Vienvi' 81a61-8idlio1kvlc. «3637 ^ L ^."^-§.-t- --'LüVv^ r. ' 1 , "-k . V ^ ^ ^ V ^ v. ^ r^ /'ö ?j ^ .' L«- ^ ^ V' .?' ^ >^§' ^ - >1^ )< ' n ' - >.O> ^ ^ X - ^- - .^,. -< 7. > ^ ^ ^ r.-^ 5 >. 5 -^x- » , . ' ^ -7" -> .'^ § Die Ergebnisse der Wohnungszählung in Wien vom Jahre 1917. Mit 11 Tabellen und 4 graphischen Darstellungen. Äerausgegeben vom Wohnungsamte der Stadt Wien. '4 P' Ladenpreis 1 Krone. A Wien 1918. K' R Verlag des Wiener Magistrates. M In Kommission bei Gerlach öc Wiedling, Buch- und Kunstverlag, M Wien, l., Elisabethstraße 13. Buchdruckerei „Reichspost", Wien. VIII., Strozzigasse 8. .i Inhaltsübersicht Vorwort..5 I. "Art und Umfang der Zählung.7 II. Die Gemeindeübersicht über die Wohnungen.9 III. Das Leerstehungsverhältnis.11 IV. Die Zusammenfassung der verschiedenen Wohnungstypen zu Wohnungsgruppen und das Vorkommen dieser Wohnungsgruppen in den einzelnen Bezirken.12 V. Das Leerstehungsverhältnis in den einzelnen Wohnungsgruppen . . 14 VI. Die Besetzung der Wohnungen durch Parteien, die während des Krieges aus Kriegsgebieten zugezogen sind.16 VII. Vergleich der beiden Zählungen vom 20. Mai 1914 und vom 12. April 1917.18 VIII. Das Zählungsergebnis bei den Geschäftslokalitäten.20 IX. Schlußbemerkung.21 Anhang: Das Zählblatt und 15 Tabellen. , . - ^ ' >^l: '!!!/' ^ 1!'/ .l ^ k.!'. ,'>^.> H ^ '' ' --- ^ ^ ,' M -0 f - ^ , s Borwort Der ^Statistiker von Beruf mag sowohl gegen die vorliegende Darstellung als auch gegen die Zählung selbst manches zu erinnern finden. Es muß zugegeben werden, daß viele Zählungen der jüngsten Zeit, insbesondere in Deutschland, das Thema gründlicher behandeln und versucht haben, durch eine vielseitige Fragestellung Ausschluß über die voraussichtliche Entwicklung des Wohnungswesens nach dem Kriege zu erlangen. Wir haben uns aus guten Gründen in Wien entschlossen, die Masse der Bevölkerung, nämlich die ganze Mieterschaft, nicht unmittelbar zu befragen; das Publikum ist heute ausgesprochen verordnungsmüde, es sieht in jeder amtlichen Frage den vorausgeworfenen Schatten einer neuen Verordnung und antwortet zögernd, unvollständig oder gar nicht. Man mußte sich daher auf die Stellung solcher Fragen beschränken, welche der Hauseigentümer selbst oder der in Wien so wichtige Hausbesorger zu beantworten vermag. Die Beantwortung der gestellten wenigen Fragen wurde fast vollständig von Haus zu Haus nachgeprüst, so daß das Rohmaterial, wie dies auch der Vergleich mit der Zählung von 1914 bestätigt, verhältnismäßig wenig Fehler auswies. Bei der Beratung über die Anlage der Formularien und bei der Mitarbeit der Brot- und Mehl-Kommissionen und der Konskrip- tionsamts-Abteilungen wurde das Wohnungsamt von den Magistrats- Räten Dr. Franz Jamöck und Gustav Wagner und dem Direktor des Konskriptions-Amtes Eduard Glaser in dankenswerter Weise unterstützt. Die Vorbereitung der Zählung wie deren Bearbeitung wurde vom Vorstand-Stellvertreter des Wohnungsamtes, Magistrats-Ober- kommissär Dr. Robert Mayr, durchgesührt, welcher auch alle dem Berichte angeschlossenen Tabellen und graphischen Darstellungen entworfen hat 6 — eine Arbeit, welche unter den schwierigsten Kriegsverhäluissen zu leisten war. Bei der Anfertigung der Tabellen war in nebenamtlicher Verwendung Herr Josef Woda, Oberoffiziant im arbeitsstatistischen Amte des k. k. Handelsministeriums, umsichtig tätig, während sonst ausschließlich weibliche, dem Zählgeschäste bisher fremde Kriegshilfskräfte verwendet werden mußten, welche übrigens mit großem Fleiße ihrer Arbeit oblagen. Die bemerkenswerten Ausführungen des Professors Dr. Karl Pribram*) bei Besprechung der vor dem Kriege veranstalteten Wohnungszählung im Jahre 1914 wurden bei der Bearbeitung der Zählung im Jahre 1917 berücksichtigt. Die vorliegende Darstellung dieser Kriegszählung und ihrer Ergebnisse soll nicht nur der Wissenschaft dienen und wissenschaftlichen Anforderungen standhalten, sondern auch sür die praktische Gestaltung des Wohnungswesens nach dem Kriege den weiten Kreisen, welche hier beteiligt sind, eine brauchbare Unterlage bieten. Nud das sind ja nicht nur die in öffentlicher Verwaltung Tätigen, sondern alle am Wohnungswesen und Wohnungsbau Milwirkenden. Es möge der kleinen Schrift gegönnt sein, ein bisher statistisch sehr stiefmütterlich behandeltes Gebiet zu erschließen und der Friedensarbeit für eines der wichtigsten Lebensbedürfnisse den Weg zu bahnen. Mag.-Rat Dr. Sagmeister, Vorstand des Wohnungsamtes. -) Enthalten in den „Mitteilungen der Zentralstelle sür Wohnungsreform in Oesterreich", Nummer 37M vom Dezember 1914. 7 Die Wohnungszählung in Wien am 12. April 1917. I. Art und Amfang der Zählung. Ter Wiener Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 6. Februar 1917 nach den: Berichte und Anträge des Wohnungsamtes der Stadt Wien den Beschluß gefaßt, eine Zählung der Wohnungen, Geschäftslokalitäten und Werkstätten in Wien zu veranstalten. Tiefe Zählung sollte nicht bloß der Vorbereitung des Wohnungsnachweises dienen, dessen Schaffung für das Gemeindegebiet von Wien in derselben Gemeinderatssitzung beschlossen wurde, sondern sie sollte auch als Kriegszählung einen Überblick über den wirklichen Stand des Wiener Wohnungsmarktes geben. Ten: Wohnungsamte der Stadt Wien, in dessen Aufgabenkreis die Vorbereitung aller Maßnahmen fällt, die sich für den Fall einer Wohnungsnot nach dem Kriege als geboten erweisen, sollte durch die Zählung und durch den Vergleich ihrer Ergebnisse mit jenen der unmittelbar vor Kriegsausbruch veranstalteten Wohnungszählung vom 20. Mai 1914 die Beurteilung der Frage ermöglicht oder doch erleichtert werden, welchen Einfluß der Krieg aus das Wohnungswesen in Wien ausgeübt hat. Tie Organisation und Durchführung der Zählung erfolgte in: wesentlichen nach dem Muster der Zählung vom Jahre 1914. Die Erhebung erfolgte nach dem Stande vom 12. April 1917. Für die Zwecke der Zählung genügte die Verwendung eines einzigen Formulares, des Zählblattes. Dieses Zählblatt ist in: Anhänge abgedruckt. Es entspricht im wesentlichen dem im Jahre 1914 verwendeten Zühlblatte, das sich gut bewährt hatte und wurde nur insoweit geändert, als sich die Notwendigkeit hiezu durch die Ausdehnung der Erhebung auf die Zählung der Geschäftslokalitäten und durch erweiterte Fragestellung ergab. Es enthält auf seiner ersten Seite nach einer kurzen, leichtfaßlichen an die Hausinhabung gerichteten Belehrung das Zählblatt für Geschäftslokalitäten. Dieses unterscheidet Geschäftslokalitäten in: engeren Sinne, Werkstätten, Beschluß über dir Bornahme drrHählnng Ziele und Zwecke der Höhlung. Organisation und Durchführung der Höhlung Stichtag. TaS Hähl- blatt 8 Tir Erhc- buugsor- gane. Tie stati- stischr Bc- «rbritniii; durch das Woliuilnsts- amt. Magazine und Lagerräume, Stallungen und Garagen, Ateliers. Erhoben