Wienki- 8iaät kiblioltikk. 1616 V i. ^ ^ v Zk ^ ' v", . . 's Die frohen Kinder, oder Erzählungen und Bilder aus der Kinderwelt. Von Jakob Glatz. 1^68 61159.118 ) O 6 U X, O 11 Wstoriettss et l?iZure§ äu monäe äsä enkan§. O'a x 1 ö 5 1 1 6 m N N ä Ze 7» O 1 .1 c 2 p a r N O 11 L 1 e U r 1'^. d bö Ulbert. Wien, Triest und Baden, bey Joseph Geistinger, Buchhändler. Vorrede« ,§)ie im englischen Gcschmacke bearbeiteten Kupfer, die hier geliefert werden, sind so nett und freundlich, daß ich mich nicht enthalten konnte, sie mit einigen einfachen, leichten Erzählungen zu begleiten, und sic auf diese Weise in die Hände der Deutschen und Französischen Jugend zu bringen. Ich kenne unter den Bildern, welche diese bis jetzt erhalten hat, fast keine, die in einem so heitern, wahrhaft kindlichem Geiste gedacht, und so glück- (-es zravurss, ä la maniörs anZloise, in'ont paru si jo1i65, 8i a§reab1e8, que je u'ai M regster au x1ai8ir, 6e 1e8 aceoiuxaZuer ä'un texte, LU881 8imx1e l^ue iaeile. 0'e8t 62118 cet etat 23, je 61018 - aient Uli caraetere xlu8 eiijoue, xlu3 in- §euu, x1u8 aualeZue au §enie äes eiikan§s lich ausgeführt wären, als diese , von denen sich daher erwarten laßt, man werde sie mit Wohlgefallen, mit Beyfall aufnehmen. Wenigstens werden die Blicke und das Herz desjenigen auf ihnen gerne weiten, der mit der Kinderwett vertraut ist. Wien, am 2Z. Inner 1826. I. Glatz. et yni, Loient plus kenrenzement exeeu- tL6§. Il 68 t cionc periniZ ä'eLperer ^ll'el- 1 s 8 seront Lavornblement reines ciu public. Du M01U8 elles xonrront occuper Ie 8 re^uräs et 1 e ceenr 6 es vrsis amis 6 e l'eniancs. Vienne 1 e 25. ^uuvier 1806. O'a u t e n r. Die drey Freunde. mußte sich freuen, wenn man die drey muntern Knaben Eduard, Wilhelm und Carl sah, Ihre Wangen blühten wie Rosen, ihre Augen funkelten wie der Abendstern, ihr Mund lächelte süß und angenehm; kraftvoll war ihr Körper, schön und leicht und sicher ihr Gang. In der Stadt, in der Eduard, Wilhelm und Carl wohnten, hießen sie allgemein die schönsten, liebenswürdigsten Knaben. Man richtete gern seine Blicke auf sie, man sprach gerne mit ihnen, man hatte sie überall lieb. ^ l^e8 Ll'018 LM13. H^äouarä, Onillamne et Ckarles etoient trois Petit8 §ar^ 0 N 8 fort eveill68, Hu'on ns pouvoit voir 8NN8 xlai8ir. I^enr3 )oue3 avoient la l'rai- cllsur et l'iucarnat 6s la rv8s, et lsur8 ^enx I'eclat et la vlvacits 6e l'etoiis, 6u 8oir. I7n sourire äonx et atzreadls volrl§eoit 8ur Ienr8 1evre8 ; lenr cor^8 etoit rvl)U8te, et lenr äe- wareds avoit c^uel^us cllo8s äs Aracienx, äs faeile et ä'a88ure. Käouarä, Ouillaume et Cllarl68 n'etoient Aeuäralement connn8 äan8 la vills cni'il8 llalii- toisnt ^ue 80 U 8 ls noin äe8 troi8 zvlia et aima- lile8 xetits §ar<;on8. On aimoit a 1e8 voir, ü leur Marler; il8 ^on^Zoient ä'une S8time ^änerale. 6 Woher kam es wohl, daß Eduard, Wilhelm und Carl so gesund, munter und kraftvoll waren? Es kam größtentheils daher. Sie wurden von ihren Aeltern gut erzogen. Man gab ihnen keine Süßigkeiten, Marcipan und andere Leckereyen, die den Magen verderben. Sie aßen nur einfache Speisen, und auch davon nicht zu viel. Nie tranken sie Kaffeh, nie Chokotade, nie Wein. Milch und Wasser war ihr gewöhnliches Getränke. Auch schliefen Eduard, Wilhelm und Carl nie in warmen Federbetten; sie lagerq auf Matratzen , und deckten sich mit leichten Decken zu. Ihr Schlaf war immer gut, süß und erquickend. Sie schliefen auf ihren Matratzen ruhiger und besser, als mancher reiche Herr auf Eiderdunen. War es regnerisch oder windig oder kalt, so verkrochen sich Eduard, Wilhelm und Carl nicht in der Stube , sondern gingen, leicht bekleidet, in die frische Luft , ließen sich beregnen, von Müs ci'oil vient gu'Läouarck, Onillnnine et Oli3r1e8 etoient ci'nn tem^ieranient 81 § 31 , §i L3Ü1 , 81 viZoureux? O'etoit, en xrancle xartie , le krnit cke la bonne eäneation hu'il8 avoient rechne cle leurs xaren8. On ne leur clonnoit ni ni388ex3in, ni 8ULi-eiie8, pl tome8 ces jrjLnäisss Iu8 trnnyuillement ^ne ns le sont ni3int8 ^rLnä8 8ei§nenr8 conclie8 8nr l'eclreclon. l^lenvoit-il? l^e vent 80 ullloit-il avec vio- lence? I^3i8oit-il sroick? ^cionnrcl , Onillnuine et Cli3i'le8 ne re8toient xaa an logi8. On le8 vo^oit legereinenr vetn8 aller re8p»irer l'air dem Winde durchwehn, und von det Kalte starkett. Mit offner Brust und sehr oft ohne Hut bothcn ste auch dem rauhesten Wetter Trotz. 'Es war eine Lust, diese drey 'kleinen Männer aus fteycm Felde zu sehen. Munter sprangen ste herum, und bekümmerten stch nicht darum, wenn sie auch tüchtig durchnäßt oder beschneyt wurden. Gab es Schnee, so bombardirten sie auf einander mit Schneekugeln, und machten große Schneemänner ; gab es Eis, so liefen sie Schlittschuhe oder schlitterten; war es Sommer, so badeten sie fleißig in dem Teiche, der in der Nähe ihres Wohnortes lag. In einem sehr harben Winter gingen sie vor der Stadt spazieren. Die Kälte war groß, und da ihre Nasen froren, und deshalb roth waren, so machten sie den Scherz, und sagten, einer zu dem andern: Deine Nase hat ja ein Nothkehlchen gefangen! Desto bester waren ihre Hände dran; diese waren durch Handschuhe gegen den Frost geschützt. 7 frais, Sans erainäre ui l'bumiäite rle in xluie, ni 1e sou6e llu vent , ui la rigueur äu froiä. 0u les vo^oit, clans les xlus mauvais rewxs, ia pioitrine äecouverte, la töte une, braver les intempieries äes Laisons. E'ötoit un cbarme äe voir ces trois xetits gar^ons eourir et sautiller öans la eamiiagne. Il leur iinprortoit xeu 6'erre bien tremxes xar laxluis, ou eonverts c!e neige. Des ^u'il avoit neige, leur xlaisir etoit cle former cles xelotes 6e neige , yu'ils se langoient l'un L l'autre et ü'en eonstruire äe8 inurailles. Des <^u'il avoit §ele, ils s'amusoient a glisser, ou ils eouroient ü xatins snr la glaee. Ln etö, il8 se baignoient fregüeinment äans un ötang , voisin cle leur ciemeure. Ln jour qu'ils se xroinenoient bors äe la Ville, 1e froiä etoit si vib, si xönerrant, ^u'ils avoient le ne 2 tont rouge. Ils en xlaisantoient. Ion ne 2 , cüsoit l'un , est aussi rouge e den komme sonrit. 7eune-komme, Inr rezoondit-il, z'ai deza kalt six Heues aujourd'kui zpar ee manvais tempis, et ze n'ai z^as eneore troiä anx mains. Lrant ü votre LZe, z'ai kormö 1e xrozet de ne zamais xorter de §ant8 ; z'ai ziersiste dans ma resolution. jis vais toujours saus Zant8 ; Par lü me8 main8 §e §onr endureies an kroid, et le le merire-t-il ^ia8 ? 8an8 äoute, rexonäirent Guillanme er Lclouarcl. f,e lenäemain, voila cle nouveau lea rrois xerit8 Zar^on8 ä la xromenaäe. Voulanr imirer 1'lromme c^n'ilL avoienr reneonrre la veiile, il§ n'avoienr xa8 6e Zant8. I^eura xarent8, c>ui l'a- voienr remarc^ue , en kurent rre8 - 8ati8fait8. Lciouarcl, Guillaume er Cliarlea se ^ronienerent rouzour8 8an8 AantL, er ils n'eurent Damals les main8 §elee8. B 10 So wuchsen diese drey braven Knaben aus. Weis sie einfach lebten, sich viel in frischer Lust bewegten, und ihren Körper abhärteten: so waren sie auch so gesund, so kraftvoll, so blühend, daß sic niemand ohne inniges Vergnügen ansehen konnte. Eduard, Wilhelm und Earl waren keine Bränder, aber sie liebten sich wie Brüder. Oft sah man sie vertraulich Hand in Hand gehen, oft fielen sie sich um den Hals und küßten sich, oft ergossen sie ihr Herz gegen einander. Mas einer wußte, wußten auch die andern zwey. Sie Lheilken Freude und Schmerz mit einander. Ihre Herzen waren durch die zärtlichste Freundschaft mit einander verbunden. Alles freute sich über diese guten Knaben, wenn sie Hand in Hand spazieren gingen. Man hieß sie in der ganzen Stadt die drey Freunde, von vielen wurden sie auch das Kleeblatt genannt. Einmaht fiel es ihnen ein, Soldaten zu spielen, 8'äievoient LL8 troiä nimndles A3r^oli8. ^ccoutnme n nne nonrritnre 8imxle, L äe j'rä- huent8 exereics8 en plein nir, Ienr eorv8 8'en- änreit. Ü8 nvoient uns teile mine äe tüni- ckenr, äs vi§ueur et äe 8nnre, yne 1'on exrou- voit nn vrni xlni8ir ü les regnräer. Läottnrä, Oniilnume et 0ünrle8, 83N8 ötre feers3 , nvoient 1'nn xonr I'nntre nn nmour k'rn- teruei. Inntot on Ie8 vo^oit 8e äonner In ingin, et mnreiier en 8s l'ni8nnt äe ^>etite8 con6äence8. Onn8 I'^nnekement äe Ienr« eoeur8, Ü8 8'em- drn88oienr et 8e z)roäi§uoient Ie8 mnrgne8 äe In xiu8 vive tenäre886. Oe esn'Läonnrä 8nvoit, 0iinrle8 et Oniilnume le 8nvoient nn88i. Oenr8 xeine3 et ienr z'oie ötoienr eommnn68. Ii3 e^oient, en nn mot, intimeinent nni 3 xnr Ie8 Iien8 äe In xin8 äonee nmitie. On nimoic n Ie8 voir §e xromener en 8L te-- nnnt xnr In mniu. Onnn^route In viile, on Ie8 nominoit Ie8 troi8 nmi8; ^nel^ne8-nn8 meine Ie8 äe^iFnoient 80 U 8 1'emdlöme äe In I'eniile äe trefle. I^n zonr il Ienr vint en töte äe zoner an und Krieg zu führen. Sie warben viele andere Knaben an, verfertigten sich Flinten und Säbel von Holz, Patrontaschen und auch eine Trommel. Eduarden fiel es sogar ein, auch Kanonen zu machen, und da er in Holzarbeiten viele Geschicklichkeit besaß, so brachte er auch wirklich ein Paar Dinge zu Stande, die mit Kanonen einige Ähnlichkeit.hatten. Wer war nun froher als die Knaben! Sie jubelten, als alles in Ordnung war. An einem freyen Nachmittage versammelten sie sich aus einer großen Wiese, die mit Gesträuch umgeben war. Der Tambour rührte die Trommel. Die Truppen traten unter das Gewehr und exercirten. Noch hatten die Herren Soldaten keinen General. Eduard wurde von allen zum Feldhcrrn ausgerüstet!; den Wilhelm ernannte man zum Obersten, und Carln zum Ober-Lieutenant. Der General hielt strenge Mannszucht. Wer sich nicht gut auffnhrte, wurde ohne weiters be- n Loläat er äe faire la guerrs. Ils recrutereut deaueoux ä'3utre8 xetirs gnr^ons. läs se iirent äes iu8Ü8 et äe andres äe bois , äes gidernes er un tauidour. Läouarä s'avisa meine äe ia- honuer un L3NON; et coniine il travailloit en dois avee uue gründe äexterite, il xnrvint ü tailler äeux niorceanx äe dois , c^ui avoient c^uel^ue resseindlanee 3 äs3 cnnons. <)ni für xlu8 jog^eux c^ue nos xetits 3inis l Quelle allegresse c^uanä tour int en oräre! I^e xremier axres-niiäi ^u'ils eurent libre, ils en xroiiterent xour 8e rassenidler 63113 uns vaste xrairie, doräee äe duissons. Im tanidour dattit aux cli3Mp>8 ; le8 trouxes se inirent sous les armes, er l'exereice coninien<;3. I^es xetits so1ä3t3 ii'avoient xoint encore ziense a 8e äonner un edel. Läouarä rennit rou3 1e8 suliinges : il int xroclanie geueinl; Ouillaume Eolonel, et Edarles I^,ieuten3Nt-Eo- louel. I^e General introäuisir la xlu§ severe äisei- xüne ä3ns sa xetits 3rniee. Ga xnnition sui- V s 12 straft. Er mußte aus dem Gliede treten, und eine Zeitlang auf Einem Fuße stehen. Mit dem Ererciren ging es recht gut. Die kleinen Soldaten wußten mit ihren Flinten gar geschickt umzugehen, und sich trefflich zu schwenken. Einer von ihnen that den Vorschlag, einen Krieg zu führen. Alle waren es zufrieden. Krieg! Krieg! Krieg! ertönte cs bey dieser muthvollen Armee, und die Truppen theilten sich in zwey Parteyen. Die eine hatte den braven Eduard, die andere den wa- ckern Wilhelm zum Anführer. Jede Partey suchte sich in den Gebüschen einen schicklichen Platz aus. Diesen umgab sie mit Pfählen, und befestigte ihn aus diese Weise. Jeder Thcil hatte seine Festung , die man bis auf den letzten Blutstropfen vertheidigen wollte. Daß es nicht an Fahnen fehlte, kann man leicht denken. Alle wünschten nun den Tag herbey, an welchem eine Hauptschlacht geliefert werden sollte. Er erschien. Beyde Armeen jubelten. Die Anführer Voit de xre8 In laute. 1,e delinHUaut devoit §ortir des ran§8 et 86 tenir Pendant yuelyue PemP8 8ur un Pisd. 1,'exercice alloit a merveille. 1,68 Petit8 Loldats eroient tre8-adroit8 a inanier le luail et a laire 1e8 evolutiona. 1,'un d'eux ProP 082 de laire la guerre. I,a ProPoaition PA883 a l'unanimite. Ouerre ! buerre ! Ouerre! devint le cri de l'armee. 1,68 rrouPes Le PartaZerent en deux diviaionL; l'une 80U8 les ordi-68 du brave Ldouard, et l'autre commandee Par le vailiant Ouillaume. 1,68 deux PLrtia cboiairent dana le8 bui8- 8ON8 uu local ProPre aux 0Peration8 de la camxagne. 1,e local tronve, ou l'entoura de Pali88ade8 , et on le lortiüa. ^inai , cbahue armes eut 83 lorterease, c^u'elle reaolut de de- lendre ju8<^u'ü la derniere extremite. Il n'esr Pas beaoin d'avertir ^ue le8 combattaua avoient ds8 draxeaux. 1ou8 deairoient avec emPre88ement de voir eclore !e jour oü devoit xfengaAer uns action generale. Lnün il xarut. 1,68 trouP68 pousserent s i hielten an ihre Truppen kleine Reden. Eduard redete die seinigen so an: „Soldaten! die Stunde ist erschienen, wo ihr euern Heldenmuth zeigen könnt. Der Feind ist in der Nähe. Er erwartet euch, um sich mit euch zu schlagen. Gehet ihm muthig entgegen. Weichet nicht. Beweiset, daß ihr Helden seyd. Seyd tapfer , meine Brüder! seyd tapfer ! Ich rechne ganz aus eure Bravour!" Die Trommel wurde geschlagen, und dadurch das Zeichen zum Angriffe gegeben. Beyde Armeen erhoben ein lautes Geschrey, und rückten mit schnellen Schritten gegen einander. Bald waren sie handgemein. Die Schlacht dauerte ziemlich lange. Bald wich die eine, bald die andere Partey. Wilhelms Fahnen waren genommen. Dieß schmerzte ihn sehr. Manche von seinen Soldaten fingen an zu weichem; das verdroß ihn noch mehr. Er schrie sich heiser, um seine Truppen in Ordnung zu erhalten. Vergebens. Sie ergriffen am Ende alle die Flucht. * *3 äss cris 6s zoie. 1.68 cliesa liarranguereiit 1eur8 8o1äat8. Voici 1e äi8eoui'8 gu'siäounrä tim 2 iix L1LN8 : „3o1äat8! j'imtaiit 68t nrrive, oü vom xouve? saiee xreuve cle votre lieroi8iiie. Iseiiiiemi ii'e8v xa3 loin: il vieiit 86 M68nr6r avec vom! ni.ir- clie 2 conraZ6U86ment a 8a rencoiitre : U6 zilie? xa8-. comp»ort 62 -vou 8 6ii lieror. 1)6 la liravoure, cle la bravoure ! M68 0211121 - 2668 ; 0'e8t 8ur volle valeur c^ue ze soiiäe tont mon 68pioir." I.e tamliour äoniie la 8igiial äu comliat. 1.68 cieux 21111668 P)oii886lit Uli granä cri, 6t 8'2V211- 6611 t a P 28 re6oulil68 l'niie ooiitre l'auti-e. Lieiitot 12 mslee tut generale et clnra 28862 loiig teinp>8. I'antot 12 victoire 86 äeclaroit xour im xarti , tantot xour l'aiitre. 1.6 coix8, ^ue Ouillauiiie eoivmaiiüoit, pieräit 868 äraxeaux. Oette gierte liii sut tre8-8eii8idle. ?lu8ieur8 cle 868 8vläat8 coliiiiieiicereiit 2 laclier le xiecl. Nouveau 8iizet ä'akllictioii. 11 ent denn 8'ego- siller ü Ie8 raxeller, ü vonloir 1e8 rallier: tonte 8vii armes xrit la suite. 14 Eduards Armee jubelte. Wilhelm zog sich nun mit seiner Macht in die Festung. Er war voll Mißvergnügen über die Feigheit seiner Leute. Eduard folgte ihm nach. Voll Freude über seinen Sieg, stürmte er aus die Festung los. Wilhelm ries ihm zu, daß er capituliren wolle. Aber Eduard wollte davon nichts hören. Das verdroß den General Wilhelm. Er fuhr mit Heftigkeit aus den Feind los. Aber auch jetzt wurde Eduard von dem Glücke begünstigt. Er drängte Wilhelmen zurück/der da- bey von einem Baumzweige einen empfindlichen Schlag ins Gesicht bekam. Das brachte ihn vollends in Zorn, und er wurde in allem Ernste auf den Feldherrn Eduard böse. Eduard eroberte die Festung, und nahm fast die ganze feindliche Armee gefangen. Wilhelm kam zu ihm, und machte ihm Vorwürfe. Du hast nicht recht gehandelt, sprach er, daß du nicht capituliren wolltest. Als rechtschaffener General hattest du dicß thun sollen. Eduard behauptete dagegen, es wäre nicht seine Pflicht gewesen, die Capitutation anzunehmen. Er Oan3 Es Moment, le corxs L ln täte cluhnel se tronvoit Lclonnrci, init retemir 1'nir cie erm äs joie. Onillsume, meeontent cis In lackete cken 8ien8, 86 retire nvec enx clnn8 ln Lorterenne. Lclonarcl le xoEnit. lvre cle 8n victoire, i! Monte n 1'n88nnt clu fort. Onillnnme lui cris Hu'il vent cnxitnler. Läonnrä ne vent entenclrs n nuLune xroxv8ition. Onillnnme en e8t cour- ronce.il 86 xrecixite vivemenr 8nr 8on ennemi; mni8 In lortuns continue 868 cknvenr8 n Lclounrä. Il rexon886 8on n6ver8nire. Onn8 sn retrnite, uns brnnene 6'nrbre I'atteint an vi8NZs et lui xorte nn coux tre8-cloulonrenx. Eeln nelievö ä'irriter le vnincn , yni 8e 6mlie tont cle bon contre Lclonnrö. Läonnrä 8'etant emxnre cle la 5ortere386, en 6 t tonte la ßnrni8on xrmonniere. Onillnnme vint a lui xonr lui cknire clea rexroclle8. 0'e8t tre8-mal cle tn xnrt, lui ilit-il, cle n'nvoir xoint vonlu L0N8entir n nne cnxitnlntion: en don ^enernl, tn 6evoi8 I'3ccez)ter. Lllonnrä xretenclit yu'il avoit In liberte cle rsjetter ln enxirulntion proxo8ee ; yne 83 con- habe nicht unrecht gehandelt; er habe gethan, was er als braver Feldherr hätte thun müssen. Darüber entstand nun ein heftiger Streit. Eduard und Wilhelm, die bis dahin immer die zärtlichsten Freunde gewesen waren, zankten sich jetzt tüchtig, und wurden aus Freunden wirkliche Feinde. Aus dem Spaß wurde Ernst. Carl suchte Frieden zu'stiften. Vergebens! Die Soldaten gingen aus einander. Eduard und Wilhelm zankten sich fort, und schieden als Feinde. Was kam aus dieser Feindschaft heraus? Keiner von den zwep Freunden war nun vergnügt und glücklich. Alle Freuden, die ste sonst mit einander genossen hatten, mußten sie jetzt entbehren. Sie hätten gern einander über dieß und jenes gefragt, aber sie zürnten, und kamen nicht zusammen. Oft geschah es, daß Eduard Wilhelmen etwas Zu erzählen, und Wilhelm Eduarden etwas zu zeigen wünschte. Aber ihr Wunsch konnte nicht in Erftrt. luug gehen; denn sie zürnten. . 15 LLience ne lui iai8oir lä-äe88N8 aucnn re^roeke, er hu'il ero^oit 8'etre comxorte en drave miliraire. I>e8 ciebat8 8'animerent. Läonarci et Ouil- laume yni, jn8Hn'a ce Moment, nvoient etä lez meil!eni8 amm , 8e ^nerellerent tre8-8erien8e- ment et cleviurent ennemi8. Le bnciinaZe nera en aKaire aeriense. EIiar1e8 ekerLlm ü 1e8 racLommoöer. ("e lut en vaiu ! Le8 8olcint8 8e ciedanäerent. La brouil- lerie continua. Lciouarc! et Ouittaume 8e ^uit- terenr äe tre 8 -mauvai 3 e §racs. ^uoi adomir cette inimitie? Es x1ai8ir et 1e donkeur ckurent banni8 än eoeur cles ckeux NM 18 . Lette joie pme, c^u'ila Zontoient antre- ^018, N exi8toit ^>lu8 AONt eux, Il8 86 8eroienr volontier ckemancie cie8 eoN8eil8 8ur cii6eren8 od- jet8, mai8 IL etoient courroucea et iL evitoienr cie 8e reneontrer. Läouarci auroir 8onvent cie- Lire xouvoir raconter Hnelyue cüo8e a Onü- lanme; et celuLci ne 8e 8entoir xaa moiii8 ci'en vie äe xonVoir montier ü Lciouurc! ^uel^ueo,' vrage cke 8a tagon: mai8 lenrs soukaita eroien: iniruetueux, car iL etoient Loirrrouc^L. Beyde fühlten, welch' eine traurige Sache es mit der Feindschaft sey. „Nichts ist schöner und angenehmer, sagte Eduard, als wenn die Menschen mit einander in Eintracht, Liebe und Freundschaft leben!" So dachte auch Wilhelm. Als Carl dieß bemerkte, freute er sich von ganzer Seele, denn er hoffte, daß sich nun Eduard und Wilhelm aussöhnen würden. Er tauschte sich nicht in seiner schönen, frohen Hoffnung. An einem schönen Sommertage brachte es Carl dahin, daß seine zwey zürnenden Freunde auf einer Wiese zusammen kamen. Jeder von ihnen blickte nach der Erde hin, als sie sich näherten, gleichsam als schämten sie sich, daß sie auf einander gezürnt hatten. Eduard reichte Wilhelmen die Hand. Verzeihe mir! sprach er zu ihm, und eine Thräne rollte ihm über die Wange. Lieber, guter Freund! stammelte Wilhelm, und siel weinend Eduarden um den Hals. Ich habe um Verzeihung zu bitten. I ch habe dich beleidigt. Ils ne lurent p>38 lon§-temp>8 ü 8'3p>xerce- voir 6u inal hue xroäuit l'iniinitie. „Im con- coräe, l'amour et l'ainitm, üi8oit Läouarch §ont 1e8 x1u8 benux ävN8 czue le ciel nit j)u lair-e Lux Iiomme8 !" Ouillauine xeii8oit cie inems. <7e8 re6exioN8 n'ecdaxiierent xoint 3 Eüar- Ie8. LI!e8 lui L3U8erent nne ^oie inexxrimadle, et äe8 ee rnoment, il nonrrit clan3 son coeur la ckonLe 68xer3NLe äe voir I'amirie re^renciie §68 clroit8 8nr 1s coeur ci'Läou3rcl et cle Ouil- laume, il ne sut xoint tromxe äan8 8on nttente. Oan3 un dean zour ä'ets , Elmr!e8 reu88it 3 nrranZer un renäe 2 -von 8 clan8 une xiairie, nu^uel 86 trouverent Ie8 cleux xetit8 arnis. Il§ 8'av3NLerent l'un vev8 l'aurre , en dni88ant le8 ^enx, et rou§i88anr ck'nvoir xu ce88er un mo- uient äe Z'aiiner. Läouarcl oK'rit la umin ü Ouülanme. ?ar- clouner:-uioi, lui äit-il ; et une lärme rouln Lur La zoue. Non don, inon aiinadle Läouarci, r^xonäir Ouillauine en 8angIot3Nt et en 8e zettant a §on eou : ^e cioi8 le lairs ries eXLUL68; ^e t'a'i oi''- sense, xaräonne-iuoi. Nicht doch! nicht doch! sprach Eduard, ich war an allem Schuld. Ich hatte nachgeben, und dich nicht in Zorn bringen sollen. Wirklich böse bin ich auf dich nicht gewesen. Ich war dir gleich wieder gut. .Du weißt ja, wie sehr ich dich liebe. Die zwei) Freunde lagen sich gerührt an dem Herzen. Carl stand dabey, und war außerordentlich bewegt. Freudenzähren glänzten in seinem Auge. Seine Freunde umarmten und küßten ihn. Aller Groll, alle Feindschaft war vergessen, und Eduard, Wilhelm und Carl waren wieder die besten, zärtlichsten Freunde. Sie sahen nun heiter und zufrieden aus. Auf ihrem Gesichte spiegelte sich ein treuherziges, freundliches, gcm'üthliches Wesen. Das Band der Eintracht und Liebe hielt sie umschlungen. Eduard umschlang mit seinen Armen die zwei) Freunde. Diese thaten dasselbe. Aller Arme rühren auf einander. Es war ein lieblicher Anblick. Ich kabe etwas ans dem Herzen, sprach Eduard, 17 Oe8 LXELL , rexrit Lilounrä; je §uis le 5 eul counndle. jsauroi8 ää cecier, et ne xoinc te äonner vecnsion äe re mettre en colere. jse n'ai jainais Lerieuseinent Medä conrre toi; je n'ni xoint Zaräe 1e nroinckre ressentiment. In 8218 , clier Ouillnmns, coindien je r'aime. s .63 äeiix 3lni8 , äont le coeur avoit ete vi- vement 3§ir^, Le cnlineient. C!i3r1e8, yui etoir xre8ent ü cette 8cene, 86 Lentic iirotonciemeut einn. Oe8 l 3 ime 8 cke joie drilloient ä3N8 868 ^eux» Läousrä et OuiUnnine I'eiudi'388erent. I>e8 nioinent8 ä'3i§reur et ä'iuiinitie lurent dientet ond1ie8. Läoimrä, Onillauine et Cli3rle8 recievinrent 1e8 niei11eui8, 1e8 xln8 tencire3 311118 . 1.3 dilnrite, le eonteniement, la conk3nee, l'nmitie drillerent äerecliek 8iir leur vi83§e. I7n- niour et In eoneoräe etoient lv.8 äoux 1ien8 c^ni Ie8 uvoient rennis. Läoiiarä rint 8e3 äeux xetit8 311113 ätroite- nient 861-1^8 ö3N8 868 di'38 ceiix-ci en ürent äe meine. 1ou8 Ie8 br38 8'6iitrel3eeient: e'ötoit 1111 coux-ä'oeil äe3 xlii8 touedniw. j '31 tzueltjiie elioLL Lnr le eoeur, äit Lcioiinrcl, C Las muß ich euch Mittheilcn. Ihr sollt mir eure Meinung darüber sagen. Wilhelm und Carl waren begierig,^ zu erfahren, was Eduard auf dem Herzen habe. Es naht sich der erste Junius, sprach dieser, ihr wißt, dieser Tag ist der Geburtstag des Herrn Grünthal, unsers guten Lehrers. Wie viel haben wir ihm zu danken! wie sorgfältig unterrichtet er uns! wie liebreich leitet er uns zum Guten! Wir müssen dankbar seyn, wir müssen ihm am ersten Junius eine Freude machen. Wilhelm und Carl fanden diesen Vorschlag sehr gut. Eduard sagte ihnen nun, auf welche Gedanken er gekommen sei/, und wie, nach seiner Meinung, der Lehrer überrascht werden könnte. Den beyden Freunden gcsicl Eduardens Einfall so sehr, daß sie frohlockend in die Hände klatschten. Sie dachten nun auch nach, was zu Eduardens Vorschlag noch hinzu gcthan werden' könnte. Mit verschlungenen Armen standen sie, freundlich und hue ^'e äoiZ vou 5 commuiguer. V cm 2 me seren en 8 uite connoitre ce cjne vou 8 en ^en8e2. Ouillanme et ( 7 !iarle 8 drüloient cl'envie cle tlc'cvnvrir ce yui §e xa 88 oit 6 an 8 je coenr ck'Lclonarcl. Vou 8 8ave2, lenr clit-celui-ci, cne je xreinier ^nin axxroclre. Ee-zonr non 8 rap- xelle M fete cke Non 8 ienr Oruntlial , norre don maitre. s)ue äs clroits n'a-t-il ^133 ü notre ieconnoi 88 ance ! <)uel 8 tenclre 8 8 oin 8 ne xrUnä-il xa 8 ponr nou 8 in 8 truire! av'ec quelle cloncenr, svec ^nel amonr il emjaloie tou 8 le 8 mo/eNs propre 3 ü noN 8 renclre meilleur 8 . Oonnon 8 -lui 6 eZ xrenve 8 6 e notre ^ratitnäe: taclion 8 cle lni faire une 8 urxri 8 e agreadle, le Premier ^our c!e snin. Onillanme et Cliarle 8 applauäirent ü ce xro- ^et. /^Ior 8 Cclonarck lenr üt xarr cle ce c^n'il cro^oit avoir tronvä cle xlU 8 xroxre ü faire xlai 8 ir ü lenr don inaitrN. I^'oxinion ci'Lclonarcl xlnt tellewent anx cleux xetit 3 ami 8 , ar cle 8 daltewen 8 cle :nain 8 ^ro- longä 8 . Ile «e mirenr a reüccliir 8 i l'on ne /c nr- roit rieü a^vuter an xlan coN^n xar Lüouarn. nachdeukend, da. Sie bilderen eine allerliebste Grup,- pe, eine Gruppe zum Mahlen. Der erste Junius, Eduard, Wilhelm und Carl freuten sich von ganzem Herzen auf den ersten Junius. Sie waren gute Kinder, daher waren sie auch dankbar gegen ihre Aeltcrn und Lehrer. Auch die andern Schülerinnen des Herrn Grunthal sollten an der Freude Theit nehmen, die dem guten Lehrer zu- gedacht war. Eduard machte alle Anstalten zu diesem Feste; alles ordnete er mit dem größten Eifer selbst an. Herr Grunthal erfuhr davon nichts, denn die ganze Sache wurde sehr geheim gehalten. Den Mad- 19 Eü8 äenx P6tit8 gnrtz0N8 revsurs L^NNt le3 brn8 l'un 6nn3 l'nntre, sormoient u u groupe rnvi8- §nnt; nn gronpe 6iZne 6'exercer le pineenn 6» p 1 n 3 lindiie peintre. 1.6 ^r6MI6k- ^^6ounr6, Ouillnume et OlinrleL ntten6oient nvev nue ioie mölee 6'impnrienee, l'nrrive's cin Premier Inin. Ü3 etoient 6e dc>N8 enknn8 : on 6e- voit 6onc Isnr 8 npp 08 er 6e ln Zrnritucle envers 1 eni '3 dienkniteurL, et 8urtont ü 1'ez;nr6 cie lenrs pnrev8 et cie Ienr8 mnitry3. 'lfouts l'eeole, 6i- rigee pnr lVlon8ieur Oruntlinl, 6evoit pren- cire xnrt n ln 6äte yn'on Ini xrepnroit. L6onnr6 6t tou8 Ie8 xrepnrntifZ 6e In fZte. Il ze ebneren 6s tont nrran^er et il 8'en nccprirtn nvec le plu8 °grnn6 rrele. ^loNLieur Oruntlinl ne xnt §e 6onter 6e rien, cnr le Leeret int Loi^nen- C 2 2O chen besonders hatte Eduard strenge befohlen, nichts auszuplaudern, und obgleich die Mädchen in dem bösen Rufe stehen, als wüßten stc nicht zu schweigen, so wurde doch dießmahl das Geheimnis durch sie nicht verrathen. Endlich war, zu aller Freude, der erste Junius da. Die Kinder wußten, daß Herr Grünthal im Sommer schon um vier Uhr aufstche, und dann in seiner Studierstube lese oder schreibe. Bald nach vier Uhr wollten sic ihm ihre Aufwartung machen. Sie versammelten sich auf einem bestimmten Platze. Jedes hatte einige Groschen beygetragen, um sechs Musikanten zu bezahlen , die auch beider Feyerlichkeit seyn sollten. Als alle beysammcn waren, rückten sie in vollem Marsche nach der Wohnung des geliebten Lehrers. Da sie sich derselben näherten, traten sie ganz leise auf, um nicht durch ein lauteres Geräusch ihn aufmerksam zu machen. Die Hausthüre war schon auf. Alle Schüler stcll- Leinent §aräe. Lclonarä avoit llait Ie8 xln8 8e- rieu868 reeoinmanäation8 nnx senne.8 ecolieres cle ne p)N8 etre incli8eret68; et ce8 xetiteL Ü1le8, hnoiHu'on accn8e leur 8exe cl'etre nn xeu ba- dillarZ, xronverent 6an8 cette occn8ion, <^u'e11e8 etoient eaxadleL cle taire nn Leeret. Lnlin xarnt le Premier ^nin, ce zonr tant clevre. 