-Platz zu, sind die Rcdon- ten-Säle, wovon einer sehr groß ist. Sie wurden unter Lopresti 174» aus dem alten Jtaliänischen Theater hierzu verwandelt; 1757 aber völlig verändert, und nach einem besseren Baugeschmacke aufgeführt. (Diese Säle sind der einzige öffentliche Ort, wo man in Maske erscheinen darf.) — Wegen des zunächst anstoßenden Bibliotheks-Gebäudes siehe Seite ys f. — Im Jahre 1764 wurde das Gebäude vollendet, welches die kostbare kaiserliche Naturalien-Sammlung enthält, sieht Seite 166. — Juden Gebäuden der Hofburg gehört auch die Reichskanzelley, dem auf der vorigen Seite angeführten großen Flügel gerade gegen über; eiueS der schönsten Gebäude in Europa. Sie Nimmt die Länge des Burgplatzes ein; kam im I. 172S (nach -dem Plane Fischers von Erlach) zu Stande; ist vier Stockwerke hoch; hat drey sehr hohe, mit marmornen Balconen »ersehene Thore, wovon das mittlere zum Hauptgebäude gehört, die beyde» anderen Thore (als Schwibbogen) aber zum Ju- und Abgänge in die Burg, auf den Kohlmarkt, in dieSchaus- 'lergaffe re. diene». Am Giebel des Gebäudes ist das Wapen Kaiser Carls des Vl., und an den Seite« der beyden ersterwähnten Schwibbogen, an der Fronte des Gebäudes gegen den Burgplatz zu, sind Gruppen von kolossalen Figuren aus Stein, welche vier von de» bekannten Arbeiten des Herkules, nähmlich die Siege dieses Heroen über den Antäus und Busiris , dann die Bezwingung des Nemäifchen Löwen und SeS Cretensischen Stieres, vorstellen. Lorenz Mathieli, Hofbild- Lauer, hat diese Kruppe», welche von jedem Kunstkenner als Meisterwerke geschätzt werde», in den Jahren 1728 und 172Y verfertiget. Bis jum Jahre ltz07 war hier wirklich die Deutsche ReichSkanzclley; feil dieser Zeit wird sic j» Wohnungen für Glieder der kaiserlichen Familie, zu Arbeitszimmern verschiedener Hofämtcr re. verwendet. Bürgerspital ( Das). Auf dem Spitalsxlatze Nr. 1100. — (War Anfangs, wie cS auch dessen Nähme bezeichnet, ein Spital und Dcrsorgungshaus für Bürger. Kaiser Joseph der II. verlegte aber im Jahre 1785 diese sammt dem daselbst befindlichen Bräubause nach St. Marx in ein ebenfalls zur Versorgung kranker Bürger bestimmtes Haus, und befahl, daß das Gebäude in der Stadt vergrößert und in ein Zinshaus verwandelt werden sollte. ES hat ist Höfe, 20 Treppen, ist 4 Stockwerke hoch, enthält 220 Wohnungen, zählt über 1200 Einwohner, und tragt über 170,000 ss. W. W Zins.) Earl (Des Erzherzoges) Palläste. Auf der Seilerstatt Nr. YS8 und in der Anna-Gasse Nr. yyz. Earl (Des Erzherzoges) Pallast. Auf der Landstraße Hauptstraße Nr. 254. Eoith (Des Herrn von) Pallast. In der Singerstraß« Nr. 8st4- Eolalto (DcS Grafen) Pallast. Auf dem Hof Nr 420. Damen-Stift (herzoglich SavoyischeS). In der Johannes-Gasse Nr. Y77. (Zwischen den bcpden mit Wapei» und großen vergoldeten Kronen geschmückten Thoren steht an der Fronte dieses Pallastes in einer Nische die Statue der unbefleckten Enipfängniß Mariä, mit vorstehenden zwey Engeln, und in der Tiefe die wasserschöpfende Samariterinn und EhristuS, der sie beobachtet, vom berühmten Lehrer der Bildhauerkunst Franz Messerschmidt') meisterhaft daegcstellt). *) Don eben diesem Künstler ist auch die vortreffliche Gruppe der Charitas in dem kaiserl. Garten zu Döbling. """> 408 Di«trichstein (Des Fürsten) Svmmerxallast. In »er Alfervorstadt Nr. 27 r. Döblinger (Des Herrn Franj). Gebäude. In der Jägerzeil Nr. 20. SskeleS (Des Freyherrn) »an. In »er Alservorstadt Äaserngaffe Rr. yH. Esterh»jy (Des Fürsten) Pallast. In der Waller, straße Nr. 27 b. Esterh-jy (Des Fürsten) Sommerpallast. Zu Maria, hilf Nr. 4». EsterhäzyscheS (fürstlich) Gebäude. In der Alfer, »erstadt Nr. 147 nächst der Aller-Easerne. (Der Fürst ließ «S im Jahre lSio aui einem unansehnlichen Gebäude, welches man das rothe Haus nannte, in seiner jetzigen Größe Herstellen. SS hat 4 Höfe, 20 Stiegen, ISO Mahnungen» «ine Reitschule, viele Stallungen, Wazenbehältnifse rc., und trägt bey 40 bis 50,000 st. W. W. Zins.) Fingerlin von Bisching (Des Freyherrn von) Gebäude. In «er Iosephstadt Nr. 6 . Fischer Jacob Joseph (Des Herrn) Gebäude. Auf dem Graben Nr. 1122. (Bormahl- das freyh. Spielmann'sche.) ForgacS (De- Grafen) Sommerpallast. In der Alfer, »orstadt Adlergaffe Nr. lS 7 . Fries (DeS Grafe») Pallast. Auf dem Josephs-Platz« Nr. NS 5 . (Er wurde im Jahre »784 vollendet. Die vier weiblichen kolossalen Earyatide» am Portale des Pallaster sind von Zauner.) Garde (Der Ungarischen) Pallast. Zu St. Ulrich Nr. t. (Dieser Pallast war ein Eigemhum der (nun auSgestorbcne») fürstlich Trautsohnschen Familie.) Gcymüllcr (Drr Herren von) Pallast. In de >Wal- lerstraße Nr. 272 . I' Harr«ch (Des Grafen) Pallast. Auf der Zreyung »fr. 2L). Hauptmauth (K. ».). Auf dem alte» Fleischmarkte Nr. (Wurde im Jahr« t7b7 zu bauen angefange», und 1778 vollendet.) HofkaMmer-Pakläst« (k. k ).: 1 ) 2n der Himmel» »fortgaffe Nr. t)64, worin sich das k. k. Hauptmiinzamt be» findet; einer der schönsten Palläste Wiens» für den Prinzen Eugen von Fischer von Erlach erbauet. 2« diesem Pallaste t starb auch »er groß« Held am 2l. Aprill l7öü. Gegenwärtig wird der Pallast vom Finanz-Minister bewohnt. — r) 2» der 2ohannes-Gaffe Nr. y7l. Der ehemahlige Kaunitz-Lue- stenbergisede Pallast, worin jetzt die Bureaus der Präsidenten und der Hofräthe der k. k. allgemeinen Hofkanimcr sind. Hof-Kanzelley (K. K). In de- WiPKlingerstrast« Nr. ZS4. (Wurde im Jahre l?54 erbauet, isri verschönert.) Hofkanzelley (königl. Siebenbürgische). In der vorderen Schenkenstrage Nr. 48. (Wurde im Jahre 1784 erbauet.) Hofkanzelley (königl. Ungarische). In der »orderen Schenkcnstraße Rr. 47. (2m Jahre l7b7 erbauet.) H°fkrie,Sraths-Gebäude'(K. K.). Auf dem Hof Nr. 427. (War vormahls ein Profeßhaui der Jesuiten, und wurde 1775 in seiner jetzigen Pracht hergestellt.) Ingenieur-Akademie (.V. K). Auf der Laimgrube Nr. ,»7. (Wurde im Jahre I74y von Thercsta Anna Felicitas, Herzogin» von Savoyen, von Grund aus neu erbauet, «eßwegen es auch das Savoyifche oder Emanuelische Gebäude genannt wird.) Institut (polytechnisches). Auf der Wieden Nr. r». (Zu Anfänge deS Jahres l8lb wurden von der k. k. Bau- Dber - Sireet-oi, die Platte zu diesem Prachtgebäud« «ntwer- 473 fen; im Oclobcr d. I , nachdem sie von dem k. k, Hofbalt- rarhe revidirt waren, von Seiner Majestät genehmiget, Al- lerhöchstwelche die Oberleitung des Baues dem Herrn Schem- Merl Ritter von Leytenbach (siehe Seit« 45) auftrugen. Im Februar lSlü ward mit Ausgrabung .des Grundes der Anfang gemacht. Der Bau ging rasch vorwäri«, und Ende Oc- toberS war sämmtlichcS Mauerwerk bis unter daS Dach hergestellt. Am 14. Lctober gcruhekeu Sein« Majestät, de» Grundstein, zu welmem Ende in der Eingangshalle deS Gebäudes der Platz ausbehalte» worden war, unter den gewöhnlichen Förmlichkeiten in Höchsteigener Person feherlich zu lege», wobei) die kaiserlichen Prinzen, die vornehmste» Hof- und Siaaisbcamten und «ine große Menge von Zusehern sich einsanden Im Laufe des Jahres ISIS war» das Gebäude ganz hergestellt > so, das, zu Anfänge Ns- vcmbcrS d. 2- der neue Studien - Curs das erste Mahl vollständig in den Hörsälen desselben eröffnet wurde. DaS Gebäude besteht au» einem gewölbten Erdgeschosse von l 7 Schuh Höhe, und aus zwey Stockwerken. Die Säle des ersten Stockes sind ,L, die des zweyten 14 Schuh hoch. Die Länge des Gebäudes ist bbz Klafter. 2» der Mitte des Gebäudes, über dem Haupteingange, ist ein grosse» Saal, der durch die bci)- »en Stockwerke geht, und vor dessen Fenstern ein Pcristil von b Säulen in Ionischer Ordnung. Diese Säule» tragen «ine von Herrn Klieber (siehe Seite ckHr) sehr schön verfertigte kolossal« Figuren-Grupxe, welche den Genius Österreichs, die Minerva au feiner Seit«, einen alten Mann, der zwei) Zöglinge dem Genius vorstellt, jwc» weibliche Figuren mit Attributen der Industrie, einen Flussgott, eine weibliche Figur, die Geschichte verstellen» und eine Tafel mit der Jahreszahl tSl5 haltend, nebst Attributen der Nalurlehre, Messkunst» des Handels ic. enthält. Unterhalb dieser Gruppe ist die Inschrift: Der Pliege, kir.veii.erizng- Veredelung ries 6e- vterdrüeilise, cker knrgerleiiiiets, stee kansteli, Pranr cker Drei«. In -er Front« des Gebäudes sin» noch sieben BaSrep lies» von demselben Künstler: Bildliche Vorstellungen der Baukunst, Mechanik, Physik, Chemie, Technologie, Geschichte und Geographie und der Handelswiffenschaften. Invaliden-Haus (K. K.). Auf der Landstraße Nr. ». (War »ormahls das so genannte Johannes-Spital; Kaiser Joseph der 1!. bestimmte es aber »782 für die Invaliden» und ließ es in seiner jetzigen Größe Herstellen.) JosephS-Akademie (K. K. medicinisch-chirurgische). In der Aisccrorstadt Nr. 22 t. (Der Bau wurde im Jahr« 1784 vollendet.) »eglevics (Des Grafen) Pallast. Auf dem Schauith» burger-Grund Nr. l4. Kinsky (DeS Fürsten) Pallast. In der Herrngaste Nr. 62. Liechtenstein (Des Fürsten) Pallast. In der Herrn- zaffi Nr. 25 l. (Der Bau wurd« im Jahre »7l,Z beendiget.) Liechtenstein (Des Fürsten) Sommer - Palläste. In der Alfervorstadt Nr. ys und Nr. » 26 . — In der Nassau Nr. »zo. Liech t e nst ei n'sches (fürstlich) Majorat-Haus. In der vorderen Schcnkenstraße Nr. 44. (Baumeister: Dominik Martinclü.) Lobkowitj (Des Fürsten) Palläste. Auf dem Spitals- Platze Nr. »»Ol und auf der Landstraße Ungargaste Nr. 247. Lorenzer,Gebäude, siehe Staatsgebäude. Lubomirsky (Des Fürsten) Pallast. Auf der Melker, Bastey Nr. l»65. Magistrat, siehe RathhauS. Maxim iliau (DeS ErjherjogeS) Pallast. In »er Löivclstraße Nr. »o. 4?r """ Metternich (Des Fürsten) Pallast. Auf der Landstraße R-nnweggaff« Nr. 47Z. Mollner's (DeS Herr» Franz) Gebäude. In der Le«» xoldstabt Nr. 2rr und 2 ZZ. Müller (Des Herrn Johann). Auf dem Neubau Wendelstadt zum Hause Österreich Nr. > 28 . (Eines der wenigen Hauser in Wien, die »on außen ganz bcmahlt sind.) Müller (Des Herrn Matthias) Gebäude. In der Leo« poldstadt Praterstraße Nr. 502 . (Archiiect war Kornhausel.) Müller'sches Kunst-Sabine«-Gebäude, siehe Sta- kelberg. Münzamt, siche Hofkammer-Palläste. Paar (Des Fürste») Pallast. In dcr Wollzeil Nr. 7Y2. Palffy (Des Fürsten) Pallast. In der Hinteren Schen» kenstraße Nr. so. Palm » fy (Der Frau von) Pallast. Auf der Landstraße Waggasie Nr. 4Z5. Plaschk 0 witz (Des Herrn Michael) Gebäude. In der Weißgärber-Vorstadt am Glacis Nr. Z7. — (Don innen Mit vier schönen Statuen verzier!.) Pouthon (Des Herrn Ioh. Bapt. Edlen von) Pallast. Auf dem Althann - Grund Nr. ». Rathhaus (Magistrat). In der Wipplingerstraße Nr. 5SS. (Nach manchen Veränderungen, die es erlitten hat, wurde es im Jahre »780 in seiner fetzigen Form hergestellt.) RafoumoffSky (Des Fürsten) Pallast. Auf der Landstraße Nr. 80. (Er ist seit rk) Jahren angelegt.) Reichikanzelley (K. K. so genannte), siche Burg Seite 4ÜZ). > Ritter-Akademie (K. K. Thercsiauische). Auf der Wieden Nr. 15 h. (Dieses Gebäude hieß unter Earl dem Vl. 47Z die Favorite, und war ei» kaiserliches Lustschloß. 2m Jahre I7SZ wurde es vergrößert.) Rofenthal (Des Herrn Eonrad) Gebäude. Auf der Landstraße Nr. ,53. Schönborn (Des Grafen) Pallast. In derRenngaile Nr. iss Schwarzenberg (DeS Fürsten) Pallast. Auf dem neuen Markte Nr. lv54. Schwarzenberg (Des Fürsten) Sommerpallast. Auf der Landstraße Rennweggaffe Nr. 54ki. Staatsgebäud« (st. st ). Auf dem alten Fleisch- Markte Nr. 70». — In diesem an der Stelle des stloster» der im Jahre 17SZ aufgehobenen Lorenzer-Eanoniffinnen i« Jahr« is ly erbauten Gebäude sind die meisten k. k. Buchhaltungen, das k. k. Bücher - Revision« > Amt ic. re.) StaatS-stanzelley (st. st. geheime). Auf dem Ball« hausplahe Nr. iy. (wurde im Jahre I7ds neu hergestellt.) St ahremberg (Des Fürsten) Pallast. In der vorderen Schenkenstraße Nr. 4S. Stahrembergisches (fürstlich) Freyhaus. Auf der Wieden Nr. i. (Wurde im Jahre I7SS um Ein Stockwerk erhöhet, und inwendig mit neuen Gebäuden vermehrt, als» in feiner jetzigen Gestalt hergestellt. Es hat b Höfe, Lt Stiegen, roi Nummer, worunter aber, außer den Wohnungen, alle Gewölbe, Ställe, Schupfen, der Hausgarten und die stirche begriffen sind. Es trägt über ivo.ovo Gulde» W- W. Zins.) Stakelberg (Der Freisinn von) Pallast. In der Rothenthurmstraße Nr. b4S. Szecheny (Des Grafen) Gebäude. Auf der Landstra« 8e Nr. 2Z7. Tkattner (DeS Herr» Thom. Edlen ».) Freyhof. Auf dem Graben Nr. bl«. — Der Bau (statt des dort gestandenen Freysinger HofeS) hat im May 1775 begonnen, und wurde im Jahre 177Ü vollendet Baumeister war Peter Moll- ner, und der Künstler, welcher die Statuen auf dem Gebäude verfertigte, Tobias Kögler. Das Gebäude ist fünf Stockwerke hoch, und trägt jährlich bey to.oov fl. W. W. Mielhe.) Universität (K. K-). Auf dem Universitäts-Platz« Nr. 7Sb- — Don Maria Theresia erbauet. Der Bau wurde »753 angefangen und 1755 vollendet. Weintraube' (Zur grofien). Auf dem Hof Nr. 52Y. (Ein Eigenthum des Herrn Johann Edlen von Puthon. Ein« Seite dieses Gebäudes geht auf Len Platz, der tief« Graben genannt, und von dort hat es die meisten Stockwerke unter allen Häusern Wiens, nähmlich sieben.) Zeughaus (Bürgerliches), sieht Seite 225. Außer diesen gibt es noch viele, theilS Adelige», theilS dem BSrgerstande jugehörige schon« Gebäude- 475 Kirchen und Capellen. In der Stadt. nna (Kirche zur h.). In der Anna - Gaffe. — Schon im I. 1 S 20 war hier eine Eapell«; i4>5 ließ aber Elisabeth Warthenauer eine förmliche Kirche erbauen, die jedoch »747 zum Tbeil ein Raub der Flammen wurde. Die Kirche ward bald wieder hergestellet, und reich mit Marmor und Vergoldungen geziert. Das Altarblatt und einige andere Gemähide sollen »on Gran und Schmid sei,»; die Kuppel und das hier befindliche Muktergotkes - Bild sind von Pozzo. Auch hat diese Kirche einen Schatz an einer »on Kaiser Leopold dem l. nach der glücklichen Schlacht von Landau gewidmeten, mit Brillanten reich besetzten Monstranz«, an einem eben so vertierten Kreuz-Partikel und reichen Kirchen - Ornate Augustin (Kirche zum h.) nächst der k 7. Burg. — Sie wurde im 2 - isso von Frldrich dem Schönen erbauet, Isiso von Ferdinand dem II. zur Hoskirche, und t7SS zur Pfarre erhoben. Ihr letzigcS prächtiges Aussehen hat sie Joseph dem II. zu verdanken, welcher manche zweckmäßig« Deränderunge» darin anbringen ließ. 2m 2 . 17S4 wurde ') Das in den neuesten Beschreibungen »on Wien erwähnte Grabmabl des h. FranciScus KaveriuS ist feit mehr als so Jahren nicht mehr hier. vom Hof-Architekten von Hohenberg der aus Tiroler Marmor bestehende Hochaltar, mit einer hoch empor ragenden Stuckatur - Wand erbauet, worauf das von Maulbertsch «n Ireino gcmahlte Altarblatt (der h. Augustin alS Bischof in der Glorie) sich den Beyfall aller Kenner erworben hat. Di« Seitenaltäre (h. dre, Könige, Christi Geburt und h. 2»hann von Nep.) wurden zur angeführten Zeit ebenfalls erneuert. In der Tobten-Capelle sind zwey Altäre (h. Apollonia und h. Johann E».). In der Loretto-Capelle di« «US Holz 'geschnitzte Statue Maria Loretto. Die Kirche, von acht Säulen unterstützt, ist 250 Schuh lang. Seit ibzo wurden die meisten Kirchen - Functionen, welche Personen DeS regierenden Haufei betrafen, und andere Festlichkeiten hier verrichtet, und am Tage aller Seelen wird ein so genanntes Castrum (ein mit militärischen Insignien vertiertes Trauergerüst) errichtet. — Ein Mehrere» siehe Seite LLS. Durg-Capellen sind jwey. Die große Hof-Capelle und Pfarre, welche zum gewöhnlichen öffentlichen GotteS- tzienste bestimmt ist, in dem Schweizer-Hofe. Sie wurde im 2. 