20. 7.17 Verherte gnädige Frau ! Jch habe Jhren werten Brief mit grossem Jnteresse gelesen, und bin gern bereit,der Biografie wegen,die noch in mir lebt,mit Jhnen vorlaüfig in Verhandlung zu treten. Wie lieb mir der Stoff ist,mögen Sie daraus ersehen,dass ich mittler- weile etwas aus der Geschichte des Komponistengeschlechts Strauss romanart ig gestaltete - allerdings betriffts nicht Johann Strauss,sondern seinen Vater. Darüber und die Bio- grafie selbst möchte ich mit Jhnen,gnädige Frau,gern ein wenig plaudern : vielleicht kann ich Sie diesen,vielleicht nächsten Sonntag besuchen. Jch bin in militär. Dienst und daher nicht im Stande,den Tag,die Stunde genau im Voraus anzugeben ; aber der gute Wille ist vorhanden und mit seiner Hilfe hofft,dass die Sache post tot discrimina rerum end- lich zu Stande kommt Jhr sehr ergebener Dr. E. Decsey