Wtznsi' Siaät-kiblioitiek. 9206 i Vier schöne neue Wien, ,829. weltliche Lieder. Das Erste. Von Wurmser ein Husar. Das Zweyte. Soldat ist gut zu seyn. DaS D r i k t e. Hab glaubt du willst mi nemma. Das Vierte. Los auf meine liebe Mutter i muß. SS Boa Wvrmser ein Husar Fiel in die Preußens Hände Der König sah in kaum. So fragt er ihn behende Sag an mein Freund wie stark Ist deines Kaisers Macht? Wie Stahl und Eisenfest; Sprach der Husar bedacht. 2. Nein d» verstehst mich nicht, Versetzt der König wieder; Ich meine nur die Zahl Und Menge deiner Briider. Beherzt war der Husar, Und sah gleich in die Höh; So viele ich alldork Stern an den Himmel sah. 5. Bestürzt der König mehr; Was ihm der Husar sagte, Wollt forschen weiter aus Den wahren Grund und fragte: Hat den« der Kaiser mehr Dergleichen Leuk wie du, 2a, ja, sprach der Husar; Und best"re noch dazu. 4- Ich bin der mindeste Aus seinen Leute« allen, Sonst wär ich nicht so leicht In eure Händ gefallen. Drauf gab der König ihm Ein leichten Sikbergroschen, Und sprach nimm diesen hin Und halte deine Goschen. 5. Der Husar sah von fern Eine Wache die ganz hager Die Wange« im Gesicht Ganz eingefalln und mager, Dem gab er alsobald Den Sikbergroschen hin; Erdia teremteke Ich nicht so hungrig bin. 6. Paffamalergi'S ist Noch Geld in meiner Tasche, Hohl Branntwein für mich her In einer großen Flasche Es lebe Iostphusl Der für unö sorgen thut. Drum geben wir vor ihm Den letzten Tropfen Blut. Das Zweyte. ». Soldat ist gut zu seyn, Sie leben ohne Sorgen, Sie leben ohne Sorgen, Hab'« sie kein Geld zum Wein So muß der Wirth ihm borgen. Ich fteß und sauf und leb wohl auf In lauter Luft und Freude; Nid muß ich dann zu Zeiten Für unsern Kaiser streiten; Wohlan ich bin bereit Huhe, Soldat ist gut zu seyn. 2. Ich ziehe in die Schlacht " Ohn mich dabey zu schonen Ohn mich dabey zu schone« Was andern Schrecken macht. Der Blitz von den Kanonen Da steh ich frisch und gieb mein Blut Für den der mich erhält! Und muß ich dann erblassen Im Feld mein teben lassen Wohlan ich bin bereit Juhe, Soldat ist gut zu seyd. 3. Ist dann die Schlacht vorbey Und bin ich noch am Leben- Und bin ich noch am Leben, So and're in der Schlacht Den Geist schon aufgegeben. Da geh ich geschwind inS nächste Zelt Und trink ein guts Glas Wein Dä kann ich nach Vergnügen Den Neider Haß besiegen Wohlan ich werd bezahlt Juhe, Soldat ist gut seyn. Das Dritte. Hab glaubt du willst mi nemma- eh daß der Sommer kommt, hab glaubt du willst mi nemma eh daß der Sommer kommt; der Sommer ist schon komma, du hust mi no nit gnomma, gelt aber, gelt aber, gelt aber nimmst mi no, gelt aber, gelt aber, gelt aber nimmst mi no. 2. Wie soll i die denn nemma, und wenn i die nit mag, wie soll i die denn nemma, und wenn i di nit mag, du bist so wild hon Angesicht, verzeih mirs Gott i mag di nit, geh schau mi, geh schau mi, geh schau mi gar nit an, geh schau mi gar nit an, geh schau mi gar nit an. 3. A Schüssel a Reinl, ist unser Kuchel- gschirr, a Schüssel a Reinl ist unser Kuchel- gschirr, und wann i halt an di gedenk, und wann i halt an di gedenk, so mein i, so mein i, so mein i wärst bey mir, so mein i so mein i, so mein i wärst bey mir. 4. Jetzt habn ma no zwa Kreuzer, die gh'örn mein und dein, jetzt habn ma no zwa Kreuzer, die gh'örn mein und dein, da gehn ma gschwind zum Wirth hinein, und lassen uns a halb Bier schenken ein, versoffen, versoffen, versoffen müssens seyn. Das Vierte. i. Ess auf mei liebe Mutter, ich muß dich nun was fragen, du bist schon lang vrrheu- rath, waS thust du mir denn rathen, was thust du mir denn rathen, scham'S Nachbarn sei« Veit, der will mi stä'ts habn soll werden sein Weib, das Heurathen schlimm ist, das bild i mir wohl«in, weilst du und mein Vater so oft mit einander kreinst. 2. Ich rath dirs mein Waberl, wart noch ein paar Jahr, es wird dich gewiß nicht kränken, du wirst es erfahren, kannst noch nichts recht kochen, kein Pfad nicht machen, klimmst du unter die Weiber thanS dich auslachen, thu vor erst etwas lerna, und nimm dick um was an, es ist ja gar spöttla, wann ein Weib sogar nichts kannt. Z. Das Kochen, liebe Mutter, das fallt mir schon ein, schau, ich und mein Veit essen gern ein gelben Brekn, ein Nockerl, ein Knödel, ein Ey und Schmalz, nannS gut ab, geschmolzen ist, gehts gern durcb'n Hals, Waschen und Hacken, das kann ich alles schon, was ich mi«it kann schicken, das zeigt mir schon mein Mann. 4. Drey hundert Gulden guts Geld das will ich auch schon kriegen, das gibt mir mein Vater, ich bin ihm viel zu lieb, das wird gefallen mein Veit, und wann ich ihmS werd sagen, ich wett mit der Mutter, er thut mi nie schlagen, ein Kuh und ein Kalbei, vier Schaaf und a Sau, oft bin ich schon ve.- heurath, aft bin i a schon a Frau Zu finden bey Ignaz Eder, Kupftrsrichyänd- ler am Thury. Flecksiedergaffe im eigenen Hause dey m guten Hirten Nr-?6. ! M »