144S von Fridrich dem III. erbauet, 144Y zu Ehre» Allerheiligen geweihel, und 174» von der Kaiserin« Mari» Theresia möglichst erneuert und verschönert. Am Hochaltar« ist «in sehr altes Marien-Bild; die Geinahlde der beyden Seitenaltäre sind von Füger und Maurer. Während det Winters ist hier alle Sonn- und Fepertage öffentlicher Gottesdienst, und die kaiserliche Familie geht mit einer Art von Eeremonie um ll Uhr Dormittags dahin, wobey sich viele hohe StandcSpersonen einfinden. — Die zweyte, die Kammer-Capelle, in dem der ReichSkanzelley gegen über liegenden Theile der Burg, zu Ehren de» h HosephS eingeweihet, wurde 1757 von der Kaiserin« Maria Theresia gleichfalls neu und prächtig hergcstellet. Da» Hochaltarblatt (der ster- Sende h. Joseph) ist »on Earl Maral,; die Gemählde der Heyden. Seitenaltare sind von Strudl, die übrigen Verzierungen »on Fischer und Maulbertfch. Diese Eapelle wird nur bey Sesonderen Anlassen gebraucht. Capuciner-Kirche, siehe Maria, Königin» der Engeln. Deutschen Ordens (Kirche dcS) zu Ehren der h. Elisabeth. In der Singcrstraste. — Sicheren Urkunden zu Folge sind die Ritter des Deutschen Ordens im 2. l.roo nach Wie» gekommen, und haben hier eine Capelle gehabt. Di« jetzige Kirche wurde I3ib erbauet, 1ZY5 erneuert und fcyer- lich eingeweihet, nachmahlS aber »on Guido »on Starhem- berg i7ty verschönert und in ihrer jetzigen Form hergesteilet. Baumeister derselben war Georg Schöpfering, ein Steinmetz aus Nördlingen. DaS Hochaltarblatt (die h. Elisabeth, Königin« »on Ungarn, »orstellend) ist »on Tobias Bock. Di« Kirche hat keine Seitenaltar«, aber einige merkwürdig« Denkmahle verstorbener LandeS-Eommenthure. Auf der Epistelseite: Das Monument Sei Grafen von Harrach, f 17Ü»; — EraSmuS Gr. von, Stahremberg. — Baron Weczhausen liest >524 ein herrliches Denkmahl liaut-reliek, den Abschied 2csu von seiner Mutter zu Bcthania »orstellend, errichten, s 153h. — DeS Seyfried Gr. «on Saurau '). — Auf der Evangelien-Seite: Des Gr. Guido von Stahremberg, f 7. März 1737. — Gabriel Ereutzer'S, f 1 . December ') Die Grabfchrift meldet von diesem Grafen, Freyherrn >n Fried- und Vestenberg, Erbmarfchall in Steyermark« daß er im Orden sich jederzeit als ein wahrer Held ausgezeichnet, und am rs, Marz 1700, 72 2ahr« alt, gestorben sey. 1563. — Truksest (wahrscheinlich Chunrad von Immerlehe), f 1250 — Des Herrn Trukseß (?), f 1523. — Joannes Cu- spinianus, vr vuiversitatie und Lehrer durch 20 Jahre, f ISIS. Dominicaner-Kirche, siehe Maria Rotunda- Vranciscan er-Kirche, siehe Hieronymus. Hieronymus (Kirche zum h.). Auf dem Francisca- ner-Platze. —Nachdem die so genannten Büsierjnnen ini 2. 1553 mit ihrer Sberinn Iulrana Klcberger auSgestorben waren, blieben Kloster und Kirche »erlassen stehen, bis bey» des die k>. ?. Akanciscaner mit Genehmigung K. Rudolphs des II !m I. i5Sss erhielten. Zur jetzigen Kirche wurde am 14 Aprill ibv3 der Grundstein gelegt und dieselbe am il. December ibii (obgleich nicht ganz ausgebauet) vom Card. Dietrichstein eingeweihet. Der ganze Bau wurde erst am 2Y. September ibl4 vollendet. Baumeister war P. Daum. Die Kirche hat in der Länge 2Y, in der Breite y Klafter, und ist mit weißem Marmor gepflastert. Der Hochaltar stellt eine von dem Künstler Pszw (1706) perspektivisch gemahlte, Marmorirte Architectur vor, mit einer hohen Kuppel, worunter der himmlische Vater in Wolken schwebend gewählt, Christus am Kreuze aber von Bildhauerarbeit ist. Anstatt des AltarblattcS ist die Statue der h. Maria,' das 2esu- Kind auf dem Arme, ausgesetzt. Ignatius und FranciScus Laverius (Kirche su den h.). Auf dem Unipersikäts-ssslatze. Sir wurde im 2. 1k>27 zu bauen angefangen und ib31 »om Cardinal Dietrichstekn feyerlich einzeweihet. Sie gehört Mit unter die schönsten Kirchen Wiens, sowohl wegen ihrer kühnen Bauart, als wegen ihrer besonderen inneren Verzierungen. Sie hat eine schöne Fronte, zwey gleiche Thürwe, und besteht aus einem einzigen große» Gewölbe, welches auf lb marmornen Säulen ruhet, die so gestellet ßnd, daß sich immer zwischen zweyen eine Capelle bildet, in der die Seitenaltäre aufge- richtet sind. Die Gemählde aller Altäre (Hochaltar: Mariä Himmelfahrt; Seitenaltäre: Sterbende Joseph, h. Leopold, h. Anna, Christus am Kreuze, h. Katharina, h. FranciscuS Borglas, h. Schutzengel und h. Ignatius) sind vom Jesuiten-Frater Pozzo, welcher auch die Kuppel so künstlich gemahn hat. Johannes dem Täufer (Kirche zum h.). In der Kärnihnerstraße. — Sie wurde von dem Ritterorden des h. Johannes (auch Maltheser-Orden genannt) um das I. iroo erbauet; i» der Folge erweitert, unter dem Groß - Priorate des FeldmarfchallS Joseph Grafen von CoUorcdo herrlich renovier, vorzüglich aber isvH durch Franz Grafen von Eol- lorcdo vergrößert. Das Hochaltarblatt ist von Tobias Bock. (Die ln den neuesten Beschreibungen Wiens erwähnten Gc- Mähldc von Altomonte mögen längst wcggenommen worden scyn.) Links ist ein Monument: Über eintin Ilsnt-relist, die Festung Malta (aus Typs) »erstellend, ist eine passende Inschrift auf eine Marmorplatte gemahlt, zu deren Seite zwey Muselmänner stehen, welche das auf einem vorsxrin- genden Sockel angebrachte, von einem Lsrberkranze umgebene Brustbild La Valette's trage». Johannes von Nepomuk (Capelle zum h.). Auf der bobcn Brücke. Sie bestehet auch sechs Marmorsäulen Corinlhischcr Ordnung, und ist rings herum mit GlaS um- «"» 4UÜ gebe« Auf dem Altäre ist die Statue des h. Johannes «US Alabaster. DaS Ganze wurde vom Eardinal »on Sachsen- Zeitz im I. »725 errichtet. Jtaliäni sch« Kirche, siehe Maria Schnee. Maria, KSniginn der Engeln (Kirche zur h.). Auf dem Hof. — Über die Erbauung der jetzf stehend»» Kirche konnte ich nichts auffinde». Selbst der Entwurf zu einer Geschichte dieser Kirche (im Manuskripte vom sel. Bergcn- stamm) konnte mir keinen befriedigenden Aufschluß geben. So viel ist gewiß, daß im I. rbb2 dar (auf Kosten der schon lbrz »erstorbenen Kaiserin» EleoNora) errichtet« Fron- tispicium zu Stande kam, dessen Baumeister Earlon war, welcher 52.000 fl. dafür erhielt, und daß um diese Zeit die Kirche überhaupt von innen und von außen erneuert und verschönert ward. Das Hochaltarblatt (Maria, Königin» der Engeln) wurde 17YS unter der Aufsicht deS Professors Maurer ron Düringer vollendet. Die Nahmen der Mahler der übrigen Altargemählde (12 an der Zahl), deren die meisten im I. ibb7 von Wohlthätern dahin geschenkt wurden, sind nicht bekannt. Mari«, Königin« der Engeln (Kirche zur h.). Auf dem neuen Markte. Die Stifter der Kirche und dei Klosters waren Kaiser Matthias und seine Gemahlin» Anna; »er Grundstein wurde aber erst den S. Sctober ib22 »am Eardinal und Bischof zu Sllmütz Fr. ». Dietrichstein geweihte, und von Kaiser Ferdinand dem ll. feyerlich gelegt; Nach Vollendung dei Gebäudes aber die Kirche den 25. Jul. »bZ2 »on dem Wiener Bischöfe Anton Wolfrath eingewei- -et. Di« Gemahl»« der drey Altäre sind »on k Norbert 4SI Baumgartner, Sapuciner, aus Wien gebürtig. Auf den» Hochaltar« ist die Vorstellung des durch den h>. FranciScut von Ehristo erhaltenen Portmncula - Ablaffet, rcchtS der h. kickelia 0 Lignisrings, links der h. ssoeepli a l.evnis»a Auf den keiteualtäre»: ». unten der h. AntoniuS, oben die ^ Clara; 2 . unten der h. Felix, oben die h. Elisabeth. 2» dep- ». k. Krauen - Capelle find die Bilder an den hepden Wanden ib5S t» Genua gewahlet worden (der Nähme des Mahlers ist unbekannt); eines stellt die Geburt Mariä, das andere die Derkündiemig vor. Das Gemahld« im Altäre, der säugende Mutter GotteS vorstellend, ist zu Rom von Gabriel Matthäi (beyläufig l72S) verfertiget worden. Den dermahn- gen Altar von braunem Marmor habe» Carl der bl. u. s Elisabeth» Christin«, und de» silbernen Rahmen Adam Sürst von Schwarjenberg machen lassen- Die kleinere Capelle war' dvrher Mariä Opferung gewidmet, welches Altarbild ebenfalls k. Norbert gewählt Hab, und setzt im Chore sich befindet. Nachdem aber Joseph der II. den von Maria Theresia durchs den berühmten Statuar Bacazzi aus weißem Marmor verfertigten, ei» Vesperbild verstellenden Altar aui der k. >. Gruft wegnebmen ließ, ist der »orige Altar abgebrochen, und dieser dafür hingestellet worden. In dieser Capelle ist an dev Wan» über die Grabstätte des im Rufe der Heiligkeit hier- »erstorbenen Sapuciners ?. MarcuS von Aviano eine Mar- mcrplatte eingemauer«, worauf die von Leopold dem I. selbst »erfaßte Grabschrif, zu leie» ist, bey dessen Begräbnifi Alker- böchstdieselben samm« Dero Familie gegenwärtig wäre». In dem an diese Capelle anstoßenden Gange ist ein gleicher, klein mit der Grabschrlft des l?b6 hier »erstorbenen, dort ruhenden p. pouiua » Ol-sinäre», Capuciuer - Generali. 2n diesem Kloster ist auch die k. k. Gruft; ei» langet Gewölbe, worin ein Gang mitten Lurch die rechts und linkt stehende» karg« führet, welche mit eiserne» Gittern eingeschloffcw sind. Di« ersten Grabstätten sind dir des K. Matthias u,» 2l seiner Gemahlin», welche dieses Kloster vermöge letztwilliger Anordnung dazu bestimme haben. Seit der Zeit sind alle verstorbenen Personen des österreichischen Kaiserhauses in zinnernen Särgen, mit Inschriften versehen, hier beygesetzt worden; über 70 an «er Zahl. Die Gruft ist in der Folge zu veechiedenen Mahlen erweitert, und 1752 von Maria Theresia für den Lothringischen Stamm eine neue angelegt worden. Die vorzüglichsten Grabmähler sind: K. Leopolds des l>, seiner Gemahlin« Eleonora, Josephs des I., Carl« des VI., der K. Maria Theresia und Ihres Gemahles Franz des I., welches diese Monarchin» schon bei, ihren Lebzeiten (1748) errichten ließ; endlich das Grabmahl Josephs des ll. — Auf Ansuchen im Kloster wird die Besichtigung der Gruft nicht verweigert, und am r. Nov-mber eines jeden Jahres ist sie für jedermann offen. Maria Rotunda (Pfarrkirche zur h.). Auf dem Dominicaner - Platze. — Sie wurde im I. lltzb vom Herzoge Leopold dem Tugendhaften erbauet, und zu Ende des I. 1215 dem Prediger - Orden vom Herzoge Leopold dem Glorreichen übergeben; 1257 ward sie von Eberhard Erzbischof zu Salzburg eingeweibet, brannte aber 1258 ab, und nach ihrer neuen Erbauung wurde sie vom päpstlichen Legaten Cardinal NicolauS Bischof von Ostia, nachherigeln Papste Benedict dem XI. auS,dem Prediger-Orden, den 17. Nov- 1502 wieder eingewcihet. J,n I. 152Y wurden Kirche und Kloster bey der Türkischen Belagerung ganz zerstör», von Kaiser Ferdinand dem l. wieder hergestellt, von Ferdinand dem II. verbessert, und von Ferdinand dem III. im I. ik>51 so erbaue«, wie sie jetzt ist. Sie ist der seligsten Jungfrau Maria vom Rosenkränze geweiht, und führ« den Nahmen Maria Rotunda, weil die Frauen - Statue, welche das Hochaltar bildet, nach dem Modelle der römischen Mari« Rotunda 4SI in einer Rundung steht. Do» den Seitenaltarblättern sind 1. der h, DominicuS im Gedeihe, die h. Dreveinigkeit uns die h. Jungfrau Maria von Tobias Bock gemahlt; 2. dleAn- hethung der Hirten »ey der Krippe »°» Spielberger; z. die Marter der h. Katharin» von Spielberger; 4. die h. Katharina »on Siena, »on koelüer»; S. der h. Dincentius Serre« rius von koettier«; b. der h. Thomas »on Aquin, von Pach- mann. Noch sind drcy Altäre hier, der h. Johann von Nepomuk, die h. Anna und die Krönung Mariens, deren Altarblätter »0» unbekannten Meistern sind. Die Kuppel der Kirche ist perspektivisch i» Sresco gemahlt von Ar. Pozzo. Die vielen Medaillons in der Stuccadur des Gewölbes sind Sresco von Denzala. Unter den Grabsteinen ist der merkwürdigste lener beym Donnnicus-Altäre, unter welche», sich die Gruft befindet, in der die Kaiserin» Claudia SelicitaS, Leopolds des l. zweyte Gemahlin», ruhet; dann sind in dieser Kirche noch viele Grabstein« über den Grüften adeliger Tamilien. Maria Schnee (Kirche zu). Dormahls die Kirche zum h. Kreuz der Minoriten. Auf dem Minoriten - Platze. — Di» erste Erbauung dieser Kirche fällt in das I. ,224. in welcher Zeit Herzog Leopold der Glorreiche Len Minoriten oder minderen Convcntual-Brüdern die Kirche zum h. Kreuze sammt einem Convente widmete. Sie wurde schon damahls di« Wälfche Kirche genannt, weil dies« Ordensbrüder aus Italien nach Wien kamen. Sie lag außer der Stadt, und wurde erst sxäter in den Stadtbezirk mit «ingefchlossen. Im I. l2Ll wurde sie vom Bischöfe Berthold von Pasiau eingewei- het, I27S brannte sie ab, ward ater vom Könige Ottokar im folgenden Jahre in etwa« wieder hergcstellt, und nach dessen Tode (127S) von mehreren Regenten -Österreichs daran gebauet, aber erst unter Sridrich dem Schönen »»»endet. 2l ' z Im I. I7S4 überließ sie Joseph der U. der Jtaliänischen Ration. Diese ließ dann die Kirche sogleich mit vielen Kosten umändern, und von innen ganj neu auszieren; da ader das Hauptgebäude von Gothifcher Bauart war, so hat man diesen Geschmack auch beybo-alten müssen. Der Bau und die Verzierungen sind unter der Leitung des Johann Milani ausgeführt worden. Am rb. Aprill ,7Sb wurde sie zum Gottesdienste wieder eröffnet. Das Hochaltarblatt (Maria Schnee) ist »on Christoph Unlerberger; die Gemählde der Seitenaltäre (h. Rochut unv Carolus, h. AamMe, h. Johann »on Rep., h. Leopold, h. Nikolaus und h. Benedict) sind vo» unbekannten Mahlern. In dieser Kirche «erden Predigten in Jtaliänischer Sprache gehalten. MariäStlege (Kirche zu). Das Jahr der Erbauung hiefer Kirche läßt sich nicht sicher ausmilteln. Rach dem Stift- triese des Herzoges Heinrich Jasomirgott «on dem Kloster und der Kirche der Benodictiner aus Schottland in Wien wurde st« schon im J. tl5« denselben einzeräun«. Dann sin» den sich durch einen Zeitraum »on hundert Jahren keine sicheren Nachrichten vor b,S ir7ß. Im Jahr« iz»z war dies« Capelle sammt einem Hause ein Eigenthum des Wernhart Ritter Greif, dessen Nachkommen sie bis tzz? besaßen, in welchem Jahre si« Hanns Greif dem Bischöfe Gottfried von Paffau »erkaufte. Das EinweihungSfest der Kirche feyerte man am Tage d.r unbefleckte» Empfängnis) Mariä. Im Jahre lSOS, wo alle Pasiastischen Güter in Österreich dem Österreichischen Religions-Sonde anheim sielen, verlor das BiSthum Paffau auch den Besitz dieser Kirche, und eS wurden »on dieser Zeit an von den vorhandenen Stiftungen auf Messen täglich einige Messen gelesen. Im Jahr« isoy wurde die Kirche zu einem Magazine verwendet, und durch diesen Gebrauch verwüst,!. Auf Befehl Sein»» Majestät Iran» 485 des I. Word sie jedoch bald wieder hergestellet, und der Da» durch die k. k. N. ö. Eivik-Bau-Direction im 2- >820 »oll- «ndet. Meisterhaft wurde alles Verletzte auSgcbeffert, und dir Kirche ging durch unsere heutigen Künstler, mit Bevbehal- tung des vor Jahrhunderten üblichen Gothischen Lau- und D-rzierungSgeschmackeS, so zu sagen, wieder neu hervor. Merkwürdig ist auch der zo Klafter hoho, siebeneckige Steinthurm, t» dessen Gipfel 224 Stufen führen; und sehenswürdig sind die hohen Glasfenster mit den alten, mit Narben geschmolzenen Glasscheiben gejieret, die Herr Glasmahler Mohn (siche Seite 268) meisterhaft ergänzte, durch dessen Hand die Kirche auch mit mehreren neuen geschmückt wurde '). Am 25. Dcc. de« letzterwähnten Jahres wurde sie derin die öfter. Staaten neu aufgenommenen Versammlung des h. Erlösers (den Redemtoristen) feycrlich übergeben und am 24 desselben Msnathes und Jahres zu Ehren der h. Mutter Jesu (Mariä Empfängnist) f«»erlich «ingeweihet. Michael (Kirche zum h.). Auf dem Michaels - Platze. Leopold der Glorreiche hat im 2 >L2l diese Pfarrkirche gestiftet; doch war dieser Lau von kurzer Dauer, den« schon >276 brannte sie ab. Sie lag im Schutte vergrabe», bis Albert der I. aus dem Hause HabSburg sie >288 aus den Trümmern empor hob, erweitert- und «inweihen liest. 2m I. lLlsi brannte sie wieder ab, wurde aber 1540 erbauet und verlängert. Im I. >550 ging sie zum dritten Mahle in Klamme» auf, wurde aber bald wieder hergestellet. Endlich legte >4ltz ') Ein Mehreres siehe in der von mir (nach den von A. »»» Bergenstamm mitgekheilten, aus Urkunden gezogenen Notizen heraus gegebene« »Geschichte der Kirche Maria Stiegen," welche fast in allen Buchhandlungen zu haben ist. Sie enthält auch Nachrichten von dem neuen Orden und dessen Stifter. E Albert der V., nachmahlS Röm. K<, die letzt« Hand an den Kirchenbau, vollendete das Presbyterium, wie «S heut« «och stehet, und lieg die Kirche einweihen. Die Kirche ist seit dieser Zeit geräumig und schön; sie hat zwei, Reihen frey stehender Säulen. Im 2. ibrü übergab Kaiser Ferdinand der il. die Kirche und Pfarre der Obsorge der Barna- biten, die er aus Italien kommen ließ. Diese Priester träte» viele Veränderungen in der Kirche, und zierten sie mit dem schönen Portale, worauf der Sieg deS Erzengels Michael über Len höllischen Drachen (von Mathieli) «orgestel- let ist. Der Hochaltar von Stucc», nach dem Riste des Oberst« Lieutenants «l'^vrenge im 2- 17S1 neu erbauet, stellt den Erzengel Michael vor, wie er mit feinem Gefolge die abtrünnigen Geister vom Himmel stürzet. Die Kirche hat >s Altäre, welche in Eapellen stehen, und zwar: l. Geburt Christi; 2 h Kreuz; s< h. Andreas; 4. Mariahilf; s. h. Antonius; 6. h. Earolus Bor.; 7. h. Thecla; s. Arme Seelen; y. Alexander Sanli; io. h- Johann von Nep.; ti. Julius; 12. h. Apostel; iz. h. Unna; 14. schmerzhafte Mutter GotteS; iz. h. Blasius. Die key 200 Jahre alle Kanzel wurde im 2. isiy vom Bildhauer KäSmann erneuert. UNtev den vielen Gradmählcrn, die sich in dieser Kirche befinden, sind besonders jene der Trautfohn'schen Familie merkwürdig. 