I.N. 82410 9. 6 uf 18 119 Banib Ich weiß es nicht. Ofte Nu, um, es soll sich weisen. ab in den Tanzsaal Banes Hier ist es allzulaut. Kommt, folget mir Im Vorsalll draußen, auf den innern Gängen Macht leichter das und ruhiger sich ab Die Königin verzeiht wohl solchen Wechsel. er faßt die auf dem Tische liegenden Papiere Zusammen Frey, erhitzt und schwer athmend, kommt, sich unter den Supplikanten wegdrängend, durch die Mittel Worte Flier fel dere die Elelesegen 1— 8 u Blatt l— 16 der verlovereere biere le f feruer der 1. Ell 9 ? Blat 17418 der eine Wale als rift à gelt, schliefolille aber als vollgültiges 4t wieder eingereilet wurde 20t er geht. Die Übrigen folgen Frey Er geht.— Wo ist der Kamrer, der mich rief Zur Königin?— Gleichviel, ich will nur hin. Im Gründe hat er Recht. Ich war wohl thöricht. Was kann der Prinz auch thun, vor all den Leuten 3 Im Angesicht des Hofes. Ich will hinein Wie lange wahrts? Ein jedes kehrt nach Hause Und in der Langweil' eines langen Jahres Verschläft man, was dran schlimm was gut daran. ihrer Anzug musternd doch erst das Haar geordnet und die Kleider Verräthen mochten sie mein frühres Beben! daß wär' er froh, ich weiß. Doch soll er's nicht. im Vorgrunde stehend und die Locken an den hingen aufwirkerten Sie glauben, weil ich selten sprech' und wenig Ich könne mich nicht wahren, nicht vertheid' gen Mein Vater sprach wohl oft: Sie hats in Stacken? Ich hab' es auch, ihr sollt noch währlich sehn! 410 zu J. N. 82410 10. ufe 41 Otto. Ihr seyd was eitel, merk' ich, gute Gräfen? Ihr glaubt mich wohl verliebt? Mag seyn. Villeicht! Villeicht auch nicht? Ich bin nicht so erregbar. Ein Menschenkenner bin ich, Menschenforschen; Zumal auf Frann geht meine Rißbegier. Die tausend Formen zu erspähen, die Krinnen In denen sich das Eins und Einer birgt, Das Eine: Heucheln- Pfei, feige Schwäche! bin ich nicht gut, so wollt' ichs auch nicht scheinen? Ihr aber scheinet Tauben, fromme Tauben, Und seyds in Einem nur; in möger Glut. Frey das anzuhoren ziemt mir nicht. Otto/ aus dem Wege weichend. Oja. Die Eine läßt sich trauen einem Greise, Mit grauen Bart und Haar, ein schlottrig Scheusel Voll Launen, abgeschmackt, zum Tollhaus reif, doch ehrt und liebt sie ihn. Frey Sie ehrt und liebt ihn. Otto Wenn je und dann sie schielt nach hübschen Jungen Minutenhang mit ihrem Blick verweilt. Ei Neugier. Ja, zum Sehn wird uns das Auge? Wo? Der auch schon Menschenforscherin, Auflauernd der Entwicklung des Geschlechts, Und von Gelust gewendet zum Erkennen? Frey Ich weiß. Ihr wollt beleidigen und erandern. Was sonst Ihr meint, weiß und versteh' ich nicht. Otto Ihr blicktet nie nach Andern, ein, ich weiß. Ihr wart auch Jene nicht; wie oder doch? die, als man ihr beim Tanz die Hand. rey Ihr lügt! Otto Vertheidigt nicht, bevor man noch beschuldigt. die, als man ihr beim Tanz die Hand gedrückt den Druck zurücke geb, ich fühlt es, ja Erey So mögen diese Einger den verdorren Und Feuer sie bestrafen, elohe Glut; Wenn absichtlos sie und dem Willen fremd Euch anders künderten als Haß und Abscheu. Otto Als laß und Abschen. Geut! So fühlt Ihr nun. Doch war die Zeit, da getger Ihr gedacht, Und Eure Blicke geben daß mir frohe Kunde. Dane Gräfin, hört einmal. Es ist zum küßen. Ich war nicht lang an diesen Hof gekommen Da ritt ich einst ein wildes Barberraß Im Angesicht von meiner Schwester Hofe. Der Frauen Blicke folgten mir, ich seh's, Und wild und wilder spornt ich meiner Schecken. Der bäumt sich plötzlich, steigt, lothrecht empor Und Schrecken faßt die Weiber alle, alledoch eine mir schweit auf und schreitet vor drei Schritte vor; schreit auf und streckt die Arme Und ist noch trostlos, als schon längst mein Roß Gebändigt, wie ein Lamm, die Knien mir umscheobert. Das Dame aber, kennt. Ihr sie vielleicht? Und jenes Tags, habt sein Ihr schon vergessen? Erey Entsetzlicher, was trittst du wider