Wiens»' 8tsl!t-8ib!io1li6!i 17288 rc. Kn- p- , - -.,rc. Ordnung ^ 5 ^^^^^rmariongrttevpollice^ . (Anno ! 5 5 r. v,.»v v,,v ^r,ul,«I,m. . ZüWlkNN M .. d«rchIohM»em SyngriE Ann» L1.V.LX. L s l sscwinannd von Gottes Genaden Römischer, zu Hungem vnndBchaimre. Künig,äusantinHispanien, -Erstherstog zü Österreich- Hertzog zü Burgun- ^ ^ dt,Ftepr,Kerndten,Crain vnd ObtertkNßerg,rc. Graue zü Tirol vnnd Görst re. »Lmbietcn allen vnnd pe« den vnnsern Geistlichen vnnd weltlichen , Prelaten , Grauen, frepen, Herrn, Rikttrn, Knechten, Haubtlewten, ^Verwesern, Vipdomben,Vögten,Pflegern,Verwaltern,(Amklkeüten, Burgermaistern,Richtern,Räten,Burgern/Gemainden , vnd sonst allen andern Vnstrn Vnderchanemzügewondten vnnd getrewen vnnstrer NiderOstcrrcichlschen Hannde vnd fürstlichen Graffschafft Görst was OLirden, Stanndts, oder Wesens die sein,den dise Vnser Ord. nung oder (Abschrifft davon züschcn oderzülesen fürHomcn, ge. zaigc oder verchündk würdet,Vnser gnad vnd alles gucte,Vnd geben euch hiemit gnidigclichzüerkhenncn. Wiewol wir sonn eingang Vnnstrer Regierung allerlap ossen- lichcr la!.^,mistpreüch,vnyrdnung,aigcnnüsttgchait,vnnd beschwe- l ung,vnd sonderlich nicht wenig meng! vnd geprechen an gueter sit- lichcn Ordnung vnd Pollicep m berüetten vnstrn Niderösterreichi- schen,Tannden befunden, Vnnd dechalben zuakstellungsollicher Iassrcr,mengl vnd vnordnung, so nicht allain das zeitlich leben vnnd wesen,sonder auch zü vordrist der -Heelen nachtail, vnnd vcrdamnuß berü'eren, mcrmalv vnnstr ernstliche General Mandat vnnd gepot, auch sonnderlich im ncchstue! schinen 'Zwapunduterstigisten jar, mit Rath vnstrcr Niderösterreichischcn Gannde vnd fü> stlichenGraf- schafft Görst (Ziusschust ain Pollicep Ordnung austgchen lassen. 8- haben wir doch nicht mit geringer beschwrrung kischcer vermerckht, das solchen vnstrn General Gepotenvnnd Pollicep Ordnung von Vnnsem -Hanndklewten vnnd Vnderthanen nit allain wenig gelebt, sonnder nahendtal! schwäre lasster, lcichtfertigkhatttmistbeeüch,vnordnung vnnd beschwerung vnndcr allen Stenden vbe» Handl ge- nomen, vnnd gleichin ain hochschcdlich vnselige gewcnhait erwachsen vnnd gezogen worden, daraußdann vermuetlicheruolgt, davor Otlmechrig Vns, vnser Lannde vnd Leüt mit so manigfaltigen plagen vnd straffen,als mit enstiehung/Mißratung vnd verkeürung, aller handt st licht des^rdtrichs, Hunger vnnd Ftcrkcns nötcn, (Auch fürnemblich durch den wücttenden Erbfeinde Chrisclichena- (A ij mem mene vnd Glaubend den Türckhen,vndin ander mehr wegeMMr her kcschwärlicher al» hteuor nie hcrtigclich hatmgksuechk,W>r auch größlich besorgen, dao an allen bißhcer erlitnen vnnd vberstandnen anfechkungen,Trüebsal,Plagenvnnd straffen kham ende noch auf. hörung sein,sonder der zorn Gottee nach gelegmhait peyl schwebender leüff,auch ergerlichen verweistlichcnvnnd sträfflichen leben vmd «rändele vntcr allen Stenden,noch beschwärltcher aus dnscrLande vnd Lenk fallen vnd verhcngt wttden möchte. Wann nun aber die handt,Straff,vnnd zorn des Kllmechtigm nit bae noch beguemer abzuwenden,vnnd sein Göttlich gnad,huldt, glückvnd Spgr zuerwerken sein mag,dann so sich die Menschen zä Gott becheren,ßeffern/vnd von allen -Hasstern,ergernusz,vnd leicht- fertigchait abstehn, auch allen vbermäffigen prachr, tosrlichatt, Verschwendung,aigennüHtgchatt vnd vemorrailung der nebe Menschen abstcllen, vnd sich in Christlicher Gotoforchk vnd zuchr,auch sittlich, em wesen,Ordnung vnd gueter Polltcep, erhalten, ainander trew- lich mapnen Vnd bcdenckhcm Demnach vnd dieweil dann all guet, löblich vnd bestendlge Regierungen an erhaltnng gueter Ordnung vnnd M oüicep beruchm vnnd on dieselben nicht bestcen mögen. -Ho haben wir ale Christlicher Khünig , Herr vnd -Sanndtßfürst in krafft Vnsere okligcnden (Ambto mit zeitlichem wolkedechtlichemRatzkabstellungder ge- mainen Laster,auch Wendung vnd besserung anderer fürnembltchi- sten eingerisnen ergerlichen Mißbreüch,mengl, vnudvnordnung ob. kemelte vnsere voraustgegangne Ordnung,Reformation vnd Pol. licep,in berüerten vnsern Ntderöstcncichischm Landen, vnd Fürstlichen Grafschafft Görß, vnsern getrewrn -sanndtlrüten vnnd Vn. derthanen/zu sonderm nußaustiemen vnnd wolfart,wider genedig. klich fürhanden genomen, ernewcrt vnd erklärt /Welche wir rCuch allen samentvnnd sonderlich hiemttgnedtgclichverkhündcn/ Rainen vnnd wölken, dao Zr dcrselbigen alleo jnnßalts bep straffvnnd Peen darinn verleibt,stät vnnd vestigcltch für euch selbe gelekct/vnd die "Lwrn dahin weyset, vnnd vcrmügct, sollichVnnser Ordnung vnnd Reformation bep vermepdung gleichmäffigcr straff auch also vnnachlästlich vnnd vnuerprechltch zuhalten,vnd deren grhorsamlich nach ze- khomcnvndzugelcben- Von Gottes AllMkHttgeu auch seiner außerwel- ten Mutter Marie / vnnd der Hepligen lcssterung/ -Schwerem vnnd Flucchcn- O wir bep Vnno selbe zu gemüct füren vnnd kcwegen/da» ^A^)die Gorolessrerung der beschwerlich, ftcn vßeleaine ift/dar. durch der (Allmechlig nicht allain gegen den THättern/ seiender auch den Obrikuken die soll,che zeweren schuldig sein/ vnnd geduldm/zu den wcrckhen dcezorne/vnnd erschrockenlicher zeitlicher vnd ewiger straffbewegc wirdet. Demnach solchen zorn vnd straff Gorcee von Vnne vnnd vnscrn VndertHanen abzuwmden / -Setzen/ Ordnen/vnnd wellen Wir/wellicher oder welche Personen/H ochs/ Gemaine, oder Nidere/ Geistliche oder weltliche standte/Klt oder Aung / Manne oder Lrawen geschlechtv/niemandte außgcnomen/ in Vnsern Rides österreichischen -Laimden / re scp an was ortten dao well/ in cLinftoderSchimpffniechreroderrrunckHen / darzuebe. wegt/oder auß aigner leichtsertigkait vnd böser gewonHait/ wie offt daegcschcht/Gottvnsern Hcplandt/Maria sein außerwölte Mue ter/ oder Gottee Hepligen lcsstem / oder bep jren H epligen Namen fluechen vnnd schweren wurden/ die sollen vnnachläszlich gestrafft vnnd gepüest/ vnnd darinn niemand! wae -Stanndte der sep vberse-, Hm oder verschont werden/ wie Hernach klürlich angezaigt vnnd be-. schaidenwirdtt- Von vnderschait aller Personen vnd durch wen ain pede zestraffen sepe- E>>Lmblichcn/ wo die Geistlichen vorgcer/ale Prelatem Brökst/ ^ » Negulierten/^rtzpricster/Dechannt/ Canonickßcn, Pastoree/ Pfarrer,Viem im, Beneficiaten , vnnd alle gemaine Priester / auch Doctoree vnd ander gelert , so den Studije vnnd -Schuelcn anHan- grn in jren GoteHeüsern,wonungen oder kesamblungen/ vnder jnen selbe bep Goit/scincr raincrMueter/oder liebm Heiligen schwören/ slucchen/oder die lestern wurden,die sollen von jren Ordinari Okri. karten darumben gestrafft/vnd darüber peder zeit vleissig inguisition vnd erkhündigung gehalten werden. Wo aber berürte Geistlichen vnnd gelerten pndett öffentlich an weltlichen orten,in den Gastgeb/Wiert,oder Leutgeb Heuser / oder weltlichenbesamblungm-wie oblaut / schwören oderfluechen wur. den / die sollen gestrackHe der weltlichen ObrigkHait an dm orten da Ä iij solche» solches beschiecht,angezaigt,von derselben fürgefordert,vnd Mann ,ren Ordinarien zü billicher vnnd ernstlicher straff vberantwurdt werden. Wo aber der also erfordert Geistlich nicht erschine , so soll alssdan die Weltlich Obrigkhait nach demsclbigen greiffen, vnnd auff seinen des veeprecherv Losten, seiner Geistlichen ordenlichen Oberkail,zu gebürunder Straff vberantworl werden- Wir wellen Vnns auch zu allen vnnd jeden obbestimbten Geist, lichen Ordinarien vnnd Obrigkhaiten gnedigklich versehen,vnd Sp hiemit jres Kmbts ernstlich vermant vnnd ersuccht haben, dasSp gegen den jenen, so jncn züuersprechen steen, vnnd sich dises schweren lassterv taühasstig machen, mit ernstlicher vnd schörpffercr straff dann gegen den gemainen Lapen gepflegen wirdet,fürgeen.Damir wir -m faal jrer hinlässigkhait nit bewegt werden, züaussreMung dch s vbels, so Vnns vnder den Geistlichen so wenig als bcp Welt. lichen in Vnnsern -Sannden vngestrafft hingeen zelaffengemaindt, ander gepürlich Ordnung fürzunemen. Grauen,Herrn,Zitier, vnd ^§del, so sp mit Schwören,-Sesstem oder Lluechen, wie oblaut, verhandlen, vnnd das warhasstig vker Lp khundr wurde sollen Lp in pegklichem Lanndt Vnserm -^andr marschalch' Haub.man, Verweser, oder anwaldt angezaigt wer. den, der drep oder vier nachgesessenLanndtleiit zü jm nemen,dieselben Verbandler für fordcm,vnnd Mltcrkhantnuss nachpedee-Landts geprauch vnnd hicnachvolgunder mässigmg gegen jmn mit straff verfar en vnd bandlm solle. Gleicher gestalt sollen die Burger,Handtwercher, Knecht vnnd annderqcmain volckh in Stetten, wo sp verhandle»,jrm ordenlichen Obrigkhaiten angezaigt, vnnd durch dicselb Mit wissen vnnd Rate dreper oder vierer vom Rath oder Gericht sürgesordei t, vnnd auch nach bcstimbter gesetzten mass gemäss gestrafft werden- (Also sol es auch in Märckhten,Dörffern vnnd (Aigen,auffdem Hannde,auch mit den Perckhkncchten, Hawem vnnd andern, Lp stpen angesessen oder ledig, gehakten, das ain jeder so bcp Gottes seiner lieben Muettwoder H eiligen namen schwören,lesstern,vnnd fluechen, den -^anndtrichtern derselben orr,da sollichs beschiecht, an. geben, vnnd durch dieselben mit Rat dreper c der viern jrm Bepsitz- ern (one vnderschicd wem die Vntmhanen zuegehcren ) auffnach, bestimbte mass gestrafft, vnnd die ordcnlich oder sonst gcpreüchig rberantwortkung ( dardurch in discm schwerem lasster, vil vbels gktzügclr gezügelt, vnnd vngeftrafft vkersehen wurd) allain in discm faal Nit stat haben,noch angesehen werden solle,Doch sonst in all ander weeg aineo peden Lanudtmane habmden herrlichait / gercchtigkait altem heerkhomcn, vnd ersessnem gebrauch vnuergriffm vnd one nachtail. Der Grauen, Herrn/^ikter vnd eEdelleüt, Knecht vnd Diener, auch die ^Ldlcn so in jrcn bimsten sein , woSpbcrüertemvnnserm verpot zewider verhandlen, die sollen gestrackho durch dieselben -re Herrn mit vrlaubung,vcnckhnus;,züchtigung,vnnd andergepürlich wegegestraffc,vnd-nen nicht vberfehcn werden- Von maszvnd-Straffder Got- teolessterung. -LO ain gemainer (Armer vnucrmüglicher Mann erfaren vnnd vl, betretten wir det, der Gott/vnsere liebe Lrawen,oder dieHep- ligengclesstert/oder bep -rem namen geschworen vnd gefluecht hettt, dersclb soll gestrackho desselben orte er gesündethat, indiePrechcn gespaut/oder in der Kirchen gätter aine gelegt, vnnd zestraffdarin- nm ain oder mehr tag gehalten werden- Welliche dann in solcher lassterung ketretten werden,die nicht gar (Arm,sonder aine vermügeno sein/die sollen füro erst vnd ander mal an gelt gestrafft werden. (Ale nemblich dergemain Pawerßman,Hawcr,vnd dergleichen Personen,vmbsecho Kreüßer- Der Handtwerchman in-Stetten,vmk zwölffKreützer. Der Burgechman,vmb zwainßig Kreutzer Die vonn der Wtterschafft vnnd (Adl, vmb ain halben gülden (Xeinisch. Vnd Grauen vnd H enn,vmb ain gülden 'Xeinisch. Wclliche aber in solchem basster zum dritten mal ketretten wer den, oder so die Lessterung dao erst, oder ander mal,so gar bedächt- lichssräucnlich/ergerlich vnnd vermessenlich geschehe, gegen denselben soll one vnnderschid der Personen sp sepen H ocho oder Nider» Standto,(Arm oder Reich,mit zeitlicher verstrickhung, venqknuß, Wasser vn- Brot/^clk»züchttgung,vnd sonst nachgestallt der Ser. prechung/ vnnd erkanmuß peder Obrigkhaik sträflich vnnd ernstlich gehandelt / vnnd verfaren werden/ vnnd hierin gar kain vberseheni noch Verschonung der Personen beschehen / sonnder wie oben gemelt gegen dem (Adl durch vnser -Hanndtmarschalch/Lanndtohaubtleüt Verweser vnd Knwaldt/in Stetten die-Qdenlich Obrigffait/ vnnd aussdem Lannde durch dieLanndtrichterdie bestimbr vnnd gesetzt Straffaigentlichaingebracht/fürgcwendt vnd volßogm werden. Vnd ob sich» ßegäb/da» der Landtlewt vnd Oldl Personen d teuer vnnd fnccht in Stetten vnnd Äkärckhten/bep dem WeinEpil/cdee andern orten,in bestimbter lesscerung Gotte»/ Marta/vnd der Hei. ligen bctretten oder angezaigt wurde«/ die mögen vnnd sollen durch die Obrigkait daselbst aussgrhebt / vnnd atnem ^anndtmarschalch/ Landtsthaubtmanoder Verweser züuolziehung obangezaigter straff geantwurt werden. Von angeben vnd dargeken der Vbertretter. b^^eich wie aincm peden Menschen die Äotslestcrung / «schwör >-?ren vnd ffluechen verpottm iffQllso soll auch aim pedem doch vnnd Nidere Stanndt» bapderlap geschlechte / von Vnn» hicmitge- kotten/vnd -Lr schuldig sein/züuordrist Gott/ seiner werden Muet. ter/vnd den Hepligen zü eern/aust göttlicher auch brüderlicher Liebe zü pesserung seiner negsten / vnd darüber bep verwürckhung gleicher straffalledic Personen so»Lrschwörn / -Hestern,vnndfluechen höret/ mit allen vmbstenden/auch welcher enden,wte/rnd was gcstalt/vnd wie osst da» geschehen/den Obrigkhaiten/denen solch kasster / wie eb- laut/zestraffen gcpm t/getrewltch anzezaigm- Darzue mag am xede Obrigkhait für sich selbe/oder durch jrcRtchter/Kmbileüt/Burger, vnnd Vnderkhanen nach jrer gelegenhatt besonder orvnung bedenck. ben vnd stellen,wie in gebatm an allen orten aussdie Gotolessterung gemerckht/ dieselben erfaren vnnd zu der straff angezaigt werden mügen. vnd m Wirt»heüsern zuetragen-So sollen die Wiert vn Leütgebn in sondei halt bep jren -Loren vn pblichken so h der Obrikait gerhan/ ^'5 s ^ pettrandw hören oder erfaren/ ^ rHep ligen M itgenlkskttt - schmehet, M spötlich davon redtt, dieselben aestraeks ^Obugkalt, vnnd sonderlich die -Seütgeben, wospvom Wencken ^ugen, chrenHerm den sp die Wein schencken anzüü N aber erfaren vnd befunden wurde,das pemandte ain lollichsune tlich vnnd vnleidlich lrstern, vber das<>§r follicho aebört/ gcwist, oder erfaren, verschwigen Helte, gegen denselben alo mituer- hengern der Gotslessterung sol'Mikzwifacher straff, wiegegen den, M tttr gehandelt vnd verfarett. Doch sol alles anzaigen Wehes ^ warhafftige wissen, damit hierin« niemandtvnrechtbefchech,gesteltwerdkw ter anzaigen. ^Zr mapnen vnnd wellen, dae alte die jhenigen so die Wer- tretter dijer vnnd aller nachfolgenden Ätzungen anzaigen, i« posjttt gcßapmh gchaltM/vnd Nlt vmnärt werden sollen ^öellichek oder welche aber aincn der 8p angezaigt hotte, mit Worten oder that vmb des Willen anfeindten, vnd in was weg das beschehcn möchte, zübeschwärn vndersteen wurden, die sollen von stundan der O. brigM anzaigt, vnnd von derselben schwerlich gestrafft werden. vnnd erkantnus; wie Wie auch die strassobgeschriben Mit den Mono Personen gehalten werden, (Also soll auch m-c dem Werbe geschlechtbeschchen. Vnnd inmasscn durch Vns der Gotelesterung halben der Q brigkait wieuor steet zehandlen, beuochen vnd aufgelegt wirdet,(Also wellen wir jnen in sonderhait der Waarsagcr vnd Waarsagerim vnd andrer Fauberep halben, die in vn fern Landen in manigerlap weeg vnnd wepß geüebet werden, auch hicmit ernstlich eingebunden vnnd beuolhen haben. Nach dem durch sollich abergläubisch bös; sachen vnd Handlungen,die der Kllmcchtig in der schrisst zum höchsten verpoken, sein (Almechtigkait in vil weeg, hoch belaidigt wurdet , die auch Vns zü ainerstrassvnnd betrug verhengt,daraus; ver. damnus? der seclen vnnd die vcrfücrung, das der Mensch sein ge. müct vnnd glauben darein setzt, ertiolgt, welliche doch der höchsten Gottsleskerung aine ist,.dae durch dieselben Obcrkaiien in vnserN Lannden weiter fhain 'Zaubercp, Waarstigen, oder dergleichen in kainen weeg nicht geduldet oder gelitten, sonnder dieselben allent. halben souil MilglichausMtut / Mud wo dergleichen Personen be. ' B tretteN ketten werden , gegen inen vmb Ze verschulden nachaustweifunz der geschnbnen Recht mit straff gehandelt vnnd verfarm, Vnnd dann gegen den jhenen so sollich Warsager vnd Tauberer kefuechm auch gebürlich straffsiirgewendt, vnnd darinnen niemand! vbcrtra- gen noch verschont werde^ Folche all vnnd ped st^iffvnnd Messen, sollen aus kainem hast, neid,noch zü aignem nutz,sondek lauter zü Gotteo ^Lhren vnd pessc. rung der Menschen, Auch auf beweislich darbringen wvlbedächt- lich, vnnd mikzeittigem Rat/wie obsteet/fürgenomen vnnd erkent, auch peder zeit nachgeskalt,vnnd grosse der verprcchung, vnnd aus; wao bewegnust diebeschehen, auch nach gclegrnball der codition ai» genschaffc, vnnd gcwvnyail ainer peden Person gemässigt/gestai- gert/vnd gerinAki t werden. . Vnnd was straffen okßcstlmßter Massen in Gelt gewendt werden,sol sollich Gelt an pegclichen ort durch dieselb Obrigkait, so bist vbel wie vvrsteet zestraffen haben, oder sre Verwalter trewlichen eingezogen in vier gleich thail trewlich gethailr, dem (Anzaiger als- pald der rierthail solcher straff, in gehaimb damit ^rnitvermärt noch offenbart werde,zügestelt- Die vbrigen drep thail in beschlossen Püchscn züfamen getragen, vnnd nachmaln zwen thail hauszarmen nottürfftigen ^cwtcn daran es angelegt, Vnnd der viert thaik der Obn kait vmb jrer müe, sorg vnnd vleissigen aufsthens willen, Wo aber khain anzaiger verbanden,sol der selb thail,so dem Knzai. ger verorduet,auchbaustarmen verfolgen, Kuch sollich austtaplung xedes Quottembers Scntags durch pede Obrigkait, in kepfein vnd gegenwürtigkait dreper oder vier shrer kepsißer ordenlich vnnd vleis. sig geschehen, Vnnd sollich ftraffgclt sonstzünichteverwcndtoder gebraucht werden. Welchem also gekrcwlich nachzekhomen wir ainer peden Obügfait zum höchsten vnnd Ernstlichen eingebunden vnd aufgelegt haben wellen- DonZüMncken/Mlkrey/ vnnd 8pil. <>>Zeweil der mistbrauch der lesterlichen