Rundfahrten Modernes Wien © PID / David Bohmann Wien ist mehr als sehenswert Liebe Wienerinnen und Wiener, liebe Besucherinnen und Besucher der Stadt Wien! Wien ist so bunt und vielfältig wie die Menschen, die hier leben – das spürt man in unserer Stadt an jeder Ecke. Ich bin überzeugt: Nur eine lebendige Stadt, an der alle teilhaben und in der sich alle verwirklichen und engagieren können, wird eine erfolgreiche Stadt sein. Sei es in der Politik, in der Arbeit oder auch in privaten und gemeinnützigen Initiativen: Mit jedem Beitrag entwerfen die Wienerinnen und Wiener die Zukunft dieser Stadt ein Stück weit selbst mit. Das Ergebnis aus dem gemeinsamen Engagement aller Bewohnerinnen und Bewohner können Sie nun auch selbst erleben. Wien vereint viele Aspekte, die anderswo als Widerspruch gesehen werden. Diesen Spagat schaffen wir jeden Tag 2 aufs Neue und das macht auch die hohe Lebensqualität in unserer Stadt aus, auf die die ganze Welt blickt. Aufgrund einer vorausschauenden Wohnungspolitik leben zwei von drei Wienerinnen und Wienern in öffentlich finanziertem Wohnbau. Die Hälfte unserer wunderschönen Stadt besteht aus Grün- und Erholungsraum. Die öffentlichen Verkehrsmittel können mit der Jahreskarte um nur einen Euro pro Tag genutzt werden. Wien ist die größte Universitätsstadt im deutschen Sprachraum. Die Hälfte aller ausländischen Firmen, die nach Österreich expandieren, siedelt sich in Wien an. Alle 55 Minuten wird in Wien ein neues Unternehmen gegründet. Wien geht seinen eigenen Weg – einen Weg, auf dem niemand auf der Strecke bleibt. Stadt wohl fühlen. Gehen Sie mit offenen Augen durch die Stadt. Es gibt vieles zu entdecken! Ich wünsche Ihnen eine erlebnisreiche und schöne Stadtrundfahrt. Bis zum nächsten Mal in Wien! Peter Hanke Stadtrat für Finanzen, Wirtschaft, Digitalisierung und Internationales Sie werden schnell spüren, warum sich die Wienerinnen und Wiener in ihrer 3 © Fürthner/PID (2) 1 Wien und die Donau Die Donau ist der zweitlängste Fluss Europas. Circa 2.880 Kilometer ist sie lang. 21 Kilometer davon liegen im Wiener Stadtgebiet. Bis es zu der guten Beziehung zwischen Wien und der Donau kam, dauerte es Jahrhunderte. Flüsse lassen sich nur schwer unter Kontrolle bringen – erstmals wurde das im 16. Jahrhundert in Angriff genommen. Eine große Donauregulierung wurde zwischen 1870 und 1875 durchgeführt. Schwere Überschwemmungen wie im Jahr 1954 ließen den Ruf nach Hochwasserschutz unüberhörbar werden: Im Jahr 1972 wurde mit dem Bau der Neuen Donau begonnen. Wien war„reif für die Insel“: die Donauinsel. Hochwasserschutz und Freizeitmöglichkeiten gehen Hand in Hand. 2 Donaukanal Der 17 Kilometer lange Donaukanal war ursprünglich der südlichste Arm des unregulierten Donaustroms. In den vergangenen Jahren wurde eine wesentliche Belebung dieses Raumes erreicht. Der Donaukanal ist heute ein Freizeitund Naherholungsraum inmitten von Wien, der die höchsten Anforderungen an Lebensqualität, Entspannung und qualitätsvolle Kulinarik erfüllt. 4 3 Die Donau City – ein Stück Donaustadt mit modernem Gesicht Das Gebiet über der Donau hat sich von„Transdanubien“ zu einem Stadtteil mit zeitgemäßer Architektur gewandelt. Die markantesten Gebäude sind sicher die„Türme“: der Ares Tower, der Andromeda Tower, der Tech Gate Tower, der DC Tower, der Mischek Tower sowie der Saturn Tower. Rund ein Drittel der Nutzfläche ist für Büro- und Geschäftsnutzung vorgesehen – vorwiegend im Bereich der U-Bahn-Station Kaisermühlen. 