10 Bie^r schöne neue Lieder. DaS Erste., Oer lustige Jägrrsmanii^,^b Ich bin der lustige Jägersmann, :c. ' DaS Zweyte. Die zufriedenen Landgatten. Heisa lustig, ich bin Hanns, rc. DaS Dritte. ^ Hanns ist mein, was brauchts jetzt mehr, re, DaS Vierte. Die Zufriedenheit. Groß zu seyn, und reich zu werde«, rc, ( 53 ) Stey r, gedruckt r^nd zu finden bey Joseph Greis Das Erste: 1 . ^ck bin der lustige Jägersmann > Und iverd' es allzeit seun; , Will auch, so lang ich atbmen kamt, Mich diesem Stande weiten; Da ich von mir stets sagen kann: Ich bin der lustige Jägersmann, Zeigt an, daß ich zur Jägerey Von Gott bestimmet sey. ' 2 . Am heißen Tag vom Jagen müv, Durst Abends mich nach Ruh; , Beym schönen Nachtigallenlied, Schließ ich die Augen zu: Die Nacht im Laube zugebracht, Durch Vögelchöre neu etwacht. Sing ich auch mit: Auf meinen Gott Trau ich in Angst und Noch. 3. Schoß Sckon glänzt die Sonn am Sternenreich, Das Wild schleicht sich hervor, Die Wiesenflnr bält auch zugleich Bethaut das Haupt empor: Dem heißen Tag folgt d'kühle Nacht, Und dieser jene Morgenpracht: Wie deutlich zeigt uns die Natur Des Schöpfers Wmachtsspur! 4 . Mein Hund, dem schönen muntern Thier, Sobald es mir gefallt, Geb' ich nur einen 'Wink von mir, Ertönt durch ibn der Wald; Soll wohl ein Mensch die Arbeit flieh'n , Wenn Thier' sich dieser unterzieh'«? Nein, Arbeit und Gebeth mißfallt Nur Bösen auf der Welt. 5 . Mir fehlts auch nicht an Muth und Kraft, Mit manchem Wildpratschütz, Den ich mit Prügeln fortgeschafft; Focht ich mit voller Hitz: Und soll ich auch ein Böswicht scheu'«. Ist nicht ein guts Gewissen mein, Getreu verbleib ich meiner Pflicht, Äen Tod selbst furcht' ich nicht. h. VL- Vivat! der edlen Jägerey Bleib ich stets zugethan, / Gott und dem Fürsten dien' ich treu So lang ich athmen kann, Hab' ich nach Kräften Jedermann Genützt, gedient und woblgethan; Dann ist, so wahr ich Jäger bin, Das Stttberr mein Gewinn! - Das Zweytc: 1 . r^eisa lustig, ich bin Hanns, Und bin ohne Sorgen, Freuden eines ehrlich'« Manns Fühl ich heut und morgen. - Unser Amtmann ist mir gut; Vogt und Vorgesetzte Nennen mich ein ehrlich's Blut, Und Las ist das Bestes Unter Arbeit und Gebeth Schwinden meine Stunden; WaS man fröhlich thut, geräth, Und wird kaum empfunden. Arbeit macht den Lebenslauf Noch einmahl so munter. Froher geht die Sonne auf. Froher geht sie unter. 3 . Und mein Weib ist Kronen werth Vivat meine Hanne! Was ihr Mann von ihr begehrt, Gibt sie ihrem Manne. Zwar sie brachte mir nichts zu. Als ein Herz voll Treue, Aber braucht man mehr zur Ruh, Mehr ^ daß man sich freue? 4 . Bin ick» nicht ein ganzer Kerls Glücklicher als Städtlkr, Meine Hanne, meine Perl, Sagte mir es redler? Ich darf eines Edelmanns Rittergut nicht neiden. Heisa lustig ick bin Hanns, pnd bin voller Freuden, W Das Dritte: Aanns ist mein, wasbrauchts jetzt mehr, Und ich seine Hanne., Dreh den Engel hin und her, Sagt was fehlt dem Manne. Schön ist er zwar steylich nicht. Taugt nicht viel im Scherze, Doch was nutzt ein schön Gesicht, Und ein böses Herze? 2. Vom geringsten Nachbarn an. Bis zum größten Herrn, Ist mein lieber braver Mann, Ueberall in Ehren. Arbeit und Religion, .Ist des Hannsens Krone, Ey, du frommer Adams - Sohn, Du bist meine Wonne. o. Gottvffne dein Vater-Ohr, Hör' das eifrig Bethen, Von dem starken 'Jungfern - Chor, Die gern Männer hätten. Sie selbst sagens: wüßten wir. Daß wir ledig sterben, War das Loos der Weiber hier, Mord, Tod und Verderben. Billig klagt ihr, denn allein Immer seyn zu mäßen. Hieß in stäter Höllenpein - Seine Sünden büßen. Gott sey Dank, ich Hab ein Mann, Und dazu ein Hannsll, Zu ein Jäusel wart dir schon, Ein gebratens Gansel. Das Vierte: 1 . ^rvß zu seyn und reich zu werden, Sey niemals mein Wunsch auf Erden, Das den Fall so sehr beschwert, Wenn das Glück den Rücken kehrt. Vielmehr will ich mich bemühen; Hohen Rängen zu entfliehen.' 2. Ehre, Reichthum, Gold und Seiden, Und dergleichen Eitelkeiten, Zeigt die Welt in schönster Flur, Wohlgemerkt, sie zeigt es nur. Ich verachte diesen Tand, Mir sind ihre List bekannt. 3 . . . Frohe Lebenstäg genüßen, Nichts vom Gram und Mißmuth wissen Dieß kann nur der wahre Christ, Der mit sich zufrieden ist; Und sich auf sein Gott verlaßt, Wenn ihn gleich das Schicksal haßt. 4 . Adieu, Welt! du sollst nun wissen - Nie werd' ich mich dir anschliessen, Beyspiel gabst uns schon genug, Daß du stolzest von Betrug. Ich strebe nach erv'gem Lohn, Den gibt nur Religion.