Was die Stadtplanung für die Wienerinnen und Wiener nachhaltig leistet Vorwort Kommentar Verständnis  für die Vielfalt an  Lebensentwürfen  aufbringen Grundlagen für die Großstadt  von morgen  schaffen Wien steht vor großen Herausforderungen: Die Stadt wächst und damit auch der Bedarf an Wohnungen, Arbeitsplätzen, Grün- und Freiräumen sowie an moderner Mobilität. Diese Herausforderungen be­ greifen wir als Chance, Wien durch eine Vielzahl an Maßnahmen noch lebenswer­ ter zu gestalten. Hinter den zahlreichen Konzepten, Strategien und Projekten der Wiener Stadtplanung stehen Menschen – Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denen die Zukunft der Stadt ein wichtiges Anliegen ist und die ihrer Arbeit mit viel Engagement nachgehen. Exemplarisch für die unterschiedlichen Aufgaben der Stadtentwicklung wollen wir in dieser Broschüre daher nicht Projekte der Stadtplanung in den Mittelpunkt stellen, sondern Menschen, die sie möglich gemacht haben. Stadtentwicklung ist nicht ausschließlich eine technische Aufgabe. Sie erfordert soziale Kompetenz, Kenntnis von ge­ sellschaftlichen Trends, wirtschaftliches Denken, Sensibilität für die Umwelt, das Begreifen von Zusammenhängen sowie Verständnis für die Vielfalt an Lebensent­ würfen, die in einer Stadt zu finden sind. Anhand der ausgewählten Porträts können Sie die Arbeit der Wiener Stadtplanung und Stadtentwicklung näher kennenlernen. Falls Sie mehr erfahren möchten: Auf der letzten Seite finden Sie alle wichtigen Adressen, wie Sie mit uns in Kontakt treten können beziehungsweise wo Sie nähere Informa­ tionen erhalten. Es würde mich jedenfalls sehr freuen, wenn wir Ihr Interesse an der Wiener Stadtentwicklung damit wecken konnten. Mag.a Maria Vassilakou, Vizebürgermeisterin Stadträtin für Stadtentwicklung, Verkehr, Klimaschutz, Energieplanung und BürgerInnenbeteiligung Stadtentwicklung und Stadtplanung beein­ flussen unser unmittelbares Lebensumfeld und damit zentral sowohl die Lebensqua­ lität als auch die Prosperität unserer Stadt. Stadtentwicklung und Stadtplanung hinter­ fragen dazu das System Stadt, um es mit den Bürgerinnen und Bürgern, Wirtschaft und Forschung täglich neu zu erfinden. Diese Broschüre versucht Ihnen die Men­ schen hinter der Vielzahl an Aufgabenbe­ reichen der Stadtplanung näherzubringen, Menschen, die mit Sachkenntnis, Engage­ ment und Freude am Werk sind, stets das Ziel vor Augen, Wien als prosperierende und dynamische Stadt zu erhalten. Und das passiert eben nicht nur vom Schreib­ tisch aus, sondern oft direkt vor Ort, in ständigem Dialog mit FachexpertInnen und BürgerInnen. Die Aufgabenfelder der Wiener Stadtentwicklung sind noch viel weiter gespannt, als hier auf wenigen Seiten wiedergegeben werden kann: von der regional übergreifenden Zusammenarbeit mit den Nachbarländern und -staaten in wichtigen Planungsfragen bis zur Sicherung wertvoller Grünund Freiräume, von der Erarbeitung strategischer Leitbilder und überge­ ordneter Konzepte bis hin zu einer breiten Informations- und Kommu­ nikationstätigkeit, durchzogen von Quer­ schnittsmaterien wie Gender Mainstrea­ ming oder Diversität. Besonderen Stellenwert hat dabei auch das optimale Zusammenspiel aller Pla­ nungsdienststellen und die Kooperation mit anderen Abteilungen des Magistrats, um unserem Anspruch gerecht werden zu können: Grundlagen für das Wien von morgen zu schaffen, um so auch kom­ menden Generationen eine hohe Lebens­ qualität zu bieten. DI Thomas Madreiter, Planungsdirektor Was heißt:  2– 3 Wiens Die Stadt wächst und wird dabei immer jünger. Bald wird Wien das Bundesland mit der jüngsten Bevölkerung sein. Der Stadtentwicklung und Stadtplanung kommt eine entscheidende Rolle zu, diese zukunftsorientierte Dynamik mit dem Bedürfnis ihrer Menschen nach hoher Lebensqualität in Einklang zu bringen. Bereits jetzt steht Wien im weltweiten Vergleich der Lebensqualität von Großstädten ganz oben und gilt als eine der smartesten