IN 81344 Wenn es mit einem Manne einmahl so weit gekommen ist, daß er seinen Namen in Jedermanns Munde, sich selbst aber ein Wesen glaubt, das höchstens noch durch die äußern Form in Verhältniß zu dem Menschengeschlecht stehe, so setzt er sich hin seinen unsterblichen Werken, durch eine Beschreibung seines Lebens die Krone aufzusetzen damit doch auch des Erdenpack einigermaßen begreife, wie man wie sie aus sehen, und doch so unbegreiflich anders sein konne. Sie hieltens die berühmten Männer mit den Biografien vom Her Augustimmes an bis auf Wolfgang von schrethe. So wahr das ist, so sonderbar mag es daher scheinen, daß ich, dessen Ruhm höchstens von den Lippen dreier Freunde und aus dem Mende einiger weniger weiblichen Verwandten sind nichts geringeres im Sinne habe als diese berühmten Männen nachznahmen Hier wäre nun gelegenheit zu versichern, daß blos die Bitten diese wenigen Freunde mich zu dem sonderbaren Geschäfte gebracht habe, und wahr ist's nur dein Wunsch mein Georz, bestimmte mich dazu gi aber nun das ich am der Arbeit sitzen kann ich nicht kleine Nebenzwecke ableumer, wenigstens will ich es dir nicht. Der Gedanke daß, wenn ich einst in der Bevollen Blütze meines Ruhes, von den Mugen beweint, uns ihrab steigen werde, dieser Blätte meinem künftigen Biographen Stoff und Richtung geben sollen, ist nicht der kleinste von allen. Aber schlimmen as ich bin will ich mich doch nicht machen, und daher glaube nur Freund: dir sind diese Blätte gewidmet, ich will mich bestreben zu schreiben als ob ich mit dir spräche. Nun mit gewohnte Weitschweifigkeit etwas näher zur Sache. 640 den 6 Jänner Abtet 4 Wenn du glaubst hiemit meine Antwicklungsgeschichte zu vernehmen, so ierst du gewaltig. Du Natur ist mit mir nicht stufen. weise gegangen, mein Wesen hat sich mit einenmale aus dem seinen Umhüllungen los gerißen, werder Geist, noch Herz nach Charakte sind das geworden was sie zu werden versprachen oder drohten, ich bine besser geworden und schlimmer, tauglicher und untüchtiger ohne daß in meiner Erziehung, meinen Umgange sich gerade die Ursachen nachweisen zu lassen könn mein Wesen ist gerade so Übrigens muß du mir schon die dur Erbgewohnheit alle Menschen, allein was geschieht einen unmit. Polbaren Grund anzuweisen verzeihen, und nebst dem noch einige Unwahrheiten, die ich mir so lange vorgesagt, daß ich selbst nicht recht weiß ob ich glauben soll oder nicht. Ich will mich bestreben aufechtig und sein, und trachten nicht die das Vergangne durch die gegenwärt soder diese durch jenes zu beschauen Es war der 15 Januar 1796 als ich zum erstenmal das Licht erblikte. Aber beder ich weiter spreche muß du erst mein Aeltern kennen fernen Mein Vater war Rechtsgelehrter und denoch ein Mann von unerschütterlicher Tugend, aber diese war kein Geschenk der Natur, er hatte sie stürmischen Leidenschaften er abgekämpft und nahm daher eine war daher eifersüchtig darauf als ob er jeden Augenblick fürchten müße sie zu verlieren. Sehr wohl einsehend wie Gefährlich für Menschen seiner Art die Versuchung ist, war er meuer in Waschen gegen sie, und seine Rechtschaffenheit nahm daher einen Charakte von Rauheit al, die ihn von allem alles verabscheuen Brufen hieß was ohnen selbst Unrecht zu sein, wenigstens möglicherweise dazu führen könnte. Er wußte wie sie das Schlimme ist und wie daher war er mißtrauischen als billig und intoberant auch gegen kleine Vergehen. Er besoß genug Stärke des Böse zu haßen, aber nicht es zu verachten, er würde nun keinen cewinn der Steil Unrecht gethan haben, aber er war doch zugleich schwach genug, die Unrecht thuenden um diese Gewen zu bewei den. Er war daher stets mißmnüthig und feindete die Bösen an, statt sie zu übersehen, sein Cholerisch morhancholisches Temperament trung das letzte dazu bei ihn zu einem wirklich unglückliche Männe zu machen. Er forderte stets Belohnung von der Tugend den sie ward ihm zu schwer, als daß sie ihn durch sich selbst belohnt hätte. Ich weiß nicht wie jeder das nehmen könnte würde was ich da gesagt, aber zu dir kann ich so sprechen, dann die kennst meine Liebe, meine unbegränzte Achling für meiner Vater. der mehr hartnätig als Alles dieß gab ihm einen