2« der Gruft dieser Kirche ruhen die Gebeine des rühm- lichst bekannten Jtal. Dichters Metastasio, welchem ein Monument zu errichten schon mchrmahl der Antrag war. Die Kuppel des ThurmcS unterscheidet sich durch ihre besondere Bauart vor anderen. Minoriten-Kirche, siehe Maria Schnee. 487 Petrus (Kirche zum h.). Auf dem Peters-Platze. Sie wurde in ihrem schönen Italiäuischen Style, wie sie jetzt ist, im I. 1700 j» bauen angefangen. Im Jahre I7v« war» der Grundstein der alten Kirche gefunden, woraus man ersah, das, sie schon im Jahre 800 nach Christi Geburt von Carl dem Großen erbauet worden fey. Schon l27b war sie eine Pfarre» wie dieses, die Inschrift: Haoa velu-ta »lim pa- ro,.-ai» an der steinernen Statue des h. Petrus über dem Eingänge des jetzigen Pfarrhauses bestätiget, 1480 aber ist der Pfarrbezirk S». Peter mit der Stephans-Pfarre vereiniget worden. Im I. 1702 legte Leopold Ser I. den Grundstein zur neue» Kirche, und hat sie als eine k. k. Patronats-Kirche erkläre; 1712 wurde Ser Bau dieses Meisterwerkes der Architektur (unter Fischer von Erlach) vollendet. Im Jahre 17Z0 wurde die Kirche verlängert, und 17ZZ durch den Cardinal Kollonitsch eingewelhct. Ihr« Form ist ovalrund; die Kuppel, mit Kupfer gedeckt, von Röthlttayer gemahlt; die Wände sind marmorirt; die Blätter der neun Altäre von Rothmaycr, Altomonte, Reen, Galli und ScomianS; die gewölbte Decke des Chores von Bibiena. Das schöne Portal aus Marmor, mit Bley-Figuren geziert, wurde vom Sofrathe von Schwand- ncr im Jahre 17SÜ errichtet. Deyni Hauptemgange links ist das Grabmahl des bekannten Geschichtschreibers Wolfgang Sozius. Seit 17L4 ist hier «in Sollegiat-Stift, »cm erwähnten Hofrathe errichtet, welches aus einem Dechant, der (feit Joseph der II. die Kirche im I. 17SZ zur Pfarre erhob) auch Pfarrer ist, und a«S 6 Beneficiateu besteht» die zugleich Curat«» sin». Rupere oder Ruprecht (Kirche zum h.). Auf dem Kienmarkte. Sie ist die älteste Kirche Wiens, und soll schon im I. 740 erbauet worden seyn. Doch der Verfasser der Geschichte dieser Kirche (wovon im 2. isib die zwepte Auflage 48 » rrschi.n, und worauf ich diejenigen, welche mehr davon wissen wollen, verweise,) widerlegt S. i; diese Meinung, und behauptet, dag die Wandschrifl: et Kisolericuo »varuin eonvorsioniäcstinsti »pvetoii erexeiuuti äunol)o- »lini VLltXl." erst im fünfzehnten Jahrhunderte (einer Sage nach), »ermmhlich bey N-novirung der Kirche verfertiget worden fey. Er seht da» ErbauungSjahr der Kirche zwischen 7 yi und srl (siehe am ang. Orte Seite io)> Gewiß ist, daß sie im I. l4»b durch Georg von Aueröberg, einen Kraineri- sche» Ritter, 1627 durch Georg Nagel, Salz-Sberamtmann; >?or durch Joh. B. Bartholotti» Frcyherrn von Bartenfeld, ^ und 17Y0-durch die k>. Hieronymitaner auSgebeffert worden se». Im I- i»oy wurde sie während der feindlichen Invasion tu einem Magazine verwendet; aber gleich nach dem Abzüge des Seinde« ward mit Bewilligung Seiner Majestät des Kai- IrrK von den nahen Anwohnern dieses liber lom> Jahr« alte Denkmahl hergestellt und neu eröffnet. 2 m 2. t»»r starben die Hieronvmitauer ganz ab, und di« Kirche erhielt einen der Mutterkirche St. Stephan untergeordneten Director, ward auch von äuge» und innen erneuert. DaS Hochallarblatt ist von Rothmayer; der h. 2»h von Nepomuk an dem Seiten« allare von Braun. Unter den drei) hier befindlichen Denksteinen ist der von Jos Frid. Sreyh. ». Netzer und seiner Schwester, der Witwe des JeldzeuzmeisterS Freyh. von Lauer, ihren Ältern gesetzte bemerkenSwerlh. Salvator (Kirche zu St.) nächst dem Rathhause. Das ^ Entstehungsjahr dieser Kirche ist noch nicht sicher ausgemit- telt (siehe Ursprung und Geschichte der Kirche St. Salvator, von U. ». Bergenstamm. Wien mit). Dieser Geschichtschreiber sagt, daß man ihre Erbauung gegen da» Ende des lZ. 2ahr« hundcrtcS annehmen kann. 2m Z. izßv wurde sie vergrößert, und lZbi zu Ehren der Mutter Gottes eingeweihet. Um ««"> 4Sst »45Y wurde auf dem Hochaltar« das Brustbild des Welt» erlöstes (aus Hol») gestellt, und »SIS, aus verschiedenen Ursachen, vermöge einer Bulle Papst Leo'S des X. befohlen, die Capelle »St. Galvalor- zu benenne». Bald darauf erhielt der Eingang in die Capelle von der Salvator- Gasse die Säulenverzicrung und die aus Stein gehauenen Bruststücke der h. Jungfrau und des Welterlösers. Bey Er» bauung eines neuen Salvator«AltareS im I. »7Y5, dessen Bild von Meidinger gemahlt ist, halte sich in dem alten Altarsteine das I. »592 von der zwevten Einweihung der Kirche auf eine Platte eingegraben gefunden; aber eS >»ar nirgends eine Urkunde darüber zu finden. ES sind noch einig« Gemählde an den Seitenaltären von unbekannten Mahlern hier vorhanden. Unter den Grabsteinen ist keiner vorzüglich bemerkenSwerth. Savoyjschen D amen -S ti ftes (Capelle im Pallaste ') des). In der Johannes - Gasse Nr. 977. Schotten-Kirche, siehe: Unserer liebe» Frau. Stephan (Kirchezum h.). Dieses herrliche Dsnkmahl Gothischer Baukunst ist fast im Mittelpunkte der Stadt, auf einem geräumigen Platze; denn im Jahre »7gr, währen» Die in diesem Pallaste wohnenden Stift-Damen (20 wirkliche und einige Honorar - Damen) sind zu gewissen AndachtSübungen verbunden. Sie tragen schwarze Klei, der, haben zwar Clausur, dürfen aber auigehcn, auch auS dem Stifte treken und sich.verheirathen. Gründerin» dieses adelig-weltlichen Damen-StifteS war Mar. Thcr. Felicitas, Herzogin,» von Savoyen, die nach ihrem Gemahl« auch Emanuela genannt wir». ri " Kaiser Kranz zur Krönung in Frankfurt am Mai« mar, ließ »er Magistrat die um die Kirche stehenden Buden wegrei- ßen, und di« wenigen unförmlichen Häuser, welche damahl« noch stehen geblieben waren, wurden im 2. 1804 vollend« abgetragen: so, daß sich nun da« majestätische Kirchenge« bäude in seiner ganzen Würde dem Auge de« Bewunderer« barstellek. Die Geschichte desselben ist in kurzem folgende: Heinrich der II. 2asomirg«tt, erster Herzog von Österreich, legre im 2- 1144 den Grund dazu; i>47 war sie schon vollendet, und wurde vom Bischöfe von Pasiau eingeweihet und «ur Hauptpfarre erhoben, obschon sie außer der damahligen Stadt lag. 2m 2. I25S wurde sie ein Raub der Flammen, ward aber schnell anfgebauek; brannte jedoch t2bL neuerding« ab. Ottokar, König von Böhme«, ließ sie dann vom Grunde aus-und geräumiger wieder Herstellen, so daß man sie 1275 groß genug fand, um darin unter dem päpstlichen Legalen Guido eine dreytägige Kirchenversammlung zu halten. 2m 2- tZrü wurde die Kirche rechter Han» ani Haupt« thsre durch die Kreuz-Eapelle, und so nach und nach vergrößert. 2m 2- irsy baueten Rudolph der IV. und sein« Brüder Albrecht der III. und Leopold da« Sanctuarium da- «u, ließen die noch nicht vollendeten Gewölbe schließen und das Dach aufsetzen; auch fingen sie den Bau der zwey gro- Ven Thürme an. Nach Rudolphs Tode setzten seine beyden Brüder den Bau fort; eben so Matthias, König von Ungarn» während feines Besitzes von Wien im 2- 14S5; dann K. Kridrich der IV. und di, folgenden Beherrscher von Österreich» bis die Kirche in den Stand kam, wie sie jetzt ist. — 2m 2. töbS wurde sie zu einer Propstey und Colleziat-Kir- che erhoben; l4bs zu einer Cathedra!- »der bischöflichen Dom- kirch« erklärt, und 1721 der Bischof derselben mit der erzbischöflichen Würde bekleidet. Er führt auch den Titel alt Durst. — Die Kirche raget über alle Gebäude Wien« empor, ist ganz gut Quadersteine» aufgekührt, und ihr Ge- 4st1 Wölbe von achtzehn frei) stehenden und eben so vielen Wand- Pfeilern unterstützt. Letztere sind 7 Schuh dick. Die Länge der Kirche beträgt S7, die größte Breite Z7, die Höhe ir Klafter. Sie ist von außen in der Höhe mit steinernen Gängen von Steinhauerarbeit umgeben, aus welchen das zweyfache Dach empor steigt, dessen größere Abtheilung (von dem Hauptthore bis z» den zwey großen Thürmen) 17 Klafter 3 Schuh, die kleinere Abtheilung aber, welche den Hinteren Theil der Kirche bedeckt, ii Klafter i Schuh hoch ist. Et ist mit roth, weiß und grün glafurten halbrunde» Ziegeln gedeckt. Die Kirche hat zi große Fenster, welche früher mit farbigen Gläsern versehen waren, seit 1 H 46 aber, mit Ausnahme einiger, weiß« Scheibe» erhielten. — Der Hochaltar ist vom Bildhauer Jacob Dock aus schwarzem und weißem Marmor >m J. ib4l> angefanze» und ib47 vollendet worden. Auf dem zinnernen Altarblatte, welches Joh. Georg Diewald gegossen »nd plattenweife zusammen gefügt hat, ist die Steinigung des h. Stephans M. mit künstlichem Pinsel von Tobias Bock, dem Bruder des gedachten Bildhauers, dargestellt. Der bevm Hcchaltare befindliche Thor hat iü Stände auf jeder Seite» mit eben so viel in Holz geschnitzten Brustbildern, wovon die zwr» ersten K. Fridrich den II. als de» Stifter, und Papst Paulus den kl. als den Bestätiger dieses BiSthumeS, die übrigen aber die Reihe der Bischöfe, vom ersten angefangen bis auf den Grafen Brenner; nebst dem BisthumSwapcn, verstellen. Außer dem Hochaltar« hat die Kirche noch S7 Altäre, welche alle von Marmor find, und zum Theile schöne Altar- tlärlcrhaben, deren vorzüglichste ich hier anführr: i)Dcr h. Carolus von Rvttmayer von Rosenhayn ; 2 ) Kreuzigung Ehre» sti von Sandrart (ibrä); r) in der Katharina - Sapelle der b. Wslfgang von Earl Auerbach; 4) h. Dreyfältigkeit von Michael Angelo; s) h. Andreas von Matthäus Manigclla; v) Mariä Himmelfahrt von Joh. Spielbergcr. In der Barbara-Capelle, deren Evxrianus-Altar aus schwarzem Eben« 44 r Holze ist, befindet sich oberhalb »et Einganges das »onHung- linger, Professor der k. k. Ther. Ritter > Akademie, gemahlt« Dildnig der h. Thecla. In der Kreuz-Capelle wird auf einem Attare ein ans Holz geschnitztes großes Kreuz verehret. Den kostbaren Tabernakel und die Leuchter dazu, welch« l kör sind verfertiget worden, dann die von dem berühmten F.Mefferfchmidt aus Genueser Marmor gearbeiteten, 7 Schuh hohen Statuen des h. Johannes und Maria am Kreuze hat die Herzogin» Emanuel« von Savoyen machen lassen, welche in dieser Capelle ruhet. Auch liegen hier der berühmte Feldherr Prinz Eugen, und Emanuel, Herzog von Savoyen, Gemahl der erstgedachten Herzogin»!, welcher beyde» daS prächtige Monument in dieser Capelle errichten ließ. Unter den vielen Grabmählern dieser Kirche zeichne» sich noch auS: l) DaS prächtige Denkmahl Kaiser FridrichS deS III., der im Jahre I 4 y; starb. ES ist auf der rechten Seite des SanctuariumS, u»ter dem großen Kreuzaltare, aus weiß und roth gesprenkeltem Salzburger Marmor, ir Schuh lang, 6 H breit, S hoch, und hat bey ZOO Figuren und zg Wapen, Alles von RiklaS Lerch, Steinmetz aus Straßburg, sehr fleißig bearbeitet; «S hält jedoch mit Kunstwerken unserer Zeit von dieser Art keinen Vergleich A» den vier Enden sind die Bildnisse der Ehurfürsten mit ihren Wapen. Zu oberst des Mo, numenteL ist Fridrich in Lebensgroße, liegend, im Kaiser- Srnate. Dieses Monument, an welchem Fridrich selbst zwanzig Jahre, und sein Sohn Maximilian auch fast so lange geil arbeilrn ließ, soll 40,000 Ducaten gekostet haben. — 2 ) Rudolphs des IV. und feiner Gemahlin» Katharina, an der Epistel - Seite des großen Frauen-Altarei. Er liegt auf dem Deckel rechter Hand im Haruische ic. — r) Johann En- fpiuiansGeschichtschreibers, Doctors und Lehrers der Arze- ') In der Kirche des Deutschen HauseS ist auch ein Denkmahl eines Johannes LnspinianuS, welcher aber isii starb. neywiffenschaft, auch Stadtanwaltes, f I52Y 4) Des Card!» nalö Grase» vonLollonilsch, f 1751. 5) D«S Kardinals Grafen von lrautsohn, f 1757 -c. — 2« die Gruft, welche Herzog Rudolph »er IV. für sich und seine Nachkommen erbaute, werden seit langer Zeit die Eingeweide aller Derstorbenen aus dem regierenden Erzhause beygesetzt. Sie ist am Ende der Altar-Chorstühle gleich bey den Stufen, worauf man zum Hochaltäre geht. Alle Jahre am 2. Nov. wird diese Gruft geöffnet, wo sie jedermann besehen kann.—Die Kanzel ist von mühsamer, sehr alter Steinmetz-Arbeit, worauf sich die vier Kirchenlehrer befinden, verfertiget und lSOS auSge- beffert worden. Ihr Baumeister war Mich. Anton Pilgram, der unter derselben, von Stein «uSgebauen, abgebildet ist.— Die geistliche Schatzkammer, welche Gebeine von Heiligen, Kirchenkleinodie» rc. enthalt, ist hinter dem h. Kreuzaliarez der Eingang aber bc»m Hochaltäre. — In den Heyden Sakri- steyen sind schöne Gemählde von M. Altoinonte.—Die Kirche hat zwo» Orgeln; die größte (auf dem steinernen Chore) ließ Georg Neuhaufcr, Anfangs Kirchendiener bey St. Stephan , dann Branntweinbrenner i» Wien (f 1724) verfertigen. Sie war lange unbrauchbar, wurde aber im 2- 17Y1 mit einem Kostenaufwande von yooo ff. wieder hergestellck. Die kleinere (auf dem hölzernen Chore) wurde 1701 vom kaiserlichen Srgelmacher Ferd. Römer verfertiget. —Die Außenwände der St. StephanS-Kirche sind mit sehr viele» Figuren, Basreliefs, Grabmahlern -c. überhäuft, wovon LaS Denkmahl deS ProtuciuS CelteS, Lehrer der Dichtkunst, unten am un- ansg-bauetenThurme, das merkwürdigste ist. Auf der linken Seite der Kirche, an der vorderen Ecks, ist eine steinerne Kanzel, worauf im 1.1451 2°h- EapistrauuS Predigte» hielt. Sie wurde 175» erneuert und mit der Statue dieses Heilige» geziert. Be» dieser Kanzel ist der Eingang zur neuen Gruft. An den Ecken »er Kirche wird auf einer Seite H. Rudolph der IV., auf der andere» seine Gemahlin» Katharina, auf 4Y4 Löwen stehend, mit Wape» von Österreich „nd Wien, vor- gcstcllt, und endlich hoch an dem Gesimse sind die Statuen Le» h. Stephan, Lorenz und Michael. — Die zwey vorderen Thürme, welche gegen Westen stehen, und als Über- dleibfel der alten, zuerst erbauten Kirche, bey boo Jahre al« sind, sind ganz ans Steine» aufgeführt, und reichen nicht weit über das Krrchendach. In diese» Thürmen hänge» sechs Glocken. Gegen Osten ist der so genannte unausgebauete Thurm, welcher nicht mit dem hohen zugleich zu bauen angefangen wurde, sondern erst im 2. l450 unter K. Kridrich dem III. Der Bau ging langsam vor sich, und I51l, als er die Höhe von l5 Klaftern erreicht hatte, stand man von demselben ab. Wegen starker Beschädigungen, die dieser Thurm hatte, mußte er im I. l7bs fchncll^ausgcbeffert werden. — Gegen Mittag ist der hohe auSgebaute Thurm; einer der höchsten in Europa. Der Bau desselben wurde im I. iZsitl bo» gönnen, und I4LL vollendet. Seine ganze Höhe beträgt 74 Klafter 4 Schuh. Er ist aus Quadersteinen, deren einer mit dem anderen mittelst eiserner Klammern befestiget ist, erbauet, und mit durchbrochener Steinmetz-Arbeit und verschiedenen Bildern der Heiligen geziert. Oberhalb der Uhr läuft rings herum ein Gang piit 12 Pyramiden, deren jede einen vergoldeten Knopf hat. Gleich unterhalb der Spitze sind an den vier Ecken Hirschgeweihe, und nicht weit davon zeigt sich eine in Stein gehauene Viehweide» »ermuthlich zum Andenken, daß einst hier eine Weide war. Auch sind an dem Thur- rne mehrere Wape» angebracht. BiS zur engeren Spitze führen 700 Stufen; auf die oberste Spitze muß man aber auf Leitern steige». 2n diesem Thurme hängen L Glocken, darunter ist besonders diejenige schcnswürdjg, welche Kaiser Joseph der!, gießen ließ. Sie ist mit schönen Bildern und Wachen verziert, ro Schuh 2 Zoll hoch, und bat im Umfange Al Kuß; ihr Gewicht beträgt ;Z4 Ccnkner, und das ihres Kloxpess (- und eineu halben Schuh lang) noch besonders i; Eentner 2» Pfund. Der Helm, an dem sie dangt, «legt b4 Eentner; da« Eisenwerk, womit Sie Glocke befestiget ist, 82 Sentner. Johann Achemer, k. k. Stuckgießer, hat sie im 2 t7ll verfertiget. Nachdem der Magistrat vorher alle Canäle und unterirdischen Gewölbe vom rochen Thurme bis zur St Stephans > Kirche wohl untersuchen und nöthigen Ortet unterstützen ließ, wurde sie auf einem eigens dazu verfertigten Wagen von 200 Menschen ans der Leopoldstadt herein geführt »), am 15-. December ,7ll eingeweihet, und mittelst einer noch vorhandenen Maschine in den Thurm aufgezogen. Bcy dem feyerlichcn Einzuge Kaiser Earls de» VI. i» Wien am 2ö> Jänner t7l2 wurde sie zum erste» Mahle geläutet. Die Uhr des ThurmeS schlägt bloß Stunden, die Viertelstunden werden von den Thurmwächtern geschlagen. Die Uhr» «afel ist 2 Klafter s Zoll hoch, 1 Klafter g Zoll breit. Di« Ziffer sind 2 Schuh lang, 12 Zoll breit, und der Stundenzeiger mißt 1 Klafter 4 Zoll. Zur genauen Richtung dieser großen Uhr ist in dem Thurme, nebst mehreren Sonnenuhren, und der sehr künstlichen Uhr des berühmten Augustiner-Frater David, auch ei»e MitlazSlini« nach den Angaben des gelehrten Pater Franz im 2- 174t gezogen worden. — Billetten, um den Thurm ersteigen zu dürfe» j erhält man im Kirchenmeister-Amte auf dem Stephant-Platze Nr. 874. ') Diesem widerspricht k. Marian in feiner Geschichte der Slerisey st. B. Seite 7: «Don der großen Iofephinische» Glocke ist «S irrig, daß selbe aus der Leopoldstadt herein geführt worden scy; denn fütfS erst« hätte sie wegen ihrer Schwäre und drückenden Last die Schlagbrücke nicht tragen können; für'S zwey'e ist sie ja nicht in der Leo- poldstadt, sondern auf der Wendelstadt unter der Pfarre St. Ulrich ic. -c. gemacht worden.