wird nur die Art der Geschäftslokalitäten und ob das Lokal benützt wird oder leersieht. Das Formular ist so versaßt worden, daß die Beantwortung der gestellten Fragen durch Einsetzung eines senkrechten Striches in der entsprechenden Rubrik geschehen konnte. Das auf der zweiten Seite des Erhebungssormulares befindliche Zählblatt für Wohnungen erhebt die Zahl der Wohnräume einer jeden Wohnung, unterschieden nach Zimmer, Kabinett, Vorzimmer und Küche und knüpft daran vier, gegebenenfalls mit „ja" zu beantwortende Fragen, nämlich 1. ob die Wohnung leersteht, 2. ob die Wohnpartei aus dem Kriegsgebiete zugezogen ist, 3. ob in die Wohnung Gas und 4. ob in die Wohnung elektrisches Licht eingeleitet ist. Die Frage, ob Gas oder elektrisches Licht eingeleitet ist, wird auch im Zählblatte für Geschäftslokalitäten gestellt. Was als Wohnung oder Geschäftslokale zu gelten hatte und die Abgrenzung des Begriffes der leeren Wohnung und des leeren Geschäfts- lokales ist dem Texte des Zählblattes zu entnehmen. Als Erhebungsorgane fungierten gewissermaßen die Hausinhabungen, indem sie das Zählblatt selbst auszufüllen hatten, und die Brot- und Mehlkommissionen, welchen die Ausgabe der Zählblätter, ihre Einsammlung und die erste Durchsicht und Ordnung oblag. Tie Herstellung der Gassenübersichten wurde von den Konskriptionsamts- Abteilungen besorgt. Tie Bezirksübersichten und die weitere statistische Bearbeitung führte das Wohnungsamt der Stadt Wien aus, in dessen Händen auch die Vorbereitung und Organisation des ganzen Zählgefchäftes gelegen war. Tie statistische Bearbeitung erstreckte sich auf folgende Operationen: l . Tie Herstellung der Gemeindeübersicht g) über die Wohnungen, b) über die Gefchäftslokalitäten. 2. Die Zusammenfassung der einzelnen Wohnungsgrößen zu Wohnungsgruppen und das Vorkommen dieser Wohnungsgruppen in den einzelnen Bezirken. 3. Die Berechnung von Verhältniszahlen mit besonderer Berücksichtigung der leerstehenden Wohnungen und Geschäftslokalitäten. 9 4. Die Besetzung der Wohnungen insgesamt sowie der einzelnen Wohnungsgruppen durch Parteien, die während des Krieges aus Kriegsgebieten zugezogen sind. 5. Vergleich der Zählungsergebnisse vom Jahre 1917 mit den Ergebnissen der Zählung vom Jahre 1914. Die statistische Bearbeitung ist noch nicht abgeschlossen, die Berechnungen, die uns einen weiteren Einblick in das Wiener Wohnungswesen gestatten sollen, werden fortgesetzt. So wird zum Beispiel derzeit der Anteil der Wohnungen und Geschäftslokalitäten, in welche Gas oder elektrisches Licht eingeleitet ist, an der Gesamtzahl der Wohnungen und Geschäftslokalitäten ermittelt. Soweit die Ergebnisse der Zählung bereits bearbeitet wurden, sind sie im Anhänge in 11 Tabellen und 4 graphischen Darstellungen niedergelegt. An der Hand dieser Übersichten und graphischen Darstellungen sollen im folgenden die Zählungsergebnisse besprochen werden. ll. Die Gemeindeübersicht über die Wohnungen. (Tabelle I. II und II ^.) Die Tabellen unterscheiden 20 Wohnungsgrößen, für welche bezirksweise die absoluten Zahlen der Wohnungen insgesamt (Tabelle I) und der benützten (Tabelle II) wie der leerstehenden Wohnungen (Tabelle IIA) angegeben werden. Während die ersten 19 Wohnungstypen die Wohnungen bis zu 4 Zimmern ausschließlich nach allen in Wien vorkommenden Wohnungsgrößen unterscheiden,umfaßt die 20.Wohnungstupe alle Wohnungen, die aus 4 Zimmern bestehen oder noch größer sind. Eine weitergehende Differenzierung der großen Wohnungen konnte unterbleiben, da ihr für die Beurteilung der Verhältnisse auf dem Wiener Wohnungsmarkte keine besondere Bedeutung zukommt. Nach der Gemeindeübersicht betrug am 12. April 1917 die Gesamtzahl der Wohnungen in Wien 554.545. Die gebräuchlichste Wiener Wohnungstype ist die aus Zimmer und Küche bestehende Wohnung: 187.405 Wohnungen, das ist etwas mehr als ein Drittel aller Wohnungen, sind von dieser Größe. Nächst dieser Wohnungsgröße findet sich am häufigsten die aus Zimmer, Kabinett und Küche bestehende Wohnung: 109.031 Wohnungen, das ist etwas weniger als ein Fünftel aller Wohnungen in Wien, gehören zu dieser Wohnungstype. Alle anderen Wohnungsgrößen bleiben weit hinter der Zahl der Zimmer- Küchen und der Zimmer-Kabinett-Küchen-Wohnung zurück. So betragen Tic Unter scheldnng dcr Wohnung» grüßen Zahl dcr Wohnungen nach ihren (Größen. Itt Ha>»1 der rrrskelinn- qrn. die der Zahl nach am nächsten kommenden bloß aus einem Kabinett und aus einem Kabinett und einer Küche bestehenden Wohnungen nur mehr 30.534 und 37.426, das sind zusammen etwa ein Achtel aller Wohnungen in Wien. Die in Wien am seltensten vorkommenden Wohnungsgrößen sind die aus 3 Zimmern und 1 Küche (ohne Vorzimmer) bestehende Wohnung (1728 Wohnungen), dann die aus 2 Zimmern, 2 Kabinetten und 1 Küche bestehende Wohnung (204!) Wohnungen) und die aus 1 Zimmer, 2 Kabinetten und 1 Küche bestehende Wohnung (4996 Wohnungen). Wohnungen, die bloß aus einem einzigen Raume bestehen, der gleichzeitig als Koch-, Eß-, Wohn- und Schlafraum dienen muß, und in dem sich also alle menschlichen Erlebnisse von der Geburt bis zum Tode abspielen, gibt es in Wien im ganzen 41.399. Die größte Anzahl Wohnungen hat der XVI. Bezirk, die geringste Zahl der I. Bezirk. (Im Jahre 1914 noch der XI. Bezirk.) Die Tabellen II und II ^ enthalten die Gemeindeübersicht, unterschieden nach benützten und leerstehenden Wohnungen. Tabelle IIgibt die absoluten Zahlen der Leerstehungen in den einzelnen Bezirken und für das ganze Gemeindegebiet von Wien mit Unterscheidung der Wohnungsgrößen. Es wurden am Stichtage 8249 leerstehende Wohnungen gezählt. Nach Wohnungsgrößen geordnet weisen die am häufigsten vorkommenden Wohnungstppen — die Zimmer-Küchen-Wohnungen und die Zimmer- Kabinett-Küchen-Wohnungen — auch die größten absoluten Leerstehungs- zisfern aus (2406 und 13.78 Wohnungen). Die geringsten absoluten Leerstehungszifsern werden für die aus 3 Zimmern und 1 Küche und aus 2 Zimmern, 2 Kabinetten und 1 Küche bestehenden Wohnungen angegeben (36 und 37 Wohnungen). Die größte absolute Zahl an Leerstehungen hat der X. Bezirk mit 1615 Wohnungen auszuweisen. In diesem Bezirke entfallen jedoch mehr als 1000 Leerstehungen aus Wohnungen der Arbeiter der Ziegelwerke, die für den allgemeinen Wohnungsmarkt nicht in Betracht kommen. Inwieweit die Wohnungszcihl in den einzelnen Bezirken im Vergleiche zum Jahre 1914 zu- oder abgenommen hat und inwieweit sich das Leerstehungsverhältnis in den Bezirken und für ganz Wien verschoben hat, wird an anderer Stelle zu erörtern sein. II III. Das Leerstehungsverhältnis. «Tabelle III.) Diese Tabelle bringt das Verhältnis aller leerstehenden Wohnungen ohne Unterscheidung der Wohnungsgrößen zum Bestände aller Wohnungen für ganz Wien und für die einzelnen Bezirke. Nach dieser Übersicht