Hier sende ich drei kleine Erzählungen als Fort
setzung der Erzählungen im Sanatorium. Sie
sollen auch so wie jene nach dem letzten Satz ver=
klingen, das heisst in das Feuer wandern. A=
ber bestimmt! niemand soll es ahnen und wis-
sen dass ich selbst auch gerne Märchen erzäh-
let habe dass ich ein grosses Kind an mei-
ne Brust gedrückt habe. Ich, der ich niemals
eine Jugend wahr empfunden, der ich das Al-
ter schon in der Wiege tragen musste. Das g
grosse Kind meiner Träume soll niemals n
nach meinen Geheimnissen greifen es soll
in meinen Erzählungen seine Zukunft wiegen.
Es soll wie damals langsamm seine Augen sch
schliessen und im Traum diese Märchen höh=
ren. Ich fühle sein goldenes Haupt in mei=
nen Händen küsse die himmlischen Lip
pen und versiegele den verlangenden M
Mund. Ich will noch vieles erzählen, ohne Ziel
und Ende aber verklingen sollen die Wor-
te wie damals im Mai. Zünde das verklärende
Feuer und lasse die geschriebenen Märchen ver
brennen~ überlasse sie dem Geheimniss das
uns so jung erhällt. Du sollst niemals glauben
dass sie durch das Feuer verloren gehen. Du
sollst ihnen immer wieder begegnen. Ver=
sprich und halte dieses Gebot und ich erzähle
Dir alles was ich je geträumt und noch träumen
werde. Leihe mir das Ohr das so zart geformt,
lass mich Diene Wange küssen setze Dich
auf meine Schoss und lasse meine Arme um
Deinen himmlischen Leib schliessen. Du bist
vom Himmel gesendet sollst mir das Gl
Glück bringen, Du sollst höhren was in mei=
nem Herzen lebendig geworden. Immer wie
der werde ich beginnen: Es war einmal:
immer wieder Dich in das goldene Reich der
Träume wiegen. Und dass Alles zwischen uns
bleibe presse ich meine Lippen an die Deinen.
So, und jetzt träume das Unaussprechliche.
Winkelsdorf 1. September 1918AH~~
Landhaus Primavesi.
setzung der Erzählungen im Sanatorium. Sie
sollen auch so wie jene nach dem letzten Satz ver=
klingen, das heisst in das Feuer wandern. A=
ber bestimmt! niemand soll es ahnen und wis-
sen dass ich selbst auch gerne Märchen erzäh-
let habe
ne Brust gedrückt habe. Ich, der ich niemals
eine Jugend wahr empfunden, der ich das Al-
ter schon in der Wiege tragen musste. Das g
grosse Kind meiner Träume
nach meinen Geheimnissen greifen
in meinen Erzählungen seine Zukunft wiegen.
Es soll wie damals langsamm seine Augen sch
schliessen und im Traum diese Märchen höh=
ren. Ich fühle sein goldenes Haupt in mei=
nen Händen
pen
Mund. Ich will noch vieles erzählen, ohne Ziel
und Ende
te wie damals im Mai. Zünde das verklärende
Feuer und lasse die geschriebenen Märchen ver
brennen
uns so jung erhällt. Du sollst niemals glauben
dass sie durch das Feuer verloren gehen. Du
sollst ihnen immer wieder begegnen. Ver=
sprich und halte dieses Gebot und ich erzähle
Dir alles was ich je geträumt und noch träumen
werde. Leihe mir das Ohr das so zart geformt,
lass mich Diene Wange küssen
auf meine Schoss und lasse meine Arme um
Deinen himmlischen Leib schliessen. Du bist
vom Himmel gesendet
Glück bringen, Du sollst höhren was in mei=
nem Herzen lebendig geworden. Immer wie
der werde ich beginnen: Es war einmal:
immer wieder Dich in das goldene Reich der
Träume wiegen. Und dass Alles zwischen uns
bleibe presse ich meine Lippen an die Deinen.
So, und jetzt träume das Unaussprechliche.
Winkelsdorf 1. September 1918
Landhaus Primavesi.