Würzburg, 2.Okt.16. Sehr geehrte gnädige Frau! Ihre freundliche Zusendung erhalten, habe ich die sympathische und überzeugende Darstellung der philosophischen Anschauungen des uns so frühzeitig entrissenen Freundes mit dem grössten Interesse gelesen. Das Bild des Jugendfreundes, dem ich so viele Anregungen verdanke, stieg dabei lebhaft vor mir auf. Seine Philosophie, so weit verzweigt nach allen Richtungen hin, wurzelte doch in festen sittlichen Grundanschauungen. Mit der Bitte, die Verspätung meines Dankes gütigst zu entschuldigen mit der durch die schlechten Verpflegungs- verhältnisse Würzburgs verursachten Ausdehnung unseres diesmaligen Landaufenthalts, und ergebenstem Gruss Ihr J. Jolly.