^ Wiens!' 8i3llt-8ibliatke!!. 4980^
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1?. WVIMM Lrcpyan Ktrobelbergers/ KaysetllK.Bad-^leäicLLcc. Kurtze Unterweisung, Wie man nemflch Des Kaysers Larols-Bnds sich recht zn gebrauchen/ und da- bey in währender Baad-Cur, guter viser flitz befletffjgen solle. Mjeßo aufdas neue an dasLiechr gebcaGt/und zufinden bey Andrea- BeLer/Apotheckern i» er- meldtenCarolSrDaad.
^§GGGOGOGiSGGGGDiSGZ0k Eger, druckts Johann Franh Fritsch,
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Petri Bajery/ an einem schwachen Schenckel nützlich empfunden: sondern auch/ wie Caspar Brufth gedencket/ als er gekrönter König in Bohmen/ in gutem Friede regieret hat/ Anns r;s8. mit bequemen Gebäuen/ einem Schlöß- lein am Felß/ und einem gemeinen steinern Baad/ darinnen/ für Ihre Majestät bereitet war/' erhoben/ befteyet/ und also/ nachZhrer Majestät löblichen Nahmen/ Kaysers-Carols-Baad/ benamset worden. 4. Nachdem nun solcher Orth also über zwey- hundert Zabrqestanden/ und von Tag zu Tag ?n mehreren Bau undBeruffkoinen/ auch Anns rs2i. von Doctor Wenceslao Bejero Stadt- Phnsico/ zu Ellbogen/ welcher der erste Praeti- cuslallhier gewesen/öffentlich beschrieben worden:' Ast er.Anno 1582. den 9. May abermahls durch^ «inen erichröcklichen Master-Guß jämmerlich^ verderbt/ und fast gantz ruinirt: wie dann auch E
V. e-> re hr es. lit H a- d- j l"! !N i/i el w in »s ;- d/ r- K >/ >- iS >s t- i- r>: v H H r-.
-^ hernachAnno r624.deni;.August» durch Feu- ers-Brunst, ausser;. Häusern, in die Aschenge- V°n welcher Zeit an es darnach solcher Gestalt, wre es gegenwärtig, erbauet ist: wolle es dergleichen Schaden fer- ruffechast«!^ und in seinen gulenBe- II. Bon des Larols-Baades Bera- »rt/ und für w,I«e«rancktzlilri, es ju gebrauchen^ I. Mineralien belangend, oder was das .<-^rol6badtfche warme Wasser auß der Er- Hen mit sich führet/ sind Kalchstein, weiß, gelb und rother Bolus/ oderBergrothel, Salniter, s^^/^'°/(Elstnschlicht/ und ein starcker Schw-, m seinen O.valltaten und rechten Gebrauch fast ^pmrt/oder ja etwaswärmend und außträu- n-m-ind^^/UNd folgends auch in ZencreUNd allen denen Persöhnen und Gliedern, so feuchter und kalter Complerion sind, AußtrücknenundErwar- idrm
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z. In specie abrr/ und insonderheit dienet es zum blöden schwachen und erkalten Magen/für innerliche Obstructiones und kalte Blödigkeiten der Leber/ Miltz und Krößgeädels. Fürs Darmgrimmen/ Reisten und Colica von kalter Materia/ znAußsührung des Sandes/ Gries/ oder sonst jehes Schleims auß den Nieren und Blasen. Zu grünglicher Außtheilung innerlicher böser Flüß/ ungesundter Fäulung/ Geschwüren/ wo kein Fieber dabey ist. Zu den con- eracten/ lahmen und schwachen Gliedmaffen. Für Schwinden und abnehmen/ auch Reisten/ Gicht und Gesichte der Glieder. Für Geschwulst an denGliedern/ so die Natur nachU- berwindung einer Kranckheit oder bösen Materia/ auß dem Leibe getrieben. Für offene Geschwür/ alte und neue offene Schaden/ allerley Uneinigkeit/ Außschlagen/ Krätzen/ Bristen/ Jucken der Haut und Schaarbock. Für allerley Weiber- Krauckheiten/ sonderlich Schwachheit der Mutter/ Unfruchtbarkeit/ weiffenFluß/ unordentlichen Monats-Fluß/ anfangenden Blähe- Kranckheiten, Mutter- Grimmen/ Mutter- Fräßle und Aufblähungen/ und dergleichen.
III.
Welchen Krauckheiten es zu wieder/ oder welche es nicht heile.
