Mönei- 81 söt-öibliotl, 6 l<. 28314 ^ Auserlesenes ^LtKeMLÜMV znm Besten der Licbhabr dieser Wissenschaften zusammen getragen. wIErr, gedruckt bey Johann Thomas Trattnern/ Kais. König!- Hof- und Nieder-Oester. Land- jchafts-Duchoruckeru und Buchhändlern. 1763. c ' r K^!S? Geneigter Leser, ^an wird nur sehr wenige Menschen finden, welche nicht begierig wären, die Natur und ihre Eigenschaften kennen zu lernen. Ich lasse es aber hier unbestimmt, ob dieses von der ihnen angebohrnen Neugierde, oder dem Eigennütze hercühre; es können beydc Thcil daran haben: indessen so wirksam und mächtig sie sonsten sind, so gicbt cS gleichwolen noch so gar viele nicht, welche es in der Kenntniß derselben weit genug gebracht hätten. Die Ursachen davon mag ich nicht erörtern: nichts aber bestätiget dieses mehr, als die Menge der Bewunderer und Vrreh- A 2 rer, rer, welche auch jene haben, so in der Naturkunde nicht einmal mittelmäßig erfahre» sind. Wie sehr wäre es hingegen zu wünschen, daß eine Wissenschaft, die dem gemeinen Wesen so vielen Nutzen bringen kann, in kurzer Zeit allgemein würde! Bey Zusammentragung dieser wenigen Blätter habe ich keine andere Absicht, als eben diese gehabt. Ich verzeichnte diekd/licLlisch- UNd Lilackemstisthen Instrumente, nicht nur dem Namen nach, so wie man sie bey mir in einem billigen Preise haben kan, sondern ich bemerkte dabcy auch den Gebrauch und den Nutzen, welchen man sich damit zu schaffen im Standeist: und wie vergnügt werde ich darüber seyn, wenn ich sehe, daß ich diese gehegte Absicht nur einigermaßen erreichet habe. jncob v. Hochfürstl. Liechtensteinischer kd/stous. Bon )°c 5 «H> K N H /-Mb § D Von lelescoxim. ie i'elelcvM, welche vermittelst eines Hohlspiegels die Strahlen zurück werfen, ^ dadurch unserm Auge die entfernete- sten Dinge als nahe darstellen, haben vor den bekann« ten kerlxeÄivell sehr viele Vorzüge. Sie erfordern keine beschwerliche und ungeheure Lange; sintemalen eines von 5. Schuhen von eben der Würkung, als ein ?udu8 von roo. Schuhen ist; und zeigen uns gleichw» len die Gegenstände, die wir betrachten wollen, in einer viel größern Deutlichkeit. Man kan dadurch die Bewegungeneines Menschen, der etliche Meilen von uns A 3 ent- 6 ) v ( entfernet ist, sehr leicht wahrnehmen und unterscheiden, wenn man den Gesichtspunkt auf die Person zu richten nur im Stande, und solche auf einem erhabenen Orte, welcher von der Sonne beschienen wird, befindlich ist, Vermittelst derselben hat man ausser denen vorhin schon bekannten klaneten noch andere entdecket, welche sich um die bereits bekannt gewesenen, als um ihren Mittelpunkt herum welzey- Man hat den Ring um den Läturnum, das Ab-und Zunehmen der Vsnu8 und des Alercurius, und in der Sonne Flecken, welche vergehen und wieder erscheinen , wahrgenommen. In dem Monde hat man weitläufige Gebürge und große Felsen, aber niemals einige Wolken über dessen Oberfläche gesehen, und man irret nicht, wenn man hieraus folgert, daß dieser Planet ohne Wasser und ganz dürre sey. Endlich wurde man durch Beyhülfe derselben überführet, daß ein einiges Gestirne, wie zum Beyspiel der Orion, aus eben so vielen Sternen bestehe, als man ehemals kaum auf dem ganzen x'lrmumssnt zusammen zahle» können. Das lelelcopium ruhet gemeiniglich auf einem Gestelle , damit es nicht so leicht wanken könne, und ist mit einem Stänglein von Meßing versehen, welches von der Rechten zur Linke», oder von der Linken zur Rechts» l )o( 7 ^ ten so lange gedrehet werden muß, M man die zu betrachtende Sache erblicket. Alsdenn aber muß man, bis sie klar und ganz deutlich erscheinet, das Stänglein nur nach und nach sehr langsam wenden; sintemalen z der achte Theil einer völligen Herumwendung dieses ! Stängleins die Deutlichkeit dem Gegenstände fvwol ge- ) ben als benehmen kan. ) Die verschiedene Entlegenheit der Gegenstände, die H man betrachten will, verändert zwar den Gesichtspunkt ! nicht: gleichwolen aber, wenn man etwas entferneteS H betrachtet hat, und darauf eine näher gelegene Sache an- sehen w ll, muß man das Stänglein etwas linkwärts r drehen, um den kleinen Spiegel von dem großen weiter E weg zu bringen: im Gegentheil hat man es rechtwärts j zu wenden, wenn man nach einem in der Nahe angese- j henen Dinge, das lelelcoxium zu Betrachtung eines ^ andern, welches weit entlegen ist, brauchen will- Ä Wenn eine Person von einem kurzen Gesichte sich ' -es i?eielc0pü bedienen will, das ein anderer nach sei- ^ nem scharfen Gesichte gerichtet hat, so muß das Stange ) lein rechtwärts, um den kleinen Spiegel näher zu ' i dem größer» zu ziehen, gedrehet werden: gleichwie es ^ linktpärtS gedrehet werden muß, wenn die Person mit H dem kurzen Gesichte, es zuerst gebrauchet hat- 8 ^ )°( Wann man die Gegenstände, um sie zu betrachten, mahlen kan, so muß man sich mit dem Rücken gegen der Sonne hinwenden. Da solche bey dieser Stellung ge- meiniglich beleuchtet sind, so siehet man sie viel deutlicher , und die Sonnenstrahlen können davey nicht in die Röhre hineinfallcn, noch einige Verwirrung verursachen. Die bequemste Zeit, weit entlegene Dinge durch daS lelelcoxium zu betrachten, ist eine Stunde oder 3- Viertel Stunden vor Niedergang der Sonne; oder eben so viel nach ihrem Aufgang: indem um solche Zeit die wel- lenmaßige Bewegung der Luft, theils aufgehöret, theils noch nicht angefangen hat. Fanget man des Morgens spater, oder gegen Abend seine Beobachtungen früher an, so kommen einem die Gegenstände ganz zitternd vor, weilen die erhitzte Luft sich in ihrer wellenmäßigen Bewegung befindet. Wenn dem bloßen Auge entlegene Gegenstände blau- licht zu seyn scheinen: so ist dieses ein gewisses Zeichen, daß sie mit Dünsten umgeben, und einer genauen Betrachtung unfähig sind. Denn weilen sie, vermittelst des lelelcopü sich uns nähern; so werden die Dünste nicht minder, als die Dinge, die wir besehen wollen, uns näher, aber auch desto dunkeler erscheinen, je mehr das inttrumsot vergrößert. Es )°( 9 Es ist demnach nöthig, daß wir die Gegenstände mit dem bloßen Auge Helle sehen, wenn wir sie durch das lelelcopium in einer Deutlichkeit nach allen Thei- len betrachten wollen. Wann sie nahe sind, so bedarf man so vieler Vorsicht nicht. Und wer mag sich wol erst an alle diese Umstande binden, wenn es die Noth erfordert, dieses oder jenes wahrzunehmen und zu entdecken ? Bey Beobachtung der Planeten und Fixsterne leisten die THeknxia vortrefliche Dienste. Den Monden wird man dadurch niemals ohne Erstaunen und Vergnügen betrachten. Man muß aber tA- zu nur jene Nachte anwenden, wo er noch zu- oder schon abnimmt: sintemalen wenn er voll und von der Sonne von allen Seiten erleuchtet ist, die Beobachtungen undeutlich gerachen. Bey seinem Ab- und Zunehmen hingegen , wo ihn die Sonne nur von einer Seite bescheinet, und die höhern Thcile seiner Oberfläche einen Schatten werfen, wird dem Auge die Wahrnehmung seiner wahren Gestalt ungemein sehr erleichtert. Man siehet darinnen Klippen und Berge; man erblicket sehr große Abgründe, und siehet aus deren Tiefe Berge hervorragen. Der Schatten von einem Rande der Tiefen erstrecket sich bis an den Rand, der sich gerade über be- A 5 sin- I. )°( findet, und jener, welchen der hervorragende Berg ab» wirft, läßet sich davon ganz wohl unterscheiden. Ohngefähr drey und einen halben Tag nach dem er* -en Viertel entdecket man ein sehr langes Gebürge, uw ter welchem man eine ungeheure Tiefe bemerket, in wel* che die Sonnenstrahlen gleichwolen hinein dringen; den Tag darauf aber kan man sie nicht mehr wahrnehmen, wellen sie mehr und starker beleuchtet sind. Wolken und Dünste haben sich über der Flache deö Mondes noch niemals sehen lassen. Wenn ein Stern§ welchen der Mond durch seine Zwischenkunft unserm Ge- ^ sichte entzogen, wieder hervor gehet, so scheinet er nahe an dem Monde eben so Helle, als wenn er von ihm noch in einer gewissen Entfernung ist. Man schließet daraus, haß der Mond keine Atmosphäre habe. Ist er nun ! ohne Atmosphäre, ohne Wolken, wie wir oben eweh* ' ntt, und ohne Dünste, so folget es von sechsten, daß ^ auf der ganzen Mondenkugel kein Wasser seyn müsse, l und daß von den -lebenden Geschöpfen, die uns auf der § Erden bekandt sind, keines darinnen leben könne. j Mit einem lelelcoxio von 16. Zollen kan man den Ring des Saturn! sehen. Mit einem von 32. Zollen kan man schon den Schat« j ten des Ringes auf dem Zaturoo, bey gewissen Laagen ! desselben wahrnehmen, ^ Man j 1 ) o ( n Man stehet den ^uxker mit seinen Trabanten, IVlars erscheinet in seiner Oxxoütion viel größer, als zu anderer Zeit. Die Venus stehet man so groß, wie den Mond mit bloßen Augen. Wenn sie des Abends zu sehen' ist, ^ so befindet sie sich im Abnehmen, und wenn sie de§ Morgens scheinet, so ist sie im Zunehmen. Wenn sie einige Monate nach einander des Abends zu sehen ge- . wesen, und sich sodenn der Sonne nähert, und eine halbe oder drey viertel Stunden nach der Sonnen untergehet, so walzet sie sich in dem untern Theile ihres Kreil ^ fes, und stehet aus, wie der abnehmende Mond in den > letzter« Tagen. Mit einem lelelcoxio von 32. Zollen erscheinet sie so groß, als der Mond, wenn man ihn mit bloßen Augen betrachtet. Wenn etwan ein Durchgang deS iVlercurü durch hie Sonne sich ereignet, so kan man solchen beobachten, ohne daß die Augen darunter zu leiden haben. May H darf nur den Deckel der Röhre, welche die Ferngläser ^ enthält, daran lassen, und sich des darinnen befindlichen ^ schwarzen Glases bedienen. Wäre dasselbe etwan noch l zu helle, und das dadurch fallende Licht zu empfindlich, so kan man es über ein brennendes Wachslicht halten, damit es anlaufe und dunkler werde. Man hat sich aber dabey in Acht zu nehmen, daß man mit dern Glase der i Flam- lL ^ )S( ^ ! Flamme -es Lichtes nicht zu nahe komme, es erhitze, und ! andurch unbrauchbar mache. j Man stehet damit die Flecken auf der Sonnenscheibe. 1 Da es scheinet, daß sich die Sonne in 27^ Tag um ihre Are ^ hcrumwende:. so entweichen gedachte Flecken auch wirklich binnen dieser Zeit und erscheinen nach der Hand wieder. Wenn sie anfangen sichtbar zu werden, so find sie schwarz, nach und nach nehmen sie den Glanz der Sonne an, werden davon durchdrungen, und verschwinden zuletzt gänzlich. Bey diesen Z2. Zolle langen l'elelooxiis befinden sich zwo kleine Röhren, deren eine länger, und für die irdischen ObjeÄa, die andere kürzer, und zu astronomischen Beobachtungen bestimmet ist. Letztere vergrößert ungemein stark, und kan auch bey Gegenständen auf dem Erdboden, die nicht gar sehr entfernet sind, nützlich gebrauchet, bey weit entlegenen aber das andere vorzüglich genommen werden. Vergleichung der lelelcoxlm mit den alten und oräinairen kerLjreÄiven. Die kleinsten l'elescoxia sind von 4. Zollen, und mit den kerfxeÄiven von t8. bis 20. Zollen von einerlei) Wirkung. Sie haben ein großes Gesichtsfeld, und ) o ( ^ rz und zeigen mit vieler Klarheit. Wenn man einen Kupferstich oder ein Gemälde, welche wohl beleuchtet find, in einer Ferne von 7. bis 8. Schuhen, dadurch betrach- ' tet, so erscheinen die darauf befindlichen Figuren in ihrer natürlichen Größe. Jene von s. Zollen find so gut, als ksrlxsÄIvs von 3. Schuhen. z Jene von 8. Zollen find mit ?ertpeKiven von Z. bis s. Schuhen von einerley Wirkung. ^ Die von 12. Zollen find eben so gut, als kerlxsAi- j vs von io. Schuhen. Die von is. Zollen find gleich ksrlxeÄlven von 15. Schuhen. 