H 39973'^ welches dort dem m in a lg e richte der - Herrschaft Kreuzstetleir über die mit dem Michael K"" ^ 7 wegen meuchlerischen Raubmord «-geführte Krimival, Untersuchung geschöpft, und i» Folgt -er von dev hohen und höchsten Justiz, Behörden herab, gelangte» Bestätigung heute am n-" Mai i8Zz Mit dem Strange volljogew worden ist. M Thatbcstand. » »Michail K**** am ». Oktober 18'» -u Nieberkreuzstette« i« V. U. M. B. geboren, kathol. Religion, lediger Hauers, foh», ließ sich durch seinen Hang zum lockern Leben, schon i« sein«« früh«*« r« zu häufigen Dlevstghlrn verleiten, «eil er diesen Hang aus eigenem Erwerbe nicht zu befriedigen vermochte» seine Aeltern aber bei einer zahlreiche« Familie und Mittelmäßigen Vermögrnsstande, ihm kein Geld geben ko««, len. Je mehr und je länger er seinen Vergnügungen nachging, in eben dem Maße wuchs in ihm auch das Verlangen nach selben, bis eS zur mächtigen Leidenschaft geworden war. Dazu gesellte sich auch noch der Wunsch, sich zu verehligen, wo ihm jedoch abermahlS seine Vermögenslosigkeit im Wege stand; dieses Hinderniß zu beseitigen , ward nun sei« vorzüglichste Bestreben, und kein Mittel, wenn es ihn nur zum Zwecke zu führen vermochte, erschien ihm verabschenuogswürdig. So kam er endlich auch auf den Gedanke«, den zwey und zwanzigjährigen Juden Gabriel Nendorf von Nikolsburg zu ermorden, der, wie er gehört, öfters bedeutende Geldsummei» bei sich hatte. In dieser - Absicht bestellte er drnselben unter Sem Vorwände eines Schachers auf de« Ahristi Himmelfahrt^, tag als den z«. Mai v. I. in das Haas seiner Aeltern. wo» Hin Gabriel Neudorf auch wirklich nach 6 Uhr Morgens kam. Da Michael Ä**** eben allein zu Hause war, iockte er de« Unglückliche« in den im HauSgarten steheichen Fruchtstadel, ->o er mit einem dort gelegenen Handhackel, dem unter der Last des Waarenbündeis nach vorne gedeugten Gabriel Nen» darf eine« Schlag auf das Vordrrhaupt gab, der ihn sogleich besinnungslos zu Bode« streckte, worauf noch einige Hiebe auf de» Kopf schnell seinem Leben ein Ende machten, und seine« alten erwerblvscn Vater der letzten Stütze beraubten. Statt des gehofften vielen Geldes fand jedoch Michael Ä**** bek dem Ermordeten nur 5 Silber «Zwanziger. Den Leichnam Warf der Raubmdrver am svlg«»or» <» «l» Roggenfeld, tzoa wo er aber zur Erntezeit die noch nicht verwesten Ueber» reste nächtlicher Weile weg trug, und auf einer Wiese eingrub. Diese Umstände hat Michael K**** frey und ungezwu«, Gen etobekannk, in Uebrreinstimmung mit dem gerichtlich «ho» denen Thatbestaode, so wie daS Gutachten der Aerzte die a« Hem Leichname Vorgefundene« Kopf, Verletzungen, als absoliS töbtlich darstellt. Wtichaek K"'* ist drS VrrbrrchenS des meuchlerische» Raubmordes schuldig , und svlkdrßbalb noch Vorschrift -rs §. i iA. drS GtsltzbuchrS über Verbrechen mit dem Tode bestraft» und diese Strafe an demselben gewäK §. r». daselbst e mit drm Strange volljvgen werden» K»n»»t«r«rg^ s«dr«ckt »et I» Mat». Matter.