4 Unser Wien – auch ein Eckpfeiler der Vereinten Nationen Wien ist neben New York, Genf und Nairobi einer der vier Standorte der UNO. Das Büro der Vereinten Nationen in Wien – auch UNO-City genannt – wurde in den Jahren 1973 bis 1979 im Bezirk Donaustadt errichtet. Am 23. August 1979 wurde der Gebäudekomplex offiziell an die Vereinten Nationen übergeben. Wien als eine der Drehscheiben der Weltpolitik – darauf können wir stolz sein. In der UNOCity sind etwa 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. © UNIS VIENNA 5 5 Der Donauturm im Donaupark in der Donaustadt Erbaut wurde er in den Jahren 1962 bis 1964 auf einer ehemaligen, sanierten Mülldeponie, die für die Wiener Internationale Gartenausstellung 1964 in einen Park, den heutigen Donaupark, umgewandelt wurde. Der Donauturm ist 252 Meter hoch. Die Aussichtsplattformen bieten bei schönem Wetter einen Fernblick bis zu den Wiener Hausbergen Rax und Schneeberg. Keine Angst: Man muss nicht„raufhatschen“, das wären fast 800 Stufen. Es gibt zwei Expressaufzüge in die luftige Höhe. © Sabine Klimt 6 Einst Hinrichtungsstelle, heute Hundertwasserhaus Dort, wo noch im 19. Jahrhundert Todesurteile vollstreckt wurden, steht heute einer der meistbesuchten © Schaub-Walzer/PID Gemeindebauten in Wien: das Hundertwasserhaus. Als Visionär der „organischen Formfindung“ wollte der Maler,„Architekturdoktor“ und Ökologe Friedensreich Hundertwasser einen möglichst natürlichen Lebensraum in Harmonie mit der Natur schaffen. Rund 250 Bäume und Sträucher, unebene Böden sowie energiesparendes Bauen und Wohnen mit biologisch gesunden Materialien zeugen davon. 6 Originalmiturheber em. o. Univ.-Prof. Arch. DI Josef Krawina, Planung: Arch. DI Peter Pelikan © Fürthner/PID 7 Was haben Robbie Williams und das runde Leder gemeinsam? Die Antwort ist ganz einfach: Beide sind im Ernst-Happel-Stadion(ehem. Praterstadion) aufgetreten – Stars wie Robbie Williams oder die Rolling Stones und das runde Leder, also der Fußball, bei vielen nationalen und internationalen Fußballspielen. Benannt ist das Stadion, in dem das Finale der Euro 2008 gespielt wurde, nach der österreichischen Spieler- und Trainerlegende Ernst Happel. Noch eine legendäre Sportlerpersönlichkeit hat einer Sportstätte ihren Namen gegeben: der Radrennfahrer Ferry Dusika. Das Ferry-Dusika-Hallenstadion ist eine Mehrzweck-Sporthalle im Prater, die auch von Sportvereinen genutzt wird. Auf bis zu 7.700 Sitzplätzen kann man hier auch internationale Wettkämpfe, u. a. in Leichtathletik, Handball und Volleyball, sowie natürlich Radrennen verfolgen. 8 Der Hafen Wien – Güterverkehrszentrum und Wirtschaftsmotor Mit einer Fläche von rund 300 Hektar ist der Hafen Wien eines der größten Logistikzentren Österreichs. Die zum Wien-Holding-Konzern gehörende Hafen-Wien-Gruppe betreibt in Wien drei Güterhäfen: Im Hafen Albern werden Getreide und Baustoffe umgeschlagen und ein großes Betriebsbaugebiet wird verwaltet. Der Hafen Lobau ist Umschlagplatz für Treibstoffe und Heizöl. Im Hafen Freudenau finden Stück- und Massengut wie Container, Streusalz oder Düngemittel ihren Weg über die Kaikante. Im Hafen Freudenau befinden sich zudem eine Hallen- und Freilagerfläche von 270.000 m 2 sowie ein Autoterminal. Insgesamt wurden am Hafen Wien im Jahr 2018 rund 6 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen, davon etwa 50 Prozent per LKW, 