Wiener Stadt-Bibliothek 13C 2 fj 2 a r: ' ,V ; £«■ k' '.'JkU. • ?' Mm. 5 W~ Gegründet 1834. Kurort (Steiermark). Eisenbahn-Stationen: FELDßACH der k. k. Österreich. Staatsbahnen und PURKLA der k. k. priv. Südbahn. Kur-Saison uom 15. Hai bis Oktober. Vorsaison: Vom 15. Mai bis 9. 3uni. Hochsaison: Vom 10. 3uni bis 10. August. Nachsaison: Vom 11. August bis 30. September. Herausgegeben uom Gleichenberger und Dohannisbrunnen-Aktien-Uereine. {^ Inhalts-Verzeichnis Seite Lage des Kurortes. 0 Klima.9 Kommunikationen . 10 Kurmittel.H Heilquellen.25 Indikationen Gleichenbergs und seiner Quellen.34 Verzeichnis der Herren Arzte.36 Wohnungsbestellungen.36 Häuser des Gleichenberger und Johannisbrunnen - Aktien- Vereines.39 Fahrgelegenheiten.51 Postverkehr, Postamt. 52 Promenaden zu Fuß.54 Ausflüge zu Wagen.55 Lohnkutschertarif.56 Behörden . 56 Unterhaltung.57 Meldungswesen und Reglement.60 Gottesdienst.62 Hotels, Restaurationen und Pensionen.62 Übersicht der Auslagen.64 Ankündigungen.70 cn rmt %&'<*• Parkpartie. tsicsiE] GLEICHENBERG, ununun Lage des Kurortes. Im östlichen Teile der grünen Steiermark, in den Ausläufern des steirischen Hochgebirges, liegt der Kurort Gleichenberg. Gegen Norden vor rauhen Winden durch die beiden „Gleichenberge“ geschützt, im Osten und Westen von sanftem Hügellande umsäumt, gegen Süden offen, dies ist die Lage des Tales, in welches Gleichenberg eingebettet liegt. Schluchtpartie. -i i ir»! Ist diese Lage schon an und für sich als ideal zu bezeichnen, so wird das Günstige derselben durch die schönen Waldungen und Parkanlagen noch bedeutend erhöht. Natur und Menschenhand haben sich hier vereint und haben in den herrlichen Rahmen ein nicht minder schönes Bild gefügt. Die ernsten Nadelwälder wechseln mit den leuchtenden Laubhölzern, dem Landschaftsbilde eine prächtige Abwechslung, dem Auge einen frohen Genuß, dem Körper aber Gesundheit und Heilung spendend. 6 i Hin ausgedehnter, wohlgepflegter Park mit schonen Spaziergängen und lauschigen Ruheplätzchen umgibt die im Mittelpunkte des Kurortes stehenden Villen, deren Wohnräume ihrer glücklichen Lage zufolge reichlichst mit reiner frischer Luft versorgt sind. Die zur Fremdenbeherbergung bestimmten Wohnungen sind licht, trocken, luftig, haben somit alle Ligenschaften, die man an gesunde Wohnräume zu stellen gewohnt ist. Die Wasserversorgung in Gleichenberg ist die denkbar günstigste, da der Kurort neben einer Anzahl sanitär einwurfsfreier Brunnen drei Wasserleitungen besitzt, welche den Kurort mit genügenden Mengen ausgezeichneten Trinkwassers versehen. Straßen, Wege und Plätze werden peinlichst sauber gehalten, der Verhütung der Staubentwicklung ein besonderes Augenmerk zugewendet. Gleichenberg kann vermöge seiner sanitären Hinrichtungen und seiner Straße durch die Klause. 7 Parkparlie, Wickcnburgmomimcnl und Kaltbad. S4t*?_.*k w-" ■< S=t-v-' ff*'?. ■w*m* vw : '' r *' Parkpartie mit Prasil-Monument. last sprichwörtlichen Reinlichkeit den idealsten Kurorten an die Seite gestellt werden. Klima. Die Lage in einem nur nach Süden geöffneten Tale, das gegen Osten und Westen durch Hügelketten von mäßiger Höhe, gegen Norden aber durch eine höhere Bergkette abgeschlossen ist, bietet den möglichsten Schutz vor rauhen Winden. Dementsprechend ist das Klima milde, südlich subalpin, mäßig leucht warm, mit den mittleren Sommerwerten von 735 Millimetern Luft- druck, i8'78 n C. Temperatur und 76% Feuchtigkeit. Es zeichnet sich vor a 11 em durch den Mange 1 jener raschen Wärmeschwankungen aus, die dem Hochgebirge mit seinem alpinen Klima eigen sind, und verhindert durch seinen höheren Gehalt an Feuchtigkeit das Austrocknen der gereizten Schleimhäute der Respiration s o r g a n e. Die meteorologische Beobachtungsstation steht täglich im telegraphischen Verkehre mit der k. k. Zentralanstalt für Meteorologie und Erdmagnetismus in Wien und werden die gemeldeten Beobachtungswerte dem internationalen telegraphischen Witterungsberichte einverleibt, welchen man in allen größeren Tagesblättern abgedruckt findet. Kommunikationen. Der Kurort Gleichenberg ist per Automobil >/ 2 und per Wagen 1 '/ 4 Fahrstunde von der Station Feldbach der k. k. österreichischen Staatsbahn und l 3 / 4 Fahrstunden von der Südbahnstation Purkla entfernt. Die Hauptzufahrtslinien für Gleichenberg sind die Südbahnstrecke Wien—Graz—Triest und die k. k. österreichische und königlich ungarische Staatsbahnlinie Graz - Steinamanger (Szombathelyj—Budapest. Die kürzesten Fahrzeiten wirklicherFahrt ohne Mitrechnung der Unterbrechungen sind für die verschiedenen wichtigen Orte bis Kurort Gleichenberg folgende: io Agram 7*/ 4 , Belgrad 15 3 / 4 , Berlin 20 ‘/ 2 , Breslau 16 i/ 2 , Budapest 7 ‘/ 2 , Bukarest 24, Dresden 17 '/■>, Esseg 15 3 / 4 , Franzensfeste 11%, Görz 10'/ 4 , Graz l‘/ 2 , Innsbruck 14 : y 4 , Leipzig 19, Lindau 19 / 4 , Triest 9 3 / 4 , Venedig 14 3 / 4 , Verona 18'/ 4 , Wien 6 Stunden. Kurmittel. Bäder. Das Warmbadhaus enthält folgende Bäderarten': Süßwasserbäder, einfache kohlensäurehältige Mineralbäder mit Einströmung des Wassers von oben in die Wanne, ko hie nsäu re reichere BädermitEin fli eßen des Mineralwassers amBodende rWa n n e und stark kohlensaure Bäder, bei denen das Mineral- wasser unmittelbar vor seinem Eintritte in die Wanne, durch Ivalorisatoren er- w ä rmt, den größtmöglichen Anteil seiner Straße durch die Klause. 