1 -j 1 ! Jene von 22. Zollen so. brauchbar, als kerlxeÄIve von ib. bis 20. Schuhen. Jene von 32. Zollen haben ein Gestelle, umstehe' quem nach Betteben bewegen zu können, und thun die Nehmlichen Dienste, welche man von kerlpeÄlven von 2Z. und 30. Schuhen erwarten kan. Sie find viel klarer als gedachte lubi, und könnensowol zu Betrachtung irdischer Gegenstände, als zu attronomischen Beobachtungen gebrauchet werden. Jene von z. Schuhen find so gut, als 40. Schuhe lange l'udi. Die 14 )o( Die von 4. Schuhen sind, so brauchbar als ludi von so. Schuhen: Jene von 5. Schuhen, wie lubl von ioo. Kom Gebrauch des Mcromstres bey den lelescoxüs, Die 1'elescoxiL sind in der ^ttronomis von beson» Lern Nutzen, und man hat, um sie noch vollkommener zu machen ein KULrometrs dabey anzudringen getrachtet Es ist dasselbe auf die kürzeste Röhre, welche die Gegenstände am meisten vergrößert, und zwar zwischen dem Augenglase und dem folgenden, welches dem großen Spiegel am nächsten ist, fest gemacht worden. Der Theil der Röhre, welcher für dasselbe bestimmet, ist mit verschiedenen Dratfaden, welche unter einander parallel and insgesammt, durch einen andern Vsrttcal-Drae- zu gleichen Winkeln geschnitten worden sind, durchzogen. Es ist darinnen ferner ein kleiner beweglicher Hacken, welcher, vermittelst einer mit der größten Genauigkeit verfertigten Schraube, hinein gebracht und wieder zuruckgezogen, die Schraube aber, wie man immer will, ohne einigen Zeitverlust gedrehet werden kan. Auf diesem Hacken befindet sich ein Drat, welcher mit dem andern parallel ist. Durch dessen Veyhülfe nun kan ^ ) 2 ( ^ rz kan matt den Durchschnitt der Planeten ausmcssen, und eine Menge anderer Beobachtungen anßellen. Wenn man den Durchschnitt eines Planeten auS» messen will, so Messet man solchen zwischen einen von den festen Draten, und jenen, welcher sich auf den Hack- ct-en befindet, und alsdenn drehet man die Schraubest) lange, bis der Drat am Hackchen den Durchschnitt völlig durchgewandert, und am Rande der entgegen gesetzten Seite zu stehen kommet. Man zahlet sodann, wie oft der Zeiger um den Quadranten während dem, daß man die Schraube gedrehet, herum gekommen, und den wievielten Theil sie von jenen, welche in hundert besondere Theile wieder abgetheilet sind, anzeige, so wird man den Durchschnitt des Planeten mit seinen Graden- Minuten und Sekunden ganz genau haben. Da der Brennpunkt des Augenglases weit ist, so vergrößert dasselbe den Drat nicht stark. Man kan es hin und her rucken, nachdem es die Beschaffenheit des Gesichts erfordert, und das Hllcrometre kan gleichmäßig zu allen Beobachtungen bequem gerichtet werden. Es ist noch ein anderes lVlicrometro , welches man ! bey den 1 elelcopüL gebrauchen kan. Es ist jenes, welches Herr Lou^uer erfunden und bey den kerlxsLtiven langewendet hat. Die- -6 ) o ( ^ Dieses IVlicrometre hat zwar auch seine Vorzüge; weilen aber das Licht dadurch sehr geschwächet wird, so ist es bey allronomischen Beobachtungen nicht jedermann angenehm. Voll1udi8 und kerkxec^iven. ^.ttrollomische ludi werden von allerhand Länge, wie man sie bestellet und haben will, verfertiget, und zwar sowol nach der bekandten alten, als auch nach der neuen Art. .Dollonäische ksrl^eAive. Der geschickte und unermüdete Englische Optica DoUonäon hat die kerixeÄive, nach vielen wieder- holten Versuchen, durch die Zusammensetzung zweyer Glaser von verschiedener Art und Gestalt, solchermaßen verbessert, daß ihr/ schon an sich selbst, viel größeres Gesichtsfeld , nicht nur an seinem Umkreise von allen Farben frey ist, sondern auch alle Theile seines Jnnbegriffs in einer vollkommenen Klarheit erscheinen, und jeder Gegenstand insbesondere mit viel mehrerer Deutlichkeit, als sonsten gesehen werden kan: der berühmte Herr eiairaut zu Paris aber hat durch eine genaue Berechnung des Verhältnisses, in welchem diese zwey verschie dene Glaser in Ansehung ihrer Gestalt stehen müssen, sie auf jene Stusse der Vollkommenheit gebracht, daß nun- «äc, ) ländern allein bekannt waren, und von ihnen, als ein einträgliches Geheimniß verborgen gehalten wurden. Und daher kam es, daß auch jene, die es in der Berechn nung weiter gebracht hatten, ohne las Englische Glas, . - B wel- i8 ) o f welches sie jederzeit erst aus England mit großen Kosten kommen lassen mußten, nichts ausrichten konn» ten- Auch hier zu Lande hat man verschiedene Personen aufgemuntert, sich hierinnen Mühe zu geben: und ich habe den gnädigsten Befehl erhalten, es zu versuchen, ob diese kerfxeÄive nicht allhicr, und zwar von inn- ländischem Glase, nachgemacht und verfertiget werden könnten: wo es mir endlich nach vielfältig angestellren Versuchen geglücket, nicht nur eine Art von Glas ausfindig zu machen, welches der gelehrte Herr kater o. Lckertter, nach den Grundsätzen, die er in seiner vor- trestichen Dissertation: De Lmelläations leleLcoxio- ruin' Dioxtricorum xer vitrum odjeLtivum comxoss- tum recen8 L Doiloncio in ^n§ 1 ia inventa , so bey Irattner a. 1762. herausgekommen, gründlich erörtert, untersucht und in gewissen Stücken noch besser, als das Englische selbst befunden; sondern davon auch bereits kerlxeÄive zu verfertigen, welche zur vollkommenen Zufriedenheit hoher Kenner gerathen sind. kerlxeöKve Mit 7. Gläsern. Diese find fertiger nicht zu haben, und müssen von Liebhabern vorläufig bestellet werden. Nacht- ) o ( 19 Nacht - ?erlj)eAive. Mit diesen kan man mitten in der finstern Nacht entlegene Gegenstände sehen, zum Beyspiel: auf der See: ob ein Schiff herbey nahe? im Felde: ob der Feind Bewegungen mache? vermittelst einer kleinen Veränderung kan man sich derselben auch bey Lage be- dienen. Verschiedene Gattungen von kleinen kerh>eÄlven. deren man sich bey Schauspielen, Spazierengehen, und in andern Umständen mehr bedienen kan; diese werden sowol nach der alten, als auch nach der neuen vollon- öischen Art, mit einem zusammengesetzten objekive verfertiget. leleLcopium auf einem Spanischen Rohr, sonsten lelelcoxe k dee L cordin. Es ist dieses 4. Zolle lang, und auf dem Rohr anstatt des Knopfs unter allerhand Zierrathen so künstlich angebracht, daß man davon gar nichts wahrnimmt. Cs ist sehr gut, und man kan dadurch mehrere Gegenstände auf einmal und zwar so deutlich, als ob sie ganz nahe wären, betrachten. Beym Spazierengehen oder auf Reisen ist dieses le« Islcoxmm von besonderem Nutzen. B L le- ) O ( ^ lelescoxium. I^e^vtoiiianum. Dieses ist von verschiedener Größe zu haben, sowol mit.metallenen, als auch gläsernen Spiegeln. lelelcopiL OreAvriuna von allerhand Größe. Ein kleines lelelcoxium, welches man in der Hand halten kan, und das die ObjeÄa ungemein stark vergrößert und deutlich zeiget. Eines von 4. Zoll, von 6 . Zoll, von 8 . Zoll. Eines von i. Schuh. -2. Schuh. 2. Schuh. A. und 4. Schuh auch noch viel größer, wenn man sie verlanget. Die großen werden so eingerichtet, daß man sie aus einander legen und in dazu bestimmte Kästchen hinein packen kan. Don McrolcopüZ. Die Vergrößerungsgläser borgen unsertt Augen nicht weniger, als das Sehrohr, neue Kräfte und Fähigkeiten, die Macht und Weisheit des Schöpfers kesser zu ) o ( ^ Li erkennen. Dieses, indem es uns die entferntesten Ster- ne, als nahe vorstellet, bringet uns gleichsam an die Gränzen unseres Welt-8Mem8, von denen wir in dem i unermeßlichen Abgrund eben so viele neue Welt-LMemsta. als wir sonsten Sterne gesehen haben, entdecken. D:e Pracht, die wir daran sehen, die Größe und die Menge zeiget den Reichthum und die Allmacht des Schöpfers, und die in allen Lheilen herrschende unveränderliche Ordnung seine unendliche Weisheit an. Jenes, indem es unsere Augen schärfet, setzet uns in den Stand, dort etwas zu betrachten, wo wir mit dem bloßen Auge nichts mehr gesehen haben. Eshisst uns, die Dinge, die uns umgeben, vollkommener erkennen, und jene Kette der Geschöpfe, welche unfern Augen nur sehr kurz vorgekommen, und von der das Alterthum glaubte, daß fie unendlich sey, in einem unzertrennten Zusam- ? menhang sehr stark verlängert zu sehen, j Wer sollte es gedacht haben, daß an sich selbst schon H genug kleine Thiere, andern mit ihren Körper zum Auf- - enthalt und Wohnung, und mit ihren Lebenssäften rum Futter dienen müssen? Und dennoch hat der unermü- dete Bacher an einem Ohrenwurm eine Menge von le- > bendigen madenähnlichen, und an den Beinen einer leben- > den Spinne sehr viele Schildkrotenförmige rothe Geschöpfe ^ angetroffen: der berühmte RLrcher aber so gar auf de- B 3 nen sr ) o f mn Flöhen Läuse gefunden. Man bemerke hier nur ' einstweilen den großen Unterschied, welcher sich zwischen der Größe dieser kleinen, und noch kleinern Geschöpfe befindet, und überlege es, ob es unmöglich sey, daß diese . Inwohner der kleinen inleKen, nicht auch sechsten andere noch viel kleinere Geschöpfe auf ihrem Körper herum tragen und erhalten könnten ? Jedoch wir wollen nur Hey dem, was durch die HlicrolcoxiL schon wirklich wahrgenommen worden, stehen bleiben, und uns mit Mög- " lichkeiten, deren Entdeckung vielleicht erst der Nachwelt Vorbehalten ist, nicht abgeben. Wir finden hier schon Stoff genug zu Betrachtungen. Man bewundert, und zwar mit vieler Billigkeit, den Fleiß und die Geschicklichkeit jener Meister, welche große Werke in das sehr Kleine zu bringen wissen. In England war eine goldene Kette zu sehen, welche ZOO. Gelenke hatte, und nicht langer als einen Zoll, auch von einem Floh, der daran gefesselt war, weggezo- ^ gen werden konnte; und Herr Bacher hat, durch sein ^ Vergrößerungsglas, ein Kunststück, das in einer Lllalte § mit 4- Rädern und aller Zugehör von Helffenbein, und > einem Manne, der darinnen saß, bestünde, und von ei- Z nem Flphe ohne Hinderniß weggezogen werden konnte, betrachtet, und alles zusammen nur ein Gran; eine mes- ^ fingene Kette aber, welche 200. Gelenke, und in der Lange ),«( F" LZ ungefähr r. Zolle, auch an dem einen Ende einen Hacken, an dem andern aber ein Vorlegschloß nebst einem Schlüssel hatte, nur den dritten Lheil eines Granes . schwer befunden. In Deutschland hingegen hat Oßwald Nörlingcr, einen Becher aus einem Pfefferkorn gedrechselt, welcher 12Oo. eben solcher Becher von Helfenbein in einander gesteckt enthalten, und wovon alle auf den Ecken vergöldet, ' in dem Pfefferkorn aber noch für 400. dergleichen Raum genug übrig wäre. Siehe die Lpksmeriä. 