->- . Wienen Zialii-öiblioikekE 11479 ^ 5 ^ A tALrr7p ->, >- f^-ael»-ok ^/-,/o ^7ir dorr z.s^o> , ')t»l^!fu^sr ^0)^^<7/rL A>iL7Mvr^)^na^ po—^ollönu^e»'! kr»ki OiscSöfs Zttfpi^nrrbu^eT» dü?^ku»cire rürii»»^pf<»kn» knk^I So rU-^'/^^t-^iie.^i^ck^ vcn^ ^5,^al'!>,^kfl^ ^ nüberwündlichetiTugend, Geistlicher . ^ LH In dem Streit Des Menschlichen Lebens, Das ist- Netze Gebens - Merfassung Wommen der Ritterliche Glauben-und Tugends-Kampf deren . 14. Uothhelffern / Denen GOtt-Iiebenden Seelen zum Bey, spiel und Nachfolg, mit vorhergehenden Ursprung der Pfarr-Kirchen- Bruderschaft -8tncuren, inclut- «cntien, und daselbst haltenden Andachten und GOttes« Dienst, im Liechtenthal ausser der Rossau. Nebst beygefügten Morgen-und Abends- Meß - Beicht - und Cvmmunion - Gebettern, Tag-Zeiten, Litaneyen und Gesängern von derHeil. Mut, ter . und gedachten 14. Nothhelfern vorgestellet wird. Das drittemal zum Druck befördert. Und hervorgegeben von obgedacht -Löbl. Bruderschaft, und deneneinverleibten Herrn Henri Brüdern, Frauen und Jungfrauen Schwestern zu besserer Nachricht cleäiciret. Wien, gedruckt bey Josephs Kurtzböck, llniversttats- Buchdruckern, r?Z7» Das erste Lapites. Aurtze Deschreibung Von dem Ursprung der im Liechten- thal, ausser der Rossau Neu - erbauten Pfarr- Kirchen, bey denen H. H. 14. Noth- HeUern, Md der darinnen zu Ehren dieser Heiligen aufgerichteten Bruderschaft. Leichwie nach klarer Zeugnuß des Erschaffungs-Buch (OeLvic VLus (^rrlum Lc l'erram, Ocn. 1. v. 1. ) unwidersprechlich ist / Daß Die Anbettungs - würdigste Allmacht des allerkünstlichsten Bau-Meisters Himmelsund der Erden / dieses allergröste Welt-Gcbäu/ vermittels eines einzigen Wörtleins kiar. aus einem leeren Nichts hervorgedracht; Also ist es auchallzuwahr, und mllaugbar, daß auch durch erschaffene Menschen-Kräften all- dort, wo die darzu erforderliche, von einem ernsthaften Fleiß begleitete Mittel vorhanden, auch alle Verhindernuffen des Vorha- A s benS W(4) W dens aus dem Weeggeräumetieynd, man von einem kleinen , wohl, bedacht - angefangenen Werklein, zu einem von Zeit zu Zeit grösser«/ endlich zu einem gröst - und vollkommnisten Werk, durch nicht gesparrte Bemühung der Anfänger / und mit Beystand GOttes, gelangen könne. An einem dergleichen glücklich/ von kaum merklicher Kleinheit angefangen/ und von Jahr 1711. dis anjetzt (GOtt jey es höchster Dank gesagt) inwendig schon vollständig zur zeitlich - und geistlicher Seelen Wohlfahrt er- svrisillch bewürkten Kirchen - Gebäu hat sich dillich ru erfreuen, daß in der ganzen Pfarr/ von 1699. bis in das jetzt-lauffende i^zo. Jahr sehr vermehrt - inwohnende Christen - Volck , welches innerhalb zo. Jahren, zu seinem grö- Ken Trost gejehen, und erfahren / daß von einer sehr kleinen zu Ehren der Heil.ännL, als ihrer damals erwählten allerersten Schutz- Frau, allda erbauten 8tanon, der Anfang geschehen, und durch wohl-angewendeten Eifer etlicher weniger Beförderer der Ehre GOtteS und seiner Helligen, zu diesem herrlich - aufgeführten GOttes-Tempel, wie es zu sehen ist/ die Sach in so kurzer Zeit so wohl ausgefchla- gen, und zu einer so weit sichtbaren Grösse/ wider alles Vermuten, gelanget sey. Dann eben in dem schon ob-bemeldeten Jahr 17ns gleich nach dem Heil. Psingst-Fest, Zweifels ohne/ ^ ^ W ( 5 ) M ohne / durch dieses zu allen GOttseeligen Werken aneyferende Gnaden,Feuer des Heil. Geistes bewogen / käme ein GOttseeliq-entschlos- senes Geistliches Schüfet zu ieinem Seelens Hirt/ den nunmehro in GOrr ruhenden Wohl - Ehrwürdigen Geistlichen HErrn Johann Caspar Hörmann, Pfarrern zu Währing (als wohin dazumahl Liechtenthal, Thu- ri/ und die umligende Oerther mit der Pfarr- lichen /uri86l nischen kamiliL Zunahmen / auch Liechtenthal i benamset wird, ist ein gegen 600. Persohn in sich zu begreiffen fähiges gewölbtes Zimmer bergegeben worden, dieses zu Lesung und Anhörung der Heil. Messen, und anderer Geistlichen kunHionen so lang sich bedienen zu können, bis denen Anwohnern des Orths eine andere grössere Kirchen zu ihrem Seelen,Heyl, zeitlich-und geistlichen Aufnehmen erbauet werden wird; Gleich darauf wurde dieses gnädigst erlaubt-und hergegebene Formal-Ca- pellerl verändert, und gebührend zubereitet/ auch auf einhelligen Schluß der Gottseeligen Anfänger dieses geistlichen Werks, in so geziemend ausgezierter Capellen, ein Altar zu Ehren der Heil, ^nns, als ihrer erst-erwählten Schutz-Frau des Orts, der andere aber zu Ehren deren H. H. 14. Nothhelfern, als auch erkiesenen Patronen ihrer geistlichen Liebes - Versammlung, jetziger würklich sppro- bitter Bruderschaft / aufgerichtet worden, darin» __ W ( ii ) W _ n rinn im Jahr 1712. an dem Heil. Oster Mou- N tag / welcher dazumahlen an dem 28. Martii h eingefallen, von dem Herrn Johann Caspar n Hörmann / Pfarrern zu Währing und Lrech- d tenthal / die allererste Heil. Meß nebst erner abermahligen Lxkorrarion, und dardurch wie- d derum gegebener Vertröstung / daß die Urhe- le ^ der des angefangenen Vorhabens durch gute ls 1- Verständnuß und Einigkeit unter ihnen selbst/ st ! durch gebührende SubmiMon gegen dero Geist- " lichen und Weltlichen Obern, durch ihren be- r ständigen Eyfer und Gebett / bald zu einem noch gröffern / und ihren Heil. Begierden völlig standigrvergnügenden Werk / einer das allda l- und da herum wohnhafte Christen-Volck/ gelt nug fassenden Kirchen / mit der Hülf GOt- ^ tes und seiner Heiligen bald zu erleben / wie rt der glücklich-beschehene Ausgang jetzt schon l- würklich zeiget/ die beste Hofnung haben r- können. / Und nicht lang nach diesen geschähe es/ daß rr -er schon einmal angezündete Eifer/ der in e- der geistlichen Liebe Verbundenen, mit allen u zu einen Anfang dieses grossen Werk / zur sel- l- diaen Zeit nur immer möglich-erflnnlich - und er erfundenen Bau-Mitteln so weit / und dahin kS gekommen/ daß aufDero allerunterthänigstes e- Erbitten, noch im selben Jahr 1712. den 2a. > Nobembr. Ihro Kaiser!. König!. Catholische Majestät CARL der Sechste, in Begleitung zweyer rr)M _ zweyer Herrn Herrn Cardtnaien / Christian August Herzog von Sachsenseits, und julüäe ^,3223 Päpstlichen Numii allda (^it.-vers schieden anderer Bottschaftern und Fürste«/ rc. auch Dero ganzen Kaiser!. Hof- Statt, sich heraus zu versiegen, haben aUergnädigst belleben lassen. Nachdenre also Ihre Kaiser!. Majestät sich allda eingefunden / und von dem schon oben genannten Fürst!« Oräinsrio mit gewöhnlichen Lecemomen, der erste Stein ge- weyhet worden , haben solchen sodann dieselbe mit eignen Kayserl.Händen in die schon zubereitete Kirchen-Grund-Veste, wo anjetzo der Hoch-Altar stehet, niedergelegt/zwey Denk- Pfenning, einen von Silber, den andern von Gold in demselben hinein gethan, mit einen auch steinernen Decke! bedecket, mit einer vergoldten Mauer-Kehle und dergleichen Hammers welches sie von dem Franz Oars vs, Bau-und Maurer-Meister dieses GOtteS«Haus genommen) eingemauert, nach dieser die Oesterreichisch- angebohrne Demut andeutenden haben Ihro Majestät sich wider aufrecht erhebt, und mit anlächlenden Mund in folgende Wort heraus gebrochen: Ich Hab noch nie gemauert. Womit sie allergnädigst zu verstehen gegeben, daß sie bishero noch keinen andern Orth als allein dem Ltechtentha! diese allergrößt Gnad widerfahren lassen, und also dieser Wiennerischen Vorstadt (alwo vordere eine weit m kB lc^ Ä e- ei. m e- e- de e- er k- m ch m l- u- ') -- a- tt es n n r e __ GZ ( i; ) ^ _ wett und breite Wiesen mir ihrer annehmlichen Grüne die Augen der vorbeygehenden ergötze- le, dieser Ursachen/ auch der Ort von dem härteren Wörter-Ausjpruch unfthigen Pövel noch ein Wiesen benamset wird. Auf jedes obge- meldten Denk-Pfennings einer Seiten/ wäre höchst-gedachter Kaiser!. Majestät Bildnuß mit folgenden Worten zu sehen: Imp. 0 ^ 5 - (^rol. VI. kex Oerman- llilp. Hun^. Vollem. /V. Auf der andern Seiten nachjok Lende Wort, eingepräget: Oco O. Imp. Lsss. Curol. VI. kiu8 ?. ?. dujus intru komverium Vinäob. in lunäo krin. a I^ieckr. 1s. XIV. ^uxi- liaror. Oicati ^mpIL primum lapläem, Lc kierari8 IÄon. xosuir ^nrio OLL. XII. Die XX. ^lovembrls. Im Jahr 171z. als die giftige Seuche zu Wienn/ und um sWien, in Oesterreich stark xrMrte, ist dieses Kirchen-Gebäu durch vieles rvohl-ergebiges Opfer, und Allmosen (welches die damals in der Noch/ und Augenscheinlicher Todtes-Gefahr stehende Wienner ru diesen Neuen/ zur Ehre deren H.H. vierze- te- W ( 14 ) W_ - —— > > > ——»E». »« zehen Nothhelfern aufgericht zu werden / de- x ginnende Tempel / nicht anderst / als vorZei- ri ten zu Troja die Griechen zu ihren paiiadio, ihre Zuflucht nehmend reichlich gethan) so weit t erwachsen/ daß man bald darauf/ nemlich r in den nachfolgenden Jahr 1714- den 2. April, s als an den Heil- Oster - Montag, den ersten « GOttes-Dienst darinn habe halten können , « und zwar auf die nach angemerkte Weiß. In r der Frühe Morgens seynb vor allen andern l Vornehmen, die Heilige Sacramenta aus der i ersten H. Meß - Capelle / allwo dieselbe von l Anfang der (Üonra^on, bishero aufbehalten - waren / in die neu - erbaute Kirchen übertra- < gen worden / darauf um 6. Uhr die allererste < Heil. Meß gelesen, und um 9. Uhr eine , celllon um die Kirchen, und auf den Grund herum mit dem Hochwüdigsten Altars - Sa- < crament aufgeführet / darauf eine Predig und - gesungenes Hoch - Amt: Nachmittag,abermahlen mit Predig und Vesper, alles unter Trompeten - und Paucken - Schall, auch Anstimmung annehmlichster Xlnlic, auf bas aller jolenmste verrichtet worden. Die krocelllon. das Hoch-Amt und Vesper hielten Jhro Hochwürben/ und Gnaden Herr Georg Beüervon Binnen, damal würdigster Dom - vecbant zu Wien ben St. Stephan / Hochfürstltch- Ertz - Bischöflicher ältister mfullrter Öonflllo- risl-Ratb/ZweyMaliger emerüus Leüor^a- Lui- >e- n- eit ch il, en Zn rn er >n en a- ste o- nd a- lid 'r^ er n- ler m. ri- 0N nt ch- o- iL- 4 K ( 15 xniücus) die erste Heil. Meß in der Frühe und vormittägige Predig k. O. Johann Caspar Hörmann parockus, über dem doppelten Tejet: Lenelliüigus erunc, gu! LclillcLve- riat re. aber die dich aufdauen / werden ge- feegnet seyn, ?ob. IZ. c. V. l6. und: Duo ex üilcipulis ibLNt Ipss^ie inL2llcllum,guock erar!n lparlo üaäiorum texsAML sb^erulslem^ nomine Lmau8. Zwenaus den Jüngern JEstr gtengen in demselbigen Tag in einen Flecken, der war von Jerusalem sechzigFeld-Weeg weit/ mit Namen Emaus. I.uc. 24. c. v.iz. Die Nachmittägige Predig sein Capelan: L. O. Oarolu5 6eOior^!o, über den Tept r kr viäL L«tum novum Le l'crram novamUnd ich sähe einen neuen Himmel / und eine neue Erden ^ äpoc. 2i. v. i. Und also auf das feyerlichst als es möglich wäre/ diese allererste Andacht diesen Tag beschlossen worden ist. Das dazumah! noch mehr , als halben Theil, übrige Kirchen-Gebäu ist in den nachfolgenden 1716.1717. und 1718. Jahr aufge- führt worden. Der da verharret bis an das End / der wird seelig: Warnet Evangelist ^sekLug c. ro. v. 22. Diesen heylsamen Wahrnungs- Spruch haben vor vielen andern gar wohl zu Herzen gefastet / die schon öfter bishero in der Dunkle benannte, des sowohl alda beschriebenen l i ( r6 ) denen Kirchen - Gebaues, als der zu gleicher Ze>t mit demselben gebohrnen/ und mit demr auch mit ausgewachsener/ bishero aljo genannter/ geistlicher Liedes-Versammlung/ rmnmehro aber schon würklich approbirter,und zu Ehren der H.H.vierzehen Notdhelfer neu- aufgerichter Bruderschaft, gottseelige Anfänger/ und eystigste Beförderer/ welche da ihres Lob würdig / und beständig bey diesen Heil. Werk angewendeten Fleiß und Elfers halber wohl mencirt / nicht nur allein zu Dero ewigen Gedächtnuß, sondern auch anderen zu dergleichen / GOtt höchst - angenehmen, Merken / kaltsjnnig-geneigten / zu einen auf- erbäulich-und aufgemunterenden Vorspiel allda klärer angemerket zu werden, und seynd folgender L r r a g r d Der Wohl-Edel-Gestrenge Herr Franz Antoni Häußler / von Festen«' grund/ damahliger Hochfürstlichen Liechtensteinischen Bräu-Haus allda im Liechtenthal Verwalter/und des völligen Frey-Grunds ^rren- äätor. Herr Georg Eck/ Hochfürstlich' Liech- l li s t ch^ LiechtenstcinischerBräumeister allem« da und Mit-^rrcn6«ltor seeliger. »g / Herr Johann Paul Hochauer/ privilcxirt - Kaiser!. Beckenmeister/ A»- auch gewester Richter allda seeli- chü S": An dessen Stell eingeruckt iss fers dessen Herr Sohn Johann Frantz Hochauer/ Holtz - Versilberer m me» der Rossau, fertiger. aus< all- Herr Georg Werke - Kaisers, -ynv HrckircÄur . und ?erss>cÄiv-Mah, ler/auch Mit«Nachbar allda see- jx>i«^öer. hen H tr Johann §onrad Bauerall- spach / seeliger Frey - Grund, Rich- und ter allda. Herr Mathias Wetzl/ seeliger. ,ieke. Gerichts-Geschworner/ auch eme- ^ ncirter Richter allda. " B Untz W ( 18 Und dieser ist der Anfang und Ursprung ^ dieser zu Liechtenthal vor den Schotten - Thor, , ausser der Roffau über den Alsterdach zu Ehre« j deren H. H. vierzehen Nothhelfern neu - er- § bauten Kirchen, und der darinnen unter dem ^ Limi der Aüerheiligsten Dreyfaltigkeit unter dem Schutz der unbefleckt - empfangenen Mut* ter GOttes und der Heil- ^nns zu Ehren erst, ' gesagter H. H. vierzehen Nothhelfer, schon im Jahr 1712. mit dem Titu! einer geistlichen Liebs,Versammlung angefangenen, im Iahe s ,721. den ii.Iulit aber von JhroPäpstlichen ' Heiligkeit Römischen Päpsten, und Statthal- ^ ter Christi auf Erden lEOÖM^lOdenXlll. , durch einePapstliche Sulla gut geheissen / mit ! vielen lnäul^enrien, und zum Trost derVer- ^ storbenen, auch mit einen privilc^irten Altar * würklich begabter Bruderschaft, welche auch von dem allhiesigen Hochfürstlichen Oräinario Erz, Bischoffen zu Wien/ 8!»i8munäo Grafen von kolloniclck »seeligen (Lit.) auch ihrer Seils approbier worden. 4 In diese neu-approbirte Bruderschaft haben schon gleich von Anfang ihres Aufkom, , merrS sich eigenhändig einzuschreiben / ihnen , gnädigst belieben lassen: Ihre Kais, auch Kö- < niglich - Catholische Majestät CARL der Vl. ^ damal Glorwürdigst - regierender Römischer < Kaiser. Die auch damal regierend - und zwey j verwittibte Kaiserinnen, seeligen Gedächtnuß» Vier- W ( -y ) M "S Vier Durchleuchtigste Erz, Herzoginnen» ^ DreyCardinälen. Zwey Bischof/ viel HochL fürstl. Persohnen / Grasen, und andere vorr ers Hoden Geistlichen/ und Weltltlichen Stands/ E auch vornehmsten Adeltet A a* und Liechtenthal den z i. Jenner des m< 170z. Jahrs von Ihro Hochstrstlicheu Gnaden ven Bifchoffen zu Wien, Herrn Herrn Franko* Antoni, des Heil. Röm. Reichs Grafen von Harrach/ hernach Erz-Bischoffen zu Saltzburg M gnädigst erhalten,und selbiger bis den z§. Julii >ey -es 172z. Z§hxs auferbaultchA porLestanoen,, B» ia 'W( r°) W _ in erst-ermeldtenJahr undTag von dieser Welt ej in die immerwährende Ewigkeit abgefordert rs worden, haben Zhro Hochfürstl. Lminenr x, carämsl und erster Erz-Bischofzu Wien Sig- cl mund des Heil. Röm. Reichs Graf von Kollo, d nitsch sich allergnädigst entschlossen, das Orth r> Liechtenthal/ Thuri / Himmelportnerisch d Grund und andern vittl-lLr bis aufdenWäh- ringerischen Bach / welcher sich in den Alster- n Bach ergieffet/von Währing abzusdudern, und r- wegen Anwachsung deren Seelen sieden Orth zr einen besonderen Pfarrer ohne vepenäenr deS F andern gnädigst vorzustellen/alö Men erst be, ft nennte Hochfürstlich Lminenr auf eifrige ln- n terpoürion Jhro Hochwürden und Gnaden ai Herrn Herrn Dom - Probsten anjetzt auch wür- ss digsten Bischoffen zu Antigonien und Weih- li Bischoffen zu Wien Joseph Breitenbucher, den ui LO. Augusti des 172z. Jahrs dem Carl Oior- ft xlo,welcher n. Jahr als Caplan aus Gnaden w des Fürstl- Herrn Herrn OröiNani und des Vcnersbil! LonüliorN Viennenii8 gewest/ das re Orth Liechtenthal/ Thuri und den übrigen vi- er ttr!ü allergnädigst Pfarrlich anvertrauet, und zr mithin diese kilial zu einer Pfarr-Kirchen al- ze lermildest erhebt. ^ a! Das schone Gebäu der Kirchen welches C ^rcbireÄisch ist/ mit 12. Säulen ohne denen m Letzenen 2. schönen 0r3tor!i8, einer Canzel/ 'en d< ner Sacrystey/ 2. Chören / 2. Thmn/deren ek _ W ( -r ) W- _ einer noch nicht ausgebaut, 4. Altären gezieret 'kt ist / hat angegeben der Wohl-Edel und Künstle reiche Herr Georg Werle, Kais. Mahler/ wel- g- cher den Kirchen-Riß selbsten gemacht/ und 0- daran der Unüberwindlichste Kaiser CARL th der Sechste sowohl als jedermänniglich ein son- ch derbahres Wohlgefallen getragen, b* Dieses Kirchen > Gebäu ist aber durch den !r- nunmehroinGOtt ruhenden Herrn Franz Land rane Mauer,Meister in Wienn/ von seinen dar- th zu bestellten Pallier/ Herrn Johann Georg eS Frombnick / Nachbarn im Liechtenthal aufge- >e- führt worden / da aber in den 1729. Jahr der n- in GOtt ruhende Herr Johann Paul Höchen auer/Kais, priviiexirter Becken-Meister und ir- Nachbar im Liechtenthal ivos. Gulden zu völ- h- liger ausbutzungdieses GOttes-Haus le^irt/ en und diese Summa von seiner überlebendenEhe- rr- stau Maria Susann« ohne Verzug hergegebe» en worden / ist ein solches Werk unter der l)ire- eS Ltion des Herrn Frantz Jänckl/ Burgerl-Mauas rer-meister von seinen darzu bestellten Pallier )!- erst - ernennten Johann Frombnick / glücklich nd zum Ende gebracht worden. > Und ist diese gan- al- ze Kirchen schön ausgeweiffet/ dey den Hochaltar 2. Säulen, < 2. Lehenen Marmorirt alle jes Säulen und Letzenen in der ganzen Kirchen ien mit Lapiteln geziert/ und ist solche Arbeit durch ei- den Herrn Mathäus Wimmer/Burger!. Stoßen ckator-Meister verfertiget worden. . - B z Nun W ( 2- ) M _ * Nun mache ich den Anfang von den hohen Altar, dieser ist mit z. roth Marmersteinernen runden Stafeln gezieret/ auf den Altar steht rin schöner Tabernackel mit künstlich-eingekg, ter Tischler-arbeit/ so gleichsam der Mahlerey rrichts nachgibt. Ober den Tabernackel steht ein anmüthi- Hes Maria Böttscher-Bild in einer mit guten Gold gefaster Ramen, vor diesen Bild beftn- ret sich ein von Prob-silber verfertigtes Lru- rifix/ nebenbey4. kleine silberne Leichter, und s. silberne May-Krüg, alles dieses hat ein rlunmehro in GOtt ruhender Herr nebst einer Stiftung für rin ewiges Liecht noch bey sein Lebs-Zeiten in dieses GOttes-Haus gewid, met- Auf denen zweyen Kracksteinern stehen zwey mit guten Gold gefaste von Bildhauer, Arbeit verfertigte Kindeln. Endlich folget das Altar,Blat welches über Klafter hoch, und 2. Klafter breit ist/ dieses Blat so auf geschliffenen Gibs gemahlen/ entwirrst die heiligste Dreyfaltigkeit/ die unbefleckte Empfängnuß Mariä, die H. Mutter Anna vnd dieHeil. i4'Nothhelfer/ und hat die Unkosten zu diesen Kunstreichen Bild ein GOtt- Uebende Seel (welche dem Himmel allein will ihren Namen dekannthaben) gegeben/ solches Bild aber hat der Wohl-Edel-und Kunstreiche Herr _ WI(-Z)W _ Herr Joseph Ernst Schmidt mit seinen Kunst, !-n reichen Pemsel entworfen. Von denHych-Altar begibe ich mich zu dem Altar des Heil- Lreutzes/ zu-diesen Altar ist der re» Anfang gemacht worden in dem Jahr ^r^.da ^ Ziemlich unter der ^orrerie-äLtton des Herrn kj, Johann Paul Hochauer 5. Herren Nachbarn am Thuri, ein reder aus ihnen zvOo. Gulden Paares Geld gezogen, haben sie diesen Altar ru, vollständig machen lassen/ nebst aller Zugchör, ,.,d ^ls z. Paar vergoldene Leichter / z. Paar Bu- schen, einen aut vergoldeten Ladernackel , z. ^ O.rnonen-Tafie! mit vergoldenen Rahmen/ ein ein Vikare porrsrile t einen Silber-vergoldenen ids ^kelch, samt den karen , einen l'urikcsrorio, ' Einen Lorporrl, ein Kelch - Tüchel mit golde, s-n E Spitzen/ einen Burk, einen Blöcke!, stei- ^ «ernen Altar-Staffeln, i. paar zinnernen Bla- 1 e! / 2. Altar - Tücher, ein 8ubttrarc>rium, ei, . nen anmüthigen Mariä-Bild mit einer ver, goldenen Rahm, das Altar - Blat stellet vor, nt- GOtt demVatter in der Glory, GL>tt dem 7 ! -Heil. Geist in Gestalt einer Tauben und Chri- ^ 6um am Lreutz, unterhalb seynd die arme See- Zen im Fegfeuer entworffen/ dieses Bild hat Hemahlet mit Del - Farben der Herr Georg j., sWerle Kaiser!. Mahler, oberhalb seynd 2. ^ Moste Enge! von Gips, in der Mitten ist ein U kleines Schilde!, worinnen der Heil. Iohan- ues der Lanfer zu sehen / mit der Überschrift- ' B 4 Heil. ( 24 ) Heil- Johannes der Tauffer Patron am Thun, Die Stockothor, und Marmel aber hat gemacht der Herr Mathäus Wimmer/ Bürger!. Stockothorer in Wien. Item haben diese Herrn zu dem Altar geschaft z.NumerLiia» Z. -UbL 5 ) z OinZula, z.vLlmLcicar und lulg, von weis und Leib - färben mit goldenen Btümeln eingetragenen procark, welchen?ro- csrk, die Frau Räßbergerin zu dieser Kirchen geschenkt; Item haben diese Herren zu der Kirchen gekauft 12. Wind-Lichter/ und L. Pf. Wax-Kertzen/ item 4. Geigen und i. L^sserel von dem Sradelmann. Am Heil. Dreyfaltigkeit Sonntag haben diese Herrn ein Lob-Amt halten lassen / durch Jhro Hochwürden Herr Joseph Roßner/ 8 . 8 . l'bsoloZlL OoÄor, dsn.R.eß;. Hc 26 8. vorotkesm ViennD. Alle diese Unkosten haben sich beloffen auf - - - - 9Z5. st. i> fi Nun folgen die Namen dieser Herren, und wie viel ein jeder ! hat beygetragen. Als nemlich: ' Herr Valentin Andres/ Becken- ! Meister undRichter am Thuri/nun- mehro seel. gäbe darzu - - zoo. Herr ( 25 ) 8 . !N- Hcrr Michael Schmidt/ Fleckleder/ Nachbar lindGerichtö-Bey, fitzer daselbst. - - «235. HerrZohann Wilddfeel. Schlosser im Zimment'Amt/ und Nachbar daselbst. - - izz. 20. Herr Jacob Zigner/Fleischhacker Nachbar / und Gemein-Versorger daselbst - - - - izz. 20. Herr Johann Schlipfenbacher/ seeliger/ Nachbar/ und Baader daselbst. - Summa wie oben. 9 z 5. fl. - - Dieser Altar ist alle Freytag durch das ganze Jabr/ und die ganze Seelen Eav für alle Abgestorbene privile^t/ wie solches 8 e- ne 6 lLtu 8 der Xlll. dieses Namens Rom. Papst allergnädigst verlieben / und solches von den Geistl. OKcio Lpprobiret worden. Andertens: befindet sich in dieser Kirchen ein Altar der Heil. Marin Magdalence/in welchen Altar vorgestellet wird/ welcher gestalten B 5 die _ Wc 26 ) GZ _- die H- Maria Magdalena'Cl)rtsto demHErrNAlt in dem Haus Simon des Ausjatzigen die Fuß 2 .2 waschet/ist gemahler worden in ?relco von dem 6ic. Kunstreichen Herrn Georg Werle/ Kaiser!, ges Mahler, seel. dieser 2 Utar ist mit einen tchönen stn Labernacket nebst zweyen von Gips gemachten grossen Engeln ^ nebst r.marmorirten Letzenen Hc, undeinem marmorirten änrlpenäio gezieret/ de» der Anfang dieses Altars ist also - au Nachdeme Jhro Gnaden die Wohl-Edel- au Geborne Frau Maria Magdalena Catharina M von Ecklern/ geborne von Mühlberg dieses gri Zeitliche geseegnet und vor ihrem Abbleiben ye zOv. Gulden in ein arme Kirchen zu Erbauung eines Altarangeschaft/ hat dero Herr Schwa- de ger, Wohl - Edel und Gestrenge Herr Eras- H mus von Ecklern/solche zoo. Gulden in all- ar hiesiges GOttes-Haus zu Erbauung dieses em rUror, nedst einer schönen Alben / 2 . von Holz erl. geschnittenen Engeln, und 6. Buschen zu dienen An Altar geopfert. ten In der Nirscha oder Blindfallen rechter nen Hand befindet sich ein kleines Altar!/ alwo in et/ der Mittender Heil. Märtyrer Sebattianus» auf einer Seiten der Heil. Orolus Loromsus» >el- auf der andern der Heil, kockus, und in der na Mitte die H. Losalia gefaster, und vonHoltz sts geschnittner, welches Altärl ein GOtt-lieben- >en de See! hat verfertigen lassen, ng Unter den Lhurn befindet sich die Capelle >a- der Heil. Annce/ diese ist wann man rechter as- Hand in die Kirchen kommt/ und ist völlig lll- auöstockothort und ausmarmorirt worden, ses aus Freygebigkeit desHerrn Matthäus Wim- ^ mer, Burger!. Stockothorer und Marmorie- ch rer, das Oval - runde Altar - Blat stellet vor n- den Heil, ^oscbim, ^NN3M, und öiariam, und ist schon in die erste Crrutz- Säulen oder Ca- ^ pellerl von dem Heißler von Festen - Grund/ ß, damahliger Verwaldter allda geschenket woras de»/ ist in einer gut vergoldenen Rahm< zwey !e- gut vergoldenen schönen Engeln / unter einen m gut vergoldenen Laläsckin oder Thron, nebst >el einen gut vergolten kleinen Tabernackel / und r- ist dieses Altar! von dem Herrn Frantz Heißen ler von Festen-Grund damaligen Verwaldter allda ( -8 ) allda Bräu und Herrn Georg Eck/ damaliger^' _ Meister alda seel- aus Gutthätigkeit gemacht worden / inderMaurr siehet man ei M nen Ziegelstein, und ist derjenige, welchen der Herr Johann Caspar Hörmann Pfarrer zu NW Währing und allda zu dem ersten LapeUerl M gelegt, und da er hernach bey Erbauung die, ^ ser Kirchen wiederum aus dem kunäamenr herausgegraben worden/ in dieses Orth zm lnl ewiger Gedachtnuß legen lassen. "ie Diesegst nun die Beschreibung derPfaw . Kirchen der HH. 14. Nothhelfern im Liechten, "n thal ausser der Rossau, welche inwendig um un ein schöne Orgel / und auswendig um Auf lio führung des noch ungebauten Thurns zu de, vei «cn mildhertzigen Gutthätern seuftzet und bit- 3 u tet, in diesen ihren Anliegen erhört zu werden Das dritte Lapitel. «nd Katute», zu ge V F se! ftl Der « Hoch - Löbl. Bruderschaft, deren s HH. IH. Nothhelfern, im rr Liechtenthal. M diese Bruderschaft können alle und jede ' einverleibt werden/ was immer Standes, Ge- 2Y iqeiGeschlechts/ Alters / oder Würde sie seynd / keit damit alle die Ehr der HH. vierzehn! Noth- , eh belfern vermehren, ihrer Vorbitt, und dieser der Bruderschaft ertheilten Ablaß und Privilegien zu sich theilhastig machen mögen : und weilen an ^rl dem Lag der Einschreibung ein vollkommener >ie, Ablaß zu gewinnen ist, so solle sich billich ein enr jeder, der eingeschrieben zu werden begehret/ zur mit einer rechten Beicht und Heil.^Lommu- nio.n zu solcher vorbereiten, in, 2. Damit aber dieser Bruderschaft sowohl en, im Geistlich-als Zeitlichen wohl vorgestanden um und vorgesehen werden möge, so solle der geist- us liche Vatter ( nach Ihrer Hochfürstl. llminenr den Wienerischen Hochwürdiasten Orämario) -it- gleichwie der jetzige, also auch der von Zeit en. Zeit zukünftige Pfarrer, und Seel-Sor- ger allda, als geistlicher Vorsteher seyn, zur ^ Verwaltung dieser Bruderschaft aber, k zur Fortpflantzung und mehrern Aufnahm dero- selben solle ein ll.eÄor, zwey ^Menten, und sechs Räthe erwählet werden. ^ g. Es solle auch ein tauglicher von ihnen bestellet werden, welcher alle zu der Bruderschaft kll gehörige Sachen, in Verwahrung annehme/ zu seiner Zeit, und an gehörigen Orthenaus- theile, hervor gebe, und wiederum zuruck empfange: die eingehende Bruderschaft-Opfer »de aufzetchne /den also genannt wöchentlichen ^s, Kreutzer alle Jahr / oder wenigst alle Quartal . tal von denen einverleibten fordere / alles gensi aufzeichne, die gar kleine täglich verfallend U Bruderschaft - Nothwendigkeiten auSzahle und endlich/ da man es zu Ende jedes Mo i- uats begehren wird, alles fleißig dem Hern ^ keHor, und andern Vorstehern verrechne. I ^ 4. Es sollen dergleichen Aemter diejenige/ ^ welche darzu beruffen werden, zu der Ehr> GOtteS, und deren HH. ,4. Nothhelftrn, wegen des grossen daraus entstehenden See« ^ 7 jen-Nutzen willig und gern annehmen/ allt ^ Jahr auch, zu deren Vorsteher beliebiger Zei< ^ ten Zusammenkünften, wenigst 4mal im Zahl ^ gehalten werden / damit man miteinander sich A nnterreden könne/ was etwann zu Aufnahm ^ und Nutzen der Bruderschaft seyn kan. L, 5. Die Einverleibte sollen zur Bestreittun§ A der vielfältigen Bruderschaft-Ausgaben für Z* eine jede Wochen einen Kreutzer - und zwar bey ^ erster Einschreibung auf ein ganzes Jahr vor< A hinein, von Ende solches ersten Jahrs, aber U hernach von Jahr zu Jahr, oder von Quar> ^ tal zu Quartal vorhinnei« bezahlen, oder aber,. ^ wann es jemand beliebig seyn möchte, von die- U ser / absonderlich denen Wohlhabigern, sehr unangenehm oftmaliger Kleinheits-forderung für allezeit, und auf ewig zu befreyen < aus einmal r8. fl. cispirsl zu der Bruderschaft^ 77, essss erlegen. ^ 6. Wann einer ans denen Einverleibten i« ^ eine _ E eine gefährlich-tödtliche Krankheit gerathet, lem solle er gleich darob seyn/ daß derselbe mit all- ckle wöchig Heil-Sacramenten versehen/ undalsv M des für die Sterb -Stund verltchenen vollkom-i )ern nrenen Ablaß theilhaftig werde/ auch nach sei- § nem Vermögen mit Übersendung eines TtzmrS Vieser Bruderschafts-GedetM sich zu befehlen, nicht säume. erm 7. Es solle ein jeder Bruder und Schwester, Io viel es nur möglich ist, ßch auf alle Weis bes allt ßeissen/ daß sie zu denen gewöhnlichen Andach- 2^, ten und G Ottes-Diensten dieser Bruderschaft Äbk erscheinen, insonderheit aber zu denen Jährli, > kden Fest-Tägen derer HH. 14. Nothhelfern. ablr An denen4.Huatembrr-Sonntägen/ an dem Heil. Oster-Montag/als zu der Jährlichen tum Gedächtnuß-Begehung des allererst in dieser , Kirchen seyerlichst gehaltenen GOttes-Dienst. An 8 . ännD-Tag , als der allererst - erkiesenen Patronin; vor allen andern aber an dem ho- abek den Fest der Allerheitigsten Dreyfaltigkeit den uaki Jährlich an diesem Tag gewöhnlichen l'kepko- rbrr, ^stcden Umgang; Nicht weniger zu dem Tirulsk- , Dip oder vornehmsten Haupt-Fest dieser Bruder- sehr schaft/an dem Tag / nemlich derunbefieckt em- rung pfangenen Mutter SOttes>i^ki^.um sich me- aus !er Verdiensten/und zwar an dem letzt-benann, rftss grösten Haupt - Fest / eines an solchem Tag verliehenen vollkommenen Ablaß, theilhaftig n j« w machen/mit eivexr^nen Beicht/und aussen ne dsu. baulicher Empfahung des Hochwürdigsten Al^ ^ tars-Gut / sich fleißig einstellen, und dardurch andern Christen mit ihren schönen Beyspie! zv gleicher Andacht aufmuntern, nicht leicht un> terlassen. ^ 8 - Und gleichwie für die lebendig - sowohl als todteMit-Glieder dieser Bruderschaft alle ^ Lag ein H.Meß, an Sonn-und Feyertägen aber, nebst vielen Litaneyen / Rosenkränzen, mit täglicher Verrichtung vieler Gebetter/ zwey Heil. Messen gelesen werden, damit man also der verstorbenen Brüder und Schwestern/ welche um der Lebenden Hülf wehemüthig, und unabläßlich seuftzen, auf eine besondere Weis gedenke, so wird insonderheit vor die Abgeleibte bey dem vrlvilegirten Altar dieser Bruderschaft alle Montag eine Heil. Meß, P und den noriticirten Tod ( welcher destwegen ^7- beyZeiten angedeutet werden solle) jeden Bri^ zü ders/ oder Schwester/ auch jedesmahl bey dem ^ erst - besagten Altar, mit Ablegung eines Opsi fers der anwesenden Brüder, und Schwestern/ ^ eine Heil. Meß denen HH. 14. Nothhelfern. ^ aufgeopferet werden / welchem jedesmaligen ^ Herl. Meß-Opfer vor die Todes - Verblichene, * die lebendige, Mit-Glieder, soviel es möglich seyn kan, andächtig beywohnen, oder wan sie verhinderet seynd, wenigist da oder anderste nach ihrer Gelegenheit eine Heil. Meß für des ^ Verstorbenen Seele GÄtt aufopferen sollen/ A und _ UIc ?? ) W ^ und also auch dergleichen Seelen-Hüls für sich ^ nach dem Lodt/ von andern Hinterlaffenen sei- «er Zeit zu erhalten, desto gewisser sich zu ge- b trösten haben werden. wbl alle gen en, er/ nan krn/ dett die ieser eß, 'ge» Zru> dem W ern/ fern. igen »em, glich nsie stwo !des Len/ w Das vietre Lapitel. Oder: Welche: Von Ihrer Päpstlichen Hei- Ügkelt Innoccmio dtM XHl. denM Brüdern und Schwestern der Löblichen unter dem Titul der Allerheiligsten Dreifaltigkeit , und Schutz der unbefleckten Empfang- nutz kl , wie auch der H. Mutter ZU Ekren deren HO. 14. Nothhelffern in dem würdigen GOttes- Oaus zu Liechtenthal aufgerichteten Bruderschaft verliehen worden. . i. MLle und jede beedes Geschlechts Christ- gläubige/ erlangen vollkommenen Ablaß C a« - W ( Z4 ) m -- - . - »»»MI an dem Lag/ wann selbige nach verrichteter der wahrer Beicht / und empfangenen Allerhei- Sc jigsten Sacrament in obgedacht-Löbl. Bm dis derschast an- und ausgenommen werden. ine! 2. Jngleichen auch haben selbige, wann sie An w ihrem letzten End und Sterben, ihreSün, den recht gebeichtet, und mit dem Allerhei/ ^ ligsten Sacrament versehen worden/ oder aber/ ) da solches nicht möglich gewesen < nur mit wahrer Reu entweder mündlich/ so sie es ver^ ^ mögen / oder auf das wenigst in dem Herzen ^ den Namen JESU mit Andacht anruffen/ ^ vollkommenen AblaH / und Verzeihung ihm «wi Sünde». z. An'dem HohenFest der unbekeckten Em zur pfangnuß , als vornehmsten Bruder/ liä schasts .Festag , können sich mehr-gedachte fin Brüder und Schwestern/ wann selbige die me Bruderschafts - Kirchen / von der ersten wo sper an, bis zu der Sonnen Niedergang/ sele hir diger Tagen werden besuchen, und nach ab ich gelegter Beicht/ 'und Empfahung des Allere fol höchsten Guts/ ihr andächtiges Gebett/ W eir Fried und Einigkeit deren Christlichen Poteii* G taten/ Ausrenkung deren Ketzereyen, und un nehmung der Kirchen unserer Heil. Mutter/ bei zu GOtt verrichten, ebenmäßig des vollkoB m menen Ablaß theilhastig machen. I, 4- Gleicher Gestalten an denen^Luatenp fü! _ W ( ;; ) W _ ter der , Sonntagen erlangen die Brüder und »eü Schwestern , welche von der ersten Vesper, m dis zu Der Sonnen Niedergang jener Tagen, rnehrernannte Kirchen besuchen, und aufvor- ^7. gemeldete Intention etwas betten/ 7 . Iahe Ablaß/ und so vielLuadragenen/oder 40, .ei< Täg strenge Fasten. 