Mllerep, vnd vnmässi. SL^gen vbrigen vnd vnuermessnen Triyckenssso man züttinckhcn, gcwarttn,oder beschcid thucn nenet) die trunckenhait geberet,wellt, che sehr wider Gott, die natur vnd guet Litten,auch die Menschen - des gebrauche jrer vernunfft, 8pnn vnd Glider entsexm ist,daraus; »il Gottes lesscemng, Mörderep, TMchteg, MruchvNnd sonst VillastervnndvblchatLN enkstchen, (Also das sich die/Zuetrlnckbev Vnd Lotte -Zeut m gcferlichait /rer eerm,8eel,vernunfft, Leibs vnd guew begeben- Demnach gebieten wie allen vnnd peden Vnnscrtt Lanndücütm vnnd Vndetthanm Geistlichen vnnd Weltlichen, Mann vnd Lrawen Personen,das -Hp sich vor okbestimbten vnchr. lichen lasscer, dcßgleichcn gemessnen, oder kltrangtenMetrinckens/ bringene,gewartens,beschatt» thukNevndLüllcrep (wie mann dem namen oder schein geben möcht) genMch enthalten, dasselb hinfürd rains wegs mehr,weder haimblich noch offenlich,durch wort, zaich^ M, geperd, noch ainich ander bedeümrng gebrauchen noch vben/ (A'Ehaln Geistlicher noch weltlicher, Herr «LdelmamHaußuat. tet^vlcrt/KhellNtr/Leütgkb/vnnd sonstmemand sollichs gestatten nochzueschen- .. soll auch ein prder Wiert,der solliche Huetrinckher vn Lotten wissenodererfaamwürd, dieselben den Herrschassren, Oberkai-- ten,vnd Richtern derselben Ort von stunda» aufsollich Zr thak an. zkbringen,vnd nitzüuerschweigen schuldig sein- Doch wellen wir durch diese vnser Satzung das keschaiden freiln^ tüchanpicten atnv vnb.dingtenvnd virgemessnen Trunckhe nttge« tvaint,sonder vnuerkotten haben. - Welcher oder welche aber dise Vnser Ordnung vbertretten, das gleich gemessen,oder bedrängt HueMnckhcn vnnd aigenwillig Lül. lerep nit mepdcn,zuesepen, oder die verprecher nit anzaigen wurden, die sollen der H errschasst oder der Obrigkeit der Orten in -Kletten/ Märckhten vnndLleckhn da Alichrs beschiecht, vnnd die vom (Adl ämchfrcr ordenltchen Obrigkait anzaigt, vnnd durch 8p gestrafft werden. Doch wo in ainer Herrschassr mehr als atnco Herrn Vn^ derthon wären, -Holl ain jedex Verprecher erstlich scinSn (Amkt. man angcöen, vnnd durch fne hienach bestimbter mast gleichförmig gestrafft werden. Wo aber das durch die H errschaffteü oder jre Kmbtleü't nicht bcschäch, 8oll vnd mag alßdann der Lanndtrichtcii desselben orts die Verprecher selbe für fordern vnd straffen. gmdigckltß zügklassenßaken/düö die dttp^et' diser vnset Atzung zum ersten vnd andern mal,auch vmb gelt gcpüefft werden. Ncmklich der gemainPawerffmanchawer oder dergleichen per fönen, so aim andern am gemessnen Trunckh zucbringk,vmb vier, vnd der so es annimbt vnd gewarttet vmb acht Kreutzer. (Am Burgerßman vmb (Acht, vnd der es gewartet vmb 8ech- tzchen Kreutzer- Die von der Ritterschafft vnnd (Ad!, vmb 8echßehen Kreutzer, - vnd die es gewarten vmb atn halben gülden Reinisch. K in H en vmb ain halben,vnnd der es gewartet vmb ain gülden Reinisch- Km Graffvmß M gülden Reinisch, vnnd der es gewartet vmb zwen Reinisch guldm- Zm fra! aber das sich pemandt wer der were, auch ausserhalb ver messnem ^uctiinckhene, für sich selb» dermassen vberweincn, vnnd Vokrinckhrn wurde, das-Er seiner 8nnn vnnd vernunffk entsetzt vnnd beraubt, vnnd sich ergerlich vnnd vnbeschaidenlich halten wurde, Fol atzdannso offl dav beschicht, der gcmain Pawrstmann Hawer oder dergleichen Gemaine Personen vmb Acht, ainBur- gereman vmb 8echtzehen kreutzer,ainer vom Kdl,odcr Ritterschafft vmb ainen halben,ain Herr vmb ainen, vnnd ain Graff vmb MN gülden Reinisch gepücst vnd gestrafft werden. Wo vnd souerr aber diese geltstraffvnuerfengkhlich,vnd von pe- mand wes -Htanndis der wär, diser vnnser Ordnung zum dritten, oder mehr mal» , zewider verhandelt ww d, gegen denselben sol mit zeitlicher cntziehung vnd verpiewng deo Weins,auch verskrickhung venckhnuß,Wasser vnd Brot,nach erkantnusz der Herrschafft oder Obrigkait fürgegangen,vnd pc alwegen nach gclegenhait ainee pe- den vcrprechern die straff erhöhet, gemcrt vnd geschörpfft werden- Dergleichen sol auch wider die Wiert vnd ander so das gemessen oder bedrängt 'Zuetrinckhen vnnd Züllerep gestatten,zuesthen, vnnd nitanzaigcn, mit gepürlicher -Straffnach massgungpederHerr- schafft oder Obrigkäit,gehandelt werden. Wir Wir wellen auch hiemitgegenMrttgvnd khünfftig vnnserNätb, tzn, dep jrcn pflichten vermant , vnnd men aufgelegt hakensdae sich Le peder des gemessnen ^ucttinckhens, Gewarttcno vnnd Lüllcrep ^ '.Balten / dardurch dem gematnen Mann destwentger vchch discm argen bösen lassrernachzcuolgen, fön. icherwexst damor züuerhüetm, ratßung vnndgutt-Lr. eben werde. Vnd nach dem aust der öbern bösen ^xempel, vnnd sonst die sach dahin khomen,das sich die knecht täglich vassl vberweinen/ vnnd sich alstdanngegen >rn Herrn allerkap muetwillens, vnschickhlichait,vnd Numorregcbrauchm, daraust danngarleichtlichgrosser vnraat ent- s een mag/ vnnd so wepr eingewurzelt / da» die knccht derhalb vngc- stiassrzesem vermainen. Welches Vns aber inViinsernLanndcn lassen wir zue,'ist auch Vnser ßeuelch vnd Ernstliche mapnung/wass uchain knccht vberwemt/ dar ain peder H m, ^ sep Geistlich oder Weltlich, denselben diener derhalbm ain,zwcn,drep,oder vier tag in ainen kärckher oder gefencknust lcgen/vn also bist ->Lr wider zü nicch- terkait Gumbt strassen müg. Wocrs aber darüber vnd zum dritten verfaaren.Wo sich aber ain diener in sollicher vollen weist,oder aber sonst Numerisch oder vnschickhlich empöret/vnd erzaiget/gegen dem sol wie stchin sollichen fällen gebüert,durch die Obergka-t mir,Ernstlicher strassnach gelegenhatt des fräfele, vnnd der verprechung gebandelt vnd verfaarn werden, vnd wellicher Herr hierinn lässig vnd dermassen befundm wurde, das "Lr solltch bötz Handlung gestattet vnnd zuesehe, solle gegm demselben als mitverhenger dises basster» vnnd vnzucht, durch die mehmObergkaitauchstraff fürgewen- der werden- Wir gebietten auch allen Obergkaiten, Herrschassten,Burgtt.' maistem/Nichtern/Wietten, Gastgcben,-Heürgcben,vndsonst me- nigklich das 8p hinfür an den Fepettagen die Täfern, Keller vnnd Trincksruben-vor Verrichtung des Gottsdimst/Nemlichen den Pre digtvnd hohen Kmbts,oder wo khain Hoch Kmbt gehalten wirdct, der H evligen Mcst nit öffnen,noch Krcntlwein oder ander wein auf tragen, destgleichen auch sonst dem statem vbrigen mnckhen des ge. mainen Manns,so bistheer bist in die nacht, vnnd etwo noch lengcr bcschchcn/vor sein e Vnnd nrmblich vher Neun vhr gegen der nacht B V -Hummer «Hummer vnnd Winter zcldnlemandkzetrlnAen gestatten noch sitzen lassen,noch auch darmc in andere H ewstrW- in au,zgeben sollen , ausrgmommm die srcmbden Gest so in guecer zucht vnnd de. schaidenllch bepernander in etlicher geftlschafft versambll wären. Vnd dieweil das -Spil wie offenwar vnnd ^anndlkündig ist, zä v« schwarcn-Sünden,^asstern,vnd vbclchaten vrsach gibt, vnd nik allain die klamuermügigen / sonndcr auch erwo die Neichen zu ver- derben lapktt, dardurch jrnvnschuldigm Weib vnnd Kindern an ihrer notturfftigm Jeibrnarungvnnd vnderssaltung, zu vilmalen manalvud abgang VNsM^anndtleui/VNNd Pnderchamngn- digclich sermant haben, dao -Hp sich aller vnnd >e- derchewem, scywarcr rund bässigenSpil enthalten, vnnd «Weibs sambk im Weib vnnd Andern dardurch vor abtaal, schaden, vnnd verderben vcrbüeten.Das auch fürnemblich alle Obnkaiten, Herr« schassten,Burgermcister,Ntchier,Wirrt, Gastgkbcn,^cütgcbcn, vnnd mmigclich, den Handtwerchern,Knechten, auch Nawereleu- ten,Hawrrn, vnnd also dem gemainm Mann gar raine vpil grost noch Kaine, mit Wirffel, oder Kamn zü kainer zeit gestatten noch zueseben, vnnd wo pcmandt fräumlich hinvider Hätte, dieselben schwärlichen dammbenstraffen, (Auch die Wiert vnnd ^ eükgeben pederMtdaeGell!, sosolliche8ptlervorjnenligenhaben,zujren Händen anncmemvnd zu andrem strassgelk erlegen. Wckiche Wrerk oder ^eütgeken aber diesem Mnserm Gepot zewider handlcn,vnd das 8prl gestadmen, die sollen so offtvnnd vil -ao beschicht,allmaln vmb ein Ncimschm gülden gestrafft werde«. Was geltstraffdann von den "Zuettinckhem vnd -Spilcm äucy derselben Verhengei n geual'et,damit soll allermaj; vnd gestalt, wie oben bev der straff der Gotolcssterung vermclt gehandelt werden. VonsLrchLucrtlgcrBeywoMNg amö andern osseridlichen lästern in gcmain- rX^Knn auch vü Leichtfertig Personen ausserhalb von Gott auff gesetzter »Ehe bep einander woncn, oder sonst der vnehrn phle- gen» Kuchderossenlich-Ehebruchvngestrafftgestattet', dardurch der Kllmcchtigmach dem cs weder sein Götlich gepok istchech belap- digt wirdct,vnd züuil ergernuf; vrsach gibt. Demnach wellen Wik allen vnnd prdm Ober kästen, bep den pflichten damit-Hpvnns verwont verwont, auch Vermeidung Vnserer schwären strassvnnd vngnad Ernstlich eingebunden haben, dao-Sp sollich gemain -Zassrer des ^cbmchs/ auch vnehclichcr lcichkuertiger kepwonung vnnd vermi. schung, dergleichen weder Kuppler noch Kupplerin, noch auch ai. «ich ander offenlich vkl/-Zasster vnd leichtuerttgkaitin vnjernZan. den / Stetten vnd Llcckhen jr pedeo (Amktouerwaltuttg mit Nichten gedulden noch gestatnen, sonder gegen den Verprechcrn, Tättern vnnd Verengern H ocho oder Nider Stanndto / nach rechtmässi. ger crkantnuß der Okrigkait mit strasszum strengisten verfam/vnd gnedigistm schirm vnd Huchen halten wellen. Wo auch von Vnsern nachgestzten OkrigkaiteN, oderVnserN oder andern KinktleNtten/Beuelchhakern vnnd personm, atneo Hk. Hern Stanndto hinfüro im -Zaster deo Ehebruchs / oder Vnehe- lichenleichmertigenBepwottung vnd Vermischung ketrectett wur. de/ sollen dieselbigen alßpaldr jrcr Kmbter vnd Beuelch entsetzt vnd zü khainen Gerichtlichen/ oder andern Kmbtern gekraucht / sonvek für Znfameo vnd vntüchtig geacht vnd gehalten werden. ekkestimkter Gotolesterung, Fuetrinchen / auch allen andern ge. mainen »Lassterm-Hünden vnnd ^Lrgemust vletsstglich verwarnen, Much zum trewlichlsccn ermancn zcktctten/dae der Qlllmechtig die. seiden Lasscern von sein, Christlichen volckhgncdigclichettakwen. den vndVno in den wegen seiner hepligen gepot vnd Götlichenwil. leno vätterlich erhalten vnd skerckhen welle- Äonhnordcntslchercosillchast derClapdung- Vttn dkk Äapdnng vnh ündtktk ^»vnder allen Stenden Geistlichen vnd Weltlichen/Mann vnnd Frawen geschlechto,dermassen gestigen vnnd vkerhand genommen, dao pe ain Standl vker den andern / vnnd die geringem den hohem gleich sein wollen - also das wenig vnderschidlicher erkantnusz mehr gesehen wtrdet/ dardurch die Leut wider Gott zü hochfart vnnd anderm stindlichem nachthail geraißt/vnd sonderlich ditvnuermüg. lichen, aintwedtrozügleichernachuolge / oderdochzü vngedult kr» wegt vnnd geergert, Vnnd nit aliain sondere Personen,kejonder ge. maine -Zanndtschaffttnan jrem vermügen höchlich erschöpfst wer. ich erwachssen, Demnach solllchen 8ündtl.chen,vnnd gema.nem nun bochnachtatliqen, schcdlichcn, vnnd verderblicher, mißbrauch abzu- NenÄchmLL.lle^ Lanndtlewtenvrmd vnder thanen züuerhiietcn,8p auch bep pcm vcrmrigen , vnd dannzwtschen allen -Stenden gepuerlich vndcrichrd der Claidung Verhalten- -Ho haben wir nachfolgende Ordnung der Llaidung frirgcnemmen/die wir auch bep Frraff vnnd Meer, darauf qefek/gcntzlich gehalten, vnd hicmik allen Obrigkaltcnvpnd Herrfchasstcn Ernstlich aufgelegt vnd gebvtken haken wellen - darob grftrengklich zühaltcnvnd dartnn gar niemandto verschonen. «<,„> alt, ^rabMoss,Bischofs,vnd Prclatcn, so silichen dahin zehalren Vnd züuermügen,das-Sp sich mit jren Clap- dunqcn in Kir chen vnd auffgassen, alo jrem 8tannde nach wol ge- rimbt, vnnd inmasscn die Geistlichen Recht vnnd er bar kalt des er- uordcrt^barlichvnnd Geisilich halten vnnd tragen,vnnd all vn. . donPawerslewtenauff dcm-Lannd--. ker vnd Töchtern.. . _ -. so inner oder ausserhalb Vnsrer Königreich vnnd "Leblannden ge. macht wtrdet des ain-Bien vber drcp o k ams Retnischcn Gulden wert sep,zü Röcken oder Mäntln anmachen nech tragen.-Ls mo- besse, m Wrillin Tucch, doch das die ^Lln nit vber ain Reinischen Gulden cosle,auch Mann vnnd Wepbcr den Parchet zü aller jr er nottrrrsst aber alles vnuerprämbt/Vnzcrtailt, vnd vnzerfchnitten ge-- praüchen vnd tragen- Werttcr wellen wir Mann vnnd Weiber n allgcschlagett, Mögen,vnd gesponnen Gold vnd -Silber,auch all ganß vnd halb ^ep- den waaren,-Schamlsk,doisiat, Harras,-Sattin, vnnd dergleichen - Gattungen, weder zü Ringen Clapdern,Krägk,Wöhrn,8chlapm vnnd ivrAVtiv fryrm plNfuranzuge^ pt suchen,Muffen, anzemachen vnnd zutragcn gentzlich verpottett hapen« (Allein erlauben wir srett Weiß vnd Töchtern,ste Clapder oben kerumß, auffdae malst drepcr Finger prait,mit Vorstat, Harra» oder vatttn züuerprämen, dergleichen auch -Hamaten vnd -Sepde- Vnnd dann von Rauherwaar - odergesüllwerckh den K)annen zum höchsten «Fuchselawen, vnd den Wepbrrn zü Khprsen Künigl. rückhen,aber sonst zü Pötzen vnd Füettern -^emem, Gaissen, vnnd dergleichen schlecht Gefüllwerckh, vnnd kainpesser» anzctragen, ze- machen noch zügcbrauchen- Von Burgern vnd Inwoncmttt btettenvndMärckhten. >§hen, Ordnen vnd wellen Wir,da» hinfürter die gemainen ^-^Burger,Khramer,Hanndtwercher,vnd Znwoner in -Stetten vnd Wärckhten gleichermasscn wie oblaut,Hainerlap Goldt, -Silber,Perlin, auch ganß oder' halb -Senden, vnnd 8chaml0t,ttoch zer. skickhklt,zerschniken,odcr ver prä mkt Clapder, dergleichenHain Fetzen , Marder, oder dergleichen Cossklich fukter tragen,sondern sich mitzimblicher gepMcher tracht,vonWu1kemTpnndischem Tüch, Vorstat,(Ärrasz vnnd -Satin,auch von Rauhen fueterN mit geringen Maschen,Füchsen,Me» , Khüniglwerckh, Ämcrn vnnd dergleichen benüegcn lassen- Deszglcichen sollen sich jre Hauszfrawen vnnd Töchtern in M Clapdung auch halten- DochmügmFpjre Clapder allainoken tzemmkmit ainer halben Wiener »Cln 8amat,oder guetem Ktlastauf» maist, oversonsk oben vnnd vndcn hcrumb mit Brickhischen (Atlas;, Krrast,-Satin, oder von Rauher waar mit halben Fechwammcn oderRückhen be. schaidenlich verprämen, auch zü Khürsen auf» höchst, Fech Fuchs M Oker Wen Reinisch gülden wcrdt. Krügen mit-Sepdenvernät. Fchlapr mit gülden-Zeistlin nit vker zwen finger prait. Taffaten-Hchamlotm,oder Brückhisch Rtlasen Gollers Vnuergult beschlagen Gürtel,nit vker zehen Reinisch gülden werbt. Md Gesperr nit vber zwen Reinisch gülden werdt- Dkßgleichen die Zunckhfrawen, Perlen ^Widl, oder 8amatrn Ha. arpäntl,Dcch nit Ber 8echo Reinisch gülden werdt. Pott Burgern in Stetten/ so vom Rath Ge- schlechten oder sonst stirnemblicho heerkho- meno sein , vnnd nicht Hannd tverch treiben/ (Auch von Kauffvn Gewerbsz- leüten. ^V)Zr Fetzen, Ordnen, vnnd wellen/ -ao die Burger in Vniem Haupt vnnd andern -Stetten/ so der -Skat Oberer,Klo Bur- germaister vnd sichrer,auch vom Rat/vnd alten geschlcchren sein, so nicht Handtwerg teribm/ Dergleichen auch die Kaufs vnnd Ge-, werbtzlcüt nun hinsüro kbatnen Lamat, Thamasch, Ktlaß, oder 8cpden zü Röckhm / auch weder Goldt, -Silber, Perlim Gulden noch Tilberen Haarhaub.n tragen. Doch erlauben Wir fnen -SchamlotenRöckh/ auch-SepdeneWamast ausserhalb / 8amat vnd Carmasin / jnen soll auch ste Röck/ Mäntl oder Kappen, aufs höchst mit anderthalben Wienner^ln 8aMat,eder(Atlass Mer. prämen hiemit zuegelassen sein. Doch sollen 8p khain Tuech die ^Lln vker zwen Reinisch gul. den wert/jnen anmachen lassen/vderainig ^Zöbl/Hä> mbli«, vnd der gleichen Cosstpare Mucker,antragenwol mügen -Sp vnd fre 'Jbep. her das Fechwerch/auch K^ürderen Euerer vnd Khürsen zum höch. sten gebrauchen. soll ^sollen jnenauch erlaubt sei»/ ainen oder mehr Gulden Ring ze. tragen,doch all Ber dreisslg oder vicrßig gülden nicht wert sein. Aber Gulden Ketten,gantz bilberen -Schaidenan Langen vnnd Kurßen Wöhren, dergleichen-Hämaten Markt, -Hchaidenvnnd Fchuech, auch 8epdenvnderdieHosenzefüetern,dergleichen-Hey. den Llagpinden soll allen Burgern vnd -Htetleüken Manne perso. nenvcepottensein. Dergleichen sollen jrc Wepber stchauch sonst in Claidung HM, Doch Hain höcher 8epdcn ale Tobin, oder Tastat, zü ober Böcken inen anmachen,vnd doch auch derselben nicht ober ainen, oderzwett haben noch tragen, 8olch Fcxden vnnd ander jre Röckh mügen 8p obm vnnd vnden herumb mlt andercha b-Lln -Hamm oder Atlas; oder micgefullwerch zimblich veeprämen. Vernererleuben wir jnen Joppen von Tamaschkh, Ktlaßodee anderlap geringer beiden vnße schnitten, vnd vnzerstücktzctragen, vmd mit ainer halben «Lin 8amat oder (Atlaß auffo höchst züoer. prämen. Much bamaten Goller,mit verguldcN Gespörn, nicht vker vier, oder Zeche Reinisch gülden werd- (Auch gülden Ketten nicht Ber Mnffhig Reinisch gülden Werd. Doch wellen Wir, dao 8p sich Clainskervnnd Gulden Krmpäntl zetragen enthalten- Ain beschlagne Gürtel nit vker sünffundzwainhig Reinischgul denwerdt. Kin oder mehr Gulden Ring, so all Nit vberDreissg oder Vier. Kig Reinisch Guldcn werdk sein- Lchlaper mit gülden leisten,dreper oder vierer finger ssrait- ^§e mügen auch jre Töchter vnnd Zunckhfrawen Perlen Haar- pänndtlen vnnd Bartten, biß in fünffundzwainßig Guldcn werkt aufkragen. Wir Ordnen vnd wellen suchM aller Äurger in -Stetten vnd E ij Märckhm Märckhten, Diener, vnnd Dienerin auch Handtwerchö gesellerv sich nilkjrer Clapdung noch geringer, vnnd nähner, alo von den ge. mainen Burgern vnnd Hanndiwerchern hteobcn bestimbt, halten vnd entziehen,vnd sich keiner 8epden gebrauchen. Von Aduocaten Cantzleyuemand. ten Gcmainen Offittcin/Hossgcsindk, vnd Kmbrleülen. OV erhaltunz merers vndtrschtkdto,auchersparung vn akstellung ^vnnotttirsstiger, schödlichcrCosstltchatt, Ordnen vnnd Fetzen Wir,da»die(ÄduocattN,-HecrktarikN,Nhleger,Pögk, vnd Kmbt- liüt,so nit rom^vnd Gülten erneren, vnd sonst sich jrem Ritterlichen oder K- delichem -Stanndt gemäß halten,soll Famaten Röckh vnnd andere Fcpden,dergleichen ain,vder mehr gülden Ketten, die nit vber zwap hundert gülden Reinisch werdt sepenmuch alle Rauhe waar, vnnd Gefüllwerckh (ausserhalb Nbl) zuetragen vnuerpotten sein, doch das Fp solltche jre Clapder weder mit Güldenem noch Filde-ein Tuech, oder Ftuckh, -Schnüren oder Passpman verprämcn, aber mit drcpen Wtenner ->Lln Famac,Kllaß,oder anderer 8epdcn,die- sclbigen züuerprämcn, soll jnen zuegelasscn sein, Doch dao die auch nit mit Feidencn Fchnürrn oder Ftückhwerch, fransen oder Pässp- man,sonder allain mit ainer Feiden anxedem Ort deo Prämß, am mal gestept werden. Wen soll auch gantz -Samaten Hosengesäß, dergleichen Hosen vnd Wamaß mit Ftepp,vnnd -Hchnürwerchzükragcn gcnßlichver- porkcnsein. - . , "Lv mugru «Uly vrr vom vno ^mkrfcyaffr/eHamakm ^ a- retvnd ob 8p wöllemain zimblich Medep daran tragen, (Äber güldene 8ressten,Rös;l,oder güldene Kettl,vnd ander dergleichen Ge- schmuckh,an jren Karnen oder Claidernzctragemdce sollen-Sv sich genplich enthalten. Damit auch zwischen dem M vnd denen so Ritter sein,ain vn. derschid gehalten werde, 8ollen die vom (Adl so nicht Ritter sein, Messing oder vcrgulre -Sporn,Wöhren, Pherdtzeug vnnd dergleichen zetragen vnd zefüren vnderlassen. Die jhem'gen aber,so vom Rbl sein, vnd sich von jren Rennt vnd Grillten vnd sonst dem Rdelichen -Stanndtgemess nicht halten,sonder sich Kaussmanohändel, oder Bürgerlichen handnerungen gebrauchen, Die sollen kam 8amat, oder Carmasin seiden anmachen, sonder jnen zum höchsten Tamaschckh,Arlass oder ander geringere 8ciden,doch vnuerprämbt zetragen zuegclassen sein, Aber ander sie Claidcrsso nit 8epden, mügen 8p mit drep ^Än Lamat vnd r it darüber verpremen , desigltichen-SamatknWammas;vnnd Paret, auch gülden Ring vndH aarhauben, vnd dann ain Werten die nik vker ain hundert Reinisch gülden werdt sep tragen. . 