betrug das Leerstehungsverhältnis, das ist die Zahl der leeren Wohnungen, die auf je 100 aller vorhandenen Wohnungen entfallen, am Tage der Zählung für ganz Wien 1 49. Ter Wohnungsvorrat ist sonach im Vergleich zum Jahre 1914 sogar etwas größer geworden (1914:139). Dennoch wäre es verfehlt, aus dieser Tatsache den Schluß ziehen zu wollen, daß sich die Lage des Wohnungsmarktes verbessert habe. Denn unter den derzeit leerstehenden Wohnungen befinden sich solche, die für den allgemeinen Wohnungsmarkt nicht in Betracht kommen. Scheidet man bloß die schon früher erwähnten mehr als 1000 Wohnungen der Ziegelwerksarbeiter aus, so sinkt die Leerstehungsziffer unter die schon als unbefriedigend empfundene Leer- stehungszahl vom Zahre 1914 herunter. Die späteren Tabellen werden zeigen, daß die Zunahme der Leerstehungen nur bei den kleinen Wohnungen stattgefunden hat und durch Abwanderung und Aufgabe des eigenen Haushaltes in vielen Arbeiterbezirken zu erklären ist. Daß es sich hier nur um eine vorübergehende Erscheinung handelt, die nach Beendigung des Krieges durch ein anderes Bild verdrängt werden wird, ist mehr als wahrscheinlich. ^n 8 Bezirken (X., Xl!I., XlV., XIX., XVI., XVII., XXI. und XII.) ist die Verhältniszahl der leerstehenden Wohnungen (3 70, 2 82, 2-39, 2 03,1 78,1 78, I 54 und 1 51) größer als die für ganz Wien berechnete Durchschnittszahl (1 49). Im Jahre 1914 war von diesen Bezirken nur im X., XIII., XIX. und XXI. Bezirke die Verhältniszahl der leerstehenden Wohnungen (1 43, 2 05, 2-30 und 1 50) größer als die damals für alle leeren Wohnungen berechnete Verhältniszahl (1 39), hingegen war sie in den Bezirken XIV., XVI., XII. und XVII. wesentlich niedriger (0-54,0-28, 0-80, 0 81) als die für ganz Wien berechnete Durchschnittszahl. Umgekehrt wiesen damals nächst dem XIII. und XIX. Bezirke der I., XX., IV., VI., VII. und II. Bezirk die höchsten sich über dem Gefamtdurchschnitte bewegenden Leerstehungssätze (2 54, 2-19, 2 13, 2 04, 1 99 und 1 04) aus. Nach der Zählung vom 12. April 1917 weisen mit Ausnahme des XIII. und XIX. Bezirkes alle vorgenannten Bezirke niedrigere relative Leerstehungszahlen (I. .0 92, II.: 0 43, 12 IV.: 0-80, VI.: 1-32, VII.: 120, XX.: 076) aus, als der Verhältniszahl aller Leerwohnungen in Wien (1-49) entspricht. Ja, die Verhältniszahl für den II. Bezirk ist sogar die niedrigste relative Leerstehungszahl, die bei dieser Zählung errechnet wurde. Wie diese außerordentlichen Verschiebungen der Leerstehungsverhältnisse in den einzelnen Bezirken entstanden sind, wird in anderem Zusammenhänge klar erkennbar werden. IV. Die Zusammenfassung der verschiedenen Wohnungstypen zu Wohnungsgruppen und das Vorkommen dieser Wohnungsgruppen in den einzelnen Bezirken. (Tabelle IV und XV.) Die in der Gemeindeübersicht ausgewiesenen Zahlen treten erst in das richtige Licht, wenn die einzelnen Wohnungstypen zu Gruppen zusammengesaßt werden. Die Zusammenfassung von Wohnungen verschiedener Größe zu einer Gruppe erfolgte nach der Zahl derWohu- räume (Zimmer, Kabinett) unter Berücksichtigung der Richtung, in welcher sich bei den verschiedenen Bevölkerungsschichten regelmäßig die Nachfrage bewegt. Man gelangt aus diesem Wege zur Bildung folgender 4 Wohnungsgruppen, die den Wiener Wohnungsverhältnissen angepaßt sind. Diesen entspricht es, nicht die Zahl der Wohn- räume allein zugrunde zu legen, sondern „Zimmer" und „Kabinett" verschieden, und zwar das Kabinett gleich einem halben Zimmer, zu werten. 1. Gruppeder Kleinwohnungen. Sie umfaßt Wohnungen mit 1—2 Wohnräumen. Es gehören zu ihr die aus 1 Kabinett, 1 Kabinett und 1 Küche, 1 Zimmer, 1 Zimmer und 1 Küche, 1 Zimmer, 1 Vorzimmer und 1 Küche, 1 Zimmer, 1 Kabinett und 1 Küche und 1 Zimmer, 1 Kabinett, 1 Vorzimmer und 1 Küche bestehenden Wohnungen. Diese Gruppe, in der die ersten 7 Wohnungsgrößen der Gemeindeübersicht zusammengesaßt sind, trägt im wesentlichen den Charakter der eigentlichen Arbeiterwohnung. 2. Gruppe der kleineren Mitrelwohnungen. Sie umfaßt Wohnungen von 2—3 Wohnräumen. Zu ihr gehören folgende Wohnungstypen: 1 Zimmer, 2 Kabinette und 1 Küche; 1 Zimmer, 2 Kabinette, 1 Vorzimmer und 1 Küche: 2 Zimmer, I Küche; 2 Zimmer, 1 Vorzimmer, 1 Küche. 13 Es sind dies die Wohnungen des minder gut situierten Mittelstandes (kleinere Beamte, Gewerbetreibende). 3. Gruppe der größeren Mittelwohnungen. Sie umfaßt Wohnungen mit 3—4 Wohnräumen. Hieher gehören: 2 Zimmer, 1 Kabinett, 1 Küche; 2 Zimmer, 1 Kabinett, 1 Vorzimmer, 1 Küche: 2 Zimmer, 2 Kabinette, 1 Küche; 2 Zimmer, 2 Kabinette, 1 Vorzimmer, 1 Küche; 3 Zimmer, 1 Küche: 3 Zimmer, 1 Vorzimmer, 1 Küche; 3 Zimmer, 1 Kabinett, 1 Vorzimmer, 1 Küche. Nach Wohnungen dieser Gruppe hält der besser gestellte Mittelstand die meiste Nachfrage. 4. Gruppe der großen Wohnungen. Sie umfaßt die Wohnungen mit 4 Zimmern und mehr Wohnräumen. Hieher gehören die aus 3 Zimmern, 2 Kabinetten, l Vorzimmer und l Küche und die aus 4 Zimmern und mehr Wohnräumen bestehenden Wohnungen, welch letztere Wohnungstype bei der Zählung nicht weiter differenziert wurde. Die Wohnungen dieser Gruppe sind von den wohlhabenden Bevölkerungskreisen besetzt. Nach der Übersicht, welche die Tabelle IV gibt, gehörten am Tage der Zählung von den 554.545 in Wien gezählten Wohnungen 405.391 Wohnungen oder 7321"» aller Wohnungen der Gruppe der Kleinwohnungen, 51.856 Wohnungen oder 9-35"» aller Wohnungen der Gruppe der kleineren Mittelwohnungen, 69.742 oder 12-58" o aller Wohnungen der Gruppe der größeren Mittelwohnungen und bloß 26.956 Wohnungen oder 4-86" » aller Wohnungen der Gruppe der großen Wohnungen an. (Nach dem Stande vom Jahre 1914 betrug der Anteil der Kleinwohnungen 73"», der kleineren Mittelwohnungen 9" », der größeren Mittelwohnungen 13"» und der großen Wohnungen 5" «.) Betrachtet man die verschiedenen Wohnungsgruppen in den einzelnen Bezirken, so sind im X. Bezirke die Kleinwohnungen am stärksten vertreten: 92 93" » aller Wohnungen im Bezirke gehören hier zur Gruppe der Kleinwohnungen. Nicht viel anders ist das Verhältnis im XVI., XI., XX., XIV., XXI., XVII. und XII. Bezirke. In diesen Bezirken bewegt sich der Anteil der Kleinwohnungen am Gesamtbestande aller Wohnungen im Bezirke zwischen 91-09" » und 85 31"». Nur im VIII., IV., und I. Bezirke macht der Anteil der Kleinwohnungen weniger als die Hälfte aller im Bezirke vorhandenen Wohnungen aus (46-16 "> 41-87» », 23-01« ..). 