Wiener 8ts6t-8ibliotkeli 1 , 3582,8 . k WÄ-ZW MWW W and !a ist das elodte Denen Israeliten versproZen Von denen hristen betretten: ittliLe Oder Von der Wunderthätig»in gantzer Lhristen - Welt höchst - gepriesenen naden - Mdnuß Zu n Weuermarckt Da !in MöblichMarianische Muderschafft/ umb ein sie. liges End / in der Schotten Pfarr - Kirchen/ Ihre Zahl «reiche kroccllion , nach gemeldten Gnaden - Urth aria - Was Uwölfftemahl den 12. Julü 17;-. angestellek. vorgetragen In dem grossen Gnaden » Wrth Von p. Orcl.8. Lencä. desUr-alten/ Hertzvglichen Stifft und Closter zun Schotten in Wien« krokeüo, dermahlig gewöhnlichenSonntagS-Predigern. /o/r _ Wien»/ gedruckt bey Andreas Hevinger / UaiverLrätö - Buchdruckern. «s*. MN- U; i s 'S L < *V ^ ^ H V --» dLM j. ? 4 4 ,o 4 *> /. j- » .l-n 4 ^ ^ 4 ^, ri n «»^ ^ n- ^s-. t». / !" .>'s!k tz-> a, fie ««dengehen vontin« Tugend zur anderen/ und GOtt deren Göttern wird ln Ava gesehen werden. Wannin dem Himmel keine andere Freuden zu genössen wären / als alleinig GOtt anschauen/ wäre dieser alleinige Anblick genug/ das Gemüt deren Sreligen auf Ewig zu erquicken. Man stehet den grossen GOtt ln Himmel nicht an/ daß man nicht auch denselben durch eine inbrün« stige Lieb genösset/ und bestehet in dem die ganyr Seejigkeit GOtt ansehen und lieben. Doch aber / gleichwie alle Seelige den grossen GOtt ansehen/ findet sich der Unterschied / daß ein« weniger/ d« ander mehr« Vollkommenheiten in GOtt anfthe / nach Maß und Zahl deren Verdiensten / so er thme auf Erden gltnachet. Dieses ist nun der gantze Lnd'Zweck unser« Wgnd«schafft- Wir svanderen A» ab« «KN c 4) G§K aber auch aufiErdrn von «inen Orth zu den anderen / biß endlichen di« leibliche Begirrd ersättiget wird. Der gantze L ebens-Lauff deren ersten Patriarchen wäre eine beständige Wanderschafft; weilen sie jenes Land annoch nicht zum Befitzthum hatte» ; nach den sie Verlangen getragen. Man sehe einen sdrsksm, man betrachte einen lissc; man erinnere stch eines , wäre ihr gantzes Thun beständig reysen/ ans keiner anderen Ursach aber / als / dieweisen GOtt verkröchen: lN<5elk'terr!l, pkc> 'jursdl /tbrsdrm « «. ^aeob, äicens: lemioi tuo 6sbo esm. Ktß ist das Land/nem- lich das Gelobte/ darüber ich den ^brshsm»' l/ssc und )scob geschworen Hab / «nb gesagt? deinen Saamen will ichs geben. Ja was braucht es viel; das Äolck llr,si, da es von GOtt die Verheißung überkommen in das Gelobt« Land zu ziehen / wäre 40. Jahr immer herumb gewanderet / biß es dahin gelanget / sie hatten vernehmen von Kostbarkeit des Lands / sie höretrn von Fruchtbarkeit der Erden; dessentwegen giengeysieqlsolang/ bißste selbes zumGe« nuß überkommen. Wohlan Marianische Brüder und Schwester / Seijerische Wanders-Heuth ! auch wir haben eine Reyß vorgenoh- men / und zwar in Gelobtes Land. Drey Tag seynd würcklich ver« flöße« / in wslchrwwirgleichdem begierigen Hrselsten in der Wüsten herumb gewanderet; endliches» hat «S gestriges Tages geheissen: v«e. !. vicie terrsm , gusm Oommustuus ä»t tibi; Licenäc L polliöe esm. Sehe das Land / so der HErr dein GOtt dir gibt: ziehe dann hinauf/ Mid nehme es zam Besty ein. viäs eerr-m, red« ich eben anheunt za euch Geliebte: sehet an das Gelobte Land/oder Zellerischen Gnaden-Lempri / in dem ihr euch nun befindet/ ge, nußrt die Früchten / welch« euch Maria die Zellerische Gnahey, Mutter anerbietet/ bedieneteuch derWchnuag; dann cülhier ist das Gelobte Land. Daß Maria kÄs Gelobte Land benambsetweldk/ hierüber zweiffle niemand. Torr» kromiü-oais