H. J. N. 82378 Des Meeres und der Liebe Wellen. Trauerspiel in der Aufzügen 1 Personen. Herr, der Oberpriester. Jautho. Leander, Nankleros Herol Altern der Tempelwachter Diener und Dimerinnen, Fischer, Volk. 2 fester Aufzug Vorhof im Teuchel der Aphradite zu Sastos. Im Mittel grunde Saulen in weiten Zwischenrimmen des Pere styl bezeichnend. Im guteigende die Lellen zu der mehrere Brufen emporführen. Nach vorn rechts die Natur Anors links Hymannes Bildsäule. Früber Morgen. Nach einer kurzen Pause während welcher die Bühne lene bleibt öffnet sich die Thüre der Coller und Herr im linken Arme ein Körschen mit Blumen haltend, tritt Zoraus und steigt die Stufen harab. Nun so weit wärs gethan. Geschmückt der TempelMit Mirth' und Rosen ist er rings bestreut Und harret auf das kommende, das Fest. Und ich bin dieses festes Augenstand! Mir wird vorgonnt die unbemerkten Tage die fernchen vollen ohne Richt und ziel den Dienst der hohen Himlischen zu weihen. die einzelnen die Weisenblänchen gleich, der Fuß des Vanderers zertritt und leickt zum Kranz gewunden um der Gattin Haupt zu weihen und verklären. Sie und nach. Was bin ich glücklich, daß nun heut der Tag Und daß der Tag so schön, so still, so lieblich, Kein Wölkchen trübt das blaue hirmannent Und Phöbus blickt, dem hellen Meer entstiegen Schon über jene Zeinen seynend her Schaust du mich schon als Eine von den Euren Ward es dir kand, daß jenes muntre Hero die du wohl spielen sehst an Tempels Stufen daß sie, ergreifend ihrer Ahnen Recht die Priester gaben von Urväterzeit den Fehren Heiligthum.- daß sies ergreifend das schöne Vorrecht, Preisterin nun selbst. Und heute, hont an diesem diesem Tage. Auf jenen Stufen wird das Volk sie sehr den Himlischen der der Opfer Gaben spendend Von jeder Lippe ringt sich Gubel los Und in dem Glanz, der Gottin übergebracht Strahlt auf der Priestrin Haupt— Und doch! wie nur Begen ich mit Versinnen meinem Dienst? Hier sind nach Kränze, blumen hab' ich noch Und jener Bilder stehen ungeschmückt? Hier Hanenäus, der die Menschen bindet, Nimm diesen Kranz von Einer, die garn frei Die Sielen tauschest du? Ei, gute Götter Ich will die meine nur für mich behalten Uber weiß, ob eine andere mir so nut? Dir, Amor, sey der zweite meiner Kränze Bist du der Göttin Sohn und ich ihr Kind Sind mir verwandt; und redliche Geschwister beschädigen sich nicht und halten Ruch. So seys mit unser und ehren will ich dich Wie man verehrt was man aut mich erkannt. Estricht Nun noch die blimen auf den Boden! Doch Wie liegt mir das Geräthe dort am Boden Der Sprengkrey und der Wedel, daß und Binden 1 2. 3 Saumsolge Dienerinen dieses Hauses, Euch lag es ob übt so ihr eure Pflicht? O wär' es mir vergönnt, an diesen Tage Gemeines zu berühren mit der Hand Ich tilgt auch fort aus meiner Gottin Nähe Und doch! Es märtert mein erglühend Ange. fort erklar Land, und laß mich dich nicht schaue dort kommen sie, von lauten Spiel erhitzt Nenmehr zu thun, was ohne sie gethan vollendet. Jarthe und mehrere Dienerinne kommen Jänthe Ein schöne Herr, schon so früh beschäftigt? Hero So früh, weils andre nicht, wenn's noch so spät. Pant. Ei seht, sie tadelt uns weil wir die Kann das wenige Gerath nicht weggeschafft. Herr Viel oder wenig, du hast's nicht gethan Gauthe Wir waren früh am Werk, und sprengten, sagten. Da kam die Lust im Grumm uns zu sagen. Herr drauf giengt ihr ihm und- Nun, beim losen