1^68 enkan8 Lavoient, yne Non8ienr Oruntllal avoit l'lraditnlle c?e §e lever en ete, ü quarre lleures, et 6e 8'occn^er enLuite clans Lon eadinet u lire ou a ecrire. E'e8t a l'lrenre 6e 8vn lever, yn'llL re8olnrent cl'aller lni oKrir 1enr8 reLxectuenx lloinma§e8^ Il8 convinrent cl'un enclroit oü Ü8 86 reunirent t0U8. Il8 86 cotiLerent xonr xa^er 81X inn8ieien8, ^ni clevoieut au88i 388i8terüla lete; et la clezrenLe 6e clwHne eleve ne 5nt c;ne cle Hnel^ne8 §ro8. l^tant tont rasLeindlLL, Ü8 86 renciirent en lion vräre n la lleinenre cle lenr inaitre clreri. ?1n8 Ü8 en axxroclrerent, inoin8 ÜL^lirent 6e drnlt xour ne p>33 l'eveiller. Sporte 6e In mnison etoit clezn onverte. ten sich in zwey Reihen unter den Fenstern der Stu- dierstube. Eduard, Wilhelm und Carl wurden von ihnen an den guten Lehrer abgesandt, und von den Mädchen begleitet, die sehr nett und sauber gekleft 'del, und mit Blumen geschmückt waren. AlS sie die Thüre des Studierzimmers erreich? ten, blieben sie still stehen. Jetzt erhob sich eine sanft te, rührende Musik, und die Mädchen sangen auf eine liebliche Weise folgende Verse; Willkommen, willkommen, o Tag der Freude! Du hast uns den besten Lehrer geschenkt, Der allzeit mit Liebe, mit heiligem Eifer, UnS lehret, und unsere Herzen lenkt. Erhalte noch lange den theuersten Lehrer, O du, der Erde und Menschen beglückt! Und Wonne erfülle sein Her; und sein Auge, Wenn er den Fleiß seiner Schüler erblickt. O 21 I.L8 xetit8 eco1iür8 L'ormnnt äenx äles, vinrent «e xlacer 80 N 8 1e8 Lenetre8 äu cndinet: xui8 ils envo^erent an äe^intntion lüäonnrä, ftnillnnino et C!mr1e8 ver8 Mon8ieur OrnntknI. l.68 xe- tire 3 Ü11e8, 5ort xroxrement vötne8 et xnree3 äs j1eur3, ncLOinxnznerent Is8 troi8 xetit3 ninliL8- ßnäenr8. ?nrvenn8 n In xvrte äu cndinet, ils s'nrxö- terent. 1out-n-coux, nne mu8ic>ne äouce 6t tou- cllnnte 86 üt entenäre, et le8 xetit68 611e8 86 mi- reM ü ckinnter, nvec denueoup äe §rnce, 1e8 conjilet8 8ui>'NN8 : 0 loi! c^ne nou8 setoN8, en ee zour ä'n 11 egre 88 e 7 Nnitre clleri! te8 8oin8 sorment notre bonlienr! Tclnirer notre 68xrit et Fuiäer notre coeur 8ont 168 odzet8 con8tnn8 äe tn viVe tenäre886. One 1'Ltre 80 uvernin ^rolonge te8 nnnee8 I'n ne 8auroi8 trox vivre nu Fre äe no8 80 ullnit 8 . ^on8 vonlons xnr no8 8oin8,mo8 trnvnnxe meillenr er le xln? eder äe? mnitre? !" --vnigneL: nZreer nvee donte ee8 xelit? xot? 6e Ueur? ! Ee loidle dominnge e?t l'emdleme 6e In reeonnoiLLnnce In xlu? vr.«.ie et In xlu? xure. IVou? von? xriouL üe ne xoint zu§er ee8 Ueur? ck'nxre? lenr vnlenr, rnni? ä'nxre? je? Lentimeu? hui nniment le coenr 6e? zeune? p'er?onne8 c;ni von? le? oKrent!" ^ xeine Amelie ent-elle ce??6 6e xnrler, ^ue le? xetite? nlle? ?'emxre?8erent ck'nller 6e- xo?er lenr? xot? 6e ileur? änn? Is endinet <^ni Le rronvn dientöt metninorxdoLe en un zoli znräin. Eette seene lut indniinent tvuednnte. Oe? sei: viele Thränen der Liebe und des Danks. Die Engel des Himmels hatten sich über diese Thra- nen freuen muffen. Mit wenigen, aber herzlichen ^.Worten dankte Herr Grünthal seinen Schülern und Schülerinnen. Noch war aber nicht alles am Ende, noch war dem guten Lehrer ein froher Auftritt ausbewahrt. Eduard machte ihn daraus aufmerksam, daß seine Schüler vor dem Hause standen. Herr Grünthal machte ein Fenster auf. In diesem Augenblicke wurde commandirt. Alle Knaben waren mit ihren Flinten und Sabeln und Patronentaschen erschienen, hatten ihre Fahnen mit der Trommel mitgcbracht, und sich in Reih und Glied gestellt. So wie sich der Lehrer blicken ließ, wurde die Trommel gerührt. Alles schlug an das Gewehr und präscntirte. Der Eommandirende rief nun laut: Es lebe unser geliebter Lehrer, Herr Grünthal, hoch! Hoch! schrieen alle versammelten Knaben, und die Musikanten schmetterten mit den Trompeten drein. 25 larine8 ä'amour et Ze reeonnoi 882 nce s'eclmxx^rem äe tou8 les ^eux. I.e8 esxrits celestes auroienr n^ixlauZi eux-memsL ü ce ^eetacle atteu(lri 883 nt. I.e comxliment, yue Non8ieur Oruntbal aäre883 ü 8on Zcole, lut court, mai8 aKeetueux. Eexenännt la xiece n'etoit xoint encore gu cle- nouement: on re8ervoit an bon maitre une 8ce- ne t^ui ckevoit lui lüire le xlu8 Zrancl pr1ai8ir. Läonarcl le xria cie reZaräer 868 öcolier8 cjui etoient rnn§e8 üevant 83 mai8on. Non8ieur Orunt Kn I ouvrit la 1'enätre. Dnn8 l'iuLtant, ü un 8i§na1 äonne, Ie8 xetit8 gnrgon8 urine8 cbaeun cl'un 1u8il, ci'un 8abre et ä'une giberne, agmnt clraxeaux et tambvurs, 8'alli^nerent. Oe8 <^ue le bon nmitre pmrut, le tambour 8e ür entenllre er 1e8 xetit5 8olcinl8 xre8enterent le8 arme8. I.e cominnnclant ^irononga en8nite 3 baute voix : Vive Non8ienr O r u nt b 3 l, notre mni- tre eberi. t^u'il vive! 8'ecriereut ü l'envi le8 zeunes militaire8. Oe8 I 3 nkare 8 86 melerent ä ce§ ae, elamation8. D 26 Noch Eik Mahl hoch ! wiederholte der Offkeier. Hoch! riefen auch die Uebrigen. Und noch Ein Mahl hoch! rief der Comman- dirende. Hoch! ertönte es zum dritten Mahle durch das ganze'versammelte Schüler-Corps. Der Lehrer hatte feine herzliche Freude an diesem Auftritte Er dankte allen aufs freundlichste. Die Schüler marschirten nun in schönster Ordnung, unter Trommclklang, ab, und gingen auf dem Platze, auf welchem ste stch versammelt hatten, wieder auseinander. Herr Grünthal pries stch glücklich, daß ihm Gott so gute Schüler und Schülerinnen geschenkt habe. Er erfuhr es noch an diesem Tage, daß Eduard, Wilhem und Carl die Urheber seiner heutigen Freude gewesen waren. Von jeher hatte er diese drey Knaben sehr lieb; jetzt gewann er ste Noch lieber. Da mir die Kinder heute so viel Freude gemacht haben, dachte der Lehrer, so muß ich ihnen auch ein Vergnügen machen. Als ste stch des Nachmittags um ihn versammelt hatten, sprach er: Lieben Kinder, vive! rep>^ta l'ollieier, et les nntres ste crier: yu'll vive! Oni, gn'il vive! 8'ecria !s commanllanr xour la troi§iome Ioi8 ; et 1e8 jeune§ ^nerriers re- nouvell^rent leur8 y n'i 1 vive ! Eette sc^ne xlnt inüniment ä lVlon8ieur O i u n t k a I. Il lewereia 868 öeoliera cin ton !e xln8 amical. 118 6,-iiIerent en xara^.e, an 8vn llu rambonr; 8e renclirenr ü la xlace oü s'etoit forme lenr ia88smblement, xui8 118 §e xexarörent. ^Ion8ieur Ornntlial regaröoit commtz un6 lavenr xarticnli^re än ciel, l'avanra^e ci'aVoir cie 8i bon8 elovea. Il axprir 6aii8 la journee c>ue e'etoit prinLipalement anx 8oiv8 ti'Lcionarr!^ ste Ouillaume et 6e EkarleL , gu'il stevoit letz lieaux moment8 stonr il venoic ste jouir. Eerre stecouverte ne 6t hu'aecroirre l'amonr gU'il a^oit xonr ce8 troi8 petita Zarc;on8. I-e maitre aenaid-e anx temoignagea st'eatime Hiie venoienr cie lni cionner 868 dona ecoliLi'8, cllercka ü 8on tour le8 mo)'en8 cie leur lairs ^uel^ne plaiair. Ltanr tou8 radLembleL il lenr ich will heute cimnahl die Lehrstunde! ausstzeu, und mit euch einen Spaziergang machen. Schüler und Schülerinnen brachen darüber in' laute Freude aus. Sie klatschten in die Hände, sie lächelten freundlich, sie jubelten. Der Spaziergang wurde angetreten. Man begab sich auf einen großen, freyen Platz, der durch einen tiefen Bach durchschnitten wurde. Hier machte man halt, und nun nahmen fröhliche Spiele ihren Anfang. Die Knaben belustigten sich mit dem Ball, die Mädchen, unter Anführung ihres Lehrers, mit andern Spielen. Einige Mädchen gingen herum, und suchten auf den Wiesen, am Bache und in den Gesträuchen Blumen , und wanden sie zu Kränzen. Nachdem man ungefähr eine Stunde gespielt hatte, wurden von Eduard alle Schüler und Schülerinnen zusammen gerufen. Alle umgaben den Lehrer. Die Mädchen erschienen mit ihren Blumenkränzen. Herr Grünthal wurde feyerlich bekränzt, wobey sin dreymahliges lautes Vivat erscholl. ^ äit: .VIe3 ckers enfans , V0N8 3Nt'S2 conZe cet axi-t-8-miiii je vous aeLom^aZneraiala^romenacle. Oes cris äs joie mnlti^liss, cies battemens äs mains rex^tes LLLueillirent cecre xro^o- sition. On §e mit äonc en route, et Oon srrivs. bien ot ü uns vaste xlains c^le travsrsoit un xuissean xrolonä. On 6t kalte äans cet enclroit. Oes janx cominencerent. Oes gargons jouerent a la balle, et les jIetirss ülles, sons les geux äe leur maitrs , ne taräerent xas gussi a s'a-- muser. Il ^ en ent qui se mirent a cneilbr cles üenrs äans la prairie, !e long än rnissean, et antonr äes buissons pour en t'airs 6es Znirlanöes. ^xres avoir joue penclant nne kenre, Oclonarü rassembla 868 petits compagnons et §es xetites compaZnes. Ions se rangerenten cercle, antone rie lenr venerable maitre. Oes petites ülles ax-- xorterent leurs gnirlanäes, et iVlonsienr Orün- tkal 6nt couronne, aux aeelamations nnanimes et trois 6ois rexetäes, äe vive notre bon m a i t r e ! D 2 28 Die rcillstc Freude tag auf allen Gesichtern, besonders waren Eduard, Wilhelm und Carl ungemein fröhlich, und dem Lehrer gewahrte es eine große Lust, diese innigst frohen Knaben anzufehen. Aber bald nach diesem freudigen Auftritte wurde alles in großen Schrecken versetzt. An dem Bache erhob ein Mädchen, das nicht zur Gesellschaft gehörte, ein Angstgeschrey. Alle liefen hin. Eduard, Wilhelm und Carl waren zuerst da. Es war ein Unglück vorgefallen; ein kleiner, dreijähriger Knabe war in den tiefen Bach gefallen, und nahe daran, zu ertrinken. Eduard, Wilhelm und Carl bedachten sich nicht lange. Sie waren gute Schwimmer. Eduard sprang zuerst ins Wasser. Die zwey Freunde ihm nach. Carl band fein Schnupftuch an einen langen Ast, und warf es Eduarden zu. Dieser hatte das dreijährige Kind schon am Arm, aber es war ihm zu schwer, damit ans Ufer zu schwimmen. Er ergriff das Schnupftuch, und wurde vermittelst desselben von Wilhelm und Carl glücklich ans Ufer gezogen. Das Kind war gerettet. 1-n joie etoit xeinte 8ur tou3 le8 vi8age8. lVl3i8 ^6onar6, Onillaume et Clinr1e8 §e kumoient surtont remaryuer xar I'air 6e contentement em- xreiut 8ur leur xliz^ionomie. Eette liilarite ue pouvoit manyuer 6'attirer xrincixmlement 8ur eux les re§ar68 6e leur bon nmitre. lVsui8 l'eKroi 8nece6a dientot 3 l'aI 1 eZre 88 e. llne xetite ülle, c>ui n'etoit p38 6 e la compaZnie, et yui 8e rrouvoit prex cln rui88ean, 86 mit L xou88er 668 eri8 Iamentadle8. loute la petite 8ociLt6 conrnt 6e ee eöte-lü. L6oii3r6, Ouil- Iaum6 6t Cliarle8 arrivereut le8 premier8. II etoit 8urv6nu im msllienr. IIn enlant 6e troi8 3N8 , tomdö 6an8 16 rni88enn etoit 8nr le point 66 86 no^er. L6ouar6, Ouillaume et Cli3rle8 eurent 6'a- lior6 pria leur parti. L6onar6 83uta le Premier 6an8 l eau : 868 6eux umi8 en lirent autant. Cliarle 3 li 3 80 N mouelioir a une Frc>886 liranelie et le jetta L L6ouar6 c^ni tenoit 6eja 6an8 8on brL8 le petit enlant. lVlai8 i! avoit peine u gagner la rive. Il 83 i 8 it le monekoir. Cll3rle8 et Ouil- laume le tirerent Ii6ureu8ement lior8 6e l'eau, et le petit enkmit kut 8auve. L9 Alles jubelte über diese Rettung. Das Kind wurde schnell zu seinen Aeltern getragen. Der Lehrer versammelte alle Kinder. Er dankte Eduarden, Wilhelmen und Carln, daß sie mit solcher Unerschrockenheit einem Unglücklichen beygesprungen waren. Die Uebrigen riefen ihnen ein Vivat zu, und die Mädchen waren eifrig beschäftigt, diese drey wackern Freunde mit Blumen zu bekränzen. Bald kam auch der Vater des geretteten Kindes herbey, und dankte ihnen mit Thränen. Das war für die drey Freunde ein freudenreicher Tag. Diesen ersten Junius vergaßen sie nie, so wie ihn auch Herr Grünthar nicht vergaß. Als die Abenddämmerung eintrat, begab sich der Lehrer mit der Schuljugend nach Hause. Alle dankten ihm für die genossene Freude. Aus Eduard, Wilhelm und Carl wurden kraftvolle, wackre Männer, die auf der Welt viel Gutes stifteten. Otts delle action causa uns jois universelle, On se xressa äe xorter l'enlant clies ses xarens. O maitre rassemdla sa xetite lamille et remercia xubli^uement Läouarä, Ouillaume et Odarles clu 2 ele intrexiäe qu'ils avoient mis a sauver-le xetit inkortnne. 2'ous leurs camaraäes joi§nirent leurs Micitations a ces remerciinens, et les xetites 61- les s'emxresserent äe tresser äes couronnes 6s üeurs xour les trois genäreux amis. I^e xere äs l'eniant acconrnt anssi xour temoiZner sa recon- noissance a ses bienlaiteurs, et ses larmes xar- lerenr xour lui. Oe jour 6ut uns svurce intarissadle äe xlaisirs xour les trois insexaradles amis. Ils ss souvin- rent toujonrs än xremier jsuin , et ^lonsienv Ornntdal en couserva un Souvenir eternel. ^ l'axxrocde än crexuscule, le maitre ra- mena les äcoliers a la maison, et il en re^ut äe nonveaux remercimens, xour les xlaisirs hu'il leur avoit xrocures. Läouarä, Ouillanme et Odarles äevinrent äes dommes robustes et conra^eux, yni renäirent äe Aranäs Services a leurs semdladles. Emil, Ludwig und der Hund c^err von Williams war ein wohlhabender Mann. Die Stadt liebte er nicht sehr; viel lieber wohnte er auf dem Lande. Schöne Gegenden sah er gern, und oft bestieg er einen Berg oder Hügel, und sah von demselben mit Freude auf die Landschaft hin, die vor ihm lag. Das Dorf Tr a u b e n Lh a l lag in einer herrlichen Gegend. Ringsherum war es mit Hügeln umgeben, die mit Weinreben besetzt waren. An jedem Hause war ein Garten, 'und hinter den Gärten lagen Wiesen, Aecker und kleine Wäldchen. Verschiedene Bäche durchflossen die Felder von Traubenthal. Herr von Williams war der Besitzer von diesem Dorfe, in welchem er ein großes Schloß hatte. Da er die Narur sehr liebte, so brachte er den größten Theil im Jahre in Traubenthal zu. Amlle, et le eklen. H^Ionsisur äs ^Villisms, jonissrrnt ä'nns Hölle iortnne xrekeroit 1s aäjour äe8 cdampa a oelui äe la ville. Il simoit Ie8 bennx 8ite8. 8ouvent, i! graviaaoit le8 collines, le8 moM 3 gue 5 , xonr sämirer la deautö 6e8 x2^83ge3 äe la con- tree oü il 86 tronvvit. Oa 8irnarion än village äe Ir a n d e n t k 3 ! eroic äe1icieu8e. laut antonr, s'elevoient äe8 collinö8 ta^i88L68 äe xamxre. Oka^ne msi8on svoit 8on jaräiu, 83 xrairie, 868 eli3mp8 , 8on xetit bol8. Oivera rui8863nx murmnroient ä3N8 1ö3 c3MH3§N68 äe 1i'3 nb enrd al. Oe village axxartenoit ü lVIonsjeur äe JVH- 1l3M8, il ^ avoit un fort joli cdüteau. ^mi äs8 de3utL8 äe la uature, il x388vit la xlu8 granäs xarlis che 1'annäs ü Iraubenthal, äan8 le «ein äeL äoueea oecnxationa elift k'aiLoient son lebte hier thätig, still und vergnügt. Er war mit Gott, mit der Welt und mit sich selbst zufrieden. Seine Frau — sie hieß Amalie — glich ihrem Manne. Sie war eine vortreffliche Dame, die den Armen viel Gutes erwies, andern gerne Freude machte, und daher von jedermann geliebt wurde. Herr von Williams und Amalie hatten viel Geld, über das machte ihnen kein so großes Vergnügen, als etwas anderes, das sie besaßen. Und was war dieß andere, das ihnen so viel Vergnügen machte? —- Es war ein Paar allerliebste Kinder. Hübsche, muntre Knaben waren es. Der eine hieß Ludwig, der andre Emil. Sie waren des Vaters und der Mutter größte Freude. Wollte man muntre, gesunde, freundliche Kinder sehen, so mußte man diese Knaben sehen. Die Freude glanzte auf ihrem Gesichte, und funrelte m ihren Blicken. Fröhlich verschwanden ihnen ihre Kin- derjahre, heiter war fast jede Stunde ihres Lebens. Der Vater gab sich mit seinen kleinen Söhnen viel ab. Alle Lage ging er mit ihnen spazieren. dondeur- en xaix avec Oien- content stn inonäe er cle lni-inZme. 8oN exouse, (^mölie etoit 80 N nom) res- Zeindloit a 80 N mari. E'etoit üne excellents Dame, yui lai8oit deaueoux 6e dien anx xan- vres et aiinoit ü odli§er; Hnalite8 yNi la lai- 8visnt clierir ä un ckacnn. Oout 1'or <^ne xo88ecloient ^Ion8ieur et Na- claine 6e ^ i 1 i i s m 8 1e8 rencloit inüniment moin8 deureux yue la xo88688ion ä'une certaine cdo3e. lVlaia quelle xonvoit ötre cette cdo8e c^u» lenr ean8vit taut cle joie? E'etoient cleux ensaN8 extrLmement aimadle8, cleux xetit8 §areon8, dien gais, dien vik8. O'nn 8s nommoit Ooni8, et l'autre Lmile. l?ous cleux iüi8aient lez clelice8 cle 1eur8 xaren8. Ee8 enkan8 joui88oient cle la ineiüenre 83M^, er l'amadilit^ 8e xeiZnoit clan8 tou8 leura trait?. Oeura jenne8 anneea 86 x> 388 oient ire8-Faiment: clia^ne deure, xonr sin8i clire, etoit xour eux nn nouveau xlai8ir. Oe xere 8'occuxoit deancoNx cle l'eäucation cle 868 clsnx üls. t tons leZ jonrs, il faisoit nne machte sie auf alles in der Natur aufmerksam, und sah es gerne.. wenn sie recht vergnügt und lustig unter Gottes freyem Himmel herum hupften. Von der Mutter lernten Emil und Ludwig die Buchstaben kennen, lesen und zeichnen. Wann sie fleißig gelernt hatten — und das thaten sie gerne — durften sie ein fröhliches, unschuldiges Spiel vornehmen. Bisweilen ging der Vater mit ihnen an den Teich., und ließ sie die Fische füttern. Das thaten sie sehr gerne, denn sie waren große Freunde von Thieren.^ Ihre Kleidung war sehr leicht und bequem, ihre Brust immer offen, ihr Kopf unbedeckt. Sie konnten sich daher mit mehr Leichtigkeit im Freyen herumtummeln , und die frische Luft machte ihre Glieder stark. Die Farbe der Gesundheit bedeckte ihr Gesicht. Von Krankheit wußten sie nichts. Beyde Brüder liebten den Scherz; sie schäkerten ftroinenacle avec 6UX , et avoit 8vin eie 6xer leur attention 8ur clivera vdM8 yne la natnre oKroit ü 1eui'8 re^aräa. Eoinine il aimoit ü lea voir eourir, 8auter et ^irenclre leura c^I) 3 t 8 en xlein air! I-eur bonne inainan leur apprrennoit ü lire er ü 6e88iner; Ü8 travailloient cke bon coeur. t^nanä l'in8titutrice avoit ete contente c!n travail äe 8e8 eleve8 , eile leur nceorcloit ^uel-gue recreation inuocente. I^enr ^i3p>3 Ie8 menoit cle teinp>8 en teiuxa ü un etang voi8iu , et il leur xermettoit cle clonner ü munZer aux xoi 88 OU 3 . E'etoit uu cle lent-8 Zrancla x!ai8ii8 ; car Lmile er lü>oui8 aiinoieur lieaucoup Ie8 auimaux. I.eur8 vötemena etoient aussi leZera yue conr- inoäe8. On 1e8 vo^oit rou^our8 tote er xoitrine NUL8. ^U88i, rien cle xlu8 8vuxle, rien ^e xlua lidre que 1eur8 inouvemeua. I^'air srai8, c>u'il8 re8xiroient aouvent, lea rencloit rodu§te8. I.enr8 zouea vermeille8, leur teint ktai8 etoient un in- clice eertain 6e la dont^ cle leur tempernment. Il8 ne eonnoi88vient aueune e8pece cle muluclieL. I^e8 äenx frerea ulmoisnr beaneoup ä xlai- viel mit einander. Bald hatte der eine, bald der andere einen lustigen Einfall. Die Aeltern mußten oft über ihre sonderbaren Einfälle lachen. Emil war um ein Jahr alter als Ludwig. Beyde waren sehr offenherzig. Die Wahrheit liebten ste über alles. Nur hatte Ludwig die Schwachheit, alles geradezu herauszuplaudern, was er wußte. Emil neckte ihn oft damit, und sagte: Bruder Ludwig ist die große Trompete, durch die alles, was in unferm Haufe vorsällt, ausgeblafen wird. Darüber wurde Ludwig nicht im geringsten böse. Er lächelte vielmehr und sprach: Ich thue nichts Böses, und du thust auch nichts Böses, und Vater und Mutter auch nicht; warum sollten die Leute nicht wissen, was unter uns vorgeht. — Emil, der schon klüger war, schüttelte den Kops, und sagte: du hast nicht ganz recht, aber das verstehst du noch nicht. Er Lhat so, als wäre er ein alter, weiser Mann. Ludwig lächelte darüber, und ries: und du bist doch auch noch ein kleiner, guter 0 santer, et Ü8 L'aga^oieut cONtinueilewem. Il leur xn8Loit aouvent xar la töte, lea iclee8 lea ^lus gaie8, 1e§ xlu8 clrolea, ciui amn8oient inliniinent leurs parents. Linile avoit un an äe z)lu3 Hue 8on fröre. I/un et l'autre etoient fort ingänna, et rien ne leur etoit xlu8 aller yue la verite. Eexenclant l^onis. avoit un foillle. Il aimoit ü raconter tout ce ^u'il 8avoit. ^inile le xlai83Ntoit Zouvent ü ce auzet. IVIon fröre I.oui8, clisoit-i!, 68t un excellent trornxette; on sait ziar lui tont ce ^ui 86 zZ388e a la wai8on. Eea xroxoa, loin ü'imxatienter I^ouis, le fai- 8oient rire. ?ourczuoi, ckeinanäoit-il ü 8on fröre, vouloir in'empecllet 6e clire cs <^ui 8e fait cller: nou8, xui8czne ni xaz?a , ni inaman, ni toi, ni inoi ne fai80N8 rien 6e mal? Lmüe, un xeu xlu8 aage, 8ecouoit la töte. lVIon cller I.oui8 , lui cÜ8oit-il , tu ne rai8on- ne8 pa8 zu8ts. lVIaia ze voia bien czus tu ne com- z^rencla p >38 encore ce czue ze veux clire. ^.lor« lllmile xrennoit un air grave et imziioaant. I.oui8 8e mettoit ü rire , et lui cÜ8oit: czue veux-tu E Bube wie ich. Emil kneipte ihn ' freundlich m die Wangen. Ludwig schrie: o weh! zog den Bruder ein klein Bißchen beym Schopf, und rannte davon. Ein Häschen! ein Häschen! rief dann Emil und lachte. Aber bald kehrte Ludwig mit ernstem und edlen Anstande zurück, und brüllte wie ein Löwe, den er vorstellen wollte. Emil warf sich vor ihm zu Füßen, faltete seine Hände - und sprach mit flehender Geberde : gnädigster König der Thiere, schonen Ew. Majestät mein Leben! - ' Der Löwe ging nun großmüthkg bei) ihm vorbei) , und streichelte mit der einen Tatze fein Gesicht auf das sanfteste. So unschuldig vertrieben sich die zwey Brüder als Kinder ihre Zeit, und gewährten ihren guten Aeltern die größte Freude. Aber weißt du auch- Ludwig, was ich gern besitzen möchte? fragte eines Tages Emil feinen jün- gern Bruder, mit dem er spielte. — Einen Hund. luire lü l'liomme N'imxortunee? n'e8-tn ptzz es hue je 8ui3 , un bon xetit gargon? Lmile, xnr nmitie, le xin^oit 1e§erement ü ln joüe. I.oUl8 erioic: nlü! le tiroir Noueeinent xnr le tontet ^ et 8'ensn^Oit L tout68 jnmde8. I.e lievre eonrr, le lievre eourt, s'evrioit Lmile, en nourinnt. L Mum I.oui8 revenoit N'nborN 8nr 868 pn8, rn§i38unt eomme un lion yu'il tnelroit Ne eontre iuire. Lmile 86 jettoit ü 868 siieN8 , joignoit le8 main8, et Nu ton le xlu8 8uxp>1innt, lui nNNren- 8oit ce8 xnrole8 : „1rL8-§rneienx 8ouvernin Ne8 üniinnnx, c^ue votre mnje8te Nnigne nvoir xitie Ne nioi et m'neeorNer la vis! I.e lion mngnaniine xn88vit xre8 Ns lui; le 6ure88oit en le touelrnilt an visnZe nvee la ArnnNe Noneenr. 1el8 etoient le8 jenx innocen8 uni elrnrme- reNt l'ensunce Ne c68 Neux niinnlile8 liere8 , la joie et le8 Nelice8 Ne leur8 xnrent8. 8ui8-tu, mon clrer I.oui8 , Nit un jour Lmile ü 80N krere nvee le^uel il jonoit, 8ui8-tu tont ce t^ue je vonNroiL xv88eNer? -— l7n eliieu. Den Hunden bin ich gar zu gut. Das sind dir gelehrige , treue Thicre! Nun fing Emil an, Ludwigen einige Geschichten yon Hunden zu erzählen, und endigte seine Erzählung mit den Worten: könnte ich nur einen Hund bekommen; das wäre meine größte Freude! Der Vater war in der Nähe, und hatte alles mit angehört. Er schrieb fich Emils Wunsch hinter die Ähren, Lhat aber so, als kenne er diesen Wunsch nicht. Im May feyerte Emil seinen Geburtstag. Seine Aeltcrn und Ludwig machten ihm kleine Geschenke, worüber er eine große Freude hatte. Das Mit- tagsessen wurde nicht im Zimmer, sondern im Garten unter frcycm Himmel eingenommen. Es wurde dabey viel erzählt, gescherzt und gelacht. Nach Tische nahm der Vater die frohlockenden Kinder bcy der Hand, und sagte: kommt, laßt uns zum Teiche gehen, und den Fischen auch einen frohen Tag machen. Angenehmeres konnte Emilen uud Ludwigen nichts widerfahren als dieß. Sic umhalsten den Vater, sie küßten ihn, fie hießen ihn den besten Varer, den es auf der Welt gäbe. Z5 ^'aims le§ cdienü äs tont mon coeur : §ont lies aniniaux 8 i äociles, §i liäele 8 . Lmile 8 e mit eii 8 uite a raconter a I.oui 8 äes ki 8 toriette 8 äont 1 e cliien eroit toujour 8 ie dero 8 , et la finale. . . » ! 8 i ze xouvoia avoir nn cliien l ce 8 ervit xour mvi 1 e donlieur auxreme! L.e pere, czui n'etoit xa 8 loin äe la, avoir tont entenän. I.e 80iidaic ä'Linile ne lui ecliaxxa xoint; mai 8 il ckeiZnit 6 e l'iAliorer. I.e moi 8 cie Nai, ramena la töte ä'^mile. Il regut äe la xart äe 868 xaren 8 et äe 8 on fröre, äe xetit 8 caäeanx csiii lui drent xranä xlsiair- I^e äiner, servi äan 3 le iaräin et en xlein air, fut äe 8 xln 8 Zais et äea xlii 8 anini 68 . ^xre 8 la tadle, le xere ^>rit les enfian 8 xar la main et le 8 conäumit a l'etang. Il laut, leur äit-il, <^ue ltz 3 xoi 88 vN 8 8 e re 88 entent au 88 i äe ce dean zo u r. E'etoit-la tont ce yue äe8iroient Zniile et I.oni8. Ils 8auteient au coii äe leiir xaxa, l'ein- dr388erent et lui äirent xlu? ä'uns ckois: ,,il n'^ a xa8 , äaii8 le monäe, iin zneillenr xere c^ne voii8 !" E 2 Z6 Wollt ihr mich auch mitnehmen? fragte die Mutter. Die Kinder jauchzten, und flogen an der Mütter Hals. Schön! schön! daß auch du mitkommfl! riefen sie , fleckten Brot und Backwcrk in die Taschen, und trippelten nun mit den Acltcrn an den Teich. Hier gab es neue Freuden. Die Fische zogen Scharenweise nach dem User zu, zankten sich um die Brocken, die man ihnen zuwarf, und schmatzten laut, wenn sie einen davon erhaschten. Für die Knaben war dieß ein herrliches Schauspiel. Mit schwerem Herzen trennten sic sich von dem Teiche. Als sie wieder im Schlosse ankamen, setzten sie sich in eine Gartenlaube, die auf das schönfle grünte. Hier rühmten die Kinder die Freuden, die sie an diesem Tage genossen hatten, und Emil sagte: der heutige Lag wird mir unvergeßlich bleiben; er gehört unter die frohflen Tage meines Lebens. Erlebe ihn nur immer gesund und munter, mein Sohn! sagte die Mutter. Der Vater wie- derhohlke diesen Wunsch , und ries den Bedienten Johann. 8 erai-je 6 e in xurtie, öenmnäa la maman? Oe 8 enkan 8 rexonllirent xnr eien cri 8 üe joie. Oui, oui, vene? uvec nou 8 , ekere maman, 8 'e- crierent-ii 8 . kui 8 Ü 8 coururent einxlir ieur 8 ^>e- lite 8 xocke 8 cle xain, cie xäti 88 erie, et tour en xietinant, ie 8 voiiä xrös cle i'etanZ. Quelle joie! nne Louis äe xoi880N8 uttireb ver 8 le korcl, 8 e 6 i 8 xutoient 1 e 8 morceaux cie xain ^u'ou ienr jettoit, et, ie kruit qu'Ü 8 5 a!- soisnr en ie 8 imxxnnt, umu 8 oit keaucoup» ie 8 xe- tirs Anr^vn 8 . Ii 8 enrent Kien lle in xeins ü Knitter I'etnnA. Oe retour au ckäteau, ii 8 8 'a 88 irent 80U3 un kerceau lle la x 1 u 8 Kelle verclure. On, ee 8 bon 8 enk'nn 8 8 e mlrenr ü r^caxituler tou 8 ien Plaisir^ ^u'Ü 8 avoieut eu 8 xenäant la journee. 6 e jour, llit Omile 7 ne 8ortiru jamai5 äe mn memoire; e'e^t un cle xius beuux 6e mu vie! slus is jour cle tu l'ete te retrouve eka^ue aunee cle könne kumeur et Kiem xortnnt ! voiln ien 8oukuit8 cie tu mere,. mon eker Omile. Ee 8ont uu88i ie8 mien8 , 6it Nonmeirr öe ^ i l- iinm8 7 et ii upxella 80N in^unis. z? Johann erschien. Herr von Williams gab ihm einen Wink. Johann verstand ihn. Er entfernte sich, kam aber bald wieder, und trug etwas mit beyden Händen, das aber mit einem weißen Tuche verdeckt war. Die Knaben wurden neugierig. Was bringt der Johann? fragten sie. Er lächelt; es muß ein Spaß dahinter stecken. Emil, sagte der Vater, noch ist etwas zum Geschenke für dich bestimmt. Es steckt unter dem Tuche. Kannst du errathen, was es ist? Emils Gesicht strahlte vor Freude. Lieber, guter Vater! sprach er, du machst mich, heute so froh, so glücklich! Jsts etwas Eßbares, was Johann unter dem Tuche hat? Vater. Nicht errathen. E m i l. Ein Blumenstock ? Vat er. Verfehlt. Emil. Ein Paar Tauben? Vater. Tauben sind es nicht. Emil. Also andere Vögel? Vater. Keine Vögel. Emil. Etwas Vierfüßiges? . ^ean (s'etoit 1s nom clu laguais) arrive. 