Seiner Hochwolgeboren Herrn Dr. Hermann Ubel Museumsdirektor in Linz aD. Oberösterreich Lieber Herr Doktor Ubell! Von mir kann ich nur berichten dass ich wieder fanatisch an der Arbeit stehe und von meiner Krankheit soweit herge= stellt bin dass ich arbeiten kann. Alles will ich einholen und fertig bringen n nichts versäumen. Gegenwärtig habe ich den Eindruck dass ich mich nicht l länger mehr verkriechen darf, dass ich wieder in das Leben treten muss. Es wird wieder nur Wunden geben und das E Ende wird sein dass ich wieder wie ein Löwe in eine Höhle flüchten muss. Aber niemand soll mir den Vorwurf machen können dass ich zur Zeit nicht dem Ru= fe gefolgt bin. Sie lieber Doktor wissen es selbst genau so wir wir Alle die wir selbstlos aufbauen helfen wollen. Viel= leicht stellt dieser innere Kampf uns in die vordersten Reihen und ich füh= le dass wir Alle das gleiche Ziel haben: Die Freude am Schönen. Herzlichst grüsst Ihr ergebener Ant Hanak Wien, 1. December 1918 Pavillon des Amateurs.