L 82M2 Neues weltliches Lied. Mnnkr-Klitik Ich habe ein Mädel gehört Die sich über d'Männer beschwert, Sie hat alle recht durchkritisir, Und jeden im Lieben probirt. Doch war ihr fast keiner nit recht, Denn jeden schildert sie schlecht. Ich führ jeden einzelnen Mann Im Liedchen hier namentlich an Der Vinzenz macht ihr zu viel Kren, Der Sigmund stark einseitig gehn. Der Georg ist ihr zu srumm, Der Lippl vernagelt und dumm, Den Hiesel sein G'sichl ist ihr zu brat. Der Stepbel der ist ihr zu fad, Der Jackl ist ihr viel zu keck, Der Lenzl voll Schmier und voll Fleck. Der Andresl hat zu viel Pfiff, Und Tobias kennet goar koan Kniff Der Ferdl hat zu wenig Blech. Vom Sepperl kriegt's alle Tag Schläg. Beim Bartl ist geschreckt wie a Has. Beim Wastel die Gurgel zu naß, Der Konrad ist ihr zu faul, Der Micdl bat's Höizl im Maul. Der Christel ist ibr zu betrübt, Und Albert zu wenig verliebt, Dem Karl dem gings gerne zu. Doch dieser hat andre gnu, Der Fritz hat viel Feuer im Blut, Dem Ulrich wird öfter nicht gut, Der Tont schaut mit an Aug schiel, Dem Franzl gehts Maul wie a Mühl. Hieronimus hat a schlechtes Gstcht, Der Simon ihr gar zu viel spricht, Der Dominik ist ibr zu keusch, Und Eduard ist hager an Fleisch. Alexander har zu viel Witz, Ambrosl kein ruhigen Sitz, Dem Vinzenzl ist Wein nur jein Trost. Der Barthl der sauft zu viel Most. Dem Gottlieb sein Gstell ist zu schwach, Beim Florian zuviel Feuer am Dach, Dem Hansel sein Herz lst von Scan, Und Nikolaus bucklichr und klan, Der Christof der ist ibr zu groß. Der Valentin, schnarcht wie a Roß, Der Leopold steht da wie a Stock. Und Lazarus stinkt wie a Bock. Der Martin hat all'weil an Spitz, Gregvrius ihr zu viel Hitz', Der Rupert der ist ihr zu still, Der Wolfgang der ißt ibr zu viel, Der David hört gerne die Geig'rr Elias der zeigt ihr die Feigen Der Gabriel der nickt mit den Kopf, Der Louisl der hat ein derben Kropf. Jetzt sind ja die meisten benennt, Damit man die Madel erkennt. Wie unstät im Lieben sie sind, Bis eine an Liebhaber findet, Hat's Madl im Schönsein an Ruhm, Fiihrts Männer am Narrenseil herum, Sie braucht wohl zweihundert für g'wiß Bis einer ihr anständig ist. Und ist's amal dreißig Jahre alt, Verliert sie ihren ganzen Gehalt, Und wenn es der Teufel selbst wär, So muß er zum Bräutigam her. Doch nun ist's auf immer schon s'pat, A solche hat jeder längst satt, Denn lang eristirt schon die Sag, Daß keiner ka Alte mag.