8ou inaitre lui kalt nn 8i§ne, Hu'il comxrencl. 11 8'6- loigne, revient xortant äan8 8S8 inains yuelHue ebo8e couvert ci'un linge blaue. Esel xiyun la curio8ite äes xetit8 §3rqon8. —- sean, lean, äis-nou8 , hue xorte8-tu la? Vu ^onri8. Is xarie, <^ne c'e8t uns uttraxe. Db bien, inon eber Dniile, lui clit aon xere, Devins un xsu cs hui xeut etre casbs 80 U 8 es linZe. E'e8t un caäeau <^ui t'e8t cks8tine. De front ci'Dniile rievint tout ra^onnant cle Hoie. — Non bon p>axa, <^ue tu ins renä8 au- zourck'liui ^o^eux et sontent! mon bon xaxa! inai8 6it-inoi, ^e te prie, S8t-ce c^nelc^ue ebo8S c^ui 8S inanes? De i? e r e. Vu n'^- e8 p38. Dini'. e. Dn pot c!e Üeur8 ? De xere. ?38 ensore. L m i I e. Dne couxle cle xi§eon8 ? De ;iere. ?38 cke p>ig 60 N 8 ? D in i l e. D'autres oi8eaux ? De xsre. ?oint äu tout. D in i l e. ^uelc^ue ^naärupiäcie? Vater. Errathen. Emils Gesicht glühte vor Freude. Kaum konnte er die Worte aussprechen: isis vielleicht gar ein Hund? Johann schüttelte das Tuch ab, und Emils Blicke fielen auf einen allerliebsten krausen Hund, der zwar noch jung, aber schon ziemlich groß war. Beschreiben laßt sich Emils Freude nicht. Und er soll mein seyn? ries er entzückt aus. Er soll dein seyn! antwortete der Vater, und übergab ihm das Thier. Emil wußte sich vor Freude nicht zu fassen. Auch Ludwig war höchst vergnügt. Beydc streichelten das krause Thier, und bald nahm es der eine, bald der andere in den Arm. Unter solchen Freuden verging Emils Geburtstag. Aeltern und Kinder waren an demselben sehr vergnügt; zufrieden mit dem verfloßncn Tage, legten sie sich zu Bette. Aber es schlug eils Uhr, und Emil war noch immer nicht eingeschlascn; es schlug zwölf, und er wachte noch ; erst um zwey Uhr nach Mitternacht schlummerte er ein. Der Hund hatte feine Seele so lange beschäftigt. Er dachte nach. p L r e. 1u l'a ckevi'ne. Lmile ne §e sent xaa 6e joie. II s xeins a xarler. I^'est-ce xa8 nn cliien? jean 1ai§§3 tomder le linge. One! objet lra^- xa les re§arä§ aviäe8 cl'Lmile? I7n cdarmant cdien darbet , encore jenne ü la värite, mais xonrtant cleja 38862 granä. Na joie ne xent 8'ex^rimer, 8'ecrie ddnile. Ee cdien 8eroit a moi! krenä8-ce cdien, inon 615, ckit 1e xere. Oui, il e8t ü toi, Lmile etoit dora cle lni. I,oni§ n'etoit xa8 moin8 content. loua äenx care88erent le cdien, lni krotterent äoucement le xoil et ls xorterenc alternativement. E'e8t ain8i yue 8e xa883 la k'ete cl'Lmile. ?ere, mere, ensan8, ton 5 avoient, ce jour-la, §oüte la joie la p>!n8 xnre. LatiZ^aita 6e leur journee, Kinile et I^oui8 86 mirent an lit. on^e denre8, Lmile ne clormoit ^oint encore. ^ minnit, Point cle 8ommeil. Il etoit äeux denre8, c^nanä il com- men^a ü 80 mmeiller; tant le cdien occnxoit 80 N esprit. ^Vxrea avoir lonA-temj)8 rellecdi an was für einen Nahmen er ihm geben sollte, und beschloß, ihn P h i l i dor zu nennen. Kaum war Emil eingeschlafen, so träumte ihm schon vom Philidor, und früh Morgens, als der Vater schon wach war, hörte derselbe, wie Emil im Traume mehrmahls ausries: Philidor! Philidor! mein gutes, treues Hündchen! Philidor. -t^-ls Emil erwachte, war sein erster Gedanke sein lieber, treuer Philidor. Er hätte beynahe vergessen, den Aeltern den Morgengruß zu bringen. Herr von Williams ließ im Hose ein kleines Häuschen bauen. Als es fertig war, nahm er Emilen bey der Hand, führte ihn dazu, und sagte: das soll in Zukunft Philidors Pallast seyn. Emil lächelte, und dankte dem Vater, daß er für seinen Philidor so besorgt sey. Ludwig liebte das treue Thier auch sehr. Er war oft bey demselben, und brachte ihm viele Leckerbissen. O Nom Hu'il vouloit lui ckonner, il 8L ckoeicka ü le nommer kbilickor. ^ xeine LTmile euc-il ferme l'oeil, c^u'il rZvs cke kbilickor. I^e xöre, reveille cke tres-donne beure, entenckit 8 on ül 8 8 'eerier en röve et ü ckiver 8 L 8 re^ri 868 : kbilickor, kbilickor, mon bon, mon ückele xetit cbien! ? 1i i 1 L.6 o r. xremiäre xen 8 es ck'Lmile, ü 8 vn reveil, snt kkilickor. ?eu 8 'en Lullnt, c^n'il n'oubliät ck'aller 8 oubaiter le bon ^our ü 8 L 8 xaren 8 . sluanck la mai80nette, c^ne Noimieur cke ^il- 1 iam 8 avoit fait xräxarer, fut aebvee, il xrit Lmile xar la main et Lut la lni montrer en lui cli 82 Nt: voiei le xnlair cke kbilickor. Lmile 80nrit- et remercia 8 on bon l?axa cke 868 attention 8 xour kbilickor. I>oui 8 avoit conen beaueoux ck'amitie jiour le cbien cke 8 vn Lrere. et il Lui ^ortoit souvent toute 8 8 orte 8 cke Lriuuckises. 40 Als der Vater bemerkte, daß die Kinder dem Hunde zu viel Bequemlichkeit verschafften, und ihn an gute Bissen gewöhnten, sprach er zu ihnen : ihr thut nicht wohl, daß ihr den Philidor so sehr verzärtelt. Das taugt nichts. Wenn ich euch so herumhätschelte , so möchten keine wackre Menschen aus euch werden. Der Philidor wird bequem und faul werden, wenn ihr ihn nicht anders behandelt. Das glaube ich auch, versetzte Emil. Schon jetzt bemerke ich, daß er bey weitem nicht mehr so munter und flink ist als Ansangs. Ich ärgere mich ost über seine Trägheit. Emil fing nun arl, den Philidor strenger zu behandeln. Er mußte viel herumlausen, wurde häufig im kalten Waffen gebadet, und bekam keine Leckerbissen mehr. Wie ganz anders sah jetzt Philidor aus! Er war muntrer, flinker, lustiger! Seine vorige Trägheit war ganz verschwunden. Emil ging nie spazieren, ohne seinen Philidor mitzunehmen. Sehr viele Mühe gab er sich, ihm I>e xers 8'etaut axereu yne les 618 trgitoisirr trop) dien ?di!i6or, leur äit-. vou8 vou8 v prre- Us2 mal, me8 xerits ami8 il ne 6nn xsa l'Ae- ver 8i äelicatemevt. 8i j'en nvvi.8 a§i cie meine ä votrs e^arcl, je ne p>ourroi8 e8p>^rer 6e vous voir un jour cis8 dommea 6oit8 er rodu8te8. 8 i vou8 continuex a nourir votre cdien cl'une mn- niere 3u§8i 6rianäs, vou8 en 6ere2 un purre8- 86ux, un laineant. I'ni 8ouveut räüecdi lä-cle8LU3, ciit Lmile. Ie commence ü m'axpercevvir c>ue kdiliäor n'e8t xlu8 8i §ai, 8i le8te qu'il ^toit auxaravanr. jse m'imxatiente aouvent äe lüi voir §i xeu ci'activite. Lmüe traita 80N cdien gvec moin8 6e mol- le88e. 11 1e 6t deaucoux courir, naßer clans l'eau 6roicie, et 1e 8svrn cie toute 6rianc1i8e. pdiliäor rexrit 3U88itot 8g prremiere vivacite. Il 6ut con8tginment cie delle dumeur; er l'on n'eur xlu8 ü 86 xlainäre cie 8g xgre88L. samai8 Lmile n'alloit 86 xromener 8NN8 ?di- iillor. II 8e üonng toute§ ls§ xeine8 porridles verschiedene Kunststücke bcyzubringen. Philidor lernte aufwarten, Purzelbäume setzen, und das herbey hohlen, rvcks man hinwars. Auch wurde er ein guter Schwimmer. Emil und Ludwig machten sich fast täglich die Freude, Stöcke und andere Sachen vor Philidors Augen ins Wasser zu werfen. Dieser sprang sogleich fort, schwamm nach dem hingewor- senen Dinge, und brachte es ans Land. Diese Geschicklichkeit des Hundes kam Emilen einmahl trefflich Zu statten. Es wehte ein starker Wind, der ihm sein Schnupftuch aus der Hand riß, und in den Leich trug. An diesem Schnupstuche war ihm aber viel gelegen; denn die Mutter hatte ihm damit an d seinem Geburtstage ein Geschenk gemacht. Als Philidor sah, wie der Wind Emilen das Schnupftuch in den Lerch wehte, sprang er sogleich ius Wasser, schwamm nach dem Tuche, ergriff es mit seiner Schnautze, und brachte es seinem Herrn, der ihm dafür freundlich Pen Rücken klopfte, was dem Thiere sehr wohl zu Lhun schien. Philidor wurde auch abgerichtet, seinem Herrn Sachen in der Schnautze nachzutragen. Oft trug er seinen Hut, oder ein Körbchen, oder eine kleine Laterne. 0 p>our Ini apxrenäre äissärente8 sortes äs tvurs. I^'eleve rexonäit aux 8oin§ äu inairre : dienroc il fut servir, faire äs8 Lu1dute8 er axxorter. Il etoit en outre exeellenr nageur. Linils et I^ouis L'amu8oientp>re8^ue cliac^ue sour, ü zetcer uns ba- Anette ou huelhne autre elio8e äana l'eau, en xre- 8ence äe kliiliäor; er celui-ci äe na§er au83itot er ä'avp>orter ü 868 mairre8, ce <^u'Ü8 avoient zettä. I>'aäre886 ^ue kliiliäor avoit 3c<^ui8e äan8 cer exereice, fut un zour tre8-utile ü Lmile. IIn eoup> äe vent lui uzmnt enlsve 80 N mouelioir äe la main, 1'emporta äan81'ätanZ. k-'enfant attaclioit un granä p>rix ü es mouelioir, ear e'etoit un eaäean gue 83 mere Ini avoit kait, 1s zonr äe 83 böte. kliiliäor n'eur xa8 pilutot azo^er^nle mouelioir §ur la 8urfaee äe l'eau, ^u'il 8auta 3p>rö8, 8'en 8ai- 8it, et vint le äexoaer aux xieäa ä'kimile. Eelui- ci lui en teinoigna 83 8ati8facrion, en le frappant legereinent 8ur le äo8 ; ce Hui xarut lui faire granä xlattir. Lmils axxrit 3U88i a kliiliäor ü le 8nivre, en ssortant ^uelque clio8e ü la §ueuls, eomme un clia^eau, un eordillon ou uns ^perite lanrerne. F 42 So uuhlich war das Thier dem muukeri? Emil. Mit Treue hing es an ihm; auf jeden seiner Winke merkte es auf, und that pünctlich, was er befahl. Ein Paar Mahl wurde indeß Emil etwas böse auf Philidor. Er ging spazieren und nahm ihn mit; denn dieser Leibhusar, wie Ludwig ihn nannte, be-> gleitete ihn fast immer. Emil kam zu einer Herde Schafe, in welcher? sich viele Lämmer befanden. Emil hatte diese Thiere sehr gern, blieb still stehen, und betrachtete sie mit Wohlgefallen. So ruhig verhielt sich Philidor nicht. Er wollte sich die Zeit vertreiben, schoß unter die Herde, bell- te, zerstreute die Schafe, und stng mehrere beym Schwänze. Ein Paar Lämmer rannte er im Laufen um. Die ganze Herde gerietst in Unordnung, und der Hirts wurde böse. Philidor! Philidor! rief Emil, aber Philidor schien diefimahl erztaub zu seyn. Das Spiel mit den Schafen und Lämmern gefiel ihm etoient les p>etit8 8ervice8 yüe ce ficielS Knimal renclvit L 80 n mrritre. ^ttenti5au moincii'2 sr.tzNL gu'il Uri kniLoit, il executoit Le§ oräreä avee ln xltm grancle xonctualite^ Eexenclant Lmile 8'imxarienta une coupile 6e lois contre Ulliüclor. IIn jour, ou selon 8n con- tume, il etoit ü la xromen'aäe avec 8on Zartls- Liu-corp)5. (E'etoit le nom gue I^,oni8 uvoit clonnch u kliiliäor). Il rencontrg un trouxean c!e moUtoNs pmimi leyuel 8e trouvoient beancoux 6ejeune8 aZnenux^ Lmüe, gni le§ uimoit xa88ionn^nent - s'arretS p>our uvoir le z)1ni8ir ut re8ker 8p>ectateUr vi8if; il ^onlnt 8 eAu^er. I.S voil^ llonc <^ui 8'elancA 8ur le trouxeau, il aboie, ekkaronclre le8 drebm, l«8 wer en k'uite, en xrenci c^uelgne8-une8 pur' la Huene, et eulbute, en courant, un ou c!eux a^neanx. I>e derxer, ü l'a8^ect cie ce 6ö8orclre, 8e Mik tle nmnvai86 lrumeur. kliiliäör, ?l>iliäor, crioik kimilo 6e tont68 868 lorce3 ; mai8 ?liiliclor lai- 5oit la sourcls oreille. I^s jeU cle8 liiPdi8 et ele8 so W s hl, dasi er dem Herumrennen unter ihnen kein Ende machen wollte. Endlich gelang es Emilen doch, ihn herbei) zu rufen, Emil hob eine Ruthe auf, die vor ihm lag. Als Philidor sie gewahr wurde, schien er es zu ahnden, was ihm bevorsiehe. Er kam ganz langsam und siill herbei) geschlichen, als gehe er feinen; Tode entgegen. Schlimmes Thier! rief Emil ihm zu, isi cs erlaubt , die Schafe und Lämmer zu verfolgen? Wart'! ohne Strafe soll dir dieß nicht hingehen. Er gab ihm ein Paar Hiebe. Philidor nahm sie als eine wohlverdiente Strafe hin, und schlich sich still und leise hinter seinem Herrn nach Haufe hin. Wenn er von nun an bcp einer Herde Schafe vorbei) ging, zog er seinen Schwanz ein, und gab keinen Laut von sich. Er that so, als wenn er die Thiere nicht bemerke. Ein ander Mahl befand sich Emil mit feinem Leibhusarcn in einem kleinen Walde, wo er sich auf einem grünen Flecke hinlagerte. Philidor patroullir- re unterdcß herum. Es wahrte nicht lange, so hörte Emil ein klägliches Gefchkey. 43 agneaux etoit tellement äe son §oüt, hn'il, ne ss la§8oit gms cle courir ax>rc8 1e8 lu^arcis. Lmile etant eulln Parvenü a 1e reeller, xrir uns ba^uette c;ui 8s trouva 80 U 8 8L main. Des Hue le cbien l'axzoerc;ut il commen^a ü xre88entir 1e 6ö8agrement c>u'il alloit exrouver. I! mar- cboit xs8-ä-x38 et tout en 8e trainant. On eur clit c^ue la mort l'attenäoit. lVIecliant animal! äit Lmile. L8t-il ^>ermi8 cls ^our8nivre äe la Sorte äe8 brebi8 et cies azneaux? ^ttenä8, attencls! ceia ne re8tera xa8 iinxuni. Il lui cionna äeux, troi8 eou^8. ?liilic!or les rec^nt comme uns Munition bien märitee, et re- vinc an 1ogl8 8uivant 8vn maitre tre8 tran^uil« lement. Oe^ui8 ce Moment, 1or8c;u'il lui arrivoit cle rencontrer äe8 mouton8, on le vog^oit mar- clrer, c^ueue dai88ee, §an8 xroterer le moincire 8üN et ieiZnaut cis ne 1e8 xoint remarcjuer. I7ne autre kois, Lmile 8e rrouvant avec 8on cliien äan8 un xetit doi8 , 8'a88it 8nr le §as:on. ?enclant ce tem^8-1ü, ?biliclor alla en Patrouille lians 1e8 environ8. l'out-a-LOu^ ckes cri§ lamen- tadles 8e sont entenäre, F 2 44 Er sprang auf, .und sah sich um. La erblickte er in einiger Entfernung ein Bauernmädchen, das Philidor beym Kittel gefangen hakte, und her- umzausie. Böse schien es nicht gemeint zu seyn; er schien vielmehr nur zu spielen. Das Mädchen schrie indesi aus vollem Halse, gleich als wolle jemand dasselbe erwürgen. Emil eilte mit einer Ruthe hinzu. Als Philidor ihn erblickte, ließ er das Mädchen sogleich los. Er schien sich in diesem Augenblicke an seinen Unfug mit der Herde Schaft zu erinnern, schlich sich schüchtern herbei) und duckte sich. Philidor, du garstiges Thier! ries ihm Emil entgegen, und versetzte ihm dann ein Paar Hiebe. Ein ander Mahl laß die Menschen in Ruhe, und erschrecke sie nicht! Der Leibhusar ging abermahls still und leise hinter seinem Herrn daher. Als sie an dem Schlosse ankamen, sah Emil ihn an, streichelte ihn am Kopse, und fragte: bist du böse, Philidor? Das Thier hatte darüber eine närrische Freude.. Es wedelte lustig mit dem Schwänze, und leckte seinem Herrn die Hand. Lmüs Le leve xräeiMammenr, jettant les )?eux cie tou8 eüt68. yuesyue äislance c!e lni, il axxer^oit uns xerits xa^aanne yue lUiiliäor tiroir lmr le jnPon. Il n'e8t i>38 a eroire Hu'il ent intention cle lni faire llu mal: e'etoit ^»lutot ^ai- ^ cie 83 xart. Eexenäant la xetite 6lle erioic Mur hn'eUexouvoit, eomme 81 01 , ent vouln l'egorger. Linile, uns ba§uetts ü la main, vola 8nr le cliamx cle dataille. kliilicior, ü la vue 6e 8on mairre, ILeka au88itöt xrme. Il xarut 86 razi- xeler 8on 3V3Nture ckea Lgneaux et ze traina aux xieä8 ci'Lmile, renanr la täte baiaaee. Vilain c^ne tu 68 ! lni ciit Lmile, en lni al- lon§.eant ^nelczuea bona eonxa cie baguette. Eeei t a^rencira 3 lai88er le moucle en re^io 3 , et 3 ne xlua effra^er xeraonne. ?lliliclor marelioit tont eonIn8 clerriere 80 N maitre. ^rrive 3u eliateau, Lmile le re§arcla, lni x388a cioueement la main 8nr la töte en lni cki83M: 68-tn faeire, Uliiliäor? I>6 cllien üatte 6e 668 63068868 N6 86 110886- cloit xa8 cke joie, Il remnoit 83 N 8 66886 I 3 1 N 6 ML 65 ieelroit la Main cie 80N maitre. Von dieser Zeit cur fehle Philidor keinen Menschen mehr in Schrecken. Das gute, treue Thier mußte oft Cmilen und Ludwigen zum Zeitvertreibe dienen. Es ließ sich zu allem gebrauchen. Possierlich war besonders folgender Auftritt mir Philidor. Emilen fiel es ein, ihn zu einem Reitpferde zu machen. Der Jager des Herrn von Williams war im Schnitzen sehr geschickt. Den bath Emil, ihm einen Reiter von Holz zu machen. Er selbst und Emil verfertigten, so gut sie es verstanden, ein Reitzeug. Der hölzerne Reiter war bald fertig. Emil und Ludwig waren mit demselben sehr wohl zufrieden, und hatten ihren Spaß daran. Sie zogen ihm blaue Stiesel von Tuch, gelbliche Beinkleider, und ein rothes Jäckchen an, schnallten ihm einen hölzernen Sabel um, setzten ihm einen Hut mit einer langen Schwungfeder auf, bestrichen fein Gesicht mit rother Farbe, und machten ihm einen tüchtigen Schnautzbart. Der Reitersmann fah ganz nett, nur etwas steif aus. 45 plüliäor, sage a 8es äcxen8, ne a'avisa xlus ä'ellra^er xer8onne. Es don, ce däöle animal cdarmoit 80 uvent lea loiairZ ä'Zmile er äe Oui8 ; Ü8 fai8oient äs lui tont ce hu'il3 vouloient. 11 86 xa88oit 80U- venr entre eux äe8 8cöne8 fort äroles. Olle hui Luit 68t äe ce genre. bin zour, Lmile re8olut 6e faire äe?liiliäor un clieval äe montnre. I>e cliL88enr cle ^ 0 N 8 ieur cle J^"il 1 i 3 M 8 etoit fort aäroit ü faire toutea 8or- t68 ä'ouvragE8 en doi8. Lmile ls xria cle lui faire un cavalier; 1>oui8 et lui 86 cdargerent cle cra- vailler cle leur mienx a l'e^uixement 6u cdeval. l^e cavalier cle doi8 fut dientöt acdeve, au Zranä contentement ä'Lmile et cle l^ouia. 118 8'oc- cuperenr ä'adorä äs 8a toilette. Il8 lui mirent äe8 botte8 äe ärax dien, äe8 xantalon8 ä'un zaune- clair, nne xetite ve8te rouge, un 8adre äe doi8 au cote, et un cdaxeau 8urmonte ä'un granä xanacde, 8ur la töte. Ila lui dardonillerent en8uite la ügure äe rouge, et lui ürent äeux enormea monatacliea. I.e cavalier avoit l'air fort xroxre, mai8 un xeu guinäe. 46 Eines Tages, -a sie frey waren, nahmen sie den Philidor und den Rcitersmann vor. Emil hielt den Hund am Halsbandc, und wies ihm den Weg, den er nehmen sollte. Ludwig war unterdeß geschäftig, dem neuen Reitpferde das Reitzeug anzulegen, und den hölzernen Ritter aus demselben zu befestigen. Er war in diese Arbeit ganz vertieft, kniete auf das linke Dein nieder, und gab sich alle Mühe, den hölzernen Mann recht fest . anznschnallen. Herr von Williams stand an einem Fenster, und sah den Knaben Zu.. Er rief seine Frau herber). Lächelnd sprach er zu ihr: komm nur und sieh, was die komischen Buben wieder treiben. Es ist eine allerliebste Gruppe; sie verdiente, daß man sie zeichnete, und in Kupfer stechen ließe! Als Ludwig den Reiter fest genug angeschnallt hatte, führten bepde Brüder den Philidor unter lautem Jubel auf einer nahen Wiefe herum. Der Auftritt war sehr possierlich, und es liefen nicht nur viele Bauernjungen, sondern auch erwachsene Personen herbei), um dieses drollige Spectakel mit anzusehcn. I.e Premier jour eie loisir, yu'enrent les llenrt hetits ßar^c>N 8 , l'nt con 8 acre entierement a ?llili- c!or et ü son cavalier. Rinile tenant 1 e cllien pme le coilier, lui montroit le clleinin Hn'il clevoit ^rencire. l^onis, xenäant ce tem^ 8 -la, r'occnpioik ü a 88 ujettir le cavalier cle bois 8 nr 83 moutnre, c^n'il avoit coinxletenreut äynixee. Eoinme il tra- vaüloit cie bon coenr? il lalloit le voir le genoN en terre, 8 e mettre tont en na§e, xonr bien üxer le cavalier 8 nr La aells. IVIon 8 ienr er- Zirent x3L uue ^llalie ; cur il8 aimoievt denn- -en als von Soldaten , von Krieg, von Dieben und Räubern. Herr von Williams erzählte, daß in der umliegenden Gegend viel Diebsgesindel herumstreiche, und daß an mehrern Orten des Nachts eingebrochen worden wäre. Einige Tage darauf kam vor dem Schlosse ein Wagen angefahren, auf welchem sich eine große Kiste befand. Der Fuhrmann kam in das Schloß, und sagte, ein Herr, dessen Nahmen er vergessen habe, ließe Herrn von Williams bitten, zu erlauben, daß diese Kiste in feinem Schlosse abgeladen werde; man werde sie in ein Paar Tagen wieder abhohlen. Es war gerade eine ziemlich große Gesellschaft bey Herrn von Williams. Dieser, ein sehr gefälliger Mann, erlaubte es gerne, daß man die Kiste bey ihm ablud, er wies ihr sogar einen Platz neben feinem Schreibezimmer an. Die Kinder sind überhaupt neugierig; dieß waren auch Emil und Ludwig. Sie kamen aus dem Zimmer, um die Kiste in Augenschein zu nehmen. Sie besahen und musterten sie von allen Seiten. Philidor, der im Hofe war, kam, als er seinen Herrn erblickte, sogleich zu ihm gelaufen. Als 42 conp a entenäre parier cie zuerre, äe soläuto, cie volenra, et cie brißancla. lVlonxienr cie Silliums äit gu'il rocioit nue uns danäe cie voleurs clan8 !s voisirmxe, et Hn'ils uvoieut iorce la nnit xluaieurs maiaona. t^nelgmes zonr§ Lprea, on vit pa§8er vis-ü-vis Zu clmrean un clmriot, snr leguel il ^ avoit un granä coKre. I.e cliarretisr, vint, lle la part ä'un certuin lVlonsieur, äont il avoit ondlie 1e nom, äemanöer ü Nonaieur cie ^illiama lu xermi88ion ciexouvoir xlacer ls Zrancl eollre clier: lni; promet- tunt äevenir 1e reprenclre cluna une conple cie jour8. Il ^ svoit jnateinent ce zonr-lü, nombreuas xoci^te clie 2 Nonaieur äe ^illiama. Oe 8eig- ueur, gni etoit 6',.in caractöre lort obligeant, ent la donte äe faire mettre cette Zranäe caisse äan8 §on Appartement. I^ea enfana, en Zenäral, §ont cnrieux. Lmile et l.oni8, gui l'etoient ansai, vinrent auasitot clLN8 la elismdre xonr voir 1e xranä collrs. Ilo l'exaininörent avec la xlu8 ßranäe attention. pkiliäor etoit reatä äans la cour. ^^ant ax- per^n 86? mLltre§, il courut ä'sdorä Iss reioinäre» G er in die ^iähe der Kiste laus, roch er hin und her/ gletts) als wittere er ein Wild. Auf Ein Mahl sing er an, die Kisten anzubellen, und gegen sie zu springen. Ist das Thier narrisch geworden? sagte Ludwig, und suchte es ruhig zu machen. Aber Philidor war nicht zum Stillschweigen zu bringen. Er bellte in Einem fort, und sprang beständig gegen die Kistei Das erregte Aufsehen. Mehrere von der Gesellschaft schüttelten die Kopse , und sagten: das Ding sieht verdächtig aus; in der Kiste steckt gewiß etwas. Da Philidor durchaus nicht ruhig werden wollte, so beschloss man, den obcrn Deckel der Kiste zü öffnen, und nachzusehen, was sich darin befinde. Das geschah. Welch' ein Erstaunen ergriff die Umgehenden, als sie in der Kiste einen Mann erblickten, der wild um sich sah, einen schrecklichen Schnaukbart hakte, und eine Pistole hervorzog. Er wollte sie aus Emil, der ihm am nächsten stand, losdrückcn. Ein Augenblick, und Emil wurde kodt- geschopen. Aber der Himmel wachte über ihn. Philidor rettete ihm das Leben. Gerade als der Mann Däs tju'i! Vit le eollre, il Lvmmsn^» ü le ilaire^ eomme 8 il avoit contenn ein Aiker; zoui8 ck'akover et 6 s 83uter cle.88U8. Deviens-tu lou, Uliilielor, lui 6it Loui8, eck ekerelmnt a l'axxai.--er? ll ent lisnn faire. lUiiliäor eontinua xon Väenrme» conäuite 6e Ukiliäor clomiÄ I'fveil. ?lu- Lieurs giersonnes 6e la Loeiete remuoient in töte, en (iisnnt: il ^ g 1ü ^uei^ne elrose ^ui clocke ' cetts Zränäe csisss nou8 8emdle 8U8^ecte. ckien ue cs88nnt cl'abo^er, il lut ie§o!n ck'ouvrir ls collre, xonr voir ce cju'il con- renoit. l^lais quelle fut la snrvrise cke tou.8 ceux yni etoient xre§en8 ä l'onverture 6s ln eni88e. loi'Lczu'on F axper^nt un komme n^ant 6e8 mon8- taeke8 u faire xenr et un xiztoiet ä la main'. Ee 6ri§an6, a^res avoir 6x6 les 8xeLtsteur8 ck'un veil larouLke, voulut tirsr 8ur Lmile <^,li ätoit le plus xres 6n eolfie; mai8 le ciel veilloit 8Ur §e8 zonr8. Lkiliäor lui Lauva la vie-. Moment oü I'a8sas- die Pistole abdrücken wollte, sprang Philidox ans ihn los, packte ihn bey der Hand, und hinderte ihn am Lssfchießen. Einer von den Umstehenden rang ihm das Gewehr ans den Händen. Er wurde gefangen, und mit Stricken gebunden. Jetzt warf er stch auf feine Kniee, und bath um Gnade. Emil und Ludwig sahen ihn genauer an, und erkannten in ihm den Mann, den sie vor einigen Tagen auf der Wiese gesehen, und der Ludwigen gefragt hatte, ob sein, Vater wirklich sp viel Gold und Silber besitze, als er behauptet habe. Man drang nun in diesen Räuber, zu gestehen, wa > feine Absicht gewesen sey. Er bekannte Folgendes: Als ich vor einigen Tagen von dem jungen Herrn da (er wies auf Lud W ig) erfuhr, daß hier im Schlosse, und zwar in der Schreibestube des gnädigen Herrn, viele Ducaten und Thaler lägen: so nahm ich mir sogleich vpr, mich durch List in das Haus zu schleichen, und das Geld zu stehlen. Ich verband mich mit mehreren Cameraden. Denen versprach ich, daß ich ihnen nach Mitternacht das Haus öffnen würde, worauf wir dann mit vereinigten Kraftelt den Raub begehen wollten. D MN alloit läcker 80N conp), ?ln!iclor 8'älan^a 8nr lui, et le moräant ü la main, l'emxecka cle con- 80 mmer 80 N korrible xrojet. One cle8 xer8onne8 rjui §e trouvoient lü, xarvint a tlesarmer ce §ce- lerat. On 1e xrit et le lia trü^-Iortement avec cle §ro88L8 coräes. ^1op8 il 8e jetta ü §enoux, impiloraut 8on par- ckon. Omils et Ooni8 czui le cou8icleryient attenti- vement, reconnnr.ent oue c'etoit le meme komme, yni, clan8 la xrairie, avoit clemancle a Ooui8, 81 8on xaxn avoit reellement antant cl'or, ^u'il le äi8oit. On kor^a ce co^nin a cleclarer ynel etoit 8on dnt, et voici 8vu aven: Il ^ a xen cle jour8 c^ne je me trouvoi8 clana une xrairie on etoit ce xetit IVlon8ieur (en monr- tränt 0>oui8). Il me 6it hue 8on xaxa avoit nne cj-gantite cle äucat8 claN8 8on knreau. Oette clecon- verte me 6r venir l'iclee cle tacker cle m'introclaire clan8 le ckateau xonr voler cet argem, ste m'as8o- ciai p)lu8ieurs camaracle8, a yni je p>romi8 ä'on- vrir la prorte, ap>re8 minuit, xour m'aicler a execu- ter man entrexribe. G s Z2 Herr von Williams ließ nun ganz im Stillen viele Bauern ins Schloß kommen, und verteilte sie in versteckte Winkel. Sie waren mit Flinten, mit verrosteten Sabeln, mit Aezllen, Ofengabeln, Heugabeln und Pfählen bewaffnet. Nach Mitternacht kam wirklich die Diebsbande an das Thor des Schlosses. Es wurde geöffnet. Die Räuber glaubten, dieß fey von ihrem Camera- den geschehen, und schlichen sich unbesorgt in das Gebäude hinein. Das Thor wurde nun zugeworsen. Die Bauern sprangen mit großem Lärme aus den Winkeln hervor, und nahmen die ganze Diebsbande gefangen. Sie wurde einem Landgerichte überliefert, und auf das strengste bestraft. Ludwig mußte Vorwürfe anhören. Sieh, sagte der Vater, wie unglücklich hättest du uns durch deine Plauderhaftigkeit machen können! Das fühlte Ludwig sehr gut. Von nun an plauderte er nicht gleich alles aus, was er wußte, sondern bedachte sich erst, ob dieß auch rathfam fey. Desto mehr Lob erhielt der treue Philidor. Ihm klousieur öle Williams üt xlacer secretement une czuamitä äe xa^sans cians son cbateau. Hs etoient armes c! e vieux iusils, cie sabres rouilles, cie bacbes, cie tourxons, cie tourcbss, cie pieux. Ou les äistribua cians rons les coins ou ils se rin- reut cackes. Ninuit sonne, arrive la bancie cie briAancis, ü la xorte ckn cbateau. II« la trouvenr ouverte, et cro^ant <;ue c'etoit l'ouvraZe cie lenr cama- raäe, ils xenerrent äans Iss axxartemsns, saus xrenäre la moincire xrecaution. l'iustant, la xorte se reterme; les xa^sans sortent cle leurs coins, en laisant xranä taxage; et tous les briZanlls sont arretes. On les remic cians les mains äe la justice ^ui en üt une xu- nition exemxlaire. Oouis ent bien cies rexrocbes ü essu^er. Vois-tu, lui ciit sa mere , ü g^uels malbeurs