8omügmdervom Rdk vnnd Ritter Haustfrawen sichmitdee Claidung sren Mannen gleichmcssiq balcem vnd von Gcfüllwerck, aufo mach Hermlen oder Mci deren Khürsen, vnd Hictergebrau- chen, Doch sollen 8p men vber drep 8evden ^erröckh nic anmachen lassen,noch tragen,vnnd ob 8p dieselben verpremen wellen, mü- gen8 p solche» zum höchsten mit Guldem cder8i!be, em Tuech al- lain oben herumb,vnnd nit vber ain halb Viertel ainer Wienner öln prait thucn, aber 8amat oder -Sexden mügen-Sp oben vnd vnden, doch vmb ain Claidmit vber drep ->Lln, vnnd dann da» gefullwcrch srcm gefallen nach verprämen,Doch soll jnen das schnür,8mckh vnd 8repwerch,wic oben vermeldet, auch verpotten sein, Ob auch erlich weren, so mehr Claider dann pepo genickt Herten vnnd dieselben für ^Lßgleichen sollen vnd mü'qen die Doctores, vnnd jre Weiber auch Llalder, Geschmuckh,Metten, gülden ring vnnd anders jrem Ltanndtvnd Lrepharr gemäß tragen. VonGrarimvndHerm. /LjRaum vnd Herrn sambt jrem ^Legemaheln,sollen Hain ganß Gulden noch 8ilkeren stuck tr agen, sonder sich zü vnderschied des Fürsten stanndto derselben enthalten, 8pmügenabcr-Hamat Carmasin, vnnd all ander -Hepden gebrauchen,vnnd die ^lkann jre Claider mit 8ilberen Tuech, oder 8amat, doch wie oben von den Rittern vnnd (Ädlgeseßtist,on alles Lchniir, 8tuckh vder8tcp-- werch,Äbcr die so Rttter sein,auch mit Guldem Tuech, vnd dann jre »Legemahel mit Perl», Gulden, oder 8ilbkren Tuech,doch des Gulden,oder 8i!bcren Tuechs,an atn Claid,nit vber drepo^ln ver- pramemvnd auch an alles 8chnür vnd -Htepwerch. Wir erlauben auch Grauen vnnd Herrn,gülden Metten biß in vierhundert gülden werdt, vnnd jren ^Lcgemahcln von Motten, Clmnat,vnnd geschmuckh, sambt den Ringen auff8echshundert gülden werdt,vnd nit darüber jutragcn. 80 mügen 8p auch sambt jrm ^Legcmaheln an jren Pareten vK Claidem,gülden Medepen,8tejft, vnd dergleichen geschmuckh vn- geuerlich biß in ain H undcrt gülden werdt tragen, Doch sollen -Hp sich der gülden Khettln an den Parkten vnd Prämen enthalten. Wir 8etzen,Ordnen,vnd wellen auch, das der Grauen, Herrn, Ritter vnd deren vom Ml Diener dergleichen auch derselben Haus; frawen Dienerin, so nicht vom Ml sein, sich «Lrlicher Claidung, wie Hieoben von den gematnen Burgern in 8tetten gesetzt vnd geee dnek ist,gebrauchen sollen vngeuerltch. ' Demnach - , , ^ ptdeVnsereLanndtresit/Vnder- Gnen, vnnd Znnwoner, Hochs vnnd Niders standte, bapderkap allain diser Vnnser fürgenomen Ordnung, vnnd Reformation der Clatdung,gchorsamlich zehalten, vnd darüber nic zeschreiten,Lon- derslch vH mehr,noch genähner einziehen / vnnd also xe ain Ltandr dem andern, vnnd sonderlich die hohem den Nidern , zü absiellung dises hochschedlichen mißprauchv der Cosstlichan, ain guet Vorbild Magen / vnnd fürnemblich dieFrawen vermant haben, das 8p sich zu vnnd in den Kü chen, oLrbarer, vnergerlicher wolbedeckter Claidung befleissen/vn jre ztrlichgkperde,Gcschmuckh auch scharpff vnd raisige Claider ausserhalb der Kirchen gebrauchen / damit zwi- Den dem Khü gsng/vnnd andem^öeltlDen desamlungen am M- licher vnderschid gesehen, Ruch das gematnVolckh dardurch destwe- niger geergert,vnd voir andacht enpogcn werde. Doch wellen wir Vnnsern ltcrschafft,rnnd gemainem Kdl zü jren Hochzeitlichen--Lern vnnd Lrewden / vbcr'Zwovnd, drepssig, aber Grauen vnnd H erm/vbcr Hterßig Personen bcpderlay Sl awen / vnnd Manne geschlächt» / ausserhalb jrer Lunckhfrawen vnd Dien er ntt laden/ vnd sollen die von der Ritlerschaffk vnd A dl/ vber Liberi oder acht/ aber dteSerm vnd Grauen vber Tehcn oder TwelffRicht nit geben noch ausseizen- Vnnd mügen Grauen vnnd Herrn / ck 8p wellen/zum höchsten vier/aber Ritter vnd -Ldelleütl drrp malzen halten/ vnnd damlkjre Hochzeit enden. , Die ansehenliche Burger vnd Kauffleütin Netten sollen zü sren Hechzeittcn vber Viei undzwainßig person ntt laden / ausserbalb jrer Kinder/ deren auch vber 'Zehen nit sein / die sollen aussain Malzeit vber 8ech» Nicht nit geben/dargegcn vber ainen halben Reinlichen giilden nit geweist werden / vnnd mehr dann die Zwap mal Kbcnt» vnd Morgen»/zum Kirchgang nit halten- Die gemainen Burger, Hanndtwercher/ vnd Znwoner in Netten vnd Märckhten, dergleichen die Pawroleüt vnd H awer aufdk -Hanndk / sollen zü jrcn Hochzeiten vber Lechzehm Personen nn la. den - vnnd vker vier Nicht nit geken-die mügcn,ok-Sp wellen , des aßendw z» ainem Tisch die negsten Freiindt haken, vnd des andern tags Morgens, das H ochzeitmal halten , Dagegen die / so die zwo malzen kcsuechcmnit vker ain ortains Neinischen gülden,vnnd die- wepstnsollen^^^ den Hochzcltmal erscheinen , ain halb ork "'Ufsen ^erlprechen aller peßkcschüknen Hochzeitken, solnit mer dann ain malzeit, vnd dieselben mit-Hadschafft derhalken anzal ^trsonen, vnnd mit den Nichten gehalten werden/dle oben außge- Gleicherweiß Ordnen, mainen vnnd wellen wir,das mit allen andern gemainmLln im Kusschntdtverkhaufft werden solle, cs dann zuvor genetzt,vnnd grschorn, Wae aber gantze Tuech wären, die sollen vngereckht, oder gestreckht,aber doch genetzt, verkaufst web dm,bep Ttraff-verlierung dersMgen Tuech- Werm die aber genetzt vnd geschorn/vnnd wider an die R amen gespant befunden,dieselben Tuech sollen verloren, vnd in batden ob- berüeten fäälen, die 8traffdcr Oberkait, darundker die Tuech fast gehabt werden, vnd denen die Bürgerliche Gerichtezwang one mit -- «l der Ortten zuegehörig/zucstttn- Dieweil XU ^ Dieweil auch der Krm gemain Mann,-mch die Mchler vnnd Gwändler, so das Tuech nach der^Lln außmesscn,in dem, das die Tuech nach dem «Lndt außgemeffen, hoch vnnd vtl verfortailt werden , So wellen wir dao nun hinsüro die Tuech, nach dem -Stuers oder Rucbhen, vnnd nicht nach dem ^nndt,austgemeffen werden, Vnnd dlst Vtisel' Ordnung tn 8echo ^pnnten / den negsten N(rH Nubltcrerung dlservnstrPolltcep Ordnmigangeen/vnnd bmfürtee also vnabläszltch volzogtn werden. Vnd wo ainicheOßkrkaitderhalbettvnfteiffge Umsehen thäte, vnnd die Vberfarer nicht strasste, soll ainem pedcn erlaubt sein, vor des Vberfarero gebüerlichen Richter, oder an dem Ort, ^Lr damit bewerten, MenLtuckhen oderTüechern, damit ^LroLegemelt vnser Taßung verssrochett/^cchklitß zuelagen/vnnd jmezueMelleri zübegeren/die alßdan aus; genuegsamer crfarungjmcRechtltchzue- ertailr,vnd daraufverholffen werden solle. Dieweil auch an den Gwandtläden vnd andern Khramen,grosse Tache,Plahen gemacht/ vnnd angehengt, dardurchdie Farben/ vnd Faden der Tuech vnnd andercrwaar, grplent werden,dao man 8p ntt wol erkyennen mag,wellen Wir dao solche Tach vnnd Mähen abgethawvnd von den Oßkigkaiten nit mehr geduldet, oder gestattet werden sollen,damit der Kauffcr vnuerfortatlt vnnd vnbecro- gen bleiben müge. Äon thewrcr Zerung bey denWlertcn. ^eweil auch Thewrer zerung halber, bep den Wirrten,vil ke- 6^/ schwärung den Gesstkmvnd andem,so die straffen Teglich ge krauchen Messen,zuesttet,vnnd daraus; erfolgt, dao alle zerung täg. lich aufsteiget, auch all effendk Speis; vnnd Narung, höchlich ver. thewret wirdet- Vnnd aber solcher Mangl,von wegen vnderschld- lichaltder Lanndt, Crapo, -btett, Märckht, vnnd Fleckhen, auch fürfallender Thewrung, oder wolfaple, durch ain gemaine -Vap. ung nit wol zewenden sein mag.DcMnach wellen wir vnsern -Handt marschalch,vnd -Zanndchhauktleütemvnserer Niderösterreichtschen Lande, vnnd Fürstlichen Grafschafft Görpchiemlc Ernstlich auf. gelegt vnnd beuolhen haben, dao 8p hinstiranZärlich zü denket. stenLanndt Rechten, so vor außgang ainepeden Zaro gehalten werdmffambt jren Bepsipern,nach gestallt der Zargenttg,ok, vnnd welchermassm,diegeratten, oder Mißratten/ auch ThMer oder . . D ij wolfaM kvolfaplerfürfalleN/eLM' Mich matz/ Mid Ordnung beratschlagen , vnnd verfassen, wie in ainem pedcn -Zanndt / vnnd ainee pcden Orte,die^Ralzeit von-Hpeitz vnd Ttranckh,auch «Htallmuei / vnd Füelterung das ganß darnach volgendr Zarge» ait / vnd beza't werden sol/vnnd altzdann solch verfasste Ordnung/vnserer Nideröster- reichischcrrRegierung zuerfehen, die nach gelegmhaitzumcssigen, vnnd volgendro vnndcr vnserm Namen durch offen General in alle -sanndt,8tett,Märckbt,vnnd Gericht zupublicieren, vnndzucuer- khünden vbersenden sollen,Welche Ordnung auch nach gestallt der Zar vnnd zettgenng / pcdee Zar» okgelautter Massen vernweert,gesteigert / oder geringert / vnnd den vierten ainicher vngebürlichrn vbermässigen beschwerlichen gewpnung nit stak geihan, sonnder die Verprecher/nach gestallt jrcr vngehorfame,so esst dae gefchiechtcher- tigclich gestrafft werden sollcn- Vnnd nachdem wir erinnert werdm, dae in Ftetten,Märkten, vnd aufdem Lanndk/Gastgeben oder Wiert sein die nit allain den Gessten/ so hin vnnd wider,vberlandt wandlen/vnraine speist,auch Ach/Gemacht / Komigvnnd andern schedlichcn Wein fürtragen, 8onnder auch noch darzuc / grosse vberschätzung der Arung thuen, vnnd fürnemblichen auch, khaincn Gast, so kep jncn M,dieRait- tung vnderstchidlich, 8onnder,allam Fummaric vnnd in Pausch an- zaigen sollen. Welches dann den Gessten zü grosser mcrckbüchcn kefchwerung geraichet, 8o O:dnen vnnd bruelhen Wir,mit allem ^Lrnst/vnnd kep vermcpdung vnser vngnad,vnnd ernstlichen strafft vnnd wellen,dae kßain Wiert oder Gastgebchinfuro seinen Gestew die fepen wer 8p wellm, vnraine 8peitz, noch auch Ach Gemacht Köomig, noch alnichannderefchedlichc Wein fürtrage noch gebe? auch die Raittungen,von wegen der Gest zerung,nicht Lummarie vnnd in Pausch,sonnder von Fpeitz, Tranckh, Fütterung, 8tal- muet/vnnd andern fachen, vnnderschidlich chuct, Damit sin peder Gast müssen müg,warumben Er sein Gelt autzgcbenHabe.Wo aber ain Gast'bcp amem Wiert ain zeitlang stil ligen,vnnd mit De nach dem tag, wochen oder zeit, vmb ain genante abchomen wolle, dae soll niemandt verpotten sein. Vom Fürkhauff- ^V>"Zewo! die gemainen Zar,vnd Wochenmärckßt,in8lett, vnd -»^Märckhken/darumben eingesetzt, verlichen vn gehalten werde/damit mcnigclich Reich,vn Krm,alle waarn,Gattung?,Handt ^ wercho XM ... 8ptist,vnndanndere haustnotturfft , auch alles das , so zu der Menschen gebrauch / Na- rung,vnnd norturfft dient,m rechtem gleichem,vnd faplem Khauff, ^nden vnd bekßumm mügen/ vnnd dardurch alle öeschwärung ver» fortaillung bcp Reichen, vnnd Armen, verhüettet werde,8obestn- dcn wir doch in Täglicher erfarung,dao durch etlich vnserer Tandt^ leut vnd Vnderthanen, Geistlich, vnnd Weltlich,auch Hoch»,»und Nidcro stanndre, in vil weg züuerhinnderung der gematnen Nutz, vnnd verrhewrung aller waaren, durch fortailligen fürkhauffganK aigennüyigclich gehandelt werde, Vnnd Znnsonderhatt werden wie erinnert,das derselben erlich, in vbung vnnd gebrauch haken möchten,Nicht Main jr erwachsen,auch^Zchendt, vnd dienst,Wein vnd Traidtin ireKhe!ler,vnd Khässten, etnzelegen vnnd austzcschütten, vnndzujrergelegknhait, auch offrntt one verderbung der^Edlen Frücht, aufthewrung jnnen zubehalten,sonder das-Hp,auch jreVn- derthanen, so sonst che Frücht jrer notturffcnach, in die -Stett,vnnd Märckhtaufdie offneZar,vnd Wochenmärckht,zuuersrlbern gern stireren,mit Gwalt dahin nöttm vnnd dringen sollen jnen jr Wein, Gerraidt, vnnd anndere notturffren, etwo in schlechterm vnnd ge- ringerm werde,Klo 8p solches aufden Zar, vnnd Wochenmärffh» ten, Versilbern möchten, züuerkhauffen, vnnd so Lp volgendks jre gelcgenhait ersehen, das das Traidt in aufschlag khumkt, Klstdann dieVnndmhanen, drungenltcher weist, verrer dahin anhalten,das< 8p jnm solch Frücht mit der Robataufdie Wochen, vnnd Zar- märckht fürcn, das auch etlich den Vnderthanen auflegen, wie hoch, vnd Theur 8p dieWaaren geben sollen,vnnd wo der Arm Vnder- thandie -Summa nicht erraicht, 8p mit ernster straff dahin halten, das 8p den abgang aust jrem aigen 8eckhl, erstatten Messen, durch welche vnbilliche,schedltche,vnnd verderbliche Handlung, vnnd stirkhauffwie augenscheinlich am tag,alle Waar,Profant,Handt- wcrchs beraitschafft, vnnd Narung, so zä täglicher notturffr des Menschen gebraucht wirket, in so hoche erstaigerung, vnangcsehen dergueten geratnen Zarkhomen, das nicht allaindie täglich Na- rung,sonder auch die belonung der DienstpottemTagwercher, vnd (Arbeiter in gemain, vnserTanndtleüt, vnnd Vnderthanen in srern hausthaben hcchbeschwerlichcn ankhumkt, welch aigennüyig, vnnd schödlichehanndlungm, Vnne auch zueßesetzm vnnd zuegestatten, khatne wegs gemain ist. Demnach Ordnen, Seyen, prekären, vnd Gepieken Wir,emstltch vnnd wellen, das nun hinfüran khaine vnserer Prekären, Graum/Frepen/Herrn-die vom Kdl,Bürgerin vnnd D ist" Vndex Vnndetthanen) aufvein Änndt,ausser der Ftett,vnnd Märckhk, sich Wnerlap KWstnanschafft, H andtierung vnnd Fürkhauffs, mit Nichten vnd in khainerlap waar geprauchm , sonder was ain pe- der , so auffdem Lanndk sitzt, für waar,es sep Traidt/Füetterung, Holtz, groß vnnd clain Viech,KW,8chmalß,Kpr,vnnd in der ge. main alles anndcrs, so^Lrjnn, oder bep seinem Closter, Schloß, Hausi,Maprhoff/Pfarhoss,vnnd Gründtmerpaut, crzeucht, Zm machenden,oder Diensten gesellt,vnd des,selber nicht zü Hansi not. turfft gebrauchen,»och darinn, wie hernachuvlgt/Versilbern mag, vnnd doch vcrkauffcn will, dao der solches alles in Vnnser,oder Vn- serer Landtleül,Stett vnd Märckht,aufdie offen Zar,vnd Moch- enmärckht bringen, vnnd züoffem frepemkhauf stier en vnnd fapl haben. ^Le sol auch den Merten,Fragner,Vnnd andern Fürkheustn,in Stetten, für die Thor, vnnd aufdie Strassen, denPawrsileüten, entgegen zclauffen, vnnd alle notturft ausserhalb der gewondlichen Marckhstet fürtzekhauffen, bep schwerer ftraffgentzlichverpokten sein- An denselben Zar vnd M»chenmärckhten,soll ain Fändl,Pusch, oder Misch, wie man solch zaichen pedes Lanndts gebranch nach, nennet,zü Summer vnd Minterzeiten, pe alwegen ain stundtlang, vnnd nemblichen im Summer,biß aufMichaelis, vonn Siben bisi auf Kchk vhr,vnnd imMinter von Michaelis bisi auf Georgij,von Kcht, bisi auf Neun vhr, aufgesteckht werden, vnnd alsilang solch zaichen aufrecht, soll niemandt ander die faplen Mfenbert khauffen, als allain die angesessncn Burger, vnd Znwoner in denselben Stetten vnd Marckhten,vnnd doch auch nur souil, als -Hp zü srer aigen hausi notturfft bedürssen, Mann aber die stund verschinen,vnnd bemelt zaichen vnnd Fendel weeg gethan,Lo soll aisidann nicht al. lain dmBurge>n,in derselben Statt, oder Marckhl, sonder menig- clich, zü seiner hausi notturfft, auch den Burgern in denselben vnnd andern Märckhten vnnd Stetten, solche faple Pfenbert,aufGwpn, vnnd verrer zuuersilbem, einzukhauffen ganßfrep sein vnnd bevor steen- s^s sol auch den angesessnen Burgern in Stetten vnnd Märckh. tcn, dergleichen den ausilendischcn Khauffleüken, nicht verpvtten seimkep vnsern Prelatm- Henn,denen vorn Adl,vnPhle.gern,auch PfariheritN/Vicarien vnd Bencstciaten/dersklbenPaw/'Zinsi vnnd Zehend IN, IN dei' gemeM,an allen Ortten, die 8p aufdem Gep, auch in 8tetten vnnd Märckhcen Haussen, in den gewondlichen -Hadstcttm anziehen,auch den Gcnaidt, vnnd Wein,die 8p bep den 8chlössern,Clöstern,auch -Stetten vn Mär- Otcn Haussen, an den Omen 8p des am negsten bekhummeman- schüttenvnd antziehen mügen. Damit auch m zeit für fallender Khriege,oder Hungere not, vn- sere Burgerschassten vnnd Znnwoner in -Stetten vnnd Märckhten mit Traidt, K)el,vnd anderer nottursstfürsehen, vnd destsiatlichee erhalten werden mügen, -So wellen wir hiemit, all vnnd pegclich Burgermaister,Richter,vnd Rat/der 8cet vnd Märckht/gencdig- clich verwarnet vnnd vcrmanct haken, dae -Sp bedacht sein, vnnd Ordnung fürnemcn wellen, Nach gelegenhair je pedee vermögen, kep jnen gemaine Traidtkasten auffrichten , vnnd die mit Gen aidk nottürfftigclich zufürschcn/vnnd zubeschütten, Vnnd auf dae solches dest füeglicher vnd ftatlicher beschehen müg, 8o soll denselben 8ret- ten vnnd Märckhten,auch zuegelassen,vnd vnuerwerdt sein/ Nicht allain aussdem -Eanndt,sonder auch auff den Lar, vnnd ^Kochen-. märckhten, in obuermelter frundt / dieweil dae Fändl, oder Pusch, auffrecht steet,vnd darnach ji er gclegenhait gefallen, vnnd nottursst nach Traidt, vnnd andere zue jrcn gemainen Traldtkasstemttntze. Haussen, vnnd zü gemaincr not zubchalten, auch dasselb zue gelegner zeit-wo sich dce Verderbens zubesorgen sein wolte/ zuuerhücttung jreo nachtailv / wider zuuersilkern vnnd zuuerkhaussen / vnnd ander frisch Traidt,an desselben stat, wider züschütten, Doch dae hierinn, kep vermepdung Vnnser schweren vngnad vnnd -Strass, aller gefer- licher,vnd aigennüßiger fürkhaussvnd verfortaillung verhütt,vnnd allain gemeinem nutz zü guetkem gehandelt werde. -So soll auch kemellten Prelaten,Hmn,den vom (Adl, auch den Burgern, vnnd Pawrnsso nicht ^bochenmarckht bep jnen haken, nicht verpotten sein, wae 8p zü jrer haußnottursst allain zuegebrau- chen kedürsscn,von jrenncgsten Nachpaurn/vnd aignen Vndertha- nemnach gemeinen Kheussen,vnd rechtem werde,zussaussen,Doch dae hierinn Hain gefär gepraucht, sonder durch die Obrigkhait vnd Menigclich guct aufsehen gehalten werde. vn Lleischhacker, die D Verschling -rer werckhstet, sich mit Mell , Traidt vnnd Vicht, peder zeit verschm , vnnd solche an allen Ortten Haussen, auch -re Pfenwerdt vor der Khirchemvnd sonst in Kecken, wider verkaufst» mögm,aus-geschlossen haben, Dochdas 8pvon-renObrigkhaiten guek Paßporten haben, damit die , in -rem etnkhauffcn, Hain gefae brauchen, sonder allaindae, so zü -rer werckhstet versehung gehört, vnnd weitter „Wo ein, noch stirHauffewdae 8p vnzergenßt wider verkhauffen. 