.0?- c,. " V?ro. 4 8 c 5 . Wohlverdiente Todesntthetle, nebst einer M 0 ralrede des Joseph N. vukgo Schwäbischen Lipp,. dann des Mathias vulgo Abdecker Dorrt, no! rmh6 allhier inMmci'.en heut den 2r. Juüi 178r- weaen verübt räuberischen, dann die öffentliche Ruhe und Sicherheit stöhrenden Verbrecsren qua c-on- vrcri» das ist, als Ueberwiestne in eitler Kuhchaut zur Richtstatt Zeschleifet, utw von dem Scharfrichter mit dem Rao von oben herab durch Zersto- ßring ihrer. Mieder vom Leben zum Tod hingcrichtet worden. G u r g i ch t. zwei). egeuwaxtige vor dem; Armimalgericht öffentlich vorgestellke ) Uevclthätee haben i» denen- mit chiieir vor^nommen««' Wechömr Piouei Miierali» anö.Psajjt: daß Ei» Erster, Joseph N. heiße, 24 jahnqen Alters, von Pinswang aus Vorderösterreich von Abdeckersleuten geboh- ren, katholischer Religion, keiner Profeßion kündig, und ledi- gen Standes seye; der Zweyte aber Mathias N. heiße , und 26 Jahre alt, in Schlesien von Kramersieuten auf freyem Felde gebohren, annoch ledigen Standes, und gar keiner Handierung kündig sey. In der Haupsache aber konnten beede schon verschreite Uebelthater ohngeachtet deren wider sie vorgekommenen höchst- beschwerenden Umständen in Güte nicht zur Wahrheit gebracht werden; Nachdem aber der den 25. May anheuer zur Nichtstatt geschleifte, und mrt dem Strang Hingerichtete Bartlme N. vulgo Tyroller-Bartl, dann der den 14. dieß Monats in einer Kuhehaut zum Hochgericht geschleifte, mit g1ücnden" Zangen gezwickte, und mit dem Rad Hingerichtete Mathias N. vulgo Windbeutl beede diese Uebelthater in denen mit ihnen und noch andern zahlreich bewafneten Kamineraden auf der sogenannten Trenk- und Neullmühl Kurfüstl. Pfleggerichts Aichach verübten Raube«, wovon das beederseitige Oorpus deliLti und die durch äußeriste Todesbedrohungen beschechene Mißhandlung, dann der hiebey verursachte beschworne Schaden zusammen aci 269z fl. 51. kr. dem gesamten Publico durch die vorgängige zweyUrgich- ten ohnehin genugsam bekannt geworden, als Mitthäter, und Theilnehmer angegeben, diese ihre Aussage nach vorgängiger reLOMMone perloüali mit einem körperlichen Eid, und mit dem -darauf gefolgt reumüthigen Tod bestätiget haben; Als wurden von einem Kurfürst!, hochlöbl. Hofrath beede diese Missethäter in Anberrachtsame dieser zweyen Müh- lerrauben ohngeachtet ihres verwegenen und hartneckigen Laug- nens nach Ausweis der Kurfürst!, hieländisch peinlichen Gesätzen pro Oouvicti8, das ist vor überwisen gehalten, zum Tod gerechtest verurtheilet, und obstehendes Endurtheil an ihnen exe- guiereu zu lassen gnädigst anbefohlen. Moral- M 0 r a l r e d e. 9 ?ein! die Gerechtigkeit schlaft keinen langen Schlaft wie sie in Gang gebracht, so schlüßt sie die Qctav. Blut ist ihr Losungswort: Ihr fürchterlicher Tempel zeigt heute abermal ein schreckliches Stempel, wie heiß ihr Eiserfey, indem ein Sünder-Paar den grausen Lohn empfangt bey ihrem Würg - Altar. Es ist ihr ganzer Ernst von Dieben, und von Räubern, es koste, was es will, so Stadt, als Land zu sauber». Du böse-Rotte du, trekbst deines Frevel lang, und, 0 wie unverhoft! thust du