5. So oft sie aber dem Heil. Meß - Opfee mj. und andern Göttlichen Aemtern / welche in vielgemeldeter Kirchen gehalten werden/ oder denen gewöhnlichen Bruderschafts,Versamm- lungen beywohnen/ die Arme beherbergen/ ... zwischen denen Feinden Med machen/ oder " machen helfen; ingleichen wann sie die verstorbene Brüder und Schwestern, oder andere ?ni- zum Grab begleiten/ oder bey allerhand geist- der< ijchen Proceßionen / und Umgängen sich ein- chtr finden/ als das Allerheiligste Altars-Sacra- die ment sowohl in - als ausser der Proceßion, wann es zu einem Kranken/ oder sonst wo- si>< hin getragen wird, begleiten; oder da sie viel- ab< leicht verhindert, derselben nicht können nach- M folgen, wann sie nur zu dem Glocken - Zeichen uni ein einziges Vatter unser/ und Englischen tew Gruß sprechen/ oder auch 5. Vatter unser/ Zw und so viel Englische Grüß für die Seelen ter/ deren verstorbenen Brüder und Schwestern orw ermrldeter Bruderschaft betten/ oder einen Irrenden wieder auf den Weeg des HeylS « führen, und diejenige/so die Gebott GOt- er Cs teS W _- res nicht wissen/ weiche doch zur Seeligkeit Ddnnöthen, unterrichten / oder sonst ein ande< ^u> veS Gottsförchtiges und liebreiches Werrk U üben, für jedes jetzt - besagter Werken,^ werden ihnen 60. Tag auferlegte, oder son- sten auf allerlei) Weis schuldige Buß in »un wöhnlicher Kirchen-Form nachgelassen. lau 6. So oft ein Weltlicher/ oder Orden- um Priester / am Aller Seelen-Tag/ und jede« «- Lag selbiger OQav, wie auch an einem Mow lag in jeder Wochen, die Meß von denen Ver- x, storbenen, für die Seel eines Bruders oder ^ Schwester besagter Bruderschaft/ welche in ^ der Lieb mit GOtt vereiniget von diesem Le, den abgeschieden / auf dem Hoch - oder Bm « derschafrs-Altar leset/ kan selbige Seel aui denen Peynen des Fegfeuers/ in Kraft dieses A privile^rten Bruderschaft-Altars erlöset wen Pj den, ^1 Das fünfte Lapitel. Von den GOttes-Dienstell, ^ und Neticzuien in der Pfarr- S Kirchen. MS ist rn wissen, dass in derPfarr-M chm deren HH. 14. Nvtbbeiftm in Liech de ten- Wj lenthal/ bas ganze Jahr hindurch / täglich de< truhe um 6 . Uhr die Heil. Meß für alle le- »rä bendige und tobte Brüder, und Schwestern n, GOtt aufgeopfert wird/ worunter erst* on, llch ein Lied von dem anwesenden Volck abge- iungen, hernach ein Litaney/ und Rosenkranz laut für die Brüder und Schwestern gebettet ns, wird. A An denen Sonn -und Feyertägen wird das r-r.. Jahr hindurch unter der rnten Meß ebenfalls >dec Rosenkrantz für alle Brüder und Schwe- . ftern laut gebettet, und die Andacht mit ei- vem GeistUchen Lied beschlossen.. ^ Alle Sonn - und Feyertäg Nachmittag, Item alle Vor Abend deren Sonn - und Feyer- Lägen wird Nachmittag / Item alle Erchtag, ver< Pfingstag durch das ganze Jahr, für alle lebendige und tobte Brüder und Schwestern, ZN per Rosenkrantz/ nebst andern Gebettern/ ^ laut gebettet. Am Montag, Mittwoch, und Freytag/ »U aber wird ein Litaney, nebst z. Vatter uns ^ ser/ und Ave Maria / für alle Brüder und Schwestern laut gebettet. So werben auch die Fest- Täg deren HH. M 14. Nothhelfern, eines jeden in Besonder- iech heit wami es ein Feyertäg ist/i hochstyerlich n- Cz ge- W( Z8 ) W _>. gehalten , jo aber der Tag eines H. Noch Helfers kein gebotener Feyertag ist, so wird ^ das Fest auf den nächst-kommenden Sonn, tag, mit Erlaubnuß einer hohen Geistlichen " Obrigkeit übersehet, und hochfeyerlich began< gen. Die 4. Ouatember-Sonntag werden eben- ^ fals hochfeyerlich begangen, mrt herumtra- gung des Hochwürdigsten Guts in der Pfarr allein, sonderbar aber wird der Sonntag der Allerheiligsten Dreyfaltigkeit mit Herumtragung des Hochwürdigsten Guts, undAbsni, gung deren 4. Evangelien, hochfeyerlich begangen. ^ Das Fest der unbefleckten Empfängnis der Oster« Montag, das Fest del . Heil. Mutter , und der Sonntag nach dem 20. ^ovembr»8, als an welchem Tag mit Verwilligung Ihrer Hochfürstl. Erz-Btschöfl. ^ Lminenr das Fest aller Heiligen 14. Nothhel- <5 fern insgesammt gehalten wird, werden hoch-, feyerlich begangen. Nicht weniger werden auch in dieser Pfarr/ sic Kirchen hoch-schätzbare R.eHgu!en und Heiligtümer aufbehalten, und mit Verwilligung ni einer hohen Geist!. Obrigkeit zur Verehrung öffentlich ausgesetzet: Als nämlich in, Ein och vir- mn, chev zan< Ein parricu! von dem Lreutz unserö HErrn ZEsu Christi. Von dem Kleid der Merseeligsten Jungfräulichen Mutter GOttes Marice. Von dem Mantel des Heil. Patriarchen Io, ftpbö. Hernach von nachfolgenden Heiligen. Gebeinern. der ^ tra- Von dem Heik Johannes dem Tauffer. »sin, Von der Heil. Mutter Anna. Von dem Heil. Märtyrer Fabiano. Von denen Heiligen Märtyrern Johanne und Paulo. nuß Von dem Heil. Carolo Boromoeo. du Von der Heil. Jungfrau und Märtyrin Su* la« s«»»a. mit >A Hernach von allen H. H. 14. o». Nothhelffern. .Als nemlich: - ^ Don dem Heil. Bischof und Märtyrer Bla- al!/ sio. iliZ^ Von dem Heil. Bischof und Märtyrer Dyo, ung Ntsto. ung Von dem Heil. Bischof und Märtyrer Eras-r Ak, in C 4 Don __ KI ( 40 ) M Von dem Heit. Märtyrer Georgio. Von dem Heit. Märtyrer Achatio. Von dem Heit. Märtyrer Vito. Von dem Heit. Märtyrer Christophen Von dem Heit. Märtyrer Pantaleon. Von dem Heil. Märtyrer Cynaco. Von dem Heit. Märtyrer Eustachie. Von dem Heit. Beichtiger «Egidio. Von derHetl. Jungfrau unbMartyrin Map Aaretha. Von der Heit- Jungfrau und Märtyrin La- Iharina. Von der Heil. Jungfrau und Martyrirr Barbara. ^>» 2^^^'»H» ^.., .. . Horbencht Uber die Lebens-Beschreibung rap deren HH. » 14. Wothhclffcrn. Lr Welt-Prediger?aulu8zu denen Römern am ^ 5 . Cap. ließe sich verlauten, da^ alles , was immer in Göttlicher Heil. Schrift geschrieben ist, uns zu einer Lehr geschrieben seye: damit wir hieraus die unendliche Hochheit des unerforjchlichen GDttes anzubetten haben, als welcher nach - Zeugnuß des Buchs der Weisheit am rr. Cap. alles in der Zahl, Maaß und Gewicht angeordnet hat. Worüber der große ^u^uttinus folgenden Schluß machet r daß die Geheimnussen deren Aah- Zahlen kemesweegs zu verachten, 8 . b< ^u^uK. apuä Loel. ?onon. in Lantic. ai Daher- auch unter vielen anderen Zah- n< len das grosse Airchen-Licht ^mdroüus n domm. in c. i. der vierzehenden o Zahl, wegen unterschiedlichen Ursa- chen ein sonderbares Lob und Ruhm d zuschreibeh weilen an dem vierzehenden Tag des Mondscheins, das vollkomm- , neste Werk, nemlich die Erlösung des ö gesamt menschlichen Geschlechts, von ? Christo JEsu in dem Monat Merzen ist vollzogen worden: Woraus dann ab- ^ zunehmen, daß GC>tt ^ dessen Urtheil ^ ein unerforschlicher Abgrund aller Wis ^ senschaften stynd, ein sonderbares Wob ^ gefahlen an der vierzehenden Zahl wird , gehabt haben. ^ Den vierzehenden Monats-Tag hat s der Allerhöchste seinem Auserwahlten z VolkIstael das Dster-Lammzu schlachten, und selbiges zu gemessen anbefohlen, wie zu lestn in Göttlicher Heil. < Schrift Lxoä. am 12. Lax. welches e- ! den 8 . ic. h- us en sa- M en nies on en b- eil if- rd at ' en h- Ll. ben ein Vorbedeutung wäre, daß auch an dem vierzehenden Monats - Tag jenes Lamm, welches nach Zeugnuß ^oa- nis am i. Oap. die Sund der'Melt hinweg nimbt, wird zu einen Versöhn- Opfer der Göttlichen Gerechtigkeit auf dem Lalvari-Lerg geschlachtet werden. Vierzehen Jahr hat der Patriarch ^acob bey dem I^bsn um die holdseeli- ge Kacliet gedienet,und gleichwie nach sittlicher Auslegung desHeil. Airchen- Lehrers OreZorii, Oom. in Lsp. z r. 6ene5 durch die Lia die streitende, also wird durch die Ksckel die trium- phirende Airch, das ist, die ewige Freud und Glüksteligkeit verstanden, rst also die vrerzehende Zahl eine vollkommene Zahl, weilen in der himmlischen Freud die vollkommene Vergnü- gung zu finden ist. In dem Luch I^umerdmm am 29 . Oap. hat GDtt dem Volk Israel befohlen, wie, und aufwasweis fie ihre _ Wc 44) Z re Fest-Tag halten sotten, unter andern ^ Opfern, welche GDtt von ihnen zum § angenehmsten Dpfer gefordert, wa- , ren auch vierzehen einjährige Lämmer, , dessen Ursach gibt obangezogener Hei- , liger Rirchen-Lehrer ^mbroüuL, wei- ; lm diest eine vollkomnrene Fahl, und ^ sittlicher Weis sowohl das alte Besatz 1 deren Zehen Sebotten GDttes, als auch das Neue, nemlich die vier Heiligen Evangelien in sich schlosset und be- greiffet. Es hat auch der wahre GOttes« Sohn selbsten, das Fleisch von dem reinesten Blut seiner Jungfräulichen Mutter Marrä angenommen, jedoch mcht anderst, dann durch die Zahl deren vierzehen Geburten, wie solches der Heil. Evangelist IvlaLdbEus am i. <^Lp. ausführlich beschreibet: Von ^b- rsbam bis aufOaviä vierzehen Geburten : Von vaviä bis auf die Babylonische Gefangnuß vierzehen Geburten, von der Babylonischen Gefangnuß bis ( 45 ) W auf Christum, mit eingesthlsssen, wre es der Heil. Nirchen- Lehrer blreron)?- mos in Lap. i. Klack, ausleget abermahl vierzehen Geburten: Ist also un- widersprechlich, daß die vierzehende Zahl nicht nur allein ein Geheimnußreiche und vollkommene, sondern auch em hilfreich- und heilsame Zahl stye. warum aber eben diese, und nicht andere Heilige in die Zahl, deren Herligen vierzehen Nothelsfern ernennt, und als solche angeruft und verehret werden, ist erstlich die Ursach, weilen in denen alten Meß - Büchern des Clo- sters Langheim gefunden wird die Meß von denen Heiligen Vierzehen Noth- helfern, mit eben dergleichen Namen, wie selbige von denen andächtigen Christen genennet und verehret werden. Es erweisen und bestätigen die Zahl diestr Heiligen Vierzehen Nothelfer die vielfältige Gnaden und Wohlthaten, welche durch die kräftige Vorbrtr ernenn- Ws 46 ) W - neunter Heiligen, st> zu Frankenthal in A Franken, zu Laaden in Böheim, zu Lrechtenthal einer Wiennerijchen Vorstadt, verehret werden, ihren eifrigen Verehren widerfahren seynd, davon um ^ ten weitläufiger wird gemeldet und er- Lj wiestn werden: Vorhero aber wollen ^ wir erstlich schreiten zu denen Lebens- Te Beschreibungen deren Heiligen Vierze- ^ hen ^lothelfern: So sey dann der An- vo fang von dem yl Leben * «EH Leben des Heiligen Bischofs uns Märtyrers heilige Bischof und Märtyrer Lls/iur LIA ist zu Sebäste, einer Stadt in Cappadocien, in dem Welt - Theil Asien ,von sehr vornehmen und reichen Eltern gebohren, und von ihnen in alle» Tugenden nndForchtGOtteSauferzohenworden,ernchme abervon Tag zuTag mehr zu in auserbanlichenLebenS-Wan- de!, welches die Jnmvohner dieser Stadt dahin vermöge, daß sie ihn zu ihren Bischof erwählet Haben , weilen aber klallus in der Arzney erfahren, und vorhero viel an dem Leib, also hat er Hernach durch sein unsträfliche Aufführung , und ausbündige Tugenden, seinem Bischöflichen Amt gemäß, viel an der Seel gesund gemacht. Weilen er aber feine ihme anvertraute Christliche Heerde aus Ursach der Verfolgung des Heidnischen Kaysersoio- cietiLnj, mit dem Wort GOttes nicht öffentlich weyden dürste, begäbe er sich auf den nächst der Stadt Sebaste gelegenen Berg?.r^eu§, daselbsterso wohldurchdasmündlich- als innerllche Gebett mit seinem GOtt vereiniget wäre, und dahero oft mit himmlischen Heimsuchungen getröstet wurde, und weilen vernünftige Menschen abwesend die Tugend des H. Bischofs LIM zu vrevsen, und selbiger nachzufolgen, sindeten sich unvernünftige Thiereein, die ihme aufwarteten, und seinen H. Seegen empfiengen, mit dem Seegeunber auch die presthafte Thier die erwünsch, te Gesundheit erhielten.' Indessen schikte Oiocletianvis der Römische Kayser ^zricolaum denBlutrgierigen MenschennacherScbäste in Cappadocirmit demMord-Befehl,die kleineChristemHeer- de durch all, erdenkliche Marter und Peyn auszurotten. ^zrl- _ W ( 48 ) GZ ^ ^AricolLU8 der Land-Psteger, welcher nach Christeu-Dtut ^ einen unersättlichen Durst hatte, Neffe ihm seinen Mord- ^ Befehl eyfria angelegen seyn, und weilen ihme bekannt, l. daß die Christen wegen der Verfolgung sich VaunVVortver- ^ borgener Weis aufhielten, mheilte er den Befehl, allt Berg und Wälder durchzulauffen, und die sich »erber- ^ gende Christen in die Stadt zu überbringen. « Als die Henkers-Knecht nun dasSchatten-reicheGebürg ? Argeusdurchticffen,fanden sie vor einer Höhle eme grosse ? Änzahl der wilden Thier, welche sie verjagten, m der Höhle ^ selbst aber fanden sie denH. Bischof Kostüm. im inbrunsti- ! gen Gedctt begriffen, sie verwunderten sich hierüber,wäre ^ doch ihr Stund noch nicht da, ihre gottlose Hand an de» Heil. Bischof zu legen; sie giengen nach Hans, erzehle- ^ len diese unverhofte Sach ^^ricolao ihrem Herrn, wel- * cher aber befohlen, diesen Mann in die Stadt zu führen, » die Gerichts-Diener giengen abermahl aufden Berg for- ^ derten ihn aus seiner Hohle mit trotzigen Worten, welcher , ihnen abermit allerSanftmut geantwortet, meldend: Chri- ^ stusder HErr seve ihme in der vergangenen Nacht drey- ^ mahl erschienen, auch ihme befohlen aufzustehen, und da» ^ Priesterliche Opfer abzustatten, feye mithin ganz nicht ° darwidcr mit ihnen zu gehen. unterweegs aber entzündete xlLliusdurch unterschiedliche Wunderwerk viel Heidnische Gemüther, daß sie an Christum glaubten. g. Als sie in die Stadt kommen, wäre die erste Einkehr i« eincm finsteren Kerker, folgenden Tags wurde ? vor ^ das Gericht ^ricolai gefordert, welcher ihn mit aller . Höflichkeit empfangen, meynend, er werde zu der Göt- ^ tcr-Dienst beweget werden, weilen aber klallus seine Göt< ^ ter Teufel nennete,ist er auf das grausamste geschlagen »vor- ^ den, nach diesen ausgestandenen Schlägen, wurde klastur . wiederum in den Kerker aestoffen, in welchem ihm eine frome ' Wittfrau dieSpeise zu einer -abnuß brachte,dieserWitfrau « dankte kl^stu?, ermahnte sie auch anderen gefangenen Ckrsi t. Ken beyzuspringen, verfparche ihr auch nach seinem Tod Hüls brut l ordinal, tver- alle cbm bürg >rof,e )vl)lt instu wäre »den ehle< wel« Irren, forr ichek lhri- )rey- >dc>s licht idett! ischk hr in ?vor alter' Höt- Göt- wor- Lstur rome tstau tzkrü To» üif Hüls zu lei ten. Ungeachtet aber klastns an Hand und Küssen gebunden läge, ertheilte er doch durch GOttcs Kraft denen ihn besuchenden Presihaften die erwünschte Gesundheit. Unter andern wäre ein Knäbtein, welches von einer Fisch-Graden bald hätte sterben müssen, wann der wunder- Ihatige KiLsivig jhme nicht bevgesprungen wäre, dann seine Mutter cilete zu dem Heil, klakoin dem Kerker, legte das Knäblein vor seine Fütz, bittete Aehenttich, ihrem Kind zu heissen, und sehet Wunder! alsobald erhörte GOttdas Gebet! seines DiennerS, risse diesen Knaben demTod aus seinen Rachen, immassen die Fisch-Träd aus dem Hals gesprungen ; und erhielte beynebens von GOtt die Gnad, daß wer in Gefahr des Lebens, durch Verschlikung eines BeinZ oder Splitter geriethc, er durch Vorbitt und Anruffungde« Heil, nizlü darvon erlediget werde. Run aber wieder zu der Marter des Heil. Bischofs riätii, ^ricotaus der grausame Witterich wagte ssch auf ein neues an klrüam, ließe ihn aus denGesängnuß abermahl fordern, und weilen er standhaft in den Glauben verblieben, gäbe er Befehl, ihn an einen Pfahl zu binden, und grau, sam mit Geiseln zu zerfetzen, aber klalius wurde von GOtt gestärkt, dessentwegen achtete er diese äufferliche Martes und Peyn im geringsten nicht. Melius wurde abermahl in den Kerkergeworffen, daselbst mit Hunger und Durst gequälet nach etlichen Tagen, aber wieder heraus gelassen. A?.ricy!Lus wagte sich zum viertenmahl an ihm, willens ihn in einen treffen See zu versenken, welchen aber Lintia gleich alsein Master ge- tmtrn,bis ihmeeinkngel GOtteSsichtbar erschienen,und ihne ermahnet, seinem Sieg-Kreuzlein entgegen;» gehen, nackte sich dahero klsstur-auf, und gienge mit Freuden zu brr Marter, als er nun zuruk von dem See kommen, lst er in demSchwerdt von verurtbeilet worden. Ehe der Streich geschehen, batte der grosse Blüt-Zeug ElOtt, erstlich, allen zu verzeihen/ die sich an ihm vergrif- nnhaben. V Anden l 5v ) SW Andertens, alle die jenige zu erhören, die zu ihm ihr Zuflucht nehmen werden: Dieses Gedett wäre kaum vollen- dtt, erscheinet ihm Christus sichtbarlich, und redete so deutlich mit ihm,daß es jedermann hat vernehmen können: DeinGrbett Hab ich erhöret,und verspreche alles was du ver< langet hast. Änfdieses führet derScharfrtchter den Streich, 1 und nimmt das Heil. Haupt von denen Schultern herab. . Solcher Gestalten gelangte zu der Secligkeit dicht ^ Heilige und wunderthaugeBischos klastuiden z.TagdcS , Hornungs, im Jahr Christi zoo. als ktarcelinus der hernach > auch ein Märtyrer worden, im sechsten Jahr die allge- , meine Catholische Kirchen regierte, und O oclenanus der j grausame Christen Verfolger im sechzehenden Jahr da§ i ^römische Reich verwaltete. Das Leben dieses wnnderthätigen Heiligen habende- j schriden die gelehrte 8imon LlatLpbrLÜes, l.uckovic 8 di- i ^«MLNUS, l.Lurenriu8 kurius, kerrusLibLlleueivä, Ullb ; andere mehr. i Der glaubwürdige und gelehrte La^tta erzehlet von denen Gebeinen dieses Heiligen Bischofs, daß in d r Erp Dischüstichen Stadt l'Lrenro im Königreich Neapel von »hm eiu Dein ausbehalten werde/ welches eine« himmlischen Geruch von sich gibt. Im ernennten KönigreichNeavel in den Flecken >l-rer- ^ ra wird ein Bein vorgezcigel, aus weichen ein wun^erwür- krndeS Wasser Messet, wordurch allerhand Krankheiten ab- geholfen wird. Wie dann auch zu Wien» in Oesterreich an seinen Festtag ein anderes Bein wider das Hals-Wehe dein andächtigen Volk zu küssen gegeben wird, in der Pfarr- Kirchen dev Et. Michael bey denen Wohl-Ehrwürdigen k?. k-irnLbiteN. Dieser Heilige ist ein sonderbarer Nothhelfer deren s- mit dem Hals-Wehe bchast ftynd. Leben . . . . - 27 -——.. . . . . Lebw des Heiligen Märtyrers OLOKOII. heilige Ritter und Märtyrer 6-orxiy§ ist 1» der Landschaft eaxpräociea von vornehmen und reichen Eltern gebohren worden, nach den Tod seines Vatters begäbe er sich mit seiner Mutter in pLlseüiaLnr oder das heitiae Land, in welchem sie auch ihremehristeGL» ter besiNeten, 6cor?,iu8 wurde von seiner Mutter in dev Horcht GOtteS und guten Tugenden unterwiesen, haltender anbev ein tapferes Gemüt, mit welchen er unerschroken dem Feind VesRömischenReichsunter die Augen gestanden, der Himmel beruste auch seine Mutter aus diesem Iam- iuerlhai;usich,damachtesich dann Qeor^ius auf. verkaufte ftineGüter,;oge aufRom,mit dem von seinenGütcrn erwor- denen Geld, denen gefangenen und trostlosen Christen bcyzu« springen Als 6eorAlU8 nun nach Nom käme, vernähme er, daß der Kavstr vioclctianas mit denen vornehmsten des Volks Rathhielte, wie doch die kleine Christen-Heerdcaus- zuroten wäre, inmasten er ungezweifelt dafür hielte,daß alles Unglük dzuch die Christen herkomme: Der Römische Rath willigte gar gern in diefts gottlose Andringen, darauflieffe derKavscr ein scharffen Befehl wider dieChristen ausfertigen und begehrte, daß dieser Befehl von den Rath solle unterschrieben werden, als nun der Römische Rath Vieren unverr antwortlichenBefehl ausfertigen wotte, begäbe sich auch Oe- «ro,iu8 in denNath simassenituneein solches erlaubt, weilen «r weaen seinerTapferkeit in dem Kriegs-Dienst nit nur allein ;um Hauptmann, sondern auch in den Grafen Stand von denKavser ist erhebt worden) stunde unerschroken in den Rathaus, verwiese dem KavserVeinGrausamkeit, uudber kenntefren, daßderChristliche Glaub, der allein secligma- chende Glaub, und er auch selbst einCatholischerChristseye. D - Der Der Kavserund alle anwesende Näth verwunderten jrch Lderdiese Wort Veo^nchemüheten sich doch alle sameatlich <;eor^,um dahinzu bereden, daß er den Zorn und Ungnad DesKaysers, darbey auch die grausame Marler undPein ihr «ne ult selbst solle aufdenHals laden, Qeorgiri? aber antwortete einem jeden insonderheit mit grosser Bescheidenheit, vaß sie sich an ihm nit mehr wagen dörsten, dem Kayser aber sagte er fvlaendeWort:O OiocletiLni.-! du und deine Naht Demühen sich vergebens, dasLicht des wahren Glaubens in inir auszulöschen,du magst mit mic asfangen was du immer wilft/cs gilt mir alles gleich. DerKavser vollerZornund Unwillen,liesse QeorAwm ohne Verzug in einen stnsteren Kerker werffen, anHändund Hussen binden, und einen schweren Stein an seine Brust le- Hen,den andern Tag liesse er ihn wieder vor sich kommen, rer dele ihm bald mit gelinden. bald mit Trotz r Worten zu, er wolle doch denen Göttern opfern, 6eor?,mL aber bliebe beständig in den angenommenen Glauben. Weilen dann der Kavseraesehen, daß er nichts außrichtenkönte, liesse er ein erschrökliches Rad, welches mit Messern um und um vestekt wäre, zubereiten, mit diesem wurde der Leib Oeok-Aii grausam zerschnitten und zerfezt. Aberder Himmel nimmt sich seines treuen Dieners an, Massen aus selben ein Stimm gehöretworden: Frisch aufQe^rßi, förchte dir niU, ich bin bey dir: über dieses erschien ihm ein schneweisser himmlischer Geist, l röstete ihn und sagte er solle nur tapfer streiten- Der Christliche Ritterübcrtruge diese grausame Marter mit unüberwindlicher Gedult, dahero sich viel aus den anwesenden Henden zu dem Catholischeu Glauben bekehret, worunter auchdiezwey ansehnlicheDurgermeister Proras und ä nrro- lins waren, denen die Köpf an der Stell seynd abgeschlagen worden,iemehr nun derTyran darauf sezteOeor^imn zu der Götter-Dienstzubereden, desto standhafter erzeugte er sich in dem Catholischen Glauben. Es bedunkte endlich den unüberwindlichen Helden, dem Kayser die Kraft des lebendigen GOttes zu zeigen, sagte Dem- ch >d rs er )t ln er ,n iv k- er er e- er in kt US :h e- in er er !N er >- n er H !N te G ( 5? ) W demnach;» ihm, er wolle sich in dem Götzen-Tempel begeben; alles Nolck war Freuden-voll, man begleitete 6eör- vium mit dem grösten Ehren - Gepräng in dem Tempel, als er dahin kam, redete er den Götzen mit siegenden Worten an: Bist d . derjenige, der von mir Göttliche Ehr fordert ? und machte das Zeichen des Heil. Creutzes, der in der» Gdl en-Bird verborgene Teufe! aber fienge an jämmerlich zu schrryen, und antwortete, jch bin keinGOtt,und es ist kein anderer GOtt, als welchen du ehrest; hernach beugen alle in denen Götzen- Bildern wohnende Teufeln erschröcklich an zudevlen, jammeren, Wehekiagen, fielen von denen Altären herab, und wurden in viel Stuck zertrimmert. Das Dolch ergrimmte über Qeorojum, schlüge ihn err schröckiich, und führten ihn mit unverjdhnticher Graus samkert zu demKayser, welcher befohlen, man solle ihn ehne Verzug enthaupte«. Als er nun auf die Richtstatt kommen, batte er die Schergen, sie möchten ihm vergünstigen, nur noch mit etlichen wenigen Worten sich GOtt zu befehlen, knyete Lahcro nieder, und jagte: O mein GOtt und HErr! der du dich gewürdiget bau: mir in dieser Peyn Gedult und Stärr ke zu yerleyhen, nehme nun auf meine Seel, beschütze sie vor denen höllischen Räubern, und begnade mich mit einer Stell unter denen, die dir gefällig gedienet haben, verr zevde denen Abgöttischen Heyden, und führe sie zur Erkannt- vuß des wahre» Glaubens, weilen dein Will ist, daß alle sollen seelig werden, »streckte nach diesen Worten sein heis ÜgrsHaupt aus, und empsienge dem Schwerdt-Streichmit vverschrockenen Muth, den 2 z. April in der Armenische» Stadt Lielitens, im Jahr nach Christi Geburt ZVI. im siebenden Jahr derRegierung des Heil. Papst ölLrcellini, der von Geburt eiu Römer wäre, und im siebenzehende« Jahr des Laiserthums, des Kaisers viocleuLni. Das Leben dieses H. Ritters Oeorxii haben beschrie- de«, l.uckovicusl,jxom2nu8 Bischof zu Erona, D z tili» Ws 54 ) W _ riu8 kurius Cartbeum r Ordens, Petr. 18 kibarleneitL, der Gesellschaft JESU, und andere mehr. Der gelehrte ka^arra erzehicl von denen Gebeinen des Herl, cieor^i, wie daß zu Oenurin derCajelaner-Kirch rinSchinbein,vo»dem Hei!.6eorf,io aufbchalsen acrde, welches einen himmüschen Geruch von sich gibt. ^!pkonlu8 König in ^raoonien, begehrte, von der «enJnnwohnern der Insul S^ina. das Haupt des Heil. Venr^u. wclä)es, ob sie schon ungern, doch nicht abt oeschlagcn haben, es tragte sich aber zu, daß, als der Dottschastermitdem Heil.Haupt lndas Schifssige, sich ungesehrei« grausamer Sturm - Wind erhübe, und als dieser Bottschafter gleichwohl in /z.rLxouien angeländet, fände er das Hell. Haupt nicht, sondern müsse erfahren, daß es durch Englische Hand in das vorige Orth ober- tragen worden seye. Der H Ritter Oeor^iu« hat vor seinem Tod gebet- teu, daß GOtt all diejenige, die in Angst und Nöthenihn um Hüls ersuchen werden, gnädigst erhören wolle. Das Leben des Heil. Hauptmanns und Märtyrers M ekatius der heilige Hauptmann und unüberwündli- che Blut-Zeug Christi ist aus QLxuäocien entspross ^. sen,und dem Kaiser vo^letiLno kapssere Kriegs- Dienste gethan, p irmu s war auch ein Hauptmann unter der Kaiserlichen Armee, und gleichwie äckrtiu? ein eifriger Derthätiger des Glaubens, also war kirmn? ein grausamer Verfolger der Christen, dessen gröste Freud wäre, die Chri- mnauszuknndschaste«, und selbige bey dem Heydnischc» Mlchter glbiano anzugeben. Da nun ernannter p'rmvsia Erfahrung gebracht, daß ^ckariur dem Catholischeu Glau- he« _ KZc m _— brn zugethan wäre, lieffe er ihn erstlich gefänglich einziehen, wendete allen Fleiß an ihn von dem wahren Glauben abwendig zu machen, weilen aber ^clEius standhaftig verblieben, wurde er dem Richter kibirno mit einer starke» W chl überschicket, Libianvs saumete fick nicht ^ck-itiukn zu fragen, zu was für einen Glauben er sich bekenne ? deme ab r der tapffere Held unerschrocken geantwortet: Er jene ei Christ, seye auch gesinnt als ein Christ bis an das Ende se nes Lebens zu verharren, SibiLnu? ergrimmte hierüber, lieffe äciiLtium an einen Pfahl, so wie ein Creutz gestaltet wäre, anbinden, mit Stecken Pley-Kolben und Ochsen- sinnen durch 6. Henkers-Knecht dermaffen grausam schlagen, daß sein ganzer heib einWundenzu seynscheinete,unter dieserMarter bliebe ^ckanus beständig, und gäbe mit Herz und Mund zu verstehen/ daß er nicht nur allein diese, sondern noch grausamere Pennen zu übertragen bereit seye, ivrrdurcb Liliisnug veranlasset wurde, zur Peinigung deS tapfferen Helden, neue Marter auszusinnen, Rabe demnach Pefthl, ^ckacio den Kynbacken mit Pley-Kolben zu zerschlagen, zu welcher Grausamkeit die Blut-dürftige Henkers-Knecht sich ganz eylfertig erzeigten, und zerschlugen den unübcrwündlichen Helden nicht allein sein Kynbacken, sonder» auch sein ganzes Gesicht dermaffen, daß er keinem Menschen mehr gleichere, hernach wurde er in einen finstern Kercker geworffen, und daselbst durch n.Tag und Nacht Mit unlevdentlichen Hunger und Durst gequälet. Es ergienge unterdessen der Kaiser!. Befehl, daß 6i- dianus nach Constantinopel ziehen solte, deme er auch Nachkommen, und Befehl gegeben, alle Gefangene ihme nach- rusuhren, allhier ist unbeschreiblich, was für grosses Elend, und fast unerträglichen Schmerzen äckatius ansgestanden, Inmassen die tief-geschlagene Wunden noch nicht getheilet; allein suchte Hüls in dem Himmel, alwo er auch selbige überflüßig gefunden, und ein Stimm von oben herab gehört,die ihn zur Beständig - und Starkmüthi-keit an- Seftischet, diese Stimm aber gäbe auch vielen Hevden Ge» D 4 legen» _ W ( <6 ) §Zk legenheit sich zu Christa zu bekchreu, se zähen auch die Sol» daten dteihn verwachtetennachtttcher Weil andere Solda« ten, dre Engel waren, und feine Wundenauswaschelkri, wordurch der Heil. Man in einem Augenblick aljo geheylet worden daß kein einzigerMackel an seinen ganzen Leib zu -sehen wäre, wurde auch mit Speist und Trank von diesen himmlischen Geistern erquickt. Es ist endlich dieKaiserliche Armee;» Constantmoprl «mgcrucket, da wurde äckaems abermal in einen Küstern Kercker geworffen/ nach 7.Tagen aber dem Lid,sno, welcher sich über seine Schönheit nicht genugsam bewundern konnte, vorgestellt, fragte ihn daher», woher so gute?eibs- Gestalt ihren Ursprung habe ? deme äckrtius, antwortete: sie komme vom Himmel herab: Diese Antwort hat kibi^o dermassen verdrossen, daß er den Heil-Mann alleZäbnd emschiagenliesse, und weilenderWütterich nicht glauben rvolte, daß er durch himmlische Kraft seye geheilet worden, sondern vielmehr einen Argwohn fastete aufdenKerkermeister, daß er sich durchs Geld hatte bestechen lassen, befähle er, daß man den Kerkermeister jämmerlich prügeln solle, es Ware aber der Grimm kibjani wider ^cliLtium noch nichtbestnstiget, sondern er befähle weiters äcKrUum mit Ochsensennen und eisenen Stecken grausam zu schlagen,dich Marterempsindete äcbrtius sehr, dahero befähle ersich GOtt, begehrte aufgelöst - und mit Christo zu seyn,worüber er ein Stimm vom Himmel gehöret, welche alsolautete: ftykgetröst, duwirst bald die Belohnung vor deine Peynen empfangen, nach dieser Marter wurde der gedult igr Wann Nuviairo dem Landpsteaer in 'rrucien übergeben, dieser aber, weilen er ein Christliche Ehefrau batte, Neffe HckLtium nicht mehr peynigeu, sondern gäbe Befehl, ihn zu enthaupten, so auch geschehen den «. »lLiiim Jabs Christi zc>4, als der Heil, öiurcellus ein gebohrner Rör mer das erste Jahr die Christliche Heerde als Römische? Papst wchdete, in dem twanzigßenund Letztes Jahr de- Kaiser- vioeleriLm. Da« I.Ll De> Et. tvr, bau ern auc den nes wi, Hü T I sic! au de un G B sti Le wi ur ist M ( 5^ ) W _ Das Leben des Heil Märtyrers ^cKrMi haben ge» schrieben 8imon KtLta^krLÜes, L.u6c»vicu8 l.ipomLnu8« I^Lurcntius 8urms , und der Kardinal Ooesar kLeonius» Der Leib des Heil. Märtyrers äckani ruhet in der Stadt 8c>lL, so in der Insul Malta ligt. ^iceplroeus bezeuget, daß zu Ehren des Heil. Märtyrers äcliLtii zu Constantinoprl ein schöne Lirch seyeerbauet worden, welche ^ulliniLnr,8 der Römische Kaiser erweitern, und noch herrlicher hat bauen lassen, wie dann auch der Pfah., woran dieser Heil. B!ut.