'Wann auch Vnnserer ^anndtmann oder vnderthan ainer, am Viech khaufft, vnnd dasselb ain zeitlang auffsetnen Gründten selbst Messtvnd pessctt,volgendesciner gelegenhait nach wider verkaufst, Wollen wir das solches für Hainen MHauffgehalten, sonder zue. gelassen sein soll. Wir nrmen auch hiemit aus-,die Paurs-lcüt,so sich der Wagen, fart ins- Weinlesen,dergleichen zu verftierung allcrlap Khauffman. schasst gebrauchen, darzueauch die andern Vnnderthanm, sonach vcrrtchter -rerVeldtarbatt, -re Narung mit dem Luer weich aufs dem-Hanndtsucchcn, dae dieselben Fuerletit, wo die in das Hesen, oder aber vmb -Hon,den Burgern vnd KaufleutemaufZarmärckt, Khaussmanns-war, oder Profanndt stieren, zü ainer gegenfucr in 8tetten vnd Mai ckhten,oder auffdcmLanndt,Wetn oder Most, auch Getratdt, Viech, vnnd anndere Haussen, vnnd den-Htekken, Märckhten, vnnsern -Hanndtleüken, oder derselben »Letafern zue- füeren vnd verkhauffen mügm-^Le so! auch sonst in denm^anden, darinn Hain Weinwache ist, dm drepen 8tennden, von Prelaten, Herrn,vnd ^ittersthafftsso nicht aigen Weingarten haben, allain zu der selben -edee haus-norturffc,vnd H offkafemcn, Wein Zefüeren vnd zeschenckhen, vnnd nicht mehr gestattet werden, Doch das die -Hanndtleüt solch Wein writter nit,dannwie oblaut, zue -rer hauß- nottursst, vnnd die Wirrt,auss-rm -Letafemen zum verschenckhen brauchen, aber nit wettrer Mndcr den Baissen vcrHaussen sollen, Wellich vnfer-Hanndtleiit aber aigen Weingcwache haben,den soll dieselben zuuersilbern,vnnd damit wie von allter heerkhomen zehan- dlen keuorsteen. Kber der -Vämerhalber, so gegen Getraidt, -9alß,oder andere, in die-Hanndt, da solches der gebrauch ist, stieren, auch von wegen zuefuei ung aller notturfft zu den Pergwerckhm soll es hinfüran,wie von alter Heer gehalten,-nen -r notturfft zu jrer gegcnfuer, zukauffen gestattet werden,doch alle Perg,vnd Täler aufzzelauffen, vnd alles «istzcHauffen/verpoltkN sein- Vndnach XVI M nach dem Wcer die Fchiftrüt, so Der vnnd ausser -Sanndts tn 8letten,Marckhten,vnd DörffemW dem Thonawstram,auch anndem Lchiffreichen wassern/gesessen/ so-6 p mit wem zeug/ in unser Lanndc Österreich vmb Weitt,vder Most gefaren, zu ainee Gegensucr,Kadett,8chiNtln,^attkn,Raiff,Taufeln,Vast,Wein. steckhcn, Pantschäb, vnnd PreNnholp/vnsern -6rettktt,M«irckhten, vnnd anndern Fleckbcn - so am wasser gelegen,zukefürderung vnnd vndechalcung dceWeingartpaust vnnd derselben (Arbeiter zucge. süett / Welche waar nu vil Ortten, vnnd sonderlich mit der menig, nichtgewondtlich auss die Wochenmärckht zuegefüert / sonnder an denWaldett, bepden8agmaistern, vnnd Mawerstleritcn / so die schlageN/vnd zuerichteN/bestelt/vnnd Gellt darauss surgclihm, wer» den musst / demnach toll nicht allain angeregten 8chiffleüten, sonn, der auch sonst mentzWcheN die scpen jnner oder ausser -Zanndto ge. sessen / solch cbbcskimbte waaren / so zu erpawung desLanndts ge. hörig/vnnd notwendig,an den Wälden/bep den P»irem/8tcckhen vnnd Taufe!HlickerN/-6agmaistern / vnnd Nawerstleüttcn / so die machen Winden,zubestcllen, vnnd aufWasser vnnd Lanndl an die gewondliche Ladstett/ auch sonst an die Ort, da Weingarten ge- pawt, vNnd ee die nvtturfft erfordert, zubrlngen vnnd zuuerstlbern, vnucrpottensein- - Vnd indem allem,soll alle gkfar,vnttew,haimblich, vnnd ossett- lich aigennüpig Practiken,Päct/vNd Handlungen,bep nachuolgun. der Ltraff verpotten sein,darausssonderlich,durch vnstrn ^anndt-, grasen,vnd dann die Herrschafften, vn Obrikaitcn,aufdem -Handt auch in Ltetten vnnd ÄkärckhteN,pcder zeit guet khundschafflen be- stelt vnd aufmerckhen gehalten werden soll. Dann welcher,oder welche,Wider dise vnnstr Ordnung in ainenl oder mehr Puncten/vnnd (Zlkticln/verprechen,vnnd den ^ürfhauff treiben, prauchen vnnd vken wurden, der, oder dieselben, sollen die stirgekhausst Waarn,vnnd Gattung,sambt dem khauffgellt,so offr vnd vil das beschiecht,vnnd beweistlich fürkhombt, on alle verschon, ung zu -6trass,verwürckht haben, vnnd solche straff,in drep tail ge. tailt,Der ain,Vnns, als -Zanndkssrlrsten, der ander der H errschafft oder der Obrigkait,deren dieskraffgeM/vnd der dm tail dem Kn- zaigerzuegesteltwerdrn. soll auch mmigclich, so solch aigcnnüpigeFürkheuff sehen, »eder H errschafft,oder Obrigkait , der ennden, da solche» keschiecht, vnnd darunndtcr die Vcrprrcher gehören , kep vermepdung gleicher -Htraff/wic die Thäter selb» anzezaigen schuldig sein. Vnnd welche Herrschasst oder Obrigkhait in voltzichung obße- stimbker straff, säumig rrscheinm, dieselben, inn peclichen -Eanndr, durch viinsern^anndtmarschalch, -^anndtschauptman, Verweser, oder (Anwalde, nach gelegenhait,vnd gestallt, jrcr vngehorsame vnd nachläffigkhatt schwärlich gestrafft werden- Doch wellen wir vnns, in allweeg hierinn behalten haken, des Getraidte,dergleichen der Ä?Mner,Äkckhcn,Lletschhackher, vnnd anderer dergleichenHanndtwercher halben, nach gelegenhait der Lcüffvnd zeit,auch der gebrauch pedes -^anndco,8tctt,Vnnd Ort, durch vnnsere offne General oder in ander gebmlich wreg,besondere Ordnungen fürzunemen,vnd die notturfft zuuerordnen- Von wuecherlichen Lonkracten- ^(Ach dem vne auch ftirkhpmkt,wie bist anhcer in vnsern Nider- ^ österreichischen -Hannden, manigfeltigc wuccherliche Conträct, dienit allain/vnzimttich,sonder auch vnchristlich,wider Gott, vnnd ^echt-geüebr werden,(Als dasctltch ain-Humma Ge!lcs,ale(^ichl hundert Gulden hinleihen, vnnd doch in Khauffbrief, mehr dann Tausendt Gulden, setzen lassen, dardurch jnrn mehr, dann Onff, vom hundert vertzinst, vnnd im widerkhauff, mehr dann jr haubt suma gewesen,emphahcn, Destgleichen das erlich sein sollen,die vmb ain elaine versaumung der zeit, so 8p zü der bezallung anfttzen, ain vbermässig Interesse fordern, vnd mit der haubtsumma steigm vnd dieselben vmbschlagen. Atem das etlich Getratdt,Mherdt,Tüecher,vn dergleichen waac an am Gellt,khauffwetst anschlagen,vnd vtl höcher dann solche warn- jmer mag werbt sein,vnd dardurch ain merckhlichen grossen wue- cher,ale mennigclich wissende zuwcgen bringen. Ztem das etliche jr Gellthinweckh leihen,vnnd nemen vom hundert am Nemblicho,vnd muest der öntlehner,jnen darzue ain mei ck- lich dicnnstgelt, darumb Sp doch zudtenen nicht schuldig sein,verschreiben, auch solch dicnstgellt one bcßallung der haubtsummanicht auffschreibcn oder aufsagen dörffm oder mögen. . . Atem /lassen Ztem dao ain Nembliche summa Gellte/auch vergeßlich hinlei. ßen/aßer dagegen much der ->Lntlehncr Lncn/erwo am grosse waar, vnd ganß m ainem geringen werde, zuescellen,darinn 8p jre haubt. summa vnnd ain grossen genieß,wol doppelt,oder drpfkchtia Kaden/ vnd befinden- Ztem etliche lechm jr Gellt, mit Visen verpowen dingen, vnnd ernennen, am Namhaffttge darfür verzinsen , oder aufgellt geben muessthuet wo! etwo mehr,dann von hundert zwalnßig. Dieweil aber solche vnd dergleichen Conträct,auch derWuechek vngsklich, in gemeinen gefchribnen Rechten verpotten ,-Ho stlM Ordnen, vnnd wellen wir, dao solche vmechrliche Contrcict vnnd alle vnzimkltche Pacta,gcding,vnnd händl,wir der genmtoder er. dacht wer den mügcn, ganplich vnnd zumal veemitten,vnnd durch niemandto, wao Wieden, -Htanndt oder wcseno der sep, fürgeno. Men, oder gebraucht werden sollen /Damit allen Richtern, Gesst- kichm, vnnd Weltlichen gcbiettcnvk,wann solche wuecherliche Con- tract/fur 8p bracht/ das Lp dieselben vnwirdtg, Crafftloß, vnpin- dig er Hennen, ercläremvnd Declarieren, wie wir Sy auch,als vn. ercffitg vnd virpindig,erclären,vnd erkenen,vn auf folchcConträct/ Hain Ä/ecution, oder volziehung thuen, oder verhelfen, T» dem dao der jhmig so solchen wuecherlichcn Contract, hinfmoHünftig. clich nach Publicterung diser vnnser Ordnung vben wurde,den vier ten tail,an feiner haubtfumma verlorn, vnd derfelkig feiner Obrig. Walt haimgefallm, vnnd auf solchen viettrn tail,durch dicfelbig O- ßrigkhatt,gestraft werden solle. Vnd nach dem die widerHausso Gültten,allenthalben in -Zann. den gemein fei«,so sollen mit hundert gülden haubrgellto,nicht mehk dann stinfgulden Micher Güllcm,wie von allcero gepreüchlich gekauft,vnd vnangesehen wie die GülltuerschretbungcN gefkelt sepen, verzinst werden,vnnd wao darüber gegeben,genomen, oder gehan- dlk,wellen wir dao dasselbig,vnd allcandere,vnzimkliche Pacta oder gcding,für wuccherlich,vnnd vncresstig,geacht/gehaltten, vn- voll den Richtern nit darüber erkhent/oder geurtailk, fonnder wie obbk-s mclt gcsceafk werden solle» ' es tj M doch die Verschreibung auffGollkstellm. ^Von gleicherenvnd Gewicht auch Wem,vnd Traidt matz. ^s^Nchdem invnsemNideröstetteichischknHannden,anden mer- «,»em Orten nach der Wienner -Lin,Gewicht, vnnd Wcinma» Hauffet, vnnd verfauffk,vnd ver Onken dahin dieWicnner oLlln, Gewicht,vnd Wemmatz nach aineo pcden Landt» gelegenhait,gekraucht wirdet, derhalßen wol zimblich vnnd pillich wär, da» auch an allen Ortten,vnd sonderlich in alnem peden Lanndtmach ainem gleichen gerechten,vnd geprcnten Metzen, oder Traidtmatz khaufft vnd wider verkhaufft wurde,Vnnd wie pe ain hoche nonurffl seiner, achten,da» zü farkhumbüng vnd verhüettung allerlap ge sied vnnd kcteuge,so sich zwischen Khauffern, vnnd verkhauffern zuereegt, in allen vnnseen Ntderösterreichischen -Hannden, vnnd Fürstlichen Grafschafft Görß, wo eojmer Möglich ain gleicher,>Lln, Gewicht, vnnd matz auffgericht vnnd gebraucht wer de, -öo beuelchen vnnd wellen wir,da» vnsere -Hanndtschaffren ain pede besonder, zükhünff- tigen jren besamblungen, Visen (Artirl gleiche -Lln vnnd Gewicht- auch Wein vnnd Traidmaß ßelangendt,inbcp sein vnnser pede» ^anndtoditzdomben fckderlich fürhandm nemen, nach nomrrffc erwegen,vnnd wie solche Vergleichung auffdie Wienncr >Eln, Ge-, wicht, vnnd Maß, oder doch wo solche» nit sein khundte, in ainem pedcn Hanndt besonder ain gleiche -Lin, Gewicht, vnnd Matz dergleichen auch ain einhellige Ordnung,der Müllner halben, stiege- nomen vnd aufgceicht werden möge,ain Ordnung verfassen, vnnd stellen, vnnd vnealtzdann sollichjrbcdenckhenvnndverfasteOrd. nung, mit dem leisten vbeesenden, dann wie vne darinnen zuerst- hm, vnd veener mit Publicierung solcher Ordnung vnnd in ander, weeg der notturfft nach haben zuemschliessrn , Hie zwischen« aber so Letzen vnd Ordnen wir, da» erstlich an allen orttenvnnd enden, -o biszbeerda» Wienner Gewicht,^Lln,vndWemmatz gepraucht, die Obrigkhaik derselben ortten jrvleissig aufsehen haßen, da» pedee zeikZnn vnd (Außlender,sichin khauffenverkhauffm ainer gerechten,geprcnnten vnd zimentenWienner-Lln, Gewicht vnd Wein- maß geprauchen, vnnd da» im Zar auffo wenigist zwapmalssollich -Lllen, Gewicht,vnd Weinmaßln allen Khramen,Flcischpenkhrn, Läden, bep den Wirrten vnnd Weinschenckhen, zü vngcwamcter zcit aufgehkbt,geevcht,zimenter vnd angosscn werden,vnd bep wel- lichen vnngerccht Matz, oLllcn, vnnd Gewicht befunden, dieselben vnnabläßlich nachuolgcnder matz gestrafft werden solle. Der gleichen solle e» an andern ortten, vnnd in den -Hamiden do nicht die Wienner, Wienner,sonder ain ander -Lllen, Gewicht, vnnd Weinmaß ge. praucht, obgemellter Massen nach pedeo-Hamido vnnd ort gebrauch »nd herchomcn gehalten werden. Wir ordnen auch dav in ainee Mden Statt,Marckhl, oderinDörssem der Metzen viertatl, oder ander Traidmaß,wie die von alter Heer gebraucht, vonden -Hanndt Berichten oder andern Obrigkhauen die deo hieuor in gebrauch sepk, geprennt, vnnd abgeeicht, auch nach katnen andern, dann sollichen gcprennten Metzen,jnner noch ausser der Zar vnd Wochenmärckht vnnd Hewser,weder verkhaufft noch gekhausst werden soll.Derhal- ben dann die Metzen auch aussr wenigist zwapmal im Zar zü vnn. gewarnetenzeitten, durch die Obrigkhaiten an allen orttcn aussge- hebt,vnd damitin Massen wie oben von «Lllen, Gewicht, vnd Wein maßgemelt, gehalten, vnnd darinnen auch die Müllner mit jrcn Metzen verstandm werden sollen. nach dem wir glaukwirdig kmcht, das an vil ortten biß- heernichtzü klalnem betrug deo gcmainen mannß, die ^deutgeben vnd Wien,in 8tctten,Märcktm,vnd aufdem Gep,auchdie Füct- kerer vnd Grepßler in -Htetten vnd Märckhten, so dao schwär vnnd ring Trapd,Metzen vnd Viertailweiß verkhaussenin jren Heusern Ad -Läden nit die recht gehambt Weinmaß, sonder vil ain klainee Maß, alo -Hp ausserhauß auß geben, so 8p Tisch oderHaußmatz nmnen. (Auch die Mtterer vnnd Greißler das Traid,vnd ^uet. ternach ainem klainern Metzen,diertail,(Acht! oder Mässeldann dabep Sp eo einchausst, vnnd wie sonst der enden der recht geprent Metzen ist verkhaussen vnd außmessen, darin dan vil aigennüßig» kbait gesuecht.vnd befunden wirdct- -Ho wellm wir sollich vermaink Tisch , oderHaußmaß, auch Traid vnnd Luelter maß genßlich auffgehebt vnnd vernichtet haben. Vnndgcbietten 8etzen, vnnd Ordnen,dao nun hinfüran all^eütgcben,W>ert,vndWeinschenck en.jr Wein,Met,Pier,vnd ander Tranckh,nach dergerechten vnd abgehambten Wienner, oder sonst ^anndtpreüchigen maß inner- hauß so wol alo ausserhauß,zü gantzen oder halben (Achte- in, vnnd 8eptlnverschenckhcn,auftragM' vnnd verkhaussen,Lrbschafft vnnd Gurc,selbst sorderung vnd (An. sprach chette,alßdantt soll jme solche Vormundtschafft nicht aufferlegt werden, im faal aber, das ain (Agnat,zu ainem tail des Pupillen Guet außpracht hetteffoll alßdann ain Curator in -Ätem,die sachen gegen dem GechabkN, haben außzuftiren, verordnet, aber dtse des Gerhaben aigne (Ansprach zu seiner emschuldigung cnlhebung von der Gerhabschafft nicht gnuegsam sei«,Dergleichen soll es gehalten werden,wann ain Gkrhab von der Oberthau zu großen (Ambtern, oder ferrer Naistfürgenomenwuerde. Wo auch ainem Agnaten,oder negstem ^rcündt,mehr als aines seines abgestorbnen Lreündks Gerhabschafften auferlegt werden, also das ^Lr zwo, drep, oder mehr Gerhabschafften, der Sipschaffr halben,versehen mileffte,vnd aber denselben Gerhabschafften al'en, one sondern Nachtarl,Schaden,vnnd versaumbnus; der Pupillen, nicht scatlichcn vor sein, noch die verrichten khöndte, sollen alßtann die Pupillen vr.d Minder järigen,durch die Obrigkhaiten,mit an- deintauglichcnvnnd vertrautten Personen, ob gleichwoldie, dem Pupillen nicht gcfteündt seinmach notturfft versehen werden. Nachdem wir auch erinnert werden, daepe zuzeiten den Pupil. len mehr, als ain Gerhab verordnet werden,vnnd wir aber kep vns gmedigclich bedenckhcn, Wo vil Gerhaben sein, dasnuer merer Verhinderung vnd zerrüttlichait daraus; erfolgt, vnnd der Pupillen notturffr,aus; vriachen dasainer one den andern,nichts handlcn wel len,nicht dermassen, wie es sich gepiirt,gehandlt, vnnd verricht wieder, So wellen wir, das die vtle der Gerhaben akgesiellt,vnnd zu ainer Gerhabschafft allain ain Gerhab, oder wo beweglich vrsach. en verbanden, auffdas matst zwen fürgcnomen, vnnd verordnet werden. Zm faal aber das khain Testammtlicher Gerhab,noch auch faln tauglicher negster Plüts;freündt,soden Pupillen zu Gcrhabenver- ordnek