S>Argegen aber ist es juwieder/ diesen nachzufolgendes Kranckheiten c —»-AN«
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r. Allen hitzigen Fiebern, Hectica und Pleu- rist, oder dem hitzigen Seiten- Stechen. Der Hertz-Braune. Hitzigen Haupt-undAugen- Kranckhetten. Dem Rothlauff. Dem hitzigen Z pperle und Podagra. Stetigem grossen Hauptweh mitSausen derOhren. DerSchlaff- sucht. Der schwürigen und blutwürssigen Lungen. Der Wassersucht. Dem gar schwerem Athem. Dem grossin Nreren-und Blasen- Stem. Allen jähen Krankheiten. DenFran- rosen, und deren Geschwür und Beulen. Dem heutigen Sparten des Geäders und Schenckel unter der Gürtel, so auß dem Ruckengrad uns treugerttrsach entstehen. 2. Und im Fall es jwar etlichen Kranckheite» nlcht zu sehr ju wieder, so heilet eS doch dieselbi- gen fthwerlich, oder wird vergebens angewendetk uemdiich in vergifften Kranckheiten,Pestilentz, Beiauberung. An angeerbtenGebrechen, sonderlich Haupt-Flüssen, Schlag, knorrichtenPo- Verlohrnen oder schwachenGcstcht oder i§^or, Verrenckung oder Luration der Glieder. Wurm^^ fressend oder aufwerffenden . r. Ist auch das Trincken dieses Wassers wif- sentllch nicht wohl zu rathen den schwanger» Frauen- viel weniger dasBaden den>icnttru,tis. 4. Ist-auch kein Wunder, daß es in denen Rranckhelten vergebens gebraucht wird, wo es rr: n gantz und gar auß ist, keine Kräfften der Na- , und man von Schwachheit Weser mlt TrmAn oder mit Bade« fortkommen
kan. Daran die exten Medici gar offt schuldig/ indem sie ihrer viel/ welche guter Leibs-Krafften, Halber diß Baad noch gebrauchen könten/ es entweder wiederrathen/ und mit ihrem Schmier- werck zuvor besudeln/ biß endlich alles vergebens ist/ und alsdann das Band erst commendiren/ nach dem nichtswerthen Sprichwort: Ulrima kleö)corum sppeUsrio, l'kermse: Da doch solcher leiblich Mittel vielmehr im Anfang r »der bey zimlichen Leibs-Kräfften gerathen/ als gar aufdie letzt gespahret werden soll. IV.
Wie man sich bey dem Wasser- Tcincken verhalten soll. 2U den obgedachtenKranckheitennun/inwel- Dchm dieses warme Wasser nützlich zu gebrauchen vermeldet worden/ wird es zweyerley Weife angewendet/ nemblich innerlich und äusserlich. Innerlich zwar mit Trincken. Aeusserltch mit Baden/ Anstropffnen/Mffressen. Zm Trincken werden folgende Sachen in Acht genommen...^ 1. Daß man des Tags nur einmahl/ und früh mchtern trincke. 2. So warm mans erleiden kan: Mit Nichten laulicht oder kalt. z. Sich im Tnncken nicht übereile« 4. Etliche pflegen dasWaffer zu salhen/welches doch nicht vonnöthon.
§. Unter dem Trincken/wo es dstKranckheit juläst/ im Zimmer hin und wiedersehen. 6. Daß man solche Trmck-Töpffe nehme? deren zehn in ein Warm- Baad- Kanne gehen. 7« So offt man ein Fahnen bey fünff oder sieben Töpflein getruncken/ wieder ein heisseS Wasser bey dem Brudel Holle/ mit verdeckten erdenen Geschirr. 8. Das man/ wo möglich/ um 8.Uhr/ mit dem Trincken fertig werde. y. Wann es biß gegen 9. Uhr per lecles nichts gewürcket/ alsdann ein Gläßlein voll von dem gewöhnlichen Laxier-Säcklein/ so auf die Kranckheitgerichtet/ trincke: oder unser Warm- Baads-SalH gebrauche: alsdann noch«ine Stund faste/ und sich vor dem Essen/ mitSpa- tznen erlustire. Oder/da das Wasser biß auf den Abend im Leib verblieben wäre/ ein Stund vsrm Abend-Essen etliche Mastix-oder Akoes- Hillulen einnehme/ damit daffcibigs wieder befördert werde. «-./o- Vor-und Nachmittag nicht schlaffer W'Hes^ages nicht bade: Damit hierdurch nicht dost Flusse oder Fieber verursachet werde« v.
So„a>es Lrmckens Würcknng. DZs eingetrunckene Wasser/ hat stmeWür- beydes in währendem trincken/ und kann auch hernach/ folgender Masse«: _A§-.Macht
i. Macht es unter dem TrinckenvielAußsprü- tzen/ Reuspern, Rotzen und Kotzen. r. Bißweilen auch wohl einen Vomi'tum, daß man wieder herauß wirfft: welches/ wann es nicht wegen des jähen, oder gar zu laulichten Trinckens qeschicht, so ist des Wassers eigene und gute Mürckunz/ dadurch der Magen viel Schleims entlediget wird/ und man folgends das übrige Wasser viel leichter abtrincken kan. Soll aber an statt des Außgebrochenen wieder ein gleiche Qualität warm Wasser fein sacht ge- trunckenwerden. Macht es wegen seines heissen Brodems und Dampffs den Leib erschwitzen/ sonderlich an der Stirn/ unter den Achsen/ im Rucken/ und circainAums. WelcdeeSuclor, oder viel» wehr Uäar oder Dunst zwar weder mit starcker Leibs- Bewegung/ noch übriger Wärme oder, Kleider oder des Zimmers soll gezwungen: noch aber auch durch Erkaltung oder Erlüsterung des Leibs soll verhindert werden. Dann fo er mäffig' vndfpomaneus ist/wird wegen seinerbitum«^ minosischen Balsams, Art/ das Geblüt gewal-^ tig dardurch gereinjget, so er aber zu viel und mit! Gewalt erzwungen wird/ verhindert er die nachfolgenden Würckungen mit Schaden. 4. Pfleget diß Wasser den Leib durch Stul-^ gang zu offnen, und die Därmerund Eingeweid dermaffen außzuspühlen/ daß auf die letzt fast auch nur reines Wafferdurchgehet: zuvor blöher l es den Schmeerbauch und Wanst zimttch auf/