-Zeug gebunden worden, noch zu Constantinopel solte zu sehen seyn. Der Heil, -rcii aciug verlangte von GOtt zu Nutzen seines Nächsten alle ihn Anruffende mit Beyftand zu begnaden, wie d nn auch unzahlbare Menschen durch seine Fürbitt Hüls erlanget haben. Das Leben des Heil. Bischofs Md Märtyrers L k 8 kl I. der heilige und unüberwündliche Blut/ZeuA Christi, wäre würdigster Bischof in der Welt-berüm- ^7^ tenStadt ^nr-ocKiL, daselbst weydete er die Ehrl- «che Heerde sowohl mit dem Wort GOttes, alsmitseinem auferbäulichmnd unsträflichen kebens>Wandel/weilen aber der gottlose Befehl deren beydnischen Kaisern OiocletiLni und dLLximiLni, ergangen, alle und jede Christen zu der Mtkcr-Anbettungzu ;wingen,entgiengekrLfmu8 aufden Ber-i. !,Lnun^. daselbst er sieben ganzer Jahr in dem eyr n»gen Dienst GOttes, und Abtödtung seines unschuldigen Leibs zugebracht hat, «eilen aberkeinem Menschenbekannt wäre, daß krLsmr-8 auf dem Berg l ibrno sich befindete . und mithin ihme kein Leibs-Nahrung zugebracht wurde, lieffe GOtt Lrslrvum durch einen Naben, welcher ihni täa- tich ' W'( *8") M _— Uch ein Laibel Brod gebracht, speisen, es unterliefst» auch die grimmigste Threre nicht, ihn zu besuchen, weiche ihrer ^eve Grausamkeit vergessende, sich zu denen Füssen des Heil. Bischofs wacffen. Nach verstoffenen sieben Jahren hörte er ein Stimm v»m Himmel, welche ihn ermahnte, wieder» n in die Stadt ^nriociiiLm zu kehren, welcher Stimmer vhneVerzuggehorsamer. Bey ecftenEintritt in die Stadt» saugte Lralm us an mit grossem Eyfer dem heydnischen,Vo!kk vas Wort GOttes vorzutragen, schäfte auch ar offen Nu- tzen, inmassen sich viel zu dem Catholischen Glauben be- ^ kehrten, er bestättigte sein Lel-r auch durch ungemeine WundecrZeichen, inmassen er Teufeln aus denen Bescssc- 'ymr rren vertrieben, die Blinde erleuchtet, die Stumme redend, . ^ und die Taube hörend gemacht. . AU Es hielte zu jenerZeit der Kaiser viacletianus Hofin * 7 "' der Stadt , Lralmus wurde bey ihm verklagt, welchen er gleich fordern ließ,und als er vor ihm erschienen, fragte ihn Oioclet'-mus wie sein Nam, und zu was für ei- nen Glauben er sich bekenne? Lralmus antwortete: Ich 77^ heisse Lrrlmus. und bin ein Diener des gecreutzigten HEnn ^ JEsu Christi. Diese Antwort verdrösse dem Kaiser häf< lig, ertheilte demnach den Vefebl: ^r^mus solle entwc- Vers denen Götzen opffern, oder sein Leib wird grausam gepeyniget werden, der heilige Bischof verachtete alle ^ Liese Trohungeu mit unerschrockenenGemkth, und sagt/: Er schätzte sich niemalenS glückseeliger, als wann er gewur- digetwird werden, wegen seines gecreutzigten Hevlands. ^ viele Marter und Peyn auszustehen; da ergienge der Kau . serliche Befehl, trasmum erstlich mit Bley r Kolben zu schlagen, nnd hernach mit Stecken zu prügeln. In alle« , ^ diesen Peynen bliebe derheilige Bischof unbeweglich indem ^ / Lob GOttes. Als rr diese mit Standhaftigkeit erlitten, befähle der Kaiser Hartz, Pech, Bley, und Schwefel zu zerlassen, nnd den Leib des heiligen Bischofs darmlt zu ^ Legiessen, «der der Engel des HErrn erschiene dem heiligeu Mann, und bewahrte ihn vor allen Schaden, daß er «ichttz darvo« empfunden, der -imnul selbst zeigte andre um _ _ W ( 59 ) W _ Ulch Unschuld Lrasmi, immassen sichelngraUjamesUngewitter ihrer erhebet,welches HagedSteinervonHimelgeworfen,und di^ pfjl. von denen umstehenden Heyden erschlagen, andere aber ruft ste er iendem Kaiser, taffe uns den Heil. Mann, und unserer eru§ Etadt würdigsten Bischoffrey und ledig, dann wir muffen uner ts bekennen, daß derChristen-GQtt in ihm würket, worüber adt, vioclctiLou^noch Mehrers ergrimt, befähle dem H.Mann Wkk eiserne Ketten auzulegen, und indem Kerkerzu werfen, ver- Nu- botte auchbey^eib- und LedenS-StraßihmekeinSpeiß oder ^ Trank zu reichen,und damit dieses desto gewisser gehalten ieine wurde, verzeichnete er den Kerker mit seinem eigenen Petr scssr-l schier-Ning. wnv, ! Da unterdessen Li asmus in dem sinstern Loch läge, verr lasscnvon jedermann, warft er sich anfsein Angesicht nieder, »ofia dankteGOtt um alle empfangene Gnaden und Wolchalen, lagt, sonderbar daß er gewnrdjget worden, wegen der Göttlichen neu, Majestät etwas zu leyden; um die halbe Nacht empsunde er r ei- linen überaus süssen und lieblichen Geruch,sähe auch wie der «ch Kerker, zu Wett dem hellcsten Liecht erleuchtet wurde, darr An §lss sielen alle eiserne Band und Ketten von seinem Leib, die häs< dorten gienge auf ohne Anlegung menschlicher Hand, und twe- der Engel des HErrn stunde vor seiner, welcher zu ihm folr Mn Mde Wort sagte: krasmestehe auf, und folge mir nach allt ins Welschland, daselbst solst du viel Hevden Christo dem ,gte: HErm gewinnen,es stunde aber derHeilige ohne Verzug auf, wi'm sorgte dem Engel nach,von welchen er in kursier Zeit in das ands. Welschland in die Landschaft äpullen. in die Stadt Lu- Kaü gefuhret worden,daselbst tröstete ihn der Engel, und n ^ «ahme lkrlaub von ihm: den andern Tag käme der Kaiser M'lt ^ocleriLnurzu demKerker, sähe das Pettschaft ganz unverr dem 'etzt,risse selbiges herab, eröfnetedenIkerker, fände aderden tten, Mann nit mehr darinnen, worüber der Kaiser noch mehr el zu ^ ergrimmet, und weilen er sich an dem H. Mann nicht jt za lachen könle, hat er solches der Zauberey zugeschrieben, igen In der Stadt Lucrlno hat derH. Lrrsmus gleich am ß xx Sssangendem heydnischenDolckdasWortGOttes vorzutrm ^die llm,wordurch er viel Heyden bekehret, und sein Lehr durch vier ( 6o ) W viel Wuaverjeicheii bekräftigte, unter »nbern ist iencSft merkwürdig, daß eben wiener Zeit ein Sohn des StA . Odristcntodsverblikhen,darüberseinVatter untröstlich m re,^lS8mu8 crbarmctcslch serner» und erwekte feinen Eohl ^ ^ vom Tod wiederum zu dem Leben, da dann dieser von Tob . ten erstandene Jüngling gleich ausgesagt, daßderCalhoii , - sche G>aub allein der seeligmachende Glaub seve, u"d in dr> > ^ Höh ihre Götzen habe grausam peynigen gesehen. Durchs i jes grosseWunder wurde derVatter samt seinen ganzenHaul ' bewegt, den wahren allein seeiigmachenden Glauben aW « ^ nehmen,deme i 2 ooo. Heiden nachgefolgt,welche alle,nch dcmefie vorhero in dem wahren Gmuben unterrichtet, vo» dem heiligen stynd getauffet worden. « In derzelbigen Gegend herum hiütefich der Mit-Regeol « des Kaisers Oiocletiani der andere Kaiser, ^lreximianui ^ « auf,unda!S ihm diesesungemeineWunderzu OhrenkomN. ergrimmteer.undversugtesichalsogleich nach der Stadt l, " . ci ino,bey seiner Ankunft lieffeerden heiligen Lrasmum M ^ ^ sich fordern, und als er vor seiner erschienen,fragtc erM hEa- zuwas für einen Glauben er sich bekenne? deme aber der H. Bischof zu antworten sich nicht gewürdigct hat. WorB ^Lximianus besohlen, ihme alle Zähn einzuschlagen, M . cheS auch geschehen. ES wurde darüber der H.Mann in M Gvtzen-Tempel geführt, daselbst denen Götzen zu opffern,bt- L ersten Eintritt aber zerfielen die Götzen zuStaub undAsM und der höllische Geiftstohe aus dem Götzen - Tempelind« ^ Gestalt eines ungeheurenDrachens,welchereinenunleydent!. ^ lichen Gestank hintersich gelassen. Durch dieses unaeme^ Wunder aber wurden zoc,o.Heyden innerlich berührt, M he den Catholischen Glauben anaenomen haben. DusderKayserkenntefichnichtfurZorn,nachdemeerfich^ einwenigerhollet,liesseer zzo. deren Neu-Dekehrten glem dort auf dem Platz durch das Schwerd hinrichten,LrL8mc> ^ aber liesse er eine glüenden eisenenPanzer anlegen,welcherM ^ aber in mindesten nicht verletzet hat, der Kaiser ljesse eM Kesselzubereiten, im selbige» Pech, Harz-undMey zerlassen, »M (6r ) 7^ und wurde der Befehl ertheilt, Lr ism-Iw in diesen wallen- ^ta!» denKcssel zu versenken; Lr»,mu^ machte das Creutz, setzte stch sechsten in den Kessel, ist aber aus demseibrgen gan; Nverle;! wieder herauskommen. Der gottlose Kaiser wurde durch alle diese unerhörte ^ Wunder nicht bewegt, sondern mehr ergrimmt und schriebe n Mes alles der sch«arzen Kunst zu,und befähle !ezttich,man ck vik ihn in einen finsteren Kerker werffen, weiches auch gescher Las v"' nächtticherWeilabererschicne ihm der Heil.Engel, an iH führte ihn in die Stadt 8ormins. allwo er ihm täglich ein Brod gebracht, und gedient, bis er er endlich seelig im HErmerschlaffenden 2 . Juni! im Jahr Christi ;o?. als w-irceüwus der heilige Pabst, der auch hernach ein Märtyrer worden, das lezte Jahr der Christlichen Kirchen vor- künde, und im «eunzehenden Jahr des Kayserthums des xaysers iriocletizni. DasLeben des heiligenBischofs undMattyrers errk- mi haben geschrieben der ehrwürdige Necka. der H. Antonius M gelehrte ttenscdenins, und andere mehr. Der Leib des er H. Öligen k-rrsmi ist von der Stadt pormins in dem neunten Mel ^ hundert nach Qneta übertragen worden, allwo er mit ,vr!, kielen Wunderzeichen leuchtet, n de» H. Nothhelfer krismus ist ein sonderbahrer Pa, n,btl der Witwen und Waisen, wie auch der gebührenden Ische«, «rauen, item ein Nothhelser wider dasGrimmen desLeibs. 2 Leben des Heiligen Märtyrers t,vo> eges ianer owe«. )t d!" mvlX !kih« vm. iErHeil. VitusistzuN^Lr-rindemKönigreich 8ici- lien vonHevdischnen Eltern gedohren WM den,sein - Vatterhiesse mitNahmen^vlotz.ein reicherund an, Bnli>? er Mann,auchdem (Götzen Dienst eifrig ergeben,'zu Elchen er auch seinen Sohn den Virum gleich Hey angeheu- den ,_ W ( 6r ) M den kiechkdcs Verstands eifrig angehalten. v rusaberm! ^ de von GOtt innerlich erleuchtet,gehersamete denen inner!! 6" chen Einjprechungen GOttes, und tiesse sich unwissend jo nes Heidnischen Vatters in demChristlichenGlaubcnunlc üv> weisen, und dienere Christo dem HErnr mit reiner riek Dieses hat Valcrianus derLandpstegerdevKavsersviorlk w riani vernommen, dahero er ohne Verzug den ttylos zus>: begehrte, sagte ihm,wie daß seinSohn Virus ein Christ M »ri tt Hos unwissend alles desse,verwunderte sich anfänglich ds »» rüber, verspräche aber Valeriana dem Landpfieger,erm> u« dekeinMühesparen,ViruwzudenGölterdienst;u bered» M Als nun Nylos nach Haus kommen, tragte er seinem ^ vor, was für Marter und Peyn er werde ausstehenmüB «« wofern er denen Göttern nicht opfern werde, Virus aber m r" bestandjg,und erzeugte sichberei t lieber alleMarter undO - zu übertragen,als von den Christlichen Glauben zu weiötz ^ Unterdessen erleuchtete Virus durch sein kraftigesGM viel Blinde, machte die Kranke gesund, und die höW ^ Geister aus denen beseffenenMenschen,bekenneten ossenM ^ wie angenehm der Jüngling VirusbeyGOtt feye. DH ^ wurd wieder Valeriana dem heyduischen Landpfleger atz deutet, er liesse das andertemahl den n>1os zu sich form ^ sagte ihm: wie daß er gezwungen wurde virum vors Gcm ^ zu begehren, weilen er Christum den Gecreusiigten anbck Z Der ährenreiche Jüngling wird vobs Gericht gebracht,.^ ^ Valerianusgeftagt, warum er denen Göttern nicht opi H wolle? deme aber Virus voll des Heiligen Geistes M ^ wertet: Er wolle und könne die in denen Götzenbildern^ aufhaltende Teufeln keineßweegs anbetten. L, Als dieses sein Vattcr der ^!a§ gehöret, saugte ere . 1/itterlich zu weinen, Valerianus aber wendete sich mit e v nem grimmigen Angesicht zu dem beiliaen Jkmgling, U zu ihm: daß er mit ihm bishero nach denen KavserM ^ Gefayen nicht verfahren seve, ist die Ursach, weilen er B s adeliches Herkommen beobachtet; weilen er aber veM > verbliebe, wolle er mir per Scharffe wider ihn verfahren. ^ Darauf treffe er den H. Vitui, mit Ruthen grausam schlai ^ gen, und weiten er beständig verbliebe, befühle er, man solle d ü, den heiligen Jüngling mit hänfenen Striaen prügeln. Ltts aberdieHenkers-»nechtihregotttoseHändanihn legen wol- ten, verdvrrelen selbige, ja so gar die Hand des LandvstegerS n!e ist auch verdorret. Der kandpsiegerfangte an ;u schreyen, ^ und schriebe dieses der Zaubereyzu,weilen aber der Schmer; Mi groß wäre, wurde er endlich gezwungen bey Viro Hüls W zu suchen; Viru« verrichtete zu GOttseineifrigesGebctt, und aljobald ist die ausgedvrteHand des Richters wieder M M und gesund worden. Hierauf wnrd der Landpffeger ^ also bcstürtzl, daß erVicnm seinem Vatter wiederum lifferte, M und ihn, befohlen, nach eigenem Belieben ihn abzustraffen. >M Also nahm l-ivlvs zeinenSohn den Helligen Vituw. nach M H au - .gäbe ihm die beste Wort, liege ihm ein Wohlklinr M gende Muffe halten, richtete zu ein Zimmer mit denen W sonsten Tapezereven, führte selbigen in ernenntesZimmer, Hiß und sperre Viruw ein, tt^los wäre der gäntzlichcn Hoff M nung, baß sein Sohn Virus nach und nach auf so viel- sättige Liebkosungen werde zu der Götterdienst bewegek gg, werden, aber Viru, der Heil. Zünglrng fiele in den Zimr ^ Mer auf feine Knie nieder, seuszete und bittete GOtt, er ierit wolle ihm in dieser Versuchung stärken, damit die Heyden bck nicht Ursach haben sollen,sich an seinem Abfall von dem Glauben zu erfreuen. opstii Mittler Zeit wurde das ganze Zimmer erleuchtet, der acasi Vatterals er solches vermerkte, lauffet hinzu, sähe bey dem rnfi. bchlussel-Lech hinein, und sähe, daß zwölf Engeln, mit grossem Glanz und Herrlichkeit umgeben, sich bey vir» , N x destndeten, von solchem Glanz erblindeten seine Augen, darr „it 5 über er heftig anqcfangen zu schreyen undzu klagen, die ganr . sa§, lr Stadt wurde ob dieser Begebenheit in Verwunderung ger sjiidu logen, also zwar, daß Valerianus selbst in des biylos Haus er se> Wffrn, und nachdeme er dorthin kommen, ihn gefragt, wie erst»! nu) dann dieses zngetragen habe? btvlos antwortete ihm , et». ^ waren bey seinem Sohn vinim vieGöttergewest, dieft )ap habe - habe er fürwitzig angesehen, und mithin seine Augen m ' lohren, wurde also ttylos in dem Tcmpei des -upircr ge- I fül-ret, daseldst legte er ein Gelübd ab bey de m wofern er wieder sehen «erde, wolle er demselben unen groj < sen Ochsen mit goldenen Hörnern aufopfern, aber da Schmerzen fienge nicht ab - sondern zuzunehmen. ^ Weilen dann ttylos kein Hüls empfunden, wurd er witl . herum nach Haus geführet, daselbst fiele er vor seinem Sohn aufdie Knie,bittete ihn, er wolle ihn doch sehend machen, . Virus zur Barmherzigkeit bewegt, legte seine Händ ausvcS , Vatters Haupt,und alsobald fielen die Schuppen von denen Augen des Vatters, und er wurd sehend, nach diesem wart aber »ylos erstlich bedacht, wie er Virum seinen Sohn heimlich tödten möchte. , Aber der Engel des HErrn ist seinem Glaubens-Unler- ^ weiser^loäeüo erschienen, ermahnet ihn, er wolle cylftttiz , mit viro über das Meer ziehen,erkame derErmahnnng nach, z schiffeten, und kamen an den Fluß 8lller, welcher die kand schaft Lucsniam von Galabrien scheidet, daselbst waren iit ^ von einem Adler täglich gespeist. Daherosich viel Volk dn- , hin versamlete,die Teufeln aber schreyeten aus dene besessen? . Zeuthen, was haben wir mit dir zu schaffen, o vire. du biii ^ kommen uns zu vertilgen, aber Virus lehrete das Volk dir . GebottGOtteS, und bekehrte viele Heyden zu den Glauben. ^ Mittler Weil wurde des Kaisers viocleriani Sohn , von den bösen Feind geplagt, durch dessen Mund er schreytt, , erwerbe nicht ausfahren,eökommedannVitus;derKai! fehl des Kaisers, Virus stunde gleich auf, und gienge mit W . neu mit Freuden. Wie sie nach Nom kommen, wurde Virus gleich zu dB Kaiser geführt, welcher ihn gebetten, seinen Cohn von den höllischen Gast zu befteyen. Virus legteseineHand aufva» Haupt. _ W ( 6; ) _ ^ Haupt des Kai Micher, Prinzen, und gleich ist der Teufel ^ aus seinem Leib gefahren. qroi Als nun der Kaiser gesehen, daß fein Sohn von dem ^ Teufel befreuet worden, wolle er virum bereden, damit er denen Göttern opfern solle, verspräche ihm grosse Neich- lhumen, und alle erdenkliche Wollüsten, weilen aber Virus durch dieses nicht bewegt wurde, griffe der Kaiser zu der ^ Schärfe, und befähle v,rum samt seinen Glaubens - Un- ^ terweiser i^ocieNuin in einen finstern Kerker zn werfen, ! . selbigen zu versiegle», daß ihnen auch nicht ein Trunk kal- E tes Wasser, könnte, gereicht werden, aber Christus IEsuS umgeben mit grossenGlantz und Herrlichkeit, begleitet mit " einer grossen Anzahl deren heiligen Engeln, tröstete sie in. , dieser ihrer Verlassenheit, nachdeme Christus wiederum , ! vnichwunden, merkte Virus und l^locleiius, daß »die eise- ne Ketten an die sie gebunden waren, zu Staub und .Aschen 'E zerfallen seynd. ^ Als dieses viocleriano zu Ohren kommen, ergrimmte dz.. ^ heftig über dieses, und befähle in einenKessel Pech, Blei) sseilS Har; zu zerlassen, und den unschuldigen zwölf-iabrigen v-L Knaben virum in den wallenden Kessel zu setzen, dieses ist , ^ > auch vollzogen worden, aber der Engel dxs HErrn hat diele ^ Hitz ausgelöscht, und Virus stiege ganz unverletzt wiede- -üki! kumheraus; durch dieses Wunder wurde OiocleriLnus mte uochnicht bewegt, sondern befähle den grimigsten Löwen auf Ml H-Äüngling lausten zn lassen, aber der Löw vergessend M' Grimmigkeit, warfe sich zu seinen Heil. Fussen, rjuß Letztlich wurde Vitus mit und (R-e!>ent ,'2 ei- W ner andächtigen klarron auf ein Folter erschröckilch ausge- Dt- spannt, daß sich das Jngeweyd sehen liesse, da rüste der H. jlh Virus zu dem HErrn: Mein GOttnud HErr! hiiffuns in deinem H. Namen, und in deiner Kraft erlöse uns; über M dieses stiege ein Engel vom Himmel herab/ löscre sie herab , bei, von der Folter, und übertragte sie wnnderbarlicber Weis spat durch die Wolken an den Fluß 8illei-, allwo ihre Seelen mit a. Freuden zu GOtt verschieden, und von denen Engeln im L Him- _ W ( 66 ) M_ Himmelseynd getragen worden. Dieses ist geschehen de» 15. lu-nij, im Jahr nach Christi Geburt zoo. im sechste» Jahr desPapstlhum des H^ij. Papst undiin fechzehenden des Kaiserthums desKaisers Oiocletiani. Das Leben des Heil. Märtyrers viri, haben geschrieben ketrus 6e ^urzlibus, ^ucobus cle VoruAine, 6eleicku§, und andere mehr. Der gelehrte kuoLtru erzehlet von denen Gebeinen des HcU.vin, wie daH zu i'oUniLNL einer Stadt in Apulien ein Arm-Bein von dem Hei!, viro dem Volk vorgezeiget werde, aus welchem ein köstlicher Balsam fliestet, so sonderbar die Biß der wnnigcn Hunden heilet. Zu I'ru-enro.einer Stadt im Königreich Neapel, zeiget inan ein Glas, angesüllt mit dem Blut des H Märtyrers Viel, welches das ganze Jahr gestockt verbleibet, jährlich aber den r r. pflegt cs hoch aufzuwaüen. Sein Heiliges Haupt wird zu Gladbach, in dem Closter Et. Veit genannt, kenccliKlner-Ordens indem Gülichn Lchen Gebiet aufbehalten. Der Heil. Virus hat kurt; vor seinem Todt gebetten, GOtt wolle alle seine Verehrer für alle Gefahr dieser Welt bewahren, und sie zu der ewigen Freud und Glückseeligkei- führen, das wir auch durch seine Fürbitt hoffen sollen. Leben der Heil. Jungfrauen und Märtyrin. ^ L^rx.2l-itL die Heilige Jungfrau und Märtyrin ist;» ^nriocliiL einer vornehmen Stadt in pystcliea ^ * von Heydnisö-en Eitern gebobren worden, ihr Batter hieffemitNamen ^rcleslus, dieser wareder höchste unterdenenGölM-Priestern,mithin auch demDienftder Götr ( t v d r r v s> n V k sl b d (! u n r b (- e> v ei Ll lo ü ti s' S n T de» sie» sim >. che» iu§, des üen > iget > s0»r igkt rer» 'lieh M ichi« ten, Veit zkesi ^ n. j i st>» liea ihr chstt ^der tr Wk ( 67 ) Götter sehr ergeben, und weilen ihre Mutter frühzeitig mit todt abgangen, wurde lUaroLrira einer Frauen z. Stund von der Stadt entlegen, zum Auferziehen gegeben, bey dieser Frauen,hat das zarte Iungfrauleinmit berMilch die Christliche Lehreingesogen,und ihre Unterhaltung lieber mit denenChristlichen als mit dene Hey dnifchcnKindern gehabt, wordurch sie Gelegenheit bekommen, die falsche Götter zu verachten, und den wahren GOtt anzubetten. Als dieses ihrVatter^r6e6u?erfahren,wurd ertheilä sehr betrübt, theils sehr erzürnt, dahero ließ er sie gleich nach Haus kommen, gäbe ihr anfänglich die beste Wort, weilen er aber hierdurch bey seiner Tochter nichts ausrichten könnte, fangte er an sie hart zu halten, und grausam zu schlagen, be» allen diesen Peinen bliebe die H. Jungfrau beständig, und weilen sie vorher» zum öftern gehört, daß die fromme Christen viel haben ausgestanden aus Lieb gegen Christum, hat sie sich auch entschlossen, lieber alle Marter und Peyn auszufteben, als von dem wahren Glauben im mindesten zu weichen. Einstens tragte es sich zu da eben ^lsr^arita mit ihrem Vatter aufdem Land wäre, daß 0I7- brmrder Landpstegervorbei) gienge, und Klai^rritLm ins Gesicht bekäme, dieser von ihrer ausbündi gen schönen Leibs- Gestalt gezogen, fragte gleich, wem sie zugehöre ? und da er erfahren, daß sie seye eine Tochter ^rclesti des höchsten Göken-Pfaffen, befähle er denen Soldaten, diese Jungfrau ohne Zwang mit sich zu nehmen, dessen sich der Vattersehr erfreuete, lebend der ungezweiffelten Hofnung, sie werde tu derGötter Dienst beredt und beweget werden. Alsobald warc die zarte Iungfrau v on ihremVatterver- lassen,und dem Gewaltdes Landpstegers OivKrü gänzlich übergeben, dieserfangte erstlich an, sie mi t liebkosendenWor- ten an sich zu ziehen' aber bliebe beständig, liesse sich verlauten, daß siealbereits ihrem Göttlichen Brauti- Sam die ewige Iungfrauschaft verlobet hätte. Olyiwius wvlte nicht Nachlassen, wagte sich noch einmal mit allerhand Versprechung an die holdseelige Jungfrau, da er aber ihr C r Be- __ W ( 68 ) Atz_ Beständigkeit mehr und mehr erfahren müfte, ertheitte er ^ den grausamen Befehl: man tolle ^laroariram halb nackend ausziehen, und sie grausam mit Ruthen peitschen, welches ^ auch geschehen, aber die Heil. Jungfrau schätzte ihr für die gröste Gnad, daß sie etwas aus Lieb gegen ihren himmln r jchen Bräutigam hat leyden können. k, Wie dieses der unmenschliche Landpsiegcr vernommen, ^ rvurd er noch mehrers gegen l^ai-^Lriram verbittert, ver: ^ > änderte seine große Lieb in einen unmenschlichen Haß, und > ' hesahle, man solle die Heil. Jungfrau mit eisenen Ketten > tind Hacken grausam zerreißen, die HenkerS-Knecht haben . solches gleich vollzogen, und mit der zarten Jungfrau den ^ massi n grausam umgangen, daß sie keinen Menschen mehr ^ gleich gesehen,und oiybriu8 derRdmische Landpnegerselbst durch dieses crschröckt, davon gangen ist. Die her haste ^ Jungfrau aber ware'voller Freuden, das anwesende Volk ^ hatte zwar ein Mitleyden mit ihr, und wolle sie gernsrey H und ledig haben, müste aber sehen, daß sie auf Befehl deS ^ Richters in den Kerker geführt wurde; als sich nun die Heil. * ztLiLLrira in dem Kerkerallein befände, voller Schmerzen n und Wunden sich sehend, rüste sie zu GOtt dcmüthigst bist ^ tend, er wollesie in dieser Anfechtung, Creutz und Leyden - ^ stärken, unb ihre Schmerzen lindern. Unter diesem ihren ^ rfrigen Gebettkame ihr zu Gesicht der höllische Geist in der § Gestalt eines abscheulichen Drachens, mit aufgesperrtcn / Rachen, als wann er sie verschlingen wolte, aber die bst ! herzte Jungfraubewafnete sich mir demZeichen dcsHeil. « Lrcutzes, und alsbald verschwände vor ihren Angen die Höst' ^ lische Besiien, gleick) darauf wurde verfinstere Kerker mit ^ rimm unbeschreiblichen Glanz erleuchtet, und i^LiAarirr » höreteeine Stimm folgenden Innhalts: erfreue dich l^ar- . oaritA, du dienerin GOttesnun hast du deine Feind übest § wunden, lende nur beständig die wenige Marter, bald aber > darauf wirst du die ewige Freud zu geniesten haben» Aus ^ diese himmlische C timnr wird die Heil. Jungfrau ganz ger ^ tröstet, und sie befände sich an ihrem Leibfrisch nud gesund, i ihr er nd >cs vie ili- m, er- . >nd len >en er- ehr Ibst stte o!k rey veS ei!- zcn )it- de« aen der te« beeil, höl- mit rier zr- ber- ,ber Aus ge- niv, r ,_ EZ c 6y) W _ yhr Her; aber wäre, mit himmlischen Trost erfüllet, da« -or sie GOtt die ganze Nacht unendlich danckte, und im yftigen Gebett verharrete. Den andern Tag lieffe der Landpfleger die Heil. Jungfrau wiederfürS Gericht Hollen, und als er gesehen, daß sie frisch, und gesund seye, als wann ihr nie etwas Übels widerfahren wäre/Verwunderte er sich anfänglich darüber, unv sehr ede solches seinen Götkernzu,aber die srommeJungfrau verachtete seine falsche Götter, und gäbe zu verstehen, daß die Hand GOttes des Allmächtigen dieses Wunder an ihr gethan hatte, über diese Wort ergrimmte der Richter heftig, undbefahle dieHeil Jungfrau an einen Pfahl zu binden,und ihre zarte Brüst und Arm-Seiten mit angezündten Fackeln zu verbrennen, so sie auch nur unüberwindlicher Gedult übertragen, hernach befähle er ein grosses Geschirr mit Wasser anzufüllen, die unschu.dige Jungfrau an Händen und Füssen zu binden, und sie in dieses Geschirr zu versenken. Damit durch diese Marter ihr reine Seel solle ausfahren. In dieser Peyn rüste klarZLriri zu GOtt, und alsobcud wurde sie mit einem grossen Glan; umgeben, und sähe ledermann daß ein schneewersseTauben ober ihrem Haupt sitzte; durch dieses Wunder wurden viel Heyden bewegt, die blinde Heyden-Lehr zu verlassen, und zu dem Liecht des wahren Glaubens sich zu begeben. Wie nun der Bößwicht OI^iiu» sähe, daß er die tapfere Jungfrau durch keinerlei) Marter und Peyn überwinden könne, befähle er letztlich die Heil» Jungfrau zu enthaupten. Sie wurde gleich zu der S adt aus den Nicht-Platz geführet, da siele sie aufihre Knye nieder, dittete GOtt fü alle ihre Freund und Feind, endlich wurde sie abermal mit einem himlischen Glantz umgeben, dar- Aer alle Umstehende erschrocken, nachdem dieserbrmmlische Glantz vorbe" wäre, streckte sie ihr Haupt starkmülhig aus, der Scharffrichter zöge den Streich, und nach diesemist ihr reine Seel zu ihrem himmlischen Bräutigam abgefloaen. Co geschehen den 20. Julii im Jahr Christi zoo. im sechsten Jahr des Papsttums des Heil. PapstS^rrcLlU- L z i-U , s 7<> ) rM ni, und im sechzehenden des Kaiserlhums des Kaiser- Oioclenani. DasLeben der Heil. Jungfrau und Märtyrin i^aroz- ritL haben zusammen getragen I.aurentiu8 5uriu8, der Cardinal karonius, ?erru8iiibLc!Lneil'L,und anderemehr. Der gelehrte kLZ-ttL erzehlet von denen Gebeinen der j Heil. Jungfrauen, und Märtyrin lVlarZ-iritL, wie daß einstens in einer Stadt ein grausame Feuers - Brunst entstan- den,als aber der Pfarrer desOrtsmit dem Haupt der H. i Märtyrin ^ar^arit?e den Seegen gegeben, ist im Augenblick das Feuer gelöschet worden. Zu Collen am Rhein in derKirchen der Heil. Ursula wird ein Arm von der Heil. ülarxLritÄ dem Volk vorgezeigt, welcher noch mit Fleisch. Haut und Nerven überzogen ist. So haben auch viel gebährende Frauen, durch diewun- derwürkende Gürtel der Heil.öiarALritr augenscheinliche Hülf erfahren, wie sie dann ein sonderbahre'Nothhelferin der gebührenden Frauen ist. Das Leben des Heiligen Märtyrers 8^2 Er tapffere Held ebrilloz)lioru8 ist in dem Land 6r- nnLn von Heydnisckien Eltern gebohren, und von ^§25 Jugend aufzu dem Gvsien-Dienst angebalteywor- den, da er aber innerlich von GOtt dem Heiligen Geist berührt worden, fragte er mit grossem Fleiß nach, welches der rechte Glaub wäre ? und als er durch Schickung GOttes un- gefehr zu einem Einsidler kommen, wurde er von selbigen in dem Catholischen Glauben unterwiesen, der Einsidlerbere- deke ihn dahin, daß Obriüopkorugsich an einen reißenden Fluß begeben,und sich entschlossen, dievorbey Reisende aiss seinen Schultern über den Fluß zu tragen, darzu ihm fein grosse Leibs - Statur sehr belMch gewesen. Einstens da er ^ i, » ü k N ii e s !' c s a u j' r a d d d r d a r r < < r r < ( er» in einer Hütten wäre, hörte er die Stimm emes Knabess, tvklchc ruffte, ,OKrittopK komm heraus, und trage mich ^ "bcr das Wasscr, OKristo^Korus gienge eylends heraus, ^ sähe aber niemamd, und als er wieder in seine Hütten kam, ^yr. h^e er dre vorige Stimm, 6 Ke,licrpKo> ns gienge aber- vrr mahi heraus, fände wieder niemand, dahero er wiederum in seine Hütten gienge, er hörte aber das drittemal die Stimm, und er gienge auch zum drittenmal hinaus, und A > fände einen holdseeligcn Knaben an dem Gestatt des Was-- r"' jers, welcher ihn batte, er wolle ihn über das Wasser tra- U" gen. ekl iüopborus säumte sich nicht,setzte den Knaoen auf .u- jeine Schultern, und stenge an in den Fluß zu waden, als er aber inMi tten des Fluß kommen, stenge das Kind an schwer zu werden, daß er fast begunte sich unter seiner zu biegen, A und in der Gefahr stunde zu verstncken, als er endlich doch ^ lenseits des Flusses kommen, legte er den Knaben nieder, u" und sagte: mein Kind, ich habe so schwer an dir getragen, als wann ich den Last der ganzen Welt getragen hatte/ deme derKnabgeantwortet, du hast nicht die Welt, wohl aber lH den König der Wett Ehristnm IEsum getragen. Damit du aber meinen Worten einen Glauben bevmessest, redete Vas Kind weiters, so stecke deinen Stab in die Erden, und du wirst sehen, daß er wird anfangen zu grünen, welches auch geschehen ist. Nach diesen begäbe er sich in die Landschaft , prer Me daselbst den Catholischen Glauben dem Heydnischcn Volk, würkte viel Wunderwerk, wordurch die Heyden der tvegi wurden,daß ein Anzahl von 48Oov. Menschen, wie der Heil.Kirchen-Lehrer Ambrosius versichert, den Cathvli schen glauben angenommen haben. Zur selbigen Zeit regierte der Blut-durstige Kaiser Oecius.welcher an alle seine Landpster Ker scharff - Befehl ergehen lassen, alle Christen aufziifangen, und sie aufda' grausamste zu peynigen. Als va^nus, deme btt Landschaft t-xcien anvertraut wäre, vernommen, daß ^kriüopkorus denCkatolisch. Glauben predigte,und durch Göttlichen Vevstand viel Wunderwerck würckte, ljeffeer ihn E 4 durch durch 400. Soldaten gesanglich einziehen, LKriüoxrüoruz wurde nun vors Gericht geführt,und wegen seines Glaubens gefragt,und wciler unerschrocken ein Christ zu seyn bekennete, wurde er ansanglich in einen sinstern Kerckrr geworffen. 