4, WisnL!' 8i3cit-3!b!?ot!il->< 7393 1« »^» w tt ^5 vv v< i . -^ vV > vv - ^1 << i« <5 VV vv «V, vv - 's - /t << v^ VI V, <<< <1^^. - vV /.n/ ß .1 e. t '/i W«, bei dar Nachricht von dem fünfzigjährigen Jxöelfeste der in der kaiserlichen königlichen Hofkirche nach der Heiligsprechung des heiligen Johannes von Nepomuk gefeyertm Andacht, und zugleich hundert und fünfzigsten Gedächtnißjahre der Einführung der ehrwürdigen Vater des Ordens der Augustiner Barfüßer in obbemeldte Kirche, sammt beygefügter(itaney, Gebethern, und für d^Uenerischr Erzdtsthum vorgeschriebenem Gesanae von diesem heiligen Blutzeugen/ Be- schüzer der Ehre/ und Bew.hrer des sakramentalischen Stillschweigens. WIEN, Ordttickt mit Schulzischen SchrifltU» * 7 8 0. sind bereits 150. Jahre vorüber, ^ daß dem Orden der Augustiner Barfüßer von dem wegen seiner Frömmigkeit berühmten Römischen Kaiser Ferdinandus dem zweyten, preißwür- digsten Angedenkens, die Obsorge der K. K. 5^)ostirche bey Maria Loreto in Wien ist anvertrauet worden. Diese Kirche wurde von Friderikus dem Schönen, Römischen Kaiser, im Jahre izzo. zur Ehre des heil. Kirchenlehrers Au- gustinus angefangen, von seinen durchlauchtigsten Brüdern Otto, und Albert im Jahre IZZ9. vollendet, und zehn Jahre darnach, nemlich im Jahre I Z49- feyerlich eingeweihet. Im Jahre i6zo. aber hat obbemeldter gottselige Kaiser aus freywilligem Antriebe, und sonderbarer Gewogenheit einige Priester des Ordens der Augustiner Barfüffer aus ihrem ^ ihrem zu Prag im Jahre 162z. mit k höchster kaiserlicher Bewilligung, und » Schuze des aus der Geschichte weltbekannten hochgebohrnen Herrn, Herrn Guilelm Popel von Lobkowitz errichteten Kloster berufen, und selben nachdem e, überlassenen, und auf künftige Zeiten er festgesezten Besitze des nahen Klosterge- p bäudes, die Aufsicht über diese K. K. er Hofkirche gnädigst anbefohlen. Jndie- r- fern Gotteshause unterscheidet sich aus ^ vielen allda gehaltenen Andachten besonnn ders die Verehrung des heil. Blutzeu- )e gens, und wunderbaren Vertheidigers ,^ der Ehre des heil. Johannes von Nepo- muk. Einige Jahre schon vor der zu Rom geschehenen Heiligsprechung wurde )- nach dem rühmlichsten Beyspiele des Kö- et nigreichs Böheim, in dieser Kirche die ,n Andacht zu diesem grossen Diener Got- A. tes gefeyert. Im Jahre 1721. wurde das izt auf dem Altare aufgesezte Bilder nist des Heiligen der Kirche gewidmet; r- im folgenden Jahre aber mit Bewillt- gung der hoben geistlichen Obrigkeit ein ls achttägiges Gedächtniß des seligen Blut- )( 2 zeugens ^- zeugeus angefangen, welches durch die H Freygebigkeit, und Eifer der Verehrer, di besonders, nachdem im Jahre 1724. ke der gegenwärtige Altar aufgerichtet, I und zur Verehrung des'Heiligen beftim-^ met worden, folgende Zeiten hindurch v- immer einen grösseren Glanz und Schim-^ mer erhalten hat. di Die Feyerlichkeit der Heiligsprechung, dl welche zu Rom im Jahre 1729. den T 191m Märzen geschehen ist, wurde zwar ht in dieser Kirche nach dem Beyspiele der Hauptstadt Böheims von dem 8ten Oc- ch tober an eben dieses Jahres durch acht^ Täge gehalten; doch mit weit grösserem st' Pracht wurde dieselbe das folgende 17Z0. I Jahr, in welchem eben das vierte Jahr- ue hundert von Erbauung der K. K. Hof- A kirche, und das erste Jahrhundert von L" der auf den Orden der Augustiner Bar- ss'' füffer übertragenen Obsorge derselben li< gehalten worden, von dem i6ten May ln an durch acht Täge um desto herrlicher dt und mit desto grösserem Rechte gefeyert, hc weil erstens an dem Gedächtnißtage des 6^ Martertodes in dem 17291m Jahre die Zl die Heiligsprechung von Rom aus noch nicht ^r, durch die gewöhnliche Kundmachung be- kannt geworden, und weil zweytens das tt, Jahr des angefangenen Kirchengebäudes ni- mit dem Geburtsjahre des heil. Johann l-ch von Nepomuk