biß es anfängt durchzubrechen. Komenauchge- meiniglich Post- Reuter durch das hinter Thürlein voran/ mit unfreundlichen Geruch einer Schwefel-Dampffs: Item noch unter dem Trincken viel^uüus und aufftossen desMaaenS da mancher rölltzer und grölhet/ daß mans über drey Häuser knallen höret/ sonderlich/ wann irr euer Compagnia die warme Wasser-Zech gehalten wird/ hört man offt seltsame kcko gege» einander. Und währet solche brydrsulis oder Wasser-Music meisten theils nur/ wiegefagt/ unterm Trincken/ und bekommet den Patienten wohl/ und wird einem leichter darauff/ ebener Massen/ als warn unter sich der Bauch sich eines starcken Wind- Brausi-ns entladet. Es geschehe nun/ wann einer allein ist/ und sich vor den Frauenzimmer nicht schämen darff/ redlich und leut per eruÄztionem oder crepirum: oder heimlich und schleichend( welche Hoffweise der alte Valescuglrullam nennet) so ists besser, als wann manS zu sehr verhalten will/ damit«S- nicht zur msintion und beschwerlichen Aufblähung gereiche/ und der Bauch wie ein Trommel börste. . 5. Ist<6 ein gewaltiges viureticum, und nimmt semen Durchgang meiftentheiis durch den Urm/ so hell und klar/ wie mans getrunckenhat, m wohl unter/ als nach dem Trincken/ bey etlichen auch erst wohl gegen Abend oder in der
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6. Gehet auch ein Theil des getrunckenen
Wassers in die Glieder, und macht innerhalb etlich Tagenein Geschwulst, oder Ausdünstung, oder Trägheit derselbigen, zur guten Anzeigung, Laß alsdann fast genug-getrunckensey, und man sich bald in das Baad begeben solle, welches bey etlichen in s. 7.9. bey andern erst in r r. oder 14. Tagen sich erweiset, und ein gutes Zeichen ist. Dargegen bey denen, fogantz nichts dergleichen -puhren, wenig Nutzen davon zu hoffen. 7. Ist aber zu mercken, daß diese erzehlte Würr< Ob man nur trinckcn/ oder nur
»i- »der met° tr» sich
chen dörffre. I. ^7Achdem die Baad-Cur nicht einerley ist-
baden/ oder alles beydrS grbrau-
ran^^sondern man sich nach mancherley Art der er< Kranckheiten darmit richten muß: Wird in der selben das Wasser entweder nur allein'getrun- rs/ eken/ ohne Baaden/ oder man gebrauchtes nur >ck^ mit Banden/ ohne trincken. md 2' Insonderheit aber, dienet das Trincken nichts zu den Geschwülsten/ da ihnen hergegen das Baaden gar recht thut. Dargegen dienet ^ mancheemahl den Lunaensüchtigen dasTr»ncken/ irl, Baaden aber können sie nicht ertragen: siel' Welches auch offt in Franzosen, Zipperlein e Stein/ tVlorbo k^poclionöriaco, und mjl'rucknen Sparten und Reisten der Glieder zu der»ermercken. Wie dann auch schwangere Frou- der kn sicher darinnen baaden/ aber es nicht wokl em lnncken dörffen/ und was dergleichen mehr rri<^l»'- M. Meistenteils aber zu den andern Kranck- > Zeiten/ wird es mir Trincken und Baaden angewendet: Und kan eines ohne das ander nicht gar fruchrbarliche Würckung verrichten/ indem
daß in etlich Tagen getrunckene Wasser, den r Leib gleichsam jum Banden bequemer und prä- e pariret, denseibigm reiniget, durchweichet und öffnet, und durch eine gewünschte Aufquellung r der Glieder, zum Band zeitig und geschickt< macht, daß das Baad weder mit seiner Ffth^ noch^ Truckne^ leichtlich schaden/ sondern nur c erwärmen, starcken, und das jenige angreiften L möge was durchs Wasser- Trincken, nach ver, l achter inwendiger Leibs-Reinigung, dahin ver- l schoben worden. Dahingegen das blosse Trin- l cken, ohne nachfolgendes Banden, den Leib sehr r ungeschickt, träg und«schwollen: Das Baa- r den aber, ohne vorhergangenes Trincken, gewaltig Safft-und Krafftloß zu machen, den u Leib sehr zu erhitzen/ trücknen und zu verharren n pfteget: Welcher Gestalt die ausländischen L Medici ihren Patienten offtmahlö übel rathen, n wann sie dieselben entweder nur zum Baden, oder Trincken anhero schicken, und nicht wissen, st daß eines ohne das ander gar selten nutze, noch d füglich k»nns gebraucht werden. i, vm. Wie lang die ganße Lur mitTrin- iken und Daaden anzustellen. AIerauf ist zu wissen: r. Da jemand das s^Trrncken nur allein bedörffte, daß solches auf das längste in 14. Tagen nacheinander kan verrichtet werden; Dann im übrigen der Leib
den mit zu viel Wäffengkeit undFeuchte/ und etwann )rä- auchGeschwuht überladen wurde, und 2. Wer aber deß Bandes allein/ohne Trin- ung rken/ über 14. Tag gebrauchen solle/ Hai sich uckt grosses Sparrens/ Abnehmung des Leibs/ und Hih Erschöpffungdes natürlichenSaffts undKraffts/ nur auch beschwerlicher Leibs-Versiopffung und ffeu Alteration der Leber/ Nieren und Geblüts zu, -er/ besorgen: Es wäre dann/daß nur ein geschwol- -er/ lenes oder schadhafftes Glied/ ohne den übrigen cin- Leib/ m das Baad gefttzet würde/ welches "ehr man lange Zeit ohne dergleichen Nachtheil thu» aa/ mag. ge/;. Eine ordentliche Baad- Cur aber/ so mit den ungewechselten Trincken und Baaden/ verord- ren net wird; kan unter einem Monat/ in geringen hrn Kranckhctten und beständiger Besserung/ mchß en/ wohl verrichtet werden, en/ 4. Langwürige schwere Kranckheiten aber/ sen/ sonderliche Contracturen/ Lahme der Glieder/ och döse Krä-e und Grind/ alte Schäden und har-- te Geschwülsten/ bedörffen lange Zeit/ biß man j ! eine ziemliche. Besserung verspühren kan/ wel- ^ ches offt iü sechs/ bißweilen acht Wochen/ auch wohl unterweilen in elnQm- tember sich erstrecket.