ton babil vienr cle nous exxoser! Oouis sentit sa laute, reHeebit avant 6e xar- ler, et se corrigea cle l'babicnäe ^u'il avoit cle racontsr tout ce il savoit. Oe üciele animal tut comble äe louanges. Oui allein hatte man es zu danken, daß das schändliche Vorhaben der Diebsbande entdeckt, und Emils Leben gerettet worden war. Er wurde gleich einem Schuhgeiste des Hauses gepriesen, und Emil hatte nun das gute Thier noch Ein Mahl so lieb. Ludwig und Emil wuchsen groß. Immer blieb Philidor an ihrer Seite. Als er schon alt war, verschafften sie ihm alle Bequemlichkeit. Sie ließen ihm ein warmes und weiches Lager machen, sie besuchten ihn alle Tage mehrmahls, und fütterten ihn selbst. Manche junge Cavaliere machten sich darüber lustig , und sagten: wie kann man sich auch nur mit einem so alten, elenden Thiere abgeben! — Auch gegen Thiere muß man dankbar seyn, sagte dann Emil. Wir sind dem alten, treuen Philidor sehr viel schuldig. Er hat uns in unsrer Kindheit §en1 nvoit äejoue l'inknine com^lot 6e8 driganclL; !ui 8LU1 nvoit 83UV6 Iss jours ä'Lmile. ^U881 cet Evenement iit-il reznräer l>Iiiliclor connne le Aenie tutelnire lle In mni8on, 6t retloul)In le8 8entimen8 cl'ninitie ^u'Lmile nvoit xonr lui. I.oui8 et Lmile §rnnäi88oient, et ?IiiIiclor etoit toujourL xour eux un nmi inLexarndle. I.or8liu'il commenqn ü vieillir, Ü8 Ini xrorlißue- i-eut Ie8 80 M 8 le8 x1u8 tencire8, Ü8 lui fni8oient tou8 1e8 joui8 xlu8ieur8 vi8jte8 6nn8 8vn nxxnr- tement e^ui etoit nu88i elinurl ^ue eoinmotle» Ittttliclor, ju8c,u'ü 8vn äernier 80 uxir, ne reeut 6'nurre nourrirnre <^ue celle <^ue lui olkroit In main cl^mile et äe I^ouiL. I.n conäuite äe8 ül8 rle IVlonLienr äe Ml- 1inm8 enver8 leur nncien Lervireur ne joni88vit ^38 ä'une n^^robntion Aenernle. De8 jeune8-§en8 Le ^erinirent 6e In critihuer. Il8 ne ^>ouvoient concevoir, cli8oient-il8, coinmeut il ätoit xo88ible ^ e 8'oLeuxer 6 e ce vieux et Mi8er3dle nnimal. Cette criti^ue n'eclmxxn xoint ü Lmile. ^le8- Lienr8, leur clit-il, ln rec 0 NNoi 88 Nnce enver8 les nnimnnx n'eLt ^>38 cle^lncee. IXvUL 3VON8 äe 54 oft die Zeit vertrieben , und viele unschuldige Freuden gewahrt. Er hat uns von einer Plünderung, und mich vom Tode gerettet. Emil und Ludwig warteten und pflegten ihren treuen Philidor bis zu seinem Tode. Als er nicht mehr lebte, ließen sie ihn in dem Garten begraben, und auf den Platz, wo er cingescharrt wurde, einen Sandstein legen, der die Inschrift hatte: Unter diesem Steine liegt Philidor. Er war ganz das , was er seyn sollte: EIN TREUER HUND. Sophie. ^Zn dem kleinen Städtchen Rosenfeld wohnte Frau H e r r m ann, eine arme Wittwe. Sie mußte viel arbeiten, um ihren Unterhalt zu verdienen, und sehr sparsam und ekngezogen leben, um mit dem auszurcichen, was sie durch ihrer Hände Arbeit erwarb. Zi-amiss obIi§ation 8 L ?b>liäor notre uneien et ami. Dans notre enlance, U nons a Laik xg 88 er miils benres agreadisL; U nous 3 Zaran- tis ci'un x>i 1 l 3 §e, il m'3 83uve I3 vie. Lmile et I^oui8 contiiiuerent 3 Ubiliäor leuis 8 oin 8 et leur amour )U 8 qn'an tombeau. Oe 8 ^ue Ubiliäor eut ce 88 e äe vivre, il kut äe^ose cian 8 le chn-Uin, et 8 ur la xierre c;ui couvrvit 83 tombe, on §rava eette in 8 eri^ition: Ei-§it ?liiliclor c^ni fnt tout-a-fait ce c;n'it äevoit Ltre: 8 O H II L e. Dan8 la petite ville äs R.08enseI6 c!emeu- roir uns xauvre venve, nommee Herr m nun. Llle äevoit 86 cionner bien cle8 xeine8, vivre tre8-economiynement et fort retiree, xonr xou- voir fonrnir, xar le travail äe 8e§ ni3in§, ü Br Lub8i8t3ncs. Frau Herrmann nähte sehr fein, und bekam viel zu Lhun. Allein ihre Arbeiten wurden nicht sehr theuer bezahlt, und sie mußte kümmerlich leben. Ost aß sie zu Mittage nichts anderes als eine Brotsuppe, und Wasser war ihr beständiges Getränke. Die gute Frau war aber dabei) doch heiter. Ich bin arm , sagte sse, aber ich bin auch reich. Arm an Geld, aber reich an Freuden, die mir mein gutes Gewissen gibt. Und über mir lebt ein Vater, der mich nicht verlassen wird. Frau Herrmann hatte eine kleine Tochter. S o- Phie hieß sie, ein gesundes, muntres Mädchen, mit einem hübschen, runden Gesichte. Die machte der Mutter viele Freude. So klein sie war, so arbeitsam war sie doch schon. Was sic der Mutter an den Augen ansah, that sie ihr zu Liebe. Sie war die Folgsamkeit und Dankbarkeit selbst. In Rosenfeld wohnte auch Herr Traumannsdorf, ein wohlhabender und dabey sehr guterund menschenfreundlicher Mann. Der wußte wohl, daß die Wittwe Herrmann sehr arm'sep, und oft Noth 55 Klaäame Ilerrmann etrrnt donne eouturiere nvoit beaucoux äs xratiyues. Klais eomme la main-ä'oeuvrs etoit mal xa^ee, eile vivoit mise- rablement. I7ne xanacle etoit son cliner babituel; et l'eau, sa boisson or6inaire. Oxenäant sa Situation n'alt^roit xoint la se- renire äe son ame. /e suis xauvre et riebe tout- ü-la-iois, äisoit-elle. ?auvre äu eöt^ äe la 5or- tune, riebe en joies interieures ^us clonne uns conseience piure. Il est au-ciessus c!e moi un ^>ers liienkaisant, c^ui ne m'abanäonnera j)oint. lVIaäame Herrmann avoit une xetite ülle nom- mee 8 o p» b i e, clont le )oli xetit visa^e roncl annonqoit la sante er 1'en)onement. Lily laisoit les cieliees äe sa mere. loure xetits <^u'ells eroit, elle aimoit le travail. Llle lisoit äaus lesg^eux üe sa mere ce c^ui xouvoit lui etre s§reable et le baisait aussicät. (7'etoit un moäele aceom- pli 6e clocilite et 6e reeonnoissanee. lVIonsieur 1 r a u m a n n s ä o r I, bomm e riebe, bon et bientaisant, babiroit aussi a lbosen- l'elä. Il naguoroit pas c;ue klsäame Hsrrmauu etoit pianvre et manguoit souveut cln Necessaire. 56 leiden muffe. Er stand rhr daher treulich Hey. (Aeff ne Frau mußte ihr viel zu nahen geben, und ihr die Arbeit besser bezahlen als andere; auch schickte er ihr bisweilen ein Paar Thaler zum Geschenk, ohne daß sie es erfuhr, woher dasselbe kam. Aus eine so edle Weise unterstützte er die gute, thatige Frau. Herr Traumannsdorf war ein glücklicher Vater. Er hatte eine Tochter, die Luise hieß, und an der er mit zärtlichster Liebe hing. Luise verdiente aber auch des Vaters Liebe. Sie war ein gutes, liebenswürdiges Mädchen, still und sanft und freundlich. Auf ihrem Gesichte lag viel Anmuth, Sanftheit und Bescheidenheit. Luise kannte die Tochter der Wittwe Herrmann, und war ihr sehr gewogen. Wann sie ihr eine Gefälligkeit erweisen konnte, dann that sie es gewiß. Sophie erkannte diese Güte mit Dank, und liebte Luisen von ganzer Seele. Sophie wurde aus Ein Mahl sehr traurig. Ihre gute Mutter wurde krank. Sie konnte nicht mehr arbeiten, es wurde ihr schwindlig, sie verlor alle Eßlust, und schlich sich entkräftet in ihrem kleinen Hause herum. li ^int ü 8oii «ecours. Naäame 1'raumann8äork Ini äonna äe l'ouvraZe, ^u'eiie xa^a xlus clier yu'on ne lait oräinairement; et, cie temxs ü autre, Ini üt tenir un xeu ä'argent, 8an8 Hu'elle xnt 8ou^)- honner la main yui le lui envo^oit. E'est aiu^i ^ue tut secourne cette bonne et insatigadle onvriere. Monsieur 1'raumann8äors etoit au88i lieu- renx xere. 11 avoic une ülle, axxelläe l, oui 8 e, <^n'i1_ aimoit tenärement, et ^ui etoit äiZne äe 80 N amonr. E'etoit nne aimadle xetite ülle, ä'un earactöre don, äoux et xai8ible. I^e8 §race8 cle la moäe8tis äonnoient nn §ranä relies ü la deaute äe 868 1rait8. I,oui86 eounoi88oit la 6lle äe lVlaäame Herrmann et l'allectionnoit beaucou^». Lite ne lai88oit xa88er anenne oeca8ion äe l'obiiger. 8oxdie etoit reconnoi58ante et n'aimoit xa8 moin8 tenärement I^oui8e. 8oxkie lut tout-^l coux xlonZee äan8 une xro- ckonäe rri8te88e. 8a donne möre tomda malaäe, et ne xut xln8 travailler. 1)e8 vertige8, une xerte totale ä'a^xetit aüoiblirent §a 8ant^ , au xoint yu'elle avoit xeine ^ 8e trainer ä«N8,!a cdamdre. Sophie litt dabey viel. Sie wich nicht von der Mutter Seite. Diese wurde von ihr herumgeführt, gewartet, gepflegt. Sophie machte ihr das Bett, räumte im Zimmer auf, kochte das Essen, und verrichtete alles, was im Hause zu verrichten war, ob sie gleich noch klein und schwach war. Endlich wurde Frau Herrmann so schwach, daß sie nicht mehr sitzen, viel weniger herum gehen konnte. Sie mußte sich legen, und nun fing ihre Krankheit an, mit jedem Tage gefährlicher zu werden. Sophie war voll Angst. Sie lief zu einigen Freundinnen der Mutter, und meldete ihnen den Zustand derselben. Sie besuchten die Kranke, und fanden ihre Lage auch mißlich. Die gute, zärtliche Tochter erschrak bey dem Gedanken , daß ihre geliebte Mutter sterben könnte. Sie kniete vor dem Bette derselben nieder und weinte. Weine nicht, meine gute Tochter, sprach die Kranke. Gott kann noch helfen! ich kann noch gesund werden! ben Gott ist kein Ding unmöglich! O 5 ? Eetke malaäie Lut bien penible xonr 8opdie, eile etoit rou^our8 a Lote de §3 mere: c'e§t ?lle yni lui aiäoit a marcber, gui la aoizuoit, ^ui Fai- 8oit 8on lit, csui rangeoit 83 ebambre, yui lni xre- xaroir 8L8 alimen8, cxii käisait enün tont le 8er- vice äe la inaison, Hnoicxi'elle lut encore bien petite et cl'une 83Nte Fort cielic3te. Naclame Herrmann clevint äe zourenzout Pins Foible. Llle ne xonvoit xln8 marcber, p38 MZMS re8ter rissige; eile llut §e mettre an lit, et äe8 ce Moment, la malabie xrit nn caractere 1re8-8erienx. Loxbie tont allarmee cournt cbe 2 ^uelgsnes 3inis8 äe 83 möre, lenr Faire p3rt äe l'et3t on eile etoit. Eelle8-ci vinreut la voir et la trouverent Fort mal. I^'iäee äe la p 08 sibilite cle la mort ä'nne möre cberie glac^a le eoenr cie la bonne Loxbie. Llle 8e ^etta ä ßeuoux, aux xieä8 äu lit et 86 mit L plenrer. lXe xlenre P38, mon enkanc, lui äit la xauvre mere, ne xlenre xas! Oien xenr encore me 8ecou- rir! il xeut me renäre la sante. Oien est tont- xni883Nt; tu le Liti8. H 58 Ach, Mutter, liebe, kheure Mutter! schluchzte Sophie. Wenn ihr mir sterbt — Gott! was soll aus mir werden! Ich bin dann das unglücklichste Mädchen auf der ganzen Welt! Sophie, meine gute, theure Sophie, stammelte die Mutter, du hast ja einen Vater, der für dich sorgen wird. Du siehst ihn zwar nicht, aber er kennet dich, und liebt dich, und ist immer um dich. Auf diesen himmlischen Vater vertraue. Gott verläßt gute Menschen nicht. Sophiens Thränen stoffen. Sie wollte sprechen; ihr Schmerz ließ es nicht zu. Wohl eine Stunde lang kniete sie vor dem Bette der Mutter, die mit tiefer Rührung nach ihrer Tochter blickte. ' Als Herr Traumannsdorf erfuhr, daß Frau Herrmann krank sey, schickte er sogleich seinen Hausarzt zu ihr hin, und erklärte, daß er in der Apotheke alle nöthkgen Arzneyen bezahlen wolle. Seine Frau aber schickte nun alle Tage der Kranken und ibrer Tochter ein gesundes, kräftiges Esten. Der Arzt untersuchte den Zustand der Krankem ^!i! ma m'cks, mn bonne mere! cllaolt Zonale, en asnglotant. 81 tu menra! all! Oien! cpie vala-ie cievenir? je suis la xlua lnlortunee perlte ere'a- ture cpr'll ^ alt au moncie. Loxlrle, mon almadle 8opdle! reponä la mere ck'nne voix entrecouxee, 11 te reate un pere> cpii prenclra 8oln äs toi. 1u ne le vola xaa, 11 e 3 t vrai; mala 11 ts connoit, l! r'alme, Il vellle 8ur toi. ?laee une conilance entlere en ee pere ee- lears. Oleu ne clelalaae jainala l'domms vertueux. 1.68 larmea cle 8opdle rulaaelolent le ion§ cle 8L8 jouea. Llle voulur parier, elle aanglota. ?en- clant plua ck'une deure elle reata ü ^enoux aux plella 6u llt 6e 83 mere ^ul avolt conatammeut lea z^eux 6x^8 aur eile. lVlonaleur l'raumannallorl' apprennant la ma- laclls cle Maclame Herrmann, lul envo^a aon nie- clecln, et 86 cliarZea äs pa^er toua lea mecllca- men8, clont eile pourrolt avolr deaoln. lVlaclame 1ranmann8lIork llt rouL Ie8 jour8 porter a la malacle er ü sa Llle clea allmena auaai aalna ^us re8tauran8. l.e mc^clecln trouva lea svmptomes cle la ma- und zweifelte an ihrem Aufkommen. Die Krankheit verfchlimmerte sich auch wirklich, und Frau Herrmann fühlte es wohl, daß ihre letzte Lebensstunde bald schlagen werde. Sie wäre gern gestorben, aber der Gedanke an ihre Tochter machte sie doch etwas traurig. Sie ließ eine Nachbarinn zu sich bitten, die eine gute Freundinn von ihr war, und bath sie, nach ihrem Tode sich Sophiens anzunehmen. Die Nachbarinn war eine rechtschaffene Frau, aber auch sehr arm. Liebe Herrmann, sprach sie, ich bin dürftig, aber was ich für Sophien thun kann, will ich gewiß gerne thun. Ich werde sie in mein Haus nehmen, und so lange bey mir behalten, bis sie in Dienste treten, und sich selbst fort- helfen kann. Das waren Worte des Trostes und der Beruhigung für Frau Herrmann. Nun werde ich mit leichterem Herzen sterben, sprach sie, da ich weiß, daß meine Tochter gut aufgehoben ist. Nach einigen Tagen wurde die Kranke sehr schwach. Sophie stand in einem Winkel und weinte. Mehrere Frauen standen um das Sterbebett. 59 lacüe Li graves, ^>ne la Znerisou lni ^arnt tres- ciouteuse. b.e mal en eilet em^ira cie jonr en jonr: et iVIaäame Nerrmann sentit bien yue sa 6n apxroeboit. huoiHu'eile regaräat In mort eoinine nn bien- kait, l'ici^s ci'abancionner sa blle, ne laissoit xas cie l'ailÜAer. Llle 6t axxeier nne voisine son ninie, et la xria, cie vonloir, ü sa mort, §e cbarger cie 8oxb:e. Oette voisine etoit nne semme xauvre, mais bonnete. Obere Linie, lui ciit-elle, tu sais c;ue je snis clans 1'incligence; maiL je ierai a ta 8oxbie tont 1s bien llont je serai caxable. ^e la xrenärai cber: inoi, et la §arcierai jnsyn'a ce ^n'erant pilns Zranäe, eile xnisss tronver nn Service et pour- voir elle-meme ü sa subsistance. Oes paroles eonsolatrices tranynillisörent IVIa- claine Herrmann. ^ present, äir-elle, je meurs moins inhniete: je sais ^ne ma 8oxbie sera en bonnes mains. Onelcznes jonrs axres cet entretien , la malalle äevint fort loible. 8oxbie etoit 6ans nn coin et xleuroit. klusienrs lemmes entouroient !e lit. H 2 6o Sophie! röchelte die sterbende Mutter; Sophie! zu mir! daß dich mein Auge noch Ein Mahl sieht. Weinend und mir gerungenen Händen stürzte Sophie an das Bett der geliebten Mutter. Sie kniete vor demselben nieder. Sie schluchzte. Alle Umstehenden vergossen Thranen. Liebe, gute Tochter! stammelte die Mutter. Gott rust mich zu sich. Ich sterbe bald. Sophie that einen Schrey, und verbarg ihr Gesicht mit den Händen. Mutter, beste, geliebteste Mutter! ihr sterbt noch nicht, und wenn ihr sterbt, o so nehmt eure Tochter mit! Was soll sie hier ohne euch! Mutter, liebe, theure Mutter! Alles ward durch diese kindliche Liebe tief gerührt; alles weinte laut. Meine Tochter, sprach die Mutter leise; ehe ich sterbe, mußt du mir noch etwas versprechen. Willst du das? L) redet, redet, liebe Mutter, schluchzte Sophie. Alles, alles verspreche ich, was ihr wünschet. Vieii8, Zoxüie, MN cküre 8oz)kie, (lit ln mere, ll'une voix mournnte. l^ue me8 )^eux xuissenr encore uns lois te contemzsser! 8oxkie, tonännt en lnrnies, 86 torännt le 3 mnin8, 86 xrecixitn ver8 1e lit 6e 83 möre, 8e mit n genoux, 8nn§1otn. Ee 8xectncle, 6t ver8er 6e8 1 > 1 eur 8 n toute8 1e8 6emnie8 rzni etoient xre8enre8. Nn 6!1e , mn könne 8oxkie! puonon^n ln mere ä'une voix xre8kie zette un eri lnmentnkle et cncke 8on vi8nz;e änn8 868 xetice8 mnin8. OK! mn mere! mn könne mere ! In meilleure äes mere8 ! ne meurz xn8! 8i tu menr8 , czue ze te 8uive nn tomkenu! ^ne äeviencirni-ze, 8i tu n'e8 xln8 ? ok ! mn mere, mn könne mere, ln meilleure cie8 mere8 ! Oe t^moiANnge st'nmour 6linl 6t nne imxre8- 8ion xroi'oncle 8ur Ie8 coeur8 6e8 8xeLtntrice3. 1oute8 86 8entirent emue8 zu8er80NN63 c^ui 338i8toient a cette lngubre cereinonie. 8op)liie äonnoir un libre coui-8 ü 868 Inriii68: la tri8t6886 6e8 auti'68 reäoubloit la nienne. 1u voia, Loxliie, lui 6ir une ainie 6e 83 inere, tu. voi8 le8 reZret8 c;ui accoMl?agnent la inort 6'une xer8onne vertueu8e. 8ozibie, arrivee a la toinbe 6e 83 inere, lail- lit 8'evanouir. l^unncl eile vit 6ezio8er le cercueil 6an8 la teure, eile 8entit 868 jainbe8 86 6erober Leiche begleitet hatten, warfen dem Sarge Blumen ins kühle Grab nach. Wem schon eine geliebte Mutter oder ein redlicher Vater durch den Tod entrissen worden ist, dein wird es leicht seyn, sich eine Vorstellung von dem Kummer zu machen, der an dem Herzen eurer so guten, zärtlichen Tochter, wie Sophie war, nagen mußte. Die Nachbarinn nahm, ihrem Versprechen gemäß, Sophien in ihr Haus, und behandelte sie wie ihr eigenes Kind. Aber vergessen konnte diese ihre Mutter nicht. So wie von ihr gesprochen wurde, sing sie an zu weinen. Es war an einem milden Herbstabeude, als Luise Traumannsdorf in der Nähe des Gottesackers spazieren ging. Sie bemerkte, daß das Thor zu demselben offen stehe, und konnte sich nicht enthalten, hinein zu gehen. Luise wurde üherrascht. Sie sah Sophien am Grabe ihrer Mutter knieen ; sie bemerkte, wie sie sich die Thränen trocknete, und wurde innerlich gerührt. In diesem Augenblicke kam sie aus einen Gedanken, der ihr große Freude machte. 80 U 8 eile. 1^3 xluxart cke§ xei- 80 UN 68 c>ui avoient accoin^agne le convoi, ^ttärent äes Leurs 8ur 1e tombeau. 1^68 enLan8, Hui ont eu ls mallmnr de xerdrs nne tenäre märe, un xäre ckeri, xourront 3186 - ment se knirs mm iddn de In douleur yui devoit ncLnbler le coeur 86N8ib1e de l'aimadls Loxliie. 6.3 voisine, üdäle ä 8a p>rome886, xrit 8op)liie clle? eile, et la traita, comme 81 eile ent dtd 83 Ülle. N318 tOUt68 868 3tt6NtioN8 N6 p>ouvoi6iit 6t6r de l'68prrit dn 8op)liie 1'idd6 d'un6 mär6 ckdrin. Däs <^n'6ll6 6Nt6Ndoit xr0N0NL6r 80N NOM, 168 l3rM68 lui vonoient nnx )^6ux. Oan8 Mi6d6ll6 8oirä6 d'antomne, 6 . 0 U 186 Irau- M3iM8dors 86 xroumnoit xrL8 du eimetiärn. L1l6 6U trouvn la xort6 ouv6rt6 6t N6 xut re8i8t6r 3 1'6NV16 d'z^ 6Utt6r. (^N6ll6 ckut In 8urxri86 d6 I^ 0 U 186 l Lilo vir 8oxdi6 3genoniI1ä6 8ur la tomb6 d6 83 märe 6t 688U^3Nt 868 xleur8. (76 8xect3el6 lui 63U83 une vive dmotion. Oan8 l6 mom6Ut, il lui vint une idde c^ui lui 6t binu du xlni8ir. 64 Luise eilte nach Hause - und suchte ihren Vater aus. Freundlich blickte er nach ihr hin. O das-ist gut, daß ich Sie so heiter finde, lieber Vater.' Nun kann ich hoffen, daß Sie mir eine Bitte, die ich an Sie Lhun will, nicht abschlagen werden. Der Vater lächelte. Du weißt ja, meine Tochter , sagte er, daß ich dir gern einen Gestalten erweise. Laß hören, was wünschest du? Meine Bitte will viel sagen, lieber Vater - versetzte Luise. Laß sie hören, sprach der Vater. Wir wollen sehen, ob sie erfüllt werden kann. Eine große, große Bitte habe ich an Sie, fuhr Luise in einem einschmeichelnden Tone fort. Sophie Herrmann, Sie kennen ja das liebe, gute Mädchen, ist eine arme Waise. Sie hat das beste, dankbarste Herz. Sie kniet vielleicht noch auf dem Grabe ihrer Mutter. Lieber Vater, nehmen Sie sich dieser armen Waise an, nehmen Sie Sophien in Ihr Haus. Ich bitte Sie, erfüllen Sie meine Bitte. Dem Vater drängten fick- Thränen ins Auge, s^ni-re 8'empre883 cke retourner ü la M3i8on, ipour parier L 80 N xere. Il l'npperqnt et lui sonrit. je suis cknrmee, cker pnpn, lui clit-elle, cle te voir 6e si könne kumeur. j'v8e ms satter yue tu ne me relu8era8 p38 M3 priere. Vu 8318, lui reponäit 8on pere en 8ourinnk, cjne j'aims ü te Lnire xlni8ir: vo^onn , c^ue veux - tu ? ,^Il! cker xnxn, ee que j'ni L te ckemnncler, 68 t csuelc^ue ckoae cle la plu8 grnnäe con8e<^uence. celn ns tienne, ckit ce konpere. knrle, mn kille. Vo^on8 8i je pui8 §on8crire a tea voeux. ^ou,8e xroäizunnt a 80 N pere le8 plus tenäre8 631-68868, lui äit -, j'ni nne priere, nne trL8-gi3Nlle xriere ü te L'nire! In connoi8, n'e8t-ce p 38 , 8o- xliie Lerrnmnn, cette könne xetite klle. E'e8t nne pnuvre orpkeline. Llle 3 le coeur le mieux Lait, le pln8 reconnoi883nr. ste l'ni tronväe a Zenoux 8ur In tomke 6e 83 mere, et peut-etre 68t-elle encore. ?ren6§ pitiä äe cette petite or- pkeline! hu'elle re8te llnn8 notre M 3 i 80 n ! O Kon P3P3 ! nccorcle-moi cette Zrncs , je t'en 8Upxlie ! lVlon8ienr 1r3nm3nn8äorfLut toucke ju8^u'nux Er war durch diese kindlich menschenfreundliche Bitte? der Tochter sehr gerührt. Mir Innigkeit drückte er Luisen ans Herz. Gute Tochter, sagte er, laß mich die Sache überlegen; heute kann ich dir keine Antwort geben. Luise bath den Vater noch ein Mahl, ihre Bitte nicht unerfüllt zu lassen. Die Rührung desselben, die Thranen, die sich in sein Auge gedrängt hatten, und die Luisen nicht entgangen waren, dieß alles machte ihr Hoffnung, daß der Vater ihre Bitte erfüllen, und Sophien in sein Haus nehmen werde. Darüber empfand sie schon im voraus die größte Freude. Den Tag darauf lächelte Luise den Vater freundlich an, und sagte mit liebenswürdiger Anmuth: nun, lieber Vater? Der Vater streichelte ihre Wangen und sagte: Ich habe die Sache überlegt. Dein Wunsch soll erfüllt werden; ich will Sophien ins Haus nehmen, und sie erziehen lassen. Luise gerieth in die größte Freude. Sie küßte dem Vater wohl zwanzig Mahl die Hand; sie hieß ihn den besten Vater, sic wußte nicht Worte zu finden, um ihm recht viel Schönes zu sagen. 6L larmes, cle la ciemsucle äs sn 6!le. Llle xrou- voit uns 3ine sensible et bienlaisante. 11 serrs Louise contre sou coenr et lui clit : ina ckers kille, ze reä^ebirai ü t3 proposition: mais su- zonrä'bui ze ns puls ^ reponclre. Louise, czui 3Voit remargu^ l'emotion et le§ pleurs cle sonpers, rsäoubla ses instances. klle conc;ut l'espoir cle voir 83 clemsncle conronnee clu sueces. b/iäee cle vivre avee Lopbie la combloir cle zoie. I^e lenclemain, clös csue l.ouise spperc^ut son xaxa, elle lui 6c une perlte mine riLvte, puis lui clit 6u ton le plus ingönu : eti bien! mon p3pa! l^.e xere, en la pingant clvucement L la zous, lui reponciit: ze me suis oecupö 6e ton assaire. I'es voeux sont remplis. ^e prsnlls 8opbis ebe 2 moi et me cbarge cle son eäucation. I^ouise kur su comble äu bnnbsur. ltlle baisa la maiu cle son pere plus cle vin§t iois, en le nom- mant le meilleur cles peres. l^-es mots lui man- czuoieut,zpour bien lui exprimer §3 Zratituäe. I 66 Luise hatte eine Frenndinn. Sie hieß Emiiie. Diese war ein liebes, treffliches Mädchen. Schalkhaft und immer freundlich, wurde sie überall gerne gesehen. Sie liebte den Scherz und machte gern Scherz; aber er war immer unschuldig und kränkte niemanden. Luise und Emilie waren Hexzensfreundinnen. Was die Eine wußte, wußte auch die Andere. Sie hatten kein Geheimniß gegen einander. Sie liebten sich unaussprechlich. Als Luise von ihrem Vater gehört hatte , daß sr Sophien in sein Haus nehmen wolle, wäre sie gerne sogleich zu Emilien hingestogsn, um ihr diese freudige Nachricht mitzutheilen. Allein sie hatte für ihre Lehrstunden eine Arbeit zu verrichten, und konnte nicht abkommen. Schnell ergriff sie aber ein Stück Papier, und meldete ihrer geliebten Freundin» das schriftlich, was mit Sophien geschehen sollte. Auch Emilie, die um ein Paar Jahre jünger war als ihre Freundinn, hatte darüber eine große, große Freude. Des Nachmittags besuchte sie Luisen. Die bepden Freundinnen sprachen viel darüber. Loui8e avoit ^ono amie Lin Nie. 8on aio e8p>iögle§ 868 manieres allndies la indolent clle- rir xar tont. Lite aimoit a zftaissnter; mai8 ses j)l3i8UNleri68 , nnssi innoeentes HN6 80N coenu n'ollensoienr jiersonne. Louise et Lmilis etoient cieux intimes amies LUe 8 6 eommnnihnoient Lnne L Untre tont cs c>u'elle8 savoisnt» Louise n'avoit xas äe seeret xonr Lmilis; Liniiie n'en avoit ^our Louise. L'amitie cie ees äenx xetites üiies eroir inex- xriinabie- Des ^ue Louise a^^rit ^ne 8ozftiie cievoit öemeurer avec eile; eile ent vonlu avoir cies ailes xonr xorter xius vite cette bonne non- velle u Lmilis. iVIais a^pant «^uel^ue cllose a faire xonr nn cke 868 maitres, et ne ziouvanr sortis eile prit a in bäte un moreeau cis xn^ier, et s'ein^ressa ll'ecrire ü Linilie ce ^ni iui etoit ar- i'ive, reiativement a 8oxiiie. La joie ci'Liniiie ns Int x>38 moins vive ^ne eeiie äe Louise, ^ni etoit äenx aus xius agee (jn'elie. Liie vi»t la vdir l'aprres-inicii, er route la covversarion ns ronia tzus §nr 8opiüe. ^u'eiies wie fröhlich sie nun leben würden/wenn auch Ss- phi-e unter ihnen ftyn werde. Noch an diesem Tage hüpfte Luise zu Sophien, und machte sie mit dem Vorhaben ihres Vaters bekannt. Sophie konnte den Worten Luisens kaum trauen. Diese mußte ihr wohl zehn Mahl die Versicherung wiederhohlen, daß alles seine Richtigkeit habe. Sophie war über alle Beschreibung froh, und wußte sich in ihr großes Glück nicht zu finden. Nach einigen Tagen kam Sophie wirklich in Herrn Traumannsdorfs Haus. Sie wurde von ihm, von seiner Frau und Luisen sehr freundschaftlich empfangen. Die letztere besonders konnte nicht genug herzlich gegen sie thun. Sie führte sie im Hause und im Garten herum, sie zeigte ihr alle ihre Sachen , sie schenkte ihr manches davon, und Sophie ftchlte sich überaus glücklich. Noch an demselben Tage erschien auch Emilie. Sophie war schon mit ihr bekannt. Auch Emilie bezeigte sich sehr artig und herzlich gegen sie, und versicherte ihr, daß sie sie auftichtig liebe. Wer war froher und glücklicher als Sophie! 67 snroisnr ete deureu§e8 äe xouvoir §e trvuver uvec eile. I.oui§s ne iai88u P38 8e xa88er la iournee, 83N8 courir eke? 8oxkie xour L'iuformer äe ls re^olution äe 8on xöre- EeUe-ci ns xouvoit Router koi. I^oni8s rlut lui repieter xlu8 cle ciix foi8 gue 1s cko8e etoit vraie. 8oxllie en für enellantee, M3l8 eile uvoit xeine ü croire ü 8ou bondeur. <)nelciue8 joura axrea , 8oxliie arriva ellex 80 N dienfsiteur <^ui lui 6t 1e meilleur aceueil clu monäe. Naclame 1i'3um3NN8äorf, et surtout I>oui8e lui 6rent mille amitiea. l^oui8e eoncluisit 8opi6ie xartout, tunt llanL l3 M3i80ii c^u'au zar- ckin; lui montra tou8 868 ioujoux et meine lui en äonim xlu8ieur8. 8oxllie 5e trouvoic tre8- lieureuZe. Lmiiie vint 3U88L ee iour-lü, faire uns vi- Lire 3 f.oui8e. Llle ^ trouvu 8oxkie csu'elle con- noi88vit, eut xour elle toutes 1e8 3ttention8 xv8- 8Üile8 et lui voua l'amitie la plus aincere. kersonne n'eroit plus content, ni xlur lleu- I 2 „Ach! sagte sie, wenn dich alles meine gute Mutter sähe!" — Sie konnte noch immer den Nahmen Mutter nicht aussprechen, ohne daß ihr Auge feucht wurde. Auch jetzt war sie bis zu Thränen gerührt. Ten beyden Mädchen wurde sie dadurch noch liebenswürdiger. Sophie wußte Luisens Gefälligkeiten dankbar zu schätzen, und auf die gehörige Weife zu würdigen. Zu ihrem Nahmenstage brachte sie ihr ein Paar allerliebste weiße Täubchen mit bräunlichen Halsrkn- gen und einer bräunlichen Kuppe auf dem Kopfe. Luise, die selbst rein und still und sanft wie die Tauben war, hatte diese Thiere ungemein lieb. Sophie hätte ihr kein angenehmeres Geschenk manchen können. Das Taubenpaar wak Luisen über alles Heuer. Sie wartete und pflegte die allerliebsten Thiere auf das sorgfältigste. Bald waren sie an das gute Mädchen so gewöhnt, daß sie ihr aus der Hand fraßen. Sie sang oft aus einem bekannten Liede den Vers: reux que 8 oxL 1 e. ! äi§oir-elle» si ms Lonne märe xouvoir vvir tont cela ! (llmyne L015 yn'elle xronon<;oit ce äoux nom äe m s re, §ou veil se rempiiLLoir äe larmss. — l^es xetiles nmies remarquärent Lon ämstion, et LoxLie ne lernen äevinr yue xlus cLere. 