unter den Smart Citys. Dazu haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wiener Stadtplanung wesentlich beigetragen. Ihre Aufgabe wird auch künftig sein, menschenverträgliche Lösungen für die kommenden Heraus- forderungen zu finden. „Menschen planen die Zukunft der Stadt“ bedeutet also, stets eine gedeih­ liche Zukunft für alle Bewohnerinnen und Bewohner Wiens im Auge zu haben. planen Menschen ? In der dynamischen  Entwicklung der Großstadt Wien soll  ihre sympathische  Lebensqualität für die  Menschen bewahrt,  ja verbessert werden Zukunft 4– 5 Der Plan, den ich hier in Händen halte, sieht aus der Entfernung fast wie einer von jenen aus, die Touristen verwenden. Doch auf meinem Plan muss jeder Strich sitzen, jede Linie, jeder Buchstabe hat rechtliche Konsequenzen: Er zeigt, wo und wie gebaut werden darf. Schon die kleinste Abweichung würde die Proportionen einer Planung verändern und zu einer fehlerhaften Umsetzung führen. Diese rechtlichen Planungsgrundlagen sind die sogenannten„Flächenwidmungs- und Bebauungspläne“. In seinen präzise gezeichneten„Kästchen“, die einzelne Baublöcke darstellen, kann ich jedes Gebäude, jeden Durchgang und jede Straßenbiegung erkennen. Es ist spannend mitzuverfolgen, wie sich das Stadtbild Wiens im Laufe der Zeit danach entwickelt. Die Planungsentwürfe erarbeitet die Magistratsabteilung 21, in der ich seit zwölf Jahren tätig bin. Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht der Mensch. Und es verlangt oft Fingerspitzen­ gefühl, verschiedene Interessen unter einen Hut zu bringen, damit gleicherma­ ßen dem Wohl der Bevölkerung und den Anforderungen einer Großstadt gedient ist. Bei vielen Bauvorhaben können Bürge­ rinnen und Bürger bereits in einer frühen Phase mitgestalten und mitentscheiden. Solche Bürgerbeteiligungsverfahren zu organisieren und zu begleiten, gehört auch zu unseren Aufgaben – wie kürzlich beim Beteiligungsverfahren zur Neugestaltung des Schwedenplatzes. Der 1. Bezirk ist Hauptteil des Weltkultur­ erbes„Wien – Historisches Stadtzentrum“. Gerlinde Stich arbeitet in der Magistratsabteilung 21, Stadtteilplanung und Flächennutzung, und ist hier für die zentralen  Stadtbereiche (1. Bezirk und 8. Bezirk) zuständig Bei vielen  Bauvorhaben  können Bürgerinnen  und Bürger bereits in  der Planungsphase  mitgestalten und  mitentscheiden Er stellt für mich ein ganz besonderes Auf­ gabengebiet dar. Denn hier hat nicht nur die Erhaltung der historischen Bausubstanz, sondern auch das Schaffen eines lebendi­ gen Stadtraums Priorität, in dem Menschen gern wohnen und arbeiten, studieren, sich erholen und Kultur genießen. Im Rahmen der Tätigkeiten unserer Abtei­ lung kommen zu den bereits erwähnten Aufgaben noch viele weitere hinzu. So begleiten wir auch städtebauliche Wettbewerbe für größere Bauprojekte und Entwicklungsgebiete oder begutachten aktuelle Bauvorhaben für Dachbodenaus­ bauten. Die zwei Dinge, die mir bei meiner Planungsarbeit am meisten am Herzen liegen, sind Lebensqualität und Zufrieden­ heit der Wienerinnen und Wiener. Und dafür setze ich mich gerne ein. 6– 7 Georgine Zabrana arbeitet in der Magistratsdirektion der Stadt Wien –  Geschäftsbereich Bauten und Technik, Stadtbaudirektion, Gruppe Planung, und ist für Stadtentwicklungsvorhaben zuständig  „Offen denken, nachhaltig lenken“ – so lautet der Leitsatz unseres Geschäfts­ bereichs„Bauten und Technik“. Ich befinde mich gerade im VIERTEL ZWEI, einem Teilbereich des Zielgebiets„Donauraum Leopoldstadt – Prater“ im 2. Bezirk. Aktuell laufen in diesem Gebiet zwei kooperative Planungsverfahren im Bereich des Radstadions sowie im Bereich der Krieau. Die Ergebnisse stellen die Grundlage für den Flächenwidmungs- und Bebauungsplan dar. Die insgesamt 13 Zielgebiete, die im Zuge der Erstellung des Stadtentwicklungsplans 2005 definiert wurden, weisen sehr unterschiedliche Entwicklungsstrategien auf. Man kann sie grob in drei Gruppen einteilen: Die