mit? f Und deutest mir die Blicke meines Auges Und deutest mir die Worte meines Munds. Nichts weiß ich nichts, von dem was du mir ansinnst. Traf Euch mein Aug, so wars Zerstreuung zufall, Schien ich um Euch besorgt, so wart die Zeit, soll Gegenheit . Er is Da Ihr nur erst an diesen Hof gekommen da Niemand wußte noch welch dunkles Herz /mit dem Fuße auftretend/ Ich will nicht, sag' ich Euch, ich duld es nicht! Otto O Heuchelei, du abscheuwürdiges Laster Und doch in Euch so schon wie all des Eure Die Neigung starb nicht ganze ich darf es heffen. Auf meinen Keinen dank ich Euch dafür. en kniet 22 zu J. N. 83410 18. 24t? af d 23 Otte. Ihr seyd was eitel merkt ich, gute Gräfin Ihr glaubt mich wohl verliebt? Mag seyn. Villeicht Villeicht auch nicht. Ich bin nicht so erregbar, Ein Menschenkenner bin ich, Menschenforscher Zumal auf Fraun geht meine Wiß begier die tausend. Formen zu erspähn, die Krimmen, In denen sich das Eins und Eine bürgt, Das Eine: Heuchelei. Pfei frige Schwäche bin ich nicht gut, so wollt' ichs auch nicht scheinen Ihr aber scheinet Tauben, fremme Tauben, Und seyds in Einem nur: in erger Glut. Frey. Das angehören zimt mir nicht Otto/ aus dem Wege weichend/ o ja! Die Eine läßt sich trauen einem Greise Mit grauen Bart und Haar, ein schlättrig Scheusal Voll kennen, abgeschmackt, zum Tollhaus reif. doch ehrt und liebt sie ihn. Erey Sie ehrt und liebt ihn. Otte Wenn je und dann sie schiebt nach hübschen Jungen Minntenlang mit ihrem Blick verweilt Ja, Nugier. Ein, zum Sehn ward uns das Auge Wie; oder auch schon Menschenforscherin Auflauernd der Entwicklung des Geschlechts Und vom Gelust gewendet zum Erkennen. Ereg. Ich weiß, Ihr wohl wollt beleid! und erniederen Was sonst Ihr meint, wieß und versteht ich nicht. Otto Ihr blicktet nie nach Andern, ein, ich weiß Ihr wart auch jene nicht, wie, oder doch! die, als man ihr beim Tanz die Handrey Ihr lügt! Otto Vertheidigt nicht bevor man noch beschuldigt! die, als man ihr beim Tanz die Hand gedrückt Den Druck zurücke gab, ich fühlt es, ja. Erig So mögen diese finger denn verdorren, Und heuer sie bestrafen, lohr Glut Wenn s absichtlos sie und dem Willen frem Euch andres kündeten, als Haß und Abschein. Otte. Als Haß und Abscheu. Gut! Doch hört einmal! Ich war nicht lang an diesen Hof gekommen Da trat ich einst bei meiner Schwester ein, Sie selber fand ich nicht, allein im Vorseel Saß dicht gedrängt ein Kreis von hübschen Damen. Die pländerten, wie sichs denn fügt, von mir die Eine lobte dieß, die andre; das doch alle waren einig mich zu loben. Denn, wie gesagt, ich war noch neu und fremd Nur Eine saß und schwieg; sah vor sich hin, und schwieg. Mein Eintritt stört den Kreis. Wie wilde Hühner Lautknatternd fliegen sie nach hier und dort. Und zu der Einen tret' ich fragend hin! Was that ich, Gräfin, Euch, daß Ihr nach häßt? Und sie erbebt, des Purpers Räthe deckt das schöne Antlitz und zwei Thränen wollen Zwei schwere Thränen nieder auf den Grund. Nu, Gräfin, nu! Wie deutet Ihr das alles? Thränen, wennte sie der Hauß? Und jene Daner, habt Ihr sie erkannt? O Heuchelm, du abscheuwürdiges Laster u Und doch in Euch so schön, wie all das Eure. 24 die Neigung starb nicht ganz, ich darf es haffen Auf meinen Kinnen dank' ich Euch dafür. er kniet Eing Wagt Ihrs? Steht auf! von Gottes willen auf Mein Prinz! Man kommt! Wollt Ihr mich denn vernichten? thates Zerstreung, Zufall Heers, traf Euch mein Auge. Und jener Tag, ich war von Sinnen, wasend. Auch wars, da Ihr nur erst hierher gekommen Da Niemand wußte noch welch denktes Herz Allein steht auf: Soll ich mit Thränen auch drum bitten mit dem Fuße auftretend Ich will nicht, sag' ich Euch! Ich duld es nicht! Otto Ich soll Euch hören und Ihr hört mich nicht. Frey Ich will Euch hören, nur steht auf von Boden. Otto /aufstehend/ Ha, Jugend, die von fremder Meinung lebt. Es sey! Ich gebe meinen