5 g »v-Icde, n welcher aus allen Darrungen der Achrifft- Mellerm und HüchercuDeuguuß und BeweißthuiN/ vor das Geheimnuß er Unbefleckten Ninpfüngnuß Angezogen werden; K der Hohen Kletropolitan-Kircheu zu St. Ste- >h l in WienN/da in selber eine Hvchlöbl. zu grösserer Aufneh- nug der Ehre GOttes/und der unbefleckten Jungfrau ölAKIL, wie me zu Verehrung des H.Blut - ZeugensJohannis von Nepomuck errichte Bru- dsschafft/die fcyerliche Gedächtnuß des gemeldten Geheimnuß den dritten Sonntag in Advent im Jahr 1743. gewöhnlicher Massen hegienge r Vorgerragen Lrt ?. don pio manzador, aus der Versammlung Herr ReAuNrten Priestern des Heil. , und gewöhnlichen Sonntags - Prediger in der Kayserl. Hof- Pfarr - Kirchen dey St. Michael in Wienn. Mit Genehmhaltung Deren Oberen. Wim, gedruck^nd zu haben/ beyJohannJgnayHevinger/ Hockfürstl.Erß- ^ Bischöffl. Hof- Buchörnckern, in feinem Gewölb in der Römer t Straffen. P o THEMA- ihoc efl: teftimonium Joannis, quando miferunt Judaei ab Jerofolymis Sacer- dotes & Levitas ad eum, ut interroga- rent eum: Tu quis es ? fi> diß ist das Zeugnuß Johannis/ als die Juden/ Priester und Leviten von Jerusalem zu ihm sandten, daß sie ihm frage- len Wer dist du? joan.i. v.i$. Ar oft/ andächtige Zuhörer! gar oft pflege ich in meinen Gedancken zwcy grosse Die« nerGSttes gegen einander zu halte»/und einen sehr grossen mit dem Allergrössen selbst , jedoch allzeit in geziemender Mäßigung zu __ vergleichen. Johannes von Nepomuck eurer mtmem heiliger Schützer kommt mir fast niemahlen in dieGe- däctnuß ohne daß sich in selben zugleich die Erinnerung eines A 2 an- _ C 4 ) _ andern Johannis reg?/ nehmlich des heiligsten Tauffers sel sten,und mir zwischen beyden eine besondere Aehnlichkeit vor h Angesicht rucke. Manche Menschen auf Erden tragen d Nahmen deren Heiligen im Himmel , wie gewisse Stern Himmel die Nahmen einiger Thieren auf Erden/das ist : m die Nahmen ohne mindister Gleichheit in ihren Weesen u» Würckungen. Johann von Nepomuck hingegen hatte mit de Vorlauffer Christi einerley Nahm, anbey aber eine grosse wandschafft in Eigenschafften/ und genaue Nachfolg in Sittei^Mj wie jene Blum von der Sonne genennet wird/ welche mit GokI mi färben Blättern wie die Sonn mit Strahlen umgeben ist/ mp« sich auch in ihren Bewegungen nach dem Lauf dieses Planet«»«, richtet / das Haupt erhebet oder neiget/ nachdem die Sonn autat oder nieder gehet. Nicht alles zwar/ aber doch vieles/ nidUuffa eben das jenige/ aber doch etwas gleiches mit deme/so an J>Ml Hanne dem Tauffer bewundert wird /ist auch an Johanne voM« Nepomuck zu sehen. ' Man weis von diesen zwar nicht, da seine Geburt wie des Tauffers durch ein himmlische Verheissun^G seinen Vatter angekündet ward. Man weis aber wohl/daß ne Empfängnuß durch die Gelübde seiner alt -, erlebten ElterW« von dem Himmel erbetten worden , und ist derowegen eineben mi wie der andere eine Geschäncknus des Himmels. Man kaM« nicht sagen von unsernJohannt/daß ihm/wie demTauffer diM uu.v, 4 o. Mutter GOttes besuchet , da er noch in Leib seiner Mutter ge wohnet/ daß in Gegenwart der jenigen/ so über das Gebäre ihm zugeeylet/die Erb--Sund wie die Nacht für der aufsteigen den Morgen-Rothe geflogen/ und daß er derowegen ehendei einen Freuden - Sprung als einen Tritt in die Welt gemacht. Je doch kan man sagen / daß auch Johannes der Nepomuccncr vo» der Göttlichen Mutter geschützet werde«/da er noch in derM gen gelegen ist / daß der Todt, welcher diesem Kind mittels eine gefährlichen Kranckhcic schon gleichsam die Zähne angesetzct Lue. i. v.n* Ml KW durch den Gnaden-Schein MARLE abgetrieben worden/wie ungefähr ein Wolffdas Lämmlein lassen muß/ wann ihm vo »El tnitt ttltii ?»»( W «M v*^,| uii:- m : v ,iiU;: hV“IC v lügt::: C 5 ) m vi ..41 i' M \\ ^ 'ftl & W1 K !to m WB ?0:: Ä l tk' :j*f. Cutft üZÄ i'i'3' uisgeführten Raub das Tage-. Liecht überfallet, daß er noch licht gehen / und doch dem Todt entlauffen mögen/und daher» ießfalls zwischen diesen und jenen Johannes so viel gleiches sich ussere,als zwischen einem / so von dem Todt / und einem an» eren der von der Sund, welche dem Todt so gleich ist, befreyet >ird. Oder zwischen einem, deme das Leben erhalten, und inen anderen/dem dieGnad,welche auch ein Leben heisset, gerben worden. Bekannt ist zwar, daß Johannes von Nepo- ruck nicht wie Johannes der Tauffer noch in dritten Jahr feiles Alters dieBeywohnung deren Menschen geflohen, und die iVüste zur Wohnung erküffen. Hingegen ist auch nicht unbe- unnt, daß er noch in kindlichen Jahren fast täglich aus dem täcterlichen Hauß in einCistercienscr-Closter, von Nepomuck, luf den grünen Berg zu gehen, und die mehriste Stunden sich mdorten aufzuhalten pflegte. Da finde ich abermahl nicht krossen Unterschied, nehmlich keinen grösseren, als der gefunden wird zwischen einen Vöglein im Wald und in Garten: oder ,effer, zwischen einen unschuldigen Kindsso nur die Engel um sich sat, und einen frommen Knaben, der meisten mit heiligen Mönchen handlet. Wir lesen nicht in denen Lebens - Geschich- unsers Johannis, wie in dem Evangelij- Buch von dem heiligsten Vorlauffer Christi, daß er sich mit wilden Hönig und Mmi i Heuschrecken genahret. Doch wird darinn viel erzehlet von grosser Mäßigkeit, und strengen Fasten, und seynd warhafftig gar nicht weit von einander, einer so schlecht zöhrt,und ein anderer der offc fastet. Johannes von Nepomuck wird uns zwar inGemählden nicht vorgestellt, wie Johannes derTauffer nur mit einen Fell umhänckt, doch wann er uns in dem Peltz -Mantel eines Chor-Herrn vor Augen kommt, weiset sich in beeden einige Gleichförmigkeit auch in der Kleidung. Johannes der m»&. Tauffer zwar allein war jener Engel, von welchen der Prophet Malachias weißgesaget; aber Johannes von Nepomuck war doch auch ein solcher Mensch, den alles Volck einen Engel gleich gesprochen. Er war nicht mehr als ei» Prophet, aber auch Math. A 3 nicht». > Tfal 1, ®.|. V nicht weniger / »nassen er kurtz vor seinen seeligsten Abscheid von öffentlicher Cantzel die Annäherung all jener Unheil am kündet/ welche bald darauf das Königreich Böheim, wie d zehen Plagen das Aegypten- Land verunglücket: die Blut- str mende Kriege/ das Unziffer der Huffiten / die Gäuchen dm überhand nehmenden Laster« / und die Geschwär deren darau folgenden Straffen / die Ungewitter deren Aufruhren/ dieFii sternussen der Ketzerey/ die Abschlachtung der Erst-gebohrnei oder die Hinrichtung so vieler Geistlichen Persohncn / welcs der Mord - Geist des Ziska aufgerieben. Er wäre ein BujkM Prediger nicht zwar wie Johannes der Tauffer in der Wüster sonder» bey Hoff/ den jedoch ein einziges Unthier ein grimmiges ^ Löw/fein vornehmsterJnnwohner Wenceslaus in eine fd>rodi me j bahre Wildnuß verwandlet/fast wie in Gegen-Satz das LaimrM GOttes durch sein Einkehr aus einen Stall einen Himmel ge»M macht. Was Aehnlichkeit ferner leuchtet uns an diesen zweyeisMl Johannes in die Augen/ wann wir einen an den Jordan ,detM, anderen bey der Moldau betrachten ? einen mit Tauffen t'eLk jchäfftiget/ den andern in der Marter begriffen. Derohalber M auch einen wie der andercN/tsnquAm ]ignum,qaod piantatum ^ eft feeus deeurfus aquarum, so gut gelagert/als ein Baum der an einen Wasser-reichen Orth gepflantzet ist, von Früchten ihM und Blättern strotzet. Massen durch die Tauff des erste» m. häuffige Früchten der Buß geziglet worden, der andere aber M die Palm - Reiser der Marter aus dem Wasser gezogen. Wie m gleich müssen ste noch weiter uns scheinen /wann wir sehen, daß tz \ beede nach Ketten und Banden, einer unter »«rode, der andere duck unter ^enceslao, jener in seinem Blut schwimmend, dieser in !°itz einem Fluß untcrgehend/als ein rothe Corallen,und ein weisses Perlein denen kostbahristenKleinodien desHimels,denen heilige» Blut-Zeugen beygerechnet worden. Wann wir lesen: daß der ma u. Leichnam des einen von seinen Jüngern aus den Kercker,des andern durch seine Mit-Chor-Herren von dem Strand erhoben, «nSehrenbittigbeMsetztworde. KaßderZingermit welchen der ». u, «Wtt tkft dliti iMA ^ste das Lamm GOttes,welches die Sünd hinwegnimt,angedeu- j om . ft , die Zung mit welcher der andere die Sünd, so ein fromme ' üsserin ihm anvertrauet, nicht verrathen, noch biß anhero verweesen, die wehrtiste Schätze der Kirchen, die Ehr-wür- gste Heiligthümer vermehren. Uber alles dieses weiset uns das Evangelium, so aufheun- gen Sonntag abgelesen wird, noch andere Fürtreflichkeiten s grossen Vorlauffers, denen sich unser heiliger Blut-Zeug ohannes durch seine Tugenden zimlich nahe getrungen. Die- 'Klis Evangelium entwürffet , wie Geistliche und Weltliche aus MÄnen Israeliten Haussen-weiß zu Johanne demTauffer hin- M^us gezogen, entweder ihme eine Ehr zu bezeugen, oder von me getauffrt zu werden. So haben wir aber auch täglich Augen, wie Volckreich sich die Christen von allen Stän- s/^en bey denen Altären des heiligen Johannis von Nepomuck «stellen ihm zu verehren , oder anzuflehen, und kommen mir Rieft geheiligte Ehren-Bögen nicht anders vor, als die Garbe H>> Ms Josephs unter denen Garben seiner Brüdern, wo umher Gm.». 'ÄLisilles k„jet, und sich beuget. Dieses Evangelium berichtet, daß 7. «»««■er eben so niderträchtige als Ehren - würdigste Vorlauffer we- ler den Ehren-Nahmen eines Elias,noch den Titui einesPro- Memheten angenommen habe. So zeugen uns aber auch die MAPöhmische Jahr-Bücher, daß Johannes von Nepomuck zwey Heftig angetragene, und fast aufgetrungene Jnfuln eines Bi- offs und eines Probsten ausgeschlagen, wodurch beede an ich gewisrn, was Christus selbst den einen zum Ruhm nachgerochen : daß man da Nicht sehen Möge arundinem vento Math. 11 gitatam , ein Rohr welches von dem Wind hin - und her ge- ähet wird,indeme beede von denen Lob-Sprüchen und Anerbiethungen so gar nicht bewegt waren. Dieses Evangelium bezeuget, daß Johannes der Tauffer keinen anderen Nahm, M eine Stimm des Ruffenden führen wolte. So seynd aber auch Zeugnussen vorhanden, daß Johannes von Nepomuck das C 8 ) W W M Mi «hi » mV Amt eines Predigers allen anderen Würden vorgezogen, ai diesen sich gantz besonders gewidmet habe; von der Jtachtigi wird gesagt : Vox pr-etereLqus nihil, daß fast nichts an il feile, als das Gesang. Und so redeten diese zwey Heilige vl sich selbsten, ob schon auch alles anderes groß und Ruhm-wü dig an ihnen gewesen ist: wie das Liecht in der Lampen e» Zung staltet, so wäre in diesen GOttes Dieneren dieZung i> rintziges Liecht, von deme sie einen Glantz nehmen wollten, niä vor denen Menschen zu scheinen, sondern dieselbe zu erleuchte! Dieses Evangelium betheuret,und widerholletdasBetheum daß Johannes der Tauffer die ihme von denen Priestern un Leviten angesunnene Ehre Christo JEsu zugeeignet, und ei öffentliches Zeugnuß abgeleget, daß dieser allein der wahiM. Erlöser seye. kt hoc etd tellimonium Iosnnis , qusniWW milerunt )u6»i sh Ierosol^mis 8,cerllotS8 & Levitas a>« Hl eum , ut interrogarent eum : Tu quis es ? Hier ftosse iä»W auf eine Aehnlichkeit zwischen unseren zweyen so ofterwehn ten und hoch'.geachtenJohannes,wegen der allein ich alleübri ge angefieget^und mich auf mein Vortrag leitet, von Johannem k zu MARIA führet, wie dir Priester von Johanne demTauffer^L zu Christo gewiesen worden. Ich finde, daß was Johannes der Tauffer dem Sohn GOttes gewesen, das seye auch anjetzo in gewisser Maaß Johann von Nepomuck feiner Jungfräulichen Mutter. Ein Ehre, so ihm zugedacht worden, hat MARIA eine Verehrung gebracht, and durch seine Verehrung seynd nicht wenige herrliche Zeugnussen in die Welt gekommen, daß sie allein von der Erb * Sünd nicht beflecket seye. Einige Ver» fammlungen, und Bruderschafften, welche schon vor vieles Jahren sich in deme vereiniget, daß sie Johanni von Nepo- muck mit besonderer Ergebenheit dienen wollen, musten da» mahlen noch einen anderen Nahm führen, und die meiste haben sich dem Titul der unbefleckten Empfangnuß angenommen. Da sihet man, daß die Ehre so Johanni angedacht worden, M aR iiE eine Verehrung gebracht habe. In solchen Ver» samm- N lick P jfi s>W, _^ C 9 ) ■'■'.in i jnmlungtn wird gar vieles gebettet , gesungen und gepredi- '■Ui;:. t von dein Lob MARIAE, da höret man viel öffentliche a Sugnuffen, daß sie allein von der Erb-Sünd nicht beflecket Äcjpc. Unter solchen Zeugnuffen wird nun auch mein heunti» i-rrgEhren-Rkde scyn, und sie wird eben in lauter Zeugnuffen ~ !:i «sichen. Vor drei) Jahren habe ich von eben diesen Orth, kZL Ud zu gegenwärtiger feuersicher Erinnerung der unbefleckten !Ä,»npfängnuß ANDK, alle drei) GöttlichePersohnen alsZeu- KMgn dieses Geheimnuß aufgcführet,und alle MenschlicheZeugnuß flU f Seiten geschoben, weil denen Göttlichen %u J» erste Orth einraumen wolte. Heunt werdeich die Zeugnuffen ^ »cn Menschen beybringen, damit keine ermangle. Damit m;Jne ermangle, werde ich aus allen Haubt-Gattungen deren :MZchrifft «Steueren und Büchern solche Zeugnuß beybringen. v ; :is «ch hierittfalls wird die Predig dem Evangelio zustimmen. ^ i!|| diesen hat Johannes der Lauster seiner Zeugnuß halber sich den Propheten beruffen : 8icut llixit iraias Propheta./™».,. i ' iirSb beziehe mich nicht weniger nur auf fremde Lehr, und sag »• «• der unbefleckten Empfängnuß fast was die Aposteln von , Hz User Erlösung : Huic omnes Prophet* teftimonium per. A8.u, ;;;. E dLent, daß ihr alle Propheten, ja alle Schrifft'.Steller zu».