Hock, Paul von: Brief an Gustav Gugitz. Wien, 15.11.1917
7. Neustiftg. 31
15/11 1917
Hochgeehrter Herr!
Hocherfreut über die liebens-
würdige Aufnahme meiner manigfachen
Wünsche erlaube ich mir einen Posterlag-
schein für den Mitgliedsbeitrag der „Freien
Schule“ zu übersenden u. Sie zu bitten, falls
Sie einmal es gelegen finden sollten, uns einen
Vortrag zu widmen, dieß uns mitteilen zu
wollen. Wie viele Gegenstände könnten doch auf
bereitwillige Aufmerksamkeit rechnen - so z.B.
eine Schilderung Sonnenfels' , eine Darstellung
der Wiener „Jakobinerverschwörung“ usf. usf.
Meine Erwähnung der Pichler'schen
Denkwürdigkeiten als von Ihnen herausgegeben,
entstammt einer bedauerlichen unachtsamen
Verwechslung mit den Schönholz'schen
Traditionen. Wollen Sie dieß nachsichtig ent-
schuldigen.
Daß Schlitter die Kolbielski'schen
Lebenserinnerungen so ängstlich vorenthält, ist