'DerunmenschlicheLandpsiegerOL^nusverhofteOKrillo- xkorui durch Schmeichlen und Liebkosen unverschämter Weibs -Personen, zu den Gbtter-Dmist zubcwegen; zu diesen Ziel schickte er Aiceram, und ^huiiinLm zweyleidliche Schwestern, in die Gefäugnuß, welche ihn anfänglich zu der Unlauterkeit,hernach aberzu den Götter-Dienst anleiten sollen, eüeiüopkorus aber redetediesenzweycn Personen dermassen beweglich zu, daß sie die Götzen verfiuchten, und an Christum glaubten. Wie dieses der Landgsieger vernommen, wurd er also erbittert, daß er diese zwey Schwestern, nebst noch 40. andern Personen, welche auch von den Heil. Mann bekehrt worden,durch das Schwerdt hinrichteuliesse. Lüri- tlvpüoruiT' aberliesse er mit eisenen Ruthen unmenschlich prügeln,nnd weilen er beständig indrrVekanntnuß des wahren Glanbeus geblieben, wurde ihm ein glüender Helm auf sein Haupt gesetzt. Auch diese Marter übertraget der taps- sere Held mit mänlicher Starkmütigkei t, hernach wurde er aus eine eisene Banck veft gebunden, das Feuer darunter ge- schilt, sein Heil. Leib aber wurde mit zerlassenen Vlev und Wachs begossen. Unter dieser Marter schreyete der Heil. C-Kriüozidorug zu GOtt, und batte, er wolle ihn in dieser Marter stärken,und nicht zulasten, daß er diesen Peynenunterliegen solle, welches dann auch geschehen, und hat ihn GOtt also bewahret, daß kein einzige Verletzung an seinen Leib ist gesehen worden. Darauf er angefangen abermal Len Catholisehen Glauben zu predigen, dardurch viel Hev- den sich zu Christo bekehret haben. Wie v^nusderLandpsteger gesehen,daß ermitdenH. Mann Nichtsausrichten könne, lieste er ihn ausderStadt fuhren, an einen Pfahl binden, und auf 6 üriüopüorum Sleichals auf ein aufgesetzte Scheibe» mit Pfeilen schiessen, «herGOtt hat ekriüoxkorum beschützet, daßkein einziges Pftil c he 8r ne rn wi re> dr El ni N) st< 8r d< C re H 8 s a> y. C b, 7Z Pfeil seinen Leib hat durchdringen können,dessentwegen dan ciiristo^Korus^GOlt gelobt und gepriesen, und die Umstehende zur Annchmung beS wahren allein seeligmachenden Glaubens ermahnet, wordnrch sich viel bekehret haben, va- Znus wurde ganz verwürret, weilen er gesehen, daß alle seit ne Anschläg wider estriüopkorum zu Wasser wurden, gäbe endlich den Befehl, man solle Lürilloiihorum enthaupten, welches gleich vollzogen worden. Solcher gestalten ist die reine Seel des unüberwindlichen Heldens eilriüoxtior, zu dcrewigenGlückseeiigkeilabgefiogen,denr;.^lulii imIahc bhristi 251. als corneliu-rem gcbohrner Römer, der gemartert , und hernach in die Zahl der Heiligen versehet worden, derCatholischen Kirchen als Oberster Hirt das erste Jahr vorftunde, und Oecius das letzte Jahr das Kai- ftrlhum verwaltete. Das Leben des Heil. Märtyrers Süriilopkori haben geschrieben derH.Kirchen-Lehrer ämbrollus, Laurentius Surius: OrfA, baronius, und andere mehr. Die Gebein des Heil. Märtyrers oüritto^kori werden zu i'oleclo in Spanien mit grossenZulauff des Volks verehret. Der Heil. Märtyrer Oirriüo^Iroru8 ist ein sonderbarer Beschützer und Nothhelffer wider das Ungewitter/ Pest, Hungerund Feuers-Brunft. ' Das Leben des Heiligm Märtyrers l Er glorwürdigeHeil.Märtyrer l'antalson ist zu M- comeäin gebohren worden, seinVatter hiesse mit NamenLuttorZius, vornehm an Geschlecht, reich an Gütern, aber dem GötzemDienst sehr ergeben: Seine Mutter hiesse Lubula, Catholischen Glaubens, welche ihren Sohn noch vey unmündigenJahren in denCatholjschk Glau- t vkn unttttveift, weilen aber sie durch unerfbrschliche urtheil T z her ves yiure.s noch bey unerleuchteten Verstands-Jahrenpan- raieonis. in die immerwahrende Ewigkeit abgesordett »vor- u> den, wurde Pantaleon von seinen Vatter zu den Gölten g< Dienst angeteitet, unterdessen unteniesse puüorclttus der r> Datter?LN(LlLoni8 nichts, »vas ihm zur Erlehrnung großer d> Wissenschaften ersprießlich wäre, gäbe bahero Lu^oro u; h den Pantaleon erstlich einen gemeinen Unterweiser über, ir welcher ihn in Lesen, Schreiben, und anderen mindernWis- E senschaften unterrichtete. Mittler Zeit bey anwachsenden, le fahren, schickte er den Pantaleon zuLu^brostno einen be- ^ rühmten kieciico, damit er vonselbigen die Archney-Kunst il erlehrncnsolte» Pantaleon wäre von guten Sitten, ehrbar k im Gang und andern guten natürlichen Tugenden. Esbe- n gäbe sich aber, daß Pantaleon allezeit in die Schul gehend, il vasHaus Uermnlai eines altenPriesters vorbey gienge,unv u weilen er die auferbaullche Auffkrhrung deS Pantaleon znni Lftern betrachtete, ruffte er endlich ihn zu sich in sein Han», ft fragte ihn, werseine Eltern, und was Glaubens er seye, de- tl me Pantaleon geantwortet: daß sein Vatter ein Heyd, dem a Götzen-Dienst sehr ergeben,zu »velchen, er ihn auch anhaltt, x, seine Mutter aber wäre eine Christin, zeitlich aber von dieser d Welt abgefordert worden, jetzt liesse ihn sein Vatter der x Artzney studiren,um ihn hernach zu den Kaiserlichen Hofz» ^ befördern. Als Uermolaus dieses mit sonderbaren Scc< zz lemTrost angehöret,ssenge er an Pantaleon den CatholiftlM « Glauben auszulegen,ihm vortragend, daß Christus der Mi d der beskeund erfahrneste Artzl seye, und so er an ihn glauben z wurde, erreichter die Krankheiten, dann die erfahrneste Mr . ft ten wirdheylcnkönnen. ^ Pantaleon hörte diese Wort mit innerlicher Bewegung a Erwegte solche bedachtsam, uud sagte endlich dem alten Uel- g n-.olao. daß er auch dergleichen Reden von seiner in GOtt 2 ruhenden Mutter gehört habe, batte ihm beynebenß aus die g Erlaubnuß, täglich den alten ttermolaunm zu besuchen,dr , er dann von ihn indem Catholischen Glauben unterwiese» > h worden. Eu an- M- tw der >ffer »er, Lis- :dcn be- M bar bell V, und >UNl us, de- )em ltt, eser der Hu kee, licn Eli bcn lch liiig er- Ott die ,dr se» Eines Tags befände sich Pantaleon aufdem Feld, lraffe ungcfehr an, einen von einer ungeheuren Schlang zutovt gebissenen Knaben, weichegleich von diesen Knaben kröche; er enrsinnte sist) der Reden seinevLehrmestms, näherte sich zu den Knaben, und rüste mtt grossem Vertrauen zu GOt«, auf dem todtenKnaben, welcher alsogleich mm Leben beruffen worden, die Schlang aber nach seinen Begehren, ist an der btell todt liegen geblieben. Da Pantheon dieses gesehen, lobte er GOtt den HErm, daß er ihn aus der Finsternuß des Heydenthums, ;u den Licht des Glaubens gesuhrer, wurde in dem Glauben noch mehrers gestarker^, lauste zu den alten klermolaum, begehrte von ihn oasH Sacrament der Tauf, welche er auch von ihn erhalten, bliebe 7-ganzer Tag bey ihm, und wurde vollständig in dem Cathol,ichen Glauben unterwiesen. Nach diesenwendetepantaleon allen möglichenFleiß au, seinen Vatter puüoi-^um aus der Finsternuß desHevdcn- thumszu ziehen, setzte mit einenFrag-Stuck nach den andern an ihn, dcrVatter wurde durch diele Reden innerlich berühr M / daß er inseinen Glauben ansangtezu wanckcn. Unterdessen käme ein Blinder zum i^ntalcon. klagte ihme seine Noch,wie daß er grosse linkosten an die Artzney-Erfahrne an« gewendet, um ihme vvn seiner Blindheit abzuheifen, welche ihme aber das Gesicht noch mehrers verdorben haben, batte also ihn, weil er auch derArtzney erfahren ist, er wolle chme doch helffen. Pantaleon sagte zu ihm, der Erschaffer des Lichts, wird dir d,e Gaab des Lichts ertheilen: Nach diesen legte Pantaleon bieHand auf das Haupt des Blinden, erhebt sein Herz und Gemüth zu den Himmel, und sehet! alsogleich wurden dem Blinden die Äugen eröfnet, und glaubte an GOtt den HErrn. Hierdurch wurde auch der Vatterbewegt, daß er seine Götzen zerschmetterte, an Christum glaubte,das mehreste von seinen Gütern unter die Arme ausiheilte,und bald darauf seinen Lebens-Laufglückseelig in den wahren Glauben beschlossen. Nach den Tod des Vatters theilte Pantaleon noch das öbry KZ ( 76 ) ^ , übrige unter die Arme, besuchte die Gefangene, henkte du at Kranke, und brach te es so weit, daß alle Presthaste zu dcn ^ Pantaleon jhreZussuchtgenommen, wordurch andern eil! grosser Eintrag geschehen, Pantaleon aber einen grossen, vv Neydvon denen andern auf den Hals ihm ladete. EineZ vo T ags stunde jener Dlinde bey ihm auf der Gassen, an ivel- ^ chen alle ihre Kunst geprüffet, doch nichts ausgcrichtet ha- m den, sie stutzten darüber, erkundigen sich, wie dieserBlindt Vas Licht bekommen, und als sic erfahren / daß Pantaleon ihn im Nahmen JEjn Christi habe gesund gemacht, wurde ^ pantaleonbey denKaifer^laximiano , welcher dazumal zu ^ r^icomeäia Hvshielte,verklagt, es wurde aber dieser von 0' Pantaleone erleuchte Blinde, vor den Kaiser geführet,wel- ^ cher ihn geftaget, wie ervon seiner Blindheit seye geheylsi * worden? deme er geantwortet: durch die Händ Auslegung ^ des Pantaleon , welcher den Namen IEsu über mich Hai ^ angeruffet. Der Kaiser ergrimmte dermassen über diese Red, ' daß er ihn an der Stell enthaupten liessi , Pantaleon aber ^ kaufte den Leib von dem Scharfrichter, und begrabte ihnzn " seinem Vatter. ^ Wenig Tag hernach wurde auch Pantaleon vor denKcm y ser geführet, der Kaiser demühete sich den Pantaleon mit g liebkosenden Worten zu d en Götterdienst zu bereden,weilen x er aberbe randig verbliebe, wurde der Kaiser bedach«, ihn h durch Marter und Penn zu dem Götter-Dienft zu bezwiiu „ gen. Unterdessen wird einGichtbrdchiger vor den Kaiser h gebracht, die Götzen - Pfaffen rüsten ihre falsche Götter an, i § der Kranke aber wolte nicht gesund werden, Pantaleon ^ aber begehrte hülsvon Christo, und in selbigen Augenblick g wurde der Gichchrüchiche gesund- Dieses verdrösse die M' § nev-Erfabrne, daß sie also beschämt wurden, hielten also bey tz dem Kaiser an, er wolle den Pantaleon ans das grausamste ^ peynigenlassen. Da befähle er den unüberwündlichen Heb den an e'nen Pfah! zu binden, seinen Leib mit eisenen Ha? ; tken zu mrelsscn, velche^ glei ch vollzogen worden, und das > » Glut ssvsse aus jemem re.nkn Lud haaffig ausdie Erden her» g ß (77 1 r dir rdcn r ein ossen^ iineZ mel- t ha-' !indt leoa I Udt! alzu von wel- eylet ganz , hat )led. abcr hnzu Kai< mit ^ilen , ihn winr aisek can, Icon chlick Sich- )bry imste Hrlr Ha? !da§ her? ab, hernach wurde er mit brennenden Fackeln unter denen Seiten gebrennr llnter wehrender Marter erscheinteihm Christus in der Gestalt desalten »erwolai, löseteihnab von dem Pfahl, löschte aus die Fachein, und machte ihn vollständig gesund. Viel haben sich durch dieses ungemeine Wunder de ehrt, waximjanusaber der Kayser bliebe ver- stockt, und schreibte dieses der schwachen Kunstzu, und weilenderGrimm Klaximiani noch nicht gedämvffetwäre, befähle er in einem Kesse! Dley Ln zerlassen, und den ?an- raleon darein zu werffen. Pantaleon ruffteindieserPeyn ru^Ott, und batte, ihme beyzustchen, und alfodald ist bas Feuer erloschen, und das Dley erkaltet; viel von denen Anwesenden wurden durch dieses Wunder bewegt den katholischen Glauben anzunehmen. Der Kayser aber ist in seinem Jrrthum verharret, nnd wäre bedacht, neue Peynen auszusinnen, den unschuldigen Pantheon darmit zu quelen, ertheilte demnach Besch!, man soll dem Pantaleon einem schwären Stein an den Hach drucken, und darmit in das Meer versencken. Auch dieses ist vollzogen worden, aber kaum als Pantaleon das Wasser nur berührt, wäre Christus gegenwärtig, benähme dem Stein sein Schwere, und führte den Pantaleon Kantz unverletz an das Gestatt. Der Kayser redete den pantaleonmrt grossen Grimmen an, sprechend: du Zauberer, hast du dann auch so gar das Meer bezaubert, deine Pantaleon geantwortet: Ich habe das Meer nicht bezaubert, sondern es ist seinem Erschaffer gehorsam gewest , daß es mich nicht verschlucket hat. Nach diesem wurde er wider auf Befehl des Kaysers in den Kercker geführet. Den andern Tag gäbe der Kayser Befehl, man solledie grimmigste Löwen an den Pantaleon lausten lassen, damit sie ihn mit ihren Klauen zerreiffen/und mit ihren Zahnen zermahlen sollen. Pantaleon wurde in Thier- Garten geführt , die Thiere aus ihren Thürnen gelassen, da sie aber den pantal.on erblickten, lausten sie gegen mit grosser Sanstmuth, und legen sich zu seinen Der Kaisir kenuete sich nicht vor Zorn, befähle ^ 78 ) fahle die wilden Thier todt zu schicssen, den kanräleoa aber wieder in den Kercker zu führen. Folgenden TagS wurde abermahl panraleon vor de» Kayser geführet, der Kayser redete ilnn zu, er wolle doch! fein junges Leben verschonen, aber i'-mtaleon bliebe be-! ständig, dessentwegen aber wurde er mit eiseuen Ruthes unmenschlich geschlagen, und ist der weitere Befehlen, gangen man solle den Pantheon enthaupten. Er wurd«! demnach zur Stadt hinaus geführct, und als er auf de» RichtrPlah komen,fiele er aufseineKnye nieder,und befahl feine unschuldige Seel in die Hand seines Erlösers, die Henckers-Knecht spotteten seiner, und derScharsfrichter führte den Stretch, könnte ihn aber nicht verletzen, »von durcb sie innerlich bewegt, zu seinen Füssen gefallen, und ihn um Verzeyhung gebetten. ^-rntaleon crhebte seine Augen gegen dem Himmel, und batteGOtt wolle diese bereute Sünder zu Gnaden ausnebmen. Nach diesem wendete sich ? 3 ntaleoii zu dem Scharfrichter, und befähle ibm seinAmbt zu verrichten, welcher ihme auch das Hauptabgeschlagen. Aus seinen Jungfräulichen Leib sich Milch nnd Blut heraus, durch welches Wunder sich viel Heyden zu dem Cmtholischen Glauben bekehret. Dieses hat sich zugetragen den r? ^ulü, im«Jahr Christi;oi. als der Heil.^rcellim's im 7.ten Pabst, und Diode- tianus im I7ten. Jahr Römischer Kayser wäre. Das Leben des heiligen Märtyrers ?Lnt2leoni8 haben geschrieben, der Heil. ki-uno. Bischoff zu Eöllen, 8 u- > rius kLk-onius, und andere mehr. Der gekürte 6 LflLtta erzehlet von denen Heiligthuma des Heil- Märtyrers t'LnrLleon , daß zu i.ucc-3, einer Stadt in Welschlcmd, in unser lieben Frauen Kirch ein Glafi angefüllet mit dem Blut des Heil. 1'airtLleoll, dein andächtigen Dolck vorgezeiget wird. , So ( 79 ) leoa the» ! nrdi - 'den^ fahl > die Hier M- Ull!> Au- be- lve»- ahle upt« ioffe viel ieseL ivl. cle- 8u- wer iner Lin dein So wird auch von ernenntem Lehrer erzehlet, daß das Viut diese» Heil. Märtyrers, welches zu Karl in üen zu Neapel, in der Kirchen des Heil. Sev^ri, und zu Nom in der Versammlung des Heil, i'kilippi 8eri auf- behalten wird, Jährlich an seinem Heil. Fest-Tag anfangt aufzuwallen, als wann es erst aus seinem Heil. Leib Ware geflossen gewest. Der Heil. Märtyrer Pantaleon, ist ein sonderbarer Nochelfferi« Kranckheiten, auch deren verstockten undun- bußfertigen Sünder. Das Leben des Heiligen Märtyrers ^ErKayseEaxlmianus entschlösse sichzu Ehren s.ines Mit-Regenten des Kayscrsviocleriaoi ein herrliches Lust - und Bgad - Hauß mit grossen Unkosten auszubauen, damit aber die Unkosten in etwas er- spamkönnten werde«, liesse er alle Christen in Nom zusammen fangen, und ertheilke den Befehl, daß sie Sand, Stein und andere Dau-klaterial en sollen zusammen tragen. Diese alle wurden von einem reichen und mit- leydendenMann mit Nahmen lürzfon, unterhalten,welcher ihnen die Speisen durch 6xrircum,l.arc;um und ^marLZcium täglich überschickte. Als solches lUarcello dem damahls regierenden Pabft zu Ohren kommen, belegte er ein sonderbahres Wohlgefallen darob/ und wei- hete O/riacum zum Oiaccw, und ermahnte ihn in diese« Mgcfangenen guten Werck ferner» fortzufahren. Diese» aber taurcke nicht lang, dann LyeiaLu? wurde verlachen, und mithin samt seinen Gespannen;» selbiger Arbeit an- Sehalten;er bezeugte darbey nicht allein einen grossen Mß, sondern ein vergnügtes fröliches Gemürh, und half- ß einen alten ausaearbeitclen Mann mit Nahmen 8a- Uuraiaur, seinen 'Last tragen. Da aber solches der Kay- o r 8 V ) M Kavser erfahren, ließe er ihm in ein finstere Gesanglich sic.. werffen. Es tragte sich aber zu durch unerforschliche llr- heil des Himmels, daß ärremiL des Käufers Oiocleri< sni Tochter vsndem höllischen Geist besessen wurde, dieses grenze ihrem Vatter sehr zu Herzen, wolle, könnte ihr ober nicht helffen. Unterdessen läge (^riLcvis indem Km eker,von jedermann verlassen, ausser daß einige Christ« heimlich ihme die nothwendige Nahrung brachten, ärre- ri- iL wurde mittler Zeit täglich mehr und mehr von den bösen Geist geplaget. Als einstens ihr Kayferlicher Hen Vatter in ihr Zimmer träte, fangte der inwohnende W Feind an aus den Leib ^reemise über laut zu schrei)en; c» seye dann, dasC^riacu; der v-acon daher komme, so weicheich nicht. DerKayser erschracke über diese Wort, m theilte abergleich den Befehl, ^riacum ans der Gefäng- nuß abzuholen; da er nun vor dem Kayser gebracht will« de, batte er ihn, seine liebe Tochter von diesen höllische» Gast zu befreyen. Der H.Mannerhebte sein Hertz und Gemüth gegen de» Himmel, verrichtete zu GOlt sein evfriges Gebett,und befähle dem höllischen Geist, im Nahmen JEsu Christi den Leib ärten j-*? zu verlassen, und siehe, unverzüglich ist er darvon gewichen, ^rremia wurde innerlich vo» GOtt erleuchtet, liesse sich von OyriLco in Glauben unterweisen , und emvfienge von ihm in Gegenwart ihrer Frauen Mutter ^n?ustse (welche auch heimlich eine Christin wäre) das Heil. Sacrament der Taust. i;inc-let,'LN"8,ob er schon ein grausamer Christen- M- folger wäre, erkannte doch diese Wohlthat, und scheucht iscn ein Hauß zu Rom, verschaffte ihme auch dir nothwendige LebcnS-Mitteln, und versicherte ihn seiner KavserlichenGnad. Dieses Wunder aber, daß eyriacur die Vanzerl. Prinveßin von den bösen Feind befteyet, wurde allentbaiden au^gebreitet. Uber ei" Zeit schickte der König in Persien zu viocle- rix'-^ausNom einen Bottschaffter, welcher in seiner Verrichtung hatte, e^riacum beyernennten Kayser auA- bit- bu Pl hl, ter di> S« c, un m, kei srr un au Vl alr da Fr de, ktl! in ric H w- kü ist all un G lv ui kitten, damit durch sein Hand - Auslegung die Königlchr Printzesin von dem bösen Feind befteyt werden könnte. Der Käufer ttaqte dieses eyrisco vor, welcher sich;« dieser Reyß willig erzeigte, und obschon der Bottschaffr teribme Pferd und Wagen angetragen, verachtete er doch dieses alles, sondern nähme ein Stab in die Hand, und gierige bis an das Orth / da sie zu Schis gesessen scynd, cyriäcus käme glücklich an dem Persianischen Hof cm, und als dessen der König verständiget worden, gienae er ih- me entgegen, empfangte ihn mit grosser Freud und Höflichkeit, und batte ihm sein Tochter Dobian» von dem bösen Geist zu befteyen. Cvriacus verrichtete mit grosser Andacht fein Gebett, und legte mit grossem Vertrauen zu GOtt sein Hand auf das Haupt der Kön.Prineeßiu lobiL,befähle dem in* wohnenden höllischen Geist im NamenIEsu zu weichen,und alsbald wurde lodis von diesem Müschen Gast befteyet, darüber bey dem Königlichen Hof ein unaussprechliche Freud entstanden, das Volk aber wäre begierig diesen wun- derthätigen Mannmschen, darnach predigte eyrircu? eia kmtze Zelt bey dem König!. Hof den Catholischen Glauben, in dessen Geheimnuffen er die erledigte Princeßin unterrichtet , und hernach auch getauffet. An demselbigen Tag empfienge durch Oyrlscum das H. Sacrament der Tauf, der König, und die Königin, nebst vierhundert und zwanzig Personen, welche allesam, wentlich GOTT lobten , daß sie von e^riaco in de« Liecht des wahren Glaubens seynd erleuchtet worden. Der König wolle sich danckbahr erzeigen, ftbenckte Frisco viel Gold und Silber, aber der Heil. Mann verachtet alles dieses, und sagte, daß er die Gnad Güttes nicht ums Geld verkaufte, sondern theile sie aus nach de« Glauben. Er vergnügte sich auch mit Wasser und BroV lv seiner Lebens - Unterhaltung. Uber ein kurze Heit beurlaubte sich eyrircus von dem König, und verfüqtesich Wer nacher Rom, als er daselbst ankommen, übergah L er KZ ( 8- er den Königl. Brief, dem Kayser oiocteciLno, welcher ^ ihme gar freundlich empfangen, ihme das vorhero geschenkt , te Haus wieder einraumen lassen, in welchen er n.u jtv , nen Gewännen i.Ll'f.o, und 8ckw2l Ltzöo, mit Wachen, I tzasten und Betten, feine Zeit zugebracht. , Zwey monath hernach ist der Kayser vlocletiLnus in j die Morgen- Länder abgereifet, die Regierung aber zu Rom feinen Mit - Regenten dem Kavfcr öiaximlLno , übergeben, welcher seine Grausamkeit wieder die tzchristen ! < alfogleich angesangen. linier vielen andern Christen.iesje i ! er auch Q/riacum gesanglich einziehen, se.biqen an gan- I zen Leid entblössenund zum Spott und Gelachter deS i ganzen Römischen Volks vor seinen Kaiserlichen Wagen ' Schleppen, yernach aber in einen finstern Kercter werfen, l in welchen er Tag elendig gelegen, anbey aber GOlt ohne unterlaß angeruffen, ihm in dieser Peyn zu stärken. Darnach Übergabe der Kayser (^riacum dem Stadt- xfleger carnisto, dieser liesse ihn vor sein Gericht bringen , wendete allen Fleiß an, ihn zu der Götter - Dienst zu bereden, weilen er aber mit Oyrrrco nichts ausrich- ten könnte, befähle er Pech;n zerschmelzen, und e^ri^co über das Haupt zu giessen, diese Marter üdertragte cyris- cus mit grosser Gedult, und männlicher Standhaftigkeit, und lobte GOtl, daß er gewürdiget worden, aus Liebe ^ gegen seinen JEsum etwas zu leyden. Da der doßhafte Stadt-Pfleger gesehen, daß er ey* riacum nicht zu der Götter r Dienst bereden könnte, und > unüberwündlich wäre, wurde er doch auf neue Mittel - bedacht, Lyriacum von den Latholischen Glauben abwendig zu machen, erhielte demnach den grausamen De- ^ fehl , e>riacum an ein Folter - Danck zu legen, seine Glieder unmenschlicher Weis auszuziehen, und seinen Leid mit bleyenen Kolben zu zerschlagen, welches auch gleich werkstellig gemacht worden' Unter dieser Penn, schreyte der standhafte Märtyrer ohne Unterlaß zu GOtt, sprechend: O IEsu erbarme dich meiner, und seye mjx gnä« > gnädig. Die starke Hand GOttes ist auch von ihm nie maiens gewichen, sondern also kräftig beygestanden, da» er diese Marter mit Heldenmütiger Gedult übertragen- worüber sich der Richter nicht wenig entsetzt, und sol* ches dem Kaiser retLximisno angedeuket, welcher befohlen, eyi-iacum zu enthaupten. Darauf wurde, der tapf- sere Held vor die Stadt auf dem Richt-Platz geführet. und nach vollbrachten Gebell, und empfehlung seiner Seel in die Händ des HErrn, enthauptet. Sein Heil. Leichnam wurde von einem frommen Priester )c»3nn^ heimlich begraben, den is. Tag Martii, so sein Mare ter-Tag gewesen, hernach aber i^arcello dem Römische» Pabft, und einer frommen Frauen, den 8. August» von dem vorigen Orth in einen Freydhof auf de» Weeg Ostir übertragen, dessentwegen auch sein Jährliche Gedächtnuß an diesem Tag in der Catholiichcn Kirchen gehalten wird, eyriacus litte in dem Jahr Christi ;o6. im zweyten Jahr des Papstthums des Heil. Papsts r^arcelli, der auch hernach gemartert worden, und im letzten Jahr der Regierung des Römischen Kay fers Nax!- rruLni. DaS Leben des Heil. Märtyrers 6>riaci, haben geschrieben, der gelehrte Cardinal karoni. I.LU- reurius 5uriu8, ?errvs und andere Mehr. Der gelehrte erzehlet, wie daß der Stab des Heil. 6/riLcj, welchen er aus seinen Reisen gebrauchet, rin sonderbare Kraft habe, die Kröpfe und dicken Hälse zu vertreiben. Eben ernenntet' bezeuget, daß als einstens der Heil. Abbt Sylvester auf Rom komme«, und daselbst die Heil. Orther mit einem großen Dom Herrn de, suchte, kamen sie auch in die Kirchen, wo das Haupt des Heil. Märtyrers ^yriaci anfbeha'ten wird, er begehrte es zu verehren, nnd als ihnen das Heil. Haupt vvrgezeigt »vurde, verrichtete erdasGebett, nähme eK in die Hand, und siehe Wunder, alsvdald sienge an das . F r Heil. -4 ) Heil. Haupt frisches Blut zu schwitzen, darüber alle GOtt gelobet, und gepriesen, daß er seine treue Dieurr vor der Weit also herrlich machet. Der Heil. Märtyrer eyrjLci:8 ist ein sonderbarer Rokhhelfer in allen Nöthen, und Detrüdnussen. Das Leben des Heil. Abbts L 6 I v II. l Er glorwürdige Abbt , ist zu Athen in Griechenland von Königlichen Geblüt entsprossen, sein Herr Vatter 'rkeoci^rus, und fein Krau Mutter waren ein Deysviel aller Frommkeit, deren erste Sorg wäre, Loielium gleich bev autzeben- den Verstand zu der Foicht GOttes,und anderen GOtt» seeligen Tugenden anzuhaiten, m denen auch Lziöms täglich mehr und mehr zuaensmmen, sonderbar wäre er de» neu Werken der Barmherzigkeit ergeben, welche ihm da» tzen verleitet, daß er alles / was ihme von seinen lieben Eltern zu einer Ergötzung gegedeu worden, unter dieAr- rne ausgetheilet. Einstens hielte ein armer kranker Mann um ein Allmosen an, und da er nichts bey sich hatte, zöge er seinen OberrRock aus, und gäbe ihn dem Prest- basten, dieser legte ihn an, hat aber zugleich mit dem Anlegen die erwünschte Gesundheit erhalten. Rachdeme seine liebe Eltern in die immerwährende Ewigkeit adqefordert worden, theilte ^iclius daS Gcld unter die Arme, die liegende Güter aber verschafte er denen Kirchen, damit er also an nichts Zeitliches arischest, seinen Seelen r Hey! desto süßlicher abwarten könte. Der Allerhöchste machte in ganz Griechenland durch vielfältige Wunderwerk scheinbar und herrlich, ivor- durch er bev allem VM in großen Ruhm kommen. Wei- W ( 85 ) ZU Welten aber U8 förchtete, ec möchte durch dic- scn r^uhm dcs Volks zur Hoffart ange ühret «erden,ent- schroffe er sich Griechenland zu vermffeu, und sich in ei» andres ra V zu begeben. Er käme an das User de- Ä»le> r«, fände daselbst e n in Frankreich abscegieudes Schis, balle die Sechs r Leuch ihn mit sich zu nehmen, dessen sie sich gar nicht geweigert, sondern in sein Bin gar gen» eittgetvillrget. Ars sie einige Täg fortgesetzter, käme» sie in die Stadt Marsilieu. von dannen gieoge Ltzi- s auf ^eles. daselbst er von einer frommen Wltt« stau bcherberget worden, diese hatte eine Tochter, weiche Z. Jahr krank gewesen, und alte augewendte Artzncy an, ihr stnchtioß abgeloffen; L?,iclivs aus Mirlevden bewegt, verrichtete zu GOtt seineyfrigeß Gcbctt, baltc um die Genesung dieses Weibsbilds, und "sehet alsobald ist diese Kranke frisch und gesund aus ihren Bett aufgestanden. Dieses Wunder wurde allenthalben ausgcbceitet, blß r- dem damaligen Bischof / dem Heit. Q-sario auch zu Ohe ren kommen, welcher um L^istium geschickt, ihn freundlich empfangen, und bis an das dritte Jahr dcy seinen» Hof behacken, weilen aber Frommkeit allenthalben ausgebreitet wurde, besorgte er sich auch allda, daß ihm durch diesen Ruhm nicht etwanu der Anlaß gebe» wurde zur Hoffart. Er beurlaubet sich von den Heil. Bischof, und verfügte sich in die wilde Einnöde, fände in sotblger einen frommen Einsiedler mit Namen vero- 6 mu8, bey diesen hielte er sich ein Zeitlang auf, übte sich mit ihm in grossen Strengheiten, machte viel Wun- derwxrk, tzardurch er abermal bey den Volk in großes Ansehen kam /^irses wolle -Eziäius keineswegs grvulten, beuriaudete sich dahero von diesen Einsiedler, und begäbe sich in eine tieffe Einnöde, in welche kein Mensch pflegte tu gehen, wohl aber ein Anzahl der wilden Thiere zu staden wäre. Alda fände L^iclius eine bequeme Höle, welche er für seine Wohnung auserwählet, nicht weit davon war, T r «m Ws 86 ) W ein frischer Brun «Quell , darob dann ^iöius sich sehr erfreuet; avhier führte er in menschlichen Leib, ein En- tzlisches Leben, seine beste Speisen waren die Kräuter und Wurtzeln, sein Trunk das Wasser, sein Ligerftatt die Er« den, sein Kleyd ein Härener Buß-Sack. Es sorgte aber derAllerhöchste vor seinen treuen Diener Hhickium, und Hesse geschehen, daß täglich ein Hirsch - Kuh besuchte, mit dero Milch er seinen ansgemerkleten Leib in etwas erquickte. Es begäbe sich aber, daß Lloclo- veu§ König in Frankreich, in selbiger Gegend ein Jagd onstellte, Die Jager suchten auf das Gwild, troffen an Die Hirsch - Kühe Lxiclii, welche sich mit Lausten zu -schülM suchte,und eylete zu der Hohle Htzickü, der Iä- Her spannt den Bogen, last den Pfeil abstregen, und da er die Hirsch - Kuh zn treffen vermeinte/ hat er den im Gebe« begriffenen Sziclmm getroffen, und verwundet, der Jäger mit anderen Gespännen, denen auch der Kö» rüg nachgcfolget, eyleten zn der Höhle, fanden aber Htzi- «lmm den Heil. Mann in seinen Blut da ligen, und »veilen der König an ihm etwas ungemeines gefunden, »varffe er sich zu seinen Füssen, und batte ihm um Verleihen : deme ^Szickius gar gern verziehen; der König wolle durch seinen Wund-Artzten .Vßiäio seine Wunde« verbinden lassen,welches er aber nicht zugelaffen, sondern Ach allein auf die Barmherzigkeit GOttes verlassen, Der König unterliesse nicht, Lzickium öfters mit den Bischof zu besuchen, hat ihm auch viel Geld, und seine Königliche Gnaden anerbotten, welches aber L^iclius memalens angenommen, jedoch beredete er den König dahin, daß er in selbiger Wildnuß ein Kirchen und Kloster Kebauet, in welcher er viel gottseelige Männer gesamm- tet, von König und Bischofzum ersten Vorsteher ihnen vorgestern, und zum Priester geweyhet