«, ^! ugen stehen. Und dannoch setze ich alle diese Zeugnuß unter £31« Licul einer Zeugnuß Johannis. Kt hoc eft teftimo- inji «im joannis, weil ich sie in Nahmen derjenigen vortrage, wiche nunmehr auch unter dem Nahmen Johannis von Ne- Muck versammlet seynd. Hoffe recht aufmercksam, und so gr mit Begierde gehört zu werden, eben darum, weil man f? icht so viel mich als andere zu hören hat. : ! f;: eröffne ich dann meinen Zuhörercn einen Bücher Saal, ! - i yI führe sie von einer Schreine zu der anderen^ ziehe aller Lrhen solche Bücher vor, aus denen sie dasjenige schöpfen 'E wgcn, dadurch die Ehre mahle vor ihren Augen in Glantz, ud ihre eigene Andacht in Vergnügen gesetzt werde, wie ent» ^ B we- _ W> Erlösers an den Erlöser deren Israeliten , dort sehen wir BcP? Moysen auf den Fluten des Nil-Strohm in einen BnnE », Korb schwimmen. 8 umpfit filoellam Illirpeam, Lr liaiHpd eam bitumins so pios: pofuitque intus infantuium,& pofuit eum in care&o ripx fluminis. Schon ewinahl ha ich in diesen Korb etwas aufgedecket, so das Grheimnuß de'"° unbefleckten Empfängnuß M a r i je erkläret hat. Ich deuk auch das andertemahl darauf , und zeig noch was anders Der kleine Moyses in Bimsen -Korb ist nach Auslegung Am § 4min. brosil, Christus in dem Leib der Jungfrauen : per fifcellamr ms inc.e.A • vero icirpiam MARIA Virgo defignata eld, MoyTes Chri *®® 11 J txoä. 2. V. J. litU\ «1 fti f ° e ' ftum figurabat. Ein so schlechtes Kraut, so verächtliche Raten als die Bimsen seynd, sollen uns den edlesten und höchsten Zweig an den Stammen -Baum JEsu Christi vorstellen: nem-f lich MARl AM , nur darum, weilen diesen schlechten Kraut, dieser verächtlichen Ruthen kein Knoctcn, wie anderen Gewächsen angebohren wird. Wann wir reden von übel-gesinnleuMr i fei let m 4 Mi Menschen, die alles durchgrüblen, einen Tadel aufzubringen und die Unschuld selbst ohne Ausstellung nicht lassen, sagen wir jÄMüDt dem Römischen ReimDichter : Inimicus quasrit nodum Ttrmt. m- J fcirpo : Diese Leutk suchen Knotten an den Bimsen. So ln Anclr! ‘ t inhunjl Maria gesprossen,ohne dem, was andere Menschen schon /ia - s -*"■ s-gMs der Wurtzel anziehen, von ihren ersten Vatter erben. Hase m 4 ' Virga, in qua nec nodus originalis, nec cortex aftua- tol cu 'p® fuit - So fruchtloß mühen sich ihre Feind, wann die böse Frucht und das Miß-.Gewächs der ersten Sünde an , suchen. Inimicus quasrit nodum in fcirpo, quafi di- Teftat. ,j|«jt : quasrit inveftigare, quod impoffibile eit. ©ic fU'.#M H.E» Knotten an Bimsem,das ist: Sie werden niemahlen sin« ir it 1 / wa ^ '* e suchen. Uns aber wird sogleich ein neue Prob ih- ,i 1*» angebohrnenReinigkeit zu Hand kommen, wann wirnach Men Büchern Moysis das nächste daran das Buch Josue er- AÄiffen. Dort lesen wir, daß dieser Josue alle Gebäude der K NDadt Jericho biß auf das cintzige Hauß der Rahab verheeret ‘:Afbe, und daß er dieses eintzige Hauß nicht verheeret habe, le- , ss, wir keine andere Ursach , weder daß in selben seine Kund-. \ fmfrcr wohl bewürthet worden : Abfeondit enirn nuncios Jofuti k , taos direximus. So viel lese» wir von Josue, der so viel*• '*• ‘l ,Lv »st als JEsus. Und von JEsu, dem dieser Josue nur bedeu-- ft hat, därffen wir kein wenigers gedencken. Nein ! nein \ str därffen nicht gedencken, daß er bey dem Verfall der gan- tz, Wett nicht wenigst jeneWohnung aufrechterhalten, die '' . »n selbst neun Menarh zu Herberge dienen müste. Nein ! ^ llr mögen nicht vermuthen, der Sohn GOttes habe nachge« 3lc ' sten, daß bey Ausblinderung des Menschlichen Geschlechts, *?,. ach seiner Mutter die Gnad GOttes geraubet worden. Nein! Lsue hat das Hauß der Rabal nicht erstlich zerstöhren, und - »nach wiederum aufbauen lassen. Nein ! JEsus hätte ihm M gleich gethan, wann er seineMutter nur durch dieHei- liung erneueret, und nicht vor den Verderben geschützet hätte. ^ Sic er sie geschützet, mögen wir ersehen,wann wir uns in der Abel nur ein wenig weiter umfthen,von den Buch Josue in das, Br so C 12 ) IltiU fl wn Sure affl liecm jipoc. y, v. 9, so folget deren Richtern die Augen wenden. Eine ausserordeni che Zierde desselben seynd die zwey Heldinen Debbora, u Johel in ihren Sieges Gcprang. Jene hat über ihren Hau einen Palm-BauM/ unter dessen Schatten-reichen Oesten juH.Mf.3. vuf)et/ Sedebat fub paima. Die andere unter ihren Füst *',*• Sifaram jacentum mortuum & clavum infixum in ter Uid.v.u. p ore e j us 5 j, cil xr^gten Feind , welchen von einen Nagel di Haupt durchbohret/ und an den Boden gehäfftet ist. O schö Frauen«Bilder! O wohl gerathene Entwurff meiner König» nicht anderst ruhet Maria unter dem Creutz « Baum ihnM Sohns/ und so ist durch seine Nägel ihr Feind in dem AnfuM« gehemmct worden. Andere Unschulden tragen Palm Zweig I«» HändM/ Palm® in manibus eorum , weil sie diese HälIMck mit bösen Wercken nicht beflecket haben ; durch die Kraffr to», t Creutzes von denen würcklichen Sünden befreyet wordn«th> MARIA ist gantz von dem Creutz bedecket/ daß ihr die SüniHb in keinen Theil ihres Lebens, auch in den ersten Augenblick ih t P rer Empfangnuß nicht beykomme/ sedebat sub Palma. Jl«l Ansehung anderer Menschen seynd die Nägel ihres Erlösers tu» dm das Schwerdt des Abrahams/mit welchen er sein Enickel den Loth denen jenigen wiederum abgejaget , welche ihn gefangen hielten. Für MARIA hingegen seynd diese Nägel, halt Nägel, Sie seynd wie der Nagel einer Jahel/ so den Feind anhaltet/ daß er nicht weiter greiffc«/ und auch MARIAM verwunde» möge. DieNothwendigkeit desseN/vder daß dieVerwundung MARI& gehindert bleibe/ wird sich verlegen sobald wir um« blättern biß auf das Büchlein Ruth / welches ei» Anhang deS vorhergehenden Buchs der Richtern ist. Der erste Absitz dieses Büchleins beschreibet/ was Gestalten sich ein Frauen Zimmer jenen Zuruff widersetzct / der sonst das lieblichste Ge sang bey anderen ihres Geschlechts ist: daß man sie schön hies se. Dort wird berichtet/ daß Noemi nicht mehr Noemi, ist: holdseelig oder fröhlich heissen will. Daß sie bitte: Ne vo. &cetis me Noemi, id eft pulchram , nur nennet mich »ich schön Gen. 14 . V. 16 . J \uth, v. 20, 22. en hks <3 al c r; ) >>M: «ön. Daß sie frage : Lur ergo vocatis me Noemi , wie ■:i jöcf)t ihr mich schön nennen ? und daß sie halt den schönen Äch itul einer Schönen nicht annehmen wolle, nur darum weil Oih ; von GOTT einmahl gedemüthlget und bestraffet worden. W fei ur ergo vocatis me Noemi, quam Dominus humüiavit, 1 in ci afflixit omnipotens, So muß dann,schliesse ich alsogleich W! eraus, so muß dann in Maria weder die Wund, noch die OLsstaaß derErb-Sünd, weder Schuld, weder Straff einen «Aatz gefunden haben, da ihr in Göttlicher Schrifft ein so aus« findige und vollkommene Schönheit ohne Widerspruch zuge« ' «den wird. Ihr Göttlicher Gespons hat sie zweymahl chön genennet. Ecce tu pulchra es amica mea , ecce tu Cant, i, lichra es. Und er solle wohl nicht also von ihr geredet ha-."- "■ , wann sie nur das andertemahl sich selbst nicht verunrei« Karget hätte durch eine würckliche Sund, aber doch das erste« SirLMHl beflecket gewesen wäre: durch die Erb - Sund. Er hat iüf«| zweymahl einem verschlossenen Garten verglichen: Hortus cmn, ■t: «tnclulus foror mea, hortus conclufus. Und es wurde rr. rioift; sicher Vergleich nicht bestehen, wann auch dieses Paradeyß nach der ersten Sund wäre geschlossen worden, und nicht ,M-tzlcichen schon vorher», daß die Schlang niemahlen einen Zu« M Pt gefunden darinnen das Giffc der Erb « Sünd auszulassen. M saß die Schlang niemahlen zu dem Hertzen Marie eine» iflis Altritt finden, daß der Feind GOttes dieses Hertz auch nicht «nen Augenblick in Besitz haben muste, davon seynd viel Herr« 'H the Bildnuß in jenen Büchern der Schrifft, so anjetzo in der Seihe seynd, in denen Protocollen deren Königlichen Thaten Lt «s Israel. Unter anderen ist alldort fleißig aufgemercket, ! z' >ß der König David sich von jenen Frauen«Zimmer auf all- ■ß' §t abgesändert, die ihme sein aufrührerischer Sohn Abfalon jli, «schändet hatte. Erant ciauf* ufque in diem mortis in iduitate viventes. Mir ist in Warheit nicht begreifflich, ^ ne noch jemand der dieses einmahl gelesen hat,nur beyfallen «. klnne, daß MARIA, mit welcher GOtt wie ein Kind mit der B 3 Mut« C *4 ) 9)luttcc vereiniget wart / aus jenen Weibern gewesen fctjc ,tl nen der abrrünige Geist den Schand-Fleck seiner Verführui Mi« lAb-1 « Va- ralip ♦ cflpi *z* r. Ißrd* €*s* v*j* Tohid Jh %>. zu angeschmützet. Hat doch GOtt selbst eben diesen David erklM ret, wie fern von aller Besudlung seyn müsse, wo er nahe seMm soll- Seine Erklärung ist enthalten in der Königlichen Cronic>„z» so neben den Protokoll liegt. Sie bestehet in einem Verbots ^ kraft dessen dem gut - meinenden Fürsten, die Ausführung ei»»^ sonst so heiligen Gcdancken, als die Erbauung eines Tempels ^ ist, untersaget wird. Er laut: Non poteris aedificare mum nomini meo tanto efFufo fanguine coram me. ©iLy O David Idärffest deine Händ an solches Werck nicht legen, weM, du diese Hände in Blut gewaschen hast. GOtt selbst neh« ich avisier bey seinem Wort. So wohl, sage ich, so wohl H«» ^ ^ de, welche in Blut gewaschen worden, scynd nicht fähig di^ eine Kirch zu erbauen, und ein Blut, so die Sünde verunrcin! get hat, wird tauglich seyn , daß aus selben der Leib deine Sohnes gestaltet werde. Die abgöttische Babylonier, die tittLfci gläubige Persianer wurden nicht also von einer Wohnuug deiKiX. Allerhöchsten reden. Haben sie doch, wie die nachkommenkU^ Bücher des Priesters Esdras bezeuge», den Tempel zuZerus«,^ lem genennet : domum Dei magni, qu* aedificatur JapidpL.» impoüto. Ein Haus des Grossen GOktcS,zu dessen Bau dtz Steine gar aufsichtig erkieffen,und nur solche verwendet wo™ 1 den, welche ihre Nette nicht durch das Stein- Eisen, sonder« gleich in der ersten Staltung empfangen, lapide jmpoi>to,unl darum wurden sie auch sagen von der Mutter dieses Grosie« GOttes, sie müsse nicht nach der Empfängnuß gereiniget worden, sondern in der Empfängnuß schon rein gewesen seyn. I» dem Buch Tobice, so an diese Bücher flösset , wird eben dieses noch viel schöner und heller cntworffen. Der alte To» bias redet in einer Weissagung von gar schönen-und Glanß» vollen EdlsteiMN. Er sagt vor: Pott* Jerufalem ex Saphi- ro & Smaragdo »dificabuntur, die Porte» der StadtJeru- salem werden aus Saphier und Schmaragd erbauet werden. Be» m in Mi Ern Sfctl niit A» p_ MM C i? ) MM _ l'r fcfiinnt ist, daß die gute Weissagungen von der Stadt Jeru- > ,'sem insgemein der Mutter GOttes zugeeignet werden/ fle ist I-Hd heisset die Stadt GOttes. Bekannt ist, daß die Em- ^ Ongnuß und Geburt eines Menschen gar billig Portendes Le« s..»is genennet werden. Durch die Empfängnuß tritt die Seel dem Leib/ durch die Geburt Leib und Seel an das Liecht, .gekannt ist auch , wie die zwey Edlstein der Saphier / iMHd Schmaragd beschaffen seyen. Von den Saphier zeugt '"Mrllobseus, daß er durchseine Färb den heutern Himmel MaMd. '' «ntz gleich seye / kuroque ümillima csslo. Von demSchma « e - ”• P'Jwb schreibet Plinius , daß er mit seiner Grüne das Menschli« Aug erfrische. Afpe&u Smaragdi recreatur acies. Setze pmn nun alles dieses zusamm / so kommt halt heraus/ daß bey ü/E “^■Iakia die erste Port des Lebens/dieEmpfängnuß/wie ein «/>’. r . E"«phier/ die andere aber/die Geburt wie ein Schmaragd ge« ^xsenseye; oder/daß gleichwie AlARlA durch diese andere/ Geburt, alle Menschen in Freud gesetzet/ recreacur acies; !t ä ‘(fo habe sie in der Ersten/in der Empfängnuß/die Färb des Him- E'wls,nicht den Höllen «Ruß/ die Zierd der Gnad/ nicht den Iackel der Sund an sich gezeiget. ilmiiiima c&io.- Beweiß einen Nachdruck zu geben, hat David sein Zeug« beygeleget in seinem Psalm. Es Heist: Diligit Dominus pßtm.u^ ! ® jrtas Sion fuper omnia Tabernacula Jacob, Nur an de« D.r. Ä- NN Porten der Stadt GOttes allein tragt der HErr ein grös« stes Belieben , weder an den gantzen Lager deren Israeliten. Jaria ist in der Empfängnuß schon heiliger und wohlgefäüi- r>r x in denen Augen GOttes/ als alle andere Heilige durch 3 -. 81 gantzen Kampf ihres Lebens. Ihre schöne Gestalt in die« . s fl Empfängnuß werden wir vollkommen bilden , wann wir si dt Holdseligkeiten jener zwey Frauen zusamm fasse«/ von de- s- nn die jetzt folgende zwey Bücher der Schrifft ihren Nahmen «zogen. Judith/ und Ester. Die demüthige Ester knyet Z vr ihren K'miglichen Gemahl / und er strecket über sie seinen ;i; öcept« , das goldene Gnaden« Zeichen aus. Lxeendit con- Ep. t . f . i tra »• Judith* iah V*Jd. Jöh.MZt i/i IS* ( ,6 ) man tra cam virgam auream , quam tenebat Die unvergleichliche Judith stehet vor ihren hochmüthigi Feind , und schlaget ihm auf das Haupt, ker-uiflc bis i cervicem ejus, & abfcidit caput ejus. Wer anjktzv die Stellungen in einer Pcrsohn vereiniget/ der hat ein Bild d unbefleckten Empfangnuß , so ein Fortrcffliches Kunst > Stu der Göttlichen Gnade ist: indeme GOtk feinen, starcken Arni über MaRiam gehalten/ hat sie ein glücklichen Streich gML gen dem hoffartigen Lucifer geführt/ durch dieGnad GOtte »«W der Schlangen den Kopf zertrctten. Solcher Bildnuß eine recWN te Erklärung zu stelle«/hat sie sclbsten dieJnschrifft verftrtigel«A in ihren Lob-, Gesang. Es heißte kecit potentiamin bracbi<>n« fuo, difperfit fuperbos mente cordis fui. Da ®Ott Gt 1/ttl walk geübt in seinem Armb / seynd die Hoffärtige in den Sini ch r ihres Hertzens zerstreuet worden. Diesen zwei) hokdseeligstei ch j« Frauen werden die drey allerschönste Jungfrauen ihrer Zeit zu M gcsetzet in den nachgesetzten Buch des Jobs/und seynd ebendil«. i Tochter dieses Fürsten« I^on kunt autem inventL mulien tat fpecloras ficut filias Job in univerfa terra. Sie dieNkl! Nlchmii,! minder zur Erklärung unsers grossen Geheimnuß/ oder zu Be-M hauptung des Vorzuges was die Reinigkeit und Entfernung von aller Sünd anlangek , für allen Menschen. Dil Nahmen / so ihnen der weise Vatter beygeleget/ seynd nichts leere Nahmen : dann sie seynd voll deren Geheimnussen «ist I»z Lehk-Stttcken. kt vocavit nomen unius diem, die erße iffl ward genennet : der Tag oder das Liecht, kt nomen secua. dse Lalstam, die änderte trüge den Nahm von einer Zimmed BlUM. kt nomen tertiae Cornuftibii, und die dritte V0U einen Schminck Tögel, oder Butz - Zeig. Also hat Job seine Töchter benamset/ und anbey die Kinder GOttes beschrieben; also hat er an jenen den Unterschied ihrer Schönheiten angedeutet/ aber noch viel besser die dreyfache Weiß, durchweiche derMcnschlichen Natur die Heiligkeit und Reinigkeit von Sün> den zukommck. In einer ist diese Heiligkeit.und Reinigkeit wie ftpi /i Siet iit tn Ec ,tti tpfär timt _-_C T 7 ) __ in-(ft das Liecht des Tages: in den andern wie die Zierlichkeit der 'kk^um, in denen übrigen, wie jene Schönheit, st> durch Schrnin» t in, Waschen, und Butzen hergestellet wird. In der Mensch« »Wt Christi, ist sie wie das Liecht des Tages, oder die Sonne, ’Älben welcher die Finsternuß nicht bestehet, und welche den i ß'.