hat längsten kki- r. tippus der Geist-volle Abbt von ihr geschrieben; i»Äeüc melle m», NSN8 , iäelk prvmiüum noble 8»lv»torem genersos, luimsnl« c-nr. ca». ^,te IsÄeum» iaäulgenti» ciulcem. Maria ist das versprochene Gelobte Land /' das von Milch und Honig stiesset / nemlich fie hat r' gebvhren den Welt - Erlöser/ dessen Menschheit wie die Milch / dessen Barmhertgkeit süß und lieblich, rerr» promlllioiur nennet fle> Ad/Älon, guens melle virginltstis , ör l»Ks kseounclit»;; Maria das Gelobte Land/ in welchen oder von welchm stießet das Hönig ihrer Jungfräulichen Retnigkeit / und die Milch ihrer Herr» lichen Mutterschafft. Wannen« Maria das Gelobt« Laub/ ha« den wir Marianische Wandels-Leuth nicht umbsonst gegenwärtig« mühesamme Reyß durch Wüstenund Einöden vorgenohme»; maßen unsere Wanderschafft mit deine ist ersättiget worden/ da wir in Gelobtes Land gekommen.' Gleich bey Ankuaffd i» dieses Gelobte Zeller-Thal mußich ruffeN mit der Kirchen: 8-lve»egin», >tstev inikerlcoräi«, vit»,ÜlllceäoL1'ps§nolkt»1l>lvs» Styegegrüßet grosse Himmelö-Königill Maria zu Zell t -» allgemeine Mutter dev Barm- «s c 5) «KN» Barmhertzkgkeit/ unsrr gantzes Leben / du Gelobtes Land/ bas mit Süßigkeit angefüllet/ unsere eintzige Hoffnung/ nach welcher all un» serReyß/ alle Liebes-Scuffyer/ alles Gebrtt/ alle Mühe und Ar, beit abgezielet/ seye gegrüst zu tausendmalen. Wir glückseelig« HrsLiiten/ die wir in dieses Gelobte Landgereiset/ boa- ell rerrs» o«,.,. guam OLU8 Oomious notier üsturus eli nvbis. Es ist jenes gute Land/ das uns der HErr genießen wird laßen. Nur an dem stehet es anjeyo/ ob Maria die Zellerische Gnaden-Mutter/ ob bey ihr das Gelobte Land anzutreffen, biovkes damit er in Erfahr« nuß brachte / ob sich alles befindein Wahrheit im Gelobten Land/ was von selben geredet: Schicket« Kundschaffter dahin/ umb zu se» hen/ was das Land in sich enthalte. Xiitte viros, qui conNäe-X««.» reik terrsm cksvssn, da zogen zwölff Männer dahin/ schnitten «ine Reben ab/und brachten von Granat-Aepfeln und Feigen desselben Orths/ mit melden: Venimus IN terram,gu« revera guibX«».c/e. IrÄe öc melle , dt ex dis kruÄibus cogaotci poteli. Wir seyn in das Land kommen kommen / welches wahrhässtig von Milch und Honig fliestet/ wie dann auß diesen Früchten zu ersehen: Auch wir seynd von einer Löblichen Mariantschen Bruderschafft um ein sceli« ges End von Wien« auß nachrr Zell Heuer gesandet worden / um zu erfahren/ ob zu Maria-Zell das Gelobte Land seye/ wir wollen die Kundschafft einnehmcn/ und in Wahrheit werden wir bekennen müssen / zu Maria-Zell seye das Gelobte Land/ auß denen Früchten wird mans erkennen. Es mag lirssi noch sd mühesame Reyß auf sich genommen haben/ wäre es doch der Müh wrrth/ weilen das Gelobte Land zum Bcfltzthum wäre verheißen worden. Von diesen hat tt^ero- V)-MU8 mit ttectsso geschrieben/ daß es von Dan biß Lertsbee ^ o-rL 160. Meil lang / und 40. breit gewesen wäre/mit angenehmen Flüs-HA >r». sen/und Hellen Brünnen versehen; die Erden.bringete häuffiges»- Getrayd/ der Weinstock treibet« ungemeine Trauben/ die Bäu-^°"' mrr süsse Feigen / und Granat»Aepff«k mit denen sasstigen Oliven. Auß denen Steinern grabete man das Eysen/ und die Berg hat» > ten häuffiges Metall statt dem Jngeweyd getragen / und wie Lri-XA-KA ttsus bezeuget: waren alle Bäumer mit Früchten beschwäret/ der """?"»' Stall mit häuffigen Hom»Vieh angefüllet/ und grabete man auß der Erden nebst dem schimmrrendenGvld/ die kostbare Steiner / das gantze Land flicsseke