Vortheil auf doch meine Forderung nicht. Ich muß Euch sprechen. Muß wessen, was mir Eure Neigung raubt Wer mir im Wege steht in Euren Hulden Und dünkt der Ort, die Zeit nicht schicklich hier Nur nothgedrungen hab' ich sie gewählt— Wonnt andre denn, wo Euren Knecht vergönnt Zu nahe Euch in gehenner Unterredung. Frey Geheimes ich und Ihr. Otto Geheim und um Enretrillen! bringt Hof' und Diener mit und Muhen und Base. Verwahrt Euch wie Ihr wollt. Mir gilt das gleich. Mir ist's und meine Zweifel mir zu then. doch wollt Ihr anders nicht, so sey es hier. Noch einmal auf den Seien im Begriff niederzukunnen. Frey/ mit einem Blick. auf die Thüre/ Halt ein! Ich will! Otto Ihr wollt? Ihr gönnt nur ein Gespräch. Und wann und wo? Frey /watt/ O nirgends, ach, und nie! Otto. Ich seht, es macht auch Mich davon zu sprechen. Hier ist Papier und Feder. Ich will gehen. Zwei Zeilen, die Ihr schreibt, mit Zeit und Ort Genügen nur. Wenn heim die Güste kehren Nach! im Getimmel ich mich Euch des Aufbruchs Und lese, was Ihr schriebt mein Herrs Heil, mein Glück Bis dahin, lebet wohl! O meine Wünsche /ob in die Seitenthüre rechts/ Eing Wech mir! Was ist geschehen? Du feiges Herz Verließest du mich denn. Ich will dich faßen Und pressen, drücken, bis du nicht mehr schlägst. doch nun folg' ich ihm nach, ruf' ich ihn zu Daß Abscheu nur und Graun— doch hier? und jetzt? Dem Rasenden in Mitte seines Hofs? Und sprech' ich nicht so kehrt er Erband wieder Verhöhet, beschimpft.— Ich will ihm schreiben, ja Er hats begehrt, und ich, ich will es thun. Will schreiben, will ihn sprechen ohne Zeugen. dieß mir Mal, und nie im Leben mehr. zu J. N. 82418 19. t 2410 25 Otto Ihr seyd was eitel, merk' ich, gute Gräfin Ihr glaubt mich wohl verliebt? Mag seyn? Villeicht! Villeicht auch nicht. Ich bin nicht so erregbar Ein Menschenkenner bin ich, Menschenforscher, Jemal auf frann geht meine Wiß begier Die tausend Formen zu erspahn, die Krümmen In denen sich das Eins und Eine bürgt das Eine: Heuchelei. Pfui feige Schwache bin ich nicht gut, so wollt' ichs auch nicht scheinen! Ihr aber scheinet Tauben, fromme Tauben Und seyds in Einem nur: in erger Glut. Frey das anzuhören ziemt mir nicht, Otto/ aus dem Wege weichend O ja die Eine läßt sich trauen einen Greise Mit grauem Bart und Haar ein schlottrig Scheuesal Voll Lauen, abgeschmackt, zum Tollhaus reif; doch ehrt und liebt sie ihn. Frig Sie ehrt und liebt ihn. Otto Wenn in und dann sie schielt nach hübschen Jungen, Minutenlang mit ihrem Blick verweilt: Ja, Neugier. Ein zum Sohn ward uns das Auge Wie? oder auch schon Menschenfarscherin Auflauernd der Entwicklung des Geschlechts Und vom Gefühl gewendet zum Erkennen? Frey Ich weiß, Ihr wollt beleidigen und erniederen Was sonst Ihr meint, weiß und versteht ich nicht. Otto Ihn blicktet nie nach Andern, ei, ich weiß. Ihr wart auch jene nicht; wie, oder doch? die, als man ihr beim Tanz die Hand. Erey Ihr lügt! Otto Vertheidigt nicht, bevor man noch beschuldigt die, als man ihr bei Tanz die Hand gedrückt, den Druck zurücke gab; ich fühlt es, ja Frey So mögen, diese hingar denn verdorren Und Feuer sie bestrafen, lohr Glut Wenn absichtlos sie und dem Willen fremd Euch andres kündeten, als Haß und Abscheu. Otto Als Haß und Abscheu. Gut! mit starker Stimme So gebt zurück denn Das Band, das einst Ihr stahlt, das blaue Band das ich verlor im Lindengang lastwandelnd. Ich war nicht lang an diesen Hof gekommen Da gieng ich dort allein, seht! und verlors: Nicht ohne Absicht, darf ich mich bekennen. Ihr aber fandets, habt es auf, besahts Seht, so! Und als ich suchend wieder kann. Verbargt Ihres rasch im Busen. Oder nicht Nu, Gräfin, sprecht! Wie wars mit jenem Band Frey O Gott! Mein Gott! Otto das also wirkte! O Heuchelei, du abschenwürdiges Laster Und doch in Euch so schön, wie all das Eure! die Neigung starb nicht ganz, ich darf es haffen, Auf meinen Knieen dank' ich euch dafür, er kniet Erig Wagt Ihrs!