6erm. I. lom. sääenä. ack OdlervLt. iz. Es find dieses in Wahrheit bewundernswürdige Werke der Kunst. Wir bewundern sie auch durchgehend-; allein nur aus Mangel eines scharfen Gesichts ; sehen wir sie aber durch ein Vergrößerungsglas an, so finden wir sie übel gestaltet, rauh, höckericht, und alS wenn sie mit der Axt gezimmert wären. Untersuchen wir im Gegentheil die allerkleinsten Wer« ^ ke der Natur, welche ohne das Vergrößerungsglas nicht rönnen gesehen werden, so finden wir sie in ihren gering» sten Theilen in der vollkommensten Gleichförmigkeit. Diese belebte Storni» sagt Herr Bacher, so klein sie auch seyn mögen, sind lauter Meisterstücke, in welchen wir eben die gleichen , die Vielfältigkeit der Theile- * B 4 die S4 )->( L» die Verschiedenheit der Gestalten, Abwechslung der Be» wegungen und besondere Lebensläufe entdecken können, als wie in größer» Thieren. Wie erstaunend wunderbar muß nicht der innerliche Bau dieser Lreaturen seyn! Das Her;, der Magen, das Eingeweid und dvs Hirn: wie fein ihre Beine, Gelenke, Adern, und Nerven! Wer kan die F üßigkeit ihres Blutesund die Beschaff ftnheir ihrer Lebensgeister begreifen? Tausendmal tausend diefir lebendigen Geschöpft, wenn man ihre Größe ausmesset und berechnet, gleichen öfters nicht einmal ei- nem Sandkorn. Muß nicht hier der menschliche Verstand stehen bleiben und empfinden, wie sehr seine Eim sichren eingeschränkt find ? Muß erricht voller Verwunderung erkennen, daß die Weisheit und Macht des Urhebers der Natur, welche in diesen kleinen Geschöpfen, die wir mit bloßen Augen nicht mehr sehen können, mit eben so viel Herrlichkeit erscheinet, als sie in der Größe mit dem Glanze jener Welten, welche über unserm Haupte in der schönsten Ordnung und Übereinstimmung sich Herumwalzen, prächtig zu sehen ist, unendlich sey? Diese Wunderwerke der Natur zu sehen, darf man nicht wert reisen, noch sich fo gar viele Mühe geben; so sehr hat der Schöpfer alles darmit angefüllet. Man nehme den an und zwischen den Zähnen befindlichen zähen Schleim, lasse ihn in einem Tröpßein Wassers Miessen, und ^ )o( ^ 2Z und bringe ihn unter eine gute Linse, man wird sofort eine Menge von drey Gattungen lebendiger Geschöpfe ansichtig werden. Man fürchte sich aber nicht dafür, denn Eßig tödtet sie. voÄor LononlUZ hat entdecket, daß die Krankheit einiger Menschen, so man die Kratze nennet, lediglich kleinen inlsÄen, so sich unter der obern Haut aufhalten , zuzuschreiben sey. Sie sind wie Schildkröten gestaltet, sehr weiß an der Farbe, auf dem Rücken aber etwas schwarzer als irgendwo, mit langen und dicken Haaren besetzet; sie haben s. Beine, einen scharfspitzigen Kopf, zwey lange kleine Hörner und bewegen sich sehr hurtig. Indem sich diese Thierlein in die Haut hinein arbeiten, und darunter fortbohren, so verursachen sie ein unerträgliches Jucken, und zwingen die Person, bey der sie sich ein» ^ gefunden, zum Kratzen; durch welches die Blaslein und Blutgefäße zerrissen und Geschwüre veranlasset werden. Man kan nach dieser Entdeckung nun sehr leicht einse» > Herr, woher es komme, daß diese Krankheit so ansteckend sey; sintemalen sobald diese Thierlein auf die Oberfläche - der Haut kommen, sie sich darauf leicht erhalten und l hinein arbeiten, auch sehr schnell vermehren. Man weiß 4 auch ferner, was die Ursache sey, warum man solche mit H innerlich gebrauchten Mitteln zu heben vergeblich suche. Z Will man eine Menge von kleinen Geschöpfen und I BL zwar -6 ) 0 ( «F zwar von verschiedenen Arten und Gattungen sehen, so darf man nur, n besondere Gläser, schwarzen geriebenen Pfeff.r, Heu, Haber, Korn, Holzrinden, Blumen u.d.g. thun, Wasser darauf schütten, solches etliche Tage stehen lassen, und sodann einen Tropfen von diesem Wasser unter die Linsen des Vergrößerungsglases bringen, so wird man eine Menge davon in einer unaufhörlichen Bewegung sehen können. Lasset man ein wenig Mehl im Wasser sieden, einen Teig daraus machen, und solchen etliche Tage, bis er sauer wird, welches man durch etliche Tropfen Eßig beschleunigen kan, stehen, und sodann etwas davon im Wasser zerfließen, und von diesem einen Tropfen unter die Linse thun, so wird man darinnen einer Menge von Schlangen gewahr. Unbelebte Dinge, als Pflanzen, Blumen, Früchte, Steine, Aerzte und Metalle öfnen uns ein unausmeß- liches Feld zu neuen Entdeckungen. Dinge, die wir verachten und mit Füßen treten, stellen uns bewundernswürdige Sachen dar. Ein kleines Moos stehet aus, wie ein mit Pflanzen besetzter Garten; ein verhaßter Schimmel, wie ein mit Blumen besetztes Feld: Ein Sandkorn, wie ein Felsen- Die kleinen Funken, welche wenn man Feuer schlaget, auf den Zunder fallen, sind rund wie Bleykugeln und inwendig hohl. Man schließet daraus ) o ( Fl «7 aus, daß durch das heftige Zusammmstossen der Stahl < schmelzen und sehr flüßig seyn müsse, weil ihn der Widerstand der Luft bey dem Hinunterfallen nicht hindern kan, eine runde Gestalt anzunehmen. ^ Staub, den man im würmichten Holz oder auf den Käsen antrift, ist gemeiniglich mit einer Menge dieser kleinen Thiere angefüllet- Ihr Rücken ist sehr glatt un- glänzend, und bey einem heitern Wetter, und einer gemäßen Stellung kan man in demselben ( wie in einem kleinen Spiegel) die Fensterrahmen durch das MeroLco- > xium sehen und unterscheiden- Die Füße eines Flohes sind ganz zotticht und mit kleinen Stacheln versehen. Die Schneide eines Scheer- messers, wie der Rücken eines andern. Eine feine Nadelspitze, rauh und grob, ungleich und nichts weniger, . als zugespitzt- . Wenn man den Schwanz gewisser Fische betrachtet, ^ so stehet man darinnen das Blut, wie einen reissenden j Bach fortfließen, und kan die Mutkügelchen sehr deutlich H unterscheiden. Man har aber verschiedene Gattungen von Dergröße- j rungsgläsern: Ich will davon nur die gewöhnlichsten an- ! führen. Sack- LS ^ )o( ^ ScllS - ^licroscopium. L) Nach der Erfindung des 'Zerrn Wilsons, wobey das Lorpus von Holz, Bein, Mesting, und wenn man es begehret, auch von Silber gemacht wird. Es kommen dazu i. Sieden Vergrößerungsgläser, wovon eines also gefasset ist, daß man es bequem in der Hand halten, und größere OheÄa damit betrachten kau. Die sechs andere hingegen find mit Ko. r. 2. Z. und so ^ weiter bezeichnet, und vergrößert Ko. i. am stärkesten. 2. Verschiedene Schieber von Bein oder Ebenholz, welche mit kleinen Löchern versehen find, worein zwi- schm zwey Blättlein von Fraueneis die ObMs geleget werden. -H. Ein besonderer Schieber, welcher leer und so beschaffen ist, daß man ein sehr kleines objeL, ohne eS zu beschädigen, bequem fassen, und unter das Lorxus j des IVlicrolcoxü bringen kan. ; 4. Eine kleine Kluppe von Meßing oder Silber, um ^ die ObjsÄa zwischen das Fraueneis zu legen. . 5. Ein kleiner Pinsel, um die Gläser zu reinigen, ! oder auch einen Tropfen Wasser, Eßig u. d. g. den man j untersuchen will, auf das Glas zu tragen. l 6. Ein gläsernes Rohr, lebendige Thierlein hinein j zu stellen, um den Umlauf des Blutes zu betrachten. ^ Diese ^ ) o ( ^ 29 Diese Stücke insgesamt können in ein kleines Käst- chen geleget, und ohne alle Unbequemlichkeit im Sack getragen werden. Man kan das Oorxmg dieses Vergrößerungsglases, wenn es Liebhaber verlangen, auch an ein zu dem Ende verfertigtes Gestelle befestigen, und einen Spiegel dabey anbringcn, daß man es bey Nacht eben sowol als bey Tag zu gebrauchen im Stande ist. k) N-ch der Erfindung des Hrn. LLeberkühns. c) Nach der Erfindung des Hrn. Leewenhocks. Diese sind die aller einfachesten, so man nur machen kan: .sintemalen nur ein einziges linsenförmiges Glas z zwischen zwey silberne Platten gesetzt wird. Diese aber ! find mit einem kleinen Löchlein versehen, vor welches z man eine bewegliche Nadel setzet, um das OdjeH daran H stecken, und gegen das Auge bringen zu können. ) Hand - Mcrolcoxüu. ! Don allerhand Gattungen und Sorten in S lber, ; Meßing und Bein gefaßt. ! Münz-undEdelgestem-Mcro- ) Icopis. ^ Vermittelst dieser kan man die ObjsÄa sehr genau ^untersuchen, die mindesten Bezeichnungen erkennen, und ? die 3-> ^ ) o ( ^ die unmerklichsten Mängel entdecken, und alles voll* kommen und scharf prüfen. Mcroswxüum Ist mit bequemen Rahmen versehen, um darauf kleine Thicre befestigen, den Umlauf des Blutes, und die Bewegung der innern und äußern Theile sehr leicht und doch genau untersuchen zu können. ^licroscoxium Lotamcum. Zu diesem wird ein ^xparatuL, welcher zu denen in der Lotmüyue vorfallenden Untersuchungen nöthig ist, gegeben. Mcroswxium Lolare. Dieses kan man nur, wenn die Sonne scheinet, un- irr einem verfinsterten Zimmer gebrauchen. Es bestehet aus zwo Röhren, einem Planspiegel, einem erhobenes Glase, und dem einfachen MiLroscox io des Herrn V^U- ldus. Man machet es, wenn man Untersuchungen damit anstellen will, an ein rundes Loch des Fensterladens fest, und brauchet dabey den Planspiegel, um die Sonnenstrahlen aufzufangen und durch das erhobene Glas auf das oheH zu werfen. Worauf das Bild desselben, entweder auf einem meisten vor dem HlicrotcOxiO befind- ^ ) o ( ZI -ndlichen Papier, oder einer gerade über stehenden Wand, M'd zwar wenn diese etwas entfernet ist, so sehr vergrößert erscheinet, als man es sich kaum einbilden kan. Man bekommet zum Beyspiel einen Floh, wenn die Wand ein wenig weit weg ist, so groß als ein Kutschen» pferd zu sehen. Will man aber die ObjeLta untersuchen, so muß man sie nicht so stark vergrößern, und ihre Abbildung in der Nähe auffangen. " Man kan dieses Hlierolcoxium auch als eine 1.3- terns klaxiyue gebrauchen, und kommt auf diesen Fall ein besonderer Figurenvorrath darzu. Es wird dasselbe in Meßing, Holz, und wie man es verlanget, gefaffet, allezeit sauber verfertiget, und mit guten und schicklichen Futeralen versehen. Wenn vielleicht in dem Zimmer, welches zum verfinstern, und folglich zum Gebrauch dieser Art von kli- erolcoxils das bequemste ist, keine weisse Wand zu haben wäre, so kan man zu dem HlLcrolcoxio eine besondere Maschine verfertigen, wodurch dieser Schwieriger abgeholfen wird. ^licrofcoxlum Llare noAurnum. Dieses ist eine Nachahmung des obigen, und kan des Nachts, wenn man das OHeÄum stark beleuchtet, WM der nöthige ^xxsrutu» mitgegeben wird, gebrau- chet, 32 ) o ( Lachet / auch allerhand Untersuchungen mit vielem Vergnügen damit angestellet werden Beede Gattungen aber find unter allen Ecrolco- xn8 die kurzweil gsten, und zu neuen Entdeckungen, besonders bey durchsichtigen Lörpern die allerbesten und bequemsten; sintemalen nicht nur das schwächste Auge, ohne darüber zu ermüden, sich damit etliche Stunden hintereinander belustigen; sondern, da der Lamxus Vi- üoms dadurch viel größer als bey andern erscheinet, auch mehrere Personen ein- und das nehmliche objsÄ auf einmal betrachten, solches, besonders wenn es vor- hero also bestellet, folglich dazu eingerichtet worden, mit der größten Geschwindigkeit ausmessen und nachzeichnen, und die gemachte Entdeckung desto besser beurtheilev können. McroLoxlum für dunkle undurchsichtige Lörper. Wenn man undurchsichtige OcheLts durch das Vergrößerungsglas betrachtet, so verursachet die Nahe des Instruments, durch Abwerfung des Schattens, eine große Hindcrniß; indem auch bey den stärksten Linsen das OdjeÄ nicht anders, als undeutlich und dunkel darunter erscheinen kan- Dieser Schwierigkeit nun hat man nach vielen vergeblichen Versuchen endlich abgehol- ^ ftn, *Lc» ) o ( AZ fen, und ein Mcrolcoxmim mit einem besondern xar-atu, wodurch solche gänzlich gehoben wird, versehen. Durch dieses nun kan ein dunkler Lörper in einer sehr großen Klarheit gesehen und mit vieler Scharfe untersuchet werden. Das ganze Instrument mit allen dazu kommenden Theilen ist lab. II. num. 2 . zu sehen. Die erste Seite, durch welche eine zarte Schraube 8. gehet, an deren Ende die andere bewegliche Seite e. befestiget ist. rr. Eine Schraubenmutter, die an besagte Schraube L.kommt, vermittelst welcher die Seite L zur Seiten, gebracht wird- L. Eine Feder von Stahl, welche die beeden Seiten von einander hält. i?. Ein Stücke! Meßing, das sich in einer Röhre beweget, woran in einem (Garniere ein Nöhrlein fest gemacht ist, durch welches ein rundes Stänglein O. welches an einem Ende sehr spitzig ist, an dem andern aber eine Art von Kluppen n. hat, um damit die Ob^eÄ» entweder aufstecken oder beguem packen zu können. I. Ein meßingener Ring, welcher in die gehörige Vlstaur kan gebracht werden, wenn man die allerklein- sien Vergrößerungsgläser brauchet. rc. L 34 ^ ) o ( ^ K. Ein wohl polirter silberner oder weiß- metallener Ooncav-Spiegel, in dessen Leutrum ein auf beydcn Seiten convexes Glas gesetzet wird. Hinter diesem Glas ist eine Schraube D. die sich in den meßingenen Ring I. schicket. Dieser Spiegel sind 4 von verschiedener Tiefe, welche zu denen 4. verschiedenen Gläsern also eingerichtet sind, daß jene, so die kleineste Oefnung haben, am allermeisten vergrößern. Hl. Eine runde oheA-Platen , auf der einen Seite weiß, auf der andern schwarz, nebst einer kleinen Feder von Stahl Hl. auf jeder Seite um dieOhsÄa fest zu halten. An der OdjeÄ Platen ist ein Nöhrlein, welches an die Nadelspitz bey 6 . angeschraubct wird- 0. Eine Büchse von Meßing, auf jeder Seite mit einem Glas versehen, um lebendige Thierlein darein sperren und untersuchen zu können. 2 . Eine von Holz gedrechselte Handhabe , um solche an das Inssrumem: zu schrauben. Eine kleine Kluppe um die oheKa unter das Vergrößerungsglas bequemlich bringen zu können- K. Die Haarbürsten die Gläser damit zu reinigen. 