von Milch und Honig: Und wie der große k-l> leemiler bey l-orinum schließet: nikil terra promitlionis pin- guids kuilke, daß über Gelobtes Land keines seye. Wann ich nun t von dem Schatten zum Licht /von der Figur z« dem Weesen gehe / darff ich ebenfalls sagen/Maria-Zell seye das Gelobte Land/ und x«m.». über dicß (doch keinen zum Rachthril geredet) seye keines. Ve- NIMU8 in terrsm, reverZi. üuit laÄe 6c melle, üt ex kis FruÄibuZ co^lrosci poteli, wir seynd in jenes Land/Mavia-ZM kommen/ welches wahrhafftig von Milch und Honig fließet: wis dann auß denen Früchten abzunehmen ist. Was enthaltet dann/ B seye KB» c 6 ) MN» seye mir eine Frag erlaubet/ dieses Gelobte Land in sich? erkennet es auß denen Früchten. Eröffne ich meine Augen / und wende selbiges auf gegenwärtiges Gnaden-Bild/ was erblicke ich? Mariam haltend das JEsu« Kind in ihren Armben. Auß denen Früchten solle klo/le? das Gelobte Land erkennen/auß der Frucht erkenne ich eben das Gelobte Land: die Güte des Baums urthlet man auß der Frucht; dann -Uarck. 7 - Hje Christus: Omnis ardor bona, bonos 5ruÄus kscie, mal, SU, tsm mslor truÄus: Ein jeder Baum der gut / bringet auch gute Früchten / der böse aber übel. Was vor eine Frucht Maria auf ih« . ren Händen trage / vernehmet! der komme Ldision hat Maria ci- As ne Erden benamset; rer» nollrs, guss äeciie truAum suum, daS "L ' jst unsere Erden/ die ihr Frucht getragen; was vor eine Frucht die« L«c. r. se gewesen / hat Llitsbsek in ihrer Bcsuchung verrathen : 6c bene- «iiäus l'ruÄus ventris tui , und gebenedeyt ist die Frucht deines Leibs. Anjetzo machet hierüber seinen Gedancken Hugo L 8. ViÄo- re, in cceio guslis kstsr, tslis kiiius, 6c in terrs gusiir Xtsler, tsiius küius; in cceio imsgo kakris, in terrs imitstormstris. IN dem Himmel / wie der Natter also ist der Sohn; und auf Erden wie die Mutter/ also ist auch der Sohn. Indem Himmel ist der Sohn das Ebenbild des Vatters/ auf Erden folget er nach seiner Mutter: Wann dann der Göttliche Sohn ein Kind Mari«/ und dieses Kind die gebenedeyte Frocht/so ist Maria das Gelobte Land/ die solche gebenedeyte Frucht getragen: und ist kein anderer Unter« schied/ als: daß Christus durch die Weesenheit/ Maria durch die Gnad gebenedeyt gewesen. Laffet mich Geliebte nähender zu denen Früchten des Gelobten Land tretten; die Kundschaffter / da sie in «Ei « Gelobtm Land gewesen/ sblciäeruot psimitem cum uv» tus.äs mslis guogue grsostis, 2c äe 6cis loci iUius tuleruot. Schnitten eine Reben ab mit seine« Trauben/ auch brachten sie von Gra» vat-Aepfeln und Feigen desselben Orths mit. Daß auch bey Maria zu Zell solche Früchten anzutreffen/hierüber, habe ich keinen Zweiffel. Q»l. r. Lotrus L^pri , rühmet sie sich mit der Braut: «liieÄur weis miki, in vineis kngsölii. Mein Geliebter ist eine Trauben auß Cypern in denen Weingarten Lugsci-ii: Von wem aber diese Trauben ihren r-cL r«. Ursprung / bekennet sie bey wtissen Lccleiisliicum: ego «;usL vitis LuÄiücs vi. Diese Trauben habe ich als «in fruchtbarer Weinstock hervor gebracht. Daß durch dies« Trauben Christus verstanden werde/ bezeugen insgemein die Natter / nun hat von dieser Trau« De/. ben Xlsrtinus Oelrio geschrieben: <2.uems6molium XIsris luo ia ^ILr./Ibr. psrtu psrieus Ldrilium, ekiixseliOLUXtqui ekomne boaum, ksuä sliter Lkriüus bästri retuiit vicsr.psrienz io es omni, xrivilegis, gu» tsot« IteZiags couveuiuot. Gleichwie Maria da sie in ihrer Geburt Christum hervorgebracht/ das höchste Gut den grossen GOtt/alS «in fruchtbringender