Himmel, Als du den Reichten Fuß erhobst und senktest Kam dir der Vorhof deiner Gottin nicht, dein unvollendes Werk dir nicht vors Ange Grung. Ich fäß auch nicht, wir wollen schweigen. Jarthe Weil du so grämlich bist, und umsam schmollst beneidest du dem frohen jede Lust. Herr. Ich bin nicht grämlich, froher leicht als ihr Und oft hab' ich zur Abendzeit beklagt, Wo Spiel vergönnt, daß ihr des Spielens müde, Doch nehm ich nicht dem Ernste seine Lust Herr. Lindem ich mit des Scherzes Lust sie menge. Ganth. Verzeich. Wir sind gemeines niedres ValbDu freilich auf der Priester Stamm entsprossen Herr du sagst es. Janthe Und zu Höheren bestimmt. Herr Mit Stolz entgegen ich: ja. Jant. Ganz andere Freuden Ertabnern Gemüße sind für dich HHerr du weißt, ich dann nicht spotten; spotte nur Janth. Und doch, giengst du mit uns, und sahst die beiden die fremden Zünglinge den Gitterthor Herr Nur schweig! Janth. Was gilts? Du blinzeltest wohl selber Ein wenig durch die Stäbe. Herr Schweige, sag' ich. Ich habe deiner Thorheit Soma gegeben. leichtfertigen verschließt sich dieses Ihr A Sprich nicht, und reg' dich nicht. Denn, bei den Göttern. dem Priester, meinem Oheim, sag' ichs an. Und er bestraft dich wie du's wohl verdienst. Ich bin mir gräm, daß mich der Zorn bemeistert Und doch kann ich nicht anders, hör ich dieß. Du sollst nicht reden, sag' ich nicht ein Wort: Der Priester, von dem Tempelhüther begleitet ist von der rechten Seite her aufgetreten Herr/ ihm entgegen eilend/ O wohl mir, daß du könnst, mein edler Ohm. Die Kind war im Begriff zu zürnen, heut Am Morgen dieses feierlichen Tags, der sie auf immer- O, verzeih, mein Ohne Priester. Was aber war der heißen Regung Grund. Herr die argen Worte dieser Beicht gesunten der frovte Hohn, der, was er selbst nicht achtet So garn als unwarth aller Achtung malte O. daß die Weisheit halb so eifrig wäre Nach Schälern und Bekehrten als der Spott. Peristen Und welche wars, die vor den Andere liche Die Sitte unsers Hauses so verletzt. Herr Geneu besehen, will ich sie dir nicht nennen Ob ihr die Rüge gleich gar wohl verdient. Schilt sie nur alle, Herr, und heißt sie gehen die Schuldige nimmt sich selbst wohl ihrem Theil leiser, nachdem sie durch einen Dink dem Tempelhätzer Annazerung gebothen doch send' auch jenen Diener, der dir folist Und heiß die Pforten schließen unsers Hauses; damit kein FremderPriester Hätte dennHerr Ich bitte. ich Priester Geholden! Auch ihn! und meidet zu begegenen dem Zorne, der seine Recht und seine Mittel kannt. Der Tempelhüther nach der linken die Mädchen mag der rechten Seite ab. Hero Nun ist mir wohl! Ich könnte sie belaner, won ihre Thorheit an sich selber zehrte Nicht um Grnessen wärb' und billigung Prieste So sehr mich freut, daß du den Schwaren vermeidest Und aus der Mange nicht die Freunden wählst, So sehr befrendet mich, ja ich beklagt es daß dich zu Kener unter deines Glüchen 4 des Herzens Zug, ein still Bedürfniß führte. Ein einsam Leben harrt der Priesterin Zu Zweien trägt und wirkt sichs noch so leicht. Herr Ich kann richt finden, daß Gesellschaft fördert Was Einem obliegt, muß man selber thun. dann, nennst du einsam einer Priestein Leben? Wann war es niesem hier in Tempel je? Vom frühen Morgen drängt die laute Menge Aus Ost und Westen strömt harbei das Volk Von Weisgeschrecken und von Opfergaben, so Von festeszugen, fremden beterschaaren. War niemals dieses