- Er sagt weiter: «Man sey damit um die Stadt gefahren, und habe fi» dev« rothen Thurm« glücklich herein geführt - Unbefleckten Empfängnis Mariä (Capelle zur). In dem gräflich Harrach'schen Freyhause auf der Freyung Nr. 2Zg, welches juglcich das Majorats-Haus ist. Mit dem im Jahre ibsy angcfangenen Baue dieses Hauses auf einer Brandstätte, welches schon itz24 käuflich an den Herr» Earl Freyherrn von Harrach kam, ist auch die Eapelle, so wie sie gegenwärtig steht, erbauet worden. Den 22- Aprill 170Z wurde sie von dem Wiener Fürst-Bischof« und nachherigem Erjbischofe von Saljburg Kranj Anton Grafen von Harrach eingeweihce. Den Bau leitete der Baumeister Johann Kcrnowsky. Das Altarblat« (Maria von den Engeln umgeben) ist eine Eopic nach I. R. Spagnioletto, wovon das Original sich in der gräfliche» Gallcric befindet. Die Vorstellung der Fresco-Mahlerey der Kuppel ist dem Altarblatte entsprechend. Unserer lieb en Frau (Kirche ,u). DaS Stift und die Kirche wurden von Heinrich Jasomirgott im I. 1,58 gestiftet, «elcher Schottische Benedictincr - Mönche in das eben von ihm erbaute Kloster aufnahm, in dessen Besitz sie bis »um I. l4l« waren, -u welcher Zeit Deutsche Mönche dieses Ordens davon Besitz nahmen: doch ist der Rahme Schotten geblieben. Schon im I. >187 wurde die Kirche «u einer Pfarre erhoben. Sie brannte mehrmahl ab, wurde 1647 (laut Kirchenbuches i Antonius ^dliss L^otevsis »eäisicavit Itz47) wieder erbauet; ward aber lb8Z, während der Tür, kischen Belagerung, neuerdings ein Raub der Flammen, im I. iHstV jedoch so hergestkllet (8ebast. .5s>!>. 8oot. reetaur»- vii), wie sie jetzt ist. Vermöge der im Bogen vor dem Presbyterium angebrachten Inschrift wurde sie unter Ferdinand dem III. im I. 17Z2 erneuert. Das Hochaltarblatt, Maria i» der Glorie, von allen Heiligen umgeben (lhLZ) und die Seitrnaltar-Gemähld« Petrus und Paulus (ltzr 2 ), daun 4-7 Christ»! am Kreuze (,b54) sind von Joachim Sandrart; Mariä Himmelfahrt (lb5S)> b. Sebastian (»Ksö) und h. Benedict (»Hz«) von Tobias Bock; h. Gregor (»652) von Georg Dachmann ; h. Anna (rdsy) und h. Barbara ttbsy) von Jeron. Jochmu!. Sämnitliche Gemählde wurden in den Jahren »78b und »787 von Leonhard Herlein (au! Fulda) re- staurirt. Di- Kirche erhielt im I. 1804 durch Len Herrn Att Benno Pointner eine neue, von Ignaz Kober verfertigte Orgel. Denkmahle sind viele in der Kirche; hier nur einige der schönste» und merkwürdigsten: Hinter dem Altäre der h. Anna, am Eingänge derEhorstiege: Da! der Gräsinn Windischgrätz, au! grauem Marmor, mit dem Bildnisse der Grästnn aut Mosaik, mit der Inschrift: Joooplioe e Lonutiliu» »l> Lr- cköck (ionjugi od oximia» virtutes msiiwus ckiiectas. »Stal!» Ly O»>, l777 ckelunetue storspliu» ?icco!. 6omo« » ^Viuckioch - 6raeln k (Diese! Denkmahl wurde Im Jahre »780 errichtet.) — Dann: Ernest Rüdiger! Grafen UN» Herren von Stahremberg, Stadt-Commandanten währen» der Türkischen Belagerung Wien! im Jahr« »b»i. — Ludwig! Andrea! d. h. R. Reich! Grafen von Khrvenhüller» Ritter» de! goldenen Vlieffe!, General - Feldmarschall! den 20. Jänner 1744 re. Ursula (Kirche zur h.). In der Johanne!>Gasse. Lut mehreren angekauften Häusern erbauten die im I. »660 von ^ der K. Eleonora au! Lüttich nach Wien berufenen Ursuliner- Sionnen Kloster und Kirche, welche im I. »Ü7L eingeweihed wurdd. — Die Kirche hat sieben Altäre. Da! Hochaltarblatt: Schutz der h. Ursula und triumphierender Martertod. r) H. Angela, Stiften»» 8oc. 8i. krs. r) H. Aloysiu!. 4) H. Jg« natiu!. 5) Unbefleckte Empfängnis, Mariä, b) H. Jacob«! und Johanne!. 7) Der leidende Heiland. — (Die Nahmen der Meister dieser Gemähld« könnt« ich im Kloster selbst nicht erfahren.) In den Vorstädten. ÄgydiuS (Kirche zum heil.). Zu Gumpendorf. Sch»» ' viel früher war hier eine Kirche. Der Bau der jetzigen aber ivurde im Jahre I7bs begonnen, 1770 von Reumund dem Älteren unter der Direktion des Hof - Architekten von Rofen- stingel vollendet und die Kirche eingeweihet, am t. May 1820 aber feyerlich consccriret. Das Hochallarblatt (der heil. Ägydius i» der Glorie) ist von Joseph Abel. Eine» der vier Seitenaltäre (die unbefleckt« Empfängiß) vom Kremser Schmidt; das 2. (Christus am Kreuze) von H. Prof. Redl; das Z. (h. Johann der Täufer) vom erwähnten Schmidt; das ». (die h. Martha) von Kreipel. Sie blieb seit ihrer Ent» stehung bis jetzt eine Pfarrkirche. Anna (Capelle zur heil.). In der Josephstadt Caval« lerie-Easerne, welches Gebäude früher ein Eigenthum des Grafen Haugwitz, hernach aber von Kaiser Joseph dem ll. an sich gekauft, und später zur Kaserne verwendet wurde. Diese Eapelle ist im I. l757 von Kridrich Wilhelm Grafen von Haugwitz erbauet und am Z. Julius I7SS vom Grafen Migazzi consecrirt worden. DaS Hochaltarblatt: h. Anna; die Seitenaltär«: H.AranciScuS Xaver und Johamf von Ne» pomuk sind von unbekannten Mahlern. Barmherzigen, siehe Johann der Lauser. Earl von Borromä (Pfarrkirche zum- ). Auf der Wieden am Glacis. Der vom Bischöfe von Neutra Ladislaus Grafen Erdödn geweidete Grundstein zu dieser Kirche wurde »on Kaiser Earl dem VI. am 4. Februar l7tb gelegt, und am 2S. Oktober »7Z7 ward sie vom Cardinale Kollonitsch feyerlich eingeweihet. Sie ist rie prächtigste unter asten Kirs chrn Wiens, und Hai auch eine sehr schöne Lage auf einer Anhöhe, mit der Bordcrfcile, die mit mehreren marmornen Statuen besetzt ist, gegen die Stadt gekehrt. Den Entwurf dazu machte Fischer von Erlach, unter dessen Aufsicht auch der Bau von Philipp Martinesti ausgeführt wurde. Auf eilf steinernen grossen Stufen steiget man ju dem auf sechs Säulen Eorinthischer Ordnung ruhenden Portale oder bedeckten Eingänge hinan, an Lessen Giebel, der ein Dreyeck bildet, in halb erhabener Arbeit auf weisicm Marmor die Wirkungen der Pest in Wien dargestellt sind, llnter diesem Gebilde stehet mit gegossenen, vergoldeten» iS Zoll langen Buchstaben: v2ch werde dem Herrn mein Gelübde !m Angesichte derjenigen darbringen, die ihn fürchten.) Zu beyden Seiten dieser Portales sind jwey 4l Schuh hohe, frey stehende hohle Säulen, welche im Durchmesser 1 Z Schuh haben, und Mit Wendeltreppen» die bis zu den Eapitälern führen, von innen versehen sind. Auf einer sind das Leben und der Tod des h. Carolus, auf der andere» dessen Wunderthaten in gewundenen Reihen von oben bis unten und in halb erhabener Arbeit auf weißem Marmor dargestellt. In jedem der kleinen Tbürmchen ju oberst dieser Säulen ist eine Glocke, und an de» Ecken der Eapitäler jeder Säule sind vier aus Cyprischem Erze gegossene, vergoldet« ALlrr, welche, mit den Flügeln zusamttien stoßend, ein Geländer bilden. Das Hauptgebäude der Kirche ist viereckig, und in Lessen Mitte eine von innen is» hohe, io» breite, achteckige, mit Kupfer gedeckte Kuppel, und oben darauf eine kleine Laterne. An beyden Seiten der Kirche sind zwei) Nebengebäude in Form von Triumphbögen, unter welchen man Lurch Seilenthüren in die Kirche gelanget. Über denselben sind die Glocken und Uhren. Das Hochaltar stellet den h. Carolus vor, auf Wolken kniend, wie er in die himmlischen Freuden ausgenommen """ 500 wird (Bildhauerarbeit aus weißem Marmor). Die Gemählde der Seitcnaltär« sind: H. Lucas von va» Schuppen; h. Elisabeth von Daniel Gran; Witwe von Naim von Altomon- t«; Mariabilf von Ricci. Das Gemählde der Kuppel (wie Maria de» h Carolus der h. Dreycinigkeit in der Glorie verstellet) ist von Rothmayer. Dem vaterländischen Dichter Heinrich von Eollin ist »on seinen Freunden ein schönes Denkmahl in dieser Kirche errichtet worden. Dreycinigkeit (Kirche zur h.). In der Alserpor« siadt Hauptstraße. Sie wurde »on den Trinitariern (welch« im 2- ltzs» die Erlaubniß zum Bau« einer Kirche und einet Klosters erhielten, auch zu Eude des 2- ibsü und zu Anfang« d. 2- ibsg indessen eine, Capelle aufführen ließen,) im 2ahre tbgs zu erbauen angefangen, und Leopold der I legte am is. Lprill des letzt erwähnten 2ahres den Grundstein. 2m 2. löys wurde sie (wahrscheinlich) eingeweihet, wenigstens standen schon zwei, Altäre darin, und am rs. Der. d. 2- ward das erste Hochamt gehalten. Die Zeit ihrer Vollendung fällt erst in das 2- 1702. Di« Kirche hat ein- schöne, Mit Figuren gezierte Fayade, und zwe» wohlgebaute, mit Kupfer gedeckte LHürme. Das Hochaltarblatt (b. Dreycinigkeit), die Scitenaltargemählde (h. Anna, h. drey König«, Michaels Erscheinung, Franz Ser. und unbefleckte Empfängnis;, so wie das Gemählde in der Seiten-Capelle ^h. Anton von Padua) sind von unbekannten Mahlern, 2»seph der II. erhob sie im Jahre 17SZ zur Pfarre. Dreycinigkeit (Kirche zur heil ). 2n der Alservor« siadt Carls-Gaffe im k. k. Waisenhausc. Kaiser Carl der VI. legte am 2. August >722 den Grundstein zu dieser Kirche. 2m 2. 172L wurde sie vom Erzbischof« Gr. ». Kollonitsch zvl eingeweiht. Der Hochaltar stellt «inen auf Säulen ruhende« Thronhimmel vor. Über dem Tabernakel ist Christus am Kreu- «e. Gott der Vater erscheint mit dem h. Geiste unter Wolke« am Himmel bei Thrones. Die Kirche hat vier Scitenaltäre, Auf der Evangelien - Seite: l. H. Carolus von Dorrvmeo; ein Gemäblde nach Rothmayer. 2 . Apostel Petrus, wie er über die Wogen des stürmenden Meeres Christo -ueilt, von Chevalier Iloeuier-. Auf der Epistel-Seite: 1. H. Januarius, den wilden Thieren »orgeworfen. Man liefet: Har- lino LItomonte ^lespoiitano 1725. 2. H. Rosalie; ein schönes Gemählde, welches aber schon vom Zahne der Zeit gelitten hat; ohne den Nahmen des Meisters. — Drei» von de« SomnMären, denen Carl der VI. die Sorge über Len Bau der Klrche aufgetragen hat: Graf Jos. von RifoS, Baron ^oh. Lambert ü'Okie und Don lVicoia Loi'äagna, liegen in der Kirche begraben. — Verschiedene Umstände hatten lange die Vollendung des KirchcngebäudeS verhindert; es erhielt dieselbe erst im »origen Jahre. Elisabeth (Kirche zu der h.). Anfangs der Dorstadt Landstraße. Sie wurde im I. 170Y zu banen angcfangen, 1711 vollendet und den b. Sopt. eben dieses I. eingeweihek. Der damahlige Architekt war Matthias Gerl. Im I. 17Z4 wurde sie um den dritten Theil vergrößert, die ganz« Kirche um z Klafter durch den N. Ü. LandschaftSbaumeistcr Frane Anton Pilgram höher gebauet, und am Sonntage nach dem Teste Peter und Paul eingeweihet. Im Jahr- 1741 hatte sie durch das Ausireten des Wien - Flusses Schaden gelitten» wurde aber 174L wieder schöner» als vorher, hergestellet; auch 174« ein neuer Kircheothurm erbauet. Das Hochallar- blatt (die heil. Elisabeth in der Glorie) ist vom berühmten Simbal (1711); »er Kreujgltgr (Berg Salvari«) und der Columba > Altar') (h. Livinus» Bischof) sind von Johann Georg Baumgartner (t7ll) gcmahlt. Der einjig« Grabstein, der sich darin befindet» zeichnet sich durch seine besondere Inschrift aus: Hier ligt di« Hochw. in Gott geistliche Trau IVlor!» äosepfi» von der H. Dreyfaltigkeit. Welche im Leben und Tod, den Menschen und Goit treu gewesen. Ihr Geburtsort dieser Zeit, wäre im Niederstift Eölln zu Ortin« gen, und da» Leben »er Ewigkeit, Hat Sie im obern Engel» land des Himmels; Dieses, und noch Z andere Klöster Ihre» Ordens hat Sie erbaut, anbcy aber vor sich selbst, Einen Ewigen Tabernacl zu erbauen nicht vergessen, denen Kran- «ken bat Sie gedienet, und denen Gesunden hat Sie geherr- schet. Das Erste mit Lieb, das andere zugleich mit Norcht» doch beydes so glücklich als löblich. Zweymal hat Sie die h. klolesijio» abgeleget, und damit Ihren Gott Ewige TrclK bezeiget. Ihr Leben war geistlich, Ihre Sitten auferbäulich, Ihr ganzer Wandl scheinbahr, daher Sie so viel zur Geistl. Nachfvlg gezogen, und der Welt selbst in die Augen geleuch, tet. In Worten war Sie männlich, in Wcrcken mehr dann weiblich. An Klugheit und Vernunft von beydcn zu bewundern. 77 an Alter, LZ in dem Orden, und nicht gar r Jahre nach der Anderten krolelHon, Hat Sie erlebet in der Zeit. In der Ewigkeit aber ist Ihr kein Zahl gesczet. Sie hat gedienet Gott und den Menschen, der leztere ist Ihr zu dancken auf Erden, Der Erster« aber Sie zu belohnen schuldig im Himmel. Sie starb im äckvent 1726. Und als «in Meise Jungfrau Dem ankommenden Göttl. Gespans entgegen zu gehen. kere. ') So genannt, weil hier der Leichnam der h. Columba ruhet. 505 Florian (Kirche zum heil ). Zu MahleinSdors. Wurde im I. 1725 erbauet, und war bis l7SZ> wo cs zu einer Pfarre erhoben ward, eine Filiale von Sr. Stephan. Die Nahmen der Mahler des Hochaltarblattes (h. Florian) und der beuten Seltenaltäre (Christus am Kreuze und heil. Aloysius) find unbekannt. Januarius (Capelle zum heil.). Auf der Landstraße im k. k. Lustgebäude Nr. 54Y. Sie wurde im Jahre 1754 von A. Th. R. Gr. von Harrach erbauet, und 1755 vom Cardinal Kollonitsch cin^eweihet. Das Hochaltarblatt, der h. Januarius, ist von Marti» Altomonte (1755). Im Presby- terio ist eine metallene Statue des heil. Januarius. An der Hinterwand der Capelle find Grabsteine aus rothem Marmor von den Grafen von Weyr, welche aber (laut ihrer Jahrestahl 154b) vor)cr anderswo gestanden seyn müssen. Johann von Nepomuk (Kirche -um heil.). Ji» der Leopoldstadt Praterstraßc. Im Jahre 17S0 wurde der Grundstein -u dieser Kirche gelegt, und 178b erhob sie Kaiser Joseph der II. zur l. Pfarre. Der Nähme des Mahler» des Hochaltarblattes ist nicht bekannt; die im Presbptcri» hängenden Gemäblde (Leo« Komo und schmerjhafte Mutter) sind von Heinrich Sleegmayer (seit isiy). Johann dem Täufer (Kirche zum heil ). In der Al« servorstadt Währinger-Gasse i» dem zum allgemeinen Krankenhaus« gehörigen Gebäude Nr. 255. Dies« Kirche wurde im I. 157Y erbauet und am 22. Junius diese» Jahres ein, Heweihet. Das Altarblalt stellt die Tauf« Jesu durch Johannes vor. Di« Seitenaltäre: Jesus , Maria und Joseph 5v4 (Hhlgemählde;) dann die schmerzhaft« Mutter und Christus am Kreuze (Statuen aus Holz). Johann dem Täufer (Kirche zum h). In der reo, poldstadt Tabor - Strafe an dem Kloster und Svitale des Ordens der barmherzigen Brüder, welche im 2. ibir aus Empfehlung Carls »on Liechtenstein vom K. Matthias hier ausgenommen wurden. Das Jahr der ersten Erbauung der Kirche ist nicht bekannt (wahrscheinlich um >H>4). Im I. ibss brannten Kirche, Kloster, Thurm ic. ab, und alle Urkunden wurden »on den Flammen verzehrt; aber schon ibsb waren Kirche. Spital ic. wieder erbauet. Während der Türkischen Belagerung im I. >b«z wurden Kirche und Kloster verwüstet, aber nach dem Abzüge der Feinde sogleich wieder hergestellct; auch erhielt die Kirche vorn einen großen Thurm. Die fet-er- liche EiiNveihung der erneuerten Kirche ges.fah am 22. May 1by2 durch Johann, Tlbt zu den Schollen. Bald darauf wurde auch der Thurm erhöhet, und über dem Frontilpicium des Hospitals die Statue der Mutter Gottes, dann links und rechts die Statuen des h. Johanne» von Bott (Stifters des oben erwähnten Ordens) und der h. Elisabeth aufgeftellet. Im I. >714 hat ein heftiger Wind di» Kuppel von dem neu «rhöheten Thurm« herab geworfen, welcher aber >74» wieder «ine neue Kuppel und eine mit Kupfer gedeckte Dachung er, hielt, deren Zimmerarbeit für ein Meisterstück angesehen wird. Den Hochaltar ziert das Gemählde de» heil. Iohan« »es des Täufers, dann find im Chore noch die Altäre der h. Dreyeinigkeit und Christus am Kreuz«. Don der Epistel- Seite herab ist die schöne Capelle, auf deren Altar die Statue des h. Johannes »on Gott; dann folgen Li« Altäre des h. Carolus Borromäus (an dessen Seite zwey Trabschristen) und des h. Sebastian; endlich die Tobten-Capelle mit dem Altäre und Bild« der Abnahme des Heilandes vom Kreuze. L0S Link« sind di« Altäre des h. Johann von Nepomuk und der h. Anna. — Die Nahmen der Meister sämmtlicher Gemahl- d« sind unbekannt. Johann dem Täufer (Eapeve zunt heil.). Inder Vorstadt Thurv. Über die erste Erbauung dieser Kapelle konnte ich nichts Sicheres erfahren; so viel ist gewiß, daß di« jetzige im Jahre t7ir von der Gemeinde erbauet und I7b4 vergrößert worden ist. Das Altarblatt und die Kuppel find von Oblaffer. Joseph (Kirche zum h.)