ist worden, damit er desto besser seinen Untergebenen hat vorstehen können. Von der Zeit an schreitete Lxiäius von einer Tu* gend zu der andern, führte durch seinunsträstscheu Lebens- Wan- I Wa.'del se.ne untergebene Geistliche;u Venen auserleßne- stcn Tugenden, bekehrte viel verstockte und unbußfertige Wunder, wneckte herrische Wuaderwerck / wordurch .L^i- rob und Ruhm in ganz Frankreich erschollen. Der Hcon g schiate zu ihn einen Gesandten, er wolle sich zu chm nacher Orleans verfügen, damit er seines geistlichen Gesprächs, geniesten könnte, und fein unruhiges Ges I wissen in Ruhe htzen, us machte ch a.sdaid auf, j käme zu den König, ermahnte ihn seine Sünden zu vnchten, svnderbahr jene zu entdecken, weiche er lange Jahr verschwiegen hat. Der König folgte seinen Rath, dereuete feine begangene Sünden und Müsserhaten, dankte Lg äio, und entliesse ihn auf sein inständigstes Bitten wrederum in fein Küster. us hatte eine lange Zeit eine grosse Degierd nach Rom zu gehen, daselbst die Gräber der Heil Avor l^.ln anderer ^eu gen zu besuchen, und mit dem Rö- vufchen Statthalter Christi die Angelegenheiten seine- ClosterS abzuhandien. Er begabt sich aas die Reiß, und als er zu Nom angekommen, wurde er voa den dama- lens regierenden Paft QelLiio den Ersten, gar freundlich empfangen, und als er daselbst seine Geschäften giück- seeltg verrichtet, beurlaudete er sich von den Papste«, welcher ihme zrvey schöne Thör zu seiner Kirchen schenkte, clius lieffe sie in den Tyber- Fkrtz werfen, jederman» lachte ihn aus. ^s^ms begäbe sich auf die Reis iu fern Kloster, unter Weegs weckte er des Fürsten zu 8e- wo § todts-verbNchenen Sohn zum Leben auf, und als er m ft'N Kloster kommen, sagten ihme seine Geistlichen, daß auf dem Fluß Rhodan zwey schöne geschnitzelte Thöe VFer geschwummeu, «näius dankte GOtt um diese Wohlthat, und lieffe sie auß dem Fmß heraus heben, in fern Kloster bringen, und zu der neu-erbauten Kirchen anwenden. ^ickur führte fort und for einen gottseeligen, und unurastichea Lebens-Wandel, und sagte vor, aus Prophetischen Geist, daß sein Kloster von denen Feinden bald F 4 Lei- ( 83 ) nach seinen Todt werde verwüstet werden. Bereutete sich darauf zu einen glückseligen Abschied von dieser Wett / ermahnte seine Untergebene Geistliche zu der Liebe GDt- teS, und des Neben-MensibenS, und entschließe seeligin dem HErrn den i. Herbstmonat im Jahr Christi ei4. als 8ymscüu8 ein geborner Sardinier, der hernach auch ln die Zahl der Heiligen gefetzt worden, daß letzte Jahr die Catholische Krrch verwaltete, und ^nallLlius bereiste dem Kaiserthum IN Orient zu Loattsatiaopel im re. Jahr vorstunde. Das Leben des Heil. Abbts Lßiöü haben geschrieben der gelehrte Cardinal Oselar Naronius, Vincentius ke- lonrcenlis, Petrus äe aLtalibus » der Ehrwürdige Leäs. und andere mehr. Der Leib des Heil. Abbts Lzici;; ,rnhet zui'ololL in der Ertz-Bifch-stichen Kirchen im Königreich Spanien, und leuchtet daselbst mit vielen Wunderzeichen. Der Heil. Abbt Leiäms ist ein sonderbahrer Noch- Helfer derjenigen verstockten Sünder, weiche sich scheuen, mit unfehlbare» Untergang ihrer Seelen, ihre Sünden zu beichten. Das Leben des Heil. Märtyrers ^Er Heil. Märtyrer pnürclrius wäre rin tapfferer Kriegs - Held, und zwar wie der gelehrte Geschicht- Schreiber der Cardinal karanius bezeuget, so habe er tapffere Kriegs-Dienst geleistet, unter denen Käufern I'lto VelpLlirno, welcher Jerusalem hatte belagert , unter dem Kaiser rlavio vomiciano , unter dem Kaiser Xerva Ooccio , und unter dem Kayser Vulpio I'rsirno, und ob er!schon dem Götzen -Dienst sehr ergeben aewest, wäre er doch andern Tugenden, tzmt seiner Ehe-Gemahlin i'Keopiür, und seinen zwey Söhnen und Ibcoxiüo sehr besiieffen. Die- Z l «y ) Dieser i- ukackrus, welcher vor empfangener H. Lauf- plrciclus genennt wurde, Ware ein sonderbarer Lisbhabek des Jagens, und als er die sichere Nachricht erhalten, daß in eiuen gewissen Wa d ein grosse Anzahl deSGewüds sich aushielte, gäbe er denen Jagern Befehl, zu einet ansehn« lichea Jagd alles werksiellig zu machen. Alles wurde auf ergangenen Befehl fertig, Luüactiiur samt vielen andern Mgenoffenen und Bedienten setzte» sich zuPferdt, ritten in den Wald, verfolgten das Gewild. Unter andern wurde" kuÜLcin s eines Hirschens von ungemeiner Grösse ansich« tig; er fönderte sich ab von seinen Leuchen, verfolgte den Hirschen, spannte den Bogen, wolre den Pfeil abdrucken, vnd siehe, der Hirsch machte einen verwunderlichen Sprung Vereinen hotM Felsen, und der gecreutzigleJEfusiieffe sich zwischen denen zwey Hirsch -Gewevhen sehen, und re« bete ihn folgender gestalten an: klacks, (dann also wäre sein Namen im Heodenthnm) warum verfolgst du mich? rlaciöus von dieser Stimm gleich als vom Donner« Key! getroffen, fiele von dem Pferd, warft sich auf sei« Angesicht, und fragte: OHTrrwer bist du? Christus antwortete ihm: Ich diu Christus JEsus verwahre GOt« trS Sohn, der dich und das gesummte Menschen-Geschlecht durch den schmähsichsten Todt des Creutzes, von dem ewigen Tod erlöset, aber gehe in die Stadt, frage nach den Priester der Christen, lasse dich in dem wahren unterrichten, hernach korm Glaube« ch komme daher, so will ich dir sagen, was du um meines Namens willen, wirst levden müssen. LuüLcKius wurde innerlich beweqt, fetzte sich wiederauf mn Pferd, und ritte nach Haust ,er;ehlte auch gleich bey srin ersten Eintritt in das Haust seiner lieben Ehe«Gemah« »n, was ihm wunderwürdiges auf seiner gehabten Jagd widerfahren seye. Seine Frau hörte dieses mit Freude« jn, gäbe ihm aber zn verstehen, daß sie die vergangene Nacht ein gleichen Traum, wegen Annehmung des wahr km Glaubens gehabt hätte, dahero saumeten sie nicht, mdern suchten auf den Priester der Christen , ließen sich F 5 von c yo) von ihrne in dc» tzathou,chen allein seeugmachenden Glauben uyterrichten, und erlangten von ihme, sie bcedk, samt ihren zweyen Söhnen und das heilige Sacrament der Tauf. Luirackius erinnerte sich der gehabten Erscheinung, dahero bliebe er nicht lang zu Haus, sondern verfügte sich wiederum an daSOrth, wo er Christum gesehen,er wach sich auf seine Knye nieder, bietet sich daselbst an zu allen wldrigen Zufällen, verspricht seinen Willen mit dru Willen GOtteS, nach menschlicher Schwachheit, ieder Leit zu vereinigen. Christus erscheint ihm übermal, sagl- ihm vor, daß er in kurtzer Zeit um alles das seinige km men, nndgaran den Bettel-Stab gerabtenwerde. Lu- ÄLcbiur, nach vorbeygangener Erscheinung, stunde all! von der Erden, begäbe sich nach Haus mit grossen Troi! seines Herzens, erzebtete alles umständlich seiner liebste» Ehe-Gemahlin, welche auch verspräche, in allen und jeden ihren Willen mit dem Willen GOttes zu vereinigen. Bald darauf entstünde unter ihren Bedienten ein giftige Seuch, durch welche alle hinweg gerissen wurden, von denen Menschen käme es auf das Vieh, dessen sie alles auch beraubt seynd worden. Letztlich entstünde in ihren Häusern und Mayr r Höfen ei» entsetzliche Feuerk Brunst, durch weiche sie aller ihrer Sachen ftonb beraubet worden. Dieses gienge Luttackio, undseiner Frauril Ehe-Gemahlin zwar sehr zu Herzen, jedoch, wüsten sie sich in daS von ihren GOtt zugeschickte Creutz meisterlich zu schicken, weilen aber daß gesammte Volck zu Rom auf fit mit Fingern weistte, entschlossen sie sich samt ihren Ki», dern diese Stadt zu verlassen, und in Egypten zu reiseu. Sie brachen demnach von Rom ans, und als sie Meer kamen, batten sie den Schismeister, er wolle in Ansehen ihrer Armut sie ohne Geld mit sich kommen lassen. Der Schismeister aber, ein unbarmherziger Mann, wolle sie nicht erhören, sondern nähme 'rkeooistrm dir Ehe« Eh kl stai sih cki MV lU de> rv mi sio de> ivc zu eri mi ist st< G bk a « lau-! !ve, llo» arsr aide» der agl- ku- aus M »steu »jo eiui' )en, ca!- - aih- ltich rau- M, -si- hjl»! lfj-k! Ei»/ ist».' e i» last lNN, die l< _M ( y! ) W_ Ede-Gemahlin Lutten mit sich in das Schis, und verliefst k' 5.?.ckium mit seinenzweyen Söhnen an dem Ger statt des Meers. Diesen Streich empfände LuüLcKiur sehr schmerzlich, mare doch nicht so groß, daß er Luüa- ctui unüberwündlichsss Gemüth zu Doben zu werffen ver- mögle. Er gienge fort mit denen zweyen Kinder«, und käme tu einen breiten doch nicht gar tieffen Wasser, daseibft «ölte er mit seinen zweyen Söhnen den Fluß durchwaten, könnte aber nicht beede auf einmal regieren, daher ro verlieffe er einen an Gestatt des Flusses, und gienge mit den andern fort, da er schier ienseits des andern Ge- stattß kommen, müsse er ansehen, daß ein grimmiger Löw den auf den Gestatt verlassenen Sohn hinweg getragen, er wäre voller Btrübnuß, oemühete sich doch diesen Sohn zu erledige», verliefst dahero diesen letzten, und lauste dem ersten nach. Da er abcrmal herwärts des Flusses wäre, wüste er ansehen, daß der erste Sohn von einem Wolff ist hinweg getragen; da empfände nun Luttackius Hertz- stossende Traurigkeit, welche aber sein unüberwindliches Gemüth zu keiner Verzweiflung, oder Mißtrauen auf GOtt bewegen könte, dahero auch der Allerhöchste beschlossen, ibme diese Traurigkeit in unaussprechliche Freuden zu verwandlen, immaffen sowohl seine beede Söhn, als auch sein liebste The-Gemahlin beym Leben geblieben, wie besser unten weitläuftiger wird zu lesen seyn. Weilen dann Lvüackius sähe,daß er seiner liebsten Ehe- Gemahlin, und lieben Kinder beraubt ist worden, verdingte er sich in Egypten bey einen Bauer für einen Knecht, und diente daselbst in Bitterkeit seiner Arbeit, doch mit vereinigten Gemüth mit seinen GOtt, siebenzrhen sanier Jahr. Nun begäbe es sich , daß dem Kaiser l'raiLno seine Dölcker in Morgenland untreu worden, und weilen ibm die Kriegs - Erfahrenheit Lustackü bekannt wäre, die er »schon _ vet^tl no HetdcnmW erwiesen, wendet r allen Fleiß an, auß»-! suchen, welcher auch in Egypten bey einen Bauern gesu»'! den ist worden. Dieser wurde nach Rom überorachr,W dem l'rLjLno hösi ch empfangen, und der ganzen Kaiser« lichen Kriegs r Armee a!s Obrister vorgezetzt. Er ruckte mit seinen Unterhabenden Leuthen von Nom, gienge in die Morgenländer, farrgte den Streit mit selbigen Völckm an, erhielte den Sieg, und brachte scchige mithin wieder unter den Kaiserlichen Gehorsam. Unter eben dieser Kaiserlichen Kriegs-Armee, wart« auch seine deede Söhne s.Md rkeo^.ttu5,m»: als diese zwev, durch unerför.chliche Schickung GOllk^ zusammen kommen, erzehlten sie einander ihr^erkommeii! letztlich erkenncten sie sich auch theils aus Antrieb der Natur , daß sie leibliche Prüder wären. Dieses erschallen in den ganzen lager als ein wundersamme Begebenheit, bis cS endlich zu denen Ohren des Feld-Obristenö lukr- eku kommen, dieser lieffe Herde zn sick) beruffcn, und er- kennte ste aus allen Umständen, daß sie seine leibliche Söhne wären. Es erschallete dieses Gerücht in seidiger Gegend, bis endlich i'KeopiüL, welche dazumahl unweit des Kaiser!. Lagers bey einen reichen Edelmann diente, dieses in Erfahrung gebracht. Sie lauste in daS Lager, erkannte alsogleich ihren Ehe »HerrnKuüLckiuw, und ihre beede Söhn, welche auch von ihnen erkennt ist worden, darüber nicht nur zwischen ihnen, sondern auch unter den aesammten KrirgSrDslck ein allgemeine Freude und Iu» brl entstanden ist. WenigTaghernach brachte kullrckms mit feiner gam zen Armee auf, und zöge gegen Rom, unterwegs aber mm ste er erfahren, daß der Kaiser i'rLjrnus das Zeitliche mit dem Ewigen verwechslet habe, und äöriLnu8 jhme in den Reich gefolget ist Als er nun auf Rom kommen, wurde er von den Kai» ftr freundlich empfangen, des andern Tags befähle der Kaiser, Lullackiur solle in den Tempel des Abgott ^rs (. yz ) k Miliz esu»' uckti nbit cken M- att« Ull» )ttt§ ikll! Nü- llekt eit, ittr- en ^h- Ge< >vcik ttt, ger, )ih< >e», den Ju< ;an> mü< mit den ^ai» der arr ) sich begeben, daselbst ihme wegen des erhaltenen Siegs Dank sagen. W 6 aber k tta-chius sich höftich entschuldigte, vorgebend, er hatte dem unsterblichen GOtt des» smlweaen Dank qesigi; wurde er *uf sein Befehl samt jriner Ebe-Frauen/ und beeden Söhnen gesanglich einger Mn, und in ein finstern Kercker geworfen. ^clriLuus der gravjame Tyrann licffe sie eine lange Zeit in den Kerkerdurch HungerundDnrstquälen,weiien er der Ho nung wäre, sie hierdurch ;n der Götzen-Dienst zu be« wegen, als cr ad^r in seiner Hosnung sich betrogen zusevn b-landr, eclhesttc er denDcfthl, Lustacliinm jamtseiner Ebr-Frauen, und beeden Söhnen den hungerigen Löw n siilmwe. scn, diese aber warffen sich zu ihren heiligen Füft sm, und erzeigten sich ganz sansimülhig. Uber dieses wurde der Kaiser ergrimmt, de adle sie abermal in de» Kttrker zu werffen, unterdessen erthielte er den Befehl, ri- neu grossen Slehrinrn Ochsen zu giessen, als dieser fertig worden, Nesse er kuttaclimm samt seiner Ehe.'Gemahlia Ad beeden Söhnen vor sich kommen, zeigte ihnen den Ochsen, sagte ihnen, daß, wofern sie denen Göttern nicht Wrn werden, wolte er sie insgesamt in selbigen einsper« km, und mir unter gelegten Feuer ganz langsam bratten Wn Aber friürctuus samt seiner lieben Gesellschaft, viche beständig bey dem einmal angenommenen wahren vl 8imon lVletLvbrLÜe8 , ?errn8 P ibL^eilel'rL,' und andere ^ mehr. Der reib des Heil. Märtyrers r.uttrckü ruhet is I mä der Stadt Rom, und ist ihme daselbst eine herrliche KirÄ l leb gebauet worden. kec! Der gelehrte b^rrrr fehlet, wie daß in ei» m nem Flecken unweit von Neapel, in einen Glaß das Mt j At des Heil. LuliLcKn aufbehalten wird, welches jährlich aa ^ W seinen Heil. Fest-Tag pflegt aufzuwallen, und ganz flils- dir sind wird. far Der Heil. Märtyrer Luttackiu8 ist ein sonderbahrer de, Helfer in denen TodS-Nöthen. j me ^ nii Das Leben des Heiligen Bischofl, und Märtyrers « 010 ^^ 511 . lEr Heilige Bischof und Märtyrer vyonMus ist!» Athen einer vornehmen Stadt in Griechenland von edlen und reichen Eltern gebohren, und weilen er vortrefiiche Naturs - Gaaben besessen, wendete er selbige zu denen Künsten an, durch welche er so weit kommen. Laß er unter vielen andern würdig geachtet worden zu ei» nen Richter zu Athen erwählt, und vorgesetzt zu werden. Er reifete in dem fünf und zwanzigsten Jahr seines AI» ters, in Egypten, eben um dieffelbige Zeit ist Christus der Welt-Erlöser zu Jerusalem am Stammen des Creu» tzes todts verblichen, darüber dann die Sonn ihre Strah» len eingezogen, und ein dicke Finsternuß den ganzen Erden-CreiS bedecket, dieses erkennte oion>üu 8, welcher ohne» nei ivi bei A, de»! ohnedem der Stern-Kunst sehr erfahren wäre, alsogleich was übernatür.iches zu seyn schreyete dahero überlaut auf. limveders leybet der GOtt der Natur, oder das ganze Welt - Gebau wird zusammen fallen. de« :t i« irÄ ei» bau ttüs- hrer sS, Von dannen kehrete er wiederum nach Ahten, und ver«. mahlete sich mit einer edlen Tochter Namens OLmaris» übte in der Gemeinde mit solcher Beförderung der Ger kechtigkeit, daß er von jedermann geliebt, und geehret wurde. Zu dieser Zeit käme der Heil. Apostel Paulu8 »ach Athen, willens daselbst diesen Ungläubigen Votck daS Wort GOttes zu verkündigen, er gicnge eine Gassen auf dir andere ab, besichtigte ihre GötzemAitär; unter andern fände er ein Altar, auf welchbu die Worte geschieöen stunden: Dem unbekannten GOtt. Hierdurch bekäme Paulus Gelegenheit ihnen diesen unbekannten GOtt, nämlich den Erschaffer Himmels und der Erven zu verkündigen / und ihnen zu erweisen aus der Überschrift, daß iener der wahre GOtt seyc, welchen sie unbekannter Weis änderten. Nicht lang hernach wurde der Heil. Paulus wegen seiner "tuen Lehr ins ärnpAyum (welches ein sonderbarer Ort, wie bev uns das Rath - Haus wäre) gefordert, daselbst denen Richtern und übrigen Raths-Herren, Red, und ft;» Antwort wegen seiner neuen Lehr zu geben ; hierdurch von gewinnte Paul s abermal Gelegenheit, dem gesammten n er Rath zu erweisen, daß sie den wahren GOtt durch die- bige sen unbekannten GOtt anbetten. Der bestimmteTagkar ien.' vie herzu, Saulus erscheint? vor dem Gericht, er erweis l ei» i sete in Gegenwart des ganzen Raths, daß dieser ihnen den. unbekannte GOtt der Erschaffer Himme s und der Erden O De: Zum Beschluß sagte er ihnen, etwas von der allste Meinen Auferstehung des gesummten Menschen - Geren» Mechts, und daß wir alle vor den göttlichen Richte? rah» «erden erscheinen müssen. Drei aus ihnen trieben aus Zr» diesen Reden ein Gesvött, viel aber unter ihnen wurde»! Ichtt i AMi ch bewegt, daß sie anfangen an den wahren, GOtt zu _M s ys ) KO ^ glauben, unter denen l)ron/Ku8 und seine The r Fra« , vLMLris die vornehmste und erstere wäre. Diese hienge» ' «nablaßlich dem H. Apostel Paulo an, liessen sich von ihr , me in den Christlichen Glauben unterrichten, und ein- xsiengen von ihme das Heil. Sacramem der Tauf, und weilen Oion^lius in der Forcht GOttes nnd unsträsiicht» ^ Lebens rWandel zugenommen, wurde der Heil. ?aulur dahin bewegt, daß er ihn bey seiner Abreis zu Athen dem ungläubigen Volck für einen Oder - Seelen - Hirten und § Bischof hat vorgeseyt, in welchen Amt er sich dermassen > eyfrig und auferbaulich aufaesübrct, daß viel das Hev< benthnm verlassen, und den Wahren Glauben angenom», ^ men haben. * i Zwey merkwürdige Sachen haben sich bey den Heili« ^ gen Olvnysro mit per Jungfräulichen Mutter GOttet ^ Maria zugetragcn, eine in ihrem Leben, die andere in ih< rem Todt. Die erste Merkwürdigkeit wäre, daß, als > Diony1m8, nach Jerusalem gereiskt, die Jungfraulicht Mutter GOttes Mariam zu sehen, wurde er bey erste» l ^ Anblick dermassen verstellt, daß er Mariam, wann iha der Glaub nicht anderst gelehret, als ein Göttin sagt» bettet hatte, dann vionylms sähe an Maria ein so gross ! fen Glanz und Majestät, daß sie die Natur weit überlrafft. Die änderte Merkwürdigkeit hat sichzugetragen, daß, a!S GOtt zu dem glückseeligsten Tod Mariä, alle Aposteln »vunderbahrlichcr Weis zusammenberuffen, vion^lms sich «uch daselbst einaefunden, und also er sechsten von alle» Sachen Zeugnuß geben könne, waS sich hier zugetraaea, i ' wie »sechsten bezeugetin ftinen Büchern,von denen Gott» tichen Nähmen am z. Orx. ^ Nachdeme er viel Jahr der Kirchen zu Athen rühmlich und mit grossen Seelen, Nutz vorgestanden, reifete er in die Stadt Epbeso zu den Heil. Apostel Joannes, daselbstun» terredeten sie sich in vielen Sachen; Oion^imr kehrtedalb daraufwiederum zuruck nach Athen, setzte daselbst ein zunl Dijchöstjchrn Nachfolger kubUum» einen frommen nab gelehr» ge» ih- em- und he« >lur' )em M ffc» ^ >ev»! M ^ iln tet >ih< aiä ichr >iea iha ign coß ^ >fft. ! a!S ela si» ^ llca > ra, - ftt« > llod die u«v >ald tun» »öd 97 ) W _ gelehrten Mann, bald daraus reiscre er auf Nom zu de» sichtbaren Statthalter Christi aufErden, als er auf Nom kommen, wurde er von den» Heit. Pabst Siemens auf vaL sreundlieyste culpfangen, und weilen er an viomi o ein uu» gräflichen Lebens-Wandel, darbey ein grosse Gelehrrig- keit gesehen» fchikte er ihn mit n-uüico einem Priester, Llemkerio einem Oiacooo, nebst noch andereil Gespan» neu in Franckreich, daselbst das Wort GOttes zu verr kündigen. Sie kommen in dir Stadt Arles in Franck- reich an» Dionysius liesse daselbst Kutlicum, andere aber schickte er in andere Landschaften, er ftlbsten aber gienge in dir Stadt Pariß» willens daselbst den Saamen des Göttlichen Worts auszusä'en , der gänzlichen Hofnung, daß, wann er die Jnnwohner dieser Volk-reichen Stadt werden den wahren Glauben gebracht haben» andere de* sto ehender ihnen Nachfolgen werden. Er brachte es auch durch feinen unmnüdelen Fleiß und Eyfer so wert» daß viel vornehme Personen an Christum glaubten, und ihre Götzen? Tenipe! zerstöhrten, zu welchen sie durch seine dreifältige Wunderwerk nicht wenig angeln tet wurden. Dieser grosse Seelen- Gewinn verdrösse den hölli* scheu Feind über die Massen, dahero reihte er die Götzen» Pfaffen an wider diese lsielten Hey dernhei)dr Nischen Landpflgcr ?escennio an, damit er Dionyst "m durch einen gewaltthätige« Tod aus den Weeg raume« solle »so oft aber die Gerichts-Diener kommen, so oft haben sie vion^üum mit einem so grossen Glan; umgeben gesunden, daß sie ihnen nicht getrauet, ihre gottlose Hand an ilm zu legen, biß endlich die Stund kommen, daß GOtt durch die Marter- Eron vionykum Hey sich in den Himmel haben wolle, Uesse demnach geschehen, daß er gefänglich eingezogeu wurde, k'eiäennms der Land- Pfleger verwiese Dionyllo, daß er dmch seine neue Lehr die Ehr feiner Götter sehr schwächte und mindere,deme aber Oio^ystu': geantwortet: daß jene, welche sie als Götter anbetten, die lasterhafteste Menschen gewesen waren, und kein ariderer GOtt als her Erschaffer Him» G me!L mels und der Erden, welchen er verkündiget, sehe. Dieser ^ verdrösse 5esccnnlo dem Landpsteger sehr, gäbe demnach ^ Befehl, Oinn^üum nackend auszuziehcn, und mit Ru> j ^ Ihen unmenschlich zugeißlen, weilen aber vion^fiug in , dwsem beständig verblieben, GOtt lobte und preysete, ^ ^ wurde ^escennius noch mehrers ergrimmet, und befahlt j Dj vionxliuin auf einen glüenden Rost zu legen, und langt ^ sam zu drallen. Auch dieser unmenschliche Befehl wurr ^ de vollzogen, aber OionyLus machte das heilige Ereutz über den glüenden Rost, und würckte so viel aus, daß ek ^ diese ihme angethane Marler nicht empfunde. stx AlS der grausame Christen- Verfolger kelcenniug g<< j sehen, daß er Oioa/Lam nebst seinen Gesvännen zu der Götter-Dienst weder durch liebkosende Wort, weder ! durch angewendete grausame Marter und Peyn bewegen j ^ könnte, verurtheilte er sie sammtiich zu den Schwerdt, ^ wurde also Oionvstus samt seinen Gespännen «.uttlco und ^ ^ Llt-urderio vor die Stadt auf den Nicht r Platz geführt, und nachdeme Oion^Kug mit denen anderen zu GOtt ihr ^ evfriges Gebett ausgegossen, und ihre Seelen in die Hand H ihres Erlösers befohlen haben, wurden sie sammentlich entr h, hauptet, ihre Seelen über von denen heiligen Engeln um ^ ler annehmlicher himmlischen Müsse zu denen ewigen Frei« ^ den begleitet, Oion^Kus aber richtete sich nach abgeschla» ^ genen Haupt wiederum aus» nähme es in seine Händ, und tragte eS bey zwey tausend Schritt weit. Durch § dieses ungemeine Wunder wurden viel Heyden bekehrt, js den wahren allein seeligmachenden Glauben anzunehmtn- - Ihre Leiber wollen die Heyden in den Fluß 8 c>n wev fen, denen sie aber eine edle Matron mit Nahmen 6 s- rubL, um viel Geld abgekauft, und auf den damals gr> nanntzen Berg liäercuril , so jetzt ihnen zu Ehren, drr heiligen Märtyrer-Berg benahmsct wird, ehrlich begrm ben. Der heilige Märtyrer Dionysius hak seinen Mari ^ ter- Kampf glücklich Dokeudet den 9 . Tag Weinmonath, I im Jahr Christi hundert ncuuzelM, als ble- ' sts - 4 » es ch iri > e. > )!k ! rrr atz et j er ler en t, nd t, hr nd st- in« eu< la» v, rÄ ct, lt«. - >er< 'il- S" der fkL- lar- ch, sk- - W r yy) W _ ses Rahmens der Erste, als sichtbarer Statthalter Christ- auf Erden, das erste Jahr seiner Regierungangetretten, und ^cirianus das änderte Jahr das Römische Kayser« lhum verwaltete, Das Leben des heiligen Bischoffs nnd Märtyrers Oionylii haben beschrieben derAbbt k^ilcluinus, l.Luren- ims8uriu8, ?etru8Kid^äeneirL,der Cardinal kLrouius, und andere mchr. Der gelehrte LuZuttr etzehlet, daß, als das Grab veS heiliger! Bischofs und Märtyrers Oionyki ist zum erstenmal erösnet worden, ein so lieblicher Geruch ist ge- spnrer worden, darvon die gan^ Kirche« ist erfüllet ge- Msen. So erzehlet auch erneuter LLoattL, daß» als einr stens ein König in Franckrejch nnchrenbietig die Gebeik des heiligen Oion>iii ln die Händ genommen, er also- gleich fernes Verstands ist beraubet worden. So hat auch ZttPhanus derRömische Pabstim Jahr ChriA 7Z4. durch dieVorbitt des heiligen Bischoffs und Märtyrers vion^li! die erwünschte Gesundheit erlangt. dchero er zut schuldigen Danksagung ihm zu Ehren eine Kirchen zu Rom erbauen, und den rechten Armb von diesem Heiligen hat übertragen lassen, welche Kirch er denen Griechischen Geistlichen hat übergebe«. Der l-eilrge BischofsundMartyrcrOionyüus ist ein sonderbarer Vorbitter bey GOtt, in allen Nöthen und Bettübnussen. Lebm der Heil. Jungfrauen md "Ärartyrin die glorwürdige Jungfrau und Martykik l ist bon Königlichen Geblüt ent fproffen »und zu ^ - ivxanäriä einer berühmten Stadt in Egypten ge- G - bohren. ( ro5 ) W ich , Das Leben derH.Jnngfranen und Märtyrin earl^rl- etl, nse haben verfasset l^aurenrius 8urius. der Cardinal 0-vs?.r 8r onius. äimon^letL^tiraües, Petrus KidAcleneirL und ttg , andere mehr. Der Leib derH. Jungfrauen und Mattyrin 'r§ ! eukLrin^ istdurch Englische Hand wunderbarücher Weis aufdenDerg Sinai getragen worden, an welchem Ort in y', folgenden Zeiten der Kayser -uüinv? ein schöne Kirchen ^ und herrliches Closter ihr zu Ehren hat bauen lassen, ltt Der g lehrte erzehict, wie daß zu Nom in der Kirchen der Heil. earhLrin:-? ein Gms vorgewiefen wird, welches angefüüt ist mitderMilch, die an statt desBlutS Hr aus den Jungfräulichen Halß earkni-inn geflossen ist. ^ Eben Vieser Krater erzehlet, wie daß auf dem ganzen v* Berg kein anderer als rother Marmor,Stein zu linden. ausser der Stein, auf weichender Leib der H. Oai Karins von denen Engeln ist geleget worden, dieser dann ist ganz weiß, und die völlige Leibs, Gestalt d rrinn lebhaft ent» worfen. " Zu Cölln am Rhein in der Kirchen des H. Qunilierti wich ein Finger von der H. Märtyrin «LtK-rrinL dem an, dächtigen Volk vorgezeiget, aus welchenzu gewissenZeü ^ j ten heytsameS Oel siiesset. ch ! So siiesset aus ihrem Heil. Leib ein wunderwürkende ku Del, wordurch allerhand Krankheiten abgeholfen wird. bouderbar aber bringet dieses heylsame Oel denen Gehör» , losen wiederum ihr Gehör. ch . Die Heil. ist eine sonderbare Patronin )e - eine fromm - und gonfeelige Sterb , Stund zu erlanget!. e n i e G 5 Das bohren worden , sie wäre mit allen natürlichen Gabe» von Himmel begabet, holdseelig an Gestalt, ehrbar in Sitten und Gebärden, scharfsinnig an Verstand, weichen, sie denen natürlichen Wissenschaften anwendete. Ein- > stens nächtlicher Weil, erscheinte ihr Maria die Jung-; sräuliche Mutter GOttes, mit ihrem IEsus - Kindlein auf denen Armben, das Göttliche Kindlein Worte aber eatkärinam nicht anschauen , weilen sie noch nicht durch das Wasser der heiligen Tauf ist gereiniget worden; sie erwachte von diesem Schlaff, und empfände innerlich eine so grosse Unruhe, daß sie keine Rast haben könte, biß fie die Catholische Priester außgekundschaftet, von denen lie sich in dem CatholiWen Glauben unterrichten lassen, und endlich das heilige Sacrament derTaufempfangen. Bald darauf erscheinte ihr Maria mit ihrem Göttlichen Kind, da ihr dann das holdseelige JEsulein freundlich Uebkosete, und sich mittels eines Rings mit ihr vcrmäh- let; als earlmrüm vom Schlaff erwachet, fände sie dm Ring an ihrem Finger, dankte und pr^jseteGOtt, daß erste so grosser Gnaden gewürdiget hat. Zu selbiger Zeit hielte sich der Kayser zu ^lexLnciriL auf, und liesse einen allgemeinen Befehl ergehen, daß man an einem gewissen von ihm bestimm ten Tag, zu Ehren ihrer Götter ein grosses Fest halten, selbiae mit den köstlichen Rauchwcrk, und Schlachtung des Viehs verehren solte, dieses könte Lstksrins nicht gedulten, dahero sie sich entschlossen, mit unerschrockenem Gemüth dem Kayser diese Abgötterei) zu verweisen, welches sie auch werkstellig zu machen keineswegs hat unterlassen. Uder diese Kekheit verwunderte sich nicht wenig der Kayser, wolle doch zu selbiger Zeit sich mit ihr in keinen Wort- Streit cinlassen, sondern gäbe ihr zu verstehen, daß er nach vollzogenen Götter-Dienst mit ihr ausführlicher reden woite, befähle doch, man solle 6r« rnzi inzm in seinen Kcwseriichen Hof führen, daselbstm sie so lang vmvahrlich aufbehalten, diß ler selbst mit ihr werde »v> ru sie do ä! te re! A da ln len au sie ns M ein lie Gc Wk ( ic>7 ) ste« ihr werbe reden können. Ais er nun in seinen Kayserl. Hof aus dem Götzen-Tempel angekommen, lieffe er eatkari- vrm vor sich fordern, stellte sich anfänglich als wann er liemicht kennete, deme sie aber erkläret wer sie seye, und daß sie sowohl als ihr ganzes Geschlecht in der Stadt /lexanclriLg.ar wohl bekannt wäre. KlLximiniLnus such- te sie zu der Götter-Dienst zu bereden, OatKarinL aberredete von dem wahren GOtt dem Kayser mit kräftigen Worten zu, daß er ihr kein Antwort geben könnte, wäre dahero gesinnt, auf andere Weeg und Weis OLthLrin^m luder Götter-Dienst zu bequemen, und weilen er ihrem erleuchten Verstand nicht genug antworten könte, lieffe er aus dem ganzen Königreich Egypten fünfzig der gelehrtesten Männer zusammen bernffen, welche mit der QatkLri- nr reden, und sie durch ihre Gelehrigkeit von dem wahren Glauben abwenden sotten. Als nun diese fünfzig gelehrteste Männer zusa mmen kommen, redete ihnen der Kayser zu, sie sollen Meder ihren Fleiß, weder ihre Gelchrheit schonen, sondern mit kräftigen Beweißthumen eatdsrinse ihren Glauben vorweisen. Eie versprachen keine Mühe zu sparen. Es wäre nun der Tag bestellt, an welchen diese fünfzig Welt-Weise mit 6a- tlirrinL auf öffentlichen Platz sich in Wort-Streit einlaft sin sollen. Nächtlicher Weil erscheinte der Engel beS Hkrrn der H. Jungfrauen Ssthsrmn, welche in einem Küstern Kerker gelegen, munterte sic ans zu dem Streit, sagte ihr vor, daß sie nicht nur allein diese fünfzig Gelehrte mit ihrer Beredsamkeit überwinden, sondern sie auch liebst vielen andern zu den Catholischen Glauben bringen lvird. entring, wurde durch diese Erscheinung in dem fahren Glauben noch mehrers gestärkt, und mit grossen Trost erfüllet, gierige dahero mit unaussprechlichen Freuten den folgenden Tag auf den bestimmten Platz, als nun eine grosse Menge Volks beysammen, fangte der vornehm- ilk unter ihnen an QLtkririn-e zu erweisen, daß das jener ^Ott, welchen sie anbette, nicht verwahre GOtt seve, keilen der mehreste Theil deren Menschen, ihn nicht für Gr de« _ W ( ror ) W . den wahren GOtt erkenne«. LLtKarinL liesse diesen Weil- k Weisenaües ansreden,hernach aber »vider legte sie alle sei- « «e Beweisrhnmen mit solchem Grund, daß er erstumen. s und kein Wort mehr reden tönte, earKrirnL erwiese 1 ihm unwidersprechlich, daß nicht mehr als ein GOtt