«antz aus sich, oder von innen hat, weilen die Menschheit «Lchristi nicht sündigen fönte, und diese Heiligkeit von der Kid) »»glichen Vereinigung mit der EOttheit anzohe. dtomea EL'Hius diem, In Maria ist dieReinigkeit, wie die Färb m m n« Blum ,so fle forderist von den Strahlen der Sonne, jedoch M«lt ihrer Weesenheit zugleich empfanget, obwohlen sie aus ei- brac'iit ungestalten und verfaulte» Saaincn «Körnlein hcrvorstei- i)lii«, weilen MARIA ihre Reinigkeit nicht aus sich, sondern Dßtqrch die Gnad GOttes, aber schon mit ihrer Seel, oder chigich in der Belebung erhalten, und derowegen zwar von de» ;»tt«ckeltcn Eltern abgeftammct, aber keine Mackel angeerbet fr tecunciD nomen Caffiam. In allen übrigen Men« -. Pen ist dieReinigkeit wie die Schönheit,welche durch Schmin« män. Waschen und Butzen hergestellet wird, weilen sie alle finnigst eine kurtze Zeit durch den Flecken der Sünd verunstal« seynd, und von selben entweder durch die Heiligmachung LuMurter -Leib, wie gar wenige, oder durch das Wasser der -x-Huff, wie die , so in der Unmindizkeit sterben, oder durch die 'i«. Einigung der Buß ,wie die, so auch in würcklichen Sünden ,-el«n, müssen besreper werden. Eine so hohe Lehr schöpfen wir ^ aö dem Buch des Jobs. Und die Ordnung, welche uns anjetzo ^vn diesem Buch zu denen Psalmen des Königs Davids, von •.f Ulfen zu denen Schriffken seines Sohns Salomon, von sol- ; chnSchrlffceu zu denen Sitten «Lehren des weisen Sprach füh- t(, dringt uns auch viel neue Zeugnuffen vor die unbefleckte Gipfängnuß der Himmels «Königin. In denen Psalmen Davids ^ ifleiner, in welchen die Burgg Sion abgezcichnet worden, und £• d» vor allen anderen allzeit auf MARlAM gedeutet wird. Er < bchreibt sie von Grund aus, er fangt an von der Grund- E veste C 13 ) v. r. Cant, 6, v . pi PfuM.u, Neste mit Vermelden : Fundamenta ejus in montibus fan &is. Das Untereste dieser Stadt ist auf denen höchsten Bergen In montibus. Maria Übersteiget im ersten Anfang, in de Empfängnus, andere Menschen. Das unterste dieser StaW"^ ist auf denen höchsten Bergen de-r Heiligkeit. In montibus«' famäis. maria übersteiget im ersten Anfang, schon in deiff^ Empfängnuß, andere Menschen eben in dem, daß sie in duffes Empfängnuß schon heilig seye. Unter denen Schrifften dess',^ Salomon ist eine, so das hohe Lied des Göttlichen Bräutigams" genennet, und in welchem das Lob der Mutter GOttes f^tlE , hoch getrieben wird, forderift was er zum Preyß ihrer unbe-M fleckten Empfängnuß abgesuugen. Nicht genug ist diesen GeNE spons,daß erste gleich damahlen, als ste aus der Hand iOT'" 1 Schöpfers kommt, progreditur , der aufgehenden Morgen» Röthe, quali suror» conturgens , oder dem Holdseeligen *9™! Mondschein, puichra ut luna, gleich halte: unverwcilt setzet ^ er hinzu : Eleaa ut foi, ein recht ausgesuchtes und wohl ge-!^ troffenes Sinn» Bild ihrer Unschuld seye nur die Sonne, aß’H'' dieweilen nemlich einerseits die Liechte des Monds und di'eM Morgen »Röthe doch einige Verdüsterung leidet, auch so wohl bey der Morgen »Röthe, als neben den Mondschein andere Stern gesehen werden, die Sonne hingegen durch ihren vollkommenen Glantz alle Finsternuß vertilget, und allen Stem- Schein verschlücket; anderseits aber Maria die Fürtrefflichkei- ten aller Heiligen besessen hat,dercn Unschuldigen: quäl, auro- ra eonlurgens, und deren Bußfertigen : pulckra ut luna. **• Und daher« von stch sechsten sagen kan : in plenittidine fan- ftorum detentiomea, daß alles was in anderen stch befindet, ihr allein beywohne, aber was ihr allein beywohnet/M allen andere» nicht zu finden seye : Eine Reinigkeit, weicht nicht nur keine Nacht der würcklichen Sünd, uc luna, sonder» auch keine Schatten der Erb »Sünd in der Empfängnuß, quaß •urora confurgens, eben darum keinen Vergleich mitande« . ß. . . ../ , /V t- ■ k A ä jt •! A A ‘ ... 9 Eecltf. V. lt. Otti »CH ata / iafi F 5üi ren Heiligen zulasset, und wir derdhalben von ihr als einer dir __ MM C 19 ) MM __ ü! ie vor allen auscrkohren worden : eleaa u t roi , allzeit be- ^ dinen müssen : Ne« fjfimam fimilem Visa eft, nec habere iquentem , daß kein Mensch aus allen, die vor ihr kommen rg; sind, und nach ihr folgen werde»/in einer Tugend ihr vor- ME Immen, oder in dieser Reinigkeit ihr Nachfolgen möge. Nicht «,« Kiug ist diesem Gespons,daß er AlAklAA! sovielmal nenne sei- »Braut: ernennet fle auch siebenmal seine Schwester, dadurch ^ een so oft die Reinigkeit ihrer Empfängnuß zu preysen. Dann Vereinigung zwischen Bräutigam und Braut folget lang r ch der Geburt, die Freundschafft aber zwischen Bruder und ^. Schwester kommt von der Empfängnuß her, daß sie gleiches ( ip Eblüte haben. Andere Seelen werden durch die Tauff oder >4 Mß mitGOrt vermdt>tet^ Maria ist'mit GOtt schon ver- -v enget in der Empfängnuß,schon damahlcn keine Feindin GOt- t( gewesen, sondern wie eine Schwester. Nicht genug ist die- sei Gespons, daß er Mariam durch einen Ruf zu sich ziehe, eiwiderhollet das Ruffen : Veni de Libano Sponfa mea ! am. " vni de Libano, veni ! Drcymahl sagt er veni, komme, »•*> ;i kmme, komme, uns noch einmahl recht laut zu verständigen: dß marm allen drcy Gattungen der Sünd, nicht nur der : mrcklichen Todt * Sünd, nicht allein denen läßlichen Sünden, ,' sdidern auch der Erb Sünd durch seine Gnaden Winck entloffen ^ sex. So hoch singt er in seinem hohe» Lied. Sie selbst stim- f. njt ein mit ihren Reden. Unter die Sitten «Lehren des weisen ’ Sl Grach werden einige Lob-Sprüche gemcngct, welche als ' 2 drt der Mutter EOttcs angesehen werden. Wir lesen in dir Chor und bey dcmAltar,daß sie sage : Quafi cedrus ex- Ecc&f. 1 akta fum in Libano, & quafi Cypreflus in Monte Sion. Qafi Palma exaltata fum in Cades, & quafi plantatio * ro« in Jericho. Ich bi» erhöhet wie eilt Ceder auf dem - Brg Libano, und wie eine Cyprcs auf dem Berg Syon, wie '' enPalm-Baum zu Cades, und wie eine Rosen-Pflantzen zu « J,'icho. Ich bin erhöhet, ich bin über alle Menschen ausge- ' wichsen, quafi Cedrus, mie ei» Ceder, aber in Libano auf dem S 2 Berg C 20 ) ederi itilfti AHricbo- mius in theatro fflSi« tnni OUiC !t,ta kl, Berg Libano, welchem nach Zeugnuß des Abbt Rupert fei] \upert. ;» Schlgng nahen kan : lpfam libanum ferpentes kuAsre «fM.« cuntur propter odorem Cedri. Mir hat die höllls Schlang das Gisst der Erb-Sünd nicht anhauchen mögen. bin in der Unschuld gestiegen wie eine Cypres: aber i» monl Sion , auf dem Berg Syon, welcher nach Bericht Adrichorßmel allzeit mit Schnee bedecket ist : ^tons Ute exceif® celfituipffit nis eil, ideoque perpetuö in eo inveniuntur nives. CpKW («rjft» Er Zeit bin ich Schnee-.weiß/ und darum auch in derGMw lupaLs. pfänguuß nicht beflecket. Ich bin unter allen puren Mensch 'wie der Palm unter allen Bäumern, aber in Cades, in M«s Einöde dieses Rahmens/ ich bin gantz allein ohne Erb «Süili Ich bin zwar wie eine Rosen-Staude/ quaii piantatio Ri fas, aber wie diese ist noch in der Pflantzen, quaii piantatü da fit keinen Dorn hat. Ich bin wie der erste Mensch glei nach der Schöpfung, da er ohne Sünd war. MARI/E über solche Aussag die Propheten / wie ihre Weissagungen dm« nen Sitten-Lehren des Syrachs an die Seit. Von AnfarMm biß zum End ist alles mitZeugnussen von der unbefleckten Eicki'W pfängnuß angeschwöllet. Wir wollen ungefähr in den ersten au» denen grossen Propheten, in einem mittleren aus den kleinen Mir und in den letzten aus allen nachschlagen. Der erste aus d> wch nen Grossen, Jsaias, prophezeyhet,daß der Sohn GOttcs de> L « seiner Menschwerdung in dem Leib seiner Mutter wie in ein» «st Vestung ligen werde, und daß er dieser seiner Mutter dust ms die Erlösung eine Mauer und Vor -Mauer seyn solle : Urbs übe fortitudinis noftras Sion, Salvator ponetur in ea murus & Do antemurale. Die innere Maure» scynd der Besatzung zurBknilli i deckung, die Vor-Wercke zur Abhaltung des Feindes. Deei»:; Erlöser ist seiner Mutter eine innere Maur, daß keine Sü»M. aus ihren Hcrtzen, woraus in anderen Menschen alle würekli W che Sünden kommen, aufsteige. Daß sie mit eigenen Wille»«je kein Sünd begehe, t^uru?. Ec ist aber auch eine Vor Mauer, k«, daß der Feind von aussen nicht zukönne, und sie den Schaden W lßi 16 » V. /. ftcni C 21 ) W! f‘llltcr Sünde empfinden müßt / & antemurale. Der mit« L-!l e aus den kleinern Propheten/Jonas, weiset sich unter einer l>»M>,en und recht lustigen Hütte. Lt Isstatus e(t Jonas l'uper Jm.ii c .4 idera lsetitia magna. Doch verschwelcket seine Freud bald/v.L. > Eil sein Laubwerck verdorret auf einen Wurm «Biß. Et pa- i',';iwitDeus vermem afcenfu diluculi in craftinum , & per- haederam & exaruit. Der Prophet wäre damahlen der Verordnung GOttes über die Stadt Ninive fast aufsetzig und Ahero das Bild eines Sünders/ welcher dem Willen GOttes "v ssderstrebct; dessen Hütte kann wohl ein Wurm vergifften, eben >, ii lkwcgen aber mag ein solches derWohnung des jenigen nicht IZzfallen, welcher, legregatusg peceatoribus, mit denen Sün- -iia dpn nichts gemein hatte : nemlich Q_ui creavit me ; 3 rit*puievic in tabernaculo meo. In dieser Hütte hat gewoh« ZL«/der sie erschaffen hat/ so wird er fle wohl also geschaffen I pMcn / wie sie ihme gefallen könnte: ohne Sünd. Zu jeder m Ait müste die Hütte GOttes grünen. Da hatte derHöllen- > L»Aurm nichts zu nagen und zu beissen. Fast wie wir hier von ku-idb Wohnung GOttes reden, so redet der letzte aus allen Pro» s,- yeten von dessen Tische. Denen Juden wird von ihme, und & Kar in der Persohn GOttes vorgeworffen, daß sie durch ihr stvelhafftes Reden gleichsam GOtt selbsten bemacklen wollen, «,.z Ud wann sie diesen widersetzen : & dicitis in quo poliui - MakcU*. iijjiijs te ? daß sie nicht verstunden / wordurch sie sich eines sol«"- D.7. ^»chn Laster der beleydigten Majestät schuldig gemacht hatten, . ■ st überweiset er sie mitErwehnungtin eo quoll dicitis: men- mj ,».» 1 Domini defpe&a eft. In eo quoll dicitis : menfa Do- ... lini contaminata eft. Das geschehe eben so oft, als sie sa- T «n: Der Tisch des HErm ist eben / wie andere gemeine ’;?■ Ssch. Der Tisch des HErrn ist ebenfalls besudlet. Hieraus r r lögen wir ermessen,wie hoch wir GOtt ehren wurden, wann ,'v ric jene Stadt beflecket nennen wolten, in welcher er neun » klonath gelegen ist. 2Vann wir sagten: sein Mutter seye hier« ifalls auch wie andere Menschen. Der Prophet Malachias C z kan ^süffk ( »» ) kan nicht gedulden, daß man den Tisch/welcher zum GOtt^« Dienst gebraucht worden, beflecket hiesse. Und die GottseelnM Lt-cKsdseer wollen nicht gestatten,daß ein Altar, so entheiliMg worden, zum Dienst GOttes gebrauchet werde. Dieß fei fett wir nicht nur rinmahl von ihnen in ihren Büchern, welM», dem alten Gesatz ein Ende machen. 3» ihrem ersten Buch »M j.Mxt. t. fcn wir : asdificaverunt Altäre novum, daß ste ein neu Ms . Altar auferbauet haben. In ihrem anderen: keoerunr Ait^m ' re aliud, daß sie ein anderenAltar zugerichtet. Ich kan dtm«, sentwegen nicht glauben, daß der Sohn GOttes bey dl M Menschwerdung, dadurch er zum theuersten Versöhn -Opff>>Ach zubereitet worden, sich einer Mutter bedienet, dero die Heilig M keit jemahlen entgangen. Ich kan nicht zweifle», daß fitjjeuq gantz ein anderer Mensch war : Altäre aliud. Daß ihre Ho,Ei ligkeit neu, und nicht erneueret gewesen: Altäre novum. r^. In diesem Urtheil erhärten mich die Bücher deren XtscK-l^ b«ern, welche dem alten Gesatz ein Ende machen, dcch nichM auch denen Beweißthümern und Zeugnuffen vor die unbefleckt^«, Empfängnuß Al ARI je, zu dero Schutz auch gar vieles freit,» neuen Gesatz einverleibet worden. Darinnen stehen dievier^ Evangelisten voran, und unter diesen der Evangelist Math«us>^^ und in seinen Schrifften das Buch der Geburt JESU Christi.