11 freien Kohlensäure behält. Diese Bäder sind bei Herzmuskelerkrankungen von vorzüglichster Wirkung. Als Badezusätze werden Moorextrakt, Malzabsud, Kleie, Steinsalz und besonders häufig frischbereiteter Fichtennadelextrakt verordnet. Das Bedienungs-Personale hat stets im Beisein des P. T. Badegastes die Wanne zu reinigen und genau die vom ordinierenden Arzte angeordneten Wärmegrade bei der Bereitung des Bades zu beobachten. Dem P. T. Badegast steht das Zimmer nur für eine Stunde zur Verfügung. Das Bedienungspersonale ist zur größten Aufmerksamkeit gegen jeden P. T. Badegast verpflichtet. Vorkommende Beschwerden wolle jeder P. T. Badegast in der Direktionskanzlei gefälligst anzeigen. Die Badekarten werden an der im Badehause befindlichen Kasse gelöst. Dem Bademeister — Bademeisterin — oder deren Organen ist es auf das allerstrengste verboten, Geldbeträge behufs Einlösung von Badekarten entgegenz u nehmen. Kaltwasser-Heilanstalt. Das in den Parkanlagen liegende Kaltbad bietet Gelegenheit zur Vornahme aller hydriatischen Prozeduren, wie Abreibungen, Einpackungen, Duschen, Dampfkasten- und Halbbäder. 13 im -Ä- J'-i- Daselbst sowie in den Privatwohnungen werden auch Fangopackungen, Heißluftkuren, sowie Massagen vorgenommen. In demselben Gebäude ist auch der Gymnastiksaal mit Atmungsstühlen von Roßbach, Velotrab nach Holla, Sand’schen Apparaten, Holfbauers Exspirator etc. untergebracht. Anschließend daran befindet sich ein Platz für Atemgymnastik im Freien. Bei hydropathischen Kuren in der Wohnung sehe man strenge darauf, daß dieselben nur von Leuten aus der hydropathischen Anstalt vorgenommen werden, da der Aktienverein nur dann für Exaktheit der Ausführung der vorgeschriebenen Kuren die Verantwortung übernimmt, wenn dieselben vom eigenen Badepersonale, welches aus der Schule Winternitz hervorgegangen ist, ausgeführt werden. Die pneumatischen Kammern. In der Anstalt sind zwei große pneumatische Kammern untergebracht. Herr k. u. k. Stabsarzt Dr. Jar. Hrach, ein langjähriger Gast Gleichenbergs, äußerte sich über die pneumatischen Kammern wie folgt („Wiener mediz. Wochenschrift“ Nr. 42, 1905): Die Behandlung des Bronchialasthmas hat die Aufgabe, die Elastizität des Lungengewebes zu heben, die Kapazität durch Freimachung der verstopften kleinen Bronchien und Lungenzellen zu vergrößern 15 Pneumatische Kammern. ijg :.-*d£k mm 'WB \m4 und katarrhalische Erscheinungen zur Heilung zu bringen. Dies ist nur durch entsprechende Lungengymnastik zu erzielen, welche in erster Linie in einer pneumatischen Kammer zu erreichen ist. Nur ist ein Dauererfolg nicht allein durch ein- bis zweistündiges Sitzen in derselben zu erhöhen, sondern es müssen gewisse Bedingungen, die mit dieser Kur verbunden sind, lü genau erfüllt werden. Diese beziehen sich auf die Behandlung des das Asthma begleitenden Lungenkatarrhs, die Diätetik, das Verhalten in der pneumatischen Kammer, die hydropathische Behandlung, die Atemgymnastik und Vorsichtsmaßregeln bezüglich Meidung aller Schädlichkeiten, welche die Entwicklung, bezw. Rezidive dieser Erkrankungen begünstigen Es ergibt sich die Notwendigkeit, den Körper in der Kammer von allen beengenden Kleidungsstücken zu befreien. — Damit die komprimierte Luft in die Tiefe der Alveolen eindringen kann, muß der Patient sich befleißigen, tief einzuatmen. Diese Atemgymnastik muß der Patient nach der Kammersitzung auf Spaziergängen fortsetzen. Dabei ist jede Überanstrengung zu vermeiden. Ist die Atemnot geringer geworden, so kommt die künstliche Atemgymnastik an die Reihe. Dieselbe wird im Freien, bei ungünstigem Wetter in einem Saale unter der Leitung eines Arztes durchgeführt; hie für besteht in Gleichenberg eine eigene Anstalt mit entsprechenden Einrichtungen, als: Atemstühle von R o s s b a ch,Velotrab nach H o f f a, Apparate von Sand u. dgl. m. Von besonderer Wichtigkeit ist die hydropathische Behandlung sowohl zur Beseitigung der katarrhalischen Erscheinungen als auch zur Kräftigung und Abhärtung des Organismus. Was schließlich die Vorsichtsmaßregeln bezüglich Meidung aller Schädlichkeiten, welche zur Entwicklung, beziehungsweise Verschlimmerung dieses Leidens bei- Ajp? ^'5. ■ \ Xs& ^Ssässfi '-w-w >£•«** .sgÄ mmM dz .