8 oxLie ne fut p28 in§rste. Llle §nt axxre- cisr, cvmme eile ls äevoit, les LonrsL äe Louise, ^u jour äs La säte, eile lui xorta äeux cLar- manles colomdes ä'nns LlancLeur äblouiLLaute. blue ranzäe äs xlnineL Lrunes, leur bormoit uns SLpäce äe collier. Lllez avoienr 3N881 §ur I2 rLre nn douc;u 6 t äe xlmnes äe la meme coulenr: I^ouise, äouee et Lonne comme ces rimiäeL oi- LSLUX, 1 e 8 aimoit exeräuemsut. 8 oxLie n'eur xu lui f^ire äe esäesu xlns sZreadle. b>es colomLsr iZiLoient ls LonLeur äe läouise. Llle lex nourriLsoit eile meine; et xur 8 S 8 8 vin§, eile xarvint L Fgxner leur conksnee, »u xoint ^n'elles venoient zouvent manzer äsns 82 M3in. I^oniLS» äan 8 52 joie, 86 xlaiLoir ü clrnmer Lvu- ^ent l'sir <^ui suit.: Liebe Täubchen, meine Freude, Kommt, und fresst aus meiner Hand! O ich thu euch nichts zu Leide, Wir sind gar zu gut bekannt! Fresset, Täubchen, ohne Sorgen! Dankt mir mit dem Schmeichelton? Schnäbelt euch zum guten Morgen, Und fliegt mir doch nie davon! Wie gross war erst die Freude, als das Weibchen von den Tauben die ersten zwey Eyer legte. Luise lief im ganzen Haufe herum ', und verkündigte allen das frohe Ereigniß. Auf den Epern brütete bald das Weibchen, bald der Tauber. Luise hatte ihre Lust daran, sie zu beobachten. Als nun vollends junge Täubchen zum Vorscheine kamen, war Luise ausser sich vor Entzücken. Sie fiel Sophien um den Hals, und rief frohlockend aus : all' diese Freude Hab' ich dir zu danken, gute So- 69 Douce Eolomlre, tsnärs smis, Viens msnger äsns ms msin. Viens; Louise n's nulle envie De troudler ton kestin. 8ois ssns la moinäre inyuietuäe. HIsnZs ssns is xresser. l?our me xrouver ts ßrstituäex Fe r'entencls roncouler. Fs ts vois, le mstin, ssluer ts comxs§ns, Ln la beequetsnt tenärement; !>uis voler avec eile sn-loin 6ans la csmxsgus; Nsis ce äexart 1'ait inon tourment. Quelle tut Is sstislsction äe Louise, en sx- xercevsnt cleux oeuts äsns le nick cie^ ses co- lomdes! eile courut cksns toute la msison sn- nonger es grsnä evenement. Louise simoit ü voir le mäle, xuis ls t'emelle couver slternstivement' les oeuts. Nsis rien n'äZsls ss joie, en vo^snt les xe- tits eclos. Llle se jetts su con ^e 8ozMe, en lui üissnt: c'est s toi ^ue je suis reclevsdle cke tous les xlsisirs ^ue je §oüte. Llle sxxels aussi- 72 phie! Emilie wurde sogleich hcrbeygcrufen, und auch sie frohlockte über die ausgebrüteten Täubchen. Luise und Emilie waren große Blumenfrcundin- neu, und Sophie verstand sich aus das Warten und die Behandlung der Blumeu sehr gut. Sie hatte dieß von ihrer Mutter gelernt. Da Herr Traumannsdorf einen großen Garten besaß, und ein Stück davon Luisen überließ, so waren die drey Mädchen mit der Blumenzucht stark beschäftigt. Blühte eine schöne Blume auf, so gab das für alle drep eine große Freude. Oft wurden die Aeltern und gute Freunde von ihnen mit schönen Blumen beschenkt. Luise besaß gegen zwanzig Rosenstöcke. .Denen ließ ste alte Sorgfalt und Pflege angedeihen; denn unter allen Blumen war ihr die Rose die liebste. So lebten Luise, Emilie und Sophie. Sie waren gutherzig, freundlich und gefällig. Nie wurde ihre Eintracht durch Streit und Zank gestört. Ihre Tage waren freundliche, heitre Tage, wie die Tage des Frühlings. Jedermann war diesen lieben Mädchen gewo- tot Lmilie, czui xartagea la zoie äe §on amie, xour 1e§ xetils nouveau ne§. I^oniLe et Kmilis aimoient deaucoux le 3 Üenr 3 ; et 8oxkis, s'entenäoit ä ies cultiver: c'e8t un talent äont eile etoit reäevable a sa mere. Non- 8ieur 1raumann8äorl' avoit un granä zaräin; il en ceäa uns xortion ü Louise. 1.68 trois amie 3 6rent a1or8 äe la culture äe8 lleur8 uns Partie äs leurs xlu8 äouce3 occupation8. 17ns zolie üeur venoir-elle ü s'ouvrir; c'etoit xonr ells8 uns source äe zoie. 8ouvent ellsa avoient ls ^laiair ä'oärir äe8 douc;uet8 äe leur8 zaräin8 a 1eur8 xarent8 et a leur8 aini8. 1.oui8s p 088 eäoit uns vingraine äs ro8ier§. l^lle leur äonnoit tou8 8S8 §oin3 ; ear la roLe etoit §a lleur lavorite. Se8t ain8i ^ue vivoisnt 1.oui86 , Lmilis et 8oxliie. Llle8 avoient un excellent coeur, un earactöre jilein ä'amenite et äe bienveillance. /a- mai8 , uns äi8^ute, uns c^nerells ne roinxit le3 äoux lien8 ^us la concoräs avoit 1orine8 entre ells8. 1.68 ri8, Ie8 zeux üloient leur8 iour8: c'e- toient äe8 zour8 äe xrintsm^8. Oe3 clrarmante8 xetites ülle8 etoient generale- Zen; denn gute, gefällige, aufrichtige Menschen mu;; man wohl lieben. Besonders hatte Herr Traumanns- -orf mit seiner Frau die größte Freude an ihnen. Oft, wenn sie beysammen waren, und sich auf eine unschuldige Weise die Zeit verkürzten, sagte er: die lieben, herzigen Mädchen nehmen sich so gut, so freundlich aus, daß ich sie mahlen wurde, wenn ich ein Mahler wäre! — Das Mayblumen - Fest. Rosenfeld hatte die Schuljugend jährlich ein großes Fest, auf welches sie sich schon lange im voraus freute. Man nannte es das M a y b lu- m e n - F e st. Bey diesem Feste ging es so zu. Alle Schmer und Schülerinnen versammelten sich an dem bestimmten Tage in der Schule. Es wurden zwey Fähnriche gewählt, welche die Schurfahnen trugen. Auch kamen einige Musikanten mit blasenden Instrumenten hcrbey. Von den Mädchen wurde einige Tage ment 3NNL68; et celn n'e8txn8 ^tonnnnt. I^'bomlns bon, obligennt et lo^nl jonit cle l'nmour n^nes cls In musi^us, Le renäoit,,en cbnutnnr, ^ un xetit dois cle doulenux, oü il ^ nvoit uns ^nnn- tire äe mu§uet8, on ^ ciresLoit une teure. HIors commenqoient Ie§ clivertisLemenL, hui äuroient zuLgu'nn Loir; xuis on rep>rennoit le cbemin äs In vills ännL 1s msme oräre. RIuLieuvL xerLONnez äe RoLenlelä xnrtnzeoiut Louvent Iss xlniLirs äe cette löte, yui se eelebroit, touL Iss 3N8 , nu rnoi8 äe lVIni. RoniLe IraumnunLäoek lrecsuentoit I'ecole äs Ro8eule1ä, gui joui88oit ä'uue §rnnäe celebritä. Llle nvoit, cette nnnee, 1'e^xoir ä'etre nommee Reine: Les xetiteL nmieL Rmilie et 8oxkie nonr- riLLoient ännL leur coeur In meine 68p>erance, mo- rivee xnr une nxxlicntion Loutenue, xnr uns con- äuire exemxlnire. Re8 LentimenL äe route In clnLLe ziour I'näjuäicntion äu xrix, etoisnt xnrlngäL en- tre Lmilie, RouiLs et 8oxIäe, c^ui nLxiroient äe gen und Königin» werden» Jede derselben wünschte es, aber auch jede sagte zu der andern: wenn du es wirst, so werde ich mich darüber sehr freuen; du verdienst diese Auszeichnung. Endlich erschien der Tag, an welchem die Königin» des Festes ernannt werden sollte. Alles war begierig, wer es werden würde. Darüber waren alle einstimmig: daß unter den genannten drey Mädchen eines gewählt werden müßte. Der Lehrer Hat, was man erwartet hatte. Er erklärte, daß Sophie, Luise und Emilie sich seit dem letzten Feste am besten ausgeführt, und sich sein Vertrauen und seine Liebe in einem hohen Grade erworben hätten. Aller Augen waren jetzt aus diese drey Mädchen gerichtet. Das Roth der,Bescheidenheit bedeckte ihre Wangen; beschämt blickten sie vor sich nieder. Der Lehrer ging nun das Gute durch, wodurch sich jedes dieser Mädchen ausgezeichnet hatte. Sie wagten es nicht, ihr Auge auszurichten. Es ist schwer, sagte der gewissenhafte Lehrer, unter den drey Freundinnen zu wählen. Jede ver- 7Z lenr cots en secret ü la couronne royale. kller 86 6i8oieut souvcnt 1'uue ü l'autre: „8i c'est toi hui es keine, j'sn 8erai cbarmee ; tu nieriter bien 6e l'ötrs." Lnlln xarut le jour üxe xour l'election 6e ln keine 6e la fste. 1ou8 ötoient avicie8 6e ravoir 8ur hui tomberoit le cboix, gnoihue 6'axrL8 l'oxinion Zänerale, il ne xüt ötre ba- lance gn'entrs kmilie, I^ouise et Loxbie. Es 8entimeut fut aussi celiti clu maitre. 11 6e- clara hne, 6epui8 la äerniere 5ste, Lo^llie, I^onise et Kmilie ätoient les eeoliere8 hui §'ätoient le rnienx coinxortee8, et hu'elle8 avoient le8 6roits Ie§ xlns M6tite8 ü 83 couäanee et ü 8on amitie. 1ou8 les re§ar6§ §e kxerent §ur ce8 cdar- !nnnte8 xetite8 ülle8. I^e ronZe 6s la mo6e8tie coloroit 1eur8 joues. limilles, ewb3r388äk8, elle8 tenoient con8t3mmenr Ie8 ^eux b3i8868. I^e maitrs llt Kanal^ss 6e la belle conäuits hu'elles Lvoient tenue, 6an8 le cour8 6e l'anuee; et elie8 garäöreut le ineme insintieu. Il 68t bien äillicile, äit eet in8titnteur con- Lcieneieux, 6e ckoisir entre vou8 troi§ , me§ K 74 dient, Kömginn zu werden ; aber wir haben nur Eine nöthig. Nun, so mögen die andern zwey ihre Hofdamen seyn. — Ihr wißt es, lieben Kinder, nichts fällt dem Menschen so schwer, als seine Empfindlichkeit zu besiegen, wenn er beleidigt worden ist. Wer so viel Gewalt über sich hat, ist ehren- werth. Luise hat diese Gewalt einmahl gezeigt. Sie wurde von einer Mitschülerinn stark beleidigt. Luise vergab ihr dieß nur nicht, sondern bewies sich auch im Stillen, unbemerkt, gefällig gegen ihre Belei- digerknn. Nicht wahr, sie versteht zu herrschen, und verdient daher Koniginn des Festes zu werden? Sie sey es i sie sey es! Luise sey Königinn! riefen alle, und klatschten frohlockend in die Hände. Luisen that diese Auszeichnung innerlich sehr wohl, aber sie blickte bescheiden zu Boden, und that so, als wäre sie eine arme Sünderinn. xetites 31M65 : VVU8 3Ve2 ie§ 1NZM68 ciroitZ L is conronne. Eexenäant, xni8 yu'ii ns xeut ^ svoir yu'une Ileine, ie8 äeux autres Lerom ies llarnes ^e 33 cour.— Voii8 83ve2, ine3 cber8 enfans, 1'iiomme a benucoux äe peine a comxrimer 80 N i'688entiinent, äe8 c;ii'i1 §s 8ent outroze. EelnL csui 3 38862 ^e iorce 811V lui meine, xonr en 3ßir 3i.N8i, meiite notre con8iciei3tion. Voici, ce ^iie 4oui8e 3 fait ci3N8 nne teile circon- 8t3iice» 5e trouvant nn zour Lortement oiken8ee xar uns äe 868 xetit68 coinx3Zne8 , eile n'eut x33 86nl6ment la geneiosit^ cle iiii xaräonner 83 saute, 1N318 eile Liiereim 3 obiiZer en 8ecrer ceiis äout eile avoit ü 86 xlaiucire. iVs 83it- eiie x38 comni3nci6r? ne inerite-t-elie x38 ä'ötie ^»roclainäe kleine? Qu elle ie 8oit! ^n'eiis le 8oit! vive notre kleine 4,011186 ! 8'ecriLrent toii8 ie8 eiev68 en temoiZnant ieiir 83ti8i3ctiou xar äe8 battein ens äe M31N8 reäoubie8. Eette äi8tinction k3i8oit ZrumixiaiLir 3 4ouiLe: M318 ä la voir b3i88er 868 ^eux mocie§te8, vu eut ciit gn'eiie etoit couxabis. Sophie und Emilie wünschten ihr zu Hause von Herzen Glück, daß sie den Preis davon getragen habe. Sie waren nicht im geringsten neidisch auf sie, denn sie fühlten es wohl, daß sie diese Auszeichnung verdiene. .Der Festtag erschien. Alles freute sich auf denselben. Luise hatte ihn kaum erwarten können. Sie kleidete sich einfach an. Emilie erschien früh Morgens sehr zeitig bey ihr, um ihr Haupt mit Blumen zu schmücken. Sophie hatte sich wie ein Blumenmädchen gekleidet, und ihre reine Schürze mit Rosen gefüllt. Liebenswürdige Bescheidenheit lag auf Sophiens, ein heitrer, schalkhafter Sinn auf Emiliens, ein frommes, stilles, sanftes und duldendes Wesen auf Luisens Angesichte. Emilie war eifrig beschäftigt, ihre Königinn recht geschmackvoll auszuschmücken. Luise mußte nieder- kniccn. Von der einen Seite stand Sophie mit der Schürze voll Blumen, von der andern die geschäftige Emilie. Gleich einer frommen Dulderinn kniete Luise, und rühne sich nicht, um dadurch ihre Frenn- dinn in den Stand zu setzen, die Ausschmückung mit 75 Linilie «r 8 opbie aceompaguerent la kleine clres eile et In felicirörent. Oes lelicitativna par- toient än lonä äu coenr: car bien loin äe porter envie an merite äe Koni§e, elies ätoient en- ebanräes äs 1 e voir §i äi§nement reeompensä. Kn 6 n parut 1 s zour äs la l'öte, cs jour tant äesire! f-ouise l'artenäoit avec 1 s plus vive im- parience. Lmilie, äs xranä marin, courut cbe2 Koni 8 e, äont la xarure etoit auxsi 8 imple ^ns mvässte. Klle lur orna la tere äs ileura. Koni 8 e, sin 8 i xaräe, rs 88 embloit ü uns perire rv 8 iere. Llle avoit 80U tablier rempli äe ro 8 L 8 . Es ^jour-lü, uns aimabie moäs 8 tis earaetöri- 8 oit 8 opbie: l'enzonement §e peignoit äana le§ trait 8 ä'Kmilie; et la äoueeur, le calme et la dontä äan 8 ceux äe Koui 8 e. Kien n'eZaloit le 8 8 vin 8 , les attentioii 8 et ls 2ele ä'Kmilie pour la toilette äe la Keine. Koums äut 8 e mertre k Aenoux. 8 opbie §e plaga ä'un eote, le tablier Plein äe llenr 8 , et Kmilie äe l^aurre. Koni 8 e re 8 toit äan 8 cette attitnäe, LLN 8 remnsr la rere, pour äonner toure lacilite r 868 amis 8 , c^ui vouloiem bien a'oeLnper äs 8 a parure. Kmilie K 2 75 aller Bequemlichkeit und ohne die mindeste Störung zu vollenden. Emilie lebte und webte ganz in diesem Geschäfte; ihre Blicke waren nur auf Luisens Kopf gerichtet; blindlings griff sie mit der rechten Hand nach den Rosen in der Schürze; alles lag ihr daran, ihre Königinn köstlich zu schmücken. Vater und Mutter sahen von ferne zu, wie Luise geschmückt wurde. Ihre Blicke hingen mit Liebe und her zlicher Freude an dieser schönen Gruppe. Es nimmt sich so gut, so allerliebst aus, bemerkte Herr Traumannsdorf, daß der beste Mahler sich darüber innig freuen müßte. Ich kann mein Auge gar nicht weg wenden von dieser freundlichen, reihenden Gruppe. Luise ward geschmackvoll ausgestattet. Sie wurde mit lautem Jubel von der Schuljugend bewill- kommt. Als alle bepsammen waren, begann der Zug durch das Städtchen. Die Fahnen flatterten: die Musikanten bliesen; die Jugend sang ein heitres Maylied. Das ganze Städtchen freute sich über die reihende Königinn und ihre Hofdamen. In dem Birkenwäldchen wurde ein unterhaltendes Schauspiel aufgeführt, der Lehrer bekränzt, und Mayblümchen en kaisait uns ackaire caxitals. Küe n'avoit äes yus xonr la täte äs Koniss. 8a Murn slloit L 1'aventurs xrenäre äes roses äans le tabüer; tant eile etoit aikairäe; taut eile avoit H eoeur äs bien xarer sa Keine. Ks xere et la mere reZaräoisnt äe loin tous ees xrexarariks. Keurs ^eux se re^osoient avec compiaisance snr 1e Aronxe interessant gus kor- moient ies trois amies. IIn xeintre, äisoitNon- sienr Iranmannsäork, auroit ^ranä xlaisir a äes- siner certs scene ravissance. /e ne xuis trox la consiäärer. Des gue Kouise xarut äans ses nouveam atonrs, eile kut regne avee äes a^^äanäissemeus nniversels. loute 1'ecole etant rassembiee, le cor- tegs äeüla ^>ar la viile, ärap>eaux äexlo^äs. Lientot l'air retentit äu son äes instruinens et la jeu- nesse entonna nn b^mne en 1'lrouueur än mois äe Nai. Kes baditans äe Kosenkelä ne se lassoient ä'aämirer la Keine et les äeux äames äe sa cour. On exöenta uns xetite comeäie äans le dois äe bouleaux. Ke inaitre kut eonronne äe üenrs; on in Strauße gewunden. Der Tag verschwand schnell und angenehm. Des Abends kehrte man nach Rosenfeld zurück. Die Fahnen aller Schüler und Schülerinnen waren mit Mayblumen geschmückt. Es wurde wieder gesungen. An der Königinn hingen wieder alle Blicke. So endigte sich dieser freudenvolle Tag. Gleich schönen, lieblichen Rosen blühten Luise, Emilie und Sophie auf. Sie wurden — was zu erwarten war— glückliche Frauen, und machten viele glücklich. Georg und Rosemunde, cx ^In Wilhelmshausen lebten drey Kinder, die man oft beysammen sah. Sie hießen Alexander, Georg und Rose m und e. Die beyden letztem waren Geschwister, die sich sehr liebten. Diese drey Kinder waren sehr munter und lebhaft. Besonders hatte Georg oft drollige Einfalle, 77 ftt äe§ zuirlancies 6s mugustz. Ii.3 Tournee Lue treZ-gaie, mais 86 xasLL trox vite. 8nr la soiree, 1e maitre, 1e8 ecoliers, Is8 eco- üere8 conronnes äe mnguet8 revinrent a Ro§en- i'elä, en renouvellant 1eui8 c!i3Nt8 ä'aHegresse. 1^3 Reine attira äs nouveau tou8 les re§3rä§. ^elle sur ia 6n äe ce keau jour. Lemdiadlea u äs zeunes bouton8 äs ro8e§, ,äont cli3c;ue jour augmente la fraiclleur et l'eclat» Lmilie, Louise st 8opllie crürent en 83§s3§s, en heaute; et surent^ ce yu'il etvit kacile äe xrevoir, äe8 l'emines Keureu8e8 et c^ni contriduörent an honkeur äes autre8. OeorZe et ^ 086 inonäe. V7iIlle1m8li3U8en vivoient troi8 enfanx c^ue 1'on vo^oit 8vuvent enLemdle, ^ 1 e X anär e, Oeor^e et Ro8emonäe. t,e8 äeux äerniets etoient kröre et 8seur et s'ainioienr deaucoux. Ee8 troi8 enkan8 etoient fort en^oue8. Oeor§s surtout avoit Lonvent äe8 83tHie8 xlaiZANtes: 78 und seine kleinere Schwester hieß ihn daher ein komisches Kerlchen. Voll Unschuld war Rosemunde, zwar froh und munter, aber dabey auch sehr mild und sanft. Nur Schade, daß sie so sehr unter dem Regimente des BruderS stand! Was er haben wollte, mußte sie thun. Er zwang sie mehrmals zu Spielen, die nur für Knaben passen. Sie mußte sich alles gefallen lassen. Alexander war fast eben so lebhaft als Georg. Man nannte ihn allgemein den kleinen, lieben Schalk, denn er hatte, so wie Georg, ein schalkhaftes Gesicht, besonders einett recht schalkhaften Blick. Waren diese drcy Kinder beysammen, so ging es immer sehr lustig zu. Bald schlug das eine, bald das andere ein Spiel vor. Georg und Alexander stärkten dabey sorgfältig ihre Brust, denn sie schrieen gewöhnlich heftig. Lausen, Springen und Ringen war ihre größte Lust. Oft mußte auch Rosemunde mithüpfen, und mitschreyen. Einmahl kroch Georg im Hotzschoppen herum. Freudig kam er zur Schwester gesprungen, faßte e'est xonrcjuoi 82 soeur 1'axxelloit un xerir llrüle. kssemonöS ^tvit l'innocencs niZine. Elle? eile 1'en^ouement etoit tempere x>ar la äoueeur er xav 1'akfadilite. E'est ciommage yu'elle clüt etrs §i §ou- mi8e aux oräres 6e 8vn xetit 8vnverain Georgs, ciont la volonr^ rögloit tousonr8 la 8ienns. Il 1'obli- ^eoit xar5oi8 a zoner ü cie8 senx c^ui ne convien- nenr yu'anx Zar^on8. lVlai8 ^>ne kaire? eile äe- voit 8e xlier ü tonte8 868 lantai8ie8. /^lexanclre eroit tont an88i vik c^ne George» On le nommoit commnu^inent I'aiinadle xetit kri- xon; car il avoit gnelc^ne Llro8e cle 6n, 6e ruse llan8 la üZure er xrincixulement clan8 le re^arci. Il kalloir voir le train ^ne kai8oit Lette 80Liet4 6 e troia x>er8onn68. lantor l'un xrox> 08 oit nn sen, tanrot l'aurre. George et ^lexanäre travailloient aveL 8vin a se kortiüer la poitrine; car il8 Lrioient cle ronres lenr8 korce8. Eourir, lütter, 8auter etoienr 1eur8 senx kavori8. Ko8emoncis ne xouvoit querer Le 61§xen8er ä'ötre äe la xarrie. Gn zonr George 8'etoit introlluit 6an8 le bn- pller. ^^re8 ^ etre rszte c^uel^ue telnx>8, il sn Lor- sie bcy der Hand, eilte davon, und zog sie mit sich fort. Rosemunde, die nicht so gut laufen konnte, verlor fast ihren ALhem. Sie bath den Druder, sie los zu lassen, weil sie sonst ersticken müßte. Aber Georg schleppte sie unbarmherzig fort, Sie schrie; aber er kehrte sich nicht daran. Endlich war, zu RosemundenS großer Freude, der Holzschoppen erreicht. Georg stand still. Höre, Schwesterchen, sprach er, jetzt gehen wir ganz sachte unter den Schoppen. Dort sollst du etwas Neues sehen. Neugierig, was es da geben sollte, schlich sich Rosemunde mit Georg unter den Schoppen. Er führte sie in einen abgelegenen Winkel. Da sich einmahl hin, sagte er, was sitzt dort? Die kleine Rosemunde hatte eine große Freude; denn sie sah eine weiße Henne mit einem schwärzlichen Federbusche in dem Winkel sitzen. Georg führte nun Roscmundens Hand unter die Henne. Ey, da gibts ja Eyer, rief sie, und wie warm sie sind! 79 tit er accoutnt tont essonKö xre§ äe Ilosemonäs. Il la Irit par la m g in et 8s mit ^ la laire conrir. Ko8emonäe, <^ni u'etoit xa8 caxable cle conrir 3U8LÜ vite «zue lui, n'en xonvoic xlur. Llle ent bean prier O sorge cle la lai88er aller, lui crier czu'ells etoulloit: l'imxito^abls lröre continua cle 1'enrrainer avec lui. 1.68 voilü enün xarvennr an bücber a la gran- äe 8ati8faction äs lloremonäe. Oeorge 8'arrerant äit a 83 8oeur: cbut Ilions allon8 entrer ici, mar- clion8 tont äoucement, xetite 8oenr. so vair te laire voir ^uel^ne cli 086 äe nouveau. Iloremonäe curien8e äe äecouvrir cs ^u'il avoit lü, 8e gli88e avec Oeorge äan8 la remi8e. Eelui ci axrer l'avoir conäuite äan8 un coin re- culö, lui äit: regaräe bien Iloremouäs! ne voir- tn rien 7 Oa xetite klle tonte jo^eure 8'eerie: je voir uns delle xonle blancbe avec uns bnx^e noire. Eomme elle re8te 3881886 äan8 ce coin. Oeorge zirit alor8 la main äe 8L 8oenr et la xlaga 8on8 la xonle. Oer oeul8! äer oen5§! ärt Ilo8emcruäe; il8 sont tont cbanäs. Düs müssen wir der Mutter melden, sagte Georg. Ich reite sogleich als Kurier zu ihr hin. Du aber bist mein Bedienter. Rosemunde wollte kein Bedienter sepn. Zlbee Georg rief ihr zu: du sagst kein Wort mehr. Thne waS ich dir heiße. Die gutmüthige Schwester schwieg still, und gehorchte dem Bruder. Er suchte zwey Stecken aus, und gab den einen Rosemunden, den andern behielt er für sich. Den seinen hieß er einen Rappen, den Stecken der Schwester einen Grauschimmel. Was auch immer die sanfte Rosemunde einwenden mochte, sie mußte aus ihrem Stecken reiten. Georg ritt voran. Die Mutter lachte, als sie diese Reiterer) erblickte. Georg machte Kapriolen, gab seinem Pferde die Spornen^, und bäumte sich nach allen Seiten zu. Sanstmüthig und still ritt dagegen Rosemunde hinter ihm her. Georg stieg von dem Rappen, und Nosemunde von dem Grauschimmel ab, als sie bey der Mutter ankamen. Beyde wollten nun voller Freuden erzählen , was sie unter dem Holzschoppen gesehen hät- Gonrons vite, z'ecrie George, annoncer eene könne nonvelle ü maman. Allons, se xar8 en Courier; tu §ern8 mon ckome8tiyue. Hv8emon6e n'etoit xa8 6e cet rrvi8. 'kiniL- 8on8-en, clit Oeor^e, et Isis ce yue ze t'or- öonne. l.a könne xerite 6lls §e tut et okeit. Il xrit en8uite llenx KLron8 , en llonnn un L Ho8e- inonöe, le^uel äevoit 6§urer un ckeval xri8- xommele; er garäa l'autre xour lni: il en 6t Lon ckeval noir. Quelle re8i8t3nce auroit xn oxxoser la könne Il08emonäe?L1!e äut monter ä ckeval §nr 8ou kä- ton. George la xrec^äoit. I.u inere, ü 1'33xect cke cette singuliere caval- cacie, ne xur 8'emxZclier äe rire. OeorZe 8e mit L laire 6e8 cakriole8 a ckonner 6e§ eleux ü 8vn cke- val, ui 8e trouvoit snr 8on x 3 L 83 ge. ,,Il8 8onr ee!o8, Ü8 8ont ec'1o8 ! 8'ecrioit i! ; rüjouia- toi-Ilo8emoncie, rejoni8-toi!" et il continua 6e courir. Non freie George e8t Lonjonr8 le meine, c!it Ilo8einonüe; je ne eonnoi8 xoinr üe petit garqou x>1u8 cirole c^ue lui. l^u'n-t-il en tete? s)ni xenc 8e trouver la? et xonr guel sujer äoi8-je erre 8 i j o^en8e ? ' Bald erfuhr die Schwester, daß die Eyer aus- gebrütet, und daß Küchelchen da waren. Diese Nachricht setzte sie in Entzücken. Es gab nun Freude über Freude. Die kleinen Hühnchen wurden von den Kindxrn sorgfältig gepflegt und gefüttert. Georg versuchte eimnahl eines von den Küchelchen zu sangen. Aber das wäre ihm bald übel bekommen. Die Glucke würde sehr böse, und wollte ihm ins Gesicht springen. Erschreckt lies er davon, und hatte nicht das Herz, sich umzusehen. Rosemunde mußte über diesen Auftritt sehr lgchcn, Als die Küchelchen größer waren, wählte sich jedes der Kinder eines davon. Georg bath sich ein schön gesprenkeltes, Rosemunde ein schneeweiches aus. Sie gaben ihnen auch Nahmen. Das gesprenkelte wurde Schilli, das weiße Rosa genannt. Mit großer Sorgfalt und Freude beschäftigten die Geschwister sich mit ihren Hühnchen. Sie machten ihnen tausend Spaß. > x Lientot l'nimadle 8oeur apzprit <^ue le§ xouL- 8in8 etoient ee1o8. Otte nouv'elle mit la eombls u 8U joie er N 80 N rnvi88ement. Le8 enlnu8 eurem xour eux Ie8 nttention8 Ie8 xlu8 cielicnte8. Oeorge v.oulur un jour en xrenäre un ckan8 868 mains: MN 18 cetre Ü3Nt3i8ie man^un !ni eoütsr bien cber. I.N xoule 8e läcbn , et peu 8 en inllut ^u'elle ne dee^uetLt nu vi83ge le xetit temersire. Eet nceueil xeu nmicalz l'eüru^s. II n'ozoit lever Ie 3 z^eux. Eette scene üt benuLOu^» rire Lo8e- moncle» I>68 xou88in8 äevenm §rnnä8, Oeorgs en edoi8ir un joliment-grivele czu'il nommu 8cbil- 1i; celui) äopt R.o8emonäe. üt echoix, etoit blnnc comme neige. Lilie l'gxxela Ho 8 a. I^'eckucntion 6e8 cleux poulets ckut Pour cer» en5nn8 uns source cle i?1ai8ir8. 1^68 §entille8868 äe ces xetits animnux 1e8 egn^erent x!u3 ä'nne koi8. L 2 84 Alexander. ^ßnterdess, dass Georg und Rosemunde sich mit ihren Küchelchen ergetzten, unterhielt sich Alexander auf eine andere, nicht minder angenehme Weise. Er war ein grosser Freund von Pferden. Unter allen Lhieren waren ihm diese die liebsten. Was Lhat Alexander? Da er keine lebendigen Pferde befass, so wollte er wenigstens hölzerne haben. Er schnitzte sich daher deren gegen zwanzig, und vertrieb sich mit ihnen die Zeit aufs beste,/ Eines Sonntags hatte Alexander einem Freunde — er hicss Thuiskon — versprochen, des Nach-' mittags zu ihm zu kommen, und Georgen und Rosemunden mitzubringen. Sie wollten dann auf einer Wiese ein unterhaltendes Spiel vornehmen. Alexander ging zu Georgen und Rosemunden, und lud sie ein, milzukommen. Diess versprachen sie, und erschienen bey ihm zur bestimmten Stunde. 1 e x u u ä r e. -L- ancÜ8 yue 6eorge et Lo8einoncie 8'aniU8oient ela lenr8 pon88in8, ^lexanclre ne 8'occu^oit x»a8 moin8 aZreablement. 