— Steht auf! Um Gottes willen auf Man kommt!— Soll ich mit Trauen auch drum bitten! Mein Prinz! Wollt Ihr mich dem vernichten? 26 Traf Euch mein Aug, so wars Zerstreuung zufall. Und jenes Band- Habt Ihr auch recht gesehen dann wars— allein steht auf!— Dann wars die Zeit da Ihr nur erst an diesen Hof gekommen. Da Niemand wußte noch, welch dunktes Herz Opfui. pfei. pfui!- Allein steht auf: Soll ich mit Thränen Euch im Auge bitten 39 mit dem Fuße auftretend Ich will nicht, sagt ich Euch! Ich deld' es nicht Otte ich soll Euch hören, und Ihr hört mich nicht? Frey Ich will Euch hören nur steht auf vom Boden. Otte/ aufstehend/ Es sey! Ich gebe meinen Vortheil auf. doch meine Forderung nicht. Ich muß Euch sprechen. Muß wissen was mir Hare Neigung raubt Wer mir im Wege steht in Euren Hulden. Und durch dünkt der Ort, die Zeit nicht schicklich hier Wählt andere denn, wo Eurem Knecht vergönnt, Zu nahe Eucht ohne Zeugen, im Gespräch. Erey Geheimis ich und Ihr. Otte Geheim im Enretrillen. bringt Hof und diener mit. Mir gilt das gleich. Mir ists um meine Zweifel nur zu thun. Und wollt Ihr anders nicht, so sey es hier Noch einmal auf den Knien das Krie beugend Erey Halt ein! Ich will! Otto Und wo und wann! Ewey/ erschöpft/ Ovirgendes, ach, und ein . 10. 147 ruft /. III Otto Ihr seyd was eitel, merk' ich, gute Gräfin. Ihr glaubt mich wohl verliebt? Mag seyn! Villeicht. Villeicht auch nicht. Ich bin nicht so erregbar. Ein Menschenkenner, bin ich Menschenforscher Zumal auf Fraun geht meine Wiß begier. Die tausend Formen zu erspähn, die Krümmen, In denen sich das Eins und Einer birgt Das Eine: Heuchelms. Pfui feige Schwäche bin ich nicht gut, so wollt' ichs auch nicht scheinen! Ihr aber scheinet Tauben, fromme Tauben Und seyds in Einner nur: in eiger Glut. Frey das anzuhören ziemt mir nicht. Otto /aus dem Wege weichend o ja die Eine läßt sich trauen einem Greise Mit grauem Bart und Haar, ein schlottrig Scheusel Voll kannen, abgeschmackt, zum Tollhaus reif. doch ehrt und liebt sie ihn. Frey Sie ehrt und liebt ihn Otto Wenn je und dann sie schielt nach hübschen Jungen, Minutenlang mit ihrem Blick verweilt. In, Neugier. Ein zum Sohn ward uns das Ange Wie! oder auch schon Menschenferscheren Geflauernd der Entwicklung des Geschlechts Und von Gefühl gewendet zum Erkannen? Frey Ich weiß, Ihr wollt beleid' gen und erniedere Was sonst Ihr meint meint, weiß und versteh' ich nicht. Otto Ihr blicktet nie nach Andern, ei, ich weiß! Ihr wert auch jene nicht; war, oder doch Julei die als man ihr beim Tanz die Hand. Frey Ihr lügt! Otto Vertheidigt nicht, bevor man noch beschuldigt! die, als man ihr beim Tanz, die Hand gedrückt, Den Druck zurücke gab, ich fühlt es, ja. Frey So mögen diese Finger denn verdorren Und fener sie bestrafen lohn Glut Wenn absichtlos sie, und dem Willen fremd Euch anderes kündeten als Haß und Abscheu Otto Als Haß und Abscheu? Gut! So fühlt Ihr nun doch war die Zeit, da gutger Ihr gedacht, Und Eure blicke gaben, daß mir frohe Kunde Habt nun seitdem die Meinung Ihr verändert, In Abscheu, wie Ihr sagt, die Gunst verkehrt. Auch daß die Ursach liegt mir ob zu kennen. Und also fordr' ich, heisch ich ein Gespräch! Erey Erbärmlich Otto In der That. mit starker Stimme So gebt zurück, denn Das Armband, das Ihr stehlt, von meinen Haaren. Ich war nicht lang an diesen Hof gekommen da sandt ichs meiner Schwester zum Geschenk. Allein es brach, und zarnend warf sies hin Im Garten sich ergehend mit ihrer Frauen. Ihr aber bliebt zurück, saht rings um Euch, Und hebt es auf, rasch wie ein Dieb, und husch damit ins Schnupftach, und so trugt Ihres heim. Nun, Grafin, nun!— Das also, scheint es, wirkte 28 O Hunhelei, du abschenwürdiges Laster Und doch in Euch so schon, wie all das Eure die Neigung starb nicht ganz, ich darf es hoffen Auf meinen Knieen dank' ich Euch dafür! er kriet Erey Wagt Ihrs?