IN 81291 Das befreite Herusalem 1 Gesang 1. Die heil'ge fehle sinn' ich und den Feldherre der des Erlösers großes Gerab befreite. Vielthat er mit dem Arm und mit dem Geiste, viel duldet er in dem glorreichen Kriege is ergebens wiedersetzt' ihm sich die Hölle und Asien und Libien waffnet sich den günstig war ihm Gott, und zu dem heiligem Panner zurück führt er die irren Streiter. 2. D Muse, die nicht mit vergänglichen Korbeer die Stirm am Helivon umflicht die hoch im Himmel unter seel'gen schören von Sternen eine golden vone schmuckt hauch in den Busen mir ein Göttlich Feuer Beseele du mein Kind verzeihe wenn ich das Wahre ziere, und oft diese Blätter mit andern Weizen als den dennen schmücke! 3. Du weißt daß gern die Welt sich dahin wendet wo schmeichelnd der Parnas sein Hönig spendet des Wahrheit eingehüllt in sanfte Verse den Zelsten selbst lokt und überredet So reichen wir dem kranken Kind benetzet mit süßen Saft den Rand der Schale der, betrogen schlürfet es den herben Trank und danket bald sein Leben dem Betruge. 4 Großmüthiger Alfonge, der dem Sturm des Schiksals mich einzogen und in dem Hafen mich Fremdling der durch Klippen und durch Wogen geschlendert, fast schon unter sank, geleitet den 26t Juli 808 nimm diese Blätter gütig auf, die ich dir bringe, wie durch ein Gelübd geweist Villeicht wegt einst mein Viel, den ohnende zu schreiben was er itzt nur leicht berührt, 5 Denn billig ist's und recht, daß, wenn des Frieden sich Fristes tapfre Völker einst erfreuen zu Schiffe und zu dloß dem wilden Thraker die große Beute zu entreißen suchen des Kriegsheers, oder wünschest du's, der Flotte erhaben Leitung sie dir anvertrauen Bis dahin Nebenbuler Gottfrieds, höre meinen Gesung, und rüste dich zum Kriege. 6. Schon war's das sechste Jahr, daß gegen Aufgang, zum hohen Werk der Fristen Scharen zogen und schon Signer hatten sie durch Sturm und Antiochen durch ist erobert, und dieß in einer Schlacht gegen die Heern, die umälbaren, Perrens versteidigt, Tortosa eingenommen; wiechen dann der Jahre zeit und harreten des Lenzes. . 7. Schon war nicht ferne mehr des Winters Ende der, rauch am starr das Schwert zu ruhen zwang, als Gott der m'ge, vom erhaben Trone der in des Himmels höchsten Theile glängt so sehr erhöht über der Sternensfäre als die Gestirn' über dem tiefen Abgrund, hernieder sah, und alles was die Erde in sich enthält mit einem Blick durchschaute. 8 Seine Blick um spannt das Oll drauf heftet er in Sirien auf der kristen Helden ihm. Sein Aug, das in der Brust geheimen, diesen der Leidenschaften stillen Berland erspächt sieht fest in Gottfriede Brust den kühnen Entschluß die heil'ge Stadt den Heiden zu entweißen sicht ihn voll Glaubens und voll heil'gen Eifers nicht erd'scher Güter, noch des Ruhmesachten; 9 Doch sieht er auch die angezähmte Gier nach eitter Größ im Busen Bald ums. nu Herzen Lankreds Ekel vor dem Leben so quält ihn unerhörter Lieb Gean; er zieht zu Antäochien den Grund des neuen Reiches Bohemunden begen. Geseze geben, wilde Sitten ord'nen dem während, einz'gem Gotte Tempel Baun, 10 und sich so sehr in dies Geschäft vertiefen daß jeder andern That er drob vergißt: entdecket in Dinaldon kriegrisch Feuer und einen Geist der rastlos höher strebt! nicht ist des Strebens Ziel, Gold oder Herrschaft, sie lechzt nach Ruhe des Jünglings heißes Herz. er sieht, das er an Quelsos Munde hangend der Vorwelt Heldenthaten gierig Rauscht! 2