8 . Ein Büchslein um die übrigen Fraucneisblätlein darein zu verwahren. Will man nun ein OdjeH sehen, so schraubet man den Spiegel mit dem Vergrößerungsglas in den mcßin- gcnen Ring l. bringet das ObM auf Ue Nadel 6 . oder *L> ) o ( F- 35 oder die Kluppe n. oder die ob'eÄ-Plate ivi. oder in das Büchslein 0. nachdem daß es die Beschaffenheit des objsÄl erfordert, und hält das I^ssrumsnt bey der Handhabe, siehct durch das Vergrößerungsglas gegen dem Licht, und bringet es vermittelst der Schraube O. und durch Bewegung der Nadel weiter oder naher von dem Glase in die gehörige vittanr:, bis das reüeÄlrre Licht des Spiegels das OHeLl stark beleuchtet, und solches dem Auge deutlich und vollkommen erscheinet. Dieses Hlierolcoxium ist zwar nur zur Untersuchung undurchsichtiger Lörper bestimmet; man kan es aber auch bey durchsichtigen brauchen, und hat nicht nö- thig sich dabey des retteÄ.irten Lichtes allezeit zu bedienen , indem dessen Zusammenkunft mit dem durchscheinenden gemeiniglich blendet. Es kan übrigens dasselbe zur Entdeckung vieler noch unbekannten Sachen führen, und eine kleine Uebunz wird verschiedene Umstande an die Hand geben, welche es hier anzuführen zu weitläufig märe. Ecrosco^ium nach dem Hrn. eE Die Zusammengesetzten Vergrößerungsgläser odcrM- crolLoxlL Lomxoss (2 des Hrn. Hoock und Marschal haben von Zeit zu Zeit neue Verbesserungen erhalten: L » sie 36 ^ ) o f sie sind aber erst von Hrn. Lulpcper und Laär'et angenehm gemacht, und von Hrn. OK' auf Veranlassung des Hrn. Bachers, zu der Vollkommenheit, die sie heut zu Tage haben, gebracht worden. Ich habe es mit vielem Fleiße, nach allen seinen Theilen, nebst sämtlichen dazu gehörigen Werkzeugen in Kupfer stechen lassen, damit es Liebhabern nicht nur seiner Gestalt, sondern auch seinem Gebrauche nach, vollkommen bekannt werde, und den Nutzen, welchen es auf vielfältige Art zu verschaffen im Stande ist, durch- gehends und bey mehrern, als bishero geschehen, bringen möchte. Es hat dasselbe vor dem bekannten Lulxexsnschen diesen Vorzug, daß, da man dabey keiner Pfeiler oder Füße bedarf, man auch bey Herumdrehung der gläsernen Schieber keine Hinderniß davon zu besorgen habe. Auch ist man des Auf- und Niedcrschiebens des Lörpers vom lnürumein dabey überhoben, und anmit vor denen hierdurch oft verursachten Erschütterungen, wodurch der I^oLus verlohren worden, und oft mühsam wieder gesucht werden mußte, gesichert- Alle Theile dieses Inttrumems sind D üb.i. von Meßing. Das Oorxus des Inürum nts, welches auf eü nem breiten circulrunden Ring an dem Ende des Arms ^ ) o ( ^ ' 37 33. so sich bis unter denKnovfdes Stangseins c. erstrecket, kan nach Belieben an-und abgeschraubet werden. O. Eine bewegliche Stange, welche zwar so dick und breit, als die andere feste Stange L. aber viel kürzer ist. Sie wird vermittelst des Stänglems c. an der breiten flachen Seite der Stange L. auf- oder niedergelassen, je nachdem man dasOorxusdes^icrolcoxij höher oder niederer haben will. v. Ein nereckigtes Band, welches die zwo Stangen L. und L. Zusammenhalt. Dieses kan sich über gedachten Stangen auf-und nieder bewegen, und nimmt das Sorxus klicrolcopii jederzeit mit sich. z. Eine Schraube um die Stange 6. fest zu stellen, wenn der obere Theil von dem Bande v. auf die Zahl gekommen, welche sich auf dem Vergrößerungsglase, das man braucht, befindet, ein solches in seine rechte Brenn- punctsweite zu bringen. Wenn nun vermittelst dieser Schraube die Stange O. befestiget ist, so kan das M- crolcvxium durch Herumwendung des Stanglcinsc. woran sich eine zarte Mler-Schraube befindet, ohne Stoßen oder Schleiffen ganz sanfte auf- und abgebracht werden: Man muß sie aber links oder rechts, nach dem daß es die Umstände erfordern, sehr langsam bewegen, dis man das Objeöl deutlich genug stehet, und kan ver- L 3 sichert A3 ^ ) o ( F" sichert seyn durch diesen Weg den Brennpunkt jederzeit richtig und geschwind finden zu können . ie. Die Horizontal-Platte, welche mitten ein rum i des Loch (4) hat- Gerade über demselben hangt das Eor- j xu 8 des lVliorolooxü, und auf dasselbe werden die Ob- geöda zur Betrachtung Angelegt. 6 . Der Hohlspiegel , welcher sich auf zwo kleinen . Schrauben in dem Bogen 6 . umdrehet, von dessen Bo» den ein Stift durch das Loch e. in das Fußgestelle hin» übgehet , bringt das Licht einer Kerze oder das Tages» licht gerade aufwärts auf das objsÄ. H. Ein auf beyden Seiten erhabenes Linsenglas, welches sich zwischen der Spitzen zweyer Schrauben drehet- Man braucht es, um undurchsichtige Odjecre desto starker zu beleuchten. Der lange runde Stiel 5, worauf dasselbe ruhet, stehet in der Röhre 5 . an dem Eck der Platte und wird davon, als von einer Feder umschlossen. I. Ein hohler L/Imäer, dessen Seiten offen, und an dessen Ende ein hohler silberner Spiegel d., der ein rundes Loch in seiner Mitte hat, aufgeschraubet ist. Diesen e^linäür schiebet man über den untern Theil i. des Allcrolcopij, bis er zu dem Zeichen hinkommt, welches sich auch auf dem Vergrößerungsglase, das man brauchet, be- ) o f Zy befindet. Das dritte und vierte ist dabey das gewöhnlichste. Da die anderen Instruments, die dabey Vorkommen, denen Liebhabern gleich dem ersten Anblick nach bekannt sind, auch ihre Bestimmung von andern, die sich erst damit bekannt zu machen gedenken, sehr leicht errathen werden kan; so habe ich es vor nöthiz nicht erachtet solche hier weitläufig zu beschreiben. Eines aber will ich hier mit Stillschweigen gleichwo- len nickt übergehen. Weil ich wahrgencmmen, daß verschiedene der Liebhaber, wegen der Erhaltung der guten Glaser und Linsen oft besorgt sind: so will ich etwas nur weniges davon erwähnen. Ueberhaupt hat man die bey dem Hlicrolcopio zu brauchende Gläser für dem Staube wohl zu verwahren. Kommet aber welcher darauf,und daß sie dadurch dunkel gemacht werden, so wischet man ihn davon sanfte weg, damit man sie n'cht zerr tze: sodann hauchet man sie an, und wischet sie mit einer feinen und reinen Leinwand ab. Man kan dieses etliche mal wiederholen, bis sie recht rein werden, und alsdenn wenn sie ganz trocken sind, hebet man sie auf. Man hüte sich fleißig, sie mit den Fingern zu berühren, in welchem Falle man sie in Lxl- riw vinl waschen muß. L 4 Die 4» ^ ) o ( Fl - Die Linsen reiniget man mit dem Pinsel, ohne sie aus -er Einfassung heraus zu nehmen. Sollten sie aber sehr unrein seyn, so säubert man sie, wie die Glaser und stellet sie wieder in ihr Gehäuse auf eine Art, daß ihr Mittelpuntt just über der Mitte des Löchletns desselben zu stehen komme. DllM ^licrometre. Bey den Ecrolcoxüs lassen sich auchlVlicrometres anbringen, welche uns das Vergnügen verschaffen, die Größe derjenigen Dinge, welche wegen ihres kleinen körperlichen Umfangs für unsere bloße Augen unsichtbar sind, auszumeffen, und zugleich zu wissen, wie stark solche vermittelst der gebrauchten Linse vergrößert werden, und dieses mit einer Genauigkeit, welche man sich niemals würde haben vorstellen können, wenn sie nicht handgreiflich wäre. Von diesen Hllcrometrss hat man zwo Gattungen k'Ld.I. Die erste bestehet in einem doppelten Gitter von sehr feinem Silberdrat, wodurch das Viereck eines Zolles in »500. gleiche Theile gechetlet wird. Beede Gitter sind auf dem Kupferblatt mit l^ und K. bezeichnet. Will man nun dieses Ecrometrum gebrauchen, so schraubet man das Mcrotcoxnim auf, und leget das runde ^ ) o ) ^ 4l runde Stuck D. in das eorx>u8 hinein/ solchergcsialr ten, daß bey einem kurzen Gesichte, das Deutliche gegen das Auge gewendet werde: dagegen schiebet man das andere Stück unter die Linse, und drehet es so lange, bis Drat nach Drat zu sichen kommt, und als- denn zahlet man die Vierecke auf dem Gitter I.. welche in einem Felde des Gitters X sich zu befinden scheinen. Wenn man zum Beyspiel die Linse No. 4. nimmt und siehet, daß in einem Quadrate des Gitters IL. acht Vierecke von dem Gitter l.. zu sichen scheinen, so Messet man daraus, daß diese Linse den Durchmesser eines obMs um 8. mal größer vorsielle, und so rechnet man bey denen übrigen. Folgende labells wird diese Sache erläutern, labella Die Linse 0. vergrößert Zo. mal. r. - - ' Zl- N. 2 . - - 20. N. Z. - - - !2. N. 4- - - 8. N. 5- - - 5. N. 6. - - 3- Will man nun, um wie vieles ein OHeÄ unter dem kkcrolcoxio vergrößert werde, gewiß wissen, so muß L 5 man 42 ^ ) o ( man jene Vergrößerung, welche von dem Augenglase herrühret, mit dazu nehmen- Es ist zum Beyspiel der Brennpunct des Glases N.r. ein Viertel Zoll, so vergrößert es 8. mal- Man vermehrt also 8. mit 8. und bekommt §4. Dieses ist jene Zahl, welche die Vergrößerung des Durchmessers des ObjeAi in der des Microlcoxüi anzcigct. Wenn man 64. mit sich selbst vermehret, kommt 4096. heraus, und um so vieles ist die Oberfläche vergrößert, diese Zahlen nochmalen mit 64 vermehret, zeiget an, um wie vielmal der körperliche Inhalt vergrößert werde. Die bcy dem Ecrolcopio vorkommende Linsen, wenn man ihre Vergrößcrungskraft mit 8, welche jene des Augenglases ist, vermehret, wirken folgende Vergrößerungen. labella L. Linse vergrößert viametre 0. 50. Mit 8. 400. N.l. AI. mit 8. 248. N.2. 2O. mit 8. I6O. N. 3 . 12. mit 8. 96. N.4. 8.mit8. 64. N.5. Z.mit8. 4 O. N.6. 3. mit 8. 24 - Oberfläche cörperl. Inhalt. i6oooO. 64000000. 61504. 15252992. 25600. -4096000. 9216. 884736 . 4096. 262144. i6oc>. 64000. 576 . 13824. WM ) o ( 43 Will man aber die Größe eines ohsÄs, welches mit bloßen Augen nicht mehr gesehen werden kan, wissen, so verfahret man folgender maßen- Man wird sich vielleicht noch erinnern, was wir oben gesagt, daß wenn bey der Linse acht Felder von dem Gitter i^. in einem Vierecke von dem Gitter K. zu stehen scheinen, die Linse um 8. mal vergrößere. Hier nun muß man es umkehren und sagen : Wenn dasob- ^'eÄum, welches man betrachtet, 8. Vierecke von dem Gitter ic. zu bedecken scheinet; so wird es seiner natürlichen Größe nach nur einem gleich kommen, und da ein Viereck von dem Gitter x. den Zo Theil eines Zolles ausmachet, auch solchen gleich und nicht größer seyn. Da es aber ferner durch das Augenglas in seinem Durchmesser 8. mal vergrößert worden, so wird es auch nur M von /§tel Zoll enthalten, folglich ^ Zoll gleich seyn. Wenn das OHeAum nur den 4. Theil eines Quadrats einnimmt, so ist es auch nur Zoll gleich. Bey denen übrigen Linsen verfahret man auf gleiche Art. 1a- 44 *k> )°( ^ lab ei 1a. 0. Linse vergrößert 0. 50. X i. 31 . 2. 2D. Z. 12. 4- 8. Z. L. 6. 3- vermehrt ist gleich. 50. 2520. ZO. 1550. 52 . IOO0. 52 . 6OO. 52 . 400. 50 . 