ordnet werden möchte,verbanden, Lo soll alschann M ander taug. uch,vnd ,m ^anndtgmuegsam angesessne Person,durch die Obria khatt oben vermeldet,den Pupillen zü GerHaben verordnet, vnd ae- scßk werden. Dieweil aber beschwerlich vnnd vngepürlich, das am Frembder, so zü ainer GerHabschasst verordnet wirdet/vnnd tzain Hoffnung, kHünssliger /Erbschafft Hette / vmb sonst dienen, vnnd schwäre ver. antworrtung der Raittung vrnv andere puerden/rergcblich tragen solle, so soll denselbigen, nach gelegenßait,grosse der GerHabschasst Handlung,vn derselben Gürtler,durch die ordenliche ObügkHatt,vn RaitHandler,am beDdung bestimbt,verordnek/vnd bezalt werden. . . , , . vn PHlcgkindek ^keib/Haabvnd Guete, gctiewe vnd vlcisslge Vorstcer,vnd versorg ger sein, dieselbigen anfengclichen vnd vor allen dingen,zu der oLer, vnd forchtGotteo,in der Heiligen EHristtichen Religion,vnd zu gue. rer »LrberkHait, Tugent vnnd Lernung,guter KHunst auferzieHen, Sp als PHleguätter bep jnen selbst,oder >ren Ä^üerterN, wo die ai. nes^rbarn guetcn wandele, vnd wesens sein,Mmemblichen aber, wasMaidlen oder Frewleitt sein ennthalken, die KHNabenaWald Lpsouil erwachssm, das Sp die 8chuelen besuechen vnnd lernen mögen, zü der Lchuel / oder wo die zü der lZchuel nicht geschickHt, zü lernung anderer KHünst, vnnd Händl, davon Lp sich «Lrbarlich emcren mügm, oder doch zü <>Lrbarn diensten Halten, Vnnd wo die Pupillen so KHnaben sein e etwas zü steniallter komm,vnnd derselben Freündtoder GerHaben/ Lp von wegen lemrmg der sprachen, Ltudierens oder anderer Hänndl vnnd vrsachcn Halben/ in ftembde ^anndt,oder Ork schickhen wollen / soll solches durch die GerHaben Mitvorwissenvnd bewilligung vnserer uachgesepten ObrigkHait/als -Sanndtmarschalchs/^anndtßHaubtlcüt, -^anndtßuerweser/ der Grunde,oder Gericht-Herrn,oder Vitzdomks,vnnd in 8tcttettvnnd MärckHten Burgermaister,Richter vnnd Rat, auch des Pupillen negsteN 'Lreündtschafft beschessen, vnnd sollen solche GerHaben, i« allweeg jrer PHlegkHinderGuet vnnd sachen, zumkrewlichisten/ pesscen,vnnd nützlichisten Handle» / derselben nutz vnnd pesstes, jrem Höchsten versteen vnd vermögen nach,fördern,Nachtl vnnd schaden fürkhomen vnnd wenden,vnnd alles dermassen Handlcn,wie Lp des Hey jren gewissen vor Gott CHristlich schuldig sein, vnd vor derwelk ^Lrbar vnd Mich ist. F Wir wellen auch/wo ain Gerhab, im ^anndt nit genuegsamß; sich angesessen, oder sonst zü der Gerhabschafft nicht gnuegsam wäre,das eersclb,ob er gleich ainnegstcr Lreundt, oder durch den Testator in seinem Testament,vbcr seine verlassne Khinder, haab vnnd Guetzuainem Gerhaben benenc, vnnd gesetzt wäre,zu Gerhaben nicht angenomen werden solle, -Crthuc dann zuuor der Obrigkhait oben vermeldet, neben seiner (A>dspßicht,gnuegsame Caution, vnnd Versicherung,derPuyillen Güetter halben- yerner so Ordnen, Wind wellen wir auch, daesichnunhinfüro khain Gerhab/^r sep gleich Testamente oder Frcündtschafft weist, oder durch vnnsere nachgesetzte Obrigkhait verordnet, der Gerhab- schafft vnderziehe, die vcrwaldung sep Zmc dann zuuor, durch die- selb Obrigkhait zueerkhent,vnd beuolhemvnd sollen in alweg vnd vor § len dinge durch solch Obrigkhaiten oder Gericht,tauglich geschickt, vnd vnuerdechtig Commissarien gesetzt,vnd ain OrdenlichZnuen- tarium,aller brieflicher vrkhunden, Schulden, liaunder vnd varun-, der Guelter,aufgericht,vnd ver fertigt werden,Wae auch nach auf- richtung solches Znuentarij erchaufft,erfragt,ererbt,oder mit Recht vberkhomenwirdet, dae alles solauch glaubwirdigzudemZnuen- tario gebracht,vn von stundan an den Raithand!ern,zuedem Rait- puech zulegen fürgebracht werden, wo ^Lr das nicht thätc, soll der- selb Gcrhab vonn stundan als verdächtlrch von der Gerhabschafft akgesctzt, vnnd wo -Cr vermuetlich oder beweistlich ichtee verhalten vnd veruntrewt hette, alstdann mit Ltraff,vnnd allen behelssen des Rechtens,ale per luramcmum in liremchasselb den Pupillen Wider zekheren Condemniert werden. Wo dann die Raithandler für guet, vnd den Pupillen für nützlich arischen wurde,die Güetter ainemGerhabe,in ainem Bestände zuuerlassen, mügen dieselbigen, doch Mit vorwissen der Obrigkhait, oder des Gerichte,nachaigentlicher,vnd gnuegftmer erkhcndigung, aller gelegenhait der Güetter, mit dem Gerhabrn ainen Bestaubt, onevernerebcsöldung, mitnotturffliqer fmsehung dae die Güetter nicht geschmöllertvnd der Pupillen Krme Biiderihanen, wo deren verhanden sein,nicht beschwerdt werden,aufrichten, vnnd derhalben gnuegsam Bestanndtbuef,mit allen notturfftigcn Clauselu fertigen, vnd was den Gerhaben, von der Pupillen Güettem,nicht verlassen wurde, dauon sollen Sp gewondliche järlicheRapttung zcthuen verpundensein- oLe sollen XXl «Ls sollen auch alle, essepenRait, oderBestanndt Gerhaken, vom Testator,^reündm,Obrigkait,oder Gericht gesetzt,,rer Ger. habschafft hanndlungen halben, alle ^ar järlichcnguere ordenliche Raittung thuen,vnd wo-Sp für sich selbst,solche Raittungzuchuen nicht erschinen, so sollen -Sy als,dann auffder Raithandler anrüef. fen,vnd aufder Pupillen Cossmng vnnd Pottenlon erfordert, auch daneben zu solcher Raiktung,ainem oderzwapcnnegscen freunden, darzucverkhündt werden,da dieselben,in solch Ratttung einrcdt ha. bm,vnnd in fachen notwendigen bericht thuen möchten,wo aber kai. ne Lreündc verbanden wären,oder zü der Raittung nicht erschinen, so soll nicht weniger, mit der Raittung sürgegangcn werden, vnnd die mangl vnnd vmichtigkhaiken,durch die Raithandler außgestelt werden. Vnnd so die Raittungm also der nottursst nach vkersehen,vnnd Zustisiciert, sollen als,dann die Raithandler dieselbig der Obrigkalt fürbringen, sambt jrem Rat vnnd guet bcdunckhcn, Darauff vol. gendto nach erledigung der fachen, durch die Obrigkhait der Ger- Haben,gnuegsame Raitbüef,vnd vrkhundt,gefertigt,vnnd darüber khain Gerhab verner solcher Handlungen halben, durch niemanden angesprochen belesstigetmoch in ainich weeg angemuettet werden,to wäre dann in solchen Raittungen offennlichegesär gebraucht, oder pchtes in der Raütung aus,gelassen oder nicht eingebracht worden, »nd wo solch gefär oder aus,lassung,tn der Raittung befunden wir. det,soll den Pupillen,vnangesehen der Raitbriefden Gerhaben ge. fertigt vnd gegeben,jrnottukfftgkgen den Gerhaken zehandlenke. uorstcen. Wo sich auch in den Raittungcn,in ainem oder mer Krticln ai. nicher mis,uerstandtzuetrüege,sollm solch misiuerstandt nach gnueg samen bericht,der Raichandler,durch die Obrigkhait oder Gericht, fürderlich durch erkhantnus, erleüttert vnd entschaiden, vnd -en Ger haben ainiche verzugigc,vnnd vngepürliche auszflichc nicht gestattet werden- Wo auch ain Gerhab ausserhalkgmuegsamer, vnd beweglicher vrsachen,vber beschehne erfordrung, wie oben vermeldet seine Rait. tung järlichen zuthuen säumig sein, vnnd die nicht thuen wurde der selb Gerhab soll,als verdächtig abgesetzt, vnnd «Mander tauglicher, an seiner stak verordnet werden. L Y Vnnd Vnnd damit solche Raittungen, best ordenlicher vnd förmlicher beschchen mügen, soll zumerern vnndernchtung der sachen, durch aineo veden orte Obrigkhait , atn Raikformular auffgericht,gesetzt, »und jnnhalt dcssclbcwdlc Ratitungen beschchen, vndaufgenomen werden. ^Le sollen auch alle Gcrhabschafften , mit vorwissen der Rait- handler von der Obrigkhait oder Gericht außgeemvnnd die Rait- bandler ain ordenlich Raitpuech haben, darein sollen von stundan, solche Gerhabschafftemauch Znuentarij beschrtben vnd gelegt / vnnd zü pcder Gcrhabschafft, sonder die järliche-Summa der emphang vnd außgabcwvnd der Resst,ordenlich vnd mit vleist beschriben wer den,da nit also den Gerhaben, auch dm Pupillm vorkhünsstiger jr» rung vnd nachtarl sarge sehen vnd geholffen werde. Vnd wao aljo alle Zar särlich an dem «Lmphang vker die (Auß- gabn im Vorrath vberplestm wirdet, da» alle» , wo eo anderst souil daeeo ainen genieß ertragen khanssol alßpald den Pupillen nach ge-, legenhait solche» Vorrat», auff^Lerlichm vnnd Christlichen gewpnn, genieß vnd einkhomen angelegt vnd verordnet werden. Wo aber ain Gcchabschafft ansehlich vnnd groß wäre, soll der Gerbab von solchem Resst oder Vorrat, vber Fünff-oderdae maift, dber Sechshundert gülden nicht jnhendig behaltm, sonndersolch Gelt jeder zeit an ligende Güktter,oder sonst den Pupillm zü Nuß, vnnd guetem,anlcgen,vnd verwenden/welcher Gerhab aber htertK säumig vnnd lässig sein würdet,vnd solch vberpleibend Gellt» seines aignen Nuuoder lässgkhait halben jnhendig behallren , oder selb» gebrauchen wurde, derselb soll zu ainer straff schuldig sein,den Pu» Pillen, da» jhenig so jnen da» keuorsteend Gellt ertragm mögen völ- liglich zuerstatnen vnd zubezalen» Die Weib» Personen, sollen zue den Gerhabschaffren nit gelassen werden, es sep dann ain -chrbare leibliche Muetter der Pupillen,doch auch nit anders, al» obgeschribner Massen, nach erkhanmuH der Obrigkhait,oder de» Gericht» vnd Raikhandlcr,vnd mit ainem Äkirgerhabcn,vnnd wo sich zuetrüeg, da» solch Ä^uctter zu der anbei nÄhegrciffen wurde, soll Sp von stundan der Gerbabschaffc bemüessigk, vnnd sollen die 8tieffmüetter hierinn gar außgeschlos- senscin. Vndim Md im faal, das sich Veränderungen der Gerhabschaffttn aus; pilllchm vrsachen , oder aus; Todtfalainee Gcchaben zuetrüegen, sollen vonn stundan,durch dieObr igkhait Newe Gerhabm vcrord. net,vnd denselben newgeordncten Gcchaben,all vnnd pede Güetter ligund,vnnd farend, jnhalr des ^nuemarij mit gucter ordnung eln- geantwurt werden, vnangeschen ob die 'Raittungen von den verstor bnmGechaben zuvor nicht bcschchen,sonder anhengig worden wäre, Vnd soll aus; kainerlap vrsach-n dae lautter, mit dem vnlauttern ver hindert werden. Wo auch ain Grrhab , den Pupillen vbbverdächtlich, schädlich Hauser, oder dechalben ainicher schwärer verdacht auffime were, soll jme die administration vnnd Verwaltung der Güetter in verpot gelegt,vnd in suchen gepürlich vnd notwendig, doch stirderliche Zngul- siiion,nachfrag, vnnd c« Kündigung auch besichtigung der Güetter gchalcen, vnnd volgendte daraussnach gestalt vnnd gelegcnhait der fachen , der Pnpillmnotturffk, durch die Obrigfhait fürgenomen, verordnet,vnd gchandlt, vnnd darinn khain saumbnus;,Verzug noch verlengerung gebraucht noch gestattet werden. Wae dann die farende, oder bewegliche, der Pupillen Güetter belangt, welche durch ligen verderben, verlor»,oder vertragen werden daraus; dann die Pupillen nacht! vnd schaden eruolgen möchte, Wellen wir,das solche Güetter vnd varnus; nach jnhalt des Znum- larij, durch »Lrbar vnnd Geschworn Fchaßleük, geschätzt,vnnd mit vorwissm der Obrigkyaik-Hubhasticrt, verkhaufft,zü gellt gemacht: vnd solch Gellt,in die Naütung gepracht, vnnd an ligende Güetter Mer sonst den Pupillen zue bcsstem gcnicsz,angelegt werden. ^ (Aber ligunde vnbewegliche Güetter,sollen anderst nit,dann autz genuegsamen vrsachen,vnd mit vorwissen stailicher erwegung vnnd erkantnus; deo Gerichte, vnnd Naithandler verwende, vnnd in all- rveg erstlich die varundcn vnnd volgendte die vngelegniscen ligende Güetter angegriffen werden. Truegestchdannzue,daed>ePupillenfarende Güetter aleKlak der,Clainater vnnd dergleichen sachen, so am ligen schadhasst vnnd leßer werden möchten, im faal der not nicht verkhaussen lassen wol» ten, soll alsidann solche» der Obrigkhait angezaigt, vnnd darüber ob - die verkhaussung beschehen soll erkanm'.is; gethan werden- ' .' L «j aLeso, k>§ö soll auch kainem Pupillen,vorzwainKigfarn sein Guctvßer äntwort werden,angesehen, da» dasselb vorgeend aller sonndcrlichen zum liederlichen verkhuen gmaigk vnnd genaturt ist, welches doch auch nit annde, s verstannden werden soll, dam so der Pupille mit zwainpig jam heüstlich vnnd Tugentlicher aigenschafft wär, ob «Er aberliederlichvnd verchuenlichbefunden vnd gespürt wurde,soll jme die«Lrbschafftvor 'Zwapundzwatnßig jarn seines erraichten alters, nicht eingeantwort werden, welche einantwortung auch allain mit Nach,vorwissen vnd erkhantnußderObrigchait,oder Gerichts vnd der Naikhandler keschehen soll. Wo auch^wainßig, vnnd tzwapundzwalnßigjärige,oder noch aines mercrn allre« e Personen Prodigi gantz verchuenlich,vnnd jnen selbstvcrschwendlich,vnnd verderblich gespürt,vnnd besundenwur. den,Ordnen vnd wellen wir, da» solch die Hreündk,wo dern ainiche verbanden, schuldig sein sollen, solchen Personen Curatores zubegern oder soll >nen sonst er Offitia von der Obrigkhait Curatores vnnd Sorger gegeben werden, die alle Güetter ligund vnd farend ordcn. lich beschriben vnnd Lnuentiert,vnnd den verordneten Sorger« zue (Administriern vbcrankwort, Vnd fürnemblichenalleOllienationen one mittl durch sondere offne Mandat nidergrlegt, vnnd eingestelt werden, wann dem gemainen Nuß nit wenig daran gelegen, das ainer feiner selbst aignen Güetter sich nicht mißprauche. ^§s sollen auch in allen Gerhabschaffttn vmd Curatorepen, die Müener,sonderlich wann 8p sich mit anderer ^Lhc beheprarewvnd «in peglicher negster Lreündt verpunden sein,dm vnmündigen,odrr verchuenltchen Personen in jars frist Gerhaken,oder Curatores, bep der Obrigkhait oder Gericht,vnd den Naithandlern zübegern,alles bep verlierung khünfftiger »Lrbschaffk, Ob sich auchzuetrücg, das ainer seiner-Hpnn beraubt,vnnd mit schödlicher vnsinnigkhait bcla. den wurde, soll es hie negst obbeschribner Massen mit desselben Person vnd Guckte n gehalten vnd gehandlt werden. Wann sich dannzuetregt,das vnuogtpam Kindern,Mütterliche oder anndere aigne Güetter erblichen abfallen, 8ol derselben Khin. der -Celeiblicher Klater,wo der im leben ist,auch one erkbcntnust der Obrikhalt, Gerbab,vnnd zu khainer andern Naittung,der nußung oder niesung halbm verpunden sein , als allain das er vonn stünd- mi m ctnnemung solcher Güetter, dieselben vnucrdächtlich durch Commissarien Znuentiern, vnnd beschreiben lasse, vnnd solches bep den derndao(Aigenthumb, wksenlich vnngeschmcllert b!clke,a!lain der Vater wär ain verthuenliche vnngnucgsame Person, alsidann sol es, wie hieoben anndrer untauglichen Personen halber geordnet,gehal- ten werden,(Aber die 8ticffvötter sollen gantz ausjgrschlossen sein- Wann ain Rechte, oder-HtitffMuerter dcr.Pupillen von jM wie dann an meh: Omen gepreüchig ist, soll solche Rechte, oder -Hticffmucccer a!s;pa!d nach jrce^Lhewitte abgang, aller ligunden, vnnd varunden Güetter, ain or denltch vnucrdächtig Znuema. ium aufzerichten schuldig vnnd verpunden sein, wo 8p aber solcher, nicht thätessvl! 8p dao dnderphandt mit solcher verdächtlichait verwirchc haben, Doch Zr Vorbehalten sein jre andere gerechcigkhaiten, zü den Giiettern züsaechen wie Recht ist. ->§e soll auch die akuettigung solcher Älüetter,durch die Gerha- ken mit müglichcr fürdcrung beschehen, (Angesehen dao den Khin- derndauon nicht wenig nupvnd wolfart, erspriessen, vnd offt nach- tailliger,vnd ve, derblcher schaden verhütt werden mag. Ob auch gleichwol die Muetter Gerssab wär, so sollnicht minder die abuertigung ausszaigung durch die Gerhaßen pettzt gehörter maßen beschehen, damit dtevngercchktgkhairen, so aus; irriger Vermischung der Gürtler entsteen mag,verhütt vnd fürkomm werde- Wo sich auch zuetregt/wie dann osst,vnd vilmaln beschicchrdao ainFllterer Brueder,der lungern seiner Brüeder a!o negster Kgnar Gcrhab würde,vnd von seinen jungem Bruedern abgetailt ist,oder durch den dauern ain (AuGaigen der Güetter beschehen ,-Hol sich solcher ^LlterBrucder in der Gerhabjchafft allermassen wie oben von andern Gerhaben vermeldet,Halten- Zsi oLr aker von seinen geprücdern vngekailt, vnd in der gemain- schafft der Güetter, so soll ->Lr nichts minder dao ordenlich Znuenta- rium,aufrichcen, auch die Rairtung vchichen, oder die suchen mit jMe aufainen Beftanndt gehandlr,vnd sonst allermassen wie in den vorgeenden (Articln Meldung beschehen ist,gehalten werden. kraucht,mit seinen jungem Brüedern, sy oLr die Hat, vmb jren tail ' -' - der -er Nutzung,in bepwescn -er negstenFreWt,-en Bestanndtma« chen vnd beschliesscn, »und alstdann dersrlb Bestanndt dem H errn Lanndtmarschalch,-Sanndtsthauptleüten, oder der andem nachge. setzten Obrigkhaiten anzaigt werden, damit also die Mgern Brtie. der,durch die Alkern nicht veruortatlt werden. «Le solauch khain Gerhak,sein Pfleg Tochter selbe zu der ,Lhe nemen, die auch khatnem anndem, ale mit vorwissen der negsten Lreündk,vnd der O brigkhait, jä der «Lhe versprechen,noch khainer- kap Gurt seinesPupillen, inwaserlap schein oder Conträckt, das wäre zü sich, in sein gewalk vnnd Nutz pringen, wo«Lr aber das vberfuer, sollgegen demselben mit gebürltchcrStraffverfarenwerden- Demnach Letzen,Ordnen,vnd wellen wir,das in allen vnnd pe- den Gerhabschafften dise obgcschrißnevnsere Ordnung, stät vnnd vesscigclich gehalten, vnd derselben nachgegangen vnnd gelebt werden soll,«Ls wäre dan sach, das der Testierer in seinem Testament, oder leisten willen seiner Minder vnnd verlassenschafft halben, sondere Ordnung gemacht,vnd hindter sein verlassen Heike,alstdann soll eo dabep auch bleiben,man kefunde dann spärliche vnd augenscheinliche verdächtlichait, vnnd schaden der Kinder,m demselben faal,sollen die sachen zu erleütterung vnnd erkhantnust der Obrigkhatt,odek Gerichte vnd der Naithandler gestelt sein. Venden^cch, PkökstenvndPhlegemder Khirchen vnd Gotstheuser. ^s>(Achdem