— Steht auf! Um Gotteswillen, auf Man kommt? Mein Prinz! Wollt Ihr mich denn vernichten mit dem Fuße auftretend Ich will nicht, sag ich Euch! Ich dald es nicht? Otto Ich soll Euch hören, und Ihr selbst verweigerts? Frey Ich will Euch hören, und M steht auf von Boden. Otto /aufstehend/ Ha, Tugend, die von fremder Meinung lebt! Es sah! Ich gebe meinen Vortheil auf, doch meine Forderung nicht. Ich muß Euch sprichen Muß wissen, was mir Eure Neigung raubt Wer mir im Wege steht in Euren Hulden Und dünkt der Ort, die Zeit nicht schicklich hier Wählt andere denen, wo Euren Knecht vergönnt zu nahm. Euch in gehimmeren Gespräch. frey Gehimmes, ich und Ihr. Otto Geheim und um Euretwillen bringt Zof und diener mit, mir gilt das gleich Verwahrt Euch wie Ihr wollt, nur laßt mich fragen, mir ists um meine Zweifel nur zu thun. Und wollt Ihr anders nicht, so sey es hier Noch einmal auf den Knienser beugt das Raue/ Erey Halt ein?— Ich will, Otte. Ihr wollt? Ihr gönnt mir ein Gespräch? Und wann und wo? Frey /erschöpft/ O nirgends, ach, und nie! Otte. Ich sah, es macht Euch Mich davon zu sprachen. Hier ist Papier und Feder ich will gehe. Zwei Zeilen, die Ihr schreibt, mit Grit und Ort Genügen mir. Wenn heim die Gäste kehren Nach' im Getümmel ich mich Euch des Aufbruchs Und lesen was Ihr schriebt mein Heil, meine Glück. Bis dahin, lebet Bohl!— O meine Wünsche! /ab in die Seitenthüre rechts. Erey. Weh mir! Was ist geschehen?— Gerechter Gott! So blieb nicht ihm und aller Welt verborgen, daß in den ersten Tagen, als er kann Er schien so fromm, er schien so gut.— Opfui, pfun, FuiErbärmliches Gefühl, du bleibst mir fremd: Und sagen will ich's ihm!— Doch jetzt, und hier! dem Rasenden in Mitte seines Hofs? Und sprech' ich nicht, so kehrt er tobend wieder Beschimpft, entehrt.— Ich will ihm schreiben, ja Er hats begehrt, und ich, ich will es thun Will schreiben ihm, ihn sprechen ohne Zeugen Und hören soll er ein empörtes Herz. Zum Tische eilend Und doch, es ist nicht gut es ist nicht recht! Woher sonst dieses Zittern, diese AngstIst Niemand hier? Mir kommt ein Schwindel an. Horch, Stimmen! Menschen!— Wo verberg' ich mich 2 zu J. N. 82410 11. . nich sie hat das vor ihr liegende Blatt rasche gefaltet in den Busen gesteckt, und steht nun, zwischen Tisch und Mauer gedrängt, zitternd daBambaues kommt mit einem pliener Banis Sorg' du, daß meines Bruders Leute ziehen Und Niemand sie verletzt. Hörst du?— Nun gut! diener ab Baerbanus/ nach vorn kommend/ Der Streit ist abgethan, so schnell geschlichtet, Als er begann, fast scheint mir angelegt, Absichtlich angelegt, die Ruh zu storen doch war ist dort?— Ha, Frey, du? und bleich? Und zitternd?— Kind, was war? Was ist geschehen? er will sie anfaßen, sie weicht zurück Bamib fliehst du vor mir?— Ha, du bist kraub! Nur Hilfe! Ist Niemand hier! Frey O still, ich bin nicht krank. Baub Nicht krank? Und Todesblüße deckt die Wangen Und schlotternd zittert eisig jedes Glied. Laß uns nach Hause! Komm. er greift nach ihrer Hand, sie eilt an ihm vorüber dem Vorgrund zu Frey Ich kanns nicht tragen. Glühend brennt das Blott Das frevle Blatt auf meinen schuldigen Busen. sie wirft das Blatt vor sich Nur fort!— Wie ist mir leicht! zu Banbanus, der es aufgehoben hat Vernicht! Zerreiß, Vortilg es, Und Niemand ahne, Niemand, was es bürgt. 8 Bankbauus/ das Blatt entfaltend/ Was birgt es denn?