2ZO. 52 . - 52 . Diese Gattung ist sekr leicht zu gebrauchen, auch bey solchen OdjeÄen, die sich in einer beständigen Bewegung befinden, dergleichen die Blutkugeln, und jene kleine Thierlein, welche in dem Wasser, worein man Pfefferblumen oder Holzrinden gethan und einige Tage stehen gelassen, zu sehen sind. D e andere Gattung ist mit Schrauben gemacht. Es können bey einem und dem nemlichen Hlicrolco- xio beede angebracht werden, und das Vergnügen ist desto lebhafter, wenn man die Größe durch zwey verschiedene Wege untersuchet und übereinstimmend antrift. Da es ohne eine Vorstellung im Kupfer deutlich genug nicht kan beschrieben werden, so habe ich beyde Stücke iLb.i. entwerfen lassen. ÜVl. i» M ) o ( ^ 4Z !Vl. Stellet jenen Theil dieses ^Vlierometres vor, welcher auf die Platte an die Stelle des Glases H. hinkommt. Dieses Stück bestehet aus einem Blatte, an welchem ein Zifferblatt, welches in hundert Theile eingetheilet, fest gemacht ist. Ueber diesem Zifferblatt befindet sich ein Zeiger nebst einem Knopf an einem Wellbaum, welcher durch die Schraubenmutter sich bis zu dem untern Blatte erstrecket, auf dem sich gleichmäßig ein Zifferblatt befindet, worauf durch einen Zeiger die Anzahl der Wendungen des Wellbaums um seine Are angezeiget wird. Auf der Schraubenmutter stehet ein Winkelmaß, welches eine kleine Kluppe traget, die durch eine Schraube auf» und zugethan werden kan. In diese Kluppe wird das Glas, worauf man die ObjeÄL leger, hineingebracht; da indessen die Kluppe durch eine andere Schraube von der Rechten zur Lmken beweget wird. Das zweyte Alicromstrs, welches dem ersten fast durchgchends gleich ist. Es wird an das Lorxus des llVlicrolcoxii fest gemacht, und ist mit einer Nadel versehen, welche, wenn man den Knopf wendet, in das Kii- crolcoxlum hinein, und durch die Röhre desselben bis an die andere Seite getrieben wird. Will man nun bey diesen iIVllcrometreZ wissen , um wie viel jede Linse vergrößere, so muß man zusördcrst untersuchen, wie vielmal man den Knopf umwendm müße, 46 ) o ( müße, um die Spitze der Nadel von einer Seite der Röhre des HlicrolLoM dis zu der andern hin zu drin« gen. Wir setzen den Fall man muffe den Knopf sZmal umwenden, der Durchmesser der Röhre aber betrage nur s. Linien. Hierauf nimmt man das Micrometrs und befestü get auf das Glas, welches sich in der Kluppe befindet, ein Haar, drehet sodann den Knopf der Schraube so lange, bis das Haar durch das ganze Hlicrol'coxium durchgebracht worden, und zählet die Theile auf dem Zifferblatte, über welche der Zeiger fortgerücket, und wie oft er gänzlich herum gekommen ist. Wenn man bey jeder Linse auf diese Art verfahren, so verfertiget man eine labells darüber, wobey-folgende zum Bey- spiel dienen kan. Isbella v. Bey der Linse wendet sich das obere iELrometrs das untere NliLrometre. 0. 25. 50. N. L. - L^. - 80. 2. - 2Z. - r. 2 ». Z. - 2L. 2. 8- 4 . 25 . - 3 - 25. N.Z. - 25 . 4. 25. N.6. 25 . ^ - 8.2Z. Man ^L» ) v ( Fl 47 Man sichet sofort, daß bey der Linse 0, fünfzig Theile des untern Hlicrometrss, welche einer halben Wendung der Schraube gleich sind, mit den 25. ganzen Wendungen der Schraube am obern Hlicrometre in einem Verhaltniße stehen, und also auch die übrigen. Um nun dieses Verhaltniß genauer zu bestimmen, vermehret man die 25. ganzen Wendungen des obern ÜVlicromLtres mit 122. als den Theilen, in welche das Zifferblat eingetheilet ist, und bekommt 2502. Diese 2520. cllviäiret man sodenn mit der Anzahl der Grade oder der ganzen Wendungen des untern Hlierometres, und der (Quotient zeiget an, wie vielmaleine jede Linse vergrößere. Wenn man die Dadslle O. nimmt, und nach solcher die Vergrößerungskraft jeder Linse untersuchet, so wird die Linse 0. - Vergrößern 52. mal. 1. - - - - 2 . - - - - 22 §> K. 3. - - ' - 12^ 4 - " " " 8/5 N. 5. - - - - 5 ^ 6 . - - - - 2 ^ Will man aber berechnen, um wie vieles das kli- erolcoxium das objsLd vergrößere , jo muß wandte Vcr> 48 ) o ( Vcrgrößcrungskraft des Augenglases auch mit darzu rechnen. Wenn man jede Zahl mit ihr selbst vermehret, so har man die Oberfläche. Vermehret man aber die her» ausgekommene Summe mit der ersten Zahl, so erhält man den körperlichen Inhalt jeden OdjeÄs- Man besehe die l'Lbslle L. - Um zu wissen, den wievielten Theil einer Lin^e das allerkleineste odjeÄ ausmache, muß man solches mit dem obern Mcrometre ausmessen > indem man es von einer Seite zur andern hinschraubet. Man nehme es an, daß ein Schraubengang an dem untern Mcrometre sowol, als an dem obern,dem zO.THeil eines Zolles gleich ist, und daß man sich der Linse N.2. bedienet. Man weiß nun, daß diese Linse 20. mal ver» größere, und daß folgsam ein Schraubengang an dem un» tern lVIicroldoxlo gleich sey 20. Schraubengängen an dem obern, und ein Schraubengang am obern dem 2Oten Theil eines Schraubenganges an dem untern oder ^ von 3^ Zoll, welches der 1000. Theil eines Zolles ist; sintemalen so. mit 50. vermehret 1020. giebt. Man kan da» hero wissen, daß ein OdjeÄ dem roosten Theil eines Zolles gleich sey, wenn der Durchmesser seines Lörpers einen Schraubengang erfordert, und folglich der Zeiger um die ganze Ziffertafel herum getrieben werden muß, bis ' ) o ( 49 bis die Spitze des Drats jenseits des ohsHi erschein net. Es ist also bey der Linse 2. ein Schraubengang dem ivootenTheilbey der Linset, i. dem iZzotenTheil, bey der Linse 0. aber, beylaufig dem booten Theil,ei- 1 nes Zolles gleich. Jedes dieser klicrometrss kan für sich allein und besonders bey Prüfung der Vergrößerungskraft der Lin. sen, und bey Untersuchung der Größe der obMen gebrauchet werden, und man das Vergnügen haben, einen Versuch durch einen doppelten Weg anzustellen, und eine gemachte Wahrnehmung wieder bcstattigter zu sehen. Die Art, mit der man sich dabey zu benehmen hat, ist nicht schwer, und wird sich bey einer kleinen Uebung von selbsten entdecken lassen; weswegen mir auch die Anleitung dazu entbehrlich und hier umgänglich zu seyn scheinet. Mcrolcopium universale. Alle die besondere Vorzüge, die ich bey einer fiderr Gattung der MicrolLoxien bisher angeführet, trist man hier beysammen an. Man findet hier erstlich das einfache eulpexsrische oder so genannte WUlonische l>ilcr2icoxium, welches sonsten zum bey sich führen das bequemste ist; sodann D kan 5s ^ ) o ( ^ kan es auch zur Betrachtung dunkeler Lörper und als ein ^Ilcroscoxium solars gebrauchet werden. Es bestehet aber dasselbe aus einer Röhre von Messing , in welche die Schieber mit den odjeÄen auf die Platte dubchgestosserr, und durch die Spreisfeder angedruckt werden. Auö einer Schraube, wodurch die odjsÄa sowol gegen das Vergrößerungsglas hin, als von denselben weggerucket werden; je nachdem es der k'ocuL der Linse erfordert. In dieser Schraube ist ein Glas die ob- jeÄa zu beleuchten, wenn das lVlierolcopium gegen das Licht, oder eine weiße Wand gehalten wird. Von den Glasern, die man sonsten anzuschrauben pfleget, sind hier 3. auf eine meßingene Platte befestiget. Es ist dieses sehr bequem, weil durch die bloße Umdrehung dieser Platten die obMen durch alle 3. Glaser betrachtet werden können, ohne daß man nöthig hat, die Gläser ab- und andere auf-uschrauben. Drey aber davon werden in die Mitte der Röhre geschraubct, an welcher eine bequeme Handhabe angebracht ist, daß man sie füglich mit der Hand halten kan. Wird das Halten zu beschwerlich, so schraubet man es an den Arm des dabey befindlichen Fußes mit der Schraube fest, da denn bey^xMeatlou des Ueüexions- Spie- )°( a!» Ar Spiegels, besonders durchsichtige und flüßige llorlLon- tat liegende Lörper betrachtet werden können. Zur Beleuchtung ist ein metallener Spiegel auf einer meßingenen Nuß, in einem Reif befestiget, welcher nach allen Lagen kan gestellet werde»/ um das auf den Spiegel fallende Licht, auf das ObM zu richten. Der Spiegel ist auf einer Seite hohl, und auf der andern flach geschliffen. Unter der Platte befindet sich noch ein anderer metallener Hohlspiegel, so aber etwas kleiner, welcher das vom untern und größern Spiegel empfangene Licht/ auf die Oberfläche dunkler Lörper zurück wirft, und solche beleuchtet. Will man, daß die scheinbare Große starker und der Raum dessen, so man auf einmal übersehen will/ erweitert werde; so setzet man eines von den Vergrößerungsgläsern, vermittelst eines Zapfens, in das Loch, und befestiget es mit einer Schraube, die Röhre kan über jegliches in der Platten befindliche Glas gerichtet werden, und die OHeÄL werden auf eben die Art hingeschoben und beleuchtet / wie bey dem erstem, nur daß die zwo letzter» Linsen 2. r. für dasselbe gar zu klein sind. Wenn man das odjeÄum auf einer weißen Wand, durch die Beleuchtung der Sonnen außerordentlich groß D - rsr- Z2 ^ ) 0 ( vorstellen will, so kan eben das xvillouische einfache Vergrößerungsglas sehr bequem an den ^xp-iratum des Sonnen^Iicrolcopü angebracht werden. Das Lor- xus des IViierotLoxii wird an das meßingene Stück ge- schraubet. Dieses hat ein ander Gewind, so an die klei» ne Röhre des iVliciolcoxil solaris passet. Sonsten bc» stehet dieser ganze ^xxaratus aus zwo Röhren, und ei- nem platten Spiegel, einem erhabenen Glas, und dem einfachen HLicroldoxio. Der Spiegel ist auf einer Welle, in welche eine Seite gehet, befestiget, um ihn nach Belieben wenden und drehen zu können. Die Schraube aber bienet, denselben höher oder niedriger zu stellen, nach der verschiedenen Höhe der Sonne, damit die darauf fallende Strahlen, auf das Lonvex Glas fallen und verstärkt auf das 0he Größe/ und man kan daran den mindesten Fehler wahrnehmen, ihn verbessern, und das B^ldniß dadurch sehr vollkommen machen: jene hingegen stellen sich dar, wenn sie gut ausgearbeitet sind, als ob das Gebäude schon aufgeführet da stünde. Ist nun ein Mangel daran, so wird man ihn sogleich erkennen, und im Stande seyn ihm abzuhelfen, anstatt daß man selben sehr oft nicht ehender entdecket, als bis das Gebäude ganz aufgeführet ist. Dieser optische Kasten ist auch ohne die Lamerrr Oblcura besonders zu haben. - OamerA Oblcura bestehend in einem Glase. Dieses kan man in einem Fensterladen, welche um das Zimmer zu verfinstern zugemacht werden, hinein machen. Es werden dadurch alle besondere Aussichten, die man aus einem Zimmer haben kan, nach und nach, je nachdem man das Glas nach dieser oder jener Seite wendet, an die gerade über befindliche Wand gebracht, und vorhergehende Leute, wenn die Weite des. Zimmers desselben fähig und das Glas nicht zu klein ist, in Lebensgröße geschep. Diese ) o ( ^ ZA Diese Glaser machet man nicht gerne vorher, ehe man das Zimmer, worein sie gestellet werden sollen, selbst gesehen, und dessen Weite und Größe untersuchet hat. Camera Odscura zum Zeichnen. Diese ist so klein, daß man sie wie ein Büchlein oder eine Lobacksdose in der Tasche bey sich tragen kan. Die Odjsäa werden darinnen auch ganz klein vor- gestellet, mit einem Bleystift auf ein matt geschliffenes Glas gezeichnet, und sodann auf ein naß gemachtes Papier getragen. I^Lterna ^a§icrr. Es sind davon verschiedene Gattungen, deren jede ihre besondere Vorzüge hat, vorhanden, als: I. Eine, wodurch an einer Wand nicht nur allerhand kiFuren, sondern auch die Stunde des Nachts vorge- stellet, und diese sogar auch auf einem gerade über stehenden Hause, und zwar, wenn solches nicht zu nahe ist, so groß als auf einer Thurnuhrtafel sichtbar gemachet werden kan. Die Stunden erscheinen sehr deutlich, und werden.durch den Zeiger angedeutet, welches Vorbepge- hende mit einer angenehmen Verwunderung erfüllet- Man kan dieselbe auch als ein Nachtlicht gebrauchen. n. 62 ^ ) 2 e il. Eine andere/ welche gleichmäßig zur Vorstellung der I^urcn, und anstatt eines Nachtlichts zu gebrauchen ist, auch die Stunden anzeiget, doch mit dem Unterschiede daß sie solche auf ein Stückel Lasset, dessen Farbe nach Belieben weiß, roth, grün, u.d. g gewähret werden kan, abbildet. Sie ist ohngefähr einen halben Schuh hoch, mit einem netten kostäment versehen, und für vornehme Herrschaften sehr bequem eingerichtet. III. Die gemeine Gattung. Dazu wird von verschiedenen ausserordentlich lustigen ^i^vren, worunter einige die Augen bewegen, ein ziemlicher Vorrath mitgegeben. Neuerfundene Interna UlaZica. Diese ist an Größe denen andern überlegen, dagegen aber stehet man die klaren an der inncrn Wand des Kastens, und kan sie, ohne das Zimmer zu verfinstern, oder die Nacht erwarten zu müssen, zu allen Zeiten, wenn man w ll, verstellen. Der klaren Vorrath ist ausgesucht, und find einige darunter, die stch in voller Bewegung sehen lassen, und herum laufen. Von allerhand Spiegeln. Großer Loncaver - Spiegel von Glas. Es ist dieser Spiegel sowol bey der SkMis, als bey dtk )o( «F 6r der Malerey und Baukunst mit vielem Nutzen zu ge- brauchen. Wenn man ihn gegen die Sonne setzet, so sammlet er die Strahlen, und