Andächtiges Gebeth zu der gnadenreichen Mutter Gottes bey Maria Schnee. «O hu -llerseeligste und liebreiches^^ Jungfrau Maria, ich falle dir zu dei- > ^ K> neu allerheiltgsten Füssen, dich innbrün-§ M^A stigund von Grund meinesHerzens binend L durch dein heil» Verlassung als du deinen x !Il allerliebstenSohnIefum gegeißlet,gekrö-1 A net uyh gekreuziget, voller Blut und ^ lßl Wunden am stammen des heil. Kreuzes I ^ gesehen seinen Geist aufgeben, und von H der ganzen Welt bist verlassen gewesen, H auch vor Schmerzen in Ohnmacht dahin ? gesunken schier gestorbe n bist: Ach o al- 5 lerliebreicheste Jungfrau Maria, durch ^ diese deine heiligeVerlassung,verla ßmich § ill nicht in meinen Trübsaalen und Wider-§ Ä wärtigkeiken,laß mich in kein Kleinmü-< thigkrit oder Verzweiflung fallen, wende Am kil ab von mir Krankheiten, Pest, Hunger, ? 8 gefährliche Wasser- Güß, schädliche Feu S ers- Brünsten, Schaur, Hagel, Unge-ö Heilige Maria Schnee genannt, ^ ^ R Witter, ja alles Uebel und Unglück. O dn ^ Erlöse mich von Sündenband. (r n ver Im mildreicheste Mutter Gottes der verlasse. H In deinem Haus beim h. Stein, ^ A"'"" L nenMenfchen, durch deine heilige Verlas- ^ Wollest mir allzeit gnädig se^" ^ treuen möge, Amen. üü s ung verlaß mich nicht in diesem meinem ^ § zeitlichen Leben; absonderlich aber verlaß III H mich nicht an meinem letzte,» End. Verlaß « ^ mich nicht, wann der kalte Lodrenschweiß A r mir wird üler dasAngesicht herab rinnen. U > Verlaß mich nicht, wann d;e höllische Gei- § ster werden um mein Tod-Bett herum ste. 1,1 H Heu, mich suchend in die Verzweiflung zu bnngkn.Ve. laß mich nicht,wan me»n stam- ^ lendksunge?«deinen allerheiligster»Namen 8 nicht mehr wird könen aussprechen.Verlaß § mich nicht, wann meine zerbrocheneAugen Z diese dern heil. Bildnuß nicht mehr kön H nen ansehen. Verlaßmich nicht, man met- ^ ne schwache Hand um Hilf sich gegen dir ^ nicht mehr erheben können. Verlaß wich > nicht, wann meine arme See! sich von dem Leib lbrurlc^uben wird. Ach! verlaß mich H nicht, wannMwin arme See!voller Schre- ^ ken zitierend vor den strengen Richterstuhl ^ Jesu Christi erscheinen wird. O Maria! ^ du liebreiche Jungfrau, du emzigeHoss- nung der armen Sünder, du Freud der § Betrübten nnd Kleinmürhigen, du Trost der Sterbenden. Verlaß mich nicht, damit < ich durch dein Vorbitt auf dir rechte Sei- 8 gesteller werde, und also mein arme _l in der himmlischen Glorie sick mit § dir und allen Ausrrwählten ohne End er- l4"