Weinstock gebohrm; also hat Christus als eine reiche Trauben in Maria soviel Gnaden und Frey« Heiken unterlassen / dir einer solchen Königin gebühren. ( 7 ) «KLK Es braucht nicht viel/ sehe man nur an/wer stuft keine Wissen» schafft von Marl« Gnaden/ sehe man an dieses Gelobte LandMa« riam zu Zell / was glaubetihr Geliebte/woll« gleichsam zu unsreden Maria mit ihrem gebenedeytenJEsu-Kind in denen Hände» ? alswie Lickarlius geschrieben: Lkrilius botro compLrLtur,bsst»»ukem L//. r«, Virgo clicir: ego guak vjrjz fruÄi6csvi,tuli kuuc botrum. St» het auf meinen Armben trage ich die ungeheure Weintrauben des ge- lobtcLandChristumJEsum; diese habe ich als ein sruchtbarerWeinstoek getragen; was vor Gnaden hat nicht der Urheber deren in Maria unterlassen/in Maria zu Zell; also daß ich fast sagen könte/der Himmel hätte sich gänylichen außgeläret/nnd hatte seine Gaaben Mari« zu Zell schier alle gespendet. Gar recht kauft du grosse Gnaden-Mut« tcr zu deinem geliebten Sohn sagen: korrus Lxpri öileÄus meus c-»-. mi ki. Eine Trauben ist mein Geliebter mir/ oder wie der gelehrte Ltcobsr dollmetschetr I)iIeÄU8meu8miki, vslomnis,iäelkoml»» 8rsti»rum geners i'mpsrtisn8, mein Geliebter ist mir alles / das ist: Er hat mir alle Gnaden mltgetheilet/man durchsuche mit mir die Früch- ten MarianischerGnaden ; äs msli8guogue grsn»ri8 6c llekci8 illiu8 loci tuleruat,die Kundschaffter brachten mit sich von Granat-Aepseln und Feigen des Lands. Was für ungemeine Früchten finde ich nicht in diesem Gelobten Land zu Zell. Die Braut in dem Yochen-Lied/ da fie ihre inbrünstige Liebe gegen den Bräutigam nicht mehr bergen konte; rufftr fie auf: apprelieaä»m<:e,Lc«luc»miaäomummLtri»6me-r. mese, ibi ine äocebi8,6c l srarerk, welches nachgehends von denen Englen na» cher Lsurstum übertragen/allba träncketesie das Kind mit gewürtz» tenWein/und Mostderm Granat-Aepflen/pur- schreibet Lorvelius, viaäsröentiLekaritLtiL, scmuttocompunAi'onis L lacr^msrü» das ist mit dem Wein/ihrer inbrünstiger Liebe/ und mit dem Most de» ren Granat-Aepfeln / der Zerknirschung und vergossenen Zähem. Darffich von Loreto meineGedancken nacherMaria-Zell wenden/ was häuffige Granat-Aepfeln erblicke ich nicht- Es scheinet mir als thäte Maria zu Zell/gleichwie vor Zeiten zu Loreto ihr grbenedeyteS JEsu-Kind / mit nichtSanderes dann mit Most deren Granat-Aepfe« len träncken/nemlich eines zerknlrschtenGemüths/und vergossenen häuf« figen Buß-Thränrn: -Ich will nichts reden/ sondern Ispis Zell? von denen Feigen gebottr li-i-s: «».-r. uc tollereal: msllsm 6e 6c>», 6e cstsplasmsreat luper vulous L Isnsretur, sie solten ein Pflaster von Feigen nehmen / und auf den Schaden legen / so wurde er gesund werden: Llsri» ek Leus, hat von ihr velrjo geschrieben: gu« protniie msüsm gcorum, »«. vulners ln/Losbili» cursnlur, 6e czuibus Itsiss. Maria ist der Feigen Baum / durch dessen Frucht auch die «nheilbareste Scha« den geheilet werden/ von diesen hat llsiss geschrieben, btulium eaim fahret weiter fort L/cobar: inlaosbils vulau;, aull» kie- Loersta regrituclo ei,guisä blsrism le reeipit, Hannes ist kein so verzweiffelte Wunden/ kern so schwäre Kranckheit/ daß nicht sei» - de vertrieben werde / welcher zu Mariam sich flüchtet: Rede anjeyo grosse Christen-Welt/ ob fast eine Stadt / rin Land/ ein Play/das nicht Einwohner aufzuzeigen / denen Maria in ihren Geprrsten und Kranckheiten Hülsf geleistet. Ich ersehe allhler einen ungemeinen Schwrmm-Tcich/ ubi multitUllo mago» csscorum, clauilorum L