wir auch,aus; täglichererfarnhait,in etttnncmngkho ^ v men das der Kirchen, vnd Geistlichen Otifft Güetter,so durch vnserc dorfam, löblicher gedächtnust, vnnd ander Chrtsiglaubige, Gotforchkige Menschen,dem MmechtigenzuTob,«Ler,vnd preist, vnnd zu hapl j> er 8eelen, aust Christlichem,wolmatnenden,getrew- em gcmüet zü den Kirchen vnnd Gotsheiisern versiifft, gewtdembt, vnnd gegeben worden, durch der Khirchen Pröbsl, vnnd Khirchen Phleger,lässlgkhait,vnd vble aigennützige haustwirtschafft, an mer Orttcn,vnnützlich verschwendt,vnnd angewcndt werden, Daraust dann auch erfolgt, das die Khirchen / vnnd Stiffkungcn, zue nicht geringer schmcllerung der -Cer,vnnd Tob Goktte, in merckhlichm abfaal khomcn,(Also,das die notturffk, höchlich erfordem wil, das hierum auch zcitlicho «Linschen beschthe- Demnach vnnd dieweil dasst ain pede Khirchen / in vnsern Niderösterreichischrn ^annden, vnnd Lürssrlichen Grasschafft GöiK,ainenVögt,eder -Zehenherrn, M, vnnd bepetltchm derselben Vögten oder Lehenherrn der ge. brauch ist, wann die Khirchen Pröbst , oder Phlegcr der Khirchen, M Handlungen, «Linnemen» vnnd (AustgebenoRapttung chuen sollen, da» allwegcn der Vögt, oder-Zchenhen, oder wen 8p dar« zue, an/rerftatverordnen, bep solcher Raittung sein,vnnd dteselb vonn den Khirchen Pröbsten, oder Phlkgernaufnemen,SoÖrp. nen, Sepen, vnnd wellen wir, das solcher Ordnung, nun hinsüro gleicher gestalt,an allen Ortlkn, obermelter vnnserer ^ünffNidcr- österreichischenLannde,vnnd^ürfftltchen Graffchafft Görß, nach gegangen, vnnd Mich Khirchen Raittung, in bepsein aineo ped, n Mharrherr»,Ordenlich gehalten werden/ Vnnd wo in solchen Rait- tungen/dic'Zech/Nröbst/odcr Khirchen Phkeger/ den Khirchmvnd Gotoheüsern, jchte» schuldig, oder am vberflust, verbanden sein» wurde, so soll dkrsclbig Resst,in ain -Lad oder Truhen / so aineo j eden Orto/darzue verordnet werden soll,gelegt,vnnd der dessen,oder Vogtherr amen, der Pbarrherr den anndern, vnnd der 'Zech, vnnd Khirchen Pr obst, cder Phleger den dritten «kchlüszl, darzue haken (Auch die Tech,vnd Khirch-n Pröbst,vnnd Phleger ausserhalb vor- wissen vnnd bewilligen, der Vögt/oder -Hchenherrn-kham (Austgab zuthuen macht haben,vmd sollen die Vögt,oder-Zehenßherrn, vonn der Khirchen Grill,zue stein atgnem Nuß/ nicht» nemen / noch gebrauchen , 8onnder aller Refft'vnnd Vorrat an Gellt/ den Khirchen zu pesstrrn nutz, pcder zeit angelegt werden, Vnd Ln sonderhait dieweil solche R ailttmgen bistheer mit grossem vncosstenßeschehen,vnd also die Khirchen gesell,da durch verschwend! werden, soll nun hin- furo, solcher vergeblicher vncosstcn / gcntzltchen abgestellt vnnd ver« hücttct werden. Von den ^letzten vnd jrtt kelonung. ^^Zeweilvn» auch in vilwege/glaukwirdig fürkumkt,dae etliche VS^ätrtztsso -Hp zu den Khrancken berüefftwerden die -Zeüth mit d er kelonung ganß beschwärlich halten,dringen vnd schätzen vnd die (Armen,so nit Gellt habemgar nit besuechen/sonder hilffvnd trost« lost,verlassen sollen,welche» aber pe beschwärlich, vnnd khain» weg» zuetztsehen,Demnach Ordnen, vnnd wellen wir, da» allvnnd xede lArtzk, so wie oblaut zu den Khranckhen kerüefft werden, bep ver- G mexdung Mvduna ernstlicher straffmenigclichen mit jrer khunsttrewlich vnd mit pesstemvleis;,hüfflich, Ratsam,vnnd bepstendig sein,vnnd des, ausser gnuegsamer Verhinderungen, niemandt wapgern, verziehen, noch verkhürtzemDaentgegen soll ainem (Artzt,so ntt Prouisioniert, oder befielt tst/vonn ainem peden gang, ale vsst ^Lr zum Patienten, oder Khranckhen beriiefft wirdct, vonn den vermüglichm Personen -Zwaintzig Lreützer,von den gemainrn vnstathafften Personen,vnd Diener zehen Creüßer gegebm werden- Wurde aber ain (Artzt,zu ainem gar (Armen, der okbestimbten -Zon zugcben nicht vcrmöchk, berüesst, solchem (Armen dürssrigen Khranckhen soll der (2irß,on ainiche helonüng,vmb Gottes willen, aus; Christlicher Brüderlicher -Hieb,vn in erwegung,das im solches von Gott in ander weeg erslat werden khan, gewärtig vnnd willig, auch mit seiner Khunst, trewem Rath, vnnd kepsianndt, zuhelffen schuldig vnd verpundm sein. Ob dan ain Krtzt,aus; den 8tctten,von pemandt aufdas Handr hinaus; berüesst wurde, soll ^Lr wie obsteet, sich desselben ausser ge-. uuegsamer Redlicher Verhinderungen nit waigcm,Doch soll der, so nach dem Krßt schickht,aufsein aigen vneosten/jne mit Ros;, Luer, vnd 'Zerung/Hin vnd wider bringen,vnnd jmc doch dartzuegu aincr kelonung,von yeder Meil,die der (Artzt zu dem Berüesscr zuztehen hat,zwainßig Crcützcr, vnnd als osst "§r ainen gantzen tag stil ligt, ain Rcinlschen gülden, zu Sechzig Creüßer oder Lünsstzehcn Paßen gerait,neben der vndcrhaltring geben, (Aber am wider haimb- ziehen, soll dem (Am für die Meilen der -Hon der zwainßtg Creü- tzcr nicht bczallt, auch vber dise Satzung niemandt beschwerdt werden- Wo dann ain (Artzt, zu ainem berüesst wurde,in welches Prct6 mer als ain Person khranckh wer, soll dem (Artzt pedes gange, für dieselben Khranckhen M ersonen alle nit mer,ale ok^Lr nuer ain Patienten daselbst besuchet,obgehörter Massen gelont werden- Doch soll niemandt verwördt sein, ains peden gueiten Willen nach,den (Achten nach gesialtsam jrer gehabten müe vnd vleisspch- kes vber obbcsiimten -Hon zuuereeren- XXV Dann so Ordnen / Md wetten wie auch/ daodie (AppeteckhlN/ durch der Obnkhaiten darzue verordnet/ vnd der sachen verstendigk Personen,allenthalheN Ordenlich,vnd aufo wenigist,pedeo jaro ain mal,vleijstg Mklerk/vnd bestchriget/all alt vcrlegm/ vnnd vntaug. liehe Materialia/vnnd Spetleo abgrschafft/sonder maß,vnd Ord. nung gegeben,damit die (Appoteckhen,mit gueteem stischem, vnnd gerechten 'Zeug,vnd Materialien versehen/ auch die R ecept/Nit zue hochgestapgert / vnnd niemandl in betzalung der (Arknepen zuutt beschwärdk werde- Von^ich dem Vnno anlangt / dao etlich(Aduocaten / Procurator, ^ ^ -Hchrifftmachee / vnnd -Supplication 6chreibcr,die Parthexen von denen sp gebraucht werden,zimbltch hoch, vnnd hartvbernemen vnnd beschwären sollen / Vnnd aber der vngleichait halber,so in den -Lannden vnnd kep den Gerichten allenthalben in Processen befunden würdet / nicht wol ain gewisse maß/fürgeschriben noch gegeben werden mag. Demnach Ordnen,-Hetzen,vnnd wellm wir hiemir ernstlich keuelchend/ dao kep vnnserer Niderösterreichischen Legierung, auch vnnsern Lanndtmarschalch,vm d -Hanndtßhaußtleüten sambt den derordneten, vnnd Bepsttzern/jeder Hofvnnd^änndt. rechten,auch von Burgeemaistern,Richtern/ vnd Rächen in 8ltt. ten der cbbestimßten Personen belonung / vnnd auch benäntlich der Taren halbcr/^Lrbar vnd zimbliche Ordnungen fürgenomen/ vnnd aufgericht/ damit khain Parthep wider die gepür, vnnd pillichaik kestbwärt / vnd sonderlich die (Armen vnuermügigen nit recht hilss/ noch wepß lose gelassen, -öonnder jnen so wol one, al» den Repchcn vmb Gellk/gedrent vnd geholssenVnd ob dem allem von den Obri- khaiten vlexstig vnd ernstlich gehalltm werde. 80 wellen wir auch/ allen OkrigkhaitM vnnd Richter« hiemit ernstlich auffgelegt vnnd beuelhen haben / den Parthepen >cderzeit schlemigo Rechtcno fürderlich vnd Vnvertzüglich zuuerhelssen, vnnd die (Zlduoeaten,vnd Procuratoree/Mit gepürlichem^rnst/vn strass dahin zehalten / die sachen geuärlicher fürsätzlicher rvcpse,nicht auss. zcziehen noch zuuerlengerN/ sich auch des Zniuriereno vnnd schmä- hcs in 8chri ssten,Rechtsäßen/ oder Erträgen gegen einander gen- Hlichzuenthalttn. G tj 9m Von ltdlgmWgen Personen. °»Rch dem vil ledigerMüessigen Personen allcnthalb durch vnse ^ »- re oZanndtchtn vnd wider ziehen, sti! »genieren, vnd Rapsen, deren rhuen vnd fürncmen vnbekanc/vnnd deßhalben nic wenig ge- färttch vnd beschwärlich sein. Demnach wellich ledig Personen zü- pawcn Weingarten, oder ander arbait vnnd tagwerckh geschickht wären,die sollen dem Gericht oder der Herrschaft !, an d m ort da sp arbauen,gehorsam thuen, vnnd vnderworffcn sein,wie sich gepüert, Vnd die Obrigkhairen, sollen vermüg vnserer hicuor auftgegangner Mandaten, sMchen f.embden vnbekbanten müetzgengrrn vnnd ftrcichcrn, den MüeGang, daraus; allerlap lcichrftl tigil alt, vbel vnnd schaden gewondltchcn eruolgt, nicht zueschen noch ge>tanen, sonder dieselben darumben vnnd fürnemblichsso sp an den werchtä - gen müessrg gesehen werden, ikchtferk,gen, vnnd wo Sp darüber, ferrer mücssig b trenen, npndert gestattet, cder gelitten werden, (Aber ainpederHerr, soll bedacht sein,kbainen ledigen knecht fürlec kbain Grefft n,noch ander Weingart arbait, in beftanndt oder ge- ding,auch Hain 'ÄZ eingarr oder ander Gründt erblich zuperlasscn, allain »Lr sage zue, sich nach gelegenhaik der zeit, vnnd für nembkch innerhalb zwapen Laren im -Eanndt h üszlich niderzeseßen- Dann das (Anucgten der Vogtknecht,vnd Schermleüt , sol hin. furo allenthalben in vnsern N iderösteneichischm -Hanndrnchex me- nigrlich, Hohen Ntdern -Stanndto,ganß absein. Von -Schotten vnd 6affoprrn,lc. ^IRZeweil wir auch bericht sein,der bcschwärung vnnd geprechcn, V-scho sonderlich die -Ster vnd Märckht, in vnsern Nideröslerrei- ch-schm ^annden bischcer mit den -Schotten, Sassopern,welschen Mauren,Rauchfangkbemii,vnd dergleichen (Avßlmdischen vnnd vnangesessen Kramern,vnd -Eanndtfarern gecrag n haben. Demnach aus; beweglichen vrsachen, Gekietten, vnd wellen wir,dao hin für kainer derselben-Schotten,-Sassoper,Wellisch Maurer,Rauch fangkherer vnd dergleichen vnangesessen Kramer, vnd ^anndfarer zwischen den Larmärckbtcn, in vnnsern Lannden, fapl haben soll, «Lr sey dann in vnsern -^annden in ainer -Statt, oder Marckht an. gesessen, Hab auch Bürgerrecht, vnnd vonn solcher Statt oder Marckht ain genuegsam vrkbundtwnnd glaubbriess,dannn 8p be- t'hmnemdüo oLr jr Mitbürger sep,Kls;dann mag oLr an den cucen, wie ande! e wie mindere KramerM Lanndc sein Kram auffschlahen, vnndfapk haßen , doch nicht hawsiern, welches auch allen Burgern verp-rten sein soll- ^vclcher aber nicht angesessen wär,vnd sollich Brief wir xetz gemelt ist,nit hct,der so! nicht in vnnsern ^annden aufschlahen, noch fapi haben,dann allain auffden Zarmärckhten vnd Khirchkag- en/vnnd sonst in Hainen weeg. Vnnd vmb deswillen sollendie Burger in Stetten vnd Märckhten, aller Khauffmanewaarvnnd Gattungen, allzeit nach gelegenhgit der leüffzimbliche Pfenwerdt, inrecht faxllemkauff/vnndguettem werbtgekenWellicherFcholt, -Haphoper, Maurer oder Rauchfangkherer, auch nach eröffnung diser vnnser Pollicep ordnung, inainem halben Zar hetr«teN,vnnd befunden wurde, das e (Armen selbsternörn vnd vndcrhalten möchte, vnnd den -Fremkden nicht gestattet werde, an ainem pegckichcn Ort vnnsei er Nidti österreichischen Lannde, vnnd Fürsstlichtn Grafschassl Görp ,zupetlen,sonder wo solche frcmbde, vnnd andere Ltmckhe Petler befunden, das dieselben aufgepunden,besichtigt,rnd wo die (ArgweNiq erfunden, vermag der Rechten, oder sonst gcpürlich, andern zu Krempel gestrafft werden, ^Ls wär dann sach, das ain Statt, Marckht,odee Occkhm, also mit vilm (Armen beladen, das 8p der Orttcn nicht G iij möchte« möchten erneert werden,-9- soll die Okrigkhait, dieselben s^ftmen, mit ainem Brieflichen,schcinvndvrkhundt,in andere-Stet,Mrckt, oder Aeckßen, zufurdem macht habm, Ztem atn pede Obrigthait soll auch an Omen,da 8pilal sein, darob vnnd daran sein, dar die (Armen Leuch in den-Spitalcn fletssig vndcrhaltm vnnd gehandt. habt/der 8pltlmatster> oder derselben Verwalter v^atttungm / >är- ÜH ausgm-mm / auch die Fpttal aus da- wenigisr im 2ar ainmal die Nußungen/vnd gesell/zu Hainen ander n fachen, dann ailain zu vnderhaltung, der Nirmen nottürfftigen Leuch, vnnd zu gucttem karmherßigcn Sachen vnnd werckhen, schert, vnnd gchraucht werden. Von den Zudem r^ewolwrr KUss grauvlvn rrrimlzu'B/vuv, ^ -^'welchenwir an etlichen Outenvnserer Niderösteneichischen Lürstenchumbcn vnd lannden,zuhause», vnnd zuwoncmaus; gnaden zueg,lassen,vnnd bewilligt,Nicht allain mitjrem vnzimb'ichcn, vnd rnleidlichen besuech,vnnd WuecherlichrnConträeren,vnserm Christlichen volckh, vnnd Vnderchancn, zu derselbm beschwarlich, en,vnnd verderblichen Nachtbvnd schaden, sonder auch,sonst in vil ander wceg, sich allerlap böser ergerlicher, vnnd lassterlichrr thaten zu schwach,verschimphung,vnd Verachtung vnsere H eiligen Christlichen Namens, Glaubens,vnnd N eligion vkemvnnd gebrauchen, Welche ergerliche böse Handlungen, merern tatls aus; dem eruolgcn sollen, das Sv die Zuden an mehr Ortten, en alle Zl dische zaichen, vnd en vnderschid der Klaidungcn, vnnd trachten,vnder den Chris, tenwonen, vnndwandlen,vnnd vondenselben nicht vnderschaiden, noch erkhendt werden, in denselben vnnsern Ntderösterreichischeti Lannden,durch vnser offen General vnd Mandat,gesetzt,vngeor- dent werden,das alle vnd pede Zuden, so in-Lrmrllten vnskM Ni- derösterretchischen Lannden gesessen sein, vnd darinn hin vnd wider handle» vnnd wandlen, zu ainem zaichen,daran 8p von den Chris. ten vnderschidcn, vnnd erkhennt werden sollen, Nunhmfüroan ircn okern Nöckhen oder Klaidern , auff der-Hinckhen 8eitten, »orncn an der prüft,ainem Gelben N ing,von ainen Gelben Tuech gemacht,offenlich,vnnd vnuerporgen tragen sollen, Mit der ange. kengten Meen, wo ainer, oder mehr,aus; den Zuden vnser Satzung vnnd Ordnung, vbertretken, vnnd sich ebkemelts zaichen nicht ge. brauchen wurde,das der zum ersten, vnd andern mal, die Klaidung soLr 8p halt te,dao Lp ander Leüt vnbelässtigt lassen,eLo sol auch niemand! al- nichen Man oderLrawen,der, oder die Nicht in sein Prott, gehörig wederSchildt, Wappen, ^ing, oder dergleichen anhengHen oder geben,vnnd welchepetztLchtldt,Wappen,^iNg, oder dergleichen haßen,dir jnen jre geprötte Herm mt gegebnen hetten, die sollen Lp S.' (Aber andere -6chakckhs;narren, so mit dienften Nit verwent sein/ vnnd weder dtsc vnnsere Ordnung in vnsern NtderöstcrreichischeN -Dannden erfunden,sollen nit gelitten,sonder durch ain pede Obrigkhait wo die betretten gestrafft werdm. Von Lanndtfarcrn, Singern/ vnd^cimsprechern. ^(Ach dem auch manchertep leichtfertig Volckh befunden,die sich ^ » auffLingen vnnd Lprüch geben,vnnd darinn den Geistlichen vnnd Weltlichen 8tünNdt,verächtlich atttasskcn,vnnd;» ktdcn8kt. tm gefasst,sein Sp bep den Geistlichen,8ingen Lp von den Weltlichen, vnnd herwiderumb kep den Weltlichen von den Geistlichen/ daraus; dann offt ergernuff,Dispalt,vnainigkhait,vnnd vngehorsaM erwachst, Wvnnser Ernstliche MapNUNg,vnnd Beuclch,wo solch Lanndtfarer betretten,dao 8p vonn der Obrigkhait gestrafft,vnnd mit jnen in allermassen gehalten werde,alo von den FchalckWarrn, hieoben vermeldet ist , Doch wellen wir die jheNigett so den Maister Gesang singen,hiertnn außgcschlossen haben. Ob auch die Vnderthanen, Burger, Znwoner vnd andere Haus; gesessne oder vnangescssne Personen,wer die wären,leichtuertig vnd vnschampere Lieder singen vnd betretten wurden, sollen die durch sr ordtnliche Obrigkhait nach gelrgenhait auch NotturfsttMlichge- strafst werden. H A« Von Gulden Thuech vnk -Sep- denWaarn. .