innerstädtischen, schon bebauten Bereiche sollen eine Aufwertung Das Wichtigste ist, dass wir uns in die Lage der Menschen  versetzen und bei  Interessenskonflikten  Lösungen aufzeigen bestehender Strukturen und die Weiterent­ wicklung des öffentlichen Raums erfahren; die ehemaligen Bahnareale, umgeben von gewachsenen Strukturen, sollen bebaut werden und neue Stadtentwicklungsge­ biete wie die Seestadt Aspern sollen Wien erweitern. Eine der Aufgaben der Gruppe Planung ist neben der Steuerung und Koordinie­ rung der Zielgebiete die Entwicklung von Instrumentarien, Abläufen und Prozessen für Stadtentwicklungsprojekte unterschied­ licher Größenordnung – sozusagen das Handwerkszeug für die Stadtplanungsab­ teilungen. Wir koordinieren die Tätigkeiten und Entwicklungen im Geschäftsbereich „Bauten und Technik“ der Stadt Wien und sind Drehscheibe für interne und externe Kooperationen mit anderen Verwaltungs­ organisationen, mit Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Wir initiieren neue Entwick­ lungen, geben Impulse und koordinieren die Dienststellen so, dass der Bevölkerung und den niedergelassenen Unternehmen die nötigen Ressourcen zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Verfügung stehen. Oft treffen sehr unterschiedliche Inter­ essen aufeinander, ich denke da nur an Investoren und die Bevölkerung. Hier ist es unsere Aufgabe, bestmögliche Lösungen zu erarbeiten, um innovative Projekte im Sinne des Gemeinwohls voranzutreiben. Die Kraft und Energie für meine Arbeit hole ich mir einerseits beim Rudersport an der Alten Donau, andererseits in der Musik. Zu meinen Orchesterproben radle ich abends mit meiner Geige zum nahegelegenen Musikverein oder Konzerthaus. 8– 9 Ein Teil des 23. Bezirks ist bekannt für seine Gärtnereien und heißt„In der Wiesen“. Im Rahmen des„Zielgebiets Liesing“ soll er mit dem Industriegebiet Liesing und Atzgersdorf Zentrum zu einem ökologischen Musterbezirk, einem SmartCity-Modellquartier, umgestaltet werden. Die drei Gebiete sind sehr unterschiedlich. Deshalb ist es bei der Planung wichtig, mit den Besonderheiten der jeweiligen Gegend zu arbeiten und ihre Identität zu erhalten. Beim„Zielgebiet Liesing“ kommen alle städteplanerischen Herausforderungen zum Tragen: Wohnen, Ökologie und Wirtschaft. Die langfristigen Ziele unserer Arbeit saiunfdneuilnl eimReJdahurkt2io0n50d,edsieCOVe 2 -rAriunsgsetroußnegs des Energie- und Rohstoffeinsatzes sowie eine Energieversorgung aus erneuerbaren Energiequellen zu hundert Prozent. Zugleich soll die Lebensqualität in den Wohn-, Arbeits- und Freizeiträumen maßgeblich verbessert werden. Dazu planen wir in„In der Wiesen“ eine große„Urban Gardening“-Siedlung. Geförderte Wohnungen werden mit Bereichen kombiniert, die von den Bewohnerinnen und Bewohnern bewirtschaftet und mit eigenem Gemüse bepflanzt werden können. Dies kann in Hochbeeten, in der eigenen Loggia und auf Dachterrassen, in Glashäusern oder im umgebenden Freiland geschehen. In Liesing liegt das größte Industriegebiet Wiens. Die Betriebe bieten an die 7.000 Arbeitsplätze. Unsere Planung sieht eine nachhaltige Entwicklung dieses Wirtschaftsgebiets vor. Liesing soll weiterhin ein Industrie- und GewerbestandVolkmar Klaus Pamer arbeitet in der Magistratsabteilung 21,  Stadtteilplanung und Flächennutzung. Er ist für die Bezirke 12, 13 sowie 23  zuständig und koordiniert das Projekt „Standpunkt Liesing“ Mit dem „Standpunkt Liesing“ könnte ein  „Triple­Smart­Konzept“ realisiert werden: Smart Infrastructures,  Smart Spaces und  Smart Social Design, also innovative Lösun­ gen bei Technologie,  Raumgestaltung und Kommunikation ort bleiben und zugleich ein attraktiver Wohnort sein. Eine große Herausforderung stellt in diesem Zusammenhang das Zentrum Atzgersdorf dar. Hier soll eine lebendige Stadtstruktur entstehen, wobei die Mischung aus Wohnen und Gewerbe beibehalten wird. Wien gilt als Vorzeigestadt in Sachen Innovation. Im Zielgebiet