^, Jtofk.i. Liber generationisJESU Chrifti. Nur V0N dieserGeburtM stellet er seinem Buch den Litul, obwohlen er in selbem Witter vielen anderen Geburten derenKönigen und Hertzogen des Jsrae-, litischen Stammen handlet. Er will andeuten, daß die Ge- ^ burt JEfu Christi in feinem Buch allen anderen Vorschläge. Daß man die Beschaffenheit dieses Buchs nach der Heiligkeit ^ ^ der Geburt JEsu Christi, nicht aber anderer Menschen, wek- ^ che nur zufälliger Weiß darein' gesetzt worden, machen soll, Andere Geburten ftynd in Ansehung seines Buch, als wann sie h nicht wären ,dahero es allein von deme ,was die Geburt JE- L su Christi mit sich bringt, geuennet werden müsse. Eine treffli- chr Regul l sie belehret uns, wie und wovon wir diejenige m# neu- 6-nink» sollen, in welcher die Geburt JEsu Christi nicht be- schieben , sondern würcklich beschehen ist. Wie und wovon E sten wir sie nennen ? nach denen/von welchen sie gebohren t «rden, oder allein nach den, welchen sie gebohren hat ? von »"/"nen, von welchen sie gebohren worden, solte sie die Erb« "«-'Säckel anziehen: der,welchen sie gebohren hat, kunte sie die- tm WBemacklung entreiffen. Seine Geburt schlagt vor. Sie ""kistcrwündet dieSünd. Da wir von der Heiligkeit MARI/E unfelbahres Urtheil schöpffcn wollen, müssen wir nur dar- [ K af schauen, daß sie Christum gebohren, nicht daß sie von einen " > Araham und anderen Menschen Herkommen. Von diesen ist Sichffzwar erzeuget worden, aber so, als wäre sie von ihnen nicht euget worden , weilen sie nicht wie die andere Kinder in Sünde erzeiget worden. Ihre Empfangnuß muß den Titul ren von dem, was ihr die Geburt JEsu Christi zugebracht: ad und Heiligkeit. Sie muß heilig, oder unbefleckt heissen, cht anderst unterweiset uns auch der änderte Evangelist, arcus, wicMathceus. Mathwus bezeugt, daß der Leich- nm des Erlösers in ein reines Leintuch gewicklet worden : ,/■* Ivolvit ilJud findone munda. Marcus setzt hinzu, dal iMati.it äv;s chn dieses Leintuch frisch crkauffet worden : äoleplr autsm v.5-. ZN' arcatus findonem. Nichts umsonst; Jener hat dero Rei- Mare -^ % chkeit angedeutet, dieser dero Vollkommenheit beschrieben, K «d versichert, daß es seine ursprüngliche Reinigkeit gehabt, itfj dß es rein gewesen, wie die Leinwand, so aus demKauff- s« (cwölb, nicht wie die, so aus der Wasche kommt: rein, nicht < r !ii «reiniget. Also rein muste dasSterb .Kleid des Sohn-GOt- ti seyn, mit welchen sein erstorbener Leib verhüllet worden, rd hoffentlich nicht anderst jener Leib, in welchem sein Leib 0 i s Leben empfangen. Lucas der dritte Evangelist trifft ein. r :r Sud) er will an Maria alles sauber,aber nichts gebutzet ha- tn. Sein Evangelium von dem Haus, in welchem die zwey Schwestern Martha und Magdalena gewöhnet, und Christus - itrrs ausgenommen worden, wird auf dem Fest » Tag der Mute *4 ) MM M htti (ttiir Nüutter GOttes abgelese«/ weilen er darin» von Lazaro d, Bruder dieser Schwestern nichts meldet. Sonst wurde cs z Lob-Predig MARLE nicht dienen können/ bey der nur all, die Arbeit der Marth« / und die Ruhe ihrer Schwester/! Übung und Betrachtung in gröster Vollkommenheit zu find ist/ umsonst aber/ fcopa Lazari quereretur, einBcsem ol ' -Bermr- Ausfegung der Sünde gesuchet wurde. Ihr Göttlicher Sch Jsl ( ern lr der gleichwie er Lazarum von Todt, also andere Mensch %mpt ^ nach der Sünde erlöset/hat hierinfahls mit M AR IA durch 1 J / * Erlösung gehandlet/ wie mit denen / so er durch seine Wundi thaten bey dem Leben erhalten/ wann selbe schon nach dt Laust der Natur dem Todt nicht entwischen sollen. Er h mit ihr was besonders gemacht. Und daß ihm darzu durch d Göttlichen Bund mit dem ersten Menschen die Hand nicht sttzm bunden worden , erhellet gar fein aus jenem Bericht des vi< tcn Evangelisten Johannis. Der hat eine Antwort aufgeze« net/ welche Christus der ersten Verbitte seiner Mutter zu C na in Galilcra widersetzet , und in diesen Worten bestünde^-,! dtcmöum venit hora mea , die zum Wunder - Wercken bemnitl rige Stund seye noch nicht vorhanden. Einige Ketzer habehnI diese Wort des Erlösers zum Nachtheil der Göttlichen Mut» fc, in ihren Schrifften angezogen. Ich sehe in selben vielmel,di„! ihren grösten Vortheil. Ich sehe/daß sie einen Theil vor alle MenscheN/wie Joseph vor seinen Brüder»/erhalten. Wah l M ist, sag ich mit Chrisostvm0/wahr ist , daß Christus gcfptrc Ki, a ä chen : Nondum venic hora, sein Stund seye noch nicht.»« litte,,, kommen; wahr ist aber auch/daß er nach dem Verlangen sein«« ' Mutter dannoch eben dieß gewürcket , zudeme die Stund no Mi c r; ) m i bürcklich Vorkommen / obschon seine Hülff nur vor fremden -rdk!-, üorhstand gesuchet worden: um wieviel mehr/ wo um ihre e “ gelte Rettung wider das gröste Übel zu thun war. Da! da! msm, jderholle ich / da kan er Vorkommen/ da ist er würcklich vor« '',«A mmen. Darinn bestehet der Vortheil marle. Sowohl 3;ftiiui Denen Geschichte» / als Send «Schreiben deren Apostel«/ itt© elche nach denen vier Evangelisten den Rang habe»/ wird ihr Mt cser Vortheil zugcsprochen. In denen Apostolischen Geschich- W!>n durch ein Gleichnuß: und zu solcher dienet die Erzehlung " ''stier Begebenheit/ in welcher Paulus auf dem Eyland Malta in einer gifftigen Vippern zwar angefallen worden / aber ntz unbeschädiget verblieben. Re ille gm'llem excutiens *&■ jftiam in ignem, nihil mali paflus eft. Wir VernchMkN/ *• f jß ein Gefäß/ so den Nahmen des HErrn in der Welt herum« >gen muste/ von der Vippern nicht verletzet werden könnte, lolten wir nicht ein gantz gleiches von dem Gefäß/ st den Errn selbsten getragen hat/ schließen? Nei»/nicht ein glei« estrlichs, sondern etwas mehrcres. Diests Gefäß muß vor jenem ^Äftviel/ als was der Leib vor dem Schatten/die Persohn vor ih- .. Nahm bevor hat. Wann jenem nur allein keine indische ppern, so muß diesem auch die höllische Schlangen nicht den können. Paulus hat die Vippern von der Hand in Feuer geschnellet. Maria hat die Schlang mit Füs« gctrctten / und in die Höll zuruck gedrucket. Excutiens Ham in ignem. Er hat an Leib/ sie an der Seel/ nichts Mlittm. Nihil mali pafla eft, Paulus selbst hat uns abge« ä/ dergleichen Schluß zu verfassen. In seinen Send» .^'Mreiben an die Römer will er nicht zukassen/ daß man die c ; ; titiD des ersten / so weit als die Gnad des anderen Adams ..jzlk«breite. Kon llcut lleliÄum itaLtllonum. 5i enim unius tpw multi mortui funt, multo magis gratia Dei. Aus«" V ! dicklich schreibt er: Et donum in gratia unius hominis jjfjJIU Chrilli in pkires afauniavit. Die Gnad JEsU Chri- ^rsstyabe sich in mehr Persohnen / als die Sünd des Adams er« D gossen. Er! chk',!>i jK- Ad Hebt. 2 . V. 4 . Af>oc. n, %/. jy. C 26 ) gonen. So muß dann eine seyn , welcher nur die Gnad/ r^> M nicht die Sünd zu Theil worden. Wann aber eine seyn mu> ’M so die Gnad des Sohn GOttes dergestalt besonders genochr ^ welche andere soll sie seyN/ dann dessen Mutter? Da hö' älit meine Christen ! wie Paulus selb freu in seinen ersten Sei Schreiben/welches an die Römer gestellct worden , uns lchi daß man von Maria nicht/wie von Paulo und anderen M schon/reden soll. In letzte»/ so denen Hebräern zugeschiH ^ worden/ gibt er uns Gelegenheit/ von Maria dcy nahe / u von Christo zu reden. Bey dem Eingang dieses Briefs mül er sich/ die Hebräer zu überzeugen / daß Christus weit heilig dann die Engel gewesen. Tanto meSior Angelus effl-iluiliii)! quanto differentius prse iliis nomen hereditavit. WMtt Beweißthum führet er an? der allererste bestehet in dem/ c|s$ enim dixit aliquando Angelorum , Filius rr.eus es tclillh daß GOtt zu keinen ans denen Engeln gesagt: Du bist me»Ä Sohn. Ich vredigc solchcmnach recht wie ein Paulus/ waiM, ich die Unschuld der Mutter GOttes auch über die AcinigkemH deren von aller Sünde reinen Engeln erhebt/ weil ich einmmt gantz gleichen Zusatz Vorbringen/ und ebenfalls sagen kan: etitch enim dixit aliquando Angelorum , Mater mea es tu ? i)S (f(t GOTT auch zu keinen aus Lenen Engeln jemahlen gesyrochi habe: Du bist meine Mutter. In solcher Unschuld stunde ß »ch dem Evangelisten Johannes vor Augen / da sie ihme in jene W, Verzuckungen gezciget ward / wovon das letzte Buch der Eökl M lichen Schrifft unter dem Titul der geheimen OffenbahnMMiiki handlet. Einer Sciths stunde dieses über-Englische Junglu fz fräulcin/ ander Seiths der höllische Drach/welcher ein gan-orbz tzcn Strohm seines Sünden-.Giffrs gegen A! arlam aufeittfcp inackruisgcfvcyct/ damit auch sie in den Schwall gerathe/ andere Menschen vergifftet werde: Emifit ferpens ex oru«, . Ikti fuo poffc mulierem aquam tanquam flumen, ut eam face*!^ ret trahi k fiumine. Doch hat sich sogleich gewiesen^ daß dietztzO giffcigc Fluth noch ehender in die Erden versuncken / als sich«,! MA- C 97 5 ÄlL tHARIAM nur berühret Härte : kt speruit terra OS fuum, W/A v.u • M : L abforbuit flumen , qucd miferat draco de ore fuo, 5 kan das Geheimnuß nicht anderst verstehen, weder/ daß h die Urquell der Sünde / so in den gifftigen Mund der alten 7« Schlangen, aus denen verführerischen Reden des Teuffels ent« ^:!7'>rnngeii/über das gantze menschliche Geschlecht/nur nicht auch i^jfMARiAM, ergossen habe. wM Da ich solche Lehr aus .dem letzten Buch der Göttlichen ev:,Schrifft geschöpffet/ schliesse ich die Bibel/ aber noch nicht die Bcweißthuin und Zeugnuß vor die unbefleckte Empfängnuß i'--chl AKlL, worüber anjetzo andere Bücher aufzuschlagen seynd. « ess^I eichst der Bibel stehen insgemein die erste, dero Dolmätsche «•, K >er die Ausleger des Göttlichen Worts: wie sich die Krafft fei!,§ s Zimmers viel gewaltiger in unsere Sinnen tringet, wann « in dein Mörser zerstosscn wird, so werden uns die Gchcim« ' ^sffrn der Göttlichen Schrifft viel begreifflicher in ihren Bü« M/ in denen sic alle Sprüch zerlegen/ und alle Wort wohl erschlagen. Die Dunckle der Göttlichen Schrifft selbsten net nicht selten zur Beweiß« und Erklärung einer Sache, bald ein gelehrter Ausleger den Grund seiner Meynung bey« et Ein Beyspicl davon kan ich verlegen in dem Gchcim« ß/ von deine allein ich hcunte rede. Wir haben durch einen eiffel/ welcher denen Auslegern Göttlicher Schrifft viel Ge« äffte verursachet/ einen ungezwciffclten Beweiß der Unbeten Empfängnuß Ai a u i je gewannen. Erat, sagt der llornehmste aus diesen Auslegern / der Heilige Hieronymus, «t famofa quoeftio ornnium Ecclefiarum difputatione Inqq.Ht- vctiianda. Eine Frag wäre / welche aller Orthen herum« Kragen worden , wann der jenige gestorben seye, der unter dien Menschen zum längsten gclebet hatte, ne ml ich Mathu« feem. Er ist gebohren worden in dem Sechshundertstben und cuzigsten Jahr der Welt. Er hat gelebet neunhundert neun ud sechzig Jahr, lind daraus folget durch eine richtige Rech« nng, daß er in dein Eintausend sechshundert sechs und fünff- D 2 zigsten ;3l f i; Hk C 28 ) zigsten Jahr der Welt/ auf welches eben die allgemeine Sü - Fluch eingecroffen, verstorben seye. Aus dieser richtigen %, nung entstehet der wichtige Zweiffel, ob Mathusalem, der znr dies Jahr , in welchem die Sund Fluch ihre» Anfang genc L men, sein Leben geendet hat, in und durch die Sund . Fli selbst umkommen, oder noch vorhero eines geruhigen Tod verschieden seye? Vor Zeiten waren einige der ersteren M nung/ denen sich aber schon damahlen viel/ und anjetzo alle t versetzen, vorderist der Cardinal Cajetanus. Dieser haltet r einen Schiffbruch der Wahrheit/ wann man sagt/ Mathu lem seye in der Sünd Fluth untergangen. Das kan nicht sey schreibt CajetanuS, das schickt sich nicht, das soll man nt(| gcdencken/ so laßt sich nicht reden, bind warum dann? Hö man seine Ursach, und mercke immer zu, daß eben CajetamI solche Ursach vorgebracht: Ue dtoe, sagt er, negje<5he pj et | tis erga Avum lalvandum non arguatur. Genug ist, di der gerechte Noe ein Enickel dieses Mathusalem gewesen. D rowegcn lasset sich nicht sagen: daß Mathusalem die gemengt« Vertilgung deren Menschen mit-erlitten, weil sich nicht vei[ mnthen lasset, daß Noe seinen Groß Vatter nicht retten wolPt te, oder konte. Auch der wilde Sperber bringt seine Zun in ein Tauben- Nest, damit er sie aus der Gefahr bringe, biiii/t ihnen von der Rache anderer Vögeln zustchet, und wer wi sch glauben, der so mildreiche Noe seye gegen seine Vor-Eltern«^ nicht so mitleydig gewesen, daß er einen derenselben, so nos «in gelebet, auf alle crsinnliche Weise in die Archen zu bringen gekhi« trachtet, in welcher die wenige Unschulden des mcnschlichei ikss Geschlechts, wie in einem Nestlcin dem ausgeschütteten Zori M GOttes entrunnen seyn? Da hören wir, und hören (Wun taoi der!) aus Cajetano selbsten, auf was eigentlich die VerfechPd« UM tung der Unbefleckten Empfangnuß zu steuren seye. Genug ist, daß Christus JEsus der Sohn GOttes auch eiti|(ui h Sohn M A R ivE gewesen. Wir müssen die Mutter frey spre chen, damit wir den Sohn GOttes nicht beschuldigen, llr lbus C -y ) ftus negle&ae pietatis erga Matrem falvandam non argua- mW» tur. Wir müssen sagen von Maria, sie seye ohne aller Mall dir u Lei verblieben, weil wir nicht sagen därffen von Christo, er : habe ihr kein besondere Liebe bezeiget. Wir sollen nicht zweiff- - [cn, daß die Mutter GOttes nicht wie andere Menschen mit M Ä her Erb - Sünd beflecket worden; weil wir nicht glauben kön- Aill Z sen, daß der Sohn GOttes nicht so viel als andere Menschen ^ Hliür ihre Eltern gewürcket, und das ist: so viel als er konte. - Weil uns Cajetanus bereden will: Noe hatte gewiß seinen Groß- öi Patter in die Archen ausgenommen, dainit er nicht mit ande- ^ ^ 'en in der Sünd < Fluch untergehen müsse. So kan uns Caje- Ea r c.cil Wi ., „ anus auch nicht widersprechen: Christus habe durch das Creutz „k t sin Mutter also erlöset, daß sie in den Fall des ersten Menschen M snd