seyil lb könne, welcher Himmel und Erden erschaffen, und alles w.iS schwebt, lebt, und regieret; sie ertveiue ihm aus denen s Sybillen, auf welche die Heyden sechsten viel hielten, dnß s ChristusJEsus der wahre GOttesSohn seye, und daß die- l se Weiber langst vorgesagt, daß ervon seinem eigenen Volk ^ werde verfolget und letztlich getödet iverden. Durch diese k und mehr andere dergleichen Wort,machte sie denhochnck ' r tigenWelt,Weisen dermassen zu schänden , daß er nicht wiu r sie wo er sich bimsenden solle, und iederman aus denen > l Umstehenden müste bekennen, daß eLeksrinre Beredsam , i keit mehrers als etwas menschliches seye. 1 DerKavser selbst tönte es nicht begreiffen, daß ein l so tiefsinnigerWelt,Weiser »gelehrter und erfahrner Mann s von OLthrrena einer 18 . jährigen Jungfrau ist überwun l den worden; befähle demnach einen andern hervor, und > oarKgrinAm in ihrem Glauben;uüberweisen, aber kei- t ner wolle sich mehr an earkarinam wagen, sondern alle ^ t fünsiigWelt-Weise rüsten überlaut, und bekenneten ein» heilig, daßsie bißhero in einem grossen Irrthum gesteckt, l und daß kein anderer GOtt der wahre GOtt seye, al» l Christus IEsus, welchen OLttiLl-ina anbettet. DerKanscr s kennte sich nicht vor Zorn, gäbe demnach Befehl« an der l Stell viel Hol; an;u;ünden, und diese fünfzig elendig zu, " ' verbrennen. Alle insgesamt energten sich bereitwillig darzu l befahlensich der HIungstau^tüLrinre. batten sie, damit , selbige für sie GOtt bitten wolle, damit er ihnen ihre Süm > den und Missethaten gnädig verzeyhen wolle. l stärkte diese fünfzig Männer in dem Glauben, frischte sie > i ans zur gedultigen Übertragung dieser Marter, undvcrsi» > cherte sie der ewigen Glücrseeligkeit , wofern sie in den l Glauben verharren werden; wurden also diese fünfzig Ger l lehrte GOtt zu einen angenehme Schlacht, Opfer durch > loz ) bie- das Feuer geläutert, deren Seelen in die ewigeFreud ab- gesiogenseynd. errtiLrinL aber wurde innerlich mit grosser Freud erfüllet, nicht so viel, datz sie mit ihrer Beredsamkett diese gelehrte'Männer überwunden, a!S daß sie seidige vor ihrer in den Himmel abgeschicket hat. DerKayserkhnte diesen unverhoftenVerlauffnicht fassen, daß ein Jungfrau von achtzehen Jahren nicht allein seine Götter also keck verachte, sondern auch fünfzig der ge- lehrtesten Männer mit ihrer Gelehrigkeit von der Götter- Dienst abgewendet, und zu den Catholischen Glauben bekehret hahe, machte ihm doch noch ein ungezwei feite Hof- nunq, er werde Latbsrinsm von ihrem Glaunen abwendig machen, setzte ihx demnach zu mit liebkosenden Worten, tragte ihr an seine Kayserliche Gnaden, weilen aber Ls» rbrrinr alles dieses verachtete, wurde die Lieb des Kay- Hers in ein unmenschlichen Grimm verändert. liesse demnach die zarte Jungfrau auf rin unmenschliche Weis, mit Och- stnsennen prüglen,hernach in einen finstern Kerker werfen, darinnen 12. ganzer Tag ohne Speiß und Trank liegen, unter wclcherZeit sie unfehlbar ihren Geist hatte aufgeben müssen, wann sie nicht vom Himmel herab von ihrem H. Schutz-Engel wäre gestärkt worden. MitlerZeit bekäme die Kayserin r-mkinr ein grosses Verlangen OLcKrrinLm zu sehen, weilen sie von ihrer Schönheit, Weisheit und Starkmüthiakett viel preißwürdigeS gehört hatte,begäbe sich demnach nachtlicherWeil samt ihrem Obrist - Hofmeister Porpkyrio, nebst Begleitung vieler Hof-Damen, und einer grossen Anzahl der Soldaten zu den Kerker, in welchem gelegen, dieKayserin zeigte em Mitleiden gegen ihr» earbsrinL qher fangte von dem mähren GOtt also beweglich und mit so grossem Nachdruck zurede» an, daß die völlige Schaar, deren nber roo. waren, ihre Götzen verworfen, den wahren Glauben angenommen, und sich tauffen liessen. Den folgenden Tag liesse der Kayser estbLrjnLm wiederum vor sich führen, könte sich über ihre ausbündige Schönheit nicht genugsam ver- wundern, da ihme doch bewust war, daß sieTag ohne G 4 Sp eik Epeiß und Trank in dem finstern Kerker gelegen, wagte sich noch einmal an sie, lobte ihre vortreffliche Naturs-Gaden, sagte ihr, daß sie der Kayserl. Cron würdig seye; aber Lr- rfiarinL verachtete alles Vieles mit grofferVerwnnderung VesKayserS, darüber ergrimmte der Käufer noch mrhrerS als zuvor, dahcroliesseercin mit Messern und Schwerinern besetztes Nad verfertigen, und ertlxiUe den Mord-Befehl, inLm daran zu binden. cirl^rinL begade sich zn dem Gebett, bittend, GOtt wolle sie in dieser stac- kru, und sehet! der Himmel überzöge sich mit Trauer-Wvl- cken, und einDonner-Keilzerschmctterte das für eLkKari- nn zrrbereite te Rad .nebst denen grausamen Henckers-Knechr ten, welche sie daran binden wollen. Das Volk fienge an überlaut zu sch reycn: Groß ist der Christen SQ kt l der Kay- ser aber wurde in der Doßheit nur wehrers verhärtet. Nachdeme dieses vorben, käme die Kayserin fLuüinr zu ihrem Ehe-GemM demKayscr^lLxsmiLno, verwiese ihm sein Grausamkeit, die er gegen dieser zarten nndun- schuldigen Jungfrau verübte, bekente auch, daß sie eine Christin seye, und die Ehre des wahren GOtts befördern wolle- Der Kayser kennetesichnicht vor Zorn, gabegleichwohlden Befehl, sein Ehe- Gemahlin ?2uü,'n2m sanrt dem Hofmeister Porpbvrmm »und denen ?oc> Soldaten, welche sich tauffen liefstn, durch das Schwerdt vom Leben zum Tod him znrichten .welcher auch ohne Verzug geschehen, und weilen der Tyrann gesehen, daß kein Hofnung mehr übrig seye, eatbarjnLm zu der GötterrDiensi bewegen zukbnnen, gab rr auch den Befehl, 6Ltl,zrinLm zu enthaupten. Wurde demnach die heldenmüthige Jungfrau ausser der Stadt auf den Richt-Platz geführt, das Volk könte sich des Weinens nicht enthalten, 6srl,Lrin2 aber emvfienge den Schwerdt- btreich mittaufend Freuden dieß allein betaurend, daß sie mchtmehrLebenhabe,»velche sie fürihrenJEsum aufsetzer» könte. Dieses hat sich zugetragcn den 25, Tag des Winter- mouats im Jahr Christi Z07. als^lrrcellus der H. Pabst ein gebohrnerRömer im dritten Jahr die Schäffein Christi weydete, und^lLXlmi Lnur das letzteJ-Hr das Römische Kayserthumbeherrschtt. Das W ( l°6 ) WZ Das Leben der Heil. Jungfrauen und Märtyrin H. Jungfrau und Märtyrin llarbrra ist j» öl>' HM coclemia von vornehmen und sehr reichen Elter» gebohren worden, ihr Vatter hieße mit Nahmen Diolen rus, grausam an Sitten und Gebärden, darbey dem Götzen-Dienst sehr ergeben, und weilen kurburL seine einzige Tochter wäre, darbey von ausbündiger schöner Leibs-Gestalt, fürchtete sich violcarus, Rrrbara mach' re verführet, und sich wider ihren edlen Stand mit einem in ein Ehe-Verlobnuß einlassen, dieser Ursachen ha!' ^ der sönderte Diolcorus Larbarrm ah von aller menschlu ^ chen Gesellschaft, und sperrte sie in seinem Pqllast in einen Thurn ein« in welchem doch die Zimmer auf das j schönste ausgezieret waren. Da nun karbara in diese! Einsamkeit allein sich befände, fangte sie an nachzusinnen, wer der wahre GOtt seye z erkennte endlich durch innerliche Erleuchtung GOtreS des H. Geistes, daß ihre GM ein eitles Weesen« hcrcntgegen jener GOtt , der rM GOtt seyn müsse, welcher das schöne Welt- Gebäu erschaffen. krichLl-L wurde auch heimlich in etwas doch nicht vollständig in dem wahren Glauben unterwiesen; in dieser ihrer Einsamkeit empfände sie grosse Süßigkeit, und entschlösse sich, der Welt Eitelkeit zu verlassen, und GOtt " hem HErrn in Reinigkeit ihres Lebens;n dienen. , Es meldeten sich mittler Zeit an etliche vornehme I Herren bey dem violcoro, begehrten krrKrrLm zur ! Ehe, der Vatter kragte ihr dieses mit liebkosenden Wor> ten vor, aber karbarä antwortete sie hätte ihr allberett einen Bräutigam erkiesen und auserwählt, von dem sie keineswegs weichen wolte. violcorns wokte sie nicht zwingen, weder diesen Bräutigam zu nehmen, weder einen aus diesen ihr vorgetragcnen zu erwählen, sondern ließe ! len tti< tern 5 co" dein eine öntt ' öch' ei- > Hai- ^ chli- ^ eir das iesk! nen, incrr dM Mt l erlicht Vit- und hmr l zur? Sor- lreit aste icht inen I iesse I » W ( 107 ) WZ sic d ey ihren Wille». Unter dieser Zeit wurde er zum Kavser berußen / ehe und bevor er aber weg gereist, hatte er ,n seinem Pallast ein Baad angefangen zu bauen, nachdeme nun Oioscorus abgereist, besichtigte kLi-dara dieses Ger bau, und sähe, daß nur ein Fenster solle darein gemacht werden, sie ertheilte alsogleich einen andern Befehl, daß nemlich drey Fenster zu Ehren derAklerheiiigften Dreyfal- tigkeit sotten in dieses Gebäu kommen, welches auch ge, schehen, machte auch mit ihrem Finger an eure Marmor- steinerne Saul das Zeichen deS H. Creutzes, welches rseff eingedruckt zu sehen gewest, als wann es in ein War wäre gedruckt worden. Sie nähme auch die Götzen'Dilder, welche ihr Vatter hinein gestellt hatt,verspeyete selbige, warfe sie zuBoden, nndzerschmettertesiezu vielen Stücken, Uber ein Zeit käme der Vatter nach Haus, fände das Gebäu wider seinen Willen verändert, die Götzen zerbrochen, das Zeichen des H.Creutzcs in die Sau!eingedruckt, fragte, wer also vermessen gewest, und diese Sachen ge- than habe ? die völlige Schuld wurde auf sein Tochter kärbarLm gelegt, er grenze zu ihr, fragte sie, ob sie dann rinChristin wäre? deine die holdselige Jungfrau geantwortet, sie glaube anJEsum Christum den Erschaffer Himmels und der Erden. O,oiccrru?der Vatterergrimmteüber diese Wort, zuckte das Schwerdt, und wolte seinerTochter den Kopf zerspalten, aber GOtt hat sie zu einen glorwür- digcn Todt erwählet, dahero er geschehe« lassen, daß Krr- bärre den erzürnten Händen desVatters hat cntrünnen können; Oioscorus der Vatter eilte ihr nach, sie lauste einem Berg zu, und käme zu einen Felsen, mithin konnte sie nicht weiter, sie machte aber das Zeichen des H. Creutzes, und alsogleich hat sich dieser Felsen zerspalten, und Varl^ra. also ihrem grausamen Vatter entrunnen. Dieses ungemeine Wunder bewegte vioscor-um den grausamen Vatter nicht von seiner Grausamkeit nachzulassen, sondern suchte k^rbrrLm so lang, biß er sie endlich auf ihrem Jungfräulichen Angesicht liegend gefunden, ex ergriffe sie bey ihren Haaren, zog sie den Berg hinab , warft _ W c i°8) Dl _ warffe sie zu Boden, traue sie mit Füssen, und schieppetrsie erbärmlich nach Haus, daselbst sperrte erste ein, qualcre sie mitHungcrundDurst etliche Tag hindurch, besuchteste doch dann und wann redete ihr zu »bald mit liebkosenden bald mit Troh-Worten, weilen er dann gesehen, daß er mit ihr nichts ausrichten könnte, verklagte er sie sechsten bey dem Land« psieger ölartiLao, über dieses verwunderte sich »u8, lieffe doch vor sich fordern, erzeigte ein Mittleiden, mit ihrer schönen Gestalt und blühenden Alter, vermeinte sie hierdurch zn der GötterrDienst zu bringen, aber Lardara sagte ganz herzhaft, daß sie einChri« , stin seve, und Christum IEsumzu ihren Bräutigam erwählet, deme sie sich ganz und gar aufgeopffert, und übergeben hat. , Diese unerschrockene Red verdrösse dem Landpsteger über die Massen, liesse demnach SarbrrLm auf Anhalten ihres > eigenen Vatters am ganzen Leib entblöffen, und mit Ost)' sensennen jämmerlich schlagen ! da sie also voller Blut auf Erden läge, liest« er sie fortführen, und in einrnsin- steren Kerckcr werffen. Da befände sich errkarr ganz allein, von jedermann verlassen, mit Blut allenthalben überrunnen, in diesen Schmerzen, und Pcynen erhebte sie ihr Her; und Gemüt zu den Himmel, den Allerhöchsten demüthigst bittend, er wolle sie in diesen Kampf nicht verlassen, sondern gnädig bevstehen, damit sie diese und noch andere Peynen mit unüberwündlichen Gemüth wer« > de übertragen können. Um Mitternacht erscheinte ihr der Engel des HErrn/ heilete ihre Wunden, und tröstete sie mit himmlischen Trost, sagte ihr auch, er werde immerhin bey ihr ver- ! bleiben, und Ke in ihrer Marter stärken. Durch diesen Trost wurde karbara ganz erfreut, und erwartete mit tausend Freuden jene Zeit, in welcher sie wiederum et» > was zu Lieb gegen ihren JTsum wird leyden können. ! Den andern Tag wurde LLrKrra wiederum dem Richter vorgestellt, und als erste frisch und gesund hat gesehen. wolle er solches denen Göttern zuschreiben / wunder- bette dahero kättisram aus, sich gegen ihnen danckbar zu erzeigen, aber varkara antwortete dem gottlosen Richter, daß diese Gnad und Wunder nicht seine falsche Götter an ihr erwiesen haben, sondern Christus JEsus ihr Jungfräulicher Bräutigam, dcme sie alle Anbettung, und tieffeste Ehrerbietigkeit schuldig ist. Der Richter ergrimmte über diese Red, gäbe abermahl den Befehl ksr- baram zu entblößen, jämmerlich zu zerschlagen, ihre Achsel-Seichen mit eiftnen Hacken zu zerkratzen, mit brennenden Fackeln zu brennen, und ihre Jungfräuliche Brüst mit unerhörter Grausamkeit abzujchneiden; in dieser unmenschlichen Marter schreyte karbara zu den Himmel / sprechend: O JEsü ftye mir gnädig, und stehe mir bey, damit ich diesen Peynen nicht unterliege, oderungedultig werde. Und damit dieser zarten Jungfrauen ihre Schmerzen noch mehrers vermehret wurden, Neffe erste mit Blut überrunnener also entblöst durch alle Güssen der Stadt führen. In allen diesen Peynen bliebe die H. Jungfrau unüberwündlich und beständig in der Liebe ihres göttlichen Bräutigams Christi JEsu. Als sie nun wieder vor den Richter gebracht wurde, befähle er sie auf den Nicht-Platz zu führen, und daselbst zu enthaupten, als dieses ihr Datier gehört < welcher alkweil diesen entsetzliche« Trauer-Spiel zugeschaut) bat, te er ihm die Gnad aus, daß er sein eigene Tochter enthaupten könnte, welches ihme auch verwilliget ist worben. Wurde also die zarte und heldenmüthige Jungfrau zur Richtstatt hinuauß geführet, und als sie dorthin kommen, knyete sie nieder, dankte GOtt, daß sie gewürdigt! worden, die Marter-Cron zu erlaugen, befähle ihren unschuldigen Geist in die Hand ihres göttlichenBräu- tigams Christi JEsu, und empsienge mit unerschrockene» Gemüth den Todes-Streich von ihren eigenen Vatter violcoro. Ihre Seel ist in Gestalt einer Tauben unter himmlischer ktullc, zu der ewigen Freud und glück- seeligkeit abgeffogen, ihr unmenschlicher Dattter aber, als er »ach Haus gehen wolt e, ist von einen Donner-Keyl ge- _ W ( ) M getroffen, und zu Staub und Aschen verbrennet worden» Dieses hat sich zugetragen den 4. Tag des Chnstmonals, im Jahr Christi 2)7. als der Heil. kLbinnus von Geburt ein Römer - der hernach auch ei»Märtyrer worden» im zwölften Jahr die Chatholische Heerde, al§ sichtbares Haupt der Kirchen weydete, und Julius i^-rxin-us eben im ande- ten und letzten Jahr dem Römischen Kaiserthum Vorstunve- und in denen Morgen-LändcrN wohnete. Das Leben der Hertigen Jnngfrauen und Märtyrin Kar- dLra haben verfass der Heil. Joannes QLMLscenus, drt l.LurcntM8 Zurius» der Cardinal Larcmiu8» Petrus Ki- bi6enei!2, und andere mehr. Der Leib der Heiligen Jungfrauen und Märtyrin Kar- bar» wird zu Venedig mit grossem zulauf des Volckv verehret. Der gelehrte kL^atra bezeuget/ wie daß in der der rühmten Stadt Neapel in der Kirchen der Verkündigung» das Haupt der Heil.Jungftauen und Märtyrin Sarder» dem andächtigen Dolckdorgewiesen wird» welches einen himmlischen Geruch von sich giebt. Die vielfältige Erfahrnnß, und unzahlbare warhaste Exemprl bezeugen, daß» wer die Heil. Jungfrau und Märtyrin karliars beständig verehret, ohne genieffungdes allerheiligsten Altars-Sacrament von dieser Welt nicht abgeschieden ist. ^ So ist auch dir Heil. LLrKarL ein sonderbahre Noch -Helferin und Beschützerin wider das schädliche ungewit- icr. Viel Stadt in der Christenheit haben zur Zeit det Pestilentz die Heil- karKaiLm angeruffen, und ihr Vorr bitt, und darauf erfolgte Hüls mit grossen Trost erhalten» ( 0 ) W Gewöhnliche in-achts - Übungen Eines Christen, Zum Gebrauch der andächtigen Verehrern dieser Weil. Geil. Werzebe» othhelfern. Besonders aber Der sammentlich eyfrigm Mit-Glie- dern der unter dero Schutz und Namen aufgerichten Bruderschaft, in der Pfarr- Ktrchen;u kiechtenthall, einer Wienerischen Vorstadt. Morgen-Aebetter ^Sn GOtt, und Erschaffer aller Dingen! ich erkenne, daß du _mich zu keinem andernZihl und E»d «ichaffen, als daß ich dich alle Tag meines Lebens ehre/lobe, dir diene, und also seelig werde. Darum verlange ich die« sen gegenwärtigen Tag, den du mir gnädiglich vergönnet, allein in deinem Lob, und Dienst nach meiner Möglichkeit j» verbringen. Ich erknne auch / und glaube, dann ich vor alleAugenblickder mir verliehenenZei!/ vor deinem Richter-Stuhl scharffeNeche« schafft werde thun müssen: darum verlange ich diesen Tag also anzuwenden/ als wann er der letzte meines Lebens; und wie ich in meiner Sterb-Stund, ja vor deine« Gericht werde wünschen, daß ich ihn angn wendet hätte. - Und kr< Mi G tci ve tr< ivi L tu UN zu du ab so A> >vi Ai Ml A> sto In D Und ist mein ernstlicher Willen, mein kräfftige Meinung ( duO GOtt, sihest kW mein wohl-meynendes Hertz)alles das Gute Zu verrichten, was du mir gebietest; alles Böse zu vermcyden, was du verbietest; alles Übel gedultig zu über- llek tragen / so du mir heut etwann auserlegrn du werdest. md Ich wolle zwar wünschen, den gantzen 'äg Lag in deinem Lob, Gebett, Betrach- >nd tung himmlischer Dingen zujubringen, >ie- und nach dem Exempel Maries deiner liä- Mutter, und viel andern Heiligen nichts ob, zu thun, zu gedencken, zu reden / als von zu dir O mein GOtt! und alles: weil ich aber solcher Glücksecligkeit nicht würdig/ ich so verlange ich wenigstens mein geringe eil/ Andacht/ mein so wohl schuldig-als frey- ew. williges Gebett mit möglichen Eyffer, aw Aufmercksamkeit, Versammlung des Grals ! müthszu verrichten/ aller Lauigkeit und wie Ausschweiffung nach Vermögen Wideren stand zu thun. gv Weiters weil mein Beruf/ dein Willen und Verordnung, mich in diesen » ^ H Stand ( "4 ) Stand gesetzet, allwo ich den meisten Lyeil des Tags in zeitlichen Geschafft, Arbeit, Verrichtungen zubringen muß, so will ich auchdenenselben mit solchenFIeiß abware ten, als stunde ich in deinem Dienst, wie cs dann nicht anderst ist / als wann d« mündlich mir dieses / und jenes befoblen, dir. zu gesallen, deinen Befehl zu vollziehen. Da ich meinen Leib mit Speiß, und Trank, und andere Erquickungen laben werde, verlangeich weder mir Lust »och Eytelkeitzu suchen, sondern allein mein von dir empfangene Leibs Kräfften zu dei- nrmDienst, solang es dir beliebt/ zu erhalten. Was du O mein GOtt! etwann von Ewigkeit her, mir vor diesen Tag zu ley- den bestimmet, das verlange in Christlicher Gedult und Stillschweigen, ohne unmassige Betrübnuß/ Klagen/ oder Kleinmüthigkeit/ zuGcnugthuung meiner Sünden / zu Vollziehung deines heiligsten Willen zu übertragen. Gib mir ein standhafft - langmüthiges Hertz, dam. ich der biß md ins jiai »ei ( ir; ) eil ich dieses mein Vorhaben nicht etwaim >tr durch eine übereylte mir übel - angewohnte ch llngedult unterbreche. All mein Gebett, Arbeit, Widerwärtigkeiten dieses Tags, opffcre ich dir auf in Vereinigung jener göttlichen Mey- »ung,mit der JEsus Christus dein Sohn/ mein Erlöser/ dem Gebettabgewartct, in den Haust-Geschäfften von dem zrvöiffte» biß drcyffigsten Jahr sich aufgehalten/und endlich von dem ersten Augenblick an biß ch in sein Heil.Todt so viel Ungemach ausge- m ßanden hat. Wann du O GOtt vorsehen soltest/ daß ich dich etwann heut mit einer schwere Sund beleidigen solle, wolle ich lieber, daß dieses der letzte Tag meines Lebens wäre. Erschaffe in mir ein reines irr -Hertz, und erneuere in mir jenen recht- ne lchaffenen Geist, daß ich nicht allein die bhwere / sondern auch meine täglich - und zewöhnliche Sünden vermindere. Verleyhe mir dein Gnad / damit ich »reine Gedächtnuß durch keine unreine Unbildungen verwirre; meine Zornmü- " Är lbia- ( " 6 ) thigkeit dänipffe; meine Zungen von alle« Zanck, und ungcbührenden Worten abhalte ; nicinenAugen nichts ärgerlich-und unzulässiges gestatte; meine Ohren zu denen verleumderischen Reden stopffe; meine Händ von »»rechten Betasten , und fremden Gut rein behalte; meinen Nächsten weder mit übel Nachreden / weder mit ungegründten Argwohn verletze ; de» Müßiggang meyde; deine Heil - Gebott vollkommentlich erfülle. Und dieses alles nur darum, weil ich glaube, daß du O GOtt seyest der Gk- treüeste, so auch den geringsten Dienst mit der ewigen Glory belohnest! daß du das höchste Gut, ein Anfang alles Gute«, und vor sich selber der Würdigste, daß ihm alle meine Gebein,all meine innerlich- und äußerliche Kräffren, alle Geschoß Himmels und der Erden, ohne Unterlaß Lob sprechen. Maria du Mutter berGnaden,Mutter der Barmhertzigkeit: Heiliger Schutz- Engel ; Heiliger N.N. all« Heilige GOt- trs/ bittet vor mich, daß ich diesen, und alle all W ( r'7 ) len ,lind de- ei- nd ch- nit >en l>tt ich stink as :n, aß ch> -ff alle Tag meines Lebens, vor dem Ange, sicht des HErrn wandle im Geist und Machest,in Heiligkeit und Gerechtigkeit/ Amen. ss. Der Nahmen des HErrn scy gebe- nedeyet. Von nun an biß in Ewigkeit. Unser Hülfstchet im Nahmen des HErrn. tzr. Der da Himml, und Erden ge« macht hat- Der Seegen GOTT des Vatters -4- >nid des Sohns -4- und des Heiligen Geistes -G- steige herab über mich, und bleibe beymtr allezeit. Abend - Gebetter Im Namen GOtt des VatchterS/unb des SMnS/ und desHeiligen Geij-Aes/ Amen. CH dancke dir, O himmlischer Natter durch JLsum Christum deinen Sohn, meinen HErrn, daß du mir diesen Tag so viel Gaaben «nd Gnaden ertheilet/ und von vielen Hz Ge- ( "8 ) M Gefahren gnädiglich behütet- OG-Olt d der Barmheryigkeit, erhalte niich in bei- t ner Gnad, und verzeyhe mir alle meine n Sund und Undanckbarkeiten. d Ich befehle mich dir mit Leibund Seel-! d Dein Heiliger Lngel sey mit mir, daß der g böse Feind keinenGewalt noch Würckung an mir habe, Amen. k 8ulve RcZinu. Egrüsset seyst du Königin / Mutter der Barmhertzigkeit/ des Leben Eüsstgkeit/ und unser Hoffnung sey ge- grüsset. Zu dir schreyen wir elende Kinder Ever- Zu dir seuffyen wir / Klagende und Weinende, ln diesem Tahl der Zäher. Eja unser Fürsprecherin/ wende dann deine barmherzige Augen zu uns, und nach diesem Elend zeige uns JE- sum die gcbrnedcyte Frücht deines Leibs, L) gütige, O milde, O süsse Jungfrau Maria- Befehlung zu dem Heiligen Schutz- Engel. NCH befehle mich dir O Heil. Engel in dri-- ny ) M IN! !el demc» Schutz, und dancke dir für den treuen Beystand und Hüls, welche du mir diesen Tag geleistet hast: und bitte dich auf das inständigste / du wollest mich diese Nacht Mr allen Feinden, undUn» gluck bewahren. O Heiliger Engel! der du das Lob GOrtes allzeit singest, ich bitte dich, da wollest in der Zeit/ da ich schlaffe, für mich GOtt loben, und benedeyen/ auch alle meine Athem - Schöpffer zu Ehre und Dienst der göttlichen Majestät aufopf« fern. Ein kräftiges Gebett, wann man sich will niederlegen. Un/ mein liebster JEsu, will ich mich mit deinem heiligen Seegen nieder« legen, und meinem Leib diese Ruhe zulas« sen, in Vereinigung der Lieb, mit welcher du solcheaofErden deiner Menschheit zu« gelassen, und gebraucht hast, zum Lob deines Vatters, und zum Heyt des mensch« sichen Geschlechts: und eben mit solcher Meinung, mit welcher du geschloffen hast, H 4 will W ( ) W will ich Mund auch schlaffe»/ ,u deinem Lob/ und zur Nothdurft meines Leids. Und so oft als mir diese Nacht dic Pulß wird schlagen, so viel tausendmal sollen dich deine Heilige im Himmel/ in meinem Namen benedeyen und änderten: und so vielmahl / als ich werde Athem schöpften , so viel tausendmahl sollen dich alle neun Chor der Engeln/ in meinem Namen loben, und sprechen; Heilig/ Heilig/ Heilig ist der HErr GOtt Sa- baoth, Amen. ^ntipkonu. HErr heilige uns, wann wir wa- dN chen, und behüte uns, wannwir schlaffen/damit wir mit Christo wachen» und im Frieden ruhen mögen. O HErr, behüte uns/ als deinen Ang-Apffel. Und beschirme uns, unter dem Schatten deiner Flügel. F. O HErr, behüte uns diese Nacht. V- Vor aller Sünd und Ungemach. Erbarm dich unser, O HErr GOtt; L. Unh k L r ri s' L 4 irr) Hr. Und begnad uns in aller Noch. Halt über uns dein Barmherzig- L. Wie unser Hofnung zu dir stehet. HErr erhöre mein Gebett. hr. Und mein Geschrey komme zu dir. Gebett. 82r bitten dich O HErr / besuche diese unsere Wohnung, und wend von «nS ab alle Anstoß des bösen Feindes, deine heilige Engel wohnen uns bey, und bewahren uns im Frieden/ und dein Seegen sey allezeit über uns. Durch JEsum Khristum/ Amen. r i, i- n Meß-Gebetter. Eine sehr schöne Weis täglich einer Heiligen Meß mit Andacht und Ehrerbietung beyjmvobncn. t. Erste Übung. ^ F^Iese Übung, täglich ein H. Meß anhö, ' ^ ren, ist sehr gemein bey allen Christen, h H 5 ES Es ist aber nur gar zu klar/ baß gar wenig dar- ^ unter, wie es sich gebühret, dieses Hochanse, z hentlkches Werk verrichten: da nemlich die mehriste ihr Andacht allein in diesem setzen ;daß s sie in der Kirchen sich einfinden / wann eine ^ , gehalten wird: es geschiehet auch wohl bißwei- ^ . len / daß ihrer viel nicht einmahl darauf Ach- ' tung geben; als welche nur mit dem Leib al- 1 lein/ nicht aber mit dem Geist zugleich anwe, send seynd; auch nicht beobachten noch be, Dencken/ was dey diesem höchsten Geheimnuß gehandelt wird. Diese stimmen gar nrcht ein ^ mit der Meinung der H. Kirchen / welche zwi, i schen dem Priester, und dem Volck ein grosse j Gemernschast erfordert, so lang dieses gött, liche Opffer gehalten wird; indem sie dem j Priester gebietet, sich so oft zu dem Volckzu wenden, und sie zu vermahnen: sie sollen ih- ' re Herzen zu GOtt erheben / und alles/ was l gehandlet wird / gar reif bedenken. Diese j Unordnung geschiehet entweder auS Unser- - stand / oder durch Nachläßigkeit. Wer ein Verlangen tragt / sich in diesem zu bessern / . und ihme ein grossen Nutzen zu schaffen, dem , < schreibe ich vor nachfolgende Meß - Gebetter/ ! mit welchen er diese kostbahre Zeit gar heylsam i wird anwenden / und leichtlich allerhand Gna- , den erlangen; indem sich Christus JEsus . selbst seinem himmlischen Vatter/ durch die Händ. I r-Z ) r- Hände des Priesters/ ganz und gar, diesetbe zu erbitten / aufopfferet. Gebett, vor der H. Meß zu spreche«. GOtt himmlischer Vatter, ich kom- W> me mit Freud, und grossem Vertrauen, dem allerwürdigstenMeß-Opf- fer beyzuwohnen, welches uuser HLrr und Heyland Christus JEsus, dein geliebter Sohn, anjetzo durch die Hände des Priesters, in Dargebung seines Leibs und Bluts deiner unendlichen Majestät wird aufopffern. Ich glaube ve- piglich, und erkenne es, daß dieses Schlacht -Opffer eben das jenige seye, welches an dem Creutz ist aufgeopffcrt worden, zur Abbüffung meiner Sünden, zur Danksagung aller Wohlthaten, die du mir erwiesen hast, und zur Erlangung aller Gnaden, deren ich bedürftig bin Diese seynd die Ursachen meiner Freud, und meines Vertrauen. Zumahlen aber muß ich auch bekennen, O GOtt! daß ich nicht werth seyn wurde, deren Nutzbarkeiten dieses göttlichen Opssers Heil- _WZ ( l-4 ) W thcilhaftig zu werden; wann ich mich r Icyder, darbcy solle einfinden ohne Ehr« ^ crbictung, und Andacht, und nickt mein * grösten Fleiß anwcnden/ denen Zerstreu- < ung, und Ausschweiffungen meines Ge« müths Widerstand zu thun: solches verlange ich von Herzen, und vermag aber nichts von mir sechsten ohne dich, mein GOtt! ich bitte dich durch die Verdiensten Christi JSsu, um ein lebhaften Glauben, und ein wahre herzliche Andacht zu diesem höchsten Gehrimnuß; damit ich mich darbey mit solcher Ehrerbietung und Vernichtung meiner selbst einfinde, wie sich deine Engel vor dem Glantz deiner göttlichen Herrlichkeit verhalten. Versammle dich alsdann vor der Majestät GOttcs/ den du anrebest; bette ihn würk- - iich an von deinem ganzen Herzen; und Andere dich ab / so viel eS möglich ist, von allen Geschaffen / damit du auf ihn allein geden- ckest. Wann der Priester die Meß anfanget, klopffe auch reumüthig an dein Brust nach seinem Cxempel, und bereue von Herzen deine Sünden r erkenne dich auch für unwürdig, vielem *75 » 5»» « «r.v". _ W ( 125 ) W __ h dtejem derltgsten Opffer beyzuwohnen. Zu ^ diesem allem wird dir folgendö Gebett gar ^ dienlich seyn. ' Gebett, am Anfang der H. Meß. - Ui GQtt einer unendlichen Majestät, x W ich erkenne und bekenne mit dem , Priester/ welcher sich bey dem Fuß dieses , Altars vor dir neiget; daß ich wegen ^ meiner vielfältigen Verbrechen, mit wei- , chen ich dich beleydiget, höchst unwür- . big, diesem Allerhetiigsten Öpffer des j Leibs und Bluts IEsu Khristi beyzu- i wohnen. Ich Hab unzählich viel gesün« , diget, O HErr, mit Gedanken, Wor- , ten / und Wercken! es reuet mich aber dessen von Grund meiner Seelen/ um . deinetwillen; und bitte allerdemüthigst , um Verzeihung. Sollest du mit mir , nach der Schärffe deiner Gerechtigkeit i verfahren / so wurdest du mich nicht ge-- ' Kulten unter der Zahl deiner Kinder, ' welchen noch erlaubt ist / sich mit Christo ! IEsu zu vereinigen, und mit ihm bey dem , H. Meß - Opffer dir aufzuopssern, damit sie Wc 1-6) W _ sie der Verdiensten seines Bluts theil- hastig werden. Weilen du mich aber annoch mit de» Augen deiner Barmher- yigkeitanblickcst, und mich so gar zu dich ruffest/ so will ich auch dieser edlen Zeit, da man dir ncmlich ein so heiliges, rei- nes/ und beliebiges Opffcr aufgeopfferet, mich ganz treulich gebrauchen, und dich um die Nachlassung meiner Miffetha- ten demüthigst gebetten haben. Ich will mich befleißen, daß ich diese Geheimnuß andächtig verehre, und in Ansehung meiner Schwachheiten / durch ein völlige Erniedrigung meiner selbsten, unserem HSrrn gleichförmig werde; in dem ich weiß und glaub, daß dieser mein göttlicher Heyland sich ganz und gar enteus- sert durch die Demuth, da er wegen meiner Sünden ist gehorsam gewesen biß in den Todt/ja in denTodt des Creuyes; welchen ich auch durch die Demuth, durch die Verlaugnung meiner selbsten, durch den Gehorsam biß in den Todt, wie auch in der Gleichförmigkeit meines, mit dl st m NI sei W! IN L' IN! hü I>h ser in V da di, tk! da un - an Vei Mi Me lve der ( "7 ) M deinem Herligen Willen nachzufolgen schuldig bin / und begehre. Diesen Vorsatz solst du ins Merck bringen; und dich rvürkirch durch ein vollkommene De- murb verlaugnen/ vor einem GOtt/ in dessen Angesicht du stehest/ welcher um deinetwillen jo weit kommen daß er sichlfür dieNachs Kssung deiner Sünden