Liesing könnte ein „Triple-Smart-Konzept“ realisiert werden: Smart Infrastructures, Smart Spaces und Smart Social Design, also innovative Lösungen bei Technologie, Raumgestaltung und Kommunikation. Ein weiterer Meilenstein Wiens auf dem Weg zur Smart City. Und so wie für mich, der im Stadtgrünen wohnt und daher auch seine Wochenenden in Wien verbringt, sollte das künftig für alle möglich sein. 1–0 11 Beatrix Rauscher arbeitet in der Magistratsabteilung 18, Stadtentwicklung  und Stadtplanung, im Referat „Verkehrsplanung und Mobilitätsstrategien“ und ist auf U­Bahn­Planung spezialisiert Das beliebteste Verkehrsmittel der Wie­ nerinnen und Wiener ist die U-Bahn. Es steigen immer mehr Menschen um, denn die U-Bahn ist schnell und zuverlässig. Das Wiener U-Bahn-Netz wird laufend erwei­ tert und erschließt neue Stadtgebiete. Wie man künftig in einer wachsenden Metropole stadtverträglich vorankommt, gehört zu den Aufgaben unserer Abteilung: Wir entwerfen Verkehrsplanungskonzepte und erarbeiten Grundlagen für die Mobili­ tät der Zukunft. Als Richtlinie dient der „Masterplan Verkehr“, der etwa alle zehn Jahre erstellt wird. Er gibt die wichtigsten verkehrspolitischen Ziele vor. Dabei setzen wir vorrangig auf umweltfreundlichen Ver­ kehr: Öffis, Zufußgehen und Radfahren. Derzeit wird das U-Bahn-Netz in der vierten Phase des U-Bahn-Ausbaus erweitert. Uns Auch wenn der Trend  zum Verzicht auf das  eigene Auto bereits  großen Zuspruch in  Wien findet, bleiben  die Bestrebungen nach  stadtverträglicher Mobilität ein wichtiges  Zukunftsthema PlanerInnen stellt sich nun die Frage, ob ein weiterer Ausbau sinnvoll ist. Bei solchen pla­ nerischen Überlegungen ist der Austausch mit anderen Städten hilfreich, etwa mit München bei der U-Bahn-Erweiterung oder mit Strasbourg beim Straßenbahnausbau. Die Franzosen sind auf dem Gebiet Vorrei­ ter: Bei unserer Straßenbahnplanung stehen eher technische Aspekte im Vordergrund, sie designen auch die Umgebung mit. Auch wenn der Trend zum Verzicht auf das eigene Auto bereits großen Zuspruch in Wien findet, bleiben die Bestrebungen nach einer stadtverträglichen Mobilität ein wichtiges Zukunftsthema. Denn nach wie vor fahren viele Menschen aus der Umge­ bung mit dem Auto nach Wien. Also heißt es, verstärkt über andere Möglichkeiten der Mobilität, etwa Carsharing, zu informieren und die Bewusstseinsbildung„mobil sein ohne eigenes Auto“ zu fördern. Ich arbeite seit fünfzehn Jahren in der Ma­ gistratsabteilung 18. Auch durch meine drei Kinder habe ich einiges über öffentliche Verkehrsmittel dazugelernt. Attraktive Zugangswege, Sitzmöglichkeiten, Aufzüge und Niederflurstraßenbahnen sind fixer Planungsbestandteil. Die Kinder haben natürlich ihre eigene Sicht der Dinge. Wir Erwachsenen versu­ chen, alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen und die Gehwege zu begradigen. Und die Kinder? Sie sind nun darüber empört, dass sich nach dem Regen keine Lacken mehr bilden, in die sie hineinhüpfen können – so wie sich meine Tochter über die reparierte Straßendelle auf unserem Weg zur U-Bahn-Station beklagt hat. 1–2 13 Reinhard Wolfbeiszer arbeitet in der Magistratsabteilung 19, Architektur und Stadtgestaltung, im Dezernat „Gestaltung Öffentlicher Raum“ und ist Sachbearbeiter für die Bezirke 2, 9, 20, 21 und 22 Alles, was sich im öffentlichen Raum befin­ det, wie Kioske, Schanigärten oder Werbe­ flächen, entsteht nicht zufällig. Auch die Anzahl der Verkaufsstände auf den U-BahnVorplätzen und wie sich diese präsentieren, wird von unserer Abteilung gestalterisch beurteilt. Der öffentliche Raum bietet Platz für Begegnungen, lädt zum Verweilen, zum „Durchatmen“ auf den täglichen Wegen ein und spiegelt die Lebendigkeit und Einzigar­ tigkeit einer Stadt wider. Menschen halten sich auf solchen Plätzen jedoch nur dann auf, wenn sie sich dort wohlfühlen. Daher werden öffentliche Räume genauso sorgfäl­ tig wie Gebäude geplant. Zur Unterstützung