srillorum, eine grosse Menge deren blinden / krumpen und preß, hassten Menschen anzutreffen/ welche alle gleichwie vor Zeiten in denen Ströhmen deiner Gnaden ihre Kranckheiten versencken. ES ist mir als erblicke ich jene eryine Schlangen / welche bto><-8 seinen „ Urseliten aufgerichtet / wer sie nur verstehe allhler Mariam/andäch» tig anstehet / oder aber auch von weiten in Gedancken nacher M» riaM'Zell verlobet/ wiederum die gewünschte Gesundheit erlanget. Ich ersehe allhier jenen außerwöhlten Feigen-Baum an Maria/ der ln dem Buch deren Richtern seine Süsse nicht verlassen wollen / des, sentwegen würdig / daß er zum König solle gecrönet werden: Dann /»L'e.«. wieviel tausend Menschen haben auß diesen Safft den LrbenS-Safft auf ein neues hinein geschlucket. Krücken und Stelyen / welche häuffig deinen «offen Gnaden-Thron Maria umgeben/ die gemah« lene Krancken-Better auf denen Opfer-Tafeln/ alle diese verrathe« -ich/ was süsse Feigen-Früchten du denen Krancken anrrbietest/um . sie «KN c 9) GM Pt zu heylrn. lnterceckioae 6kricki Domini , bekräftiget es aber« mal Llcolrar, sruÄus üculne« kujulco meritorum vis applics. Hlca/. Ä rus, L mox reger Dnitsti reckiruirur. Durch Vorbitt Christi des HLrrn/ der sein Gebett nach Zeugnuß ksuii mithäfftigen Gcschrey opfferet seinen Himmlischen Vatter / wird Mari« dem Himmlischen Feigen-Baum die Krafft seiner unendlicher Verdiensten angewendet/ und der Krancke urplötzlich zur Gesundheit gestehet. Nicht vhne Ursach hat Heiliger Lpkrem Xlsriam exultstiooem segro- ^ tsacium, eine Freud deren Krancken; und Griechisch-Qrientall- ^ scher Kayser Hieoäorus Lalckus, exulrsrioncm nobis omui-^'^^» bus suxilio (ieauästis , eine Erquickung deren / bey welchen alle Hülff ermanglet/ benamstt. Nur an dem stehet es Geliebte anietzo/daß wir in Gelobtes Land einziehen/ veaimus in terram, guss revers ckuit IsLie Lc melle, wir befinden uns in einem Land/ das wahkhafftig fließet von Milch und Honig. Daß »ebr-isches Volck in Gelobtes Land geführet worden/ wäre selbes so große Gnad Mari« Verdiensten schuldig: wem beliebet/vernehme kurtzen Verlaufs! klox 6 erscheinet einstens GOTT in feurigen Dorn,Busch: sppsruicque ei Dominus ia gamma iguis >le meilio rubi. Gleich hierauf aber ertheilet er den Bestich : Vi6i »KiÄioaem populi meiio>Lgi'p- to, teil veui, üc mittam ts »8 grstire per esm luat illukrsti. 8iaikrortua» ,ä i»juko8, gui per esm ttmt julkiLest». Mari« keinister Mund wäre mit lauter Honig angefüllet/ dieses Hönig gösse sich auß übet Englische Geister/ deren Stellen durch ihre Geburt ergäntzet: es ßieffete hinunter / da die Gefangene auß der Höllen erlöset; rechts quellete es/ indem« die Gerechte mit neuen Gnaden durch Mariam erleuchtet: lincks/ weilen die Sünder durch selbe gerechtfertigt worden. Lse.r. Solche Süßigkeit hat ^osnnes verkostet / da er annoch im Mütterlichen Leib verschlossen/ dann kaum hat Maria khrm lieblichen Mund eröffnet bey iäiLbetk: exultsvit ios ,08 in utero, da Grunge das Kind auf in Mutter-Leib 2 gu»m äuiei-, bezeuget sol« rsc°r. -»chrg gelehrter Ltcobsr: expertu8 etk eüs Virgin» vsrbs ills,gui ,uäien8 illsm msterno exultsvit in utero; was grosse SÜßig- keit hat nicht verspühret jener )osnoe8, da er Mari« Wort an« gehöret / tndeme er vor Freuden im Mütterlichen Leib aufgehupfet. Mars ich abermal/ bringeich den Gesponß zum Zeugen/ der die Stimm Mari«/ als einer vorgebilden Braut gantz süß gehalten- sie au durch den Lrigittse: verbs tu, 5unt midi lusvis,2:äs1eÄsntintsriorscoräi8,tsngusm