Charakter, durch setzte fest, alles war er begonnen hatte durchsetzen wollte, es möchte kosten was es wollte. Ein aufbrausenden Zorn den er selben im Stande war zu Beherrschen machte ihn von allen Hausgenoßen gefürchtet, indes in manchen Augenbliken einer eben zu wasche, alles vergeßende Fröhlichkeit, die sanften Erginstungen einer romantischen Melencholie ihm unsre Liebe gewann. Seine Erziehung war vernachläßigt worden, es lag Aklage zu vielem in seiner groß schönen Gefühle vollen Brust. Noch erinnere ich mich mit Thränen manchen schönen Augenblike, wenn er nach lange wendende Gessich. tigkeit hinaus tratt in die Natur, die er mit aller Glut seines Temperamentes liebte, und da sein Herz sich aufthat, und melanholisch heiter sich bis zu Schwärmereien vergaß. So streng er dachte, liebte er doch Romane zu lesen, aber aus. schließend solche, die ihn in ein entferntes Zeitalter versetz. iten, um denn das Vergangen war ihm theuren, da ihn die gegenwart verletzte, und gern genoß er ihm gedenken was er mich selbst in der Wirklichkeit vergällte Ruhe sanft edler, tief verehrter Mann und der Gruft die Du dir freilich selbst so früh gegraben, oft würdest du verkannt, aber dein Sohn blikt scharf genug um denn dein Herz geist auch durch die Hulten zu erkennen, in die ihrer der Ges. einer Zeit für die es nicht geschaffen war, zwangen. Im deenzehnten Jahrhunderte wäre dein Platz gewesen, in dem Achtzehnten werst du freund, und gingst als ein Freunder unwillig hieraus und dem Leben, 2 Ganz von dem seinige verschieden, aber nicht minden seltsam solten wir, der Char oder Gott sei dank ich kann sagen, ist. die Charakter meiner Malter. Ich habe nicht bald Stärke und Schwäche so sonderbar, so liebenswürdig genischt gesehen Ein richtiger sein unterscheidende Verstand bildet mit einen warmen und Temperamente, im schwelgenden Phantasie ein eines Ganze denke dir noch bei einem ziemliche Antheil leicht sinn einer das Hang zu melancholischen Beuten, und du Er siehst mein Mut. ster, und— mich. Ein Unglück das sie triffte Lebhaft munter ganz auf Sinnliche gestellt, könnte sie sehr glücklich sein wenn sie nicht meinen unglücklichen Hang zur Selbstpenigung hötte; gleich mir meist fürchtet sie das Schlimmsie, doch ihre Hohnung ist eben so unmäßig. Das Unglück findet sie fest sie klagt, sie jammert, sie will verzweifeln, und tragt es doch klug und besonnen, aber sie begnügt sich auch es zu tragen Ewas zu thun sie kann sich ein entschließen etwas zu thun um es abzuwenden. Gegen beleidigungen ist sie empfendlich, und sie versammt in einem solchen Falle velten ihrem Unwillen durch eine beißende Bemerkung Luft zu machen, sollt' er auch gegen eine Person sein deren chunst zu geweinen sie sich monothlange Mühe gegeben hätte. Uiberhaupt denkt sie klüger als sie handelt. Ich habe sie eine schwierige Sache lange überlegen, reif durchdenken gesehen, sie hatte sich eine sehr kluge dort ausgedacht die Sache zu beendigen, und kann es zur Ausführung, so that sie was ihr gerade das Augenblikt Laum eingeb. Unrecht zu haben ist ihr ein eben so schreklicher Gedanke, als es meinem armen Vater war, wenn sie daher bei einem Zwischen ihnen entstandenen Zwiste dem Ansehen des Gatten weichen mußte, so versännte sie doch nie durch ein wohlangebrachtes Hant einen verhaltenen Seufzer zu erkennen zu geben. zu IN 8134 daß denn doch eigentlich sie Recht habe, und den Streit von neuren durchzufechten. In ihren Arbeiten ist sie geschickt aber flüchtig, und Ordnung ist nicht ihre glänzendst Eigenschaft. Sie liebt die Musik mit Leidenschaft und aus schliesind von allen schönen Künsten, es scheint als ob die dunkeln Empfindungen, die diese erregt ihrem Gemüthe, des mehr Erregsamkeit, als Tiefe hat, mehr zusagten. Übrigens ist sie arbeitsand, weniger um etwas zu verrichten als einen etwas zu thun, sparsan aus Bedürfniß, und einsam, in ihrer jetzigen Lage aus Stolz. Sie liebt was den Sinnen schmen. habt zu ehren übrigen Eigenheiten gehört noch ihn Furcht vor Gespenstern. So wären meine Eltern unter so wiedersprechenden Gehinngen und Charakteren ward ich erzogen. Eine Kleinigkeit, und meines Vater in Strenge machte mich zum Sklaven, eine Kleinigkeit 3