(Ann von wegen der Gulden vnnd Filteren Tuech,auch Fa- ^'mar,Damaschk^ltlas;,vnnd anderer Lepdener Waar, so in Welsch -Landenvnd andern ortten gemachrdie an der güct »«gleich (Aber dannocht etwann die schlechten / neben den guetten , durch die Kauffleütvnd Saffoperin vnsern Lanndenstn Zarmärckhten,vnd dazwischen in Stetten,vnd auf dem Lannd htngeben vnd verkaufst werden, darinn dergemain man vnwtssendt mörckhlich vberno- men, auch dardurch ain Gros; Gellt aus; vnsern ^annden ve> stiert würdet. Darauffgebietten vnnd wellen wir, dao hinstiran chain Gulden noch -HilberenTuech, -HamatnochSepden jtuckh oder Waar,oL- sepdann vondem ort,da solche gemacht ist,glaublich damit eo erkhcnl werden müg verzaichnct, in vnnsere Lanndk gestiert nochverkhaufft werde, bep der straff hernach gemest, Vnnd iollcn darüber M peglichem Lanndk in-Hielten vnd inMärckhten, mit wissen, Aach vnd willen der Obrigkhainan vnnser ftat verstendtg Beschawer geordnet werden, die stcktigelich auff den Zar vnnd Wochenmärckbcen, auch dazwischen auffsehen, vnnd darob sein, damit ain pede Güldene, Silberine, oder Sexdene Waar gesün- dert,vnd nach jrer güet/inzimblichem khauffgegckenvnnd gehalten werden- Gleiche'weis; so soll auch der (Anas , Fatin, vnnd dergleichen Waar auch Parcham vnnd -Hcinbat, mit der -Htetl Figlm vnnd lcng, vnd brait, in die Lanndt gestiert, geschawet vnnd verkaufst werde-Wer aber nach pubkicierung diser vnscrer Polltcep Ordnung vbcr ain halb Zar bekunden vnnd betrctten wurde,der sollicher vnser Ordnung zcwtder gehandelt, dem soll erstlich der zehcnt tatl seiner Waar vnnd Kram, Vnnd wo ^Lrzum andern mal verprüchlich befunden,der halb tail, Vnnd zum dritten jme seinWaar,Hab, vnnd Guet mitainanderssouil der bctrettkn,gcncmen/Vnnd solliche straffen jnmassen wie htecbeu der Claiderhalbm kestimbt, eingezogc» vnd verwent werden. Von Geraist gen, Wagen, Wcingart,vnd Haus;- chnkchten,auch andern gemainen Dienern vnd Gesinde- (Als wir 0/^ lvtr allerkap keschwärung -er Grraisigm, Wagen,Wein ^gartvndHaußknechi halben in vnnsern Ntderösttireichischm -Sanadenvnnd Mrsstlichen Grafjchaffr Görß befunden, Nemb- lichen das sich dieselben etwa vnztchtig,vnfletsslg, vnnd leichferttg in jren dtenstrn halten, ^Vnnd doch derhalben von jren Herrn straff nicht leiden, scnnder ehe vmb geringer fachen willen vrlaub nemen, auch vnuersehenlichen abfchaldkn, vnnd dann gleich vnerforscht wie Sp sich gehallten haben,vonn andern angenomen werdende besöl. düng vnd vnderhalcung hoch stellen, Vnnd dannvcht,sonderlich die Rapsigen ji er dienst etwo maß fürnemen, vnnd all ainv Herrn net» turfftenzuhandlen, vnnd farnemblich auf vbl leüt zurapsen, diezU venekhnüssen,vnnd dergleichen außzurichken,alo objnen das vneer- lich sein soll, sich verwtdem vnnd waigern. Derhalben Ordnen vnd stßen wir,das nun hinfüro Hain Herr,->Ldklman, Burger noch ander, Geistlich oder Weltlich , ktzaiNM Gcrapsigen, Wagen, Weingaitnoch Haußkhnechkdeo Zars vber-Hecho, Srken, oder ausso mapst(Acht gu'den Reinisch,vnd den Gerapsigen am Claid, neben der lpfeeuug essen vnnd trmckben,on ainich vorgcdittg,sonder nachaineo pedeo Herrn gelgenhatt vnnd haußuermügm Desagen noch geben, (Auch weder eHtifl noch andere mehr darüber schuldig sein soll,Doch Vorbehalten, wo sich am knecht im dienst gegen seinem Herrn zu feinem gueien geuallen so gerrewltch vnnd vleissig hallten wurde, So mag ain pederdenselben auß gucttcm willen, nach ge» stallt jolltchee redlichen verdienene ain Gerung an Gellt oder an- rermthucn. ^§e soll, aber am peder Knecht seinem Herrn in allen seinen Not» turssten/vnd jursrenden,mtk Rapsen,angreissen,vnnd venckhnüsseri -er vbeln leüt, skrassmasslgen vrtndcN vder widerwettigen, auch haußgeschässlen , vnnd allen anndern fachen Haine achgenemen, soitlvnnd wept sein >b vnnd Hben vermag, volkhomne gehör» sam vnnd dienstparkhail beweisen, nicht wapgern noch veifchme» ben, sich auch in vbeln ,vnnd vnzüchten,rechku,rügen vnnd strassett lassen. "Lo soll vnnd mag sich auch Hain Khttecht mit sotlichm -iennsten nicht vermailigen «och pemar.dk Hatnem darumb vneer. liehe reden, noch zucmessen / sonnder alle verantworttung bcp dem Herrenfteen. Vnd obgleich ain Knechtsemee Herrn dienst keschwäruttg trüege, »der sonst willen hetke von pcsserung wegen ander dienst zuesuechen, sv soll >Lr doch verpunden sein,seinem Herrn die bestimbtt zeit, dar, H st auf auf^§r vorhin gedingt worden ist, volligeklichaußzedienen- W- «Lr aber vber die bestimbt gedingt zeit seinem Herrn nitlcngerdre- nen wolt / So mag Lo sollen auch die Bescherin vnnd (Amblmso sich aussain bestimßtezcitverdingen, vorauszgangderselbigcn zeit,one groß beweglich notwendig vrsa. chm, vnnd ausserhalb vorwissen vnnd zugeben jrer H errlchaffk deren Lp sich in dienst versprochen,nicht aus; dem dienst netten, sonder die zuegesagte zett,volkhomenlich aus;dienncn,wo aber vor verschemung derbestimbten zeit wie oblauk on genuegsam vrsachen aus; dem dienst tretten wurde,gegen derselben soll nach gelegenhait, mit gepürltchcr straff vcrfaren werden. Ordnung der Handlwerchcr halben. ^Nd nach dem wir auch hieuor im verschinen Fikenundzwain-- ^ tzigisten jar,aufvnderthenig ansuchcn vnd biktn, auch mit M- tigem wolbedächtlichcm Rat vnserer Niderösierrcichischen Lanndt schafften,vnd derselben Kusschus; der Handtwercherhalben,ain P ok Keep ordnung aufgericht,Melcher aber gleicher gestalt wenig gelebt worden, worben,vnbvnodannber Hanndtwercher halben, allerlap vnd vlk fclriae hocke beschwärungm Schemen, Demnach haken rvlr solch Ordnung wider fürbanden genomewm't Vleitz erschrtt, ^rwegen, «rnewett vnnd geyessttt wie httnachvnnderschidlich volgtvnud be. griffen wirdel- Von dm tzechen/vnd 'Zünfften. 0Os)Zewol vil zeitheer,'Zechen vnd 'Zünfften,der Handtwerch gk- wesen stin,dwjumvitlertav Gesetz vnd Ordnungen, jrer we- sen,(Arbaik,belonung,vnd anderer suchen halben aufgericht, vn darüber eiwo bestaltung blnderruckho/Vnd on wissen jrer Obrigkhait er langt / in krafft derselben jnen selbst straffen qeseßi,vnnd ausgelegt, vnd vil mcr gebaimer verstendlnuss vnnd mistpreuch vr.der jnen gehakt habm/allee wider gmainen nutz, vnnd menigelichzu beschwe- rung, auch eilichen vnnder >nen selbst, allain zu jrcm vortail / aigen Willen,vnd gefallen.(Aust den vnd andern anstchlichengegründten vrsachen,auffanlangcn beqern, vnndmikRatebcr(Ausschüss von vnnsern -Lt blannden, nach gmnegsamer erwegung, zu fürdcrung gemainee nutz,sonderlich auch zu guetem Regiment,vnd aufrcmeii dcrStetvnnd Mütckbt. Heben wiraufvnnd khuen ab,die'Zechen vnnd 'Zünfften,aller vnnd pevlicher Hanvlwerch/Nit allain mit dem Namen, sonnder auch mit allen jren selbst gemachten L Gungen, Ordnungen,vnnd darüber erlangten bestämmgen, wie die bissheer gestalt gehabt haben, auss ^ürssilicher macht, M Krafft diser vnnscr O knung,vnd8atzungen,Ä?alNkN,gebietten,vnnd wellen, dao alle H ai Ndcwki ch jrer Ordnungen, Satzungen,Confirmation,vnnd aller gekaimen verständtnuß vnnd aigennützigen gebreüch/gkNHlichm Meen, vnnd die verlassen, die jnen auch khain Obrigkhait, Herr, schasst,Burgermaister,Richter vnd Rate,der 8tel vnNd Märckht oder aufdem ^annde,mer gestatten noch zueseheN- -Honder alle HandtwerchMaister, Gcstllm,vnd Hunger,ainpedeo feinen Natürlichen namen haben (Also, der Himerleiit handtwerch, der Mau rerHandtwerck, der Tchneider Handtwerch re. vnd also mit alle» andern. Vnd die sollen nachuolgendt, vnser Gesatz vnb Ordnung halten, auch anderst oder ausserhalb derselben kamen Handtwerch iDaiskcr, Gesellen, noch Hunger, weder in Stetten,Äkärckhten, noch auffdcm Hamide, in vnsem Nidkrösterreichlschen Lanndcn zu arbaitengkskat werden. XXXII te ain Begengknusz,oder Gottodienst halten wibdarzue doch niemandw verpunden sein so! / so mögen die andern Maister , oder gesellen,so ferr sp gern wellen,zu demselbenGoßdienst geen,doch das m von stundan, nach volbrMgung des Goßdienst , am prder wider- umb zu seiner arbait vnd geschefften trachten,vnnd weder mit 'Zech, Malzeit,oder in ander weeg Hain versamblung haben. Persamkluirg vnd-Haßung. , !kiM!fk,oder versamblung in khaMerlap sachcn, on wissen vnnd willen aines Burgermaistere,oder Richter, vnd Ratho,hallten,noch ainicherlap gesatz,oder o!dnung,vnderjnkn machen. Gcschwornen Maister vnd Gesellen- A/Ber ain pedes Handtwerchssoll allzeit zwcn Maister,vn zwcn Gesellen,erkhiesen vnnd verordnen,die ainem Burgermaiscer- oder Richter vnnd Rare, darzue dem gemainm H andtwerch,zu allen hmrachuolgmden sachen gelobt vnd geschwom sein, vn demnach die zwcn geschwom Maister, vnd zwcn geschwom Gesellen genant- "Le sollen vnnd mögen auch, dieselben gcschwornen Maister vnnd Gesellen, Mich oder so offc es durch absta ben der gcschwornen oder andere chehasten vrsachcn halben,die notmrfft er »ordern wilveren- dert, oder von newen widerumb ftirgenomen, oder ander geordenk vnd erkhiesc werden. Handtwerch fachen- A)Rnd wo ain H andtwerchek zu seiner notturfft, etwao an äMctt ^ Burgermaister,oder Richter vn Rare zubringen hat,oder snen vonn anndern Hanndtwachcn,bricff,oder ver khöndungen khemcn, das sollen die gedachten gcschwornen Maister,vnd Gesellen, ainem Burgermaisrer, oder Richter vnnd Rate furbringen, vnnd anzai. gen. Die sollen alstdann dieselben Maister vnd Gesellen,aigemlich vnnd gründtlichen vernemen, vnnd daraufdie billichkhait handlcn. Doch sollen dieselben vnser Burgermaiscer, oder Richter vnd Rate,Den Hain newe Ordnung oder geseß, on vnser,oder vnserer Regierung vorwissen,hinfüro/ausrichten noch bestatten. L Strass Skraffvndwändel. /"B sich auch ainicherlap zwitracht, oder vnainigkhait, zwischen ^^ocn ^andkwerchern zütrüg, das soll an peden enden, wo sich solches begibt,anbracht, gehört,vnd entschiden werden,vn hiemit die nachschrerben, so bisjheer vnder den HandtwercherN gebraucht worden,verpotten sein. Woaberainerain vnzucht, vnnd sträflich sach, wodaswäre,anfieng,vnndvorausztragder sachvon dannenentwiche , soll solches dem Burgermaister, oder Aichler anbracht werden , der daraufdenselben (so ferr es not ist) nachschrciben sol- Ob auch ainicherlap nachschreiken, von andern orten den Handtwerch» gesellen,an die örk,vnserer Lastde,da sp wären,beschähe,vnd sich die selben vor dem Burgermaister oder Aichler der selben ort zu verhör vnd recht, erpieken, vnnd die sachn vor denselben Burgermaister oder Aichler ,in ainer zeik,jnen gefetzt, ausz zu füren angelvbt, soll er verrer, wie vorstect,nil geschichen, oder von dem H andlwercher gejrrt, sonder dem, oder denen, die im nachschreiben, verhör vnnd rechtens,derselben ort gestat werden. L traffmäffig fachen- /T- 8 soll ain pcder H andtwerchs Maister oder Gesell, wie ander ^ Burger,ainem Aichler in zuefallende fachen die straffmässigen gefenckhnussen zuuerhelffen,schuldig sein. GesenckbiiulrHewa. sonder schuldig ' xxxill schuldig sein, alle arkait seines Handtwerchs, sonderlich auch die Znscrumenra vnd Mgch den tencknussen vnnd straffen der Vbel- täter/vnd was darzue diene,zumachen. Welcbcmachunader Gefenckhnuß;eüg vnnd Instrumenten auch denÄtaistern vnnd Gesellen,an ,ren »Leren vnd sonssten aller ding on nächst sein soll- »Lsticher Thier halben. wöklen auch hiemit die schwach /so die Handtwcrcher bist. Herr bep jncn von etlicher Thier wegen, als H undk / Katzen, vnd dergleichen / wo amer derstlben pe erschlagen / abzechonvnnd aufgehebr haben der gestalt/das von solcher sachen wegen/ darpnob am Handkivercher in ainco ^Lolcn / oder Burgers dienst/ gewesen wär/vn ctwo pemandts ausz beuelch,desselben stineoHenn/het helf- fen venLHNussen , das D darumb nichts schMächtichSzugezogen, oder die andern deo Handtwercho / jme darumben znredM/ noch ,n schcshen sollen. Wo aber durch die Handtwei cher da» wider gchan- dck wurde/soll ainBu, germalster oderRlchter,dieselben darumben straffen/ vnd dem delaidigken, abtrag vnnd widerkherung zuthuett verschaffen- Verpottenpäct. ssiL S sollen auch die Handtwcrcher, khain vcrainigung oder pack ^machen / wie man die Gattungjres Handtwcrchs geben / verkauften/ oder arbaiten/ noch das a,ner vor dem andern/ an d.e arbait nit geen, sonder ain mdl cher sol nach zimlichait sein arkait verkauf- ftn/ vnd aufo treülichist st scher Mail austwarten. 'Mo aber darwider gchandlt,der soll durch ainen Bürgermeister,oder Dichter, darumben schwerlich gestrafft werden. Der arbait zimblichen wei dt sehest.' Ze gedachten geschwornen Maiscer vnd gesellen, aineo peden ä^Handtowe, chs / Mit denen, die jsten von Bürge! Maister oder Richter / in gleicher anzal zuegeördstct werden, sollen aufjren and, ainem peden seiner arbaik, wo der Herr,oder Kauffer/ solcher arbait jrcr vorderung beschwärung triieg/zimblichen werdt sehest. Wo sich aber dieselben nicht vergleichen fönten, so soll dann darinnen durch Burgermaister, oder Richter, entschid gegeben werden. Beuelch der Beschäm. Nd in welchem Handtwerch, derselben geschwornen Maister, ^ vnnd Gesellen,sambk aineo Raw verordenten, die beschäm be- uolhen wirdet/dtc sollen sp bep jrer Phlicht vnd (And treulich rhucn, »nd darinnen niemandto,aus; ainicherlap vrsach vbcrschm. (Auch von fainem tail weder Gerung noch Gab nemen, noch auch jechtes von denselben entlehenen/dargegen sol den Maisrem vnd Gesellen, vmb >r müe vnd vcrsaumbnusj aust dem Gelt,so zu desselben Hände wercho, Gotedtcnsl, oder (Almuesen gesellt, nach gelegenhait der sach,zinMch belonung beschehen. Ä>o sp aber in solcher srer Han. dlung betrüglich befunden würden, sollen sp von ainem Burger- Maister,odcr Nlchlcr,schwerlich darumben gestrafft werden- Hassung der Beschäm. eXVVLr wöllcn auch,das die Beschaw Maister vnd Gesellen, jres> ^^ambts vnd beschauweno halben,von niemandt gescholten noch gebassl, noch jnen darumben schto freuenlicho, zuegefüegt werden solle bep der straffatnes Burgermatstero, oder dichtere, die er nach gestallt der Verhandlung ernennen vnd chuen soll. Vom Handtwerch- 57.' Tem ob ain Maister mehr Handtwerch,dann ain Handtwerch O kündet,vnd darumb gelernt hat, vnnd wil derselb Maister dieselben Handtwerch treiben, so solle er zu ainem jeden Handtwerch, ain besondere werchftat ha'tcn,vnnd vonn ainem jeden H andtwcrch thuen,waeander Maister desselbcnHandtwerch thuenvnd aufgelegt wirdct, doch soll dtse Ordnung allain vonn den Handtwerchen die ainander cenlich sein, (Ale nembltch, welcher am Maurer wär, dae derselb daneben ain 'Ziegldeckher oder-Htaimnep, dcsjgleichen ain 'Zimerman ain Tischler,Ziem ain Müllner ain Himermamvn ain Sporrer ain -Hchlosser sein mügk,verstanden werden. <^e soll auch ain H andtwercher dem andern wissmkltch in khainen khausf steen der Obaar,der er zu seinem Handtwerch nvtmrfftig ist. V ^cer Junger dicnsc- Nnd so ain junger seine -Heer jar volligclichen aus;gelernt,wie jme ale ainem ^eerjrmger zechün gepijrt hat, vnd alsjdann noch ain ' 5 Handtwerch XXXlIII Handtwerchlerenn, vnnd darumken auch die-Heerjar auß dienen w,l, so soll jme darinn Hain Verhinderung beschehen, sonder in dem selben Handtwerch auch zu ainem -Eeerjunger au sgenomen, vnnd treulichen gelernt werden. Vorbehalt der-Hanndtlewt Obrigkhait. ^V)^vnser Landtleüt,Prclaten,Herrn,auch vom Kdl,8tet vn -^^Märckht haben,soll jnenjr Herrlichaitvnnd Obrigkhait,wie vno,vker die vnsern,Vorbehalten sein.Vnnd wo Burgermaister,oder dichter vnnd Rate, an diser ordnung,der Handcwerch sewmig, oder hinlässig erscheinen wurden, soll ain jede ordenliche Okrigkhait oder Herrschafft, darinnen zustraffen vnd fürsehung zuthun haken- ^Vie die Maister der Handtwerch aufgeno- men sollen werden. IV)"§r ain Maister in ainem Handtwerch zusein kegert, so ferr ^^der nicht ossenwar kerlost,oder das er an andern orttcn,vncer. lich abgtschiden,vberwisen wurde,vnangesehen, ob er vor,ain Störer genant,gewest ist,cdcr^elich,oder vneelich scp,der sol sich zu dem Burgermaisterwder Richter ansagen, darauf derselb Burgcrmai- ster, oder Richter, zwen auß dem Rat, zu fambt den zwapen ge. schwornnen Maistem vnnd Gesellenden dem Handtwerch, zu zm eruordcrn, dieselben sollen jme vngeuerlich vonn Hünff, Leche oder Liben (Artickhln, des Hanndtwerche, frag aufgeben, darauffoLr antwortten, vnd darnach vnangesehen solcher frag,sol jm der Bur- germaister,edtr Richter, bep seinen ^Leren zusprechen,ob erkedmck vnd nit andere wisse, dann dae ^Lr dae Handtwerch,ake am Mai. ster desselben, zuuerrichren wisse, dann wo »Lr pemandt zu schaden arbaiten, wurde kLr solchen schaden aßkragen müesscn, vnnd sein straffdarumb emphahen- ^Ho »Lr solcher kep seinen »Leren,ainem Burger Maister oderRichter, in sein Handl gelobt, alstdann soll der selb new Maister des Hanndtwerche, dem Burger Maister, oder Richter, ainen (Apd schweren- Zm faal aber dae die verordneten vnd befrager die (Antworten des jhcnigen so Maister zuwkrden be. ger tauf die ftagstuckh vnlauter befunden, also dae Sp zwevsietcn ob derselb mit der Handl vnd arbait tauglich «ein möchte, so soll als. dann jme nach gelegenhait des Vurgermaistere oder R Echtere, der zwaper Verordneten vom Rath auch der geschwornncn Maister vnd Gesellen gueten ansehen nach, ain prob der gewönd'ichen vnnd Z ist M selber» am Mn ort gekreiichigen fachen vnnd arkait , die jme Täglichen in seinem Hanndtwerch zuesteen möchten zuchuen auffttlegt werden, doch dao in allweg herinn die frcmbde -ngewondlicheMahterltucr vnd der beschwerlich vncosslen akgestelt vnd verhüct werde» Wo auch die wissentliche vncheliche Kinder Handtwcrch gclcr- net sich bep jren -^eermaistem vnnd dem Handtwerch erlich vnnd wol gehalten / auch jree Handtwcrche khundig vnnd erfaren weren, vnnd sich bepden Ltctten,Märckhten / oder Lleekhen, ntder thuen, Maister werden/vnd sich ^erlich ernern wölken, Ordnen vnd wellen wir , das jncn, vnangeschen ob Sv kam -Zegitttmation oder be- gnadung -rer gepürtsürzepringen hettcn, solches zuegelassenvnnd nicht vcrpokken noch verwerdt werde, e^§o soll auch kham Gesell oder Knechtssobcx solchem vnehlichm Maister arbait/vondcm yandt- wcrch oder den andern Gesellen oder Knechten geschichten, oder dest geringer gehalten werden,sonder De solch arkait ganß vnucrleßlich vnd on allen schaden sein- Eie am Maister schweren soll. ^-Lmblich das ^Lr die gemainen (Attrckel, wie eben vermeldet, ^ 4 die besamblung betreffend,vnd dao »§r in seinem Handtwerch niemandt vber zimbltche kclonung vbernemcn, oder bcschwärcn, noch desselben, wie ain pedlicher sein Gattung verkhauffcn sol, verstände vnd ainigung machen, vnnd treulichen halten welle,vnnd soll darüber den gepurdt brieffzupringm, oder die Maistersiuckh anderst dam wie obsteetzömachcn,nicht schuldig sem-Derselb new Maister soll zu erkhanrnuß seiner vndcrthentgkait vnnd gehorsam, gegen vns alo H errn vnd^andtosürsten-vnd wo vnscr -Hanndlleüt,8kett vnnd Märckhtchcten,gegen denselben, nach der Ordnung vnd Satzung hienach ßegricffen / zu vno,vnnd vnsern Haubtlnitm, oder banden, aineo sichrere,anpedem ort auchzu dem Gotodirnstoder(Almuesen, aufgemaine-ötatt, oder Marckhl geben, die lepdenlich anzal Gellte, wie hernach in aincm besondern artickel begriffen wirket, vnd sonst khain Mall zugebcn,oder ander auffgab zuchuen, wie kiff Heer der gebrauch gewest ist schuldig sein, Vnnd darnach an xedcm ort, für atnen Maister des Hanndtwerche gehalten werden. "Lr mag auch wie ain ander Maister,sein Tafl auschenckhcn, vnnd jme durch die Gesellen des Handtwercho, wie andern Machern desselben Handrwcrcho, vnuerhindcrt menigklich gearkait vnnd gedient weeden- Vnecrlich Vifferlich bezicht. XXXV auch aitter gleich von stundanon verrer verlengerung au- -^genscheinlich beweist, vud zu De bracht wurde,dao ^Lr vnee- lich