nach der glaubwürdigen in- Muthmassung der Geschichtschreiber, und der Tag der Einführung besagter Or- densväter im Jahre i6zo. mit dem >en TM des glorreichen Martertodes dieses >ar heil. Blutzeugens einerley ist. der Dieses sind nun die Beweggründe, )c- warum in diesem i/8Oten Jahre das cht fünfzigjährige Angedenken von dieser nach em seiner Heiligsprechung in dem i/zo. Jahre mit grösserem Pracht angefange- hr- nen Verehrung in der K. K. Hofkirche oft gefeyert wird. Zu diesem Ende, und E zur Vermehrung der Ehre Gottes in ar- seinem Heiligen hat Seine PäbstlicheHei- -m ligkeit Pius der Sechste einen vollkom- tay menen Ablaß, der durch acht Tage Hinher durch, von dem Feste des heil. Jo- rt, haun von Nepomuk angefangen, kann >es gewonnen werden, allen und jeden Lhrist- die gläubigen verliehen, wenn sie nach ab- )( 3 geleg- gelegter Beicht, und empfangener heil. Kommunion das gewöhnliche Gebeth für die Einigkeit der christlichen Potentaten, Ausrottung der Kezereyen, und Erhöhung der Römisch katholischen Kirche in diesem Gotteshause andächtig werden verrichtet haben. Nebst diesem vollkommenen, und auch auf künftige Jahre immerwährend fortdaurenden Ablasse, vermög des den iZten Hornung dieses i78oten Jahres von Seiner Heiligkeit ertheilten Gnadenbriefes, ist auch allen Beichtvätern, welche mit Erlaubniß Seiner hochfürstlichen Eminenz in gedachter Kirche Beicht hören werden, die Freyheit und Gewalt auf die acht Täge dieses Jahres ertheilet worden, von einigen dem Päbstlichen Stuhle sonst allein vorbehaltenen Sünden loszusprechen, und die gemachten Gelübde, die sonst gewöhnlichen ausgenommen, abzuändern. Es haben auch Seine hochfürstl. Eminenz allergnädigft erlaubet, daß alle in diesem Erzbisthume gutgeheißene, und allda zum Beichthören ersuchte Beichtvä- ler, die in dieser Kirche dieses Amt vertrete -eil. Werten werden, von den Seiner hochfürstl. tüc Eminenz vorbehaltenen Sünden los- ken, sprechen, und diese Vorrechte, undGna- hö- den aller Orten bekannt gemacht werden 'che können. den Es wird derohalben den i zten May Mends um 5. Uhr mit einer Eingangs- hre xede, und darauf folgenden musikalischen sse^ Litaney diese Andacht angefangen; die -ses folgenden Tage aber, Vormittag um 9. keit j.lhx mit einer Lobrede und Hochamte, ^en Nachmittag den 16. 17 und 2iten May ^i- mit einer Ehrenrede um z. Uhr, und sollet wohl diese als übrigen Tage um halber 6. Uhr abgesungenen Litaney fortgesezet; rge den 22ten aber mit nachmittägiger ei- kurzen Predigt, Litaney, und folgendem ein Umgänge über die Gasse, und darauf rnd angeftimtem, Gott dich loben wir: ge- beschlossen werden. Wozu alle Lhrist- -em gläubige beyderley Geschlechtes freundlenz iichft eingeladen sind. >ie- rll- »er- )( 4 Litaney vL Litaiiey von dem H. Johannes von Nepomuk. Herr erbarme dich unser. Christe erbarme dich unser. Herr erbarme dich unser. Christe höre uns. Christe erhöre uns. Gott Vater vom Himmel, erbarme dich unser. Gott Sohn Erlöser der Welt, erbarme dich unser. Gott heiliger Geist, erbarme dich unser. Hell. Dreyfaltigkeit, ein einiger Gott, erbarme dich unser. Heilige Maria, bitt für uns. Heilige Gottesgebahrerin, bitt für uns. H. Jungfrau aller Jungfrauen,> H. Johannes, der du denSchuz der allerseligsten Jungfrauen schon in deiner Kindheit erfahren hast. Der du mit einem glänzenden Lichte zur Zeit deiner Geburt von dem>^ Himmel bist beehret worden, Der du die ersten Jahre deines Le-^ bens der Andacht und Liebe Got-^ tes gewidmet hast, Der du die eifrigste Verehrung bis an deinen Tod gegen Maria getragen hast,! Der Der du das Wort Gottes mit bren-? nendem Eifer allzeit verkündiget haft, Der du ein Zuflucht der Armen, und einen Vater der Bedrängten dich jederzeit bezeiget haft, Der du alle angetragene Ehren und Würden aus Demuth, und Liebe Gottes verachtet