^►y- Schluchtpartie. tragen, anlangt, so sei in erster Linie darauf hingewiesen, daß ein jeder Schnupfen gefahrbringend und deshalb nicht leicht zu nehmen ist, da die Schleim- hautafFektion auf die Rachen- und Kehlkopfschleimhaut fortschreitet. Es ist daher geboten, sofort das Zimmer zu hüten, jede Erkältung zn vermeiden und leicht schweißtreibende Mittel einzunehmen. Um die Widerstandsfähigkeit des Organismus zu fördern, dürfen die kalten Abreibungen nicht ausgesetzt werden. Bei der im Vorgehenden beschriebenen, systematisch durchgeführten Kur wird der erwünschte 18 1 ! 4 > -^läps äsg$gi9l|j Allgemeiner Zerstäubungssaal. Erfolg auch bei schweren asthmatischen Beschwerden nicht ausbleiben, doch muß die Kur, ähnlich wie die Karlsbader oder Marienbader, mindestens durch drei Jahre nacheinander wiederholt werden. Weiters ist ein großer Respirations-Apparat vorhanden, der zur Einatmung verdichteter und Ausatmung in verdünnte Luft dient. Dieser Apparat empfiehlt sich besonders bei Emphysem, Asthma und Bronchialkatarrh zur Unterstützung der Trink- und Inhalationskuren. 2 ' 19 Solzerstäubung. HÄ- ■r - V- Quellsole-Inhalation. Es bestehen ein allgemeiner Quellsol-Zerstäubungs- saal für 18 Personen im Füllhause und 22 separierte Inhalations-Kabinen für Quellsole für Herren und 10 separate Kabinen für Quellsole für Damen im Badehause. Über die Konstantinquellsole äußerte sich Professor an der Wiener Universität, Herr Dr. C. Clar: Zur lokalen Behandlung der Katarrhe der ersten Luftwege verwenden wir die Konstantinquelle in zerstäubter, für die Inhalation zweckentsprechend veränderter Form, als sogenannte Quellsole. Durch Fin- 20 dampfen der Quelle in großen Pfannen unter Dampfbetrieb werden die Erdkarbonate ausgefällt und die restierende Lösung der Alkalien wird auf die Hälfte eingeengt. Wenn das Aräometer ein spezifisches Gewicht von 1 - 010 anzeigt, wird der Konzentrationsprozeß unterbrochen und die nunmehr lprozentige Solution in zylindrische Ständer überfüllt. Hier wird durch eine automatische Manipulation nachtsüber das kohlensaure Quellgas durchgeleitet, um die Rückführung der gebildeten Karbonate in Bikarbonate zu bewerkstelligen. Diese erscheint deshalb notwendig, weil die normalen, durch die Erwärmung entstandenen Karbonate der Alkalien eine, wenn auch nur leicht ätzende Einwirkung auf die Schleimhaut der Luftwege ausüben könnten, welche wir aber ausschließen müssen, um die Quellsole in unbeschränkter Weise zur Inhalation empfehlen zu dürfen. Dann zählt das Mittel aber auch unter jene, welche nicht schaden, sondern nur nützen können und dessen Anwendung nicht nur bei allen Nasen-, Rachen-, Kehlkopf- und Luftröhrenkatarrhen, sondern auch dann zur steten Reinhaltung der ersten Luftwege als sehr geeignet erscheint, wenn diese außerdem einer eingreifenden Lokaltherapie unterzogen werden müssen. Es ist diesbezüglich auch keine Kontraindikation gegen Tuberkulose vorhanden, vorausgesetzt, daß die Zerstäubung auf kaltem Wege mittelst komprimierter Luft geschieht. Wir sehen die Sole nicht nur keinen Fichten-Inhalation. zu starken Reiz ausüben, sondern auch subjektiv wohltuend wirken. Fichten-Inhalation. Für die Inhalation von Extrakten aus frischen Fichtennadeln bestehen 2 große Inhalationssäle, beide im ersten Stock des Füllhauses und 6 Einzelkabinen im Badehause. Alle Inhalationen sind derart eingerichtet, daß dem Kurgaste nicht nur das Inhalationsmittel, sondern auch eine genügende Menge frischer reiner Luft geboten ist. Sonnenbad. Sonnenbad. Das neu errichtete Sonnenbad befindet sich am südlichen Ende des Kurparkes, enthält je eine Abteilung für Herren und Damen und ist mit bequemen Liegestühlen und mit Duscheapparaten ausgestattet. Kuhmilch, Molke, Kefyr, Yoghurt. Die Bereitung nach bester Methode erzeugten 1-, 2- und 3tägigen Kefyrs wird unter ärztlicher Kontrolle 23 Lesezimmer. «sl~> 40p 1 * SB *' 4 ^- von einem eigens hiezu berufenen Molkensieder besorgt und täglich des Morgens und Nachmittags am Brunnen zu tarifmäßigen Preisen von dem Schweizer selbst verabreicht, ebenso sind nächst dem Brunnen früh und nachmittags Ziegen aufgestellt, deren Milch dort frisch ins Glas gemolken wird. Im Kuhstalle des Aktien-Vereines wird kuhwarme Milch verabreicht. Die Kühe dieses Stalles stehen unter staatstierärztlicher Kontrolle und sind sämtliche der Tuberkulin-Impfung unterzogen. 24 Die Heilquellen Gleichenbergs. 1. Die Konstantinquelle. 3. Der Johannisbrunnen. 2. Die Emmaquelle. 4. Die Klausen-Stahlquelle. Analysen nach Professor I)r. Ernst Ludwig Professor Dr. Gottliel) in 10.000 Gewichtsteilen Konstant inquelle Emmaquelle Klausen- quelle Johannisbrunnen Schwefelsaures Kalium 1023 0-732 0-0695 00114 Schwefelsaures Natrium . — 0-371 01263 — Chlorkalium. 0012 — — — | Chlornatrium. 18223 14-280 0-0025 5-0874 Bromnatrium. — 0-044 — — Jodnatrium . — 0-002 — — Borsaures Natrium .... 0-082 0-035 — — Phosphorsaures Natrium . 0-006 0004 00125 — Kohlensaures Natrium 25-060 20530 0-0145 19-5010 Kohlensaures Kali .... — ' j — 0-7306 Kohlensaures Lithium . 0-039 0-007 — 0-0211 Kohlensaures Kalzium . . 3-541 3-380 0-2357 5-1891 Kohlensaures Strontium . 