14 Die 2. Gruppe der kleineren Mittelwohnungen ist am stärksten in den Bezirken IV, VIII, VII, VI, IX, und II vertreten und am seltensten in den Bezirken X, XXI, XVI, XX und XIV zu finden. Die 3. Gruppe der größeren Mittelwohnungen findet sich am häufigsten in den Bezirken VIII (2821 o/o), IV (27 450 / 0 ), I (27 w°/o), VII (24B2 0o), IX (24'26 <>/o) und VI (23-80°/o), hingegen am seltensten in den Bezirken X (2-36-o), XVI (2-85 "o) XI (3-540 0), XX (3-74 " 0) und XIV (4'08«/o). Die 4. Gruppe der großen Wohnungen macht im I. Bezirke 30 07 0 0 , das find fast ^ aller Wohnungen des Bezirkes aus. Ihm folgt, wenn auch in weitem Abstande, der IV. Bezirk, in welchem 14 06 0/0 der Wohnungen zu dieser Gruppe zählen. Dann kommen der XIX., VIII. und VI. Bezirk, in welchem die Zahl der großen Wohnungen etwa aller Wohnungen des Bezirkes ausmacht. Hingegen bildet im X., XVI. und XX. Bezirke die große Wohnung eine außerordentliche Seltenheit, da erst auf etwa 200 Wohnungen im Bezirke eine große Wohnung kommt. Reiht man die Bezirke nach dem häufigsten Vorkommen der verschiedenen Wohnungsgruppen, so ergibt sich etwa folgendes Bild: I. Gruppe (Kleinwohnungen): X., XVI., XI., XX., XIV., XXI., XVII. und XII. Bezirk. II. Gruppe (kleinere Mittelwohnungen): IV., VIII., VII., IX. und VI. Bezirk. III. Gruppe (größere MittelwoHungen): VIII., IV., VII., IX. und VI. Bezirk. IV. Gruppe (große Wohnungen): I., IV. und XIX. Bezirk. In den übrigen Bezirken II, III, V, XIII, XV und XVIII über, wiegt keine Wohnungsgruppe so sehr, daß sie dem Bezirke ein besonderes Gepräge verleihen würde. Das Vorkommen der vier Wohnungsgruppen in den 21 Bezirken und den Anteil eines jeden Bezirkes am Gesamtbestande aller Wohnungen in Wien veranschaulicht auch die im 'Anhänge beigeleqte graphische Darstellung (Tabelle XV). V. Das Leerstehungsverhältnis in den einzelnen Wohnungsgruppen. (Tabelle V.) Die Tabelle berechnet für jeden Bezirk das Leerstehungsverhältnis der in den einzelnen Wohnungsgruppen leerstehenden Wohnungen zum Bestände aller in dieser Gruppe vorhandenen Wohnungen und gibt zusammenfassend für ganz Wien das Leer- stehungsverhältnis jeder einzelnen Wohnungsgruppe an. Nur bei der ersten Gruppe der Kleinwohnungen übersteigt die Verhältniszahl der leerstehenden Kleinwohnungen (l 60) die für ganz Wien berechnete Verhältniszahl aller Leerwohnungen (1 49). Bei den drei anderen Wohnungsgruppen bleibt das Leerstehungsverhältnis in der eigenen Gruppe hinter dem allgemeinen Leerstehungssatze zurück. Während die Verhältniszahl bei der zweiten Gruppe der kleineren Mittelwohnungen immerhin noch 1 40 beträgt, sinkt sie bei der dritten Gruppe der größeren Mittelwohnungen auf l04 und beträgt auch bei der Gruppe der großen Wohnungen bloß 1-07. Das Bild, das man aus diesen Ziffern gewinnt, ist grundverschieden von dem Bilde, das die Leerstehungszisfern der Zählung vorn Jahre 1914 bieten. Denn damals waren es die Wohnungen der ersten Gruppe (Kleinwohnungen), deren Leerstehungsverhältnis sich weit unter dem für Wien berechneten Leerstehungsprozente bewegte, und mit zunehmender Größe der Wohnungen besserte sich das Leerstehungsverhältnis. Die Verhältniszahl der leerstehenden Kleinwohnungen betrug damals 0-89, in der Gruppe der kleineren Mittelwohnungen 167, in der Gruppe der größeren Mittelwohnungen 2-89 und in der Gruppe der großen Wohnungen 4*33. Während an kleinen Wohnungen und besonders an kleinsten Wohnungen im Jahre 1914 Wohnungsknappheit bestand, konnte man von einem Überfluß an großen Wohnungen sprechen. Nach der jetzigen Lage des Wohnungsmarktes, die mit den Ergebnissen der Zählung vom April 1917 übereinstimmt, ist das Angebot an Kleinwohnungen gerade noch ausreichend für den durch den beschränkten Umzugsverkehr geringen Bedarf, es macht sich jedoch immer stärkerer außerordentliche Mangel an größeren Wohnungen fühlbar. Zieht man in Betracht, daß trotz der grundverschiedenen Lage des Wohnungsmarkles im Jahre 1914 und 1917 das allgemeine Leer- stehungsprozent in beiden Zählungen nicht wesentlich differierte, so zeigt sich abermals, daß für den praktischen Bedarf ein ohne Berücksichtigung der Wohnungsgrößen berechneter Leerstehungssatz nicht verwertbar ist und auch wohnungspolitisch die Aufstellung eines solchen Normalsatzes für den Mindestvorrat an Leerwohnungen keine Bedeutung hat. Vergleicht man die Verhältniszahlen in den einzelnen Bezirken, so hatten in der Gruppe der Kleinwohnungen die Bezirke X (3-69), 16 XIII (3-16), XIV (2-51), XIX (214), XVII (180) und XVI (1-79) die höchsten Prozentsätze an leerstehenden Wohnungen und die Bezirke III (0 42), I! (0-44), IX (0 49) und XX (0 64) die niedrigsten Prozentsätze an leerstehenden Wohnungen zu verzeichnen. In der Gruppe der kleineren Mittelwohnungen haben die Bezirke X (4 90), XIV (3-73), XIX (3 05), XII (2-86), XIII (2-38) und XX (2-02) die höchsten Prozentsätze an Leerwohnungen und die Bezirke XI (014>, II (0 22), III (0 28), IX (0 38) und XXI (0 62) die niedrigsten Prozentsätze aufzuweisen. In der Gruppe der größeren Mittelwohnungen sind die Verhältnis- zahlen der leerstehenden Wohnungen in den Bezirken XIV (2 85), X (2 23), VI (2 06) und XII (185) am höchsten, in den Bezirken II (0-43), IX (0 48), III (0 53) und I (0 67) am niedrigsten. In der Gruppe der großen Wohnungen haben die größten Prozentsätze an leerstehenden Wohnungen die Bezirke XX (3 90), XVII (2-53) VII (2-09), XIV (1-96), XII (1-94), VI und XIX (1-45) und die niedrigsten Perzentsätze die Bezirke VIII (0 59), IV (0 60), III (0-63)/ IX (0 65) und XXI (0 72) zu verzeichnen. Im XI. Bezirke stand am Zahltage überhaupt keine große Wohnung leer. VI. Die Besetzung der Wohnungen durch Parteien, die während des Krieges aus Kriegsgebieken zugezogen sind. (Tabelle VI.) Für die Beurteilung der Gestaltung des Wohnungsmarktes schien es wertvoll, die Zahl der Wohnungen zu ermitteln, die von „Kriegsflüchtlingen" bewohnt werden. Wie schon eingangs erwähnt wurde ist deshalb im Zählblatte eine hieraus bezügliche Frage gestellt worden. Die Ergebnisse der in dieser Richtung veranstalteten Zählung sind in der Tabelle VI verarbeitet. Die Tabelle gibt die absoluten und relativen Zahlen der Wohnungen überhaupt und unterschieden nach den vier Gruppen, die am 12. April 1917 von Parteien bewohnt wurden, die aus Kriegsgebieten zugezogen sind. Es mag der Besprechung der Tabelle vorausgeschickt werden, daß allerdings nicht nachgeprüft werden konnte, ob die Zählblätter in dieser Richtung verläßlich ausgefüllt wurden. Fehler können aber wohl nur in der Richtung unterlaufen sein, daß in vereinzelten Fällen die Beantwortung der Frage unterlassen wurde, so daß eher mit einer Erhöhung der in der Tabelle angeführten 17 und im folgenden besprochenen Zahlen gerechnet werden muß. Es sind in Wien am Zählungstage 7710 Wohnungen von solchen Parteien bewohnt worden. In Prozenten berechnet standen 1-39 o/o aller Wohnungen in der Benützung dieser Parteien. Diese Zahl wird sinnfälliger, wenn man sich vor Augen hält, daß der Leerwohnungsvorrat an Wohnungen im Jahre 1914 gleichfalls 1 39 °/o, im Jahre 1917 — 1 49 o/o betragen hat. In der Gruppe der Kleinwohnungen sind 1'22o/o (4953 Wohnungen), in der Gruppe