bei der planerischen Arbeit dienen Sozial­ raumanalysen, Bürgerbeteiligungsverfahren und Evaluierungen. Bei der Gestaltung der Räume werden neben der BenutzerInnen­ freundlichkeit viele weitere Gesichtspunkte berücksichtigt, etwa Ästhetik, Flexibilität und Alterungsfähigkeit. Die Anforderungen sind unterschiedlich und hängen auch von der Lage im Stadtgebiet ab. Unsere Abtei­ lung ist im Wesentlichen für die Abhaltung von Gestaltungswettbewerben, die Beauf­ tragung von Planungen sowie für das Erstel­ len von Gutachten in Bewilligungsverfahren zuständig. In den Gestaltungskonzepten für den öffentlichen Raum ist es daher notwendig, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen allgemein nutzbarem Freiraum und den Ansprüchen auf kommerzielle Nutzung sicherzustellen. Heiß begehrte Plätze wie der Praterstern nach seiner Um- und Neugestaltung ziehen immer mehr Geschäftstüchtige an, da der öffentliche Raum um einiges günstiger zu mieten ist Die wachsende Bevölkerung Wiens  macht eine frühe  Planung neuer öffent­ licher Räume zu einer der wichtigsten  Aufgaben als ein Geschäftslokal. Doch die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger stehen bei der Planung und der Umsetzung der Projekte an erster Stelle. Es wäre auch schlicht unmög­ lich, lediglich Einzelinteressen umzusetzen. Es gilt, eine Balance zwischen individuellen Wünschen und öffentlichen Interessen herzustellen. Die steigende Bevölkerungszahl Wiens macht eine frühe Planung neuer öffent­ licher Räume zu einer der wichtigsten Aufgaben unserer Abteilung. So wurden in den Jahren 2001 bis 2010 im Rahmen des 50-Orte-Programms Grünflächen und Baumpflanzungen sowie zusätzliche Flächen für Fußgängerinnen und Fuß­ gänger realisiert. Aufbauend auf diesem Programm, werden in den nächsten Jahren weitere konkrete Projekte umgesetzt. 1–4 15 Rainer Hauswirth arbeitet in der Magistratsabteilung 18, Stadtentwicklung  und Stadtplanung, als Referent im Referat „Stadtforschung und Raumanalyse“ Gründerzeitliche Stadtgebiete wie der Yppenplatz mit dem Brunnenmarkt in Ottakring, dem 16. Gemeindebezirk, erle­ ben gegenwärtig einen Umwandlungs- und Aufwertungsprozess. Jene Menschen, die herziehen, suchen urbanes Leben im öffentlichen Raum, günstige Mieten und ein buntes und vielfältiges Wohnumfeld. In Ottakring haben sich mittlerweile auch zahlreiche Kulturinitiativen angesiedelt und erzeugen eine ganz neue Dynamik. Die gründerzeitlichen Stadtgebiete entlang des Westgürtels, Innerfavoriten im 10. Be­ zirk und das Karmeliterviertel im 2. Bezirk sowie auch das Viertel um den Wallensteinplatz im 20. Bezirk haben eine lange Zeit hindurch soziale Benachteiligung erfah­ ren. In den Gebäuden gab es viele billige Wir von der Stadt­ forschung analysieren, wie es um die Lebens­ qualität steht, ob die  Menschen mit ihrer Wohnsituation und  anderen Einrichtungen  zufrieden sind Substandardwohnungen, in denen vor­ wiegend Menschen aus sozial schwachen Schichten wohnten. Dies hat sich in den letzten Jahren tendenziell geändert. Dieser Wohnungsbestand wurde im Laufe der Jahre im Zuge der Strategie der„Sanften Stadterneuerung“ saniert. Die Aufwertung zog mit der Zeit ein neues Publikum an, etwa Studentinnen und Studenten sowie auch Angestellte. Wir von der Stadtforschung beobachten solche Prozesse und analysieren, wie es um die Lebensqualität steht, ob die Menschen mit ihrer Wohnsituation und anderen Einrichtungen zufrieden sind, oder wie die Entwicklungstendenz eines Stadtteiles im Vergleich zu anderen Stadtteilen aussieht. Unsere„Beobachtungen“ umfassen das Auswerten von Daten und Statistiken, Studien und Grundlagenarbeiten. So kön­ nen wir einen Überblick über die Stadt­ struktur geben und die räumlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen in ihr ana­ lysieren und vermitteln. Dies ist für künftige Planungsvorhaben von großer Wichtigkeit. Die Entwicklung der gründerzeitlichen Stadtteile wie dem Volkert- und Alliiertenviertel liegt mir persönlich besonders am Herzen – und nicht nur deswegen, weil ich in einem Gründerzeithaus im 2. Bezirk auf­ gewachsen bin, sondern auch, weil ich es als Wiener mag, dass die Stadt zusehends bunter wird. Wien zeigt sich heute als offene, sehr in­ tegrative Stadt, wo es keine Bevölkerungs­ gruppen gibt, die ausschließlich irgendwo am Rande der Stadt wohnen. Auch das macht die Stadt schön. 