den letzten Gang; so. laßt ein Ochs den Strick sich um die Hörner werfen, indem die Fleischer schon ihr Beil, und Messer scharfen. Er folgt, da die Gefahr vor ihm sich schlau verbirgt, bis er die Fleischbank nun betritt, wo man ihn würgt; so Räuber fahrt ihr fort dem Raube nach zu jagen, bis euch ein schwarzer Tag wird in die Fesseln schlagen; so fiügt auf Strick, und Ney ein Vogel dumm, und wild, und unbewust, haß es ihm bald das Leben gilt. So sehr ihr immer pocht auf eure Zahl und Starke, mit Nacht und Finsterniß bedeckt der Boßheit Werke, nichts desto weniger kommt der bestimmte Tag, der alles offenbart, und dessen Donnerschlag ihr nicht vermeiden könnt; das Wüthen, das Verfahren, ihr, 0 nicht Menschen, nein! ihr teuflische Barbaren, an fremder Haut pollbracht, ergeußt sich nun auf euch, durch Qualen jeder Art, Tortur, und Geiselstreich. Das Generalmandat verspricht euch keine Gnade. Beil, Schleipfe, Zangenzwick, Verschmachten auf dem Rade sind euers Kelches theil. Ergreifet nur die Flucht, ihr werdet überall verfolgt und aufgesucht. Gesträuche,-Busch, und Wald, und Gruft, und dunkle Höhlen möcht ihr zum Unterschluf aus Furcht des Todes wählen, Ihr werdet gleichwohl nicht der Obrigkeit entgehn, das Raubthier wird sich noch im Netz verstecket sehn. Q härtet nur den Leib, und thnt, wie unempfindlich; Die'Boßheit ist, und bleibt doch allzeit überwindlich, was der selbst eigne Mund hält in der Brust versteckt, das hat des Mitgespans Geständniß aufgedeckt, wie oft verläßt ihr euch auf eure Diebsgefährten, und glaubet, daß sie nie aus Furcht Verräther werden? Doch wie betrügt ihr euch; wie weit schießt ihr vom Ziel; der Diebsgefährte denkt: Nichts Bruder in dem Spiel. Die Folter schreckt ihn ab, er sucht m solchen Nöthett» noch seine arme Seel (den größten Schatz) zu retten, rückt mit Ver ^Sprach heraus, erhebt sein Herz zu Gott» die Auskag wird bestrickt dnrch seinen Buffer - Tod. - - Nun ist euch alle Hilf und Rettung abgrschnitten, nach dem Gesetze wird es auch zur Straf geschritten.^ Ihr scheinet auch wohl selbst die Folgen einzusehn» darum gab einer erst dem andern zu verstehn : , Noch hat es keine Noth, du darfst dich nicht betrüben, der Richter hat kein Recht, Recht an uns auszuükeu; -so lange man uns fragt, so lange steht es gut, , wenn aber diese stockt , da stocken Herz, und Muth, da steht der Ochs am Berg, da Bruder; hohles der Teufte " wir bryde find des Tods ganz richtig, ohne Zweifel. Ja, armer Sünder, jadu hast dir wahr gesagt, und deinem Bruder auch; als man mcht mehr gefragt» da ward euch alsobald das Leben abgesprochen. ' ^ Hier fieng euch an das Blut in Adern aufznkochen mit Ingrimm, und Verdruß hört ihr das Unheil an» wie! man verhört uns nicht/ Das yeißt zuviel gethan» Wir sterben! da wir uns in keinem schuldig wissen; ^ Wir sterben! eh» wir die Schnld bekennen mikffen? ' O gebet euch zur Ruh, Verlohnte; schweiget nur! ^ ' fv spricht die Furcht des Tods, und Atffruhr der Natter. v Hier hat mau ein Gesetz/-nach diesem müßt ihr sterben» «un ist es nicht mehr Zeit die Gnade zu erwerben, Ley Gott allein ist Gnad, sucht also Gn