potu8lusvillimu8. Deine Wort o Maria seyn mir allersiWst / und erquicken das Innerste meines Hertzen / gleich einem süssesten Getranck. Und was halte ich mich viel bey dem Bräutigam? sag« mir kisgäsieos, guem gu-er»? wem suchest du? deinen verstorbenen Heyland/in dem Grab/ alleinig die Engel antworten dir: ^Lium, gui crueikxus -UÄt. »r.ett, iurrsxit uou ett KW. JEsum der gecreutziget worden/ist auferstanden/ er ist nicht da; viäes, meldet sich der bewehrte klsx-. Mtu nomsn proterri, neo tsmen plenb Iscr^mss äeiiocsri, Ä sehest du/ daß zwar die Engel den Rahmen JEsuaußsprechen: Usg- äslsu« Thränen doch nicht abgetrocknrt werde». Es laffetsich der Heyland selber sehen / tröstet dir Betrübte / silier quiä -plors8 : guem gussris? Weib / warum weintst du? wen suchest du? und btt glaubet öisgäsieus sie sehe einen Gärtner. Endlichen gebrauchet sich Christus einer anderen Red-Art/ äieit ei ZLK», Klsris, ooa- verL ill» äicit ei, Rsbboai, welches heisset Meister. Daß der Nahmen IEsu weit vornehmer / dann der Nahmen Mari«/ deme «ZNc» ) «N habe ich niemalen gedencket mich zu widersrtzen: baß aber der Sohn GOttes in diesem Fall seiner Mutter schmeichle» wollen / iji gewiß, ttbi ^l-ri», lasset sich »UN der uhralte OriZenes hören: auliivit Xlsria, perieaiit ia nomio« gusnäsm kngularem vocstivnis I» äulcccüncm, öe per esm cognovit, iptum eile btagi/trum 1u-»oL. um. Da ^sgaslen, den Nahmen Mariae »ernommin/ hat sie gleich in diesem Nahmen eine grosse Süßigkeit des BeruffS empfunden / und hierdurch erkennet - daß dieser ihr Meister seye. Nicht un- billich demnach hat mein Lernarclus grsenfftzet: verö äulcsäo,gu« »maritoUinsm psccski, impetrsallo grariam> expellis, oäulcis ^ Domina, cujus lols memoria sKeÄum clulcorst, 6 Domina^ quse rspis coräa kominueu öulcore; wahkhasstig grosse SÜßig» kcit in Maria / die du die Bitterkeit der Sünd/ durch die Gnad/ ß> sie zuwege» bringet/ vertreibet: O süsse Frau/ die du aller Menschen Heryen zu dir wendest. Was kernsrclus einsten zu Marlam / ruffe ich zu Ztllerischen H-'H». Gnaden - Mutter / lerrs promillioois IsÄe L melle MSNLNS, icl eik: 8alvstor«m iimocentiä csnäiäum, milcricorciia llulcem, 5 du Gelobtes Land/ das von Milch und Hönig fliessrt; dann was ersehe ich in dir? als den Welt-erlöster/ der an seiner Unschuld wie die Milch / an der Barmheryigkeit süß / wie das Hönig. Nonne cor ineum öuiceciille rspuilki ? frage ich dich anjeyo Zellerische Gnaden- Mutter mir Meinen Lernsräo; wie offt hast du nicht mit deiner L--r Ä/. Süßigkeit/ die Heryen aller gegenwärtigen gany an dich gezogen; du hast mir das Hertz gäntzlich geraubet Maria zu Zell / wie die Braut dem Bräutigamb in Höchen Lied: wann ich mein Hertz von dir gefor- dcret / srriäss , öe Ikatim tus äulceclias conlopitus »cguielco. Lenr-e«/. Da lachest mich lieblichst an/und da thut mich dein süsses Lachen gleich wider befriedigen / also daß ich offters vor deiner Gnaden -Bildnuß äußer Sinnen mich befinde. Verlange ich abermahl mein Hertz / ^ ikatim ms complexari» äulciillma, ä katim iosbrior rui amore, da umfangest mich gleichsam O süsse Jungftao mit beyden Gnaden- Armben / und alsdann muß ich nothwendig vollgetruncken werden von lauter Liebe / mein Hertz kan ich unmöglich von dem deinigen unterscheiden / und kan also kein anderes Verlangen/ m6tuum,alS das deinige. Wahrhafftig wer in dieses Gelobte Zeller, Thal vor Mariamkommet/ muß mit verliebter Braut bekennen ;lub umbrsil- -Er. lius,quem 6s66sr»versm1eKA» () - der, ut vsgi'ru