das heS kan leib
IX.
Wie viel zu trincken/iind wie lang zu baden.
Wieviel man aber von Tag ju Tag trinckn. .^ und wie offt und lang man nach derStund baden soll/ wird ohngefehr solcher Massen eine Hrdnung gehalten: r. Daß man das warme Wasser entweder drey unterschiedlichemahl, zu fünff Tagen/ m folgender Zahl trincke: ^ ,lr!Tag»uinll5iZ,rliA,)l, Den^> wenig->^27,^4'>To'pfle 4 sten rs^Izrlsksel Stt O^dnung'^ unterschiedliche mahl in folgen ful si;') se^ !r klsl!l7i«Irsl' lZlTagzuml2llZsrrlZ.j)5, Den^4> wenig.^ 25^ 29H4s>Topft: 5 ss.N-9-)s,I,5s, ik-s";lIZ,45k !.2lj i.2sj l)5l Z° Zwischen diesen fünff oder sieben Trinch i^agen folget die Baad-Ordnung solcher Mas^ man auf fünffTrinck-Täge, aus' fünff 4.ag des Tages zweymahl badet
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LStund >41 jedesmahl landerthalbej l.5^ seine,^ 4. Auf sieben Trinck-Täge aber/ ebener- maßen sieben Tag bade: Die ersten drey Tage/ wie jetzt gesagt/ von einer biß zwey Stunde aufsteige: Den vierdlen und fünfften Tag bey solchen zwey Stunden des Tags zweymahl ver- verbleibe: Den sechsten mtt anderthalb Stunden wieder abnehme/ und den siebendenTagrm Stund verbleiben lasse. 5. Nach solch einmahl verrichterBaad-Orb- nung/ schreitet man fort zur andern Trmck-Zech/ und beschließ letzlich dle Cur mit jehtgesagter Baad-Ordnung. 6. Da es aber die Noth und und Kranckheit erfordert/ braucht man solche Abweölung nnt Trincken und Baaden auch wohl zum drittes oder vierdtenmahl/ biß man gnugsame Anzeigung erstehet/ daß man die Cur recht vollendet habe.
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WieFi erkennen/ daß man die Cur genugsam gebraucht.
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AIe Krancken zwar vermeinen/ wann sie ob- ^ gesagter Massen die Cur absolvirt/ es solle tuglrich aller schon gut seyn/ baß sie von ihren
—- Krackheiten nichts mehr zu klagen hätten/ son-^ Lern dieselbe alsbald im Baad rein abwaschen,i und frisch und gesund davon ziehen möchten.' Die sollen aber bioich unterscheiden: r. Dle Zeit der Arhneyung und Würckung des Baades, von der Zerr der Besserung und l! Nachwürckung. Dann/ wie solle gleich alles- recht und siarck werden, wann man in währen-, Der Cur dem Leib mit Artzueyen/ Trincken und. Banden täglich keine Ruhe läst/ sondern mit! siettigen Purgiren/ Schwitzen und Erhitzen anhalten thut, und diese Wasser- Cur ohne das! alles im Leib genau herfmsucht/ beweget, aufs>' neu empfindlich und aufrührig machet, daß sich' in Wahrheit dißfalls niemand darauf zu verlassen, daß man sich in oder stracks auf die Cur starck und frisch, wie ein Fisch befinden werde: Es wäre dann, da man die Zeit der Besserung< ein Monat zwey oder drey alihier erwarten wol- te/ welches aber fast niemand zu thun begehrt i sondern der meiste Theil sich nach Hauß sehnet/ und AnkerM eilet. 2. Da folget nun der gemeine Baad- Trost!, daß sich die meiste und vornehmste Besserung/« derer man gleichwohl allhier nur ein geringei, l' Anfang gerne vermerkten thut, estr hernach bey' guter Ruhe und behutsamer Leibs-Wartung und ordentlicher Oiset, ankeims von Tag zü x Tag, je länger je mehr, biK zu völliger Ge>^ sundhcir, erzeigen thut., z 2. Und im Fall je ein halsstarrige Kranckheii§ innerhalb einer Zahr- Zeit nicht gäntzlich beyge- '' murr«
0N- en/t en./ mg Uld? les k!I-' md Ait rums !lfs' ttl) as- !ur! >e: lNg oh j. cki et/ sti' !g< >ri- j »e? n§ r" >e« ei!' ;e.
