Wolfgang Bardach-Benning
Berlin N W 87
Levetzowstrasse 16
Berlin, den 16.August 1928
Herrn Karl Kraus
Wien
Zollamtstrasse 3
Sie haben bei Ihrer Berliner Vorlesung am 30.März mitgeteilt,
dass Sie dass gegen Kerr vorgebrachte Material in der übernächsten Num-
mer der Fackel veröffentlichen werden.Es ist nicht geschehen.Um aber die-
ses Material das Gegen Sie,aber niemals gegen Kerr spricht,der Öffentlich
keit zu unterbreiten,spreche ich am Sonntag,den 2.September,vormittags
11 1/2 Uhr im Neuen Theater am Zoo über
"Enthüller"Karl Kraus gegen Alfred Kerr
Das Ende einer Verläumdungskampagne
Ich lade Sie hierdurch höflichst ein,das Korreferat zu übernehmen und
den Beweis für Ihre Beschuldigungen gegen Kerr zu erbringen.Ich stelle
Ihnen Saal und Redezeit unbegrenzt zur Verfügung.Sollten Sie selbst ver-
hindert sein,an diesem Tage in Berlin zu sprechen,so bitte ich Sie,einen
Vertreter zu bestimmen,der für Sie spricht.Ich ersuche Sie bis spätestens
eine halbe Stunde vor Beginn meines Vortrages um eine Mitteilung,ob Sie
selbst sprechen wollen,oder wen Sie mit der Vertretung Ihrer Interessen
betraut haben.
Es wird Ihnen ein leichtes sein,diesem Auditorium klar zu machen,wer der
Schuft ist.Ich stelle Ihnen übrigens gerne für Ihre Freunde und Anhänger
dreissig Karten zur Verfügung,damit auch nicht der Anschein entsteht,dass
der Saal mit Krausgegner angefüllt ist.
Berlin N W 87
Levetzowstrasse 16
Berlin, den 16.August 1928
Herrn Karl Kraus
Wien
Zollamtstrasse 3
Sie haben bei Ihrer Berliner Vorlesung am 30.März mitgeteilt,
dass Sie dass gegen Kerr vorgebrachte Material in der übernächsten Num-
mer der Fackel veröffentlichen werden.Es ist nicht geschehen.Um aber die-
ses Material das Gegen Sie,aber niemals gegen Kerr spricht,der Öffentlich
keit zu unterbreiten,spreche ich am Sonntag,den 2.September,vormittags
11 1/2 Uhr im Neuen Theater am Zoo über
"Enthüller"Karl Kraus gegen Alfred Kerr
Das Ende einer Verläumdungskampagne
Ich lade Sie hierdurch höflichst ein,das Korreferat zu übernehmen und
den Beweis für Ihre Beschuldigungen gegen Kerr zu erbringen.Ich stelle
Ihnen Saal und Redezeit unbegrenzt zur Verfügung.Sollten Sie selbst ver-
hindert sein,an diesem Tage in Berlin zu sprechen,so bitte ich Sie,einen
Vertreter zu bestimmen,der für Sie spricht.Ich ersuche Sie bis spätestens
eine halbe Stunde vor Beginn meines Vortrages um eine Mitteilung,ob Sie
selbst sprechen wollen,oder wen Sie mit der Vertretung Ihrer Interessen
betraut haben.
Es wird Ihnen ein leichtes sein,diesem Auditorium klar zu machen,wer der
Schuft ist.Ich stelle Ihnen übrigens gerne für Ihre Freunde und Anhänger
dreissig Karten zur Verfügung,damit auch nicht der Anschein entsteht,dass
der Saal mit Krausgegner angefüllt ist.