Hauses Schwelle leer Auch fehlts ja nicht an meinherlin zu thun: Der Wassenkrug, der Opferhnerd, die Kränze, Und Säul' und Sonket Estrich und Altar zu reinigen, zu schmücken, zu bewahren wa bliebe die zum Schwätzen wohl die Zeit, zum Kosen mit der Freundin, wie du meinst? Priester. Du hast mich nicht gefaßt. Herr Wohl denn es sey? Was nun nicht fäßt, erregt auch kein Verlangen Laß mich so wie ich bin ich bin es garn. Pärst. Doch kommt die Zeit und ändert Wunsch und Neigung. Herr Man klagt ja täglich, daß der Unverständge Belarrt und bleibt, man tadl' ihn wie man will Deßhalb nun den Verständigen unverständiger Und unbeständiger glauben als den Thor! Ich weiß ja was ich will und was wir wählten. Wenn wählen heißen kann, wo keine Wahl. Vielmehr ein glücklich Ungefähr hat auch, Mir kaum bewußt, an diesen Ort gebracht, ger M. I.N. 81375 Wo— wie der Mensch, der mid am Sommerabend Vom Ufer steigt ins weiche Wellenbad Und von dem dauen Stronen rings umfangen In gleiche Wärme seine Glieder breitet So daß er, prufend, kaum vermag zu sagen. Herr fühl' ich mich, und hier fühl' ich ein FremdesMein Wesen sich hindangibt und besitzt. In diese bilder, diese Säulengange, mir nicht, Sie sind ein Äußeres, im Todtes Mein Wesen ränkt sich auf an diesen Stützen, 9 Getrennt von ihnen war ich Tod wie sie Allein vorgiß nur nicht daß die Gebräuche Priestes Und doch sind sie ein Todtes mir ein Außeres die still du übst mit Die Thate uns von einem süßere Kere. msigen Geduld daß sie die Hülle nur Du weißt, es war seit undenkbaren Zeiten die äußere Schale Begnadet von den Gottern unser Stamm Von einem süßen, sie Jonswerthern der Mit Priesterehren, Zeichen und Drakeln Kern zu sprechen liebten sie durch unsern Mund Rockt's dich nun nicht zurück es zu gewinnen das schöne Verrecht, uns zum höchsten Ruhm Und allen Volk zu seyensreichen frommen Ich rieth dir oft in tiefverborgner Nacht zu nahen unserer Gottin Heiligthume Und dort zu hauschen auf die leisen Stimmen Mit denen wohl das Überirdische spricht Du sagst, o Herr was mich beschändt, betrübtt Hert. Verschiennes geben Götter an Verschieden Zur Soherin erschell mir noch kein Ruh. Aput ist alie Nacht zu trehen. Der Tag, Ein wirkung sich wird an, wohl mich rechts sich haffs, ich glaube es Ich kaum mich pfreuen nur den Strahl des Nichts denen glaubt ichs nicht ich stünde nicht vor dir Priensten Vor allem sollte heut: herige der 5 Herr. Ich war ja dort Noch ich die Sonne kann in unseren Tempel Und setzte mich bei meiner Göttin Theon. nur mein Javiers sprach, sonst nichts Und san. Doch keine Stuum Kan von oben. da griff ich zu den Blumen, die du sichst, Und wand ihr Kranze meiner hohen Herrei Erst ihr dann jenen beiden Haulischen Und war vergnügt. Priest. Und dachtest? Herr An mein Werk. friest Sonst nichts! Herr. Was sonst? Frist an dien Altern d Herr Was nützt es auch. Sie denken nicht an mich Priest Sie denken dein, und sahnen sich nach dir Hert. Ich weiß das anders, doch du glaubst es nicht. War ihnen ich doch immer eine Last Und fort und fort gieng Sturm in ihrer Hause Mein Vater wollte was kein Andres wollte, Und stieß mich an, und zürnte ohne Grund. Due Mutter duldete und schwerg. Mein Bruder- Von den Menschen all die leben bin ich nur Eine Einen gram, es ist mein Bruder Als Alterer und weil ich mir ein Weib, begehrt' er auch zum Spielzung seiner kannen doch hielt ich gut, und grollte stell und tief.