? Auf der Laimgrub«. Am 27. August lbS7 wurde vom Erzherzoge Joseph, Sohne Leopolds des l., der Grundstein zu der jetzigen Kirche gelegt; der Vau um ibqr vollendet. Die Nahmen aller Künstler, welche die Gemählde dieser Kirche (nähmiich des Hochaltar- blatke«, h. Joseph: der Seitenaltäre! t> Apostel Judas Thaddäus; 2 . h. Drepeinigkeit; z. h. Joseph; 4. h. Johann von Nep.; z. »je h. Apollonia; b h. Maria; 7. h. Anna; s. h. Anton von Padua) verfertiget habe», sind unbekannt. Im Jahre >7«s wurde die Kirche zur Pfarre erhoben. Joseph (Kirche zum h.). Zu Margarethen. Sie wurde im I. l7bs erbauet und am 2 S. Aprill 1771 vom Erzbischöfe Grafen von Arzt eingeweihet, auch an eben diesem Tag« von der K. M Theresia, im Deysepn vieler Minister, Kämmerer und Hof-Damen, »er Grundstein gelegt. Der Baumeister hieß Duschinger. Di« Architektur des HochaltareS und der Seitenaltäre besorgte der Hof-Architect Hohenberg. Da» Altarblatt (der h. Joseph) ist von Altomontc. Di« Seiten- altar-Gemählde (rechts: die h. Theresia; linkst die h. Anna) sind von Auerbach. Da» Alrarblatt, der Kanzel gegen 22 """ soff äöer (den h. Leonhard), hat Maulbertsch gewählt. Diese Kirche wurde im 2. 17SS zur Pfarre erhoben. Sie wird auch gemeinhin der Sonnenhof genannt, wahrscheinlich »enden Grafen von Sonnau, welche Besitzer des Grundes und des Gebäudes waren, das später in ein (nun nicht mehr beste« hendes) Dersorguiigshaus umgesialtct wurde. Kreuz (Kirche zum h>). Auf der Laimgruhe an der Stiftgaffe. Sic wurde i7Sb erbauet» 17»Y erneuert und mit einem Thurmevon besonders schöner Bauart »ersehen (Architekt Hcnrici), am 14. Deccmbcr 17YY aber erst feyerlich einge- kpcihet. T^>S Hochaltarblme (Christus am Kreuze,. Maria, Magdalena und Johannes) ist »on Heg; daS am Giebel (Gott Vater in den Wolken) von Hubertus Maurer. Di« Gemählde der Scitcnaltäre (dir Geburt und die Auferste« hung Christi) sind «on Vincenj Fischer. Kreuz (Kirche zum h.). Auf der Landstrasie Rennweggaffe an dem k. k. Garde-Gebäude. Sie wurde im 2- 17S5 erbauet, und am i. No». I7ffs in Gegenwart der K. M. Theresia vom Card. Mlgazzi eingeweihet. Das h. Kreuz soll von Strudl seyn; die Seitenaltäre (die h. Elisabeth und der h. Joseph) sind »on unbekannten Mahlern. Leopold (Pfarrkirche zum h.). 2n der Leopoldstadt Pfarrgaffe. Der Grundstein wurde am il>. August i(,7<1 in Gegenwart K. Leopolds des I. und seiner Gemablinn Margaretha gelegt, und in eben diesem Jahre wurde sie auch feyerlich eingeweihet. 2m 2- 172Z wurde sie jedoch neu und größer zu bauen angefangen, und im 2- 172S der Bau rollende« Den Entwurf zu diesem Baue hat Anton Ofpcl, gem. Sk- Wien Zeugwart, gemacht. Das Hochaltar»«» (der h. 507 Leopold, Markgraf und Patron von Österreich), dann d!> Seitenaltäre (Mariä Himmelfahrt, Christus am Kreuze, h. Johann der Täufer, h. Anton von Padua, h. Florian, -.Johann von Nepomuk) sind, so ivi» die Frese«-Mahlekey, sehr- schön, jedoch von verschiedenen unbekannten Meistern. Überhaupt ist die Kirche prächtig verziert. Grabstein ist nur der des Leonhard Winterhollers, bürgerl. Braumeisters, und seiner Gattinn, hier, welche die Segenmesse gestiftet haben. Erster» f 20. Jun. 1762; letztere f 2». Decembcr I7bi. Lorenz (Kirche zum h.). Auf dem Schottenfelde oder oder - Neustift "). Der Baiz dieser Kirche begann imJ. I78l, und wurde so ernstlich fortgesetzt, daß sie schon am 29. Sepk. 1786 durch den Grafen von Arzt feyerlich eingewcihet wurde. Die pfarrlichen Functionen begannen mit dem I. No». deS-- selben Jahres, ungeachtet der Bau, vorzüglich des schönen, von- einer Seite bloß auf einem Doge» der Kuppel ruhenden Thur- Mcs, erst 1787 vollendet ward. Die Kirche zeichnet sich durch ihr überall gleich einfallendes Licht, durch ihre bedeutende, verhältnißmäßige Länge und Breite, die Höhe der Kuppeln- und durch den schöngcspannlen Bogen des Musik-Chores vor' vielen anderen Kirchen Wiens aus. Die Kirche hat drei) Al» täre. Der Hochaltar (dessen ganze Rückwand mit Len Säulen und dem darüber gespannten großen Bogen, worauf Gott Vater segnend, von zwey Cherubinen angebethet, in den Wolken ruht), ist aus Salzburger Marmor,, der Tabernakel uns her Altar-Tisch aber sind aus weißem Tyroler Marmor, im erhabenen Style, nach der Angabe und Zeichnung des damah- ligen Direktors der Wiener Akademie Herrn Hage,lauer. Das Altarblatt, vom Freyherrn von Strudl gernahlt (19 Schuh Siehe di« vom jetzigen Pfarrer Honorius Kraus trefflich verfaßte Topographie dieser Vorstadt. Mit einem Plane derselben. Wien t»2t. 22 ' 5ÜS »och, 11 Schuh breit), stellt den sich in Wolken zum Himmel aufschwingenden Märterer Laurentius in jenem Augenblicke vor, in welchem er seinen durch den Märterer-Tod ihm früher entrissenen Lehrer, den Papst LystuS. unter den Verklärte» erblickt. (Die schönen Gruppen, die richtige Beleuchtung und die gefällige Karbenwahl haben manchen Künstler »eranlasit, dasselbe für ein Werk aus derJtaliänischen Schule zu halten.) An der Tumba dieses AltareS ist die von dem berühmten Prokop verfertigte, in Bley gegossene, halberha- bene Vorstellung der Grablegung Christi benierkenswerth. Die Gemählde der zwey Seitenalläre sind vom Hofkammer- mahler Troger, wovon eines den sterbenden h. Joseph, das zweyte die unbefleckte Empfängnis, Mariä »orstcllt. Ein grosser Schatz dieser Kirche ist auch die durch den berühmten Abbe Johann Fridrich Christmann. Mustk - Compositcur und Mechaniker verfertigte Orgel mit 2L Registern, wovon rl durchaus zinnerne Pfeifen haben, und unter welchen sich jene der Flöten, Cornetten, Viola cki 6aml>» und die Vox Humana mit dem Eccho vorzüglich auszeichnen. Der große Organist Albrechtsberger spielte sie in Gegenwart des unsterblichen Mozart zuerst an einem Nachmittage vor einer zahlreichen, kunstverständigen Versammlung, und Beyder einstimmiges Urtheil siel Labin aus: »Diese Orgel behaupt« »unter allen Orgeln Wiens den ersten Platz, «Heils des überaus leichten Spieles und der besonders lieblichen Töne, theilS »der eigenen, von der bisher gewöhnlichen ganz abweichenden »Struktur wegen, da z. B. ein siebenjähriger Knabe mittelst »enieS einzigen leicht beweglichen Hebels den Wind in die Or- »gel treiben kann u. s. w.« Das Gemähldc in der Seilcn- Capelle (Mariahilf) ist von Joseph Hurtl, und der Blumenkranz um die Madonna von Franz Hurtl. 50>) Marcus (Capelle zum h), insgemein St. Marx genannt. An dem äußersten Ende der Landstraße im Spitale und Dersorgungshaufe für arme Bürger '). Sie soll schon im 2> I4lv erbauet worden seyn; wenigstens spricht ihre alte Gothischc Bauart dafür. Der Thurm wurde erst in den Jahren lbrd—1k>27 dazu gebauet, wie dieses di- daraus stehende Inschrift beweiset, ob er gleich viel älter als di« Kirche, auS- steht. In den die Capelle umgebenden Mauern find »iele Grabstein« eingemauert, die meisten aus dem sechzehnten Jahrhunderte; manche mit gut gearbeiteten Figuren undWa- pen. Lus neuerer Zeit ist in mancher Hinsicht der Denkstein des, hier begrabenen kais. Hauptmannes Johann Gandender« ger merktvürdiz. Margaretha (Kirche zur h.). In der Weißgärber- Vorstadt. Im I. lbsr wurde die Kirche »"stört, ibyo aber, von Leopold dem I. der Grundstein zu der jetzigen gelegt, welche auf Kosten verschiedener Wohlthäter erbauet ward. Erst am 5 . Jlinius l74ü wurde sie vom Erzbischöfe von Kollonitsch seherlich cingeweihet. Das Hochaltarblatt (die h. Margareth) ') Eine gewiß sehenSwertbe Anstalt. In 52 Zimmern find über Zoo alte, gebrechliche Personen verlheilt. Außer diesen Gemächern find hier noch die Wohnungen des Verwalters, Beneficiaten ic., dann die Kanzelley mit schön gearbeiteten Büsten Sr. M. dcS Kaisers, Sr. E. des Grafen Saurau, des Herrn Barons vo» Hochkirchen» der H. »on Wohlleben und von Lobes, auf marmornen Büsten, von Klein. Im so genannten Kaiserzimmer find die Veteranen der BürgerspitalS-Wirthschafts-Eommiffion und andere brave Männer in wohlgetroffenen Shlgemähla den aufgestellet. Merkwürdig und sehr nützlich zugleich find die hier vorhandenen neuen Krankenbetten und der von H. Mälzel verfertigt« künstliche Lehnsessel. und die Seitenaltar« (die Mutter Gottes und Jesus, Mari« und Joseph) sind »sn unbekannten Künstlern. Sie wurde im 2- 17SL zu einer Pfarre erhoben. Mariä Geburt (Kirche zu). Auf der L andstraße Nenn- «eggasse Nr. 4S5. Schon 1743 lvurde hier eine Capelle erbauet; 17b2 der Grundstein zu einer grösieren Kirche gelegt, und diese im folgenden Jahre zu Stande gebracht und ein- geweihet. Am 2k. März 17b» legtest jedoch K. Joseph der II. und Maria Carolina, Braut des K. von Sicilien, den Grundstein zu einem noch größeren Baue, ivelcher so beschleuniget wurde, daß schon am 7. Dec. die feyerlich- Einsegnung durch Len Cardinal Migazzi geschehen konnte. DaS Hochamt dabey hielt der Weihbischof A. Marxer in Gegenwart der K. Maria Theresia und mehrerer Prinzen und Prinzessinnen. Di« .Musik «ährend desselben wurde von dem zwölfjährigen Wolfgang Mozart »erfaßt und mit allgemeinem Beyfalle »on ihm lselbst dirigire«. Baumeister der Kirche war Leopold GroSman. .DaS Altarblatt ist von Mauibertsch. Die Mahler der Seiten- -altäre (schmerzhafte Mutter, Christus am Kreuze, Maria Heimsuchung und h. Theresia) konnte ich nicht erfahren. Im .Presbyterium ist ein Gedenkstein, daß hier Papst Pius derVII. «nn kk. Aprill I7L2 sein Gebeth knieend »errichtete. Mariä Heimsuchung (Kirche zu). Auf der Landstraße Nennwezzasse. Die verwitwete Kaiserin«; Amalia legte am 13. May 1717 in Begleitung ihrer Töchter de» Grundstein zu dieser Kirche und zu dem Kloster der Salesianerin- aieii, deren ordenistifter dgr h. FranciScuS SalesiuS war. Im ^Jahre 171Y wurde der Bau »ollendct, die Kirche cingewei» het. und die Kaiserin» führte die »on ihr aus den Niederlanden hierher herufeoen Klosterfrauen, welche indessen im """ 5ll gräflich Paar schen Haufe in eben dieser Dorstadt ihren Aufenthalt hatten, persönlich in Procestion in das neu erbaut« Kloster een. Dasselbe besteht aus zwey »orragcnden Flügeln, zwischen welche» die Kirche stehet, die in Form der Peters- Kirche erbauet ist. Die Fa?aLe (in Korinthischer Ordnung) Pranget mit sechs schönen Statuen. Die inneren Verzierungen der Kirche sind reich an Marmor und Vergoldung. Das GcmLhlde an der Kuppel, welche mit Kupfer gedeckt ist, stellt Mariä Himmelfahrt vor, ist von Pcllcgrini, und hat 8000 st. gekostet. Das Hochaltarblatt ist von ran Schuppen, und er erhielt dafür LOO ft. An den Seitenaltären ist die Abnahme Christi von Hansens; derh Petrus und di« h. Magdalena von Pellegrinj; der h. Franz von Sales von einem unbekannt«» Mahler. Mariahilf (Kirche zu). In der Dorstadt gleichen Rahmens. Im Jahre lbbv erbaute auf dem den Darnabiten gehörige» Gottesacker der Priester Don Cölestin Ioannclli eine kleine Capelle von Holz, worin er das ihm cigenthümlich angehörige Marien-Bild zur Verehrung aussetzle, welche« noch heut zu Tage unter dem Nahmen Mariahilf bekannt ist. Da sich bald die Zahl der Verehrer mehrte, so wurde ein Altar aufgerichtet, und von oben genannter Geistlichkeit öffentlicher Gottesdienst gehalten, welche auch zu dem Ende eine kleine Wohnung dabey errichtete; allein jene Capelle und die Wohnung rer Geistlichen ward im I. kbs; bey der Belagerung Wiens von den Türken ein Raub der Flammen, und nur das Bild Mariens wurde mit genauer Noth von einem Einwehner von Mariahilf in di« Stadt gerettet. Im I. Iböb wurde durch die Freygebigkeit des Fürsten Paul Esterhöjy an dem Orte, wo vorhin die Capelle stand, eine Kirche aus Steinen zu erbauen angefangen, zu welcher den 2b. Aprill kbsb Graf von Trautsshn, Bischof in Wien, de» SI2 Grundstein gelegt hat. Nach Vollendung des Baues (tbsy) wurde das öden genannte Marien-Bild am l4 August in einer feyerliche« Proccffion «US der Stadt wieder hierher übertragen, und auf dem Hochaltar« zur Verehrung auSge- setzet. Die Kirche wurde in der Folge immer mehr vergrößert, und endlich lllZ so hergestellt, wie sie letzt ist; die feyerliche Sonsecration derselben erfolgte aber erst am 22. Oktober 17Z0 durch den Cardinal Kollonlifch. Die Vorstellung des Hochaltar - GemähldeS ist, wie oben gesagt, Mariahilf. Die Gemählde der Seitenaltär« sind: Die h. Ann« vonSkomanz; der sei. Alex. Souli »on Leicher ; dieh. Thekla; der gekreuzigte Heiland; der h. Carolu» DorromäuS; der h. 2oh. von Nepomuk; der h. Erzengel Michael und der h. Anton von Padua; alle »on unbekannten Mahlern. Die kunstreiche Mahlere» des KirchengewölbeS ist »on Herrn Troger und seinen Gehülfen Hauzinger und Strattmann. Die Kirche Mariahilf wurde im I. i7sr zur Pfarre erhoben; früher war dis hiesige Gemeinde bey St. Michael einge- pfarrt. Die wenigen Grabsteine in der Kirche find unbedeutend. Maria Treue (Kirche zu). In der Josephstadt auf dem Piaristen-Platze. Im Jahre ltzys legte K. Leopold der l. den Grundstein dazu; I7ly ward sie zur Pfarre erhoben, henedicirt, und erhielt de» Nahmen Mariä Treu« »on dem von Joseph Herz gewählten Maricn-Bilde, welches bey der feyer- lichen Einsegnung im erwähnten Jahre aus einer Capelle auf den Hochaltar übertragen wurde. DaS groß« Hochaltgr- gemählde (Mariä Vermählung) und die Kuppel (um isoo fl.) sind »on Maulbertsch; die Gemählde der großen Seitenaltäi- re (Joseph von Calafanz und Freundschaft Christi) von Felix Leicher. Zwei) Gemählde der vier kleineren Seitenaltäre (Christus am Kreuze und Johann »o» Nepomuk) sind eben- falls von Maulbertsch; die anderen zwei» (h. Sebastian «nd h. Barbara) sollen von Brand scyn. Die Figuren an dem Frontispicium der Kirche sind vom Bildhauer Madeser im Jahre 1752 (um >700 si.) verfertiget worden. Mariä Trost (Kirche zu), siehe Ulrich. Mariä Verkündigung (Kirche zu). In der Noffa». Schon im Jahre lüZy war hier eine Caxell«; der Grundstein zur jetzigen Kirche aber wurde am il. Nov. ib51, am Geburtslage des Stifters Fürsten SctaviuS Piccolomini, feycr- lich gelegt. Der Bau hatte den besten Fortgang, als am 10. August ibrsi Piccolomini zu Wien starb. Nun gerieth der Bau in's Stocken, und erst im I. 1770 wurde er vollendet und die Kirche vom Bischöfe von Wallersdorf consecrirt. Baumeister war Carl Cannes«! (insgemein Carlon) genannt. Die Stucco-Arbeit in der Kirche ist von Johann Barbari- ?o. Im I. 1682 brannte die Kirche sammt Nebengebäuden bis auf das Mauerwerk ab, und wurde von den Türken in Besitz genommen. Die Heiligenbilder wurden größten Theilt verstümmelt und zerstört, nur der Propheten aus Stucco ward geschont, vermuthlich weil ihre Kleidung im Orientalischen Eostüme ist. Nach vielen Jahren wurde dir Kirche wieder hergestellt, und 1724 die Statuen vor der Kirche auf» gestellet. Im I. I7b5 wurde die Capelle des h. Peregrinui erweitert, der Altar aus Lilienfelder Marmor erbauet, und 17b7 die Statue deS Heiligen feyerlich aufgestellet. Joseph der II. erhob die Kirche im I. i?SZ zur Pfarre, welche von dem Orden der Serpjten oder Diener Mariens versehen wir». Mariä Verkündigung (Kirche zu). Inder Dorstadt St. Ulrich (die ehemahlige Arche der Capuciner» wel- rr ' »»»"> Lt4 che fammt dem Kloster im 2- I8io dem nur Triest ange» »ommenen Orden der Mechitaristen, Griechischen Ritus, «in» geräumt wurde. Der erste Bau dieser Kirche und des Kloster» (das älteste der Capuciner in Österreich) geschah i6t>Z - wurde aber lü8Z in die Asche gelegt. Feldmarfchall Graf Earl Serini ließ aber schon IÜ84 beyde wiotzer neu erbauen. Das Hochaltarblart (Maria Verkündigung) ist vom Kremser Schmidt; die beyden Gemähld« der Seiten-Eapelle (h. Magdalena und h. Anna) sind von Plaulbertsch. Im I. tSig wurde di» Kuppel von Schilcher neu gewählt. ^ Mariä Dermählung, siehe Mariä Treue. Mechitaristen, siehe Mariä Verkündigung, Nsthhelfern (Kirche zu den h. l»). 2m Lichtenthal. ^ Earl der Vl. legte am 20. No». 