der kleineren Mittelwohnungen 2 02 o/o (1047 Wohnungen), in der Gruppe der größeren Mittelwohnungen 2 07 o/o (1444 Wohnungen) und in der Gruppe der großen Wohnungen 0 99 o/o (266 Wohnungen) aller Wohnungen der betreffenden Gruppe in der Benützung dieser zugezogenen Parteien gestanden. Stellen wir uns einmal vor, daß ein Zuzug dieser Parteien nach Wien nicht stattgesunden hätte, so würden (unter der Voraussetzung, daß alle sonstigen Verhältnisse gleichgeblieben wären) am 12. April 1917 in Wien statt 8249 Wohnungen (149 o/o) 15.959 Wohnungen oder 2-88 °/o aller W ohnung en leergestanden sein. In der Gruppe der Kleinwohnungen würden statt 6508 Wohnungen (1 60 o/o) 11.461 Wohnungen (2 82 o/o), in der Gruppe der kleineren Mittelwohnungen statt 725 Wohnungen (1-40 o/o) 1772 Wohnungen (3 42 o/o), in der Gruppe der größeren Mittel- wohnungen statt 727 Wohnungen (104 o/o) 2171 Wohnungen (3 11 o/o) und in der Gruppe der großen Wohnungen statt 289 Wohnungen (1 07 o/o) 555 Wohnungen (2 06 0 / 0 ) leergestanden sein. Untersucht man die Verhältnisse in den einzelnen Bezirken, so sind im XX. Bezirke und im II. Bezirke die Verhältniszahlen am höchsten. 5-96 0/0 und 5 30 "/o aller Wohnungen in diesen Bezirken werden von zugezogenen Parteien bewohnt. In der Tat ist in diesen beiden Bezirken der Leerstehungsvorrat aus ein Mindestmaß zusammengeschmolzen. Nächst diesen beiden Bezirken sind die Wohnungen des IX. , VIII., VII. und VI. Bezirkes am stärksten von den zugezogenen Parteien besetzt (Verhältniszahlen: 2 66, 2-17, 1 63, 134). Die geringste Besetzung durch zugezogene Parteien weisen der XI., XII., XIII. und X. Bezirk auf (Verhältniszahlen: 0-18, 0-29, 0 33 und 0 45). 18 VH. Vergleich der beiden Zählungen vom 2V. Mai 1914 und vom 12. April 1917. (Tabelle VII. VIII, VUl XU—XIV.) Sehr wertvoll ist der Vergleich der Ergebnisse der Kriegszählung mit jenen der Wohnungszählung vom Jahre 1914. Die Tabellen VIl, VIII und VIII ^ stellen die Ergebnisse beider Zählungen zusammen. Tabelle VH gibt den Gesamtbestand der Wohnungen in beiden Jahren, die absoluten und relativen Zahlen des Zuwachses oder Abfalles an Wohnungen und die Verhältniszahlen der leerstehenden Wohnungen, unterschiedlich für jeden Bezirk. Tabelle VIII und VIII A berechnen dieselben Verhältnisse für die vier Wohnungsgruppen. Der Zuwachs an Wohnungen beträgt für den Zeitraum, der zwischen den beiden Zählungen liegt, 13.555, das sind im Verhältnisse zum Bestände vom Jahre 1914 — 2 51 o/o. Am stärksten ist der Wohnungszuwachs in den Bezirken XV (13 62 " o), xi (6 87 °/o), XIX (5-48 <>/<.), X (5-22 o/o), XX (515 o/o) und XXI (5 07 «/<,). Einen Abfall an Wohnungen weisen die Bezirke I, VII, IX und XIV auf. Die Erklärung hiesür ist teils in dem Wegfall vieler Kleinwohnungen durch Umbauten, teils in der Umwandlung von Wohnungen zu Geschäftslokalitäten und wohl auch darin zu finden, daß oft ganze Häuser Bureauzwecken dienen und dadurch in die Zählung nicht einbezogen wurden. Tie Zunahme des Leerstehungsverhältnisses ist, wie die Tabelle VII zeigt, nur in jenen Bezirken zu verzeichnen, die vorwiegend von Arbeitern bewohnt werden, in denen daher die Kleinwohnung überwiegt. Es sind dies der X., XI., XII., XIV., XVI. und XVII. Bezirk. Eine Ausnahme bilden der XX. und XXI. Bezirk, bei welchen eine Abnahme des Leerstehungsverhältnisses um 1-43 o o und 0 02 "/« festzustellen ist. Hier darf nicht übersehen werden, daß in diesen beiden Bezirken die von den Arbeiterfamilien verlassenen Wohnungen von Kriegsflüchtlingen besetzt wurden. Wäre dies nicht der Fall gewesen, so würde auch im XX. Bezirke eine Zunahme des Leerstehungsverhältnisses sogar um 4-53 o/g und im XXI. Bezirke um 0-21 o o zu verzeichnen sein. Außer in den Arbeiterbezirken hat das Leerstehungsverhältnis nur noch in: XIII. und im XV. Bezirke im Vergleich zum Jahre 1914 um 0 17 °/o und 0-58 o'o zugenommen. Die Erklärung, daß auch in diesen beiden Bezirken, in welchen die Kleinwohnungen nicht überwiegen, das Leerstehungsverhältnis zugenommen hat, liefern die korrespondierenden Ziffern über den Wohnungszuwachs feit 1914. Im Xlll. Bezirke kommt für die Zunahme des Leerstehungsverhältnisses vielleicht auch der Umstand in Betracht, daß die Zählung um mehr als einen Monat früher vorgenommen wurde als im Jahre 1914 und deshalb manche Sommerwohnung, die am 20 . Mai 1914 als benützt gezählt wurde, am 12 . April 1917 als leerstehend verzeichnet wurde. In allen übrigen Bezirken hat das Leerstehungsverhältms abgenommen. Die Abnahme ist nächst dem XX. Bezirke am stärksten in den Bezirken I (— 162 °/o), IV (— 1-23 »«), II (— 121 °/o) und III (— 0 97 Vc>). Für die Abnahme im Bezirke II gibt ebenso wie für den früher erwähnten XX. Bezirk die Tabelle VI die Aufklärung. Die Abnahme im l. Bezirke findet wohl ihre ausschließliche Erklärung durch die fast restlose Heranziehung aller leergestandenen großen Wohnungen für Bureauzwecke der vielen im Kriege gegründeten Zentralen, Ämter und dergleichen. Im III. und IV. Bezirke hat jedenfalls neben diesen Ursachen auch die Nähe des Kriegsministeriums bewirkt, daß der vorhandene Wohnungsvorrat fast erschöpft wurde. Nach den Tabellen VIII und VIII ^ hat die Gruppe der großen Wohnungen im Vergleiche vom Jahre 1914 auf das Jahr 1917relativ den stärksten Wohnungszuwachs aufzuweisen. Der Zuwachs in dieser Gruppe beträgt 4 34 o/« (1122 Wohnungen). In der Gruppe der Kleinwohnungen beträgt der Zuwachs 3 09 <> « (12.188 Wohnungen); in der Gruppe der kleineren Mittelwohnungen 186 o/o (947 Wohnungen); hingegen ist in der Gruppe der größeren Mittelwohnungen merkwürdigerweise ein Abfall von 1 V« (702 Wohnungen) zu verzeichnen. Im umgekehrten Verhältnisse bewegen sich die Verhältniszahlen der Leerwohnungen im Vergleiche vom Jahre 1914 aus das Jahr 1917. Während in der Gruppe der großen Wohnungen im Jahre 1914 noch von je 100 großen Wohnungen 4 33 leerstanden, standen in dieser Gruppe am 12 . April 1917 nur mehr 107 Wohnungen leer. Das Leerstehungsverhältms der großen Wohnungen hat daher vom Jahre 1914 auf das Jahr 1917 um 3 26 "/o abgenommen. Die gleiche Erscheinung zeigt sich bei der Gruppe der kleineren Mittelwohnungen, bei welchen sich das Leerstehungsverhältms allerdings nur um 0 27 ° 0 verschlechtert hat. In der Gruppe der größeren Mittelwohnungen beträgt die Abnahme des Leerstehungsverhältnisses 1 85 " 0 . Dagegen ist in der Gruppe der Kleinwohnungen eine Besserung des Leerstehungsverhältnisses zu verzeichnen. Im Jahre 1914 standen von 20 je 100 Kleinwohnungen 0 89, im Jahre 1917 schon 1 60 leer, also eine Zunahme von 0 71 <>/o. Noch augenfälliger sind oft in den einzelnen Bezirken die Verschiebungen, die bei den vier Gruppen im Wohnungsbestande und im Leerstehungsverhältnisfe zu verzeichnen sind. Zur Veranschaulichung der