0-054 0037 — — Kohlensaures Baryum . . 0-004 — — 00134 Kohlensaures Magnesium 4-215 3-448 0-0590 4-6009 Kohlensaures Eisen . . . 0-027 0058 0-1037 01441 Kohlensaures Mangan . . 0-002 0001 — — Aluminium-Oxyd .... 0-002 0-0006 0-0098 00233 Kieselsäure-Anhydrid . 0-647 0-613 0-7127 0-2243 Cäsium und Rupidium Spuren Spuren — — Organischer Kohlenstoff . — 0-050 — — Salpetersaures Kali . . . — — — 0-0790 Summe der festen Bestandteile . . 52-937 43-5426 1-3462 35-6390 Kohlensäure, halbgebund. 14-212 11-846 19-4076 13-0907 Kohlensäure, frei .... 20-519 19 035 — 23-2363 Spezifisches Gewicht . 1 0057 1-00485 - — Quellentemperatur ... 17-3» C. 14- 5" C. 7-8° R. 9-2» R. Konstantinquelle. Für die Bäder, sowohl warme Wannen- als kalte Duschebäder, werden der Römerbrunnen und die Werle-Quelle (von ähnlicher Zusammensetzung wie die Konstantinquelle) benützt. Die Konstantin- und die Emmaquelle. Diese beiden Quellen gehören in die Gruppe der alkalisch-muriatischen Säuerlinge, ragen jedoch durch ihren reichen Gehalt an kohlensaurem Natron und Chlornatrium sowie ihren übrigen Inhalt an wertvollen mineralischen Stoffen aus dieser Gruppe vereinzelt hervor. 26 IHlliP»*®® Emmaquelle. Die Emmaquelle zeigt, sowohl was ihre qualitative Beschaffenheit als auch ihre quantitative chemische Zusammensetzung' anbelangt, eine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit der Konstantinquelle, insbesondere in Rücksicht auf die Hauptbestandteile, welche den Charakter der beiden Quellen beeinflussen. Die Unterschiede in der Zusammensetzung der beiden Wässer sind wohl nicht groß, sie verdienen 27 aber entschieden in therapeutischer Hinsicht Beachtung. Zunächst ist das Wasser der Emmaquelle ärmer an festen Bestandteilen und an freier Kohlensäure als das Wasser der Konstantinquelle, dagegen enthält es ungefähr doppelt soviel Eisenbikarbonat als dieses. Von ganz besonderem Interesse ist der Jod- und Bromgehalt der Emmaquelle, während in der Konstantinquelle diese beiden Halogene fehlen. Die große Ähnlichkeit der beiden Heilquellen bringt es naturgemäß mit sich, daß auch die Indikationen (Heilanzeigen) für beide Quellen nahezu die gleichen sind. Erwähnenswert wäre nur, daß die Emmaquelle selbst von schonungsbedürftigen, reizbaren Kranken ausgezeichnet vertragen wird. Neuere Untersuchungen ergaben, daß die Gleichenbergerquellen zu den radiumhältigsten aller österreichischen Heilquellen gehören. Über die Konstantin quelle äußerte sich Prof. Dr. Ernst Ludwig („Wiener Klinische Wochenschrift“, 1896, pag. 25): Vergleicht man die Analyse der Konstantinquelle mit jener des Emser Kränchen, so ergibt sich, daß das relative Verhältnis der gelösten Bestandteile beinahe dasselbe ist, daß aber die Konstantin quelle fast doppelt so 28 viele feste Bestandteile und freie Kohlensäure enthält als das Emser Kränchen. Die folgende Zusammenstellung mag diesen Ausspruch rechtfertigen. Analyse nach Professor E. Ludwig Professor Fresenius Konstantin- Quelle Emser Kränchen Kohlensanres Natrium. 25-000 13-98814 Kohlensaures Lithium. 0-039 0-02538 Kohlensaures Ammon. — 0-01613 Schwefelsaures Natrium. — 033545 Chlornalrium. 18 223 9.83129 Bromnatrium. — 000340 Jodnatrium . — 0-00022 Phosphorsaures Natrium .... 0-006 001459 Schwefelsaures Kalium. 1-023 0-36773 Kohlensaures Kalzium. 3-541 1-50121 Kohlensaures Strontium .... 0-054 001805 Kohlensaures Barvum. 0 004 0-00839 Kohlensaures Magnesium .... 4-215 1-35834 Kohlensaures Eisen. 0027 001442 Kohlensaures Mangan. 0 002 000125 Phosphorsaure Tonerde. 0-002 000116 Kieselsäure. 0-647 0-49742 Halbgebundene Kohlensäure . . 14-212 7-20974 Freie Kohlensäure. 20-529 10-39967 Spezifisches Gewicht. 1-0057 1-00308 Quellentemperatur. 17 - 3 » C . 35-860 c. Der johannisbrunnen. Der Gleichenberger Johannisbrunnen ist ein alkalischer Säuerling, welcher den doppelten Gehalt an kohlensaurem Natron zeigt wie der Gießhübler Säuerling und wie dieser nicht nur ein wohlschmeckendes Erfrischungsgetränk für Gesunde vorstellt, sondern besonders von Personen, welche zu Grieß- und Steinbildung neigen oder an Gicht leiden, jahraus, jahrein entweder rein oder mit einem leichten säuerlichen Wein gemengt getrunken werden sollte, um die diesen Krankheiten zugrunde liegende Ablagerung von Harnsäure zu vermeiden. Der Johannisbrunnen hat außer seinem hohen Sodagehalte noch den Vorteil, daß er nicht zu den sogenannten reinen alkalischen Säuerlingen gehört, sondern außer Soda auch noch etwas Kochsalz enthält, wodurch er viel verdaulicher erscheint und daher besser vom Magen vertragen wird als ein rein alkalischer Säuerling. Die Klausen-Stahlquelle bietet ein erprobtes Heilmittel bei mangelhafter Bluterzeugung, nach erschöpfenden Krankheiten zur Beförderung der Rekonvaleszenz, bei herabgekommener Ernährung, nach langwierigem, mit Blutflüssen verbundenem Wochenbette, nach Typhus und protrahiertem Wechselfieber, bei Schlaffheit der Magenwandungen, endlich gegen