Kriegsgebet welches wir hoher Gen^hm^A^n^ ln sä'mmtlichen reformirten Gemeinden der k. k. deutschen Crblande -UM öffentliche» Gebrauche bestimmt ist. Änm Besten des Unterstützungsfonds für dir Landwehr»Familien. ^ > . ' , «--et gefalzt io Mit -Tallishauffeefche n Schrifteu» l ^ N/> ^ 7 '^.^. ,' ^v-. v «v» ri -^W8* »»- -.-Lepe^ 7^-- -i LML'i > »> 7 ?» ^ < ^ 7 ^. LN>.W ^-^7 Herr unser Gott, oberster Gebieter über Me? was da ist und lebet und geschiehst! Zu Dir erheben wir unsre Herzen und unsre Hände — zu Dir, von dem Hülfe kommt, von dem Hülfe uns Werden wird, nenn Du deiner Hülfe uns werth findest. Laß ihrer würdig uns seyn Mrch Gesinnungen und Lhaten, die vor Dir gefällig find! Liebe des Vaterlands, um dessen Wohl, um dessen Erhaltung es gilt — Liebe seines verehrte» Beherrschers, der auf so vielfache Weise schoa Wnsre dankende Liebe sich erwarb —Liebe zu unfreie Pflicht und zu Dir, erfülle unser Innerste? und zeig.« sich thatig ln unfern, ganzen Beüehmen! Hoffnung Md Vertrauen auf Dich, derDu unser Gptt und-Vater-bist — auf Deinen Schutz, auf Deinen Segen, auf einen glücklichen Ausgang -es Streites, belebe und leite uns,in allem, wa? sich hierauf beziehet; Hoffnung und Vertraue» au/Dich, den Allwaltenden, den Gott der Stärke, .de« nicht? widerstehen kann! Was Du, Gott! gebeutst, das geschuehet; wen» Du uns zur Seite stehest, wer vermöchte dann un* zu schaden; wenn Du mit uns Hist, wie sollt« dann nicht gelingen, was in der Furcht Deine- Pahmens unternommen wurde — in Deiner Furcht Vvllführt wird! Za, Herr und Gebieter über Alles, der Dy noch nie uns verließest in irgend einer Norh, dessen Gnade mit jedem Jahre und jedem Tage sich erneuet, dessen Macht und Gnade ewig währen! auf Dich ist unser Auge gerichtet, auf Dich hoffen und Vertrauen wir; und in dieser Zuversicht gehen wir einer Unfern Blicken für jetzt noch verborgenen Zukunft entgegen — in dieser Zuversicht harren wir des Ausganges und trösten uns bis dahin Deiner Vatersorge und jedes Beweises Deiner unbegranz- ten Huld und Liebe über alle, durch welche Uns Deine Hülfe zu Theil wird. Theucr sind unser aller Herzen sie, die wir mit warmer Vaterlands- und Bruderliebe umfassen '— aus dem Innersten desselben steigen daher zu Dir, o Gott! unser* .Wunsche und Gebete für sie empor. Vor allem vereinigen wir, als treue Untertha- wen und Verehrer Ehrfurcht gebietender Größe, UUser heißestes Flehen für Deine« Gesalbten, unfern Kaiser und Herrn — für seinen kaiserlichen ' Gruder, den höchsten Befehlshaber der gesammten Kriegesmacht und für die übrigen Prinzen des erhabenen Kaiser - und Erzhaufes, welche am Kriege > mit Ihnen Theil nehmen. Deine gnädigste Obhut walte in allen Rücksichten über Ihnen ; mit Ihnen s«y Deine mächtige Hand! Sey in Gefahren Ihr Schild, in all Dir empfehlen^ Ihr Beysta-d und Ihr Trost! Er-' halte und stärke Ihre kostbare Gesundheit untek den Anstrengungen und Beschwerden Ihres jetzigen Berufes. Jedes Beyspiel, das Sie in demselben geben, sey ein hohes Muster für Alle, die unter Ihren Befehlen dem Staate dienen. Ihr ganzes Benehmen stoße diesen — eS stoße uns Allen und dem Anslande das volleste Zutrauen und die Ihnen gebührende Hochschatzung im reichesten Maaße ein und zuversichtliche Hoffnung eines dem hohen Zweck dieses Krieges entsprechenden, durch Deine segnende Mitwirkung glücklichen Ausganges desselben. Jedes für eine wohlgegründete Ordnung und dauerhafte Ruhe der Staaten — sedes für Men- schenwohk empfängliche Herz wende Ihnen zu und der guten Sache, für welche sie streiten. Krone Ihr edles Bestreben, das Beste dieser Staaten und der Menschheit zu befördern, mit