^ Wiensi' 8tsclt-6ibl>oi>i6l< 11324^ GxNeraiHkich eine s/ Schneidermeisters samt st in er G r a b s ch r i f t. Bon GchwN». Katz läßt nicht das Mausen, der Narr nicht seine Faust» spricht Pater Abraham, der aufgeräumte Augustiner in seinem Judas der Erzschelm. Aber dieses alte und zugleich wahrhafte Sprichwort trift doch bey vielen Mensche» ein, wie uns auch folgende Geschichte z um Beweis dienen mag. In Lugsbnrg befand sich vor nicht lanaer Zeit ein bemittelter SebneiderMeistcr, W lcher, wie mehrere seines gleichen, so sthv an das Stehlen gewöhnet war, daß er auch nicht einmal«in« W.ste verfertigen-konnte, - - wenn er nicht zuvor einige Flecke davon beiseit warf. 2r iriev dieses so stark, giv ,eine Profeßlon; Jedermann war zwar mit seiner Arbeit zufrieden, doch üb-.r ,ein rinmäs- sises Mausen, klagten alle seine Kunden. Nach einiger Zeit harre er einst nächtlicherweile einen schrecklichen Traum, dcm guten Schnckberm-istcr schien, als wenn der Teuft! der im Schlafe leibhaftig vor ihm stünde, ganz schwarz aussrh, feurige Augen Hütte, auf dem Kopf hatte er statt der Hörner eine glühende Scheere, w!h ei», legte ihm aber keine andre Buße auf, als daß er in Zukunft, so oft ihm bey dem Zuschneiden der Gedanken zum Steh en wieder in Errm kommen sollte, möchte er nur seinen Lehr-- junge sagen. daß er ihn jederzeit bey dieser Arbeit an die Fahne erinne.n wolle. . 5/ Er enthielt sich auch eine geraume Ze't Lurch des Paters seinen Räch von dteftni groben Fehler. Als er aber einst einen reichen Kftchenornat verfertigen mußte, nahm der Jung bey dem Zuschneiden wahr, daß der Meister auf sein Versprechen vergaßen habe, indem er ein großes Stück htevon nach der Maus warf; worauf er ihm aber sogleich mit Heller Stimme zurief: Alerster Nchllibald denkt doch mn des^immelswil-- len an die Fahne. Der Meister rrftbrack, und legte den Fleck, wieder an sein voriges Ort. Er starb bald hierauf, und als'dieser lächerliche Vorfall unter seinen guten Freunden und andern Bekannten ruchbar worden, setzte setzte chm ein lustiger Kopf folgende Vers auf seinen LctcheNj'.ein. Grabschrtft. Hier ruhet Meister Willibald, Der so berühmte Echncidcr, Er macht aus Woll-und Seidenzcuch, Die allerschänsten Kleider. Er war fromm, und gewiS eln Mann Nach Pflicht voll Nächstenliebe, Denn nur die Flecke mancher Art, Die machten ibn zum Dieb«. Zuletzt hat