o 1821. 43) Das Grius oder die Bekehrung ein rührendes drama für Brannte. Personen. Der Präsident. Kunzleidirektor Sauerbrin Wilhelm Esel, Direkzionssekretär Registretor Ka. Seine Frau. Katharina, seine Tochter, Adam Fiplmülluer, Kanzleipenktitent. Aets zimmer in der Registratur, rings um Akten gestelle. Kanztapraktikant sichleillen aus der Leiter mit einer Aktungabel in verschieden fühern herumsuchend. diretzionssetretär Wilhelm Esel öffnet den Thüre und spricht in Eingange stehen bleibend Ffel. Prius. Fiskrmillen Gleich! Gleich, Herr direkziressekretär Esel Numero 148322, Weserbaugegenstand Refereit Holzweren. Fiel./ auf der Leiter ein Komplimnent versuchen, ungst luch /. Im Ne Esel/ wie aber /de dato 2t April 1642 Pill./ immer ängstlichen/ Sogleich! Fast könnte ich seyn daß ich es wirklichen ischon habe seln. Halen Sie s Hiel. Eigentlich noch nicht. fsel Registraturs immer 432, Lamerale, Faszikal 4. Fill. /suchend/ N 48. Esel lachen Sie! litra Fihl /halb wennen/ Ach mein, ich suche das I. n /weiten suchend/ It.— I. ffel/ in er vorigen Tone/ Prisidiel Apperobaz von der Deto 2t April 1643 /er macht die Thüre zu und geht/ Piple. Gleich. Gleich!— Kann ich doch den Quarkunser sicht sich um) er ist schon fort!— Kann auf To du meine doch das Hofdekret nicht finden. 2) N. 71 Gott, ich suche in immer im G. und 26 u I.— Da ligt hab' ich's. Wenn er nun nur noch da wäre. /fr schweit/ Herr Kanleidirekzionssekretär von Esel! Er hört mich nicht mehr. Ich will es aufbewahren bis er wiederkommt. /er steigt von der Leiter herab) in Grunde Aber nur nicht wieder verlegten.— Ich bin doch nun reicht unglücklicher Mensch! Was ich angreife mißlingt mir, was ich irgend hinlege kann ich icht wieder finden, was ich jetzt schriebe mißfällt mir im nächsten Augenb Stunde und die anderen leute wollen auch nicht recht klug daraus werden. 2 2 Der Herr Ragistrater meinst zwei Ich Gott! Mein Vater meinte immer es wurden doch noch gehen; aber es geht nicht! Zu zerstaudzu zerstreut. Andere Gedanken im Kopfer. Ja wenn man die Register in Versen schriebe, oder Kathinka Regiestrator wäre!— Kathincke!— Aber fort, fort!— Habe ich mir nicht hundert mal vorgenommen, in den Antsstünden nicht au doch sie zu denken! Aber da ist kein Frist, keinen gewalt über sich selbst, kein Eifer du mein Gott!— was seufzend/ da will ich des Prius hinlegen. Aber das ist das? Ein eigelner je blos weistes Papier, Ab ja, auf der anderen Resolurion über den Begen und anno Seiter! Richtig. Von Wesserschaden im Jahr 1630 Wozu sie das nur im Jahr 1821 brauchen mögen Sie werdens wohl wissen.— da lieg und bleib lies er wieder kommt. /er legt das Prins auf den Tisch Ach Kothinka! Sonst pflegte ich dich alle Tage mit einem Gedichte zu begrüßen; aber nun ist's nicht mehr möglich! Alle Nebenbeschäftigung Beurdings sind von Ants wegen verbothen worden, und ich habe mir fest z vorgenommen, keinen Verse mehr zu machen. Ich will ein ordentlichen Mensch werde, ein ordentliche Beanten, sonst kannst die Meine werden du u ich dich ja doch mir besitzer' der Vater wären wohl mich zu bewegen, aber die Mutter er woch! die ist eine prosaische Natur: Hab' ich nicht neulich zusehen müßen, wie sie meiner siste Kathentan eine Ohnfrige gab, weit sie sie über einem Notzebursschen Familien gemielte überaschten ui Ohofnige. /. mit Emphafe) daß die süßen Thränen mischten unter erdichteten, fremde Leiden sich verwandelt ud bittern über eigen, wirkliche, unverschuldeten umlindliche!