ist von sehr großer Wirkung. Ein Stückel Silber, welches man in seinen Brennpunkt hinstellet, schmelzet in drey Leeunäen, und die Hitze desselben ist so stark, daß wenn es mein Wasser fallet, es weder die Luft noch das Wasser verhindert beysammen zu bleiben, und gleichsam die Gestalt eines Spinnengewebes anzunehmen. Alle Metalle können dadurch geschmolzen und calclniret werden. Hlmsralien und Steine, sie mögen noch so hart seyn, können seiner Kraft nicht widerstehen. Wenn man vor diesem Spiegel ein Gemälde von 6. Schuhen, worauf Landschaften, Gebäude, Mecrhaven und dergleichen vorgestellet sind, hinsetzet, so glaubet man diese Dinge wirklich da stehen zu sehen. Ein kleines Gemälde en ini§nawre kan dafür auf eine solche Art gesteller werden, daß es in dem Spiegel in natürlicher Größe erscheinet. Man kan durch diesen Weeg die mindeste Abweichung des Pinftls sehr leicht erkennen, sie ausbessern, und das Bildntß sehr vollständig machen. Will man einen Riß zu einem auf.uführenden Gebäude prüfen, so leistet dieser Spiegel dabey sehr große Dienste, sintemalen wenn man solchen vor den Spiegel hin- 62 )o( F- hinhält, das Gebäude in seiner vollkommenen Größe und nach allen Verhältnissen erscheinet. Wäre nun et« was unvollkommenes daran, so kan man es sofort ent« decken und verändern, ehe noch das Gebäude auf^efüh« ret, und unnöthige Unkosten aufgewendet werden. Diese Spiegel können so groß und so klein ,als man sie verlanget, auch von Glas, Metall, Gips und Holz verfertiget werden. Oonvexer Spiegel. Dieser hat die nehmlichen Eigenschaften. chimärische Spiegel. Wenn dieselben aufrecht stehen, so verlängern sie die Gegenstände; stehen sie aber umgekehrt, so machen sie solche ungemein breit. Sie sind kurzweilig, wenn sie in ein Zimmer, wo viele Leute aus- und eingehen, gestellet werden: indem Per« sonen, die sich gerne im Spiegel betrachten, ohne über ihre Gestalt zu erschrocken nicht hinein sehen können. Optischer (hlmäer. Wird bey meczuiorxlrotischen k'ixuren, um davon die wahre Vorstellung zu sehen, gebrauchet. 63 *L> )o( ^ Optischer OoauZ. Dieser ist nebst allerhand dazu gehörigen N§uren zu haben. kolisärum. Ist bey ANLmorxkotlschen k'jZuren zu gebrauchen. Auf den Zeichnungen und Gemälden von dieser Art, ist ohne Beyhülfe dieses inttruments gar nichts zu sehen, indeme die Theile jener ^ur, die man dadurch sichtbar machen will, auf dem Rande des Blattes völlig zerstreuet sind- Man kan allerhand poetische Fabeln darinnen vorstellen, wenn man in den Regeln der Ein» theilung des Ganzen nur etwas weniges bewandert und im Zeichnen erfahren ist. Eckiger Spiegel. Ist bey dem Unterricht vom Festungsbau vorzüglich gut zu gebrauchen. parabolische Spiegel. Diese sind von verschiedener Große zu haben. krismata. Welche eigentlich, um damit die Ne^tolüamsche Lx- xerlmentL zu machen, bestimmet, und dahero mit der größten Sorgfalt gemacht sind. Ich habe dazu eine be- son- 64 ^> ) o c sondere Maschine verfertiget, wodurch man nicht nur jede Farbe besonders, sondern auch, wie sich solche vermischen, sehr bequem sehen lassen, auch dem erscheinenden Regenbogen allerhand Gestalten kgeben, und ihn so natürlich, wie er in den Wolken erscheinet , nämlich daß beede Ende auf dem Boden ruhen, und an der Wand den Bogen torimren, vorstellen kan. Ich habe die Gnade gehabt, diese Versuche vor Seiner Lhi'rfrrstl. Durchl. in Bayern, und Sr. Königl- Hoheit dem Lhur^rinzen zu Sachsen i/sr. zu Nymphenburg zum erstenmale anzustellcn. Von Augcnglästm. So viel auch immer auf die Erhaltung eines guten Gesichts ankommt, so findet man gleichwolen, daß die wenigsten sich hierunter viele Mühe geben. Man glaubet durchgchends, daß wenn man sich nur eines Augenglases bedienet, man die Augen allschon genugsam bewahret habe, daß sie n-cht sobald geschwachet werden können: man denket aber, oder weißes etwan gar nicht, daß man bey der Wahl derselben nicht aufmerksam genug seyn könne- Sie müssen gut gemacht und der Beschaffenheit jedes Gesichtes angemessen seyn Man muß sich dabey eines allgemeinen Vorurtheils emschlagen, nam- ^ ) o ( 6A nämlich Laß man für sich so ein Augenglas aussuche, welches stark vergrößert. Man wählet unter der Menge der Augenglaser eines , und gedenket es für sich zu de« halten; untersuchet man es aber, so findet man, daß es sich wohl für eine Person, die seit 20. Jahren sich der Augenglaser bedienet, schicken würde, aber nicht für den, der sich des Augenglases erst zu bedienen anfangen will. Anfänglich nimmet man sehr schwache Glaser, deren Brennpunkt sich wenigstens auf 5. bis §. Schuhe erstrecket- Ein anderer Fehler, welcher nicht weniger gemein, als der vorige ist, bestehet darinnen, daß man auf die feine Bearbeitung des Glases nicht genau siehet. Wie kan man sich aber schmeicheln durch ein Glas wohl sehen zu können, wo, wegen der Ungleichheit desselben, die Strahlen im Durchfallen verwirret werden? Allein das mag eben die Ursache seyn, warum man gemeiniglich lieber sich jener Glaser bedienet, die viel stärker vergrößern, als es nicht seyn sollte: anstatt daß durch schwächere Augengläser das Gesichte erhalten, und die Gegenstände schärfer und klärer gesehen würden. Es muff demnach zu Augengläsern das beste Glas genommen, und in der nemlichen Schüßel, wo es geschliffen worden, poliret werden: mit einem Wort: es muß mit einer solchen Genauigkeit zubereitet seyn, daß E wenn 66 ^ ) o ( wenn man das OdjsÄlv-Elas aus einem?erlxeLdivs von 4. Gläsern heraus nimmt, und eines von diesen Glasern an dessen Stelle hinthut, man sich Lessellen als eines Odieökivs bedienen könne, indem man ressen Brennpunkt durch das Ineinanderschieben oder Herausziehen des l^erlxeÄives suchet- Oovservativ - Augengläser. Sind sehr gut für junge Leute, welche viel lesen und schreiben müssen. Sie erhalten das Gesicht bey sei> ncr Schärfe, und bewahren die Augen für der Müdigkeit und dem Mattwerden, welches man sonsten insonderheit bey Lesung fein gedruckter Bücher empfindet. Augengläser für alt und junge Personen, die ein kurzes Gesicht haben. Augengläser für Kinder, die einen falschen Blick bekommen ir ollen. Dieselben find noch mit bcsondern Maschinen versehen , welche die Nerven derAugen in ihre Ordnung bringen, und dem Schielen durch einen beständigen Gebrauch abhelfen. Gefärbte Augengläser. Sind für jene, welche in der Sonne, oder bey einer )o( F- 67 z sehr starken Helle feine Sachen arbeiten müssen. Durch ^ diese Augengläser kommet man den Augen zu Hülfe, web ß che durch das allzugroße Licht sehr vieles leiden müssen. z Wer die Beschaffenheit des Auges kennet, wird von H dem großen Nutzen dieser Augenglaser zu urtheilen im H Stande seyn. » ^Verometrische Inürumente. j Luftpumpen von allen Gattungen. z als: ! Die Guerickische. > Die Gravesandtsche mit 2. Stiefeln. Die Nolletische, welche wegen ihrer dauerhaften Einrichtung und anderer Eigenschaften sehr gut und bequem ist. Die kleine von meiner eigenen Erfindung, die man füglich tragen, und damit über so. Lxxerimeme machen kan. Der zu einer Luftpumpe erforderliche Instrumenten - BvrMih bestehet: r. In §. Glocken, welche von weißem Gla? und ver« schiedener Größe sind. Ins- andern, wovvneine jede ihlt eigene Bestimmung hat, als: C L Eine 63 ) v ( Eine, um darunter die Unmöglichkeit der Subli- Nein des Feuers ohne Luft, durch das Experi ment mit dem Schießpulver zu zeigen. Die änderte, um darunter den mercurmlischen Regen hervor zu dringen. Die dritte, um die Wirkungen der verschiedenen Schwere der Lörper darunter zu sehen. Die Vierte, um darunter durch Ausleerung der Luft eine kleme Mühle in Bewegung zu dringen. Die fünfte, welche so eingerichtet ist, daß man darunter allerhand Veränderungen nach Belie- den machen kan; so dey verschiedenen Lxperi menten, vornehmlich aber dey jenen vom Schale le, geschehen muß. 3- Ein Larometre von vier Schuhen in einer besonder» Glocke, nebst einer Eimheilungs-HbeUe, um damit die Luftpumpe zu prüfen, und andere Versuche anzustellen. 4. Ein kleiner Larometre, welchen man unter die Glocke stellen und dadurch sehen kan, auf wie viele Züge dies oder jenes Experiment gemacht, z. E.ein Thier darunter getödtet wird. 5. Ein lksrmometrs, um den Grad der unter der Glocken verdünnten Luft zu bestimmen, und dadurch die stütz gen Lörper zu prüfen. ) o ( F" §9 6. Ern halbes vursnt runde Gläser, welche bey den Lxxerimsmen von der Verdünnung der Luft erforderlich sind. 7. Sechs Lartesianische ^iZuren. 8. Verschiedene Gattungen von l'ubls ezxMärlbuZ. 9. Eine metallene Glocke, mit welcher man den Druck der äußern Luft darthun, und ein Glas oder dergleichen zerbrechen kan. 10. Ein Instrument worauf man ohne Verletzung und Gefahr die Hand hinlegen, und, nach inwendig ausgepumpter Luft, sich selbst überzeugen kan, von der Kraft und dem Druck der äußern, welche auf der Hand ruhet. 11. HemisxkLrlälVl3§äebur§ie3, oder Halbkugeln, um damit die Kraft der äußern druckenden Luft zu zeigen. 12. Ein Springbrunnen, worein die Luft getrieben, darinnen zusammen gedruckt, und dadurch das Wasser zum Springen gebracht wird- Von diesen Instrumenten können Liebhaber auch ein und andere emzeln und besonders haben- Windbüchsen von verschiedener Ärt. windpistolen. E 3 Don ) o ( ^ Don Larvmetres. Lzrometrum uvivertale, welches nicht nur die ke, vorstehenden Veränderungen des Welters, sondern auch, um wie vieles die Gegend höher, als das Mittellandesche Meer liege, und wie hock das Wasser in derselben durch die Pumpwerke getrieben werden könne, anzeiget. Man kan vermittelst desselben auch die Höhe eines hohen Berges ohngefähr berechnen, ohne hierunter die Meßkur.st zu Hülfe zu nehmen. Ich habe ein besonderes Traetätel zum Druck befördert, welches im vergangenen Jahre, unter dem Titel*- Das merkwürdigste vom Lsrometre und lAermo- metrs Ln sieben Abschnitte abgetheilt, mit Trattneri- schen Schriften zum Vorschein gekommen, und bey mir zu haben ist. Vleuerfündenes Lsrometrum, auf welchem man sehen kan, ob das Steigen und Fallen des Hlercuril von der veränderten Schwere der Luft, oder ihrer Ausdehnung herkomme; welchemnach man sich desselben, auch als eines I'kermometrss zu bedienen pfleget. Ein leuchtendes L^rometrum. Verkürzte Larometres. Diese werden von 14. Zollen bis auf 8. in das Kleine gebracht; sie sind gut und sehr brauchbar, und haben vor den gemeinen diesen Vorzug, ) a ( F* 7r zug, -aß sie keinen großen Platz einnehmen, und in ein c.'Lbjnet. wo bisweilen der dazu bestimmte Raum sehr klein ist, bequemlich gestellet werden können. Larometruni HuZerüanum. Es wird dieses gemeiniglich 28. Zolle lang verfertige^ und die Anzeigen der bevorstehenden Wetterveranderun- gen sind darauf um so merklicher, als das Steigen und Füllen des HLsrcuril sich bis auf SO. Zolle erstrecken Man kan es aber so lange, als es verlanget wird, vertrügen. Es ist leicht zu erachten, daß feine Empfindlichkeit mit der Lange zunehme, und man hat es beobachtet, daß bey einem solchen Larometre von 12. Schuhen , der HVlercurius 10. Schuhe gestiegen oder gefallen ist, bis er auf dem oräinairen sich um r. Linien verändert hat. Dieser Gattung von Darometres stellet man gerne rin Ikermometre an die Seite, das von gleicher Länge feyn muß, und füget sich dabey, daß oft ein Grad nach der beliebten R-eaumurischen Einteilung 12. Zolle lang ausfallct. Baromstrum mclmutum. Es können diese Instrumente, wenn es LiebhaVe begehren 50. und <5o. Schuhe lang verfertiget werden. Da solche ziemlich groß sind, so pfleget man sie entweder E 4 in 7» ^ ) o ( ^ in einem Saal oder aber auf einen Gang, hinzustellen. Die Veränderungen sind bey einer derley Lange sogar merklich, Laß beynahe keine Minute vergehet, wo das Quecksilber seine Stelle nicht veränderte, und bey dem min* besten Windstoß steiget oder fället es sofort etliche Zolle, Larometre für die Seefahrer. Schon seit langer Zeit hat man sich Mühe gegeben, dieses denen Seefahrern so nöthige Instrument. für sie br tuchr und nutzbar zu machen: allein das beständige Wanken der Schiffe, wodurch der klerLurius in einer ununterbrochenen Bewegung erhalten worden, machte, Laß man sich seiner nicht bedienen konnte, und daß die meisten Bemühungen fruchtlos abgelauffen sind. Endlich ist man auf Mittel verfallen, um der durch das Wanken des Schiffes verursachten Bewegung des Quecksilbers abzuhelffen, und die Franzosen und Engländer führen nunmehro diese Instrumente mit vielem Nutzen auf ihren Schiffen, anerwsgen sie vermittelst derselben einen entstehenden Sturm einen ja öfters zween Täge vorher se§ hen können. Ein schnelles Fallen des HIercurli auf mehrere Linien warnet sie, noch bey stillem und schönen Wetter, in der tiefen See stehen zu bleiben, oder sie zu suchen, und sich der Gefahr nahe am Seehayen Schiffbruch zu leiden, nicht auszusetzm. 