legt wurde/ mögte man dieses Band alsdann noch einmahl ftuchtbarlich/ umb Erlangung desto mehrer und beständiger Gesundheit/ ersuchen: Nicht mit solcher Meinung/ wie etliche Unverständige vorgeben/ wer drß Baad einmahl gebrauche/ es alle Jahr besuchen müste: Sondern es eben nicht seyn muß/ wenn man den Rest der Hinterbliebenen Kranckheiten und UecWvnrn abzuwenden/ auch wohl j mit andern Artzney-Mitteln und Schmierwerck zwar beylegen kau/ aber lieblicher und leichter besche- hc es durch eine wiedecholete Baad- Cur/ als durch ander wiederwäniges§l!ck- und Gtück- werck.
Was sousten noch/ vor und nehm der Vaad-Cur/ zu obtervicen-
^Ach Ankunffe in das Carols- Baad/ soll ^^man von der Reiß auf das wenigst einen Tag wohl außruhen, und nicht gleich/ wann man in die Herberz kommt/ als mnd in das Baad lausten. ? EiruTag vordem Wasser-Trincken soS der Leib mit einer ordentlicher bequemer Purga- tisn/ in welchem Fall unsere bißhero gebräuchliche Weich-Tranckelein Msir recht gethan/ wohl geöffnet werden. B? z.Da
z. Da auch zu viel/ oder böses Geblüt vor-, Handen/ mag die Mediän-oder eine andere^ Ader/ nach Erfordernis der Gewonhsit und Zustandes/ gelassen werden. 4. Wann unter den Trinck-Tägen/ oder Baad ein starcker Fluß auf die Brust/ Halsoder Lufft-Röhr fiele/ oder sonst ein sorgliche Beschwernuß zuschlüge/ soll man mitTrincken und Banden eiu Tag oder zween oder drey still halten. s. Geringe Zufälle aber/ die ionsten das Trincken und Banden gemeiniglich mit sich bringen/ und alles im Leib empfindlich machen /! soll man nicht groß achten/ welche keiner Auß-^ fehung oder sonderbahren Cur bedörffen, sondern nach des Wassers Würckung von sich selbst wieder nachlassen. Xll. Wie sich bey währender Baad- Cur in der visor zu verr halten. HAEil das Wasser- Trincken fonsten die meü «^sten Leuthe ziemlich gefteffig macht/ und man sich leicht überessen/ und dardurch m Beschwernuß gerathen kan/ mag man zwar zur Mittags-Mahlzeit/ dem Appetit ziemlich nachhängen/ doch denselben nicht so gantz und gar erfüllen. Die Abend- Mahlzeit lo« fein kurh und fröhlich seyn/ auf daß man folgen-
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'des Morgens»um Wasser-Trmcken desto geschickter werde. ZnSumma/ ein jedes mahl sey mässiger/ nicht gefressg. 2. Zuvorauß soll man Achtung geben/ daß bey Bad-Gast/ so wohl beym Trincken als Baden/ alle Tag leichtlich Stulgäng habe:darzu neben dem abgedachten Wasser- Trincken/ Clistren und Laxir- Sacklein/ auch dieDisrs, oder daß Essen und Trincken soll behülfflichseyn. ;.«Vor der Mahlzeit/ sonderlich zur Badenß- Zeit, brauchet man gar nützlich ein paarLoMvon kleine Rosmlein/ in Sauer-brunnen zuvor wohl abgewaschen/ und erweichet/ diehelffenzuLaxt- rung/löschen dieHitzundDurst.^ 2. Zu Anfang aber der Mahlzeit/ sonderlich zuMittag/ sind auch hierzu nützlich/ die allhier gewöhnliche Brudler-Süpple oder andere Wasser und Butter Süpple/ Eyer Süpple/ lautere Linsen/ Eifern oder Erbes, Brühle/ gar dünne wohlgezuckerte Mandel-Süpple mit ein wenig Rosen-Wasser undklsineRosiniein. Item/ gute Hüner-Eapaunen-Rind-Fleich- Süpple/ sonderlich so man frische Sauerampffer-Blatter darinn auffwallen last: dann sie sind nicht allein annehmlich/ sondern löschen auch denDurst/ und rviederstehen der bittern Gall/ welche sich beym Baden gerne im Magen ergiesset? deßgleichen auch Lactuca/ Endivia/ Portuiaca/und Eichort« Blätkerin Süpplein auffgesstten. BeymWas- fer-Trincken aber/ achtet man sich weiligSmMri weil der Magen vom eingetrunckenen Wasser »hnedas sehr wässerig und befeuchtet ist/anderen ^ B4 Statt