1–6 17 Anita Vrabec ist Referentin in der Magistratsabteilung 19, Architektur und Stadtgestaltung, Dezernat „Planung Öffentliche Infrastrukturbauten“.  Ihr Tätigkeitsbereich umfasst die Projektplanung im Schulbau  Die zwei Volksschulgebäude hinter mir in der Mannagettagasse 1 im 19. Bezirk sind ein gutes Beispiel für einen Teil des Aufga­ bengebietes unserer Abteilung, nämlich die Planung öffentlicher Schulen, Kindergärten, Amtshäuser und anderer Einrichtungen der Stadt Wien. Das Schulgebäude rechts im Bild, von Heinrich von Ferstel erbaut, ist denkmalgeschützt. Seit einem Jahr bietet die Volksschule auch Ganztagsbetreuung für Kinder – doch fehlten geeignete Einrich­ tungen und Räume, die dem modernen Unterricht entsprechen. Unsere Aufgabe war es, dafür eine Lösung zu finden. Durch die Sanierung des alten Gebäudes und den Zubau links im Bild hat die kleine Schule viel an Platz gewonnen. Sie ist nur eine der über 240 Pflichtschulen der Stadt Wien, für Der Campus,  ein multifunktionales  Gebäudekonzept, das Kindergarten,  Schule und die Freizeit  unter einen Hut bringt, wird immer mehr zum Thema  die im Rahmen des„Schulsanierungspa­ kets 2008–2017“ substanzerhaltende und sicherheitsfördernde Maßnahmen wie die Verbesserung des Brandschutzes durchge­ führt werden. Die Stadt Wien ist bestrebt, vorhandene Schulbauten zu erhalten und zu sanieren. Parallel dazu werden neue Schulgebäude geplant und errichtet. Bei der Neubau­ planung wird der Campus, ein multifunktio­ nales Gebäudekonzept, das Kindergarten, Schule und Freizeit unter einen Hut bringt, immer mehr zum Thema. Die Stadt Wien achtet auf eine gleichmäßige Verteilung unter Berücksichtigung der Bevölkerungs­ entwicklung in den einzelnen Bezirken. So­ genannte„Raumbücher“ sorgen dafür, dass die Ausstattung von Schulen und Kindergär­ ten überall gleich ist. Diese Bauvorhaben werden von unserem Team abgewickelt. Bei den meisten Neubauprojekten werden Wettbewerbe ausgeschrieben, etwa beim aktuellen Bau des Campus Attemsgasse im 22. Bezirk oder der Berufsschule in der Embelgasse im 5. Bezirk. Dabei fällt es in unsere Zuständigkeit, die Planung zu begleiten. Meine Familie stammt aus Kroatien, ich lebe seit meinem 17. Lebensjahr in Öster­ reich. Nach meinem Architekturstudium wirkte ich an Aufträgen im Bereich der Stadterneuerung mit. Diese Erfahrungen kann ich bei vielen Projekten einbringen. Durch meine Beschäftigung in der Pla­ nungsabteilung für Schulbau lerne ich Wien besser kennen. Ich bin in allen Bezirken unterwegs und ich mag es sehr, dass ich ohne Auto überall bequem hinkomme. 1–8 19 Otto Frey arbeitet in der  Magistratsdirektion der Stadt Wien – Geschäftsbereich Bauten und Technik,  Stadtbaudirektion, Gruppe Planung, und ist für die Koordination   und Steuerung von Stadtentwicklungsstrategien für Wien zuständig Hier vom bahnorama-Tower des neuen Hauptbahnhofs habe ich einen Blick auf große Teile Wiens. Die Aufmerksamkeit der Stadtbaudirektion richtet sich neben den großen Projekten auf die gesamte Stadt und ihre Entwicklung. Wir achten darauf, dass die Mechanismen in der Stadtentwicklung gut funktionieren. Früher war die Rolle der Verwaltung eine eher„verordnende“, heute wird Stadtplanung als Prozess gesehen, in dem die Bevölkerung und auch die vielen anderen Akteure intensiv eingebunden werden. Eine der Hauptaufgaben der Gruppe Planung als Stabstelle für die Stadtplanung ist die Steuerung, Koordinierung und Optimie­ rung der Arbeit der Planungsabteilungen. Diese gilt es laufend