40 Prozent per Bahn und 10 Prozent per Schiff. Außerdem werden rund 60.000 Fahrzeuge pro Jahr abgefertigt. © www.horrak.com 7 © MA 42 9 Blumengärten Hirschstetten Die Blumengärten Hirschstetten haben sich im Laufe der vergangenen Jahre zu einer der abwechslungsreichsten und außergewöhnlichsten Parkanlagen Wiens entwickelt. Auf einer Fläche von sechs Hektar eröffnet sich das sogenannte„Florarium“, eine Blumen- und Pflanzenwelt, die zu einer botanischen Expedition einlädt. Indischer Garten, Mexikanischer Garten, Heckenlabyrinth, Bauernhof, Teich inklusive Strand zum Relaxen, Urzeitgarten, Hochzeitsgarten, Schildkrötengarten und weitere Gärten erwarten die Besucherinnen und Besucher. von nördlichen Spitzhörnchen, Felsenmeerschweinchen und etlichen Reptilien. Aber auch die Pflanzenwelt und ihre Lebensgemeinschaften sind sehenswert. Während des ganzen Jahres gibt es Veranstaltungen zu gärtnerischen und jahreszeitlichen Themen(etwa Weihnachtsschau plus Adventmarkt und Kulturprogramm), aber auch Workshops und Führungen mit unterschiedlichsten Schwerpunkten. Darüber hinaus machen Erlebnisprogramme und„Grüne Urlaubstage“ die Parkanlage Blumengärten Hirschstetten zu einer wirklich einzigartigen Destination. © MA 42 In den Blumengärten Hirschstetten gibt es auch einen Zoo. Mehr als 40 verschiedene Tierarten beleben und bereichern die Gärten und machen das Durchwandern der Anlage zu einem Erlebnis. Hier findet man Greifvögel, Schildkröten, Ziegen, Schafe, Kaninchen, Bienen, eine frei lebende Zieselkolonie und vieles mehr. Der kleine Dschungel im Palmenhaus wird belebt von exotischen Vogelarten, 8 10 Deponie Rautenweg Die größte Reststoffdeponie Österreichs umfasst eine Fläche von rund 60 Hektar. Seit 2009 werden hier nur noch aufbereitete Verbrennungsrückstände (Aschen und Schlacken) abgelagert. © Schaub-Walzer Der vor 2009 abgelagerte Restmüll produziert aufgrund der organischen Anteile beim Abbau Methangas. Dieses Deponiegas wird weitgehend erfasst und zu Strom für den Jahresbedarf von ca. 1.000 Haushalten weiterverarbeitet. Mit der Abwärme wird das benachbarte TierQuartierWien versorgt. Durch das Wiener Kammersystem (parallel verlaufende Dichtwände) wird das Grundwasser innerhalb der Deponie vom umliegenden Grundwasser getrennt. Mitstplätze Wiens – Umweltgerechte Entsorgung von Altstoffen auf höchstem Niveau Über 30 Abfallarten wie Sperrmüll, Elektroaltgeräte, Speiseöle, Grünabfälle, Alt- und Problemstoffe können auf den Mistplätzen der Stadt Wien – Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark bequem in Haushaltsmengen entsorgt werden. Die Mistplätze dienen auch als Serviceeinrichtung für die Wiener Bevölkerung: So kann hochwertiger Kompost aus der © Houdek Biotonne gratis abgeholt oder torffreie Erde mit Kompost gekauft werden. Im Sinne der Abfallvermeidung gibt es auf den Mistplätzen auch die Möglichkeit, noch schöne Altwaren für den 48er-Tandler abzugeben. Pro Jahr wird dieses Service rund 2 Millionen Mal genutzt. 9 11 Wir klären alles. Abwasserreinigung in der ebswien hauptkläranlage Die ebswien hauptkläranlage befindet sich an einem der topographisch tiefstgelegenen Punkte der Stadt, auf der Simmeringer Haide. Hier werden sämtliche kommunalen Abwässer Wiens gereinigt, pro Sekunde mehr als 6.000 Liter, 24 Stunden täglich und 365 Tage im Jahr. Über das 2.500 Kilometer lange Kanalnetz strömt das Abwasser in die Anlage und durchläuft in 20 Stunden eine mechanische und zwei biologische Reinigungsstufen. Der Reinigungsprozess nimmt sich die Natur zum Vorbild, Mikroorganismen bauen die Schmutzstoffe im Abwasser ab. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Donau verlässt Wien mit derselben Wasserqualität, in der sie in die Stadt geflossen ist. Aus dem Klärschlamm, dem Restprodukt der Abwasserreinigung, gewinnt die ebswien hauptkläranlage erneuerbare Energie. Der erwärmte Klärschlamm gelangt in sechs jeweils 30 Meter hohe Faulbehälter, unter Luftabschluss entsteht dabei Klärgas, das anschließend in Blockheizkraftwerken verbrannt wird. Dabei entsteht mehr erneuerbare Energie(Strom und Wärme) als zur Abwasserreinigung benötigt wird. Wiens Kläranlage ist also auch ein echtes Öko-Kraftwerk und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. © R. Schmied/Stadt Wien 12 Der Hauptbahnhof und das Sonnwendviertel Der Hauptbahnhof Wien umfasst 110 Hektar(was der Fläche des 8. Bezirks entspricht) und ist nur 2,5 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Mit dem Quartier Belvedere ist hier ein Stadtviertel entstanden, das sich mit seinem Herzstück – dem Hauptbahnhof Wien – durch beste Verkehrsanbindungen sowie durch Büro- und Hotelbauten von 10 hoher Qualität auszeichnet. Der Hauptbahnhof wurde als Durchgangsbahnhof errichtet. Erstmals kommen an einem einzigen Bahnhof Züge aus allen Richtungen an und fahren in alle Richtungen ab. Für Fahrgäste bedeutet dies schnellere Zugverbindungen, mehr Reisekomfort durch einfaches Umsteigen und optimale Anbindungen an das Netz der Wiener Linien sowie umfassende Barrierefreiheit. Der angrenzende, ebenfalls neue Stadtteil, das Sonnwendviertel, bietet etwa 15.000 Menschen ein neues Zuhause. Rund um den sieben Hektar großen Helmuth-Zilk-Park gelegen, versprechen nicht nur ökologisch durchdachte Wohnbauten Erholung und Lebensqualität, auf dem„Bildungscampus Sonnwendviertel“ gibt es auch beste Angebote für Kinder und Jugendliche. Ein dichtes Radwegnetz, optimale Nahversorgung und erstklassige Kulturadressen wie etwa das Belvedere, das Belvedere 21, das Heeresgeschichtliche Museum oder der Kunst- und Kulturverein Brotfabrik in der Nähe sind weitere Vorzüge des Viertels. Im Sonnwendviertel gibt Wien gelungene Antworten auf das städtische Zusammenleben. © Albert Wimmer und ZT GmbH 13 Krankenhaus Nord – Klinik Floridsdorf Wien wächst – und das vor allem in den beiden nordöstlichen Bezirken Floridsdorf und Donaustadt. Durch die Eröffnung des Krankenhauses Nord – Klinik Floridsdorf an der Brünner Straße 68 wird die Gesundheitsversorgung für alle Wienerinnen und Wiener weiter verbessert. Mit knapp 800 Betten – ausschließlich Ein- und Zweibettzimmer – und einem breiten Spektrum an Fachambulanzen mit Terminvereinbarung können jährlich etwa 46.000 Patientinnen und Patienten stationär und etwa 250.000 ambulant versorgt werden. Alle Infos zum Krankenhaus Nord – Klinik Floridsdorf erhalten Sie unter khnord.at oder der Telefonnummer 01 277000. 11 1 Wien und die Donau 2 Donaukanal 3 Die Donau-City – ein Stück Donaustadt mit modernem Gesicht 4 Unser Wien – auch ein Eckpfeiler der Vereinten Nationen 5 Der Donauturm im Donaupark in der Donaustadt 6 Einst Hinrichtungsstelle, heute Hundertwasserhaus 7 Was haben Robbie Williams und das runde Leder gemeinsam? 