seiner übrigen Nachkommenschafft nicht mitzogen worden, jus! Niemand mag dieses widersprechen, dann es stunden wider ih- ,ijt' ( lnle bey nahe so viel Zeugen, als Bücher in der dritten Stell :i , i liner Christlichen Bücherey stehen, welche denen Schrifften , EN Heiligen Vättern eingeraumct ist. Gar viel herrliche Zcugnuffen habe ich aus selben schon ein andersmahl aufgefüh« yet, und will mich dahero mit denen Sprüchen nur zweyer, »I selche aber auch unter denen Vättern besondere Helden gewe- ' ;n, begnügen lassen, damit ich dem reinen Sitz GOttes wie Salomo» seinen Helffenbeinencn Thron zwey grosse Löwen ur Seithen stelle. Der erste seye Athanasius. Wahrhafftig nn rechter Löw, dessen Feder so gewaltig, als die Klaue dieses Thiers, manchen Jrrthum erwürget hat. Lese man nur, was icse Feder an Epictetum von MARIA geschrieben hat. Unter .ndern seynd auch diese Wort: Qu* idcirco gratia plena lenominata eft, eo quod adimpletioneSpiritus fanili om> libus gratiis abundaret, & virtute Altiflimi obumbrare- ur, quam virtutem per omnia tempora etiam conceptus ui habuifle eonfido, nec enim id temporarium in Virgile accidifle opinor , fed per omnia tempora illi datum uifle. Genug wäre, daß Athanasius sage: MARIA seye all D Z ... ; r -.t 2 . Paraltp* c. Jj* 10 #■' In epiftok ad Epi3% tum pofita ap. eun~ dem in vcingel. dt SS. Deipa » ra , pag. C 50 ) zeit unter dem Schatten des Heiligen Geistes , in der Gr GOttes gestanden, Rer omnia tempora. Doch setzet er Zeit ihrer Empfängnuß nahmentlich hinzu. Reiam concepe lui. Er halt gantz sicher/ daß der Jungfrau die Gnad ni einer Zeit zukommen seye: neo enim id temporariu IW wat in Virgine accidifle confido, sondern zur aller Zeit bk!) wohnet habe. 8ecl per omnia tempora illi datum fuifi Gantz gleich lautet die Zeugnuß des andern Vatters/ dann \x Athanasius erwehnet / daß Maria zu aller Zeit unter de Schatten der Gnad GOttes gestanden/ also berheuret Hier i »ymus / daß sie zu keiner Zeit in einer Finsternnß der SünP gelegen seye. Gewißlich / auch dieser war nicht minder eines Löwen gleich/ weilen er/ wie der Löw mit seinen brinnende Augen die Finsternuß durchdringct/ mit seiner erleuchten (Suhti«, sicht durch die dunckleste Wort der Göttlichen Schrifft auf d»ch ren wahren Verstand gesehen hat. Dergleichen dunckle Wor M, waren diejenige/ welche eben von einer hellen Wolcken hanlW len/ und sic ein Wolcken des Tages nennen. Dann wir u>upä sten nicht / was eine Wolcken des Tags seye/ oder wem sie bemtn deuten solle/ wann nicht Hieronymus die Wolcken recht durch«« drungen hätte / da er sie auf MARIA gedeutet hat. ScinG,,,^ Anmerckungüber diese Wort des siben sibentzigstcn Psalm: t'.du- ja s, xic eos in nube diei, Er hat sie ausgeführet in einer Wol cken des Tages; bestehet in folgenden: ederce nubem levem ü- fl ho ttljft «ui S.Hinan, debemus fan&am MARIAM accipere , pulchtA dixit, m nube diei, nubes enim illa non fuit in tenebris, fed Temper in luce. Maria ist die Wolcken des Tags/weil sie niemahlen in der Finsternuß / allzeit im Liecht gewesen. Der re- ' det recht schöy/ der M ARIAM so schön nennet/ daß gar nichts Duncklcs in ihr zu finden seye. Und so schön reden nicht nur diese zwey Vätter Athanasius und Hieronymus / sondern auch viel hundert andere/ welchem denen grossen und allgemeinen |§it Kirchen - Versammlungen über die wichtigste Lehr -Sätze die Stimmen geführt haben. Nur geschwind von denen Schuss tcn »irit ich, Alk, '-Um —,_ MM C ^ ) MM __ en deren Heiligen Vättern zu jenen Büchern/ worinnen die Rathfchläge und Erklärungen deren Cencilien aüfgemercket 4 in f vordem In dem allgemeinen Kirchen-,Rath zu Constanti- ' - iovel im Jahr 680. wird in der eilfften Abhandlung das Send- ff schreiben des Patriarchen Sophronii gut geheißen/ und in V liesen Send-Schreiben wird bekennet / daß Maria übera n l- ib omni contagione peccati , nicht mit keine SÜNd begaN- len / sondern auch von keiner angestecket worden. In dem '.M - :chsten allgemeinen Kirchen- Rath im dreihundert und zwan- 'lE ugsten Jahr/ handlet die änderte Abhandlung von MARIA, t&ynb in solcher Abhandlung wird ihr mit diesen Worten zuge- r (ZuB Immaculata semper exiflris ab exordio tuae jr; . reationis , quia paritura cras Greatorem totius 8anÄi- j itis. . Unbefleckt bist du/ O Jungfrau ! auch von dem Anbe- c:ü in deiner Gchöpffung / weil du den jenigen gebohren/ der alle Heiligkeit erschaffen hat. In dem letzten allgemeinen Kirchen- lchffckath zu Trient ist bey der fünfften Züsammenkunfft oder Sitz- WK oaltung^rkLaret worden/ wie sich die Sünd des ersten Mennig !hen auf seine Nachkommenschafft erstrecke/ aber dieser ersten N^btunitttlbar ein andere Erklärung angehefftet/ daß in der er- AiVlen die Mutter GOttes nicht eingeschloffen worden, vecla- ;ti|t 8. Synodus non eÜe fuoe intentionis comprehendere ^ oc , ubi de peccato*origina}i agitur, best am immaculatam Virginem MARIAM. O! wie glüNtzend (it.iS sehet nach solchen Erklärungen Maria vor meinen Augen. ■ Uk scheinet/ die Vätter hätten durch ihre Vereinigung Ln die- ^ n Lob-Sprüchen die Unbefleckte Jungfrau weit besser/ als >■:: ür ihre Brldnussen mit goldenen Kette«/ gezieret. Die höch- e Kirchen^ Häupter/ die Römische Päbste/ haben kein wenige- : !s beygetragen. Sehet dort in der vierdten Schreine einige :: ngemeine grosse Bücher-Bände. Man nennet sie Bullarien. 5 ie enthalten die Verordnungen deren Römischen PäbsteN/ ' nd diese Verordnungen enthalten gar vieles zum Vortheit nseres Lehr-Satzes von der Unbefleckten Empfangnuß ma, RLE, 4m c 34 In extra Tag. de re. liq. & ve. fjerat. SS. habetur in Bullar. Kcdsriq. Diplom* ad Stal um Ann.i^u. Apud Petrum de Aha in tib. Nodus 1 . Btillar. Tom. II. Conß’if i4 . fuper Spe- euL Bullar. Tom. IlL fot. 34$. Conßit.Bg- KliE. Schlagt nach/ ihr werdet lesen: wieSirtus dcrVw te den Befehl crthcilet/ daß die gantze Christenheit vor i wundersame Empfangnnß der Unbefleckten Jungfrau 003 dancken und preysen soll. Oe ip 13 US irntnacujat* Virgil! mira Conceptione gratias & laudes referant. Wie Juli der Slnderte einen Orden den Nahm von der Empfang« MARIAE, und zugleich die Regel gegeben/ selbe als unbefle zu ehren. Immaculatam Conceptionem venerantes v veant femper vivere fine proprio &c. Wie Lev der § heiide dem Spanischen Stadtteil! Molina die herrliche Freyhi ertheilet/ an dem Tag der unbefleckten Empfangnuß wie an dem Fest der Geburt ihres Göttlichen Sohns selbs von Mitter Nacht an Chor und Meß zu halte»/in den Brie welcher anfangt: Pia fidelium & ea prsefertim immac»lat Conceptionis. Wie Pius der Fünsftk/Prediger-Ordem vecbottcn/ keine widrige Meynung/ daß ohne M ckel nicht empfangen ftyk/ in denen Kirchen zu predigen. ! turmus quatenus nemo in popularibus concionibus cor trarium publicare praefumat, Wie Paulus btt* FÜnflte tyfj 11 / betten/ solche widrige Meynung auch in Schulen nicht zu leh .Ä xen. quis audeat in pubJicis Difputationibüs quo Beata Virgo fuerit com original! concepta , afFerere Wie Gregorius der Fünffzchende untersagt/ auch sonst wede \Cl, mit Mund noch Feder / weder in Schrifftm noch Gespräche! W Bullar. Tom.- IV. Confiit.au- ditisvoi. »di Conßitui. fol/icitudo omnium Maekf. An - m i66i* den Ahr - Satz von der Unbefleckten Empfangnuß MARLI anzusechten. Mandat San&itas fua, ne de oetero in fcri M ptis audeat Wie Alexander der Siebende alles diese! lüe bestätiget/ und ein noch mehrers verordnet zum Gunst / wüst» er selbst sagt/ und Vorthei! der jenigen / welche behaupten/ die Seel der'Mutter GOttes/ auch in dem ersten Augenblick ^ ihrer Vereinigung mit dem Leib/ ohne Mackel gewesen, In fa vorem fententiaa afferentis animam Beatae Virginis in fui ereatione^ & in corpus infufione Spiritus San&i gratiapUll 4onatam & ä peecato original! praefeiratam fuilFe, Jhrsl^ werdet ( 33 ) «Lvrrdrt lesen von noch viel anderen Pabsten « - doch mir lMiwnd diese sieben schon genug/ weilen hiemit die Lehr von der i WiinbeflecktenEmpfängnuß maRI/E nach der Arth jenes himnu rirxischen Buch mit sieben Siegel verwahret ist/ fignatum (Sgil- Apoc Jie3uiäs feptem. Da ich sie mit sieben Päbstlichcn Bullen beleget"''• lÄiilibf/ in welchen sie zwar noch nicht zu einen Glaubens Artickel MWläret/ jedoch aber vor eine bewehrte Wahrheit erkennet und ntes vtpriesen worden. ; bttfl Dcrohalben lege ich unterdessen diese Bullen bey Seith, nehme die Schrifften deren Gotts-Gelehrten vor mich, deren / welche die unendliche Vollkommenheiten GOt- R W ]2il itt© s. St und seine erstaunliche Wecge in seinen Würckungen nach »fern menschlichen Begriffs« ihren Büchern cntworffen, fast ie sonst wir die ungeheure Schritte der Sonne auf einen inen Uhr Das muß sich zeigen. Thomas lehret/ daß die Mutter (Bh teS in ihrer Geburt schon Heilig gewesen. Diesen Lehr« lischen Lehrers vielmehr für eine Rüst-Kammer an, daraus ga lchv % An ( 35 ) ar gute Waffen lehnen mögen, mit selben die Ehre der Unbe- Deckten Jungfrau zu verfechten. Gesetzt aber auch/ in dieser E Pumm wurde das Widerspil gesunde«/ so könnte mich niemand " "vHrargen, wann ich lieber zustunde / daß in einem Buch dieses kcckii, ’o^Ten Schul-. Fürstens ein Fehler/ als an der Seel der Him- 1 cekbn els! Königin ein Mackel scye. Darzu wurde mich nicht we- ff! 0 he g bewegen/ was ich bey denen GOtts Gelehrten von der an- Wtzi rn Gattung/in Geistreichen Sitten-.Lehre«/oder Asketischen jiicbetn zu lesen hätte. Das Nachdrücklichste/ so diese uns zu Heglaubigung ihrer Unterrichte vorlegen/ seynd die Wunder» erck GOrtes/ seine besdndere Gnaden, seine ausserordentliche traffen, wahrhaffte Verheissungen,und bewährte Offenbahngen. Unter allen dem werden wir viel finden/wodurch die befleckte Empfängnuß marle in der Welt verthätigetwor- n. Unter denen Wunderwercken GOttcs seynd viel/ die wir t anderst ansehen können, als daß ste GOtt zur Äestätti- ng dieses Geheimnuß gewürcket: und unter diesen vielen gellen mir vor andern die zweye: daß erstens, wie Burghcsius Pur&f. »üd Nierembergius erzehlen, zu Madrit im Jahr 1617 hit iulii dt WM tmtw W lütemö xdie foXN mp vor einem Marien Bild stch selbst angezündct in ienem ^' roc ‘ ugenblick, in welchem ein Königlicher Eyl-, Bott mit dem äbstlichen Brieff angelanget, durch welchen wider die Unbe- m»™ kle Empfangnuß MARI je zu reden untersaget worden >»* >d daß andertens, wie Aegidius Lufltanus berichtet, daß in e “ uk,n - cn diesem Jahr zu Hispali ein Kind von vierzehen Monathen/^ l! - slches noch kein Wörtlein zu ftalten wüste, unversehens auf 1 Armben seiner Mutter ein gantzes Liedlein von der Unbe- Jic ckten Empfängnuß MARIL mit anderen Kindern herab ge-, n >gen. O! soll ich da nicht sagen? GOtt selbst habe bey dem«" '»«ui kg MARliE ein Freuden-.Feuer gemacht, und er habe ihr ”■ 6 - Lb eben wie das Lob ihres Sohns aus dein Mund deren Un- nindigen und Säuglingen zubcreitet. Unter denen besonderen Gaden GOttes seynd viel, welche denen besonder,, Verehrern dt Unbefleckten Empfängnuß Marias zukommen seynd: und ® 2 unter C ;6 ) unter diese» vielen trösten mich sonderlich die zwei) : da, wie der Heilige Anselmus an die Bischöff in Engcland schi btt / einmahl ein gefährlicher Sturm-Wind auf dem M sich gestillet, alsbald Elpinus der Abt nach Anweisung di 1 himmlischen Gestalt, so ihme auf dem Schiff erschienen , t Fest der Unbefleckten Empfängnuß marine den achten Chr Monath zu feyern gelobet. Und daß ein andersmahl, « Bellarmmus der Cardinal vor Pabst Pio dem Fünffcen aus sagt , aus vielen Schiffen, die in gleiche Gefahr gerathen, eb nur die jenige entkommen seynd, welche ihren Flaggen mit l Bildnuß marle, wie selbe als unbefleckt in der Empfang« vorgestellet wird, da sie die Schlang mit Füssen trettet, gcz ret hatten. O! da muß ich aufschreycn : Fromme Christei welche die Mutter GOttes in ihren Gemüthern allzeit ohi Mackel bilden, mögen sich ein so glückliche Fahrt nach dem E statt der Ewigkeit verheissen, und ihre Mütterliche Schooß st! der sicherste Port, dem Schiffbruch der Sünde, und dem U™ tergang der Verdammnuß zu entrinnen. Unter denen ausseiM ordentlichen Straffen GOttes seynd viele, mit welchen die jl ü s nige geschlagen worden, welche das Geheimnuß der UnbeflecW«, ten Empfängnuß M aria; vermessentlich bestritten. Und m ßch» 1er diesen vielen schröcken mich vor andern die zweye, daß,wi Sfoni. a bei) Spondano zu lesen, Paulus ein Mönch zu Crackau auf dt ä, Cantzci noch ehender sein Leben, als jene Rede vollendet, wei M ' che er wider die Unbefleckte Empfängnuß verfasset hatte. Uw W % in daß, wie Pelbartus bezeuget, zu Tolose in Franckreich eii opin plte x marmorfteinenc Bildnuß der Mutter GOttes das Angesichl-w von einem Priester abgewendet, da er an dem Altar bey Isei iebu Meß seine Augen gegen dieselbe erhoben, nachdeme er gteid j us / vorher auf der Cantzel sein Zunge wider ihr Unbefleckte Em >,G pfängnuß geschärffet hatte. Ach nein! so geschehe nicht msIH uns, wir wollen die Unbefleckte Jungfrau loben, so lang wii itzx leben, wir wollen sterben gleich nachdem wir mariam ge Jung lobet haben. Der letzte Athen noch, so aus der Brust steiget, n», st> m. u C 37 ) oll mit dem Nahm JESU auch den Nahm MARIAE durch sie Lufft tragen. Nein! so geschehe nicht mit uns/ wir begehe •en, so offt wir diese Königin grüßen, baß sie ihre barmhertzige Augen zu uns wende/dann wir wissen,daß ihre Gnadm-Blick vie die Sonnen-Strahlen beschaffen seynd, wie von diesen ne Blumen ihr frohes Weesen, und die Kräuter ihre Krafft »aben, so haben wir Menschen von jenen Trost und Stärcke. änd wie auf die Sonnen . Uhr niemand schauet, da die Sonne sicht scheinet, so ist von allen verlassen, den MARIA nicht an- rehet. Unter denen wahrhafften Erscheinungen seynd viel, i ns welchen die Wahrheit unserer Lehr von der Unbefleckten empfängnuß erhellet. Und unter diesen vielen erleuchten mich mderlich zwei): Eine hat Bernardus de Buftis in seine» Pce- igen fast mit solchen Worten verkündiget: Faustinus der Sischoff zu Padua läse ungefähr den dritten Theil der Summ es Englischen Lehrers, und verwunderte sich höchlich über das snige, so insgemein daraus gegen die Unbefleckte Empfängnuß WA.RI/E anzezogen wird. Allein der Englische Lehrer stelle e sich ihme eben dazmnahl aus dem Himmel in einer Er- &rxari cheinung, und erklärte gar fein, wie seine Wort wohl bc- r! ‘ >ehen mögen, ohne daß unsere Gründe vor die Unbefleckte ?"