Es ist so einsamm geworden, so ruhig.
Es ist so bange geworden, so dämmerig.
Soll es nun zur Nacht da kaum der
Morgen erwacht ~, soll die Sonne n
nicht länger in ein Glück scheinen?
Alles scheint zur Ruhe hin, Alles ist
willenlos geworden: nur die Feuer im
Herzen wollen nicht verlöschen, die
Gluthen brennen tiefe Furchen ein
das Leben soll nicht schmerzlos en=
den dass es nicht den Stürmer krö=
ne. In heiligen Glanze strahlt nun
Vergangenheit und Zukunft, die Er=
de muss noch ruhig sein. Mir allein
gilt nun die Gnade, es soll kein fr
fremder Strahl mich treffen, mir
allein soll's Frühling werden ehe
noch der Herbst begonnen. Es klingt
so himmlisch nun nach stummen
Glück, es tragt eine Wolke mich zu
meinem Traum. Wohl für immer
und niemals mehr zurück, das Le
ben geht der Weihe zu und hat den
Werth verlassen. Es ist die Dämmer=
rung geworden, es geht die Nacht
zu mir, es kommt ein langer Tra
Traum und dan das stumme G
Glück ~
Wien 24. December 1918
Pavillon des Amateurs
4 h . Nachmittags.
A Hanak
Es ist so bange geworden, so dämmerig.
Soll es nun zur Nacht da kaum der
Morgen erwacht ~, soll die Sonne n
nicht länger in ein Glück scheinen?
Alles scheint zur Ruhe hin, Alles ist
willenlos geworden: nur die Feuer im
Herzen wollen nicht verlöschen, die
Gluthen brennen tiefe Furchen ein
das Leben soll nicht schmerzlos en=
den dass es nicht den Stürmer krö=
ne. In heiligen Glanze strahlt nun
Vergangenheit und Zukunft, die Er=
de muss noch ruhig sein. Mir allein
gilt nun die Gnade, es soll kein fr
fremder Strahl mich treffen, mir
allein soll's Frühling werden ehe
noch der Herbst begonnen. Es klingt
so himmlisch nun nach stummen
Glück, es tragt eine Wolke mich zu
meinem Traum. Wohl für immer
und niemals mehr zurück, das Le
ben geht der Weihe zu und hat den
Werth verlassen. Es ist die Dämmer=
rung geworden, es geht die Nacht
zu mir, es kommt ein langer Tra
Traum und dan das stumme G
Glück ~
Wien 24. December 1918
Pavillon des Amateurs
4 h . Nachmittags.
A Hanak