8 Der Hafen Wien – Güterverkehrszentrum und Wirtschaftsmotor 9 Blumengärten Hirschstetten 10 Deponie Rautenweg 11 Wir klären alles. Abwasserreinigung in der „ebswien hauptkläranlage“ 12 Der Hauptbahnhof und das Sonnwendviertel 13 Krankenhaus Nord 14 aspern Die Seestadt Wiens 15 Ausbau U2/ Bau U5 16 Prater 17 Wirtschaftsuniversität Wien 18 Messe Wien 19 Viertel Zwei 20 Das Rote Wien 21 Der Wiener Zentralfriedhof 22 Neu Marx – hier passiert Zukunft! 23 Medical Hill 24 Medizinischer Universitätscampus AKH Wien 12 25 Nord- und Nordwestbahnhof 26 Vereinigte Bühnen Wien – VBW 13 20 2 24 23 15 26 25 25 5 4 3 18 6 17 19 16 7 22 12 1 21 10 9 14 8 11 13 © R.Mandl/MA18 14 aspern Die Seestadt Wiens Im boomenden 22. Wiener Gemeindebezirk findet derzeit eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas statt. Dort entsteht ein multifunktionaler Stadtteil mit Wohnungen, Büros sowie Gewerbe- und Innovationsflächen. Auf 240 Hektar – das entspricht der Fläche des 7. und 8. Bezirks – werden mindestens 10.500 Wohnungen für mehr als 20.000 Menschen geschaffen. Ebenso viele sollen in der Seestadt Arbeit finden. Ein fünf Hektar großer See liegt im Zentrum und gibt dem neuen Stadtteil seinen Namen. 50 Prozent des Areals sind einem öffentlichen Raum vorbehalten, der sich aus Straßen, Plätzen sowie Grün- und Erholungsflächen zusammensetzt. Was die Seestadt jedoch einzigartig macht, ist ihre vielfältige Nutzung. Sie ist ein Ort, der alles hat, was modernes Wirtschafts-, Arbeits- und Privatleben ausmacht. 14 14 MA 18 und YF Architekten & Franz Architekten 15 Ausbau U2/ Bau U5 Seit 2018 wird die U2 ab dem Rathaus verlängert und mit dem Bau der U5 zum Frankhplatz/Altes AKH begonnen. Vom Rathaus kommt man künftig in nur sechs Minuten mit der U2 zum Matzleinsdorfer Platz. Die neue U5 endet zunächst am Elterleinplatz in Hernals. Damit gelangt man vom 17. Bezirk direkt in die Innenstadt. Der Bau der U5 und die Verlängerung der U2 sind Teil des „Investitionspakets für den öffentlichen Verkehr“ und sollen bis 2028 realisiert werden. Die Zukunft der Fortbewegung in der Stadt heißt smarte Mobilität. © Lammerhuber/MA 42 © BOAnet_D4 16 Prater Die Wiesen, Wälder und Wasserflächen des Praters bieten eine ideale Umgebung für Freizeitaktivitäten. Der bekannteste Teil der etwa 6 km 2 großen Parklandschaft ist der Vergnügungspark, der„Wurstelprater“. Er feierte 2016 seinen 250. Geburtstag. 17 Wirtschaftsuniversität Wien Im Wintersemester 2013/14 wurde der neue Campus WU nahe dem Wiener Prater bezogen. Beim größten universitären Bauprojekt Europas entstanden auf 100.000 m 2 Nutzfläche sechs Gebäudekomplexe. Gruppiert um das zentrale Library& Learning Center und geplant von internationalen Architektinnen und Architekten, bieten sie ausreichend Raum für das Lehren, Lernen und Forschen. 15 18 Messe Wien Die architektonisch herausragende Messe Wien am Rande des Praters ist ein zentrales Element für den Erfolg des Wirtschafts- und Kongressstandortes Wien. Gebaut nach den Plänen von Architekt Gustav Peichl, war sie Impulsgeber für weitere große Bauprojekte in der Leopoldstadt. Seit der Eröffnung 2004 hat sich die Messe Wien als interregionale Wirtschaftsdrehscheibe sowie internationaler Treffpunkt der Kongressindustrie etabliert. © Reed Messe Wien/David Faber © Kronsteiner/PID 19 Viertel Zwei Der imageträchtige Büro-, Wohn- und Hotelstandort liegt mitten im Grünen. Er zeichnet sich nicht nur durch seine außergewöhnliche Lage und seine qualitätsvolle, moderne Architektur aus. Der mit Bedacht geplante Außenraum macht den