Berlin-Dahlem, den 8ten 11 1917.
Miquelstraße 86.
Sehr verehrter Herr Hofrat!
Beifolgende Stimme aus dem Publikum glau-
be ich Ihnen nicht ganz vorenthalten zu sollen
und sende sie Ihnen daher streng vertraulich.
Dem mir unbekannten Absender - ich kann nicht
einmal seinen Namen entziffern - vermag ich
nämlich nicht durchaus Unrecht zu geben; auch
ich finde, daß dieses Extempore zu meinem Stil
wie zu dem des Burgtheaters nicht recht paßt.
Andererseits aber möchte ich um keinen Preis
einen so lieben und verehrten künstlerischen
Bundesgenossen, wie es mir Walden seit vielen
Jahren ist, kränken oder verstimmen. Vielleicht fin-
den Sie jedoch eine Gelegenheit, um ihn ganz
beiläufig und freundschaftlich von dem kleinen
Zusatz abzubringen.
Ich darf wohl den Anlaß benutzen, um Ihnen
und Ihrer verehrten Frau Mutter für die gastliche
Aufnahme nochmals herzlich zu danken und die
Hoffnung auszusprechen, daß wir Sie recht bald
auch wieder bei uns begrüßen dürfen.
Mit den verbindlichsten Empfehlungen
Ihr ganz ergebener
Ludwig Fulda.
Miquelstraße 86.
Sehr verehrter Herr Hofrat!
Beifolgende Stimme aus dem Publikum glau-
be ich Ihnen nicht ganz vorenthalten zu sollen
und sende sie Ihnen daher streng vertraulich.
Dem mir unbekannten Absender - ich kann nicht
einmal seinen Namen entziffern - vermag ich
nämlich nicht durchaus Unrecht zu geben; auch
ich finde, daß dieses Extempore zu meinem Stil
wie zu dem des Burgtheaters nicht recht paßt.
Andererseits aber möchte ich um keinen Preis
einen so lieben und verehrten künstlerischen
Bundesgenossen, wie es mir Walden seit vielen
Jahren ist, kränken oder verstimmen. Vielleicht fin-
den Sie jedoch eine Gelegenheit, um ihn ganz
beiläufig und freundschaftlich von dem kleinen
Zusatz abzubringen.
Ich darf wohl den Anlaß benutzen, um Ihnen
und Ihrer verehrten Frau Mutter für die gastliche
Aufnahme nochmals herzlich zu danken und die
Hoffnung auszusprechen, daß wir Sie recht bald
auch wieder bei uns begrüßen dürfen.
Mit den verbindlichsten Empfehlungen
Ihr ganz ergebener
Ludwig Fulda.