*• l ' empfängnuß fallen müssen, weilen er nur geredet habe von Jtrr ‘ 3 ‘ em, was sonst hätte geschehen müssen, nicht was würcklich geschehen ist in solcher Empfängnuß. Dieß war sein eigener iescheide : 8cito Domine Fpiscope, quüd quando talem pinionem polui, solum habui refpefium ad Divinum :atum, quo beata Virgo peccatum originale contrahere Jebuerat, nifi per Filium fuitfet prafervata, fed Dei Fi- ius Matrem fuatn ab original! macula prafervavit. Dit ndere Erscheinung hat 8^ivanus de Pazzis in der Lebens- yeschicht der Seeligen Oring-« beschrieben, und zeiget: daß ieser grossen Dienerin GOttes sich einstens die Allcrseeligste jungfrau in einem ausserordentlichen weissen Zierat, und der antze Himmel in sonderlichen Freuden - Gepräug gezeiget, E z Ehri- C 38 ns Delrius Discjuifit, wagic. lib. 4 . c. q. 3 . BlojfiuS Jidanuali fpiritual. Lezctna de Concept. c.14. §•»• Christus selbst aber dabey sie verständiget/ daß durch eines ui das andere die Feyerlichkeit angedeutet worden , mit welch in Himmel die Gedächtnuß der Unbefleckten Empfängnuß s ner Mutter an dero JahrTag geehret worden. So laut d Göttliche Unterricht: 8cieo, Kodie egi in c*lo celebritate immaculatas Conceptionis ejus, quae me deinde concep verum Deum ac hominem. Ach ja ! so geschehe auf Erdi wie in Himmel. Wir reden wie Englische Lehrer / wann w M a r i a M in ihrer Empfängnuß Unbefleckt sprechen. W üben wie die Himmlische Geister/ wann wir den Fest-Tag i> rer Unbeflecktm Empfängnuß feyren. Und dahero muß so ches Rede» und üben hochheilig und sehr verdienstlich seyn gleichwie jene Edelstein vor die schönste und wehrtiste gehalte werde«/welche denen Thau-Tropffen des Himmels recht gleii! seynd. Unter denen bewehrten Offenbahrungen seynd viel so unserer Meynung und Aussage von der Unbefleckten Cm pfängnuß himmlische Zeugenschafften gebracht habe»/ und unfe' ter diesen vielen seynd sehr ansehnlich dieOffcnbahrungen eine» Böhmischen Princeßin und Heiligen Angelia/ welche der ge-j M lehrte Delrius gantz unverdächtig und sicher befindet. Die Ost. fenbahrungcn einer Heiligen Abbtißin Mechtildis/ welche dttMi Geistreiche Blosius seinem Hand- Büchlein einverleibet. Die im twf Aj ft in WM) ’slia tlitf «kgV lib. 6. caf. 49. Offenbahrung der Seraphischen Mutter Theresia/ auf welche sich der berühmte Lehrer Lezana beziehet. Dor allen aber die Offenbahrung einer Heiligen Brigitt«/ so von unzähligen Kir chen-Prwlatcn / und Gotts-Gelehrten öffrers untersuchet/ allzeit recht befunden/ und von dreyen Päbsten Urbano dem Sechsten/ Gregorio dem Neundten/ und auch Martino dem Fünfften gut gesprochen worden. In einer solcher Offenbahrungen finden sich diese ausdrückiche Wort der Allerseeligsien Jungfrau an diese heilige Frau: Veritas eft, quod ego con- cepta fui fine peccato original!, Eine Wahrheit ist/ daß ich ohne der Erb Sund empfangen worden. Was brauchts nun» mehr? niemand darff ohne Vermeffenheiheit zweifflcn/daß so l heili« ittiit ttt? C 99 ) K Ulk MM? »lU ‘ conc«) bk». I ila, t«!«:: MD «ni m ftw 2» ,Ok ".pw Utirf '0'* !!. © liitlli M- ■anc Bk - ifaf- Äktz' s°f ))i si i/NF' heiligen Seelen offenbahret worden, was sie vorgeben; und roch weniger, daß wahr seye, was offenbahret worden ist. vielmehr mag wohl gesagt werden, daß die allergröste Reinig'- eit der Mutter GOtteS durch diese reine Braute ihres SohnS »er Welt kund worden, wie uns das Helle Tages.Liecht durch lare Gläser in das Haus fallet. Ohngeacht dessen lange ich weiter auch nach Weltlichen Suchern, nicht minder viele Spruch und Lehr- Stücke deren« elben zu Erklärung unsers Geheimnuß und folgsam zu Ehre >er unbefleckten Jungfrau zu nützen, wie die Römer nicht nur wir Lorber-. und Palm - Baumen, sondern auch von Buchen md Feldern die Zweige pflückten, aus welchen die Ehren« uräntze ihrer Obsieger geflochten wurden. Diesemnach geruhe ich an die Bücher deren Rechts - Gelehrten, und da ich ihre Desätze und Regel einsehe, stellen sich bald einige, welche unS inweisen, die Himmels-Königin allerdings Sünd-los zu spre« hen, bald andere, welche uns verbiethen, «in widriges nur u gedencken. Wir werden angewiesen, die Himmels-Königin lllerdings Sünd-los zu sprechen durch den Ausspruch des Ge« atzes, in dessen Krafft der Lands-Fürst seiner Gemahlin dem Mit.Genuß seiner eigentlichen Freyheiten zustehet : Princeps t. vri«. egibus (olutuseft: Augulia autem licet legibus foluta non itfsff.dt tft, principes tarnen eadem illi privilegia, tribuunt, quae *£• pfihabent. Und noch vielmehr durch dieses Gesätzes Erklärung, Gb ß- »elche saget: Habet ea privilegia.quas fifcus, & (ic ad ve&i* ;aüa non tenetur. Daß die Fürstin dadurch gleichen Vorzug iit der Landes -Fürstlichen Rent -Kammer erhalten, und dero- oegen zur gemeinen Zoll - Steuer nicht verbunden seye. Wer An weiß, daß alle Gesätz- mäßige Liebe deren Menschen auS er unendlichen Liebe GOttes,wie die Funckcn aus einem gros- :n Brand, und alle wohl- geordnete Gutthätigkeit aus der göttlichen, wie die Flüsse aus dem Meer entspringen, der nuß auch glauben, daß der König aller Königen gegen seine userkohrne Gesponß MARIAM sich nicht gesparsamer, als die irr« indische Fürsten gegen ihre Gcmähline» bezeiget, daß er zur Gemeinschaft der besten Freyhcit, und diese ist die Fr . // tyiii heit von der Sünd/ gelassen habe, krineipes kamen eade illi privilegia kribuunt, qUte ipfi habent, und daß fit de> halben in der Schuld des ersten Menschen nicht mitleydig ! wesen. Lt hinc ad veSigalia non tenetur. Weiß gar nich ob die Gotts. Gelehrte von denen Rechts'.Verständigen/ od^' ^ die Rechts- Verständige von denen Gotts- Gelehrten Wort ui ^ Red-.Arth gelernet habe«/ da jene von der Freyheit einer ii dischen Kayserin , und diese von der Unschuld der Himmel Königin reden oder schreiben. So viel ähnliches höret und l set man ein-, und anderer Seiths. Die Rechts.Verstände erwehnen von ihrer Kayserin/ daß sie von dem Gesätz nid ausgenommen seye. Legibus l'oluta non eft. Die GOtte> Gelehrte gestehen von der Himmels-Königin^ daß sie zwar ke ner Schuld/aber doch einer Schuldigkeit in die Schuld zuve! jl£ Bei- fallen UNterworssen gewesen. klabuit tarnen debitum con^d> krm.tom. trahendi.&e. Die Rechts'. Verständige setzen hinzU/daß jedoel7°°k' die Kayserin durch Vergünstigung ihres Gemahles/wie er selbst^ 2 d ilT~4. de me frey gesprochen werde/ wovon sic sonst durch das GeMj Ta ' " ' satz nicht ausgenommen ist. krincipes kamen eadem illi pri- kHkki viiegia tribuunt. Die Gottes'. Gelehrte erweisen dabey^M wie die Himmels -. Königin durch die Kräften der Gnad wider Mw die Schuldigkeit der Natur verthätiget worden, das sie mikD tels der Gnade »iemahlens gewesen , was sie zu seyn verwög Eine Erbin der Sund. Ut nun S..Z6. an- h ',k\ inib dem ibid quam eßet peccatrix, quod poftulabat natura, fed fenv K. per efFet jufta, quod gratia conferebat, Zu dieser Freys heit hat ld a R i a ein zweyfaches Recht: als eine Gesponß 'Ätn, GOrres / und ingleichen oder noch vielmehr als dessen Mkutter, c. L M-dann in denen Menschlichen Rechten werden durch ein noch an-ffki« vimis ss. deres Gesatz die Freyheiken Hoch-.verdienter Kinder auch ihren Scrrnmu ;ugetheilet. In facris fcriniis militantes, & paren h- m ß- t: es>a tq Ue uxores eorum,&c. Und darum kail ich nicht miß- fal trauen. __ mm c 4t > mm __ ;.ij auen,dasi auch in denen milden Rathschlüssen Göttlicher Vor- ' - chtigkeit verordnet worden: die Mutter GOttes solle an de« i; m thcuristen Verdiensten ihres Göttlichen Sohns vor andern - Mensche» einen Antheil haben, und also durch selbe besonders •' ilöset wrede»/ daß wie er von Natur, also sie durch die Gnad, J er wie er von sich selbst/ also sie durch ihme allzeit ohne Sund e. Weilen sie dem Allerhöchsten besonders eigen wäre/ und 3t: Met» er in ihr gewöhnet/ stünde ihr die höchste Reinigkeit zu, stederum und noch einmahl nach denen Rechten. Höre man " «nivk/ wie in denen Rechten Conftantinus der Kayser/ de pri- c - ≺- i igiis domus Auguft«, von denen Befreyungen seines ei'. tlichen Haus rede: Privakas nollras pollelliones ab uni- •fis muneribus fordidis placet imunes efle. Nichts/ Wut!ul etwas besudleten nur gleichen Nahmen hat/ soll darinnen mPlatz haben. Höre man nur/wie in denen Rechten Theo- ius und Valentinianus der Kayser/ de Palatiis & domi- C. it V«. •, Dominicis, öon ihren Wohnsitz und Hof. Lagern sprechen: l f ,h > *■ i>; nfeeratas nobis aedes, id eil, inclita Palatia ab omni P°~ .pivatorum ufu , & communi habitatione excipimift: tvsJSkff sotten zu keinen nidrigen Gebrauch/ und niemand andern \ntauiib. ^ D Herberge dienen. Und wie? werden wir nicht auch also 3 m von d>w lebendigen Haus GOttes? von jenem Leib, cher n an .«tatft, von jener Seel, welche allzeit dem Sohn . i - --iste Wohnsitz gewesen? Solle es nicht ^'.hsscn . . u p-us müsse kein Gattung einer Unsauber» ^ ?ke, der n. ...... 'owohl, als derwürckliche» statt finden. Ab ^ omibus rnunerzbus rdidis* Selbes seye durch keinerley Sude Mtßbrauel-et/Uud von dem Teuffel niemahlen bewohnet w'den. Ab omni privatorum ufu, & communi habita. ; tioe. Ja! so muffen wir reden/ und anderst darffen wir '7 nüt einmal qedencken/wann wir die Mutter GOttes nur nicht ''^sivchter halten/ als auch die schlechtiste Menschen von denen -ff Gützen gehalten worden. Die Juden schreyen fälschlich wi- Jom 2 ff demnftrn Erlöser: Nos jegem habemus, & fecundum le- Vt * 8 gem c 44 ) gem debet mori. Wir haben ein Ersatz/ und nach diesen <3 satz soll er zum Tode verurtheilet werden. Die Christen fif nen wahrhafftig von seiner Mutter ausruffen: dlos legem l demus, & fecundum legem debet abfolvi, Wir haben 1 Ersatz/ und nach diesen Gesatz muffen wir sie von aller SÜI freysprechen.- dlos legem habemus, wir haben ein Gesa welches uns verbiethet/ einigen Menschen ein Schuld oder V brechen zuerkennen/ wann wir dessen nicht überzeuget wordi C. Je pro- Apertiffimis documentis, ve! indiciis ad probadonem i toi : kg. Jubitatis & luce clarioribus, durch offenbahre Proben 0 ! ^»/-««-solche Anzeige/ welche alle Zweiffelhaffrigkeit, und auch d ,.. _ . lfm at «cc«/L-Tage-.Liecht sclbsten an Klarheit überwinden, kt fecund» tlH totes, in. legem debet abfolvi. Und durch dieses Ersatz werden wir i Nl 8 4. halte»/der Mutter GOttes die Schuld der Erb-.Sünde nie tu roter beyzuschreiben/weilen die selbst, so sie derselben beschuldige^ doch bekennen müsse»/daß ihre Gründe weder unfehlbar / nc unwidersprechlich seynd. Und die Kirche GOttes in den K chen Rath zu Trient/ durch so viele Pabstliche Beschls-.Bries von so vielen Lehr«Cantzlen laut schreyt : Probatum non ej^j. fe, & de crimine non conftare , baß bißher hierinfaüs widiktL MARIA.M nichts hinlänglich erwiesen, noch viel weniger Kräfften erkennet worden; So wenig vor Zeiten einem mensa lichen Auge gestattet worden/den grösten Fluß in Aegypten bl dem Ursprung in seiner Kleinheit zu sehen/ eben so wenig hi t, bißher alles Nachsinnen deren Menschen ein klaren Beweiß au gebracht/ daß Mariam auch nur in dem ersten Augenblick il jj (n rer Empfängnuß das Unweesen einer Sünde verkleinert habt ^ Kor legem habemus: wir haben eine Regel in denen Geiß lichen Gesätzen/ daß, sofern weder die eine, noch die andere au ^ zweyen streittenden Partheyen ein klares Recht vor sich hat ttWl Sexte De. cum jura partium funt obfcura, reo potius favendum efl tretai. je q Uam aäiori, in solchem Fall das Urtheil nicht vor deM/so di Ift/“; Klag führet/ wohl aber vor dem, so die Verantwortung mH chet/ au-fallen solle. Le feoundurn legem debet abfolvi «ri __ MM ( 4 ; J MM _ _ “fe [itö durch solche Regel werden wir angeleiter, dem Theil anzu- Mengen, welcher die Unbefleckte Empfängnuß MARIjE verfech» wann auch schon seine Beweißthum jenen Vorschlag nicht ^««tten, dem sie doch haben, über die Vergebungen des Gegen- -^sithigen, da noch durch kein klaren Ausspruch der Kirch ent- ' 6^ veder ihre Meynung als ein ketzerischer Jrrwohn verdammet, der unser Lehr vor einen Glaubens - Artickel erkläret worden, das Gewölck die Spitze des höchsten Berges in Thessalien |°°«mcht erreichet, und in stäter Heiterkeit lassen muß, so seynd ei« bw dunckle Sprüche, die etwann anqereget worden, bey wei- M»n nicht erklecklich, die helle Reinigkeit der Mutter GOttes c°«G)r unseren Augen zu verdüsteren, und in einm Verdacht der INlWgezogmen Erb - Schuld zu setzen. Nos legem habemus: «be Wir haben eine Regel auch in denen Weltlichen Gesätzen, daß M»er nach der Gerechtigkeit darein gehen, und von der Sichernd Mit nicht zu weit abschreitten will, in re dubia benigniorem leg. ta äterpretationem fequi non minus juftius eft, quam tutius, in der gelinderen und günstigen Meynung beypflichten solle, f j rtt A s .