tzvtatt eine gute früsche Butter angenehmer und mißlicher-st: oder ein kein Mmer-Krauple in Fleitch-Bnchedunn gesotten/ mit etwas frichen Butter.^ s. Das Brod so!! von nuten Weichen seyn/ und N^N) F(AklMUk!* Brod/doch cmffs wenigste fünffoder sechs Stun-' AnattE Saltzs/Kümmel/Eines oder Fenchel
6. Im übrioen/ so wohl bey dem Wasser- ^.rrncken als Baden/ sind folgende und der- Aleichen Speisen zulässig. Aunq/frisch/ mild und murv Rmd-Kalb-Lamm-Sopsei»- Fleisch/ von einem mürd, gebratenen Spsnferckle etwas weniges Frisch Reben/ jung Hirschen/ Wild- Schweinen Frischling/ WSdyret/junge Hasen, Mgund alte gemeine oder Indianische Hüner, Schnepffen/ Feld-Haftl-Neb-Fasan-Hüner, Mnge Hauen/ Kapbanen/ junge Tauben/ junge zabmeGanslein, Krammet-Vogel/ Schnerrer/ Wachteln/Lerchen und allerhand klein und knittere Feld-und Wald-Vögelein. 7-Von Fischen sind am rachsaEen Forellen, frischer Lachs und Lachs-Forellen/Mittel-und funge Hechtlein/ kleine und mitters Barben/ Barsken/Rorauglem/ Eger-KarpAm/ jung und mittlsreOhlruppen und deren Leber/Stembeiß, «nd allerley Gattung/ kleine Fluß-und Bach- Fischlein/ sonderlichGrundeln/Eriitzen/Schmer- ^in/ Aefchen, Kräßlein/Weiß-Fischlein. Von Krebs/ Austern/ Muschtln/ nur bisweilen/ und «was wenige
nd 8.- GerstenMüÄsin/ ZerschgenoderKirschenMüs- lein/Erdbser,Müslein mit Wein und Zucker/ 1/ durchgetrübenss Erbes Müslcin mit Zucker/ ge- d kochtcrReißinFleischBrüh/rmd dergleichen, tt, s. Von Salaten werden bey dem Baden d erlaubt/Endivia/chactuca/Portulaca/Rapuntze!/ ;/ Crchorien/ junger Hopffen-und Sauerampffcr- - Salat/Mnt Qcl und Essig zugericht. Item gar - keine Cueummerle/ in Essig mit Fenchel oder n Dillscheiben eingemacht,BeymWasserTr'.ncken d t aber Vorragen und Ochsenzrmgen-Bluhz kleine Kräutle- Saiar von Bertram/,Kärftl-Kraut/ . Bs Fen-
Anchel-Schoßle, Peterlein/ Hysop/Wien. Räukle, Brunn-Kreß/ Spargel. Item grosse Mich. Capern mit Del und Essigund Nosinlein/ »der kleine Magen,und Leber-Eaperle in Essig/ oder Spanische grosse Oliven in Del und Essig. Doch soll der Essig nicht zu scharffund dessen nicht zu mel sein/ weil bey dem Wasser-Trincken die gar sauren Speisen nicht sehr nützlich seyn: mögen auch abgesagte Salaten zu desto sichere Nuhung/nachdem sie mit Oel undZssig gemacht/ wohl mit einem wenig Canarl- Zucker bestreuet werden. rc>. Hieher gehören auch die Brunn- Kreß/ Salsan mit Wein durchgetrieben und gezuckert/ deßglelchen von Sauexanmpffer oder Sauerklee. Item geschnitten Scheiblein von Citronen oder frischen Limonien/ mit Zucker bestreuet/ nebens oemGebradens zu essen: und was sonsten auch zu kr^panrung undWürtzung allerhandSpeisen der Bad-Cur nicht zuwider ist/ als da sind/kleiue Limonien imSaltzwasser/ dieFteisch-und Fisch- Speisen damit wollgeschmackzu machen/ schöner Canari-Zucker/groß und kleineNostnen/ Zibeben/ Pommerantzen/ Sakbey/ Majoran/ Rosmarin/ Wacholder-Beer/ Kümmel/ Petersilig-Kraut und Wurtz/ Pastinat- Wurhel. Item Safran/ Zimmek/ Muscatnuß und Bmhe: Gute Bier-und Wem-Eßig/ beym Wasser- ^Lrtncken wenig/ und nur in warmen Speisen/ beym Baaden ezwas mehrers: Gut rein Koch und Tisch-Salh/ beym Trincken etwas meh- «rs, beym Baadrn was minders: Frisch Baum