unregelmäßige, mit Krämpfen verbundene Reinigung, Hysterie etc. 30 Die Gleichenberger Heilquellen stehen im täglichen Gebrauche Seiner Majestät des Kaisers und Königs Franz Josef I. Bezugsbedingungen der Gleichenberger Heilquellen. Die Versendung geschieht in tadelloser Verpackung nach allen Richtungen des In- und Auslandes entweder durch die Brunnendirektion in Gleichenberg oder durch die in allen größeren Orten bestehenden Niederlagen. Stets jedoch findet die Versendung auf Kosten und Gefahr des Bestellers statt. Bestellungen, welche an die Brunnendirektion in Gleichenberg gerichtet sind, sollen möglichst genaue Angaben der Adresse enthalten, und zwar: Vor- und Zuname, Stand, Wohnort (Straße und Hausnummer), Bahnstation (Post). An Gleichenberger Quellenprodukten gelangen zum Verkaufe: Emmaquelle, nur in Flaschen zu 3 / 4 Liter. Konstantinquelle in Flaschen zu l 3 / 8 , 1 und % Liter. Klausen-Stahlquelle in Flaschen zu 3 / 4 Liter. Konstantin - Quellsole in Flaschen zu 3 / s Liter, in Kisten zu 12, 25 und 50 Flaschen verpackt. Natürliches Gleichenberger Quellsalz, bei katarrhalischen Erkrankungen der Atmungsorgane in einst Füllhaiis. prozentiger Lösung mittelst Zerstäubungsapparat zu inhalieren. Johannisbrunnen in Flaschen zu 1 3 / R , 1 und i/ 2 Liter, in Kisten zu 25 und 50 Flaschen verpackt. Sämtliche Quellenprodukte ab Station Feldbach oder Purkla. Preisverzeichnisse und Wasserprospekte sind durch die Kurdirektion zu beziehen. Die Versendung erfolgt im allgemeinen gegen Nachnahme. Bei Rücksendung leeren Geschirres empfiehlt es sich mit Rücksicht auf die Frachtkosten, nicht einzelne Kisten, sondern nur deren mehrere auf einmal zur Aufgabe zu bringen. Für fremde oder verun- reinigte Flaschen kann eine Vergütung nicht geleistet werden, da wir solche von der Wiederfüllung unbedingt ausschließen müssen. Auch solche Kisten und Flaschen, welche nicht unserem Versand entstammen, werden von uns nicht übernommen. Zur Beachtung! Jede Flasche ist mit einer Zinnkapsel versehen, auf welcher neben der Schutzmarke (österreichischer Adler) der Name der Quelle geprägt erscheint. Jede Flasche ist mit einem Korke verschlossen, welcher den Namen der Quelle eingebrannt trägt. Jede Flasche ist mit einer dem Inhalte entsprechenden Etikette versehen, und zwar: Farbe der Etikette Konstantinquelle.rot Emmaquelle.blau Quellsole.hellbraun Johannisbrunnen .grün Die Haltbarkeit der Quellen ist eine unbegrenzte zu nennen, sofern die Flaschen richtig eingelagert sind. Die Aufbewahrung geschieht am besten in kühlen, nicht zu feuchten Kellern (vor Frost geschützt), die Flaschen auf trockenen Sand gelegt. Für Bruch, Frostschaden oder Manko, während des Transportes entstanden, übernimmt die Brunnendirektion unter keiner Bedingung die Verantwortung, ebensowenig für verspätetes Eintreffen der Sendungen, wenn ein Verschulden der Bahn vorliegt. 3 33 Parkpartie. rVM ,w . '-v v 1 .•,- ' Gleichenberg und seine Quellen sind indiziert: 1. Bei Krankheiten der Atmungsorgane, und zwar: Bei chronischem Kehlkopfkatarrh, chronischem Bronchialkatarrh, bei jenen Katarrhen, welche nach überstandener Grippe, Keuchhusten oder Ausschlagskrankheiten häufig Zurückbleiben; weiters bei jenen veralteten Katarrhen, die mit Lungen-Emphysem (Lungenzellen-Erweiterung) oder Bronchiektasie (Erweiterung der Luftröhrenäste) einhergehen; ferner bei chronischer Lungenentzündung und den sie begleitenden Katarrhen der Luftwege, endlich bei den 34 nach Rippenfellentzündungen zurückbleibenden Ausschwitzungen in der Brusthöhle, jedoch nicht bei akuter Tuberkulose. 2. Bei Krankheiten der Verdauungsorgane. Bei chronischem Rachenkatarrh, Magenkatarrh und Dyspepsie (Magensäureüberschuß, Sodbrennen, saurem Erbrechen), Magenkrampf, bei Anschoppungen der Leber und Milz, besonders nach Wechselfieber, bei Katarrh der Gallenwege und der damit verbundenen Gelbsucht und bei chronischem Darmkatarrh. 3. Bei Erkrankungen des Zirkulationsapparates. Bei Herzschwäche, kompensierten Herzfehlern, Herzmuskelerkrankungen etc. 4. Bei Krankheiten des uropoetischen Systems. Bei chronischem Blasenkatarrh, bei Abgang von harnsauren Sedimenten und bei Brig'ht’scher Nierenkrankheit. 5. Bei Krankheiten der weiblichen Geschlechtsorgane. Bei spärlicher und verhaltener Periode, bei Katarrhen der Gebärmutter oder Scheide (weißer Fluß). 6. Bei Leiden des Lymph- und Drüsensystems, als Schwellung der Lymphdriisen, wenn sie nicht kreb- siger Natur sind, sondern auf skrofulöser Basis beruhen. 7. Bei Krankheiten der Bewegungsorgane infolge von Gicht oder chronischem Rheumatismus. 