$' £ «*• > lang die widrige und strengere nicht gewiß gemacht worden. „St«! «S ,t fecundum legem debet abfolvi , und V0N dieser Regeln,. J ' ••• - Jpnfc wir gebunden an dem Ausspruch, der, Pia fententia, mkMtig und andächtig genannt wird, weilen er nach unserer Zu- r'-Migung gegen die unbefleckte Jungfrau, und zu ihrem Schutz ist: tn so viel mehr, als dieser Ausspruch nicht mehr unter denen «wahrscheinlichen Meynungen, sondern unter denen Theologi« «>O-Hen Wahrheiten seinen Stand hat, und mit mehr unüber- irr- kindlichen Beweißthumcn beleget, als der Thurn Davids mit -s? Lassen Schild umhangcn ist, zumahlcn schon vor langer Zeit ^ jchstauftnd hundert und funffzig deren Gottes - Gelehrten ü ubmenrlich iunten angezogen werden, welche alle mit ihren ^ Alv(l - ledern die Unbefleckte Empfängnuß verfochten: wor- in .J° le nter auch einige nicht erwinden darzuthun, das dieser so fest'"' Mündeten Lehre gar kein Behörde mehr entstehe,wo minder > |: von der LehrCantzel des Glaubens, dem Stuhl, auch ex- 8 2 er» f 44 ) Bit ft» tra Conciüurn, üusserhalb eines Kirchen Rache als ein ©lt k bens-Sah der ganzen Kirche verkündet werden möge, (j würde fast einer Feindseeligkeit gleich sehen, wann wir so gr> stn Haussen deren, welche vor die Unbefleckte Jungfrau stehe nicht beytretten wolten. Dann gleichwie, no? legem hab »nus, wir ein Gesatz haben, welches verordnet/daß, wo d Willen des Erblassers nicht deutlich ist, und eine Auslegm nöthig hat, seine Neigung zu Rath gezogen, und nach selb pknia 'oc ^ Urthcll gefahler werden solle; tzuoll ?SÄUM est, cüm I ctfio f.°Je odleuro fit , ex affe&ione cujusque capit interpretatu Mvrfire. ne p- Also wurde man hingegen aus unseren Urtheil eine Alt guiisjuris .«cigunä gegen mariam erachten wollen, so wir noch immu va Giojfa die dunckle Schrifft-Stellen wider sie auslegen, die klare B>!., weißthum für sie nicht annehmen, und zur Zeit, da uns «Äh ’ßJorl"' der Kirch nicht nur frey gelassen, sondern zu Guten gehalten ' wird, sie Schuld loß zu sprechen, dannoch ihre Unschuld nictL^t erkennen wolten, wie denen, welchen der Balsam nicht wo!^> riechet, ein verderbte Sinnlichkeit beygemessen wird. Et fe|^ cundum legem debet abfolvi. Und so ist die Unschuld MAifr n El JE von der Erb - Sünde auch aus denen Gesätzen undBüniegs chern deren Rechts-Gelehrten erwiesen. In denen BücherM deren Leib-Artztcn, wohin ich anjetzo nur ein Aug werffe, bttzMj gegnet dem ersten Blick ein sehr guter Zeug zur Formung eine« m Gleichnuß, welche uns die unbefleckte Reinigkeit Maria: wu Mz eben des Heiligen Achten und Mahlers Lucas Gemählde die^ Schönheit ihres Angesichts vorweiset. Darum bin ich aUhier vieles Umblätterens und Nachsuchens enthoben, ich finde zwi- fchen der Porte, was ich in dem Haus gesuchet hatte: meine Belehrung schon in dem Titul - Blat solcher Bücher. Ihre er- ^ ste Eintheilung macht uns die Erinnerung einer zweyfachen Er- ... lösung. Ich lese fast bey allen anderen, wie bey dem Römischen j 4 | ptsdc re Artzncy-Lehrer, in der Vorrede: PrimCim dicam quemad. irc . meMca in modum i»nos,&c. daß in dem ersten Theil ihrer Schrifften frcmk. von Erhaltung der Gesundheit, in dem anderen von Genesung k.. deren | __ mm < 45 > MM- _ '»t'i )eren Kranckcn die fördersame Lehr-. Stücke abgehandlet wer» jt >en. Ich bemercke hieraus, daß wie die Natur denen Krau» i!;; ern und Steinen eine zweyfacheKrafft eingeätzet, eine, welche W «as Gisst zuruck haltet, die andere, so dasselbe ausjaget, also ne Artzney Verständige von ihrer Kunst mit einer doppelten /M Wiffenschafft versehen würden, die erste und andere Mittel -A »reservaliva & Curativa, nach ErheischUNg deren Umstän- ch!- len, anzuwenden. Und soviel ist mir schon genug, dann ich .CK chreye alsobald hell auf: Allmächtiger GOtt! mildreichester rew ^eyland ! bei) welchem kein Ding unmöglich, und die Erlös k eine ung überflüßig ist, wie könntest du der schwachen Natur und p fi l - h i®’ inet blöden Kunst enthangen, daß sie beyde mehr in ihren Ä tzezürcke seheten,als dein Heyl und Gnad, welches ohne Schram e ien ist ? daß jene den Leib erhalten und heylen, diese aber die M ßeel nur allein heylen möchte? daß deine Erlösung nur unse- .»tue en gekränckten Seelen wiederum aufgeholffen, und nicht eine sk« em anfälligen Übel aus dem Ziel gerucket, damit sie ungetroffen li erbleibe? dero doch der wichtige Umstand ihrer höchsten Wür- öi- e ein Unterschied von allen anderen Menschen mitbringt, und ist- je Partheylichkeit selbsten zum Recht macht. Deine Allmacht M dt so viel, deine Liebe nicht weniger thun können. Daß diese östlichste Artzney, die theuriste Verdienste Christi JEsu in l aR i a und anderen Menschen mit solchen Unterschied ge» st» mrcket,bekennet sowohl Christus, der sie gegeben,als MARIA, stl !ie ste empfangen hat. Ai arIa stricht: Fafciculus Myrrhe &»<. i. y ;i aieitus meus mihi. Mein Geliebter ist mir wie ein Myrrhen.*2- Züschlein. Sie deutet ungezweiffelt hiemit auf ihren lieben tzohn an dem Creuy. Der Myrrhen-Baum hat dornichte ki Zweige, und eine bittere Frucht, darum ist ihme das Creutz - gntz ähnlich, da auf selben der mit Dorn gecrönte und mit «' iiall getränckte Sohn GOttes hanget. Recht sagt MARIA. : y-, kfciculus Myrrhe dileäus meus, ihr gecrkUtzigter Sohn st jye wie ein Myrrhen » Büschlein, doch! so ist er allen Men- p hen, wellen er vor alle gecreutziger worden. Und wie sagt ;; 8 3 sie c 46 ) Ml! ncdic sie dann ferner? miki, besonders mir. Mir ist mein geliebt Sohn an dem Crcutz wie ein Myrrhen - Büschlein. Sie m> nur reden von einer anderen Eigenschafft der Myrrhen, weld sich an dem Creutz des Erlösers gegen andere Menschen nid gezeiget, und solche Eigenschafft der Myrrhen ist, daß sie d' Versehrung hindere, dann deßgleichen haben wir Mensch, M nicht von dem Creutz: Wir scynd durch selbes zwar erlöset wo! M den, aber nachdem wir durch die Sünd verdorben, und in W* Lueder deren der Sünde folgenden Mühseligkeiten versessej seynd: darwider hat der Heyland nur feine Mutter gestärcke * Dahero sagt sie: Ratciaulus M^rrK« diledus meus , U)iH™ durch die Krafft der Myrrhen der Leib, so wird durch das CreuW meines geliebten Sohns die Seel unversehrt erhalten, aberW» miki, nur mir, nicht auch anderen. Wie Maria von deiM bitteren Holtz des Creutzes, so redet Christus von dem süsseste Safft feines Bluts. An dem letzten Abendmahl haltet er iP® seinen heiligen und Ehrwürdigsten Händen jenen Becher, weW cher mit dem Heyl-Mittel des menschlichen Geschlechts angef^ füllet war; mit eben diesem seinem Blut. Solchen bringt erG mtb.ie. seinen Jüngern zu,und meldet dabcy: ttic s-nguis msu-M v.ii, novi teftamenti, qui pro multis effundetur in remifliO'M,! nem peccatorum. Das Blut solle bald vor viel Menschen zu> iu»S Nachlassung deren Sünden vergossen werden. Wohl troff reichaber ingleichen auch erschröcklich! Zu anderen mahlen ^ 1 hat man mich versichert, das Blut Christi seye vor alle Men- »ch scheu vergossen worden, und wie höre ich dann jetzt aus Christo Mn selbst,pro multis, nur vor viele? Er kan nicht anders reden «1 Vor dicßmahl, weil er hinzusetzet : in remifiionem peccato- ihkk rum , zur Nachlassung der Sünden. Sein Blut ist vor allere Menschen vergossen worden, aber nicht vor alle zur Nachlassung der Sünden. < Vor viele ist dieses vergossen worden zur Nachlassung der Sünden, doch nicht also vor gar alle, dann vor eine ist es vergossen worden, nicht zur Nachlassung, sondern zu Abhaltung der Sünd. Uns allen wäre dieses Blut eine Artz- B ( 47 ) jüic Irtzney, von welcher der Apostel Paulus schreibt: kurgatio- Ai mr. Sjt 2 lern peccatorum kaciens, so das Sünden« Gisst ausgetrieben, ''^ ißt (urativum. MARLE Ware dieses Blut wie jene Heyl Mittel, INI!k en welchen der weise Mann sagt: Ante lanquorem adhibe E ccli. jt. I jiei jiedicinam, daß sie vor der Kranckheit, zu Steurung der Ge-. *°- ütnl ^ndheit zu brauchen seynd, und dardurch Maria gantz unbe- U« jhädiget erhalten worden, pr«5-rvaeivum. Auf dessen Er-. ^ imerung haben uns die Bücher deren Leib Artzten gebracht. M Bey denen Büchern von denen noch übrigen Gattungen M an ich gleiche Lehr, aber nicht so lange Weil halten. Heraus emnach mit denen Büchern deren Staats-.Klugen und Ge-, jjgr jhicht-- Schreibern zugleich. Gar recht füget man beyde zu-. ^ „j »mm, weil sie einander die Hand bieten müssen, die Geschicht-. ,(„v Schreiber aufmercken, was die alte Staats - Männer gewür-- Ijitjr [et, und die neue Staats-. Männer nachschreiten, wohin sie liein denen Geschicht-. Büchern eingedruckte Fußstapffen ihrer „ „ lücklichen Vorfahrer weisen. Auch derohalben wohl gesagt werden kan, daß die Geschicht der Staats-Klugheit das Liecht 17 »zünde, die Staats-Streiche aber denen Geschicht-Schrei-. % ern den meisten Vorrath zum Schreiben verschaffen. In de-. le, was ich aus einen und anderen zu Ehre der unbefleckten simgfrauen erkiese, stimmen sie auch gar wohl zusamm. Ja ^ ie Staats- Regeln stimmen Hierinfalls mit denen Gesätzen nd Rechten Übereins, und dieß ist ein grosses Wunder. Zu-. ^ iahten sonsten die Staats-Kluge vor ein Gesatz halten, daß fi ,an alle Gesätze mit Füssen tretten soll, wann man dardurch ur weiter kommen, oder höher steigen kan. Auch vor recht chten, um sich wohl, allen anderen unrecht zu thun. Allein iese seynd nur Larven der Staats-Klugen; die wahrhafftig >lche seynd, halten, wie der Rath zu Athen, nichts vor vor- 7 eäglich oder anständig, was nicht zugleich billig und rechtmäf- " ig ist. Unter diesen wäre gewißlich Casswdorus der berühmte dof-Cantzler desGothischen Königs Theodorici. Erfordert instens zwar auch vor das Königliche Haus ein Vortheil, der ihm CaßoAor, 7 . variarf 4 » ) ihm aber durch die Rechten und Gesätzen selbsten zukommet Wie ich oben aus denen Büchern deren Rechts - Gelehrten vo gewiesen: Es seye ein Gesätz; so erflehe ich selbst anjetzo i denen Schrifften dieses Staats-Manns: Es seye auch eü Staats - Regel: daß in den Königlichen Wohnsitz eine ausse ordentliche Reinigkeit und besonderer Zierat gespühret wurd Er stellt viel Ursachen : Hsec noftra funt obleäamenta, pc tentise Imperii decora facies, teftimonium prseconiale re gnorum, haec legatis fub admiratione monftratur, & pr ma fronte talis Dominus effe creditur, quäle ejus habitarat cuium comprobatur. Weilen sie dem Fürstlichen JnnwoWki ncr zur Belustigung dienet, und nur damit seine HerrlichkeiMl bezeugen kan, weilen er mit solchen vor dem Aug deren Botttah schafftcrn auswärtiger Völckerschafften prangen soll, und weivrei man insgemein dem Jnnwohner aus Beschaffenheit seiner Be tan Hausung besser, als die Behausung aus dem Schild erkenne» will. All diese Ursachen stehen eben sowohl auf Seithen GOt & ä tes für die höchste Reinigkeit der Mutter seines Sohns. Dann würden nicht wenigst einige Widersinnige Anlaß gewannen HM» l den wollen, ihme nach dem Leib, so er bewohnet, zu beurtheilenMi und zu erachten, daß er der Sünde so gar gehäßig nicht seye, da ««Oet,dem von seinem König Francisco dem Ersten zu ihme über -. liimu ' , & Abenden Hertzog von Bourbon Aufenthat in seiner Behausung d-dii-Z schaffen,und daß dieser Höfling seinem Monarchen großmüthig jnmMersetzet: Euer Majestät stehet mein Haus zu Diensten, und MM» darum diesen Hertzog zur Herberge offen, mir aber soll es n Mn der Zeit auf allzeit geschlossen seyn; dann ein Haus,wo auch g»Mr einmahl rin Ubcrlauffer eingenistet, werde ich keiner Be» mMltung mehr würdigen. Das lesen wir von dem Hof-. Herrn WMes Kaysers; und was gedencken wir von dem Sohn GOttes? gedencke halt schon wiederum: wo der abtrünnige Fürst ja« Finstrrnuß, wo der meincydige Lucifer Platz genommen, die erste, vornehmste, und eigentliche Einkehr des Sohn. stSttes i» dieser Welt nicht gewesen seyn. Qu® focietas lu- »■' L*dad tenebras ? quse autem conventio Chrifti ad Belial ? 6 . ^»raus mit denen Büchern deren Weltweisen, so denen Ei-. V ' 1U «dDschaffke» sowohl deren himmlischen als indischen Weesenhei- nachgründcn. Die, so den Himmel betrachten, zeigen uns tarnet seinen Liechten, ein Gestirn, so zwar wie die andere sich ^itner um seinen Mittel-Punct, welches der Nord-.Pol ist, ^.«vegct, dannech aber niemahlen einen Untergang oder Fin- . strnuß leydct. Und ist eben das jcnige, so die Schiffer Cyno. ft»», oder ihre» Weeg-Weiser nennen. Die, so die Selt-. ss snkeit der Erden erwegen, weisen uns unter denen Edel-. ' s stinen einen, der zwar wie andere Steiner ein Leib ist, aber //- rcht wie andere Leiber ein Schatten macht, und ist kein ande-> . re, als dem alle Menschen hoch schätzen, der Diemant. So wffen wir aber, daß die heilige Seelen in Himmel mit denen G Ster» Amlrof. Uh, j ♦ in Imzayh, 5 » ) Sternen, und fromme Menschen aufErden mit denen Edelstj nen von der Schrifft selbsten verglichen werden; So muß da unter denen heiligen Seelen in Himmel eine seyn,die durch k nerley Sünd zum Untergang geneigt worden. Welche abei keine andere, als die wir auf dem ungestümen Meer dieser W in tausenderley Gefahr herum schiffende Menschen unter di Nahmen, Maris Stella, unfct'ä Leit-Stern, anruffen. So ml dann unter den frommen Menschen aufErden jemand gewesil^ scyn, dessen Reinigkeit durch keinen Schatten der Schuld wp stellet worden. Aber wer? nur jene Mutter, aus dero Lei M auch ihr Sohn, wie das Liecht aus dem Dicmant, ohne deff.m» Verletzung, hervor kommen ist. Heraus mit denen Büchei dim aller freyen Künsten, welche reden und zeugen können. D Kunst, welche uns recht reden, der Kunst, welche zierlich, ab ungebunden reden, der Kunst, welche uns auch gebunden m sinnreich reden lehret, und der Kunst, welche uns zum Woi Streit abrichtet. Die Kunst, so uns recht reden lehret, beze |p get,daß sie zur Ehre der Mutter GOttes, und zu Andeutung ihrer unbefleckten Empfängnuß ein besonderes Wort in die Get ft, liche Schrifft liefferen müste, und dieses Wort ist das erste Iltit >W dem Englischen Gruß, nemlich: Ave. Dann wie Ambroik gar wohl anmercket, und von jedermann gantz leicht kan beobas tet werden, ist dieses Wörtl vor derBegrüssung k^AklL in dr Bibel niemahlen von einen Menschen oder Engel gebrauch!