Mehrwert aus. 16 20 Das Rote Wien Ab 1919 bis zum Ende der Ersten Republik im Jahr 1933 regierte die Sozialdemokratische Arbeiterpartei in Wien und verwirklichte umfassende Reformen in den Bereichen Soziales, Gesundheit, Bildung und Wohnbau. Die Stadtbevölkerung war von 400.000 im Jahr 1850 auf rund 2,1 Mio. im Jahr 1921 gewachsen. Die Armut vieler Menschen, die Wohnungsnot und die sanitären Zustände in den gründerzeitlichen Massenzinshäusern waren unbeschreiblich. Zu den Maßnahmen, die die Stadt Wien gegen das Elend der Arbeiterschaft setzte, gehörten Sozialer Wohnbau, Mieterschutzbestimmungen, öffentliche Küchen, Kinderbetreuungsstätten, Sportanlagen, Büchereien, Schulreformen, Bildungseinrichtungen und Sozialprogramme. Die 65.000 Wohnungen, die in dieser Zeit entstanden, wurden über die Wohnbausteuer finanziert. Zu den wichtigsten Beispielen dieser Ära zählt der Karl-Marx-Hof mit einer Länge von über 1 km und rund 1.600 Wohnungen. Insgesamt wurden in 13 Jahren über die ganze Stadt verteilt etwa 200 Wohnbauten errichtet. Das Rote Wien fand im Zuge des austrofaschistischen Staatsstreiches 1933 sein Ende. Heute ist die Stadt Wien mit rund 220.000 Wohnungen die größte kommunale Hauseigentümerin Europas. © Jobst 17 21 Der Wiener Zentralfriedhof © Schaub-Walzer/PID Mit einer Fläche von fast 2,5 km 2 und rund drei Millionen Bestatteten zählt der Wiener Zentralfriedhof zu den größten Friedhofsanlagen der Welt. Als Reaktion auf das Bevölkerungswachstum der Gründerzeit wurden 1863 im Zuge der Stadterweiterungen Planungen für einen zentralen Friedhof in Angriff genommen. Er sollte fünf Ortsfriedhöfe ersetzen und allen Konfessionen offen stehen – was für heftige politische Auseinandersetzungen sorgte. 1874 eröffnet und mehrmals erweitert, wurde die Nekropole durch Ehrengräber, bedeutende Bauwerke und eine weitläufige Parklandschaft gezielt aufgewertet. Nach und nach entwickelte sie sich so zu einer der besonderen Sehenswürdigkeiten Wiens. Ihre letzte Ruhestätte fanden hier u. a. Schubert, Beethoven, Klimt, Hans Moser, Adolf Loos, Hedy Lamarr, Elfriede Gerstl, Falco und Rosa Jochmann. Seine vielfältige und beeindruckende Flora und Fauna machen das Areal zu einem Ort der Erholung und Besinnung. Die von Max Hegele entworfene Karl-Borromäus-Kirche, deren Glasfenster aus der Werkstätte Kolo Mosers stammen, ist einer der bedeutendsten Jugendstilbauten Wiens. 18 22 Neu Marx – hier passiert Zukunft! © biolution GmbH Auf dem ehemaligen Schlachthofareal St. Marx im 3. Bezirk wächst ein moderner Standort für die Branchen Medien, Kreativwirtschaft, Forschung und Technologie. Insgesamt arbeiten dort 7.000 Menschen. Die Einzigartigkeit des Standorts zeigt sich in der attraktiven Mischung denkmalgeschützter Bestandsgebäude neben modernster Architektur. Mitten im Zentrum steht die Marxhalle(ehemalige Rinderhalle), die sich zu einem vielfältigen Veranstaltungsund Messezentrum gewandelt hat. Der Standort wird u. a. geprägt vom Forschungs-Hotspot Vienna Bio Center mit ca. 1.700 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Studierenden, dem T-Center und einem der größten Medienzentren Österreichs, dem Media Quarter Marx. Und das Areal wird weiter wachsen: Auf den derzeit brachliegenden Flächen des ehemaligen Fleischgroßmarktes wird in den nächsten Jahren durch die Wien Holding die Wh-Arena, Österreichs größte multifunktional genutzte Veranstaltungshalle, samt medienrelevanten Ergänzungsbauten entstehen. © CeMM Ranzinger 23 Medical Hill Wien verfügt mit dem AKH Wien und seinen umliegenden Forschungseinrichtungen(z.B. MedUni Wien, CeMM) über einen regelrechten„Medical Hill“. 