Baum- Oel, frische gesirlhene oder gefchmrltz- le Butter.. ,.^. n. Nach dem Tisch/ r» semev Zeit, sind zum Fürwig/ so nicht für Hunger gehet/ erlaubet bey dem Trincken/ Marillen/ Maul- Beer/ Brom-oder Hinbeer/ frische Feigen/ Weichsel/ frische Wein- Trauben/ Perga- muten/ Jungfrau-Salhburger-oder dergleichen köstliche süffe Bim/ Erd, Beer/ Brost- ling/ junge Schörtlein: Beym Banden aber edle Aepffel/ Pfirsich/ Amarellen/ Kirschen/ Melonen: Doch dieses und dergleichen Genasch wenig und ja nicht viel/ in Bedenckmig schädlicher Exempel deren auch D. WolffWinter-! berger/ in Beschreibung des Wild-Baades/ bey Wien in Oesterreich/ eines gedencket/ daß einer/ der zu viel Kirschen genaschet/ und da- rauff ein halben Tag gebadet/ im Außgang gehens Todts gestorben sey. kelix^uem ka- ciunr sliena pericula caumm. i 2. Zu endlichem Beschluß der Mahlzeit dienet nützlicher etwas wenigs von Anis/ Kümmel/ Koriander/ Pommerantzen-Schalen/ oder Französischen Bisrm-Confectunö MsschaM- nen: Item von Eilronat/ paüacrn/ gesalhener oder geräucherten Speck/ a«e zähe Hauen und Hüner. z. Alle eingechltzeneodergedörreteFisch/Hering/ Bickling/ Stockfische/ Plateis/ schleimige Teich-Karpffen/ Aal/ Schleyen/ Fisch- Ragen und gebackene Fische. 4. Gebackene Kuchen/ Eyer-und Käse- Kuchen/ gebackene fette Straublein/ und dergleichen. Karpffen in welchem die schmutzige und schmaltzige Feiste den Fürzug hat: Starck
aewürtzte Pasteten und was von Milch/ Mehl, und Teig gcmachet ist, alle erkalte/ und von neuem wieder gewärmete Speisen/ harteEyer, EverimSchmaltz, Knödleki/ Rudel, Stertz: Alle sehr fette Speisen, Milch, sauere Milch, Milch- Speisen, grobe faule Käß. Dürre Hutzeln oder Tarn/ lauer Kraut, Kraut-^a- lat/ Erbsen, Linsen, wöbe Gersten/ Hirs- drey, Reiß in Milch/ allerley Walr-Schwain- men, Zwibel, Knoblauch, Rettig/ Meex- rettig, Erdäpssel: viel Eßig und Eßlg- Spet- sen, Ingwer, Pfeffer/ Senfs, Kastanien, vielrohes, strenges und nicht recht zeitiges Obst/ Schwarhbeer/ W. XIV. Bon Getränck bey der Wasser- Cur, i. HL Ey dem Wasser-Trincken hat man felbi- ge Tage sehr wenig Durst: Und weil der Magen ohne das, von dem eingetmnckenm warmen Wasser, sehr feucht und wässerig ,st, mag man sich mit einem Trüncklein Rhein- Wein, oder sonst guten klaren weiffen subtilen W?in behelffen, dann man damahls meh- pers den Koch als Keller lieb hat., 2. Hergegrn aber in den Baad-Tagen be- darff man wegen des grossen Dursts, nux^r- nrn Koch, aber zween Keller, Da schmecket
XV.
und bekommet am besten ein gut lauter weiß Bier sberfein abgelengenesklaresGersten Mittelbier: öder nachGeiegenheit/ ein gutes gesottens Gersten-ober Zimmek, Wasser/ oder den W«n mit halb oder dritten Theil Sauer-Brunnen vermischt. Der gemeine und arme Mann behilfst sich gern mitKovent/ oder lauterem Sauer-Brunnen. Den senigen/ welche sich vom Baad er-« hihi sehr durstig und zu Verstopffung des Leibs geneigt sind, ist dieses ru rathen: Man nehme eine gute Hand voll kleine Rosinlein/ zerquetsche sie wohl in einem Mörser/ darnach mit halb Wein und Sauer- Brunnen/ jedes ein Gläßlein voll durch ein rein Tüchlein gedruckte und vor der Mahlzeit außgetruncken. Hält den Leib offen/ dienet wieder die Trückne und Hih/ füget darneben der Dauung eine Hinder- nuß zu. 4. Dargegen soll man sich die Vaad- Cur über hüten/ vor ftarck und dicken Bier/ desgleichen so es trüb/ neu und sehr gepicht ist:> Dicke und starcke/ hitzige/ rothe/ trübe/ qrob saure, geschwefelte/ oder sonst geschnürte Wein kaugen auch wenig: Frisch Brunnen»Wasser und Butter- Milch noch weniger Brand-' wein oder Morris gantz nicht-. ^ZX°XZ«»
XV.