— Ich Mordio, /mit der Faust an den zu den, daß ich mich halten konnte. Stirz/ Ich vierte Ich worf ihr deinen verächtlichen Blick zu, den sie nicht bemerkte und schwing ei Ich hatte damals einige Verse ausgedacht, ein Gelegenheits e ein Trostgedicht, wie waren so dich . Als du eigne leiden. Nicht doch u . Als du fremde leiden littest, Richtig fremde Leiden, die Botzeb der Kotzeburschen odlen Seelen nämlich wozu sich dann/ mit einer Bewegung und eine Seufzer/ die eignen muschten. Ich wollte, ich hätte das ganze zu Papier gebracht Aber jetzt ist keine Zeit. Zur Arbeit! zur Arbeit! ser fängt am zu erbeiten./ stummer 320, Gemeinde von Strahdorf- Ganz recht eigne fremde leiden, der zweite Vers heißt dann: littest du nicht eigne leiden?— Himmel! Da schreib ich nun in den Registratursbogen den zweiten Vers meines Trostzerichtes? Verwünscht! Einen neue Bogen!— Nummero 320, Gemeinde von Leiden da steht nun leiden? Statt Strahdorf, leiden. die Verse summen mir im Kopf herum, ich mag anfangen was ich will. Die muß ich mir erst 3 vom Halse schaffen. Erst des Gedicht aufgeschrieben dann zur Arbeit. Es soll aber bei Gott das letztemal seyn, daß ich verse mache in der Kanzlei!— Wo hab ich denn nun mein Pasier hingelegt. /er zerrt unmuthig die Papieren auf seine Schreibtisch aus einanderen/ der verwünschte Ants demmd Allis wird verzettelt!— Da ist noch ein unbeschrieben Bogen- Schiell ans Werk! Er schreibt/ u lterliche Trost gegen mitterliche Tyrannen Als du fremde leiden littest, Littest du nicht eigene Leiden? Ptante sie So hnen Kunstlersinn unkleiden ihren Wenn du selnen Beistand bittest leidest du auch eigne Leiden Nur als ob du freude liettest Schön!— Ganz spanische— das leiden und ditten nicht mehr af Ritten und leiden läßt einen Knimmer aus das will ich ihr zustecken meiner sießen Getinke! Über horch, ich glaube mann kömmt!- Schnell hinein mi die ser stekt des Papier unter dem Rock und knüpft sich darüber zu/ Madame Ka und ihre Tochter, beide Markt karbe am Arme, treten ein Mad K. Ist mein Mann du? Fipl.(zeremonnos/ Gerlauben Sie vor allem, Madam Mad K. Wo ist er denn sonst? Fist. Wer Mad K. Mein Mann Jipt. Er ist hier ge Mad K. Warum sagten Sie denn das nicht gleich? hieht. Ich wollte nur vorher den besten guten Morge Mad K. Papperlepop!— /sie ruft gegen die Thure rechts/ Ko, komm heraus. Rng stonter/ unwendig/ Gleich. 1. Mad K. dein: Gleich kenn ich schon, da sitzt nur der Mann von Morgen bis Abendes und schreibt und schreibt in Ihne ihn geschickte nichts, er ist des PrasoGehonung oder von derer abe was hat man denten rechte Hand,-/ aber Von keiner Vernehmung daven? des Gehalts will Niemand was wissen Man muß sich berhelfen, indeß anderen— du mein Gott man weiß ja!— Da ist auch so ein Faullenzey /sieht sich nach fielmillen um/ Katty Kath. Manna Mad k. Leinaher komm!