11 etoit Arancl ainatenr 6e cllevanx; c'etoient 868 aniinaux 6e xrreeli- feetion. N 218 en <^uoi con8i8toient 1e8 ainn8emen8 cl',41exanllre? IVe x»ouvant avoir c1e8 clievaux vivau8, il re8olut cle a'en faire 6e doia. Lientot, il ent nn Kara8 comxo86 ä'une vinZraine cle ce8 clievanx, Le tem^8 ^n'il einxlo^a a le8 La- Lri^uer, Int x>our lui cle8 plu8 agrealile8. ^lexanäre avoit un ami noinine 1dui8lron. Il lui avoit xroinL cle 1'aller voir nn climanclle axrL8 iniöi et äe lni amener Oeorge et Lose- inoncle xour 86 renclre en8nire tou8 en8emble clan3 une xrairie et 8'x^ clivertir. /^lexancire alla inviter Oeor^e et IIv8einonäe a venir clier: lni. Il8 1e lui xromirent et 8 e ren- llirent a l'invitation a l'llenre inäiguee. Alexander empfing sie mit vieler Freude. Ihr sollt heute bey mir etwas Neues sehen, rief er ihnen entgegen, und führte sie, mit einem schalkhaften Gesichte, in eine Kammer. Georg und Rosemunde wurden überrascht, Sie sahen in dieser Kammer eine Menge von hölzernen Steckenpferden, und vor jedem derselben eine Raufe und Krippe mit einem Wische Heu. Ueber jedem Pferde hing eine Tafel mit dem Nahmen des Thie- res; denn jedes hatte feinen eignen Nahmen. Da gab es eine Diana, eine Venus, eine Juno, einen Dadalus, Jupiter, Hercules, Alexander, Ulysses u. s. w. u. s. w. Nicht wahr, sagte Alexander, ich habe einen hübschen Marstall? Georg und Rosemunde freuten sich über Alexanders Einfall, und seine Stuterey gefiel ihnen ganz wohl. Das sind aber faule Pferde, sprach Alexander, und heute habeich recht frohe, lustige Rößchen nö- thig. Wißt ihr was? Seyd ihr einmahl meine Pferde, ich will euer Führer scyn. Thuiskon lacht ge- D Alexanäre leur üt le ineilleur accueil. Von8 verre?, äit il, en vermut au äevant ä'sux, ynelgue cdo86 äs nouveau cdex moi. Il 80 nrit nmlicieu- Lemeut, les xrit xar la main et les conäumit Aans uns cdaindre. OeorZe et Uo8emonäe durent tou8 8urp»ri8 en entrant äan8 cette pilace , ä'x?' trouver une ^uantite äe clievaux äe dom Attacken a un ra- relier remxli äe doin. ^u äe88U8 äe cda^ue cke- val etoit 8U8xenäu un ecritean ciui en äe8ignoit !e noin. Oaim la nomenclature, il avoit une Viane , une Venu 8, une sunon, un O e- äa 1 e, un s upri t e r, un di e r c ule, un 01 zr 8 8 e etc. etc. Non äcurie voua xlait-elle 7 lenr äenmnäa Alexanäre? Voua avex en la une excellente iäee, lui rexronäirent Oeor^e et Ilo8einonäe. Votre darax e8t tout-a-Lait äe notre Zoüt. Nai 8 ce 8 cdevaux, rexrit /rlexanäre, 80nt äe ^ranäs x>are 88 eux. se vouäroi 8 eU avoir anjourä'tiui ä'autrs 8 c^ni 1 'n 88 ent dien vik 8 , dien drinZants. Ron! il me vient une iäee. 8oye2 86 wiß, wenn er uns so ankommen sieht. Seht, ein Leitband liegt schon hier bereit. Allons, seyd meine Rappen! Georg war gleich dabey. Nur Rosemunde machte Einwendungen. Sie wollte kein Rappe sepm Gut, so sey ein Schimmel, sagte Georg. Aber ein Pferd mußt du seyn. Ich will es haben! Was wollte das gutmüthige, unschuldige Mädchen machen? Es mußte sich bequemen, sich das Leitband anlegen zu lassen. Alexander griff nach der Peitsche, schnalzte, und rief seinen Pferden zu, munter drauf loszutraben. Die Pferde singen an, siolz einherzutretcn. Rosemunden ließ qs allerliebst. Ihr bescheidnes, freundlich mädchenhaftes Wesen stach gegen den Muth- willen ihres Bruders sehr ab. Den Kindern gewahrte dieses Spiel große Freude. Dieß konnte man deutlich aus ihren Gesichtern lesen. Georg war ein muntres, muthwilliges Pferd. Er bäumte sich, und schlug mit einem Fuße aus. ML5 cllevanx, ze 8era'i le cocller. Illuiisslon u? xonrra 8'emxiLcller äs rire, en vo^ant arriver cllex lni cet 3ttel3gs. Voicf cies renes toute8 xiräpa- ree8. Allons. Vou8 aerer: mex cllevanx noir8. O sorge accexira cl'adorä in xroxi08itton. Il.o 8 e- rnoncie 6t lles ollzectiov8: eile ne vonioit Lire un clleval noir. ?388e xonr ceia, ält George, kill dien! tu 8era8 nn clleval lllanc. In 38 denn faire -, tu ciois etrs clleval; ze le veux. (Quelle r68i8tance oxip 08 er ü 1n8 äröle fieric cbeval. Eexenäsnt s'il vient ü s'e- nn xeu trox>, il lauärs bien c^ue mon 6ouet temxere 80 N enfonemtznc." I'uisbon 8LUta äs jois , en nxxereevnnt le cocber et les cbevaux. Vonte 82 xetits socierä et celle äe 82 8veur trouvereut cet sttelags cbarmLNt. 11 gr ent bientot uns hüruitite äe cbs- rmnx. I^es xetites 6I!e8 änrent gussi seresouärs L xrenäre xart an ^en, ^ui änra nne bonne cleini-beure. I^eur conteuance laisnit nn ell'et xIgi8LNt. 08 räcreations enlantinss renäirent v l'n^res-miäi trüs-conrt. 8cbi11i et U 08 Ä xrocnrörent bien äes benies sxreables ü George et ü Hosemonäe : ils v^cn^ rsnt xlusienrs annees cbe 2 eux. b,es äeux si- 88 Stets waren bepde Geschwister die Freude der Restern. Froh und glücklich verschwand ihre Jugend. Mit Alexander lebten sie bis zum Tode in der besten Freundschaft. Als sie schon graue Haare hatten, erinnerten sie sich noch mit Freude an die Spiele der Kindheit, und oft sagten sie: wir waren frohe, glückliche Kinder! Gustav, Röschen und Lisette. *^err von Luisenfeld war ein glücklicher Mann. Er hatte zwey Kinder, die ihm viel Freude gewahrten — einen Sohn und eine Tochter. Jener hieß Gustav, diese Röschen. .Diese Kinder erzog Herr von Luisenfeld mit aller Sorgfalt und sehr natürlich. Sie waren immer nett , aber einfach und bequem gekleidet. Bey- de liefen fast immer mit unbedecktem Kopfe herum. Das wurde dem Vater übel ausgelegt. Die Kalte und die Hitze wird den armen Kindern schaden, sie madles enlans Aranäirent er eonnnuerent ä renöre- leur?» xarents lienreux. t,eur zeune88e 8'^LOula an 8eiu, cke8 x!ai8ir8 et 6u bonlieur. I/amitte hui le8 nni 880 tt ü ^lexLnclre ne iinit hn'Lvec leur vie. Oe8hue ls8 riäe3 cle la vieiile88e eurenc sillone lenr tronr , Ü8 aimerent ü 8e rLxxeier 1e8 deaux zour8 c!e leur enlunce. 8ouvent Ü8 §e 6i8vienr 1'un ü 1'Lntre: nou8 avon8 e're äes en- I 3 N 8 jo^enx et conten8. Oustave^ K086 et I^i 86 tte. -^Ion8ienr cke Louise u telck avoit cleux en- ckan3 hui ka^ment tont 8vn donbeur. I.e garqon 8e nsmmoit 6u8tnve , et lg tillc K c> 8 e. 1^68 8oin8, hn'il xirit cke leur etliiLLtiou etoienc tonäe8 snr la nature. t,68 vetemens c!e On 3 lLve et 6e Kv8e eloient tonzour8 xroxre8, in»i8 31 m- xle8 et commocke8. ^Lrement on leur vo^oit la tote couverte. Eette rnLniöre cl'elever c!e8 en- ckaN8 tut blümee cle certaines perxonnex. t.es xauvre8 x>erit8 MLiüenreux ! cii8oient-elle8, comme werde» erkranken, und am Ende wohl gar frühzeitig dahin sterben. So sprach man. Herr von Luisenseld lächelte. Die Leute sind nicht klug, sagte er. Gerade das, was dem Körper gesund ist, halten sie für schädlich, und das, was ihn leicht krank macht, suchen sie mit aller Sorgfalt aus. Gustav, sprach eines Tages der Vater, die Leute wollen, daß du immer einen Hut tragest. Willst du das? Gustav sah den Vater lächelnd an. Das ist nur Spaß, Väterchen, nicht wahr? versetzte der kleine Sohn. Was gehen uns die Leute an! Oder willst du es auch, daß ich einen Deckel auf meinen Kops lege? Die Leute sagen, fuhr der Vater fort, daß man krank werde, wenn man keinen Hut trage. Und krank sollst du mir nicht werden. Gustav lachte. Väterchen! rief er aus, bin ich 89 Ü8 äoivent 8ou6lir än sroiä et äe la clmleur! Ü8 tomlieront mulaäes , et uns mort pwscocs tsrminera lenr3 zvnr8, Ee 3 Propxos lai8oient 80 urire IVloiwieur cis I^ouiLentslä. Os8 gen8, äisoit-il, r3i80nusur bisn mal. Il8 reZaräent comine nuiLibls tont cs c)ui ^eut pwocnrei.' an corp>8 uns con8titution roduLte et viAonreu8S, et lont xreci8sment tont cs ^ui tsnä ü l'aüoidlir. IIn zour IVlon8ienr äs l^oui8sn5elä axprslle Ou- 8tuvs et lui äit: scvuts, mon 61s; on veut, " c^ue te 1 a88s xorter un cliaxeau. Eela re l'era-t-il xlai8ir? Ou8tave, 3 p>rs 8 avoir rezaräs 8on xsre en 80 nri 3 iit lui rsxonä: c'e8t uns xlaisunterie, n's8t- ce xas, bon xaxa? <^ue le8 §en8 äwent cs ciu'il8 venlent! In u'exi§er38 83N8 äoute x38 gue ms couvre la töte? l^e monäs, continne le xsre, äit csns, lors- hu'on ne xortu xoiut äs cllaxeau, l'ou tomde inulaäs. In ue venx certainemeut x38 courir cs8 ri8ciue8. Ou8tave §e mit ü rirs. Hi8 moi, )S te pris> M denn schon einmahl krank geworden? Bin ich nicht immer gesund wie ein Reh oder ein Fisch? Was fehlt mir? — Die Leute sind nicht klug. Der Vater lächelte, und sagte: Gustav, du sollst mir gesund bleiben, und darum gehe ohne Hut« Darüber hatte Gustav eine außerordentliche Freude. Er hupfte zur Schwester Röschen, und erzählte ihr sein Gespräch mit dem Vater. Auch Röschen war froh, daß sie mit bloßem Kopse gehen konnte. Gustavs Kleider waren sehr leicht und etwas weit. Gewöhnlich waren sie von rothem Zeuge, weil diese Farbe dem muntern Knaben gut ließ. Auch war sein Nacken und Hals nicht mit einer warmen Binde umgeben, sondern bloß wie die Brust. Eben so leicht und bequem war auch Röschens Anzug. Nie wurde sie fest geschnürt, nie in dicke, warme Kleider eingehüllt. Ihr Körper konnte daher leicht und bequem wachsen, und die Glieder sich ungehindert bewegen. Neberdieß stand ihr ein solcher Anzug sehr gut. clter paM, qüanä m'as-tn vu malaäe? iours äs la meillsure saute. /e suis gai, je saute comms un laon. Ions ces gens-l^ ne savent ce ^u'ils äisent-, 1u as raison § mon i'etit ami , äir !e zröre. Eonserve ta Keils saute et contiune ä'aller saus ckaxean. Ges mors xorterent Is joie äans le coeNr äe Gustave. 11 courut cke 2 sa soeur iui faire ls reeir äe l'entretien Hu'il venoit ä'avoir avec son xaxa. Hose i'ut aussi tres-aise äe xouvoir aller töte nue. I/kakillement äs Gustave e'toit tres-leger, un xen large, et ä'uu ronge-ecarlate, xaree^ue cette couienr va tres-kien anx xerits gargons. Il ne xortoit xoint äe cravatte. I.s eon er la xoitrine etoient toujours äeeouverts. Hose etoit aussi legerement vetue. Llle n'e- toit jamais serree äans äes kakits clianäs et xesants. 8on corxs avoit tonte faeilitö äe croitre er äe 8e äeveloxxer; et ses memkres u'etoienc uullement genes äans leurs mouvemens. G'ail- leurs es eostums ne äeparoit xas Ilose. Andere Leute schüttelten die Köpfe, und einige von den Vornehmen und Reichen sagten: Herr von Luisenscld ist ein so braver Mann, und hat so allerliebste Kinder. Es ist unbegreiflich, daß er diese nicht besser erzieht, daß er nicht mehr für ihre Gesundheit und ihr Leben sorgt. Da laßt er sie in so leichten Kleidern herum lausen; den Knaben sogar ohne Hut und mit offner Brust! Das kann den Kindern sehr übel bekommen. Lange können ste ihm nicht gesund bleiben l Aber diese Leute waren schlechte Propheten. Was sie den Kindern des Herrn von Luisenthal vorher sagten, geschah nicht. Röschen und Gustav blieben frisch und gesund. Jene vornehmen und reichen Leute hatten auch Kinder, die immer in warme Kleider gehüllt wurden. Ihr Kopf ward nicht nur mit einem einfachen Hute, sondern sogar mit Pelzmützen bedeckt. Das waren aber auch rechte Pelzmützen-Kinder. 9l Dien 6e geN8, 3 Hui cette maniere cle >?'dn- diller, äeplaisoit, d3U88oient le8 ei)3iile8. On entencloit meine 6ire ü certaine8 xei 50 NN 68 3 c^ui leur8 ricde88e8 ou leur et3t öonnoient cln cre- äit: (lomment e8t-il xo88idIe ^ue Nonsieur rie Doudenlelcl, komme ci'3illeur8 8i i'3i80NN3dle, et H-ui a tie 8i ck3i'M3N8 eul3N8, ne leur äonne xas une meilleure eckucution. ?eut-on nvoir 81 xeu 6e §oiri8 6e leur 83Nt6, 6e M coii8erv3tion 6e leurs Z 0 U 18 ? Ld Hnoi! le8 lai88er eourir 81 legerem ent vetu8, 83N8 eli3pe3N , et xoitrine ckecouverte : ceM ne xeut ckurer 1ong-temx8. 1l8 tomderoiit dieutot ma!36e8. Oe8 critihue? furent cle küux xroxdet68. k>L8 enf3N8 äe k/lon8ieur c!e Doumenielä ne connureiit 3ucun cle8 maux czu'on leur xrono8ti^uoit. Ou8t3ve et Ilo8e eoutinuerenr 3 zouir 6e la meilleure 83iite. 1^68 per 80 nne 8 oxulente8 <^ni 8e permettoie^t cke dlumer Norwienr cle 1^01118611^1(1, 3Voisnt 3U881 äe8 enfan8 ^u'il§ tenoienc dien ekauäement vötu8. l>lon-8eu1ement Ü8 xortoient ckes cliaxsaux. M3i8 meine 6e8 donnetä 1onrre8. Oe8 enl3U8 etoient 6e vrai? autoinstes. Iln M 2 Sie sahen gewöhnlich schläfrig aus. Ihre Gesichtsfarbe war blaß, ihr Kopf sehr oft mit einem Ausschlage bedeckt. Wie ganz anders sahen Gustav und Röschen auS! Sie blühten wie Rosen. Ihre Wangen waren mit einem frischen Roth bedeckt, ihr Kopf nie ausgeschlagen, ihr ganzer Körper stark, ihre Bewegungen leicht und stink. Das waren Kinder! Jedermann sah sie mit Wohlgefallen an. Gustav zeichnete sich durch ein feuriges, rasches Wesen, Röschen durch eine liebenswürdige Sanftmuth aus. Sie hatte ein rundes Engelsgesichtchen, und sah so still, so fromm und dabey doch so heiter aus, daß man sie nie ohne Vergnügen ansehen konnte. Gastav hatte viele Camerädchen, mit welchen er spielte. Röschen hielt sich besonders an Lisetten, die etwas älter und größer war als Röschen. Oft war Lisette bey ihr, und beyde Mädchen vertrieben sich auf eine angenehme Art die Zeit. Lisette hatte in ihrem Gesichte nicht so viel Angenehmes als Röschen. Aber sie war ein liebes. avoient xour la xlnxart l'air assouxi, nonchalant ; le tcint blöme , et tres-souvent la tüte . converte äe xustules. Kose er Gustave avoient une tonte antre inine, äes zoues vermeilles comme lies roses, zamais äe croutes ü la tere , nn corp>8 sain et robuste, äe la sonxlesse et cie l'agilitä clans tous leurs mouvemens. De reis enlans faisoient xlaisir a voir. Du regarä vif et erincellant annonc^oit clans Gustave la vivacits äe son caractere. Kose avoit un zoli xetit visage roncl. O'etoit le siege äe l'amabi- bilite, äe la canäeur, cle l'enzouement. Da voir etoit uns clouce zouissance. Gustave avoit beacoux äe xstits amis, et cou- se^ueinment beancoup» äe comxagnons äe zeu. Kose s'attacba xrincipralement a Disette eu loin: mais eile savoit lui reucire la xareille. I4ose et I^isette assises un jour au jaräin s'arnusoient äe leurs xouxees — ee jeu est dien xermis aux xetites dlles. — Gustave les aprxer- eevant, aecourt. Gomment, äit-il, n'sve 2 -vous xas donte äe joner avee äes xouxees. ki'- d', rezaräes-moi dien. Eomxare ü vous , j'ai la inine ä'un deros: aussi n'ai-je jamais eu xou- ^)LL8 äans les inains. I^es p>oup>ees ne sont p>as äes joujoux äe garqons, äit Kose en caressant la sienne. ld,es xouxees, ajouta I^isette, nous amusent indniinent. Gest xour cela ^us nous aimons tanc ü jouer avee Gustave. 94 Was? rief Gustav. Glaubt ihr, daß ich eine Puppe ftp? Ich bin Gustav Luisenfeld, ein Mann^ ein Held! Ein Männchen, ein Heldchen, pin Püppchen! rief Lisette schäkernd. Gustav fiel nun über die Mädchen her. Seine Schwester kitzelte er, Lisetten aber kneipte er in die Wangen. Nun aber fielen auch die Mädchen über ihn. Er währte fich tapfer, aber am Ende mußte er unterliegen. Lisette und Röschen banden dem kleinen Schelm die Hände über den Rücken. Auch die Füße fesselten sie ihm. Er mußte auf der Erde liegen, und wälzte fich nun im Grafe herum. Die Mädchen trieben mit Gustav Luifenfeld, dem Mann, dem Helden, ihren Spaß. .Zu seinem Ver- drusse wollte er eben zu seinen Tauben gehen, und Nachsehen, was sie machten. Gustav wurde ungeduldig. Er schalt die Mädchen Fledermäuse. Sic drohten ihm, und sagten, ^uoi? s'eeria Gustave; me xrenäre pour uns poupse! Lacke? , mes petites Gemoiselles, czus ze suis Gustave cle Gouisenkelc!, un komme, un keros! Gn Kont ä'iiomms, un keros en miniature, uue poupee, c'est tout ckire, lui repliczua Gisette, ci'un ton malin. ces mors, Gustave se zetta 8 ur les petitss kües : ckarouilla 82 soeur et pinc^a Gisette a la ioue. Ges petites Llles 86 mirent ü 868 trou 8868 » Il 86 äel'enäit vaillamment; M 318 2 la sin, il äut renclre les armes. Ges 6 eux amies attackerent au petit espiegle les mains clerriere ls cios, et lui lierent les piecls. Gans uns teile Position, il n'eut ci'autre parri a prenäre ciu'ü s'asseoir et a se ronler tout-a-son aise sur le §.a?on. Hose et Gisette se ciivertirent lonZ-temps 6 e lVlonsieur Gustave äe Gouisenckelö, cet kc^mms st'importance, ce Zranä keros. Ge ^ui renäoit sa Situation encore plus äesaFre'akls; c'est czu'il avoit ßranäe envie cl'aller voir ses piZeons. Gustave impatientä commenqa ä clire äes in- wenn er mit dem Schelten Nicht aufhöre, wollten sie ihn tüchtig durchkitzeln. Sie wußten, daß er nichts weniger vertrügen könne als das Kitzeln. Als Gustav nicht aufhörte. sie zu necken, fielen sie wirklich lachend über ihn her, und wollten ihn kitzeln. Er fing an zu schreyen, und endlich um Pardon zu bitten. Die Mädchen erfüllten seine Bitte, und ließen ihn ungekitzelt. Dafür mußte er ihnen versprechen, sie nicht mehr Fledermäuse zu schelten, noch sonst auf eine andere Art zu necken. Gustav bath nun auch, man möchte ihn losbinden, Und frey lassen, weil er ein wichtiges Geschäft zu verrichten, nehmlich seine Lauben zu besuchen , und zu füttern habe. Röschen wollte ihn sogleich losbinden. Aber Lisette verhinderte es. Gustav ist ein großer, großer Schelm, sagte sie. Lassen wir ihn los, so überfällt er uns, oder neckt uns. Nein, er muß gefangen 95 znres ^ ce!le8 le retenoient capitis. Il le; nomnm ck 3 uve 8 - 80 uri 8 . LI1e8 le mena^erent cke le cliatoniller ck'imxortancs, 8'il continuoit 3 §e moyuer ck'eI1e8. Il ne xonvoit 8oullrir cpn'on le cllLtonillLt; et e!1e3 ne 1'ignoroient p>38. On8tave ne tint aucnn comxte ckes menacea. s.e8 p>etite3 ülle8, tont en rinnt, 8e mirent en ckevoir cke ls elrätoniller, et Ou8tave cke crier n pilein A08ier et cle ckemancker prarclon. Ko8e et I^i8ette acpuie8cerent 3 83 ckeinancke, et 1s 1ai88erent en rep> 08 . lVIai8 il ckut ü §on tonr lenr xromettre cke ne p>ln8 lene ckonner le 8olui «pnet cie cli 3 nve 8 - 80 nri 8 ou tont untre uemlrlable. On8t3ve xria enänite 8 3 aoeur et 80 N nmis cke vonloir rom^re 868 1ien3 , ^3rcecjn'il avoic un ckevoir 688enriel ^ rem^lir: 8S8 clieru xigeon8 l'attenckoient p»onr recevoir lenr nonrritnrs. Ho8e etoit ckiupiouee ü le ckelier ; M3i8 IUette l'en empiöcka. se connoi8 Ou8t3ve, ckit-elle. E'e8t nn xerit srixou ck3U8 tonte Iv sorce cku terme. ^ preiue l'3nrons-non8 nÜ8 en liderte, csn'il re- commencera ^ nou8 tonrmenter. l^on, il re8tera votre xri8onnier, jn8^n'L ce «pu'il ckevienne com- 26 bleiben, bis er so geschmeidig und freundlich wie ein Ohrwürmchen wird. Willst du das seyn, Gustav? O ja, ja! rief Gustav, laßt mich nur los. Ich verspreche alles, alles! Versprechen ist leicht, sprach Lisette. Halten ist schon schwerer. Auf den Knieen mußt du uns bitten, dich los zu lassen. Gustav wollte dieses nicht thun. Endlich mußte er sich aber denn doch dazu bequemen. Aus seinen Knieen bath er die Mädchen um seine Loslassung. Röschen stand aus, und wollte ihn losbindcn. Aber Lisette setzte sich dagegen. Wir haben einmahl den Vogel in unsrer Gewalt, sprach sie, so leicht müssen wir ihn nicht entkommen lassen. Er muß uns erst einiges feyerlich versprechen. Numero Eins bittet Gustav, der Mann, der Held, und jetzt unser Kriegsgefangener, uns um Verzeihung, daß er uns gestört, geneckt, gekitzelt und gekneipt hat. Gustav. Ich bitte um Verzeihung, daß ich Dcmoiselle Lisette und .Dcmoiselle Rosette beleidigt habe. xlaiZgnt et 8onp>le eomme un §ant. Kou8 !e xro-- met8-tu, Ou-rtave? Oll! oui! oui! cle tont mon eoeur. Delikt- moi, leur clit-il, er je vou8 xromets cle L'arre tour ce yue voÜ8 vouclrex. ?romettre e8t Lacile, ciit Ivette, mnm tenir 68t cliMeile. ll Laut ^ue tu nou8 5^8868 tu xre- M688S ü F6N0NX. Ou8tnve n'eu voulut rien 5aire -, eexenclant. il 8'^ clecicla. I.e voila 6one ü Zenoux, <^ui clemancle 8vn elar§i83ement R. 08 S alloit 1e lui accorcler; mai8 l.i§ette s oxxc>8n. IVon8 avon8, äit-elle, l'oi8eau clan8 no8 ület8. Il ne Laut xw8 le Iai88er xnrtir 81 Lacile- inent. Il äoit nou8 xromettre 8olemnellemenc cle Laire es cqui suit: I/llomme, le llero8, nomine 6u8tave, et main- tennnt notre prl8onnier, norm clemanclera pmrclon, cle nou8 avoir rroulllee8 clan§ no§ jeux, agnLLL8, cllütouilläe8 , xinc^es. Ou8tave. ^e 8uxxlie mes Vemoi8elle8 1.1- Lstte et 1Lo§e cle me xaräonnsr le§ tort8 czue j'ai xn nvoir envers elle8. Die Mädchen. Wir verzeihen. Lisette. Numero zwey verspricht Gustav, in Zukunft uns in Ruhe zu lassen, über unsre Puppen nicht zu spotten, uns nie wieder Fledermäuse zu nennen, nie zu kitzeln, nie zu kneipen, sondern allzeit artig gegen uns zu seyn. Gustav. Ich verspreche. —> Nun aber laßt mich los; ich muß zu den Tauben. Lisette. Hat keine so große Eile; die Tauben können schon noch etwas warten. Herr Gustav ist, Numero drey, auch noch so artig, und gibt unsern Puppen einen Kuß. Gustav ssmit Heftigkeit). Nein, nein, nein! das thu' ich nicht! daS thu ich nicht! das thu ich nun und nimmer nicht! Adjeu, Monsieur Gustav! wir empfehlen uns! rief Lifette, stand mit Röschen auf, und wollte mit ihr fortgehen. Als Gustav dieß sah, erklärte er, daß er die Puppen küssen wolle. Er that es mit der größten Schnelligkeit, und wischte sich dann den Mund an 97 1^68 xetites silles. ^.ccoräe. I^isette xoursuit. 260 . Gustave 8 'engaxe n uou 8 laisser äoränavant tranynilles, ü ne xlus 86 meiner cie nv 8 xoupees, ä ne xlus nous clonner äes sobri^uets , ü ns xlus nous cka- toniller, xincer etc. LnLn a n'avoir L notre eZarä ^us äes xrocecles lionneres et Zracieux. Gustave. con§en 8 . — lVlaintenant, lais- 862-moi xartir. lVIes xigeons in'attenäent. I.i sette. Gela ne xresse xas. I^es xiZeons ^envent attenäre. ztin. lVlonsienr Gustave e 8 t si geutil, gu'il äon- nera, z'en suis süre, uns baisse ü no§ xouxees. Gustave (vivement). Non, nies Gemoise!- les , non. N 0 i, äonner uns baisse ü äes xou- xees; il n'en sera rien, absolument rien. ^äieu, äonc, Monsieur Gustave, lui äit l^i- sette, ü vous revoir! eile se leva et 5ei§nit äe vonloir ^artir avec son amie. Gustave cro^ant ^u'elleL s'en alloient äeclara ^u'il etoit xret L äonner une baisse sux xou- xees. II 1 e üt, mais avec la xlur Arancie vitesse» N 98 dem Grase ab, indem er sich aus das Gesicht hinlegte. Röschen, der es um ihren Bruder schon leid war, band ihn schnell los. Wie freute sich Gustav, daß er sich wieder frey sah! Er kneipte Lisetten in die Wangen, und sprang davon. Die Mädchen ihm nach. Er hat nicht Wort gehalten, er hat sein Versprechen gebrochen! rief Lisette ; er muß wieder gefangen und bestraft werden! Röschen wollte Anfangs nicht mit. Er hat schon genug gelitten, der arme Gustav, sagte sie. Lassen wir ihn in Ruhe. Böse war es nicht gemeint. Er liebt nun einmahl den Spaß. Aber die lustige Lisette, die den Spaß eben so sehr liebte als Gustav, zog Röschen mit sich fort. Doch, ach! sie stolperte, und fiel mit ihrer Puppe hin. Röschen erschrak sehr. Sie glaubte, Lisette würde Schaden genommen haben. Allein diese sprang wieder von der Erde auf. Es ist mir nichts geschehen. Lt comme il etoit coucbll 8ur le A 320 N) il L'eZ- ll'aborll la boucbe avec lle l'berbe. Hose, Hui avoit Piti^ lle son lrere, s'emPressa lle lui renllre la liberte. lb,e Premier usage lPr'en öt Oustave c;ni ne 86 sentoit xas ll'aise, kur 6e xincer b.isette ä la zoue, Pnis lle s'enluir. 1.68 ll6ux amie8 86 mirent ä 83 Poursuite eu criant au laussairs, an Parssrre. Il laut le re- xrenllre, llit Ivette, et le dien Punir. commeueeiuent, Hose n'etoit PL8 lle ce seutiinent. 'Llle trouvoit yns le Pauvre Petit Oustave avoit en 38862 a soulliir , et vouloit c^u'on le laissat tran^nille. Ge n'est xas Par mecbancete, llit-elle, mais bien xar xlsisanterie c^u'il a lait cela. Mais I.isette ^toit nne Pstite esxieFle, c^ni aimoit antant ^ rire et ü s'amuser ^ue Oustave. Llle Prenll Hose Par la main et la lait eourir avec eile, louta-coux, elle tr^bucbe et tombe avec sa Pouxös« Hose lut extremement ellra^ee. Llle crut, cxre I.isette s'^toic lait llu mal. Nais, an meine instant celle-ci se releve en s'ecriant: ce n'est sagte sie, ich hab'rs kaum gefühlt. Nur meine arme Puppe! Die Puppe war weit davon an einen Stein geflogen. Lisette hob sie auf, und bemerkte, zu ihrer Betrübnisi, daß die Puppe sich die Nase eingeschlagen habe. Beyde Mädchen bedauerten diesi sehr; denn die Puppe war ungemein hübsch. Diesi alles wäre nicht geschehen, sprach Lisette, wenn Gustav sein Wort gehalten hätte. Ich wäre nicht gefallen, und meine arme Puppe wäre nicht um ihre hübsche Nase gekommen. Dafür muß Gustav tüchtig bestraft werden. Die Mädchen kamen in der Nähe des Platzes an, wo Gustavs Tauben waren. Er stand ganz vertieft bey ihnen. Da die Mädchen, des Falles wegen, etwas länger ausgeblieben waren, so glaubte er, sie hätten sich eines anderen bedacht, und würden gar nicht kommen. Als Lisette Gustaven erblickte, sagte sie: st! st! wir müssen ganz sachte auftreten, daß er uns nicht hört. Wir wollen auf den Zehen zu ihm hinschlei- chen, und ihn gefangen nehmen. 99 rien. ^ peine ai-^e 8enti ^ue ^e tombois. Nni§ um pauvre poupee! Imxoupee etoit tomdee 8ur uns Pierre, dien loin ä'ells. Ivette la relevs, et 8'äppercnt L 83 Zrancle äoulenr quelle s'etoit ca886 le ne 2 . 1.68 äeux petite3 üllea furent tre8-8SN8il>le8 3 ee i'Lclieux evenement; car eette poupee etoit ci'une deaute rare. lout eelL ne 8eroit p33 arrive, clit I^isette, 8i Ou8tLve nvoit tenu 83 pnrole. /e ne 8eroi8 point tomdee, äit-elle, et mn jolie poupee ne 8eroit point äeüZures. E'e8t 8ur Ou 8 t 3 ve c^ue ^e pretenä8 venger l'allront psu'a regu ina ponpäe. 1^68 P6tit68 Ü1168 8'3clieininerent ver8 le pi- Aeonnier äe 6u8tave. 11 etoit tont pen8it' prer» cie 868 xi§eon3. 1^3 cliürs nn peu ralenti la marelis äe8 petitez per30nne8 yui le pour- 8uivoient, il crut c>u'elle8 8'etoient ravi8ee8, et hn'elle8 ne vienäroient p38 le trouver. 1vi8ette appercevant Oustave, üt a Ho8e nn 8igne äe 8Üence. Ooncement, äouceinsnt, lni clit-elle! nmrcüolm 8ur le dout cill piecl. Il ne faut pL8 hn'il nou8 entenäe. Il vn etre äs nouveau notre prisonnier. N 2 IO2 Die Mädchen schlichen sich ganz leise hin. Gustavs Blicke waren nur auf die Tauben gerichtet. Sie schnäbelten sich. Das sah er gerne mit an. Was um ihn vorging, davon bemerkte er nichts, so sehr war seine Seele mit den Tauben beschäftigt. Die Mädchen erreichten ihn. Lisette faßte ihn an beyden Ohren. Er schrie: o weh! und erschrak nicht wenig. Du Schelm! ries Lisette, hast du dein Wort so gehalten? Wart', so leicht kommst du uns nicht mehr durch! Gustav bath, man möchte ihm jetzt nichts an- haben. Seht, sagte er, aus meine Tauben hin. Ihr habt sie erschreckt; aber schon sind sie wieder ruhig. Sagt selbst, sind es nicht allerliebste Thiere? So rein, so still, so sanft, so zärtlich. Seht, wie sich die guten Thierchen lieben! wie sie sich schna- beln! Sie sind so fromm und gut wie ihr Mädchen! 1.63 xetites ülles se xlisLerent ssns bruit äans le xizeonnier: Gustave ne les ax^er^ut xas; cau il n'^voit äes z^eux ue 1e8 xetit8 garc;on8 80 iit äe8 exervier8, czui n'aiment ciuu saire äu M3l, et yue le8 xetite8 üile8 ont la äoucenr et la bonte 6e la coloinbe. I^isette lut 6e 80N 3vi8. Oui, ciit-elle, c>u'il vbtienne 80 U xuräoaHue tont 8oit vnblie! iVIaia um xauvre xouxäe, c>ui 3 xsräu son ne^! il n'^ uvoit x38 cl3N8 1e monäe un 3N88i bean NL 2 c^ue le 8isu. Ou 8 t 3 ve etoit kout entier 3 868 xi§eoN8, et Ie8 petite8 ülle8 re8terent xre8 cie lui. 1068 moenr8 6ouce8 et innocente8 6 e ee3 l>etit8 animaux lev 3 inu 8 oient. ?enä3Nt ce tem^8-l3, llo86 c3re88oit 83 pouxee et lui cimoit : Voi8-tu, ina xetire a,nie es8 joÜ8 oireaux? ce sont 6e8 xigeons. O 102 lieb sie sich haben! wie fromm und sanft sie sind! So fromm und sanft mußt du auch seyn. Das laßt den Mädchen fein! Gustav verließ nach einiger Zeit die Mädchen, und schlich an den Zäunen des Gartens bedächtig herum, den Kops immer nach der Erde zu gerichtet. Was treibt dein Bruder? sprach Lisette zu Röschen. Er hat gewiß wieder ein Schelmenstück im Kopse. Wir müssen auf unsrer Huth seyn! Gustav ist und bleibt ein Schalk, freylich ein lieber, herzensguter Schalk, aber doch ein Schalk. Noch sprachen die Mädchen mit einander, als Gustav sich ihnen näherte. Die Hände hielt er hinter dem Rücken. Hab' ich dir es nicht gesagt, sprach Lisette zu Röschen, daß Gustav wieder mit einem Schelmen- stücke umgeht! Umsonst hält er seine Hände nicht hinter dem Rücken. Die Mädchen wollten durchaus erfahren, was Gustav in den Händen habe. Dieser wollte es aber nicht zeigen. Sie wollten ihm hinter den Rücken springen; aber er wendete sich so geschickt herum, daß die herumtanzenden Mädchen nichts sahen. IIs 80 Nt edarnmnz. Voi8 , comme il§ s'nimem ! comme Ü8 80Nt äoux et P3i8ible8 ! prenä8-1e8 pour moclöle! leur caraetere 8ieä bien aux pc- tite8 lllles. ?eu äe temp§ 3pre8, Ou8t3ve quitta les äenx amie8 et lut roäer le lonz äes 1i3ie8 6u iaräin, tenant con8t3inment la töte pencdss ver8 I 3 terre. UeZaräe ton lröre , 6it I.i8etts ü Ilo8e. ^e parie ^u'il lui P3886 encore ^uel^us e8piöFleriC pur la töte. Il laut yue nou8 80 ^ 0 N 8 8ur N 03 §3räe8! Ou8tave e8t un lripon , inai3 pourtanL un aimadle petit lripon. 