Gregori, Ferdinand: Brief an Franz Karl Ginzkey. Dresden, 25.3.1916
Mein"Sachsenspiegel" ?Mir ist immer,als ob man,
wenn man kein ganzer Dichter ist,mit so halben
Leistungen sich nicht aufdrängen dürfe.Nun aber
wünschen Sie ihn und werden ihn kriegen.Er ge-
fällt übrigens sehr.Bartschens Buch über Deutsch-
land habe ich mir gekauft.Es ist recht ungleich.
Und mancher Tadel,dessen Ursache ich nur zu gut
kenne,hätte in andrer Form wohl wirksamer werden
können.
Glauben Sie ja nicht,dass ich Sie fürs ganze
Leben in Pernegg so allein lasse,wie Sie
es am liebsten haben und wie Sies bis zum Sommer
1913 geniessen durften.Ich komme wieder,wieder!
Mit herzlichsten Grüssen,auch an Ihre
Gattin! Ihr alter
Gregori