3 ' 35 Die Herren Ärzte. Deren Wohnungen und Ordinationsstunden sind in jeder Villa angeschlagen. Dr. Paul Hönigsberg, Ordinarius des israelitischen Hospitales. „ David Käufer. „ Stanislaus Bulikowski, kais. Rat. ,. Josef Kentzler. „ Emil Ziffer. „ Martin Szigeti. ,, Georg Ensbruner, ärztl. Leiter der Kuranstalten, Ordinarius des Hospitales „Zum Pilger“. „ Johann v. Szaböky, emerit. Universitätsassistent. „ Max Hauschka von Treuenfels, gewes. poliklinischer Assistent. „ Eugen Barac von Repenje. „ Franz Greiner (auch zahnärztliche Ordination), Gemeindearzt. Die Apotheke des Herrn Dr. Ernst Fürst befindet sich in der „Vereinsterrasse“. Zur Untersuchung von Blut, Sputum und Harn befindet sich im Kurorte ein unter ärztlicher Leitung stehendes chemisch-bakteriologisches Laboratorium. Wohnungsbesteliung. Anfragen über Wohnungen werden postwendend auf das entgegenkommendste beantwortet und Wohnungs- 36 Schluchtpartie. $*■*%* bestellungen durch die Kurdirektion jederzeit bereitwilligst vorgemerkt. Ferner wird das P. T. Kurpublikum auf die für den Kurort Gleichenberg bestehende Mietordnung aufmerksam gemacht, welche in allen Villen sowie Hotels, Gasthöfen und Einkehrgasthäusern affi- chiert ist. Um bei eventuellem Wohnungswechsel unliebsamen Auseinandersetzungen mit den Zimmermietern zu 37 entgehen, führen wir den § 3 der Mietordnung nachfolgend an: „Innerhalb 24 Stunden nach dem Beziehen der Wohnung steht es dem Fremden (Kurgast) frei, die noch nicht auf bestimmte Zeit gemietete Wohnung ohne Kündigung und gegen Bezahlung des üblichen Wohnungszinses für einen Tag oder, wenn er in der Wohnung bereits übernachtet hat, gegen Bezahlung des Zinses für zwei Tage zu verlassen. DieWohnung muß jedoch am Tage des Verlassens um 12 Uhr mittags geräumt sein. Es darf auch die Aufnahme für eine einzelne Nacht, wenn noch freie Zimmer vorhanden sind, unter keiner Bedingung verweigert werden“. Telegramm-Adresse für Wohnungs- und Wagenbestellung: „Direktion Qieichenberg“. Zimmerpreise inkl. Bedienung. Während der Vor- und Nachsaison (15. Mai bis 9. Juni und 11. August bis 30. September) K V —, K 1-60, K 2--, K 2-60 bis K 6-— per Tag. Während der Hochsaison (10. Juni bis 10. August) K 2--, K 2-60, K 3-~ bis K 10-— per Tag. Die Zimmerpreise sind nur für ein, resp. für zwei Betten berechnet, jedes weitere zur Benützung gelangende Bett kostet per Tag 80 h, Kerze per Stück 20 h. Einmaliges Heizen 40 h. Häuser des Gleichenberger und Johannisbrunnen-Aktienvereines. IPsll äfcäh?’ >- *&> *7»$ ' 4**: mm .p “*--' *. -^fii'V r ^taüiwSy.'-'* ig'"* 12. Villa Weihnachtsbaum im Brunnentale, vornehme Pension I. Ranges (Inhaberin Frau Herta von Hausen), dazugehörig Villa Triestina, 42 Zimmer. (Siehe Inserat Seite 76.) 47 (»tUtO« 13. Villa D’Orsay Pension I. Ranges (Fräulein von Pollet), nächst dem Vereinshause im Zentrum des Kurortes. Eigener schöner Park. 40 Zimmer. (Inserat siehe Seite 74.) 14. Wienerhof. (Eigentum des Spitalfonds „Zum Pilger“), nächst den Bädern. 20 Zimmer. 48 15. Schweizerei und Raupenhaus unweit des Brunnentales, Hotel und Pension. Schöne Aussicht. 28 Zimmer. I t'l Von der Kurdirektion verwaltet: 16. Hotel Mailand H , us i Ranges mit Pension, Restauration it 84 Zimmern. Haus 1. » um-nlatze am Ein rachtsaal und Prachtgarten. 5 Minuten vo 1 oange des Kurortes von Feldbach aus gelegen. 60 '< K. k. Kur-Inspektion im „Vereinshause“. — Iv. k. Kur-Inspektor: Karl Vallon. Direktionskanzlei befindet sich im „Vereinshause“, Parterre. — Kur- Direktor: Karl Vallon. Unterhaltung. Unterhaltungsabende (Kabarett, Reunionen, Tanz) jeden Samstag. Anfang halb 8 Uhr abends. Tombola während der Hochsaison jeden Donnerstag am Kur- 57 platze. Beginn 5 Uhr nachmittags. Wald- und Parkfeste und andere Unterhaltungen nach jeweiligem Beschluß des Vergnügungsausschusses. Lesesaal: Im Kurhause: täglich geöffnet von 8 Uhr früh bis 9 Uhr abends. Aufliegen sämtlicher wichtigerer Journale und illustrierten Zeitschriften des In- und Auslandes, Meyers Konversationslexikon, Wilh. Onckens Weltgeschichte; ferner Lehmanns Allgemeiner Wohnungsanzeiger nebst Handels- und Gewerbe-Adreßbuch für die k. k. Beichshaupt- und Residenzstadt Wien und Umgebung, Schematismus für das k. u. k. Heer und für die k. u. k. Kriegsmarine, Schematismus für die k. k. Landwehr und Gendarmerie. Grazer Geschäfts- und Adreß-Kalender. Gothaisches genealogisches Taschenhandbuch der gräflichen und freiherrlichen Häuser. Gothaischer genealogischer Hofkalender nebst diplomatisch-statistischem Jahrbuch. Theater: Täglich mit Ausnahme der Donnerstage und Samstage. Wöchentlich zweimal (Dienstag und Freitag) Operettenvorstellungen. Musik: Eine vorzügliche Kurkapelle, bestehend aus 26 Musikern, konzertiert täglich zweimal, früh im Brunnentale, abends nächst dem Kurhause. An Sonn- und Feiertagen finden außerdem noch Mittagskonzerte vor dem Kurhause statt. Bei ungünstiger Witterung werden die Konzerte der Kurkapelle in der neuerbauten Kurhaus-Veranda abgehalten. 