1.68 xetite8 K11e8 parloisnt encore, c>ue On- 8t3ve 8'3pprocd3 ä'el1e8 tenant 1e8 main8 ckerriöre le äo8, 1>ls te l'ai-^e p38 dien ciit, 8'ecrie 1.i3etpe! Ou8t3ve va non8 zouer un tour. Ee n'e8t paa pour rien, cpr'il tient le8 main8 clerriöre lui. Ilo8e et I^i86tte pretencloisnt 8avoir ce Iu8 At'3uäe äex- terits, xnrvint ü xlneer ä3N8 leur corset uu ^oli douc^uet äe violettes c^ui rexanäoieut le xnrbum 1e xlu8 sunve. Quelle nZrenble surxrise xonr Rose et xour Risette! Gelte gentillesse äs Oustnve leur xlüt inüniinent. Rlles s'nttenäsient 3 nn tour äe 83 xnrt, t^ni nuroit p>u lenr llnire äs In p>eine, et e1Ie8 n'en re^urent gue äes innr^ues äe l'attention In x>1u8 äelicnte. Res violettes etnut Isur8 Renrs cknvorites, Oustnve u'eut xu leur olkrir nn dou- c;net xlun ngrendle. ^ussi les xetites nmies Ini en täinoignärent-elles In xlus vive reeonnoissnnce. Res enbnns etoient toun tres-gnis. Ü8 s'nmu- 8erent eucore xenännt xres ä'mie keure nu jnr- äin. Onnn cet intervnlle, Rose et Ivette ns ce88oient äe clinnter: RIeuris reine äe Reurs, aimadle violette; De tes prnrbmns emdnnine 1e gn^on. t^u 3 nä äu xrintemxs se xnsse In 8ai3on, Il n'e8t xlus äe xlnisirs xour Rose et xour Risette. 104 So lang ihr unsre Fluren schmückt. Sind wir vergnügt, sind wir entzückt. Drum blühet noch ein Weilchen! Ihr lieben, blauen Veilchen! Die sonderbare Spazierfahrt. <^ie Kindheit Gustavs, Röschens und LisettenS war eine Reihe vergnügter Tage. Mit Recht konnte man diese guten Kinder frohe und glückliche Kinder nennen. Herr von Luisenfeld hatte feine Freude an den unschuldigen, kindlichen Ersetzungen feiner Kleinen. Seine Frau theilte feine Freude; auch sie hing mit Wohlgefallen und der zärtlichsten Liebe an Gustav und Röschen. Gustav hatte oft sehr spaßhafte Einfälle. Fast täglich kam ihm etwas Drolliges in den Kopf, und er sann dann Tag und Nacht, wie er es am besten ausführen sollte. Lelle 6enr, emaille lonAtemxs, I-e verä N3i883Nt cle 13 xrairie. Oar Nos zilu8 cller8 3MN8emeiiL Ooivent 6nir avee tu vie. 1 ^ xromenlläe LwAuIiere. I^'eiilance cle Onbtnve, 6e 1^086 et lle Ivette ne ^ut ^n'une 8uits äe zours llenreux. 0'e8t 3vec 1-3180U ^u'on xouvoit uommer ce8 boii8 euk3N8 cke8 Ütre8 conten8 et keurenx. I.eur8 räcre3tion8 innoLente8 ia^oient tonte In zoie cie I^on8ieur cie I^oni8enfeIst. 8ou exon8e xartageoit ce äonx 8enliment. Lilo nimoit Hllo8e et On8t3ve cie I'omour lu xln8 tenäre. Ou8t3ve avoit 8ouvent c!s8 ic1ee8 tr 68 -ii! 3 i- 83Nte8. Il ne 8S x388oit P 38 6e zonr oü 83 tüte ne con^ut ^uei^ner 6r61e8 xrozLt8 ; et ie8 nio^en8 6e Ie8 exocnter etoient I'obzet conLtnnt cke 863 ro 6 exion 8 . Einmahl wurde er zu seinem kleinen Freunde 'Philipp gerufen. Ich will dir etwas Neues zeigen, rief ihm dicfer frohlockend entgegen, und führte ihn in eine Kammer. Hier stand etwas mir einem Tuche bedeckt da. Was ist unter dem Tuche? fragte Gustav. Philipp lächelte. Nicht wahr, das möchtest du gerne erfahren? sprach er. Rath' einmahl. Gustav rieth hin und her. Philipp, sagte er endlich, hast du nicht einen eisernen Reifen bey der Hand, der auf meinen Kopf paßte ? Warum das? fragte Philipp, wie kommst du auf Ein Mahl auf den eifernen Reifen? Ich werde einen nöthig haben, antworte Gustav lächelnd, denn, sieh', ich strenge meinen Kopf mit dem Rathen fo sehr an, daß ich fürchte, er wird bald zerspringen; dann wäre wohl ein Reifen nöthig, mm ihn wieder ganz zu macken, und ganz zu erhalten. O 1OZ bin jour il etoit alle voir §on ami ?liili^x>e, Hui l'avoit iait axxeler. Eelui-ci vermut ü 82 renconrre ä'un wir tont jog^eux, lui äit: ze venx re t'aire voir aujourä'bui quelyue cbo8e äe nouveau, et il le wenn äan5 uue cbainbre. Il ^ Lvoit Huelgnie eli08e eouvert ä'un ära?. . <^u'e8t-ce ^u'il 2 la äe880U8, äemanäu Oustave? kliilixxe en 8ouriant lui rchpronäit: 1u 8eroi8 cnrieux äe le savoir , n'e8t-ce xa8 ? eli bien ! äevine! On 8 t 2 ve, uxres avoir lonZteinx8 äevine, äit ü Vlrilixxe: n'38-tu-x38 nn eercle äs ler g>ui allät 3 1N3 tote. ?ourguoi, äit?liilixxe. Oomment l'iäee ä'un eercle äe 5er xenc-elle venir 8e niclier äaim la täte. ^ en ai be8oin, re^artit Oustave en sourianr. liens, je t'avouerui limncliemeut c^ue rna töte 68t tellement tenäue xar le8 eikort8 ciue je kam p>our äeviner, c^ue j'uprxrekenäe c^u'ü la Kn eile ne 8e bri86. On eercle äe 5er xourra remeäier 3 cet inconvenient. O Du bist ein drolliger Patron! rief Philipp aus, und lachte laut. Nun, dein Kopf soll nicht zerspringen, denn ich habe keinen eisernen Reifen. Mit diesen Worten nahm Philipp das'Tuch ab, und Gustav erblickte, zu seiner großen Freude, einen kleinen, hölzernen Wagen, der recht artig aussah. Nicht wahr, das freut dich auch, Gustav? Nicht wahr? fragte der vergnügte Philipp. Aber wen sollte auch so ein niedlicher, herzallerliebster Wagen nicht freuen! rief Gustav. Wenn er mein wäre, ich glaube, ich könnte mich nicht enthalten, ihn zu küssen. Ja, das ist aber auch ein Wägelchen zum küssen, versetzte in stolzem Tone Philipp und schmunzelte. Man sah es ihm an, daß er sich viel zu gute darauf that, Besitzer dieses Wagens zu scyn. Gustav konnte ihn nicht genug betrachten. Schon studierte er, was man mit dem Wagen anfangen. In 68 un ainznlier original, lui dir ?dilixpe en riant aux eslats. ss ns veux x >38 que rn tote eonre risgche de 8e driser; ear ^e n'ai ^38 6e cercls äs ler. Ln (lisant S68 M0t8 , pdilipxe ore le nrap); et On8tave, a 83 grande satisdaetion, axxerooit uns voitnre de dois , ^ni avvic In p) 1 u 3 zolie m in e dn nionde. Ld dien ! Onstave, Ini demanda ?dilip,pe tont content» I^e voila-t-il xn8 ^nelc^ne edose ciui te iait iilaisir? xarle-moi sransdement! l)ni xourroit ne xg8 voir avec xlaisir, re- xond Ou8t3ve, nne nu88i zolie voitnre. Llle 68t edarmante. 8i eile m'axpmrtenoit, ssavoue c^ne ^e ne 83nroi8 me cielendre lle Ini donner nn dni8er, tnnt eile e8t de mon gont. ?di1ixp>e, tont en vonlnnt prendre nn ton üer et grave, rioit 80 U 8 caxe. In 38 raison, rd- xartit-il. Lette voitnre merite dien nn dadser. L'est nn agrement Ze xoL8sder nn semdladle, tresor. On8tave n'avoit xoint 38862 de 8L8 clenx ^enx ' ponr admirsr le carosse. II 8e mit ü reHdedir snr und wie MM ihn benutzen sollte. Es wollte ihm aber nichts Rechtes einfallen. In der darauf folgenden Nacht schlief Gustav wenig. Der Wagen lag ihm immerfort im Sinn» Selbst das Abendmahl hatte ihm nicht recht schmecken wollen, ob es ihm gleich nie an frischem, scharfen Appetite fehlte. Aber dicß Mahl schien ihm Philipps Wagen nicht nur im Kopse, sondern selbst im Magen zu liegen. Nach vielem Hin - und Herstnnen kam Gustaven doch ein narrischer Einfall, der ihm große Freude machte. Er wollte ihn so schnell als möglich leincm Freunde Philipp zu wissen thun, und lief schon früh Morgens zu ihm, da dieser noch schlief. Er weckte ihn mit Hastigkeit. Philipp, der den Schlaf so sehr wie Aepfeltorten liebte, konnte kaum die Augen aufschlagen, und brummte, daß man ihn so zeitig wecke. Sey kein Brummbaß! rief ihm Gustav zu, Er- muntre dich, meine Seele, und steh: Gustav Luisenfeld steht vor dir, und will dir und deinem Wagen einen allerliebsten Einfall melden. ss 127 l'usaFe yu'on en xomrroit laire. Nais auenne cles ickees, l'esxrit.cke Gustave, l?our «pn'il Pint bien ciorinir. H. soupier, xoint ck'api- xerit. Eepwnckaut, il wen manguoit zamais. 11 saut croirs cpue le carosse aFissoit sur l'estomae, eomme sur l'esxrit. Lnün, axres cle lonzues meckitations, son imaFination lui snFFera un xropet 5ort comi^ue, et cpui lui xlut inbniinent. Vonlant en laire park ü son ami ?bilip>xe aussi vite cjuechpossible, il courut cbe2 lni cie Franck matin. Oelui-ci ckor- moir eueore pirolon^emsnt. Il le secoua kortemsnt p>onr 1'eveiller. I^bilippe, «pui aimoit ckprerckue- ment le sommeil, avoit poeins a entr'ouvrir les ^eux. Il se mit a Froncier cke es p^u'on l'eveil- loit cke si bonne beure. Allons, allons, lVlonsieur le GroFnarck, lui crie Gustave. De la bonue bumeurl Ouvre les ^peux Franck ckormeur! rezarcke ton ami I^ouisen- leick, (pui vient te communnpner un probet ex- cellent xour ta voitnre. O 2 Als Philipp hörte und sah, Gustav fey da, sprang er, behende wie ein Eichkätzchen, aus dem Bette, warf sich schnell in seine einfachen, leichten Kleider, und rief schon nach vier Minuten : ich bin fip und fertig! laß hören, Gustav, was bringst du mir Gutes und Erfreuliches? ^ Hör' mich aufmerksam an, sprach Gustav. In der verflossenen Rächt Hab' ich dir einen Einfall bekommen , der dir gefallen wird. Mit deinem Wagen müssen wir unS einen rechten Spaß machen. Wir wollen mit ihm eine Spazierfahrt veranstalten, wie sie bey uns noch nicht gesehen worden ist. Wir suchen vier Katzen und vier Hunde zu bekommen. Die spannen wir an den Wagen. Auf diesen fetzen wir einige ausgestopfte Männerchen. Die nennen wir große Herren, welche spazieren fahren. Auf einer Katze und auf einem Hunde sitzt ein ausgestopfter Kutscher. Das soll dir den possierlichsten Aufzug geben. Die Leute werden zusammen laufen, und das Spectakel bewundern. Dem lustigen Philipp gefiel dieser lustige Einfall sehr wohl. Er ward noch mehrern Knaben mitge- klnli^xs entenäant et vo^ant Gustave sautu ciu lir avee fazilite cie I'eeureuil, et s'llabilia lestemenr. Gans quarre minutes, lui clir-il, so Luis ü toi. Hate-toi äe me faire pmrr äe te^ donnss nouveües. ^eoute-moi dien attentivement, lui ciit Gustave. s'ai en, la nuit clerniere, uns iäee yui sera cie ton goüt. Estte voitnrs va nous äonner dien ciu xlaisir. Il faut quelle nous serve ü faire uns xromenaäe, comme on n'en a p>as encore vu. II Laut nous mettrs a la reclierelie 6e cpiatre clliens et cie quatre clmts : puis noE^es attelerons au carosse, clans lec>uel sieZeront äes Mannequins, äont nou8 ferons lles Zranäs seiZneurs qui se xromenent. Oeux liommes emxailles, l'un p>laee sur un elmt, l'autre sur un einen seront les co- clisrs. Eela va nous clonner l'equiprage le ^>lus xlaisant. Vous verre^ quelle foulle, quelle prresse il ^ aura xour l'aämirer. Ee plan, tout sinZnlier qu'il etoit, eut l'ax- xrobation cie ?lnlip>xe. 11 fut communique a xlusieurs^etits Zareons; et ües es Moment) les rheilt, und es wurden nun die eifrigsten Anstalten zu der vorhabenden Spazierfahrt getroffen. Endlich war alles fertlg und der Tag da, an welchem diefe Fahrt gemacht werden sollte. Gustav wußte sich vor Freude nicht zu-Assen. Seiner Schwester Röschen und Lifetten wiederhohlte er cs oft, daß sie diefes Spectakel mit anfehen möchten. Sie würden ihren Spaß daran haben. Nein, mein Herr, sagte Lisette, für so ein Schauspiel danken wir. Das ist für sanfte Mädchen nichts. -Die finden an solchen Dingen keinen Gefallen. Auch Röschen sagte dieß. Lisette und Röschen begaben sich in der Stunde, wo die drollige Spazierfahrt in der Nahe des Gartens, den Herr von Luifenfeld besaß, vorgenommen werden sollte, in den Garten. Sie setzten sich nieder, und beschäftigten sich mit ihren Puppen. Besonders war Röschen mit ihrer ganzen Seele bey der ihrigen. Die Mädchen hatten ganz neue Puppen, und berathschlagten sich nun, welche Nahmen sie ihnen geben sollten. Lisette hieß endlich die ihrige M i g- non, Röschen die ihrige Lilla. Sie spielten mit äl 8 p> 08 itl 0 N 8 ponr Ist mettt'6 en exeeutlon, 86 ^OU88ereNt UVstL UN 2els InsAtigable. lout ecant xwexare, et 1e jour 6xe, Ou8t3V6 ne cs88vit de rappeler ä Ho8st et ä 1Ü8ette gu'elles ne äevoient xa8 nC§1i§er cie voir xn88er In voi-- ture. /s 8ui8, äl^oit-11, dien xer8ULäe, gne celu VOU8 amu era Inllnlinent. Vou8 vou8 trom^e^, won eller Non8ieur Ou- 8tave, !ui r^onält 1.i8ette. Vos alnu8eiueN8 ne Lont xn8 !§3 notrea. voua 8 U 18 bien odligee äe votre Invitation. kose lui tint 1e mZme langa^e. I^ixette etll .086 8ersnäirent an jaräin, a l'lleure vü le xlawant corteZe äevoit äelller 1e long äu zaräin axp>arten3Nt ä Non8ienr äe 1>oui8enseIä. Llles 8 ' 388 irent et 8'occuperent äe leurs xonpee3. ko8e 8urtout 1ai8oit äe In 8ienne toute8 868 äe1ice8. 1.68 xetite8 61163 a^ant äe8 xouxeex nenve8, äelidererent 8ur le nom gu'e11e8 leur äonneroient. nommerai ms xouxee Nignone, äit Ivette; et la uiienne 8'apxellera 1.111 u, äit Ilo3e. ?uiL tenant 1 .111a äaus son dras zanelre, eile lui conta IIO ihnen, und Röschen erzählte der Lilla, die sic im linken Arme hielt, ein Geschichtchen von einem artigen Mädchen, und endigte mit den Worten: so artig mußt du auch seyn, liebe Lilla! Unterdeß hatten die Knaben alles in Ordnung gebracht. Die Katzen und Hunde waren angespannt; alles, alles fertig. Die Knaben klatschten in die Hände und jubelten. Gustav kam in den Garten gesprungen. Röschen saß still nnd fromm da, und sang ihrer Lilla das Wiegenlied: Schlaf, Kindchen, schlaf! Da draußen ist ein Schaf; Das ist dir gar ein gutes Blut, Das keinem was zu Leide thuk, Schlaf, Kindchen, schlaf! Ey mit eurem Stillhocken! rief Gustav. Kommt nur gleich hin! Alles ist fertig! Das Spectakel geht gleich an! Kommt nur schnell! abör recht schnell, hört ihr? etit8 ^arc;on8 uvoient tont xiexare. On 3ttela le8 cbata et les cbiens. IVIille cri3 6e joie, Mille battemen8 cke Mains 8L iireut alors entenäre- Ou8tnve acconrut au jaräin. 11 ^ trouva 8a 8oeur p>ai8idlement 388i88e. Lils berc^oit I^illn et cbaMoir xour 1'enäormir. Oor8 , clor8 , ma cliere enlant! Ooi8 bien xai8iblemenr. 8oi8 83F6 ! tu M3M3M 1e garäe un agneau blanc. Il e8t 8i care883Nt, 8 i äoux, 8i bien5ai83Ut. Oor8 , äor8 , ma ebere enfant > ?our avoir l'aZneau blaue! I,eve-toi äonc, clit Ou8t3ve; tu e§ la commo un terme. Vien8 vite, lout e3t xret. I^e eor- rege va x38§er. ^1lou8 , clexeebe-toi ' vite, vire ! Die Mädchen ließen sich nicht stören- Wir kommen nicht, sprach Lisette. Aber was habt ihr denn, ries Gustav etwas unwillig aus, was habt ihr denn, das euch hier zurück hält? Etwas Schöneres könnt ihr nicht scben! .. ^ Junger Herr, sagte Lisette lächelnd, und hob ihre Puppe in die Höh, da sehen Sie, was unS abhalt. Das ist unsre Freude, das ist unsre Lust! Gustav wurde recht eifrig, zeigte mit der rechten Hand nach dem Platze hin, wo der bespannte Wagen stand, schlug mit der linken, indem er sich, im Eiser, etwas beugte, an das Knie, machte einen runden, spitzen Mund, und rief: so kommt doch, denn wenn ihr nicht geschwind seyd, so sehet ihr nichts! Lisette machte Spaß. Sie hielt immerfort ihre Mignon in die Höhe, lächelte und sagte: wir wollen eure Hunde und Katzen nicht sehen; die stnd nicht so schön als'unsre Puppen. Sieh meine Mignon nur recht an! m I^es äeux nmie8 n'iuterrom^irent poink leurs ^enx. IVous restons im, lut tonte la rexonse äe lmsette. Nais äs graee, äenmnäs Oustavs nn xeu käcde; l)ni xent vou3 retenir ici? De votre vis, vons u'avs? rien vn äe 81 denn. Vo^e 2 -von 8 , inon xetit iVlonsienr , Ini re- ponäit I^isette en souriant et en teunnt 83 xou- xee levee. Vo^e^-vous cs del eniant? O est l ui t^ni n ou8 kait re8ter ici ; c'est lui c^ui Fait tonte8 nos äelices. 6u8tave inäi^nant äe la nmin äroite I'enäroit oü ln voitnre 8e trouvoit, et äe la Z.incde irsx- xant sur son genon en se courdunr un xeu, lenr äit tont imxatient et la douclis nllonZee: ek dien! si vons ne vons xresser: xas, vous ne verre 2 rieu. l^isette se mit ü rire et continun äe lui mon- trer 83 ^»ou^ee. ll.e§nräe dien ce Holi ^>etit l^an- 53 N, lui äit-ells! Quelle comxarnison entrs mn douue xetite miZnonue et t3 vilnine tronxe äs cdiens et äe cdnrs! l^on, E'est üni, I^ous ne voulons ^>38 les voir. 112 Gustav wollte vor Ungeduld und Aerger vergehen. Er machte ein böses Gestcht; aber die Mädchen kümmerte dieß nicht. Röschen sah gar.nicht nach dem Bruder. Lilla zog ihre ganze Aufmerksamkeit auf sich. Sie hielt dieselbe in ihrem linken Arm, und legte die rechte Hand auf ihre Brust. Gleich einem sanften, freundlichen Engel saß Röschen in einer wählerischen Stellung da. Ihre Herzensgute, ihr stiller, holder, frommer Sinn drückte sich deutlich auf ihrem ganzen Gesichte aus. Als Gustav endlich sah, daß die Mädchen ihre Puppen lieber hatten als fein Schauspiel, sprang er verdrießlich davon, und nun begann die Fahrt mit den Hunden und Katzen. Die Knaben jubelten. Aber bald hatte dieser frohe Jubel ein Ende. In der Nahe des Gartens floß ein ziemlich tiefer Bach. Dahin galoppirten die Thiere mit dem Wagen. Gustav wollte sie nicht bis ans User lassen. Er gab nicht recht Acht, glitt Oe8 xroxorl ne Kreut yu'accroitre, le Ke'xir et l'imxatienee Ke Ourtave. Il Kt nne laiKe inins. lVlai8 Ie8 Kenx amie8 n'^ Kreut xas la moinKre attention. U .086 ne Kaigna Konorer Ou8tave ciu xln8 leger regarK. 8a cliöre Oilla caxtivoit tou8 868 8eu8. Llle la 8outeuoit avec le dra8 ganclie, tanäi8 <^ue 8a main clroite re^) 08 oit 8ur 82 ^oi- tr-ine. Oan8 cette attituKe on l'auroit xri8e xour nn äuge. Lile en avoir la Konceur. O'etoit nue Kgnre ü xeinKre. I>a boute Ke 8ou eoeur, l'a- menite, 1e8 grace8, l'enjouement re8^iroieut cian8 ton8 868 trait8. Ou8tave xicjue Ke voir Ie8 xonxee3 xreKeree« a 80 N egnivage , cznitta brn8cjueineut §a 8venr et 80N amie. 1^68 eliien8 et le8 cliat8 8L urirent en inarclie. On xeut jnger Ke l'al1egre886 Ke ton8 le.8 xetit8 gar^ou8; mai8 inalllenren8emeut l eile ue Knt xa8 Ke longue Knree. IIn rni88ean 288 S 2 xroKonK couloit le long Kn jarKin. Oe8 ellevanx galoxxereur Ks ce eote-IL. I.'iutentiou Ke On- 8tavs u'etoit i)38 ^n'il8 alla8§eut 8i xre8 Kn borK. aus, und plumpte in den Bach. Das Wasser ging ihm bis an den Mund. Jndeß gelang es ihm, das Ufer zu erreichen. Er krabelte an demselben hinauf, und freute sich, als er wieder auf festem Lande stand. Aber die armen Katzen und Hunde! Die waren auch in den Bach gefallen. Alle Knaben eilten hinzu, ergriffen den Wagen, und zogen die Thiere heraus. Nun wurden die Katzen und Hunde wild. Mehrere Knaben wurden von ihnen zerkratzt und bluteten. Den armen Philipp biß ein Pudel in den Fuß. Zum Glück ging dieser Biß nicht durch den Stiefel. Vielleicht würde aber ein Unglück entstanden seyn, wenn nicht mehrere erwachsene Menschen her- beygeeilt wären, und die Thiere von Philipps Wagen abgespannt hatten. Kaum waren sie losgemacht, so rannten sie nach verschiedenen Seiten spornstreichs davon. Gustav war durch und durch naß. Triefend kam er in den Garten. Die Mädchen erschraken. k'nute ä'nttention, le p>ie«I lui §1i88n, et xouk. . . 1s vollk cinn8 1e rui38enn. Il avoit cle l'enu ssi8- hu'nu msnton. Il xnrvint xourtnnt ü Zn§ner In rive, yu'il Arnvic en §e crninaut 8nr le8 xiscls et 8ur le8 uinin^. Quelle luc 8N ^oie cke 8s trou- ver cle nouveau 8ur ln terre terine! IVlain 1e8 xnuvrs8 ckienn! le3 xnuvre8 clintn l il8 n'nzeoient cinn8 le rui88enu. I^n voiture Uot- toit 8ur l'enu. I^e3 xetit8 §nrc;on8 Le mirenr rou8 n l'ouvrnge. (7nro88e, elievnux, tont lut Lnuve. 1^65 cliieii8, 1e8 ellntn 8orti8 cle l'enu n'etoienc rlen inoln8 ^ue trnirndle3. ?lu8ieuv8 xetitn §nr- c;on8 lurent e§rnti§U68 sst8^u'au 8nn§. IIn bnr- det moräit kliilixxe nu xieä. ?nr doullenr, la mov8ure ne xn883 xn8 la botte. lVlnin il auroit xu 8urvenir un aeeickent lnelieux, 8i cle grnncien xer8onn68 u'etoieut venuen cleteler 1e8 cllevnux. xeine ceux-ei 8e virent-il3 le8 couäeen lidres» t^u'il8 8'enfnirent ü toute8 inmden, le8 UN8 ä'un cot^, le8 nutre8 cle l'nntre. Ountnve tont tremxe arrive au inpclin. I.'eau äegoutoit xnr rour äe §e8 llnlritn. I^L3 cleux xe- P Er erzählte ihnen das Vorgesallcne. Lisette lachte, .Du Haft immer von einer sonderbaren Spazierfahrt gesprochen, sagte sie zu Guftav, jetzt wußt du sie die unglückliche Spazierfahrt nennen. Wenn ich sie beschriebe, so mußte meine Erzählung die Aufschrift haben: „Die alberne und unglückliche Spazierfahrt." Wie gut ift es, daß ich mit Röschen hier geblieben bin. Wir sind dabcp ganz trocken geblieben, und unsre Puppen haben uns weder zerkratzt, noch gebissen. Von dem Vater bekam Guftav wegen der Hunde - und Katzenfahrt einen Verweis. So ein Spee- takel, sagte er, ift nicht hübsch, und kann leicht gefährlich werden. Wer wird auf diese Weise Hunde und Katzen plagen! Das ift nicht schön, nicht lobenswerth. Guftav schwieg ganz ftill, denn er fühlte wohl, daß er diesen Verweis verdiene. Die Mädchen hingegen wurden von dem Vater gelobt. Ihr habt verständig gehandelt, sagte er, daß ihr in dem Garten geblieben feyd. Mädchen müssen immer Mädchen bleiben, und sich in Sachen tit63 amies jure M eikra^ees cie l e voir clans ce't erat. 11 lenr 6r xart cle son aventure. Kisetts 86 p>rit a rire. In nüns as tonjonrs xarle, ciit-elle ä Onstave, ck'üne xromenacie sin§nliere; inainre- nanr, rn non8 entrerienciras ci'une promenaäe inallieurense. Li j'ätois cüar^ee ck'en kaire In äesckixtion, j'intitnlerois mou onvrage „Ironie n a ä e sötte et m a! k enr e u 8 s." ! c>ne je suis aiss ci'etre restee ici avec Kose ! 1^08 üabits ns sont p>as inouilleL. IVliZnonne et Killa ne nou8 ont ni inoräues, ni äZratiFnäes. Ka xromenaäe cies cüiens et cies eüats attira uns rexriinanäe ü Onstave cie la xart cie son xäre. Oet exxloit, lui äit-il, n'est xas joli. lonrmenter ainsi des cliats et äes cüiens, 6 i ce!a n'est xas denn, cela ne vons kalt xas üonnenr. Oustave, czni sentoit sa kante, garcia 1e xlus xrokonci silence. Nonsieur 6e Konisenkelä 6t an contraire 1'e- loge cie Kisetle er cie Kose, s'axxronve üeau- conp, continna-t-il, la conciuits c^ne vons ave.?, tenne, rnes enka^rs. Vons aves bien kair ä'erre nicht mischen, die mehr ftir Knaben gehören. Für kleine Mädchen passen wohl Puppen, nicht aber Hunde und Katzem Röschen lächelte freundlich. Ihr liebliches Wesen machte den Aeltcrn tausend Freuden. Die Kinder wuchsen empor, und wurden immer verständiger und ernsthafter. Angenehm verschwand ihnen der Frühling ihres Lebens, ihre Jugend. Als sie älter waren, erzählten ste oft von den Freuden ihrer Kindheit. Wir waren frohe, glückliche Kinder, sagten sie öfters. Ach, die Jahre der Kindheit, wo noch Blumen, Lauben und Puppen entzücken, sprach Gustav, das sind die schönsten, seligsten Jahre unsers Lebens! Die sonderbare Spazierfahrt nicht zu vergessen, bemerkte Lisette lächelnd. Auch die hatte doch viel Anziehendes für mich! versetzte Gustav. Ich erinnere mich auch an ste nicht i'L8tee5 sn zaräin. Le8 xetitez iilles ns äoivsnt 8e xermettrs ä'antrss 3mu3emeu8, yne ceux hui §ont comxatidle8 avec Isur 8exs; et ne zamam §e meler äe8 zeux äe8 xetit8 Zar^onL. Le8 xouxäea, voilü cs c^ui lenr convient; mai8 cle8 cdiens, äs8 clmtL! . . . K.O8S 80 urit in§enuemsur. Gerte cliarmanrs xetits crenture Iai8oit le bonlienr äs 8S8 xarenrs. Ln Arauäi88LNt, cs8 enlana äevinrent äe ^onr en Mir x1n8 rai8onnable8. Le zirintemp>8 äe leur äße 86 P388U comme UN deau iour. Oevenu8 p>lu8 ÜZ68, Ü8 8'eiitrerinrent aouveut äe8 in8tan8 Iortun68 äe leur enlance. <)ue nou8 eriou8 § 013 ! äi8oient-il8 ! ^ne nou8 errona b.eu- reux ! Lelle8 annee8 äu pirintemx8 äe la vis, a^outolt Ou8t3ve , oü 1e8 äenrs, lr8 xi§ec>N8, I 08 xouxee8 avoient xonr nou8 un cliarme inex- xriinadle; beüe8 anneea ! vou8 ste8 1e8 xln8 Ireu- reu868 äe notre vie. Lc la piromenaäe 8in§u!iäre. Il ne laut pas l'oublier, äit Li8ette nvss un 8ouri8 malin. ste äoi8 avouer, repirit On8tave, yue ls 8ou- venir m'en jftait encore. Gerte xromennäs nvoir P 2 n6 ohne Vergnügen. Gefährlich war sie fteylich, und ich möchte so einen Spaß niemanden anralhen. Ich dächte, du mahltest sie, sprach Röschen. Gustav zeichnete gut. In einigen Tagen brachte er wirklich eine allerliebste Zeichnung zu Stande. Sie stellte die zwey Mädchen mit ihren Puppen und Gustaven vor, wie er sie eifrig und mit einem etwas bösen Gesichte zu dem Speetakel abrust. Ein Künstler in Wien stach diese Zeichnung in Kupfer, und ein Freund der Kinder machte eine Erzählung dazu. Als er sie drucken ließ, wünschte er, daß seine Erzählung den lieben kleinen Lesern, so wie das niedliche Bild, gefallen möchte. Harald. Orisch, gesund und munter tummelte sich Harald auf der Welt herum. Er war eine wahre Biene, die von einer Blume zur andern stiegt, und aus je- alor.8 xour moi bien 6e8 attrait8. 11 e8t vrai hu'elle n'ötoit xa8 8LN8 äanger8 et czue ^'e ne voncirois con8eiller a ^sr 80 nne cle la renouvelen. I'avoj8 cru , äit Lo8e, yue tu en laisom le 6e88in. Ou8tave äe88inolt Poliment. Ln yuel^ue8 iour8, 1'ouvraZe i'ut acbeve. 