19 © MedUniWien – Matern und AKH Informationszentrum 24 Medizinischer Universitätscampus AKH Das Allgemeine Krankenhaus der Stadt Wien – Medizinischer Universitätscampus ist das größte Spital Österreichs. An den 26 Universitätskliniken, 39 Klinischen Abteilungen und drei Klinischen Instituten erbringen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter medizinische Spitzenleistungen. Im AKH Wien werden jährlich rund 100.000 Patientinnen und Patienten stationär betreut. Die Ambulanzen und Spezialambulanzen des AKH Wien werden zusätzlich etwa 1,1 Mio. Mal frequentiert. Gemeinsam mit den Ärztinnen und Ärzten der MedUni Wien stehen für die Betreuung der Patientinnen und Patienten rund 3.000 Krankenpflegepersonen, über 1.000 Angehörige der medizinischen, therapeutischen und diagnostischen Gesundheitsberufe und viele weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der verschiedensten Berufsgruppen zur Verfügung. Wesentliches Element des AKH Wien als Universitätsspital ist die Verbindung von Patientenversorgung, Forschung und Lehre. Im Bereich der medizinischen Forschung kann das AKH Wien gemeinsam mit der MedUni Wien immer wieder international angesehene Ergebnisse vorweisen. ©MA 18/Stadt Wien 25 Nord- und Nordwestbahnhof Beide zählen aktuell zu den größten innerstädtischen Stadtentwicklungsprojekten Wiens. Flächenmäßig umfasst das Nordbahnviertel rund 75 Hektar, wovon derzeit 38,5 Hektar noch 20 nicht verbaut sind. Bis 2027 werden hier noch 5.500 Wohnungen gemäß dem Leitbild„Freie Mitte – Vielseitiger Rand“ (2015) entstehen. In Summe werden hier rund 10.000 Wohnungen für etwa 21.000 Bewohnerinnen und Bewohner errichtet und 5.000 Arbeitsplätze geschaffen. Im Unterschied zum Nordbahnviertel stellt sich der Nordwestbahnhof derzeit noch als Frachtenbahnhof dar. Das Areal umfasst eine Fläche von 44 Hektar. Hier sollen gemäß aktuellem Leitbild (2016) rund 6.200 Wohnungen für 15.500 Menschen entstehen. Weiters werden hier rund 4.700 Arbeitsplätze geschaffen. Beiden Arealen gemeinsam ist die Schaffung großzügiger Grünanlagen im Ausmaß von jeweils ca. zehn Hektar. Bildungseinrichtungen, neue Querungsmöglichkeiten und neue Anbindungen an das öffentliche Verkehrsnetz sind ebenso Teil des Konzepts. 26 Vereinigte Bühnen Wien – VBW © Robert Steiner Drei geschichtsträchtige Häuser haben eine gemeinsame Überzeugung: Musiktheater als ein bereicherndes Erlebnis zu gestalten. Bereichernd für das Publikum, das sich in eine andere Welt entführen lassen will. Bereichernd für das regionale und überregionale Wirtschaftsleben. Und bereichernd für die kulturelle Identität Wiens und ihre Botschaft nach außen. Die gefeierten Produktionen der VBW haben speziell in den letzten Jahren eine Strahlkraft erreicht, die über die Grenzen Österreichs hinausgeht. Dazu braucht es neben großartigen Stoffen und genialen Künstlerinnen und Künstlern vor allem Ideenreichtum und Mut zur Spezialisierung. Als Stagione-Opernhaus des 21. Jahrhunderts gibt das Theater an der Wien die Richtung für ein außergewöhnliches Programm vor: ein Konzept aus Opern vom Barock bis zur Moderne, das im europäischen Raum richtungsweisend ist. Parallel dazu bieten das ehrwürdige Raimund Theater und das 2008 nach einer umfassenden Funktionssanierung wiedereröffnete Ronacher den glamourösen Rahmen für den Publikumsmagneten Musical. 