schlachten lasset. Erinnere dich, wie sehr er zur Zeit seines bitteren Leydens gedemüthiget worden; epffere auf mit dem Priester, und mit der Kirchen/dem himmlischen Vatter zur Erkanntnuß seiner ! höchsten Majestät/ seinen liebsten Sohn/ unfern HErrn; damit du ihn mit eben demselben in dem Geist, und in der Wahrheit ändertest. , Derneuere deinen Glauben/ da die Epistel und das Evangelium adgelesen wird / in welchem die Geheimnuffen unsers Glaubens enthalten seynd; und begehre von unserem HErrn/ daß er von Tag zu Tag dein Glauben stärke/ und lebhafter mache. Kanst indessen auch - andere dir gewöhnlichere Gebetter sprechen/ verrichte aber solche in dieser Meinung/ und mit diesem Verlangen, daß dein Glaub vermehret. und verstärket werde; und sprich biss weilen: Vermehre / O GOtt meinen Glau- kn. W s rag ) ZU dem O ffcrtorium, oder Atlfvpf« ^ ferung des Priesters. i* Indem der Priester das Bros und den ? Wein aufgeopfferet/ welche in das Fleisch und ? Blut Christi ISsu sollen verwandlet werden ; ic kaust du dich innerlich unserem HErrn aufopf- st fcren / mit einem grossen Verlangen / in ihme n verwandlet zu werden / vpffere dich auf mit ^ allem was du hast, und widersage von Her« ' l- zen allem dem/ was ihme mißfallet. Zu die« ! A sein Ende magst du dich des folgenden Ge« N betts gebrauchen. ül Gebett bey dem Offertorium, oder A Aufopfferung. ^ st Ws und HErr! daß ich dir mein elen- d, des Herz ausopffere/ welches ich dir so x oft entzogen, und mir sechsten zugeeig- st net, obwohlen du zu demselben jederzeit h, so vielfältig, und so rechtmäßigen Zu- ' ^ spruch gehabt. Dir opffere ich es auf, O l st HErr, mit dem Herzen unsers Hey- ^ lands / aus keiner anderen Meynüng, zz als daß du es beherrschest, und darmit ,, nach deinem göttlichen Belieben Hand- y, n d >e it r< :< r o >- it l- ) >- it >- EZ ( lest; dir opffereich auf mit diesem bevorstehenden Göttlichen Opffer, mein Gesundheit, mein Leben, und was ich sonst besitze. Gölte es wohl geschehen, daß ich einem Opffer beywohne/ allwo Christus JLsus aus Lieb gegen mir sich selbst ganz und gar zu einem Brand-Opffer schlachtet; und nicht zugleich mich sechsten gänzlich und völlig deiner Göttlichen Majestät, ohne einige Vorbehaltung aufopffere/ zerbrich O HErr/ alle Band »nd Ketten, die mich mit einigem Ge- schöpff mögtcn verstricken! damit dieses Opffer meiner selbsten ganz aufrichtig seye, und in der Wahrheit gegründet: dann ich weiß, dan ich mich selbst.als ein Lugner betrügen wurde, wann ich sagen svlte: ich gehöre dir völlig zu, da ich in- . dessen noch einer Creatur anhange. Ich tvivcrsage von Herzen / dir zu gefallen, al- ! len bösen Neigungen meiner verkehrten I Natur, und allen falschen Lehren der Welt; damit ich mich nach der Deinigen allein richte, und dir allein, für dich, und »vn dir lebe: dann ich glaube, daß d« I mein GZ ( mein Leden, mein Zihl und End, und h mein alles bist; und weilen ich um deiner- d willen allein bin erschaffen / auch dir allein v jederzeit leben solle. f.' Nachdem du dieses Gebett verrichtest/ kauft u du in der Still diese deiner selbsten Aufoste- ^ rung innerlich fortsetzen, und mit grosser Ehr- erbietung dich in der Gegenwart GOttes ^ biß zu der Wandlung aufhalten: willst du ^ A aber indessen ein mündliches Gebett verrich- ^ u ten/ so verrichte es in dieser Meinung. Höre ! " auch an den Priester/da er dasVolck zu bet- ^ ^ ten anmahnet/ mit dem Orare kratres: also U daß du immer mit ihm eines seyest; und be- i gehre auch von GOtt, daß dieses Opffer/ welches er für sich selbsten / und für dich ihme ^ aufgeofferet/ euch beyden nützlich und ersprieß- z lich seye. ^ ' Zeit der Wandlung. u So balv der Priester die Wort dcrWand» »! tung hat ausgesprochen/und das hochwürdlgi. v< steGut in die Höhe aufhebet/ solst du alles nl mündliches Gebett unterbrechen, unfern - HErrn mit höchster Ehrerbietung, und von ^ Grund meines Herzens mit einem lebhaften Glauben anzubetten; also daß dein Seel da- bi zumahl mit der Gegenwart Christi JEsu ab I d iein beschäftiget seye. Verwundere dich mit ^ de- id in ke- )r- ^es du ^ ch- ^ )tt ! et- ^ Iso r, me rrn on len >a- ab _ §ZZ ( r;r ) W denen H. Engeln , und erstaune mit ihnen ob diesem so unerhörten Wunderrverck: Glaube vestiglich, daß Christus JEsuS würklich als ein unblutiges Schlacht-Opffer auf dem Altar lige/ und aus unendlicher Lied für dich aufge- opfferet werde. Vereinige dich in zarter Lieb mir ihm; und danke ihm / so viel dir möglich, wegen dieser seiner überschwenklichen Lieb gegen dir. Wende diese edle Zeit zum besten an, theils durch die Danksagung für alle Gaben und Gnaden, die er dir erwiesen / theils durch eyffrige Bitt mehr andere zu erlangen/ die dir zu deiner Stetigkeit nothwendig seynd. Gebett nach der Wandlung. bette dich an, mein herzallerlieb- iW ster Heyland von Grund meiner Seelen / unter den Gestalten desBrods und Weins; unter welche dich in diesem allerwürdigsten Sacrament deine Lieb verborgen hat-- ich siche dich zwar nicht mit meinen leiblichen Augen/ mit den innerlichen aber des Glaubens siehe ich dich so klar/ daß mein Geist in Betrachtung deiner Gegenwart voll des Trostes und der Freuden ist; mit inmüthigen Ver langen der Andacht aller dir allda auf- I 2 war- _ W ( izr ) W wartenden Heil. Engeln thellhastig zu werden; und diesen Himmels - Geistern ( Gesellschaft zu leisten/ deiner allcrhöch- , sten Majestät mit ihnen alle mögliche i schuldige Ehren-Dienst zu erweisen. Ja ? mein Erlöser/ ich glaube vestiglich/ daß h du würcklich allda auf diesem Altar bist/ t der du oben in dem Himmel bist: Hier « bist du um meinetwillen , brinnend aus d Lieb gegen mir; nnd heryiich verlam x gend, daß ich zu dir komme / und mich h mit dir inniglich verbinde / deinen himim d lischen Nattern mit dir zu preysen/ loben/ u benedeyen, und herrlich zu mache»/ hier d ist es / alwo du vvllkommentlich sein All- n macht und yochheit erkennest/ und be- 8 zeugest/ da du dich seiner höchsten Her- iichkcit schlachtest/ hier ist es/ alwo du ^ die unendliche Gnaden und Wolthaten - T für uns erstattest / die er uns ertheilet de hat/ hier ist es, allwo du ihn durch die i>>c Verdiensten deines kostbahren Bluts ohne Unterlaß für uns um jene Gnaden U bittest/ welche uns zu unserer Sellgma« chung nothwendig seynd. «d . __ u Zu dir derowegen komme ich / mein n GOtt und HCrr! mich von Grund mei-- >- nes Hertzens mit dir zu vereinigen/ und >e dieses alles durch dich / und mir dir ins a Werck zu richten. Ich bette dich an/O >ß himmlischer Vatter! mit unserem/ und i/ durch unseren HErrn: dir opffere ich er auf die Verdiensten seines bitteren Ley- >s dens zu einer Abstattung so mannigfäl- " tiger Wohlthaten die du mir erwiesen H hast; und bitte dich ganz demuthig w durch sein rosenfarbes Blut/ du wollest i» uns noch ferner mit denjenigen bcgna- cr den / die mir zu der Heiligmachung mev lls ner Seel/ und für das Heyl der ganzen e- Welt vonnöthen seynd. r- Befleiffe dich alles innerlich zu vollziehen/ was in diesem Gebctt enthalten ist: verharre " ' stillschweigend mit höchster Ehrerbietung in et der Gegenwart unserö HeylandS den du leid- >ie >>ch anschauest/ und dich inniglich mit ihme ver» zg ! binden sollest; auf daß du alles dessen theil- ,,, hastig werdest, waS er für dich bey diesem al- '' lerdemütigsten Gehcimnug abhandlet. Dies a* >u erlangen, ist nicht nöthig, viel zu gedenken, «der viel zu sprechen; sondern allein den Glau- 3 z den _ UZ f 4 ) W _ den zu erwecken / in dich jeldftett zu gehen dich mit unserem HErrn gleichförmig zu machen/ und mit ihme geistlicher Weis zu schlachten. Bey diesen gottseeltgen Gedanken solst du dich aufhalten bis zum karei- noster: weiches du mit dem Priester / und mit unserem HErrn Christo JLsu wirst ausbetten; und dich immer dessen erinneren, daß er zugegen seye / daß er bette/ und sich seinem himmlischen Vatter immerdar für dich aufopffere: so bette dann / ein- ! faltig und mit grosser Aufmerksamkeit das Herl.Vatrer unser/ dergestalten, daß du mit unserem HErrn würdig seyest erhöret zu werden; bette selbes als ein wahres Kind GOt- tes / und als ein Bruder Christi IEsu; sin- temahlen dir diese Ehren-Namen gebühren/ da du GOtt in diesem Gebett deinen Vatter nennest. Erwege bey dir sechsten/ wie groß unser Lieb und Trost wäre, da wir diese süsse Wort aussprechen; wann wir in dem Glauben etwas gegründet wären / und dessen höchste Würdigkeit beobachteten, den wir ansprechen: diese zwey blosse Wörtlein/ Vatter - unser, wurden genug seyn/ unsere Herzen mir Lieb anzufeueren / und an sich zu ziehen. Nachdem du gemeldter Massen mit dem Priester das Vatter unser hast ausgebettet, solst du dich still halten bis zu der H.Communion; dißallein verlangend/ daß dieses Gebett sein Wür- sc d / 7 . V it i- r- is- ls it r- t- n- ,/ er >ß ffe u- V- e- er en k. ie- lff n; in Wurckung enerche/ und dir von GOtt erfolgt werde' was du ihn mit unserem HErrn gebet, ten hast. Da aber der Priester communiciret/ solst du ein grosse Begierd erwecken/ unseren HErrn zu empfangen; und sofern du denselbi- gen Tag nicht würklich zur Göttlichen Mahlzeit gehest, so dann geistlicher Weiß communi- ciren: gehest du aber darzu/ so gebrauche dich der gewöhnlichen Gebetter für die Heil. Com- munion. Gebett, da man geistlicher Weis will communiciren. ^ YErr ich bin nicht würdig, daß du eingehest unter mein Dach/ sondern sprich nur ein Wort, so wird gesund mein Seel- Dieses war des Haubt« Manns sein Gebett, welches du dir, liebster Heyland, hast gefallen lassen: dieses wiederholle ich dir / dich in mein Herz zu bringen; indem ich mich von wegen meiner Armseeiigkeiten nicht würdig schätze, zu dir zu kommen. Dessen tröste ich mich i wohl, O mein Heyland! wann mein l Glaub so lebhaft wäre/ als des Hauptmanns seiner gewesen ist; und mit einem solchen Eyfer und Begierd begabet, mit 34 wel- WZ( r?6 welchem er für die Genesung seines Le- n nrrs bcy dir angehalten hat, alsdann n wurdest du dich auch würdigen, wenig- L sten geistlicher Weiß unter das Dach d meiner Seel zu kommen, und einen Thcil g deren Gnaden gemessen lasten, die uns j, bey der würcklichen Communion gegeben li werden. Du allein, O mein JLsu! e> kaust mir diese Gnad meines lebhafften Glaubens ertheilen; du allein kanst in b meinem Herzen diese keusche Lieb anzün- L den/ so komme dann, Oeinig-Verlang- k. ter meiner Serl l erfülle mit dir selbsten st mein y ertz, und es ist ihme genug; wer- p< len es ausser dir nichts mehrers verlan- d> gen kan/noch verlangen will. Nach dir - sehnet stch all meine Begierd; O daß ich ^ deiner Gegenwart genieste! du bist unser tägliches Brod; du hast zu eben diesem . ß Ende auch das heiligste Abendmahl ein- L gesevet, auf daß wir uns täglich darmit L speisen, und ernähren sollen: und diß ist, ' h, welches mich schmertzet; daß ich dessen A heutiges Tags beraubet lebe/ wegen mei- zr ner Treulosigkeiten , und unvollkommen dj EZc - nen Lebens-Wandel- Dir will ich mich ll mein GOtt, völlig ergeben; und mein ? Leben ins künfftig also anstelle« / daß ich h dich öffters als bißhero empfangen mö- I ge. Dieser ist der veste Vorsatz, den ich S jetzt in deiner Gegenwart mache; ver- » leyhe mir die Gnad, daß ich es treulich ! erfülle. II I Diese Gnad magst du von unserem HErrn I begehren, da du zugleich dein Gebett vercini- gest mit den Gebettern die derPriester für sich, ^ und für dich nach der H. Communion verrich- ^ tet. Bereite dich schließlich, durch deS Prie« ^ sters Mund den Göttlichen Seegen zu em- l- pfangen ;.und preyse GOtt um alle Gnaden, „ die er dir erwisen hat- h Gebett der Dancksagung/ nach der r Heil. Meß. n i MCH benedeye dich mein liebster Hey- W land , und sage dir unendlichen >t Danck für die Gnad, die d« mir gethan , !hast, da du mir erlaubet, vor deinem n Angesicht zu erscheinen / und theilhafftig zu werden des allerheiligsten Opffers ^ dines Leibs und Bluts, welches du aus Z 5 Lieb Lieb gegen mir hast eingesetzet. Was 8 solle ich nicht diesen ganyen Tag thun zur Erkanntnuß djeser so auserlesenen Wohlthat? ich solle mich ja deiner Lieb e ohne Unterlaß schlachten und opfferen, » und meiner selbst stäker Abtödtung leben. Verleyhe mir heutiges Tags das Hertz und die Krafft/ den Anfang zu machen, mir abzusterben, und ein solchen gottsee- / ligen Gemalt anzuthun, wie du es be- ^ filchst, und uns allen nothwendig ist, ' den Himmel an unS zu reisscn. Lasse mir ( diese Gnad erfolgen , durch die Fürbitt r der allerseeligsten Jungfrau / unserer allergnädigsten Mutter Mari«, sambt ih- x rem glorwürdigisten Bräutigam Jo- r feph , und deren unzahlbahren Heiligen, s die sich mit dir in dem Himmel erfreuen; § und aber auf kein andern, als auf dem s engen Weeg deiner Gebotten,wie auch durch den Gewalt, den sie ihnen selbst«» § haben angethan / seynd hinein kommen: i s damit ich durch ihre Nachfolgung auf Er- ^ r den ihrer Glory in dem yimmel i . theilhafftig werde, Amen. r Beicht- b Innerlicher Hertzens«Scufftzer/ei- ^ uer küssenden Seel zu G-Ott, um Ver- ^ gebung ihrer Sünden, vor und nach der tz Beicht; auch sonst öffters zu ge- ^ brauchen. p ! M^SRR mein GOtt! ich der alleres' verworffneste Sünder bin aller- / dings unwürdig / daß mich der ir Erdboden trage / erbarme dich meiner, kt und mach mich seelig! l« HErr! der du bist das höchste Gut, )- wie bin ich doch durch die Sünde so weit r- von dir gewichen! ich wohne in einem >< sehr weit von dir abgelegenen Land der l Müheseeligkeiten / allwo ich dich schände u lich verlohren Hab. h Allerliebster Vatter, ich Hab gesundst u get in den Himmel / und vor dir, ich bin >: / nicht würdig, daß ich dein Geschöpft ge- k- nennet werde! O mach mich doch nur einen aus der Zahl deiner wenigsten in deinem Hauß.. Oivie _ W (l4->) M _ O wie hcrtzlich reuet cs mich , dag ich di dich O gütigster GOtt beleydiget Hab! ke O wie tieff gehet es mir zu Hertzen / wie K schmeryet es mich, daß ich dein H. Ge- C sah überschritten Hab! erbarme dich mei- st ner, und wasche mich von meiner Misse- sü that, und reinige mich von meinen Sünden. di O HCrr mein GOtt! ich sag allen «l Sünden ab; ich widersprich allem, was st> lasterhafftig in mir ist, und allem; allem , was dir in mir auf einigerley Weiß M mißfällig; ich erkenne meine grosse Un- jv danckbarkeit / die ich zu dir gehabt: mein m Zuflucht ist jetzt allein zu deiner allergnä- di digsten Barmhertzigkeit- di Reinige mich, O IEsu Christemit deinem kostbahrlichen Blut, und wasche kl mich von aller meiner Sünde. . gl Heyle me a Seel mit Sünden verwun- di det, mit dem heylsamen Oel deiner gött- hc lichen Gnade, O verwerffe mich nicht von dir! P O OErr/ gnädigster GOtt! von dieser Stund und Augenblick an will ich wi« in der __ W s 141 ) W __ ch der dein H. Gei»!) nicht inehr sündigen; ,! keinmahl in eintzige Sünd mehr einwilli- ie gen; lieber will ich alle Straff / alle e» Schmach und Schand / jaden Todt selbig stcn ausstehen , als hinfüro wider dich es sündigen. O allerliebster Vatter, gib mir würdige Buß-Werck zu verrichten, damit n ich nach Schuldigkeit meine Sünden ab- s straffe. l« Jetzt Hab ich einmahl ein Anfang ge- ß macht eines neuen Lebens/ O HErr! nicht ,s zwar aus meinen Kläfften / oder Stärcke n meiner Händen: sondern in der Menge deiner Barmhcrtzigkeit: bestättige, was du in mir hast angefangen, it Du hast mir HErr Vcrnunfft e und ein ie kluges Hertz ertheilet: aber/ Ö mich un- . glückseeligen armen Menschen! daß ich deine Gutthat mißgcbraucht Hab.- du k- hast mich aber gleichwohl / barmhertzigee st i Vatter / zuruck berusten / und von denen ^ Peynen der Höllen erlediget. !s Mich schmeryet hcrpiglich / daß ich dich i- meinen Erlöser so unzahlbahr bclcydiget Hab! _ W ( 142 ) W _ Hab! ich Hab mich darmit einen Leibeignen I« des Teufels gemacht , und dich wider E mich heraus gefordert. E Wolke GOtt , liebster Vatter! ich »e hätte deine Gebott niemahlen überschrit- st ten! ich wolte, daß ich nicmahlen in so er grosse Mühesceligkeit gerathen wäre: O daß ich dich beleydiget Hab! O gluckste- L lig, und überglückseelig der Stand der L Unschuldigen, welche die Unschuld erhal- G ten / und die Gnad des Heil. Tauffs s« nicht verlohrcn haben. ge Kräfftiglich sey es beschlossen / O GOtt! nicht mehr zu sündigen, niemahls 3 " will ich hinfüro deine Gebott mehr über- S schreitten; von Grund meines Heryens «ii nihm ich mir vestiglich für, mit der Hülff deiner Gnad dein Gesay zu erfüllen, stl Schaue mich an mit denen Augen deiner .i» Barmheryigkeit. O HErr! vertilge "e meine begangene Sünden, verleyhe mir ">> durch dein Güte deine Gnad mich zu best Di fern. jch O wie groß wäre bißhero mein Boß- heit! die Zeit der Buß Hab ich so lieber-- lich ^ W ( ) M _ „ lich lassen verschieicken: die Gnad und er Göttliche Hülff Hab ich verschmähet/ dein Stimm haben meine verstockte Ohren H »erschimpffet; und was soll ich über die- t« ses thun, es reuet mich meine Boßheitr so erbam dich meiner! 2 O daß sich GOtt über mich erbarme! e- O wie viel zehle ich der Wunden mein! er O wie groß ist mein Krankheit/ und ils GOttlosigkeit! mich zq heylen, und ge- fs sund zu machen / bist du gecreutziget, und getödtet worden. O O GOtt! sey mir armen Sünder ls gnädig, und Barmherzig: JEsu du :r- Sohn des lebendigen GOttes, erbarme ,s idich meiner. iss Du Herrscher meines Leben: du stehest n. Aber mit Augen/daß in mir nichts guts ,er ,ju finden ist/ die Gesundheit ist von mei- ae »er Seel gewichen: Blind bin ich/ und nr mit Müheseeligkcit umgeben: Ohne dich es- kan ich nichts! ohne dich weiß ich nichts! ohne dich bin ich nichts. >ß- O Heyland meiner Seelen! du weist er- die Zahl meiner Sünden/ und wie viel , guts _ UZ ( 144 ) W gu s ich bisher unterlassen : Verzeyhe ui mir, und errette mein Seel! « O wie recht; und wie billich! hat- n test du mich in die tieffeste Höll verflossen können, gerechter Richter; und gleichwohl a> hast du meiner aus Gnaden verschonet, g Ich bekenne vor dir O HErr, daß ich „ der aliergottloseste Mensch bin/ der auf di Erden zu finden ist: Ich vertraue einweg als den andern gleichwohl auf deine uw Z ermessene Güte rund obschon meine Sün- E den ohne Zahl seynd, ist doch auch kein Ziel deiner Barmherzigkeit. » O mein GOtt! mein Barmhertzig- s keit, ich bitte dich durch dein eingebohr- « nen Sohn, verleyhe mir ein Lieb und A Eyffer zur Tugend/ein Haß der Laster/ A ein Scheuch der indischen / und ein Durst ^ der himmlischen Dingen. ! ie Weh jener Zeit, in der ich dich nicht erkannte das höchste Gut meiner armen T Seelen! O weh meiner Blindheit, in m welcher ich dich nicht wahrgenommen, hi O Wann ich die Welt rechtschaffen ver- vi achtete! O wann ich alles zergänglicheS mit he t- m hl ch uf eg n- n- in g- >r- id :r/ cst rr- en in er- ies mit Füssen zerrrettete! O wann ra- alles was die Menschen so eytel lieben, für nichts hielte. O wolte GOtt! daß ich ernstlich von allen Lastern, und unordentlicher ^ike- Äion, und Neigung des Gemüths gerei- niget/ des Göttlichen Einfluß/ und Gnaden-Schätzen theilhaftig wurde, Amen. Inbrünstige Anmuthungm einer Gottliebendcn Seelen, vor - in - und nach der heiligen Commumon; sonsten auch öfters zu gebrauchen. Ui JEsu du Süsse meines Hervcns! O lW Leben meiner Seelen! O Weesen« heit meines Weese»/ und Freuden-volle Ruhe meines Geistes! streiffe mich ab von allen Creaturen/ damit ich in dir als ' lein ruhen möge. O HErr mein GOtt/ mein einzige Hofnung/ und Zuflucht! O Beliebter meiner Seelen! wann wirst du von mir hinwegnehmen alles/ was an mir un- ^ vollkommen/ alles was dir ungleich ist? Aus allem/ was ich liebe/ bist du mir K der der liebste Gesponß meiner Seelen, Hö- nig-süß, und voll des köstlichen Blumen» d, Geruchs! Ich warte mit Verlangen auf »i den köstlichen Geschmuck meiner Seelen/ Z damit ich dir gefalle. al Ziehe mich nach dir, O süssester JEsu l damit ich mit grosser Freud, und Reinig- », keit beständig lauste nach dem Geruch der- w ner Göttlichen Gebotten. ^ Mach aus mir ein Menschen nach bei- ze nen Wunsch/bereute dir in mir ein angenehme Wohnung, komme zu mir, und bleib j§ bey mir: vereinige mich mit dir gantz jst und gar, und verwandle mich in dich. O unerschaffenes Feuer, wann wirst de du mich doch mit der inbrünstigen Flam- I me deiner Liebe verzehren? Wann wird di alles Eigenthum bey mir ein End neh- di men/ damit ich dein allein sey? O mein HLrr und GOtt, dich suche ' w ich allein, wann wirst du mein Klopffen E und Seufftzcn einmal anhören, und die „> Thür ausmachen? Wann wirst du dich d, mir offenbahren/ und zu mir sprechen, ich bin dein Heyl? O UN- Wt7147 ) M O unermessenc Süßigkeit/ wannwirst^ ^ du mich in dich verzucken, verschlingen und verbergen? O HErr! gleichwie das ^ Meer ein Tröpflein Wasser verschlinget, also wollest du mich verschlingen. ! Du bist mein gantzes Glück und Heul, ° mein gantze Lust und Freud! O wann " wirst du mich in die Wohnung deiner Herrlichkeit einführen/ und mich dir uu, ' zertrennltch vereinen. ' ^ Dich O HErr Hab ich gesucht, dich will > -ich noch weiter suchen: All mein Arbeit i ist umsonsten, wann ich dich nicht suche. ^ Ich will dich H HErr nicht suchen auf - dem Weeg des Trosts, sondern, auf dem ' , Weeg der Liebe: Dich allein suche ich, > dich allein will ich/ dich allein verlange ich, ' dich allein lieb ich, und nichts ausser dich! Zu dir ist O HErr! was ich bin/ und ! ' waS mein ist, mein Lustbarkeit, und alles > Gutes: Indem ich sag: daß meine, und k mich sechsten , versteh ich dich allein, der > ! du mein bist allein / indem da ist das > Weesen mein. Mein Seel ohne dich, ist wie ein Erd K 2 ohne W ( -48 ) ohne Wasser: So giesse dann gärigster GOtt denThau deines himlischenSeegen über mich aus/und von der Fette der Erden deiner lebendigen theile mir auch mit. Ach wollte GOtt, du machtest mein Hartnäckigkeit wie ein Wachs zerschmelzen , damit ich nur vor Lieb zu dir, ganz feurig würde, und dich mit unaufhörlichen Seustzcrn anruffen kunte. Wehe mir! dessen indische Jnwoh- nung immer verschoben wird: Ich w rde gezwungen allda zu leben, wo ich nicht will: Mit dir wolle ich gern seyn/ und werde fort und fort von meinem Verlangen zuruügehalten. Dich allein verlange ich O HTrr l und ausser dir nichts, gib mir dein Hertz, und nihm dargegen das Meinige. O wann ich in aller Eyl die gantze Welt umlauffcn könnte / und allenthalben mit Heller Stimm heilig schreyend, dein Lob und Lieb verkünden möchte. O Allerheiligste Dreyfaltigkeit voller Freude und Wollust, voller Glantz und Herrrlichkcit, nähre mit deinem Göttli- Gött- r I n n n h II L n g g bi ic d L ici in of se> dc G W ( 149 ) §N _ Göttlichen Einfluß! O wahrhaftes liebliches Gut/ erfüllt mich mit dir selbst«»/ mein Ursprung übersetze dich, und führe mich ein in Abgrund deiner Güte. O mein Lieb und mein Freud! wann wird der Schatten meiner Sterblichkeit herzu nahen, und der Tag der Unsterblichkeit angehen? Wann werde ich den Lall meiner Sterblichkeit ablegen, damit ich mit deinen Heiligen dich ewig lobe. O höchstes Gut über alles Gut! O End ohne End! O wann werd ich dich geniesten ohne Maß und Ohne End? Mein HErr und mein GOtt! dich liebe ich allein, und allein deinetwegen lieb ich dich / und nichts ausser dich O Zierd d s Himmels, mit der Brunst deiner Liebe zünde an mein Hertz / dir opffere ich alles, was in mir ist/ damit du es mit deinen Flammen verzehrest. Ich begehre O HErr ILsu, daß so oft ich dem Athem an mich ziehe, ich dich selbst an mich ziehe, damit alle meine Gedanken, Wort und Werck, mit deinen Gebancken,Wort und Wercken vereini- Kz get/^ _W _ get, und also vereinig«! GOTT dem himmlischen Vatter zu seiner grösser» Ehr autgeopffert werden. Verleyhe mir HLrr mit deinen Göt- lichen Willen ehender lieber zu sterben/ als ohne dich hier länger zu leben. Wann wirst du mich in deinem Reich erfreuen / und mich würdigen dich anzu- schaucn ? Wann werde ich alles, was ich anjetzv glaube / lese, und von dir und deiner Glory anhöre, sehen/ wie es in sich sechsten ist? Vor dir schweige alles, was irrdisch O GOtt! du allein rede in meinem yer- tzen/ sey bey mir / und erleuchte mich, der du alles in allem bist, lieblich, und zugleich glorwürdig über alles. Verwunde mein Hertz mit dem star- cken Pfeil deiner Liebe, welcher mir allen indischen Trost bitter mache/ damit ich die weltliche zergängliche Freuden nichts achte. Löschein mir aus alle Bilder und Gemahl, welche die Kreaturen in meine« Hertzen eingedruckt haben / damit ich dis Ruhe, W ( ) W _- Ntuhe, den Frieden, und den Wollust nirgends suche als bei) dir, und in dir, H süssester GOtt meines Herzen, Amen. lag - Zeiten Don der glorwürdigen Heil. Mutter IZu der Metten. JEsus, Maria, Anna. E^Ebenedeyet seye die werthe H. Mut- ter Anna/ von welcher ohneErb- Sünd die Heil. Jungfrau Maria empfangen war. Tdue auf O HGrr meine Leftzen^ ^ re. So wird mein Mund dein Lob verkündigen.! -S'. O GOLt merck auf mein Hükff. re. HErr eyle mir zu heissen. Ehr sey GOtt dem Vatter/ und dem Sohn, und dem Hei!. Geist. L. 2lks er war im Anfang / jetzt, undall- weg, und zu ewigen Zeiten, Amen. K 4 Lob- _ W , Lob - Gesang. da j^Anct Anna ist das starke Weib / ^ Von Salomon gepriesen: UN Der GOttes Macht an Seel, und Leib / Le Hat große Gnad erwiesen. Au Sein Anfrau JEsus selber dich St. Anna thut erkennen: Jngleichem auch Maria dich Ihr liebste Mutter nennen: M Mit beeden diesen ich begehr Ar St. Anna zu verehren: Damit auch GOtt durch sie erhör Mein Bitten, und Begehren. Wer wird ein starkes Weib finden? Von weitem her, und von auffersten Enden ist ihr Werth. Ihres Manns Herz darf sich auf Sie verlassen / und keines Raubes wird er 'bevörffen. Bitt für uns / O Heil. Mutter Anna! L. Daß wir theilhastig werden der Ver- beiffung Christi. Gebett. jLlmächtiger, ewiger GOtt! der du die H. Anna zu einer Mutter der Gebühren» deines eingebornen SohnS erwählet hast: Verleyhe gnädiglich/ auf daß A, H- 8 , ive 3 I5Z - _ daß wir, die ihre Gedachtnuß mit Andacht begehen, vermittelst ihrer Fürbitt und Verdiensten die Freud des ewigen Lebens erwerben/ durch denselben Christum unfern HErrn, Amen. OErr erhöre mein Gebctt. L. Und laß mein Geschrey zu dir kommen. In aller unsrer Trüdsaal wolle uns allezeit beystehen die gutherzige H. Mutter Am.a. L. Amen. Zu der prim. JEsus, Maria, Anna. Gebenedeyetseydie werthe H. Mutte, Anna/ von welcher ohne Erb-Sünd die H. Jungfrau Maria empfangen war. O GOtt! merk auf mein Hülff. -r. HErr eyle mir zu helffen. . Ehr sey GOtt dem Vatter/ und dem Sohn, und dem H. Geist. «r. Als er war im Anfang, jetzt und all weg, und zu ewigen Zeiten/ Amen. Lob-Gesang. Ehestand du hast zugebracht Ein Friedenvolles Leben: K 5 WaS _W Z ( 154 ) W _ Was GOtt hat ie nur dir gemacht/ Wolt ihmjnichr widerstreben. Du zwar von GOtt in langer Zeit/ Kein Leibs-Frucht könnst erhalten. Dock hast du gern in allem Leyd GOtt mit dir lassen walten. Erwed mir Mutter diese Bitt/ Damit ich möcht erfüllen, Mit wahrer Ruhe, und Herzens-Fried, In allen GOttes Willen. Viel Wässer haben die Lieb nicht auslöschen können / und die Ströhme werden sie nicht dämpfen. GOtt hat sie geliebt, und hat sie gezieret. V. Und hat sie machen wohnen in seinen Tabernacul- Gebett. unser Gebett/ O barmheryi« ger GOttt l und verleihe uns durch die Fürbitt deiner Groß - Mutter St-' Anna/ daß wir in unseren Nöthen getrö« stet, und in unseren Anligen erhöret wer« den. Der du lebest, und regierest von Ewigkeit, zu Ewigkeit, Amen. ' yr. HErr erhöre mein Gebett« sa Und laß mein Geschrey zu dir kommen. In O r^r « _W ( 155 ) W _ In aller unserer Trübsaal wolle uns allzeit beziehen, die gurhertzige H. Mutter Anna. S. Amen. Zu der ^ertz. JEsuS, Maria, Anna. Gebenedeyet sey/ rc. wie zur Prim. Lob-Gesang. i7>A nun nach vielen Zahl ^ Das Alter war verlosten / Un kaum St. Anna dazumahl Ein Erben kunte hoffen. Ist ihr ein liebes Tochterlein, Durch GOttes Allmacht geben: So ohne Erbsimd, pur und rein Empfangen hat bas Leben. Damit dann auch ich dir gefall/ Ein Mutter dich kan nennen: Bewahr mich vor der Sünden Amen. Zu der Sert. JEsus, Maria, Anna. Gebenedeyet seye/ rc. wie zur Prim. Lob-Gesang. S)Aum hat das Englisch Töchterlei» Ihr drittes Jahr vollendet. Im Tempel sie schon muste seyn, Zum Spffer.BOtt angewendet. Gern G L G de m fr .bi dt N A A >e> Grrn selbst hat sich, in GOttes-Hand Maria darqegeben: er Dann ihr nur gar wohl war bekannt, et Daß sie dort jund das Leben, n Ich auch grd jetzt nach meinem Stand, GOtt! dir mein Seel / mein Leibe: ^ Gib alles durch Sanct Anna Hand/ 'k Uno wünsch, daß ewig bleibe. / ^ntipdons. )- Ihre Kinder seynd aufgestanden / und hall den sie für dre Werseeligste gepriesen. L. Gebenedeyet bist du unter den Weibern. Und gebenedeyet ist die ohne Erb-Sünd empfangene Frucht deines Leibs Maria. Gebett. W GOtt! der du grwolt hast / daß die W) Heil. Anna Mariam deine Jungfräuliche Mutter solle gebähren/und sel- .bige dir in deinem Tempel aufofferen, verleyhe uns durch die Verdienst der Mutter und Tochter, daß wir durch Aufgebung «nscrs in deinem göttlichen Willen / dir in deinem himmlischen Tempel mögen aufgeopffert werden. Der du lebest und regierest in Ewigkeit/ Amen. HLrr HErr erhöre mein Gebett- L.Unv laß mnn Geschrey zu dir kommen. In aller unser Lrübjaal wolle uns allezeit beystehen die guthertzigeH, Mutter Anna. L. Amen. Zu der Non. JEsus, Maria, Anna. Gebenedeyet seye/ rc. wie zur Prim. Lob - Gesang. ^AnctAnna hat das Jungfräulein, ^ Ganz Englisch auferzogen>; Dahero ihr gewesen seyn All Engel auch gewogen. Dann als das Kind GOtt geben wäre In seinem Dienst zu leben: Zu Dienst ihr auch der Engel - Schaar War jederzeit ergeben. Sanct Anna Lehr nach deiner Art, Wie man soll Kinder ziehen: Daß sie von Jugend wohl bewahrt / Das Böse allzeit fliehen. ^nripkonA. Diß ist der edle Palm-Baum, nach dessen Frucht die ganze Welt verlanget hat. Es sollen dich seelig sprechen alle Geschlechter.. sr. Und L. Und alle Völcker sollen deinen Namen preisen. Gebett. M GOtt! dessen Barmherzigkeit kei- W ne Zahl, «nd dessen Güte kein Cnd hat: Wir sagen deiner höchsten Majestät Lob und Dank für alle Wohltha- Ihen, so du der Heil. Anna erzeiget hast: vertraulich bittend, du wollest uns hier zeitlich ihrer gnadenreichen Fürbitt/ und dort ewig mit ihr deiner Glory lassen lheilhaftig werden. Durch Christum «»fern HErrn, Amen. HErr erhöre mein Gebett. ks. Und laß mein Geschrey zu dir kommen, v. In aller unser Trübsaal wolle uns allzeit deystehen die gutherzige Heil. Mutter Anna. «! Amen. Zu der Vesper. JEsus, Maria, Anna. Gebenrdeyet seye, rc. wie zur Prim. Lob-Gesang. t>N höchster Freud Sanct Anna stund/ Als JEsus / war qedohren: IZu unserm Hey! / weil ihr war kund / Daß er sey auserkohren. ? Mich Mich dir gantz kindlich anbefehl/ Du wollest mich regieren r Und kräftig meine schwache Seel Zu aller Lugend führen / Wann sich vielleicht im Tugend-Streit, Lin Feind wolt widerjetzen, Mt deiner Hilfsey du nicht weit. Laß mich auch nicht verletzen. ^mipkons. Viel Töchter haben Reichthum zusammen gebracht / du aber hast sie alle übertroffen ; Gunst rst falsch/ und Schönheit ist eitel: Ein Weib/ so den HErrn förchtet/ soll man loden. i--. Die Gnad ist ausgegossen auf deine Lefftzett. w. Darum hat dich der HErr geseegnet ewiglich. Gebett. Mmächtiger ewiger GOttl der du ^ den Leib und Seel der H. Anna, durch die Gnad des Heil. Geistes hast vorbereitet, daß sie eine würdige Wohnung der Mutter deines Sohns werden möqe/verleyhe uns durch ihre milde Fürbitt von allen des Leibs/und der Seelen zeitlichen Übeln/ und von dem ewigen s ^ » W(r6i^M __ gen Todt befreyet zu werden. Durch eben denselben Christum unfern HErrn, Amen. HErr erhöre mein Gebett. Und laß mein Geschrey zu dir kommen. In aller unser Trübsaal wolle uns allzeit bevstehen die guthertzige Heil. Mutter Anna. , Amen. Zu dem Lomplet. JEsus, Maria, Anna. Gebcnedeyrt srye, rc. wie zur Prim. Lob - Gesang. G>Anct Anna nun in Ewigkeit ^ Mt ihrer Tochter lebet, In wahrer Freud/ und Herrlichkeit. Än hohen Himmel schwebet. Ich beeden gun die Ehr, und Freud, Mein Seel und Leib sich freuen: Wünsch! diß allein zu seiner Zeit/ Mir GOtt woll auch verlevhen/ Ich weiß es schon / diß ist mein Lohn/ Auf Annam thu ich trauen: Daß sie vom hohen Himmels-Thron.» Wird gnädig mich anschauen. Hnripkona. Die Baan der Gerechten glantzet/ wie da- ' 8 Licht/ S§ZEin Hülf ist aller Welt bekannt. Samt Blast hoch gepiesen: Was deine wundersame Hand, Schon vielen hat erwiesen. Wer mit Hals-wehe behaftet ist/ Und deine Hülf verlanget/ Der glaube nur und sev vergwist. Daß er sein Bitt erlanget. O Ausbund grosser Tapfferkeit / Georgi sey gegrüsset / Die starke Vorbitt weit und breit/ Die Christlich Gmein genießet. Erlang uns Gnad daß wir allzeit / Was Sund ist/ können stieben/ Dem Feind der Seelen in dem Streit F Niemals zu unterligen. Hnripkona. Ich bin vergwist/ daß weder der Tod/ weder das Leben / weder die Enge!