geboren,oder mit pösen vn^Lerltchcn fachen befleckt, oder an andern orttenmerberlichabgefchtdenwär , Qllßdann fol der Burger. Maister,oder dichter still halten,Wo aber pemandt ainm,folcker kS senhandlung zeihen, vnnd dicfelb nicht klar vnnd lauter,wie peß be- gricffen, fiirbrtngen wurde, foll der selb, fo also bezicht wurdt, nicht destminder, mitlcr weil zü Maister angenomen werden, vnd der,so solch zicht auf ine thuet, alo anklager, wie recht ist,gegen jme beweisen, So dao der klager, gegen jme weist, dao der vneelich ist,sol De dannochtdao Handwerch,für sich selbst,vnnd mit Gesellen,diegeren wellen,vergönt werdm- Ast oLraber sonst befleckht„sol oLr auß der Stak geurlaubt, oder nach gelcgenhait seiner verprechung, gestrafft werden. Wo aber der anklager, oder anzaiger, gegen demselben nicht beweisen wurde, soll ->Lr den anklagten seiner ->Lcren,jrcr not- turffrnach,abtrag, vnnd widerkherung thucn,vnnd also,khainer in dem Handtwcrch,gcschichen werdende sep dann,daeder, so aincn kezeicht, dasselb beweise, (Also, dao der zeiher oder anklager, vnnd nichtder, so bezigen wurde, zuweisen schuldig sep, Damitwellen wir den mißbrauch, sobcp vilHandtwerchernkißheer gewest ist, Wo ainer von dem andern schwächlichen geredt, oder fürgebcn dao der,so bezigen, solches von De bringen oder wepsen soll,auffgehebt, vnnd als vntüchrig, auch vngegründt, abgethan haben, sonder der, so aincn bezetcht,soll solches, ausfden,so bezigen würdt, gmuegsam darbringen, vnnd wo solches nicht geschiecht, sein strajfdarumben emphahen. Gleicherweise solle es auch,mit allen H andtwerchs Gesellen,gehallten werden. Atem welcher Maister oder Gesell,aber anderer gestalt geschich- en oder verworffen wurde,der soll solches ainemBurgermaister,oder Richter,vnd den geschworncn anßaigen, die sollen darinnen gebür- liche straffe,vnd stirschung chuen- (Anffnemung der Knecht. ^LVAAr wellen auch,welcher Maister, was Handttverchs der sep, ^^aine Knecht oder Gesellen aufnimbt,zustundt, als er jne dingt oder setzt, das o§r on verziehen jne ftirainen Burgermaifter oder Rtchssi bringe, damit »Lime dtegewönlichpbltcht, wie hernach sccer,thue,vnd sonst tatncewcgebehM/nocharbatt gebe- (Abreden der Gesellm- S soll auch Hain Maister dem andern sein Handtwerchs ge- ^ sclien aßreden,oder vonn seinem dienst /geuärlich bringen,oder abwrpsewauch khainer dem andern sein -Heerjunger die im aus; dem dienst vnnd Meer>aren gangen wären, aufnemen noch halten, oder sonst abceden, (Auch jnmainicherlap vngcfuer zugestattcn, (Auch Hainen Gesellen oder Knecht aufncmen, der wissentlich von ainem andern Maister,vnerkerltch abgeschiden wärmender Gesellen. S sollen auch die Maister, -en gesellen oder Knechten, ainem r cdm noch seiner kunst/schicklichkait, vnd gelegcnhatt seiner ar- bait,den Mon geben vnd bezallen. dberkrettung der satzung nicht zuuerschweigen- wurden, oder westen, dieselben sollen -Hp in kaincn weg verschweigen oder vertilgen, sonnderainem Burgermaister oder dichter an- zapgen,welcher aber,solcher (Artickhel ainmoder mer vberfüer, soll nach erkhandtnuß Burgermaisters, oder Dichters, darumben gestrafft werden. Flörer- .Ze Handtwercheraufdem Gew,sonit seßhaffc sein, die man «vtörer nent,sollen nindert gestatt werden, (esepdann.das 8p sich heüstlich niderthucn, (Außgcnomcn die Handiwercher, so den Prcläten,Herrn,vnd oLdlen/vkrrhoffdienendie mügen irer Herrn dienst mit dem Handtwerch wol verrichten,Znen soll auch nicht ver. potcen sein aincr Nachpaui schafft der enden,jr notturffl zuai baiten- Doch Hamen kbauffmit gewandt treiben, hierinnen vorbchallten virsers Manndts Stepr Deformation- XXXVI Mas ain Maister gekensol. Ordnen vnd Fetzen auch/ dz nun hinfür ain peder Handt- "7^wercher/oLr sep was Handtwerche oLr welle,so Maister vnd Burger/in ainer -Stak oder Marckhl würdet/ der sol vns/alsH enn »nd -Sanndtstfürsten/zu erkantnus; seiner vnderthenigchait/ zuevn- serer H auptleüten / oder Händen aines vnnsero Richlele / an pedem orl/vnd ainer pedenObrikhait/darunder er gesessen ist,zu jrem Goes dienst ain Mhundt phenning/vnd ainer pcdcn Stat/vder Marckhl, für emphahung des Burgerrechw,zwap Phundt phenning/ raichctt vnd geöen/vnd darüber nicht gedrungen/noch beschwerdt werden. Von Witiken. §>Ze Witiken sollen nach jrerHaustwirt aksterken / die Handl- werch/so dieselbenjr abgestorben Haus;wirt,gcarkait haben alt dieweil -Hp vnuerhaprat blepben, auch arbaiten / vnnd Gesellen haken mögen/vnd mit diser vnserer Satzung begriessm sein- Wann 6p sich aber verhapraten,sollen Fp deo nimer machthakcn, jr Haust Wirt werden dann Maister/nach jnnhalt diser vnserer ordnung- Mrderung der Gesellen. Handtwcrche Gesellen in die Ltet vnd Märckt komm/ -^^vnd da arbaiten wellen,sollen ander besuechung vnd vncoslett vnderlassen,sonder sich ain peder/den geschwornnen Maister / vnnd Gesellen desselben Handtwerchs/ansagen, vnnd dieselben sollen jne zü dem Handtwerch/vnd vmb das sei« notturfft ist/anweistn/ vnnd in solchem nicht ainen für dm andern, sonder ain pcdlicher Maister des HandtwerchS/gleichmWg fürder«. Wo sp aber befunden/das sp aus; Nepd oder vngunst/die Gesellen ainen Maister, für den andern zueschickhcN,oder akweisen wurden, sollen sp durch denBur- germaister oder Richter darumken geskrasst werden- Gelübde vnd Gehorsam zethuen vnd wider die Veindczudirncn. ^ Nd wann also aitt Maister ainen Gesellen annimkt/cder dingt/ ^ soll »Lr jn zustuttdt,wie vorsteet/ für den BurgerMaistcr/odee Richterbringen,demselbe soll Serselb Handtwerchs gesell,bep seinen trewen trcwenvnd Loren gclobm,all dieweil er inderfelben -Stak, Marckt pdcr Fleckhen arbait vnnd wonet, vne grtrcw vnnd gehorsam zusein (Auchdisevnser Ordnungzuhalten,vnd darwider nttzuthaen , bch dm peencn darinnen begrieffen- ^bo auch ine die vrindte not in ai- Nkr Stak, Marckhl oder Klecksten betretten oder ergmffen wurde, dao^Lr daselbst neben andern plcibenvnnd vmbgepürlichmLold diennm vnnd sich treulichen gebrauchen lassen welle, bep straffvnnd peenvkrpiettungvnstrer -öannde. Nach gethaner Nhlicht oLrber- lich zuhalten. : M>Nd soLralso,vnserm Burgermaister, oder N ichter,die Pflicht ^ gethan hat, so!l-->Lralstdanmkep seinem Maister, sich ->Lrber. lichvnd gebür'ich hallten, vnndwannZm bep demselben Maister, uik lmger zubleiben fugen wilssoll»Lr Lm vor aufsagemvnd ^Lrber- lich mit jm (Abraitten, wo sp wao miteinander,Matten haken, vnnd aiswann mag dcrselb Gesell, ainem andern Maister dienen, doch das er solcheomit wissen der gesthwornen Maister thue, Wär es aber, das jnc der Maister vrlaubt, so mag Zme der Gstlbwoll bep ainem andern Maister, vnnd arbait sehen,doch das ->Lr in all- weg in seineryhlicht, dem Burgermaister , oderNichler, gethom, bleib. cHchanckhung. (^V>lAnn Fremßd Gesellen ankhomen, sollen die andern Handt- ^^werche Gesellen jnen zuschenckhen,nicht verpunden sein, noch kainer darzue gedrungen werden, sonnder solch gewenhait mildem schenckensso bischeer gewest,ganß aufgchekt,ab, vnd verpotten sein. Gehorsam vnd nicht vn^Lerlich wortzuezuseßen- jr Setzen vnd wellen auch, dao die Handtwercho Gesellen, jrm Maistem,in gebürlichen dingen gehorsam sein,(Auch 8p vnnd sr H austfrawen ^Leren, vnd vor äugen haben,vnnd denselben jrcn Maistern, Haustsrawen vnd Khinden, nicht vnzimblich oder vneerlich wort zueseßen,in srcr Maister,oderMaisterin Heuser,nicht vnerbarFrawcn frieren, Darzue sollen auch die H andtwercho gesellen, selbst an ainander nicht schelten, oder mit amandcr vngefuer «Men- Lepertag 6s ^ ^ Hanndtwcrchs gesell, den andern seinem Maissee <^autz dem dienst reden,eder pringen- -Hp sollen auch jreo aefal. lene, tarnen ^eprtag mehr machen, somider die Leprtagssojnen die Handtwerchcr selbst aufgesetzt,abgechan sein. Vnnd sollen allain in ^.erzehen tagen, souerr in denselben Vierzehen tagen, fhain vnder- seprtag tftnach aussaßung derRegenspurgerischen Reformation, ainen vnderfeprtag, vnd nicht mehr hallten. desgleichen,wann st) wandern,soll darumbenthainfepr,vnder Vberraitten. 6sS sollauch Kain H andtwerchs gesell, seinen Maister vker- ^'» aitten/Gelltschulbt oder andere,wegkh tragen. iZrverpietenauchhiemit, dae die Handtwerchs gesellen sten Äsaistern,aus; vnwillen nicht ausssteen,oder sich vamicainich erlap stolß,oder pochene gebrauchen- Vn^Le sitzen 6sb soll auch khain Handtwerche gesell, ossenlich an der vn^Fe, ^-mirainer, dienit sein ^Lelichweib ist, sitzen. Welcher aberaitt «>L. lich wcib hat,vnd Gesellen wepse arkaiten Ml , dae soll er tbuen, mit desselben s inee welbe willen,vnnd wider jren willen,von jrnicht aussdem Handtwerch vmbwandem- Wo aber bep ainem Handk- werche gesellen,sein wepb nicht bleiben wolt, vnd Fp von sMe wegth gieng,mag Ar wellen auch hiemit den Hanndtwercho Gesellen verpotken -Mhaben,dao 8p auffoffem Platz mit den gemainen Lrawen nrt Tannen,das sp auch nicht -SpillTilch besteemvnd die halten, noch aufdem offen Platz spülen,sich auch sonst im Spil, dao^Lrber z»m- lich sein soll,valscherWürffel,oder Karten nicht gebrauchender bep im haben,vnd wo ain Gesell,vber den andern, ainicherlap vber trct- tungdiser vnserer Ordnung,oder anderer vntaten oder siauel,erinnert würdevoller die, ainemBurgermaister, oder Richter,Margen,vnnd jm deKalben,von dem andern Gesellen,khainerlap nach- tailzuegefüegt werden. Kain Gesellen in der verdingten zeitzuvrlauben. .^r wellen auch,so sich ain -Rarster vnnd Handtwercho gesell zu ainander verdingm, vnnd einlaffen, dao der vieaister den Gesellen in derselben verdingten zeit,wider seinen willen ntt vrlarrb, noch der Gesell vonn dem Rarster nicht auffsteen,oder vrlaub vordem soll, «Lewär dann gcnuegsam vrsachen vorhanden, dreje.bm vrsachm sollen durch ainen Burgermaister oder Richter errant werden. (Auschelaittcn der Gesellen.! L soll auch Hain H andtwerche gesell,den andern außkelaitten ^ sonder denselben für sich selbst weeg ziehen lassen, ^Lo wärdann dao sich pe aineo Gesellen weegzrehcn vngcuerlich,an aincm schlechten feprtagbegäb, Ob sp jne dann belaitcn wellen, das mögen «Hp thün,doch on schanckhung,vnd vortragen der Kandl. Vberfarung der (Articklvnd vn- oLrlichabschied. L!cher aber,der vorzeschriken (Artickl, ainen oder mer vker- ^^fuer der soll nach erkanmuß aineoBurgermaistere,ederRich ters darumb gestrafft werden,vnd darzue, welcher Handtwerche ge sel,von seinem Maister vn^erlichabschied,jme Gcllrschuldt,odcr anders entrrrg, dao wissentlich wär, soll von kainem andern Maister,auffgcnsmcn noch gehalten werden,ausser vnser , oder vnnserer -^anndtmarschalch, ^anndtßhaubtleük,Verweser,Burgermaister, oder XXXVIIl oder Richters,sonder erkandMuff, oder atner peden Okrigkhait desselben orte,pedlichesLanndts- ^ ie Ehe versprechen- jUk!tt!Ien niemand! khäm, soll alßdann die Obrigkhait sollich gelassen guet mit vorwissen der Geschwomnen Maister vnnd Gesellen, lassen schätzen,vnd hingkben,vnd nachmals, wasdurch diesclb Obrigkhait vnnd geschwornnen, zu dem Gotsdienst oder (^llmuesen verordent, vnnd crchendt Wirt, das demselben Maister, für sein vnderhaltung vnnd darstreckhen, von solltchem Gellt billich zuesteen, das soll jme alßdann zuegestelt, vnd der vkertatl soll bcp der Obrigkhait Händen aufvcrantworttung bist auffder freündt, oderderchenigen, denen solch Guet pillichen zuesteen soll,ankhunfft,oder erforderung, behalten werden. Darstreckhen XXXIX Darstrecken in Kranckhait. ^V)är aber sach/dav a,n kranckher H andkwerche gescll/bep seinem ^^Maister nicht vnderhaltung hct/vnd selbe so arm wer/dae"Lr sich nicht vnderhalren möcht / so sollen jme die gejchwornen Maister vnd Gcscllm/mtt dem verordenten atne 'Rate / aus dem Gellt/so sp m jrer Püchsen zu dem Gotedienst/oder(Almuesen haken/ so ferr ee on nachtall sein rnag/ain zimblich darstrcckhen rhuen / Doch soll »Le angeloben/ dae "Lr on jr erlaubnuß von dannkn nlt ziehen well / "Le hak dann solliche ehe bezallt / oder zustiden gestclt/vnnd dae soll "Le also/so ferr "Lr in leben bleibt thuen/Wer aber sach/dae "Lr mit todt vergieng / so soll die Obrigkhait sampt dm geschwornnen Maistern vnnd Gesellen sein gelassen guct Znuentiern / das Lar vnnd tag behalten/ ob des abgestorbnen Gesellen freünd/ oder dem ee killicß gesellt / komm / vnnd jnen dae/so jrem Lrcündk dargestreckht ist/ be- sallen/(Alßdannvnd nicht ehe/sollen sp jncn/solch jrce Freündte/ge- lassmguet/gegen jrer Quittung/ volgen lassen / khäme akcr jnnee jarftift nlemandt/so sollen sp dae/aber schätzen lassen, vnndverkauf- fen / vnnd sich des / so sp dem gestorben dargestreckt/ bezallen / Vnnd dae vberig behalten / biß dae desselben abgestorbnen / negst ^reündt, oder dem ee Rechtlich zuesteet/darnach khämen/oder empicttM/denen soll ee gegen genuegsamer O.utttung/auch geraicht werden. Der Gesellen gelassen güetter halben. ^VAtAnn sich aber begibt/ das sonst aiuHanndtwerche gesell/der T^^seinem Maister nichts schuldig ist/ abstirbt/so soll die Obrtkaik sampt dm geschwornnen Maistern vnd Gesellen/dcrselben ort / sein gelassen Hab vnd guet/Lnuentiern verwarM/ vnd desselben gesellerl absterben/ (Auchwas "Lrhindersein verlassen / kepvtrgcbner kotschasst/in schrtsst/oder sunst/andae ort / davon "Lr pürtig ist/verkun- dcn/ Wo dann darnach in ainee jarefkiste/seine negste Freiindt, oder dem sollich Guet btllich zustuendc/ khämM/ den soll es gegen jrer oruittung/geraichtwerden. Wo aber in ainem Sare / niemandts khäme/so sollen sp dae schätzcn/vnd verkauffen lassen/ vnnd dae gellt biß aussder nechsten ^reündk / oder wem ee pillich zuestcet ankhunsst oder cruorderung behalten / Doch wo wissentlich gellter verhandelt wären/die sollen nach außgang aine Zare/von demselben Gellt/ ke. zaltwerdcn/ ^Vnnd wo nach endedee berüerten jare/Noch inzwapen jaren / niemandts khämc/dem sollich Gellt zuestüende/ soll alßdann die Obrigkhait vnd die geschwornnen/ dassclb Gellt/aufHaußarm, K liij oder oder ander notturfftig1eut,aus;geken,vnnd wendm- Dei gleiche , soll es auch mit dem Gellt,in den vordem zwapenO(rtlcklu,vettnel- det,wo in drepen Zaren niemandt khäme, gehalten werden. Loch ainer reden Herrschalst vnnd Öbrigtbalk i r Hephatt, e d sr amich in solchen fällen hettenworbehallcen. Von Leer Zungern. r?>Ze Leerjunger der Handtwerch in vnsern Niderösterreichlsch- SS^en Lannden,sollen gedingt, vnd aufgenomen werden,wie dan ainee neben Handtwercho, nach obberürter Ordnung, gelegenhait ist.Dieselben Leerjunger,sollen sich gegen jrcn Maistern vnd Mai sterin,aller gehorsam vnnd trew befletssen, alle» dao, so den H andt. wcrcho gesellen verpotten ist,auch mapden, bep der pecn, darumben aufgesetzt, die durch aincn pedcn Burgcrmaister, Richter, oder ObrGaitmach der gelegenhait der Person,vnd that, zumercn oder zumindern haben sollen, wie spdann solchee im Rat finden, »vo auch jr ainer,seinemMaister,aus; den -Heerjaren gicng,wider seines Maistcro willen, soljnc kain anderMatster, weder zue leerjunger oder Gesetzen ausnemen^r Hab sich dan ehe, mitdemselben seinem vorigen Maister vertragen- Ordnung zuhalten- scn,gehalten werden. Vnnd daeain pedtweder, del selben Maister, bericht, vnnd verscandt, emphahen, vnnd den gehorsamlich,bcp den pcencn darinn begrtsten,zugeleben wissen,davon abschrisst Hab, vnnd die seinen Unechten vnnd Zungern,offt zulesen,vnd zuuememen,für geben. Beicbluest. <^RNd damit dise vnser Reformation Ordnung, vnd Satzungen ^ nit in vergessen hrnlässigkhait,noch abfaalkhomen,sonder vonn menigclich in Atter gedechtnust, vnnd vor äugen gehorsamblich gehallten vnd voltzogen werden- -Ho beuelhen vnnd gepiekten Wir vnnsern Niderösterreichlschen -Htatihalter vnnd Regiment, auch Lanndtmarschalch,landts;haubtleüten, Verwesern vnnd (Anwäl- dcn pedce lanndts,bep den schlichten damit-Hp Vnne verwandt seil Itin/ piemil ^Mstilch vnd weurn/das -Vp für iich stlbS/vnnd durch die nachgesetzte Obrigkhatten/vb diser vnnser Reformanon,8atzun- gkN/Ordnungrn / vnnd Polliccp gestrackhs hallten vnnd handtha- bung chuen,(Auch dieselben Kärlich in den Viertln,vnd stirnemblich in Stetten offcnlich vor allen Gemainrn, die darzue der uefft werden sollm/^efm/verkünden,vnnd vernrwern, vnnd dann auch bep dennachgesetzten Obrrgkhaitenpedes Lars,nach gelegmhalrerkun- dignng hallteii/wie discOrdnung vnd Deformation in jren vettval. tungen gehallten/ vnnd ob derselben gchorsamlich nachgelebt werde/ Vnd so 8p an ainichcr Obrigkhaü dechalben mangl befunden/ Tollen 8p dieselben Obrigkhait fürfordern/ vnnd mit gebürlicher straff/ vmb sollich vbemettüng verfaren/^Ls soll auch die 8traffgegm de» hinlässigcn Obrigkpaiten pedee maals drpfach höher / dann wie den gemainen Ver prechern / jnnhalt diser Ordnung auffgelegt ist/gestelk werden. Doch behalten wir Vnne beuor sollich Reformation/Ord- nung/vnnd Pollicep/pederzeit verrer zue erklären/zemindern/zeme- renoder gar außehcben/alles nach gestalt vnnd gelegenhait der für- fallenden leuffnach vnserm wolgefallen. Das alles ist Vnser will vnnd Ernstliche mapnung. Geben vnd geschehen in vnnser Statt Wienn/den Mnfftzehenden Tag des Monats Octokri»/ Nach Christi vnsere lieben HerrengepurtLünfftzehenhundert/vnnd im "Zwapundfünfftzigisten, Vnnserer Reiche des Römischen in tzwapundzwaintzigisten / vnnd der andern im Fecheundzwainßigi- sten Laren. §cwlnannv ^ Mnilamm Domini proprium. Z-Lanae D- Vicecantzler- A. Wagner