Von dem laulichten scharffen Dan/sonsten Lorroüo, decFresr ser genannt. AS sind noch zwey sonderbareWürckung und ^Gebränch dieses Baades in Acht zu nehmen/ nemlich die eorrolro, wann man sich in den Fresser legt/ und das 8riIIlLl6ium; wann man das Wasser Tropffen weiß aufgies- sen läst: von welchem der gemeine Mann mit wenigem noch zu erinnern. r. Dir eorrolro nun/ oder Auffressung der Haut/ beschiehtt/ wann man in kalten/ oder welches nützlicher ist/ im laulichten Wasser viel Tag lang badet: Und wird hernach durchß warme Baaden wieder geheilet. 2. Soll sich aber nicht ein jedes ohne Unterschied aufbeissen lassen/ dann es ein schweres und schmertzhaffteS Mittel/ und schlechter Spak ist/ indem es nicht aSein die Haut/ sonderlich bey den Gelencken aufbeißet/ roth und rohe/ sondern auch fließend und schwürig machet. z. Und dienet rwar nur denen/ welche jene langwierige Beschwerung in Gelencken/ oder in Armen/ und Beinen haben/ sonderlich/ ss etwas unheilsames zwischen Feil/ Fleisch und in äußerlichem Geäder stecket/ oder auch bisweilen in bösen/ alten offenen Schaden/ da-
m mit die böse Feuchtigce.t also herauß gezogen' s ök werde.^ sk 4. Der dannenhero aber schwürigen Haut l st. ist nichts mehrers zuwieder, als harte und kal-°^ m te Lufft, derowegen solches Mittel nicht wohl< v< zu anderer/ als warmer Sommer-Zeit/ am. f hi sichersten zu brauchen. f ei s. Vordem aufbristen, soll der Leib mit Pur- giren und Wasser-Trincken wohl gereinigek! hj werden/ damit im Gegen-§ast nicht Ohnmach-, g< ten/ Schwindel/ Geschwulst, Coltca/ schwe-« ei rer Athem und dergleichen darzu komme.; fcj 6. Der Patient aber soll so lang kalt oder r ht laulicht baaden/ blß die Haut offen und aufge-. l E bissen werde/ welches bey etlichen gleich und m Z u, wenig Tagen/ bey andern langsamer geschieht: c dt Da aber jeden Tag zehrn oder zwölff Stund l H muß gebadet werden, also, daß man Vsrmtt-« n, rag sechs/ nach dem Essen auch so viel/ oder t aufs Wenigste vier Stund baade. ük 7. Thun aber die jenigen/ wie auch D. Fa- ql bian Summer bezeuget/ gantz rmrecht/ welche T nicht allein den ganhea Tag im kalten Baad st; liegen/ darinn essen und trinÄen und schlaffen/ sondern auch die liebe Nacht/ welche doch zur Ruhe geschaffen ist/ zu Hülff nehmen. 8. Wann nun die Haut aufgebissen und offen/ soll ersieh ins Zimmer oder Bett begeben/ i damit die böse Materia herauß stressen möge;* Irgend aber zwey Stund wieder ins Baad^ gehen, da selbst übermahl eine gute Stund 0-- der zwey verbleiben, uud hernach/ wie zuvor, -
!«ur kölsch! am >ur- ig"
-gen' sich herauß machen: Und solchen Wechsel zwei, oder drey Tag nacheinander treiben./ biß so lang die böse Feuchtigkeit zu. fließen nachlasse. Alsdann wieder allgemach mit abgewechselten Stunden warm zu baden/ biß so lang die offene Haut wieder zu sammen heile/ fem gantz/ fest und wieder natürlich werde. y. Und im Fall nach dieser Abtheilung sonderlich/ da das Wasser-Trincken noch ein- rch- mahl gebraucht wurde/ viel hitzige/ juckende we- Blatterlsin in der Haut sich erzeigten/ oder da zum erstenmal)! die Haut von Fressen nicht »der wolte fliesig werden/ sondern nur viel Peper- »ge- i lein an der Haut aufführen/ ist es eine Anzei- ) in gung/ daß solch Auffressen/ da es der Patient cht: außstehen möchte/ noch einmahl soll wiederho- nnd let/ und endlich Zraclarim mit warmer Ba mt- düng eine gefunSts uud feste. Hsm Uschloffen der werden-
Knicke rad m/ zur of- en/ ge; rad > o- sr/
XVI° Boa dem 8rMjc!ä;0 oder von dek Lmff. Baad-Mittel dienet: i. Mann ^ wiederspenstige Beschwerung entweder im Haupt oder Gliedern abhanden so sonst von» Bssden nicht mag überwältiget wndrn. Soll C aber
A aber nicht eher gebrauchet werden/ biß dur^> das Wasser-Trincken und andere Mittel/ der ^ Leib zuvor wohl gereiniget sey. n 2. Wann mans zum Haupt anwendet/ soll v zuvor das Haar abgenommen oder eine Blat-1 h ten geschoren werden: Darnach außerhalb des i t Bades liegend/ das Wasser in leidentlicher Warme/ durch ein gewöhnliches Tropff,Fäß- r lein/ auf das Haupt fallen lassen- und zwar ^ deß Tages nur einmahl/ früh nüchtern/ ein A Stund lang/ biß irgend auf den siebenden s Tag.^ Die jenige aber/ so ein hitzig/ kracken ? oder blödes Haupt und Gehirn haben/ sollen 2 gantz behutsam mit diesem besorglichen Mittel ^ umgehen/ damit kein jäher Carharr oderSchlag ^ darmit verursachet werde. Nach verrichter Treiff das Haupt wohl ablrücknen/ mit einer ^ Schlaff-Hauben verwahren/ und zwey Stun- " den darauff fasten. z. Zu andern äufferlichen Gliedern aber/ als^ " Geschwülsten/ Verrenkungen/ Überbeinen/ A Glieder^Schwammen/ Kröpffen/ Härtigkei- ^ ten/ erstarrten Gelencken/ Buckeln und Auß-- ^ wachsungen/ kan es in dem Baad sitzend oder " liegend gebraucht werden/ mit höherm Fall /- Itärckerm Fliesten und längerer Zeit und Stund:^ Wann nur das mangelhafftlge Glied also Lccormnoäicet wird/ daß es ausser dem Wasser erhoben/ die Treiff füglich empfangen möge. Nach Verrichtung dessen/ so» das Glied im Bett eine Stund lang wohl warm
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