58 'mm * 4 > ÜBJtl ~w; ***•&";■ iiili I Lawn Tennis: Im schattigen Walde, drei Minuten vom Theatergebäude, belindet sieh ein Platz, der für dieses moderne und so beliebte Spiel auf das beste eingerichtet wurde. Billard: Vorzügliche Billards im Kurcafe (Kurhaus). Vergnügungsorte in- und außerhalb des Bades. — Ausflüge zu Wagen in die landschaftlich schöne Umgebung und Bergpartien zu Esel nach sehr lohnenden Aussichtspunkten. (Siehe Promenade zu Fuß und Ausflüge zu Wagen.) Im Kurpark befindet sich eine reichhaltige Leihbibliothek des Rudolf Heger aus Wien; derselbe führt außerdem eine allen Anforderungen entsprechende Buch- und Musikalienhandlung. Optiker-, Uhren-, Juwelen-,Gold- und Silbergeschäfte, sowie Modistinnen, Damen- und Herrenschneidereien, Damen- und Herren-Schuhwarenlager, Holz- und Beinschnitzereien, Konfektions- und Galanterie-Geschäfte und eine Tabak- und Zigarren-Spezialitäten-Trafik befinden sich im Kurorte. Spediteur Gottfried Holzer. Meldungswesen und Reglement. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die genaue und rechtzeitige Ausfüllung der Meldezettel sehr zu beachten ist, da eine Nichtnieldung oder nur mangelhafte oder teilweise Meldung nach dem Strafgesetze geahndet wird. Die Rubriken der Meldezettel 60 sind genauestens auszufiillen und insbesondere die allfällige Begleitung in ihrer Eigenschaft klar zu vermerken. Diese Meldung, welche binnen acht Stunden nach der Ankunft zu geschehen hat, muß bei jeder Übersiedlung wiederholt werden, und zwar aus der neubezogenen Wohnung. Im Kursaal darf nicht geraucht und dürfen Hunde dahin nicht mitgenommen werden; derselbe ist zur Konversation, für Konzerte und Reunionen bestimmt, daher auch Kindern das Spielen mit Bällen u. s. w. daselbst durchaus nicht gestattet werden kann. Alle die Anstalt betreffenden billigen Wünsche und begründeten Beschwerden wollen der Kurdirektion im Vereins- hause vorgebracht werden. Anonym an die Direktion gelangende Wünsche, Beschwerden oder Anzeigen etc. werden nicht berücksichtigt. Gefundene Gegenstände sind in der Gemeindekanzlei abzugeben. Kirche. <)1 Allen Dienern der Anstalt ist ein artiges, zuvorkommendes Benehmen, ferner die größte Reinlichkeit und Ordnung im Dienste zur strengsten Pflicht gemacht und bittet man im gemeinschaftlichen Interesse, mit jeder diesfälligen begründeten Beschwerde sich sogleich und unmittelbar an die Direktion zu wenden. Gottesdienst. Der katholische Gottesdienst in der hiesigen Klosterkirche wird abgehalten: an Wochentagen täglich um 9 Uhr vormittags; an Sonn- und F eiertagen um 11 Uhr vormittags. Der evangelische Gottesdienst fallweise im Klaviersaale. Der israelitische Gottesdienst jeden Samstag, Hotel „Theresienhof“. Hotels und Restaurationen. Vereins-Restauration und Kurcafe. „W e ihn acht sb aum“ (Pension). Villa d’Orsay (Pension). „Stadt Mailand“ (Hotel). „Sch w ei z er ei“ (Hotel, Pension und Cafe). „Styria“ (Hotel). „Stadt Würzburg“ (Hotel und Restauration). „Ungarische Krone“ (Hotel). Restauration „Venedig“. Pension Plankenstein. I* Vereinsrestauration am Kurplatz. rgrrv'l Pension „Franzensburg“. „Wallnerhof“ (Restauration). „Theresienhof“ (israelit. Küche, Restauration und Pension). „Stadt Fünfkirchen“ (Restauration mitisraelit.Küche). „Goldener Hirsch“ (Gasthof). „Konstantinhöhe“ (Gasthaus und Cafe). „Häuschen am Wald“ (Gasthaus und Cafe). 53 Vornehme Pensionen bei mäßigen Preisen. Auskünfte hierüber für Pension „Weihnachtsbaum“ durch Frau Berta Haus von Hausen, für Pension Villa d’Orsay durch Fräulein Rosa Pollett von Poltheim. Übersicht der vorkommenden Auslagen. Kurtaxe. Für 1 Person. K 20— „ jede weitere zu derselben Familie* gehörende Person K 12‘ — „ Kinder von 5 bis 15 Jahren je ... K 8 - — „ Diener je. K 4 - — * Der Begriff Familie umfaßt nur „Eltern und deren unverheiratete Kinder“. Die Taxe ist zu entrichten, wenn der Aufenthalt länger als fünf Tage dauert. P. T. Besucher des Kurortes, welche sich über zwei, jedoch weniger als fünf Tage aufhalten, haben für sich je K 2‘— Kurtaxe und K 2* - Musiktaxe zu bezahlen; Kinder und Diener in ihrer Begleitung sind für diese Dauer frei. Die P. T. Kurgäste werden aufmerksam gemacht, daß die vorgeschriebene Kurtaxe in der Kanzlei der Kurdirektion (Vereinshaus am Kurplatze) vom Kurgaste selbst zu entrichten ist und daß erst mit der Bezahlung dieser Taxe das Recht auf Benützung der Kurmitte! erwächst. Dem- (ii Aussicht von Wierberg. \r M sSäf v'A-V^fv *3|fU>N«S ,K &fc!$' Vf«|p'< * * zufolge ist bei Lösung von Badekarten in den Kuranstalten die Taxquittung bei der betreffenden Kassa vorzuweisen. Passanten, die sich weniger als zwei Tage hier aufhalten und demnach keine Kurtaxe entrichten, wollen Badeeintrittskarten bei der Kurdirektion einlösen. Zimmerpreise. Während der Vor- und Nachsaison (15. Mai bis 9. Juni und 11. August bis 30. September) K T—, K 1-60, K 2—, K 2-60 bis K 6 - — per Tag. Während der Hochsaison (10. Juni bis 10. August) K 2-—, K 2-60, K 3-— bis K 10-- per Tag. 5 65 Die Zimmerpreise sind nur für ein, respektive zwei Betten berechnet, jedes weitere zur Benützung gelangende Bett kostet per Tag 80 h, Kerze per Stück 20 h. Einmaliges Heizen 40 h. Bäder. vormitt, nachmitt. Natürliches kohlensaures Bad Nr. I K 2 •— K P60 Natürliches kohlensaures Bad Nr. II „ 2-— „ 1’60 Porzellan-Wannen- oder natürliches kohlensaures Bad Nr. III . . . . „ 3-— „ 3 - — Blechwanne . „ P40 „ P— Sitz- oder Kinderbad.