21 Infos Stadt Wien Ihre Stadt im Internet: wien.gv.at Der Webservice der Stadt Wien vereint umfangreiche Informationen und Dienste der Stadt Wien zu allen Lebensbereichen sowie zahlreiche weitere Services zu den Themenbereichen Kultur& Freizeit, Gesundheit, Bildung& Forschung, Wohnen, Umwelt, Verkehr& Stadtentwicklung und Politik. IHRE STADT KOMMT ZU IHNEN NACH HAUSE: DIE MONATSZEITUNG „MEIN WIEN“ Die Zeitung bietet Bezirksleben, Erläuterungen stadtpolitischer Lösungen, Serviceorientierung und Angebote des Vorteilsclubs. Sie geht monatlich an alle Wiener Haushalte, ist aber auch als digitale Version abrufbar: club.wien.at/abonnements Stadt Wien Vorteilsclub DIE KOSTENLOSE VORTEILSWELT DER STADT WIEN Ob Freizeit, Genuss, Kultur oder Sport: Der Vorteilsclub macht die Stadt für alle Wienerinnen und Wiener sowie Wien-Fans durch zahlreiche Angebote erlebbar. Die Mitgliedschaft ist kostenlos und ohne Verpflichtung. Mitglieder erhalten eine Vorteilskarte und damit Zugang zu Ermäßigungen bei derzeit rund 230 Vorteilspartnern sowie die Möglichkeit, an tollen Gewinnspielen teilzunehmen. Mit den Stadt-Wien-Magazinen liefert der Vorteilsclub die besten Stories rund um den Alltag in der lebenswertesten Stadt der Welt. Sie sind als GratisAbos auf der Website zu bestellen. STADT WIEN LIVE-APP: DIE STADT IN DER TASCHE Als ständige Begleiterin ermöglicht sie einen direkten Zugang zu passenden digitalen Angeboten der Stadt Wien. Die App steht als Android- und auch als iOS-Version zum Download bereit. Alle Informationen erhalten Sie unter club.wien.at und täglich von 9 bis 19 Uhr am Clubtelefon: 01 277 55 22 @wien.at www.youtube.com/wienatvideo @stadtwien @Stadt_Wien 22 Info Organisation der Rundfahrten Kosten pro Rundfahrt und Gruppe FÜR GRUPPEN VON SCHÜLERINNEN UND SCHÜLERN SOWIE JUGENDLICHEN BIS 18 JAHRE: – selbst beigestelltem Bus 30 Euro – von der Stadt Wien beauftragten Bussen 88 Euro FÜR ALLE ANDEREN GRUPPEN: – it selbst beigestelltem Bus 60 Euro – von der Stadt Wien beauftragten Bussen 176 Euro Allfällige während der Rundfahrt anfallende Eintrittsgebühren sind in den angegebenen Preisen nicht inkludiert. KONTAKT Wollen Sie eine Rundfahrt buchen, dann wenden Sie sich bitte persönlich, telefonisch oder schriftlich(auch per E-Mail) an das Rundfahrtenbüro der Stadt Wien – Presse und Informationsdienst. Für persönliche oder telefonische Auskünfte stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werktags von 7.30 bis 15.00 Uhr für Sie bereit. Adresse und Erreichbarkeit des Rundfahrtenbüros: Friedrich-Schmidt-Platz 1, Stiege 7, Erdgeschoß, 1010 Wien (Eingang Rathaus) Buchen Sie Ihre Stadtrundfahrt: Telefon: +43 1 4000 81053 oder +43 1 4000 81050 E-Mail: rundfahrten@ma53.wien.gv.at DAUER EINER RUNDFAHRT UND SPRACHE Eine Rundfahrt dauert ungefähr drei Stunden. Die Touren erfolgen in deutscher Sprache, auf Anfrage werden sie aber auch in Englisch und in ausgewählten anderen Sprachen durchgeführt. Individuelle Rundfahrten werden auf Wunsch angeboten. 23 Impressum: Medieninhaber und Herausgeber, Druck: Stadt Wien – Presse- und Informationsdienst, Rathaus, 1082 Wien. Gestaltung: Domus Verlag, Rahlgasse 1/26, 1060 Wien. Cover-Foto:© Christian Fürthner/MA18. Gedruckt auf ökologischem Papier nach den Kriterien von„ÖkoKauf Wien“: https//va-oekokauf.at, Stand: XI/2019