11 etoit cbarmant. On vo^oir 1e8 xetite8 Ü11e8 avec leur-8 xouxeea an Moment oü Ou8tave uu xeu conrrouce le8 ap>- xeloit xour voir cieüler le cortege. Iln arti8te 6 e Vienne Arava ce clersin ; et un bon umi c!e8 enkan3 en exxliyua 1s 8njet. Il livra 8on ouvra^e ü 1'imxre88ion, en cke8irant eine 1'exxlication et la Zravure suZLent äu goüt cle 868 vetit8 1ecteui8. H L 1' L i 6. ^emblable ü l'inLecte c^ui vole 6e üeur en Ileur xonr com^>o8er 80 N miel, Ha r al 6 zoz^eux et bien xortant L'amusoit a conrir qa er la. Ee der Honig zu saugen versieht. Eine Biene wurde er auch von vielen genannt. Er lächelte dazu und sagte mehrmahls : nur Eines habe ich mit der Biene nicht gemein. Sie hat einen Stachel, und sticht, wenn ihr jemand etwas zu Leide Lhut. Das thu ich nicht; ich verwunde niemanden. Harald hatte Recht. Sein Herz war durchaus gilt. Nur Freude suchte er andern zu machen; nie kränkte er jemanden. Selbsi wenn man ihm einmahl wehe that, konnte er zwar etwas unwillig darüber werden, aber nie suchte er sich zu rächen. Die Beleidigung war bald vergessen, und er vergalt Böses mit Gutem. Traurig und träge sah man Haralden fass nie. Sein Herz war siets heiter, und er konnte nicht begreifen, wie manche Menschen den Kopf hängen, und mürrisch seyn können. Ihm gewährte alles Vergnügen. Selbsi über manche Kleinigkeit konnte er sich herzlich freuen. So brachte ihm einmahl sein Freund Bernhard im Februar ein Märzblümchen. Das isi das erste Blümchen, das ich in diesem Jahre gefunden habe, sprach Bernhard; ich bringe es dir, mein lieber, O caracters volaZe lui avoir lait clonner 1e §ur- nom ä'adeille. Il en rioit et uvoit coutums äe äire-, il g? 3 xourtant cette clillerence entre l'adeille et moi, yu'ells 2 un niZuillon, äont eile xique celni Hui l'olkense; et moi, je ns bls886 xerZonne. Hurmlcl uvoit raison. El^e 2 lui, le coeur ecoit excellent. Il ne tourmentoit jumuiu <^ni Hue cs Int. Ivui l3i8oit-on clu mal? il en ts- moiznoit dien un xeu ä'linmeur, mui8 jum3i8, il ne cdercdoit 3 8e venZer. Il oudlioit dientot l'outrage et renäoit toujonr8 le dien xour le mal. O n ne vo^üit j3M3i3 Ilaralcl ni tri8te ni noncdalant. Il avoit tonjont-8 le coenr §3i, et ne 83Vvit concevoir commsnt il gr 3 tant cle ASN8 ä'une dnineur inciolente et acariatre. lout lui kaiLoit xlaiLir. Il rioit sonveut ä'une du- stelle. Iln jonr un äe 8S8 3ini8 nomine Z er nur 6, lui n^^ortu au inoi8 lle devier uns zrerce-ueiAe» Voilü , lui äit-il, l3 xremiere Ileur yue j'ui cueillie cette annee; je te l'odre, mon don, r^8 guter Harald; denn dich liebt mein Herz so aufrichtig, so innig! Harald hatte eine unbeschreibliche Freude über dieses Blümchen. Er herzte und küßte den guten, wackcrn Bernhard, und dankte ihm recht freundlich und herzlich. Mit dem Blümchen in der Hand lief Harald im Hause herum. Jedermann mußte es ansehen, und hören, von wem er es bekommen habe. Aber das ist ja nur ein unbedeutendes Blümchen, sagte die Großmutter, wie kannst du dich darüber gar so sehr freuenL Liebes Großmamachcn, versetzte Harald, das Blümchen gab' ich nicht um einen Ducaten, nicht um zwey, drey Ducaten! Es ist von Bernhard, von meinem lieben, guten Bernhard. Es ist das erste, das er in diesem Jahre gefunden hat; und das brachte er sogleich mir. Ist das nicht schön von Bernhard? Das ist recht schön von ihm, antwortete freundlich die Großmutter, und streichelte Haralden die Wange. Und von dir ist es auch schön, daß du dich über dieses Geschenk so sehr freust, und einen so großen Werth darauf legst. mon cber Ilarabi! In 5ais yue j'ai xonr toi l'amitie la xln8 8incers. Eette xetite Ueur üt le xln8 §rancl xlaiZir ä Haralcl. Il emdassa zUnsieurL 1*018 le bon Le» narcl et le remercia cle rout 80 N coeni^ Haralcl, la lleur a la main conrnt 6an8 tonte la mai8on. Ekacnn LU ü lui äonner äe l'uxxetit. Oexui8 1 in- 8t3Nt, äi8oit-il, ciue je 8ui8 xo88S88enr äe cs äomains, et yue ma mnin le decke et le doue 3 L 8 iäuemeut, m 8LN3 reäoudler mon uprsietit. IIn denn marin, Hrrralä 8ortit xräcixiramment äu M-äin, en crianr äe maniei-e ü eüra^er tons 1 20 denn sie glaubten, es ftp ihm ein Unfall zugestoßen» Aber was war's? Ein Kürbiß war ihm auf seinem Beete aufgegangen; darüber brach er in ein Freu- dengeschrey aus. Aeltern, Großaltern und Geschwister wurden so lange von ihm geplagt, bis sie mit ihm in den Garten gingen, und den aufgegangencn Kürbiß in Augenschein nahmen. Auch die Dienstboten mußten kommen, und die Pflanze besehen. Alles sollte sich über sein Glück freuen; das wünschte, das wollte er. Nach und nach ging auch manches andere aus seinem Beete aus; über jedes empfand Harald die größte Freude. Den ersten Kürbiß, der reif geworden war, trug er seinem Freunde Bernhard, und machte ihm ein Geschenk damit. Du hast mir das erste Blümchen gebracht, das du in dem Jahre gesunden hast, sprach er, ich bringe dir den ersten Kürbiß, der in meinem Reiche gewachsen ist. Bernhard herzte und küßte seinen Freund. Jch habe dir nur ein Blümchen gebracht, sprach Lr, und du bringst mir dafür einen so großen Kürbiß. Das ist zu viel. ceux epri entendirent 868 cris. se 131886 u devi- ner la C3U86 du vnenrme . . . E'etoit uu6 citro- uille c>ui venoit de sortir 6s terre. kere, mere, grnndpapn, grnnd'mnmnn, lrere, soenr, dome- stiyue, personne ne put 86 delendre de §68 pres- 83NtL8 sollieitntions. 11 lnllut rendte Visite ü In eitrouille, et prendre pnrt ü In joie gue In nnis- 8nnce de cette pinnte proeuroit n eelui c^ni 1'n- voit seines. 8on jnrdin 8e gnrnit pen-ü-peu, et cünczue vegdtnl, ^>ui 86 developpoit, etoit ponr Nnrnld uns vrnie jouissnnce. Ln Premiere eitrouille cpri mürit lut pour 1'nmi üernnrd. Ln In lui oisrnnt, Harald Ini dü: tu m'as donne In Premiers Heur gui n lrnppe iss regnrds, je t'npporte In Premiere sitronills eleVLS dnN8 ML8 6tNt8. Lernnrd snutn nu cou de son nmi: ^noi, lui dir-il, pour uns simple lleur, uns si grosse eitrouille! nü! c'est benuconp trop. Weißt du, was ich dabet) wünsche? fragte Harald. Was wünschest du wohl? sprach Bernhard. Ich wünsche, sprach Harald, daß dir der Kürbiß eben so viel Freude machen möchte, als mir dein Blümchen. Bernhard dankte auss herzlichste. Er klopfte seinen Freund auf die Schulter, und sagte: du bist der beste, liebste Junge, den ich kenne. Mit Bernhard- lebte Harald in der zärtlichsten Freundschaft. Leibliche Brüder können sich nicht herzlicher lieben, als diese bepden Knaben sich liebten. Harald hatte viele gute Eigenschaften. Unter andern war seine Thätigkeit sehr zu loben. Müßig ging er nie. Der lebhafte Knabe mußte immer etwas haben, womit er sich beschäftigte. Wie eine Ameise krabelte er im Hause herum, und war zu jeder Stunde geschäftig. Selbst am späten Abend wollte und konnte er nicht ruhen. Er schnitzte oder pappte. Gewöhnlich arbeitete er so lange, bis er dabcy einschlief, und ins Bett getragen werden mußte. Dabey war Harald ein großer Kindersreund. Es I2I 8o.!8-kn , lui clemunäa Harulä < ce ans je clesire? t^n'e8t-ce? repionä Lernarä. E'e8t yue mu eitrouille re lause Lutanr cis xlLiLir yne t3 üenr m'en L lait. Uernarä lui exxrirna tonte 8L reconnoi883ne. In e8, lui ürt-il, en le lr3p>p>3Nt 8ur l'äjMulL, le msilleur §Lrc;on ^ne je connoi§8e. I^'Lmitie la x1u8 tenäre uni88oit Lernnrä et Unratä. Oeux trere8 ne xonvoient s'aiiner ci'n- VLNtLZS. ULralcl Lvoit xlu8ieur8 donns8 ^nalite8. 8on nctivite, entr'3utre8 meritoit le8 xln8 grLNÜ8 elo- FS8. sLMLi8 on ne le vog^oit oi8if. Ee xeric FLr^on eveille 8LVoit tonjonr8 8e creer c^uel^ue oecuxarion. ^ la M3i8on, il eroit comme uns tonrini, toujonr8 3§i883Nt. 1re8-t3rä le 8oir, il 8'oecuxoit encore on ü tailler lle8 liznre8 äe boib, ou ü 53 ire cle8 ouvr3ß;L8 en cLrton. Il lui arrivoit 8ouvenr 6e rrnvailler jn8^u'ü c-e ^u il 8 enäormit. ^Ior8 on le xortoit an lir. Haralä uimoit deunconpi 1e8 xeties enl3N8: Q 122 war eine Lust, ihn zu beobachten, wenn er sich mlt kleinen Kindern abgab. Er that dies; sehr gern- und hatte dazu viel Geschicklichkeit. Sehr gut konnte er ihre Sprache nachahmen, sich in ihre Einfälle schicken, und sie auf ihre Weife unterhalten. Die Kleinen hatten deßhalb Haralden sehr lieb. Wenn niemand etwas mit ihnen ausrichten konnte, so konnte er es. Was er wollte, thaten sie ohne Umstande. Dft nannte er sich ihren Lehrer. Die Kleinen merkten dann auf jedes Wort, das er sagte. Spielend lehrte er sie die Buchstaben kennen, und sagte ihnen kleine Satze und Berschen vor, die sie nachfprechcn und auswendig lernen mußten. Das alles thaten sie gerne, und hatten ihren Hofmeister auch dann noch lieb, wenn er strenge gegen sie war. Besonders gut war Harald seinen jungem Geschwistern, zweycn Schwestern, welche Zwillinge waren. Sie hießen Hannchen und Emma. Diese waren ein Paar allerliebste Kinder, gut und munter ou avoit xiai>8ir ü 1s voir avec eux. 11 ss tz>re- toit tre8-ac1roitem6Nt a 1eur8 jeux et k 1eur2 goüts; il imiroit ju8Hu'L lene lanZaZe et 8avoit leä amu8sr cl'une maniere czui leur etoir fort aZreable. E'est xour cela <^ue 1s8 xetits enfau8 I'ai- moient taut. Ilaralä fai8vit avec eux ce ^ne ci'autre8 xer8vnne8 ne xonvoit faire. 118 execu- toient tont68 868 Vv1onr^8 c!e banne Arace. t^uelciuefoi8 , il 8e nommoit leur in8lituteur. Eette xetits jeune88e etoit arrenrive au moinclre mot c^u'il xrononc;oit. Il leur axxrenoit e^e- leiv en jouant ; leur recitoit be8 8enrences, äe xetite8 8troxlle8 ^u'il leur fai8oit en8uite reciter baute voix et apxrencire xar coeur ; tour ce!a 1e8 amu3oit beaucou^), et il8 neu aimoienr xa8 moins leur maitrs , 1ov8 mäme gu'il ULvir cie 8Lverire a leur e^arä. E'e8t 8urtout euvera 868 6eux jenus8 8oenr8, enlan8 jumeaux, <^ue l'aimable Haralcl äonnoir cie8 xreuv68 cie la baute cle 8on coeur. I/uue 86 nommoit ^eannLtte, et 1'autre f^mma. Eo8 cbarman8 enlan8, 8318, eveill^s comms blara'ui. 1 wie Harald, aber noch freundlicher und d olliger al§ er. Zärtlicher können sich Geschwister kaum lieben als Harald, Hannchen und Emma sich liebten. Harald war der Liebling der zwey Kleinen. Mit niemanden konnten sie sich so gut vertragen, mit niemanden sich angenehmer unterhalten als mit ihm. Sie hießen ihn, als sie noch klein und im Sprechen noch ungeübt waren, gewöhnlich lieb' Raldchen. Lieb' Raldchen! riesen sie ihm oft zu, komm und spiel mit unS! - Harald tackelte, hüpfte zu den lieben, drolligen Geschwistern, und belustigte sie aus verschiedene Weift. Bald machte er einen Hund, und bellte, bald eine KaHe, und knurrte, bald einen Baren, und brummte, bald einen Löwen, und brüllte. DaS machte dem muntern Hannchen und der lieben, freundlichen Emma Lausend Spaß. Sie lachten, sie liefen vor dem Thierc, daS Harald vorstell- tc, sie klatschten vor lauter Lust in die Hände und jauchzten. Bisweilen machte Harald bcy Lichte kleine Häs- uvoie.it encore Hnelgns ebose äs päns grueieux et äe plus enjone ^ue lni. Des kreres et äe8 8venr8 ne xenvent s'uimer xlv8 tenärement qne steunnetts läarulä et Lmmu. blurulä etoic le tuvori äes äeux untres, ltlles ne xonvoient s'uccomoäer, ni s'umnLer uvee ^et> 8ONNS 3N881 bien csn'uvee Ilurulä. b.or8^n'elle8 eroient encore tont pretites et uvoienr peine ü biens'exxrimer, eiles lni äisoient en lenr lunZUZü eniautin: Vien8, al ul, cke ulul! tüne nv et nons! (VieN8 Hurulä , cber läurulä! jene uvec non8 !) läurulä sonrioit et conroit 8'umu8er ü tontes sortes äe jeux uvee ces bon8 xetits enfuns. Inn- tot il uboz^oit comine nn cbien, ininnloit comine nn cbut, gronäoit comme nn onrs ; tuntöt il rn- gissoit eomine nn lion. Ee jen äivertissoit inüniment la bonne steuu- nette et l'uimuble xetite Linmu. Llles conroient en riunt contre lu bete eine rexresentoit läurulä; et, xonr exxrimer lenr joie, fru^xoient lsnrs xetites inuins l'nne eontre l'untre. ^ne'^nesois läurulä, ü l'uiäe äe 868 äoigts O. 2 0 chcn an der Wand. Emma wollte das Thierchen mehrmahls bey den langen Ohren Haschen, und lachte, wenn sie sah, daß sie nach einem Schatten gegriffen hatte. Oft schnitt ihnen Harald verschiedenes aus Papier Sus. Dieß machte den Kleinen viele Freude. Aber noch größer war ihr Vergnügen, als er ihnen einmahl aus Wachs kleine Stühle, Tischchen, Männerchen, Hündchen, Haschen und andere Thiere verfertigte. So was war ihnen noch nicht vorgekommen. Es gefiel ihnen außerordentlich. Harald mußte ihnen nun alle Tage etwas aus Wachs machen. Er that cs gerne, weil er sah, daß sie ihre Freude daran hatten. Hannchen und Emma bekamen vor ihrem alteren Bruder großen Respect, da sie sahen, daß er so vielerley schöne Sachen machen könne. Einmahl fiel es Haralden ein, einen papierenen Drachen zu machen. Hannchen und Emma wußten nicht, was aus dem Dinge werden sollte. Aber sie betrachteten den Drachen mit vielem Vergnügen. Als eines Tages der Wind ging, nahm Harald den Drachen, und ging mit ihm auf eine nahe Wie- et c!e la lumiöre , iaisoit xaroitrs äe xetit8 1 ievre8 sur la muraille. Lmina vonlvit le8 xren- cire xar lenr §rancie8 oreille8 , er 86 inettoit L rirs, an vo^anr yn'ells n'uvoit 8ui8i hu'nne omdre. 1i68-8ouvenc Ilaralci lenr Lni8oit lie8 äeLvn- ^ure3 an ^>ap>isr clui 1e8 rsioui88oient lreauLONp». Nai8 e1le8 Inrent bien xln8 contente8 lor8^u'e11e8 virsnt 168 6^31868 , le8 t3ble8 , le8 boMINL8 , les cllien8, 1e8 lievre8 et 6iWren8 3 Utre 8 anim 3 ux c)u'il lenr uvoit moäsle8 en cire. ^ 3 inui 8 cou^- 6'oeil ne lenr Int xlu8 uZreabls c^ne celui-cr. Il Ny 86 P3883 pln8 NN ^onr on klaralä ne änt executer Huelyne onvrnZe en Lire. Il le l 3 i 8 oit Zu meillenr coenr cin monäe, vo^ant combien cs8 xetit8 rieu8 les 3inu8oient. ^ennnette et Kinins xortoient un §ranä re8xeet ü lenr'lrere aine xonr 1e3 belle8 cko868 tzn'eI1e8 lui vo^oient laire. lln ^onr Haralci s'aviLiL cle laire nn cerl-vo- lant. ^eannette et Lmmn ne xonvoient 8 'im 3 gi- ner h (jnel N33§e il etoit cle8tine; et l'exami- noient Lvee le xlu? grancl p>l3i8ir. l7n ^onr hn'il l'ai8vit cin vent, klarulä conti u isit 868 8oenr8 cl3N8 nne xrairie voi3ine. Il ft. Hcmnchen und Emma lieft» ihm nach. Wie erstaunten sie, als sich der Drache in die Luft erhob, nnd in einer ziemlichen Höhe flatterte. Sie klatschten in die Hände, und sprangen vor Freude, wie muntre Ziegenböcklein, auf der Wiese herum. So was hatten Hannchen und Emma noch nicht gesehen. Für sie war es das Schönste, was es nur geben konnte. Sie konnten den fliegenden Drachen nicht genug betrachten. Als sie nach Hause kamen, konnten sie ihren Aeltern von dem, was sie gesehen hatten, nicht genug erzählen. Sie plauderten davon bis in die späte Nacht, und träumten mehrere Nächte hinter einander von dem papierenen Drachen. Den Bruder Harald, der ihn gemacht hatte, hielten sie für einen Tausendkünstler, und ihr Respect gegen ihn wurde mit jedem Tage größer. Sie folgten ihm wie ihrem Lehrer; er durfte ihnen nur einen Wink geben, so thaten sie, was er haben wollte. Wann Harald ihnen kleine Geschichten erzählte, waren sie ganz Ohr, und verloren kein Wort von dem, was er sagte. Alle Tage quälten sie ihn, daß er ihnen erzählen möchte, und wenn er versicherte, er wisse keine Geschichte mehr, so sagten sie, er !25 avoit le cerk-volant. xetits enians ne ls zmrdoient de vus: mais gusl lut leur eton- nement, lorsgu'ils 1s virent, s'elever en 1'air et xlaner a uns certaine liauteur. Ils claguörent des mains et sautillerent dans la xrairie comnie fl es Isa o ns. Os sxectals etoit nouveau xonr jeannetts et pour Lmma. leurs ^eux, rien ns xouvoit stre xlus beau. Llles ne xouvoient ss rassassier de voir 1e cerftvolant. ll.eveuues an 1o§is, gue de clloses n'eurent-ellss xas ü conter a leur don xaxa, et a leur donne maman '. Llles ne ddxar- lereiit voiut de tonte la soiree, elles räverent meine, ^lusieurs nnits de suite du cerk-volant. Harald kur xour elles le xlus Arand artiste du monde ; et la vensration gu elles avoient xour lui, s'accrut de jour en jour. Llles lui odeis- soisnt eomme a leur maitre. On seul clin-d'oeil de sa part suKsoit xour diriger leur volontä. Harald venoit-il ü leur conter uns liistoire, elles etoient tonte oreille. ?ss un Mot de ron recir ne leur ecliaxzooit. Lt, lorsgu'il leur disoit gu'il n'avoit xlus rien L leur conter, L26 möchte ihnen die alten Geschichten w eder erzählen. Manche erzählte er ihnen vielleicht hindert Mahl, und doch waren sie nie müde, he noch Ein Mahl zu hören. So lebten diese drey guten, freundlichen Kinder. Wer sie kannte, hatte sie lieb. Haralden lag einmahl nichts mehr am Herzen, als einen kleinen Wagen zu bekommen. Oft sprach er: das wäre meine größte Freude, wenn ich einen Wagen hätte; dann führe ich mit Hannchen und Emma tüchtig herum. Aber er hatte nicht den Muth, den Vater zu bitten, ihm einen solchen Wagen zu kaufen. Denn er war bescheiden, und wünschte nie zu viel. Mehrmahls vernahm der Vater Haralds Wunsch, aber er schwieg still dazu. Bernhard. «Harald ward einmahl in große Betrubnkß versetzt. Sein Freund Bernhard bekam das Scharlachsieber, und wurde sehr krank. Harald sing an zu weinen, als er hörte, das Bernhard wohl auch sterben könne. e'ilcs xrioient äe reeoinmsncsr cs qn'il venoit äe lenr äire : il leur rexeta zreut-2tre xlri8 äs cent soi8 le ineme ennte, saus yn'ells3 8e larr- 8U88ent cie l'entsn--!re. Voilü äs ^nells maniers vivoient ces trois bon3 ensan8 , LÜsri8 äs ton8 ceux c^ni le8 con- noi88oient. Laralä avoit extrömement envie ä'avoir uns xstits voiture. Räen au monäe, äi8vit-1l ne 8au- roit ine 5aire xln3 äs plai8ir. ^1or8, ze xvnr- roia mener en voirnrs ^eannerte et Lmma. lVlais il n'o8oit ^rier 8on pere äe vonloir lni en aclle- ter uns; ear il etoit moäe3te äan8 8S5 voenx» I,e xöre entenäit xrlu8 ä'nns ^018 le 8onlraic äs 80 N 6'8; M318 il leiznit ne l'avoir ^38 entenäu. L e r n a r 6. Haralä ent nn zonr dien än cllagrin. Lernarä^ 8on den ami Lernarä etoit tr^-malaäe ä'nns ki^vrs acarlatine. I^oi8^u'il aprit czu'il en xonr-. roit inourir, il 8S mit ü xleurer amereinent- D Gott, schluckzke er, ich habe Bernharden so herzlich lieb; er ist mein bester Freund; er ist der bravste Knabe auf der Welt; wenn er stürbe, ach, dann wäre meine Freude dahin! Ich könnte nie wieder froh werden! Die Aeltern suchten ihn zu trösten. Er hörte auf -'u weinen. Aber sobald er wieder einmahl an Bernhard dachte, rollten ihm die Thranen von den Wangen. Hannchen und Emma sahen, wie sehr betrübt ihr Bruder fey. Sie fühlten mit ihm mit. Sie trauerten und weinten mit ihm. Auch ste hatten den Kranken sehr lieb. Harald wünschte, seinen kranken Freund zu besuchen. Aber das durfte er nicht, weil das Scharlachfieber eine ansteckende Krankheit ist. Darüber konnte er fich nicht zufrieden gebe r. Ach, mein lieber, guter Bernhard, jammerte er, stirbst du, so habe ich nicht einmahl den Trost, dich vor deinem Tode noch gesprochen zu haben. Alle Tage schickte Harald seinem Freunde etwas. Bernhard wurde durch diese Teilnahme Haralds sehr gerührt, und lie,; ihn täglich auf das herzlichste grüßen. O Oien! äiZoit-il en 8anZIotant. In 8?.i§, coinbien j'aime Lernarck ! e'e8t mon meilleur ami, c'em le plus brave gar^on qu'il ^ air an monäe. ! 8'il venoit ü mourir, il n'^ auroit xln8 äs joie Pour mon coeur, 8e8 ^areri8 cbercberenr a le con8o!er. ^sai§, clä8 hue kernarä 8'olkroit a 8vn 68xrit, 1e8 xleur8 liumsetoient 8a xaupiöre. steaunette er 8mma remargsuörent la tin8te88e äe leur strere, et la xartaAerent. Llle8 8e mi- rent ü xleurer avee !ui; car ells8 aimoient au88r Leriiarä. Ikaralä eut äe8ire xouvoir staire uns vi8ite L 80 N ami; ma,8 il n'osa le staire, xarcec^ue la üevrs 8carlarine 68t nne malaclie ezoiäemique. Il eroit iiiLON8olabls äs ce contretemii8 staebeux. ^.b! mon aber liernarä, 8'äerioic-il! 81 tu viens ü mourir, je n'aurai xas en la ciouce eon8oIarion äe t'aäre88er une 8sule xarole avant ra mort ! Haralä envoz^oit tou8 1e8 joui'8'c;ue1cjue ebo8e L 8on ami. Oe8 margliie8 ä'attention etoient vi- vsment 86Ntie8 xar 1s reconnoi88ant öernarä. Eba^ue jou'r il t.ii8oit clire mille belle.8 cbo8ex ^ 80 N cber blaralä. 128 Welche Freude für Harald, als er hörte, feill Freund Bernhard befinde sich besser, und man zweifle nun nicht, daß er bald wieder gesund seyn werde? Harald lief freudetrunken im ganzen Hause herum, und machte einen tüchtigen Lärm. Jedem, der ihm begegnete, rief er zu, ob er schon wisse, daß Bernhard bald wieder gesund seyn werde. Da er bey seinem Herumlaufen nicht Acht gab, so rannte er Hannchen und Emma, die ihm entgegen kamen , und die er vor lauter Freude nicht sah, über den Haufen. Er hob sie schnell auf. Iss euch was geschehen? rief er. Denkt nur, Bernhard, unser lieber, guter Bernhard ist bald gesund! Da er bemerkte, daß Emma sich die Stirne rieb, weil sie sich eine kleine Beule gefallen hatte, streichelte er ihre Stirne sanft, und sprach dabey in einem halb singendem Tone: Heile, heile, büße! i Der Hund hat vier Füße, l^u ^oie 6 e Harulrl ns xeut Le ääcrirs, lors- tzn'il apxiit yue 80 N ami 8 e ^ortoit mienx : 6s,-; cs Moment, il ne forma xlus 6 e cionte 8 nr La xrocliaine Zusrison. Luralä, ivrs 6e ^joie, conrut elans ton8 Iss coins 6s la maison, faiLant un vacarme exou- vantadle. Il äemanäoit a tou8 ceux ^u'il ren- eontroit, 8'il8 avoient oni xarler 6u mieux ^ni s'etoit oxsre 6an8 la Lunte 6e Lon umi? Il eroit 8i exalte, ^u'en courant, il n'axxertznt xu3 lean- nette et Ii!mmu hui venoient a LU rencontre, et les culduta- Il le8 releva an88i-tot. Vou8 ai-is lait äu mul? Isnr 6emunäu-t-il? Non, cela ne Leru rien -ä xense^ an xlaisir ^ue nons allons avoir ä'emdruLLer notre bon ami Lernarä. Il est Ansri! il S8t gueri! Il axxerc;ut Lmmu ^ni 8s frotroit le front. Llle s'stoit fait uns xetite do88S en tomdant. Il la Ini frotta tont le^erement cliantunt ü 6e- mi-voix: L0886) Ansris-toi xromxtemem busris-toi, ^e r'en xrie. Das Kätzchen einen Schwanz; Wird mein Stirnchen wieder ganz. Emma lächelte, Harmchen lachte aus vollem Halse, und die Beule war vergessen. Harald sprang davon. Doch kaum war er zehn Schritte, bums! da lag er der Länge nach auf der Erde. Er war indeß geschickt gefallen, hatte gleich die Hände vor sich hin und den Kopf in die Höh gestreckt, und sich bloß an der einen Hand etwas geritzt. Emma sprang herbep, streichelte Haralds Hand, und sagte lächelnd: Heile, heile, büße. Der Harald hat zwey Füße! Harald lachte, und fuhr fort: Harald läuft gleich wie ein Talk, Und die Emma ist ein Schalk! Die Kinder jubelten, und der traurige Spaß mit dem Fallen hatte ein Ende. O 129 ?onrhuoi tourmentsr cet enlant? Nai8 ... la voilk guerie. Lmma! je te kerai caäeau O'un cliien en cire et ä'un agneau. Lmma 80 urit, et jsannstts rit äs tout 8on coeur. Lientot il ne kut xlua ^ue8tion äs la bo88e. Haralä 8e remit ^ conrir. Nair ä xeine, eut-il kait äix xa8 ; xouk - - le voilL couclie äs tout 8on lonz. 8a cliüts kut Keureu8e. Il en kur pullte xour uns ä§rati§nure au äoigt; xaree c^u'en tomdant, il avoit eu la xresaution äs mettrs le8 main8 äevant 1s vi8a§s et äs lever la tete. Lmma courut a 8on 8scour8, et clianra tout . en lui krottant lägärement la inain: Lo88e, gueris toi xromxtement. Haralä 68t un «i bon entanr. Haralä, en 8ouriant slianta ^ son tour: Haralä tombe äs tout 80 N 1on§. 8a 8oeur en rit ä'un air krixon. l.a xaitä äi88ixa bientät elie 2 ce8 enkans 1s8 in8tanr xa883ßer8 äs tri3te8S6 yus 1sur8 cbüteL leur svoient causäs. M R IZO Wenn ich mir heute auch den Kopf einschlüge, sagte Harald, das thäte mir nichts; weiß ich doch, daß Bernhard wieder gesund wird. Bernhard genas wirklich sehr bald vollkommen. Sein Vater, der darüber eine große Freude hatte, wollte deßhalb an einem Sonntage Nachmittags ein Kinderfest geben. Harald mit seinen Geschwistern wurde dazu eingeladen. Harald freute sich aus dieses Fest ungemein. Diese Freude wurde um so größer, da sein Vater ihm am Tage des Festes heimlich das Vergnügen machte, ihm einen Wagen zu schenken. Er fand ihn in seiner Schlaskammer als er aufstand. Harald that einen Freudenschrey, als er ihn erblickte. Er war hübsch blau angestrichen, hatte vier Räder, und vorne an der Deichsel ein schön geschnitztes Pferd. Wer war nun glücklicher als Harald! Seine Geschwister, und jedermann, den er nur immer im Hause bekommen konnte, mußten seine fürstliche Karosse, wie er seinen Wagen im Scherze nannte, besehen und bewundern. Auch Bernhard sollte sie noch diesen Tag sehen. Harald nahm sich sogleich vor, seine kleinen Ge- 8i je ms saiLois aujonrd'bui bien Zu mal a la tete, Zit Harald, je ns m'en xlaindrois xaa; xaree^ue llernard 8e xorte mieux. Ln eilet, il ne tarda xaa ü etre entierement re'tablj. 8on xöre, yus eette bsnrenx evenemenc mettoit an combie de la joie, le voulut celebrer un dimancbe axrea midi xar uns IZte d'enlant8. Isannette, Harald et Lmma ^ surent invites. Harald axprit le xrojet de eette 5Zte avec un xlai8ir diüicile ü rendre. Il 5ut d'autant plus grand xour lui, c^ne 8011 xere lui cau83 la sur- xri8e la xlu8 aZreable, en lui donnant une voi- ture. (^uand Harald l'axper^ut, ds8 cris de joie annoncerent son bondenr. Eette voiture joliment peinte en bleu avoit c^uatre rouea et un beau cbeval de boi8 au timon. 15 avoit-il an monde un ötre xlu8 lortune ^us ee gargon? 8e3 8oeur8 , cbayue individn ^u'il trouva ü la mai80N, dut venir voir et ad- mirer 8a voiture de xrilies. E'e8t ain8i yn'il la nommoit xar xlai8amerie. Le cber Ileruard dut la voir au88i. llarald re8olut d'abord de eonduire en voitnre au jar- schwister nach dem Garten zu fahren, wo das Kinderfest seyn sollte. Ich will Kutscher und Pferd zugleich feyn, sprach er, und ihr, Emma und Hann- chen, feyd die Herrschaften, die ich fahren werde. Der Vater mußte ihm diesen Spaß schon erlauben. In die Kutsche wurden für Bernhard kleine Geschenke gelegt. Emma bekam den Hintersitz, Hann- chen mußte sich mit dem Vordersitz etwas enge behelfen. Harald fuhr fort. Er gab sich alle Mühe, seine Gesellschaft gut und bequem zu fahren. Aber der kleinen Hannchen war der Sitz etwas zu enge, sie wollte durchaus absteigen. Emma umschlang sie mit ihren Armen, und wollte sie nicht lassen. Harald sah sich um: Was habt ihr, ihr kleinen, unruhigen Geister, mit einander vor? sprach er. Scyd ruhig; nicht wahr, es läßt sich in meiner Karosse herrlich fahren? Man sah es feinem Gesichte deutlich an, wie innerlich vergnügt, und wie stolz er auf feine Kutsche war. Bernhard hatte eine herzliche Freude, als er die kleinen Freunde zu feinem Feste auf diese Weife ankommen sah. Er eilte ihnen entgegen. Harald stürme äin, oü la lete nlloit nvoir lieu, 83 petite ^senn- nette et 8N donne Liuiun. ^e 8erni, tout-ü-ln- kois, äir-il, edevn! et coeder. /ennnette et Lmnis seront äe §rnnä8 8ei§neur8 gui 86 promeneront en voiture. I.e pere royrit ü certe iääe, et lui xermit cet innocenc dnäinnZe. 11 mit änri8 1e enro88e äe petit8 pre8en8 äe- 8tins8 ü Zerunrä. Linmn 8'n88it nu ionä, et /enn- netre 8ur le 8iege. I,e coeder lonettn le8 cde- vnux , et In voirure rouln. Ilnrnlä 8e äonnn routs8 1e8 xeine8 P 088 idle 8 pour dien inener 868 iunitrs8. ^ennnette trouvnnt 1e 8iege un pen ätroic, vouloit nd8olnment äe8cenäre. Linms In serrn änn8 868 petit8 drn8 et ne la voulut xoint Igi88er pnrtir. Lnrnlä, 8e retournnnt leur äit, guel äemül^ ^ n r-il entre vou8 ? Vou8 ete8 äe petit 8 Zenie 8 bien remunnt 8 . 80^62 trnn^uille! n'est-ce p38 un cdarme ä'aller änn8 ma voiture? I.e eontentement etoit peint 8ur In pd^8ionomie äu petit cocder. Il eroit tont der äe 8on emploi. Lernnrä lut rnvi äe voir nrriver äe eette mnniere 868 petit8 nmi8 n 83 lete. Il 86 dntn ä'nller nu äevnnt ä'enx. Ilnrnlä 8e prectpitn änn8 R 2 an seiir Herz. Beyde vergossen FreudenthraNen. Bernhard bekam Geschenke, und wurde bekränzt. Rach einem kleinen Schmaust schossen die versammelten Knaben nach einem hölzernen Vogel mit Armbrusten. Harald schoß den Kopf weg, und bekam einen Blumenkranz. Er reichte ihn dem Arzte, der Bernharden gesund gemacht hatte. Das Fest war reich an Freuden. Harald fuhr seine Geschwister wieder auf seiner Karosse nach Haust. Froh verging diesen liebenswürdigen Kindern ihre Jugend. Als sie alter waren, thaten sie andern Menschen viel Gutes/ Sie lebten glücklich. Sie starben in Einem Jahre. Alle drey liegen bey- sammen. Ein Rostnstock steht auf ihrem Grabe. Jeden Frühling laßt sich in demselben eine Nachtigall.hören. 368 bras. Ils verLörent tous öeux 6es larmes üe zoie. llernarcl re^ut 6es cacieaux et fnt couronns ileurs. Il zr ent nu petit festin, ü la suite äuyuel les perits Aarons armes ä'une arbalöte tirereut au papagai. Haralä emxorta la töte äe l'oiseau, et rec;nt une Znirlancke cle ileurs, <^u'il oKrit au määecin ^ui avoit renclu la saute ü Lernarä. Eett-e föte fut lies plus amüsantes. Haralci re- eoncluisit son moncle en voiture. I>a zeunesse cle ces aimables enians für trös- aZreabie. ?lus ä§äs ils brent beaucoup c!e bien a leurs sembladles. I!s vecurent beureux et mou- rurent Ions les trois la mönre annee. On les en- terra l'un a cotö cie l'autre. flnrosieriut plante snr leur tombe. Ebacpie printemps, pbilomeie vient ^ faire entenüre ses plaintives cbansons.