73 Larometres für Reisende. Sie find so eingerichtet, daß fie das Rollen des War gens, oder jede andere Bewegung in ihrer Wetterver- andcrungsanzeige, nicht im mindesten stöhret: und so verwahret, daß fie nicht leicht gebrochen werden können. Laromstrss von Wasser. Da dieselben mit Master anstatt des Hlercurü ge- füllet sin-, so müssen sie auch hier zu Lande über 32- Schuhe in der Lange haben, wohingegen die andern nur L 8 . Zolle brauchen. LLrometres zu Kleöklschm Versuchen. LLrometres mit einem Uhrwerk. Diese Läroinetres sind mit einem Uhrwerk, wodurch zween Zeiger, deren einer die Grade, der andere die Minuten, als den soten Theil eines Grades, auf einem zu dem Ende gemachten Zifferblatte anzeiget, beweget werden, versehen. Es ist leicht zu errathen, daß indem der eine Zeiger um einen Grad weiter rücket, der andere indessen um die ganze Ziffertaffel herum lauffen müsse, und daß folglich die Veränderung in der Luft so klein nicht seun könne, daß man sie darauf nicht wahrnehmen sollte. Man har mit diesem RLromstis auch Eö ein 74 ^ )o( F- ein l'ksrmometre verknüpfet, und sich dabey nur eines Zifferblattes, jedoch vier verschiedener Zeiger, deren zwee'n vergoldet, und zween blau sind, bedienet. Die zum Hier- rnomstre gehörigen Grade und Minuten sind von jenen des Larometr s sehr deutlich abgesondert, und werden von den blauen Zeigern angezeigt: gleichwie die andern durch die vergolden angedeutet, die Veränderungen des Wetters und der Warme, oder Kälte der Lust dagegen, jede auf ihr. m Orte, ausdrücklich bemerket werden. Es ist aber dieses ^ermonietrs von solcher Empfind! chkeit daß wenn ein Licht in dem Zimmer, wo es hanget, sich befindet, und ein anderes dazu hineingebracht wird, der Minutenzeiger sogleich sich bewege, und wenn mehrere hineingebracht werden, schon weiter rücke, welches nicht weniger geschichet, wenn die Anzahl der in einem Zirm vier befindlichen Personen zu-oder abnimmt - dergestalten daß man das allermindeste Ab- oder Zunehmen der War- me in einem Zimmer daran sofort wahrnehmen kan. Wenn man mit einem kleinen Blasbalg auf dieses Hier- momstrs blaset, so wird der Minutenzeiger sofort um etliche Minuten weiter getrieben. Die Ursache ist folgende: Durch das Anblasen wird das Glas kalt, und die Pori desselben ziehen sich zusammen, hierdurch nun wird der Raum der Röhre enger, und der flüßige Lör- per in die Löhe, folglich der Zeigerum einige Minuten vor- ) o ( L* 75 vorwärts getrieben- Dieses kan zum Beweise der großen Empfindlichkeit dieses Instrumentes dienen, da so* gar das unmerkliche Zusammenziehen der kororum des Glases eine solche Veränderung dabey verursachet. Das erste Stück von dieser Art habe ich für des Regierenden Fürsten von Liechtenstein Zochfurstl. Durchs, meinen Gnädigsten Herrn verfertiget, und befindet sich eines in dem Kaiserlichen Lablust zu Schöri- drmm. Es ist ein solches Larometrum und Hrsrmoms- trum jedes besonders zu haben, und Letztere können auch in Gestalt und Größe einer Steckuhr, die wenig Platz einnimmt, verfertiget, von einem Ort auf den andern bequem getragen, und besonders bey kranken Personen, da solche den Grad der Hitze selbst erforschen können, mit vielem Nutzen gebrauchet werden. Vl)N Hiermometre^. dlmverlal Ikermometre. Auf diesem find die gewöhnlichsten Abtheisungen beysammen zu sehen, und da- hero sowol alte dahin einschlagende, als auch in denen neuen Zeitungen einlaufende Nachrichten von Beobachtungen, welche man hin und her über die große Hitze der starke Kälte gemacht hat, vermittelst desselben leicht zu verstehen. Für MMMM 76 ) o c -F- Für desMarggrafen vonBaaden Durlach Hochfürstl. Durch!, habe ich ein solches verfertiget, und es Höchst- denenselben zu Larlsruh 1753. zu überr.ichen die Gnade gehabt. Ich habe es über dieses noch dergestals ten eingerichtet, daß man es bey dem heftigsten Lhymi» schen Feuer brauchen, und den Grad desselben erforschen konnte- Ein anderes habe ich der ^.caclemie der Wissenschaften in Bayern überlassen- Ikermometre vom Hrn. keaumur , welches vom gestoßenen Eise bis zum siedenden Wasser 8o. Grade zahlet. Ikermometre nach der Erfindung des Hrn- I^drenkeit. Hrn. Ve l'l8!e. Hrn. LkrWn. Dbermometrum Lvtsnicum. Dbermometrum Lk^mieum. IVletLiU-lkermolnetre. Dsese werden von Eisen oder Mcßing gemacht/ und der Grad der Würme oder Kalte wird vermittelst eines Zeigers auf einem Quadranten angezeigt- Bad e Ikermometre. Man kan mit demselben den Grad der Warme des Wassers, worinnen man baden will, genau erforschen; ^ ) o ( 77 indem man es hinein legt und darinnen schwimmen läßt; und man sieht zugleich auch, wie die Darme des Bades abnimmt, und wenn cs Zeit ist, es entweder wieder aufzuwärmen/oder hinaus zu steigen. Jene, welche eine Badcur brauchen müssen, können sich ihrer mit vielem Vortheil bedienen; zumalen da sie klein und sehr bequem zu tragen sind. Bey Einrichtung der Fußbäder sind sie gleichmäßig von besondern Nutzen. Kkanken - Hiermoinetrs. Dieses ist vornehmlich darzu eingerichtet, daß man es bey kranken Personen, um den Grad der Hitze zu untersuchen, wohl gebrauchen kan. Man hat hiervon in dem oben angeführten Tractatlein ein mehrers angeführt. Fenster - Ikermometre. Sie haben vor allen andern diesen Vorzug/ daß sie in der freyen Luft aufgehangen werden/ und die Warme oderKälte desto ohngehindert rin den darinnen befindlichen flüßigen Lörper wirken kan Man pfleget sie an die Fenster, oder auch, wenn welche vorhanden sind, an die Doppelfenster, von aussen fest zu machen, und können dabey die Veränderungen, da die Abtheilungstafel rückwärts gegen das Zimmer zu stehen kommt/ mit vieler Bequem- lich- 78 ) o i" ^ lichkeit, ohne daß man deswegen in der Kalte, die Fenster eröfncn muß, wahrgenommen werden. Diese Hr- NMMstre8 , werden sowol mit Viui, als IVlsr- curio gefüllet. Llec^rifche Inüruments. Der gute Fortgang der Bemühungen, die man sich bey der LlecKrlcitXt gegeben, hat die Anzahl des dazu gehörigen luürumsuteu Borraths ungemein sehr vermehret. LleArlsche ^laclimen. Die größte, deren ich mich bediene, habe ich den noch so eingerichtet, daß man sie bequem von einem Ort auf den andern bringen, auf einen kleinen Tisch hinstel- len, und damit alle Experiments machen kan. Man vermag sie aber auch so klein zu machen , daß sie mit vieler Gemächlichkeit in die Tasche gesteckt und mitgetra- gen werden können: bevorab man dabey der vielen Ket» ten gar mcht bedarf, sondern nur zwo kleine und subtile, durch deren eine die eleHrische Kraft zugeführet, durch die andere aber abgeleitet wi d, die nemlichen Dienste leisten. Die Vorzüge, welche sie vor allen andern besitzet, werden aus dem folgenden erhellen. Was nothwendig dazu gehöret, sind: * Die 7» *L, )°c Die Verstärkungen, Welche die Maschine sehr compevcksuls machen, und so eingerichtet sind, daß alles, was man durchschlagen will, als ein Lartenspiel, Holz u.d.g. oder auch, was man anzuzünden gedenket, als allerhand flüßige Lörper, in den eleärischen Dunst selbst auf einen zu die sem Experiments bestimmten Teller gestellet werden können. Es erleichtert diese Einrichtung die Anstellung der Versuche über die maßen, und geschiehst nicht leicht, daß ein einziger fehl schlaget. Sie nehmen nebst der elektrischen Maschine sehr wenigen Platz ein, und haben auf einem kleinen 2. Schuh langen und soviel breiten Tische, Raum genug. Die durch das Wenden der Kugel nach und nach zusammen gebrachte Kraft sammlet sich darinnen, und kan alsdann concentrlrter, zu jenem Versuche, den man zu machen gesonnen ist, verwendet werden. Bey denen sonst gewöhnlichen Experimenten, bedarf man nicht mehr, als einer, angesehen dieselbe von eben der Wirkung ist, als 12. Leydner Flaschen, und wenn man jene wozu die stärkste und meiste eleÄrlsche Kraft erfordert wird, vorzunehmen Willens ist, so sind ihrer dreye vollkommen zulänglich. LIs- 80 ) o ( ^ RleAriür - koüainent. Dieses ist von einer neuen Lomxoütion, und wird gebraucht, um Personen, welche man elektriliren will, darauf zu stellen. Sie können von der Liektriür-iVlÄ- ckivs in einer gewissen Entfernung scyn, und, ohne mit derselben einige (.'oinmunication zu haben, elektri- liret werden, auch die elektrische Kraft lange genug in sich behalten; anerwogen die Materie, woraus das ko- llameiw zubereitet ist, mit derselben in einer großen Verbindung stehet. LleÄnür-^Iaclüne von Holz. Dieselbe ist ganz und gar von Holz, sowol die Kugel, welche man hcrumwendet, um die elektrische Kraft zu sammlen, als auch das Stülchen, worauf man die Per» fon, die man elektriliren will, hinstellet, und man kan damit alle Lxxerimeuta, wie mit der Glaskugel machen. Lopmükanischks 8Meme. Eine HVl3 llch kräftigen Sroß bekommt. F Da 8L ) o ( Fl Da es hierbey nicht nörhig ist die NeürMr Alsclii- riebey der Hand zu haben, sondern die Zaubertaftl, wo man immer hin will, geladener getragen werden kan: so laßet es sich ganz leicht also einrichten, daß der eis- Arische Schlag einer ganzen Gesellschaft beygebracht werde , wann, dem die Eigenschaften derselben bekannt sind, niemand dabey ist: indeme auch jene die sich son- ftcn für der LleAricitXt fürchten, sich zu allem unerschrocken bequemen. Man kan sie nach Belieben schwach und stark laden, und damit allerhand an ündungsfähige Lörperin Brand bringen, auch darauf ein halbes Spiel Larten derge- stellten durchschlagen, daß an jeder derselben ein Merkmal zurück bleibet, und sich ein Geruch empfinden laßet, als ob an einem benachbarten Orte der Donner emgeschla- gen hätte. Es werden diese Tafeln groß und klein gemacht, nach dem daß solche verlanget werden. Man kan sie von s. Schuhen groß, bis aufZ. Zolle klein haben. Sie werden mit beliebigen Bildmßen, und mit säubern Einfassungen versehen. IZms LleÄricl. Ilm dieses Lxxsrimeut zu machen, ist ein kleines einen ^ ) o ( 83 einen Schuh hoch und breites Kästchen von Meßing,- welches wann es einmal geladen worden, die eleÄrssche Kraft wenigstens 24.Stunden beybehalt: und dieselaßet sich darinnen solchergestalten verbergen, daß es scheinet/, als ob sie gänzlich verschwunden wäre: aber in einem Augenblick kan man sie wieder herbeyschaffen. Es gehören dazu zwey kleine Glockenspiele, wo die Glöcklern auf besondern-Gestellen von gebeiztem Holze hangen. Dieser ganze Vorrath kan ohne Verminderung der eleÄrjschen Kraft und sehr leicht von einem Ort auf den andern, getragen und damit sehr viele Versuche, die ich allhier zu verzeichnen, für nöthig nicht erachte, vornehmlich aber folgende angestellet werden: Man stellet das Kästchen auf einen kleinen Tisch, in einem Zimmer; in das eme von den benachbarten setzet man eines von den Glockenspielen, in das andere, das zwey- te, und