haft, Der du das sakramentalische Geheimniß unverbrüchlich und stand- i haft bewahret haft,^ Der du das höchste Stillschweigen wegen den dir zugefügten Unbilden und Marter beobachtet haft, Der du dich zu dem Tode mit dem heiligsten Eifer vorbereitet hast, Der du wegen deiner Beständigkeit den Martertod in deiner Erkrankung erlitten hast, Wundertätiger Befchüzer und Vertheidiger der Ehre, und des guten Namens, O du Lamm Gottes, welches du hinnimmst die Sunden der Welt, verschone uns, o Herr! s) du Lamm Gottes, welches du hinnimmst die Sünden der Welt, erhöre uns, o Herr! O du Lamm Gottes, welches du hinnimmst die Sünden der Welt, erbarme dich unser, o Herr! Bitt für uns. Chrrste höre uns. Christe erhöre uns Herr erbarme dich unser. Christe erbarme dich unser. Herr erbarme dich unser. ^ Brtt für uns, o heiliger Johannes von Nepomuk. ^b'vir theilhaftig werden der Verheißungen Christi. Gebeth. Gott! der du wegen dem unerschro- kenen sakranrentalischen Stillschweigen des H. Johannes von Nepomuk deine Kirche mrt einer neuen Marterkrone Sezieret hast; verleihe, daß wir durch fern Beyspiel, und mächtige Fürbitte unsre Zunge bezähmen, und den Heiligen, welche durch selbe nicht gesündiget, zugesellet werden. Durch Christum sturern Herrn, Amen. Gebeth, welches alle Mittwoche,»ach geendiqter heil. Segenmesse, von dem Priester gebethet wird. 2 Gott von Ewigkeit! Herr, himm- lischer Vater, neige die Ohren deiner unergründlichen Barmherzigkeit zu unserem Gebeth! nimm es in Gnaden auf; verschmähe, und verwerfe es nicht von deinem göttlichen Angesichte. Wir bitten dich durch jene grosse Gnaden, die ducheinem getreuen Diener, Beichtiger und und Blutzeugen dem H. Johannes von Nepomuk erwiesen, und durch welche du ihn zu so grosser Heiligkeit geführet,und mit so vielen Tugenden ausgezieret haft; verleihe uns qnadiglich, daß wir durch die Fürbitte dieses deines Heiligen in allen unsren zeitlichen und geistlichen An- ligenheiten getröstet, in unsren Nöthen unterstüzet, von unsrer Armuth, Kreuz und Widerwärtigkeiten befreyet, an unsrer Ehre, und guten Namen nicht verlezet, und vor allen Anfechtungen und listigen Nachstellungen unsrer sowohl sichtbar- als unsichtbaren Feinden beschirmet werden, und also durch seine Verdiensten alles dasjenige bey deinem göttlichen Throne erhalten, und erlangen mögen, was wir durch Ihn von deiner allerhöchsten Majestät demüthigst bitten, durch Jesum Christum unsern Herrn, Amen. Gebeth um Erhaltung der Ehre, wie auch der Gnade der Büß, und eines glückseligen Todes. höchster Herr! Himmels und der ^ Erde, dir habe ich bishero gesün- diget. Wie wenig Augenblicke meines Lebens sind der Ewigkeit würdig! Herr! wenn wenn du mich vor Gericht fordern wirst^ werden meine Gebeine zittern, und meine Lippen verstummen. Gefangen von niedrigen Lüften, vom Gepränge der Welt betäubt, von der verführenden Stimme der Wollust gelockt, verlebte ich sorglose Tage. O mein Gott! ich bitte dich durch die Fürbitte und Verdienste deines H. Blutzeugens Johannes von Nepvmuk, bilde mein Herz nach deinem Gefallen. Entreiß meine Seele den Irrthümern, und meine Sinnen der Verblendung. Laß mich mit dem Munde bekennen, und in dem Herzen empfinden, daß du allein der Herr bist, und daß kein wahres Glück ausser dir karrn gefunden werden. Gieb mir die Ruhe, die Begleiterin der wahren Tugend. Willst du, o mein Gott! durch Betrübniß und Leiden mein sündhaftes Herz verbessern; stärke mich in meinem Kummer und Schmerzen. Du wirst, als ein gütigster Vater deinem Kinde keine Last aufbürden, die es nicht ertragen kann. Gieb mir nicht den irdischen Reichthum, der die Seelen erniedriget, und den die blasse Sorge bewachet. Laß mich vielmehr, nach dem Beyspiele deines grossen Heiligen, reich seyn an guten Handlungen. Gieb mir, o Herr! der Herrschaaren, nur