anzupassen, sei es aufgrund neuer Erkenntnisse oder neuer Wir gestalten in der Stadtplanung die Rahmenbedingungen  für eine hohe Lebens­ qualität für die Bürger­ innen und Bürger sowie  für die Entwicklung  der Wirtschaft mit Rahmenbedingungen auf nationaler und EU-Ebene. Eine weitere Aufgabe betrifft die Auseinandersetzung mit der Zukunft der Stadtentwicklung. Dies passiert zentral durch den Stadtentwicklungsplan(STEP), der gerade von der MA 18 überarbeitet wird. Unsere Rolle ist die Steuerung und Koordinierung: Wir liefern strategische Beiträge, nehmen Abstimmungen vor und begleiten die Umsetzung. Wien ist die Welthauptstadt für hohe Lebensqualität. Dazu tragen die Poli­ tik, die Verwaltung, viele private Akteure sowie die Bevölkerung bei. Lebensqualität ist auch mit guten Bedingungen für die Wirtschaft und für nachhaltige Investitio­ nen verknüpft. Der Stadtentwicklungsplan setzt den Rahmen dafür. Viele Fragen der Stadtentwicklung wie Verkehr sind nur un­ ter Einbeziehung der Region zu lösen. Die Zusammenarbeit mit Niederösterreich und dem Burgenland in der Regionalentwick­ lung ist daher ein wichtiger strategischer Arbeitsbereich. Genauso wie die nationale und internationale Zusammenarbeit mit Städten, Städtenetzwerken und Institutio­ nen – auch um weiterhin Innovationen für Wien gut nutzen zu können. Beruflich, aber auch privat habe ich viele andere Städte kennengelernt. An Wien schätze ich besonders die ausgewogene Mischung aus Urbanität und Grün sowie das Kulturangebot. Ich wohne seit Jahren im 7. Bezirk, nahe am Gürtel. Hier leben mittlerweile Menschen verschiedenster Nationalitäten und betreiben kleine Läden, Märkte und Restaurants. Sie machen diesen Bezirk und Wien noch attraktiver. 2–0 21 Mit der spacigen Brille schaue ich mir nicht gerade„Der Hobbit – Eine unerwartete Reise“ in 3D an, sondern ein Luftbildmodell zusammen mit den Daten der„Mehrzweck­ karte“, der digitalen Stadtkarte von Wien. Die Mehrzweckkarte, abgekürzt„MZK“, basiert auf zwei Datenquellen: der Luftbild­ auswertung im Innenbereich der Baublöcke und der terrestrischen Vermessung im Straßenbereich. Ich arbeite in der Luftbildauswertung. Mit Hilfe von aktuellen Luftbildern überprüfe ich den Inhalt der MZK, also ob sich etwas verändert hat. Ich ergänze neue Gebäude, Zäune, Rasenbegrenzungen, Masten, Bäu­ me und andere neue Objekte und lösche alle Inhalte, die nicht mehr vorhanden sind, aus der MZK. Alles wird dreidimensional ausgewertet. Es ist eine sehr faszinierende Arbeit, die ich da mache. Sie erfordert viel Konzentration und Genauigkeit und ist sehr verantwor­ tungsvoll, da ja die MZK die wichtigste Planungsgrundlage der Stadt ist. Sie wird laufend aktualisiert. Aufbauend auf den Daten der MZK, ent­ stehen in unserer Abteilung dann andere flächendeckend für Wien vorhandene Basisdaten wie das digitale Geländemodell, das Baukörpermodell und das 3D-Stadt­ modell. Die MZK ist Grundlage für den Flächen­ widmungs- und Bebauungsplan sowie die Stadtplansuche auf wien.at, die von sehr vielen Wienerinnen und Wienern genutzt wird. Luftbildauswerten ist anstrengend für die Augen. So freue ich mich immer aufs Neue, Sandra Kieser ist in der Magistratsabteilung 41, Stadtvermessung,  im Dezernat „Mehrzweckkarte, Geodaten“ in der Luftbildauswertung beschäftigt  und für die Auswertung der Daten der „Mehrzweckkarte“ zuständig Die „Mehrzweckkarte“ als digitale Stadtkarte  wird laufend  aktualisiert. Sie ist  die Planungsgrundlage für Wien, etwa für den  Flächenwidmungs­ und Bebauungsplan  wenn ich Menschen, die bei uns Aus­ kunft suchen, persönlich oder telefonisch beraten kann. In unserer Abteilung gibt es eine Sammlung von allen Luftbildern, die wir für die Auswertung der MZK und früher für die alte Stadtkarte verwendet haben. Die ältesten Luftbilder stammen aus dem Jahr 1938. Es ist also ganz einfach festzu­ stellen, wie die Natursituation oder der Hausbestand zu einem bestimmten Zeit­ punkt ausgesehen hat. Ein Blick in unsere Luftbildsammlung genügt. Von der Babypause abgesehen – mein Sohn ist mittlerweile drei Jahre alt –, bin ich seit 2001 in der MA 41 – Stadtvermessung be­ schäftigt. Es ist ein gutes Gefühl, dass wir die Stadtentwicklung mit unseren flächen­ deckend für Wien vorhandenen Planungs­ grundlagen unterstützen können. 