— Sieh es ist leer. Eray Ha, leer? Der Hölle Zuge sind drauf eingegraben. Bamb Mag seyn! Doch lesbar nur für Gott und für die Brust, die sichs gedacht, obgleich sies nicht geschrieben Hier ist dein Blatt. Nimm es zurück! Ereiz Ich nicht! Baniban! Auf diesem Blatt wollt' ich dem Prinzen schreiben! Baeib Verhüth' es Gott! Frey Und kannst du nicht, ich thates Bamb die Königin mag wohl in Sorgen seyn Ob jenes Streits; den Ausgang meld ich ihr. Frey Und läßest du mich so allein: Bankbanus Willst du dein Weib nicht strafen und nicht häthen Baeib Bestrafen- Hützen? Ja, sag du nur selbst, Wie fang' ichs an. Schlepp ich dich Erben heim? Versperre, dich ins innerste Gemach, Mit Schloß und Riegel, unter Thor und Gitter verschreib' ich Stumme mir aus Mohrenland Verschnittne, die mein Reib allsehend hüthen Und Nachts, die Blandlaterne in der Hand. Schleich' ich mich hin, und forsche, obs noch schließt 2 die Ehre einer Frau ist eine ehrne Mauer, Wie Wer sie durchgräbt, der spaltet Gnädern auch. Erey Verstoß mich nicht! Baniban, mein Gatte Banab Ich bin ein alter Mann, und du bist jung. Ich lebensmüd und ernst, du heiter blühend. Was gibt ein Recht mir, also dich zu quälen. 30 Weil dus versprachst? Ein was verspricht der Mensch! Weils so die Sitte will. Wer frägt nach Sitte! Wenn nicht in deiner Brist ein still Behagen Das Flustern einer Stimme lebt, die spricht! Der Mann ist gut, auf Rechtthun steht sein Sinn Er liebt wie keiner mich, und wie zu Keinen fühl' ich zu ihm Vertraun. Wenn's so nicht spricht, Dann Gott mit der und mit uns allen, Erne, Dann schreib dem Prinzen nur. 2 Erny Mann! Gatte! Vater Baab Ich weiß wohl, was sie sagen. Seht den Alten Er freit ein junges Weib. Er tauscht, man zwingt sie Sag, Frey, selbst; werdst du getäuscht, gezwungen Von wein? und wann. Als Nemaret, dein Vater Im Tod zusammenfügte unsre Hände der blühenden Tochter und des Jugend freundes Dem Schutz dich anvertrauend eines Gatten Wer zögerte dein rasches Wort zu nehmen? Wer schob die Heirath auf? Wer bat, beschwor dich Dein Alter zu bere Bedenken und das seine Allein du wolltest, und er fügte sich, Weiß Gott, wie garn!— Wenn's nun dich reut- Und doch Und doch Und daß dichs nicht rein! Ertrag mich noch ein Weilchen Sieh, ich bin alt, der Gram thut auch das seine, In wenig Jahren leg' ich mich zur Ruch, Dann bist du jung, bist reich- nu, nu, ich will mir gehn. Die Freudenthränen treten mir ins Auge. Frey Bankbau! So lag der Prinz auf seinen Knien So werf' ich mich vor dich hin, ach, und schwöre Baub Was fällt dir ein. Du knien vor mir, und schwören? Knie nicht, und schwär auch nicht? Weißt du dich schuldles Weißt du dich minder schuldig, wollt' ich sagen? Tritt vor mich hin und say: ich bins! Horst du Ich bins! bin schuldlos!— Und sieh mir ins AugeNichts, da! Den Blick nicht auf den Boden! Auf: Auf mich dein Aug.— Ja so, es schwimmt in Thränen! Mißhandeln, Kind, mißhandeln wollt' ich nicht. Lehn immer nur dein Haupt an dieses Herz Und was du weißt das Flüstre leist ihm zu Es wird dich hören, wie es dir verzeiht/ frig/ in seinen Armen/ Verzeihn? Verzeihen! Bamb Nu Kind, villeicht auch nicht. Villeicht- und darf ichs hoffen? Frey. Erey: Erig! Villeicht dich bitten selbst, daß du verzeihst, Was Thörichtes ich sprach. Es ist mein Fehler Mein alter Fehler: stets der Mund voran? frei Bamban, vor allem wisse! Kein Gedanke Von ein recht kann in meinen armen Sinn: Nur daß— o Gott! Mein Gott! Banab Schämst du dich, Kind? Das ist dir nutz! Schäm' dich an meiner Brust. So recht den Kopf im Winkel eingeduckt die Augen zu, recht wie der Vogel Straiß. Und so laß sprechen uns. Der Prinz war hier? Erag. Auch ja! Banab. War ungestümm? zu J. N. 82410 . itg tilie s die, als man ihr- beim Tanz die Hand Erey Ihr lügt! Otto vertheidigt nicht, bevor man noch beschuldigt. die, als man ihr beim Tang die Hand gedrückt, den Druck zurücke gab, ich fühlt es, ja. Erey So mögen diese Finger denn verdorren Und feuer sie bestrafen, hohn Glut Wenn absichtlos sie und dem Willen freund, Euch anderes kündeten, als Haß und Abscheu Otto Als Haß und abscheu. Gut! /mit starker Stimme/ So, gebt zurück denn Das Armband, das Ihr stahlt, ern meinen Herrren Haaren Ich war nicht lang an diesen Hof gekommen. da sandt' ichs meiner Schwester zum Geschenk. Allein es brach, und zürnend warf sie's hin Im Garten sich ergehend mit ihren Frauen Ihr aber bliebt zurück und hobt es auf, Und hieltets so, dann so drauf näher an das Angs Fast sagt' ich an den Mund. Sacht rings umher, Nun wasch ins Schnupfluch, und so trugt Ihres hine. Wie, Gräfin, nun- Wir haben scharfe Augen Frey O Gott! Mein Gott! Otto das also wirkte. O Heucheln du abscheuwürdiges Laster, Und doch in Euch so schön, wie all das Eure, die Neigung starb nicht ganz, ich darf es hoffen, Auf meinen Keinen dank' ich Euch dafür. er kniet Erey Wagt Ihrs?