1712 den Grundstein zu 1 dieser Kirche, und zwar den ersten, deren er zu geistlichen Gebäuden gelegt hat. Im Jahre l7l4 wurde die erste h. Messe gelesen; t72Z die Kirche zur Pfarre erhoben, aber erst , I72y der Bau ganz vollendet. Im I. 1770 wurde zur Erweiterung oder vielmehr zu einem neuen Baue der Kirche geschritten, wobey Joseph der II. und M. Theresia den Grundstein legten. Lau- und Maurermeister war Joseph Ritter in ! fürstlich Liechtensteinischen Diensten. Di« Kirche hat in der ^ Länge 2ä° 2'; in der weitesten Breite l'; in der Höh« j q« 7 '. Sie bestehet (so ,u sagen) aus dre, Theilen, dem ! Presbyterium, dem mittleren und Hinteren Theile, deren je« > der mit einer Kuppel geschlossen und prächtig gemablt ist. Die Mahlerey ist «on Franz Zoller, und enthält die Eigenschaften Gottes und die Auslegung des Vaterunsers. Das über den Shor gespannt» Tewölb« enthält di« Vorstellung, wie JesuS di« Käufer und Verkäufer aus dem Tempel trei- bet. Besonders aber wird von allen Kunstkennern das Ge- mählde gelobt, welches sich oberhalb des Einganges auf dem Gewölbe befindet, den Pharisäer und den Zöllner, ihr Gedeih verrichtend, vorstellet, und von Franz Singer ist. Der im Jahre 1776 erbauet« Hochaltar ist von Stein, nach dem Entwurf« des Hof-Architecten von Hohenwart; das Altarblatt («in wahret Meisterstück) von Franz Zoller. Das Ganze kostete öb42 st. Rechts und link» stehen die Statuen der h. Petrus und Paulus, beyde aus Stein und vergoldet. Di« twey Seitenaltäce (h. Kreuz und Jesus, Maria und Joseph) sind von Anton Maulbertsch im I. I77Z gewählt worden ; die Gemählde der zwey Seitenaltäre im Hinteren Theile Lee Kirche sind: der h. FraneiScns Xaver von Koll; der h. Johann von Nepomuk von Franz Zoller. Ungefähr in der Mitte der Kirche sind links und rechts zwey Statuen: der h. Florian und die schmerzhaft« Mutter, beyde aus Holz und gut vergoldet, vom Bildhauer Franz Loy. Petrus und Paulus (Kirche zu den heil ). Zu Erd- berg. Scho» im Jahre iry4 war hier eine Pfarrkirche- welche aber 152Y sammt dem Orte durch die Türken zerstört wurde. Seit dieser Zeit hatte Erdberg keine Kirche mehr, und die Seelsorge wurde von St. Stephan aus besorgt Im I. ibbö schenkte ein Bewohner Erdbergs einen Weingarten zur Erbauung einer Kirche her, welche ibtir abermahl von den Türken verwüstet wurde. Im I. 1700 erbaut« die Gemeind- eine Kapelle; am r. Julius 1770 aber wurdr zur Vergrößerung derselben der Anfang gemacht, 1771 der Bau vollendet, und am Z. May die Kirche -ingeweihet. Im I. 177L wurden die zwey Seilenaltäre (das h. Kreuz und di« unbefleckte Empfängnis Mariä) errichtet. Joseph der II. erhob »7SZ die Kirche zur Pfarre. Im 2- t«o» that die Ge« Meind« das Gellirre, falls Seine Majestät glücklich jiieück kehrten, ihre Kirche zu verschönern, und löset« diese Aufgabe dadurch, daß sie im Jahre isio das Altarblatt (die Beurlaubung der Apostel Petri und Pauli) und die Kirche von Georg Schilling mahlen und verschönern ließ; auch hat das Fräulein von Benk» ein von ihr selbst gemahltes Marien-Bild dieser Kirche verehrt. Kaum war die oben erwähnte patriotische Gesinnung und Handlung zur Kenntnis, Seiner Mojer stät gelangt, so wurde von der k. k. Stadthauptmannschaft ckäo. h. Aprill isro ein BelobungS-Decret auigcfertiget, worin es unter Anderem heißt: Seine Majestät nahmen diesen Beweis der treuen Anhänglichkeit ihrer Unterthanc» mit Wohlgefallen und Rührung auf, was dem Herrn Pfarrer Joseph ThcodoS Mcschel, auf dessen Veranlassung dieses geschah, und der ganzen Gemeinde hiermit zu erkennen gegeben wird. — Im I. r«lZ wurde der Thurm, der so sehr beschädiget war, daß selbst der Glockenstuhl unbrauchbar gefunden wurde, neu hergestellt. spia risten, sieh« Mariä Treu«. Rochus und Sebastian (Pfarrkirche zu den heil.). Auf der Landstraße bey den ?. ?. Augustinern. Sie wurde im I. l64L von Kaiser Ferdinand dem III. erbauet; brannte aber lbsb teynahe ganz ab. Kaum wieder hergestellt, wurde sie im I. »bür theils Lurch Feuer, «Heils durch die Türke» zerstört, aber bald darauf durch den Prior Ferdinand Hanisch weil herrlicher» als vormahls, zu Stande gebracht. Nebst den mit Kupfer gedeckten zwey Thürmen, gibt die ansehnliche Fa?adc, mit Statuen des h Augustinus und anderer Heiligen dieses Orlens geziert» der Kirche eine schöne Gestalt. Auch von innen ist die Kirche schön verziert. Das Hrchaltarblatt (die h. Rochus und Sebastian), und die Sei- tenaltär« (OrdcnSheilige vorfiellend) sin» schön» Gemahl»» »on unbekannten Mahlern. Rosalia (Capelle zur heil ). In derAlservorstadtWäh- ringer-Gaffe im k. k. Dersorgungshause. EL scheint, dag schon lL0h hier ein« Capelle gestanden sei), wenigstens ist auf der «n der stirche befindlichen Säule diese Jahreszahl zu lesen. Dar jetzige Gotteshaus wurde aber erst später erbauet, und im Jahre i?ry eingeweihet. Auf dem Hochaltäre ist die h. Dreyfaltigkeit und h. Rosalia. Die Seitengcmählde sind dar Herz Jesu (Nahm« des Mahlers unbekannt) und der H-Alop- fius, von Mechsri. Salesianerinnen, siche Maria Heimsuchung. Schutzengeln (Pfarrkirche zu den h). Auf der Wieden Hauptstrafie. Sie wurde unter Ferdinand dem II- im I. lb27 zu bauen angefangen, und der Kaiser legte selbst de» Grundstein dazu. Im I. lbLl wurde sie eingeweihet, hatte jedoch bis »7»s keinen Hochaltar, in welchem Jahre aber die Bruderschaft der Bedientest einen errichten liest. Das Hoch- altarblalt (die h. Schutzengel) und zwey Seitenaltar-Gemahl« de (der h. Franc. Sales und der h. Franc, von Paula, letzteres sehr schön) find von unbekannten Mahlern; die Kren« zigung Christi» ein herrliches Gcmählde, ist von Rothmayer; das dritte Altarblatt rechts (der h. Caspar Bonus) Und bat dritte links (der h. Nicolaus von LongobardiS, beyde aus den» Orden der Paulaner) find von dem noch lebenden Künstler Hetz. Im I- »Sl7 ward die Kirche von innen verschönert, s« dast sie jetzt unter die reichsten an Goldverzierunge» gehört» und sämmtliche Altarblatter wurden von dem geschickten Künstler Salomo» restaurirt. Im I. isro erhielt sie, nebst dem Pfarrhose, auch »»» außen die nöthige Verschönerung. Sebastian (Kirche zum h.), siehe NochuS. Serviten, siehe Mari« Verkündigung. Sonnenhof, siehe Joseph (Kirche »um h.) zu Mar» garethen. Th «ela (Kirche zur h.). Auf de» Wieden Hauptstraße, nächst dem k. k. Transports-Hause, an dem Piaristen-Collegium. Die Erbauung und Einweihung der Kirche fällt in die Jahre l7Z»—I75k>- Das Hochaltarblatt (h. Thecla unter ihren Verfolgern) und die Gemähld« der Seitenaltäre: »n- besteckte Emxfängniß, h. Joseph Calefanz (Piaristcn« Ordens-Stifter), h. Lucas und h. Theresia, sind schön, di« Nahmen der Meister konnte ich jedoch nicht erfahren. Ein einziger Grabstein der Familie Pfisterer» Wohlehäter diefer Ktrche, ist hier vorhanden. Theresia (Capelle zur h.). Auf der Landstraße Hauptstraße in dem ReconvaleScenten z Hause ') der barmherzigen Brüder Nr. 22S. DieStifterinn und Erbauerinn dieses Hauses mit der Capelle war Maria Theresia, Herzoginn von - Savoyen :c., geborne Fürstin« von Liechtenstein im I. » 757 . Das Hochaltar stellt die h. Dreyeinigkeit, die h. Theresia und den h. FranciScus SeraphicuS vor. Die Seitenaltar- gcmählde sind: H. Kreuz (ein Meisterwerk eines unbekannten Jtal. Mahlers); Mariahilf) Johann von Gott, und Jesus, Maria und Joseph. ') Hierher werden die Lanken, wenn sie auf dem Wege her Genesung sind, aus dem Spital« dieses Ordens ln der Leopoldstadt gebracht, und einige Tage mit guter Suppe, Braten und Wein erquickt. 5IY Theresia (Kirche zur h.). In der Keopsldstadt Tabsrr Kratze. Der Bau derselben begann im Jahre 1 ÜK 2 » zu welcher Zeit K. Ferdinand der II. die Mönch« vom Berge Ear- wel (Earmeliter) in Wien ausgenommen hat. Am 15 . Aug. ibrg war der Bau vollendet, und dis Kirche wurde vom päpstlichen Nuntius Earl Earaffa,.Fürsten von Rocella, ein« geweihet, und von dem höchsten Stifter und feiner Gemahlin» Elconora mit den Kirchengefätzen undHrnaten beschenkt. 2m I. itz 2 ü wurde die Kirche durch Hartman» Fürsten von Liechtenstein »ergrötzert und erhöhet; das Ganze kam aber erst im I. »tzzy zu Stande, und wurde am iS. Qct. Lurch den Bischof Gr. Brenner eingcweihet. Der Hochaltar wurde im I. »702 von K. Leopold dem I. von Marmor erbauet. Das Hochaltar-Gemählde stellt die h. Theresia vor. Die Sei- tenaltärc: Die h. Dreyfaltigkeit und das vom Karmeliter- Drdens-Gencral p. Vvminicus » steru in Rom unter einem Schutthaufen gefundene Marien-Bild; 2 ) h. Anna; z) h. 3°h. vom Kreuze; 4) Vermählung Mariens; L) h. Albert und das aus dem Dorfe Klcin-Maria-Taferl nächst Wien hierher gebrachte Marien-Dild; tz) h. Simon von Stock, wie er von der h. Maria daS Scapulier empfängt. Di« Nahm«, dcrMaha ler von fämmtlichen Altarblättern sind unbekannt. Über den meisten Altären sind die Wapen der hohen Stifter derselben angebracht. Grabstein ist nur Einer hier: DeS Grafen »«» Halweil. Ulrich (Pfarrkirche zum h.). In der Dorstadt gleichen Nahmens, welche auch Maria Trost und Platze! genannt wird. Schon viel früher war hier eine Kirche, aber der Grundstein t» d« jetzigen Kirche wurde vom Abte zu de» Schotten Carl Feier im Jahre »72» gelegt. Baumeister war Repmund. Auf dem Hochaltäre ist eine Marien-Statue, »eßwegen dies« Kirche auch Maria Trost genannt wir». Das Hochallarblalt (h< Ulri») und die Seilenaltar-Gemählde (Ehristut aufdemt^hlberge, h. Anna, MariaTaferl, h. Peter and Paul, h. Johann und die H.THecla) sind alle»»» Troger. Zuflucht«« (Kirche j» de« sieden). I« Alt-Lerchenfel», Im I. i7ir, als die Pest in Wien wülhete, machte Michael Knorr, dürgerl. Bäckermeister und Munddäcker der Kaise« rinn Amalia, ein Gelübde, und führte eS auch dal» darauf aus, nähmlich er erbaute t» Ehren der h. Sebastian, Ro» chui und Rosalia ein» Eapelle, in welcher an dem Gedacht« Uißtage dieser Heiligen und am Tage de« h. Michael« Messen gelesen wurden. Später ward diese Eapelle vergrößert, und öfters im Jahre öffentlicher Gottesdienst darin gehalten; die jetzige Kirche aber in de» Jahren i77y bi« t7S2 vom Grunde au« neu erbauet. Am 12. Set. ,7S2 wurde sie von dem damahligen Pfarr - Administrator zu St. Ulrich zu Ehren der sieben Zusiuchten benedicirt; i7«r von Joseph dem II. ;u einer Pfarre erhoben. Da« Hochaltarblatt stellt die sieben Zu» fluchten vor, nähmlich die h. Dreyfaltigkeit, das h. Altars- Sacrament, die h. Maria, alle Heiligen und alle abgestorbenen Ehristgläubigen. ES sind in der Kirche auch 4 Seitenaltäre: der h. Aloysius und Leonhard»«, beyde vvn Maul- b-rtsch; der Kreujaltar und der vierte zu Ehren de« h. Johann von Nepomuk, sind Bildhauerarbeit. Im gegenwärtigen Jahr« (ttzri) wurde der Musik-Ehor vergrößert, und «ine neue Orgel von Ehristoph Erler, bürgerl. Orgelbauer und Instrumenten-Macher, »erferiiget. Außer den hier angeführten Kirchen und Eapellen bestehen noch mehrere, wo zu verschiedenen Zeiten Gottesdienst gehalten wird, als: Die Capelle jum h. An t »n im k. k. N. Ü. Provincial-Strafhause; — Auferstehung Christi im k. k. Belvedere (Altarblatt von Solimena, 1723 erbauet); — h. Joh. von Ne»., ans dem Schanjel (1744 erbauet); — h. Joseph Calafantius, aus der Landstraße in der Ungargaffe Nr. ZSS in dem Hause des Weltpriester-Kranken« Institutes — h. Leopold, im sürstlich Esterh-zyschen Pallaste in der Wallerstraße Nr. 27ü lthq» vom Fürsten Paul Anton Esterhazy erbauet, am 5. No», thyy vom Eard. Gr. Kollonitsch eingeweihet); — h. Martin, im k. k Militär- Stockhause am neuen Thvre; — h. Michael, in der k. k. Theres. Ritter - Akademie (stehe Seite 227); — h Paulus, an der Wien im Hause Nr. 27 (im Jahre I7b7 von Kranz Mich. Edlen »on Smitmer erbauet), h. Rosalia» i« sürstlich Stahrembergischen Fr,»Hause auf der Wieden (lbSo erbauet), dann die Eapellen zu Mariä Himmelfahrt im Melker - Hofe, zu Mariä Opferung im Landhaus«, zu Allerheiligen in der oberen Lreiinerstraß« Nr. ll2», zum h. Bernardus im Helligenkreuzer - Hofe, zur h. Katharina im Zwettel-Hofe» im erzbischöflichen Chur« und Priesterhause Nr. »74, im Pallaste der könial. Ungarischen Leib^ Garde, im allgemeinen Krankenhause, im kl k. Militarr GarnisonS - Haupt - Spital« - in den k. k. Cafernen, im DersorgungShaufe am Alserbache auf dem Michaelbayeri» schen Grunde Nr. iq, und an den Linien-Thoren. ') Dieses Institut tvurde im I. l7S0 durch den Priester Muskat in Verbindung mit einigen anderen Weltprie- stern gegründet, und unter dem 2». May ,7S0 vom Cardinal Migazzi bestätiget. Es bestand damahls zu Mariahilf. In, I. >7S4 erkauften die Vorsteher des Institutes das Gebäude der Piaristen In der Ungargaffe in öffentlicher Versteigerung, und seit dieser Zeit finden die kranken Mitglieder in diesem qeräumigen, mit einem Garten »ersehenen Haus« Verpflegung und Hülfe. (Diese- nigen H. Priester, ivelche ein Mehrerer davon zu wis» sen wünschen, erhalten Hey dem Instituts - Direktor die pGeschicht« und Verfassung- dieses Institutes gedruckt.) Kirchen der Griechen. Barbara (Kirche zurh). Auf dem Dominicaner-Platz» Nr. bbü nächst der k. k. Haupimauth. Hier wurde schon um LaS Jahr lL7r eine Kirche sammt einem Gebäude zu einem Convicte für die studierende Jugend von Len Jesuiten errichtet, welches Gebäude sammt Kirche aber lhzr eine ansehnlichere Gestalt erhielt. Im Jahre 1775, bei» schon cingegangencm Institute der Gesellschaft Jesu, wurde das erst erwähnte .Eoavict in ein Alumnat der unirien Griechischen Kirche von der Kaiserin» M. Theresia umgefchaffen. Am «. Sept. geschah die Übergabe, die fcyerliche Einführung aber erst am »5 October. Am Junius ,77tz wurde der erste feyerliche Gottesdienst nach Griechischer Art gehalten. Vermöge Verordnung K. Josephs des H. vom I. , 7 s» wurde den unirten Griechen nicht nur die Kirche gelassen, sondern auch die zum Kirchendienst« nöthigen Personen angestellt. Das Altarblatt stellt die h. Barbara vor. Das eine der beyden Seiteng,« mählde, der h. Nikolaus, ist von Kästner, ras jweyte» der h. Spiridion, von Palamier gewählt. Kirche der nichlunirten Griechen für die k. ». Lster« teichischen Unterthanen. Auf dem alten Vleifchmarkte Nr 705- Der Eingang in diesetbe ist im Inneren des Hauses. Sie hat «inen Thurm mit Glocken. Kirche für die nichtunirten Griechen fremdsr Provinzen. Auf dem Hafnersteig Nr. 7lZ- Klrche für die nicht unirten Griechen Russischer Natten. In der grosten Schulerstraste Re. s:4 im jweyten Stocke. (Russische Capelle.) . B e t h ä u e r. Belhhaus der evangelischen Gemeinde A. E. In der Stadt in der Dorotbeer-Gaffe Nr. i i lZ Das Bclh- haus seilst war ehedem de- zu dem ss genannten KönigS- kloster gehörig- katholisch« Kirche. und wurde nach Aufhebung dieses Klosters mit der letzteren zugleich von drin hiesigen Magistrate erstanden, der sodann die Kirche und eine,» Lhcil des Locales, auf welchem das Kloster stand, mit allerhöchster Genehmigung im I. 1782 an die hiesige evangelische Gemeinde A. C. verkaufte. Auf dem erkauften Locale wurde das jetzige, der gedachten Gemeinde gehörige und zu Wohnungen für ihre Prediger eingerichtete Haus erbauet. Die Kirche selbst blieb ganz unverändert, wurde blosi mit doppelten Emporkirchen versehen, und am zo. November >78; «um ersten Mahle eröffnet. In ihrem dermahligen Zustand« enthält sie nur einen einzigen, in einem guten Style erbauten Altar, der mit einem sehr schönen, von dem hiesigen, für die Kunst viel zu früh verstorbene» Mahler Lind »er verfertigten Gemählde, den Gekreuzigten »erstellend, »ersehen ist. Die erst im I. lS07 von dem hiesigen wackere» Künstler Deutsch mann erbaute Orgel gehör« zu den besten, die hier sin Wien vorhanden sind. BethhauS der reformirten Gemeinde. Ist gleich neben dem Bethhause der evangelischen Gemeind« A. 8. Nr. ktt4. Dasselbe wurde ebenfalls aus einem Theile des Locales des ehemähllgen Clarifferinnen - oder Königsklostert errichtet. Das Dethhaus selbst hat die Form eines hohen Saales und ist in schönem Style von dem Hof - Architekten Nl- gelli erbauet. Es enthält, wie alle reformirten Kirchen, keine Gemählde, und ist statt des Altäre» nur mit einem Al« tarlische »ersehe», ES wurde a« 25. December 17S» »um »,,'en Muhle eröffnet. Synagoge und Schule der Juden. Auf denr Kienmarkte Nr. 4Y4. — Eine , weyte Synagoge (für die Pohlen) in der Paffauer-Gaffe Nr. zbb. Theater. ^-sf-Theater (K. K.) nächst der Burg. — In diesem werde» don den k. k. Hofschausxielern gewöhnlich nur Trauer-» Schau- und Lustspiele aufgeführt. Vermöge einer Verordnung Kaiser Josephs des II. »om Jahre 1774 erhielt dieses Theater die Benennung National-Theater. (Siehe auch Seite «br) Hof-Theater ) An der Universität Nr. 757. — d)Bey den Schotten Nr. »5b. — c) Bey den k. k>. Piaristen in der Josephstadt Nr. t54, 5) Höher« Bildungsanstalten für Wellpriester. In dem Augustiner-Klostergebäude Nr. ilSS. (Diese Anstalt ist seit >3lb errichtet, und hat zum Zwecke, junge Geistliche, welche den theologischen CurS vollendet haben, zu Professoren, Seminarien-Direktoren rc. zu bilden. 4 ) MediNnisch-chirurgischeJoftPhs-AkadeMi« (vorzüglich für Militär-Ärzte, welche auch nur allein hier graduirt werden dürfen). In der Alfervorstadt Nr. I2l- 5) Akademie der vereinigten bildenden Kün- st e. (Siehe Seite 25«.) 