^ worden. Ave nunquam lefta eit, nunquam ante comper ta, toll MARI./E haec falutatio fervabatur. Nemlich ZU kti nen anderen Menschen mag recht gesagt werden: Ave, dass« viel Heist, als: finfe v®, ohne Wehe, weder zu derjenigen, w|j che ohne allen Unheyl der Sünde wäre. Nemlich kein Frauen zimmer solte mit dem Wort begrüßet werden, welches der uiC gekehrte Nahmen des ersten Weibes, der Eva, ist, als diH jenige, so dem Handel der Eva gewendet, da sie die ursprüng liche G/rechtigkeit, welche Eva einmal verlohren, allzeit behal teil hat. Samens illud Ave,mutans Evs nomen, KieRed icis. ___ MM c 5> ) MZM _- ! ®i tunst stellet so gar aus denen Kaysern einen Wohlredner/ velcher die unbefleckte Jungfrau mit den recht Kayserlichen ^ Zchmuck seiner Worten beehre und erhebe. Massen Leo der griechische Kayser, welcher von dem achthundert acht und ach- igsten biß neunhundert und eilfft.cn Jahr das Morgenlandi« ^rr: he Reich beherrschet/ ein so grosser Redner als Fürst eine zier« kmche Rede : De immunitate S. Deiparas, von der vollkomme- fcp kn Freyheit der Mutter GOttes verfasset/ und einer andere»/ B ^e er über ihre Verkündigung gesteüet, auch folgende Wort kmiinfliessen lassen: Lüm adhuc in lumbis paternis contine- tte Aul intjAris progenicor tuus clamabat: Audi filia & vide, & in- l*ß' ”* iSÜiBina aurem tuam, & oblivifcere doraum patris tui. Au- !H. ■ di verö, 6 filia ! commendationem, & oblita es populi Ä/Vlli» & fortis, & domüs patern® ; fortis videlicet illius, fm «uam Eva progenitrix toti generi diftribuic. Mit wel- l D«e» allen er sagen will: daß X1AEIL allein von der nachthei« i.dtMen Ecbschaffr unser Groß- Mutter Eva keinen Theil gezogen »te- 1 bbe. Die Dicht- Kunst stellet aus ihren zarten Rcimeren dem M dönig/ daß er durch ein fabelhafftes Jungfräulei» die Königin ller Jungfrauen/ und auch in einen verliebten Gedicht ihre Rei- **>igfeit wider Wissen und Willen abschildern muß. Ovidius dicht chv iid singet viel schönes von einem raren Vögelein unter denen L« 'kymphen, von einer keuschen Daphne/ daß sie sehr verliebet, tw: oer nur in die Jungfrauschafft gewesen, und dero Erhaltung ctr llein, als ihres theuristcn Schatzes, von ihrem Vatter anver- id!Inget habe. Da midi Perpetua genicor cbarillime dixit: 0r-Ä.M t ,l ' irginitate frui. Daß sie von dem ihr nachstellenden Apollo jji sie ein Lamm von dem Wolff,wie ein Hirsch von dem Löwen, f ab ‘ f " .<•: ich wie ein Taube für dem Adler geflohen. Sic agna lupum, j{p ;c cerva leonem, fic aquilam fugiunc penna trepidante ji olumbae. Daß ihr, dieser Nachsteller/ umsonst zugeschryen: $ t werde durch ihm mit einer GOttheit verbünde»/ und zum besitz aller Wissenschafften gelangen. Nefcis temeraria, ne- rf 1 m > quem fugias. Jupiter eft Genitor; per me quod erit- t G 2 que, O'öiijytfl. lib. ?. Ek- i. S. Ambr. Ae Abraham lib .2. C. 2. Luc* r. v. -4. C 5- ) que, fuitque, £ftque, patet. Daß fit endlich ÜN dem kigil lichen Flnß ihres Vatters Ladon in einen Lorbeer -Baum r wandtet worden, von welchem Baum dieser Reim -Dich andern Orths angerühmet : Utque viret laurus femper, r| fronde caduca carpitur. Daß seine Grüne unverwelckli« und seine Blätter nicht hinfällig scyen. Dieß ist nun wohl sinnreiches Gedicht deren Heyden, aber bey uns Christen mul eine Geschicht daraus werden. In Guten und Löblichen die Einbildung deren Menschen nicht so viel mahlen können, ä die Gnade GOttes gewürcket hat. Unter uns Christen ml eine Reinigkeit gefunden werden,die denen Heyden nicht eiinl fallen. Hat unser GOtt an Abraham einen Diener gehaiiieb dessen Gehorsam die Wünsche deren Weltweisen überstiege,«« Ollem votis suis philoiophia sequars non potlllt, so a«e, ziemet seiner Braut, Tochter, und Mutter eine Unschuld, wibiri, che das Nachdencken ihrer Dichter nicht erreiche. Minus ei. t quod illa finxit, quam quod ifte gefllt. Jener Knecht IjiltfC mehr gethan, als sie gedichtet, und diese Frau muß mehr scyrl als sie gedencken mögen. MajorqllS arnbitioso eloquentiM) mendaeio ürnplsx veritatis 6des. Trutz: daß sie V0N iMö ren Göttinen und Halb-Göttinen mehr lügen, als wir von« unserer Jungfrauen, und deren Königin in Wahrheit saget Daphne ist dargegen nur ein Schatten. Wir zehlen ja nicht nii m? eine, sondern so viel deren Jungfrauen, daß wir sie gar »ich « Verlöbnuffen vorgehalten, worunter Maria die Erste uni». Fürnehmste gewesen, die so gar angestanden, die Mutterschaß iri GOttes anzunehmen, wann darbey dieJungfcauschafft aus»,! gegeben werden müste. Opornodo fiet iftud, quoniam VI- ttij rum non cognpfco. Und dahero fast mehr wünschte , an GOtt einen sorgfältigen Vatter ihrer Reinigkeit, als eine» ta e , Sohn zu haben. Da mihi perpetua Genitor chariflime iij dixit: Virginitate frui. Wir zehlM Jungfrauen, welche ± ihre MM c 51 »naftre Unschuld wider den Hunger der Begierlichkeit, fic amt igna lupum, wider den Gewalt fremder Zumuthungen, fic s Si erva leonem, durch die Flucht aus der Welt gerettet, und 3p«»' urch die ForchtGOttes dem höllischen Raub-Vogel entflogen V!K !ynd , fic aquilam fugiunt penna trepidante columbas. hmHi iaria aber war in aller Reinigkeit so vollkommen, daß alle ma ndere Reine gegen sie soviel als nichts seynd. Una elk Co- c * nt - «* :;äii j amba mea. Ihr kan derowegen auch das übrige nicht er» ?• *• Mfii/i ranglen. Sie muß derowegen die Eintzige gewesen seyn, wel» W i»ve nicht mitgelitten, als der höllische Nachsteller unfern ersten chki»ltern die Forcht der angedroheten Todts» Straff ausgeredet, r qtjiie betrüzliche Hoffnung einer Vergötterung cingeschwätzet, und -M»ne Götter»mäßige Wissenschafft verhciffen, dero, quoll erit- t, /taue, fuitque, dfique patet, kein Ding verborgen seyn werde. H/rMixit aucern Terpen8 ad mulicrem: nequaquam moriemi- Ge»4.v*f. «. Eritis licut Dii» fcientes bonum, & malum. Worüber rt iiter sowohl divse betrogene Elter«/ als ihre unglückliche Nach- ^Mmmenschafft die Unsterblichkeit eingebüsset/die GLeichnuß mit »querr nOtt verwüstet/ und in eine müheseelige Blindheit des Der- "nds verfallen seynd/ Maria allein ausgenommen. Sie ist rowegen die Eintzige gewesen/ welche wie Daphne an dem uß Ladon die Gestalt des Lorbeer Baums/durch das vergosi « Blut ihres Sohns dessen Gleichheit angezogen/ ucque vU ovii he, t Iaurus Temper, nec fronde caduca carpitur, aeternum cit. fie habet iiia decus , und dahero eine niemahlen gekranckte com ^ ef - einigkeit/ wie dieser Baum eine unverwelckliche Grüne beses- i. Die Disputir Kunst unterrichtet uns/ mir was Antworte MsMr den fast eintzigen und ewigen Einwurff gegen unftre Lehre dn der unbefleckten Empfangnuß marine Regele mäßig ab- lrtigen mögen. Denen/ welche auch an MARIA aus der Er- lsung eine Sünd erzwingen wollen durch den Vorwand: quia üdemptio fupponit peccatum, bag jene nicht folgt/ W0 die- f nicht voran gehe; sollen wir weisen/daß ihre Folgerung gar licht Schul -gerecht seye/ aus Ursach: qui» medium non di. G 3 ftribui* W ff4i| im btt/ i$ j \t$' C 54 ) ftribuitur, feu non fupponit pro omni fpecie redemptioJ weilen sie nicht wie sie selten das Wort Erlösung in fei/ ms Im itr' ner vollständigen Deutung nehmen/ die sonst weit mehr als i ihren Vortrag einschliesset; dann der Titul eines Erlösers einen# jeglichen zustehet / der ein Übel von mir abwendct/ nicht mrc,W wann er mich selben aus dem Rachen reisset/sondern auch/ und" ^ noch besser/wann er es entfernet/ bevor ich ergriffen wordenM.' Man habe ja die Beyspiel solcher Red« Arth sowohl in dene» N Göttlichen / als anderen gelehrten Schrifften. David sage ji zu GOtt: Q_ui redemifti me de gladio maligno : Du has mich von dem Schwerdt des Boßhafften erlöset; und er redl hier von dem Schwerdt des Goliath/ den er doch durch Bey stände GOttes ehender auf die Haut gelegt/ als ihn selbter mi .liiper Mt s. Bimar. seinen Waffen erreichen könnte. Bernardus lehre ja von bei W 21. MN Englen : Fuifle redemptos fanguine Chrifti non k pec . 'eato, quod commiferunt, fed ab eo, quod poffent com- Wj mittere, daß auch sie durch das Blut des Heylands erlöset wor k'' den von der Sünde/ nicht die sie begangen/ sondern die sie hättekjW begehen können. ,So folge dann ebenfalls nicht/ daß/ wanrM^ MARIA keine Sünderin gewesen wäre/ Christus ihr Erlöseis« nicht sei)« möchte. Heraus endlich mit denen Büchern! mii M was Büchern? ja! nur heraus auch mit vcrbottenen Büchern, heraus mit ihnen aus jenen Winckeln deren Büchereyen, in GW welchen sie wie ihre Verfasser in der Hölle verschlossen ligen., ^ Heraus mit dem unflättigen Alcoran des MahumetS/ und mil M denen nicht viel reineren Büchern des Luthers. Ich will zeigen, Lly daß so gar diese verdammte Irr« Geister in ihren Schrifften die Mutter GOttes unbefleckt, wie die Teuffel aus denen Bescsse« di. £»<■<* 4. ncn zu Capharnaum ihren Sohn Heilig sprechen müssen. Eis tat ner beruffet sich auf dm anderen. Luther bekennet/ er habe in dem Alcoran gelesen/daß Mahumet/was die Reinigkeit von der Sünde anbelanget / Christum und Mariam zusamm setze. Er bekennet dieses in feinem Büchlein von dem Krieg wider den Tür- k\ Tn 6iti dl». I C 55 ) kb in ßr\ ■ 'i* -TV ::::j « .Ä vit ■»/ ,-gif a Ä ift‘ 5 w (f -c .ürcken, in welchem er von Machumet gleich Anfangs diese e*a«-. Wort setzet: Erstlich, so lobet er wohl Christum und Tom - f* Nariam fast sehr , als die allein ohne Sund ftyen. !uther hat auch vor dießmahl nicht unrecht, dann er hat allzeit Z',^1 ' echt, wann er mit uns halt. Hab fleißig nachgeschlagen, und m mehreren Orthen des Alcoran befunden, wovon Luther nur inen Auszug gegeben. Sonderlich beliebet die Stelle, in der Nachumet sdie unbefleckte Jungfrau gantz anderst rein, als alle rudere Menschen nennet: Maria omnibus viris & mu- Aiara* lieribus fplendidior & mundior , Himmel! wie kan ein so Englische Stimme aus dem rauhen Arabien erschallen ? viacie ™‘ ht f oL fuper omnia veritas. So gewaltig ist die Wahrheit, daß fle überall durchdringe, auch aus dem Mund ihrer hartnäckig-, sten Feinden, wie das Wasser aus der Felsen zu Horeb.. So Exr>i - v- steghaffr ist die Unschuld, daß sie allersciths überwinde, von Feinden sowohl, als von Freunden Zeugenschafft gewinne. Und ich Hab hiemit erwiesen, daß der allerreineste Tempel GOt- tcs Maria in allen Gattungen deren Schrisscen ihren Preiß habe, nicht minder als nach Zeugnuß des Hohen.Priesters MM.i. Onias das heilige Orth zu Jerusalem bcy allen Völckerschafften c - 3 - "•' 2 * der Welt in Ehren gewesen. O! wie reich ist die Unschuld an Ehre! O wie viele Lob-. Sprecher hat die Reinigkeit! Wie die Natur an denen Lilgen die weisse Blätter mit denen goldfarben vereiniget, so mag ein reines Leben von dem Ehren Glantz nicht geschieden bleiben. Bey denen Heyden selbst wäre ein Sprüch Wort: daß, wie der Weyhrauch vor die Götter, so gehöre vor die Unschuld das Lob. Wie noch kein Mensch gefunden worden, der sich unter. ■f'™' -3 -* fangen hätte zu sagen, daß die Sonne schwartz seye, so darff fer ' die Unschuld niemarid tadle». Vielmehr ist die Maaß der Werthhaltung bey uns Menschen nicht minder, als an denen Diemanten : mehr, oder weniger, oder gar keinen Mackel halben. Dieses letztere stehet unter puren Menschen nur allein bey MARIA, und darum ist fte rin Kleinod, so nicht geschähet werden c 56 ) ■14* werden kan. Um das andere sollen wir sündliche Menscher streite«/ daß einer weniger als der andere von Sünden Flecke» anziehe/ und daß wir die angezogcne austilgcn. Wahr ist/ di Unschuld wird mit dem Glaß vergliche«/ nicht nur darum/daß si so gebrechlich / sondern vielmehr/ weil sie so wenig als das zer brochene Glaß zusamm gestücket werden kan. Doch ist der Har^ del nicht gantz verzweifflet; der/ so sich durch die Sünde ve unreiniget/ kan zwar nimmer schaffen / daß er sich nicht veru reiniget habe/doch kan er sich so rein waschen, als hätte er sich ni mahlen verunreiniget. Das Perlein der üppigen Cleopatra ist i Eßig zerflösse»/aber die zergangene Rcinigkeit wird in bittere» Buß Zähern wie ergäntzct. Christus hat uns offt zu den Feigen Baum gewiesen/ davon eine Gleichnuß für unserem Unterricht! zu nehmen. Dahin weise ich auch alle/ welche den Verlurs! ihrer Unschuld beklagen müssen. Sehet / sag ich/ dieser Bauiist hat eine saure Wuryel, einen festen Stamm, und eine süss Frucht. Sehet, so muß und wird eure Buß sei)». Wann dj Reu bitterlich, wann der Vorsatz steiff ist, folget gewißlich de süsse Trost. Der Trost: daß in denen Augen GOttes nich selten so rein seynd die jenige, welche sich gewaschen / als di sich niemahten verunreiniget haben: und im Himmel ein grö. lut* zy. sere Freud seye über einen eintzigen Sünder, der Buß würckes als über neun und neuntzig Gerechte, welche der Buß nicht bedärffen. V. 7 > AREN.