Berlin W. 30, Stübbenstr: 5. 11.II.17.
Lieber Herr Schaukal!
Durch die Ungunst der Zeitumstände bin ich gezwungen, von meinem
satirischen Gedichtwerk „die Blechschmiede“ (Leipzig, Insel=Verlag, vergriffen)
die neue, stark über das Doppelte vermehrte Ausgabe lediglich auf private Sub=
skription herauszugeben. Das Werk soll mit einer schönen Type auf gutem Bütten
in Großquart (34 zu 25 cm) erscheinen, und ich schätze seinen Umfang auf
etwa 320 Seiten. Der Preis - 100 Mark - scheint ein hoher, läßt sich aber bei
der geplanten Ausstattung und der Kleinheit der Auflage - vermutlich nur
hundert Exemplare - niedriger nicht stellen. Durch liebenswürdige Zeichnung
einer Subskription würden Sie mir eine wesentliche und dankenswerte
Hülfe gewähren! Dürfte ich Sie darum bitten? Falls ja, so bäte ich um freund=
liche Zustellung der Hälfte des Betrages, mit der ferneren Bitte, mir den Rest
nach Versendung des Werkes anweisen zu wollen, die pünktlich am 1ten
Oktober erfolgen würde.
In alter Herzlichkeit
Ihr
Arno Holz.
P.S. Als Schlußvermerk - das Eingeklammerte entsprechend ausgedruckt -
käme:
„Dieses Werk wurde im Sommer 1917 durch die Druckerei von Petzschke
und Gretschel in Dresden im Auftrage des Verfassers für (Zahl) Subskribenten
hergestellt und nach deren alphabetischen Folge numeriert; das vorlie=
gende Exemplar ist das (Zahl)te und Eigentum von (Name, Ort).“
Lieber Herr Schaukal!
Durch die Ungunst der Zeitumstände bin ich gezwungen, von meinem
satirischen Gedichtwerk „die Blechschmiede“ (Leipzig, Insel=Verlag, vergriffen)
die neue, stark über das Doppelte vermehrte Ausgabe lediglich auf private Sub=
skription herauszugeben. Das Werk soll mit einer schönen Type auf gutem Bütten
in Großquart (34 zu 25 cm) erscheinen, und ich schätze seinen Umfang auf
etwa 320 Seiten. Der Preis - 100 Mark - scheint ein hoher, läßt sich aber bei
der geplanten Ausstattung und der Kleinheit der Auflage - vermutlich nur
hundert Exemplare - niedriger nicht stellen. Durch liebenswürdige Zeichnung
einer Subskription würden Sie mir eine wesentliche und dankenswerte
Hülfe gewähren! Dürfte ich Sie darum bitten? Falls ja, so bäte ich um freund=
liche Zustellung der Hälfte des Betrages, mit der ferneren Bitte, mir den Rest
nach Versendung des Werkes anweisen zu wollen, die pünktlich am 1ten
Oktober erfolgen würde.
In alter Herzlichkeit
Ihr
Arno Holz.
P.S. Als Schlußvermerk - das Eingeklammerte entsprechend ausgedruckt -
käme:
„Dieses Werk wurde im Sommer 1917 durch die Druckerei von Petzschke
und Gretschel in Dresden im Auftrage des Verfassers für (Zahl) Subskribenten
hergestellt und nach deren alphabetischen Folge numeriert; das vorlie=
gende Exemplar ist das (Zahl)te und Eigentum von (Name, Ort).“