einem glorreichen Erfolge; daß unsers Kaisers und Ihrer jeder Edle und Gute — daß Ihrer die späteste Nachwelt sich freue! Dem Feinde selbst müsse Ihr Benehmen «ine Achtung abdringen, die ihn, nachdem gerechten Wunsche der seufzenden Menschheit, zu baldigen Gesinnungen des Friedens —- zur Herstellung allgemeiner Ruhe und Gründung einer allgemein sich verbreitenden Wohlfahrt geneigt machen! Wir stehen ferner zu Dir, Allgegenwärtiger und Allgewaltiger! für das ganze Heer und sämmtliche höhere und mindere Anführer desselben. Hilf Du such ihnen -tragen ihres Standes -BeschwerdeM ^ Zrnd sey ihr Schutz in seinen Gefahren. Erhalte ^ sie in gleichem Muthe keine derselben zu scheuen, ^ und gieb ihrer Tapferkeit Dieg ! Laß crfler Arten ^sie Freunde finden, die es mit ^ ihnen und der Hüten Sache redlich meynen, die ihre ^ Herzen erquichen -und dankbar ihnen dafür entgegen kommen, daß Du zu ihrer Rettung sie schicktest! , Sey in Allem — auch dann besonders, wenn ^ sie für das Vaterland und die allgemeine gute « Sache verwundet werden, oder einem ehrenvollen ^ . Lüde unterliegen, ihr mächtiger Beystand ! .Auch ^ ihr Andenken -bleibe im Segen, mach -rhren Ver- ^ drensten! ^ Segne, Vater über Alles! segne überhaupt jede rreue Mitwirkung zum allgemeinen Besten! ^ Erhalte in uns und allen unfern Mitbürgern und ^ belebe immer mehr ächte Vaterlandsliebe und da- g zuversichtsvolleste Vertrauen auf Dich. Ecnmüthi- ^ ger Sinn herrsche unter allen Bewohnern sa'mmt- ^ sicher Provinzen unsers Staates und lasse sie wett- ^ eifern in regester Theilnahme am gemeinschaftlichen ^ Wohl! r> Lohne einem Jeden, was er nach seinen Kräften ^ und nach seiner Pflicht hiezu beyträ'gt. Hilf rede ^ Aufopferung, hilf reden Schmer» um entfernte ^ Angehörige, jede Sorge und reden stillen Kummer ^ tragen mit geduldiger Ergebung und in unwandel- harer Hoffnung auf Dich! ^ Noch haben wir, Allgütiger, Allgenugsamer! ^ Bitten zu Dir, die aus der Fülle unsers Heraus kommen- — die wir mit gleicher Zuversicht Dir Vortragen. ^ Auch die übrigen Zweige unsers verehrten Herrscherstammes lasse Deiner allwaltenden Obhut von «NS empfohlen seyn. Vorzüglich unsre geliebte Kaiserin, die allen so theure Mutter des Landes und der höchsten Familie Ihres Kaiserlichen Gemahls. Sey mit Ihr nach allem Reichthum Deiner Liebe, nach allem, was 2hr frommes Herz von Dir erflehet — was Sie in Ihrer gegenwärtigen Lage bedarf. Ihr und Allen, die zu dem höchsten Hause gehören, beweise Dich väterlichst setzt und zu allen Zeiten! Sey auch besonders mit dem edlen Bruder unsers Beherrschers, der Jbn für setzt in seinen weiteren Regierungsgcfchäften vertritt! 2m redlichsten Bürgerstnne flehen wir zu Dir, daß unter seiner höchsten Leitung Ordnung und Recht im ganzen Lande bestehen bleibe — daß durch ferne Obsorge ein Wohlstand unter uns zu gedeyhen fortfahre, der unsre Herzen dankbarst zu Dir erhebt, und daß, unter seiner Anführung, aufgemuntert durch sein erhabenes Beyspiel, angespornet durch das dringende Bedürfniß der Zeitumstände, jedes pflicht- mäßige Benehmen aller Diener des Staates von ihnen mit verdoppeltem Eifer beherziget werde! Gott! Deiner Vaterhuld und Gnade sey alles empfohlen, was in bürgerlicher und religieuser Hinsicht zur Beförderung allgemeiner Wohlfahrt V dienet! Deine Huld und Gnade walte über unK allen, w'e wir auf Dich hoffen l Wir flehen dies und empfehlen Dir zuletzt noch Alles, worüber jeder Einzelne nach seiner besondern Lage sich zu Dir wendet. Erhöre uns, Vater! erhöre uns, nach Deiner Güte und Liebe,' um Jesu Christi willen! Amen. § Zum erstenmahl im hiesigen Bethauf« -ehakew. am t6. April