— Steht auf: Um Gottes willen auf Man kommt! Mein Prinz!— Das Armband- doch steht auf. Ich warf's von mir, baum, daß ich es berührt. h 52 Auch wars, da Ihr nur kaum hieher gekommen Da Niemand wußte noch, welch dunktes Herz Allein steht auf! Soll ich mit Thränen Euch drum bitten. mit dem Fuße auftretend Ich will nicht, sag' ich Euch! Ich duld es nicht! Ott. Ich soll auch hören, und Ihr selbst verweigerts Frey Ich will Euch hören, nur steht auf vorn Boden. Otto/ aufstehend, Ha Tugend, die von fremder Meinung liebt. Es sey? Ich gebe meinen Vortheil auf, durch meine Forderung nicht. Ich Seht nur, Ihr schuldet Mir die Geschichte jenes Armbands, ich Hab' eine Frage noch an Euch zu stellen. Gönnt zu geheimer Unterredung nur Ein Viertelstündchen, wo und wann Ihr wollt. Einy Geheimes, ich und Ihr? Otto Geheim um Euretrillen. bringt Zof und Diener mit, nur gilt das Gleich Verwahrt Euch wie Ihr wollt, nur läßt mich fragen, Mir ists um meine Zweifel nur zu thun. Und wollt Ihr anders nicht, so sey es hier Noch einmal knieend bitt ich Euch darum. das Krie Beugend Erey Halt ein!— Ich will! Otto Ihr gönnt mir ein Gespräch. Und wann? und wo? Erey /erschöpft/ O nirgends, auch, und ner, Otto Ich seh', es macht Euch Mich davon zu sprechen. Hin ist Papier, und Feder. Ich will gehen. Zwei Zeilen, die Ihr schreibt mit Zeit und Ort Genügen mir. Wenn heim die Gäste kehren, Nacht im Getimmel ich mich Euch des Aufbruchs Und lese was Ihr schriebt, mein Heil, mein Glück. Bis dahin lebet wohl. O meine Wünsche ab, in die Sintenthüre rechts zu I.N. 82420. 10 äfthe 1 b uf /hr. 33 Der kleinste Ruf führt Zofen her und diener Ihr seyd so sicher gegen jede Kühnheit, Als nur am eignen Heerd, Frey Und dennoch fort! Otto Auch das? Hier ist mein Arme Kommt mit zum Fest! Doch glaubt Ihr mir dadurch Euch zu entziehen, So irrt Ihr, Gräfin, sehr! Ihr kennt mich nicht. doch wer mich kennt, der weiß, in Hofes Mitte Am offnen Markt heiß ich Euch Rede stehen Und ley Euch vor dieselben fragen, die— Nichts mehr als dieß- ich hier Euch stellen wollte doch ists Euch nicht genehm; gut wir verschiebens, Frey 6 Übermaß des sträflichsten Erkührens! Otto Ihr seyd was nitel, merk' ich, gute Gräfen Ihr glaubt mich wohl verliebt? Mag seyn. Villeicht? Villeicht auch nicht. Ich bin nicht so erregbar. Ein Menschenforscher bin ich, Menschenkenner, Zumal auf Freude fraun geht meine Wißbegier Die tausend Formen zu erspähen, die Krümmen In denen sich das Eins und Eine birgt, n Das Eine: Heuchelei. Pfei, feige Schwäche! bin ich nicht gut, so wollt' ichs auch nicht scheinen Ihr aber scheinet Tauben fromme Tauben, Und seyds in Einem nur; in möger Glut. Frey. Das anzuhören ziemt mir nicht. Otto /aus dem Wege tretend/ Ohr! Die Eine läßt sich trauen einem Greise, Berren Voll Launen, abgeschmackt, zum Tollhaus weif doch ehrt und liebt sie ihn, Frey Sie ehrt und liebt ihn Otto wenn je und dann sie schielt nach hübschen Jungen Mieutenlang mit ihrem Blick verweilt; Je, Nengier? Ei, zum Sehn ward uns das AngeWie; oder auch schon Menschenforscharin. Auflanernd. Der Entwicklung des Geschlechtes Und vom Gefühl gewendet zum Erkennen? Frey Ich weiß, Ihr wollt beleidigen und erniedere Was sonst Ihr meint, weiß und versteh' ich nicht. Otto Ihr blicktet nie nach Andere ein ich weiß. Ihr wart auch jene nicht, wie oder doch! die, als man ihr beim Tanz