/ weder die Für- stenthumer/ weder die Tugenden/ weder das Gegenwärtige/ weder das Zukünftige / weder die Stärke / weder die Höhe / weder die Tieffe/ weder einiges Geschöpff wird uns ab- jöndern können von der Liebe/ welche ist in Christo JEsu unfern HErrn, Er- _W ( ^ ) M _ Erfreuet euch in den HErrn, und fro- locket ihr Gerechte. rr. Und rühmet euch/ die ihr eines aufrechten Hertzens seyd. HErr erhöre mein Gebett. Hr. Und mein Geschrey laß zu dir kommen. Gebett. Allmächtiger ewiger und gütigster Wü GOtt, der du deine auserwählte Heilige Blastum / Georgium / Achatium, Erasmum / Vitum / Margarerham / Christophorum / Pantaleonem/ Cyria» rum/ Egidium/ Eustachium/ Dionyst, um/ Catharinam und Barbaram/ mit sonderbahren Freyheite»/ und Gnaden vor andern reichlich begabt und sezierest hast/ auf daß alle so in ihren Nöthen und Aengsten/ deren Hüls andach« !k - tig begehren / nach deinen Versprechen 2 rin hrylsame Würckung ihrer Bitt ersah» ^ rcn, verzeyhe uns O mildester GOtt! unsere Sund/ erledige uns von allerhand >-> Widerwättigkeiten / von wegen ihrer n Verdienste»/ und erhöre gnädiglich unser Gebett/ durch Iesum Christum dei» L z ve» _W ( 166 ) M_ nen Sohn, welcher mit dir und dem Heil. Geist/gleicher GOtt, lebt und regiert in Ewigkeit, Amen. HErr erhöre mein Gebett. rr. Und mein Geickrey laß zu dir kommen. Last uns den HErrn loben. «. GOtt sey Danck. Der gläubigen abgestorbenen Seelen ruhen durch die Barmherzigkeit GOttes im Frieden. «. Amen. Zu der prim. 'S'. O GOtt merck, rc. wie oben zur Metten. EHCHatius die Glaubens-Feind, HK Hat siegreich überwunden, Wormit er sich zum GOttes Freund, Auf ewig hat verbunden, Durch sein erlittnen Marter-Todt, Will GOtt gnädig verleyhen. Daß unS in Trübsal, Angst und Noth, Sein Vorbitt kan erfreuen. Wittwen und Waisen zum Patron, Crasmum auserwählen, In Leibs-Schmertzen ihn ruffen an Viel Christlich fromme Seelen. Die zu dir kommen in der Noth, .Mit Lrübsaal bart getroffen, < Dem _W ( -67 ) W__ jl. Dem steht die Thür um Hülf zu GOtt, ^ Durch deine Vorbitt offen. ^nripkona. Aber die Seelen der Gerechten seynd in der Hand GOttes , und die Marter des TodtL ' wird sie nicht berühren,es hatte wohl das An, sehen in denen Augen der Unweisen / als wann en sie stürben und ihr Abschied wurd für ein im Plag gehalten, und ihr Weeg im Scheiden von uns für ein Untergang: Aber sie seynd im Frieden. Die Gerechte erfreuen sich in dem Angesicht GOttes. re. Und ergötzen sich in der Fröhlichkeit. HTrr erhöre, rc. Gebett/wie oben zur Metten. Zu der Tertz. H-. O GOtt merck, rc. wie oben zur Metten. WjAnct Veit wäre ins Göttlich Reich/ W Bey zarten Kindheits-Jahren 'Beruffen, in denen er gleich Den Marter-Todt erfahren. Den wahren GOtt hast du bekennt/ Den Götzen-Dienst zerstöhret / Ein Christen dich beständig g'nerrnt< Und viel zu GOtt bekehret. Du hell-glantzendes Edelgstein, Aller Lugend Exempel/ L4 Ein ( i68 ) Ein Jungfrau wie Crystallen fein, Der Heiligkeit ein Tempel. Sanct Margaretha Lilien rein. Im letzten Streit und Nöthen, Laß mich dir anbefohlen seyn/ Von Sathan mich erretten. Ob sie schon von denen Menschen Marter gelitten haben, so ist doch ihr Hoffnung voll Der Unsterblichkeit / sie seynd ein wenig gepla, get worden, aber in vielen Dingen wirds mit ihnen wohl verordnet werden , dann GOtt hat sie geprüffet, und befunden / daß sie seiner würdig waren. Die Gerechten werden in Ewigkeit leben. Und bey dem HErrn ist ihr Belohnung. HErr erhöre mein Gebett,rc. Gebett/wie oben zur Metten. Zu der Sert.' O GOtt merck,rc. wie oben zur Metten» !On Hunger, Pest, und Feuers,Noch/ ' Kranckheit und andern Nöthen/ Ganct Christoph ist erwählt von SOtt, Uns Menschen zu erretten. Wann unser Bitt zur Seeligkeit, Nur habe das Absehen, La ist er willig und bereit. Mit Hülff uns beyzustehen. Pan- _W l I6y) M _ Pantaleon durch GOttes Macht, Gtandhafftig in den Ouaalen, Den Marter-Todt hast du veracht/ Dein Freud war in Trübsaalen. Der Wütrich hat mit Marter viel/ Dein Leben nachgesetzet/ Du aber warst nach GOttes Will, Mit allen dem ergötzet. ^ Er hat sie bewehrt wie das Gold im Ofen, und hat sie angenommen/wie ein Opfer-Hand des Brand-Opfers, und zu seiner Zeit wird er ein Aug auf sie haben. Die Heiligen werden frolocken in der Herrlichkeit. ' «. Und fröhlich seyn in ihren Wohnungen. ' HErr erhöre mein Gebett, rc. Gebett,wir oben zur Metten. Zu der Non. ^ d-. O GOtt merck/ rc. wie oben zu der Metten. ^ MAnct Cvriac last sich fürwahr/' BÄ Als ein Nothhelffer sehen; In Leibs - und auch der Seelen-G'fahr/ Uns treulich beyzustehen. ^ Dahero ich dich auch begehr/ ^ Vor mein Patron zu ehren/ ' Damit GOtt mich durch dich erhör/ Irr all meinen Begehren. Egi- _ W O70 ) W Egidius von Jugend auf/ Sein G'müth gen Himmel schwinget, Sein Tugend,vollen Lebens-Lauff, Mit GOtteS Lieb zubringet. Hilff mir,daß ich die Göttlich Gnad/ Durch die Sund nicht verliehre, Zu aller Tugend früh und spat, Kein Beyspiel. mich anführe.. ^nripkona». D^Oerechten werden-leuchten, und wie die Funcken im Rohr hin und her lausten, sie werden die Völcker richten, und über die Leuth herrschen, und ihr. HErr wird ewiglich regiren. Diese seynd die Heilige, welche für den Bund GOttes ihre, Leiber haben darge-, streckt. «r. Und in dem Blut des, Lamms haben, sie ihre Kleyder gewaschen. HErr erhöre mein Gebett,rc. Gebett, wie ohmzur Metten. Zu der Vesper. O GOtt merck, rc. wie oben zur Metten. A8jEinen Beruff zur Seeligkeit, Durch d'Marter nicht verweilet. Samt Weib und Kind, zur Himmels-Freud, EMachiirö rracheylet. Durch _ Durch deme Arbert / Müh , und Schweiß / Zum Guten mich anleite/ AuS dieser Weit zur Himmels-Reiß, Mich sicherlich begleite. Wann s'Leben zu dem Ende geht/ Der Tod jchon herbey nahet/ Mann uns im letzten Toden-Bech Der höllisch Feind sehr plaget. Damal S. Dionysi thut Die Hand sein Dienern reichen. Da dann die Feind und Höllen-Brutb/ Von Stund an müssen weichen. ^ ^mipkona. ^ GOtt gab denen Gerechten die Belohnung ihrer Arbeit, und führte sie auf einen wun- : derbahrlichen Weeg, und war ihnen des TaaS zum Schatten, und durch die Nacht zum Licht der Sternen. i. Das Alter der Heiligen wird gleich denen Adlern erneuert werden. S. Und sie werden blühen wie die Lilien in der Stadt GOtteö. HErr erhöre mein Gebett, rc. Gebett/ wie oben zur Metten.' Zu dem T-Mplet Bekehre uns GOtt unser Heyland. Und wende deinen Zorn von uns ab. * L GOtt merck, rc- wie oben zur Mettem. L6 * Satz ^ 0/2 ) K lAß was die Welt und die Natur/ ' Gelehrtes bey sich führet. Mit diesen und mit Tugend nur, Sich Cathartna zieret. Du hast der Weit und eytien Ehr/ DaS Himlisch vorgezogen. Durch dich woü GOtt uns mehr und mehr. Mit Gnaden seyn gewogen. Du unftr Hofnung, Freud und Trost, Sanct Barbara am Ende, Manns dermahseins das Leben kost. Dein Hülfvom Himmel sende. Bitte! das wir das Englisch Brod, Vor dem Absterben g'nieffen. Und allerdings versöhnt mit GOtt, Den Lebens-Lauff beschlieffen. ^nripkona. O wle schön ist ein keusches Geschlecht/damit Lugenden erleuchtet/ dann sein Gedächt- nuß ist unsterblich, dieweil es bey GOtt/ «nd bey denen Menschen bekant ist. Sie seynd Jungfrauen/ rr. Und folgen das Lamm/ wo eS hlngehet HErr erhöre mein Gebett. Gebett, wie oben zur Metten. Ausopfferung. GiAs Lob sey euch gesungen all, W Ihr wahre GOtteS Freunde/ NotS- M 07Z ) M Nothhelffer vterzehen rn der Zahl/ Aus der himmlischen Gemeinde. Ich ditt ihr wolt mir stehen bey/ In Nöthen, und erwerben, Daß ich von allen Sünden frey, Glückselig möge sterben. Damit ich auch im Himmelreich, In unrahlbakren Freuden, In Ewigkeit könne mit euch/ Das aottbch Lob ausbreiten. Das ist mein Wunsch, das ist mein Willz Nur das ist mein Verlangen, GOrt aber ist das eintzig Zihl/ Ihm ewig anzuhangen. Amen. Litanei)/zu Ehren der Auserwähl" ten HH. vierjehen Nothhelffer». jErr erbarme dich unser. Christe erbarme dich unser. HErr erbarme dich unser. Christe JEsu höre uns' Christe JEsu erhöre uns. GDtt Vatter vom,Himmel/ erbarme dich unser. GOtt Sohn Erlöler der Welt/ erbarme dich unser. GOtt Heiliger Geist/ erbarme dich unser. Heilige Dreyfaltigkeit ein einiger TOtt, ekß barme dich unser. JEsu W c i74) W IEsu du Zuflucht der Betrangten/ erbarme dich unser. Heil. Maria du Nothhelfferin der Verlassenen/ Vitt für uns. Heil. Joseph du Freund der Nothleydenden/ bitt für uns. HH. Schutz-Engel, bittet fürunS. Alle Heil. Chör der himmlischen Geister/ bittet für uns. Alle Heilige Patriarchen und Propheten, bittet für uns. Alle Heilige Apostel und Märtyrer/bittet für uns. Alle Heilige Beichtiger und Jungfrauen/bittet für uns. Auserwählte vierzehen Nothhelfer/ bittet für uns. Heil. Georg!, du vortrefflicher Blutzeuge Christi / und Stärck der Schwachen/ Heil. Blasi / du liebreichester Vatter der Armen , H. Erasme/ du sonderbahrer Schützend Schirm in Verfolgungen, K. Vire/ du männlicher Kämpffer, und ^ günstiger Erhalter ersprießlicher Wohlfahrt, H. Pantaleon / du wunderbahrlicher Artzt der Krancken, H. Christophore, du grosses Wunder der Heyden, und Beschirmer der Deinen, H. S S ( -75^M H. Dionyfi/ du hell-glantzendes Lrechtder Gläubigen, H. Cynace, du Schröcken und Forcht der höllischen Geister/ H. Achat! / du herrlicher Verächter Welt- . licher Ehr und Wollüst / H. Eustachi , du wahrer Spiegel der Ge- dult in äussersten Creutz und Levden, S H. Egidr/duarlserwählter Hetffer der vet-.. stockten Sünder, zu wahrer aufrichtiger^ Beicht und Büß/.. H. Margaretha / du Fürsprecherin der be-- trangten Frauen v und grosse Belohnerindeiner Diener undDienerinen? H. Latharlna/ du Durchleuchtigste Prin- ceßin und Beystand der Gelehrten, H. Barbara, du unschätzbahrer Trost der Sterbenden, Alle Heilige und Heiligen GOttes/ bittet für uns. Sey uns gnädig, verschone uns S HErr. Sey uns gnädig, erhöre uns O HErr. Von allem Übet/ Schand -Sünd und Noch, erlöse uns O HErr. Von deinem Zorn und verdienter Straff/ erlöse uns O HErr. Von Pest / Hunger / Krieg und aller schädlicher Kranckheit/ erlöse uns O HErr. Won Hagel, Blitz und Ungervitter, erlöst uns O HErr. Von Von dem Zähen und unversehens» Todt/ er-! löse uns O HErr. Von verewigen Verdammnuß / erlöse uns O 'HErr. Wir arme Sünder, wir bitten dich, erhöre uns. Durch das Geheimnuß deiner Menschwerdung/ wir bitten dich, erhöre uns. Durch die Verdiensten deiner glorwürdigsten Mutter und Jungfrauen Mariae, wir bitten dich/ erhöre uns. Durch die Marter und Peyn der vierzehen Heil. Nothhelffern, wir bitten dich/erhöre uns. Du Sohn GOttes, wir bitten dich / erhöre uns. O du Lamm GOttes, welches du hinnimmst dieSünd der Welt,verschone uns O HErr.i O du Lamm GOttes, welches du hinnimmst die Sund der Welt,erhöre uns H HErr. j D du Lamm GOttes, welches du hinnimmst die Sünd der Welt/ erbarme dich unserO HErr. V. Bittet für «ns ihr Auserwählte Heili, ge Nothhelffer. «. Daß wir würdig werden der Verheiß sung Cbristi. Gebett. Lmächtiger, ewiger, und gütigster GOtt, >ig< Pc rut um thc svn vv> Hai Ml! gek Hel Bl re W B. ser »ei G< ini > »g> M die rw _ W ( 177 ) W _ GOtt, der du deine Auserwählte Hei» 5, ligen Georgium/ Blasium/ Erasmum/ Pantaleonen,, Vitnm, Khristopho- nS. rum, Dionyfium, Cyriacum / Achat«» >er,um, Eustachium, Egidium/Margare« tham / Catharinam und Barbaram, mit sonderbahren Freyheitcn und Gnaden vor andern reichlich begabt und gezieret ,en hast, auf daß alle/ so in ihren Nöthen öre und Aengsten deren Hälft andächtig be» . gehren, nach deinem Versprechen ein heylsamr Würckung ihrer Bitt erfahren, „st Verjeyhe uns, O mildester HErrlunle- lrr. re Sünden / erledige uns von allerhand mst Widerwärtigkeiten, von wegen ihrer ^ Verdiensten, und erhöre gnädiglich un» A ser Gebett, durch JEsumKhristum deinen Sohn/welcher mit dir/und demy. ille Geist, gleicher GOtt, lebet und regieret . . in Ewigkeit, Amen. Die Gnad der untzertheilten Allerheiligsten Dreyfaltigkeit, der Sck-ufi JEsu, Maria, Joseph, und dcrTrost der Heil, viertzehen Nothelffer verbleibe in uns zn ewigen Zeiten, Amen. M An- GZ ( 178 ) W Andächtige Gebetter Zu Ehren deren H. H. vierzc''-- , Nothhclffem, und zwar, einem jeden , > in besonder, andächtig zu sprechen. ^ Gebett zu dem Heiligen ! LI.^ 810 . ' Auserwählter Märtyrer undBü ! schoss Blast, der du von GOtt die Verheissung empfangen hast, ; daß alle die in Kranckhcit, Verfolgung ' und Armuth stecken, und durch dich seine ! Barmhertzigkeit anruffen, gnädiglich : sollen erhöret werden / ich bitte dich durch ' deine grosse Gedult und Sanfftmuth / mit welcher du GOtt gefallen hast/ du wollest mich betrangten Menschen nicht < § verlaßen/ sondern niit deiner starckeir , Vorbitt mich meines Heryens - Wunsch , und Verlangen theilhafftig machen/ ' : Amen. ! ( 179 ) W Gebett, zu dem Heiligen OL0KOIO. Heiliger strenger Ritter Christi Georgi, derduin der Dioeletiani- schen Verfolgung nach viel grausamer Marter den Palm - Zweig durch das Schwerin erlanget hast, ich bitte dich de- müthiglich, erwerbe mir von GOtt Behütung von allen meinen stchtbahren und . unfichkbahrlichen Feinden, auf daß ich Ihm mit freuen Gemüth angenehme Dienst erzeigen, und mit dir ewiglich erfreuen , auch aus aller meiner Noch und Anligcn gnädiglich möge erlediget werden, Amen. Gebett, zu dem Heiligen Heiliger Märtyrer Achate/ der der _um Christi willen deiner Kriegs- Dienst, und menschlicher Ehren beraubet, und dein Leib mit vielfältiger Peyn und Marter zerrissen worden/aber durch deine Standhafftigkcit erlanget, daß M - die > ^5 ! i/E _ GI ( '80) W _ die Heil- Engel dich fichtbahrlicher Weiß . besuchet und geheilet haben : Ich bitte dich, erlange mir durch dein starcke Vorbitt bey dem Allmächtigen GOtt, daß ich thue, was recht, und ihm gefällig ist, vnd mich durch keinen Ehr-Gciy böses zu thun / bewegen lassen / sondern in Haltung seiner Göttlichen Gebott wir- - der die höllische Geister durch seinen En, gel gestärcket werde , Amen. Gebest, zu dem Heiligen Heiliger Bischofs und Märtyrer Wy Erahne, der du sieben Jahr in der Wüsten gewöhnet, und von GHtt wun- , derlich durch einen Raben bist gespeiset worden / darnach aber von deV Abgöl- ^ terey viel tausend Menschen zu Christo bekehret hast < bitte GOtt für mich, daß , ich in den Christlich - Catholischen Glau- , den bis an mein End beständig verharren möge, Amen. Go- -« ( iS» ) Gebett, zu dem Heiligen vi ro. Heiliger Märtyrer Vite, der du in lW! deine» kindlichen Tagen alle Freud dieser Welt verachtet / und um Christi willen grosse Peyn und Verfolgung gelitten, und dardurch von GOTT diese grosse Gnad erworben hast; Daß alle, die dein Marter loben und preysen / von aller Gefahr dieser Welt bewahret / und endlich zu der Glory und Herrlichkeit dev Göttlichen Majestät sollen geführet werden / ich bitte dich durch deine heilige Verdienst / du wollest mir bey GOtt Gnad erwerben / daß ich in den gefährlichen Wd derwärtigkeiten und Verfolgungen dieser Welt also bestättiget in der Bekannt- nuß meines Christlichen Catholischen Glaubens verharre, daß ich mit dir de» siegreichen Palm-Zweig in der ewigen Seeligkeit erlangen möge, Amen. M3 Ge- ( 182 ) ZA Gebett, zu der Heil. Jungfrau und Märtyrin. ATlyeilige Jungfrau und Märtyrin Us> Margaretha, die du um Christi willen viele grosse Marter und Peynen erlitten, auch in der Gefängnuß den Teufel in Gestalt eines Drachens mit den Zeichen des H. Creutzes vertrieben, und in deinem letzten End das zeitlich und ewige Heyl der Menschen dir hoch angelegen hast seyn lassen, O du glautzender Stern, klarer dann das Licht der Sonne»; Q du kostbahres Margarith,werther dann alles Gold und Edlgestein, ich bitte dich, erwirb mir von GOtt Besserung des Le« bens, Verzeihung der Sünden/ Standhaftigkeit des Glaubens/ gesunden Leib/ und in meinen letzten End beschirme mich vor den höllischen Drachen/ Amen. Gebett zu dem Heiligen e»KI8 7'0?»OK0. Heiliger Märtyrer Christophore,, 4 _W ( i8z ) W _ -> der du von Christo unserm HLrrn und Heyland wunderbarlich bist bekehrt worden , und nicht allein eine grosse Menge der Ungläubigen zu dem Licht des wahren Glaubens gebracht, sondern auch die gefangene und nothleydende Christen in der Bekanntnuß Christi zu ver- - harren, mit grossem Eyfer gestarckt, auch de» Allmächtigen GOtt gcbetten Hast, ' daß er um deinetwillen die jenige / die dein Gedächtnuß begehen/ vor Hagel, Feuer, Hunger und Pestileny gnädiglich bewahren wolle, ich bitte dich/ sey mein Vorsprecher, daß ich von GOtt Gnad erlange/ jederzeit ihn vor allen Feinden beständig zu bekennen/ und in dieser Bekanntnuß willig und bereith mein Leben aufzuopffern, erwirbe auch ^ bcy dem Allmächtigen GOtt, daß er durch deine heilige Verdienst alles Un- gewitter abwende, und die liebe Frücht auf den Feld behüte / und in allen schädlichen und pestilentzischen Kranckheite» uns gnädig beystehe, Amen. ( 184 ) Gebett, zu dein Heiligen MTH bitte dich O Heil. Nothhelffer jW Pantaleon, du wollest meiner ins gedenck scyn vor dem Angesicht GOttes, damit ich durch deine Verdienst und Vorbitt vor allen Übel der Seel und des Leibs beschützet werde, auf daß ich in aller Tugend und guten Wercken zmiehme, und fortfahre: Zu der Stund meines Lodts wollest du mir wieder die Anfechtungen des Feinds zu Hülff kommen, und beystehen/und meine Seel, nachde- me sie von aller Lrübsaal erlediget, zur Freud des himmlischen Paradeyß leiten vnd führen, Amen. Gebett, zu dem Heiligen HCrr, wir bitten dich, verleyhe «nS durch die Vorbitt des H. Cyriaci, das Heyl der Seelen und des Leibs, auf daß, die wir seine Marter mit Andacht verehren, seine stette Hülff empfinden/ und ( ) Mio zu der himmlischen Freud gelangen, Amen. Gebett, z« dm Heiligen LQIVIO. )Lmächtiger ewiger GOtt, der du rin wunderbahrlicher Glaay bist deiner Heiligen, und fürnemlich in deinen Haus seelige Bekenner und Beichtiger verordnest, wir bitten dich demüthig, du wollest die Band unserer Snnd auflö- sen, und uns Unwürdige der Vorbitt des Heil. Egidi/und der Heil. Nochhelffern theilhafttg machen, damit wir von Sünden lvß gemacher, forthin dieselbige unterlassen/ in den wahren Glauben und Liebe wandeln, deinen Heiligen in allen Guten Nachfolgen/ und nach einen fettigen End ihrer Beywohnungen, in der ewigen Glory und Herrlichkeit geniesten, durch IEsum Christum unfern HCrrn, Amen. Ge- W ( i86 ) W Gebett zu dem Heiligen M^CH bitte dich demüthiglich O Heil. iW Nitter Christi/ und Nothhelffcr Eustachi, du wollest meiner vor dem Angesicht GOttes ingedenck scyn, damit ich durch dein Verdienst und Vorbitt vor allen Übel derScelund desLeibs beschützet, und erhalten werde/ und daß ich in aller Tugend / der du dich auch vor deiner Bekehrung, da du noch ein Heyd wärest, zum höchsten bestießen hast, wie auch in allen heilsamen Thun und Lassen', zunehme und fortfahre; zu der Stund meines Todts wollest mir wider die Anfechtung des bösen Feind zu Hülff kommen/ und mein Seel uachdeme sie von aller Trübsaal erlediget / zur Freud dctz himnüischen Paradeyß begleiten, Amen. Gebett zu dem Heiligen VVONI8I0. GOtt, der du den Heil. Dyonist- um deinen Märtyrer mit Kraft dev Be- ( 187 ) Beständigkeit/ in seinen Leyden hast ge- stärcket: Wir bitten dich, verleihe uns um seiner Lieb willen/ die er zu dir getragen hat/ die zeitliche Wohlfahrt der Welt zu verachten, und von ihrer Widerwärtigkeit uns nicht zu entsetzen, durch JLsum Christum unfern HErrn/ Amen. Gebett, zu der Heil. Jungfrauen und Nothhelfferm Du Heilige Königliche Jungfrau, und glorwürdige Märtyrin Catha- rina/ die du mit der Geschicklichkeit aller natürlichen Künsten von GOtt aufs beste begabt gewest, und mit deiner Wohl- redenheit, alle Heydnische Weisheit zu nichts gemacht, und Christum deinen Bräutigam standhastig verthädiget, und um seinetwillen alle weltliche Freuden dir verziehen, und den Tod willig gelitten hast: Ich bitte dich, erleuchte die sS ( -8«) M die Finlternuß meines Verstands / und leite mich von den Weeg der Sünden auf die rechte Straß der Tugenden und guten Wercken, und erlange mir Gnad, daß ich vor meinen End durch deine Vor, birt, Verzeihung meiner Sünden empfangen möge, Amen. ij Gebett, zu der Heiligen Jungfrauen und Nothelfferin. tothelfferm. L K L ^ k bitten dich OHErr/ daß «nS TV die Vorbitt der seeligen Barbara deiner Jungfrauen und Märtyrin allzeit helffe/ damit wir nicht gähling sterben, sondern vor den Tag unsers Todts mit den Sakramenten des Allerheiligsten Leibs und Bluts unsers HLrrn , wie auch der Heil. letzten Oelung verse, hen, in das Himmelreich rtngehen mögen/ Amen. H s ) leuffzer Z« dem hmscheydenden Heyland amCreutz. lO reyse nun glücklich hin / Ogütig» > ster IEsu! weilen du also verlangest. Reise Hw' O mein Hoffnung, weilen eS dir also gefällig ist/ruhe endlich von deinen Bcdrangnusfen, und mache deinem Elend ein Ende. Reise hin/und gebe dem Mördersweicher auf deinWort trauet und hoffet) das versprochene Paradeyß,und nehme seine Seel auf, als die erste Früchten und Darangab aller Sünder, und meiner armen Seelen: sintemahlrn du mich an- noch in diesem Elend/undin diesem sterb« lichcn Leben hinterlaffen wilst. O allerhöchster Tröster, steige hinunter biß zu der Höllen, zerbrich dero Pforten' erleuchte ihre Finsternussen,stelle dich jenen heiligen Alt-Vättern zugegen/ welche also nach dir seufftzen,ende deren langwürige Hoffnungen , und macke sie mit deiner allerheiligsten Gegenwart seelig / und glorreich. Reist hin / Min HErr, zu deinem himmlische» _ W ( 19° ) W ^ , lischcn Vattcr, welcher dicy beruffcl,übcr, ! ' winde den Todt durch deinen Todt, ver, ^ schaffe, daß solcher hinsühro süß und wohl, gcschmack werde,zumahlen er dasEnd dci, ner Begierden, und der einyige Weeg ist/ , wordurch wir dich sehen, Zu dir kommen, ^ und ewig bey dir verbleiben können. Rei, ! se hin, du meine Glory, entdecke und ver« ! leichtere diesen bißhero verborgenenWceg, und befleiße dich / bald wiederum zu uns zuruck zu kehren, wie du uns versprochen hast, verkürye diese dreh also lange Täg und Nacht, so viel dein Wahrheit vertra- ' gen kan/cntzwischen aber überlasse mir dei, ncn Glauben / deine Hoffnung / und deine Liebe- O mein YErr! betrachte jene Peyn und Schmeryen / mit welchen meine Seel behafftet,auch jene grosse Hoffnung/ welche du mirhinterlaffest, dich wiederum . von den Todten erwecket / gany glorreich, schön / süß / liebreich, ewig, und als die «inyige Freud nieines Geistes zu sehen. Kehre bald wiederum zuruck zu dem Le, ben/Q wahres Leben .'damit meine Seel, wie ich herylich verlange, mit dirverein, bah- __ .. s ryr ) M __ ! bahret leben/dich besitzen,auch von dir be- j scffen, umfangen, gany in deine Liebe ver- ^ staltet möge werden; O cintziges, O wah- ^ res, O allerhöchstes Gut / O süsser JLsu I meiner Seelen, Amen. Gebett zu -en allerheiligsteu Wunden JESU. I. MESU Wunden alle Stunden, M Seyd'verehrt zu tausendmal)!, Seyd gegrüffet/ seyd geküsset/ Meiner Seelen Lebens^uall. 2. Bey den Füssen / will ich büssem Alle meine Misschat; Will beweinen deine Peynen, Die mein Hertz verschuldet hat- Z. In dein Hände / ich absende Meine Seel in Tvdtes-Notl)/ Laß sie scheyden in die Seiten, Die dein Blut gefärdet hat. 4, Meines Hertzen bittre Schmertzen/ In der letzten Todtes-Stund, Werden süsse, wann ich grüsse< JEsu deine Achse! - Wund. 5. Zch bereue, ach verzeyhe. Alle Schuld/ so in mir steckt, Keine Freude, weder Leyde Diese Reu in mir erweckt. 6. Nur 6. Nur. die Liebe / die ich übe/ Macht mein Hertz vor Schmertz zergehn, Drum in Leyden / ohne Freuden/ Will ich bey den Füssen stehn. AMEN. Zu der Heiligen Spreche erstlich die offene Schrstd, odee Vas ("onüreor, sodann bette z.Vatter unser und Ave Nlaria, in Erwegung der grossen Zerknirschung und Schamhaftigkeit, mit de- ro diese Heil. Büsserin die Fuß Christi gewaschen, und mit ihren Haaren getrocknet. Gebett. M Du Hei!. Seraphische Büsserin Magda- lW lena l ich erinnere dich jener Gnad/ die du empfangen, als vu kämest die Fuß deines allerliebsten Meister und HErrn zu waschen, solche mit de» Haaren deines Haupts trocknetest; der dich ( lyz ) E Drum inLkyden, ohne Freuden , Will ich bey den Füssen stehn. AMEN. Andacht Zu der Heiligen Maria Magdalena. Wer diese Seraphische Liebhaberin Christi lähr.'ich dreysiq Tag mit folgenden Gebettlein verehren wird, soll durch ihre Dorbitt, vor seiner Sterbftund eine wahre Neu seiner Sünden, und viele Gnaden erhallen. Diese Andacht solle am Vorabend des FeftS der Heil. Magdalenä angefangen, und am Tag des H. Dernardi geschlossen werden. Spreche erstlich die offene Schuld, oder das Oonütsor, sodann bette z. Vater unser und Ave Maria, in Erwegung der grossen Zerknirschung und Schamhaftigkeit, mit dero diese Heil. Buffer in die Fütz Christi gewaschen, und mit ihren Haaren getrocknet. Gebett. du Heil. Seraphische Büsserin Magdalena! ^ ich erinnere dich jener Gnad, die du empfangen , als du komest die Fuß deines allerliebsten Meister und HErrn zu waschen, solche mit den Haaren deines Haupts trocknetest; der dich hingegen wider die Luden und dero rechtmäßige Bestraffung getreulich schühett. N Ich t 194 ) GO Ich sündhafte See bitte dich demüthigst, da wollest mir eine herzliche Lieb GOttts, eine voll- kommneste Neu, häufige Buß -Thränen, und vollständige Beicht meiner Sünden erhalten,auf daß mich der mildreicheste GDtt wider die Anklagungen deren bösen Geister durch deine Für- ditt schütze und erledige, Amen. Andertens bette z. Vatter unser und Ave Maria, in Erwegung, was masten diese Heil. Büfferja tagttch siebenmal Vas Göttliche Lob abgesungen. Gebett. ^8 du Heil. Seraphische Bussen» WM Maria Magdalena! ich erinnere dich jener Freud und Süsse, so du empfunden, als die heilige Engeln dich täg'ich siebenmal in die Luft erhebet, tvo du in Anhörung des süssesten Engel-Gesang zugleich dein Gebett andächtig verrichtet: Ich schreye mit Mund und Heryen zu dir, und bitte, du wollest mir Verzeihung aller meiner Nachläßigkeiten und Zerstreuungen in meinem Gebett erlangen, auf daß ich solches hinführo mit andächtig - und eyfrigen Herzen ohne Saumseeligkeit verrichten, und mit dir, und dem ganzen himmlischen Heek in (rS5) UK in den» himmlischen Vattcrland meinen GOtt ewig loben und benedeyen möge/ Amen. Drittens bette z. Vatter unser und Ave Maria in Erwegung, mit was Andacht diese H. Büfferin DaS Hochwürdigfte Altars, Sacrameat vor ihrem «Hinscheyden empfangen. Gebett. ^8 du Heil. Seraphische Büsserin WA Maria Magdalena! ich erinnere dich jener Freud, als dich die Heil. Engeln aus der Wüsten in die Stadt Aich führeten, in selbiger Kirch vor den Altar stelleten, allwo du auch in die Lüfte erhebt das Heil. Abendmahl aus den Händen des Heil. Bischt iss Maxim» empfangen , hierauf unter Göttlichen Danksagungen deine heilige Seel aufgeben, und durch die H. Engel mit dero grossen Frohlocken in den Himmel übersendet, ich bitte, O meine liebste Mutter, Patronin, Vorsprecherin heilige Büsserin! du wollest mir durch deine Andacht bey GOtt Verzeihung erhalten, aller Fehler und HK ( 196 ) DK ' Versaumnussen, so ich in Geniessung dieses heiligen Sacraments begangen, damit ich solches hinführo mit grosser Ehrerbietigkeit und Eifer geniesse, be« sonders desselbigen mich in meiner lez« re» Tods-Krankheit als eines gewissen Vorpfand meiner ewigen Seeligkeit theilhastig werde. Komme mir dazumal zu Hüls, und bewahre mich in meinen letzten Aengsten durch deine kräftige Vorbitt vor allen Anfall der bösen Geistern; begleite mich in die ewige Freuden, auf daß ich samt dir und dem gantzen himmlischen Heer meinen GOtt ewm loben und benedeyenmöge, AMEN. Ä O,' ^ ^ ^ ^