Gregori, Ferdinand: Feldpostkarte an Franz Karl Ginzkey. Berlin, 8.5.1917
Lieber Herr Ginzkey, ein schönes starkes Gedicht, das von den „Wölfen“
und von klassischer Festigkeit im Wort! Schönen Dank! Wir sprechen uns,
wie kurz ich auch in W. sein mag. Ein leises Anklopfen bei Mill. wäre
nicht übel. Ich kenne ihn nicht allzu gut u. fürchte fast, daß er mich
fälschlicherweise für unbequem hält, wie es sein Vorgänger tat. Und
ich bin - Reinhardt hat das längst erkannt - der bequemste, wil-
ligste Beamte. Ich habe ein paar Zeilen an [.]M. geschrieben - wollen
Sie ihn auch einmal anrufen? Mein Glück denke ich mir ja doch
nur in Wien!
Herzliche Grüße Ihnen Beiden!
Ihr Gregori