vincst, 2ccrepitaculoexterre»t; seye es auch ein «nmündigeSKind / wann fich selbes an den Halß Mariä/ welcher ge» waitig / steuret/ überkommet es eine solche Krafft wider den Trüffel/ daß es ihn auch mit alleinigen Kinder-Geschrey überwinde / und mit der Rodlin vollen Schröcken jage. Also säst ist der Orth/ wo Ma» ria wohnet. Lest!, kan ich sagen mit Osviä, qui ksbirsot io clomc» yüj»r. rus, seelig seynd jene Menschen / denen erlaubet ist in deinen Gna» drn-Hauß Maria zu wohnen. Dann es ist auf fasten Grund gesetzet / weder die Höllen / weder Teuffel können solches begwältigrn ; per dsoc äsemooes, lassetsich hören Lxriliub der ^lexsollrioer/ gsorur, perdsocäisbolurteotatorliecjöit: durchMtMOM/ jch<^K»c»»e. sage Mariam-Zell/ werden die Trüffel in die Flucht gejaget/ durchs Liese ist der Versucher zu Boden gestürtzet. Nicht unrecht demnach hatvsviägesungen: stkirir «egio-a liextris ruis, chie Königin ist zu deiner Rechten gestanden/ ideoöorus »erscisurs liset: ksbi- litselk, >6eik ürmiter 2c immobiliter lketit, osm portre iotieri^"^ oonprsevsisbuntsävsridseLm; steistversästigetworden/ dasist/^^'"' sie Ware starck und unbeweglich gestanden/ dann die Porten der Höl- lrnhat niemahls wieder fir etwasvermöget. Rede Höllen/ ob nicht -eine Porten erzitteren / da du Mariam, Zell nennen hörest ? wir viel tausend hast du nicht zuruck stellen müssen / bey dieser wunderthättgen Mutter / die deiner Dienstbahrkeit schon gewidmet gewesen ? Teufeln / man hat euch vor diese unbewegliche Stadt GOttes/ Mariam nem, lich/ geforderet/ allda hat eure Stärcke die Krafft verlohn»/ und habetihrallzeitdassiüchtigrReyß außnehmen müssen/ wann Maria« Zell gegen euch fich gestellet: habet ihr eS nicht selber aus besessenen bekennet/ mit Zellerischer Gnaden-Mutter wollet ihr wenig zuthu» haben/ alsonemlichmuß her Gewalt deren Feinden zerbörsten/ wo Maria die ynüberwindlicheStadt zugegen / dann jene Mauren / wei» D che «ZN ( -4 ) «ZN che brr Höllen »Feind in ihrer Reinisten Empfängnuß nicht besteige» dörffen / haterannoch nicht begwältiget. -r. Ich weiß die Kundschaffter hätten vorgegeben: lerr,, c,u»m lu lkrs vimus, 6e vorst ksbitstorss luos,das Land das wir gesehen / das verzehret und fresset gleichsam seine Einwohner auf / umd den ilrsLliten abzuschrocken/ daß er in Gelobtes Land zu ziehen kein Verlangen trage. Ich rede anheut von diesen Gelobten Land: Torrs ksee^evorst ksbitskoresluos, dieses Land Maria-Zell verschlucket auch seine Jnnwohner: das istwieeinige bey Gelehrten ^ ispiäe lesen: Terrs Ll>snssntsmbonseli:,utoullusexesexirecupisc: unrlo L».-»L/. guicuogueinesoslcuatur, iuesclemvivereöcmorivolunt: ita- que «jusli L terra tu» 6evorsntur, Lksussu, ich sage Maria» Zell/ ist also gut/ daß wer einsmahl in diesen Gnaden-Tempel vor Mariam die Gnad zu erscheinen überkommen / selber nicht mehr hat hinweg ziehen wollen; ja rin jeder hat ihme gewunschen allda zu leben und zu sterben: wahrhafftig demnach Maria - Zell verschlucket gleichsam in sich alle Menschen: dann wer dieses Gnaden, Bild nur ein, mahl angeblicket/ in Ewigkeit von Maria nicht mehr sich absöndern will. Ich gebrauche hierzu keine frembde Zeugenschafften/ meine Löbliche Marianische Bruderschasst «mb ein glückseeligeS End / neben den / daß sie jährlich ihre Zahl»rrichr krocetllon nach diesen Gnaden, Orth anstellet / zeiget sich also in Mariam verliebet / daß sie nicht anderst / dann mit häuffigsten Zähem und Thränen Abschied nihmet von Zell. Es wünschet« sich ein jedes mit ketro allhier