Leerstehungsverhältnisfe dienen auch die in den Tabellen XII—XIV enthaltenen graphischen Darstellungen, welche für die leerstehenden Wohnungen der 21 Bezirke ohne Unterschied der Größe und gesondert für die Gruppe der leerstehenden Kleinwohnungen und die Gruppe der leerstehenden großen Wohnungen verfaßt wurden. Die in den Tabellen XII und XIII enthaltenen graphischen Darstellungen zeigen nicht nur die Leerstehungskurven nach der Zählung vom 20. Mai 1914 und vom 12. April 1917, sondern deuten außerdem noch an, wie die Kurvenlinien der leerstehenden Wohnungen verlaufen würden, wenn am 12. April 1917 auch die von Kriegsslüchtlingen besetzten Wohnungen leergestanden wären. VM. Das Zählungsergebnis bei den Geschäftslokaliläten. (Tabelle IX. X und XI.) Eine Zählung der Geschäftslokalitäten hatte bisher nicht statt- gesunden. Ein ziffermäßiger Vergleich mit einer früheren Zählung kann daher nicht angestellt werden. Immerhin läßt sich sagen, daß zweifellos infolge der langen Dauer des Krieges die für das ganze gewerbliche Leben bedauernswerte Erscheinung zutage getreten ist, daß die Zahl der leerstehenden Geschäftslokalitäten eine außerordentliche Steigerung erfahren hat. Noch wenige Jahre vor Kriegsausbruch beklagte man den ständigen Mangel an Werkstätten und verschiedentlich« Maßnahmen und Projekte wurden erwogen und zum Teile auch durchgeführt, durch welche im Interesse der Gewerbetreibenden diesem Mangel abgeholfen werden sollte. Heute ist infolge vollständigen Aufhörens der Nachfrage und durch die Auflassung vieler Betriebe an leerstehenden Werkstätten in Wien ein außerordentlicher Überschuß vorhanden. An der Hand der Tabellen IX, X und XI können die außergewöhnlichen Zustände auf diesem Gebiete des Wohnungsmarktes klar überblickt werden. 21 An 12. April 1917 wurden in Wien 119.887 Geschäftslokalitäten gezählt. Hievon waren 62.720 oder 52-32 o/« Geschäftslokalitäten im engeren Sinne (Läden), 21.134 oder 17-63 "o Werkstätten, 23.617 oder 19 70 o/o Magazine und Lagerräume, 10.035 oder 8 37 o/o Stallungen und Garagen und 2381 oder 198 o/o Ateliers. Von den gezählten 119.887 Gefchäftslokalitäten standen 12.200 oder 10 18" o leer. Hievon gehörten 5046 zur Kategorie der Geschäftslokalitäten im engeren Sinne, 2751 zur Kategorie der Werkstätten, 2558 zu den Magazinen und Lagerräumen, 1449 zu den Stallungen und Garagen und 396 zur Kategorie der Ateliers. Berechnet man das Verhältnis aller leerstehenden Geschäftslokalitäten einer Kategorie zum Bestände aller vorhandenen Gefchäftslokalitäten der gleichen Kategorie, so kommt man zu dem Ergebnisse, daß von je 100 Geschäfts- lokalitäten im engeren Sinne 8-05, von je 100 Werkstätten 13 02, von je 100 Magazinen und Lagerräumen 10 83, von je 100 Stallungen und Garagen 14 44 und von je 100 Ateliers 16 63 am Zählungstage standen. Die Zahl der leerstehenden Geschäftslokalitäten ist somit, wie dies ja auch eine Wanderung durch die Straßen Wiens zeigt, überaus groß und die Aussichten, die sich daraus für die Gestaltung des Geschäftslebens auch nach dem Kriege entfalten, wenig erfreulich. IX. Schlutzbemerkung. Am Schlüsse dieser Arbeit soll noch darauf aufmerksam gemacht werden, daß der durch die Zählung festgestellte Vorrat an leerstehenden Wohnungen keineswegs restlos für den allgemeinen Wohnungsmarkt zur Verfügung steht. Von den 8249 Wohnungen, die in Wien am 12. April 1917 leerstanden, müssen zunächst einmal alle jene Wohnungen außer Betracht gelassen werden, die nur an eine besondere Kategorie von Mietern vermietet werden und daher dem eigentlichen Wohnungsmarkte nicht zugänglich sind. Auf diese Weise scheiden zum Beispiel für den allgemeinen Bedarf allein im X. Bezirke mehr als 1000 Wohnungen aus, die nur an Arbeiter der Ziegelwerke vermietet werden. Es müssen ferner für den sofortigen praktischen Bedarf alle jene leerstehenden Wohnungen außer Betracht gelassen werden, deren Benützung wegen Gebrechen aus sanitären oder 22 baupolizeilichen Gründen unzulässig ist. Daß durch den Wegfall dieser beiden Kategorien von leerstehenden Wohnungen der durch die Zählung ermittelte ohnehin geringe Vorrat an Leerwohnungen ganz beträchtlich zusammenschmilzt, beweist am besten der Zahlenüberblick über den ersten am 2. Mai 1917 veröffentlichten Ausweis des für die leerstehenden Wohnungen obligatorischen Wohnungsnachweises der Stadt Wien. In diesem Ausweise wird die Zahl der leerstehenden, sofort vermietbaren Wohnungen mit 4574 angegeben. Hiebei ist zu beachten, daß die im Nachweise ausgewiesenen leerstehenden Wohnungen auf Grund der Zählung ermittelt und nur jene Wohnungen ausgeschieden wurden, welche eben, wie oben geschildert, für den praktischen sofortigen Bedarf nicht in Betracht kommen, und außerdem jene, welche in der Zeit vom Zählungstage bis zum 30. April 1917 durch Vermietung bereits in Wegfall gekommen waren. Anhang. M..Abk.M--Z. 186/17. Magistrat der!r. !i. Reichchaapt- and Mstdrystadt Miea. Wohnungsamt der Stadt Wien, Magistratsabteilung lila. Wien, iw Mürz 1917, Euer Hochwohlgeboren! Mit dem Stichtage vom 12. April 1917 findet in Wien eine allgemeine Zählung der Wohnungen und der Geschäftsräume statt. AlS ZSHlobjckt gelten die Wohnungen und die Geschäftsräume in den derzeit bewohnten oder bewohnbaren, wenn auch noch nicht bezogenen Häusern. Von der Zählung find jedoch ausgenommen alle Gebäude de? Kaiserlichen HoshalteS. der Hofhaltungen der Mitglieder des Kaiserlichen HauseS. die GesandtschastS- oder sonstigen exterritorialen Gebäude. In Amts- und Anstaltsgcbäuden (Schulen. Kasernen, Waisenhäusern. Spitälern, Klöstern, Pfarrgebüudcn, Hotels »e.) find die etwa dort befindlichen Mirt- oder Dienstwohnungen sowie die etwa dort befindlichen vermieteten oder vermietbaren Geschäftsräume usw. der Zählung zu unterziehen- Die Zählung findet auf Grund dieser Zählblattes statt, das die von dem Herrn Hautinhabcr (oder dessen Vertreters auSzufüllcnden Rubriken enthält. Es wird ersucht, da» Zühlblatt. und zwar sowohl für Geschäfttzlotkalitätea (auf dieser Seite) als auch für Wohnungen (aus der nächsten Seite) nach dem Stande vom 12. April 1917 genau auszuMen und da; ausgefüllte Zählblatt spätestens am 14, April 1917 bei der für Huer Hochwohlgebonn zuständigen Brot- uiH Nchlkommisston abzuliefern. im felbstäudigea Wirkungskreise. Zählblatt für Geschästslokalitäten. Gezählt werden Geschästslokalrtäte« (Läden). Werkstätten. Magazine und Lagerräume, Stallungen und Garagen sowie Ateliers, wenn ste al» solche benüht, oeriyirlet oder zu permieten find. Geschästslokalitäten (Läden), Werkstätten. Magazine und Lagerräume, Stallungen und Garagen.sowie Ateliers find auch dann als solche zu zählen, wenn sie in Verbindung mit Wohnungen stehen. Leere äeschästilokalitäten (Läden>. Werkstätten. Magazine und Lagerräume. Stallungen, Garagen und Ateliers, die schon vermietet, aber noch nicht bezogen find, zählen als .leerstehend-; - gekündigte, jedoch noch benützte Geschäfts, lokalitäten usw. find als benützt zu zählen. Sofie _Bezirk. _ r _-_ S traß« Or.