„ 1‘20 „ P20 Zusätze. Klausner Wasser.per Kanne 30 h Fichtennadel-Zusatz.„ „ 30 „ Malz.per Liter 30 „ Kleie . . . •. „ „ 30 „ Salz.V* Kilo 30 „ Seife. l /% „ 30 „ Inhalationen. vormitt, nachmitt. Pneumatische Kammer: Eine zweistündige Sitzung . K 3*— K 3 1 — Eine einstündige Sitzung.„ 2 - — „ 2 - — Fichten-Inhalation in Einzel- Kabinetten . „ 2‘— „ 2 - — ÖG vormitt. nachmitt. Fichtennadel-Inhalation im Saale . . K 1-— K —-80 Quellsol-Zerstäubung im Saale . . . „ 1-— „ — '80 Quellsol-Zerstäubung in Einzel- Kabinetten .„ 1-60 „ 120 Quellsol-Zerstäubung in reservierten Einzel-Kabinetten .„ 2 - 40 „ 2-— Respirations-Apparat.„ P— ,, —-80 Inhalation medikamentöser Flüssigkeiten .„—-80 „—-80 Hydropathische Anstalt. (Preise inklusive Wäsche.) Abreibung .•. Halbbad mit Abreibung oder Frottierung . . Hydropathische Kuren zu K 2-—, K P60 und zu Einpackung mit Halbbad . . Abreibung in der Wohnung Kreuzbinde in der Wohnung Kreuzbinde mit Abreibung in der Fango-Kur.. Gymnastische Kuren im Saale Gymnastische Kuren im Freien pro Woche . Atmungs-Stuhl. Heißluft-Kuren. Sonnenbad . . Massagen zu K 4- K 2 •— und.. Personenwage im Badhaus, per Person 20 h. Wohnung K 1 -- „ 1-60 „ 1-20 „ 2 -- „ 1-20 „ E- „ 2 -- „ 4 -— „ 2 .— „ 5 -~ „ 1 — „ 1-40 „ 1 '— „ 1 - Rollwagen. Benützung' derselben i/ 4 Stunde 30 Ii, */■> Stunde 60 h, 1 Stunde 80 h. Tragsessel. Benützung derselben y 4 Stunde 60 h, y 2 Stunde K 1.—, 1 Stunde K 1.20. Jeder P. T. Gast, welcher sich eines Rollwagens bedient, wird gebeten, für die geleistete Zahlung eine Bestätigungskarte von der Bedienungsmannschaft in Empfang nehmen zu wollen. Rollwagenstandplatz in der Wandelbahn und nachmittags während der Musikproduktion auch im Kurhause. Platzdiener und Reitesel nach Tarif. Ermäßigungen. In der Zeit vom 10. Juni bis 10. August (Hochsaison) werden keinerlei Ermäßigungen gewährt. In der Vorsaison (15. Mai bis 9. Juni) und in der Nachsaison (11. August bis 30. September) ist der Kurdirektion Vorbehalten, in besonderen Fällen und auf Grund bezüglicher, gehörig belegter Gesuche (Anstellungsurkunde, Armuts- oder Mittellosigkeitszeugnis) nach eigenem Ermessen einzelne Ermäßigungen an Kurgäste, die in den von der Kurdirektion verwalteten Ubikationen wohnen, zu gewähren. Ein Recht, solche Ermäßigungen zu beanspruchen, besteht jedoch nicht. Den Herren Staats-, Landes- und Gemeindebeamten und Lehrern können im Sinne obiger Ausführungen m der Vor- und Nachsaison nach Ermessen der Kurdirektion Ermäßigungen dann bewilligt werden, wenn sie in den im ersten Absätze erwähnten Ubikationen wohnen und wenn deren Gesamteinkommen nicht höher ist als jenes der Staatsbeamten der neunten Diätenklasse abwärts. Vorstehende Bestimmungen gelten bezüglich Ermäßigung der Kurtaxe für alle Häuser, die an Kurgäste vermietet werden, also auch für solche, die von der Kurdirektion nicht verwaltet werden. u III m Für Nachkuren und Inhalationen im Herbst und Winter dienen die Gieichenberger Quellenprodukte, welche in der Apotheke des Dr. FÜRST zu haben sind. : (Auch während des Winters geöffnet.) ■ Gleichenberger Quellsolesalz und Inhalationspastillen werden aus der Konstantinquelle gewonnen. Die Inhalation mittelst Zerstäubungsapparates empfiehlt sich bei Katarrhen der Atmungsorgane und ist von schleimlösender Wirkung. Das Salz ist in Gläsern mit Meßlöffelchen oder auch fertig abgeteilt in Pastillen zu haben. Die Lösung bereitet man, indem man eine Pastille oder ein Löffelchen (gleich ein halbes Gramm Quellsalz) in 50 Gramm Wasser löst. Die Zerstäubungsapparate fassen genau 50 Gramm Wasser. Die Zerstäubung kann warm oder kalt (erstere in den Apparaten mit Spiritusheizung) geschehen. Auf kaltem Wege ist sie bequemer, da keine Heizung nötig, und besser, da die Quellsalzlösung rein ohne Wasserdampf zur Wirkung kommt. 1 Flasche Quellsalz mit Meßlöffelchen.Iv 2.40 1 Flasche mit 30 Quellsole-fnhalationspastillen . . K 2.— 1 Zerstäubungsapparat bester Qualität, komplett . K 6.— 1 Inhalationsapparat mit Spiritusheizung.K 4.— Derselbe aus Messing.K 6.— Weitere Quellenprodukte der Gleichenberger Apotheke: Gleichenberger Hustenpastillen (Quellsalz) zu 60 h und zu K 1.20; Verdauungspulver, den sogenannten „Speisepulvern“ überlegen K1.—; Gleichenberger Waldluft K 1.60; Fichtennadelfranzbranntwein K 1.60; Fichtennadelöl für Inhalationen K1.60; Fichtenbonbons, Fichtenseife, Fichten- badeextrakt etc. etc. 70 !!! för Katarrhe Her fltmuiprpß!!! Einzig: Weltberühmte Gleichenberger taii-1. ideales Erfrischungsgetränk für Gesunde und Kranke. GRAND ETABLISSEMENT _J. NAGEL 0 WITWE DIREKT AM KURPLATZE GELEGEN jj Vornehmstes Etablissement am Platze! 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