— Hiecher auf meine rechte Seite! ich sehe nicht Meinst du auch sey blind? Meine aber warte mir! eure Blicke und Wünke. Und die, Herr! Wenn die So sich noch einmal beikommen lassen Briefe und Verslieder, die Sie meiner Tochter immer zustecken, habe ich teute verberannt. was ähnliches aber so- denken Sie an michWenn Sie sich seich einmal beikommen lassen, ser haben / hier Sie am langsten, in diesen Wänden gesißen. Mein Mann ist des Präsidenten rechte Hand, ein Wort von ihm und Sie haben Ihnen Abschied. Sie sollen mir nach die Kammeral= und Salinen= Registratori Ka keinen lernen! Elent! Mein Mann, der Patron da arbeitet sich zu Tode, und der junge Herrn, statt sein Theil mitzutragen, verselt und stribelt und liebelt.— Aber Ka, wo bleibst du denn An ich sen immer f Renustrater Kn gleich; Gleich. Sad k. Es was, gleich gleich? Ich brauche Wechsuchten in dem Haussatt, und Papier zu Haubenustern und dienste und Inderen zur Rechenbuch und Bindfaden, zu bratenwendes. Wafür ihr wäre nein eine Bran Registerte liegt schon alles bereit. Tons frau wenn man Madhe Ist muß nur selbst gehen und zuschen. Aber A derlei Dinge auch is noch kaufen mußte? Die Gelehrten!— Über jeden guten Bereiten, den u der Fürst bekommt kriegt ein Weis einen schlechten. Hörst du Ehmann!— /in ihns Mannes Zimmer gehend) du bist doch heute wieder unausstehlich, sea./ zurückaufend/ Komm herein, Katten.(ab) Kath. Ja Mann. figl/ der hinter seinen Arbeitstisch, am entgegengesetzten 2 Ende steht diu gehst Kathinka Kathe Muß ich nicht? hille Mußt du auch Koth. Das Schicksal trinnet uns Rist der Tisch! /er stößt mit dem Fußte darauf Rath. Ach! sacht Also alles verbrannt. Alles. Kott. Briefe? Lunt alles Kotz lieder Fint. Alles. Koth. Sonnte u freit Alles! Alles! Kath. Fühl. Oden Krith. Frage mich nicht? Friel. Und du vergißst mich nun Kath. Wenn auch der Himmel uns, ich nie dies! Fühl darf ichs glauben? Rath, die Götter kennen mein Herz! Figs Kothirke. /er füllt neben seinen Schreibtischen auf die Knien/ Mad K. auf der Thüren herausbretend/ Was gibt es deren da?— Was treiben Sie Herr? Fühle/ der sich, da es zu spät war unbemerkt aufzustehen, auch auf den Hände niedergelossen hat/ Ichich suche etwas Mad. K. Auf allen Wieren! Registrater K, der seine Frau nach kömmt/ Was gibts dem fiel. Ich habe etwas verloren! Regist. Was denn. fiel. Ein- mich eine Stück geln. Regist; das muß sich finden wir sind lauter ehrlichen Leute hier. /er binkt sich und hilft suchen/ Madk. Mann. Regist. Was denn Madk. Was thust du Schönst du dich nicht? Rergist. Ei was; er ist ein armer Mensch, der sein Geld nicht so mir nichts dir nichts verlieren kann Madke. Merkst du dann nicht, daß das ganze einen thete hinte ist. Regist. Eine Einte, sein Geld zu verlinn. Madke. Er hat es aber nicht verloren Regist. Warum sucht er es dann Mad K. Er sicht ganz was anderes Regist. Gleich viel was immer, ich hals ihm! gradie, deine Tochter sucht er 222 2. Regist. Unterm. Tische! Mad 8 Überall Ragist. Da steht sie ja. Mad k leider Regist. Sollte sie nicht? Mad K. O ihr Gelehrten, was seyd ihr demm! 5