6) Ingenieurs-Akademie. Auf der Laimgrube Nr. lby. (Die physische und sittliche Erziehung ist militärisch. Ihr Endzweck ist, der Jugend jene Eigenschaften einzuprägen, die einen tüchtigen Officier und rechtschaffenen Mann bilden Die Zöglinge bestehen au- solchen, welche die betreffenden Patrone der io Stiftungen für sy Plätze Vorschlägen, und aus Kostzöglingen, welche die Altern, Vormünder ,c. gegen ein angemessenes Honorar für Kost, Pflege «. s. w. dem Institut« übergeben. Das Aufnahmsaller ist ron g-iz Jahren., »""> sr? 7) rhereslanische Ritter-Akademie. Auf derWie« dt» Favoriten-Slraste Nr. iLb. — (Einzig für den iun» gen Adel des Oster. KaiserthumeS bestimmt, obschon auch fremde Adelige, wenn sie den gesetzmastigen Forderungen entsprechen, Aufnahme finden. Der Zweck der Akademie ist, durey Herzens- und Verstandesbildung dem Staate Männer heran zu ziehe», welche im Stand« find, die öffentlichen Eivil-Geschäfte mit Einfichk, Betriebsamkeit und Rechtschaffenheit zu leiten. Die Zöglinge bestehe» aus solchen, welche die Patrone der 11 Stiftungen für 14Y Plätze verschlagen, und aus zahlend»«!. Über daS Alter von io Jahren darf kein Eavalier ausgenommen werden. S) Akademie der morgen ländischen Sprachen. 2» der Jacober-Gasse Nr. 7yy. — (Für zwölf Zöglinge» welche durch den Unterricht i» Len Europäischen Sprachen, in den philof. und jurid. Wissenschaften «c., vorzüglich aber durch Erlernung der morgcnl. Sprachen zu den Geschäften Ifiit orientalischen Staaten vorbereitet werden.) tz) Polytechnisch «SJnstitut. Auf der Wieden Nr. 2S. (ES wurde im Jahre ISIS von Seiner jetzt regierenden Majestät gegründet, und im Nov. des erwähnten Jahres der Anfang zu den Vorlesungen gemacht. ES enthält alt Lehranstalt zwey Abtheilungen: ^) Die commerciek- l e, für Lehrgegenstände zur gründlichen Ausbildung für die Geschäfte des Handels; — K) die technische, für di« pbyfisch» mathematischen Wissenschaften in ihren Anwendungen auf die technische» Ausübungen und Geschäftszweige. — Die damit verbundene Neal-Schule enthält in zwey Jahrgängen diejenigen Lehrgegenstände, welche für die ersterwähnten höheren Abtheilungen dcS Institutes die nöthige Vorbereitung leisten; übrigens auch im Allgemeine« für kiffe gewöhnlich» bürgerliche Ausbildung zureichen. »>»»»> -2ü 10 ) Thierarzenep-Jnstitut. Auf »erLandstrak« in der Slabengaffe Nr. 4vtz. — (Die verschiedenen Zweige der Thierarzeneykunde «erden hier theoretisch und praktisch gelehrt. Vermöge hoher Anordnungen kann kein Arzt in Lsterreich ein Physicat erlangen, und kein Schund dar Meisterrecht erhalten, der nicht den Lehr-CurS hier tc- sucht hat.) 11 ) Eonvict. Auf dem Univjssitati-Plahe Nr. 7L0 — Für alle Studierenden, welche ein Stipendium besitzen. Sie besuchen das be» der Universität befindliche Gymnasium; erhalten aber über dieg noch Unterricht im Zeichnen, in der Jtal. und Franz. Sprache durch eigene Lehrer, und im Schönschreiben durch einen eigenen Schreibmeister. Di« Zöglinge werden im Convicte nach einer gleichförmigen Lebensart unter genauer Aufsicht gehalten.) 12) Gräflich LSwenburgischeS Eonvict. JnderJo» sephstadt Nr. 1Z4 bey den ?. p. Piaristen, unter deren Aufsicht eS steht, und welche darin lehren. — (Für adelig« Jünglinge aus Österreich und Ungarn von Joh. Jac. Gr. von Löwenburg imJ. 1745 gestiftet. Es bestehet aus Stift» und Kostzöglingen, welche in den Normal-Kenntnissen» Hu- Uianiorcn und in der Philosophie, in Sprache», iw Zeich« nen und Tanzen unterrichtet werden.) 15) Forstlehranstalt. Zu Maria-Brunn nächst Wien. 14) Normal»Hauptschule. Bey St. Anna in der Jo» Hannes - Gasse Nr. yso. 15 ) Hauptschulen. -) Zoller'sche Stiftungs-Hauptschule. Auf dem Neubau Nr. 2ld. — b) Dir Piaristen. In der Josepbstadt Nr. 154 — e) Eben derselben. Auf der Wieden Nr. 22y. — -I) Auf der Landstrak« Nr. 274. — -)Jn der Leopeldstadt kleinen Pfarrgaffe Nr. i»5- — 1) Auf dem Bauernmärkte Nr. 545. (Hier erhält man Unterricht in allen Vorbereliungsgegenstanden für di« Eymnafial- Schulen.) Itz) Tkivial-Schulen. Für die unteren Volks.-Staffen. (Darin «erden Religion, Lesen, Schreiben und Rechne» gelehrt. Solche Schulen sind in Wien LS, und zwar: in verschiedenen Bezirken der Stadt stink; in den Vorstädten »rey und fünfzig. 17) Sivil-Mädchen-Pensionat. 2» der Alfervorstadt Nr. lob (Der Zweck dieses Institutes ist, Mädchen zu geschickten Lehrerinnen auSzubilden, wozu die nöthiqen Vor. steberinnen und Lehrer angestellt sind. ES besteht a«S 2» Stiftung«- und K-stzoglingen in einem Aller »on 7—14 Jahren.) IS) Erziehungs-Institut für Militär-OfsicierS-TSch- ter. Zu HernalS nächst Wien. (Sur arme QfficierS - Töchter , welche hier Unterricht in der Religion, im Schreiben, Rechnen rc., in der Musik, im Tanzen und-in den gewöhnlichen weiblichen Arbeiten erhalten.) ly) Mädchenschule der Frauen Ursulinerinncn. Inder Johannes - Gaste Nr. y7y. (Hier werden die Mädchen in den Gegenständen unterrichtet, welche für di« unteren Volksschulen vorgeschriebe» sind; nebstbey auch in weiblichen Handarbeiten ) 2V) Pensionat der Salefianerinnen. Auf der Landstrasie Rennweggaste Nr. L42. (Hier werden aLelige »«Inge Frauenzimmer katholischer Religion in standeSmäßi- gen Wissenschaften unterrichtet. Außer einigen StiftungS- platzen nehmen die Nonnen bloß Fräulein gegen Bezahlung auf.) 21) Theologische Lehranstalt für Protestanten. Auf der Universität Nr. 7Sd. (Sie wurde »n Jahre 1820 von Seiner Maiestät Kaiser Franz dem I gegründet, und c?- sr» 2 Aprill l«2l eröffnet. Sie hat den Zweck, jungen Männern von beoden protestantischen Eonfcffionen, die nach vollendeten philosophischen Studien sich der Theologie widmen wolle», gründlichen Unterricht zu ertheilen. ES werden ju diesem Ende in dreh Jahren vorgetragen: Allgemeine Anleitung jum Studium der Theologie; höherer Sprachunterricht im Hehräischcn und Griechischen; Einleitung in das A. und N. T.; Exegese d. A. u. N. T. mit Einschluß der Hermeneutik; Kirchengeschichte; Kirchenrecht: Dogmatik; Moral; Pastoral-Theologie; Dogmen-Geschich- te; Literatur der theolog. Wissenschaften; Anleitung zun, mündlichen und schriftlichen Dortrag«). 22) Verein igle Schulanstalt keyder protestantischen Gemeinden in Wien. In der Dorothee««Gasse Nr. tiiz und lll 4 . (Hier werden in drey Elasten die in Hauptschulen gewöhnlichen Gegenstände gelehrt; auch eine Mädchen - E l a s s« ist mit dieser Schulanstalt verbunden. 2Z) Waikenhaus. In der Alservorstadt CarlS-Gass« Nr. 2 LY (Hier werden alle Jahre über ZlXi Stiftjöglinge mit allem Röthigen verpflegt und in den nothwendigstcn Lehrgegenständen unterrichtet, zu welchem letzteren Zwecke auch die bey dieser Anstalt bestehende Knabenschule im Jahre lSio zu einer Hauptschule von vier Elasten erhoben, und hinreichend mit Lehrern versehen ward. Die Mädchen erhalten, außer dem Normal-Unterrichte, auch Unterricht in weiblichen und häuslichen Arbeiten.) — Über lyoo Waisen, welche das Haus nicht fassen kann, werden außer demselben Ziehältern anvertrauet, di« vom Institute Erjiehungs- beylräge erhalten. Auch werden Kinder, die keinen Anspruch auf Versorgung des- Hauses haben, gegen Bejah- lung eines angemessenen Betrages ausgenommen. — Die in den neuesten Beschreibungen Wiens angeführte Straf- """ LZI anstalt, welche mit diesem Institute noch vereinbart seyu soll, bestehet längst nicht mehr. 2») Taubstummen-Institut. Auf der Wieden Nr. lü2. (Arme taubstumme Knaben und Mädchen werden uucnt- gcldlich, »ermöglicherc gegen ein angemessenes Honorar in der Religion, im Schreiben und Rechnen unterrichtet. Die Mädchen erhalten auch Unterricht in den gewöhnlichen weiblichen Handarbeiten.) — Alle Sonnabende darf iedermann dieses Institut besuchen. rL) Blinden» Institut. Zu GumpendorfNr. 2lZ Zweck des Institutes ist, Blinde beyderley Geschlechtes (von b t 1s l5 Jahren) an (ihren angemessenen Fähigkeiten ent- sprechende) Beschäftigungen zu gewöhnen, damit sie sich dann ihren Unterhalt selbst verdienen können. Sie werden» außer der Religion, im Kopfrechnen, Lesen, Schreiben» in der Geographie, Geschichte, Musik, in fremden Sprachen und in verschiedenen mechanischen Arbeiten unterrichtet. — Alle Donnerstage ist der Besuch für iedermann erlaubt. 2b) Schwimm sch ule. Am Arme der Donau, der nordöstlich des Praters vorbey fließt. Für Männer jeden Tag , für Frauen nur an Sonntagen (gegen ein mäßiges Eintrittsgeld) offen. (Hier können Männer aus alle» Ständen durch «»gestellte Schwimm «Meister welhodtich lluterricht im Schwimmen erhalten.) 27) Schule der Griechen. Auf dem alten Fleischmarkte Nr. 705. (Eine von der hiesigen Griechisch nichtunirten Gemeinde gestiftete, von K. Joseph dem ll. privilegirt« Lehranstalt für Söhne hiesiger und fremder Griechen, wo die All- und Neugriechische und die Deutsch« Sprach«, klebst rr ' den für Hauptschult» vorgeschriebenen Gegenständen, untre der Oberaufsicht der k. k. N. Ü. Landesregierung von drei, Lehrern vorgctragen werden. Die Religions-Lehre besorge der Archimandrit.) SS) Schule der Juden. Auf dem Kienmarkte Nr. 4Y4. 2y) Privat-Lehr- und Erziehungsanstalten '): Handlungsfchule an Sonntagen. Bey Johann Röhrich. In der Kärnthnerstrasie Nr. Y4l. Musik-- Lehr- und Erziehungsanstalt, Bey Johann Hofmann. An der Wien beym goldenen Kegel Nr. Z7. (In dieses Institut werden Knaben von b—tü Jahren aus gebildeten Ständen in Kost und Wohnung genommen. Sie erhalten (gegen ein angemessenes Honorar) Unterricht: In der Religion, in den Normal-Gegenstände» der vier Deutschen Classen, in den vier Lateinische» Clas- fe», in der Französischen und Jtaliänischen Spracht - in der geichenkunst, in der Musik und Tanzkunst. Auch werden gesittete Knaben unentgeldlich unterrichtet, falls sich ihre Altern verpflichten, ihre Söhne auf eine bestimmt« Zeit dem Institute zur Verwendung bey Kirchen- Musiken re. zu überlassen. Öffentliche Zeichnungsschule, BeyH. von Lerchenthall. Zu Ecdberg Hauptstraße Nr. Zqtz. Erziehungsanstalt für Protestanten. Bey Iridrich Häcker. In der Jägerzeil Nr. iz. Lehr- und Erziehungsanstalten für Knaben: Bey Klinkowström Fridrich von. In der Liservorstadt Nr. yh. ') Sind nur die mir bekannten aufgeführt. Es mag deren noch eine bedeutende Anzahl in Wien geben. 5ZZ Bey Krause Fridrich.Jn der Josephstadt Floriani-Gaffe Nr. S2 im eigenen Haufe. » Kudl > ch Johann. Auf der Landstraße Erdberggaff« Nr. yl. Lehr« und Erziehungsanstalten für Mädchen: Bey Bauer Anna Auf der Wieden Nr. ly». » DescheSffy Jda, Frau Gräfin» van. Auf der Landstraße Nr. 42b- (Für Töchter aus höheren Ständen.) , Feitjinger Eleonora. 3» Mariahilf Nr. bq. , Hofmann Joseph». Unter den Tuchlauben Nr. 55L. » Hromadko Anna Zu St. Ulrich in der Neuschot« tengalfe Nr. »;h zum Bienenkorb. ^ 2 bilsch. Theresia. Zu St. Ulrich Äntengaffe Nr. 46. , Mann Johanna- Auf der Landstraße Nr. 24». , Melli«i Theresia. In der Seilergaffe Nr. 10Y2- » Netufchil Barbara. Auf dem Graben Nr. bl» im Tratlner - Hofe. , Slivier Katharina von. In der Alservorstadt Nr. 24. ^ Pachinger Theodora. Zu St. Ulrich Äntengaffe Nr. »S. , Schreiber. In der großen Schulerstraß« Nr. SS«. Mädchen - Industrie - Schule bey Katharina Rudesch. 2» der Leopoldstadt Nr. 42Z. ' Näh- und Schiingschule bey Anna M i tt e r be r g er. 2» der Bischofgaffe Nr. ÜZ4. Unterricht in weiblichen Handarbeiten und Übung in Franz. Sprache bey Joseph» Schmer. Auf dem alten Fleisch- «narkte Nr. byo. 5Z4 Unlerricht für Knaben in der FranzSsi schen Sprache bey Franz Sednitz. 2» der Alfervorstadt Floriani- Gaffe Nr. 70 . Unterricht für Kinder und erwachsene Mädchen in der Französische» Sprache. Zu St. Ulrich Neudcgger- Gasse Nr. S7. Unterricht für Mädchen in der F r a »z ösi sch e n Sprache be» Anna Winter. In der Ioscphstadt Roverani-Gasse Nr. 100 . Unterricht in Sprachen erlheilcn die an der Universität, an der lheresianischen Ritter-Akademie, an der Ingenieurs-Akademie, am k. k. Eonvicte, am gräflich Löwenburgischen Eonvicte und am polytechnischen Institute angestelltcn Sprachlehrer, deren Adressen im k. k. Hof- und Staats-Schematismus und von mehreren auch zu Anfänge dieses Werkes im Schriftsteller - Verzeichnisse zu finde» sind. Außer diesen noch: In der Enzlischezi Sprache: Fürst Nikolaus. In der Spiegelgasse Nr. iay 7 . In der Französischen Sprache: Jautz Anton. In der Leopoldstadt Nr. 2 ;«. (Auch Ital.). Liezenmayer von Hochstädt. In der Iägerzeil Nr. s. * , Pfürth Dionysius. In der Singerstraße Nr. sy7. (Auch 2tal.). I» der Italiänische» Sprache: Wallaschek - auch Lehrer bey der Gesellschaft der Musik- Freunde für den österreichischen Kaiserstaat, Auf der Wieden in der Paniglgasse Nr. 42. In der Neugriechischen Sprache: Stazirites Athanasius In der Iägerzeil Nr. lv. In der Pohl Nischen Sprach«: Hofstädter Johann. In der Weihburzgasse Nr. yri. In der Ungarischen Sprache: Sjobolits Joseph von. Auf der Wieden Nr. zry. Unterricht in der Musik, siebe die Lehrer und Meister der verschiedenen Instrumente in dem Verzeichnisse der Tonkünstler. Unterricht im Zeichnen und Mahlen, stehe die Lehrer in dem Verzeichnisse der bildenden Künstler. »»>»»»»»? Vorstädte. D. 'a die Vorstädte Wiens in den neuesten Beschreibungen dieser Hauptstadt m a ng e l Hof t und unrichtig an- gegeben sind: so werden deren richtige Benennungen sammt ihrer Häuferzahl hier nicht am unrechlen Orte stehen: Anzahl der Häuser. Alservorstadt, wozu auch die Währinger-Gasse und der vorhin so genannte Spitalbirg, jetzt Carls-Gasse, gehören . . . . Althann« Grund . . . . . . Alt-Lerchenfeld. Breitenfeld. Erdberg . Gumpendorf.. Himmelpfort-Grund ...... 27 » »7 2Zü y; 401 220 «ö 556 Anzahl der Häuser. HundSthurm ........ Hungclbrunn .. Jagerzcil.. Josephstadt. Laimgrube und an der Wien .... Landstraße, mit dem so genannten Rcnnweg, welcher ein« Gaffe dieser Vorstadt ist . . . Leopoldstart. Lichtenthal. Lorenzer - Grund, (eine Seitengasse an der Wied- tz ner Hauptstraße. Magdalena-Grund.. Margarethen. Mariahilf. MätzleinSdorf ...... Michaelbayrischer Grund (jenseits des Alser-Baches Neubau (mit Neustift ^auch Unter-Neastist genannt^ und Wendelstatt. Nikolsdorf ........ SieinprechtSdorf (an Margarethen gränzend), im gemeinen Leben auch Rampersdorf genannt Rsffau. Sanct Ulrich (wozu die N eu d e gg er- und N - u- fchotten-Gasse gehören), im gemeinen Leben auch Platze! und Maria Trost genannt .' . . . Schaumburger-Hof »der Schaumburger-Grund (eine erst seit mehreren Jahren angelegte Dorstadt) . Schottcnseld oder Ober-Neustift . . . . Spitlberg (richtiger Spitalberg) . . . . Il6 11 »1 1 ««> 1S4 557 547 210 1 Ü -4 170 Ido 124 28 506 48 24 156 144 SS 475 15 » """ S57 Anzahl Strotzischer Grund. Thury . . .. Weistgärder. Wieden (zerfällt in die s» genannte alt« und der Häuser. 56 iir ror neue Wieden) 5SY Windmühle ........ 105 Hierzu die Stadt >rir »»»»>»> Zusätze, Veränderungen wahrend des , Druckes und Verbesserungen. Zusätze. Zu dem Schriftsteller-Verzeichnisse. Ä nfchü t, Eduard (Pseste). Auf dem Judenplahe Nr. 40st. Feuchtersleben Eduard Freyherr »on (schöne Literatur). In der Anna-Gaste Nr. y«4- Halirsch Ludwig (Waller Carl Eduard). SchöneLileratur. Auf dem Haarmarkle Nr. 644. Hensler Carl Fridrich, Schauspiel-Unternehmer in Baden (schöne Literatur). Hermann ,on HermannSthal Franz Eduard (Löben Eduard), (schöne Literatur). Summa 746t 5ZS Putheani Wilbelm Freyherr von (Dorn Rudolph). Schöne Literatur. Auf der Freyung Nr. 137. Remp Johann, Professor der Franjösischen Sprache und Literatur an der k. k Ingenieurs-Akademie (Sprach- kunde). gu Mariahilf Nr. sss. Wesely Eugen (schöne Literatur). In der Scilergasse Nr. lvss. Seite b j» Badenfeld: BeymStofi im Himmel Nr. 564. » 20 » HaaS. Auf dem Universitäts-Platze Nr. 750. , 32 - Llttrow. Ehrenmitglied der kaif. Akademie der Wissenschaften zu Petersburg. » 41 » Püchler. In- der Kärntknerstrasie Nr. 1017. , 42 » Rinna: von Sarenbach, Jndtgena von Tyrol. In der Leopoldstadt Nr. ri4- « 54 »Vierthaler: Pädagogik (in welchem Sache er das Meiste gearbeitet hat). , Sb » Weis) Earl Fridrich: Auf dem Universitäts- Platze Nr. 750. Zu den Mineralien-Sammlungen Seit« 127: Böd eck er Joseph Adolph (stehe Seite S) besitzt 1) einen Ring mit aUen farbigen Edelsteinen carmoisirt, wozu nach einer systematisch-mineralogische» Elasten-Srdnung zhz geschnittene Steine zur wechselnden Einlage dienen — 2) Einen Ring mit Rauten carmoisirt, zu welchem ebenfalls rtzz schöne, seltene Einlagssteine, worunter auch Antiken und Mosaiken sich befinden, vorhanden sind. 3) Eine Sammlung schöner, mitunter seltener Steindosen, worunter zwey mit Elfenbein, Schnitzwerken sind. — 4) Eine Sammlung der ältesten Üster. Medaillen, welche, wenigstens von K. Leopold dem I. bis auf den heutigen Tag ganz vollständig sind, in farbigen Gypsabgüssen, mit geschriebenem, und von jenen i» M. Theresia und Josephs des ll. Zeiten mit gedrucktem Eataloge, itZb Stück. 