drey isber- uscui oder Hütten zu erbauen / nur damit sie konten bey Mariam de« ständig wohnen: Ja ich selber, als der mindeste/ wünschet« nichts anderes / als leben und sterben bey und mit Maria-Zell. Und diß ist jenes Land / welches ich euch anheut / Marianische Wanders-Leuth eröffnet/ Ihr habet von Gülte dieser Erden sattsam vernohmen/ beziehetnun solches/nehmet den Besitz von selben/ und machet euch thrilhasstig jener Gütter und Früchten / welche in diesen Gelobten Land uns zum Genuß anerbotten. Seyet ihr heutiges Tags von der Dienstbarkeit kksrsoois, von der Sünd mit Ursel außgezogen/ habet ihr heut fruh-morgen / das blsvos oder Hoch, würdige Himmel - Brod genossen. Gehet hin dann in Gelobtes Land. Was blosses zu den Ilrseiite» gesprochen / rede ich z« euch Geliebte: beslus es tu Ilrsel, guis ümilis tui popule: glückseeli, ge Brudrrschafft/ dich hat der HErr geseegnet/ daß du etlich tau» sind Mit-Glider deiner Versammlung zehlest: bey dir halber Seegen GOttes in allen/ wie in dem Hauß Obs-ie-lom eingekehret / dein Eyfervor die Ehr Mariä / hat dich schon würcklich zum ersten Jahrs, hundert oder 8-eculum gelangen lassen selbes zu vollenden;du bist in al« len geseegnet / heut aber ist dir jene Gnad wiederfahren / daß du gar in Gelobtes Land nacher Maria-Zell gekommen: glücksrelige Einwoh« ner / beglückte Burger dieser Stadt: allda lebet man ln Freuden ohne Sorgen/ man genösset die häuffigr Früchten/ ohne dem daß man sich be, MWc »r) MW bemühe; genießet dann deren guten Tägen allhier/ und habet acht/ daß ihr von denen Feinden GOttes durch die Sünd aus diesen Ge« lobten Land nicht vertriben werdet- Und weilen ihr dann würcklich schon Besitz genohmen: ist es auch der Brauch/ daß man in neuen Land/ wo man angesessen/ den Huldigungs - Eyd ableg«. Huldiget euch dann Mariä / mit Mund und Heryen / lasset aber mehr dem Heryen / dann der Zungen - Wort über: seuffyct und saget mit 8-bs der Königin / seclig seynd jene Lin« wohner/ denen du Maria das Orth vergönnest. Seelig die denen erlaubet ist / alle Augenblick vor deinen Gnaden - Thron zu erscheinen / dich zu bedienen. Weilen du nun uns zu Burgern deines Gelobten Land zu machen gewürdiget/ so geloben wir an/ daß von nun an alle wir deine getreueste Unterthanen verbleiben wollen; fern seye von uns / daß wir mehr einen andern HErrn erkennen/ als den großen GOtt/ und dich Mariam. Lasse uns jener Freyheit genießen / die du denen anerbietest/ sodireyffrig dienen/ mache daß unsere Seelen beständig vergnüget du Gelobtes Land! laß« die Milch deines Mütterlichen Trost immer in unsere Heryen fließen/ und versüße mit dem Hönig deiner Gnaden / alle Müheserligkeiten / dir uns zustossen. Wir versicheren zugegen/ daß unser Sinn/ unser« Gedancken aufnichts anders/ dann dich außerwahltes Erdreich Maria «Zell sollen gerichtet seyn. Eines ist / umb was wir bitten Maria! erlaube / daß wir von deinen Gnaden-Früchten einige/ erstlich unfern allergnädigsten Römischen Kayser Lsrolc» VI. nachgehendsabrr dem gesambten Herr« lichen Wienn überbringen börsten; damit sie mit «ns bekennen müssen/ wir wären iu Gelobten Land gewesen/ 0. LL. v. L. L. V. C. N. L. O. «UB < r» > -ÄÄ» ngw 6r»u ^ » »rtz) nH-j 6 Lrs^tiüÄ Krurl ^« 761 , 2 « -.j: - z .1 SttlstNöUtN / - : Mmöanry M>) 6 ? n)^ chittziü^ rrrrva r(t, n,!^^ ^uU Urißsj^rw nüni c-4l V6.:r.^ m mm Kü<1 ^chuL'k^t i Z cnüK 1 -:r iLVr.-k nnvcZ Z'rsVd nrpnttZ 'Z?:: sn'i'-lr^^Lr^rj uu^nröL^Lln-> u s'MrV ! 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