2–2 23 Dominik Kuzmits ist Vermessungstechniker in der Magistratsabteilung 41, Stadtvermessung,   im Dezernat „Rechtliche Vermessung“ Eines meiner wichtigsten Arbeitswerkzeuge ist das Vermessungsgerät, das Tachymeter. Es werden damit Richtungen und Entfer­ nungen gemessen. Bei neuen TachymeterModellen funktioniert alles per Knopfdruck und automatisch. Bei allen Hoch- und Tiefbauten sind die VermesserInnen die ersten und letzten Personen auf einer Baustelle, weil ohne Vermessung nicht ordnungsgemäß gebaut werden kann. Am Beginn eines Bauprojekts liefern wir VermesserInnen die für die Planungs- und Projektierungsphase notwendigen Plan­ grundlagen und sorgen für die Einhaltung der einschlägigen bau- und grundstücks­ rechtlichen Bestimmungen. Vor und während der Bauphase helfen wir mit Absteckungsarbeiten und KontrollWir VermesserInnen  tragen zur Sicherheit  von öffentlichen Ein­ richtungen, Baustellen  und Grenzen bei messungen bei der projektgemäßen Bau­ ausführung mit. Und nach Fertigstellung des Baues vermessen wir allenfalls den Neubestand zur Dokumentation. Aktuell sind wir in Wien etwa mit Gebäude­ kontroll- und Deformationsmessungen für die Verlängerungen der U-Bahnen U1 und U2 sowie mit der vermessungstechnischen Betreuung der Baustelle Hauptbahnhof Wien beschäftigt. Wir sind aber auch außerhalb von Wien für Wien im Einsatz: Wir überwachen nämlich mit Setzungsmessungen die Wiener Hoch­ quellenwasserleitungen in hangrutschge­ fährdeten Gebieten. Ein weiterer Auftrag an uns VermesserInnen ist die rechtliche Sicherung der Grenzen der Grundstücke, die der Stadt Wien ge­ hören. Wir führen Teilungsverfahren und Grenzvermessungen durch oder betreuen sie. Die Dokumentation der Landes- und Bezirksgrenzen und die Erstellung von Dienstbarkeits- und Entschädigungsplänen runden unseren Aufgabenbereich in der grundstücksrechtlichen Vermessung ab. Meine Arbeit bietet viel Abwechslung: das Vermessen im Gelände, Innendienst, die Beschäftigung mit oft sehr wertvollen alten Urkunden und den direkten Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern. Was ich sonst noch an meiner Arbeit schätze, ist, dass ich sozusagen„live“ im Geschehen bin und mitverfolgen kann, wie Wien weiter wächst. Da bin ich schon stolz, wenn ich sagen kann, bei dem einen oder anderen Projekt habe ich mitgearbeitet. Für mich ist Wien jene Stadt, die alles bietet, was man zum Leben braucht. Hier findet Wiens  Stadtplanung statt: Magistratsdirektion-Stadtbaudirektion, Gruppe Planung E-Mail: pl@md-bd.wien.gv.at Telefon:+43 1 4000-82630 MA 18 – Stadtentwicklung und Stadtplanung E-Mail: post@ma18.wien.gv.at Telefon:+43 1 4000-8018 Wiener Planungswerkstatt 1010, Friedrich-Schmidt-Platz 9 E-Mail: wpw@ma18.wien.gv.at Telefon:+43 1 4000-88888 MA 19 – Architektur und Stadtgestaltung E-Mail: post@ma19.wien.gv.at Telefon:+43 1 81114-88911 MA 21 – Stadtteilplanung und Flächennutzung E-Mail: post@ma21.wien.gv.at Telefon:+43 1 4000-88116 Planungsauskunft Wien 1010, Rathausstraße 14–16, 1. Stock E-Mail: planauskunft@ma21.wien.gv.at Telefon:+43 1 4000-8840 MA 41 – Stadtvermessung E-Mail: post@ma41.wien.gv.at Telefon:+43 1 4000-89115 www.stadtentwicklung.wien.at IMPRESSUM Herausgeber: Stadtentwicklung Wien, MA 18. Redaktionelle und technische Koordination: Gaby Berauschek, Willibald Böck. Texte: Nora Fuchs. Gestaltung und Illustration: Beton— Gruppe für Gestaltung. Fotos: Karin Wasner. Gesamtherstellung: Fuchs& Partner. Druck: AV+Astoria Druckzentrum GmbH, Wien Gedruckt auf ökologischem Druckpapier aus der Mustermappe von„ÖkoKauf Wien“. © Stadtentwicklung Wien 2013