Auf Vindobona verhülle Dein Haupt, Kleide in düstres Schwarz Deine Glieder Jäh’ hat der Tod einen Sohn Dir geraubt Einst Dein getreuer Freund und Gebieter, Hörst Du der Glocken ergreifenden Chor Leise von fernen Thürinen erklingen ? Geisterhaft trägt sie der Wind an das Ohr. Höre die Kunde, welche Sie bringen, # Lass Ihren Klang in die Seele Dir dringen. Der Herbst hat einen Zweig gebrochen Von einem Stamme alt und hehr Ein Herz Lat aufgehört zu pochen, Ein wahrhaft Guter lebt nicht mehr. > ) >•■ ) ) l ) ■> Welch’ ein Wiedersehen Ferdinand J Starr das Auge, kalt die Hand \ Liegst Du auf den simmt’nen Kissen, ] Weihrauchdüfte Dich umfliessen > Und umweht von Todesgrauen > Muss Dein Wien Dich wiederschauen. i 0 ! Wenn Dein geliebter Geist \ Fessellos auf stolzen Flügeln > Uber allen Erdenhügeln l Etwa zürnend uns umkreist, ) Ach, dann sieh’ herab auf Wien, ) Das -mit wehmuthsvollen Sinn > Zu dem düstren Leichenfeste > Sich mit Todtenblumen schmückt, l Und auf Deines Daseins Reste \ Schmerzlich trauernd niederblickt, $ Sieh’ wie deines Sarg’s Cypressen Eines Volkes Thränen nässen ! Und Du wirst — was Du so oft im Leben Gern gethan, — Du wirst vergeben Ruhe sanft! Du Theurer Todter Du Dankesvoll Ruft Dir Wien dies zu Baut Dir nach des Lebens Ende Nachwelt auch nicht Monumente, In des Volkes Herzen In den treuen Die dem Guten dankbar Ein Gedächtniss weihen, Lebt Dein Bild in seinem Werth Herrlich glänzend, froh verklärt Von der Sage Sonnenschimmer Ewig, ewig fort und immer. Ruhe Sanft ! Und fern in jenen Regionen, Wo Seeligkeit und Freude wohnen, Wo Bettelstab und Scepter gleich Dort in der Ewigkeiten Reich, Wo Jahre wie Minuten schwinden In jenem Land 0 Ferdinand Wo ewig Frühlingslüfte weh’n, Und alle Wesen auferstehn Dort werden wir uns wiederfinden. Druck und Verlag von H. Huppmann, Getreidemarkt 13. reis per Ntüek IO kr. tsn-nor-^ cU^ r /¥% \ r*' ~l °) hl hl.