-Rr-, Pta, rr « s Mt s eL rr s «S rr w» US rr L» s Tür ttzeschästSlokal« (Laden)') Werkslütte') Aarage') Atelier») M>I „ja" auSzusüllen. Skr. nützmig k>^>" >> leer* strheud In v«. In «>- le«r- tn**l^I.t > ! -!- l ! ! ! > t- ! ! i > ! ^ > _ ! ! ! i ! ! I ' Ae»«»' ! s es s ve 6 v «r av s' r> « s er» r> rr «n L » rr 3 Wenden! Don der Brot, und Mehltourmiffion auszufüllen! _ Von der HauStnhabung-ruszufüllen! Zählblatt für Wohnungen. Ms Wohnung gilt, was als solche benützt, vermiet« oder zu vermieten ist. GS sind daher auch die Wohnungen des HauSinhabers. jede Dienstwohnung und die Wohnung de» Hausbesorgers zu zählen. Wohnungen find als Wohnungen zu nehmen, auch wenn Büros. Kanzleien re. darin untergebracht sind. Desgleichen sind Wohnungen als solche zu zählen, wenn sie m Verbindung mit GeschäftSlokalitäten stehen. Leere Wohnungen, die schon vermietet, ab« noch nicht bezogen sind, zählen als .leerstehend': gekündigte, jedoch «och benützte Wohnungen, find als bewohnt zu zähle». S-sie Bezirk. straße Or.-Nr.___ platz Nr. Zah der MI »ul,«,Wen. wenn Zahl der «U .ja- -u«p-fü0«l. wen« Sab^ 0m- «a- sted«»d Nr. Zim< «ab,. «ü- Jim- «adt- Bor- «a. « Su-m. Ä» I l i 1 1 i t i i t 1 i 1 I i i t 2 mehr i 1 2 mehr i i 2 i 2 i i 2 i i 2 t. i i 2 2 «ohr i 2 2 i i 3 i 3 i i 3 i i i 3 2 i i Summe: Don der Hanstnhabuug anszufüllen! Don der Brot- und Mehlkommission anszufüllen! Gemeindeüberficht. Hab e üe i . Die am 12. April 1!l17 in Wien gezählten Wohnungen nach Wohnungsgrößen und Gemeindebezirken. 2 r-> ^ ^ L ^ s « G ^ r: rhrm qun ? A 8 stzrnU i "asunur? -L0K I 'ahsm qun „isulqvtz- x 8 SlpNU i ^smmMoW i ' 1 ,zu>qvU I ^suimN? x 2 A rlpnU i 'isluul;? -zog; l '.,sulm,b x stp «8 l 'aziumlF x stzmy i 'rsmul;? -aostz i ^hsm qun »nsu,qv 8 x L,mm,b 8 ^ - K Z 2 K slpn8 I "ihsm qun -,,su;qv 8 x ' 2 SUlM,L x shrnZ i 'zzmmMoxk i '»sü;qv 8 i ^rmul;N x ';,su,qvU i ' 2 su,m,x x sc 2 xr § 2 I 2 S stz>N 8 i ^»mmN - 20 gz i ^guuu;^ x stpnU i x shinU i "asmm;? -rojtz L "rhsm qun s»ru;qv 8 x ^smunt: I k- ^ 2 Z K 2 Z stznlU i "ahrul qun »»surqv« L rsuiMk I stzmU i ^»ullu;rroK , '„surqvU i 'L,ulw;tz I » X ^ X ^ X L < 1 Kabinett 1 Kabinett, 1 Küche 1 Zimmer 1 Zimmer, 1 Küche 1 Zimmer, 1 Vorzimmer, 1 Küche 1 Zimmer, l Kabinett, t Küche 1 Zimmer, 1 Kabinett, 1 Vorzimmer, 1 Küche 1 Zimmer, 2 Kabinette und mehr, 1 Küche 1 Zimmer, 2 Kabinette und mehr, 1 Vorzimmer, 1 Küche 2 Zimmer, 1 Küche ! Zimmer. 1 Bor zimmer, 1 Küche 2 Zimmer, I Kabinett, 1 Küche 2 Zimmer, 1 Kabinett, 1 Vorzimmer, 1 Küche _ 2 Zimmer, 2 Kabinette mm., 1 Küche 2 Zimmer, 2 Kabinette und mehr, 1 Vorzimmer, i Küche 3 Zimmer, 1 Küche 3 Zimmer, 1 Vorzimmer, 1 Küche 3 Zimmer, 1 Kabinett, l Vorzimmer, t Küche 3 Zimmer, 2 Kabinette und mehr, 1 Vorzimmer, 1 Küche 4 Zimmer und mehr Gemeindeüberficht. Taben«». Die am 12. April 1917 in Wien gezählten benützten Wohnungen nach Wohnungsgrößen und Gemeindebezirken. Gemeindeüberficht. Tabelle ii^ Die am 12. April 1917 in Wien gezählten leerstehenden Wohnungen nach Wohnungsgrößen und Gemeindebezirken. uaöumchogx sunlMS I "ihsm qun »nsu -,qv8 s 'rsmmitz x 'aaunuMa^ i 'psu -,qv8 i x stz»NU i ^smmrr -ioK i x »HM i x stzinU > "asmiu;raos I 'ahsiu qun spsu -;qv« ^ ^smmrx x stzmL i' m °n s»su iqvU x '.ismunF x stz>NU i 'rsmmM0K I "irsu -,qvU i 'ismm,8 8 stzryU i 'psu -;qv8 I 5 2tpN8 i "ismmii -I 0 K , "rsunuix < rhrnU i 'Lsmm,x x SPN8I '2SUliu»raoitz l "rhsm qun »lisu -;qv8 8 '2smru,x l rtzn« I "ahsm qun spru ->qr>8 x 'asium,b i ,H)N 8 r 'rsmm,I>! 20 K i ^u»u -;qv8 i 'aruuurk I 2tzk>N8 i "nsu -»qvU i 'a,mul,F i sh)N 8 i -aogz I 'LSUNUM I -H-YU I 'a,uim;b I stz>y8 I '«suiqvV l -A E ?s t>2 S 2: S L> 20 S < Q «ö < <2- < l>2 < s s < ob 2 X cO 22 -^1 X O s X X »2 X 2V t^> t>2 X Ä < X < X -2 < 2V X 20 X < X LS X o X -2 >< s: >7- X X -s »p- «2 O s V» «-r -s- s- » S. u> rr «» do ^ «» «» D L »» <» 3 ^ 2. s s v 2 «» s 8 Z Z 8 » » Z s T 8 » rr rs «c» -r Tabelle IN Tabelle »V Das Vorkommen der 4 Wohnungsgruppen in den einzelnen Bezirken und in Wien. Bezirke Kleinwohnungen Kleinere Mittel- wohnungen Größere Mittelwohnungen Große Wohnungen D absolut O'N absolut 0/6 absolut »0 absolut "ö I 12687 2919 2301 1373 1082 3438 27-10 4957 39 07 II 40468 24924 6159 5479 1354 7951 1964 2114 523 III 42232 26691 6320 4662 11-04 7699 1823 3180 7 53 IV 17671 7397 41-87 2937 1662 4852 2745 2485 1406 V 28774 21980 76-39 3090 1074 3192 11-09 512 1-78 VI 17747 9308 52'45 2628 14-81 4224 23 80 1587 894 VII 19858 10007 50 39 3285 1654 4889 24 62 1677 8-45 VIII 15100 6970 4616 2505 1659 4259 2821 1366 9-04 IX 26594 14165 5326 3661 1376 6450 24-26 2318 8-72 X 43673 40584 9293 1835 420 1031 2-36 223 0-51 XI 12994 11708 9010 723 5-57 460 3-54 103 0-79 XII 30121 25697 85 31 2062 6-85 2001 6-64 361 1-20 XIII 34675 25601 7383 2645 763 4525 1306 1904 5-49 XIV 24883 22188 8917 1475 593 1016 408 204 0-82 XV 16389 13158 80 29 1671 1019 1375 8-39 185 1-13 XVI 49482 45074 9109 2734 5-53 1410 2-85 264 0-53 XVII 29586 25545 8634 2023 6-84 1583 5-35 435 1-47 XVIII 27191 18334 6743 2844 1046 4746 1745 1267 466 XIX 15251 9792 6421 1605 1052 2470 1619 1384 9-08 XX 26335 23712 9004 1485 564 984 3-74 154 0-58 XXI 22834 20237 8863 1134 4-96 1187 5-20 276 1-21 Wien 554545 405991 7321 51856 9-35 69742 12-58 26956 4-86 Tabelle V Die leerstehenden Wohnungen in den 4 Wohnungsgruppen im Verhältnis zum Wohnungsbesiande. Kleinwohnungen Kleinere Mittelwohnungen Größere Mittelwohnungen Große Wohnungen Bezirke Gesamtzahl der Kleinwohnungen le steh abs. er- ende Gesamtzahl der kleineren Mittelwohn. leerstehende abs^ °/« Gesamtzahl der größeren Mittelwohn. leerstehende ! abs. «, Gesamtzahl der großen Wohnungen Leerstehende abs.! I 2919 28 0-96 1373 16 1-17 3438 23 067 4957 49 0-99 H 24924 109 0-44 5479 12 0-22 7951 34 0-43 2114 19 0-90 III 26691 112 0-42 4662 13 0-28 7699 41 0-53 3180 20 0-63 IV 7397 61 0-82 2937 30 1-02 4852 36 0-74 2485 15 060 V 21980 178 0-81 3090 28 0-91 3192 57 1-79 512 5 0-98 VI 9308 91 0-98 2628 33 1-26 4224 87 2-06 1587 23 1-45 VII 10007 101 1-01 3285 44 1-34 4889 58 1-19 1677 35 2-09 VIII 6970 56 0-80 2505 21 0-84 4259 37 0-87 1366 8 0-59 IX 14165 69 0-49 3661 14 0-38 6450 31 0-48 2318 15 0-65 X 40584 1499 3-69 1835 90 4-90 1031 23 2-23 223 3 1-35 XI 11708 131 1-12 723 1 014 460 7 1-52 103 XII 25697 353 1-37 2062 59 2-86 2001 37 1-85 361 ' 7 194 XIII 25601 817 319 -2645 63 2-38 4526 75 1-66 1904 24 1-26 XIV 22188 556 2-51 1475 55 3-73 1016 29 2-85 204 4 1-96 XV 13158 174 1-32 1671 25 1-50 1375 24 1-75 185 2 1-08 XVI 45074 806 1-79 2734 50 2-16 1410 . 