soviel, daß mein Herz nicht nicht von Sorten der Nahrung verwirret, seines höheren Endzweckes vergißt. Willst du mir irdische Güter verleihen, o Gott! so gieb mir Verstand und Willen, sie wohl anzuwenden. Die weltliche Ehre solle niemals meineSorge seyn; allein, o mein Gott! durch dieVerdienste desHei- ligen,dendeineKirche als einettBeschüzer des guten Namens verehret, laß mich nicht zu Schanden werden vor demVolke. Mein Gericht sey unbefleckt, und mein Namen sey nicht derSpott derVerlaum- der. Ertheile mir den wahren Geist der Busse,damit ich meineSünden aufrichtig, vollständig, reumüthig beichten, alle Gelegenheiten zu selben sorgfältig vermeiden, und sie durch ernsthafte Strenghei- ten der Busse, und durch die Werke der Tugend und Frömmigkeit tilgen möge. Laß meine Seele, o Herr! in Frieden fahren zu seiner Zeit; lasse sie nicht vor ihren Feinden damals zu Schanden werden; lasse mich bey meinem Ende, getröstet durchdeinWort, geftärket durch den Glauben, geheiliget durch deine Gnade, diese Welt verlassen. O Herr! der du durch das unüberwindliche Stillschweigen des H. Johannes vonNepomuk dest ne Kirche mit einer so herrlichen Marterkrone gezieret hast; verleihe, daß ich durch sein Beyspiel, und seine bey dir so so wirksame Fürbitte jederzeit deine heiligen Gebote beobachten, und ehe alle erdenkliche Uebel der Welt, als die Beraubung deiner heiligmachenden Gnade, erfahren möge. Dies bitte ich dich, Herr, himmlischer Vater, durch unsern Herrn Jesum Christum, welcher mrt dir und dem heil. Geiste gleicher Gott regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen. L o b g e s a n g. Im Tone: Johannes heil.Patron u.s.w. i. Ein frommes Loblied, o Johann! Soll Dir mein Mund izt singen. Die Seele soll, o Wundermann! Zu Dir empor sich schwingen. Dein Beyspiel lehrt mich meine Pflicht; Ich seh' an Deinem Leben: Mein Herz soll ftats zu Gott gericht't Nur nach der Tugend streben. Ein himmlisch Licht entdeckt der Welt: Es sey der Mann gebohren, Von Von Gott zum Zeugen und zum Held Der Wahrheit auserkohren. Als Jüngling schon am Geiste groß Entsagst Du den Gelüsten, And reistest von der Welt Dich los, Zum Kampfe Dich zu rüsten- 3». Du sorgst, als Hirt voll Wachsamkeit, In allen Christenpflichten Des Glaubens und der Frömmigkeit Dein Volk zu unterrichten. Des Sünders hartes Felsenherz Zerfließt bey Deinen Lehren. Ihn heißt ein wahrer, inn'rer Schmerz Zu seinem Schöpfer kehren» 4» Bey Wenzels kühnen Fragen stumm Bist Du bereit Dein Leben Für Gott und für sein Heiligthum Mit Freuden aufzugeben. Die Mordsucht reistet Dich zur Flut» Du folgst mit frohen Schritten. Dorr wird mit unbezwungnem Muth Der Martertod gelitten. 5. Der Moldau Waster theilen sich Den Leichnam aufzunehmen, Und Wellen felbsten ehren Dich Die Mörder zu beschämen. Die Sterne steigen selbst herab Zu Deinem LeLchgeprange, Und Und zeige» flammend auf Dem Grab Der froh erstaunten Menge. 6. Zzt singest Du vor Gottesthron Den Sieg in Engelsaitcn, Genießest Deiner Tugend Lohn Im Reich der Seligkeiten. O wende vielmal Deinen Blick Dort von des Lamms Altaren Mit Lieb und Huld auf die zurück, Die Dich auf Erden ehren l Beichuz uns vor Verläumdungen, Und vor der Lästrer Tücken, Wenn Neider nach den Tugenden Geschärfte Pfeile schicken. Uns aber gieb ein sanftes Herz, Das nie den Nächsten kränket, Das Mitleid fühlt bey seinem Schmerz, Und rühmlich von ihm denket. > 8. O steh' auch in der Beicht uns bey, Daß zu der Priester Füssen Wir voll der Demuth und der Ren SLäts jede Sünde büssen. Sodenn Volk Dir gelehrt, geschüzt Wird unser Geist hier oben Durch Deinen Fürspruch unterstüzt Gott einstens ewig loben. ENDE. rö -t 7. ^......-^ 7^! < MMMM ... .V. 11^ 11^ 11 15 V -- - 11 11 - », 1» L »X »V K ^1 15 15. i>? ii F5, <1f <'f ZMs - ^11> »1^- 1^ 11 <--> - 15 15 15 >>^ 1? n v»