ziehet von diesen den Lommunications-Drat bis an das Kästchen- Man kan hierauf, wenn dieses eingerichtet ist, entweder beyde Glockenspiele auf einmal, oder nur eines von beyden, welches man will, lauten, ja auch beyde stille halten lassen. Dieser Versuch wird kurzweilig, wenn man zum Beyspiel einer Person, welche von diesem Versuch nichts F s weiß, 84 ) o ( L* weiß, läget, daß, so bald sie in dieses oder jenes Zimmer gehen würde, die Glocken zu lauten au hören ; hingegen wenn eine andere Person dahin käme, ein solches zu thun anfangen müßten. Man kan dieses auf sihr vielerley Arten emkletten, wenn man sich nach den Umstanden richten wlll. Tiefe Maschine ist auch von weißem Blech oder sau- der in Holz gef ißt zu haben, und die Glockenspiele besonders und einzeln zu bekommen. Metrische Sonne. Ist eine elektrische Maschine, welche aus luftleeren Glasröhren solchermaßen zusammen gesetzt ist, daß man sie auseinander- und zu ammenlegen, und bcquemlich verschicken kan. Wenn sie eleötriliret wird, so ist sie ganz feurig und sehr schön anzusehen. Das Licht darinnen verliehret sich schnell, und kommt schnell w eder. Welche Abwechslung wenigstens eine halbe Stunde dau» ret, und der Abkühlung des Wetters sehr ähnlich ist. Es sind auch luftleere Röhren in Gestalt eines Lreu- zes, verschiedener Namen, und allerley andere Figuren, auch Schlangen, und wie man solche nur immer verlanget, zu haben. Diese, wenn sie einmal eieLrillret worden, haben mit der LleÄrischen Sonne die nehmli- che )°) SL che Eigenschaft, und erscheinen, wenn man eS haben will, in einer feurigen Gestalt. Eine Knalltafel. Ist ein Illttrumsnt, mit w lchem man vermittelst der LleÄricitXt einen Schlag zuw.ge bringen kan, der ungemein stark ist, und einem Pistolenschuß gleich kommt. Feurige Räder. Sind Maschinen, welche Räber in voller Bewegung vorstellen, den Geruch der eleÄrischen Materie empfindlich machen und verbreiten, also, daß wenn man sich ihnen nähert, man hn ganz wohl, als schwefuicht und rkosxkvrisch riechen kan, und Ke im Finstern ganz feurig erscheinen. §^dones V0N Glas. Vermittelst dieser wird die durch die LleÄric!» t«t verursachte stärkere LirLulLLioa des Geblütes un- häufigere Ausdünstung darzethan. LleÄiifcher Strrn. Auf diesem erscheinet das eleÄrische Feuer in mannigfaltigen Farben. F z Ms- <8§ ) O ( Lle^rische Schmelzmaschine. Ist bey Schmelzung der Metalle durch die LleÄrl- eitXt sehr bequem zu brauchen. Lleärische Spinne. Diese Spinne stehet einer natürlichen völlig gleich, und wird an eine kouteill« fest gemacht, welche, wenn sie geladen worden, die Spinne in eine solche Bewegung bringet, daß ste vollkommen belebt erscheinet, sich hin und her wendet, und ihre Füße beständig beweget. Wenn diese Loutsille mit der elektrischen Spinne auf einen Lisch in ein Zimmer gestellet wird, und einer, dem diese Sache nicht bekannt ist, kommt von ohngefähr dazu, so wird er sie ohne äußerste Verwunderung nicht ansehen können. Metrischer Bratenwender. Ist ein Rad, welches durch die Kraft der LleÄri- citXt in eine so starke Bewegung gebracht wird, daß es mit einen: ziemlichen Gewichte beschweret werden kan. ) o ( 87 LleÄrisches Laronietre. ' Dieses ist so eingerichtet, daß man damit die Wirkungen der H-ttraHion und K.sxulüou beguemkch zeigen kan. LleÄrischcr Behälter. Ist ein Kästchen, welches man mit der LIeLti-ischen Kraft an'üllen, solche darinnen e'nspcrrn, es sodann an entlegene Orte verschicken, und damit noch allerhand Versuche anstellen kan. LleArischer Krankenseffel. Ist für Personen, die sich durch die LleKrieltst cmiren lassen wollen, sehr bequem, und zwar so eingerichtet, daß wenn solche das Vermögen, aufrecht zu sitzen, nicht haben, sie sich, ohne daß die Wirkungen der LlsHricicXt darunter Abbruch leiden, Niederlagen und ausruhen können. Neäriiir - Olobi. Den verschiedener Materie und Größe, als von Glas, von eorcelUine, und auch von Holz, die aber von schlechterer Wirkung sind. Man hat auch eine Gattung von K"geln, die inwendig gefürneißt find. Diese haben die Güte, daß man F 4 auch S8 ) o f auch bey dem feuchtesten Wetter, welches, wie bekannt, die LleÄricitXt sehr hemmet, gleichwohlenalle Lxxerz- merita damit machen kan. LleÄrische Zange. Dieses Instrument ist bey jenen Versuchen unentbehrlich , wo man ein und andere Veränderungen, wahrend deren Dauer vornehmen muß. Man hat z. E. auf die geladene Maschine etwas hinzulegen, oder davon weg zu nehmen. Greifet man nun mit der Hand darnach , oder einem andern dazu nicht schicklichen Instrumente , so setzet man sich der Gefahr aus, einen Stoß zu bekommen. Welches aber hier nicht zu besorgen stehet. Und ist dieses Instrument besonders bey der Lur kranker Personen sehr gut zu gebrauchen- NeKrische Röhren und Kugeln. Diese sind kermetifch stxillirt, und befinden sich allerhand leichte Lörper darinnen, wodurch man die Wirkungen der LleÄrlcltXt durch die koros des Glases zeigen kan. Besondere NeÄriür-Kugeln. es ist hiervon noch eine besondere Gattung zu haben, worein )o( worein allerhand keckem, Balsam, Del, l-igneurs u. d. g. ganz bequem geleget werden können. Ein und andere find vor einiger Zeit auf den Gedanken 7 verfallen, es müsse die in dem LlsÄrillr-Kugeln einge» < sperrte lVleäicin. durch das öftere Herumwenden ihre ^ Kräfte verbreiten, und auf die Herumstehende Perso- ^ nen wirken können. ^ Diese Gattung von Kugeln nun ist für jene Liebha« r ber, welche sich die Mühe geben wollen zu untersuchen, Slonnenquadranten. Storchenschnä'bel um Kupferstiche zu coxiren, sie aus dem Kleinen in das Große, und aus dem Großen . in das Kleine, ohne sonderlich große Mühe zu bringen- Lirkel um eine ellixttsche Figur oder Oval-Linie zu ziehen. Allerhand andere §6ometnsche inürmnents. ob diese Meynung gegründet sey, sehr dienlich. Von Oeometrischen Inürumevten. Ora^tiometres oder von verschiedener Gattung. lVIMsmatische Bestecke, so sehr accurat gemacht find. F 5 61 «- .<> -O ) 0 ( 6Iobos terrellres und coelette.3, groß und klein. Eine besondere Gattung von Wasserwaagen, um die Verschiedenheit der Höhen gewißer Oerter desto leichter zu finden- Oomxss , welcher gsomstrifch eingetheilt, und beym Feldm an gut zu gebrauchen ist- Allerhand künstliche Hl^nete, welche viel starker, als die natürlichen, auch, bey allen Lxxörimsmen von der Art, wohl zu gebrauchen sind. Verschiedene hieher gehörige inllrumeuts. IvlLtiiemÄtische Cchreibtafel. Bestehend in den nöthigsten geometrischen Inllru- menten. als 2 . Zirkeln, einem Maaßstab, Reißfeder, und andern, Federmeßer und kleiner Scheere; Brieft raschen und einigen Blattern vom besten Pergament; und w.lche dabey so klein ist, daß man sie bequem in der Tasche tragen kan. Glasschmelztischcl. Es ist dieses Tischgen ganz klein, mit einem Blas- vL*' 5-r Blasbalg unter dem Tischblatte, und dem übrigen zum Glasschmelzen nöthigen Werkzeug versehen. ^üronomische ker^näicul-Uhr. Diese Uhr wird des Monats nur einmal aufgezogen, und zeiget ausser denen Vierteln und ganzen Stunden auch Minuten und Secunden. Vermittelst eines andern Zeigers kan man von jedem Ort in der Welt wissen, wie viel es auf der Uhr daselbst sey, auch ferner die wahre und scheinbare Zeit, der Sonnen vecUnLtionss und auf zweyen durch die kerlpksris gezogenen Linien deren Auf- und Niedergang, Mittag und Abend zuver- läßig erkennen, da nebst diesem noch, der Tag des Monats, das ganze Jahr hindurch, ohne das mindeste zu verändern, auf dem Rande gesehen wird. IVlLZnetische Stundenuht. Bcy dieser Stundenuhr, dienet eine kleine Figur anstatt des Zeigers, welche alsdenn nur, wenn man die Stunde wissen will, in die Mitte des Zifferblattes gesellet wird, und sich ohne alle Beyhülfe nach jener Zahl beweget, so die anzuzeigende Stunde andeutet. Nc-' Register. I>Sss. eeometrrsche /u/lrumente, .... 67 ^ ^naromrcvm /^rVro/co^ii/.'n . » . . zo ^l/lro/abia, ........ 89 ^^kronvmische ^er/?enc//cll/-Ubc . ... . . 91 Augengläser, Ge.anken davon, 64. verschiedene Gattungen der- ' " selben.ü 6 6 . Vackrer, waS er entdecket? rr.rr. seineGcdankenron InlvÄen. rz Bad-//-ermomeere ..... .76 7?^rome^re5, ...... 7o.leyg.87. Itec ä Lvröin, . . .... . . 19 Behälter e/ec?nscher.. . «7 Beit lt'c rnaküematische.. Lonon-us, vuäor, was er bey der Krätze kNtdecket? . 25 Lo/lcnvie^, . . ...... 17 So/anicvm /^icro/copium, zo. Ikermomerrum, . 76 Lon^e»-, was er erfunden?.. 15 Bratenwender sieLllscher, .86 e. Csmers oL/cl/»-s, 54. bestehend in einem Glase, 58. zum Zeichnen 59. O.ri/lin, . . . . . . . . . 76 LA^aue, was er bev den kerkpeSiven verbessert ? . l6 6o"cave»--Gpiegel von Glas, 60. dessen Eigenschaften . 6r < 7 on/err-§lsr'Augengläser, , . . 66 c?onpe^i--Sptegel... L'onerniLamscheS §>/leme, ...... 8c> Lörper dunkele undv>chstchtige, waS für ein Microleo- piui» dabey zu gebrauchen, . . . z- t'i/F', dsicrnscnpium, .Z5 /venerische d 4 ierc»seopium, . . . . . 49 6>/k>rdr«I. So»- Registe''. /'o/lc'N'loi?. wer er war?.' rs Lunkele und undurchsichrige Cöcper, flehe Corpre. L. Lä'ickkr Spienel ..6z Edclaestein-t^^eo/eo^ra ...... 29 L/eÄr-sche ^rumente. . . . . 78. 79. leg» «.....».76 Lenster - 'Urmc-metre. 77 Llsh, ziehet eine goldene Kette vonGelenken, 2 » wie . 17 Luftpumpen von ulken Gattungen, 67 . was dazu komme? 68 bs. Ltacliinen, LleSriür-78. von Holj, .... Z^aF^eburFica KemO-aerra,. I^sFÜa Katerna, 59. neuerfUNdtSt, ^aFnee/sche Stllndenuhr, ..... /k'a, ...... A^ea//-IHermomekre, . . . . HL'cromeere bey dem T'e/e/ro^ro, 14. wie vielerlei»? IZ. bey den Llrcro/co/'ttr, 40. wie sie zu gebrauchen? HL-c»-o/c<)/,la. 20. ihre Nutzbarkeit, 21. verschiedene Gattungen, ....... MünZ-LK'cro^cofl'a, . Nacht-Kcrs/)eör/ve, . . ..... ^oc?urnum So/are M'cro/co^'llm, .... No//eer'sche Luftpumpe, . ..... Nö'rlinger, Oßwald.. Neuerfundene Lamers oblcur», 54. Gebrauch derselben, 55. Lsierna lVlazicL, 60. kleine Luftpumpe, 67. Larometrum, ..... Kerveonianum leleteoxium, 20. krllma. 80 69 6s 91 35 90 29 76 4r 28 -9 lA 3l 67 2Z 79 63 0 optischer Ly//ncler, 62. Lonu^ , o^e/scher Rasten, ?. Karado/ische Spiegel, 6z 57 «Z Register. 7 6. volienäische ibiä. wer ste verbessert hat? ibiä.vivinische im Vechältniße, 17. M!t7.Gla- sern, i8. Nacht - ..... wobey es zu gebrauchen? Sv/lcrmen0» LleÄrilic- ...... Sri/in«, . . . . . . . . . 19 6Z 80 6Z K. Rä'der, feunge, . « ..... 55 ^eauml/n. . 76 Reisende können sich eines varometres' bedienen , . 7Z Röhren, LleÄristr-. ...... 88 8 . Gack-H 4 Hc,/^o/,k'llm, . . . . . . 28 k. <ü. . 18 Schmelzmaschine MeSr. ..86 Schreibtafel blatb. . ' . . . . .92 Seefahrer r?. Mrometrum für sie, . . . 7, §o/are b-licro/copr'llm, zo. noÄuroum . . . . zr Sonne, was man an ihr entdecket? 6 . eleSrische . 94 Sonnen-Yuaäraneen, ..... 89 Spiegel, 60. Loocaver, ibiä. konvexer, 62. d/linäri- scbec, ibiä. Eckiger, 6z. parabolischer, . ibiä. Stern e/ec?r-'scher,. «5 Srorchenschnabel,.. von GlaS,.85 1 ". 7 e 5 e/co/,is, ihre Beschaffenheit, 5. ihre Nutzbarkeit. 6. wie sie zu gebrauchen? die Zeit, wenn man sich ihrer zu bedienen hat? 8. Was dabey zu beobachten? 9 10. n. Vergleichung derselben mit den alten und neuenkerspeÄiven, ir iz. Wiedas IVIicro- inetrum dabev zu gebrauchen ? 14- lelelcopium . auf einem Stock s. Sec L Lorbin. bie^vtoma- num 20. Oregorianum. . . . . ibiä. IHe»-momet»-e,.. 75 luör', ^4/lronomrsche ...... l6 V. verkürztes Sarometre. Verstärkungen, . . . . Uhrwerk bey dem Sarometre angebracht, l/nr> 7-0 79 73 Register. Vttlver/d/-Aa»'o»re-e», 70. ^licroscoxium, 49. Ibermoins- . Ire, . » . » . ^ 75 Wasser-Lsrome,»-,, . ^i//on Mickoteoxium, Windbüchsen, ss. Pistolen ^ » . 73 28. zo. . ibiä. 2. Zahne, der daran befindliche Schleim ist mit luleSen an- gefnllt, ...... 24 Zange. eleSrische.88 Zauberstrahl, eleSr. ...... 8r Zaubertafel, e1e