Hochverehrter Herr Hofrat!
Ich muß wohl in den letzten Tagen wieder besonders
teppert gewesen sein, sonst hätt ich Ihre lieben Briefe
gleich besser verstanden und beantwortet als ich es tat.
Seien Sie mir nicht böse, es ist ja wirklich meine unverschuldete
ererbte Kopfkrankheit an allem schuld.
Jetzt habe ich Ihnen gestern doch eine Erzählung geschickt,
die Sie vielleicht jetzt gar nicht wollen.
Es reißt mich jetzt, da ich aus Deutschland, das ja für
meine Erbärmlichkeit kein Interesse, keine Honorare hat
in dieser großen Zeit, hier furchtbar herum auf der Brotsuche.
Es gibt jetzt Leute denen es schlechter geht. Freilich die meisten
von denen sind vor dem Kriege gefesteter gewesen, als ich ewig
zerissenes altes Luder.
Nicht wahr, Sie verzeihen mir es, wenn ich die Arbeit gerade im
unpassensten Augenblick eingeschickt habe.
Ihr Sie über alles in der Welt verehrender Ihnen unendlichen Dank
schuldiger:
Josef Gangl.
Wien XIII Pachmanngasse 2.
am 18 Dezember 1915.
Ich muß wohl in den letzten Tagen wieder besonders
teppert gewesen sein, sonst hätt ich Ihre lieben Briefe
gleich besser verstanden und beantwortet als ich es tat.
Seien Sie mir nicht böse, es ist ja wirklich meine unverschuldete
ererbte Kopfkrankheit an allem schuld.
Jetzt habe ich Ihnen gestern doch eine Erzählung geschickt,
die Sie vielleicht jetzt gar nicht wollen.
Es reißt mich jetzt, da ich aus Deutschland, das ja für
meine Erbärmlichkeit kein Interesse, keine Honorare hat
in dieser großen Zeit, hier furchtbar herum auf der Brotsuche.
Es gibt jetzt Leute denen es schlechter geht. Freilich die meisten
von denen sind vor dem Kriege gefesteter gewesen, als ich ewig
zerissenes altes Luder.
Nicht wahr, Sie verzeihen mir es, wenn ich die Arbeit gerade im
unpassensten Augenblick eingeschickt habe.
Ihr Sie über alles in der Welt verehrender Ihnen unendlichen Dank
schuldiger:
Josef Gangl.
Wien XIII Pachmanngasse 2.
am 18 Dezember 1915.