die Hand. Erey Ihr lügt! Otto vertheidigt nicht, bever man noch beschuldigt! die, als man ihr beim Tanz die Hand gedrückt, Der Druck zurücke gab. Ich fühlt es, ja! Erey Si mögen diese Finger denn verdorren Und hennor sie bestrafen, lohn Glut Wenn absichtlos sie und dem Willen fremd Euch andres kündeten, als Haß an Abscheu. Otto. Als Haß und Abscheu. Gut! /mit starker Stimme/ So gebt zurück, denn Die Haare, die Ihr stahlt von meinen Haaren. Ich war nicht lang an diesen Hof gekommen 37 da sandt' ich zum Geschenk sie meiner Schwester, In Kleined sie zu faßen und Geschmeide Ihr aber glaubten Euch allein, und stahlt vom Putztisch Euch ein Prölchen. Wars nicht s Frey O Gott! Mein Gott! Otto, das also wirkte O Heuchelei, du abscheuwürdiges Laster Und doch in Euch so schön, wie all das Eure! Laßt mir Euch danken für die schöne Sünde! Solle Tugend gleicht ihr nicht an Reiz: fer kniet/ Und glaubt!— Doch erst vom Boden auf. Frey Wagt Ihres!- Steht auf: Am Gottestillen auf Daß jene Tocke kaum in meiner Hand. Steht auf, ich bitt Euch- daß ich sie vernichtet daß ich— Mein Prinz!- Allein steht auf: Man kommt. Soll ich mit Thränen. Euch im Auge bitten? mit dem Fuße auftretend/ Ich will nicht, sag' ich Euch, ich duld es nicht! Otte. Ich soll Euch hören, und Ihr hört mich nicht? Erag Ich will Euch hören, mir steht auf von Boden: Otto/ aufstehend/ Es sey! Doch auf Bedingung. Seht. Ihr schuldet Mir die Geschichte jener Locke; ich Hab' eine Frage noch an Euch zu stellen. Gönt zu geleiner Unterredung mir Ein Veiert Viertelstündchen wo und wann Ihr wollt. Erey Geheimes ich und Ihr? Otto Geheim um Euretrillen. bringt Zof' und Diener mit, mir gilt das gleich, Verwahrt Euch wie Ihr wollt! mir läßt mich fragen Mir ists um meine Fragen nur zu thun. Seht Ihr denn übrall Liebe, eitles Volk? doch sprechen muß ich Euch, muß Antwort haben Und wollt Ihr anders nicht, so sey es hier Noch einmal knieend bitt' ich Euch darum! /er beugt das Krie/ Frey Halt ein! Ich will! Otte. Ihr gömt nur ein Gespräch? Und wo? und wann? Erey /erschöpft/ Onirgends, ach, und nie! Otte. Ich seht, es macht auch Mich, davon zu sprechen. Hier ist Papier um Jeder, ich will gehen. Zwei Zeilen, die Ihr schreibt mit Zeit und Ort Genügen mir. Wenn heim die Gaste kehren, Nah! im Getimmel ich mich Euch des Aufbruchs Und lesen, was Ihr schriebt, mein Heil mein Glück! Bis dahin lebet wohl!— O meine Wünsche! /ab in die Seitenthüre rechts/ Erug Weh mir! Daß Was ist geschehen!— Gerechter Gott! Wenn in den ersten Tagen, da er dam Er mir so fromm schien und so gut.— Opfui, pfui, pfunErbärmliches Gefühl, du bleibst mir fremd? zu I.N. 82410 4 Und sagen will ichs ihm.— Doch hier? und jetzt? dem Rasenden in Mitte seines Hofs. Und sprech' ich nicht, so kehrt er tobend wieder beschimpft, enkehrt.— Ich will ihm schreiben, ja. Er hats begehrt und ich; ich will es thun. Will schreiben ihm, ihn sprechen ohne Zeugen, Und hören soll er ein verzweifelnd Herz! Und doch! Es ist nicht gut, es ist nicht recht! Woher sonst dieses Zittern, diese Angst? Ist Niemand hier. Mir kommt ein Schwindel an. Horch!— Stimmen. Menschen. Wo verberg' ich michsie hat das früher ergriffeer Blatt rasch gefaltet in den Busen gesteckt, und steht nur zwischen Tisch und Wand gedrängt, zitternd da. Bambanus kommt Der Streit ist abgethan. So schnell geschlichtet, Als er begann. Fast scheint mirs angelegt. Absichtlich angelegt, die Ruch zu stören. doch war ist dort?— Ha. Erey, du? und bleich Und zitternd?— Kind, was war? Was ist geschehen? fer will sie anfassen, sie weicht zurück, Bamb fliehst du vor mir. Ha, du bist krank. Nur Hilfe! Ist Niemand hier Frey/ leise/ O still, ich bin nicht krank! Baalb Nicht krank? Und Todes blöße deckt die Wangen, Und schlotternd zittert eisig jedes Glied. Laß uns nach Hause, komm ser greift nach ihrer Hand. Sie eilt an ihm verüber dem Vorgrende zu Sinn 31