13 0-92 264 3 114 XVII 25545 459 1-80 2023 38 1-88 1583 19 1-20 435 11 253 XVIII 18334 215 1-17 2844 38 1-34 4746 42 0-88 1267 18 1-42 XIX 9792 210 214 1605 49 3-05 2470 31 1-26 1384 20 1-45 XX 23712 152 0-64 1485 30 202 984 12 1-22 154 6 3-90 XXI 20237 331 1-64 1134 7 0-62 1187 11 0-93 276 2 0-72 Wien 405991 6508 1-60 51856 725 1-40 69742 727 1-04 26956 289 1-07 Tabelle VI Die Besetzung der Wohnungen durch Parteien, die während des Krieges aus Kriegsgedieren zugezogen sind. Bezirke Zahl der besetzten Wohnungen überhaupt Zahl der besetzten Kleinwohnungen Zahl der besetzten kleineren Mittelwohnungen Zahl der besetzten größeren Mittelwohnungen Zahl der besetzten großen Wohnungen abs. in o/<> abs. in "/<> abs. in " n abs. in o/o abs. in o/t, I. 69 0-54 7 024 16 1-17 24 0-70 22 0-44 II. 2146 5-30 1301 522 326 5-95 454 5-71 65 3-07 III ' 334 0-79 142 0-53 59 1 27 108 1-40 25 0-79 IV 147 083 38 051 28 095 64 1-32 17 0-68 V 262 0-91 162 0-74 44 1-42 54 1-69 2 039 VI 237 1-34 118 1-27 41 1-56 59 1-40 19 120 VII 324 1-63 133 1-33 77 234 99 2-02 15 0-89 VIII 328 2-17 102 1-46 60 240 142 3-33 24 1-76 IX 708 2-66 314 2 22 134 3-66 223 3-46 37 1-60 X 106 0-45 185 046 8 0-44 2 019 1 045 XI 24 018 23 0-20 1 014 . XII 86 0-29 65 025 10 0-48 11 055 XIII 116 0-33 74 0-29 13 0-49 18 0-40 11 0-58 XIV 166 067 149 0-67 8 0-54 8 0-79 1 0-49 XV 104 0-63 70 053 17 1-02 16 116 1 054 XVI 311 0-63 285 063 17 0-62 9 064 . XVII 171 0-58 139 0-54 18 0-89 14 0-88 XVIII 253 0-93 167 091 35 123 41 0-86 10 0-79 XIX 106 0-70 51 052 14 0-87 28 113 13 094 XX 1570 5-96 1381 5-82 119 801 68 6-91 2 1-30 XXI 52 0-23 47 023 2 018 2 017 1 0-36 Wien 7710 1-39 4953 122 1047 202 1444 207 266 0-99 Tabelle VII Der Gesamtbestand und das Leerstehungsverhältnis der Wohnungen nach den Zählungen vom Jahre 1914 und vom Jahre 1917. Bezirke Gesamtb Wohn 1014 estand an ungen 1917 Zuwachs od. Abfall an Wohnungen vom Jahre 1914 auf das Jahr 1917 abs. ^ "4 > Von Wohnun leerst 1914 ,e 100 zen waren ehend 1917 Zu- od. Abnahme des Leerstehungs- verhältnisses vom Jahre 1914 auf 1917 I 42736 12687 — 49 — 0 38 2-54 0-92 — 162 II 39705 40468 4- 763 4 1-92 144 0-43 — 1-21 III 41480 42232 4- 752 4 181 1-41 0-44 — 097 IV 17478 17671 4- 193 4 1-10 2-13 0-80 — 133 V 28060 28774 -l- 4 0-40 1-02 0-93 — 009 Vl 17553 17747 4- 194 4 1-11 2-04 1-32 — 0-72 VII 20139 19858 — 281 — 1-40 1-99 1-20 — 079 VIII 14993 15100 4 107 4 0-71 1-55 0-81 — 0 74 IX 26914 26594 - 320 — 119 1-13 0-49 — 0-64 X 41508 43673 4- 2165 4 5-22 1-45 3-70 4- 225 XI 12159 12994 835 4 6-87 0-39 1-07 4^ 0-68 XII 29010 30121 -f- 1111 4 3-83 0-80 1-51 4- 071 XIII 33651 34675 -f- 1024 4 3-04 2-65 2-82 4- 017 XIV 25337 24883 — 454 — 1-79 0-54 2-59 4 205 XV 14424 16389 4- 1965 413 62 0-79 1-37 4- 0-58 XVI 48337 49482 4 1145 4 2-37 0-28 1-78 4- 1-50 XVII 29060 29586 4 526 4 1 81 0-81 1-78 4 0-97 XVIII 2660! > 27191 4 582 4 2-19 1-40 1-15 — 025 XIX 14459 15251 4- 792 4 5-48 2-30 2-03 — 0-27 XX 25046 26335 4 1289 4 5-15 2 19 0-76 — 143 XXI 21732 22834 4 1102 5-07 1-56 1-54 — 002 Wien 540990 554545 2-51 1-39 1-49 010 Tabelle VI» Die 4 Wohnungsgruppen und das Leerftehungsverhältnis derselben im Jahre 1914 im Vergleiche zum Jahre 1917. äZL « s ^ L L -2 -4- -l- > -i- -I- -I- -s- X X I > -t- I '-l- 4- s L -r Tabelle VI» Die 4 Wohnungsgruppen und das Leerstehungsverhällnis derselben im Jahre 1914 im Vergleiche zum Jahre 1917. Tabelle IX Die am 12. April 1917 in Wien gezählten Geschäftslokalitäten nach Gattungen und Gemeindebezirken. Bezirke Geschäftslokale Werkstätten Magazine Lagerräume Stallungen und Garagen Ateliers Summe aller Geschäftslokalitäten I 6083 388 2019 149 262 8851 II 5517 855 1899 505 150 8926 NI 4423 1084 1582 669 313 8071 IV 2613 744 1075 203 227 4862 V 2983 1408 989 280 86 5746 VI .3238 1472 1118 150 176 6154 VII 3799 1658 1608 115 176 7356 VIII 2242 676 707 102 178 3905 IX 3499 744 1173 201 134 5751 X 3213 1235 1371 -877 35 6731 XI 852 446 555 884 23 2760 XII 2712 1554 1210 805 59 6340 XIII 278<> 1091 980 652 147 5656 XIV 2505 1346 1069 430 22 5371 XV 1907 960 629 172 41 3709 XVI 3870 1922 1185 595 40 7612 XVII 2764 895 854 474 25 5012 XVIII 2524 753 929 357 85 4648 XIX 1482 515 760 584 IM 3501 XX 2186 631 949 502 24 4292 XXI 1572 758 956 1329 18 4633 Wien 62720 21134 _ 23617 10035 2381 119887 Tabelle X Die am 12. April 1917 in Wien gezählten benützten und leerstehenden Geschäftslokalitäten nach Gattungen und Gemeindebezirken. Bezirke ! Geschäftslokale ! LS Werkstätten ^ _ «L Magazine s Lagerräume ^ UNg LG G Ateliers Summe der benützten Geschäftslokalitäten Geschäftslokale _ Werkstätten ^ Magazine ^ Lagerräume ^ Stallungen und ^ Garagen Ateliers ^ Summe der leerstehenden Geschäftslokalitäten Summe aller Gesch äftslokalitäten I 5784 870 1877 124 230 8391 249 18 142 25 20 460 8851 II 5278 708 1091 452 119 8303 239 92 208 53 31 023 8926 III 4088 970 1348 508 202 7242 335 108 234 101 51 829 8071 IV 2870 009 949 182 202 4372 243 75 120 21 25 490 4862 V 2787 1244 899 245 75 5200 240 104 90 35 11 540 5746 VI 8012 1800 991 120 152 5041 220 112 127 24 24 513 6154 VII 8545 1549 1497 103 148 0842 254 109 111 12 28 514 7350 VIII 2011 595 591 85 140 3428 231 81 110 17 32 477 3905 IX 8823 098 1080 18 5 112 5398 170 40 93 10 22 353 5751 X 2848 1040 1198 087 27 5801 370 189 173 190 8 930 0731 XI 808 407 499 817 21 2547 49 39 50 67 ') 213 2700 XII 2410 1291 1091 680 40 5524 290 203 119 125 13 816 <1340 XIII 2889 864 822 501 114 4090 397 227 158 151 33 900 5056 XIV 2262 1094 973 303 15 4707 243 251 90 07 7 604 5371 XV 1054 777 518 137 27 3113 253 183 111 35 14 596 3709 XVI 8569 1559 1089 510 34 6701 301 303 96 85 0 851 7012 XVII 2557 748 782 390 17 4489 207 152 72 84 8 523 5012 XVIII 2281 082 758 290 75 3992 293 121 171 61 10 656 4048 XIX 1271 401 059 499 124 3014 211 54 101 85 30 487 3501 XX 2084 580 845 440 17 3922 152 45 104 02 7 370 4292 XXI 1497 099 902 1190 16 4310 75 59 54 133 o 323 4033 Wien 57074 18383 21059 8580 1985 107087 5040 2751 i 25581449 ! 390 12200 119887 Die leerstehenden Geschäftslokalitäten im Verhältnisse zum Bestände der Geschäftslokalitäten. asq vunhssjassz ltzvt!,MvjSG Sunhsrj -assz LSq " , § Z ? Z Z r Z 8 L k ? Z - Z ß s x: x ZZ k ^ ^ ^ ..^ ^ ^ .. .. öuntzr,j.^ssz _ ^ ^ ^ . ^ ^ ^ ^ ^ ^ ^ lhvr,mvjstz) vuntzr;j s § - - 8 L U § H L -rssF isq "/« Z - - 2c 2 .§ r-» vunhs;jassF Ä - K Z-« -§Z Ihv^uwj-G I § L Z »T L 8 2° -- Z V. vunl;stz 2 Z § L -c - ,-* - L § N -: -Lssr; asq ° „ - l- - 2 § öuntzsrjrss^ § Z § T -r Z Ä L Ä Z iZ «- IhvkMvjSU § Z A Z -« § D vunhs,j -.rs»,-; isq Sunhssps-s ihvirmvjSG S- Z !2 ^ -- S> I- D> ^ > ^ x o > c: 4- ! ! ! 1 I » 'UZ9UNI^0/^000l.-^>^0Vsl() MZ SMS U3S^s1^«0^lZ1>1 U9V«L1I^S ^ ^ZO l^! ^^sl^98Ms1^M/^-»7 ^0 tt^lM>M0/V8V(I O^isl ^l/V^ k^Il ^Z9^s1^tt0^M OUV18Zg^O I '^.X - i / - r. '> / i ^ ^xx 'v .X ^ s v^j l. ^ <- ,' i/,> t V-?/ X. X ^ X> -2S'X! / X X ^ > ! >> ^1 X '' '. 17 ^' > K^'-