Wien 22.XI.1919. Lieber und verehrter Vice! Vielen Dank für Ihren lieben Brief,der mir nach langer Pause endlich wieder ein Lebens- zeichen von Ihnen gab und mich an meine Pflichten erinnerte.Leider muß ich Sie bitten, die Geschäfte des N.W.T.C.dermalen noch allein weiterzuführen,da ich mich in meiner gegenwärtigen Situation an nichts beteiligen kann.Mir ist ein schweres Leid widerfahren, da mir vor einigen Wochen mein Sohn Hans (mein Liebling)gestorben ist.Sie als Vater werden sich in meine Lage denken können und daher begreifen,daß ich vorderhand zu allem unfähig bin.Dazu noch die jetzigen unerträg- lichen Lebensverhältnisse,die einem jeden Funken von Lebenslust im Keime ersticken und nur den Wunsch nach einem baldigen Ende Nahrung geben.Also seien Sie mir nicht böse,wenn ich vorderhand ausspanne,da ich nicht anders kann.Ich werde jedenfalls im Laufe der nächsten Tage bei Ihnen vorspre- chen und mich nach Ihrem und der Ihrigen Befinden erkundigen und hoffe auf gute Nachrichten.Einstweilen sendet Ihnen die herzlichsten Grüße Ihr aufrichtig ergebener Obmann Rob. Fuchs