5) Die Hessische Dactyliothek, nebst einer Sammlung aller Päpste von Petnis bis Pius demVIl« SN """ in farbigen Gypsakgüffen, deren Rückseite die kurz« Biograf »hie des Betreffenden anzeigt, nach den Jahrhunderten geordnet. — h) Eine Sammlung der merkwürdigsten großen Männer au« allen Zeiten, in Gypsabgüffen, nach dem Al- Vhabeth« geordnet. 7) Sammlung von Porträten gelehrter und s) anderer merkwürdiger Personen (beyde in Kupfer- sti-ben und alphabetischer Ordnung). — Außer diesen viele schöne Kupferstich« in Rahmen und außer denselben. — Der Herr Besitzer ist geneigt, Gebildeten sein« Sammlungen (auf der Winkmühl Nr. S7). in den Nachmiltagsstunde» zu »eigen. Saverfchnigg Anna. Auf der Wieden in der Lllee- gaffe Nr. ys, Stiege rechts, im l. Stocke di« Thür rechts, besitzt zwey Mineralien »Sammlungen, dann eine» Tabernakel (mit Mosaik), wie auch mehrere einzeln« Quarzstücke und Petrefacte, und ist Willens, dieselben zu verkaufen. Zu dem Künstlerverz«ichniss«: Bauer Joseph, fürstlich riechtenstein'scher Gallarie-Jm speclor und Historien-Mahler. In der Nassau Nr. izo. Behsel Anton, magistratischer Bau-Inspektor, 2» der Himmelpsort-Gaffe Nr. qs4. B«nko Saroline, Dilettantin» in der Porträt- und Histe- rien-Mahlerey. Auf der Brandstatt Nr. b2S. Sillias Johann, Kupferstecher. Auf der Wieden in der Gemeindegaff« Nr. ,7». Eckart Loreaz, akademischer Bildhauer. Auf der Windmühk Nr sü. Hamsa von Aabicdovitz Joseph«, Dilettantin» in der Land- schaftsmahlerey. Auf der Seilerstatt Nr. ysy. Held Joseph, Blumenmahler. Im k. k. Hafgarlen nächst der Burg. -ermann Johann, Historien- und Porträt-Mahler. Zu Mariahilf Nr. 2lS. Huder Dincenz, Lithograph. Auf dem Kienmarkte Nr. sy4. Müller Franz Xaver, Lithograph und Kalligraph im k. k. lith. Institute des Katasters. Müller Joseph, Historien- und Porträt-Mahler in Hhl. In der Alfervorfladt Nr. 2lö. Nikolaus Ehristian, Amts-Ingenieur Hey der k. k. Brücken- und Wafferbau-Direction in der Leopoldstadt Nr. sso. Rigel Antoninus Pius von, (n i ch t Riegel Antonin, wie es Seite 274 unrichtig steht,) fürstlich Carl Auersberg' scher Architect und gräflich Joseph BrunSvik'scher Bau- Director, beschäftiget sich, besonders in Ungarn, mit Erbauung von Land-Pallästen und Wirthschaftsgebäude«, dann auch mit Verbesserung derselben, in Englischem Geschmack«. In der Leopoldstadt Pratcrstraste Nr. 4l5. Rigel Maria Cölestin« von, Dilettantin» und Künstlerin» in der Mosaik. In der Leopoldstadt Praterftraße Nr. 4lS> (Verfertigte im Jahre tLOL «in Tischblatt von Mosaik, welches gegenwärtig als ein Kunststück im Naiional- Museum zu Paris gezeigt wird.) Rigel Raphael von, gräflich Ferdinand Palffyscher Architekt und akademischer Dekorateur. In der Leopoldstadt Praterstraße Nr. 415. reiczek Martin, Dice-Director des lith. Institutes, Land« schaftszeichner. gu Hernals Nr. ro. Dan der Asdonk Caroline Auguste, geborne Bekenkam, Historien-Mahlcrinn. Auf der Landstraße Hauptstraße Nr. 24V- Wrbna Theresia Gräfin» von, Dilettantin» im Landschafts- Mahlen. In der Spiegelgaffe Nr. lvqü. Zu: Merkwürdige Düsten Seite 335: In der Alservorstadt an dem Glacis Nr. 2 , in der Wohnung des Herrn Keller, sind die in ihrer Art einzigen, »""er dem Nahmen E-arakter-Bü-en bey dem arti- 54t stischen Publicum bekannten Darstellungen der verschiedenen Leidenschaften von der Meisterhand des großen Künstlers Franz Xaver M esser sch m i d t'), gew. k. k. öffentlichen Lehrers der Bildhauerkunst in Wien, auf- geftellet, deren Besichtigung Kunstkennern und denjenigen, welche Willens waren, diese Kunstwerk« an sich zu bringen, gestattet ist. — Der große Werth dieser Büsten» als Kunst, gegenständ, läßt sich auch daraus beurtheilen, daß Man für bedeutende Kuustfammlungen sich schon begnügte, nur GypS- abdrücke davon zu nehmen. —Es sind ihrer 4y an der Zahl — mehr verfertigte der Künstler nicht. — Was sie darstcllen, und eine kurze Beschreibung derselben ist zu lese» in: »Merkwürdige Lebensgeschicht« des N. X. Mesterschmidt re. Wien tey Wallishauffer.* Veränderungen während des Druckes. Seite yBör Heinrich Xaver ic. ist am l». Julius zu Hietzing nächst Wien gestorben. » tbFriedri» Joseph, l>r. der Ärzeneykuud«, ist am io. Iuniu« d. I. gestorben. » zrLiczcnmayer Edler von, wohnt in der Iager- zeil Nr. s- , 34 M ei d >» g er Earl Freyherr von , ist gestorben. » 4l Neichenstein Franz von ist in den Freyherrn- stand erhoben worden. » «3 Nößler Nit-er von ist zum wirklichen Direktor und Referenten des juridischen Studiums befördert worden. » 4d Schm > d Max » v>. der Arzeneykunde, wohnt auf der Landstraße Nr. 56. ') Siehe Seite 333, »S7 und agr. 24 Seite 44 Seyfried Ignaz Ritter »»», «ahnt zu Maria« hilf Nr. 75. » LLTurczan Aug. M. ist Vice-Direktor der Deutschen Schulen in der Wiener Diöcese geworden. , 245 Berkowetj, Kupfe rstechcr, wohnt auf dem Neubau Nr. 24t. , 246 Brenn« r Martin, Mahler, wohnt in der Teinfalt- straste Nr. 75. » 2 br Ko rn häu sel, Architekt, wohnt auf der Laimgrub« an der Wien Nr. 25- » 2 bst M ü l l e r Leopold, Kupferstecher, wohnt im Alt, Lerchenfeld Nr. rb- » 271 Pfnotsch Jacob ist am th. Julius gestorben. » 27S Schönmann Joseph, Historien- und Proträt- Mahler in Ähl, wohnt auf der Wieden in der Paniglgasse Nr. 45- » Zyb Sch ni ere r, Buchdrucker, wohnt in der Jäger- zeil Nr. ir. » 4 l 7 R°sPini Joseph, ist beyzufUgen: Erfinder des EmphaenoScopS. , 420 Hin dl« Johann, steh« dessen richtige Adr« s- s e auf Seite Zby. » 42l Bolbamer, wohnt in der KrugerstraH« Nr. , 01 «, und heißt 2«s«pH- » Verbesserungen Seite Zeile statt: lieS: S 4 V. U. »u- iuri- >9 12 V.U. Ehristian Ehristoph 99 12 V. VI. >00 Ü tefreyten wieder eroberten ivr 10 Svoo is,ooo >os 7 V. U. IVS L Eonpisten Eoncipisten lül nach begleitende iss ist bevtusctzen: entomoiogische 20 fchmallvoll schmachvoll 2S0 H v. 0. Roverani-Gasse Rofrano-Gasse; und so überDiletant all. wo es vorkomm». 12 ». U. Dilettant; und so immer, sbs Kalligraph und wo eS vsrkomnit. 9 Kanjeüist be» der k. k. all» Steinschriftste- gcm. Hofkammer. Diletcher tant in der höhern Schönschreibekunst, Schrisiku- pserstecherey, Zeichnung rSs Müller Adolph, un» Lithographie. Müller Andreas, Schriftstecher. Zu Mariahilf Schrifistecher. 27S An d. Rothen» thurm - Thor« Nr. k>;z. Nr. S. 2 v U. Swiffauer SchiSauer rrs 10 Sch «eitmann Schnaitmann Thema». PorEarl.Historien- Mahier. trät- und Historien-Mah- ler, radiert und ltlhopr«- phirt auch. Mappen rss ir v. u. Wapen »öq s ThaddauS ThaddauS 24 Inhalt. l. A b t h e i l u n g. Seite ^niversttät.1 Verzeichnis, -er Schriftsteller Wien» . . . . S Zeitschriften.bo Almanache, Kalender, Schematismen und Taschenbücher 70 Plane von Wien.7L Beschreibungen und Schilderungen . . . . 77 Kupfer- und größere lithographische Werke ... 7» Bibliotheken. Sr. Majestät des Kaisers.vl Sr. Kaiser!. Hoheit des Erzherzoges Kronprinzen Ferdinand .L4 Sr. Kaiscrl. Hoheit des Erzherzoges Earl . . — Akademie der morgenländischen Sprachen ... — Akademie der vereinigten bildenden Künste , . HL Albrecht (Sr. Königl. Hoheit des Herzoges) zu Sachsen-Tesche» .. . Sb Änkerberg (Des Herr» Wenzel Edlen von) . . ss Apponyi (DcS Herrn Grafen Anton von) ... — Augustiner (Der ehrwürdigen l>. k.) . . . vq Bretfeld - EhlumczanSky (Des Herrn Franz Joseph Freyherrn von).YE Castelli (Des Herrn Ignaz Franz) . . . . yr ConvicteS (Des gräflich Löwenturgischen) . - . y! Dominicaner (Der ehrwürdigen k>. k>.) . . . Y4 Esterhazy (DeS Herrn Fürsten Nikolaus von) . . — Fries (Des Herrn Grafen Moriz von) . . . yr Seit» Juchs zu Puchheim (Des Herrn Ignaz Grafen von) Geißler (OcS Herrn Johann B.) Harrach (Des Herrn Iobann Grafen von) Haslinger (Des Herrn LobiaSz .... Hof-Bibliothek (k. k.). Ingenieur»-Akademie (Der k. k.) . Institutes (Des k. k. Polytechnischen) Invaliden-Hauses (Des k. k.) . . . . Josephs-Akademie (Der k. k. medicinifch-chirurgischen Kanonengießcrey (Der k. k.) . . . KeglevicS von Buzin (Des Herrn Grafen Johann) Kesaer (DeS Herrn Earl von) .... Knorr (DeS Herrn Bernhard Freyherrn von) . Kriegs-Archive» (Des k. k.) .... LandwirthschaftS-Gesellschaft (Der k. k.) . Liechtenstein (Des Fürsten Johann von) . Mekternich-Winnehurg-Ochsenhausen (DeS Herrn Für sten Wenzel Lothar von) .... Moser (DeS Herrn Ignaz) .... Äflusik-Freunde (Der Gesellschaft der) . . NasoumoffSky (DeS Herrn Fürsten Andrea» von) Netzer (Des Herrn Joseph Frjdrich Freyherrn von) Nitter - Akademie (Der k. k. Theresiiinifchen) . Schönborn-Buchhaiu (Des Herrn Grafen Fr. Philipp Schotten (Des Benediktiner-Stiftes) Schwarzenberg (Des Herrn Fürsten Joseph zu) Serviten (Der ehrwürdigen t>. ?.). . Steffane» (DeS Herrn Franz Maria Freyherrn Sarnea-). Sternwarte (Der k. k.) . . . . ' . Telcki von 8r«Ie (Des Herrn Grafen Samuel) Universitäts-Bibliothek. Mineralien-Sammlungen. Ankerberg (Des Herrn Wenzel Edlen von) Augustiner (Der ehrwürdigen l>. p.) . Bödecker (DeS Herrn Joseph Adolph) Esterhazy (Des Herrn Fürsten Nikolaus von) . gL qS Y7 4 » lor ior 104 10s 107 10» 10» 110 111 iir 114 117 IIS 114 irr irS 127 S5S 127 s«b 2 ° Sladnng (Der Herrn 2. A. F.) Fries (Des Herrn Moriz Grafen von) Wersdorf (Des Herrn Johann Rudolph von) Hoppe (Der Frau von) .... Joris (Des Herrn Peter) .... Kecst (Des Herrn Stephan Edlen von) . Landwirthschafts-Gesellschaft (Der k. k.) . Lcithner (Des Herrn Franz Kreyberrn »o») Lethenyey (Des Herrn Joseph von) Liechrenstein (Des regierenden Herrn Fürsten Han» von) . Lobkoivitz (Des Herrn Fürsten Ferdinand von) Mayr (Des Herrn Christoph) . Megerle von Mühlfeld (Des Herrn Earl) Mineralien - Cabinett (K. K.) Moser (Des Herrn Ignaz) .... Moser (Des Herrn Joseph) Null (Des Herrn Aridrich von der) Partsch (Des Herrn Paul) .... Piltoni von Dannenfcldr (Des Herrn Johann) Rainer (Sr. Kaiser!. Hoheit de» Erzherzoges) Reichenstein (Des Herrn Franz Müller Edlen von) Reichetzcr (DeS Herrn Franz) Rumpler (Des Herrn Joseph) Saverfchnigg (Frau Anna) Tihawsky (Des Herrn Franz von) Udvarnoky von KiS-Joka (Des Herrn Ludw. Edlen von) Wrbna und Freukenthal (DeS Herrn Rudolph Grafen von) . . . s . . . . Wlitk» (Das Herrn Michael) . . . . . Zlmniermann (DeS Herrn Ferdinand) Münzensammlungen. AnkerSerg (Des Herrn Wenzel Edlen von) Appel (Des Herrn Franz). Appel (Des Herrn Joseph). Bretfeld-ChlumczanSky (Des Herrn Franz Joseph Freyherrn »on>. Seite 12S 12Y »so iri irr i;« irr irü irs iry 141 sry >4« 141 142 I«r 145 14Ü Seite Dikmann (Der Frau Johanna Eilen von) , 150 Krank (Des Herrn Joseph Franz SalesiuS) . . — KrieS (DeS Herrn Morij Grafen von) . ... 151 Megcrle von Mühlfeld (Des Herrn Johann Earl) . — Müller (DeS Herrn Joseph Frepherrn pon) . — Münz- und Antiken - Cabinelt (jk. ^k.) . . . 152 Ritter-Akademie (Der k. k Thercstanischen) . - 154 Roux (Der Frau).— Spell (Der Frau Maria Anna) ^ . — Stahrember^(DeS Herrn Grafen Heinrich von) . — Wcljl von Wellende,NI (D-S Herrn Leopold) . . 155 Wurth (DeS Herrn Joliann).I5tz Naturalien- und Praparaten-Sammlungen. Augustiner (Der ehrwürdigen C. l>) . . . 157 Kreutzer (Der verstorbenen Herrn Christian) . . 15s Gerl (Des Herrn Franz).— Goldegg und Lindenburg (DeSHerrn AloyS v^n undzn) — Gyfsclen (Des Herrn I. von).1ÜI Josephs-Akademie (Dex k. k. medicinisch-chirurgischen) — Kininger (DeS Herrn Vincent Georg) . . ihg Loder (DeS Herrn Martin).— Maizola (Des Herrn Abbate).. Megerl« von Mühlfcld (De» Herrn Johann Carl) . itzz Naturalien - Cabinette (Die k. k. vereinigten) . . itzH Dchsenheimer (DeS Herrn Ferdinand) . . . 17S Partfch (DeS Herrn Paul) . . . . . .177 Podevin (DeS Herrn Benedict).. Pokienschlag-Ledermaycr (Des Herrn Franz Edlen von) — Rumpler (Des Herrn Joseph).17g Ritter« Akademie (Der k. k. Thercstanischen) . _ Rittig von Flammenstern (D-S Herrn AndreaS) . iz» Schmidt (DeS Herrn Ludwig Joseph) .151 Seyerkammer Edlen von Trcuenstein (DeS Herrn Joseph._ Treitschke (DeS Herrn Fridrich). Universität. NaturhistorifcheS Museum . , , _ » Sammlung anglemischer Präparate . i,z Seit« Universität. Anatomisch-pathologisches Museum . >«4 Wödl (Der Frau Antonia).ISS Ziegler (Des Herrn Franz A.).ISÜ Sammlungen von Antiquitäten, Sann zum Behufe der Physik und Astronomie, Heraldik und Technik. Ambraser Sammlung (K. K.) . ... ISS Augustiner (Der ehrwürdigen l>. ?,) . . . tl)5 Bretfcld-Chlumczansky (Des Herrn Franz Joseph Areyherrn von).— SonvicreS (DeS gräflich Löwenburgischen) . . 1Y7 Esterhazy von Galantha (Des Herrn Johann Nepomuk Grafen).: - — Ferdinand (Sr. Kaiser!. Hoheit des Erzherzoges Kronprinzen) .1YS Institutes (Des k. k. polytechnischen) . . 1YH Landwirthschafts - Gesellschaft (Der k. k.) . . 205 Legrady (Des Herrn Emerich von) . . .21t Physicalisch - astronomisches Sabine« (K. K.) . . 215 Schatzkammer (K. K.).— Schönfeld (DeS Herrn Johann Ferdinand Ritters von) diplomatisch - heraldisches Adels - Archiv .215 » Museum der practischen Technik . . 2l7 Sternwarte (K. K.).( . 22« Universität 225 Zeughaus (K. K.).224 » (bürgerliches). 225 Zimentirungs - Amt (Städtische-) ... . . 227 , II. A b t h e i l u » g. K K. Akademie der vereinigten bildenden Künste . 25k K K. Porzellan, Manufactur.255 Verzeichnis; der bildenden Künstler und vorzüglichen Dilettanten.242 Kalligraphen oder Kunstfchreidec.2L7 Seite GemLhlde«, Kupferstich- und Kunstsamm lu n ge n. Albrech» (Sr. Königl. Hoheit des Herzoges) Arraria und Compagnie (Der Herren Dominik) Badenfeld (DeS Herr» Carl von) Braun (Des Herrn Adam). Bretfeld-ChlumczanSky (Des Herrn Franz Joscp Freyhcrrn von). Collalto (Des Herrn Grafen Eduard von) Czernin - Cludenjith (Des Herrn Grafen Rudolph von Druck (DeS Herrn Johann B.) . Eisvogel (DeS Herrn Leopold) .... Esterhazy von Galantha (DeS Herrn Fürsten Nikolaus 8-chlspieler (Oes Herrn Marlin) Teisenberg (DeS Herrn Georg Joseph) Fischer (Des Herrn Joseph) .... Franck (Des Herrn Johann Jacob Ritters von) TrieS (Des Herrn Grafen Morij von) Gemähide-Gallerte (K. K.) .... Geymüller (Des Herr» Ritters von) . Gritlner (Des Herrn Michael) .... Grünling (Des Herrn Joseph) .... Harrach (DeS Herrn Johann Grafen von) Hauser (Des Herrn Aloys) . - - - . Hofbauer (DeS Herrn JOhann Caspar) Hoppe (Der Frau von). Jager (DeS Herrn Andreas) .... Jnvalkden - Haus (K. K.). Kaunitz - Rictberg (Des Herrn AloyS Fürsten von) Keglevics von Buzin (DeS Herrn Johann Grafen) Lai»berg-Spr>nzensten>. k.) . 555 HoskriegsrathS - Gebäude (Im k. k.) .... 558 Mefserschmidt'fche merkwürdige Büsten . . 540 Statuen aus öffentlichen Plätzen Graben (Auf dem).558 Hof (Auf dem) ... .... 5 Zy Hohen Markte (Aus b»w).— Josephs-Platze (Auf dem).540 Piaristen-Platze (Auf dem) . . . .545 III. A b t h e i l u n g. Gesellschaft der Musik-Freunde. Leitende und ausübende Mitglieder derselben . ^ . Verzeichnis der vorzüglichsten Tonkünstler und Dilettanten . . . Erfinder-neuer Instrumente. Sammlungen von Instrumenten. 54Y 55 l 5ö5 585 5SY Seit» IV. Abtheilung. VerzeichniZ von Kunst- und Handelsgewerbe« . . ry; Anhang. AuSkunftianstalten ..425 Brücken (merkwürdige).421 Brunnen (sehenswürdige).4ZS Gärten (sehenswürdige) . . . . . . 44i Gebäude (sehenswürdige) und Palläste ... 4b2 Kirchen und Eapellen. In der Stadt .... 475 » » »In den Vorstädten . - . 4yr Kirchen der Griechen.L22 Bethhäuser.. . 52Z Synagogen der Juden.524 Theater.— Unterrichts - und Erziehungsanstalten .... 526 Vorstädte.555 Zusätze, Veränderungen «ährend des Drucke« und ^«rbesterungen.557 Zn den meisten Buchhandlungen und bey Unterzeichnetem ist zu haben: Geschichte der Kirche Maria Stiegen in Wien. Nebst LebenS- nachrichten deSBischofeS AlphonsuS Maria Liguori, Stifters der Versammlung deS heiligsten Erlösers, dann den Schicksalen dieser Versammlung und den Obliegenheiten derselben Eongregation in den k. k. Üster. Staaten. Mit 2 Kupfern und r Vignette». Gebunden l st. Ainette Aschenbrödel. Eine romantische Geschichte der Verleit. Mit Kupfer. Gebunden 2 st L0 kr. Derjeichnisi der in und um Wien lebenden (bildenden) Künstler und Dilettanten mit Angabe ihrer Wohnorte. Brosch,rt 40 kr. Franz Heinrich Böckh, Buchdruckerey« Korrektor, «ohnt in der Alserporstadt, neben der Alfer« Eiserne, im fürstlich Esterhäjyschcn Haus« Nr ly7, im 2 - Hofe, Stiege Nr. 10» i« ersten Stocke, Thür Nr. «2.